Aristoteles

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Aristoteles

Beitrag  John Wayne am So Nov 22 2015, 18:01


Nikomachische Ethik

Buch II, 2 - Teil 1

Der Teil der Philosophie, mit dem wir es hier zu tun haben,
ist nicht wie die anderen rein theoretisch -
wir philosophieren nämlich nicht,
um zu erfahren, was ethische Werthaftigkeit sei,
sondern um wertvolle Menschen zu werden.

Sonst wäre dieses Philosophieren ja nutzlos.


Daher müssen wir unser Augenmerk auf das Gebiet
des Handelns richten, auf die Frage,
wie wir die einzelnen Handlungen gestalten sollen,
denn diese beeinflussen, wie wir gesagt haben,
in entscheidender Weise das Wie
der sich herausbildenden ethischen Grundhaltungen.

Nun ist der Satz: "nach der richtigen Planung handeln"
allgemein anerkannt und sei (somit vorläufig) vorausgesetzt.

Später soll dann darüber gesprochen werden, was das ist:
"richtige Planung" und in welcher Beziehung
sie zu den (ethischen) Wesensvorzügen steht.

Über das eine möge hierbei im vorhinein
Übereinstimmung festgestellt sein,
dass von einer Untersuchung über ethische Fragen
nur umrisshafte Gedankenführung,
nicht aber wissenschaftliche Strenge
gefordert werden darf.

Wir haben ja schon eingangs ausgesprochen,
dass die Form der Untersuchung, die wir verlangen dürfen,
dem Erkenntnisgegenstand entsprechen muss.

Im Bereiche des Handelns aber und der Nützlichkeiten
gibt es keine eigene Stabilität -
übrigens auch nicht in Fragen der Gesundheit.

Wenn dies aber schon bei übergreifenden
Aussagen (in der Ethik) zutrifft,
so kann Exaktheit noch viel weniger bei der Darstellung
von Einzelfällen des Handelns vorhanden sein:
diese fallen weder unter eine bestimmte "Technik" noch Fachtradition.

Der Handelnde ist im Gegenteil jeweils auf sich selbst gestellt
und muss sich nach den Erfordernissen des Augenblicks richten,
man denke nur an die Kunst des Arztes und des Steuermanns.

http://archiv.melchizedek-forum.de/showentry.php?sNo=7299

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Beitrag  John Wayne am So Nov 22 2015, 18:02


Aristoteles: Nikomachische Ethik

Buch IV, 13 - Teil 1

Das mittlere Verhalten

Beinahe zu dem gleichen Gebiet gehört auch das mittlere Verhalten,
welches dem aufschneiderischen Wesen entgegengesetzt ist.
Doch gibt es auch dafür keinen eigenen Begriff.

Es ist aber besser, auch solche Eigenarten darzustellen,
denn erstens vertiefen wir unser Wissen um die menschlichen Charaktere,
indem wir in die Einzelheiten gehen -
und zweitens wird sich unsere Überzeugung,
dass jede Form vortrefflichen Verhaltens eine Mitte darstellt, befestigen,
wenn wir zu der Einsicht kommen, dass dies für alle Erscheinungen zutrifft.

Die Menschen, die im Zusammenleben ihr Verhalten
auf angenehme oder unangenehme Wirkung abstellen,
sind bereits dargestellt.

Nun wollen wir von denen sprechen,
die Aufrichtigkeit und Verstellung gleicherweise in dem,
was sie reden, wie in dem, was sie tun, zeigen,
und zwar durch das Vorspiegeln (gewisser Dinge).

Von dem Aufschneider nimmt man an,
dass er sich mit Vorliebe etwas beilegt, was Geltung einträgt -
in Wirklichkeit ist aber nichts davon bei ihm vorhanden -
oder dass er sich mehr beilegt, als wirklich da ist.

Der hintergründig Bescheidene hinwiederum scheint seinen
tatsächlichen Wert zu verneinen oder herabzusetzen.

Der Vertreter der Mitte aber ist ein Mann, der, sagen wir,
die Dinge beim richtigen Namen nennt,
aufrichtig in Wort und Werk, sich schlicht zu dem bekennend,
was an ihm ist: nicht mehr und nicht weniger.

Nun kann man jedes von dem Genannten mit einer
bestimmten Absicht tun oder ohne eine solche.

