Tibet

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Beitrag  John Wayne am Mo Jun 24 2013, 02:18

"Allein das Wissen, dass alle negativen Erfahrungen
auf unser eigenes Karma zurückgehen, verändert den
Blick auf unseren scheinbaren Gegner." (Dalai Lama)

sunny

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Der Dialog

Beitrag  John Wayne am Sa Jul 06 2013, 08:17

"In der Familie und in anderen sozialen Gruppen
ist das Wichtigste der Dialog." (Dalai Lama)


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Körper-Erscheinung

Beitrag  John Wayne am Do Jul 18 2013, 09:19

Momentan unterliegt es nicht dem eigenen Willen, ob man Übergewicht hat.
Der Körper ist woanders als man denkt. Mit dem morbiden Willen fett zu sein,
wird sie schlank. Am besten wäre, dass es einem egal ist. Wie furchtbar !
Nein, Deutschland.

Empirisch vertraute Invarianz = tibetischer Bardozustabnd
oder im Klassenraum so durcheinander. Es bräuchten keine
tibetischen Mönche zu kommen und in Deutschland den
Bardozustand zu erklären.

Deutschland und Körper-Erscheinung = alles falsch rum.
Auf dem Form-Etikett steht Körper und auf dem Körper-
Etikett steht Form. Deutschland hat alles falsch herum frisch
gemacht. Darum immer schön in die Transzendenz gehen.
Maitreya ist ja auch im wirtschaftlichen Bereich,
man wusste es vorher nicht. Kräusel. Suspect 

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Lhasa und Aktenordner

Beitrag  John Wayne am Di Jul 30 2013, 11:15

In Lhasa gibt es kein Essen am Mittagstisch.
Lhasa versteht das Devawesen mittels des rechten
Aktenordners und genießt dann das Maitreyageschöpf
nach dem erkannten Konflikt mittels Guru Rinpotsche.
http://archiv.melchizedek-forum.de/showentry.php?sNo=14512


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Beitrag  John Wayne am Sa Aug 17 2013, 08:27

Aus europäischer Sicht:
Asien ist Tibet als Teil von Indien.
Mönche sind unerwünscht, auch die Shaolin Klöster.
Wir haben ein selbstangemaßtes Tibet,
deshalb müssen sie auch überall herumgeistern.

Sie verleugnen den Weg der Mitte,
arbeiten nur mit den Gegensätzen
und terrorisieren Asien damit.

Das Tibet von Asien hat keine Gegensätze.
Asien sieht das durch Indien bestimmte Tibet.
Aber das Tibet vom Dalai Lama liegt nicht in Asien.

Shocked

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KGS Berlin

Beitrag  John Wayne am Do Okt 24 2013, 17:13


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Wunschdenken

Beitrag  John Wayne am Do Nov 14 2013, 00:02

Die Tibeter sind führend, was das Wunschdenken betrifft:
sie denken nicht, sie denken nur, was sie sich wünschen.

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Lama und Lama

Beitrag  John Wayne am Mo Nov 18 2013, 15:11

Ein tibetischer Mönch ist ein Lama,
sinnbildlich kann er sehr weit spucken.
Weil die Mönche sich so verhalten,
erscheinen uns die Lamas in Peru so.

Free Tibet Meditation
https://www.youtube.com/watch?v=9CXTQojfYfg

sunny 

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Von der anderen Seite ...

Beitrag  John Wayne am Sa Nov 23 2013, 08:16

Die Tibeter müssen kapieren, dass sie hier unten manifestiert sind und nicht auf dem Sirius (Sonne).
Sie mussten aus Tibet raus, weil sie es wärmer brauchen. Die Tibeter, die in Tibet bleiben wollen, ist eine Minderheit.
Es sieht grad so aus, dass die Tibeter den Chinesen die Klöster erklären müssen, um sie dann geordnet zu übergeben.
(ziemlich schräg, was?)


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Beitrag  John Wayne am Di Nov 26 2013, 09:24

Djwal Khul hat die Seelenaktivität als klingende Freude vorgestellt.
Die Tibeter bekommen den Hermesstab und die Seelenaktivität.
Sie können die klingende Freude nicht als Tugend leben, nur als
Seelenaktivität, das verdient keine hochrangigen Posten
in Klöstern.

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Richtig

Beitrag  John Wayne am Fr Jan 03 2014, 11:35

"Der Geist ist der Ursprung
unseres Verhaltens.
Daher ist unsere Motivation
so wichtig." (Dalai Lama)

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Beitrag  John Wayne am Do Apr 10 2014, 22:42

Der Dalai Lama ist kein Einzelmensch, sondern ein Gesamtwesen.
Aus asiatischer Sicht ist Tibet Teil von Indien, das Dharamsala.


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Die tibetische Medizin?

Beitrag  John Wayne am Do Apr 10 2014, 22:43

Das Ende der Hoffnung auf die tibetische Medizin -
nach 15 Jahren hat der Dalai Lama die Hoffnung aufgegeben,
dass die tibetische Medizin die Steine in seinem Körper auflösen würde
und hat sich doch operieren lassen, obwohl er das gar nicht wollte.

