Heimgeschichten

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Heimgeschichten

Beitrag  Frau Holle am So Nov 13 2011, 20:47




Opa lebt jetzt in Chiang Mai

Ein Schweizer errichtete in Nordthailand eine Wohnanlage für Alzheimerkranke.
Zunächst nur für seine Mutter, inzwischen gibt es dort 10 Bewohner und 30 Betreuer.

http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2009/alzeimer-opa-lebt-jetzt-chiang-mai-1362








Zuletzt von Frau Holle am Mo Nov 14 2011, 01:30 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Unterstützung

Beitrag  Frau Holle am So Nov 13 2011, 21:16


Hinter jeder Tür ein Schicksal
"Sie kommen,
wenn pflegende Angehörige an ihre Grenzen stoßen.
Auf Unterstützung gibt es jetzt einen Rechtsanspruch."

http://www.zeit.de/2010/41/C-Beruf-Pflegeberater




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Ein Interview

Beitrag  Frau Holle am So Nov 13 2011, 21:42

Wir werden hier mal eine Seite parken.
Da hat sich jemand an die 300 Altenheime angesehen.
Und es hört sich so an, als wäre er "begeistert" von dem,
was er gesehen hat. Er würde lieber früher, als später
in ein Altenheim ziehen.

http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2011/das-wird-lustig-im-heim-11487

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Adressen

Beitrag  Frau Holle am So Nov 13 2011, 21:48


Bloß nicht ins Heim
http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2010/bloss-nicht-ins-heim-5868

Schwester Elviras Gespür für das Glück
http://www.zeit.de/2006/18/Altenpflege

Leben mit Demenz - das Pflegeheim Sonnweid bei Zürich
http://www.spiegel.de/spiegelwissen/0,1518,680225,00.html

Das Ende des Lebens ist auch Leben -
Arno Geiger verarbeitet die Alzheimererkrankung seines Vaters
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,745909,00.html

Leben am Schlauch-Magensonde
http://www.zeit.de/2009/23/M-PEG-Sonde  

Alten-WGs  
http://www.zeit.de/2008/05/Alten-WGs

Im Altenheim  
http://www.zeit.de/2010/28/Sommertipp-Pagagei    




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Prüfung

Beitrag  Frau Holle am Fr März 23 2012, 22:54

Heute hatten zwei Schwestern Prüfung
und sie sollten die beiden schwierigsten Fälle auf der Station bekommen,
u.a. auch meinen Vater, da haben wir aber gestaunt,
er liegt doch so friedlich in seinem Bett.  Wink

Es kam aber anders, beide "Fälle" zogen es vor zu schlafen
und konnten absolut nicht zum Aufwachen überredet werden.
Also mussten zwei andere Patienten ausgesucht werden.
Die Schwestern haben dann beide mit "gut" ihre Prüfung bestanden.

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Das Leben

Beitrag  Frau Holle am Do Jul 19 2012, 21:42


study  

Eine Geschichte zum Nachdenken
http://www.youtube.com/watch?v=G5uR00nTGUk


Eine alte Mutter spricht zu ihrem Sohn:

An jenem Tag, an dem Du mich als alter Mensch
siehst und ich nicht mehr ich bin,
hab Geduld mit mir und versuche mich zu
verstehen.

Wenn ich mich beim Essen bekleckere, mich
nicht richtig anziehe, hab Geduld.
Denke zurück an die Stunden, die ich damit
verbracht habe, es Dir damals beizubringen.

Wenn ich mich mit Dir unterhalte und ich mich
zum hundertsten Mal wiederhole, unterbrich
mich nicht, hör mir einfach zu. Als Du klein
warst, habe ich mir Dein Geplapper ständig
und überall angehört, ob Zuhause, im Geschäft
oder bei Bekannten.

Falls ich mich nicht wasche, dusche oder
bade, schimpf nicht mit mir und vor allem
beschäme mich nicht. Erinnere Dich daran, wie
oft Du Ausreden hattest und wie oft ich dich
ans baden gehen erinnern musste.

Wenn Du meine Ignoranz gegenüber neuen
Technologien bemerkst, bitte ich Dich mir die
nötige Zeit zum erlernen zu geben. Und bitte
lache währenddessen nicht über mich.

Ich habe Dir so viele Dinge beigebracht ….
Wie man richtig isst, wie man sich benimmt,
wie man spricht, wie man sich anzieht und wie
man sich in dieser Welt zurechtfindet.
Sehr viele dieser Dinge; sind das Ergebnis
der Kraft und Zusammenarbeit von uns beiden –
Dir und mir.

Falls ich irgendwann vergesslich werde oder
den Faden unserer Unterhaltung verliere, gib
mir die nötige Zeit um mich zu erinnern. Und
falls ich mich doch nicht erinnern kann,
werde nicht nervös und böse; ich glaube
nämlich; dass die Unterhaltung nicht das
Wichtigste ist, sondern die Nähe zueinander
und dass Du mir zuhörst.

Zwing mich nicht zum essen, wenn ich es nicht
will. Ich weiß am besten was ich brauche und
was nicht.
Wenn mich irgendwann meine müden Beine nicht
mehr schnell gehen lassen, reiche mir deine
helfende und stützende Hand, genauso wie ich
es für Dich getan habe, als Du laufen gelernt
hast.