Jeder Mensch aber redet, handelt und lebt so, wie seine Charakteranlage ist,
falls ihn beim Handeln nicht eine bestimmte Absicht leitet:
ein unaufrichtiges Wesen aber ist rein für sich (ohne Absicht)
genommen etwas Schlechtes und Tadelnswertes;
die Aufrichtigkeit, für sich genommen,
etwas Schönes und Lobenswertes.

Und so verdient denn auch der Aufrichtige,
als Vertreter der Mitte, unser Lob,
beide Formen der Verstellung aber unseren Tadel -
ganz besonders der Aufschneider.

http://archiv.melchizedek-forum.de/showentry.php?sNo=25311

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Takt der Umgangsformen

Beitrag  John Wayne am Sa Nov 28 2015, 06:24


Aristoteles: Nikomachische Ethik


Buch IV, 14 - Teil 1

Takt der Umgangsformen

Tätiges Leben wird durch Zeiten der Erholung unterbrochen,
in denen Muße und Kurzweil ihren Platz haben.
Und auch hierbei gibt es einen gewissen Takt der Umgangsformen,
ein richtiges Gefühl für das, was man da redet oder anhört
und auch für das Wie.

Dabei wird es auch nicht gleichgültig sein,
in welcher Gesellschaft man etwas zum besten gibt
oder etwas zu hören bekommt.
Klar ist jedenfalls, dass es auch hier ein Überschreiten
und ein Nichterreichen der rechten Mitte gibt.

Wer die Grenzen des Lustigen überschreitet,
gilt als Hanswurst und als grobschlächtig.
Er hascht um jeden Preis nach dem Lächerlichen.

Es kommt ihm mehr darauf an, die Leute zum Lachen zu reizen,
als einen Scherz in netter Form vorzubringen
und zu vermeiden, dass der Betroffene sich gekränkt fühlt.

Den Gegensatz dazu bilden solche,
die keinen Scherz von sich zu geben vermöchten
und die ein saures Gesicht ziehen, wenn ein Witz fällt.
Das sind Holzklötze und steife Gesellen.

Von dem, der mit feinem Takt kurzweilig ist,
kann man sagen, er ist "(gesellschaftlich) gewandt",
sozusagen im guten Sinne "wendig".

Denn solche Beweglichkeit deutet doch wohl
auf Beweglichkeit des Charakters.
Wie man sich aus den Bewegungen
ein Urteil über den Körper bilden kann,
so kann man es auch über den Charakter.

Da Komisches allenthalben anzutreffen ist
und die meisten an Kurzweil und Scherz Spass haben -
mehr als gut ist -, wird sogar der Hanswurst
als gesellschaftlich gewandt bezeichnet:
man hält ihn eben für einen netten Menschen.
Aber der Unterschied ist da, und zwar kein kleiner:
das ergibt sich aus dem, was wir gesagt haben.

Der mittleren Haltung ist auch eigentümlich der sichere Anstand.
Der gesellschaftlich Sichere wählt seine Worte und das, was er hören will,
so wie es zum Wesen eines rechtlichen und freigearteten Mannes stimmt:
es gibt nämlich durchaus Dinge,
die ein solcher Mann in humorvoller Weise vorbringen und anhören darf,
und der Scherz eines freigearteten klingt anders als der eines ordinären Menschen.

Derselbe Unterschied ist zwischen dem Witz des ungebildeten
und dem des gebildeten Mannes.
Man kann diese Beobachtung auch an den alten und den neuen Komödien machen.

Die Dichter der einen empfanden das Aussprechen des Unanständigen als spaßhaft,
die anderen mehr die dezente Andeutung:
der Unterschied - was Wohlanstand betrifft - ist nicht zu verkennen.

http://archiv.melchizedek-forum.de/showentry.php?sNo=25892

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Aristoteles: Nikomachische Ethik

Beitrag  John Wayne am So Nov 29 2015, 20:32

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Buch III, 13 - Teil 3

Aber der eigentliche Genuss liegt doch nicht in diesem Prüfen -
zum mindesten nicht für den Zuchtlosen,
sondern er liegt in dem verweilenden Schwelgen.

Dies aber wird sowohl beim Essen als auch beim Trinken
als auch bei der Liebeslust ganz durch den Tastsinn vermittelt.

Daher hat sich einmal ein Feinschmecker inständig gewünscht,
es möchte ihm sein Schlund länger werden als der des Kranichs:
womit er zu verstehen gab, dass es beim Genießen
gerade auf den Tastsinn ankomme.