Dalai Lama
Finding Happiness in Troubled Times
https://www.youtube.com/watch?v=VIX3tdFPolg

alien


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Tibet

Beitrag  John Wayne am Do Jul 31 2014, 17:08

"Ich bin Marxist"
Der Dalai Lama über die wachsende Ungeduld seiner Landsleute,
Chinas Macht und seine eigene Zukunft. von Frank Sieren
http://www.zeit.de/2009/44/Dalai-Lama


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Beitrag  John Wayne am Mo Sep 08 2014, 20:30

"Wenn wir über Tod und Unbeständigkeit des Lebens meditieren, werden wir zwangsläufig ein Interesse
an spirituellen Verwirklichungen entwickeln, ähnlich wie ein Durchschnittsmensch beim Anblick der Leiche
eines verstorbenen Freundes beunruhigt und zum Nachdenken über den Tod und seine Folgeerscheinungen
veranlasst wird. Die Mediation über Vergänglichkeit und Tod ist sehr nützlich; denn sie durchtrennt die
Anhaftung an flüchtige und bedeutungslose Aktivitäten und lenkt den Geist auf das Wesentliche hin. Es
gilt zu meditieren über 1.die Gewissheit des Todes, 2.die Ungewissheit der Todesstunde, 3.die Tatsache,
dass zur Zeit des Todes nur die eigene spirituelle Entwicklungsstufe von Wert ist." (Dalai Lama)

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Eine Katze anschaffen

Beitrag  John Wayne am Fr Jan 02 2015, 16:50

Wenn wir die lästigen Ratten und Mäuse (Innere Zwänge und Unheilsame Tatpfade) in unserem Haus (Herzgeist) nicht mehr haben wollen, sollten wir uns eine Katze anschaffen. In diesem Fall müssen wir uns bloß noch um diese Katze (Gefühlsachtsamkeit) kümmern und die Ratten und Mäuse verschwinden wie von selbst. Wir müssen sie also nicht mehr eigens einfangen. Denn die Katze macht, was sie von sich aus immer macht und das Unerwünschte verschwindet ohne unser Zutun (gehört im Tibetischen Zentrum, Sept. 2007).


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Setting up your Altar

Beitrag  John Wayne am Di März 03 2015, 11:01


Setting up your Altar Pt 1 BBCorner
https://www.youtube.com/watch?v=3QNL7Z_AqZ8

Setting up your Altar Pt 2 BBCorner
https://www.youtube.com/watch?v=lqVRznDn8hw




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Eine allumfassende Liebe

Beitrag  John Wayne am Mo März 09 2015, 17:10

"Der Glaube an die Wiedergeburt ist ganz dazu angetan,
eine allumfassende Liebe zu entzünden, denn alle Lebewesen,
alle Geschöpfe sind im Verlauf ihrer und unserer zahllosen
Leben unsere geliebten Eltern, Kinder, Geschwister
und Freunde gewesen." (by Dalai Lama)

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Tibet in Auroville

Beitrag  John Wayne am Mo März 16 2015, 22:18

http://www.auroville.org/

aus journals&media, Nov 2006/Kalsang: “Sometimes I feel a lot of pain in my heart and I can't sleep with worrying. People think I am rude and serious and shout in three languages, but I just get frustrated and overburdened. I have learned to change myself over these last four years. Before, I expected people to help me and was disappointed and angry when they didn't. - That was the cause of a lot of pain but now I have given that idea up. I have stopped comparing myself with others and just try to do everything as sincerely as possible. That is all I can do, that is all anyone can do. I am very much a Buddhist and Mother said we all were very much connected and involved with learning to be compassionate. And Auroville is a wonderful place to practice this.”

Kalsang - Tibet in Auroville
http://www.auroville.org/contents/1411

Der Dalai Lama in Auroville
http://www.auroville.org/contents/871

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Ein Abend im Tibetischen Zentrum

Beitrag  John Wayne am So Mai 03 2015, 12:02


Atmen!

Es ist alles ganz einfach.
Wir können das Leid der anderen einatmen
und unser Glück zu den anderen hin ausatmen.
Und schon geht`s uns besser!
Je mehr Phantasie wir dabei entwickeln,
desto kräftiger die Wirkung.

Der Abend im Tibetischen Zentrum war etwas anstrengend.
Wir mussten ohne den Geshe auskommen.
Ich war müde und es folgte eine Meditation nach der anderen,
mit nur wenigen Erklärungen dazwischen.
Mein Kopf fiel immer vornüber, wie in Bus und Bahn.

Einmal wurde ich stark an jemand Bestimmtes erinnert.
Wir sollten uns unsere Selbstsucht als
ein hässliches Tier vorstellen, das in uns haust.
Und dann sollten wir das Leid der anderen einatmen
und uns wiederum vorstellen,
wie unsere Selbstsucht von dem Leid der anderen
total aufgefressen wird!
Na, hat das was?

Ein letzter Ratschlag lautete, wann immer
wir uns in einer unangenehmen Situation befinden,
wie z.B. in einer nervigen Teambesprechung,
einfach ein bißchen hin und her atmen!
Unser Glück zu den anderen hin ausatmen
und das Leid der anderen einatmen.
Genau das ist dann die Ursache für unser eigenes Glück,
indem wir den anderen ihr Leid abnehmen.
(erlebt am 30. November 2004)


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Mitgefühl

Beitrag  John Wayne am Do Mai 07 2015, 16:42

Cultivating Compassion
https://youtu.be/oix7yrs0Rls
A Buddhist Path


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Tibet

Beitrag  John Wayne am So Aug 23 2015, 18:45

Es gab einen Hinweis wegen der Namen, von Aragena (atlantische Priesterin der Farben) zu Rudanes (atlantischer Priester der Neutralität). Das Grundniveau am Telefon mit Nennung von Rudanes ist jetzt deutlich besser geworden, hieß es. Und nochmal zum intensiven Verlangen, wie AAB es formulierte. Die Engländer arbeiten immer mit "was hinzufügen". Stichwort Saugkraft. Kuthumi weiß, was das bedeutet und die Engländer müssen es gar nicht wissen. Sehr astral im Inneren. AAB sagt, hier müssen wir göttliche Bedeutung hinkriegen. Sie hat abstrakte Worte gewählt. Ein Eingeweihter wüsste aber, wie es weitergeht. AAB ist kein Eingeweihter, noch nicht mal ein nationaler Eingeweihter. Es fällt jetzt so, dass wir andere Namen statt AAB nehmen. Sie hatte keinen Kontakt mit Kuthumi.