Und wenn ich Dir eines Tages sage, dass mein
Leben nicht mehr lebenswert ist und dass ich
sterben will, sei mir nicht böse. Eines Tages
wirst Du verstehen, dass es gar nichts mit
Dir zu tun hat, nicht mit deiner Liebe zu mir
und auch nicht mit meiner Liebe zu Dir. Lerne
einfach zu verstehen, dass ich in meinem
Alter nicht lebe, sondern zu überleben
versuche.

Eines Tages wirst Du erkennen, dass ich trotz
der Fehler die ich gemacht habe, nur das
Beste für Dich wollte und dass ich versucht
habe Dir dein Weg durch diese Welt so gerade
und eben wie möglich zu machen.
Du darfst weder böse noch traurig sein und
Dich auch nicht unfähig fühlen, wenn Du mich
so siehst. Du musst nur an meiner Seite sein,
versuchen mich zu verstehen und mir helfen,
so wie ich es gemacht habe, als Du in diese
Welt geboren wurdest.

Jetzt bist Du an der Reihe, mich auf meinem
schwierigen, nicht immer geraden und ebenen
Weg zu begleiten. Hilf mir diesen Weg mit
Liebe und Geduld zu Ende zu gehen. Ich werde
es Dir mit einem Lächeln und mit der
unendlichen Liebe, die ich immer für Dich
hatte, habe und haben werde, danken...
(Verfasser unbekannt)


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Ins Heim abgeschoben

Beitrag  Frau Holle am Fr Okt 26 2012, 23:51


Frage aus einem anderen Forum
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
Mich interessieren beide Seiten. Über jede Anregung freue ich mich.
Siebenstein


*

Hallo liebe Siebenstein,
zwar habe ich die Erfahrungen eines Familien-Streites nicht gemacht.
Aber die ganzen Begleit-Erscheinungen in einem Pflegeheim habe ich
inzwischen erfahren.

Neulich nahm ich an einem Treffen für Angehörige teil, in dem Pflegeheim
meines protokollarischen Vaters.
Dabei ist mir ist bewusst geworden, wie wichtig es ist, immer beide Seiten zu sehen.

Manche Klage, die von Angehörigen vorgebracht wurde, löste sich auf,
durch die Berichte der beiden anwesenden "Schwestern".
Es ist wohl schwer, aber so dringend notwendig, sich umzustellen.
Die Tendenz ist, dass die alten Leute bis zuletzt beim Wort genommen werden.
Empörung macht sich breit, wenn jemand durch ihre "Verwirrtheit" ent-täuscht wird.

Es kristallisierte sich auch das Personal-Problem heraus, weil aus Kostengründen Personal eingespart wird.
Und es ist wohl üblich, am Wochenende Personal von Zeitarbeitskräften anzufordern, das oft überfordert ist.
Es kann zu kritischen Situationen kommen, wenn sie ihren Dienst antreten,
OHNE vorher eingewiesen worden zu sein.
Dann fehlt manchmal das Verantwortungs-Bewusstsein des "STAMM-Personals".

Da meine protokollarische Mutter zweimal täglich zu meinem protokollarischen Vater geht,
erlebt sie die ganze "Palette" rauf und runter.
Es tun sich Welten auf und ist sehr hilfreich für sie.
Das eigene Problem wird in ein anderes Licht gerückt.

Ihr Leben lang war sie total auf ihren Ehemann ausgerichtet , er hatte alles für sie geregelt.
Plötzlich muss sie alles selber regeln und sie öffnet sich und lernt ganz viel.
Es hat alles (s)einen Sinn.

HerzLicht  
Lhatara

* UNTERSTÜTZT EUCH *

Beitrag aus dem Bärbel Mohr Forum vom 26. 12. 2002



Zuletzt von Frau Holle am Mi Jan 02 2013, 07:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Chrismon

Beitrag  Frau Holle am Mo Okt 29 2012, 22:50


Noch ein Bericht aus dem Chrismon-Magazin
http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2012/bevor-ich-meine-demente-mutter-anbruelle%E2%80%A6-15673

"Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben uns Halt." (Marie v. Ebner-Eschenbach)





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Amerika und Deutschland

Beitrag  Frau Holle am Mi Jan 02 2013, 07:07


Eigentlich ging`s gestern ständig ums Kotzen, aber das haben wir nicht geschrieben, weil wir das so eklig finden. Im Heim wird es dezent 'spucken' genannt und es ist dort das Hauptthema, vor allem wenn wieder mal der Virus umgeht. Die Protokollarische erzählt gern, wie verschleimt der Protokollarische wieder war. Er hat wieder so geröchelt und die Schwester hat den Schleim abgesaugt, mittels eines Geräts, das immer auf dem Nachtschrank steht. Erbarmen !

Kommentar: Will sie Amerika sein? Die Amerikaner hassen das Kotzen, sie hassen den Schleim, sie hassen alles. Amerika ist Selbsthass. Derjenige, der sich lieber Übergewicht anfuttert und die Bauchfalten eincremt, der ist Amerika (kein Amerikaner). Die Berliner hassen das auch alles, aber sie setzen sich damit auseinander. Dann schlägt es wild Hin und Her. Prajna ist die milde Variante. England hat den dream. Deutschland ist der Seelenstrahl von Amerika? Sie muss einfach alles erlauben. Wenn sie alles erlaubt, ist sie irgendwann auch in Deutschland gelandet. (Februar 2012)


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Ein Brief

Beitrag  Frau Holle am Fr Feb 22 2013, 20:23


Aus einem anderen Forum

Ein Brief den man nach dem Tod einer demenzkranken Dame im Nachlass fand.

