Ein Kurs in Wundern

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Ersatzdinge und Konkurrenz - KiW 16:4:1

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 13 2016, 02:20

Ein Kurs in Wundern - T 16:4:1

Hab keine Angst davor, dir die besondere Hassbeziehung anzusehen, denn Freiheit liegt darin, sie anzuschauen. Wenn es diese nicht gäbe, wäre es unmöglich, die Bedeutung der Liebe nicht zu erkennen. Denn die besondere Liebesbeziehung, in der die Bedeutung der Liebe verborgen ist, wird einzig deshalb eingegangen, um den Hass auszugleichen, nicht aber um ihn loszulassen. Deine Erlösung wird klar vor deinen offenen Augen erstehen, wenn du dir das ansiehst. Du kannst Hass nicht begrenzen. Die besondere Liebesbeziehung wird ihn nicht ausgleichen, sondern lediglich in den Untergrund und aus dem Blickfeld treiben. Es ist ganz wichtig, ihn ins Blickfeld zu rücken und keinen Versuch zu unternehmen, ihn zu verbergen. Denn gerade der Versuch, Hass durch Liebe aufzuwiegen, macht die Liebe für dich bedeutungslos. Wie groß die Spaltung ist, die darin liegt, begreifst du nicht. Und solange du das nicht begreifst, bleibt die Spaltung unerkannt und daher ungeheilt.
---
Die Ersatzdinge sind keine Lösung und man muss sie auch nicht akzeptieren. Nur aushalten muss man dann all das, was einem abverlangt wird, wo es einem leichter scheint und lieber wäre den Ersatz anzunehmen, denn auszuharren.

Nicht aus allem lässt sich mehr machen, als es der Natur der Dinge entspräche, aber nicht mit aller Natur muss man auch mehr anfangen wollen.

Die Gerechtigkeit liegt in der Gleichheit, zumindest in dem was eingeräumt wird, ganz so wie ein Gesetz, wenn es etwas verbietet, alle darin vereint, aber keinem abfordert etwas noch viel mehr einzuhalten, als es dem Verbot entspräche, oder umgekehrt, wenn es etwas fordert, es jedem offen bleibt, noch mehr zu geben.

Soll heißen ein jeder sollte das erreichen können, was ihm möglich ist und auch dieses einzuräumen, ist daher nur gerecht und keiner müsste daher einen geringeren Ersatz hinnehmen müssen.

Daher sollte man jedem überlassen, im Rahmen eigener Möglichkeiten diese auszuschöpfen, was oft die Komplikation des Vergleichens und Konkurrierens, zu verhindern suchte. Denn es hilft dahingehend demjenigen, der es nicht besser kann, auch nicht weiter, um dadurch besser gestellt zu sein, von den Dingen selbst her betrachtet, wenn ein anderer nun daher besser gestellt ist oder weiter, ihm etwas zu erschweren.

Und wenn man es genau nimmt, hat man sich nur lediglich mit anderen Ersatzdingen abgegeben, als ein anderer, denn alles, was sich eingrenzen ließe, ist doch nur bedingt weiter, als alles andere davon. So ist die Förderung von Konkurrenz auch die Förderung von Begrenztheit an sich, denn an dem was unbegrenzt ist, kann keine Konkurrenz ausgemacht werden. Ebenso wie man Nichtigkeit in einer Hinsicht, nicht mit Nichtigkeit in anderer Hinsicht aufwiegen kann...

Devino Melchizedek

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Auf der anderen Seite der Brücke - KiW 16:4:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo März 14 2016, 00:03

Ein Kurs in Wundern - T 16:4:9

Auf der anderen Seite der Brücke liegt deine Vollständigkeit, denn du wirst gänzlich in Gott sein und nichts Besonderes wollen, als nur Ihm gänzlich gleich zu sein und Ihn durch deine Vollständigkeit vollständig zu machen. Fürchte dich nicht, zur Wohnstatt des Friedens und der vollkommenen Heiligkeit hinüberzugehen. Nur dort ist die Vollständigkeit Gottes und Seines Sohnes ewiglich begründet. Suche nicht danach in der öden Welt der Illusion, in der nichts sicher ist und nichts zufrieden stellt. Sei im Namen Gottes ganz und gar gewillt, alle Illusionen aufzugeben. In jeder Beziehung, in der du ganz und gar gewillt bist, die Vollständigkeit anzunehmen, und nur diese, wird Gott vollständig gemacht und Sein Sohn mit Ihm.
---
Das Vollständige will gewiss die Vollständigkeit nicht missen und so ist man sicher darin, dass man zu dem wird, der man fürwahr ist. Die Nähe dazu liegt wohl weniger in dem Verlangen danach, als mehr in der Gewissheit, dass man alles hat und nichts besonderes mehr will.

Auch wenn es fordernd und nicht wenig anspruchsvoll sein mag, aber man kann sich auch bei nahezu allem fragen, ob es mit dem Einen und dem Höheren übereingeht und wie Er es sehen könnte oder würde?! Daran kann man auch ein wenig erwägen, auf welcher Seite man sich befindet und ob es evtl. ratsam wäre die Brücke zu überqueren, die sich dann durch eine solche Betrachtung auftuen sollte.

Und welche Seite kann Der wählen, Der alle Seiten vereint und wohl auch gar nicht anders können könnte, soweit wie sie ein Teil von Ihm sind?!

Man nehme das, was ansteht und mach was draus, denn man sollte nicht das, was man kann unterlassen. Andererseits nutzt es auch nicht, unbesehen dessen, woran man gerade ist, dieses für etwas nehmen zu wollen, was es nicht ist, oder wozu es nicht taugt.

Alles ist nach seiner Art gut, wenn man es nach seiner Art auch gebraucht, und so die Gelegenheit nutzt, die sich gerade ergibt und woran man arbeiten kann. Ansonsten kann auch nicht mehr erwartet werden, als erwartet werden kann. Und alles was vernünftig erledigt ist, ist erledigt und man kann sich dann auch viel besser etwas anderem zuwenden, in der Gewissheit seinen Teil erfüllt zu haben.

Die Wohnstatt des Friedens erreichen, heißt wohl sich auch nicht mehr umschauen zu brauchen, denn auch dann weiß man woran und worin man ist und dass es dann gut so ist, wie es ist...

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Als Teil einer gemeinsamen Schöpfung - KiW 16:6:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 17 2016, 23:25

Ein Kurs in Wundern - T 16:6:8

Befürchte nicht, dass du unvermittelt emporgehoben und in die Wirklichkeit geschleudert wirst. Die Zeit ist gütig, und wenn du sie zugunsten der Wirklichkeit nutzt, wird sie bei deinem Übergang sanft mit dir Schritt halten.
Die Dringlichkeit liegt nur darin, deinen Geist aus seiner starren Position hier herauszulösen. Das wird dich nicht obdachlos und ohne Bezugsrahmen lassen. Die Desorientierungsphase, die dem eigentlichen Übergang vorangeht, ist weit kürzer als die Zeit, die es gedauert hat, deinen Geist so fest auf Illusionen zu fixieren. Die Verzögerung wird dich jetzt mehr verletzen als zuvor, einfach weil du begreifst, dass es eine Verzögerung ist und das Entrinnen aus dem Leid tatsächlich möglich ist.
Finde Hoffnung und Trost statt Verzweiflung hierin: Du könntest selbst die Illusion von Liebe nicht lange in irgendeiner besonderen Beziehung hier finden. Denn du bist nicht mehr gänzlich wahnsinnig, und du würdest bald die Schuld des Selbstverrats als das begreifen, was sie ist.
---
Es ist nicht erforderlich nach Besonderheit zu suchen, um diese zu fixieren und alles darauf dann begründen und stützen zu wollen, weil man dies als seins dann bezeichnet und so dann zur Vertrautheit zählt.

Der Mensch ist einer dem anderen doch gleicher, als man wohl oft gern meint, ja diese Gleichheit selbst ist es ja, die ihn zum Menschen macht, denn in dieser Gleichheit liegt sein Wesen und so auch die Gattung, und nicht in einem Differenzierungspotenzial.

Keiner wird so für gewöhnlich vorgehen, dass er sich offensichtlich schadet und darunter leidet, im Bewusstsein dessen, wie wahnsinnig es doch wäre. Und so auch der Mensch, in Erkenntnis seines wahren Wesen erwachsen, wäre in ihm wohl keine Ambition mehr, sich und so dem Menschen insgesamt irgend einen Schaden zuzufügen.

So weit wie die Entwicklung auch dauern mag, doch zum Abschluss einer Epoche hin wird man wohl feststellen, dass alles was eins als Errungenschaft galt, doch dann das ist, was einen irgendwann auch im Fortschritt hemmt. Je mehr es so erkannt wird, desto eher wird das, was als das Unbekannte als bedrohlich zählte, als das angenommen, was der neuen Entwicklung äußerst zuträglich ist und dazu dient, nicht länger mehr Begrenzungen hinzunehmen, vor allem derlei, wo man sich nur in trügerischer Sicherheit dadurch wähnte.

Es gibt wohl kaum etwas zu fürchten, denn man wird schon nicht gleich aus der Schöpfung herausfallen. Und mehr ist so auch auf die eigene Tat zu achten, die man verantwortet, als das was anderer Verantwortung untersteht.

So auch das große Unbekannte, was jenseits liegt und doch besteht, weil es mit einem gemeinsam die Schöpfung bildet und sich eines dem anderen vielleicht ähnlich befremden mag und doch nur so lange, bis es im Raume der Erkenntnis und Einsicht alles seinen Platz gefunden hat...

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Wenn Vergangenheit der Gegenwart begegnet - KiW 16:7:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 19 2016, 00:26

Ein Kurs in Wundern - T 16:7:2

Die besondere Beziehung rächt sich an der Vergangenheit. Indem sie versucht, Leiden in der Vergangenheit zu beseitigen, übersieht sie in ihrer Beschäftigung mit der Vergangenheit und ihrer totalen Verpflichtung ihr gegenüber die Gegenwart.
Keine besondere Beziehung wird in der Gegenwart erlebt. Schatten der Vergangenheit umhüllen sie und machen sie zu dem, was sie ist. Sie hat keine Bedeutung in der Gegenwart, und wenn sie jetzt nichts bedeutet, kann sie überhaupt keine wirkliche Bedeutung haben. Wie kannst du die Vergangenheit verändern, außer in der Phantasie? Und wer kann dir das geben, wovon du glaubst, die Vergangenheit habe es dir entzogen?
Die Vergangenheit ist nichts. Suche nicht, ihr die Schuld für den Entzug zuzuweisen, denn die Vergangenheit ist vorbei. Du kannst nicht wirklich nicht loslassen, was schon vorbei ist. Daher muss es so sein, dass du die Illusion aufrechterhältst, dass es nicht vorbei ist, weil du denkst, es diene irgendeinem Zweck, den du erfüllt haben möchtest. So muss es denn auch sein, dass dieser Zweck sich in der Gegenwart nicht erfüllen ließe, sondern nur in der Vergangenheit.
---
Was vergangen ist, ist vergangen, und es ist wohl der Gegenwart entgegen schon gar nicht angemessen, ihr die Vergangenheit anlasten zu wollen, denn die Gegenwart schenkt einem doch nur die Gelegenheit daraus etwas anderes oder auch Neues machen zu können?!

Nichts geschieht von allein und irgendwo muss die Ursache dazu sein, doch Gegenwart ist stets mehr, als Vergangenheit, denn nur Vergangenheit, die von der Gegenwart noch mit getragen wird, ist in der Gegenwart auch von Bedeutung. Ursachen in der Gegenwart aber auf die Vergangenheit zu richten, wäre in der Tat wohl meist Zeitverschwendung.

Nehmen wir nur mal das Leben eines Menschen im Vergleich zu einem hoch entwickelten Leben aus einer anderen Welt, und den Kampf dieses Lebens gegen alle Widrigkeiten in seiner Welt, z.B. mit den Viren und Bakterien, auf der Reise seiner Entwicklung. So könnten sich beide hoch entwickelten Lebensarten leicht gegenseitig das Leben schon dadurch nehmen, dass sie sich gegenseitig mit den Viren und Bakterien anstecken und diese austauschten. So wäre in jedem zwar das, aus der eigenen Vergangenheit enthalten, um das zu auszuhalten, womit die Entwicklung gerungen hatte, doch schnell könnten beide Lebensarten sich der Gegenwart nicht erwehren, wenn sie sich mit der Vergangenheit diesbezüglich aus einer anderen Entwicklung auf einen Schlag konfrontiert sähen, welche hart errungen wurde. Ähnliches kann man oft auch beobachten, wenn Menschen der heute gängigen Zivilisation auf native Völker treffen, welche irgendwo zurückgezogen im Regenwald oder sonst wo wohnen und diese infiziert werden mit Krankheitserregern, welchen sie bisher niemals ausgesetzt waren.

So ist die Vergangenheit durchaus wertvoll, wenn sie zur Gegenwart beiträgt oder gar dazu führt, dass diese so wird, dass erst ist, was sie ist, und ohne dem nicht wäre. Doch gilt wohl zu unterscheiden, ob sie beiträgt oder nur die Gegenwart hinderte einzutreten. Und ob es sich wie in dem einen Fall, auf einen naturbezogenen Zusammenhang richtet, oder sich auf die Geistesverfassung und dessen Einstellung bezieht u.dgl.m...

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Ausdruck des Zeitlosen - KiW 15:1:2

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 20 2016, 03:25

Ein Kurs in Wundern - T 15:1:2

Eine Quelle für die wahrgenommene Entmutigung, unter der du leiden magst, ist dein Glaube, dies brauche Zeit und die Ergebnisse dessen, was der Heilige Geist lehrt, würden weit in der Zukunft liegen. Das trifft nicht zu. Denn der Heilige Geist nutzt die Zeit in Seiner Eigenen Weise und ist durch sie nicht gebunden. Die Zeit ist Sein Freund beim Lehren. Sie verschwendet Ihn nicht, wie sie dich verschwendet. Und all die Verschwendung, die die Zeit mit sich zu bringen scheint, ist nur auf deine Identifikation mit dem Ego zurückzuführen, das die Zeit dazu benutzt, seinen Glauben an die Zerstörung zu unterstützen. Wie der Heilige Geist benutzt auch das Ego die Zeit, um dich davon zu überzeugen, dass Ziel und Ende des Lehrens unausweichlich sind. Für das Ego ist das Ziel der Tod, der dessen Ende ist. Für den Heiligen Geist jedoch ist das Ziel das Leben, das kein Ende hat.
---
Das rennen in einer Richtung, als ob's das ein und alles wäre, ist von der Art, wie das Ego die Zeit nutzt, denn es versucht alles zum eigenen Zwecke zu nutzen, weil es keinen anderen kennt als diesen und immer geht diesem doch letztlich die Zeit aus.

Vergleichbar damit, wie wenn man etwas losschleudert, nur um einen Effekt zu haben. Ohne sich die Zeit zu nehmen, was ja von Lieblosigkeit zeugte, dem jeweiligen gegenüber, da man so die Zeit dann ja gegen dieses richtete, und nicht für diese Dinge aufwendete, um sich damit so zu befassen, wie es dem Dinge selbst entspricht dieses auch zu gebrauchen und um dem so gerecht zu werden.

Nicht die Entsprechung der Massen zeugt von der Richtigkeit einer Sache, sondern der Wahrheitsgehalt der Sache selbst. Denn Ersterem entspräche genauso gut auch überbordendes Blendwerk, wenn es über die Massen sich erstreckt, dem Letzteren entspräche doch mehr sich selbst zu erkennen und sich so im rechten Verhältnisse zu verstehen und so ließe sich auch kein unrechter Gebrauch dartuen.

Der Heilige Geist lehrt wohl nicht die Dinge, die er nicht versteht, noch wird er Zeuge von dem sein, was er nicht kennt, noch wird er sich in den Vordergrund drängen, um nach Aufmerksamkeit zu heischen. All dies entspricht dem Zeugen des Vergänglichen und dem Glauben danach, wenn man um solcherlei Dinge ringen würde.

Die Zeit ist knapp, außer für die Wahrheit, die Ausdruck und Zeuge des Zeitlosen ist. Das Lehren des Heiligen Geistes erstreckt sich wohl über die Zeit hinaus und ist daher nicht auf diese beschränkt und so ist die Zeit nicht in Konkurrenz mit diesem, sondern nur Begleiter und Freund.

Wie es an anderer Stelle heißt, "ich muss weniger werden, er muss mehr werden", in Bezug auf die Persönlichkeit (Ego) und die Seele (Heiliger Geist). Denn überzeugte man sich von der Zeit, so würde diese immer zerrinnen, denn Zeit hat es ja an sich, zu vergehen. Überzeugte man sich aber vom höheren Geist, so würde dieser einem auch das Zeitlose beigeben. Obwohl es wohl so sein wird, dass man alles persönliche/niedere Begehrungsvermögen dem Höheren opferte, hat man stets doch nicht weniger sondern mehr, weil alles ja nach seiner Art beizutragen suchte...