Die tibetischen Klöster waren Berliner Gebiet, da erscheint nur das, was hinein rationalisiert wurde. Man hat sich in Asien sehr stark auf Allah spezialisiert. Dann gibt es aber keine Erscheinung. Irgendwann brechen die Gebäude zusammen und alle sind überfordert. Der Onkel hat damals alle tibetischen Klöster im Wohnzimmer in der Nr. 27 zentralisiert. Die Klöster sehen jetzt besser aus. Die Klöster in Tibet können sich jetzt auflösen und in der Nr. 27 rumfliegen.

Freundin R. hat viele sehnsüchtige Blicke auf die Nr. 27 geworfen. Da möchte sie mal hin, zu den vielen Klöstern. Die Zerstörung kann man dem Kapitalismus noch lange in die Schuhe schieben. Allah lässt anfragen, ob Felix vielleicht erster indischer Pirat in Tibet sein möchte, mit ihrer Liebe zum Potala Palast. Die Stelle ist vakant. Felix hatte damals ja den Potala Palast verwirklicht und wäre daher geeignet. Oder möchte er vielleicht lieber Igel-Pirat sein?

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Bodhisattva`s Breakfast Corner

Beitrag  John Wayne am Fr Nov 20 2015, 07:50



Bin inspiriert worden, das Video zu übersetzen, ein paar Begriffe waren mir nicht bekannt, die fehlen leider: Thubten Chodron erwähnt, sie sind gebeten worden, über das zu sprechen, was da in Paris passiert ist. Solche Themen zählen nicht gerade zu ihren Favoriten, aber sie kann es verstehen, wenn die Menschen näheres darüber wissen möchten. Sie stimmt mit dem Papst überein, dass es sehr schwierig ist, sich vorzustellen, dass es menschliche Wesen sind, die so etwas tun. Und es bringt sie zu der Frage: was ist der Unterschied zwischen Krieg und Terrorismus? Krieg ist irgendwo legal? Und Terrorismus ist es nicht? Da ist kein klarer Unterschied im Verständnis von Thubten Chodron, denn beide beinhalten das Töten von Menschen. Im Krieg werden "nur" Soldaten getötet? Nein, das ist nicht wahr. Es ist verwirrend, dass Krieg und geeignete Bestrafung OK sein sollte, aber Terrorismus nicht. Keins von allem kann OK sein.

Über all das nachzudenken sollte in die täglichen Übungen aufgenommen werden. Ich habe das Karma erschaffen, dass ich jetzt hier lebe, in der Welt, wo solche Dinge geschehen. Obgleich ich ja das Karma nicht erschaffen habe, damit diese Dinge geschehen sollten, sondern um das zu erfahren, die Art, wie ich davon beeinflusst werde, von dieser Art von Schmerz. Damit verbunden ist meine Verantwortung, weil ich das Karma verursacht habe, jetzt am Leben zu sein, wo all das geschieht. Das bestärkt Thubten Chodron nochmal, nicht voreingenommen zu sein, keine Vorurteile zu haben. Die Gefahr besteht, dass ich jetzt sage, alle Moslems sind schlecht. Oder dass überlegt wird, wir sollten die Grenzen schließen oder Leute rausschmeißen. Diese Art von Intoleranz geht einher mit den Ansichten der Menschen im Westen, mit dem Mangel an Mitgefühl und Toleranz.

Die Großeltern von Thubten Chodron waren Flüchtlinge und die Vorstellung, Flüchtlinge nicht in ein Land zu lassen, wegen der Dinge die womöglich passieren "könnten", wenn man sie reinließe, wäre wohl jenseits jeglicher menschlicher Handlungsweisen. Wir brauchen einen bestimmten Grad an Vertrauen anderen Menschen gegenüber. Und nur weil einige wenige etwas schreckliches tun, bedeutet es ja nicht, dass der Rest ihrer Glaubensgemeinschaft das auch tut. Dann könnten wir diese Gruppe ausdehnen, da wir ja alle Menschen sind und sagen, wir sind ebenso schlecht wie diese wenigen und wir könnten das selbe auch tun. So vergrößert man dann die Gruppe, gegen die man Vorurteile hat. Das würde aber niemandem helfen.

Hass wird nicht durch Hass aufgelöst, sondern durch Mitgefühl. Gewalt wird auch nicht mit Gewalt aufgelöst, sondern ebenfalls mit Mitgefühl. Das verstärkt nochmal die Entschlossenheit von Thubten Chodron, diese Dinge wie Toleranz und dergleichen zu pflegen. Und nicht nur Mitgefühl mit den Opfern und ihren Familien zu haben, sondern ebenso mit denjenigen, die diesen Angriff begangen haben. Es gab einen Bericht aus dem Stadion, jemand hatte diejenigen beobachtet, die dort um sich schossen. Sie trugen keine Masken und der eine von ihnen sah aus wie 20 und die anderen vielleicht wie 25. Wie mag das Leben dieser Jungen sein, dass sie im Alter von etwa 20 Jahren Menschen umbringen wollen? Wohl wissend, dass sie selbst dabei sterben werden. Was mag in ihnen vorgehen, dass sie denken, es bringt ihnen Glück? Solche Gedanken sind komplett von Ignoranz gekennzeichnet, wo diejenigen gar nicht mehr klar sehen können. Das Karma ist ihnen egal, sie haben nur die Aussicht vor Augen, dass ihnen ewiges Glück versprochen wurde. Sie müssen sich in einem enormen Grad von Verwirrtheit und Leiden befinden, um an solche Ideen zu glauben.