"Was sehen sie, Schwester, wenn sie mich anschauen, und was denken sie?
„Eine knöchrige Alte“ mit abwesendem Blick, nicht mehr ganz zurechnungsfähig,
die sich nicht zu benehmen weiß und kleckert und nicht antwortet, wenn sie mit
ihrer lauten Stimme sagen, sie solle sich doch wenigstens ein bisschen Mühe geben,
die nicht zu beachten scheint, was sie machen, die mal hier einen Strumpf verliert
und da einen Schuh und die trotz aller Ermahnungen nicht mithilft, wenn sie
gebadet oder gefüttert wird.

Wenn sie das, Schwester, sehen und denken, dann liegen sie falsch.
Das bin ich nicht, die da so still sitzt, und die auf ihr Geheiß aufsteht
und isst. Machen sie die Augen auf, ich sage ihnen, wer ich bin:

Ich bin ein Kind von 10 mit einem Vater und einer Mutter und Brüdern und Schwestern, die einander lieben.
Ein junges Mädchen von 16 mit Flügeln an den Füssen, die davon träumt, bald ihre wahre Liebe zu treffen.
Eine Braut von 20 mein Herz springt vor Freude, wenn ich an die Gelübde denke, die ich zu halten versprach.
Mit 25 habe ich dann eigene Kinder, für die ich ein sicheres, glückliches Heim baue.
Eine Frau von 30, meine Kinder wachsen schnell, miteinander durch treue Bande verbunden.
Mit 40, meine Söhne sind weg, aber an meiner Seite steht mein Mann und unterstützt mich.
Mit 50 habe ich wieder spielende Kinder um mich. Wir haben Enkel, mein Liebster und ich.

Dann kommen dunkle Tage, mein Mann stirbt, ich schaue mit Angst in die Zukunft, denn meine Kinder
sind dabei, ihr eigenes Heim zu bauen. Ich denke an die Jahre und die Liebe, die ich erfahren habe.

Ich bin jetzt eine alte Frau, die Natur ist sehr grausam.
Sie hat sich ausgedacht, Alte wie N A R R E N erscheinen zu lassen.
Der Körper zerfällt, Anmut und Stärke schwinden, wo einst ein Herz war,
ist jetzt ein Stein. Aber in diesem alten Gerüst wohnt ein noch junges Mädchen,
und hin und wieder schwillt mein geschundenes Herz.

Ich denke an die Freude zurück und den Schmerz, und ich liebe und lebe
das Leben noch mal, und erinnere die Jahre, viel zu wenig und viel zu schnell
vergangen und nehme die bittere Tatsache an, dass nichts bleibt.

So machen sie die Augen auf, SCHWESTER und sehen
sie nicht eine alte kratzbürstige Frau, sehen sie mich!!!






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Fünf Dinge

Beitrag  Frau Holle am Do Okt 24 2013, 17:04


Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern
http://www.welt.de/vermischtes/article13851651/Fuenf-Dinge-die-Sterbende-am-meisten-bedauern.html

study

1. "Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben"

2. "Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet"

3. "Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken"

4. "Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten"

5. "Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein"


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Heimgeschichten

Beitrag  Frau Holle am Do Jan 16 2014, 13:41


Eine Fernsehsendung als Video:
Der Pflege-Check

Was tun, wenn Eltern Hilfe brauchen?
http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/pflegecheck109.html


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Vom Himmel gefallen?

Beitrag  Frau Holle am Fr Feb 14 2014, 22:42


Auf unserem Heimweg hatten wir heute ein kleines Erlebnis.
Wir gingen an wartenden Autos vorbei, weit und breit kein Fußgänger,
da tauchte wie aus dem Nichts ein Mann neben mir auf,
als wäre er pardautz vom Himmel gefallen.

Hab mich so erschrocken und ganz abrupt zu ihm umgedreht,
was sonst gar nicht meine Art ist (ich warte eher ab und beobachte das aus dem Augenwinkel).
Zunächst ging er weiter, kehrte aber wieder um und zeigte mit dem Finger auf meine Mutter
und sagte ganz dramatisch zu ihr:

"Das Eine will ich Ihnen sagen!
Sie denken, Sie sind abgeschrieben.
Aber das sind Sie noch lange nicht.
Sie sind die Zukunft !!!"

Dann ging er forschen Schrittes voran,
zielgerade über eine vierspurige Straße -
die Fußgängerampel zeigte ROT.

 cherry 


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Sauber im Konflikt

Beitrag  Frau Holle am Fr Mai 09 2014, 05:21


Es gab wieder eine Begegnung, neulich mit einer Dame und einem Bibelheftchen und diesmal mit zwei Mormonen (wie immer in weißen Hemden). Wir waren fäddisch von den Heimerlebnissen. Den ganzen Nachmittag war das Röcheln zu hören (wieder alles verschleimt) und bei den Hustenanfällen kam es gleichzeitig unten raus - der Geruch war sehr unangenehm.

