Bhagavad Gita - Oktober 2014

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Bhagavad Gita - Oktober 2014

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:12

Dann wollen wir die Forentätigkeit allmählich mal weiter ausdehnen...

Im Gegensatz zum M-Forum ( http://www.melchizedek-forum.de/ ) sind hier wohl wöchentliche Threads zu weitläufig und mehr als ein Monat eher zu geballt in einem einzigen Thread/Pfad. Da die Themen zu stark variieren und meist als Thema das genommen wird, was gerade in irgend einer Weise Thema ist oder einen beschäftigt, wird es schwierig eine Strukturierung darnach vorzunehmen, so das es am sinnigsten wohl ist, es mit einem Thread pro Monat anzuordnen.

Da die bisherigen Texte in meinen Augen kaum rühmlich sind und wir uns mehr noch mühen wollen die Qualität zu steigern, wird dann auch erst ab diesem Monat hier weiter gemacht. Eventuell werden wir auch nicht genau immer nach Kalendermonat gehen, sondern nach dem jeweils begonnenen Thread, mit dem wir in der jeweilige Woche in einen neuen Monat überwechseln. Denn es kann vorkommen, dass eine Woche lange ein bestimmtes Thema enger umkreist wird.

Die Kalenderwoche beginnt allerdings auch Sonntags, mit dem 1.ten Strahl (nach Claire Avalon) und nicht mit Montag, von daher ist es genau genommen nicht die Kalenderwoche nach gregorianischem Kalender, außer wir sind mal sehr spät dran Abends mit dem Beitrag!


Zuletzt von Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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entschlossene Arglosigkeit - BG 5:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:13

KW 40

Bhagavad Gita 5:7

Yogananda:
Kein Makel (keine karmische Schuld) haftet an einem heiligen Menschen, der tätig ist, sich um göttliche Vereinigung (Yoga) bemüht, sein Ichbewußtsein (durch seelische Wahrnehmung) besiegt, Herr seiner Sinne ist und sein Selbst im SELBST aufgehen fühlt, das alle Wesen durchdringt.

Prabhupada:
Wer in Hingabe handelt, wer seine reine Seele ist und wer Geist und Sinne beherrscht, ist jedem lieb, und jeder ist ihm lieb. Obwohl ein solcher Mensch stets tätig ist, wird er niemals verstrickt.
---
Tags zuvor wurden Tulpen und Krokusse für den kommenden Frühling gepflanzt. Beim vorbereitenden lockern der Erde mit einer Blumenkralle kam ein Rotkehlchen hinzu und setzte sich keinen Meter entfernt an den Rand des Beets, anstelle in die Büsche daneben. Die Arbeit wurde erst unterbrochen, um den arglosen Vogel nicht aufzuschrecken. Aber nachdem wir uns gegenseitig angeschaut hatten, war wohl beiden klar, dass uns beiden irgendwo eine gewisse entschlossene Arglosigkeit innewohnt und wir uns da in Übereinstimmung befinden. Und so schaute das Rotkehlchen selbst unbeeindruckt des Werkzeugs in meiner Hand noch weiter beim arbeiten zu, auch wie ich dann aufstand kurz reinging um mit einem Stückchen Brot wieder zu kommen. Nachdem es gefuttert hatte flog es dann davon und überlies mich weiter der Pflanzarbeit.

Es brauch ja keine naive Arglosigkeit zu sein, aber gegen eine entschlossene Arglosigkeit muss es doch erst einer aufnehmen.

Und mit den Pflanzen ists auch so, ein günstiger und passender Boden ist besser, als es dem Zufall zu überlassen und das eine Blume aufgeht. So ist es wohl auch mit dem aufgehen in seinem Selbst. Es passt meist doch besser als man denkt, weil es einem in keiner anderen Haut besser ergehen könnte, auch wenn mans mal meint, indem man nur die positiven Aspekte allein für sich betrachtet. Aber vielleicht ist der eine oder andere ja auch nur noch nicht an den Punkten, an denen man heute zu kämpfen hat und darf irgendwann auch erst noch da durch.


Zuletzt von Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:17 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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echt und relativ echt - BG 5:15

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:13

Bhagavad Gita 5:15

Yogananda:
Der Alldurchdringende rechnet niemandem seine Tugenden oder Sünden an. Die Weisheit wird durch die kosmische Täuschung verdunkelt, welche die Menschheit irreführt.

Prabhupada:
Ebenso nimmt der Höchste Herr niemandes sündhafte oder fromme Tätigkeit auf sich. Die verkörperten Wesen jedoch sind verwirrt, da Unwissenheit ihr wahres Wissen bedeckt.
---
Das beste wird wohl sein, wenn wir uns alle gegenseitig alles vergeben und auch uns selber!

Damit wären wir alle wohl schnell einen sehr großen Schritt weiter. Ist halt schon recht dumm gelaufen, so ziemlich vieles hier unten, aber das Meiste ist ja nur von zweifelhafter Echtheit.

Was z.b. psychisch echt ist, wäre ja noch nicht physisch echt oder auch in anderer Hinsicht nicht. Was Emotional echt ist, ist noch lange nicht Mental echt.

Und was so scheint als wäre es echt, ist auch noch nicht gleich echt als solches. Aber echt Schade ists, wenn man sich unnötig aufgrund eingeschränkter Echtheit, echt überzeugende Schranken aufbaut.

Jedenfalls ist Vergebung echt, weil sie keine echten Schranken kennt.

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seinem Part gerecht werden - BG 5:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:14

Bhagavad Gita 5:3

Yogananda:
O Starkarmiger (Arjuna), derjenige gilt als standhafter Sannyasi (Entsagender) und befreit sich von allen Bindungen, der weder Zuneigungen noch Abneigungen kennt, denn er ist nicht mehr an die Dualität (die Gegensatzpaare der Natur) gebunden.

Prabhupada:
Wer die Früchte seiner Tätigkeiten weder haßt noch begehrt, ist immer in Entsagung verankert. Ein solcher Mensch, befreit von aller Dualität, übernimmt leicht die materielle Knechtschaft und ist völlig befreit, o starkarmiger Arjuna.
---
Es einfach nicht erlauben, dass etwas einen Gegenpart zu einem einnimmt. Das wird man zwar nicht für etwas anderes unterbinden können, aber man kann entscheiden, dass in einem selber sich nichts nachdem ausrichtet, was gegen einen stehen mag oder auch nur scheinbar gegen einen steht.

Denn lässt man sich darauf ein, steckt man an diesem Punkt fest und allein deswegen es nicht als wertvoller erachten, als die Summe ausmacht, um sich von einem Bruchteil einnehmen zu lassen und den Wert der Summe sogar dafür aufs Spiel zu setzen.

Hinterher ist immer leicht, die Summe zu betrachten und sich zu fragen, warum man sich da nur so lang dran aufreiben lies. Und doch wird es meist an dem liegen, was dem vorweg gegangen ist. Es gab i.d.R. einen Wink in einem, sich gegen etwas zu wenden, weil es einem nicht zusagen mochte und seis der Bequemlichkeit wegen oder für etwas Partei ergreifen zu wollen, obwohl beim genaueren betrachten offensichtlich ist, dass die Zuneigung zu einem Bruchteil, auch den Bruch zur Summe bedeutet.

Und so ärgerlich es sein mag, über den Umgang einer Sache kann man sich nicht verantwortungsfrei hinweg setzen, nach lediglich eigenem Gutdünken, ohne seinen Part einzuhalten, denn die Dinge die da sind, sind nicht aufgrund eigenen Gutdünkens da.

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das Geborgte ist nur geborgt - BG 5:23

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:14

Bhagavad Gita 5:23

Yogananda:
Wer auf dieser Erde bis zum Zeitpunkt seines Todes Herr über all seine Wünsche geworden ist und alle Regungen der Begierde und des Zorns besiegt hat, ist ein wahrer Yogi. Er ist ein glücklicher Mensch!