Niemand weiß, in welche Reiche sie kommen. Uns bleibt nur, Liebe und Mitgefühl für sie aufzubringen. Und nicht diese Situation auszunutzen, um immer mehr Trennungen zwischen den Menschen zu erschaffen. Damit soll nicht gesagt werden, dass wir eine Fortsetzung solcher schrecklichen Taten erlauben wollen. Natürlich nicht. Aber es gibt einen Unterschied zwischen der Person und der Tat. Die Tat muss gestoppt werden, aber wir hassen die Person nicht. Hass bringt nur noch mehr Hass. Hoffnung und Treue. Meditieren auf die Dinge wie Liebe, Freude, Mitgefühl und ... meditieren auf Weisheit. Man braucht sich ja nicht auf eine Seite zu begeben, Täter oder Opfer, sondern kann unparteiisch sein.

Es gab ein kleines Video, wo am Schluss die Nationalhymne, die Marseillaise zu hören war. Die Strophen beinhalten soviel Gewalt. Thubten Chodron dachte darüber nach, wie alle ihre Einheit bezeugen wollen, indem sie diese Strophen voller Gewalt singen, um eine Gruppe zu vereinen, die sich gegen fremde Gewalt richtet. Wie eigenartig handeln die Menschen, wenn sie zusammenkommen, weil da ein mächtiger Feind ist. Sie begegnen der fremden Gewalt mit ihrer eigenen Gewalt, um damit zu zeigen, dass sie ihren Feind töten wollen. Als Kind hatte Thubten Chodron Schwierigkeiten, die Welt der Erwachsenen zu verstehen, eben wegen dieser Dinge. Und sie hat immer noch Schwierigkeiten damit. Es ergibt einfach keinen Sinn für sie. Den eigenen Schmerz auflösen zu wollen, indem ich anderen Schmerzen zufüge? Lasst uns Liebe und Mitgefühl hervorbringen. Es kann sein, dass es Kritik gibt, wenn wir Mitgefühl für die Täter aufbringen. Die Menschen können sehr kritisch sein, was diese Dinge betrifft. Aber wenn wir es ihnen nur lange genug und inbrünstig genug erklären, kommen sie vielleicht dahin, das zu verstehen. Und die Vorteile eines liebenden Herzens zu erkennen.
(nach bestem Wissen und Gewissen aufgeschrieben)

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Ein Herz so weit wie die Welt

Beitrag  John Wayne am Sa Nov 21 2015, 23:50

"Wir alle mögen angenehme Erfahrungen und haben das Glück,
uns ihrer erfreuen zu können. Wenn wir uns aber in Anhaftung verlieren,
verwandelt sich dieser Genuss in Festhalten und dann leiden wir."

aus dem Buch: Ein Herz so weit wie die Welt von Sharon Salzberg

Fortsetzung: "Auf einer buddhistisch-christlichen Konferenz im Kloster Gethsemani im Bundesstaat Kentucky, an der ich teilnahm, sprach Seine Heiligkeit der Dalai Lama über die Führung durch das Kloster, die an jenem Morgen für ihn veranstaltet worden war. Zunächst sagte er, dass er von der Tatsache sehr beeindruckt sei, dass das Kloster durch die Herstellung verschiedener Käsesorten und Früchtekuchen in der Lage sei, sich selbst zu unterhalten.

Doch dann - mitten im formellen Teil jenes öffentlichen Vortrages, vor den laufenden Fernsehkameras - sagte der Dalai Lama:
"Mir wurde ein Stück von dem hausgemachten Käse angeboten, der in der Tat sehr gut war, aber mehr noch wollte ich ein Stück von dem Früchtekuchen!" Er lachte schallend und wiederholte: "Ja, es war wirklich zu bedauerlich - ich hoffte wirklich, jemand würde mir Früchtekuchen anbieten, aber das tat niemand!"

Seine kindliche und aufrichtige Offenheit in der Situation war hinreißend, einfach wunderbar, sie hatte nichts von Künstlichkeit oder Manipulation an sich. Es war klar, dass er auch ohne ein Stück Früchtekuchen glücklich sein konnte. Und ein Teil seines Glücks war gerade diese Fähigkeit, über seinen eigenen Wunsch nach dem Kuchen herzlich zu lachen, ohne Verlegenheit oder Beschämung vor Würdenträgern zweier Religionen und einem großen Fernsehpublikum darüber sprechen zu können."