Weit und breit kein Personal zu sehen. Die waren in den Zimmern mit Essen anreichen oder schon mit Leute ins Bett bringen beschäftigt. Schweren Herzens gingen wir irgendwann und hinterließen ein weinendes Häuflein Elend. Aber zuletzt trafen wir doch noch eine Schwester, die eine Bewohnerin im Schlepptau hatte und die versprach, sich anschließend zu kümmern.

An der Ampel bogen wir noch ab zu einem Bastelladen, um die Schaufenster anzugucken und die Heimerlebnisse dabei zu verarbeiten. Wir standen völlig ins Gespräch vertieft und diesen Moment wählten die beiden jungen Männer, um uns anzusprechen. Nein, danke. Das Visitenkärtchen wurde nach Berlin geschickt. Das Bibel Heftchen auch, zusammen mit dem Berner Boten.
Ein DIN A 5 Umschlag hat viel Platz.

Kommentar: die Mormonen sind insgesamt seriös. Zwar nicht das Ultimative, aber sie halten ihre Kontakte sauber im Konflikt. Ja, danke.
Der Status von vor 40 oder 100 Jahren hat sich nicht geändert, aber bewahrheitet.


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Kaminzimmer statt Musikzimmer

Beitrag  Frau Holle am Di Nov 18 2014, 12:43




Es gibt jetzt ein Kaminzimmer.
Das Kaminfeuer flackert vor sich hin
und sieht total echt aus, hab gestaunt.





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Die Hand ins Feuer legen.

Beitrag  Frau Holle am Fr Dez 12 2014, 21:31


Neulich trafen wir den Pfleger Hermann und fragten ihn, wie das Feuer so echt aussehen kann.
Er ging hin und hielt erstmal seine Hand ins Feuer. Dann zog er die Schublade unterm Feuer raus
und zeigte uns Lampen und ein Gefäß mit Wasser, aus dem Wasserdampf hochsteigt. Wir hatten
die Heimgeschichte auch nach Berlin geschickt. Der Onkel erinnerte an die römische Geschichte,
wo jemand seine Hand ins Feuer hielt, bis sie verkohlte.


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Das Schaf drauf haben

Beitrag  Frau Holle am Do Jan 08 2015, 10:45




Irgendwie begann es mit dem Thema "Kriegseinsatz" ins Heim:
früher ging ich zeitig los, um dann zum 17:11 Uhr Gespräch zurück zu sein.
Das war, als Wotan am Wochenende hier war - aber seit er aus Hamburg weg ist,
bin ich jedesmal etwas später losgegangen, weil die Protokollarische an mir zog,
dass ich länger bleiben und sie nach Hause begleite solle und somit war ich
die letzten Male erst gegen 19 Uhr zurück.

Kommentar:
man müsse sowas hier unten besprechen, in der Wohnung.
Es würde nichts nützen, das immer nur geistig drauf zu haben,
das wären alles nur Erscheinungen.

Erstmal hier unten ein ganz normales "Schaf-Dasein".
Wenn ich das Schaf nicht drauf habe, wie will ich dann Widder sein
und wenn ich den Widder nicht drauf habe, wie will ich dann Schäferhund sein
und wenn ich den Schäferhund nicht drauf habe, wie will ich dann Hirte sein?

Und wenn das innere Schaf mal nicht will, dann nicht gleich schlachten,
sondern das Schaf erstmal anhören und Lösungen finden. Teilen schafft Vertrauen!
Wenn ich gut mit dem inneren Schaf umgehe, dann steckt es mir auch mal was.
Also, kleine Brötchen backen. Erst den Abwasch erledigen,
dann kommt das andere von allein. (ausgegraben vom Nov. 2008)





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Heimgeschichten

Beitrag  Frau Holle am Sa Feb 07 2015, 00:29

War heute Vollmond? Nein, der war vorgestern.
Heute Mittag gingen wir nicht durch den Gutspark, wie sonst immer,
sondern an der Hauptstraße entlang, weil da die Sonne so schön schien -
es war nämlich bitterkalt, aber die Sonne schien uns auf den Rücken.
Das war angenehm.

Wir kamen somit durch den Haupteingang ins Gebäude.
Bei der Rezeption saß wieder der "Greifvogel" im Rollstuhl, mit starrem Blick,
immer auf den Eingang gerichtet. Die Dame ist stets in Rosa gekleidet,
aber ihr Gesicht sieht aus, als ob es dieses Rosa hassen würde.
Wenn ich am Abend durch den Haupteingang gehe, sitzt sie auch dort
und ihr Blick tötet mich dann, wie praktisch, jeden Abend neu geboren.
Als ich später mit dem Mütterlein nach Hause gehen wollte und dem Greifvogel
ein fröhliches Tschüß zurief, war die Antwort: ihr blöden Tussis !

Zurück zum sonnigen Mittag: wir mussten erstmal stehen bleiben, weil ein
Pfleger eine Bewohnerin auf einem Bürostuhl eilig Richtung Fahrstuhl schob.
Wir wollten wie immer mit ihr scherzen, aber sie zitterte am ganzen Körper.
Der Sohn folgte mit ihrem Rollator. Sie waren vom Spaziergang zurück
und offensichtlich hatte die Bewohnerin schlapp gemacht.