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Zeit der Stille - KiW 15:1:1

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 20 2016, 23:34

Ein Kurs in Wundern - T 15:1:1

Kannst du dir vorstellen, was es heißt, keine Sorgen, keinen Kummer und keine Ängste zu haben, sondern die ganze Zeit über einfach vollkommen ruhig und still zu sein? Doch genau dafür ist die Zeit da, um das zu lernen und sonst nichts.
Der Lehrer Gottes kann sich nicht mit Seinem Lehren zufrieden geben, ehe es nicht all dein Lernen bildet. Er hat Seine Lehrfunktion so lange nicht erfüllt, ehe du nicht ein so beständiger Schüler geworden bist, dass du nur von Ihm lernst. Wenn das geschehen ist, wirst du keinen Lehrer mehr benötigen und keine Zeit, in der du lernst.
---
Braucht man noch sehr viel mehr also als Stille, um den Frieden zu finden, weil man sich selbst so nahe kommt, bis man in sich selbst diese Ruhe findet? Um festzustellen, dass man all die Bekümmernisse gar nicht selbst ist, die man versucht zu besorgen...

Würde man dann noch freiwillig sich dieses Joch umspannen, auch wenn man merkte, dass man es gar nicht braucht? Wohl kaum!

Und so ist es mit vielem, wenn man es erkannt hat, dann möchte man gar nicht mehr da hinein zurück. Bei vielem braucht man es auch nicht, und bei manchem, von dem was erkannt wird, kann man es auch nicht mehr. Denn was als falsch erkannt ist, kann nicht mehr als richtig angesehen werden, so, dass es nicht mehr in der selben Unkenntnis fortgeführt werden kann und nur noch in der Kenntnis dann, dass es daher verkehrt ist.

Auch von daher, dass Kummer und Sorge nicht von Gott her kommt, ist man es vor allem selber, der sich derlei besorget. Erst Stille, dann Frieden, welchem dann die friedliche Tat folgen kann...

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Zweck Selbst - KiW 15:2:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 22 2016, 01:36

Ein Kurs in Wundern - T 15:2:4

Du merkst nicht, wie sehr du deine Brüder dadurch missbraucht hast, dass du sie als Quelle zur Unterstützung des Ego angesehen hast. Folglich legen sie in deiner Wahrnehmung Zeugnis für das Ego ab und scheinen Gründe dafür zu liefern, es nicht loszulassen.
Doch sind sie weitaus stärkere und überzeugendere Zeugen für den Heiligen Geist. Und sie unterstützen Seine Stärke. Deshalb ist es deine Entscheidung, ob sie das Ego oder den Heiligen Geist in dir unterstützen. Du wirst durch ihre Reaktionen merken, für wen du dich entschieden hast.
Ein Gottessohn, der durch den Heiligen Geist in einem Bruder befreit wurde, wird immer als solcher wahrgenommen. Er kann nicht verleugnet werden. Wenn du unsicher bleibst, liegt es nur daran, dass du keine vollständige Befreiung gegeben hast. Und deshalb hast du dem Heiligen Geist nicht einen einzigen Augenblick vollständig gegeben. Denn wenn du es getan hast, wirst du sicher sein, dass du es getan hast. Du wirst sicher sein, weil der Zeuge für Ihn so deutlich von Ihm sprechen wird, dass du hören und verstehen wirst. Du wirst so lange zweifeln, bis du einen einzigen Zeugen hörst, den du durch den Heiligen Geist gänzlich befreit hast. Und dann wirst du nicht mehr zweifeln.
---
Grundsätzlich sind andere ja nicht zum persönlichen Vergnügen da, sondern für den, der sie erschuf und ansonsten für sich selbst, als Zweck seiner Selbst.

So taugen auch alle mehr dazu das Göttliche in ihnen zu erkennen, was jeden umfasst, als das, was nicht allumfassend nun wäre und daher nicht in anderen enthalten oder nicht in der selben Weise und daher nicht allgemeingültig.

Wollte man nun nur alles zu eigenen Zwecken nutzen und den Zweck, dem andere folgen, aberkennen oder überlagen wollen, dann wäre es gleichso, als würde man zuwider dem sein, was der Natur aller, wie auch der eigenen, entspricht.

Missachtet man nun die Natur der Dinge, ist man diesseits oder jenseits davon, entweder dieser ausgeliefert, denn sie unterliegt nicht ja bloß einem selber, sondern ist gemäß dem, was ihre von höherwärts zugewiesen wurde und bleibt so gemäß auch darin unverändert. Oder einem bleibt nur noch das Sinnbild davon, da man ja dem, was man diesem zuwies, und wie es nicht ist, mehr Beachtung gibt, als dem wie es ist und so selbst nicht im Letzteren gefestigt wäre.

So oder so, man kann nicht mehr aus dem machen, wozu es geeignet ist, und als daraus möglich ist, gemäß der Natur der Dinge selbst. Und jeder scheinbare Vorteil, geht auf Kosten dessen, was auch nur überhaupt möglich ist und wird es für den falschen Zweck hergeleitet, dann verfehlt es den rechten und dies zumindest für einen selbst, denn das, was von höherwärts ist, dass bleibt von daher diesem weiter gegeben.

Und so auch jeder eigene scheinbare Vorteil, ist meist nur einseitig und fällt daher auf der anderen Seite bereits wieder um, da eine Seite nicht gleichseitig für Stabilität sorgte, oder es fällt in sich zusammen, und fällt daher nur an und für sich ins Wasser.

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Befreiung - KiW 15:4:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 25 2016, 01:58

Ein Kurs in Wundern - T 15:4:9

Die notwendige Bedingung für den heiligen Augenblick ist nicht, dass du keine unreinen Gedanken hast. Sie ist jedoch, dass du keine hast, die du behalten möchtest. Die Unschuld hast nicht du gemacht. Sie wird dir in dem Augenblick gegeben, in dem du sie haben möchtest. Die Sühne würde es nicht geben, wenn kein Bedarf dafür bestünde. Du wirst so lange die vollkommene Kommunikation nicht annehmen können, wie du sie vor dir selbst verbergen möchtest. Denn das, was du verbergen möchtest, das ist vor dir verborgen. Versuche also beim Üben nur, der Täuschung gegenüber wachsam zu sein, und suche nicht, die Gedanken zu schützen, die du für dich behalten möchtest. Lass sie von der Reinheit des Heiligen Geistes wegleuchten und bringe dein ganzes Bewusstsein zur Bereitschaft für die Reinheit, die Er dir anbietet. So wird Er dich bereit machen, anzuerkennen, dass du Gastgeber Gottes bist und Geisel von niemandem und nichts.
---
Alles, was freigesetzt wird, kann von daher dorthin kehren, woher es ward, und nichts ist, was von diesem der Sohn Gottes behalten möchte, was ihm nicht bereits gegeben ward.

Es wird sich leicht die Neigung finden, das, was man doch nicht ist, aber wovon man irregeleitet sein sollte, zu verteidigen, eben darum, weil man davon irre ward. Doch ist es der umgekehrte Weg, es einfach dorthin kehren zu lassen, woher es ward, damit es in sich Erlösung findet. Denn alles muss zur Quelle zurück kehren, aus welcher es entstammt.

Sofern es also übergeben wird und von dem losgelassen, wem es nicht entstammte, um das vollständig zu machen, woher es entstammt, und sei es nur, damit dieses erkennt, worin es irrte. Doch ist die Befreiung dann beidseitig. Bei dem, der sich fehlidentifizierte und es losgelassen hat, als auch bei dem, der etwas falsch beurteilte und in dem es zu ihm wiederkehren konnte und nur das wiederbringt, was es in seiner Qualität ausmachte, wobei es dann anderweitig rezeptiert wurde.

Wenn alles jetzt ist und nichts darüber hinaus, dann ist Befreiung ebenso Bestandteil. Ebenso das Verfehlen, wie die Sühne, die diesem in der wirklichen Welt unmittelbar folgt, denn worin sollte es Platz finden, als in der Sühne, sofern wie dieses in dem Einen selbst gründet?

Einer der Leitsätze vom Kurs in Wundern ist der: "Ich bin, wie Gott mich schuf."
Mehr braucht es nicht, denn es findet weder mehr darin Platz, als hinein gehört, noch kann weniger daraus werden, als es ist.

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Bedarf an Zeit und Wille - KiW 15:5:8

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 27 2016, 03:11

Ein Kurs in Wundern - T 15:5:8

Jeder auf Erden hat besondere Beziehungen geknüpft, und obwohl dies im Himmel nicht so ist, weiß der Heilige Geist, wie Er ihnen hier einen Hauch des Himmels bringen kann. Im heiligen Augenblick ist niemand besonders, denn deine persönlichen Bedürfnisse kommen niemandem in die Quere, um dadurch deine Brüder anders erscheinen zu lassen. Ohne die Werte aus der Vergangenheit würdest du sie alle als gleich und wie dich selbst sehen. Auch würdest du keinerlei Trennung zwischen dir und ihnen sehen. Im heiligen Augenblick siehst du in jeder Beziehung das, was sie sein wird, wenn du nur die Gegenwart wahrnimmst.
---
Im Himmel sind wohl alle gleich, denn jeder bekommt das, was er braucht, und so herrscht kein Mangel und auch keine besondere Beziehung vor, da es nichts gibt, was besonderer wäre, als Anteil an allem zu haben, was da ist.

Ob die Freiheit im eigentlichen Sinne, die dort vorherrscht, überhaupt als solche hier erfasst und erkannt werden kann? Denn dann würde sie als ein wesentlich höheres Gut angesehen werden müssen, da jedem daran mehr wohl liegen dürfte. Überall hingehen zu können, sich allen Bedürfnissen widmen zu können, sich mit allen austauschen zu können, allerlei erlernen zu können.. gänzlich ohne Zeitmangel...

Aber ist es nun der Zeitmangel, die Ursache der geringen Zugeständnisse an die Freiheit? Oder doch nur der Mangel diese vernünftig zu gebrauchen?

Denn alles, was in der Zeit erwächst und sich darin erstreckt, hat nunmal einen Anfang und ein Ende. So aber muss es auch mit jedem Bedürfnis sein, welches innerhalb von Zeit, bedient werden kann. Denn ebenso muss es einem zeitlichen Rahmen unterliegen, in dem nicht nur die Erledigung erfolgt, sondern auch wodurch dessen Entstehung bedingt wird.

So wie Zeit für Bedarf da ist, ist diese meist auch da, diesen abzudecken, wenn man diese dazu gebraucht, ehe man sich etwas zuwendet, was den Bedarf weiter wachsen lässt. Denn Zeit ist doch nicht mehr, als Wille, und so wie dieser gleichermaßen verteilt und gebraucht wird, dürfte auch hinreichend Zeit für alle Bedürfnisse vorhanden sein.

Etwas anderes mag es mit den Ressourcen sein, wobei die Lösung Global erst hinreichend abdecken wird, und auch die Verteilung des Bedarfs so auch die wenigsten Einbußen irgendwo abfordert. Vom Prinzip aber ist ja genug da, so lange irgendwo Übermaß vorherrscht, wenn es überhaupt genutzt würde. Und wo ein Wille da ist in der Mehrheit, da wird sich auch die Möglichkeit der Organisation und Verteilung finden, sobald das Bedürfnis, welches man selbst von der größten bis zu den kleineren Notwendigkeiten hat, auch von allen bei allen anderen anerkannt wird...

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Eintracht in Ideen - KiW 15:6:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo März 28 2016, 02:29

Ein Kurs in Wundern - T 15:6:7

Durch uns ist es, dass der Frieden kommen wird. Schließe dich mir an in der Idee des Friedens, denn in Ideen kann Geist mit Geist kommunizieren. Wenn du dich so gibst, wie dein Vater Sein Selbst gibt, so wirst du lernen, das Selbstsein zu verstehen. Und darin wird die Bedeutung der Liebe verstanden. Doch denk daran: Verstehen ist vom Geist, und nur vom Geist. Erkenntnis ist folglich vom Geist, und ihre Bedingungen sind mit ihr im Geist. Wärst du nicht eine Idee und nur eine Idee, könntest du nicht mit allem, was je war, in voller Kommunikation sein. Solange du es aber vorziehst, etwas anderes zu sein, oder versuchst, nichts anderes und etwas anderes zugleich zu sein, wirst du dich nicht an die Sprache der Kommunikation erinnern, die du vollkommen kennst.
---
Es ist wohl nicht fern dem, wer mit dem Schwerte tötet, der wird auch selber durchs Schwert umkommen. Denn worin man ist, dem ist auch nahe, dass man doch auch selbiges erfahren wird.

Doch alles kann man sich auch nicht aussuchen. Denn worin das Selbst ist, das kann man sich als Mensch nicht aussuchen, und doch wird einem dieses immerfort begegnen. Aber so auch anderen und auch durch sie wiederum einem selber.

Auch nutzt es wenig, sich dann anders zu sehen, so wie man es möchte, sondern man kommt nicht daran herum, sich damit zu befassen, denn es ist alles, was einem überhaupt begegnen kann darin enthalten, wenn auch vielleicht in einer anderen Weise, als man es für sich gern hätte. Und so auch das, was einem begegnet, und es findet sich nicht darin, und so gern man es auch hätte oder wäre, es bleibt doch einem ferne, denn es geht nicht mit einem.

Man ist also mehr wie eine Art Zusatz in dem Zusammenhang als Mensch, und bekommt ohnehin nur einen Bruchteil mit, von dem, was sich darin alles abspielt. Aber wie man sich vereint in einer Idee, welche dann einen mit dem Selbst verbindet und das Selbst mit anderen ebenso, darin findet man Frieden oder etwas anderes vor, ganz nach der Idee, derer man sich nun anschließt.

So sehr man sich auch für schlauer halten mag, als es das Selbst ist, so sehr wird man auch nicht man selbst sein, was ohnehin wohl nicht selten der Fall ist. Denn man möchte schnell das Bessere, statt das, was da ist, wodurch dieses ebendrum nicht besser wird, da man ja nicht dazu dann beitrüge.

Auf Dauer kann man es sich auch nicht leisten, denn irgendwann ist beides voneinander soweit entfernt, dass man evtl. das ein oder andere einbüßt. Es ist zwar noch da, aber es gehört nicht mehr zu einem oder man zu diesem, weil man es selbst nicht mehr ist, sofern man die Pflege dessen vergisst.

Ebenso können sich aber auch neue Anteile finden, oder auch alles, worin man erwacht, denn es ist da, man weiß nur noch nichts davon, so lange man dieser Ebene nicht beizukommen vermag. Manchmal ist es auch ganz gut so, denn wenn man ebenso damit nicht vernünftig umzugehen wüsste, wird es besser für einen sein, erst daran zu kommen, wenn man damit ansatzweise auch umgehen kann und es so tatsächlich als hilfreiche Zugabe erweisen würde...

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Idee des Gebens - KiW 15:9:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 31 2016, 00:48

Ein Kurs in Wundern - T 15:9:5

Wenn du den Heiligen Geist dir nur von Gottes Liebe berichten lassen würdest und vom Bedürfnis deiner Schöpfungen, immerdar bei dir zu sein, dann würdest du die Anziehungskraft des Ewigen erfahren. Niemand kann Ihn davon sprechen hören und noch lange hier verweilen wollen. Denn es ist dein Wille, im Himmel zu sein, wo du vollständig bist und ruhig, in so sicheren und liebevollen Beziehungen, dass jede Begrenzung unmöglich ist. Möchtest du deine kleinen Beziehungen nicht dafür eintauschen? Denn der Körper ist klein und begrenzt, und nur die, die du ohne die Grenzen siehst, die das Ego ihnen auferlegt, können dir die Gabe der Freiheit anbieten.
---
Einfach ist es ja schon, da das, was man zulässt und gibt, auch einem wieder gegeben werden kann. Denn was nicht da ist, kann nicht gegeben werden, so auch nicht das, was man nicht gegeben und für sich behalten hat oder möchte.

Ebenso das, was man in anderen sieht, denn es ist der Rahmen, den man ihnen einräumt. Nicht wie sie an sich oder mit anderen/anderem umgehen, sondern der Rahmen, wie sie mit einem selber umgehen können und was sie einem geben oder einbringen können.

In der Welt ist es widersprüchlich dahingehend, denn es zählt meist, dass zu behalten gilt, was man haben möchte, und das, was man weggibt, verliert man dadurch. Nur sind dies auch meist alles Dinge, die man ohnehin nicht behalten kann, weil sie einem gar nicht gehören.

Und warum ist dies wohl so?
Das, was man gibt, ist nur das, was einem zukommen kann und scheinbar von außerhalb wieder begegnen kann, denn auf alles andere hat man ja gar keine Anspruch. Und was in einer Quelle ist, kann dieser nicht abhanden kommen, denn sonst wäre es ja nicht die Quelle dessen selbst.

Man sollte sich nicht als Ego sehen und damit identifizieren, denn damit geht einem der Zweck dessen verloren, was man über dieses hinaus ist, und ebenso auch der Sinn dessen, was Geben daher tatsächlich bedeutet. Da man diese Idee ja dann nur begrenzen versuchen würde, um so zu vermeinen etwas zu behalten, sich aber selbst aus der Idee des Gebens, wie es umfassend aufgefasst werden kann, damit auszugrenzen versuchte.