Prabhupada:
Wenn jemand, bevor er den gegenwärtigen Körper aufgibt, lernt, dem Drang der materiellen Sinne zu widerstehen und die Macht von Lust und Zorn zu bezwingen, befindet er sich in einer sicheren Stellung und lebt glücklich in dieser Welt.
---
Außerhalb dessen, wo gewisse Versuchungen vorherrschen können, lässt sich kaum daran arbeiten, auf diesen Drang nicht anzuspringen.

Alles was außerhalb von mir liegt, aber zu meinem Glück beiträgt, muss wohl zum geborgten Glück zählen. Also wird man auch nicht umhin kommen, sich damit anfreunden zu müssen, es wieder los zu lassen. Und soweit wie man dazu bereit ist, wird darauf folgend anstelle der Angst und des Zorns auch Frieden und Freiheit folgen können, unter anderem auch die Freiheit keinen Ersatz für dieses Geborgte mehr zu benötigen.

Die Meisten haben mehr der Dinge, die lediglich angenehm oder auch nutzlos sind, als der Dinge, die nützlich und notwendig sind. Also geht es den Meisten auch recht gut und sie haben mehr, als sie bräuchten und je mehr man sein Verhältnis zu allem prüft umso mehr stellt man fest, dass man nicht vieler Dinge bedarf um glücklich zu sein und mit vieler Überflüssiger es nur schwerer hat, darauf zu kommen.

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Ehrlichkeit & Lauterkeit künftig - BG 7:24

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:14

Bhagavad Gita 7:24

Yogananda:
Menschen, die keine Weisheit besitzen, meinen, dass Ich, der Unmanifestierte, eine sichtbare Gestalt hätte (wie ein sterbliches Wesen, das einen Körper annimt). Sie können Meinen unvergleichlichen Bewusstseinszustand, Mein unveränderliches, unbeschreibliches Wesen nicht erfassen.

Prabhupada:
Unintelligente Menschen, die Mich nicht vollkommen kennen, glauben, daß Ich, die Höchste Persönlichkeit Gottes, Krschna, zuvor unpersönlich gewesen sei und nun diese persönliche Form angenommen habe. Aufgrund ihres geringen Wissens kennen sie Meine höhere Natur nicht, die unvergänglich und absolut ist.
---
Die eine Natur und die andere werden kaum verwässert nebeneinander laufen können, weil sie vielmehr zu einer gemeinsamen Natur werden.

Wenn es soweit ist, dann wird es viele der bisherigen Dinge nicht mehr geben können, all dies, was auf dem fußt, was auf unbewusste Weise genutzt wird und zwischen den verschiedenen Naturreichen liegt.

Und es wird solche Dinge geben, die bisher nicht erkannt werden können, weil der Zwischenbereich nicht bewusst erschlossen wird und damit einhergehend alles erkannt werden muss, was sich darin bewegt, sowohl das Schöne, wie auch alles Andere.

Es wird in Folge dessen, sowohl vieles aufgedeckt und wahrscheinlich dann eben auch Außerirdisches Leben nicht mehr überwiegend unsichtbar bleiben, aber auch mehr die Verbindung zu diesem gesehen (seelisch innerlich) und dieses weniger spektakulär (als äußerlich) betrachtet werden.

Ehrlichkeit im Denken und Lauterkeit in Bestrebung und Handlung können dann nicht mehr nur als Tugenden gelten, sondern vielmehr als Notwendigkeiten um mit der künftigen Gesellschaft umgehen zu können, da alles andere wohl schnell im Konflikt enden wird!

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sich auskennen - BG 6:32

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:15

Bhagavad Gita 6:32

Yogananda:
O Arjuna, von allen Yogis ist Mir derjenige am liebsten, der die Freude und das Leid anderer so fühlt, als sei es sein eigenes.

Prabhupada:
Ein vollkommener Yogi ist, wer durch Vergleich mit seinem eigenen Selbst die wahre Gleichheit aller Wesen sieht - sowohl in ihrem Glück als auch in ihrem Leid, o Arjuna.
---
Immer wird man die anderen nicht so wahrnehmen können, als wären sie wie ein Teil von einem, z.B. wenn man selber irgendwelche Einschränkungen erfährt, seis z.B. Schmerz oder andere Zustände und Umstände, die es einem erschweren mögen. Zudem will man vielleicht gar nicht in der Astralebene rumdümpeln wie manch einer und wird diese Dinge, die vielleicht für jemanden das ein- und alles sind, gar nicht in gleicher Weise gewahr und auch nicht alles kann auf andere übertragen werden oder hat die gleiche Bedeutung.

Was aber möglich sein sollte, ist die anderen als Teilhaber an dem großen Ganzen, unabhängig ihrer aktuellen Rolle, Identifikation oder Stellung zu sehen.

Aberwitzig könnts auch werden, der Dinge gewahr zu sein, die einer für/vor sich selber verleugnet. Denn es hieße ja, den anderen mehr noch wahrzunehmen, als der sich selber. Weniger witzig ists dann, alles abzuarbeiten, was man in diesem Sinne in sich aufgenommen hat mittels Empfindung.

Dies muss ja nicht einfach nur die Fehleinschätzung sein, derer einer oder ein bestimmter Schlag unterliegen mag, sondern können auch die Dinge sein, die sich zwischen Mensch und Seele abspielen z.B., da die eine Natur des Menschen eine ist und die der Seele auch eine ist und jeder der Dinge mehr und eher gewahrt, welche seiner aktuellen Verfassung als nächstens kommen usw.

Der Wechsel von einem Bereich zu einem anderen wird durch verlassen oder auflösen, erwachen oder auch mit Zerstörung bisheriger Dinge bewerkstelligt. Aber dann sag mal einem, dass dort, wo er sich einnistet, dies anderen lediglich als Seitengasse dient und man dort nicht von Dauer etwas aufstellen kann, so als würde man es sich mit seiner Möbel mitten auf einer Straße möglichst gemütlich einrichten wollen. Je mehr man an so einem Ort aufstellt und aufbaut, umso mehr muss man auch wieder abbauen oder mit entsprechenden Verlusten rechnen.

Nur die eine Reise hat wohl kein Ende, für niemanden, aber Sackgassen mag wohl jeder hinreichende kennen und sich von daher im jeweiligen Gebiet auch mal auskennen!

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Ausgewogenheit - BG 6:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:18

KW 41

Bhagavad Gita 6:17

Yogananda:
Wer regelmäßig und maßvoll isst, ruht, arbeitet, schläft und wacht, wird feststellen, dass der Yoga all seinem Leid ein Ende bereitet.

Prabhupada:
Wer in seinen Gewohnheiten des Essens, Schlafens, Entspannens und Arbeitens maßvoll ist, kann alle materiellen Leiden lindern, in dem er das Yoga-System praktiziert.
---
So wenig populär das Thema einen geregelten Alltag zu führen klingen mag, so wenig kommt man wirklich Drumherum, ohne dass irgend etwas ausartet.

Was klar sein sollte, ist, dass wohl kaum einer hierher (ins Menschliche sein auf Erden) gekommen ist, nur um möglichst nicht hier zu sein und sich wieder in geistige Gefilde soweit möglich zu verdrücken. Auch wird man meist kaum glücklicher damit fahren, nicht hier zu sein und aber auch nicht wirklich dort (wo auch immer) sein zu können, bis hin, dass manches an Wirksamkeit damit auch eher verpufft, wenn es nicht geerdet wird.

Dazu kommt auch, wird erst einmal die eine oder andere Tür geöffnet, fällt sie weder einfach so wieder zu, noch erleichtern diese Dinge einen geregelten Alltag zu führen, wenn mans nicht bereits voher getan hatte und darin gefestigt ist und bleibt.

Ohnehin führt kein Weg an der eigenen Seele als solches vorbei, wie eindrucksvoll etwas auch sein mag, der natürliche Weg auf dem sich etwas entwickelt, ist auch der, der sicherstellt, dass man mit allem auch umzugehen vermag, was auf einen zukommt und sich selber wird man wohl kaum überholen können.. also einfach sich selber treu sein, was bleibt einem sonst auch...

