Bhagavad Gita - November 2014

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Bhagavad Gita - November 2014

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 02 2014, 23:58

Neuer Monat - neue Gelegenheiten:

Devino Melchizedek

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Alles was zu einem gehört - BG 6:38,40

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 02 2014, 23:59

Bhagavad Gita 6:38,40

Yogananda BG:
Wenn der Yogi seinen Weg zu Brahman (zum Geist) nicht findet, wenn er nicht unter Seinem Schutz steht, sondern der Täuschung verfällt und von beiden Wegen abirrt (dem Weg der Gottvereinigung und dem Weg richtigen Handelns), geht er dann nicht zugrunde wie eine vereinzelte Wolke die verdunstet?

O Arjuna, mein Sohn! Wer Gutes tut, geht nie zugrunde. Weder in dieser Welt noch in der jenseitigen verfällt er dem Elend!

Prabhupada BG:
O starkarmiger Krshna, ist ein solcher Mensch, der vom Pfad der Transzendenz abirrt, nicht sowohl des spirituellen als auch des materiellen Erfolgs beraubt, und wird er nicht wie eine zerrissene Wolke vergehen, haltlos in jeder Beziehung?

Die Höchste Persönlichkeit Gottes sprach: O Sohn Prthas, ein Transzendentalist, der glückbringenden Tätigkeiten nachgeht, wird weder in dieser Welt noch in der spirituellen Welt Vernichtung erleiden; wer Gutes tut, Mein Freund, wird niemals vom Schlechten besiegt.
---
Auch wenn das vor allem zählt, was von einem ausgeht, lässt man sich vielleicht doch dazu hinreißen, selbst gegen besseren Wissens etwas zu tuen, was weniger Gut ist, weil man irgend eine Berechtigung meint hierfür gefunden zu haben, z.B., dass man zuvor in irgend einer Weise angegriffen worden wäre. Nicht selten geht aber eine Projektion von einem selbst dem vorweg, wie man danach die Situation erlebt und bestimmt dann, wie sich die eigene Wahrnehmung in die Interpretation dessen einfügt.

Geht man vom psychologischen Standpunkt ab und sieht das hinsichtlich des Willensaspekts, dann zählt schnell das, was man als Angriff sieht, unter das, was man als Erfahrung haben will und erfordert schnell ein anderes Verantwortungsbewusstsein, als das, sich egoistisch lediglich als ein Opfer anzusehen.

Geht man Selbstverantwortlich an das alles heran, dann ist auch das, was durch andere den Weg zu einem findet, Teil einer Lernerfahrung und es gilt vor allem als Gerechtigkeit des Guten und Vorzüglichen, was allen gleich zu Gute kommt und zukommt und weniger das, was nur einem von Vorteil ist. Ebenso wie für das Selbst, alles darin, auch dazu gehört und nichts mehr oder weniger zählt als eben alles was da ist!

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Unentwegte Hingabe - BG 8:22

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 04 2014, 01:27

Bhagavad Gita 8:22

Yogananda BG:
Durch unentwegte Hingabe, o Sohn der Pritha (Arjuna), erreicht man dieses Höchste Unmanifestierte. Er allein, der Allgegenwärtige, ist die Heimat aller Lebewesen.

Prabhupada BG:
Der Herr, die Höchste Persönlichkeit Gottes, der größer ist als alle, kann durch ungetrübte Hingabe erreicht werden. Obwohl Er Sich in Seinem Reich aufhält, ist Er alldurchdringend, und alles ruht in Ihm.
---
Wofür stellt man sich selbst zur Verfügung?
Irgendwer und irgendwas ist man ja immer und drückt etwas aus oder es drückt sich etwas durch einen aus!

Will man als etwas vor der Welt oder in der Welt gelten, dann drückt sich die Welt durch einen aus und man gibt sich dafür her.
Will man vor der Seele etwas gelten, dann gibt man sich ihr hin und lässt sich von ihr integrieren und tut ihr wohlgefällige Dinge und sie drückt sich durch einen dann auch aus.
Unentwegte und ungetrübte Hingabe an den Geist, bedeutet m.E. alles soweit möglich wegzulassen, was nicht diesem entspricht oder zumindest im Widerspruch zu diesem (bzw. dieser Hingabe) steht.

Dabei ist man meist auf einem besseren Weg, wenn man Widerstand erfährt, als wenn man sich etwas wünscht oder man darauf aus ist, ob es einem toll oder weniger toll erscheint oder vorkommen soll.

Ist man auf etwas Tolles aus, dann fängt man m.E. meist mit etwas in sich an, was nicht dem Anderen gleich kommt und wird es nie erreichen, ehe man vom Vorherigen nicht abgelassen hat.
Wünscht man sich hingegen etwas, dann ist man noch nicht auf dem Weg zu diesem, sondern hofft, dass es einem in den Schoß fällt.
Hat man Widerstände, dann ist man am wahrscheinlichsten tatsächlich daran vorwärts zu gehen und eben diese zeigen an, dass es einem in die Hand gegeben ist auch eine Lösung zu finden.

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Sich geborgen sehen - BG 8:21

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 06 2014, 00:43

Bhagavad Gita 8:21

Yogananda BG:
Das zuvor erwähnte Unmanifestierte, das Unveränderliche Absolute, wird daher als das Höchste Ziel betrachtet. Wer diesen Meinen höchsten Zustand erreicht, wird nicht mehr wiedergeboren.

Prabhupada BG:
Das, was die Vedantisten als unmanifestiert und unfehlbar beschreiben und was als der höchste Bestimmungsort bezeichnet wird, der Ort, von dem man, wenn man ihn erreicht, nie wieder zurückkehrt - dies ist Mein höchstes Reich.
---
Eigentlich kann man sagen, dass alles was fehlbar ist, auch endlich sein muss und doch kann man sich geborgen sehen, denn es ist etwas in einem, was unfehlbar ist. Und obwohl es die Fehlbarkeit ja mit verurteilt (durch seine Unfehlbarkeit), weil es diese für sich nicht annimmt und dadurch absterben lässt, aber eben auch damit dafür sorgt, dass dieser unsterbliche Teil in einem rein und unsterblich bleibt, weil er nichts anderes für sich akzeptiert.

So unnachgiebig es für das Vergängliche scheinen mag, so geborgen könnte man sich jederzeit sehen, denn der Weg zu diesem ist nicht weit, nur ein klein wenig tiefer unter der Schale des Vergänglichen ist das Unvergängliche verdeckt...