Und das, wofür man nicht die Quelle ist, das würde auch dorthin zurück kehren, oder darin verbleiben, und man würde es nicht mitnehmen, wenn man dann weitergehen würde. Ebenso wie man die Gegenstände im Leben nicht mit sich nehmen könnte, wenn man wieder geht. Was anderes wird es noch sein, was man für eine Idee und allgemein hinsichtlich dieser, mit ihnen verbindet u.dgl.m...

Devino Melchizedek

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Befriedung von Sinn und Geist - KiW 9:7:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Apr 02 2016, 00:55

Ein Kurs in Wundern - T 9:7:8

Sage dir jedesmal, wenn du deinen Wert infrage stellst:

Gott Selbst ist ohne mich unvollständig.

Denke daran, wenn das Ego spricht, und du wirst es nicht hören. Die Wahrheit über dich ist so erhaben, dass nichts, was Gottes unwürdig ist, deiner würdig ist. Entscheide also, was du in diesem Sinne willst, und nimm nichts an, was du nicht Gott als gänzlich für Ihn angemessen schenken würdest. Du willst nichts anderes. Gib Ihm deinen Teil zurück, und Er wird Sich dir ganz schenken dafür, dass du zurückgibst, was Ihm gehört und Ihn vollständig macht.
---
Die Botschaft ist oft klar und deutlich, und doch braucht sie etwas, was sich für diese bereitet hat, denn auf dem Grund, der diese nicht tragen kann, kann diese weder ansetzen noch sich ausbreiten.

An sich kann man sogar gar nicht hinreichend über sich selbst urteilen und sprechen, denn man landet schnell bei dem, was gar nicht einem allein eigen ist, um sich darüber in Urteilen zu ergehen.

Bei der Sinnenbefriedung allein, macht man sich klein, denn man geht in einen Kreislauf ein, der vermittelst eines Sinnes ein Sinnesobjekt zum Begehrungsvermögen zuführt, was zur Willensformulierung hergenommen wird. Und es ist deswegen klein, denn es fasst meist nicht mehr, als das, was man bloß zu eigenen Zwecken möchte, wenngleich man vielleicht auch nur in der Weise unfrei, ja sogar wahrscheinlich unfrei handelt.

Möchte man aber zur Beförderung des Geistes beisteuern, wird wohl praktische Vernunft zur Willensformulierung mehr taugen. Denn des Geistes Natur ist durchaus Vernunft, wenngleich unter vielleicht noch weiteren und anderen Gesetzen, als diese, die dem Menschen allgemein bekannt sind.

Ja, man wird wohl Gott seinen Teil zurück geben müssen, denn darin findet sich auch alles weitere, von dem, was ist und so kann das eine wie das andere nicht vollständig sein. Und der Anteil, den man gibt ist wohl immer noch stets geringer, als der, den man daher empfangen würde.


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Der Taten drang - KiW

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 06 2016, 01:37

Ein Kurs in Wunden - T 13:9:5
Bürde ihm seine Schuld nicht auf, denn seine Schuld liegt in seinem heimlichen Gedanken, dass er dir dies angetan hat. Möchtest du ihn denn lehren, dass er Recht hat in seinem Wahn? Die Idee, dass der schuldlose Sohn Gottes sich selbst angreifen und schuldig machen kann, ist wahnsinnig. Glaube das nicht, in keiner Form und in niemandem. Denn Sünde und Verurteilung sind dasselbe, und Glaube an das eine ist Vertrauen auf das andere, was nach Strafe statt nach Liebe ruft. Nichts kann Wahnsinn rechtfertigen, und nach Strafe für dich selbst zu rufen muss wahnsinnig sein.
---
Mit etwas Abstand oder ernüchtert und desillusioniert ob einer Sache sein, mag diese ganz anders aussehen, als die ein oder andere durchgegangene Fantasie es zeichnen mag. Und von dieser ausgehend etwas zu machen, kann wohl schnell in irgend welchen verrückten oder wahnsinnigen Taten münden. Denn so gesehen macht man mit etwas, etwas, was damit gar nichts zu tuen hat, sondern mit der eigenen Fantasie hinsichtlich dessen bloß.

Ist das nun selten oder häufiger an sich der Falle wohl?
Wenn man von der Summe, die den Menschen ausmacht in seine Vielschichtigkeit absieht, wäre es wohl sehr oft der Fall. Sieht man wiederum davon ab und ginge von der Vielseitigkeit aus, dann greifen wohl ebenso häufig irgend welche anderen Bestandteile, die zusammen doch noch mehr ausmachen, als jetzt nur das, was durch Fantasie bedingt dabei herum käme.

So ergibt sich ein buntes Wechselspiel, denn so wie alles nicht getrennt eine Summe in einem ergibt, ergibt sich dieses nicht weniger im Zusammenspiel mit allem anderen, was eine andere Summe bloß ergibt, aber die Sachen nach ihrer Art und ihrer Natur nach doch immer wieder zu einem anderen Nenner kommen, als man dabei denkt.

Eigentlich ist man auch immer Vorbild für etwas, denn man ist ja von vielen Formen umgeben, die auch erst noch dahin arbeiten, an der Stelle zu stehen und mit dem umzugehen, wie man mit diesem im kleineren hin gesehen umgeht. Und so bleibt man immer gefordert, es allein deswegen schon besser zu machen, um nicht das zu verderben, was auch immer da sei.

Es bleibt nicht aus also mit guter Tat voran zu schreiten...

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Heiligkeit - KiW 14:2:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 06 2016, 23:06

Ein Kurs in Wundern - T 14:2:5

Wenn du irgendjemanden lehrst, dass die Wahrheit wahr ist, lernst du es mit ihm.
Und so lernst du, dass das, was am schwierigsten erschien, das Leichteste ist. Lerne, ein glücklicher Schüler zu sein. Du wirst nie lernen, aus nichts alles zu machen. Doch sieh, dass dies dein Ziel war, und sieh ein, wie töricht das war. Sei froh darüber, dass es aufgehoben ist, denn wenn du es mit einfacher Ehrlichkeit ansiehst, dann ist es aufgehoben. Ich sagte bereits: "Gib dich nicht mit nichts zufrieden", denn du hast geglaubt, nichts könne dich befriedigen.
Es ist nicht so.
---
Das fast aberwitzige ist ja mit unter, wenn das Ego sich verteidigen möchte. Und was Einfachheit im wesentlichen bedeutet, erkennt man eben auch darin, wenn man nun fragte, was es denn überhaupt verteidigt?

Denn was gehört dem Ego nun überhaupt und was ist da so wichtig um von diesem verteidigt zu werden? Das nur ehrlich hinterfragt und bei sich angewandt, könnte folgendes offenbaren: Möchte man in den Umständen und Zuständen, in welchen auch immer man sich befinden sollte, auf unbestimmte Dauer aufbewahren und darin verbleiben? Wenn nicht, dann gibt es da wohl auch nichts zu verteidigen. Denn weit besser wäre man dann dran und könnte erleichtert daraus hervortreten, wenn man es zu Gunsten der Einfachheit opfert, statt es aufrecht erhalten zu suchen.

In Anbetracht der Heiligkeit, die einen erwartet, nachdem man alles überwunden hat, gibt es wohl nichts von den vorübergehenden Dingen, die man dann noch wirklich behalten möchte. Deswegen sollte man sich nicht mit nichts zufrieden geben. Denn man schiebt die Heiligkeit nur in die Ferne, die wohl ein jedes Kind und ein jeder Sohn Gottes am meisten missen mag, damit alles einen viel tieferen Sinn und Zweck erhält und erfährt.

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Wahrheitsgehalt und Tragweite - KiW 14:3:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Apr 09 2016, 01:23

Ein Kurs in Wundern - T 14:3:9

Jedesmal, wenn du beschließt, Entscheidungen für dich selber zu treffen, denkst du zerstörerisch, und die Entscheidung wird falsch sein. Sie wird dich wegen des Entscheidungskonzepts, das zu ihr führte, verletzen. Es ist nicht wahr, dass du Entscheidungen von dir aus oder für dich allein treffen kannst. Kein Gedanke des Gottessohnes kann in seiner Wirkung separat oder isoliert sein. Jede Entscheidung wird für die ganze Sohnschaft getroffen, wird nach innen und außen gelenkt und beeinflusst eine Konstellation, die größer ist als alles, wovon du je geträumt hast.
---
Hierbei zeigt sich, wie wenig es möglich ist, ganz unabhängig und ohne Tragweite, mit der Wahrheit umzugehen. Selbst die kleinsten Moleküle, und je kleiner desto leichter wohl auch, werden durch einen beeinflusst. So gibt es nicht wenige Wesen bei jedem, für welche man als Vorbild jederzeit agiert, und die von einem lernen, zu dem zu werden, was man selbst ist.

Es ist ja auch wissenschaftlich heute bereits erwiesen, dass man mit seinen Gedanken die kleinen Partikel durchaus beeinflussen kann. Man kommt da gar nicht raus oder darum umhin, in all dem daher Vorbild zu sein.

Andererseits ist das, was für einen unermesslich groß sein mag auch dabei für einen selber Vorbild zu sein, vielleicht ganz ohne das man davon etwas merkt, ja meist wird es wohl so sein, denn auch von den kleineren Partikeln wird man ja nicht so erkannt, wie man sich selbst nun erfährt und erkennen kann.

So bekommt man vieles auch gar nicht erst hin, wenn es einem nicht irgendwo vorbereitet zur Verfügung stünde und dabei geholfen würde. Ganz so, wie wenn eine Zimmerpflanze sich nicht selber mit Wasser versorgen könnte, so viel man dieser auch zureden mag, sich welches am Wasserhahn selber zu holen.

Also bleibt man nicht nur in der Verantwortung, für alles, wofür man selber Vorbild ist, sondern ebenso auch anerkennend und angemessen mit allem umzugehen, was einem für das Leben im großen ganzen bereit gestellt wird.

Da ja nicht jeder an den selben Dingen dran ist und auch nicht in den Konstellationen steckt, kann man nicht alles zugleich jedem nahelegen oder in gleicherweise verfahren, wie sonst irgend ein anderer. In einem Fall kann es sein, dass man durch bestimmte Emanationen etwas zugeführt bekommt und mit diesen bloß agiert, durch welche es wieder zu anderen gelangt. Im anderen Fall ist alles derart in einem, dass man gar nicht etwas machen kann, ohne überhaupt direkte Auswirkungen auf all dieses. In einem weiteren Falle ist vielleicht alles nur Maya oder bloß psychologisch. Und forderte man nun jeden auf, in gleicher weise zu verfahren, würde es immer noch überall eine andere Wirkung zeitigen, ganz gemäß dem, worin etwas ist.

Doch je mehr Wahrheit da ist, so kann man annehmen, dass umso mehr auch alles tatsächlich eine Wirkung hat, ganz nach Wahrheitsgehalt und desto mehr aber auch alle Auswirkung mit dem, was verpatzt wird. Oft mag man sich gar wundern, welche Tragweite dadurch entsteht, wenn man konsequent sich etwas erarbeitet, nur umso mehr kann man sich dann nicht mehr nur als für sich allein für etwas entscheiden, denn dann entscheidet man, wie in dem Absatz aus KiW auch dafür, dass es allem was man nicht einbezieht, dann schaden könnte oder auch nicht...

Dennoch ist es eine Frage worauf sich etwas bezieht, denn eine Sache ist es mit dem Ego, eine andere mit irgend welchen Lebewesen. Wenn etwas mehr nur psychologisch ist, kann oder muss man damit anders umgehen, als wenn etwas Wesenhaftes dahinter steht und für alles muss man sich eben auch die notwendige Zeit nehmen, von Vorbereitung bis zur Nachbereitung und allem was dazwischen liegt.

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Achtung vor dem Wesenhaften - KiW 14:4:8

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 10 2016, 23:45

Ein Kurs in Wundern - T 14:4:8

Es ist nicht deine Aufgabe, die Wirklichkeit zu machen. Sie ist ohne dein Machen da, aber nicht ohne dich. Du, der du versucht hast, dich selber wegzuwerfen, und Gott so gering geschätzt hast, höre mich für Ihn und für dich selber sprechen. Du kannst nicht verstehen, wie sehr dich dein Vater liebt, denn in deiner Erfahrung der Welt gibt es keine Parallele, die dir helfen könnte, es zu verstehen. Es gibt nichts auf Erden, was sich damit vergleichen ließe; und nichts, was du jemals getrennt von Ihm empfunden hast, hat auch nur entfernte Ähnlichkeit damit. Du kannst nicht einmal einen Segen in vollkommener Sanftmut geben. Wie kannst du um Einen wissen, Der auf ewig gibt und Der nichts als Geben kennt?
---
Es wird sich oft und gern verschätzt, was die Einsicht in das Wesen der Dinge und die Fähigkeiten diese zu handhaben anbetrifft. Etwas nur dem Gefühl oder Verstand nach zu benennen, ist ja noch lang nicht das, was mit jenen Dingen zu tuen hat.

Selbst auch nur irgendein Eindruck von etwas, der irgendwohin interpretiert wird, ist noch bei weitem keine Handhabe. Und doch wird oft dann schon vermeint, etwas sogleich beurteilen zu können oder gar zu müssen.

Weitreichender ist dann tatsächlich ein gewisses Gewahrsein und in irgend einer Verbindung dahin zu stehen, meist vermittelst einer bestimmten Art von Körper. Und selbst das ist immer noch keine Handhabe darüber, oft nicht einmal eine angemessene Einschätzung dessen, was etwas nun bedeutet und womit es alles zu tuen hat.

Nur das gibt vielleicht einen kleinen Eindruck, wie viele Schritte hin zu dem notwendig sind, ehe man nun tatsächlich etwas handhaben könnte. Und dann ist man immer noch ein ganzes Stück davon entfernt, etwas zu erschaffen.

Noch viel weitreichender ist es nun zu meinen in das, was von Gott ist, einblicken zu können oder Ihn zu erkennen, in dem was und wie er ist. Und doch wird zu leichtsinnig so getan, als würde man etwas für Ihn, den man nicht erkennt, also tuen...

In erster Linie zeigt sich wahrhaftiges Erkennen wohl darin, Respekt und Achtung vor allem zu entwickeln, von dem, was einem sich offenbaren mag und allem entgegen, was auch immer von Wesenhaftigkeit zeugt. Dann sind selbst Begriffe ein kostbares Gut, was achtsam gepflegt und eingesetzt wird und nicht dass bloß alles Mittel zum einem beliebigen Zweck bloß sei.

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Verbundenheit und Vereinigung - KiW 14:7:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Apr 14 2016, 00:46

Ein Kurs in Wundern - T 14:7:1

Was willst du? Licht oder Dunkelheit, Erkenntnis oder Unwissenheit sind dein, aber nicht beides. Gegensätze müssen zusammengebracht, nicht getrennt gehalten werden. Denn ihre Trennung ist nur in deinem Geist, und sie werden durch Vereinigung versöhnt, genau wie du. In der Vereinigung muss alles, was nicht wirklich ist, verschwinden, denn Wahrheit ist Vereinigung. Wie Dunkelheit im Licht verschwindet, so verblasst die Unwissenheit, wenn die Erkenntnis dämmert. Die Wahrnehmung ist das Medium, durch das Unwissenheit der Erkenntnis überbracht wird. Doch muss die Wahrnehmung ohne Täuschung sein, denn sonst wird sie zum Boten der Unwissenheit anstatt zum Helfer bei der Suche nach der Wahrheit.
---
Einheit und Vereinigung, nur zu gern ins Feld geführte Begriffe und doch oft genug auch missverstanden...

Wenn es nur um die Vereinigung im Sinne körperlicher Verbundenheit geht, und damit sei keineswegs nur materielle Physikalität gemeint (denn es gibt ja verschiedene Arten von Körpern), dann kann es nur zu schnell zu Verklumpungen, Heteronomie, Fremdbeeinflussungen, Fehlidentifikationen und allerlei Pfusch führen. So wird es schnell mehr kontraproduktiv denn förderlich sein ausarten.

Anders sieht es nun aus, wenn man es auf den Geist bezieht. Denn hier bedeutet es meist Dissoziation, was nicht in Einheit ist. Oft mag hierauf kaum geachtet werden, zugunsten bloß körperlicher Annehmlichkeiten, was vielleicht nur das überzeichnet, worin Einheit zu suchen wäre und was nun geistige Verbundenheit bedeutete und was einen ganz anderen Anspruch stellte.

Denn ist man mit sich eins, dann auch leicht mit allem anderen. Ist man in sich gespalten, dann wird man nicht in der Lage sein, etwas außerhalb zu verbinden, weil man nur das kann, was man können kann. Und wie will man außerhalb sich, nun das errichten, was man so gar nicht in sich zustande brächte?

Man überzeugt sich zuerst selber, von diesem oder jenem und dehnt dieses auch aus sodann. Einheit ist letztlich geistig bei sich zu vollbringen und dann kann man es auch erst nach außerhalb ausdehnen.

Mehr aber indem, dass man diese anbietet und nicht mittels Anhänglichkeit oder Anhaftung oder körperlicher Umklammerung jeglicher Art irgend eine Wirkung bloß erzielend und zu bewirken suchend, den Geist aber doch nicht zu heilen.. den eigenen versteht sich.. was auch sonst?