Nach der üblichen Verabschiedung wollte ich durch eine Nebentür rausgehen,
musste aber erstmal einen Pfleger reinlassen, der draußen eine verirrte Bewohnerin
aufgelesen hatte, die im dünnen Pullover entwischt war. Ihren Namen hatte er
schon rausgekriegt, aber in welches Stockwerk sie wollte, wusste sie nicht.
Es passierten noch mehr schräge Dinge im Heim, aber ich glaube, es reicht.

What a Face

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Oh je.

Beitrag  Frau Holle am Fr Feb 20 2015, 20:56

Wie soll man bloß umgehen mit dem Verhalten, z.B. der älteren Dame, die wir letzte Woche erstmalig auf dem Flur trafen. Sie wollte unbedingt mit uns in den Fahrstuhl steigen, als wir nach Hause strebten. War sie wirklich nur zu Besuch da gewesen? Hatte sie wirklich nur ihre Tochter besucht? Nein, leider nicht. Man wollte sie nicht in ihr Haus lassen, die haben ihr die Schlüssel weggenommen, erzählte sie uns. Aber sie wird zur Polizei gehen. Sowas kann man mit ihr nicht machen. - Und heute trafen wir sie wieder. Eine Schwester war gerade dabei, sie und eine weitere Bewohnerin ins Zimmer zu begleiten. Das wollte die besagte Dame aber auf keinen Fall: fassen Sie mich nicht an! Lassen Sie mich los! Sie denken wohl, ich bin blöd. Ich werde die Polizei holen. Und lassen Sie mal die beiden durch (sie hatte uns erblickt). Nein, die beiden wollen hier gar nicht durch, die werden jetzt mit dem Fahrstuhl fahren, erklärte die Schwester. Genau, wir fuhren mit dem Fahrstuhl und fragten uns, ob die Schwester die Nerven behalten würde.


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In Sturm und Regen

Beitrag  Frau Holle am Di März 31 2015, 23:29


Frau M.  war vor einiger Zeit aus ihrer Seniorenwohnung in ein Zimmer im Pflegeteil gezogen.
Ihr Namensschild hatte uns das kundgetan und wurde auch von einem anderen Bewohner bestätigt.
Heute sah ich sie erstmalig nach ihrem Wechsel wieder draußen, in Sturm und Regen. Sie kam aus
dem Lottoladen und trat nicht gleich den Rückweg an, sondern ging mit mir noch weiter im Regen. Plötzlich
klappte sie den Rollatorsitz nach oben und der Wind griff in das darunterliegende Korbgestell. Hui, ein
Lottoschein sauste auf die andere Straßenseite. Die übrigen Lottoscheine konnten wir noch festhalten.
Dadrunter lag lose ein größeres Foto, für das sie einen Bilderrahmen kaufen wollte.

Auf der anderen Straßenseite ging sie zu dem ersten Taxi, weil sie sich einbildete, ihren verlorenen
Lottoschein unter dem Taxi gesehen zu haben. Das Taxi fuhr vor, es war aber kein Lottoschein zu sehen.
Wir gingen noch ein Stück gemeinsam und sie berichtete von dem Drama des Umzugs. Tochter und
Schwiegersohn waren wütend, weil das neue Zimmer teurer ist und sie mehr zuzahlen müssen. Die Tochter
hat sich inzwischen entschuldigt, aber der Schwiegersohn nicht. Mit dem redet sie nicht mehr.




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Beitrag  Frau Holle am Mo Apr 27 2015, 08:47

Irgendwas lag in der Luft.
Mittags wollte ich an der Rezeption nach Post fragen, aber sie hatten schon Feierabend.
Im Büro war noch jemand und wollte dann nachgucken. Das rief Bewohner P. auf den Plan.
Er rollte zu uns, um leise bis fast unhörbar seinen Wunsch nach einer Flasche Bier kundzutun.
Oha! Warum er das denn nicht früher schon gesagt hätte?
Er war doch die ganze Zeit in der Nähe, als der Verkaufstresen noch draußen stand.
Und jetzt war alles schon weggeschlossen!

Öhm, sehr ungemütlich. Nix wie weg hier. Ging nicht, der Ausgang war versperrt.
Eine Bewohnerin im Rollstuhl wollte rein, hatte aber keine Kraft mehr.
Sie reagierte auch anders als sonst, das sah nach einem kleinen Zusammenbruch aus.
Der Herr aus dem Büro kümmerte sich gleich um sie.

Und am Abend? Hatte wieder jemand schlapp gemacht, es waren schon Helfer eingetroffen.
Als ich zu meinem Vater ins Zimmer wollte, winkte Frau K. am Ende des Flurs mich zu sich ran:
"Bitte setzen Sie sich doch mal zu mir. Nur für einen Moment."
Sie war umgeben von Zeitungsseiten und ganz erschüttert, über das, was sie in der Zeitung gelesen hatte.
Hamburg muss ja total zerstört worden sein, meinte sie dann. Oh? Wieso das denn?
Aber ihr fehlten die Worte. Und ich konnte ihr nur empfehlen,
statt einer Zeitung lieber ein Heft mit Fotos der Königskinder zu erstehen.

scratch

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Fundsache vom letzten Jahr

Beitrag  Frau Holle am Di Jun 02 2015, 22:36




Auf unserem täglichen Spazierweg durch den Gutspark steuerte eine ältere Frau aus einem Nebenweg direkt auf uns zu. Energetisch sehr unangenehm, als wollte sie uns mit einer Lanze durchbohren, aber statt einer Lanze hielt sie uns einen Zettel hin, mit einem handgeschrieben Gedicht. Ich fragte mich, wo ist jetzt der Haken? Was will sie wirklich von uns. Die Dame wurde eindringlicher und sprach, das sei ein schönes Gedicht und sie hätte es schon gelesen und bräuchte es nicht mehr. Ich ergab mich und nahm der Dame wortlos den Zettel ab. Die Dame sagte dann "bitte schön", als ob ich mich gerade bedankt hätte. Stutz. Sollte das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein?

