Ein Kurs in Wundern

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Deine Gedanken erschaffen deine Realität - KiW 5:1:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 11 2016, 23:58

Ein Kurs in Wundern - T 5:1:2

Wir wollen unseren Prozess des Wiedererwachens mit ein paar einfachen Überlegungen beginnen:
Gedanken mehren sich, wenn man sie weggibt.
Je mehr an sie glauben, desto stärker werden sie.
Alles ist eine Idee.
Wie also können Geben und Verlieren miteinander assoziiert werden?

---
Sicher gibt es oft genug Grund sich über etwas zu empören, denn nicht alles ist, wie man es sich ausmahlen mag. Es mag nicht immer leicht fallen, erst inne zu halten, doch vermehrt man ja das, wovon man andere überzeugt. Und je mehr davon überzeugt sind, desto stärker die Idee, wie es ja auch zu den grundsätzlichen Mehrheitsüberzeugung kommt, worin sich das Leben überwiegend für die meisten nunmal abspielt.

Fängt man dann an, dem ein oder anderen etwas zu erklären oder zu erzählen, wovon er bisher keine Kenntnis hatte, wird man daher auch für zu leicht, als verrückt angesehen. Nicht das man seine Zeit damit vertuen bräuchte, aber als Feldstudie, kann man ja auch einfach nur mal schauen, wer worauf wie reagiert. Man braucht ja einfach nichts zu erwarten. Ja besser noch, es gleich unter dem Motto zu präsentieren, dass man es selbst nicht ganz ernst meint.

Ähnlich dem, dass sich die Ideen ausdehnen, je mehr sie geteilt werden, ist auch vieles andere, was von einem ausgeht, nicht gleich bei dem, wovon man meint zu künden, sondern erstmal bei denen, die als nächstes um einen sind. Dann ist es ein nicht unerheblich Unterschied, auf welcher Ebene es sich befindet. Ist es die rein Menschliche oder ist das die Ebene der Wesenheit, also mehr in dem, was sich in der Verwirklichung zwischen Seele und Monade wiederfindet oder befindet?!

Jedenfalls wenn man etwas raushaut, trifft es unmittelbar auf die eigenen Nächsten, dann erst und wenn überhaupt, mittelbar auf das, wovon man kündet. So kann es anfangs auch verstörend sein, wenn man sich im Bereich der Wesenheit wiederfindet. Denn plötzlich ist Leben in den Organen in einer Weise, wie man es bisher nicht kannte. Aber es kann auch kaum anders sein, denn es wachsen einem ja nicht plötzlich irgendwelche Organe, sondern sie repräsentieren dann auf einer Ebene zusätzlich irgend etwas, was einem vermittelst des Willens dann zukommt. Und da nur gewisse Kanäle gegeben sind, über welche einen etwas erreicht, ist es ebenso darum sogar fast notwendiger Weise so, dass eine Bedeutung nur zukommt, man ansonsten sich in der Weise als Mensch auch weiter bewegen und arbeiten kann, nur dass mehr Ebenen noch dazu gekommen sind. Man kann gar meinen, das ein oder andere ginge nicht mit rechten Dingen zu, und wenn die Phantasie weitreichend genug geht, kann man es alles für sonst etwas halten oder auch dagegen kämpfen (letztlich nur gegen sich selbst).

Nur ist es auf Ebene der Wesenheiten eher so, dass es da nichts zu bekämpfen gibt, denn es handelt sich meist um Kosmische Verbindungen, wo man sehr leicht nicht unerheblichen Schaden anrichten könnte. Und bei wem? Wie so oft bei seinen Nächsten, oder Wesenheiten die einem helfen wollen, oder grundsätzlich irgendwelche Kosmischen Abläufe am koordinieren oder ordnen sind u.ä., und nicht so sehr für irgend welche Phantasien herhalten möchten.