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Crowdfunding Projekt

Beitrag  John Wayne am Sa Dez 12 2015, 23:02


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Danke

Beitrag  John Wayne am So Aug 14 2016, 07:49




"Die wahre Arbeit an uns selbst
besteht unter anderem darin, dass wir
allen Wesen in jedem Augenblick die gleiche
freudige Aufmerksamkeit entgegenbringen."
(by Dalai Lama)





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Ein Abend im Tibetischen Zentrum

Beitrag  John Wayne am So Okt 09 2016, 10:54


Notizen vom  13. Januar 2004

Heute abend waren wir wieder im Tempel des Tibetischen Zentrums. Da die Teilnehmer immer aufstehen,
wenn der Geshe mit dem Übersetzer eintrifft, blieben wir heute alle stehen, nachdem der Übersetzer bereits
da war. Eine Dame wollte die Tür schließen, aber die anderen gaben ihr zu verstehen, die Tür müsse aufbleiben
für den Geshe. Hihi ... bis der Übersetzer dann meinte, wenn sie frische Luft brauchen, können sie die Tür gerne
geöffnet lassen, aber der Geshe würde heute äußerlich nicht dabei sein. Er weilte gerade in Indien. Die Nonne
ebenfalls. Und der erste Übersetzer auch. Also hat heute ein zweiter Übersetzer die Abendmeditation geleitet,
obwohl er sehr heiser war und immerzu husten musste.

Diesmal sollten wir den Text "Die Sieben Zweige" aus dem Gebet der Guten Lebensführung nicht vollständig sprechen,
sondern nur das Mantra - Om muni muni maha muni svãhã - rezitieren. Die Bedeutung wurde uns mit heiserer Stimme erklärt,
aber sie konnte nicht richtig landen bei mir, ich kann sie nicht mehr abrufen. Anschließend sollten wir darüber kontemplieren.

Weiß jemand die Bedeutung ? Dann sprachen wir gemeinsam das folgende Widmungsgebet:
*Möge ich durch dieses Heilsame schnell den Zustand des Buddha Shakyamuni, König des Shakya-Geschlechts, verwirklichen.
Möge ich dann ohne Ausnahme alle Lebewesen auf diese Ebene führen.*

Es ging diesmal um Wut und Hass und diese Dinge. Wir denken zwar, der andere hat uns geschädigt, aber wir schädigen uns
nur selber, wenn wir wütend sind. Denn letztlich hat der andere nur durch irgendwelche unbewussten Emotionen diese Reaktion
bei uns hervorgerufen. Wir sollten versuchen, uns diese Tatsache vor Augen zu halten. Aber vor allem sollten wir solche Situationen
als Gelegenheiten begrüßen, zu üben nicht wütend zu werden. Wenn wir uns nur unter guten Freunden aufhielten, hätten wir
keine Gelegenheit zu üben ! Eigentlich könnten wir auch über einen Arzt wütend sein, wenn er uns bei einer Operation Schmerzen
zufügt. Aber der Arzt will uns ja nur helfen. Bei kranken Menschen üben wir meistens Nachsicht, wenn sie nicht freundlich zu uns sind.
Bei Unzufriedenheit gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens, wir finden eine Lösung und hören auf, unzufrieden zu sein. Oder zweitens,
es gibt keine Lösung und wir hören ebenfalls auf, unzufrieden zu sein, da es sich ja nicht lohnt, mangels einer Lösungsmöglichkeit.

Zum Abschluss wurde gemeinsam ein weiteres Widmungsgebet gesprochen: *Mögen durch die Kraft dieser Bemühungen
alle Wesen von zertörerischem Tun und Denken ablassen und in Freundschaft, Liebe, Mitgefühl und Harmonie zusammenleben.
Mögen alle Wesen kraft dieser Bemühungen verdienstvolle Handlungen und Weisheit sammeln können und mögen sie die zwei
heiligen Körper erlangen, welche aus verdienstvollen Handlungen und Weisheit entstehen. Möge der Dalai Lama, der große Ozean
der Halter der Lehre lange leben, möge der Geist der Einsichtsvollen sich wie ein Lotus entfalten und möge, unter der Sonne
von Belehrungen und Praxis, allen zehn Himmelsrichtungen Glück beschieden sein.*

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Danke

Beitrag  John Wayne am So Okt 09 2016, 23:06


Jeden Dienstagabend im Tibetischen Zentrum


hab den Anfang wiedergefunden ...

Notizen vom 6. Januar 2004

Oh, oh ... dreimal lang hinschlagen und ich wäre im Tibetischen Zentrum. Aber erst seit kurzem ist der Entschluss gereift, an den wöchentlichen Meditationsabenden teilzunehmen. Bin zurück. Das Thema heute abend war die Geduld. Zum einen die Geduld in Verbindung mit Leiden und zum anderen die Geduld in Verbindung mit unseren Mitmenschen. Und zwar riet der Geshe uns, die Veränderlichkeit des Leidens zu sehen, dass es halt kommt und geht. Und nicht die Geduld zu verlieren, sondern auch die freudvollen Momente im Leben zu sehen. Und speziell beim letzten der drei Wege des Lamrims, dem Mahayanaweg, könnte man leicht die Geduld verlieren. Gilt es doch, vorrangig Nutzen zu bringen für alle Menschen. Wobei es leicht ist, in den Gebeten um das Wohl aller Menschen zu bitten. Aber die Kunst ist, mit den manchmal schwierigen Menschen im engsten Umkreis fertig zu werden.

Der Geshe brachte ein Beispiel, wie er ein Kloster in Ost-Tibet als Abt übernahm. Dort gab es verschiedene Gruppierungen, die alle nicht sehr vorbildlich miteinander umgingen. Der Geshe nahm sie sich eines Tages vor und sprach Klartext mit ihnen. Wie sich ihr Verhalten denn vereinbaren würde, mit dem eingeschlagenen Weg, Nutzen zu bringen für alle Lebewesen. Ob denn die einzelnen Mitglieder des Klosters keine Lebewesen wären. Doch, man gab ihm recht - es waren auch Lebewesen !