So ist denn die Sinnesempfindung, an der die Zuchtlosigkeit sich offenbart,
gerade die allergewöhnlichste,
und mit Recht darf Zuchtlosigkeit als etwas ganz Verabscheuenswertes gelten,
weil sie bei uns nicht auftritt, sofern wir Menschen sind,
sondern sofern wir der Gattung "Lebewesen" angehören.

Freude an solchen Genüssen und ausschließliche Vorliebe dafür
ist also etwas rein Animalisches, zudem auch die ungezwungensten Freuden,
die der Tastsinn gibt, einfach ausscheiden.
- Dazu gehören die, welche man im Gymnasion
durch das Massieren und Warmwerden erfahren kann. -

Denn nicht auf den gesamten Körper bezieht sich die
Sinnesempfindung des Zuchtlosen, sondern nur auf einzelne Teile.

Von den Begierden gelten die einen als allen Lebewesen gemeinsam,
die anderen als einzelnen eigentümlich und zusätzlich hinzugekommen.

So ist das Verlangen nach Nahrung ein natürliches.
Denn jeder verlangt nach fester oder flüssiger Nahrung,
wenn er Mangel daran hat.

Manchmal verlangt er nach beidem und auch "nach Liebesgenuss",
wie Homer sagt, solange er jung und kräftig ist.

Doch diese bestimmte Nahrung oder jenen bestimmten Liebesgenuss zu begehren -
nicht jeder tut es,
und auch nicht auf denselben Gegenstand richtet sich das Begehren der einzelnen.
Daher scheint dieses Begehren in unser Belieben gestellt zu sein.

Indes steckt in solchem Begehren doch auch ein natürliches Element,
denn dem einen sagt dies, dem anderen jenes zu,
und es gibt gewisse Dinge, die jedem Menschen lieber sind als irgendwelche Objekte,
die ihm der Zufall darbietet.

http://archiv.melchizedek-forum.de/showentry.php?sNo=19193

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Der Freigeartete

Beitrag  John Wayne am Mo Dez 07 2015, 00:14

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Aristoteles: Nikomachische Ethik

Buch IV, 14 - Teil 2

Der Freigeartete

Soll man nun, ob ein Satiriker gut ist, danach bestimmen,
ob sein Witz so ist, wie es einem Freigearteten wohl ansteht,
oder ob er den Betroffenen nicht verstimmt, ja ihn sogar erfreut?
Oder wären, jedenfalls bei letzterer Bestimmung, die Grenzen fliessend,
da doch dem einen dies, dem anderen jenes unangenehm oder angenehm ist?

Was er anzuhören bereit ist, dürfte ähnliche Probleme bieten.
Denn Satire, die er als Zuhörer erträglich findet,
bringt er wohl auch selbst vor.

Er wird sich also nicht jede satirische Bemerkung erlauben,
denn Satire bedeutet in gewisser Weise ein Herunterziehen,
die Gesetzgeber aber verbieten, gewisse Dinge herabzuziehen.
Sie hätten es bei manchen Formen der Satire vielleicht auch so machen sollen.

Der feine und großzügige Mensch wird sich also,
wie wir es beschrieben haben, benehmen:
er ist sich gleichsam selbst Gesetz.

Auf diese Weise ist also das Wesen des Mannes bestimmt,
der sich an die Mitte hält,
mag man ihn nun als gesellschaftlich sicher
oder als gewandt bezeichnen.

Der Hanswurst aber kann sein Bedürfnis,
Witze zu reissen, nicht unterdrücken.
Er verschont weder sich noch die anderen,
wenn er die Gesellschaft zum Lachen bringen kann.

Er sagt Dinge, die der Feine nicht über die Lippen brächte,
ja, die er unter Umständen nicht einmal hören möchte.
Der Holzklotz wiederum ist für solche Unterhaltung untauglich.

Er trägt nichts dazu bei und macht zu allem ein saures Gesicht.
Die Erfahrung lehrt aber, dass die Menschen Erholung und Kurzweil
im tätigen Leben notwendig brauchen.

Das Einhalten der Mitte im gesellschaftlichen Leben
zeigt sich also in drei Formen, die wir beschrieben haben.
Sie beziehen sich alle auf unser Reden und Tun
im Verkehr mit dem Mitbürger.