Ohnehin sollte man möglichst nur das anfassen, was man auch kann, denn was soll sonst auch daraus und damit werden von daher?!

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Nur den Frieden Gottes will ich wollen - KiW L185

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 17 2016, 11:52

Ich will den Frieden Gottes.

1. Diese Worte zu sagen ist nichts. Doch diese Worte zu meinen ist alles. Wenn du sie auch nur einen Augenblick lang meinen könntest, wäre kein weiterer Kummer in irgendeiner Form, an irgendeinem Ort oder zu irgendeiner Zeit mehr für dich möglich. Der Himmel wäre dem völligen Gewahrsein vollständig wiedergegeben, die Erinnerung an Gott völlig wiederhergestellt, die Auferstehung der ganzen Schöpfung voll und ganz wiedererkannt.

2. Niemand kann diese Worte meinen, ohne geheilt zu werden. Er kann weder mit Träumen spielen noch denken, dass er selbst ein Traum ist. Er kann nicht eine Hölle machen und denken, sie sei wirklich. Er will den Frieden Gottes, und der wird ihm gegeben. Denn das ist alles, was er will, und das ist alles, was er empfangen wird. Viele haben diese Worte gesagt. Doch wenige fürwahr haben sie gemeint. Du brauchst nur auf die Welt zu schauen, die du um dich herum siehst, um dich davon zu überzeugen, wie wenige es sind. Die Welt wäre vollständig verändert, wenn nur zwei darin eins würden, dass diese Worte das Einzige ausdrücken, was sie wollen.

3. Zwei Geister mit einer einzigen Intention werden so stark, dass das, was sie wollen, zum Willen Gottes wird. Denn Geister können sich nur in Wahrheit miteinander verbinden. In Träumen können zwei nicht dieselbe Absicht miteinander teilen. Für jeden ist der Held des Traums ein anderer, und das erwünschte Resultat ist nicht dasselbe für die beiden. Verlierer und Gewinner wechseln nur in sich verändernden Mustern hin und her, während das Gewinn‑Verlust‑ und das Verlust‑Gewinn‑Verhältnis einen anderen Aspekt oder eine andere Form annehmen.

4. Doch ein Traum kann nur Kompromisse bringen. Manchmal nimmt er die Form von Vereinigung an, aber nur die Form. Die Bedeutung muss dem Traum entgehen, denn Kompromisseschließen ist das Ziel des Träumens. Geister können sich in Träumen nicht vereinen. Sie schließen nur einen Handel ab. Und welcher Handel kann ihnen den Frieden Gottes bringen? Illusionen kommen, um seinen Platz einzunehmen. Und was er bedeutet, entgeht dem Geist, der schläft und auf Kompromiss bedacht ist zu seinem eigenen Vorteil und des anderen Schaden.

5. Wirklich meinen, dass du den Frieden Gottes willst, heißt, allen Träumen zu entsagen. Denn niemand meint diese Worte, der Illusionen will und daher nach den Mitteln sucht, die Illusionen mit sich bringen. Er hat auf sie geschaut und sie als mangelhaft befunden. Jetzt sucht er, über sie hinauszugehen, da er begreift, dass ein weiterer Traum nicht mehr als alle andern bieten würde. Träume sind für ihn eins. Und er hat gelernt, dass ihr einziger Unterschied ein Unterschied der Form ist, denn einer wird dieselbe Verzweiflung und dasselbe Elend bringen wie alle übrigen.

6. Der Geist, der meint, das Einzige, was er will, sei Frieden, muss sich mit anderen Geistern verbinden, denn genauso wird der Frieden erlangt. Und wenn der Wunsch nach Frieden echt ist, werden die Mittel, ihn zu finden, in einer Form gegeben, die jeder Geist, der in aller Ehrlichkeit nach ihm sucht, verstehen kann. Welche Form die Lektion auch immer annimmt, sie ist für ihn geplant in einer solchen Weise, dass er sie nicht missverstehen kann, wenn er aufrichtig bittet. Doch wenn er unaufrichtig bittet, dann gibt es keine Form, in der die Lektion angenommen und wahrhaft erlernt werden könnte.

7. Lass uns heute unsere Übung der Einsicht widmen, dass wir die Worte wirklich meinen, die wir sagen. Wir wollen den Frieden Gottes. Das ist kein eitler Wunsch. Diese Worte bitten nicht darum, dass uns ein weiterer Traum gegeben werde. Sie bitten nicht um Kompromisse, noch versuchen sie, einen weiteren Handel abzuschließen in der Hoffnung, dass es doch noch einen geben könnte, der dort zum Erfolg führt, wo alle anderen gescheitert sind. Diese Worte zu meinen erkennt an, dass Illusionen umsonst sind, und bittet um das Ewige anstelle der wechselhaften Träume, die sich in dem, was sie anbieten, zwar zu ändern scheinen, jedoch eins sind in ihrer Nichtigkeit.
---
Kompromisse muss man eingehen, was den Umgang mit anderen anbetrifft, aber nicht wider dem, was wahr ist. Wahrheit kann nicht für jeden etwas anderes bedeuten, aber in allem kann die Bedeutung der Wahrheit sich ausdrücken, von dem, worin sie ist.

Man ist immer wider die Wahrheit, wenn man hinsichtlich dieser einen Kompromiss eingeht und einen Ersatz für sich akzeptiert. Denn wie die Lektion aus dem Kurs sagt, hätten alle den Frieden Gottes angenommen, wäre die gesamte Welt vollständig in Frieden gehüllt.

Nach außen hin drückt sich nur das aus, was innen sich regt. Es ist also letztlich doch meist das Problem der inneren Einstellung und dem, wie man sich selbst annimmt. Es wird wohl auch alles angenommen werden müssen, von dem, was man glaubte zu sein, es aber nicht ist, denn wenn man es bereits glaubte, dann muss man sich eines besseren belehren, um dann das zu glauben, was ist.

Worte allein genügen der Wahrheit nicht, aber sie können Ausdruck von dieser sein, oder sonst von allem, was man glaubt, wie es wohl nicht anders sein kann. Selbst dann, wenn man etwas anderes meint, ist das, was in einem steckt und angenommen wurde, im guten wie im schlechten, auch das, was sich mit ausdrückt. Und in dieser Selbsterkenntnis fängt die eigene Wahrheit an zu wachsen.

In tiefster Wahrheit gibt es also nichts, was anders ist, als Gott es beabsichtigt hat. Im Traum den jeder vor sich hegt, mag es noch anders sein. Und doch ist die Zeit des Erwachens da. Sie ist nämlich zuerst da, in all dem, was man nicht wahr haben möchte und wo man sich irrt, es aber doch glaubt und dann in dem, was das wieder aufhebt, weil es doch nicht ganz so wahr war.

Niemand kann sich mit einer Ersatzwirklichkeit zufrieden geben, wenn Gottes Frieden das Erbe ist und nirgends sonst gibt es auch selige Ruhe und umso weniger, je weiter man davon sich entfernen sollte.. und doch selbst hier kann man sagen, ist es auch gut so rum...


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Widerspiegelungen - KiW 14:10:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Apr 19 2016, 00:59

Ein Kurs in Wundern - T 14:10:1

Wenn keine Wahrnehmung zwischen Gott und Seinen Schöpfungen oder zwischen Seinen Kindern und den ihren steht, muss die Erkenntnis der Schöpfung ewig weitergehen. Die Spiegelungen, die du in der Zeit in den Spiegel deines Geistes annimmst, bringen die Ewigkeit nur näher oder weiter in die Ferne. Aber die Ewigkeit selbst liegt jenseits aller Zeit. Reiche aus der Zeit hinaus und berühre sie mit Hilfe ihrer Spiegelung in dir. Dann wirst du dich weg von der Zeit der Heiligkeit zuwenden, so sicher, wie die Widerspiegelung der Heiligkeit jeden aufruft, alle Schuld wegzulegen. Spiegele den Frieden des Himmels hier wieder, und bringe diese Welt zum Himmel. Denn die Widerspiegelung der Wahrheit zieht einen jeden hin zur Wahrheit, und indem er in sie eingeht, lässt er alle Widerspiegelungen hinter sich.
---
Genau genommen, ist alles Widerspiegelungen, was nicht die Sache direkt ist. Auch ist eine Bewegung hin Richtung eines Spiegels, eine Bewegung weg von dem, was gespiegelt wird. Und doch dazu abhängig, was gespiegelt wird, hilft es eben jenes besser zu erkennen.

Widerspiegelung der Natur des Geistes ist wohl das Gewöhnlichere im Niederen, im Höheren hingegen, hebt sich gerade dieses davon ab, dass immer weniger Spiegel die direkte Sicht trüben oder verstellen.

So geht es dahin, dass Wahrnehmung, welche letztlich nur ein Filter ist, ungefiltert sich in der Erkenntnis allen Göttlichen aufhebt und in diese übergeht. Wenngleich bei der einen oder anderen Sichtweise ein Filter zu größerem Kontrast führen und vorübergehend von Nutzen sein mag.

Ohne in der Wahrheit gefestigt zu sein, wäre es für all dieses, was nicht darin ist, jener direkt ausgesetzt zu sein, der Tod. Hingegen für alles, was darin gefestigt ist, ist es die Selbsterkenntnis.

Also kann es wohl verschiedene Ansichten und Sichtweisen geben, jedoch nur eine Wahrheit. Ist man gänzlich in dieser, dann gibt es keine verschiedenen Sichtweisen, sondern die eine, die alle vereint hält.

Daher gilt es langfristig alles abzulegen, was dieser einen Schau, in einem Selbst, zuwiderläuft, denn man verliert nichts und gewinnt alles.

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Von Gegenwart und Zukunft - KiW 14:10:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Apr 19 2016, 23:59

Ein Kurs in Wundern - T 14:10:8

Das Ego ist unfähig, Inhalt zu verstehen, und interessiert sich auch gar nicht für ihn. Wenn die Form für das Ego akzeptabel ist, muss auch der Inhalt akzeptabel sein. Sonst greift es die Form an. Wenn du glaubst, du verstündest etwas von der "Dynamik" des Ego, dann lass mich dir versichern, dass du nichts davon verstehst. Denn aus dir selbst könntest du sie nicht verstehen. Das Studium des Ego ist nicht das Studium des Geistes. Tatsächlich genießt es das Ego, sich selber zu studieren, und zollt dem Unterfangen von Schülern, die es "analysieren" möchten und damit seine Wichtigkeit gutheißen, vollen Beifall. Dabei studieren sie nur eine Form mit einem bedeutungslosen Inhalt. Denn ihr Lehrer ist unvernünftig, obzwar sorgsam darauf bedacht, diese Tatsache hinter eindrucksvoll klingenden Worten zu verbergen, denen jedoch jeglicher zusammenhängende Sinn fehlt, sobald man sie zusammenfügt.
---
In einer Fernsehsendung wurde analysiert, dass es sehr häufig und bei vielen neuen Entdeckungen sich rausgestellt hat, dass mehrere Menschen, scheinbar ganz unabhängig voneinander, also ohne voneinander zu wissen, ganz ähnliche Erfindungen gemacht hatten. Ja selbst zeitgleich sogar ein Patent auf eine ganz ähnliche Entdeckung eingereicht haben.

Man folgerte daraus, dass womöglich, selbst wenn einer mit einer solchen Idee ausfiele, und diese vielleicht gar nicht hervorbringen könnte, doch anzunehmen ist, dass ein anderer diese dann hervorbringt, wenn es an der Zeit ist. Es könnte vielleicht so weitreichend sein, dass gar nichts in der Weise verloren ginge...

Zwar ist man noch nicht ganz so weit, anzuerkennen allgemeinhin, dass es doch nicht alles der Natur des Zufalls nur entspringt, sondern weit mehr wohl intelligent eingebracht und gelenkt ist, und es unzählige Arten von Wesen gibt, welche vielleicht gar parallel neben uns existieren könnten, von denen man noch gar keine Vorstellung oder eine Ahnung auch nur bisher hat.

Wer weiß also, wer und was alles an etwas beteiligt ist. Man nehme auch nur einen Logos, Manu, Chohane und Bodhisattvas und noch einiges mehr dazu, was Hand in Hand seinen Anteil dazu beiträgt, das wird was werde und das ist was ist, damit Sinn entsteht und hinzukomme.

So gibt es kaum etwas, was einer wirklich nur als seins ausgeben kann und selbst wenn dem so sei, dann steht es anderen immer noch frei es auch noch zu verwirklichen und so auch als seines Anteils anzusehen. So dass der Inhalt verschiedene Formen annehmen kann und es auf manche Dinge ankommt, auf andere weniger.

Man braucht sich nicht zu wundern, wenn sich doch noch alles als ganz anders raustellt, als es scheint, denn oft ist das, was für etwas gebraucht wurde, für etwas ähnliches nicht mehr tauglich, aber dafür für ganz andere Dinge. Und so ist es auch die Frage, wohin die Reise des Menschen weitergehen mag und vielleicht in etwas ganz anderem mündet, als was man sich derzeit alles zurechtlegen mag, was nun die Zukunft sein soll...

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Stille, Erinnerungen an zu Hause - KiW L182

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 24 2016, 14:00

LEKTION 182

Ich will einen Augenblick lang still sein und nach Hause gehen.

1. Diese Welt, in der du zu leben scheinst, ist nicht dein Zuhause. Und irgendwo in deinem Geist erkennst du, dass das wahr ist. Eine Erinnerung an zu Hause hört nicht auf, dich heimzusuchen, als gebe es einen Ort, der dich zur Rückkehr riefe, obschon du weder die Stimme wiedererkennst noch woran die Stimme dich erinnert. Und dennoch fühlst du dich hier wie ein Fremder von wer weiß woher. Es ist nichts Eindeutiges, sodass du mit Bestimmtheit sagen könntest, dass du hier ein Verbannter bist. Da ist nur ein beharrliches Gefühl, manchmal nicht mehr als ein winzig kleines Pochen, zu anderen Zeiten kaum erinnert und aktiv abgetan, das aber sicherlich dir wieder in den Sinn kommt.

2. Es gibt niemanden, der nicht wüsste, wovon wir sprechen. Doch einige versuchen, ihr Leiden in Spielen wegzulegen, die sie spielen, um ihre Zeit zu füllen und ihre Trauer von sich fern zu halten. Andere verleugnen, dass sie traurig sind, und sehen ihre Tränen gar nicht. Noch andere behaupten, dass das, wovon wir sprechen, Illusion ist und nur als Traum betrachtet werden sollte. Wer aber würde – in schlichter Ehrlichkeit, ohne Abwehrhaltung und Selbsttäuschung – leugnen, dass er die Worte, die wir sprechen, wohl versteht?

3. Wir sprechen heute für jeden, der auf dieser Erde wandelt, denn er ist nicht zu Hause. Er wandert in endloser Suche ungewiss umher, sucht in der Dunkelheit, was er nicht finden kann, und begreift nicht, was es ist, das er sucht. Er macht sich Tausende von Heimen, doch keines stellt seinen ruhelosen Geist zufrieden. Er versteht nicht, dass er vergeblich baut. Das Zuhause, das er sucht, kann nicht von ihm gemacht sein. Es gibt keinen Ersatz für den Himmel. Alles, was er je gemacht hat, war die Hölle.
---
Niemand kann sich doch mit weniger zufrieden geben, als er in Wahrheit und im Vollständigen besehen ist.

Es heißt sogar sinngemäß wo in den Schriften, dass der Mensch höher noch als die Engel angesehen wird bzw. diese einst befehligen wird u.ä.

Jedenfalls, wenn man die Vollständigkeit nur nehme, ohne irgend welche Eigenheit und Bestimmtheit darin, dann mag es zwar Vollkommenheit sein, aber doch nicht aus sich heraus, sondern an sich.

Deswegen macht man sich wohl auf den Weg, um eben dieses in sich zu finden, nachdem die Reise vollendet ist. Und dies gilt für jeden Sohn Gottes!

So ist das, was einst in die Unvollständigkeit herabstieg, dann in dem es nicht nur in einer Vollkommenheit um sich gehüllt ist, sondern selbst diese in sich erweckt und gefunden hat, mehr, als nur das, was darin ist, aber sich dieser nicht in vollem Maße in und aus sich heraus ebenso bewusst ist.

Darum ist derjenige wohl höher anzusehen, indem, was er sich durch Widrigkeit selbst erarbeitet, als indem er dieses nicht geschmeckt hat und daraus nie erwacht und erwachsen ist.

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Vergebung, eine Funktion für Gott - KiW L192

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 24 2016, 14:00

LEKTION 192

Ich habe eine Funktion, von der Gott möchte, dass ich sie erfülle.

1. Es ist der heilige Wille deines Vaters, dass du ihn vollständig machst und dass dein Selbst sein heiliger Sohn sein soll, auf ewig rein wie er, aus Liebe erschaffen und in Liebe bewahrt, Liebe ausdehnend, in ihrem Namen erschaffend, auf ewig eins mit Gott und deinem Selbst. Welche Bedeutung aber kann eine solche Funktion in einer Welt des Neids, des Hasses und des Angriffs haben?