Und zur Geduld bei den Meditationen erfuhren wir, dass der Geshe anfänglich auch Schmerzen hatte, wenn die Sitzungen länger dauerten. Inzwischen hätte sich sein Körper daran gewöhnt und er bekäme nicht mal Schmerzen in den Knien mehr. Dafür hätte er manchmal noch Probleme mit seinem Geist, der würde gerne eigene Wege gehen. Bevor man sich aber zu etwas zwingt und krampfhaft versucht, weiter zu meditieren, empfiehlt er, sich lieber eine Weile schlafen zu legen. Es gab auch eine dieser Geschichten: ein Mönch, der in einer Höhle lebte, hatte wichtige Texte an die Wände dieser Höhle geschrieben. Die waren aber am nächsten Tag alle wie weggewischt. Er bat, derjenige möge sich zeigen und sagen, warum er das gemacht hatte.

Daraufhin erschien ein ihm nicht wohlgesonnenes Wesen und sie hielten ein Wortgefecht, wobei der Mönch tapfer versuchte, die Geduld zu bewahren. Plötzlich kam Feuer aus dem Schlund des Wesens und verbrannte einen Teil des Mönchsgewands. In diesem Moment zeigte sich ihm eine Art Schutzgeist. War sein Name Manjushri ? Jedenfalls versprach er dem Mönch, ihn von nun an immer zu unterstützen. Zum Abschluss konnten Fragen gestellt werden. Eine Teilnehmerin brachte als gutes Beispiel für Geduld das Laufenlernen der kleinen Kinder. Ja, meinte der Geshe lachend, die kleinen Kinder könnten ja auch nach dem ersten Hinfallen einfach liegenbleiben. So sollten wir nicht verzweifeln, wenn wir "hinfallen", sondern geduldig Schritt für Schritt weitermachen.

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Ein Abend im Tibetischen Zentrum

Beitrag  John Wayne am Mo Okt 10 2016, 18:01

Dienstagabend

Notizen vom 20. Januar 2004

Der Geshe hatte wieder keine Zeit, er befand sich noch in Klausur. Diesmal wurde der Meditationsabend von einer Nonne geleitet. Das war herzerfrischend, sie erzählte mit viel Humor. Auf ihrem Weg von der Uni zum Zentrum hatte sie sich überlegt, aus welch verschiedenen Beweggründen wir wohl alle gekommen wären. Es sei wahrhaftig ein besonderer, energetisch aufgeladener Ort, da schon viele Meister dort meditiert hätten. Sie hoffe nicht, dass wir nur kämen, weil es jetzt Mode sei, wie sie es sogar schon in der Werbung gesehen hätte. Sondern eher, um mal zur Ruhe zu kommen und mit anderen zusammensein.

Diesmal intonierten wir vollständig „Die Sieben Zweige“ aus dem Gebet der Guten Lebensführung (ich konnte den Klang im Ohr behalten und fand zuhause die entsprechenden Noten am Klavier: f- g- gis- g- gis- g- g- f- f im Bass-Schlüssel). Als nächstes übten wir eine Viertelstunde lang eine Meditationsform, bei der wir versuchten, lediglich den Atem zu beobachten. Lediglich ist leicht gesagt, also nur beobachten und nicht schnaufen. Einatmen und Ausatmen bilden dabei jeweils einen Zyklus.

Das Wort Meditation hat im Tibetischen die Bedeutung von aneignen oder antrainieren. Die Nonne erzählte, dass diese Atemmeditation eigentlich zur täglichen Übungspraxis gehöre, um sich morgens auf die eigentliche Meditation vorzubereiten. Das Meditieren will Schritt für Schritt erlernt werden. Als der frühere Geshe des Tibetischen Zentrums im hohen Alter noch die Bedienung eines Computers erlernen wollte, meinte die Nonne zu ihm, das Schreiben im Zehnfingersystem müsse man aber jeden Tag regelmäßig üben. Darauf erwiderte der Geshe: „Genau wie das Meditieren !"

Als nächstes wollten wir zehn Minuten lang eine Meditation praktizieren, indem wir uns auf einen handflächengroßen Buddha konzentrierten, etwa im Abstand von einer Armeslänge entfernt. Aber keine direkte Buddhafigur, sondern eher eine Lichtgestalt. Als Unterstützung stellten wir uns vor, wie aus seiner Stirn weißes Licht strömen würde, aus dem Halsbereich rotes Licht und aus dem Herzbereich blaues Licht. - Das Ziel der Buddhisten ist das Nirwana. Es gibt zwei Arten, das eine ist ein Ende, wo sich alles auflöst, auch der Geist und das andere ist nur das Ende der Leidenschaften. Wobei die letzte Gruppierung nicht so ganz einsieht, wozu die erste sich denn abmüht, wenn sich zum Schluss alles verflüchtigt.

Befragt, wie man es anstellt Buddhist zu werden, meinte die Nonne, das könne man ohne große Vorbereitung sofort in die Tat umsetzen. Sie selber hatte in einer gewissen Krisenphase ein kleines Büchlein über den Buddhismus gelesen und war sofort Feuer und Flamme. In ihrem Umfeld hatte sie so viele Menschen mit irgendwelchen Leiden erlebt, dass die Auslegung des Karmagedankens ihr wie eine Rettung erschien. Wobei sie den Weg des tantrischen Buddhismus geht. Das ist der schnellere Weg, bei dem die Frauen ihr Ziel auch wirklich als Frau erreichen können. Die anderen Richtungen lassen nur Männer das Ziel erreichen.