Wir gingen dann in verschiedenen Richtungen weiter. Am Ende des Weges überholte sie uns plötzlich und presste einen weiteren Zettel samt einem Bibelheftchen an meinen Arm. Ich ergab mich wieder und nahm ihr auch das noch ab. Sie sagte: "ich gebe Ihnen das auch noch, weil Sie vorhin so freundlich waren." Stutz. Das war aber kein Wachturm, sondern eine Bibel Info der Stiftung Genfer Bibelgesellschaft mit der Adresse Romanel s/Lausanne. Jetzt hab ich hier Infos aus der Schweiz, wie z.B. 50 Jahre Haus der Bibel Basel und Aktuelles aus dem Haus der Bibel Zürich.




Kommentar:
Genf ist hier betont als Sachverhalt,
Bibelgesellschaft ist hierbei nicht wichtig.
Für Maitreya ist Genf ein wichtiger Ort.
Man kann andere Sachen damit abarbeiten.

Mit einer Lanze durchbohren? Nicht persönlich nehmen.
Katzen können Kumara - Opferbereitschaft (wo ist der Haken).

Erinnerung an die auf einen Punkt gerichtete Meditation
des westlichen Kaufmanns - alles in dem einen Punkt sammeln,
das kann Jahre dauern, bis man ein Symbol erhält.


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Mit 47 Jahren

Beitrag  Frau Holle am Mo Jun 15 2015, 15:53


Ein Stück Heimgeschichte: in dem kleinen Andachtsraum ist ein neues Foto hinzugekommen. Unfassbar.
Es ist der freundliche Herr aus dem Büro, zu dem wir von Zeit zu Zeit gingen, um das Taschengeldkonto
aufzufüllen. Und der uns immer dann die Post aushändigte, wenn die Rezeption grad mal unbesetzt war.
Und nun ist er hinübergegangen.





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The neverending Story

Beitrag  Frau Holle am Sa Jul 11 2015, 17:53


Klappe die Wievielte? Freitag:
Der Herr Papa musste erneut ins Krankenhaus. Einwand:
aber dann kommt er ja wieder mit dem Krankenhauskeim zurück.
Nützt nix. Die Heimärztin hat das angeordnet. Sie sagt, es muss sein.
Es geht nicht anders. Das Husten und Spucken wollte nicht aufhören
und es wurde dann ein Krankentransport bestellt. Samstag also ab
ins Krankenhaus. Sie müssen sich aber Schutzkleidung anziehen,
sprach die Stationsschwester. Geht das schon wieder los.

Freitag sah es noch kritisch aus.
Als wir ihn Samstag besuchten, ging`s ihm etwas besser.
Der Sauerstoffanschluss war gelegt und auch das Schleim
absaugen im Mundraum wurde gemacht. Irgendwie wird er
im Krankenhaus mehr betüddelt als im Pflegeheim?
Seltsame Zeiten sind das.

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Anno 2008

Beitrag  Frau Holle am Mi Jul 22 2015, 07:27

Eine Veranstaltung für Bewohner und deren Angehörige des Alten- und Pflegeheims.
Es wurde ein Projekt begonnen, um sich besser um die Sterbebegleitung kümmern zu können.

Die Tendenz geht dahin, dass die Menschen immer später erst in Altenheime gehen.
Der Gesetzgeber fordert, dass die häusliche Pflege erstmal ausgeschöpft wird.
Viele (alle?) Krankenhäuser wurden privatisiert und die Bettenzahl reduziert.
Die Patienten der Krankenhäuser werden im Gegensatz zu früher sehr schnell wieder entlassen
und oft werden die Schwerkranken im Pflegeheim eingeliefert und versterben dort nach kurzer Zeit.

Das Personal der Alten- und Pflegeheime hat somit immer mehr Sterbefälle zu betreuen.
Es fehlte aber bisher die nötige Ausbildung. Das soll anders werden.
Und auch das Personal selber bräuchte Unterstützung, bzw. seelische Entlastung,
um mit diesen vermehrten Sterbefällen fertig zu werden.
Bin ganz erfüllt von den Referaten und vielen Zwischenfragen.


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Ergänzung

Beitrag  Frau Holle am Mi Jul 22 2015, 08:06


Auf der Veranstaltung lagen Broschüren aus:
"Wir wissen, dass Mitarbeiter in der Pflege
oft einen außerordentlich großen Selbstanspruch
und hohe Erwartungen an die eigene Belastbarkeit haben.
Das kann zu einer Überbeanspruchung führen.
Deshalb ist es wichtig, die Außenansprüche und die Ansprüche,
die man selbst an sich stellt, gut auszubalancieren.