2. Deshalb hast du eine Funktion in der Welt, die den Begriffen der Welt entspricht. Denn wer kann eine Sprache verstehen, die sein kleines Fassungsvermögen weit übersteigt? Vergebung stellt hier deine Funktion dar. Sie ist nicht Gottes Schöpfung, denn sie ist das Mittel, durch welches die Unwahrheit aufgehoben werden kann. Und wer würde dem Himmel vergeben? Auf Erden aber brauchst du die Mittel, um Illusionen loszulassen. Die Schöpfung wartet nur auf deine Rückkehr, um anerkannt zu werden, nicht um vollständig zu sein.

4. Vergebung schaut sanft auf alle Dinge, die unbekannt im Himmel sind, sieht sie verschwinden und belässt die Welt als eine reine und unbeschriebene Tafel, auf der nun Gottes Wort die sinnlosen Symbole ersetzen kann, die zuvor dort aufgeschrieben waren. Vergebung ist das Mittel, durch das die Angst vor dem Tod überwunden wird, weil er jetzt keine grimmige Anziehung mehr ausübt und die Schuld vergangen ist. Vergebung lässt den Körper als das wahrgenommen werden, was er ist: eine einfache Lernhilfe, die abgelegt wird, wenn das Lernen vollständig ist, aber den, der lernt, in keiner Weise ändert.

5. Der Geist ohne Körper kann keine Fehler machen. Er kann nicht denken, dass er sterben wird, und kann auch keinem erbarmungslosen Angriff zum Opfer fallen. Ärger wird unmöglich, und wo ist dann der Schrecken? Welche Ängste könnten diejenigen noch befallen, die die Quelle allen Angriffs, den Kern der Qual, den Sitz der Angst verloren haben? Nur die Vergebung kann den Geist vom Denken befreien, dass der Körper sein Zuhause ist. Nur die Vergebung kann den Frieden wiederherstellen, den Gott für seinen heiligen Sohn bestimmt hat. Nur die Vergebung kann den Sohn dazu bewegen, wieder auf seine Heiligkeit zu schauen.

7. Wir brauchen aber die Vergebung, um wahrzunehmen, dass es so ist. Ohne ihr gütiges Licht tappen wir im Dunkeln und verwenden die Vernunft nur zur Rechtfertigung unserer Wut und unseres Angriffs. Unser Verständnis ist derart begrenzt, dass das, was wir zu verstehen glauben, nur aus dem Irrtum geborene Verwirrung ist. Wir sind verloren im Nebel wechselhafter Träume und Furcht erregender Gedanken, unsere Augen sind fest verschlossen vor dem Licht, und unser Geist beschäftigt sich damit, das anzubeten, was nicht vorhanden ist.

9. Halte daher niemanden gefangen. Befreie, statt zu binden, denn so wirst du befreit. Der Weg ist einfach. Jedes Mal, wenn dich ein Stich des Ärgers trifft, sei dir klar, dass du ein Schwert über deinen Kopf hältst. Und es wird fallen oder abgewendet werden, je nachdem, ob du beschließt, verurteilt oder frei zu sein. So stellt ein jeder, der dich zum Ärger zu verleiten scheint, deinen Erlöser aus dem Kerkerhaus des Todes dar. Und also schuldest du ihm Dank statt Schmerz.

10. Sei heute barmherzig. Gottes Sohn verdient dein Erbarmen. Er ist es, der darum bittet, dass du jetzt den Weg zur Freiheit annimmst. Verweigere es ihm nicht. Die Liebe seines Vaters zu ihm gehört dir an. Deine Funktion hier auf Erden ist nur, ihm zu vergeben, damit du ihn wieder als deine Identität akzeptieren mögest. Er ist, wie Gott ihn schuf. Und du bist, was er ist. Vergib ihm jetzt seine Sünden, und du wirst sehen, dass du mit ihm eins bist.
---
Durch Ausgleich und Vergebung kommt man raus. Allerdings ohne reinzugehen, ist wohl auch kein reinkommen, und ohne irgendwo gewesen zu sein, kann man davon nicht sprechen und daraus auch nicht als Sieger hervortreten.

Ohne das etwas erprobt wurde, kann es sich nicht bewähren, und ohne bewährt zu sein, kann darauf nichts gestützt werden. Und ohne Grundlage kein Fortschritt in dieser Richtung.

So beißt sich wohl die Katze in den Schwanz und vollführt einen albernen Tanz. Man sollte den Übeln der Welt nicht nachrennen, wenn man auch anders kann. Denn es ist ein Unterschied, ob etwas auf einer kleinen Ebene oder auf einer Weitumspannenden ist. Dann kann die Frage entstehen, ob das Übel im Kleineren übler ist, im hervorbringen, oder doch übler in dem, es weitumspannend auszubreiten.

Aber die Funktion heißt nun Vergebung für die man hier einstehen darf und im bezeugen dessen, was Wahrhaftigkeit ausmacht. Irrtümer können entstehen, Einsicht muss hervorgebracht werden. Der Weg des Leides ist sicher nicht der Erhabenste um zur Einsicht zu gelangen.

Wie auch die Bhagavad Gita lehrt, das was am Anfang verlockend und angenehm scheint, wird später bitter werden, was aber zu Anfang beschwerlicher ist, wird späterhin zum süßen Honig.

Und was man in sich lösen kann, muss man nicht nach außen verlagern, weil man es in sich lösen kann. Was des Außens ist, das gebe man dem Außen, wie man die Münze, die des Kaisers ist, auch ihm ruhig gebe und so alles nach seiner Weise, bis es im Gleichgewicht ist, damit man selbst ins Gleichgewicht komme...


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Die Antwort der Zukunft auf die Vergangenheit - KiW

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 27 2016, 00:46

Ein Kurs in Wundern - T 13:1:9

Das Annehmen der Sühne lehrt dich, was die Unsterblichkeit ist, denn wenn du deine Schuldlosigkeit annimmst, lernst du, dass die Vergangenheit nie war und die Zukunft deshalb unnötig ist und nicht sein wird. Innerhalb der Zeit wird die Zukunft immer mit Buße in Verbindung gebracht, und nur die Schuld könnte das Gefühl eines Bedürfnisses nach Buße wecken. Die Schuldlosigkeit des Gottessohnes als die deine anzunehmen ist deshalb Gottes Art, dich an Seinen Sohn zu erinnern und an das, was er in Wahrheit ist. Denn Gott hat Seinen Sohn nie verurteilt, und da er schuldlos ist, ist er ewig.
---
Daraus könnte man folgern, dass die Zukunft eine Antwort auf die Vergangenheit bereit hält und doch man bis zu einem gewissen Grade selbst entscheidet, welche Antwort einen antreffen kann. Die o.g. aus dem Kurs ist wohl der Weg direkter Erkenntnis.

Wie ein Verzicht, dass in Zukunft anzutreffen, was aus den Früchten der eigenen Handlungen entstehen würde, indem man diese als Opfer darbringt, wie es die Bhagavad Gita lehrt. Wobei es ja verschiedene Arten des Opferns gibt.

Eines der wohl erhabensten Mittel ist das Wissen zu opfern. Im Endeffekt vermittelst des Wissens und der Einsicht, die Auswirkungen der Vergangenheit überflüssig machen. Indem die Zeitlosigkeit hinzugezogen wird und man darin eingeht, die ja ebenso hier und jetzt ist und alles loslässt, was der Zeit weiter folgen möchte oder würde.

Es wird wohl nur gehen, indem man an den Punkt kommt, dass man sagen kann: "die Vergangenheit hat es nie gegeben", denn nur so kann es eine andere Zukunft auch geben, als die darauf eigentlich folgen müsste.

Das Opfer bestünde darin, alles, was an Vorzug für sich entstünde, es dem hinzugeben, was an Nachteil entstünde und die Einsicht aus allem zu ziehen, was daran geknüpft es, diese aber auch bereit sein abzutreten.

Ob es nun die Erfahrung, das Wissen oder auch der aufopferungsvolle Dienst sei, es müsste die Auswirkungen der Taten so überflüssig machen, dass es sinnlos wäre, dies, was bereits ausgeglichen ist, noch weiter ausgleichen zu wollen, soweit, dass es selbst wieder ein Ungleichgewicht entstehen ließe.

Dann könnte man wohl sagen, es ist gut so wie es ist und es benötigt in keiner Weise eine weitere Ausdehnung oder Erfahrung und so dann sich von abwenden und anderem zu, damit die Zukunft eine andere Antwort geben kann...

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Welt als Symbol für Strafe? - KiW

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Apr 30 2016, 00:21

Ein Kurs in Wundern - T 13:E:2

Die Schuld in den Geist des Gottessohnes anzunehmen war der Anfang der Trennung, genauso wie die Sühne anzunehmen ihr Ende ist. Die Welt, die du siehst, ist das Wahnsystem derjenigen, die die Schuld verrückt gemacht hat. Sieh dir diese Welt sorgfältig an, dann wird dir klar, dass es so ist. Denn diese Welt ist das Symbol der Strafe, und alle Gesetze, die sie zu regieren scheinen, sind die Gesetze des Todes. Kinder werden unter Schmerzen und durch Schmerzen in sie hineingeboren. Von Leiden begleitet wachsen sie auf und lernen, was Kummer, Trennung und Tod sind. Ihr Geist scheint in ihrem Gehirn gefangen zu sein, und seine Kräfte scheinen abzunehmen, wenn ihr Körper verletzt wird. Sie scheinen zu lieben, doch sie verlassen und werden selbst verlassen. Sie scheinen zu verlieren, was sie lieben; das ist vielleicht die wahnsinnigste aller Überzeugungen. Und ihr Körper welkt dahin und röchelt, wird in die Erde gelegt und ist nicht mehr. Und keinen gibt es unter ihnen, der nicht gedacht hat, dass Gott grausam ist.
---
Wenn auch vielleicht nicht alle Bedingungen so sind, wie angenommen, dennoch ist wohl jeder freiwillig angetreten, auch wenn dies länger zurück liegen mag und eine andere Entwicklung genommen hat, als vorweg beabsichtigt gewesen ist.

Also ist das mehr grausam, was man sich oder anderen antut, was gerade nicht mit dem Göttlichen Willen übereingeht. Da selbst wie man etwas erfährt und erlebt, es unterschiedlich sein kann, auch wenn es scheinbar die selben Dinge anbetrifft.

Denn die Welt, ist nicht für jeden gleich, und das was er in ihr sieht und erfährt auch nicht, wenngleich es vielleicht gewisse Nenner gibt, die zutreffend sind. Nur muss man ja gar nicht überall mitmachen und schon ist es zwar Teil der Welt, aber nicht der eigenen.

Es mag im Leben Situationen gegeben haben, wo man leicht sich dazu überzeugte, es wäre besser nicht mehr in der Welt zu sein, um dieses oder jenes so nicht ertragen zu brauchen. Und warum wird es zugelassen? Vermutlich doch um den freien Willen eines jeden zu wahren, denn es kommt ja nicht vom Höheren das her, was dieses in der eigenen Natur nicht kennt und so auch nicht wollen könnte, was es nicht kennt.

Auch wenn es manchmal nicht leicht fallen mag, selbst sogar mit der Einsicht, dass alles, was Schuld aufrecht erhalten möchte, dies nur dadurch erhält, weil es diese bei sich aufrecht erhält und sich so selbst daran gebunden. Denn selbst am Beispiel von Wärtern und Gefangenen, sicher ist, dass beide am selben Ort (d.i. im Gefängnis) ich aufhalten, unabhängig welcher Aufgabe sie nun darin nachgingen.

Es dauert mit allem so lange wie es dauert, z.B. etwas zu überwinden, wesentlicher ist, dass man wohl sich in die Richtung bewegt, die der Überwindung zuträgt und sich als Gesamtheit nicht außer acht lässt, denn in Teilen allein, ist man noch nicht an einem anderen Ort. Und wenn man es dadurch allein schaffen wollte, dann müsste man sich ja doch teilen und es wäre ja nicht heilen...


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Das Philosophen-Leben - KiW L198

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Apr 30 2016, 09:47

LEKTION 198

Nur meine Verurteilung verletzt mich.

1. Verletzung ist unmöglich. Und dennoch bringt die Illusion die Illusion hervor. Wenn du verurteilen kannst, kannst du verletzt werden. Denn du hast geglaubt, dass du verletzen kannst, und das Recht, das du für dich festgesetzt hast, kann nun gegen dich verwendet werden, bis du es als wertlos, unerwünscht und unwirklich niederlegst. Dann hört die Illusion auf, Wirkungen zu haben, und die, die sie zu haben schien, werden aufgehoben. Dann bist du frei, denn Freiheit ist deine Gabe, und du kannst jetzt die Gabe, die du gegeben hast, empfangen.

2. Verurteile, und du wirst zu einem Gefangenen gemacht. Vergib, und du wirst befreit. Also ist das Gesetz, das über die Wahrnehmung herrscht. Es ist kein Gesetz, das von der Erkenntnis verstanden wird, denn Freiheit ist ein Teil der Erkenntnis. Deshalb ist Verurteilen in Wahrheit unmöglich. Das, was sein Einfluss und seine Wirkungen zu sein scheinen, ist gar nicht geschehen. Doch müssen wir uns eine Weile so mit ihnen befassen, als seien sie es doch. Die Illusion bringt Illusion hervor. Außer einer. Vergebung ist eine Illusion, die eine Antwort auf die andern ist.

3. Die Vergebung fegt alle anderen Träume hinweg, und wenngleich sie selbst ein Traum ist, so bringt sie keine weiteren hervor. Alle Illusionen außer dieser einen müssen sich tausendfach vermehren. Bei dieser aber enden Illusionen. Die Vergebung ist das Ende der Träume, weil sie ein Traum des Erwachens ist. Sie ist nicht selbst die Wahrheit. Doch zeigt sie dorthin, wo die Wahrheit sein muss, und weist die Richtung mit der Gewissheit Gottes selbst. Sie ist ein Traum, in welchem Gottes Sohn zu seinem Selbst und seinem Vater aufwacht und erkennt, dass sie eins sind.

8. Die Stille deines Selbst bleibt unbewegt, von solchen Gedanken unberührt und jeglicher Verurteilung ungewahr, die Vergebung nötig haben könnte. Träume jeglicher Art sind für die Wahrheit sonderbar und ihr fremd. Und was außer der Wahrheit könnte einen Gedanken haben, der eine Brücke zu ihr baut, die Illusionen auf die andere Seite bringt?

12. Keine Verurteilung ist in ihm. Er ist vollkommen in seiner Heiligkeit. Er braucht keine Gedanken der Barmherzigkeit. Wer könnte ihm Gaben geben, wenn alles sein ist? Und wer könnte sich träumen lassen, dem Sohn der Sündenlosigkeit selbst Vergebung anzubieten, der ihm, dessen Sohn er ist, so gleicht, dass den Sohn zu erblicken heißt, nicht länger wahrzunehmen, sondern nur den Vater zu erkennen? In dieser Schau des Sohnes, die so kurz ist, dass kein einziger Augenblick zwischen diesem einen Anblick und der Zeitlosigkeit selbst steht, siehst du die Schau deiner selbst, und dann entschwindest du für alle Ewigkeit in Gott.

13. Heute kommen wir dem Ende aller Dinge näher, die noch zwischen dieser Schau und unserer Sicht stehen. Und wir sind froh, dass wir so weit gekommen sind, und begreifen, dass er, der uns hierhergebracht hat, uns jetzt nicht verlassen wird. Denn er möchte uns jene Gabe geben, die Gott uns heute durch ihn gab. Jetzt ist die Zeit für deine Befreiung. Die Zeit ist gekommen. Die Zeit ist heute da.
---
Auf einer Ebene der Illusion, spielt die Art der Illusion keine Rolle und genau darin liegt oft das Verhängnis, dass in der Ansicht, eine andere Art von Illusion anzunehmen, die Lösung wäre. Ist es aber nicht und man bleibt ebenso weiter auf der Ebene.

Es geht nicht einmal darum die Ebene gänzlich zu verlassen, denn gibt man von sich aus die Illusion auf, d.h. man setzt keine Aktiven Handlungen mehr um, die zur Illusion führen, man sagt auch: "Gott allein handelt", dann lässt man das Höhere die Handlungen ausführen, ist selbst aber nicht aktiv darin und so auch frei davon und von den Auswirkungen dessen.

Obwohl man ja letztlich weiterhin dort verbleibt und Tätigkeiten ausführt, denn ohne seine Körper zu pflegen, würde man ja bekanntlich eingehen. So kann dies auch ja nicht die Lösung bieten. Letztlich sind es lauter Verwechslungen des einen mit dem anderen, auch dessen, wofür man sich selbst hält usw.

Ein gutes Leben führen, ist das Leben eines Philosophen, es bietet nicht immer alle Annehmlichkeiten und sieht von außen betrachtet vielleicht auch nicht so dolle aus, nur bietet es einem zur rechten Zeit die passenden Erkenntnisse um überflüssige (d.i. leidvolle) Erfahrungen sich einsparen zu können.