Wahrscheinlich ist es das von daher nicht wert, sich mit etwas anderem zufrieden zu geben, warum auch, wenns ja doch nicht währt?!

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Nach dem Glück hin streben - BG 16:7,8

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 07 2014, 01:34

Bhagavad Gita 16:7,8

Die dämonischen Menschen wissen nicht, was rechtes Handeln ist, noch wissen sie wann sie nicht handeln sollen. Sie kennen weder Reinheit noch Wahrheit noch gutes Betragen.

Sie sagen: "Die Welt kennt kein sittliches Fundament, keine ewige Wahrheit, keinen Herrn oder Gott. Sie ist durch keine systematische, ursächliche Ordnung entstanden; ihr einziger Zweck ist die Befriedigung der Lust - was sonst?"
---
So wie die Schlechten Dinge eine Aufhängung suchen um darauf aufzubauen, so ist es auch mit den Guten und Vorzüglichen Dingen. Und das, wovon einer erfüllt ist, sieht er für gewöhnlich überall um sich zuerst und durch diese Sicht bestärkt und bestätigt er sich wiederum in seinen Überzeugungen.

So wird den Dingen um sich i.d.R. nach dem eigenen subjektiven Innern eine Entsprechung zugewiesen die der eigenen Tendenz und Ausrichtung am nächsten kommt. Im günstigsten Fall hat es überwiegend mit den aktuellen Themen oder einer Diensttätigkeit zu tuen und ist dann weder von Dauer, noch etwas woran übermäßig festgehalten wird.

Auch wenn die Dinge, die zum eigenen Glück beitragen im wesentlichen bei allen einer Gattung ähnlich sein dürften und es nur natürlich ist, nach diesen hin zu streben, wird vor allem durch zuvor Erwähntes weder von allen nach den gleichen Dingen gesucht, noch von den meisten am rechten Ort.

Die einen suchen es daher mehr in sich, die anderen meinen es bei anderen zu finden oder wollen für ihr Glück die Verantwortung lediglich bei anderen sehen. Dann gibt's auch Diejenigen, die das Höhere gar nicht im Bereich des erreichbaren sehen und von daher daran auch nicht glauben wollen, sondern verbleiben nur bei dem, was am schnellsten verspricht die Lust zu steigern. Sie wollen gehen können, aber es nicht lernen, weil können ihnen ja bereits reicht, woher auch immer es dann kommen soll, ähnlich dem Glück, was sie sich bei allem wünschen, auch in den Dingen, in denen es nicht sein kann.

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Freier Wille und Begehren - BG 12:16

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 08 2014, 01:22

Bhagavad Gita 12:16

Yogananda BG:
Wer frei von weltlichen Wünschen ist, wer rein ist an Körper und Geist, wer stets zur Tätigkeit bereit ist, wer sich von den Geschehnissen der Welt nicht erregen und bekümmern lässt, wer jedem eigennützigen Wunsch entsagt hat - der ist Mein Jünger und Mir lieb.

Prabhupada BG:
Mein Geweihter, der nicht vom gewohnten Verlauf der Tätigkeiten abhängig ist, der rein, sachkundig, ohne Sorgen und frei von allem Leid ist und nicht nach Ergebnissen trachtet, ist Mir sehr lieb.
---
Am schnellsten gewöhnt man sich wohl das Wünschen im Sinne des begehrens und haben wollens ab, wenn man im Willensaspekt ist. Denn dann merkt man auch, warum man nicht unbedingt das bekommt, was man eigentlich wollte, mitunter am ehesten.

Die Einsicht, dass das eigene Begehren, den Willensbereich in einem bildet, den man anderen einräumt, folgt dann bald, wenn man doch z.B. gar entgegen besseren Wissens etwas toll findet und anfängt es haben zu wollen, nur um dann immer wieder fest zu stellen, wie etwas den Willensbereich anfängt eben dort einzunehmen. Es ist dann auch alles mögliche, aber nicht unbedingt das, was man eigentlich wollte, sofern nicht eben dieses, einen ähnlichen Wunsch hat und sich dort einfindet, findet sich eben schnell und bereitwillig dort alles mögliche ein. Es kommt einem so vor, als würde man irgendwo in sich freie Plätze vergeben, an alles, was da will oder sich zufällig grade einfindet und schön ists nicht unbedingt damit, vor allem auch von all diesem wieder frei zu kommen (ohne Gewalt gegen dieses oder sich selbst anzuwenden)!

Und so geht man am ehesten zu dem Punkt über, vieles, was bis dato als begehrenswert erschien, doch nur als die Verunreinigung des eigenen Willens anzusehen, was überwiegend auch im Leid (erleiden) mündet und was will man mit dem auch, was man dann doch gar nicht will?!

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Geben um erhalten zu können - BG 13:12/13

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 10 2014, 00:35

Bhagavad Gita 13:12/13

Yogananda BG:
Ich will dir Das enthüllen, das es zu erkennen gilt, weil solches Wissen Unsterblichkeit verleiht. Höre nun, was der anfanglose Höchste Geist ist - Er, von dem es heißt, dass Er weder bestehe (Sat) noch dass Er nicht bestehe (Asat).

Prabhupada BG:
Ich werde nun den Gegenstand des Wissens erklären, und mit diesem Wissen wirst du das Ewige kosten. Das Brahman, die spirituelle Natur, ist anfanglos und Mir untergeordnet. Es liegt jenseits der Ursache und Wirkung der materiellen Welt.
---
Der Höchste Geist muss wohl alles durchdringen, als auch alles umfassen können, sofern ihm Allmacht zukommen soll. Er wird aber nicht in allem enthalten sein, denn sonst wäre anzunehmen, dass dieses ihm gleich sein müsste, vollkommen echt und ewig. Für das Unechte würde er sich aber kaum hergeben, um solches, was unvollkommen wäre womöglich zur Ewigkeit zu verdammen.

Aus dem, was offensichtlich ist, wird man wohl wenig lernen können, weil man sich darauf nur soweit notwendig einlassen würde oder gar nicht und alles würde in seinem Kreis Runden drehen... Wenn es sich vermischt, dann bleibt ja nichts anderes, als alles wieder zu ordnen und zu lösen, weil aber das Vollkommene nichts zu fürchten hat, kann es sich in alles stürzen, da es sich um seine Unversehrtheit nicht zu sorgen braucht. Das ist womöglich der Grund, warum es das alles gibt, was es gibt, aber auch der Grund, warum alles seine Ordnung finden und herstellen wird, weil es nicht umhin kommen kann.