Um ein Ausbrennen (Burn-out-Syndrom) zu verhindern, ist es wichtig,
das Verhältnis "Anspruch von außen - Selbstanspruch"
und "Belastung - Entlastung" immer wieder zu thematisieren."



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Das Ende des Lebens

Beitrag  Frau Holle am Mo Aug 03 2015, 08:34




 "Das Ende des Lebens ist auch Leben"
In dem Bestseller "Der alte König in seinem Exil"
verarbeitet Arno Geiger die Alzheimererkrankung seines Vaters.
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,745909,00.html

Zitat: Die strahlenden Gesichter, die sind für ihn wichtig.
Über die Jahre haben wir gelernt, dass weiterhin etwas wie
Normalität möglich ist. Und auch Glücksmomente.



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Was ist Geronto-Psychiatrie ?

Beitrag  Frau Holle am Sa Aug 22 2015, 22:05

Zitat:
"Geronto-Psychiatrie ist eine Wissenschaft des Alters.
Sie beschäftigt sich mit psychischen Erkrankungen, die
häufig erst im Alter auftreten. Insbesondere seien hier
genannt: alle Arten von Demenzen, Delirien,
Schizophrenien, Depressionen.

In unserer Gesellschaft wird es in Zukunft immer mehr dementiell erkrankte Menschen geben,
welche sehr hoch betagt und dennoch körperlich sehr aktiv sind. Die Geronto-Psychiatrie weist
Wege auf, diesen Menschen gezielt zu helfen. Im Vordergrund steht hier: Ressourcen- und
Kompetenzorientiert mit den Erkrankten umzugehen." (Schreiben vom 29. Nov. 2005)

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Wünsche erfüllen?

Beitrag  Frau Holle am So Jun 19 2016, 02:18


Dem Sterbenden Wünsche erfüllen? Das wäre Manipulation.
Das Lebensumfeld dematerialisieren? Die eigenen Gefühle erkennen
und abarbeiten aufgrund der Gefühle. Die Gegenstände werden immer mehr,
auch wenn man sie wegwirft. Sie wollen Patienten Wünsche erfüllen,
aber die Patienten wollen ihre Ruhe haben (Grundsatz).

Wenn man schräge Ambitionen hat, kann man ja stattdessen mal
in ein Andrea Berg Konzert gehen, dann ist man für lange Zeit kuriert.



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Beitrag  Frau Holle am Di Jul 05 2016, 21:02


Altenheime - ein Interview
Da hat sich jemand an die 300 Altenheime angesehen.
Und es hört sich so an, als wäre er "begeistert" von dem, was er gesehen hat.
Er würde lieber früher, als später in ein Altenheim ziehen.
http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2011/das-wird-lustig-im-heim-11487


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Ein Handy unterm Po

Beitrag  Frau Holle am Fr Okt 07 2016, 18:46


20. 1. 2008

Eine sehr kleine Heimgeschichte
Die Protokollarische hörte ein seltsames Piepsen,
als sie beim Protokollarischen im Pflegeheim war.
Und als sie den Tönen nachging, fand sie ein Handy unter seinem Po.
Das war einer Schwester beim Lagern aus dem Kittel gerutscht.
Die hatte das Handy schon verzweifelt gesucht ...
(schade, dass er das Handy nicht vollgeschissen hat,
sprach die Protokollarische später am Telefon)





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Danke

Beitrag  Frau Holle am Mo Nov 07 2016, 23:35


Erinnerung
Sich erinnern, statt zu vergessen. Die Vergesslichkeit kommt ungefragt daher.
Was willst du? Wer hat dich gerufen? Niemand. Überforderung durch Personalabbau.
Keine Zeit um Händchen zu halten. Wo bleibt die Menschlichkeit? Auf der Strecke.
Zum Leidwesen der Heimbewohner. Es lebe die Menschlichkeit. Jawohl.





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Unruhe

Beitrag  Frau Holle am Di Nov 08 2016, 11:29


noch etwas zum Verarbeiten
von 14 Jahren Heimgeschichte ...


Unruhe
Ein Mobilé mit Schmetterlingen. Plötzlich hing es da und
niemand wusste, wer der Überbringer war. Manchmal ist es super
wichtig und wird den ganzen Tag nicht aus dem Auge gelassen. Aber
manchmal auch nicht. Das eine Auge sagt schon Bescheid, wenn wir die
Schmetterlinge zum Tanzen bringen sollen. Es wird dann so groß, als
wollte es das fehlende Auge ersetzen. Es findet sich niemand mehr,
der das Glasauge einsetzen könnte. Die drei Teddybären
überm Bett müssen übrigens mittanzen. März 2014





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Nächstenliebe

Beitrag  Frau Holle am Di Nov 08 2016, 20:30


Nächstenliebe
Wie du mir, so ich dir. Immer nur das Beste. Nachbarschaftshilfe.
Fahrgemeinschaften. Ehrenamtliche Helfer gesucht, um die Heimbewohner
spazieren zu fahren oder um ihnen was vorzulesen. Singen geht auch. Gute Laune
verströmen. Oder einfach nur zuhören. Die Schwerhörigen brauchen Menschen,
die ihnen zuhören können. Bloß keine schwierigen Fragen stellen.
Lieber mal die Klappe halten. Hihi ...