Die Unterschiede aber bestehen in folgendem:
die eine bezieht sich auf die Aufrichtigkeit,
die beiden anderen sind auf das Lustvolle bezogen.
Von diesen, die auf die Lust bezogen sind,
zeigt sich die eine in der Kurzweil,
die andere in den sonstigen Beziehungen des Gemeinschaftslebens.

http://archiv.melchizedek-forum.de/showentry.php?sNo=26086

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Dominosteine

Beitrag  John Wayne am Mi Dez 09 2015, 09:18

Zitat: "Das (du) haut erstmal kräftig auf den Solarplexus."

Frage: Warum denn?

Kommentar: er würde nicht wahrnehmen.
Der Verstand kann nicht wahrnehmen. Nicht identifizieren damit.

Beispiel: eine lange Reihe mit Dominosteinen - die haben sich alle mühsam aufgerichtet
und er stösst immer einen Dominostein an und bringt sie dadurch alle zu Fall. Das kostet was.
Er wird das alles zurückzahlen müssen. Er schrieb auch vom Herzenchakra - sowas endet
dann in Aristoteles.  Diesen metaphysischen Kram hat Aristoteles rausgefiltert und in die
Nikomachische Ethik fliessen lassen. Sowas muss man nicht machen, man muss
Aristoteles nicht zu sowas zwingen. (Anno September 2012)

scratch

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Beitrag  John Wayne am Fr Jan 08 2016, 09:55

"Auch das Denken
schadet bisweilen
der Gesundheit."


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Beitrag  John Wayne am Mo Jan 18 2016, 20:12


Aristoteles: der schweizer Geschäftsmann
Bedeutung und Semantik kommen aus der Volksebene.
Der Stallgeruch kann weder hier noch dort malen
Sowohl Karl Marx als auch Hegel arbeiten sich
gerne an der Rechtswissenschaft ab.
Man darf nicht mehr bekommen als man verdienen kann.
Nur der Teufel kann genervt sein.
Herumgeistern ist weder Magie noch Heldenthat.
Der schweizer Geschäftsmann muß noch nicht
der zukunftsgewandte Spielraum sein.




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Die Privathydra

Beitrag  John Wayne am Mo Jan 18 2016, 20:16


Aristoteles: die Privathydra
Die Privathydra ist für die Wärme
der klingenden Freude da.
Die Privathydra ist noch nicht der Hofstaat.
Der Liberale ist die Wärme der Gerechtigkeit
an der Stelle der Privathydra.




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Beitrag  John Wayne am Mo Jan 18 2016, 21:06


Aristoteles: Saraswarti
Mayaviruhpa bauen ist in Deutschland Alltag.
Die Chakrenlehre ist noch nicht Saraswarti.
Saraswarti schätzt mehr den Hainzelmann denn den Magier.

Aristoteles: Uniform
Die Uniform ist besser als Magier und Schakrenlehre zusammen.
Die Form schneidet nicht und hat auch nie geschnitten.
Der Zoodirektor ist noch nicht die Uniform.





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Beitrag  John Wayne am Fr Feb 05 2016, 20:02

Denn überall nach dem Nutzen zu fragen,
ziemt sich am wenigsten für hochsinnige
und freie Männer.


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Beitrag  John Wayne am Di Feb 09 2016, 08:14


Der Gebildete treibt die Genauigkeit nicht weiter,
als es der Natur der Sache entspricht ...


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Die Form der Metaphysik

Beitrag  John Wayne am Mi Mai 18 2016, 21:53

Der Herr hat im Volkstümlichen Sinne an der Stelle der Erscheinung Form und Metaphysik gleichzeitig für die Inhärenz.
Der Altgrieche ist üblicherweise immer an der Form der Metaphysik gescheitert (bis auf Sokrates natürlich). Im Sinne der
Naturwissenschaft hat Aristoteles die Form freigehalten. Aristoteles macht in der Metaphysik mit dem Potenzial der Form
billig den Akzidens das ist nützlich und schadet niemanden. Nach dem bestimmten Akzidens kann man billig die Form unabhängig
von der Metaphysik bilden. Diesen Weg geht der Inder. Der Inder versteht die zentrale geistige Sonne als Avalon des Maha.
(by Laris, März 2010)

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Beitrag  John Wayne am Di Jun 07 2016, 20:22


Leid wegen Lust


Buch III, 14

Von seiner Begierde getrieben

Der Zuchtlose begehrt also entweder unterschiedslos alles,
was lustbringend ist, oder das, was in ganz besonderer Weise lockt.
Er wird von seiner Begierde dazu getrieben,
unter Zurücksetzung der anderen Dinge gerade dieses zu wählen.