So ist das, was bei einem als Mensch (Mittelpunkt der Kräfte) zusammen fließen mag oft auch unangenehm, die Arbeit im wesentlichen erfolgt aber vielmehr durch andere Anteile und man braucht an der Stelle nur aushalten und lernen alles durch sich laufen zu lassen, was so ansteht, bis man dann auch auf der anderen Seite anpacken darf, nur dass man dann für gewöhnlich weiß, wofür das ganze gut sein soll... unter anderem um dann freiwillig das zu tuen, was man vorher nicht getan hätte, zu geben, was man behalten möchte, um es zu erhalten.

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Wenn Sentimentalitäten den Schmerz überwiegen - BG 13:13/14

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 11 2014, 01:39

Bhagavad Gita

Yogananda BG 13:13
Er weilt in der Welt und umfasst alles - überall sind Seine Hände und Füße; allenthalben Seine Augen und Ohren, Seine Münder und Häupter;

Prabhupada BG 13:14
Überall sind Seine Hände und Beine, Seine Augen, Köpfe und Gesichter, und überall sind Seine Ohren. Auf diese Weise existiert die Überseele, die alles durchdringt.
---
Für Viele sind derzeit wohl ein paar verletzte Gefühle bereits Anlass genug, vom Ego angepeitscht sich gegen Andere zu richten. Was ihnen aufgrund starker Verleugnung meist entgeht, sind tatsächlich körperliche Schmerzen, die sie sich Selbst als auch Anderen antun. Es ist nie günstig das Kleinere über das Umfassendere zu stellen oder auf Kosten des einen zu überspitzen und dann darauf auch noch zu pochen, dass das Unwesentliche doch endlich anerkannt wird, denn was könnte auch wesentlicher schon sein als ein paar Sentimentalitäten!?

#
Es ist ganz einfach, ein Körper, der verletzt wird, ist immer umfassender, als eines Körpers Inhalt!
##
Ein niederer Körper ist mindestens mehr Illusion, als ein höherer Körper!
###
Verblendung lässt immer die höheren Körper unsichtbar erscheinen!
####
Der nächsthöhere Körper ist immer wesentlicher, weil er wirksameren Stoff transportiert!
####
Der nächst untere Körper wird von allem darüber meist nur noch als Kommunikationsmittel und nicht als Selbstzweck verwendet/angesehen!
#####
Und alles was durch Verblendung nicht erkannt wird, ist dadurch nicht weg/unwirksam und sicherlich nicht unwesentlicher als jeweilige Verblendung es ist.

So kann auch gesagt werden, nichts kann meinen Körper Nutzbringender anwenden, als die Überseele es vermag, welche grundsätzlich alle Körper vielmehr wohl zur Kommunikation und Kommunion einsetzen wird, im Gegensatz zum Ego, was diese zum Angriff nutzen wird um eine nichtige Stellung zu halten und alles was gegen diese sich richtet als Angriff auf sich zu werten.

Ob nicht doch so einige ihr Comingout als SM-ler vor sich haben werden, wenn man sich die Dinge, wie sie sich in dieser Hinsicht derzeit darstellen so betrachtet?!

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Wanderer im Licht - BG 13:14/15

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 12 2014, 00:13

Bhagavad Gita

Yogananda BG 13:14
Er leuchtet durch alle Kräfte der Sinne und steht dennoch über den Sinnen; Er haftet nicht an der Schöpfung, doch alles Erschaffene besteht in ihm; Er ist frei von den Gunas (den Erscheinungsformen der Natur), und dennoch erfreut Er sich ihrer;

Prabhupada BG 13:15
Die Überseele ist die ursprüngliche Quelle aller Sinne, doch Sie Selbst ist ohne Sinne. Sie ist unangehaftet, obwohl Sie der Erhalter aller Lebewesen ist. Sie steht über den Erscheinungsweisen der Natur, und gleichzeitig ist Sie der Herr aller Erscheinungsweisen der materiellen Natur.
---
Die Überseele hängt m.E. ja nicht an verschiedenen Körpern, und ist um den Stoff verschiedener Ebenen wahrzunehmen nicht auf diese angewiesen, wenngleich Körper als Sender und Empfänger auf jeweiliger Ebene dienen. Sie nimmt den Stoff jeweiliger Bereiche in sich auf und kann so unverfälscht erfahren und erkennen, wenn sich dieses auch anders darstellen mag, als durch einen jeweiligen Körper. So wird Sie sich in diesen Bereichen, die Sie durchdringt, wohl kaum beiheimatet sehen und auch nicht anhaften bzw. anhaften können.

Mit bestimmten Einweihungen werden auch die niederen Körper zerstört und aufgegeben, wenn zuvor der eigene Stoff von einer Ebene aufgegeben und auf eine andere verlagert wurde und man sich dem Höheren immer mehr angleicht und annähert kann auch umso eher das, was als bisherige Heimat diente hinter sich gelassen werden.

So sind wir wohl alle Wanderer im Licht, mal näher und mehr im Licht und vielleicht auch mal weniger und etwas abseits.. aber man kann wohl sagen, einmal Göttlich, immer Göttlich!

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Die feinen Unterschiede - BG 13:15/16

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 14 2014, 01:03

Bhagavad Gita

Yogananda BG 13:15
Er ist innerhalb und außerhalb all dessen, was besteht - sei es belebt oder unbelebt; nahe ist Er und dennoch fern; in Seiner Feinheit nicht wahrnehmbar.

Prabhupada BG 13:16
Die Höchste Wahrheit existiert innerhalb und außerhalb aller Lebewesen, der sich bewegenden und der sich nicht bewegenden. Aufgrund Ihrer feinen Beschaffenheit ist es nicht möglich, Sie mit den materiellen Sinnen zu sehen oder zu erkennen. Obwohl weit, weit entfernt, ist Sie auch sehr nah.
---
Der Stoff, der sich vermengen lässt, bleibt von diesem Vorgang nicht unberührt und verändert sich von daher mit. Um dieses zu verhindern, muss der Stoff so beschaffen sein, dass er keines Zusatzes bedarf und keine Verbindung eingehen kann, da er bereits vollständig ist in jeder Hinsicht.