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Gedanke und Hingabe - BG 8:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:19

Bhagavad Gita 8:5

Yogananda:
Und schließlich geht der in Mich ein, der im Augenblick seines Todes, wenn er den Körper verlässt, nur an Mich denkt. Das ist die unanfechtbare Wahrheit.

Prabhupada:
Und jeder, der sich am Ende seines Lebens, wenn er seinen Körper verläßt, an Mich allein erinnert, erreicht sogleich Meine Natur. Darüber besteht kein Zweifel.
---
Es ist wohl unwahrscheinlich, dass nur ein einfacher Gedanke allein ausreicht, vielleicht wenn er ganz rein ist (und wirklich EIN einfacher Gedanke), aber die Betonung "nur an mich denkt" und "an Mich allein erinnert" deutet wohl mehr darauf, ganz von dem Gedanken eingenommen oder durchdrungen zu sein und wird deswegen auch speziell betont.

An anderer Stelle der BG wird auch gesagt, dass diejenigen, die sich nicht von der Welt gelöst haben, selbst auch von den höchsten Sphären noch zurück kehren werden. Und wohl mehr in dieser Hinsicht, wird auch das andere aufzufassen sein, dass es mehr um die Hingabe geht, als um lediglich einen Gedanken als solchen.

Und so geht es letzten Endes wiederrum mehr darum, wie man sein Leben generell führt, denn mit damit, ist man ja auch letzten Endes erfüllt und wird es nicht alles gänzlich abschütteln können, worin man eingebunden ist und in welcher Weise man damit verbunden ist. Alles kann irgendwo dazu zählen, muss es aber nicht unbedingt...

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Gegensätze und Fortschritt - BG 7:28

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:19

Bhagavad Gita 7:28

Yogananda:
Doch die rechtschaffenen Menschen, deren Sünden getilgt sind und die nicht mehr unter dem Einfluss der gegensätzlichen Täuschungen stehen, beten Mich unentwegt an.

Prabhupada:
Menschen, die in vorangegangenen und im gegenwärtigen Leben fromm gehandelt haben und deren Sünden vollständig getilgt sind, sind frei von den Dualitäten der Täuschung, und sie beschäftigen sich mit Entschlossenheit in Meinem Dienst.
---
An sich lassen sich Gegensätze verhältnismäßig leicht mit etwas Zuwendung auflösen.

Ansonsten wäre es vergleichbar mit einer Fahrt in einem Fahrzeug, während ständig, ohne das man es möchte, am Lenkrad hin- und hergezogen würde und man aber bemüht wäre das Fahrzeug in seiner Spur zu halten. Wobei es wohl auf lange Sicht kaum vermeidbar wäre, dass man früher oder später wo aneckt oder gegen fährt.

Vor allem wenn man um geistigen Fortschritt bemüht ist, wird man kaum umhin kommen, erst die Dinge die im widerstreit liegen aufzulösen, bevor man ernsthaft daran geht, dass anzufassen, was entsprechendes Gleichgewicht erfordert, so als würde man ohne Übung auf einem Drahtseil balancieren wollen, welches sich in schwindelerregender Höhe befindet, anstelle möglichst einer geringen Höhe über dem Boden.

Oder eben einer Fahrt und man würde als erstes die Höchstgeschwindigkeit eines Fahrzeugs ausreizen, ohne dieses im Griff zu haben, was eher einer Geisterfahrt gliche, denn einer geistreichen Fahrt!

Nicht immer geht es dort schneller weiter, wo mans möchte, denn dort, wo es offensichtlich etwas zum bearbeiten gibt.


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die junge Erde - BG 7:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:19

Bhagavad Gita 7:9

Yogananda:
Ich bin der heilsame Duft, der von der Erde aufsteigt; Ich bin die Leuchtkraft des Feuers, das Leben aller Kreatur und die Selbstdisziplin der Einsiedler.

Prabhupada:
Ich bin der ursprüngliche Duft der Erde, und Ich bin die Hitze im Feuer. Ich bin das Leben in allem Lebendigen, und Ich bin die Entsagung der Asketen.
---
Als die junge Erde einst in ihrer Farbenpracht erstrahlte und erblühte, war es wohl noch ein anderer Glanz und Duft, der sie umgab und von ihr aufstieg und ausging, als es der heutige ist. Und was wäre es schön, wenn dieser herrliche Glanz wieder hergestellt würde!

Da Zeit relativ ist, gibt es diese Erde ja immer noch, wenn man sich daran orientiert, wäre es auch möglich, alle Weichen so zu stellen dahingehend, dass es zu diesem wird, denn immerhin ist dies das zu Hause von jedem Menschen und auch soweit von jedem Lebewesen überhaupt, welches sich in einer Inkarnation auf diesem Planeten einfindet.

Bedingungslos ernährt die Erde Jeden und so wird Jeder zu einem Teil von ihr und diese wird auch zu einem Teil von Jenem. Schöner wohnen lässt sich mehr noch auf einem schönen Planeten!

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Teilhaber am Menschlichen Sein - BG 2:12

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:20

Bhagavad Gita 2:12

Yogananda:
Es stimmt nicht, dass Ich oder du oder diese Prinzen von königlichem Geblüt sich nie zuvor inkarniert hätten! Und in aller Ewigkeit wird keiner von uns je aufhören zu existieren!

Prabhupada:
Niemals gab es eine Zeit, als Ich oder du oder all diese Könige nicht existierten, und ebenso wird niemals in der Zukunft einer von uns aufhören zu sein.
---
Wenn wir die Schöpfung in ihrer Bandbreite nehmen, dann ist der Mensch ebenfalls göttlichen Ursprungs und hat Anteil an der göttlichen Natur und ebenso hat jeder, der als Mensch inkarniert ist, Anteil an der menschlichen Natur!

Vielleicht mag die Gewichtung auf diesem oder jenem liegen, meist aber daher, weil jeweiliger Anteil stärker ausgearbeitet wurde. Soweit man als Teilhaber am Menschlichen Sein, diesen z.B. lediglich auf eine Körperhülle zu reduzieren versuchen würde, dann wird es einem in diesem Anteil auch schwerlich gut gehen können. Wobei es generell das Dilemma geben mag, dass dieser Anteil selber auch kaum glücklich wird sein können, bei dem was sich im Gattungswesen und im Weltgeschehen derzeit alles zuträgt.

Dennoch hat man zumindest die Gelegenheit diesen Anteil, der jedem hier durch seine Teilhabe so weit weg und fern nicht sein kann, auszuarbeiten, wodurch andere Anteile ja nicht in ihrem Umfang hierdurch reduziert werden können. Und selbst Maitreya wird nachgesagt, er wäre bereits mehr Mensch, als die Menschheit selber.

Bei der Menge von anwesenden Wesenheiten, kann sich wohl auch kaum einer in seiner Art als Minderheit ansehen, denn alles ist hier und jetzt und nicht getrennt für sich.

Alle sitzen im selben Boot und schön sind die Umstände wohl kaum derzeit, vor allem auch für die, die zu diesen nicht beigetragen haben. Aber es nützt ja nichts, als weiter Schicht um Schicht abzuarbeiten und so einiges hat sich ja gelöst und ist in Bewegung.

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Zeit für neue Normen - BG 9:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:20

Bhagavad Gita 9:11

Yogananda:
Die Unwissenden, die vergessen, dass Mein transzendentes Wesen der Schöpfer aller Kreatur ist, verleugnen auch Meine Gegenwart in der menschlichen Gestalt.

Prabhupada:
Toren verspotten Mich, wenn Ich in der menschlichen Gestalt herabsteige. Sie wissen nicht, daß Ich, als der Höchste Herr über alles Existierende, von transzendentalem Wesen bin.
---
Jedenfalls wäre es kaum eine Leistung, Mittel höherer Natur für etwas Geringeres her zu nehmen, als vielmehr gleichartiges besser einzusetzen. Was aber ebenfalls nicht davon entbindet, generell das jeweils Gegebene zweckdienlich einzusetzen, damit es nicht umsonst gegeben sei.