Daher trifft ihn Schmerz, wenn ihm die Lust versagt bleibt,
aber auch schon, wenn er sie begehrt,
denn das Begehren ist mit Schmerz verbunden:
Leid wegen Lust, das ist allerdings paradox.

Leute, deren Lustbedürfnis zu schwach ist
und die weniger genussfreudig sind als sie sein dürften,
kommen schwerlich vor.

Denn eine solche Stumpfheit der Sinne ist nicht menschlich:
selbst die Tiere kennen Unterschiede beim Futter:
das eine passt ihnen, das andere nicht.

Sollte es aber jemand geben,
dem nichts Lust bereitet und der keinerlei Unterschied kennt,
so wäre ein solches Wesen vom Menschsein weit entfernt.

Dafür gibt es gar keinen Namen,
weil ein solcher Mensch wohl schwerlich vorkommt.

Der Besonnene hält sich im Hinblick auf die genannten Dinge an die Mitte:
er hat keine Lust an dem, woran sich der Zuchtlose ergötzt -
im Gegenteil, er hat eher Abneigung davor.
Überhaupt: er findet keinen Genuss an Dingen, bei denen es nicht sein sollte,
und er findet auch an nichts von alledem einen übersteigerten Genuß.

Und wenn diese Dinge fehlen, so empfindet er
weder Missbehagen noch ein Verlangen nach ihnen -
höchstens ein maßvolles und nicht mehr als in Ordnung ist
und auch nicht zur unrechten Zeit usw.

Was aber infolge seines lustvollen Gehaltes
die Gesundheit oder das Wohlbefinden fördert,
danach strebt er maßvoll und in der richtigen Weise
und ebenso auch nach den sonstigen angenehmen Dingen,
wenn sie dem genannten Zweck nicht hinderlich sind
oder gegen das Edle verstoßen
(dass dieses "wenn" ihm nichts bedeutet),
der liebt solche Genüsse mehr, als sie es verdienen.

Der Besonnene dagegen ist fern von solcher Art:
sein Wesen entfaltet sich im Sinne der richtigen Planung.

http://archiv.melchizedek-forum.de/showentry.php?sNo=19691

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Schmerzbringendes flieht man

Beitrag  John Wayne am Sa Jun 11 2016, 07:43

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http://archiv.melchizedek-forum.de/showentry.php?sNo=19823

Aristoteles: Nikomachische Ethik

Buch III, 15

Schmerzbringendes flieht man

Die Zuchtlosigkeit ist eher etwas Freiwilliges als die Feigheit,
denn jene erwächst aus der Lust, diese aus dem Schmerz;
Lustvolles liegt uns, Schmerzbringendes flieht man.

Der Schmerz bringt, wo er auftritt,
die Grundlage des Menschen aus der Fassung und zerrüttet sie,
die Lust dagegen hat keine solchen Wirkungen.
Die Zuchtlosigkeit ist dabei in höherem Grade etwas Freiwilliges
und somit noch mehr zu verabscheuen.

Es ist ja auch leichter, sich an das Lustvolle zu gewöhnen,
denn derartiges kommt im Leben in vielerlei Gestalten vor,
und allmählich damit vertraut werden ist ungefährlich,
während es bei dem Furchterweckenden umgekehrt ist.

Es scheint aber die Feigheit nicht in der gleichen Weise
etwas Freiwilliges zu sein wie die feigen Einzelhandlungen.
Denn sie selbst trägt keinen Schmerz in sich.

Jene aber bringen den Menschen durch Schmerzempfindung aus der Fassung,
so dass er sogar die Waffen wegwirft und auch sonst die Haltung verliert.
Daher gelten denn auch die Einzelhandlungen als unter Zwang vollzogen.

Beim Zuchtlosen ist es umgekehrt:
da sind die Einzelhandlungen freiwillig,
denn sie entspringen seinem Begehren und Streben,
der Zustand als Ganzes aber ist weniger freiwillig,
denn niemand verlangt nach Zuchtlosigkeit.

Der Begriff "Zuchtlosigkeit" wird auch auf die Unarten der Kinder angewendet,
und zwar auf Grund einer gewissen Analogie.
Welches der ursprüngliche, welches der abgeleitete Gebrauch ist,
das bleibt für den gegenwärtigen Zweck unwichtig.

Klar ist jedenfalls, dass das Spätere nach dem Früheren genannt wird,
und diese Übertragung ist nicht übel,
denn es muss all das durch Strafe in "Zucht" genommen werden,
was eine Neigung zum Minderwertigen bekundet
und zu heftiger Entwicklung drängt.