Demnach kann der Stoff keine Beschaffenheit aufweisen, die sich erklären ließe, da es kein vergleichbares Mittel geben kann, dass sich dazu, aufstellen lässt. Von einer Eigentümlichkeit kann dann wohl vielmehr nur noch die Rede sein (Anstelle von Beschaffenheit) und auch hier nur von derart, was sich synonym oder im relativen Sinne konträr verhält, wie wenn man eben den Begriff "Stoff" hierauf anwendet.

Endlich wird durch Endlos nicht unendlich, denn Unendlichkeit wird durch Wiederholung allein nicht erreicht. Aber Wiederholung schadet sicher nicht, denn dort wo Wandel statt findet, ist Wiederholung nicht das Gleiche, weil nicht das Selbe bei rumkommt.

Alles geben ist schlussendlich wohl keine Option, alles auf einmal aber auch nicht, ebenso wie mit dem steten Tropfen und dem Stein.

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Gefordert sein - BG 13:16/17

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 15 2014, 02:23

Bhagavad Gita

Yogananda BG 13:16
Er, der Unteilbare Eine, erscheint als zahllose Lebewesen; Er erhält und zerstört diese Formen und erschafft sie dann aufs Neue.

Prabhupada BG 13:17
Obwohl die Überseele unter allen Wesen aufgeteilt zu sein scheint, ist Sie niemals geteilt. Sie ist in Ihrer Existenz eins. Obwohl Sie der Erhalter eines jeden Lebewesens ist, muß man verstehen, daß Sie alles verschlingt und hervorbringt.
---
Eigentlich will man ja nichts geschenkt, denn woher will man sonst den Wert dessen überhaupt wirklich kennen?
Aber, wie bekommt man sich selber dahin natürlich an seine Grenzen zu gehen?
Da es unwahrscheinlich ist, dass man weit kommt, ohne eben dort, an der eigenen gewöhnlichen Grenze anzusetzen. Denn es wird das am meisten nutzen, was man nicht kann, aber nicht alles, was man nicht kann, wird gleich viel nutzen. Es muss ja mit dem Zusammenhängen, was benötigt wird und nicht einfach nur etwas, was man womöglich im Kleinen und vielleicht auch im Großen nicht mag und sich damit unnötig schwer tut.

Und eh man einfach nur los rennt, dann lieber doch Inne halten, darauf vertrauen, dass man ja Anteil an allem hat, was mit einem zu tuen hat und was man sich im Größeren auch alles vorgenommen hat, und schauen was so anklopft (wenn gleich nicht in der Weise wie man es sich ausmalen mag). Es kann sich das Neue vielleicht als etwas Altes erweisen, bis man das Alte lernt neu zu betrachten. Wie will man auch sonst das Alte umwandeln oder verschwinden lassen?!

Bildet sich unten ein Verlangen, dann ist jedenfalls die Wahrscheinlichkeit groß, dass es etwas ist, was man oben nicht will, außer alles damit Verbundene abzuarbeiten, und schon hat man den Punkt, wo es zügig weiter geht, auch wenn man unten erst an die ein oder andere Grenzen gehen darf um dann darüber hinaus gehen zu können, denn das was unten ist, ist meist das, was nicht bleiben soll, außer es wird wieder mit nach oben genommen. Und so verhält es sich für gewöhnlich, wenn man sich selbst fordert, um dann natürlich wieder so zu tuen, als hätte sich unten alles nur scheinbar so ergeben und gefügt.. und weiter geht's...

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Alles lernen, um fort zu kommen - BG 13:17/18

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 16 2014, 03:01

Bhagavad Gita

Yogananda BG 13:17
Er ist das Licht aller Lichter, jenseits der Dunkelheit; als Höchstes Wissen, als Das, was es zu erkennen gilt, als Ziel allen Lernens, wohnt Er in allen Herzen.

Prabhupada BG 13:18
Sie ist die Lichtquelle in allen Leuchtkörpern. Sie befindet Sich jenseits der Dunkelheit der Materie und ist unmanifestiert. Sie ist das Wissen, Sie ist der Gegenstand des Wissens, und Sie ist das Ziel des Wissens. Sie befindet Sich im Herzen eines jeden.
---
Das Licht außerhalb der Sinneswahrnehmung, muss mehr Licht sein, als Wahrnehmung des Lichts. Denn die Quelle aus der sichtbares Licht hervorgeht, muss auch mehr Licht sein, als der sichtbare Abglanz dies zulassen kann.

Auch lernt man m.E. immer nur, um das Gelernte wieder überflüssig zu machen, weil das Ergebnis daraus, das Gelernte übertreffen soll, denn das Gelernte dehnt sich nicht in selber Weise mit dem Lernenden gleich mit aus. Der Lernende, der einen Lernstoff in sich verwirklicht, kann i.d.R. diesen selber hervorbringen, mit anderer Qualität und den Inhalt auch nach anderen Schwerpunkten hin verlagern und anordnen.

Warum sind wir bloß überhaupt alle hier?
Einmal wohl um zu lernen, wie man aus allem raus und wieder fort kommt.
Dann um das abzurunden, um, um dieser Sachen wegen nie wieder herkommen oder in einer ähnlichen Situation sein zu müssen.
Und dann kann es wohl nur gut sein, auch noch alles daran zu setzen, alles in eine möglichst freudige Erinnerung zu rücken, damit sich kein Grund finden lässt, etwas noch einmal nachrücken zu wollen!

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Aus dem Wald heraus treten - BG 2:52

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 16 2014, 23:23

Bhagavad Gita 2:52

Yogananda:
Wenn deine Intelligenz über die Dunkelheit der Täuschung hinaus gelangt ist, dann wirst du gleichgültig sein gegen Dinge die du gehört hast, und solche, die du noch hören wirst.

Prabhupada:
Wenn deine Intelligenz aus dem dichten Wald der Täuschung herausgetreten ist, wirst du gegenüber allem, was gehört worden ist, und allem, was noch zu hören ist, gleichgültig werden.
---
Eine Gleichgültigkeit mag die sein, in einer Hinsicht so viel unverdautes Halbwissen aufgenommen zu haben, dass man an dem Punkt einfach nicht mehr Aufnahmefähig ist. Eine Andere wäre, wenn man ein geistiges Organ in sich ausbildet und es dem Seeleneindruck-/ausdruck in sich alleine weiht und dieses Ackerland dem Wald vorzieht.

Es kann vorkommen, dass Zwei so begeistert eine Idee konträr vertreten, dass sich am Ende beide gegenseitig überzeugt haben und von dannen gehen, ohne ebendies dem anderen für gewöhnlich kund zu tuen. So wechseln und erweitern sich Überzeugungen und doch wird man damit meist im Wald stehen und so nur von einem Waldstück zum nächsten wechseln und viele Laufwege auf sich nehmen um mal die ein oder andere Blume vorzufinden.