Daher ist Harmlosigkeit sehr wesentlich, gerade in Höheren Bereichen, wenn sich einem etwas erschließt oder auch durch Gruppenanbindung eröffnet wird. Wobei es gar nicht darum geht, irgend etwas davon irgend einem Menschen zuzuordnen, denn jede Ebene gilt für sich und ist nicht zugleich ein und das selbe mit anderen Ebenen. Denn die meiste Gruppenarbeit erfolgt auf anderer Ebene (grundsätzlich auf Seelenebene), als es das Leben des Menschen (wenngleich dieses auch nicht hineinmengen sollte und durchaus geordnet und geklärt sein sollte) oder die Persönlichkeit von irgend wem beträfe...

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Wohltätige Gedanken - KiW 5:E:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 13 2016, 00:14

Ein Kurs in Wundern - T 5:E:3

Du wirst von jedem wohltätigen Gedanken eines jeden deiner Brüder, wo auch immer er sein mag, gesegnet. Du solltest sie aus Dankbarkeit ebenfalls segnen wollen. Du brauchst sie nicht persönlich zu kennen noch sie dich. Das Licht ist so stark, dass es in der ganzen Sohnschaft strahlt und dem Vater dafür dankt, dass Er seine Freude auf sie strahlen lässt. Nur Gottes heilige Kinder sind würdige Kanäle Seiner herrlichen Freude, weil nur sie herrlich genug sind, sie zu halten, indem sie sie mit andern teilen. Für ein Kind Gottes ist es unmöglich, seinen Nächsten nicht so zu lieben wie sich selbst. Deswegen lautet das Gebet des Heilers:
Lass mich diesen Bruder erkennen, wie ich mich selbst erkenne.
---
Ein tieferes Verstehen, Erkennen und Verständnis, heißt nicht, dass man mit allem einverstanden sein muss. Es heißt mehr, dass man nichts verändert haben möchte (im Sinne des Nichteinmischens), was die Belange anderer anbetrifft (so lange man nicht vom Anderen oder Höheren her, darum in irgend einer Form gebeten wurde). Und im Idealfall sieht man ohnehin mehr das, was keinerlei Veränderung bedarf.

Darüber hinaus, ist es eine Sache, was man erkennt, eine weitere, welche Kraft oder auch Reinheit da ist, noch eine weitere, welcher Gedanke ausgedehnt werden soll.

Das heißt, man kann über Prinzipien reden oder auch über ein Erlebnis, dabei genauso gut etwas frei setzen, was eben frei gesetzt werden möchte oder an Kräften da ist. Auf einer Ebene ist dann das was freigesetzt wird, auf einer anderen das Prinzip oder auch ein Erfahrungsbericht z.B., und es muss keineswegs die Kraft sein, über welche man nurmehr schimpfen wollte.

Würde man bloß über diese bestimmte Kraft schimpfen, dann könnte es passieren, dass man diese nur verstärkt und kaum oder gar nicht frei setzen würde. Ebenso würde das Angesprochene in Erinnerung bleiben oder ausgedehnt werden und verstärkt, oder als eine Aufhängung bei einem verbleiben (denn wie der Kurs lehrt, verlassen die Gedanken ihre Quelle nicht). Obwohl man mindestens ebenso die freizusetzenden Kräfte freisetzen könnte, dazu aber ein sinnvolles Prinzip verankern könnte, über welches man zugleich spräche. Denn gelegentlich wird man das freisetzen müssen, was nicht zu einem gehört, oder auch grundsätzlich als Mittler die Kräfte die von oben kommen nur weiter verteilen.

Immerhin findet allerlei Kosmisches Geschehen ebenso statt, jetzt und immerfort, während man von den verschiedensten Vorgängen nichts mitbekommt oder keine bzw. kaum Kenntnis hat. Nichts verläuft daher schlechter, vielleicht sogar besser, wenn es weniger Störquellen dazu gibt, denn alle dazu erforderlichen Wesenheiten werden schon noch auf ihre Weise einbezogen sein und bleiben.

Ebenso muss man sich nicht persönlich kennen, und es kann doch sehr viel Zusammenarbeit stattfinden auf diversen Ebenen. Vielleicht sogar besser noch, als wenn immer wieder etwas dazwischen funken würde, von dem, was zu keinerlei Nutzen zuträgt.