Es brauch auch nicht verwundern, dass die Meisten nur das erkennen wollen, was sie kennen, was auch nicht weiter stören muss, so lange Unwissenheit nicht zur Norm erhoben oder anderen als Maßstab vorgehalten wird.

Eine Schwelle ist nicht für alle gleich und für alle da, denn sonst wären alle gleich arm dran und besser ist etwas Vorteilhaftes allen zu gönnen, wie auch über eine Schwelle gehen zu können, denn mit jedem der darüber hinaus geht, kann es jedenfalls allen anderen nicht schwerer denn leichter fallen selbiges zu überwinden.

Auch erweitern ist meist erstrebenswerter als begrenzen, sowohl für einen, wie auch für andere und auch für die meisten, aber nicht für alles und davon am wenigsten die Unwissenheit betreffend. Sollte sich eine Norm ohne Unwissenheit nicht halten können, dann liegt die Gefahr nicht im jeweiligen Wissen begründet, vielmehr ist es dann nur höchste Zeit für neue Normen!

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Vom Astralen zum Ätherischen - BG 9:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 13 2014, 12:21

KW 42

Bhagavad Gita 9:6

Yogananda:
Verstehe es so: Wie sich die Luft frei in der Unendlichkeit des Raumes (Akasha) bewegt und ihr Dasein im Raume hat (obgleich die Luft sich vom Raum unterscheidet), so haben alle Wesen ihr Dasein in Mir (doch sie sind nicht Ich).

Prabhupada:
Wisse, wie der mächtige Wind, der überall weht, sich immer innerhalb des Himmels befindet, befinden sich alle erschaffenen Wesen in Mir.
---
Irgendwelche Wesen in sich wahrzunehmen und sich nicht zu verflixpieken ist durchaus Anspruchsvoll!

Die Mehrheit wird es eher so kennen, etwas über die Astralebene (welche bereits hinreichend mit Emotionalem durchtränkt ist) aufzunehmen und es dann durch Emotionen, Verstand oder ins eigene Gefühlsgefüge zu interpretieren versuchen, wobei dieses zudem noch durch die Astralebene meist Spiegelverkehrt rüberkommt.

Etwas direkt über den Ätherkörper wahrzunehmen ist dann nicht ganz ohne, weil es schnell befremdlich vorkommen kann, etwas so zu erfahren, als würde es in einem stecken. Je nachdem wie einer selber so tickt, mag es auch so erscheinen, als würde es einen beeinflussen oder man könnte es als eine Art Angriff auffassen usw.
Hinzu können auch Nebenwirkungen kommen, wie Bauchgrummeln, wenn etwas sich nicht recht in Resonanz befindet. Aber auch wie man damit umgeht oder darauf reagiert, kann unmittelbar ankommen und Auswirkungen zeigen, als auch Rückwirkungen zur Folge haben, da es kaum Schichten dazwischen gibt, die etwas abdämmen könnten.

Darüber hinaus muss man sich so rein als möglich halten, denn dieses befindet sich sonst wahrnehmbar mit im Raum und lädt irgendwo dazu ein, es abzuschießen. Es mag nicht alles schön oder angenehm sein, aber man weiß, dass man irgendwo weiter gekommen ist und ohne dies würde es eher bedeuten, dass man vor allem noch hinreichend nur mit sich selber beschäftigt wäre.

Ansonsten ist wie immer alles nur zum lernen da, ob man nur mit Verstand, Emotionen, Gefühlstüdelei oder ätherischer Wahrnehmung befasst ist.. oft hilfts alles nicht zu verbissen zu sehen.


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im wesentlichen sind die Ziele gleich - BG 3:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 14 2014, 01:25

Bhagavad Gita 3:17

Yogananda:
Doch für einen Menschen, der die Seele wahrhaft liebt, dem die Seele vollends genügt und der alleine in der Seele höchste Befriedigung findet, gibt es keine Pflichten mehr.

Prabhupada:
Doch für jemanden, der im Selbst Freude findet, dessen menschliches Leben ein Leben der Selbstverwirklichung ist, dessen Zufriedenheit allein im Selbst gründet und der völlig in sich erfüllt ist - für ihn gibt es keine Pflicht.
---
Klar bräuchte man wohl keiner Pflicht mehr folgen, wenn man alles bereits erledigt hätte, noch ehe es zur Pflicht erhoben würde.

Das wird einem als Menschen nur dann halbwegs gelingen, wenn man permanent und konsequent nur das tut, was das eigene höchste Bewusstsein anpeilt und was diesem entspricht. Aber allein dieses als solches auszumachen, bedarf schon einiger Disziplin, Ausdauer und Klarheit. Von daher bleibt es wohl meist lange Zeit bei Pflicht und Ideal, bis letzteres einen auf gleichen Kurs mit der Seele gebracht hat und ersteres dazu beigetragen hat, nicht stehen und stecken zu bleiben, dort, wo die Seele sich nicht aufhalten würde.

Vom Glück mal abgesehen, wollen wohl alle im wesentlichen doch das Gleiche, und es ist nur eine Frage, welche Mittel genutzt und genommen werden und wie Geschickt man diese einzusetzen vermag. Nur dass jedes Zeitalter so seine spezifischen Anfordernisse stellt und man im Wassermann z.B. um die Anderen nicht so einfach herum kommt. Ganz so, als gäbe es keine individuellen Autos mehr und man wäre nur noch auf Bus und Bahn, d.h. öffentliche Verkehrsmittel, angewiesen. Und wer wird denn so um sich bedacht sein, jeden Weg nur noch zu Fuß zurücklegen zu wollen, wobei selbst hier man ja nicht weiß, was einem alles begegnen könnte?!

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Lernen bis in alle Ewigkeit? - BG 7:12

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Okt 15 2014, 01:34

Bhagavad Gita 7:12

Yogananda:
Wisse, dass alle Manifestationen des Sattva (des Guten), des Rajas (der Tätigkeit) und des Tamas (des Bösen) aus Mir hervorgehen. Obwohl sie in Mir enthalten sind, bin Ich nicht in ihnen.

Prabhupada:
Wisse, daß alle Daseinsstufen - seien sie in Tugend, Leidenschaft oder Unwissenheit - eine Manifestation Meiner Energie sind. In gewissem Sinne bin Ich alles - doch Ich bin unabhängig; Ich stehe nicht unter dem Einfluß der Erscheinungsweisen der materiellen Natur - im Gegenteil, sie sind in Mir.
---
Sofern man rein aus dem agiert, was man schon verwirklicht hat, müsste man ähnlich dem o.g. unabhängig der Gunas agieren können und soweit man die Gunas verwirklicht hat, könnten sie wohl auch in einem sein.

Lernen in Ewigkeit und kommt da wer drum herum?
Denn auch lehren heißt lernen, dann sogar für zwei, oder mehrere. Denn man lernt im Anderen ja auch mit und auch entsprechend durch den Anderen jeweiliges aus seiner Sicht kennen.

Es ist wohl unwahrscheinlich, dass man sich über den Einen hinaus ausdehnt, ohne, dass er sich mit ausdehnt. Und da er alle umfasst, haben alle wohl auch zumindest die Möglichkeit ewig zu lernen, jedenfalls soweit man es im relativen Verhältnis dazu sagen kann. Es ist auch unwahrscheinlich, dass keiner mehr weiter lernt oder wächst und neues entdeckt, wenn nun irgend einer etwas neues entdeckt, dann haben alle anderen zumindest ja das Potential ebenfalls dieses kennen zu lernen oder entdecken zu können.

Ist doch echt eine dolle Sache, Gottes Kinder zu heißen oder auch ein Sohn Gottes?!

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Oder lernen für die Ewigkeit? BG 8:14,15

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 16 2014, 00:43

Bhagavad Gita 8:14 & 15

Yogananda:
O Partha (Arjuna)! Der zielbewusste Yogi, der täglich und fortwährend an Mich denkt und seinen Geist mit tiefer Konzentration nur auf Mich richtet, wird leicht zu Mir gelangen.