Und auch wenn man sich nicht allerlei aussuchen kann, ist es doch nicht ausgenommen, dass es einem im Leben zukommt. Allerdings auch dann soweit mit Erkenntnis, dass auch die Freiheit weiter inklusive ist und man nicht aus Leidenschaft darin ist. Es ist immer noch etwas anderes als ein tiefreligiöses Leben und doch wie es in der Bhagavad Gita sinngemäß heißt, der Weg der Anbetung/Andacht und der der Weisheit gehen letztlich überein, und hat man den einen erlangt, erlangt man auch den anderen.

Eher bleibt die Frage, was liegt einem mehr, und welchen Weg kann man angemessen mit eigenen Mitteln und Möglichkeiten beschreiten? Denn nicht alle haben das selbe hinter sich und nicht einmal das gleiche vor sich, in dem, worin es bekanntlich keine Grenzen gibt. So ist Askese auch nur dort angemessen, wo sie dem Geiste zuträgt und nicht irgend welcher Art von Geltung u.ä...


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Stellungnahme - KiW T 13:1:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 02 2016, 00:00

Ein Kurs in Wundern T 13:1:3

Wenn du dich selber ansiehst und ehrlich beurteilst, was du tust, gerätst du vielleicht in Versuchung, dich zu fragen, wie du schuldlos sein kannst. Doch bedenke dies: Du bist nicht schuldlos in der Zeit, sondern in der Ewigkeit. Du hast in der Vergangenheit "gesündigt", aber es gibt keine Vergangenheit. Immer hat keine Richtung.
Die Zeit scheint in eine Richtung zu verlaufen, doch wenn du an ihr Ende kommst, wird sie sich wie ein langer Teppich aufrollen, der sich entlang der Vergangenheit hinter dir erstreckt, und wird verschwinden. Solange du glaubst, dass der Sohn Gottes schuldig ist, wirst du diesen Teppich entlanggehen und glauben, dass er zum Tode führt. Und diese Reise wird dir lang, grausam und sinnlos erscheinen, denn das ist sie auch.
---
Es ist weniger die Frage, was andere tuen, als die, was man denn nun selber tut, entscheidend für das, woran man letztlich ist. Es mag sich zwar alles auch wechselseitig beeinflussen und man so von allem um sich vorläufig nicht ausgenommen sein, doch wozu trägt man selber bei? Denn das ist das, was am Ende bleibt und für einen zählt.

Vieles ist im Geiste und im Geistigen, und dies ist auch gut so, weil es dort besser aufgehoben ist und manches auch im Irdischen, und auch das ist gut so, so dass man es durchaus dort jeweils auch belassen sollte.

Denn wenngleich es auch witzig anmuten mag, sofern sinngemäß ein Fisch sich für ein Pferd wohl hielte, und ein Pferd sich vielleicht für einen Adler, und auch jeweilige Verhaltenszüge an den Tag gelegt würden, aber damit hörte das Gute daran auch schon auf. Da von dem, wie es ausschauen mag abgesehen, könnte kaum etwas heraus kommen, wozu es auch wirklich taugt.

Daher ist das mit der Stellungnahme so eine Sache, zum einen kommt man kaum darum herum, denn fast jedes agieren schon, gründet auf dem, dass in irgend etwas und irgendwo eine Stellung bezogen wird.

Trägt es aber keiner Sache zu, dann dient es womöglich bloß als Widerstand und ist für sich selbst gesehen nutzlos, denn es verbleibt ja nichts, wozu es zutragen würde. Daher ist es oft besser, wenn es nicht erforderlich ist, in irgend etwas, keine Stellung zu beziehen, sofern es nur wider etwas ginge und keiner Sache darüber hinaus dient oder zuträgt.

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Bezugnahme - KiW T 13:3:1

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 08 2016, 01:29

Ein Kurs in Wundern - T 13:3:1

Du fragst dich vielleicht, warum es so entscheidend ist, dass du dir deinen Hass ansiehst und dir sein volles Ausmaß klar machst. Auch denkst du vielleicht, dass es für den Heiligen Geist leicht genug wäre, ihn dir zu zeigen und ihn aufzulösen, ohne dass es nötig wäre, dass du ihn dir selber ins Bewusstsein hebst. Doch gibt es noch ein weiteres Hindernis, das du zwischen dir und der Sühne aufgerichtet hast. Wir sagten, dass niemand der Angst Vorschub leistet, wenn er sie erkennt. In deinem ungeordneten Geisteszustand aber fürchtest du dich nicht vor der Angst. Du magst sie nicht, aber es ist nicht dein Verlangen anzugreifen, das dir wirklich Angst macht. Deine Feindseligkeit stört dich nicht ernstlich. Du könntest sogar den finstersten Eckstein des Ego ohne Angst betrachten, wenn du nicht glaubtest, dass du ohne das Ego etwas in dir finden würdest, was du noch mehr fürchtest. Du hast nicht wirklich Angst vor der Kreuzigung. Dein wirkliches Entsetzen gilt der Erlösung.
---
Kein Ego ist so groß, wie das, welches sich für spirituell hält, denn es ist so groß, dass es sich selber als Ego nicht mehr erkennen kann.

Die Lösung dieses Problems liegt darin, einzusehen, dass auf einer Ebene nichts besonderer ist, als alles andere, denn es ist sich gleich und eben darum auf einer Ebene.

Wer für die Wahrheit kämpft, der hat diese nicht erkannt, denn Wahrheit ist Frieden in sich, mit sich und dann auch um sich.

Die wirklichen Dinge für einen sind die, zu denen man sich in einer Beziehung befindet. Und man braucht sich nichts vormachen, mit dem, womit man nicht in Beziehung ist, damit objektiven Umgang zu hegen.

Andererseits, alles, was sich in einem vorfindet, man es aber verdrängt, dann nötigt man es seinem Umfeld auf, denn irgendwo wird sich dann etwas finden, was es nicht verdrängt. Aber dann steht man auch nicht darüber, sondern befindet sich darunter.

Daraus kann die Deduktion gezogen werden, dass entweder, man zu etwas keinen Bezug hat, dann ist man dazu nicht urteilsfähig, oder man hat Bezug dazu, dann sind es in den meisten Fällen aber nicht die Probleme anderer, sondern letztlich nur die eigenen und nur deswegen stört man sich daran (jedenfalls so vom Grundsatz her).

Und man tut gut daran, nicht gleich die ganze Welt in helle Aufregung wegen der eignen Dinge zu versetzen, dann muss man nicht erst um die ganze Welt reisen um bei sich und dem anzukommen, womit man sich schwer tut. Und schon ist man der Erlösung viel schneller ein ganzes Stück näher.

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Die Gestaltung der Welt - KiW 13:5:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 10 2016, 01:24

Ein Kurs in Wundern - T 13:5:2

Ein jeder bevölkert seine Welt mit Gestalten aus seiner persönlichen Vergangenheit, und daran liegt es, dass sich private Welten tatsächlich unterscheiden. Doch die Gestalten, die er sieht, waren niemals wirklich, denn sie sind nur aus seinen Reaktionen auf seine Brüder gebildet und schließen ihre Reaktionen auf ihn nicht mit ein. Deshalb sieht er nicht, dass er sie gemacht hat und dass sie nicht ganz sind. Denn diese Gestalten haben keine Zeugen, da sie nur in einem einzigen separaten Geist wahrgenommen werden.
---
Oft sind es die falschen Vorstellungen, ja meistens, die keine Schnittmenge bilden können, weil sie nicht geteilt werden oder überhaupt geteilt werden könnten. Sonst müssten ja auch alle den selben verrückten Traum haben, doch sind es viele Verschiedene. Wäre es ja nur ein Traum, dann wären alle gemeinsam darin und in gleicher Weise verrückt, da es die Norm wäre und Norm wäre auch ein Traum.

Es träumt sich auch einmal alles aus, was schwieriger wäre, wenn es gemeinsam getragen wäre, und langwieriger und überhaupt ist manches doch oft auch besser so, wie es letztlich ist, als wie man's nur gern hätte, auch wenn man vielleicht noch gar nicht weiß, dass es so doch auch gut ist, wie es ist.

Denn was auch immer gefordert wird und als unbedingt erstrebenswert angesehen, am Ende und mit allem was dazu wirklich gehört und zählt, doch nicht nur das Erstrebenswert-gewollte hinzu tritt, sondern auch noch das, was tatsächlich dazu gehört. Und dann kann aufeinmal sogar das wieder erstrebenswert werden, was ehedem dabei war und man dafür aber kaum eine Wertschätzung hatte. Vielleicht auch nur, weil man damit nicht gescheit umgehen konnte, und nachdem man es kann, es doch gar kein zurück mehr gibt u.ä.

Würde man nur die Privatheit verpönen, weil man den o.g. Absatz aus dem Kurs nur allzu wörtlich nähme und angenommen es würden sämtliche Bereiche aus dem Geist ins Private hinein kommen, so dass man auch nichts nur anfassen könnte, ohne das es mit umfassenden Auswirkungen auf viele andere verbunden wäre, dann müsste man ja auch die Konsequenzen dessen ertragen. Man hätte aber keinen Augenblick mehr Ruhe und könnte auch nur irgendwie für sich sein oder daraus entfliehen.

Nimmt man umgekehrt aber das Private in den Geist hinein und es wäre so jederzeit alles mit allen verbunden, dann könnte der Geist ja gar nicht mehr als Geist zählen, denn es wäre ja mit allerlei Eigengeschmack und Vorlieben durchdrungen, und müsste Geist Geist sein, hieße es auch, es müsste der Geschmack der anderen sein und sie zu diesem angehalten und könnten so nicht ihren eigenen Geschmack mehr entwickeln oder wären mindestens ohne Ausweg genötigt stets damit irgendwie umgehen zu müssen.

So hängt vieles daran, dass das eine mit dem anderen nicht vertauscht wird und auch die Ebene, wo etwas ist, die Ebene auch sein kann, die sie ist, damit sie auch für andere selbige ist, wie man sie für sich selbst erhalten möchte.

Oft wird also auch nachdem geschrien und gefordert, was nicht wirklich in vollem Umfang aufgefasst wird und hinterher erst das geschätzt, was dann gar nicht mehr zugänglich ist oder nicht mehr in der Weise so genutzt werden kann, wie es das noch ehedem war. Einheit ja, aber im Geiste, Privat nicht unbedingt, denn dann gibt es kein Privat mehr. Es kann also auch Privat das, so wie es in gleicherweise aufgefasst würde, als etwas Gemeingültiges und auch Nützliches zählen können, wenn es auf das bezogen ist, wofür es einen Wert hat und allgemein geschätzt wird für.

Privat im Geiste geht natürlich nicht, wenn aber alles nachdem, als was es auf jeweiliger Ebene zählt auch angesehen und Gebrauch findet, dann sind doch sehr banale Dinge auch sehr erstrebenswert und erfreulich und man kann froh sein, wenn man nicht mit dem umgehen muss, womit man vielleicht gar nicht umgehen kann und es somit auch nicht erstrebenswert ist, bis man damit umgehen kann und dann wird es sich meist auch in natürlicherweise einem erschließen und zugänglich, ohne das man zudem Gefahr läuft das eine mit dem anderen zu vertauschen oder darin unterzugehen u.ä.. Denn den Nährboden für Konflikte und Schwierigkeiten möchte man gewiss nicht bei sich führen, wenn man feststellt, dass es anders doch besser geht.

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Geheiligt ist jeder Sohn Gottes - KiW 13:7:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Mai 12 2016, 00:50

Ein Kurs in Wundern - T 13:7:7

Es ist der Wille Gottes, dass nichts außer Ihm Selbst Seinen Sohn berühre, und nichts anderes kommt ihm nahe. Er ist vor Schmerz so sicher wie Gott Selbst, Der über ihn in allem wacht. Die Welt um ihn leuchtet in Liebe, weil Gott ihn in Sich Selber setzte, wo Schmerz nicht ist und Liebe ihn umgibt, endlos und makellos. Eine Störung seines Friedens kann niemals sein. Im Vollbesitz seiner geistigen Gesundheit schaut er auf die Liebe, denn sie ist überall um ihn herum und in ihm. Er muss die Welt des Schmerzes in dem Augenblick leugnen, in dem er die Arme der Liebe um sich wahrnimmt. Und von diesem Punkt der Sicherheit aus sieht er sich ruhig um und begreift, dass die Welt eins mit ihm ist.
---
Erst wenn eine Blase der Einbildung und des Traumes zerplatzt, die einem lieb und teuer gewesen sein muss, eben so lange, wie sie sich halten konnte oder auch nur irgend ein Teil darin oder davon, dann merkt man, dass nichts, was sich in dieser befunden hatte, sich als echt erweist, obwohl ehedem es gänzlich für wahr gehalten wurde.

Dann tut sich die größere Wirklichkeit kund, die das alles umfasst, doch wie sicher ist es, dass es die ganze Wirklichkeit nun ist? Denn ebenso kann es mal soweit sein, dass auch diese plötzlich zerplatzt und sich auflöst und dahin schwindet, als wäre es nie gewesen.

Oder auf etwas bezogen, was man vollständig loslässt und es so nach und nach entschwindet, und dann nie wieder gesehen werden wird, nachdem es soweit entschwunden ist, dass man es nicht mehr erblicken kann. Wie echt kann dieses nur gewesen sein und die eigene Verbindung dazu?

Es spielt dann auch keine Rolle, wie lange man damit zugebracht hat, oder was alles dabei im Spiel war und was man daran hatte oder davon hielt, dass was entschwinden kann, wird es auch tuen müssen, denn es ist nicht so wahr und echt, wie das, was einen mit dem verbindet, woraus man in Wahrheit geboren ist.

Daher kann man es auch nicht verlieren, all dies, was einen mit der größten Wahrheit eint, die man je finden wird. Und dies gilt für jeden, so, dass man keinem auch nur irgend etwas missgönnen bräuchte, denn mehr als Gott zu entstammen und als Sein Sohn zu zählen, ist nirgends zu finden, und keinem Sohn Gottes ist weniger, als eben dieses in gleicher Weise eigen. Was auch nicht zerplatzten, sich auflösen, entschwinden oder verloren gehen könnte, auch nachdem alles andere abgelegt wurde.

Es ist nur eine Frage der Zeit, ehe man dieses vor allem anderen akzeptiert und doch war dann nie etwas anderes wirklich und so auch keine Zeit, die einem verloren ging, wenn alles entschwunden ist, was nur den Blick trübte. Und nichts ist mehr da, was man mehr wollte, als nur noch dieses, was nicht mehr von einem gehen kann...


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Womit allerlei Suche endet... - KiW 13:8:6

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 15 2016, 01:58

Ein Kurs in Wundern - T 13:8:6

Sie sind alle dasselbe, alle schön und gleich an Heiligkeit. Und Er wird sie Seinem Vater anbieten, wie sie Ihm angeboten wurden. Es gibt ein einziges Wunder, wie es eine einzige Wirklichkeit gibt. Und jedes Wunder, das du wirkst, enthält sie alle, so wie jeder Aspekt der Wirklichkeit, den du siehst, mit der einen Wirklichkeit Gottes still verschmilzt. Das einzige Wunder, das je war, ist Gottes allerheiligster Sohn, erschaffen in der einen Wirklichkeit, die sein Vater ist. Die Schau Christi ist Seine Gabe an dich. Sein Sein ist die Gabe Seines Vaters an Ihn.
---
Über alles und jeden, von allem was man kennt, eine Meinung haben?
Unüblich ist das heutzutage wohl kaum. Doch was wie ein Feld alles abzudecken scheint, kann nichts mit der Gegenwart zu tuen haben, denn diese ist etwas anderes, als alles, was der Meinung zum Grunde gedient und beigetragen haben konnte. Daher wäre es wohl mehr ein Feld des Unwissens sodann.

Empfangen was ist, ist, und doch selbst hier ist dies wahrnehmungsbedingt zumeist entstanden, dadurch kann es wohl auch nur ein Teil von etwas sein, weil es nur eine Wirklichkeit gibt, ist diese nicht wahrnehmbar, als wäre sie aus dem herauslösbar, was wirklich ist, weil's wirklich bleibt.

Doch ganz unbeeindruckt davon, könnte man die Frage wohl eröffnen: Ist diese Wirklichkeit, etwas, was man suchen muss? Oder ist die Suche selbst, schon das, was diese Wirklichkeit verlieren muss? Denn wie soll man das suchen, was man nicht verlieren kann?

Zum einen, weil der Sohn Gottes der größte Sieger ist, als das, was er ist. Zum anderen, das, was suchen bedingt, kann nicht über das hinausragen, was immer bleibt.

Die Suche ist folglich dann vollbracht, wenn man alles einstellt, was die Suche bedingt. Nicht weil sich etwas finden lässt, was sich nicht verlieren lässt, sondern weil es sich erübrigt, indem man sich als Sohn Gottes erkennt...

Mit dieser sicheren Rückfahrkarte, kann eigentlich jeder Weg angetreten werden, was wohl auch bedingt, dass sich die Seele bereit ist, in allerlei hinein zu stürzen, ohne Angst zu haben, nicht zurück zu finden, ja gar nicht einmal Angst zu kennen, im Wesenskern. Und dies ist auch gut so!