Und zu den Gelübden: am Anfang gibt es nur vier Hauptgelübde und ein Nebengelübde. Wobei die Sache mit dem Rausch- und Drogenkonsum auch ausgeklammert werden kann. Wenn jemand aus bestimmten Gründen z.B. nicht ohne Alkohol auskommt, sollte er lieber kein Gelübde ablegen. Wobei der Alkohol blitzschnell zum Brechen der anderen vier Gelübde führen kann. Die Geschichte ging in etwa so … die Nachbarin klingelte und der leicht alkoholisierte Buddhist ließ sich auf die Sache mit dem sexuellen Fehlverhalten ein. Es ergab sich, dass ein Huhn zu schlachten war und er brach sodann das Gelübde, nicht zu töten. Der Ehemann der Nachbarin kam zurück und auf die Frage, wo sein Huhn sei, wurde wieder ein Gelübde gebrochen (du sollst nicht lügen), durch die Behauptung, man wisse nicht, wo das Huhn sein. Na, ja und so weiter und so fort.

Als Nonne hätte sie hundert Gelübde mehr abzulegen, als ein Mönch.
Es gäbe noch viel mehr zu erzählen. Ist aber momentan nicht abrufbar.
Eigentlich hätten wir die ganze Nacht weiter zuhören können und die
Nonne hätte die ganze Nacht noch weiter erzählen können, aber
irgendwann machten wir dann doch Schluss.


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Der Weg ist das Ziel

Beitrag  John Wayne am Mi Okt 12 2016, 05:57


Notizen vom 28. Januar 2004

Heute gab es sogar noch freie Plätze im Tibetischen Zentrum. Sonst musste seitlich mit Sitzkissen angebaut werden, die aus einem kleinen Nebenraum geholt wurden. Zur Vorbereitung der eigentlichen Meditation lasen wir alle zusammen die Sieben Zweige aus dem Gebet der Guten Lebensführung in deutscher Sprache vor. Im März, nach den Ferien ist der Geshe wieder dabei, dann wird die Version in tibetischer Lautschrift gesungen. Falls ein Musiker unter den Anwesenden sei, so könne der vielleicht mal ein Melodie für den deutschsprachigen Text komponieren – so lautete der Vorschlag unseres Übersetzers.

Wenn wir zu Hause meditieren, wäre der Idealfall, dass man immer den gleichen Platz einnimmt. Sollte der Platz auch sauber sein, so empfiehlt es sich trotzdem vor Beginn eine kleine symbolische Reinigung vorzunehmen. Und wenn man nur mit einem imaginären Staubwedel staubwischt. Der gerade Rücken versteht sich ja von alleine, aber die Vorstellung, dass die Kopfhaltung wie eine überreife Ähre an ihrem Halm aussehen sollte, war mir neu. Den unruhigen Geist könne man zunächst wie ein kleines Kind behandeln, indem man ihn erstmal vorsätzlich zum Spielen rausschickt. Dann kommt der unruhige Geist irgendwann ganz von alleine zur Ruhe.

Es folgte eine analytische Meditation. Das bedeutet, dass man zunächst alle Gedanken kommen und gehen lässt, ohne sie zu bewerten. Wir sind dabei quasi der Himmel und die Gedanken sind die Wolken, die einfach vorüberziehen. Anschließend beobachteten wir nur unseren Atem. Die Übung bestand diesmal darin, uns selber Glück zu wünschen. Später dehnten wir die Übung aus, indem wir den uns am nächsten Sitzenden Glück wünschten. Dann unseren Nächsten, mit denen uns eine persönliche Beziehung verbindet, dann den Leuten draußen, zu denen wir ein neutrales Verhältnis haben und schließlich den Menschen, die wir nicht so gerne mögen.

Durch eine Zwischenfrage landeten wir beim Thema Freiheit. Wie denn der Buddhismus zur Freiheit stehe. Na, ja – es gibt halt viele Regeln, aber das wäre ja gerade der Irrtum der meisten Menschen, dass sie meinten, erst ohne Regeln wären sie frei. Nein, das führe indirekt zu Leiden. Auch in einer Demokratie gibt es nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Das führte uns zum Thema Entsagung. Von Sokrates stamme sinngemäß die Aussage „Wie herrlich, was es auf einem Markt alles zu kaufen gibt, was ich NICHT brauche“. Und wenn der Dalai Lama auf Reisen ist, macht er gerne Schaufensterbummel, aber erst wenn die Läden geschlossen sind. Insbesondere die Schweizer Uhren haben es ihm dabei angetan.

Es wurde gefragt, wie man denn die Leiden überwinden soll, wenn wir im Außen so sehr mit der schrecklichen Realität konfrontiert werden. Na, ja – immerhin sei es bei uns möglich, sich mit dem Buddhismus zu befassen. Das wäre in Tibet nicht so leicht möglich und auch in der ehemaligen DDR war es nicht so ohne weiteres möglich. Und ob es stimmt, dass es keinen Schöpfergott gibt im Buddhismus. Ja, das stimmt. Dafür gibt es die verschiedenen Gottheiten. Es sei alles anfangslos. Wenn man nach einem Anfang suchen wolle, komme man immer weiter zurück, da alles eine Wirkung einer früheren Ursache ist. Im Buddhismus gibt es zwar viele Schriften, die sich mit dem Problem des Anfangs beschäftigen. Aber es gibt kein Ergebnis hinsichtlich eines Anfangs. Und es würde uns sowieso nicht weiter bringen im Hier und Jetzt. Auch wenn wir etwas über den Anfang wüssten.