Meine edlen Gotteskinder, die Mich (den Geist) gefunden haben, sind in höchstem Grade erfolgreich. Sie werden nicht auf dieser Ebene des Kummers und der Unbeständigkeit wiedergeboren.

Prabhupada:
Für denjenigen, der sich, ohne abzuweichen, an Mich erinnert, bin Ich sehr leicht zu erreichen, o Sohn Prthas, da er sich ständig im hingebungsvollen Dienst betätigt.

Nachdem die großen Seelen, die hingegebenen Yogis, Mich erreicht haben, kehren sie nie wieder in diese zeitweilige Welt zurück, die voller Leiden ist, denn sie haben die höchste Vollkommenheit erreicht.
---
Ja, in der Tat ist das Tägliche rhythmische Arbeiten nicht unwesentlich...

Denn zum einen ist man m.E. nicht jeden Tag der genau Selbe und zudem ist die Frage, wann man den selben Anteil wieder mal zu fassen bekommt und die Gelegenheit mit und an diesem zu arbeiten.

Von daher tut man gut daran, auch wenn oder gerade weil einem etwas an einem Tag schwer fallen mag einen Rhythmus einzuhalten, gerade da soweit möglich doch seiner Pflicht nachzukommen um u.a. den entsprechenden Anteil auf einen bestimmten Nenner zu bringen, jedenfalls soweit man sich keine Gewalt damit antut.

Da man es ansonsten auch mit verschiedenen Kräften und Wesen um und in sich zu tuen hat, passen diese sich einem täglichen Rhythmus eher an und man hat es dann auch eher leichter, wenn man diese nicht immer wieder in Form bringen muss und sie entsprechend mitarbeiten und einbezogen sind.

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voll hinter seinem Werk stehen - BG 9:27,28

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 18 2014, 02:13

Bhagavad Gita 9:27,28

Yogananda BG:
Welche Tätigkeit du auch ausübst, o Sohn der Kunti (Arjuna), ob du Nahrung zu dir nimmst oder geistige Riten vollziehst oder Geschenke verteilst oder dich in Selbstdisziplin übst - opfere sie alle Mir.

Dann kann keine Handlung dich durch gutes oder schlechtes Karma binden. Wenn dein Selbst durch Yoga und Entsagung ganz in Mir verankert ist, wirst du Freiheit erlangen und zu Mir kommen.

Prabhupada BG:
Alles, was du tust, alles, was du ißt, alles, was du opferst oder fortgibst, sowie alle Entsagung, die du dir auferlegst, solltest du, o Sohn Kuntis, Mir als Opfer darbringen.

Auf diese Weise wirst du von der Fessel der Arbeit und ihren glückverheißenden und unglückverheißenden Ergebnissen befreit werden. Indem du deinen Geist gemäß dem Prinzip der Entsagung auf Mich richtest, wirst du befreit werden und zu Mir kommen.
---
Will man überhaupt irgend etwas von den unbeständigen Dingen der Welt haben oder behalten? Von daher ist es hilfreich, das Vollbrachte dem Geistigen opfern zu können um dann an der Stelle rausgehen zu können. Denn was wäre die Alternative? Wäre es dann nicht die, dass es immer bei einem bleibt, alles, was man täte?

Aber es befreit einen nicht davor, sein bestmögliches zu geben und voll dahinter zu stehen, denn mit halbherzigen Dingen ist es wohl ähnlich wie mit den unfertigen Dingen, man wird sie wohl schwerlich schenken oder opfern können. Der Geist erkennt ja mehr das Herz und das was da ist als Absicht an und weniger was im Kopf abgehen mag. Da man ja nicht sein Werkzeug sondern das Werk darbringt!

Devino Melchizedek

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worin die Geister sich leicht scheiden - BG 11:55

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 19 2014, 01:26

Bhagavad Gita 11:55

Yogananda BG:
Wer für Mich allein tätig ist, wer Mich zu seinem Ziel macht, wer sich Mir voller Liebe anheimgibt, wer an nichts (an Meinen täuschenden kosmischen Traumwelten) hängt, wer niemandem Böses wünscht (wer Mich in allem sieht) - der wird eins mit Mir, o Arjuna!

Prabhupada BG:
Mein lieber Arjuna, wer sich in Meinem reinem hingebungsvollen Dienst beschäftigt, frei von den Verunreinigungen durch fruchtbringende Tätigkeiten und gedankliche Spekulation, wer für Mich arbeitet, wer Mich zum höchsten Ziel seines Lebens macht und wer jedem Lebewesen ein Freund ist, gelangt mit Sicherheit zu Mir.
---
An nichts hängen lässt sich zwar leicht sagen, aber bei der Umsetzung werden sich die Geister wohl genauso leicht scheiden.

Es geht m.E. hierbei gar nicht so sehr darum übertrieben an etwas anzuhangen, sondern beginnt bereits damit, wenn man bequem unachtsam mit etwas umgeht, ganz so im Sinne von sich nur darauf zu verlassen, dass es von selber so geht und funktioniert, wie es das meistens tut, sofern es keine Überraschung gibt. Damit hängt man ja bereits irgendwo an dem jeweiligen, als es vielmehr als nur einen Teil von sich selber zu sehen oder zu einem Teil von sich selber zu machen und zu behandeln. In dem Fall ist man ja vollständig und teils unbewusst von dem Teil abhängig, der dafür sorgen soll, dass alles wie gewohnt funktioniert.

Nehmen wir das Beispiel Badewanne einfach mal, wenn man sich z.B. nicht rausbequemen mag und sich ein stückweit der Trägheit und Bequemlichkeit hingibt oder wenn man Musik hört und an irgend welchen Emotionen hängt, die durch diese bestärkt werden oder in dem Sinne dadurch gespeist werden usw.

Ist zwar alles nicht weiter wild, weil es derzeit auch ohnehin nichts ungewöhnliches darstellt, aber für den ein oder anderen sind dies Themen, mit denen man sich an einem bestimmten Punkt seiner Entwicklung bewusst auseinander setzen muss und wo alles gar nicht so selbstverständlich ist, wie oft leichthin angenommen wurde!

Wenn man die Welt anders sehen will, dann kommt man wohl nicht umhin, einen Unterschied zu seiner bisherigen Wahrnehmung zu machen und heraus zu bilden...

Devino Melchizedek

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der Mensch, ein geistig gesinntes Wesen - BG 13:7,8

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 19 2014, 22:56

Bhagavad Gita 13:7,8

(Der Weise zeichnet sich aus durch) Demut, Freisein von Heuchelei, Arglosigkeit, Versöhnlichkeit, Rechtschaffenheit, Dienst am Guru, Reinheit des Geistes und Körpers, Beharrlichkeit und Selbstbeherrschung;

Gleichgültigkeit gegenüber den Sinnesgegenständen, Freisein von Egoismus, Verständnis für die Schmerzen und Übel des sterblichen Lebens: Geburt, Krankheit, Alter und Tod;
---
Was bedeutet eigentlich Gleichgültigkeit gegenüber den Sinnesgegenständen?

Was oft passiert, ist, dass man mit der Erinnerung, was mit einem Gegenstand der Sinneswahrnehmung zu tuen hatte, mehr zu tuen hat, als mit dem Gegenstand wie er gerade ist! Man braucht nur einen Gegenstand anzuschauen und sich unvoreingenommen Fragen, was man in ihm sieht, und schon wird man mit seinen Gedanken für gewöhnlich in der Vergangenheit landen, z.B. wie man zu diesem Gegenstand kam, oder was man in Verbindung mit diesem oder evtl. ähnlichen Gegenständen erlebt hat...

Würde man dagegen hingehen und sich auf die Bedeutungslosigkeit konzentrieren, so wäre es ja abwertend und ebenfalls nicht die unvoreingenommene Gleichgültigkeit in diesem Sinne.