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Das Erleben - KiW 13:9:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 17 2016, 01:22

Ein Kurs in Wundern - T 13:9:7

Schuld macht dich blind, denn solange du auch nur ein Quäntchen Schuld in deinem Innern siehst, wirst du das Licht nicht sehen. Dadurch, dass du sie projizierst, erscheint die Welt dunkel und eingehüllt in deine Schuld. Du wirfst einen dunklen Schleier über sie und kannst sie nicht sehen, weil du nicht nach innen schauen kannst. Du hast Angst vor dem, was du dort sehen würdest, aber es ist nicht dort. Das, wovor du Angst hast, ist fort. Wenn du nach innen schautest, würdest du nur die Sühne sehen, die in Stille und in Frieden auf dem Altar für deinen Vater leuchtet.
---
Würde man das, woraus etwas wird, gleich erkennen, wäre die Entscheidung leicht, es würde in dem liegen, was einem eine zuversichtlichere Zukunft ermöglicht und weniger darin, dass alle Vorzüge daraus sich sogleich erfüllen mögen. Denn was wäre dann das Künftige?

Dabei liegt die Diskrepanz, zwischen dem, was erzeugt wird, und dem Erleben und was daraus hervorgeht, nicht nur darin, dass das Erleben und das Erzeugen nicht im gleichen zeitlichen Verhältnis stehen müssen, sondern auch, ob man bereit ist, es sich anzuschauen und sich dem zu stellen.

D.h., wenn man sich mit etwas beschäftigt, und es wird dadurch auch weniger schöne Erfahrung bedingt, dann wird man leicht geneigt sein, dass Angenehme nur daraus zu entnehmen, dem anderen aber möglichst auszuweichen und merkt daher womöglich nicht, was alles dazu gehört. Später dann, wenn die Erfahrung doch nachzieht, wird man es womöglich in ein Verhältnis zu etwas anderem setzen (das was gerade eben da ist) oder auch grundsätzlich nur meinen, es ist eine so und so geartete Phase, die man erlebt, während man vielleicht schon daran geht, irgend eine Ablenkung zu finden, um wieder der Erfahrung auszuweichen.

Früher oder später muss man aber alles verarbeiten. Man könnte natürlich auch gleich weniger auf die Tube drücken und sich immer wieder Zeit nehmen, alles zu ordnen und mit sich mehr ins reine zu kommen bzw. am Ausgleich zu arbeiten. Vielleicht hilft auch, weniger auf Extremitäten aus zu sein, denn es wird hinreichend bei dem enthalten sein, was an sich extrem ist, als das man es dann sonst wo noch zusätzlich bräuchte...

Sich Zeit für sich nehmen und um alles zu verarbeiten, damit man auch alles, was einem begegnet und womit man konfrontiert ist, besser einordnen und damit angemessener umgehen kann. Damit man hinterher auch weniger nacherleben oder nacharbeiten muss.

Anders herum ist es ja auch so, dass man manches, was einem begegnen wird, auch zuvor schon erahnen kann, denn es bahnt sich bereits seinen Weg, unabhängig der Zeit. Wird aber auch nur möglich sein, wenn man halbwegs auf dem Laufenden ist und auch dafür zusätzlich offen ist oder Kapazitäten frei macht.

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Die Erfahrung - KiW 13:7:10

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 20 2016, 01:08

Ein Kurs in Wundern - T 13:7:10

Preise also den Vater für die vollkommene geistige Gesundheit Seines Allerheiligsten Sohnes. Dein Vater weiß, dass du nichts brauchst. Im Himmel ist das so, denn wessen könntest du in der Ewigkeit bedürfen? In deiner Welt brauchst du tatsächlich Dinge. Sie ist eine Welt des Mangels, in der du dich befindest, weil es dir an etwas mangelt. Doch kannst du dich in einer solchen Welt denn finden? Ohne den Heiligen Geist wäre die Antwort nein. Doch dank Ihm ist die Antwort ein freudiges Ja! Als Mittler zwischen den beiden Welten weiß Er, wessen du bedarfst und was dich nicht verletzt. Besitz ist ein gefährliches Konzept, wenn es dir überlassen wird. Das Ego möchte zur Erlösung Dinge haben, denn Besitz ist sein Gesetz. Besitz um des Besitzes willen ist das fundamentalte Credo des Ego und ein grundlegender Eckstein der Kirchen, die es für sich selbst errichtet. Und es verlangt von dir, an seinem Altar all die Dinge niederzulegen, die es dich heißt, dir anzueignen, sodass dir keine Freude daran bleibt.
---
Im Grunde ist es wohl so, die irdische Welt, ist eine Welt des Mangels, denn es kann gar nichts in ihr schon auch nur geben, was nicht gleich schon einen Mangel nach sich zieht. Denn sie ist auch gar nicht dazu da, aus ihr etwas mitzunehmen, was man nicht mitgebracht hat und unabhängig dieser weiter entwickelt hat.

Alles was in ihr vorkommt, ist alles, was keine vollständige Zufriedenheit hervorruft, sondern mehr nur den Wunsch darnach nährt, aber richtig zu erfüllen vermag sie es nicht. Entweder verspricht ein mehr von einer Art vorerst Befriedung, doch muss dieser an Grenzen stoßen, ja sich sogar umkehren, oder es wird ein Mangel als Grund gleich eingekauft und bedient, aber nie erfüllt, weil die Erfüllung darin nicht ist, ja von der Art der Bedingungen schon nicht.

Denn es muss doch alles, was eine Form hat oder vergänglich ist, schmerzlich von dem, was das Gegenteil ist und Geist ist, wieder abgelöst werden. Und der Anteil der dadurch leidet, ist sogar der Glückverheißende, da er dazu außerkoren ist, Erlösung zu erlangen und deswegen erleidet dieser durch einen solchen Prozess die Lösung von dem, was nicht ins Reich des Ewigen hinüberwechselt oder wechseln kann. Ohne einen solchen Prozess der Klärung, würde kein Anteil weiter bestehen.

So kann man sagen, ist es nicht alles Wert, sich darein zu steigern, in allem, was doch nur endlich ist und doch ist die Erfahrung daraus wertvoll, ja das Wertvollste daran überhaupt. Denn sie kann mit allerlei anderer Erfahrung genauso mithalten, ja sogar dem vorausgehen, was eine solche Erfahrung nicht auf sich genommen hat oder nehmen möchte. Dazu auch noch ein Schlüssel sein, eine solche Erfahrung nicht wieder machen zu brauchen, sofern man dies zu handhaben erlernen möchte.

Devino Melchizedek

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Mit überzogenen Idealen aufräumen - KiW 13:11:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 21 2016, 03:13

Ein Kurs in Wundern 13:11:4

Nichts in dieser Welt kann diesen Frieden geben, denn nichts in dieser Welt wird ganz und gar mit anderen geteilt. Die vollkommene Wahrnehmung kann dir lediglich das zeigen, was ganz und gar geteilt werden kann. Sie kann dir auch die Ergebnisse des Teilens zeigen, während du dich noch an die Ergebnisse des Nichtteilens erinnerst. Der Heilige Geist deutet ruhig auf den Kontrast hin und weiß, dass du Ihm schließlich erlauben wirst, den Unterschied für dich zu beurteilen und dir aufzuzeigen, was davon wahr sein muss. Er setzt vollkommenes Vertrauen auf dein letztes Urteil, weil Er weiß, dass Er es für dich fällen wird. Dies anzuzweifeln würde heißen, die Erfüllung Seines Auftrags anzuzweifeln. Und wie ist das möglich, wenn Sein Auftrag von Gott ist?
---
Für das Erfüllte Ideal, ist das bloß gewollte Ideal, das größte Hindernis schlussendlich, um das Ideal zu erreichen. Denn man kann nicht das, was etwas ausmacht, durch das, was nur/noch gewollt wird, aufwiegen, so viel des Gewollten (im Sinne des Angestrebten oder Begehrten) auch dahinter stehen mag.

Das ist es, was das gewollte Ideal oft vergisst, woraus das mehr fanatische und überzogene Ideal oft entsteht. Und es kann dadurch bereits aufgewogen werden, die Dinge (zumindest innerlich und vor sich selber erstmal) einfach nur beim Namen zu nennen, und nicht mehr.

Denn nur das Sprechen um etwas zu bezwecken, als bräuchte etwas selber noch der Überzeugung oder zusätzlich etwas von außerhalb, um ein Ziel zu erreichen, ist etwas anderes, als zu Sprechen, damit etwas außerhalb, das Ziel erreicht, was innerhalb schon erreicht wurde.

Man kann nur immer wieder betonen, es ist alles auf seiner Ebene, und daran scheitert auch das überzogene Ideal immer wieder gern, obwohl ein Ideal tatsächlich von einer Ebene bis zur anderen gereichen mag, darf oder gar sollte, und im gesunden Rahmen auch gut und sinnvoll ist, kann es nur dazu führen, dass man auf einer anderen Ebene erwacht, diese Ebene aber nicht ersetzen. Denn alles nach seiner Art und Ebene bleibt immer noch dort, worin es nach seiner Art ist und gehört. Es erwacht etwas zusätzlich, was meistens alles andere, wo es ist, nicht gleich ersetzt, sondern nur erweitert, ergänzt und unterstützt u.dgl...

Weiter gehen tut das, was aus der vorherigen Ebene erlöst hervorgeht, nachdem es sich selbst auch sogar vom vorherigen Ideal gelöst hat. So wie wollen nicht gleich können heißt, und doch erst durch das, was zuvor war, dahin gelangt ist. Ist es doch zu etwas anderem geworden, nachdem das, was zuvor war, zur einer Ebene die darüber hinaus geht, wechselt.

Anders gesagt, das Erreichte will nicht mehr das Erreichte, denn es hat es ja schon. Also einfach mal locker bleiben, bis etwas tatsächlich erreicht ist, ehe man etwas anderes für sich dazu zu erheben sucht, was dann doch nicht halten wird, was es gar nicht kann, was aber auch nicht schlimm ist, weil es dafür gar nicht gedacht und vorgesehen ist.

Alles muss letztlich so lange durch den Kakao gezogen werden, bis es zu Kakao wird, sofern man Kakao möchte. Und manchmal ist es sogar einfacher, wenn man es geschehen lässt, als es vorher schon für das zu halten, was es sein soll, obwohl es so nicht ist und es daher nur Idealistisch zu überzeichnen würde, um dem was ist oder dem was werden soll, zu erschweren, was es ist, zu sein, denn nichts braucht mehr zu sein, als es können kann... und meist merkt man an dem, dass man es gar nicht mehr will (im Sinne des Haben-Wollens), dass man es erreicht hat, denn wie sollte man auch etwas wollen, was schon da ist?!

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Nachtrag: Auch Heilige gehen aufs Klo... KiW 13:11:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 21 2016, 11:40

Deswegen heißt es ja immer wieder, erst seinen Alltag erledigen, dann zu irgend welchen Höhenflügen ansetzen. Denn in bestimmte Höhere Bereiche mag man mal reinkommen und vielleicht auch wieder rausgehen oder manche muss man immer wieder sich erarbeiten und eröffnen. Aber der Alltag bleibt einem, so lange man auf Erden wandelt, so dass man um gewisse Dinge nicht umhin kommt.

Selbst also Heilige oder sonst wie Erleuchtete müssen auch mal aufs Klo gehen. Es wird sich manches in der Bedeutung verändern, es wird sicherlich auch das ein und andere etwas anderen Zwecken unterstellt, nur wird das, was hinzukommt, das, was von einem als Mensch gefordert ist, nicht ersetzen, und so wird es gerade das sein, was immer von einem gefordert ist, manch anderes aber nur, wenn es auch ansteht und hinzukommt.

Es gibt oft also das überzeichnete Ideal, als wäre eine gewisse Erweiterung nun das ein und alles, ja, dass stimmt sogar, diese Erweiterung heißt dann nur, seinen Menschlichen Alltag erledigen und nicht das, was gelegentlich mal da ist, je nach Notwendigkeit und Bedarf, und dieses mit überzeichneten Idealen zu versehen, führt nicht gerade zu diesem hin.

Auch ist das, wo man reinkommt (was dazu kommt), und was oft dann alle oder viele betrifft und einbezieht, überhaupt nichts, was man auch nur für seinen persönlichen Gebrauch in irgend einer Weise nutzen kann. Umgekehrt, wenn man sich da hinein begeben oder ausgedehnt hat, wird das, was ohnehin zu tuen ist (Alltagskram) eher schwerer, als leichter fallen (je nachdem jedenfalls) und nicht etwa weniger oder entfallen.

Und nicht das Erweiterte (was meist alle, viele oder mehrere betrifft) ist dann dazu da, den Alltag zu machen, sondern umgekehrt, der Alltag kann soweit ins andere vielleicht hineinwirken, dass darin anderen aufgenötigt würde, mit dem konfrontiert zu sein, was nicht gepflegt wurde und was man nicht handhaben kann, damit würde also das Erweiterte ggf. nur damit belastet. Und so gerade da, wo man die Gelegenheit hätte als Vorbild zu dienen, also wo es tatsächlich auf Ideale ankäme, würde man eher ein schlechtes Beispiel abgeben.

Wo jedoch etwas darüber Gehendes sich zeigt, vielleicht zu schnell dieses mit überbordenden Idealen versehen und vielleicht der Erwartung, es müsse auch die Dinge regeln, die man als Mensch oder eben dort auf der Ebene wo man ist, auch von dieser Ebene aus zu regeln hat. Ja muss es meist auch, aber dann eben wieder von der gleichen Ebene aus, denn von Oben her das Untere zu regeln kann schnell teuer werden und ist auch nicht gerade das, was zu erstreben wäre (grundsätzlich), weil es dann meist hieße, dass man an etwas dort gescheitert ist.

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Annahmen und Wirklichkeit - KiW 12:1:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 23 2016, 23:19

Ein Kurs in Wundern - T 12:1:1

Dir wurde gesagt, dass du dem Irrtum keine Wirklichkeit verleihen sollst, und die Art und Weise, das zu tun, ist ganz einfach. Wenn du an den Irrtum glauben willst, müsstest du ihm Wirklichkeit verleihen, denn er ist nicht wahr. Die Wahrheit aber ist von sich aus wirklich, und um an die Wahrheit zu glauben, brauchst du nichts zu tun. Verstehe, dass du auf nichts direkt reagierst, sondern auf deine Deutung davon. Deine Deutung wird somit zur Rechtfertigung für deine Reaktion. Deswegen ist es riskant für dich, die Motive anderer zu analysieren. Wenn du beschließt, dass jemand tatsächlich versucht, dich anzugreifen oder dich im Stich zu lassen oder zu versklaven, dann wirst du reagieren, als habe er es tatsächlich getan, und hast damit seinen Irrtum für dich wirklich gemacht. Einen Irrtum deuten heißt ihm Macht zu verleihen, und wenn du das getan hast übersiehst du die Wahrheit.
---
Die Wichtigkeit des Ego besteht vor allem darin, anzunehmen, es würde sich alles nur um Es handeln und drehen (und Es wäre der Dreh und Angelpunkt für alles), selbst wenn es nur um allgemeine Dinge geht, bei welchen keiner Es darum gebeten hat, sich mit diesen Belangen zu identifizieren.

Darüber hinaus, ginge es darum, anzugreifen, wäre der Aufwand nicht nur die Abforderungen fortwährender Aufmerksamkeit während dessen, so als hätte einer nichts anderes gar zu tuen, als sich auf diesen jemanden zu fokussieren, was vom Verhältnis viel mehr abfordern würde, als erforderlich wäre, diesen ganz trocken abzublocken oder ins Leere laufen zu lassen.

Dazu würde es voraussetzen, das Ego würde etwas über die maßen wichtiges besitzen, was ein anderer unbedingt haben möchte. Ein Ego besitzt aber nichts, als nur das, worauf es schafft die Aufmerksamkeit zu lenken, und nur so lange diese darauf fällt oder vom Demjenigen selber darauf aufgebracht wird.

Im Grunde reicht es schon, die Aufmerksamkeit ausgiebiger auf einen Gegenstand oder ein Thema zu lenken, statt auf vorgestellte Personen und damit erübrigt sich es in den meisten Fällen zumindest schon. Natürlich hat jeder mit irgend welchen Themen zu tuen, sonst wären es ja auch keine Themen, nur jeder, der sich mit dem Thema befasst und dieses in irgend einer Weise voran gebracht wird, ist dies ja auch für alle gut, die damit zu tuen haben.

Es ist nämlich noch etwas anderes, etwas nur anzunehmen und nach einer Vorstellung davon zu gehen oder tatsächlich etwas wahrzunehmen und es aufzugreifen. Und selbst bei Wahrnehmung, die bekanntlich fragmentarisch ist, ist es noch keine Gewissheit, ob dieses nun übermäßig wahr ist, oder eben etwas zum Grunde hat, was bloß durch Annahmen erzeugt wurde und ohne diese sich fast ganz von selbst wieder auflösen würde (was anderes mag es mit der Einsicht sein, was mehr auf sich und einen Zusammenhang bezogen wäre, oder bei Erkenntnis, was mehr mit anderen Dingen verbunden wäre).