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Heimgeschichten

Beitrag  Frau Holle am Mi Nov 16 2016, 10:42

Notizen vom 6. Oktober 2013

So sind sie

Die täglichen Wege ins Heim sind manchmal eine ziemliche Herausforderung,
heute z.B. ging ein Mann vor uns, der sich dauernd nach uns umdrehte,
als würde er von uns verfolgt werden.

Als ich im Lottoladen war, um die Zeitung für eine Bewohnerin zu kaufen
(jeden Samstag), wartete das Mütterlein draußen und ein Radfahrer raste auf sie
zu und wollte sich noch zwischen sie und die Schaufensterscheibe quetschen, was aber
technisch gar nicht möglich war, da sie direkt an der Schaufensterscheibe stand.

An der Ampel wartete eine Menschentraube, aber keiner hatte gedrückt.
Als wir gehen konnten, ging die Traube zu acht nebeneinander, keiner wollte Platz machen.
Und an der Tankstelle brausen die Autos raus, ohne nach rechts und links zu gucken.
So sind die Zeiten ... da helfen keine Pillen, da hilft nur ganz viel Liebe.


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Seufz.

Beitrag  Frau Holle am Do Nov 17 2016, 00:14


Protokoll

Vom 7. 2. 2006

(wird hier mal geparkt im Zuge von Aufräumarbeiten)

Bericht zur Lage der Nation:

Am Morgen erhielt ich einen Anruf und dann schüttete jemand sein Herz aus. Jeden Tag 2x besucht sie ihren Ehemann im Pflegeheim. Er ist 82 Jahre alt und ist quasi ans Bett gefesselt. Mit einem Dauerkatheder oder wie sich das nennt und einem immer gut sichtbaren Urinbeutel am Bett hängend. Aber die eigentliche Ursache ihres Kummers liegt in der Scheiße begraben. Denn irgendwann ist es bei vielen alten Menschen soweit, dass sie sich selbst "bekoten", wie es offiziell heißt und wie wir mal in einem Vortrag erfuhren. Das wusste ich bis dahin noch nicht. Aber es entspricht wohl der Tatsache, dass die alten Menschen sich zurückentwickeln und irgendwie wieder zu Säuglingen werden.

In letzter Zeit war es fast täglich so, dass sie einen völlig verschmierten Ehemann vorfand. Und selbst, wenn die Pflegekräfte ihn zurechtgemacht hatten, hingen ihm noch Reste der Scheiße in Ohren, Nase, an den Händen und unter den Fingernägeln sowieso. Das Personal ist völlig überfordert. Als sie gestern morgen eine Schwester auf den Zustand der Ohren ansprach, war die Antwort, da müsste man wohl mal Q-Tips besorgen ...

Ave Maria!




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Nochmal Seufz.

Beitrag  Frau Holle am Do Nov 17 2016, 00:17


Bericht am 30. 4. 2011

5 Jahre sind ins Land gegangen und er liegt immer noch dort,
allerdings hat sich das obige Problem wegen zunehmender Ungelenkigkeit inzwischen erledigt.
Zusätzlich hält er in jeder Hand ein Kuscheltier und ist somit eigentlich außer Gefecht gesetzt.
Nur in sehr großen Abständen gelang es ihm trotzdem noch mit den Schläuchen zu spielen
und den Blasenkatheter rauszureißen, die Magensonde aber noch nicht.

soweit dieser Bericht zur Lage der Nation ...


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Die kleine Elfe

Beitrag  Frau Holle am Do Nov 17 2016, 01:22


Als ich das Zimmer des Protokollarischen betreten wollte,
leuchtete mir seine blanke Rückseite entgegen, er wurde
gerade für die Nacht zurecht gemacht. Der Pfleger hantierte
im Badezimmer noch mit Wasser und das Mütterlein passte auf,
dass ihr Ehemann auch ja so liegenblieb.

Ich sollte mich erstmal draußen auf die Terrasse setzen.
Da kam sofort eine Bewohnerin zu mir, barfuß und im Nachthemd.
Sie huscht immer wie eine kleine Elfe durch die Gänge
und geht in alle Zimmer, was nicht immer so gut ankommt.
Die Dementen können untereinander ganz schön grausam sein.

Aber ich freu mich, wenn ich sie sehe und
sage zu dem ängstlichen Mütterlein, das wäre doch ein Schutzengel.
Sie hat Angst, es könnte jemand Fremdes an den Schläuchen ziehen.

Ich fragte die kleine Elfe, ob das nicht pikst, wenn sie draußen barfuß läuft.
Nein, das pikst nicht, sie möchte noch ein bißchen hin und her gehen.
Zum Schluss wollte sie wissen, ob ich heute mal alleine da sei.
(Notizen vom August 2013)




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Immer das Gegenteil?

Beitrag  Frau Holle am Do Nov 17 2016, 01:28

Wenn ich das Mütterlein
damals am Mittag m Heim ablieferte
und ihr vorm Fahrstuhl zurief:
Klingende Freude! oder später
Klingende Freude ausstrahlen!
guckte sie ganz mürrisch.

Aber wenn ich ihr zurief:
und denk dran,
immer schön grimmig blicken!
dann lachte sie sich kaputt ...

Very Happy

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