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Beitrag  John Wayne am Do Okt 13 2016, 21:05


Das lange Mantra von der Weissen Tara

Om tare tuttare ture ma ma ayur punye dschnyana puschtim (oder auch putim) kuruye swoha

Es gab Anfragen wegen des Aufrufs,
das Mantra der Weissen Tara für den Dalai Lama zu rezitieren.
Der Geshe meinte, wer mag, könne es ja täglich praktizieren.
Zu Anfang ginge es noch etwas holprig, aber dann schafft man
die Mala in einer Minute! Wow! Eine Teilnehmerin bat den Geshe,
er möge das Mantra einmal vorsprechen, da sie nicht wisse,
wie es auszusprechen sei. Nein, sie solle es uns selbst vorlesen,
war daraufhin die Bitte des Geshe. Oha! Das tat sie auch.
Und der Kommentar? Genau! So war das richtig!
Immer positiv.



Notizen von Mai 2005



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Beitrag  John Wayne am Fr Okt 14 2016, 13:15


Notizen vom 12. Oktober 2004

Gleichmut

Diesmal war es irgendwie anders, alle waren so präsent.
Und alles, was angesprochen wurde, hat richtig "gesessen".
Der Geshe lachte wieder herzerfrischend.

Das Hauptthema war "Gleichmut".
Wir sollten uns jeweils eine Person vorstellen,
die wir überhaupt nicht mögen und eine Person,
zu der wir uns besonders hingezogen fühlen
und eine Person, der wir ganz neutral gegenüber stehen.
Zum Schluss stellte jemand die Frage,
wie man das in einer Liebesbeziehung praktizieren könne.
Wenn man sich in Gleichmut üben würde,
dann müsste man sich ja förmlich distanzieren von seinem Partner.

An dieser Stelle wurde der Unterschied erklärt,
zwischen der Liebe, die an etwas anhaftet, die mit Gier verbunden ist
und der Liebe, die ein gleichmäßig großes Mitgefühl für alle hat,
quasi die Liebe der Bodhisattvas.

Und es tauchte noch die Frage auf,
ob es bei den Tibetern viele Scheidungen gäbe.
Nein, nicht viele.
Und ob die tibetischen Ehen glücklich seien.
Nach außen hin macht es schon den Eindruck, hörten wir vom Geshe.
Es sei überwiegend so, dass man geduldig ist
und sich gegenseitig Respekt entgegenbringe und vor allem
bei den kleinen Problemen sehr viel Gleichmut aufbringe.
Das sei ein entscheidender Punkt.
Wenn man die kleinen Probleme im Alltag gut meistert,
dann gibt es wenig große Probleme.




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Im Tibetischen Zentrum

Beitrag  John Wayne am Sa Okt 15 2016, 07:48


Notizen vom 24. April 2005

Eine Puja

Am letzten Dienstag war es leerer als sonst im Tibetischen Zentrum.
Noch bevor der Geshe erschien, kam eine Nonne und fragte die wenigen,
die da waren, ob wir wüssten, dass keine Meditation stattfindet. Huch?
Es sollte stattdessen eine Puja stattfinden.

Dazu wurden Texte in tibetischer Sprache rezitiert und um Hilfe gebeten
für die Heilung aller Wesen. Zwischendurch wurden gesegnete Speisen verteilt,
bestehend aus Keksen, Schokolade und verschiedenen Knabbersachen. Gewürztee
gab es auch. Dann ging jemand mit einer Schale durch die Reihen, um von den
Speisen eine kleine Gabe einzusammeln und es den Vögeln nach draußen zu
bringen, stellvertretend für alle nicht Anwesenden.

Den ganzen Tag hatte ich kaum etwas gegessen
und am Abend gab es gesegnete Speisen ...





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Dalai Lama

Beitrag  John Wayne am So Okt 30 2016, 06:26

"Ein frisch gezapftes Bier zu trinken
kann unsere Sorgen kurzfristig zerstreuen.
Doch diese trügerische Fröhlichkeit
vergeht wieder, die Sorgen bleiben."


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Dalai Lama

Beitrag  John Wayne am So Jan 22 2017, 07:42

"Richten wir unseren Blick
nach innen, so üben gewöhnliche
Wünsche und Begierden
immer weniger Anziehungskraft
auf uns aus."

"Von den Ereignissen der Außenwelt
völlig in Anspruch genommen, nehmen wir uns
nicht die Zeit, unsere Empfindungen
genauer Zu betrachten."


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Beitrag  John Wayne am Mi Feb 08 2017, 21:38

"Wenn wir uns der Meditation widmen,
reinigen wir unseren Geist und sammeln
Weisheit an." (by Dalai Lama)


"Möge ich mich stets daran erinnern,
dass Mitgefühl mit allem, was lebt,
bei mir selbst beginnt."
(by Dalai Lama)


"Nur die Macht der Gewohnheit
ist schuld daran, dass wir an das
Vorhandensein der Erscheinungen
glauben." (by Dalai Lama)




Om Tare Tuttare - Ani Choying Dolma
https://www.youtube.com/watch?v=sb-DsDGOT40

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Beitrag  John Wayne am Do März 29 2018, 07:49

"Unser Geist springt ständig von Sinneseindruck
zu Sinneseindruck wie ein Affe, der von Ast zu Ast hüpft."
(by Dalai Lama)


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Beitrag  John Wayne am Di Apr 03 2018, 22:48


"Die Frucht der
Schulung in heilsamem Handeln
ist ein heiterer, friedvoller Geist."
(Dalai Lama)

albino


"Negative Gefühle wirbeln uns herum
wie welkes Laub im Wind." (Dalai Lama)




"Wir leben nicht, um zu glauben,
sondern um zu lernen. (Dalai Lama)





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Re: Tibet

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