Und wenn sich auch wer irren mag, sollte man sich jedoch in der Weise, dass er etwas bestimmtes begeht, stets auf ihn ausrichten und konzentrieren, dann kann es sein, dass er es nur noch schwer vermeiden kann, dieses tatsächlich auch zu tuen. Auch wenn letztlich die Verantwortung stets bei dem, was einer tut, auch bei jeweiligem zum größten Teil liegt und bestehen bleibt. Doch hieße es auch, wenn man z.B. ständig daran denken würde, jemand könnte einen verprügeln, dann legt man auch damit womöglich den Grund dafür und es könnte sogar so weitreichend gehen, dass es sogar leichter wäre Jenigen dann tatsächlich zu verprügeln, als sich diesem zu erwehren.

Es käme also einer Willensformulierung gleich, wobei man diese ebenso darauf ausrichten könnte, allen Erfordernissen und Notwendigkeiten nachzukommen, dass diese sich leichter erledigen ließen, so dass es leichter ist, diese zu tuen, als sie nicht zu tuen z.B...

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Sich messen - KiW 12:1:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Mai 26 2016, 01:45

Ein Kurs in Wundern - T 12:1:2

Die Analyse von Ego-Motivationen ist sehr kompliziert, sehr verschleiernd und findet niemals ohne die Beteiligung deines eigenen Ego statt. Der gesamte Prozess stellt den deutlichen Versuch dar, deine eigene Fähigkeit aufzuzeigen, das, was du wahrnimmst, zu verstehen. Das wird daraus ersichtlich, dass du auf deine Deutungen reagierst, als wären sie richtig. Vielleicht hältst du dann deine Reaktionen verhaltensmäßig unter Kontrolle, gefühlsmäßig aber nicht. Das wäre offensichtlich eine Spaltung oder ein Angriff auf die Einheit deines Geistes, bei dem eine Ebene in ihm gegen eine andere ausgespielt wird.
---
Es gibt für gewöhnlich überhaupt keinen Grund, der zu etwas führte, sich in ein Verhältnis zu setzen, außer um an einer gemeinsamen Sache mitzuwirken, was den Kern des Verhältnisses mit ausmacht. Denn was wollte man auch messen, in dem, worin ein anderer vielleicht gar nicht ist, oder darauf etwas auch nur gäbe?

Möglich ist vieles, aber dass heißt nicht, dass man es auch tuen muss. Auch kann es vieles geben, was man zwar "denken" mag, aber doch nicht ausspricht, weil es vielleicht gar peinlich oder albern wäre oder man befürchtete, damit vor anderen weniger günstig oder angesehen dazustehen usw., und doch fängt es hier bereits an, sich in ein Verhältnis zu setzen, was keinerlei tieferen oder nützlichen Zweck meist verfolgen wird.

Obwohl etwas als allgemein oder sogar offensichtlich dumm wäre, und man es auch wüsste, heißt es nicht, dass es unbedingt klüger ist, es nur nicht auszusprechen, aber sich eben doch davon leiten und bestimmen zu lassen und es sogar besser wäre es loszulassen, vielleicht in der Form, dass man es doch aus- oder anspricht, sofern es vor allem nur damit ausgeht, dass man selber weniger vorteilhaft damit aussähe.

Andererseits muss es nicht klüger sein, etwas auszusprechen, denn es gehörte damit ja auch zu den Dingen, die man tut und ist vom Grunde her ähnlich einer Tat einzustufen und zu beurteilen. Aber unabhängig dessen, wie es sich darstellt, bleibt die Frage ob es mehr darum ginge, sich irgendwie zu geben, als mehr wie weit es einer Sache an sich dient. Denn ebenso wie man sich nicht mit anderen ins Verhältnis setzen braucht, wenn es keiner Sache an sich dient, braucht man sich auch mit Dingen an sich nicht in ein Verhältnis setzen, wenn man ebenso ohnedem alles damit, ja sogar noch besser, erledigt bekäme.

Ehe es also vorrangig darum ginge sich doch nur in Messallüren zu versteigen und bewusst oder unbewusst dies zum Bestandteil der Verhältnisse zu machen, sich ruhig mehr Zeit für sich und eine Selbstanalyse nehmen und sich selbst mit sich messen, bevor man an etwas anderes geht, was man eh so lange zumindest nicht beurteilen kann, wie man mit sich selbst schon überfordert an sich wäre oder nicht im reinen. Vor allem wenn es den Umgang mit anderen oder den Dingen an sich in keiner Weise verbessert oder zuträglich ist und es doch wieder nur das wäre, was keiner zugeben mag, der daran hinge (vielleicht weil es auch nur unbewusst geschähe) und doch sich vielleicht davon bestimmen oder leiten ließe...

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Re: Ein Kurs in Wundern

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 30 2016, 23:46

Ein Kurs in Wundern - T 12:2:5

Wir wollen keine Alpträume bewahren, denn sie sind keine angemessenen Gaben für Christus, und somit sind sie keine angemessenen Gaben für dich. Nimm die Decken weg und betrachte das, wovor du Angst hast. Nur die Erwartung wird dich in Angst versetzen, denn die Wirklichkeit des Nichts kann nicht beängstigend sein. Lass uns das nicht aufschieben, denn dein Traum des Hasses wird nicht ohne Hilfe von dir weichen, und die Hilfe ist hier. Lerne, ruhig zu sein mitten im Aufruhr, denn die Ruhe ist das Ende der Zwietracht, und das hier ist die Reise in den Frieden. Schau jedes Bild, das auftaucht, um dich aufzuhalten, direkt an, denn das Ziel ist unvermeidlich, weil es ewig ist. Das Ziel der Liebe ist nichts als dein Recht, und es gehört trotz deiner Träume dir.
---
Vieles hält nicht Stand, sobald es hinterfragt wird, denn vieles ist nur, weil es nicht hinterfragt wird.

Weniger jetzt nach außen hin, als in sich selbst. Denn alles im Außen mag auch noch sein eigenes Inneres haben, und sollte es nicht einbezogen sein, wird's im Außen auch nur ausarten und wenig hilfreich verlaufen. Und sollte man selber im Konflikt hinsichtlich etwas sein und im unreinen damit, dann kann man auch anderen damit wohl kaum eine Hilfe sein, denn die Lösung wird nicht darin liegen, dasjenige auszubreiten.

Die näherliegende Lösung ist wohl eher, im jeweiligen still zu werden und innezuhalten, denn damit könnte keine Konfliktseite in einem mehr die Überhand gewinnen und einen zu irgendetwas voreilig verleiten. So wird man auch eher einsehen können, was zu tuen ist.

Ähnlich ist es auch, wie man dem Oberflächlichen begegnen kann; man gibt dem Oberflächlichen einfach nicht nach, weniger in der Weise, indem man sich dagegen stemmte, denn man gäbe vielleicht nicht nach, diesem aber doch bei, als mehr in dem man es offen lässt und es nicht bereits für eine Lösung überhaupt hält.

Die Dinge an sich selbst können nicht anspruchslos sein, denn sie haben den Anspruch an/in sich, wie sie zu dem werden, wohin sie gehören und sorin auch sind sie diejenigen, die jeweiligem Anspruch gerecht werden und diesen erfüllen und so auch zu den Dingen an sich selbst wurden.

Es ließen sich wohl noch viele Dinge aufführen, wie z.B. irgend etwas anzurichten, bedarf meist eines geringeren Anspruchs, als dasjenige oder auch alles was damit anfällt, auch aufräumen zu können, denn es bedarf doch mindestens des gleichen oder noch umfassenderen Anspruchs, um mit jeweiligem auch fertig zu werden, es ordnen oder damit umgehen zu können.. dennoch liegt die Lösung meist nicht im Anspruchsvollsten, sondern im Naheliegendsten, außer es geht um das Anspruchsvolle selbst. Denn im Grunde genommen sind die Dinge an sich alle einfach, sie sind einfach so, wie sie sind, und dann kommt nur hinzu, was man daraus macht...

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Tatkräftige Entscheidungen - KiW 12:3:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jun 03 2016, 00:32

Ein Kurs in Wundern - T 12:3:9

Die Welt, die du wahrnimmst, ist eine Welt der Trennung. Vielleicht bist du bereit, sogar den Tod in Kauf zu nehmen, um deinen Vater zu verleugnen. Er aber möchte nicht, dass das so ist, und deshalb ist es auch nicht so. Du kannst trotz allem nicht gegen Ihn wollen, deswegen hast du keine Kontrolle über die Welt, die du gemacht hast. Es ist keine Welt des Willens, weil sie vom Wunsch beherrscht ist, anders zu sein als Gott, und dieser Wunsch ist nicht Wille. Die Welt, die du gemacht hast, ist daher total chaotisch, wird von willkürlichen und sinnlosen "Gesetzen" regiert und ist ohne jegliche Bedeutung. Denn sie ist aus dem gemacht, was du nicht haben möchtest und was aus deinem Geist hinausprojiziert wird, weil du Angst davor hast. Doch diese Welt ist nur im Geiste ihres Machers, zugleich mit seiner wirklichen Erlösung. Glaube nicht, dass sie außerhalb von dir ist, denn nur wenn du begreifst, wo sie ist, gewinnst du die Kontrolle über sie. Denn du hast sehr wohl Kontrolle über deinen Geist, da der Geist der Entscheidungsmechanismus ist.
---
Eine tatkräftige und wirksame Entscheidung (welche Geiste liegt), hat man vor allem über das, was in einem liegt, doch liegt alles letztlich in einem, was volle Wirksamkeit für einen beweist.

Wenn man sich fest entscheidet, wird auf den Punkt der Entscheidung vieles, das meiste wohl, keine Wirksamkeit mehr haben können. Vielleicht noch auf anderes, auf etwas, mehr außerhalb, worin es (was auch immer) vielleicht mehr ist, als man selbst, dann kann man sich ggf. mehr zurücknehmen und es hat dann auch wiederum weniger oder keine Wirksamkeit mehr bei einem.

Nehme man symbolisch mal Klötzchen, die man gebildet hat, um mit diesen zu arbeiten, könnten sie passend platziert dabei helfen, um damit für etwas bestimmtes eine Richtung vorzugeben, wenn sie unpassend eingesetzt werden, dann können sie aber ebenso auch die ungünstigen Dinge heraufbeschwören.

So auch, wenn man aufrichtig ist, braucht man sich um viele Dinge keine Sorgen mehr machen, denn es nimmt vielen schädlichen Dingen die Wirksamkeit (bei einem). Wenn man den Vorteil sucht, dann gibt man ähnlichen Dingen auch bei sich Raum, darunter auch solchen, die noch besser darin sind ihren Vorteil zu suchen..

Nebst dem Göttlichen, wogegen man nicht (wirksamer) wollen kann, gibt es auch andere umfassendere Dinge, worin man Teilhaber ist, aber nicht der Teilgeber und daher ist es auch so, dass man an gewisse (in dem Sinne) natürliche Grenzen stoßen kann. Dennoch bleibt einem meist die Wahl, ob man dann mehr sich auf das besinnt was bei einem ist und sich etwas zurückzieht oder es sind die Dinge, die mehr in einem liegen, die daher der eigenen Entscheidung bedürfen und unterliegen.

Hinzukommt das, was man womöglich bloß hinausprojiziert und so es sich selbst nur unnötig schwer macht. An der Wahl oder der Entscheidung wird es aber meistens liegen, oft wird man diese nur zu ändern brauchen und schon kann es anderweitig weiter gehen...

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Wohin des Weges? - KiW

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jun 07 2016, 00:47

Ein Kurs in Wundern - T 12:4:7

Die Sühne ist nicht der Preis für deine Ganzheit, aber sie ist der Preis für dein Gewahrsein deiner Ganzheit. Denn das, was du "verkaufen" wolltest, musste für dich bewahrt werden, da du es nicht "zurückkaufen" könntest. Doch musst du in es investieren, und zwar nicht mit Geld, sondern mit Geist. Denn Geist ist Wille, und der Wille ist der "Preis" des Himmelreichs. Dein Erbe wartet nur auf deine Einsicht, dass du erlöst worden bist. Der Heilige Geist führt dich zum ewigen Leben, aber du musst deine Investition in den Tod aufgeben, sonst siehst du das Leben nicht, obwohl es dich überall umgibt.
---
Nicht alles ist das wert, was es kostet, und was immer es kostest, ist allgemeinhin vielleicht nicht viel und oft lässt es sich von daher relativieren, alles aber, was die Ganzheit oder auch das Verhältnis zum Höheren hin kostet oder auch stört, ist meist auch ein zu hoher Preis dafür.

Denn nebst dem Streben nach Glück, was nur natürlich wäre, oder nach größeren Verwirklichungen, was gar vernünftig sei, sollte mehr noch zählen, sich auch treu damit bleiben zu können. Nicht im störrischen Sinne, sondern einfach dahingehend, weil manches in egal welcher Richtung, doch nicht mehr wert ist, als alles zusammen.

Welches Glück soll aus dem entstehen, oder wohinein will man etwas verwirklichen, wenn man sich seines Seelenheils damit nicht mehr sicher wäre? Denn das, was man von irgend etwas bloß erwartet oder sich verspricht, sollte nicht über dem stehen, was bereits da ist und wofür man im innersten seines Herzens eintritt.

Denn manches ist ganz und heil und wird es auch immer bleiben, weil es zu diesem einfach von je her gehörte und es gar nicht gegeben ist, daran etwas zu ändern. Aber es heißt nicht, dass man im Falle dessen, es nicht ganz und heil bewahren zu wollen, unabhängig wie nichtig oder gewichtig etwas scheinen mag, warum man dieses bereit wäre zu verkaufen, es dahin bringen könnte, kein Gewahrsein mehr davon zu erhalten.

Anders kann es kaum sein, denn das, was man zu ändern suchte, es aber gar nicht von einem nur abhinge, und würde man es doch dahin bringen, nur heißen kann, man hat es nur für sich dahin gebracht, aber nicht an sich (ähnlich der Verleugnung).

Somit wäre die Sühne auf den Plan gerufen. Es ginge dann gar nicht darum, an den Verhältnissen tatsächlich etwas zu verändern, dessen man gar nicht in der Lage wäre, weder in der einen noch in der anderen Hinsicht daran etwas zu ändern, sondern es ginge bloß darum, die eigene Einstellung dazu wieder geradezurücken. Was dann je viel wertvoller wäre, als alles, woran auch immer man dann herumschieben würde, ohne zu wissen, wohin überhaupt...

Und je größer und mächtiger man sich auch vorkäme, oder angenommen es auch tatsächlich sein sollte, umso mehr gibt es zurecht zu rücken, wenn es scheinbar oder auch tatsächlich verrückt sein sollte.

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Absolut oder absolut daneben? - KiW 12:5:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 09 2016, 00:32

Ein Kurs in Wundern - T 12:5:9

Dein Lernpotential ist, richtig verstanden, grenzenlos, weil es dich zu Gott führen wird. Du kannst den Weg zu Ihm lehren und lernen, wenn du dem Lehrer folgst, Der den Weg zu Ihm kennt und Seinen Lehrplan verstehst, ihn zu erlenen. Der Lehrplan ist total unzweideutig, weil das Ziel nicht gespalten ist und Mittel und Zweck in vollständigem Einklang stehen. Du brauchst nur ungeteilte Aufmerksamkeit anzubieten. Alles andere wird dir gegeben werden. Du willst in Wirklichkeit ja richtig lernen, und nichts kann sich der Entscheidung von Gottes Sohn entgegenstellen. Sein Lernen ist so unbegrenzt wie er.
---
Was hat Lernen mit ungeteilter Aufmerksamkeit gemein?

Nun, sinngemäß heißt es von Apostel Paulus, dass mit allem Übel, womit man es zu tuen bekommt, einem auch ein Ausweg daraus oder Mittel bereitgestellt werden, um damit auch fertig zu werden.

Und was hat dieses mit dem Lernen gemein?

Nun, wenn etwas sich in einem bestimmten Bereich befindet, dann befindet sich auch alles, was dazu oder hinein gehört, ebenso dort. Allein schon, wenn auch nur etwas göttlicher Natur darin enthalten ist, dann ist es dort irgendwie hingekommen und ebenso muss es einen Weg hinaus geben.

Also hieße es auch, wenn man seine Aufmerksamkeit ungeteilt auf alles Dazugehörige ausdehnt, dann muss auch die dazugehörige Lösung mit enthalten sein.

Oft liegt die Schwierigkeit, was es auch sei und welcher Art auch immer, in irgend einem Fragment vergraben. Nicht weil dieses die Lösung selbst sei, sondern, weil man diese darin sucht, anstelle hinreichend dessen einzubeziehen, womit es zusammengehört und somit alles, bis alles Zusammengehörige wieder beisammen ist.

Alles Relative ist relativ groß, so auch die Schwierigkeiten, allerdings muss alles Absolute auch vollständig sein. Ist es nicht vollständig, in sich, an sich oder überhaupt, dann meist auch nicht absolut und somit fehlt bloß noch das, womit es vollständig wird.

Allerdings kann es auch vollständig daneben sein, etwas für absolut zu nehmen, was nicht absolut ist.. ein wenig Gelassenheit zu wahren, ist meist auch mehr Vollständigkeit als weniger...

Devino Melchizedek

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