Als etwas Derartiges aber erweist sich in erster Linie das Begehren und das Kind.
Denn auch die Kinder leben in der Tat dahin, indem sie sich dem Begehren überlassen,
und vor allem bei ihnen findet sich das Streben nach dem Lustvollen.

Wenn nun dieses Streben sich nicht fügen
und sich der führenden Kraft nicht unterordnen will,
dann wird es stark wuchern,
denn unersättlich ist der Trieb nach dem Lustvollen,
und von allen Seiten strömt es dem Wesen zu,
das seine Vernunft noch nicht gebrauchen kann.

Und die tätige Bewegung des Begehrens vermehrt in ihm das angeborene Vermögen,
und wenn die Begierden groß und heftig sind,
dann drängen sie auch die Fähigkeit zu klarer Überlegung hinaus.

Deshalb sollten die Begierden maßvoll und an Zahl beschränkt
und in keiner Weise der richtigen Planung entgegengesetzt sein.
Einen solchen Zustand aber nennen wir fügsam und zuchtvoll.

Denn wie das Kind nach den Anordnungen seines Erziehers zu leben hat,
so muss sich das Begehrende in uns nach dem rationalen Element richten.
Daher sollte das Begehrende in dem besonnenen Manne
mit dem rationalen Element im Einklang sein,
denn beider Ziel ist ja das Edle,
und es begehrt der Besonnene das richtige Ziel,
in der richtigen Weise und zur richtigen Zeit:
eben dies aber ist das Gebot der richtigen Planung.
Dies unsere Darstellung der Besonnenheit.

Danke Bhairava



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Re: Aristoteles

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 11 2016, 08:42

Und auch ein Dank an Aristoteles, für seine Weisheit...

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Beitrag  John Wayne am So Feb 04 2018, 11:15


Aristoteles: Vogelgezwitscher
Visualisierungen mit dem Hammerwerfer sind häufig unglücklich.
Alfred Genander ist mitnichten der alte Schwede.
Im Vereinigten Königreich fliegen die Löcher aus dem Käse.
Die allgemeine Muße auszudehnen ist der höchste Wert.
Ohne Vogelgezwitscher keine allgemeine Muße.





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Beitrag  John Wayne am So Feb 25 2018, 12:36


Aristoteles: Schlawittchen
Die Union hat sich selbst am Schlawittchen.
Das Schlawittchen ist der Pimpf beim Zwerg.
Die Union läßt keinen Pustekuchen aus.
Internationale Beziehungen sind noch nicht der Magier.
Kontrolle ist noch nicht der englische Meister.
Bismarck ist weder Hainzelmann noch Schlawittchen.
Die Pickelhaube kann den Hainzelmann nicht ersetzen.
Nur der Christus darf die Dialektik veredeln.





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Beitrag  John Wayne am So März 18 2018, 11:25


Aristoteles: Krach
der Begriff ist die strenge Unterscheidung von Schiwa und Auge.
der Meierhof mit Guru ist sowohl Begriff als auch Orient.
Herumkaspern ist noch nicht Martin Luther.
Martin Luther ist besser als der erste Analfabeht der Nation.
die Ordnung läßt den Widersacher erscheinen aber nicht kommen.
Englisch erstirbt gerne für den Krach.
der Krach ist immer besser als die shiftübereinstimmung.
der Krach ist noch nicht die Form.





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Beitrag  John Wayne am So März 18 2018, 12:06


Aristoteles: das ist korrekt
das ist korrekt ist Danke sagen und mehr.
Das ist korrekt verzichtet bewußt auf die Feldherrenkunst.
Das ist korrekt vergegenwärtigt die Welt an der Stelle der Erscheinung.





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Beitrag  John Wayne am Mi Apr 18 2018, 20:15


Aristoteles: Buddha
Der Buddha ist weder viele Bilder noch der Lebensfilm.
Der Buddha ist mehr als das Detail nach dem praktischen Wissen.
Der Buddha hat Demut an der Stelle des Gottesdialog.





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Beitrag  John Wayne am Di Mai 01 2018, 09:26




Aristoteles:
das läßt sich hinkriegen


Das läßt sich hinkriegen
ist noch nicht der Wille zum Sieg.
das läßt sich hinkriegen
muß die Blase aller Art ehren.
das läßt sich hinkriegen
ist noch nicht der Umzug
auf die andere Straßenseite.





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