Vorrangig wird es in dem Vers wohl darum gehen, die Gegenstände nicht als zur Steigerung der Sinnenbefriedigung anzusehen, sondern sie mehr neutral im Sinne eines Zwecks einzusetzen.

Die Frage die sich mir stellt, wäre die, wie weit wohl ein Gegenstand Menschen untereinander in Verbindung bringt, vor allem, ist es dann je der materielle Gegenstand an sich, oder immer nur das, was Mehrere in einem Gegenstand gemeinsam sehen und dieses dann, im Falle einer positiven Sichtweise mit pflegen.

An dem Punkt geht m.E. bereits hervor, dass der Mensch ein geistiges und geistig gesinntes Wesen hat/ist und nur der Blick hierfür noch stärker geschärft gehört, allein schon um besser im Einklang mit seiner wahren Natur zu sein.

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Innere Unabhängigkeit - BG 13:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 21 2014, 00:25

Bhagavad Gita 13:9

innere Unabhängigkeit, Freisein von der Identifikation des Selbst mit den eigenen Kindern, der Ehefrau und dem eigenen Heim; ständigen Gleichmut in allen erwünschten und unerwünschten Lebenslagen;
---
Innere Unabhängigkeit, was gäbe man da nicht gerne für.. keine Ringelleien, nicht mehr irgend etwas zum abarbeiten ständig serviert bekommen und auch sonst nichts mehr, was man nicht mag...
Aber, was hält einen eigentlich davon ab, wenn nicht man Selber?

Und wer ist man Selber in dem Zusammenhang?
Na womöglich der, der das alles, was einem nicht gefällt, zwischen sich im großen und im kleinen stellt!

Und warum das alles?
Vielleicht weil es die Dinge sind, die man nicht im Weg stehen haben möchte. Und wenn man sie bei sich nicht im Weg stehen haben möchte, dann letzten Endes wohl auch bei allen anderen nicht, zumal man unweigerlich früher oder später ja erneut drüber stolpern müsste und auch damit andere ebenso wenig wie man selber auf die Idee kommen, sich mit irgend etwas von den Dingen, die ja doch irgendwo nur illusorisch sind, zu identifizieren. Denn wenn man frei von Illusionen ist, dann wäre man ja bei sich selber und es gäbe wohl auch nichts mehr, was einem nicht mehr passt.

Auch sind es wohl weniger der Dinge die vergebens sind, als derer die umsonst sind.
Denn auch jedes Bemühen ist für sich bereits von einem Wert, auch wenn man sich vergebens um ein Ergebnis mühen mag. Umsonst wären m.E. wohl schnell all die Dinge, die nicht das Bemühen ausmachen, zu sich selber zu finden.

Also kann man sich bei jeder Widrigkeit wohl immer wieder sagen "jetzt erst recht", denn es ist ja dann eindeutig etwas erkannt, was im Wege ist und auch allein schon, damit es hinter einem und nicht länger vor einem ist, denn dann ists wohl eindeutig nicht umsonst!

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Gesinnung innerhalb eines Raumes - BG 13:10

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 21 2014, 23:53

Bhagavad Gita 13:10

unentwegte Hingabe an Mich durch den Yoga der Vereinigung, Aufsuchen einsamer Orte, vermeiden weltlicher Gesellschaft;
---
Ist man überwiegend von bestimmten Menschen umgeben, dann bleibt es nicht aus, dass man sich von der Gesinnung mit anstecken oder beeinflussen lässt.

Das hat auch wenig mit dem zu tuen, ob man wen mag oder nicht, nicht einmal ob man miteinander spricht, es reicht einfach bereits, wenn man im selben Raum sich aufhält und so gesehen die selbe Luft atmet.

Denn mit jedem, mit dem man im selben Raum ist, wird man sich in irgend einer Weise direkt oder indirekt sich gegenseitig zueinander positionieren und aufeinander auch mit ausrichten, ebenso richten sich aber auch alle einzeln mit auf den Raum aus und nehmen eine Position darin ein und bringen sich in dieser Weise ein, stehen somit auch miteinander über den Raum in einer Beziehung.

In der weise überträgt sich die Gesinnung ebenfalls, auch wenn man scheinbar weniger miteinander macht, als nur im selben Raum zu sein und in der weise wird man nicht der selbe sein, wie man es für sich allein an einem Ort wäre.

Das was überwiegend eingebracht wird, ist auch dies, was überwiegend wieder mitgenommen wird, nur nicht im gleichen Anteil von denen, die es einbrachten, als mehr gleichmäßiger von allen die dabei waren und wenn nicht das Förderliche überwiegt, dann ist es i.d.R. ebenso wenig für einen förderlich dort gewesen zu sein. Es besteht aber natürlich auch immer die Möglichkeit, sich zu fragen, wie man zum Gesamten förderlich beitragen kann, allein hierdurch öffnen sich Mittel und Wege, so, dass ja auch von innen oder vom geistigen her beigetragen und geholfen werden kann, mehr aus dem, was nur erst zufällig da war, zu machen, für alle und ja somit auch für sich selbst.

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Beharrlich bis in die geistigen Tiefen - BG 13:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 23 2014, 00:51

Bhagavad Gita 13:11

Beharrlichkeit im Erforschen des SELBST; meditatives Erfassen des wahren Inhalts oder der Bedeutung alles Gelernten. Dies sind die Eigenschaften der Weisheit; die gegenteiligen Eigenschaften sind Merkmale der Unwissenheit.
---
Steht man der Bedeutung eines Inhalts gegenüber, dann ist ein bestimmtes Maß an Beharrlichkeit erforderlich um hierzu durchzudringen und es dann vollständig erfassen zu können!

Die Strecke lässt sich ein gutes Stück unter anderem damit überbrücken, wenn man vorweg sich entschließt, etwas anderes gar nicht erst zu akzeptieren, als eben das, zu dessen Kern man vorzudringen bemüht ist, wodurch dass alles, was ablenken könnte oder in Versuchung führen mag abzuweichen, kaum oder keine Beachtung mehr erfährt.

Die Erforschung des Selbst kann ja bei nicht weniger als dem wahren Inhalt beginnen und zur Geisteserforschung überhaupt gehört die tiefe des Geistes als Fahrwasser und Beharrlichkeit heißt dann, alles opfern zu können, was an Geplänkel am Wegesrand auftauchen sollte, d.h. also bis zum umfallen und wegfallen dessen, was nicht zu bestehen vermag und nicht selber der entsprechenden Tiefe entspringt oder einen Teil des jeweiligen Kerns bildet.

Von daher, welche Schichten vermag ich heute hinter mir zu lassen, damit sie mir Morgen nicht mehr begegnen werden oder können?!
So in etwa.. aber einfach von Grundsatz her und weniger vom Fanatismus, wobei letzteres m.E. oft darin liegt, die Dinge an einen Punkt bringen zu wollen, worin nicht mehr die Natur derjenigen Dinge liegt, so wie Geist und Materie keinen wirklichen Nenner haben oder ein Astrales Ideal und der Geist Selbst nicht das selbe sind...

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unterscheidungsfähige Logik - BG 10:32

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 25 2014, 11:59

Bhagavad Gita 10:32

Yogananda BG:
Von allen Manifestationen, o Arjuna, bin Ich der Anfang, die Mitte und das Ende. Unter allen Wissenszweigen bin Ich die Weisheit des SELBST; für die Debattierenden bin Ich die unterscheidungsfähige Logik (Vada).

Prabhupada BG:
Von allen Schöpfungen bin Ich der Anfang, das Ende und auch die Mitte, o Arjuna. Von allen Wissenschaften bin Ich die spirituelle Wissenschaft des Selbst, und unter den Logikern bin Ich die schlüssige Wahrheit.
---
Ohne Etwas, von etwas Anderem unterscheiden zu können, könnte Jeweiliges überhaupt nicht angesprochen werden, damit ließe sich auch nicht arbeiten, denn man könnte wohl dieses als solches nicht einmal von sich gelöst betrachten können, noch ausmachen, womit dieses zusammenhängt oder wovon es keinen Teil bildet und auch nicht was damit anzufangen möglich wäre oder daraus entstehen könnte!