Was bleibt, ist doch sich mal nieder zu lassen und anzufangen sein eigenes Stück Land zu hegen und zu pflegen. Von daher gehen wir mal weiter Unkraut jäten, um noch mehr schönes dorthin pflanzen zu können und um viele Blumen zum verschenken da zu haben...

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Selbstbeschäftigung - BG 3:43

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 18 2014, 00:04

Bhagavad Gita 3:43

Yogananda BG:
O Starkarmiger (Arjuna)! Da du erkannt hast, dass das Selbst der Intelligenz überlegen ist, und da du das Selbst (das Ego) durch das SELBST (die Seele) disziplinierst, vernichte nun den Feind, der schwer zu besiegen ist und das Gewand der Begierde angelegt hat.

Prabhupada BG:
Wenn man also weiß, daß man zu den materiellen Sinnen, dem Geist und der Intelligenz transzendental ist, o starkarmiger Arjuna, sollte man den Geist durch klare spirituelle Intelligenz [Krshna-Bewußtsein] festigen und so - durch spirituelle Stärke - diesen unersättlichen Feind, die Lust, bezwingen.
---
Das Ego hat gegen das Selbst einfach keine Mittel!
Dies liegt nicht nur an der Sichtweise, denn das eine grenzt sich ein und alles andere aus und erkennt nichts wirklich und ist nur von sich eingenommen, das andere erkennt und bezieht alles erkannte mit ein, während es auch auf sich selbst fixiert ist.

Der Unterschied wird dadurch deutlich, weil das Selbst auch erkennt, wo es noch was aufzuarbeiten gibt und vor allem, weil es alle anderen hierzu mit einbeziehen kann. Es kann sowohl Gelegenheiten aufzeigen um Begierden aufzurütteln durch etwas oder durch andere, als auch diese wieder dagegen einsetzen, sich selbiges abzugewöhnen.

Auch kann es einfach einen gewissen Lernstoff für eine Lektion reinstellen, Filter setzen, wie etwas und was überhaupt gesehen oder wahrgenommen wird. So kann das Ego nur verlieren und doch kann es für selbiges ja keine größere Aufmerksamkeit geben, als eben diese, wonach ja das eine sich gar sehnt, aber wovon es trotz Zuwendung für gewöhnlich nicht wächst! Was könnte denn diesem Teil auch besseres passieren und vor allem wie will das selbst auch um das Selbst herum kommen?!

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Von Grund auf etwas aufbauen - BG 3:41

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 20 2014, 00:14

Bhagavad Gita 3:41

Yogananda:
Deshalb, o Bester der Bharata-Dynastie (Arjuna), diszipliniere zuerst die Sinne, und dann besiege die Begierde, die lasterhafte Zerstörerin der Weisheit und Selbst-Verwirklichung.

Prabhupada:
Deshalb, o Arjuna, bester der Bharatas, bezwinge gleich zu Anfang dieses große Symbol der Sünde [die Lust], indem du die Sinne regulierst, und erschlage diese Zerstörerin des Wissens und der Selbstverwirklichung.
---
Es ist nicht leicht, von Grund auf etwas aufzubauen, wenn noch kein Fundament existiert und vielleicht nicht einmal angemessenes Werkzeug. Ebendort ist auch die Begierde oft nicht weit, nur dass diese keineswegs als Basis für irgend etwas taugt, um damit etwas anfangen zu können. Die Laufrichtung ist dann schlichtweg verkehrt, weil es vom Größeren weg zum Kleineren hin geht und von daher in der Unbeständigkeit mündet.

Sind gewisse Hürden erst genommen, dann kommt immer schneller eines zum anderen, ähnlich dem, bestimmte Fähigkeiten zu entwickeln und man weiß dann immer besser worauf zu achten ist und wo es lang geht. So wird der Unterschied auch am deutlichsten hervorstechen, sobald man etwas eingebüßt hat, da der Kontrast direkter zu Tage tritt, bei diesem, was bereits aufgebaut war und hierzu ähnlich der Schmerz darum, als bei jenem, was sich erst im Anfang und Aufbau befindet, wobei man ja sogar Verlust und Fehlschläge eher mit einrechnet.

Wenn man dann nur wüsste, man hilft an anderer Stelle enorm dadurch weiter, könnte man wohl leichter loslassen, vor allem, wenn man es schnell genug wieder verwirklichen kann. Soweit es aber dort landet, wo es keine Wertschätzung erfährt, oder es mutwillig nur angesammelt wird, ohne Verwendung zu erfahren, wird man den Verlust wohl nur schwer hinnehmen können.

Was dann bleibt, ist, auf die höhere Ordnung oder Gerechtigkeit zu vertrauen, denn bei selbstgerechtem Vorgehen zählt ja doch wieder vor allem das, was von einem selber ausgeht, wie es auch generell den wesentlichen Punkt darstellt. Man läuft zusätzlich noch Gefahr, selber sich dann etwas rauszunehmen, weil man mit dem rechnet, etwas zu besitzen oder zu können, was man gar nicht mehr kann etc.

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Selbstständigkeit - BG 3:29

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 20 2014, 23:58

Bhagavad Gita 3:29

Yogananda:
Der Yogi, der vollkommene Weisheit besitzt, sollte nicht den Geist der Menschen verwirren, deren Verständnis noch unvollkommen ist. Die Unwissenden - getäuscht durch die Eigenschaften der uranfänglichen Natur - müssen solche Tätigkeiten ausüben, die den Gunas entsprechen.

Prabhupada:
Verwirrt durch die Erscheinungsweisen der materiellen Natur, gehen die Unwissenden ausschließlich materiellen Tätigkeiten nach und entwickeln Anhaftung. Aufgrund ihres Mangels an Wissen sind alle diese Pflichten, die sie ausführen, von niederer Natur, aber der Weise sollte sie trotzdem nicht in Verwirrung bringen.
---
Nicht jeder Ort eignet sich zum Erwachen, denn dann wird erstmal all das, was da ist, potenziert, und dort wachgerüttelt zu werden, wo man z.B. im Kollektiv verwurzelt steht, statt im Selbst bereits gefestigt zu sein, kann dazu führen, dass man das Kollektiv für sein Selbst hält und für dieses tätig ist, was alles andere als Selbstständigkeit ausmacht, einem aber wohl so erscheinen wird.

Ein Zeichen dafür könnte sein, wenn man sich für besonders toll hält, denn die Arbeit mit seinem Selbst ist heut zu Tage eher recht mühevoll und verlangt einem vieles bzw. sogar alles ab und vieles was ehemals vielleicht wichtig schien, verliert dann an Bedeutung. Da man ja alles, was umfasst wird (und man kann sich ausmalen, was es da so alles gibt) auch mit pflegen, ordnen und wo man etwas umwirft dies auch abarbeiten darf und selbst alles wieder vorgesetzt bekommt von dem, was noch nicht sitzt und dies oft einem über Andere aufgezeigt wird.

So ist alles schnell eine Herausforderung, auch wenn es nur ein paar Zeilen in einem Forum/Hüpfburg sind und von außen betrachtet, da Augenscheinlich erstmal nichts ungewöhnliches dran ist und wenn man Zwei betrachten würde, die das gleiche täten, aber nicht vom selben Umfang oder Standpunkt ausgehend, so würde dies noch lange nicht das Selbe ausmachen. Der Betrachter würde vor allem in allem seine Sicht vorfinden und wäre er im Ego drin, würde er nur die Egos der anderen sehen, auf die Erscheinung fixiert, nur dies erkennen, was der Erscheinung nach gemacht wird und im Selbst fixiert, würde er auch das Selbst der anderen erkennen und womit sie an der Stelle befasst sind.

So zählt es mehr, was drin ist, als wonach etwas aussieht und dies ist dann geistige Arbeit, wenn sie einen bestimmten Umfang hat, der sich weit über die sichtbaren Dinge erstreckt, aber nicht etwas von diesen Abgetrenntes ist, denn alles ohne Geist, ist ohne Sinn und es liegt an einem selbst, welchen Sinn etwas für einen hat. Und soweit es nicht auf einen zurück fällt, was von einem ausgeht, da sollte man sich auch eher Gedanken machen, wie weit man bei sich ist und mit seinen Dingen arbeitet, anstelle dessen, was z.B. vom Kollektiv kommt und man so für anderweitige Zwecke eingespannt wird, wobei man sich nicht selten gerade damit aber am tollsten vorkommen wird, da man nicht die Verantwortung für alles trägt, womit man befasst ist.

Anders gesagt, am leichtesten fällt alles wohl dem Ego, weil es sich nur um sich selber dreht. Am tollsten kommt man sich wohl als Knecht des Kollektivs vor und am anstrengendsten könnte es einem mit der Selbstständigkeit des Selbst gehen, jedenfalls bis gewisse Dinge gepflegt sind und sitzen, aber dann weiß man auch, wo der Mühe Lohn steckt und es wird sich dann wohl kaum erweisen, dass man gänzlich ohne Arbeit ist.

Devino Melchizedek

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Illusionen sind zum leugnen da - BG 12:18-19

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 22 2014, 00:03

Bhagavad Gita 12:18-19

Yogananda:
Wer sich ruhig und gelassen verhält gegenüber Freund und Feind, bei Bewunderung und Beleidigung, bei Hitze und Kälte, bei Lust und Leid; wer keine Bindungen mehr hat, wem Lob und Tadel nichts bedeuten, wer ruhig bleibt und leicht zufrieden ist, an keiner Häuslichkeit hängt, von friedlicher Gesinnung und voller Andacht ist - der ist Mir lieb.

Prabhupada:
Wer Freunden und Feinden gleichgesinnt ist, wer bei Ehre und Schmach, Hitze und Kälte, Glück und Leid sowie Ruhm und Schande Gleichmut bewahrt, wer stets frei ist von verunreinigender Gemeinschaft, wer immer schweigsam und mit allem zufrieden ist, wer sich nicht um eine Unterkunft sorgt, wer im Wissen gefestigt ist und sich in Meinem hingebungsvollen Dienst beschäftigt - ein solcher Mensch ist Mir sehr lieb.
---
Man kann wohl Andere nicht für die eigene Gelassenheit verantwortlich machen, aber man kann es lassen, sich diese nehmen zu lassen, indem man dieser einen höheren Wert beimisst, als dem, was diese stören möchte und überhaupt auch dem, was Innen ist mehr Gehalt beimisst, als dem, was von Außen kommt.

So könnten Freunde durchaus größere Feinde sein, da man ihnen ja mehr von seinem Innern gegenüber eröffnet. Denn einem Feind würde man zu den Heiligtümern sicherlich keinen Zugang gewähren, damit diese nicht entweiht und verunreinigt werden.

Eigentlich macht Angriff einen Feind als solchen ja aus, vor allem wenn der Angriff von außen (oder auch vom Kollektiv her geleitet) nach innen erfolgt und zielt, wobei dann der Versuch darin bestünde, das Äußere auf Kosten des Innern zu vergrößern. Zweck kann aber nur dann ansatzweise in einem Angriff liegen, wenn dieser von Innen nach Außen auf eine Illusion abzielt und dann eben auch auf Illusionen kollektiver Art, als auf etwas Persönliches, da es darum geht etwas aufzulösen, als zu vergrößern und nur dann wird dies vom eigenen Selbst gestützt sein, so dass es sowohl in beide Richtungen erfahren wird, als auch das geheilt werden kann, was der Heilung bedarf.

Die häufigste Angriffsvariante wird aber wohl aus der Verblendung heraus einen Hilferuf um Befreiung vom Ego und ein Ruf nach Liebe heißen und dieser folgt dann Angst, denn das Ego wird gemäß seinem Naturell Vergeltung fürchten. Erfolgreicher als ein Angriff ist meist dann doch das leugnen von Illusionen, ebenso wie diese die Wahrheit zu leugnen suchen um nur dann eine Berechtigung für sich scheinbar verbuchen zu können.

Letztlich sind alle Illusionen zum leugnen da, nicht zur Anbetung!
Und alles, von äußerst selbstlosem Angriff vielleicht abgesehen wird wohl eher den Glauben an jeweiliges und das Jeweilige selbst bestärken, denn es schmälern...

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Die günstige Gelegenheit - BG 2:64

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 24 2014, 00:33

Bhagavad Gita 2:64

Yogananda:
Wer Selbstbeherrschung besitzt und seine Sinne zu zügeln weiß, wer beim Kontakt mit materiellen Gegenständen frei von Zuneigung und Abneigung bleibt, erlangt einen Zustand unerschütterlicher innerer Ruhe.