Um etwas von sich gelöst betrachten zu können oder für sich an sich, muss man den Standpunkt zu diesem ändern oder verlassen können und auch weniger grobklotzig als z.B. der Klotz sein, den man betrachten möchte. Auch die Position darf nicht zu weit abgerückt sein, dass man es nicht mehr erkennen kann und auch nicht so nah, dass man nur ein Detail, aber nicht mehr das Gesamte im Blickfeld hat.

Und sind die technischen Bedingungen erfüllt, dann kann man erst mit den Moralischen etwas anfangen, denn sonst ist es nur wahrscheinlich, dass man nur noch von einem Detail zum nächsten wandert und gar nicht weiß, woran man überhaupt ist.

Und könnten alle alles, wer würde dann Bewegung ins Spiel bringen wollen?
Irgendwie ist dann doch fast alles so, wie sein müsste, um alles zufällig genau so zu arrangieren, dass alle genau das für sie Notwendige erst lernen können.

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Glaubenskrieg - BG 10:34

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 26 2014, 02:10

Bhagavad Gita 10:34

Yogananda BG:
Ich bin der alles auflösende Tod; und Ich bin die Geburt, der Ursprung all dessen, was kommen wird. Unter den weiblichen Manifestationen (Eigenschaften der Prakriti) bin Ich der Ruhm, der Erfolg, die erleuchtende Kraft der Rede, das Gedächtnis, die unterscheidungsfähige Intelligenz, die Fassungskraft der Intuition und die nie versiegende göttliche Geduld.

Prabhupada BG:
Ich bin der alles verschlingende Tod, und Ich bin das erzeugende Prinzip von allem, was in der Zukunft existieren wird. Unter den Frauen bin Ich Ruhm, Glück, erlesene Sprache, Gedächtnis, Intelligenz, Standhaftigkeit und Geduld.
---
Nur vom Göttlichen her kann ausgehen, was in Zukunft bestehen bleibt und der ursächliche Grund für Ängste besteht i.d.R. darin, auf etwas zu setzen, dass nicht in Einklang mit dem göttlichen Willen liegt, denn es kann nicht anders, als aufzuhören zu bestehen, sobald daran nicht mehr länger festgehalten wird, weil keine Lernlektion mehr damit verknüpft ist.

Und dieses bedeutet eben auch, man solle kein Götzenbildnis anbeten, d.h. eigenen Illusionen Vorrang vor dem Göttlichen in sich einzuräumen.

Einen Glaubenskrieg kann man nur im inneren mit sich selber ausmachen, in dem man alle falschen Vorstellungen vom Schöpfer und seiner Schöpfung ausräumt und ihm zur Berichtigung überlässt.

Einen Glaubenskrieg im Außen führen zu wollen, kann von daher wohl nur bedeuten, sich an der Schöpfung Gottes zu vergehen. Denn nur das, was man selber erschaffen hat, ist einem überlassen, wobei selbst hier die Frage noch zu klären bleibt, welche Mittel man dazu genutzt hat und was darin eingewoben ist.

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Sprache der Symbole - BG 10:36

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 27 2014, 00:40

Bhagavad Gita 10:36

Yogananda BG:
Ich bin das Glücksspiel der Betrüger; Ich bin der Glanz der Glänzenden; Ich bin der Sieg und die strebende Kraft; Ich bin die Sattva-Eigenschaft in den Guten.

Prabhupada BG:
Von allem Betrug bin Ich das Glücksspiel, und von allem prachtvollen bin Ich die Pracht. Ich bin der Sieg, Ich bin das Abenteuer, und Ich bin die Stärke der Starken.
---
Es sollte wohl eher heißen "von allem verschlungenem Spiel, bin Ich das Glücksspiel", denn das Gute kann nicht Anteilseigner von Betrug sein, andernfalls wäre es nicht länger gut! Schließlich ist alle Cleverness hinter allem, auch dem Trügerischen, dem Guten und Höherem entliehen, aber dieses dadurch nicht Teilhaber dessen.

Die Sprache mit Symbolcharakter liegt dem Geist wohl an sich nahe. Denn vieles, dass der Mensch an religiöser Bemühung vollbringt, dient vorrangig dazu, dem Geistigen ein Symbol zu vermitteln, weil der Geist nicht dazu abgerichtet ist, die Gehirnwindungen Einzelner nach etwas Brauchbarem zu erforschen, sondern eher doch der Mensch darauf ausgerichtet, den Geist zu erforschen!

Auch nutzt die Geistige Welt oft Symbole um sich auszudrücken (z.B. vermittels von Träumen). Symbole sind m.E. durchaus recht präzise, denn sowohl Worte wie auch Bilder sind mehrdeutig im Ausdruck und der Gehalt liegt vor allem im Auge des Betrachters. Die Gewichtung beim Symbol scheint mir anders zu liegen, denn entweder erschließt sich dieses oder bleibt versiegelt und auch eine Deutung ist dann eine Spekulation, die Wahrscheinlichkeit, dass der Betrachter das eine vom anderen unterscheiden kann ist höher, denn sein Herz ist entweder angesprochen und reagiert darauf oder nicht.

Das Herz kann bei Bildern oder auch bereits Worten aber auch angesprochen sein, weil es in der Betrachtung liegt, aber nicht zwingend in dem, was vermittelt wird. Ein Symbol ist dagegen bereits mehr vorweg eine Art von Synonym und weniger Mittel zur Darstellung oder Fixpunkt des Gegenständlichen, was an sich bereits zur umfassenden Regung des Gemüts beizutragen vermag.

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alle Gedanken sind wirksam - BG 10:38

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 28 2014, 00:56

Bhagavad Gita 10:38

Yogananda BG:
Ich bin die Zuchtrute der Zuchtmeister; Ich bin die Kunst derer, die den Sieg erringen; Ich bin auch das Schweigen in allen verborgenen Dingen und die Weisheit der Wissenden.

Prabhupada BG:
Unter allen Mitteln, um Gesetzlosigkeit zu bekämpfen, bin Ich die Bestrafung, und in denjenigen, die nach Sieg streben, bin Ich die Moral. Von den Geheimnissen bin Ich das Schweigen, und von den Weisen bin Ich die Weisheit.
---
Für die verborgenen Dinge ist Schweigen das, was ihnen ihren Status der Wirklichkeit verleiht und sich kenntlich machen wäre der Gegensatz, der ihren Seinszustand zumindest vorübergehend aufheben ließe.

Der Grund wahrhaftiger Dinge liegt ebenfalls darin, sich nicht darum zu sorgen, sich kenntlich zu machen, da sie sich nicht behaupten müssen, denn für sie gibt es keinen Gegensatz, da dieser nur dort entsteht, wo man es für Möglich hält (zumindest vorübergehend), dass es etwas geben könnte, was dem ähnlich wäre.

Und tatsächlich gibt es etwas, was ähnlich dem der wahrhaftigen Dinge kommt, aber dies ist in einem und in keiner Konkurrenz zu etwas, was außerhalb zu liegen scheint. Denn sobald man sich auf die Gemeinsamkeit anstelle der Unterschiede konzentriert, kann sodann der Gegensatz aufgehoben werden.

Auch gibt es keine unechten oder unwirksamen Gedanken, sondern nur solche, an denen man festhält und solche die man loslässt!

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und wer jedem Lebewesen ein Freund ist - BG 11:55

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Okt 29 2014, 01:02

Bhagavad Gita 11:55

Yogananda BG:
Wer für Mich allein tätig ist, wer Mich zu seinem Ziel macht, wer sich Mir voller Liebe anheimgibt, wer an nichts (an Meinen täuschenden kosmischen Traumwelten) hängt, wer niemandem Böses wünscht (wer Mich in allen sieht) - der wird eins mit Mir, o Arjuna!