Prabhupada:
Wer aber von aller Anhaftung und Ablehnung frei ist und seine Sinne durch die regulierenden Prinzipien der Freiheit zu beherrschen vermag, erlangt die volle Barmherzigkeit des Herrn.
---
Derweil fällt es einem nicht immer leicht, die Aufmerksamkeit nicht durch allerlei affizieren zu lassen. Eigentlich meint man bereits an dem Punkt gewesen und schon darüber hinaus gelangt zu sein und doch ist man wieder eben dort. Womöglich sind einfach mal andere Anteile da und man darf wieder an diese Themen ran. Man hat dann zwar ne Ahnung, wie es wohl ist, wenn es gut geht, aber doch scheint man es wieder nicht in der Weise zu können. Schon sonderbar sowas und man könnte ja sagen, ist einfach nicht mein Tag, wenn nur nicht andere in der Gruppe, der man sich geistig verpflichtet und in sie eingebunden sieht, teils an selben Themen zu tuen haben. Womöglich ists dann nicht der Tag, sondern schlichtweg dies aktuell ein Thema, an dem gearbeitet wird.

Würde man also einfach darüber in der Weise hinweg gehen und sich sagen, aber das konnte ich doch schon immer und es gar mit Gewalt angehen, dann läuft man auch schon mal Gefahr, es sich wo anders rauszunehmen, vielleicht dort, wo es dringend erfordert wird und es anderen bei ihren Aufgaben damit sehr schwer machen, nur, um es bei Belanglosigkeiten noch leichter zu haben. Andererseits könnte es auch sein, dass man dasjenige noch nie gekonnt hat, und es immer aus dem Kollektiv oder System zukam bzw. genommen hatte?!

So sollte man sich nur auf die Mittel und Fähigkeiten besinnen, die im Augenblick tatsächlich da sind, nicht das man seine Möglichkeiten nicht nutzt, aber auch möglichst nicht überschreitet und sich für die Zukunft vielleicht einige Nacharbeit einholt durch scheinbar Unwesentliches und was man ja schon immer vermeinte zu können etc. Vielleicht ist man heute ja auch nicht einmal man selber und nimmt sich dort die Sachen raus, wo man Morgen hinkommt und sein wird und sie dann vermisst, weil man sie noch mehr benötigt und sich gar wundert, warum mans nur so schwer hätte u.ä.

Einfach mal jede Gelegenheit nutzten, was möglichst sinnvolles draus zu machen, kann Morgen wohl auch nicht von Nachteil gereichen und vielleicht hat man dann auch mal die Lektion gelernt, die erst Morgen ansteht und wundert sich, warum es leicht geht und wieso manch anderer sich mit so etwas viel schwerer tut, was ja die umgekehrte Variante des ganzen wäre...

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Sich ein Bild machen - BG 15:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 25 2014, 01:18

Bhagavad Gita 15:3

Charakterfestigkeit, Versöhnlichkeit, Geduld, Reinlichkeit, Freisein von Hass, Überwindung von Eitelkeit - diese Eigenschaften sind der Schatz eines göttlich gesinnten Menschen, o Nachkomme des Bharata.
---
Guter Charakter wird meist mehr zum Gleichgewicht beitragen, wenn einen Windböen aus dem Land des Geistes erreichen, als es irgend welche anderweitigen Fähigkeiten vermögen.

Wenn man andere sich als Widersacher vorstellt und gemäß dem Bild, was man sich gemacht hat, anfängt sie zu behandeln, dann ist man nicht selten wohl selber in der Widersacher-Rolle, denn man geht ja gegen sie an und nicht sie gegen einen und tut so als wären sie eben dieses Bildnis, was man als Grundlage wählte und wovon man ausgeht um sie demgemäß zu behandeln, weil man dieses für seine Realität angenommen hat. Ein Bild anderer ist kein Ist-Zustand (ausgenommen der eigene), vielmehr ist Empfindung die Wahl, die zu treffen wäre und die einen mit der Situation verbindet.

Man hat immer auch die Möglichkeit auf ein Bild zu verzichten und es einfach so fallen zu lassen, außer wenn dieses in irgend einer Weise hilfreich ist und seis eben drum den Menschen in seinem Nächsten zu sehen und es durch dieses zu bestärken, denn man braucht eigentlich nichts bestimmtes um im hier und jetzt zu sein, von sich und einer neutral-ausgeglichenen Haltung abgesehen...

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Innere Aktivität vor äußere Tätigkeit setzen - BG 6:44

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 26 2014, 01:28

Bhagavad Gita 6:44

Yogananda:
Die Kraft, die sich der Yogi durch frühere Yoga-Übungen erworben hat, genügt also, um ihn auf seinem Weg voranzutreiben. Selbst wenn ein Schüler nur eifrig die Theorie des Yoga studiert, ist er weiter fortgeschritten als einer, der äußere religiöse Riten vollzieht.

Prabhupada:
Kraft des göttlichen Bewußtseins seines vorherigen Lebens fühlt er sich von selbst - sogar wenn er nicht danach strebt - zu den Prinzipien des yoga hingezogen. Ein solcher wißbegieriger Transzendentalist steht immer über den rituellen Prinzipien der Schriften.
---
In erster Linie werden derartige Schriften ein Ideal aufrufen, nach dem man hin strebt. Dasjenige, was man, seis auch außerhalb der Bewusstseinsschwelle, in sich trägt, wirkt natürlicher, da es ähnlich bestimmter Neigungen als ein Teil von sich angesehen wird, und jeder will sich selbst irgendwo gerecht werden, und seis um darin seine Identität zu sehen.

Und dann findet man sich irgendwann, meist, wenn mans gar nicht mehr beachtet und es einem nicht viel bedeutet, in dem vor, was vor Jahren kaum vorstellbar sein mochte, in dem man konstant die Kraft umverteilt hin zu dem, was an sich nützlich ist.

Theorie ist bei ihrer Entwicklung an sich praktisch und wenn man etwas davon anderen vermitteln kann ja auch durch Ausdehnung und auch, sofern man seine niedere Natur daran aufreibt, seis nur dadurch, in Nebensächlichkeiten eine praktische Anwendung zu forcieren.

Denn durch innere Aktivität kann man oft mehr erreichen, als in äußeren Tätigkeiten, vor allem wenn sie bei sich oder überhaupt zum inneren nichts beitragen sollten.

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Der Sonne spiegeln - BG 16:23,24

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 27 2014, 01:46

Bhagavad Gita 16:23,24

Yogananda:
Wer die Gebote der heiligen Schriften nicht beachtet und seinen eigenen, törichten Wünschen folgt, findet kein Glück und keine Vollkommenheit; er kann das Ziel - die Unendlichkeit - nicht erreichen.

Die heiligen Schriften sollen daher dein Wegweiser sein und dich in allem, was du tun und was du lassen sollst, leiten. Folge dem intuitiven Verständnis der Gebote in den heiligen Schriften und erfülle freudig all deine Pflichten hier.

Prabhupada:
Wer die Anweisungen der Schriften mißachtet und nach seinen eigenen Launen handelt, erreicht weder Vollkommenheit noch Glück, noch das höchste Ziel.

Man sollte daher anhand der Unterweisungen der Schriften lernen, was Pflicht und was nicht Pflicht ist. Wenn man diese Regeln und Vorschriften kennt, sollte man so handeln, daß man allmählich erhoben wird.
---
Das intuitive Verständnis ist unter anderem, was aus dem Dogma fällt, sich von diesem nicht einfangen lässt und die Art Wissensaufnahme, die auf fruchtbaren Boden fällt, das also, wo der Geist greifen konnte!

Derzeit scheinen die vom Geist getroffenen mehr den Eindruck von Geistgeplagten zu erwecken, denn schnell wird das potenziert, womit man nicht recht umzugehen weiß. Das Licht wird durch allerlei Grobkörnigkeit getrübt, welche aus latenter Anwesenheit zum Vorschein tritt und ebenso die Freude daran noch trüben kann, wenn Schatteneffekte schonmal Hirngespinste in der Einbildung wachzurütteln vermögen.

Aber wo Licht ist, wird die Sonne nicht weit sein, auch wenn der Spiegel noch etwas Politur verträgt, bis die feinen Sonnenstrahlen sich darin in vollem Glanz zeigen können. Und irgendwann räkeln sich viele Spiegel der Sonnen entgegen um ihr zu zeigen, was sie mit ihrem unentwegtem Dauerstrahlen auszurichten vermochte, bis ihr dann selbst der Glanz in die Augen sticht!

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Das Ursachlose kann nicht sein - EKiW / BG 15:16

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 29 2014, 01:23

Ein Kurs in Wundern - T 14:3:8
Gott ist die einzige Ursache und Schuld ist nicht von Ihm. Lehre niemanden, dass er dich verletzt hat, denn tust du das, bringst du dir selber bei, dass das, was nicht von Gott ist, Macht über dich hat. Das Ursachlose kann nicht sein. Bezeuge es nicht, und fördere den Glauben daran in keinem Geist.
Erinnere dich stets: Der Geist ist eins, und die Ursache ist eins. Du wirst Kommunikation mit diesem Einssein erst dann lernen, wenn du lernst, das Ursachlose zu leugnen, und die Ursache Gottes als die deine annimmst. Die Macht, die Gott seinem Sohn gegeben hat, ist sein, und sein Sohn kann nichts anderes sehen oder anzusehen beschließen, ohne sich selbst die Strafe der Schuld aufzuerlegen anstelle all der glücklichen Unterweisung, die der Heilige Geist ihm freudig anbieten möchte.
--
Bhagavad Gita 15:16
Es gibt zwei Wesen (Purushas) im Kosmos, das zerstörbare und das unzerstörbare. Die Kreaturen sind das zerstörbare, und das Kutastha ist das unzerstörbare.
---
Letztlich zielt m.E. der Absatz aus "Ein Kurs in Wundern" an der Stelle darauf ab, wie die Identität gesetzt wird.
Die Mittel, angefangen beim Bewusstsein, die dem Unzerstörbaren (der Seele) entspringen, in das Zerstörbare zu lenken und sich für das Zerstörbare zu halten, kann dazu führen, dass etwas Bedeutungsloses scheinbar Gewalt über einen hätte, welche sie aus sich heraus nicht haben kann und von daher auch nicht hat, aber durch das, was aus dem Mächtigeren entstammt der Eindruck erweckt wird, diese Gewalt wäre dem Bedeutungslosen selbst inne.

So ists nicht selten, dass man sich nur selber quält, obwohl man meint, es käme von außen oder man wäre was auch immer hilflos ausgesetzt. Hört man auf daran zu glauben, kann es bereits reichen, dass dieses bei einem gar nicht mehr greifen kann oder nicht mehr in dieser Art und Weise.

Darüber hinaus ist es immer hilfreich zu lernen zu unterscheiden, was Physisch, Psychisch oder aus welchem Zusammenhang etwas kommt und wie immer, nicht gleich alles überbewerten und zu verbissen sehen, um eben nicht Gefahr zu laufen sich selber zu quälen oder anderweitiges zu belasten, vor allem wenns nicht weiter nutzt und man letzten Endes mal sagen muss, dass es ja doch nichts zu fürchten gibt...

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Und, wie gehts? Na, seelengemäß eben! - BG 12:8

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 30 2014, 00:07

Bhagavad Gita 12:8

Yogananda:
Versenke deinen Geist in Mich allein. Konzentriere dich mit weiser Unterscheidungskraft auf Mich, dann wirst du ohne Zweifel Unsterblichkeit in Mir erlangen.

Prabhupada:
Richte deinen Geist einfach auf Mich, die Höchste Persönlichkeit Gottes, und beschäftige all deine Intelligenz mit Mir. So wirst du ohne Zweifel immer in Mir leben.
---
hmm.. eigentlich brauch man ja nur gleicher Gesinnung sein und alles nachahmen, was Krischna macht, um so zu werden, wie er, auf die Seele hin bezogen gesprochen.

Auf den Menschen bezogen, brauch man ja nur gleicher Gesinnung nach seiner Seele hin zu sein und das nachahmen, was diese tut und wie sie ist. Dann können hierdurch in einem auch die Sinne erwachen und die Fähigkeiten sich entwickeln, die der Seele eigen sind, weil man sich ihr annähert und anfängt hierdurch in ihren Fußstapfen zu laufen.. naja, zumindest mal erst zu schleichen und zu gehen.

Und wie geht's einem dann?
Na seelengemäß eben.. gut und schlecht zugleich, d.h. dem Schlechten, was sich finden lässt ebenso.. und dem Guten auch so.. und wo es Not tut und helfen kann schonmal andersrum. Immerhin, so viel Ordnung muss sein!

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Re: Bhagavad Gita - November 2014

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