Prabhupada BG:
Mein lieber Arjuna, wer sich in Meinem hingebungsvollen Dienst beschäftigt, frei von den Verunreinigungen durch fruchtbringende Tätigkeiten und gedankliche Spekulation, wer für Mich arbeitet, wer Mich zum höchsten Ziel seines Lebens macht und wer jedem Lebewesen ein Freund ist, gelangt mit Sicherheit zu Mir.
---
Wenn man sich im klaren ist, dass alle Missgunst anderen gegenüber, zuerst bei sich erzeugt wird und beginnt, dann sollte auch einleuchten, dass zuerst immer das eigene Glück damit gestört oder zerstört wird, bevor etwas davon, sofern überhaupt, bei einem anderen ankommen kann.

Sollte einer sich gegnerisch verhalten, dann kann er einem dennoch die Möglichkeit nicht nehmen, dass man es auf seiner Seite nicht annimmt, so, dass er keine Brücke zu einem auf selben Grund bauen kann, ausgenommen zur Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit entgegen, sofern man sich hierfür entscheidet.

In der Bibel heißt es gar, man würde glühende Kohlen auf das Haupt derer häufen, die einem feindlich begegnen, man ihnen gegenüber aber Gutes tut. Letztlich kehrt doch alles zu einem zurück und bildet einen Teil eines Lernprozesses. Lässt man keine Fläche für einen Flächenbrand zu, dann brennt es vielleicht nicht weniger heftig, aber es bleibt in der nähe der Quelle konzentriert, so, dass diese leichter auszumachen ist.

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dem Geist zur Verfügung stehen - BG 13:13/14

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 30 2014, 00:29

Bhagavad Gita

Yogananda BG 13:13
Er weilt in der Welt und umfasst alles - überall sind seine Hände und Füße; allenthalben seine Augen und Ohren, seine Münder und Häupter;

Prabhupada BG 13:14
Überall sind seine Hände und Beine, seine Augen, Köpfe und Gesichter, und überall sind seine Ohren. Auf diese Weise existiert die Überseele, die alles durchdringt.
---
Der Geist unterscheidet wohl weniger in dein und mein, für ihn ist alles einfach nur sein! Und das was sich willig anbietet und sich als passend erweist, wird genutzt und zum höheren Sein hierdurch entsprechend erhoben.

Da aber der umfassendere Geist es ist, der das wesentliche vollbringt, wäre es wohl abwegig, wenn ein Arm sich für irgend welcher Dinge Tat sich rühmen täte. Dazu wird es wohl so sein, dass es nicht darum geht, nur das, was dem Arm beliebt oder leicht von der Hand geht zu tuen um dem Geiste zu dienen. Wo bliebe auch der Lerneffekt und da wos ohnehin bereits läuft, gibt's ja auch kaum etwas zu tuen oder eine Herausforderung für den Geist. Die Lektionen stecken wohl mehr dort, wo man auch gefordert ist, als nur der Früchte Tat zu preisen.

Jeder ist gefordert und gefragt!

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am Anfang einer Reise - BG 10:14,15

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Okt 31 2014, 01:16

Bhagavad Gita 10:14,15

Yogananda BG:
O Keshava (Krischna), ich betrachte alles, was Du mir offenbart hast, als ewige Wahrheit! Es stimmt, o Herr, dass weder die Devas (Götter) noch die Danavas (Titanen) Deine unendlichen Erscheinungsformen kennen.

O Göttlicher Purusha, o Ursprung allen Seins, o Herr aller Lebewesen, o Gott der Götter, o Erhalter der Welt! Wahrlich, Du allein kennst Dich durch Dich selbst.

Prabhupada BG:
O Krshna, alles, was Du mir gesagt hast, akzeptiere ich vollkommen als Wahrheit. Weder die Halbgötter noch die Dämonen, o Herr, können Deine Persönlichkeit verstehen.

Wahrlich, Du allein kennst Dich durch Deine innere Energie, o Höchste Person, Ursprung von allem, Herr aller Wesen, Gott der Götter, Herr des Universums!
---
Es wird wohl auch erfordern gleichen Geistes zu sein, um vollständig die Tragweite dessen erfassen zu können, was wohinter wirklich steht. Denn es benötigt m.E. eine Grundlage, worauf sich etwas abbilden kann, andernfalls wird es wohl nurmehr ein Abbild bereits des jeweiligen sein, was man zu erblicken vermag. Nur lässt sich durch ein Bild allein noch nicht dasjenige selber, wie es an sich ist, erfahren und erfassen.

Das muss aber nicht bedeuten, dass etwas Umfassenderes unbedingt auch alle Positionen des Nichtigeren eingenommen haben muss, um eben dieses wirklich zu kennen. Wenn die Möglichkeit gegeben ist, reicht es dieses in sich zu simulieren oder aufnehmen zu können, ebenso wie die Flüssigkeit eines größeren Gefäßes nicht in ein Kleineres passt, in ein Größeres aber allemal.

Eine größere Strecke umfasst auch die kürzeren Streckenabschnitte und doch ist man immer nur am Anfang einer Reise, die lediglich größer ist, als die bisherige und das macht es auch nicht leicht, andere auf den Weg zu bringen, da sie der festen Überzeugung sind, den ganzen Weg bereits zu kennen und es stimmt sogar, was den bisherigen Weg anbetrifft und eigentlich gibt es gar nicht viel zu sagen, was nicht schon oft in irgend einer Weise gesagt worden wäre, als vielmehr zu tuen, was noch nicht getan worden ist...

Es lässt sich auch nicht alles ohne weiteres vermitteln, man kann etwas tuen und es wird gesehen, aber es wird idR. nur das gesehen, was gesehen werden wollte, nicht unbedingt das, worauf es ankommt und so ergibt das Gesehene ebenfalls nur den Sinn, der im wollen sehen lag, nicht aber in dem Umfang, wie es vermittelt werden wollte und daran ist m.E. nicht selten der 7. Strahl verantwortlich, also kann man hoffen, dass er ebenso in seiner Qualität seinen Part verrichten wird, wie die Nebenwirkungen ihrem Part nachkommen.


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warum alles gut wird - BG 12:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 01 2014, 21:35

Bhagavad Gita 12:17

Yogananda BG:
Wer bei frohen und traurigen Ereignissen (Aspekten in der Welt der Erscheinungen) weder übermäßige Freude noch Abscheu empfindet, wer frei von Kummer und Begierden ist und den relativen Zustand des Bewusstseins von Gut und Böse überwunden und sich Mir ganz ergeben hat - der ist Mir lieb.

Prabhupada BG:
Wer weder frohlockt noch bekümmert ist, weder klagt noch etwas begehrt und sowohl glückverheißenden wie auch unglückverheißenden Dingen entsagt - ein solcher Gottgeweihter ist Mir sehr lieb.
---
Aufgrund seiner Relativität hat das Böse aus sich heraus für gewöhnlich keine Macht, denn es hat diese idR. nur irgendwo geborgt. Dies dürfte wohl daran liegen, dass es seinen Ursprung auf neutralem Boden aufgebaut hat, denn im Ursprung ist alles göttlich und das Göttliche kennt das Böse nicht. Wenn also das Verdrehte zurecht gerückt und korrigiert wird, aus welchem das Böse wurde, dann fällt alles auf seinen ursprünglichen und neutralen Boden der Tatsachen zurück.

In dem Zusammenhang gilt das Gute wohl als relativ, sobald es das weniger Gute auszugleichen sucht und von daher eine Disposition einnimmt, wie es verstärkt Anstrengungen unternimmt den Mangel des Guten im weniger Guten auszugleichen. Sobald alles wieder im Lot ist, gibt es das Gute zwar immer noch, aber nichts, was sich zu diesem in einer Disposition befindet, dadurch ist es keine ungewöhnliche Eigentümlichkeit mehr und fällt in den Bereich des so Seins, wie es sein soll.

Von daher, wie solls anders auch Sein, als das doch alles gut wird!

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Re: Bhagavad Gita - Oktober 2014

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