So wird einer Seele kaum viel mehr an den eigenen Menschlichen Anteilen liegen, die zu dieser mehr gehören und zählen, abgesehen von der Verantwortlichkeit für diese, als nun an allen anderen Menschen, die in irgend einer Form dabei sind. Denn Mensch ist Mensch, und nicht zugleich davon daher mehr oder weniger von wert, als nach dem, was es an sich daher sein kann.

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Lernen hört nie auf - KiW 5:2:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 24 2016, 01:28

Ein Kurs in Wundern - T 5:2:3

Das Prinzip der Sühne und die Trennung begannen zur selben Zeit. Als das Ego gemacht wurde, legte Gott den Ruf nach Freude in den Geist. Dieser Ruf ist so stark, dass sich das Ego immer auflöst, wenn Er ertönt. Deshalb musst du dich entscheiden, eine von zwei Stimmen in dir zu hören. Die eine hast du selbst gemacht, und diese stammt nicht von Gott. Die andere aber ist dir von Gott gegeben, Der dich bittet, nur auf sie zu hören. Der Heilige Geist ist in einem ganz buchstäblichen Sinn in dir. Sein ist die Stimme, die dich dorthin zurückruft, wo du vorher warst und wieder sein wirst. Es ist sogar in dieser Welt möglich, nur diese Stimme und keine andere zu hören. Es braucht Bemühen und große Bereitwilligkeit zu lernen. Es ist die letzte Lektion, die ich gelernt habe, und Gottes Söhne sind ebenso gleich als Lernende wie als Söhne.
---
Das man nicht für die Lehrer oder die Schule lernt, sondern fürs Leben ist ja nicht neues. Nur nimmt das Lernen kein Ende, es ist wohl die Grundhaltung auch für jedes noch so verwirklichte Lebewesen.

Ob nun das Karma die mehr verpatzen Lektionen einem nachträgt, oder man als Vorturner unterwegs ist. Wie weit auch ein Lebewesen aus menschlicher Sicht entwickelt sein mag, auf seiner (irgend einer Ebene) geht der Lernprozess stetig weiter. Auch nachdem dieser auf einer anderen Ebene als abgeschlossen zählen mag.

Würde man für den Lehrer lernen, hieße es ja doch nur, dass der Lehrer dieses (was auch immer) nicht kapieren würde. Und lehrte man andere etwas, dann lernt man mit und in ihnen dadurch.

Dadurch, dass das Lernen nie aufhört, muss es zur eigenen Grundhaltung werden, und ebenso dadurch auch vollständig selbstmotiviert von statten gehen. Irgendwann lernt man mehr für andere, als für sich selbst. Daran wäre wohl zu ermessen, wie weit es der selbstmotivierten Grundhaltung bereits entspricht.

Dann ist das Lernen eher vollständiger Natur, denn es bezieht den Lehrer, die Lehre und den Lernenden mit ein. Lernen bis zum umfallen? Nein, lernen bis man gar nicht mehr umfallen kann, weil alles auf einer Ebene gelernt ist, und keine Neigung auch noch nur zu irgend einer Seite hin auftaucht (jedenfalls nicht eben dort), um in der Weise noch hinfallen zu können.

Denn letztlich ist alles nur eine weitere Einladung zu lernen, nicht viel mehr und nicht viel weniger...


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Kraft der Überzeugungen - KiW 5:3:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Okt 26 2016, 02:11

Ein Kurs in Wundern - T 5:3:2

Der Heilige Geist ist die Idee der Heilung. Da sie ein Gedanke ist, wächst sie, wenn sie mit andern geteilt wird. Da sie der Ruf nach Gott ist, ist sie auch die Idee von Gott. Da du ein Teil von Gott bist, ist sie zugleich die Idee deiner selbst wie auch all Seiner Schöpfungen. Die Idee des Heiligen Geistes teilt die Eigenschaften anderer Ideen, weil sie den Gesetzen des Universums folgt, dessen Teil sie ist. Sie wird dadurch gestärkt, dass sie weggegeben wird. Sie wächst in dir, wenn du sie deinem Bruder gibst. Dein Bruder braucht sich des Heilige Geistes in sich oder in dir nicht bewusst zu sein, damit dieses Wunder geschieht. Er mag den Ruf nach Gott abgespalten haben, genau wie du. Diese Dissoziation wird in euch beiden geheilt, wenn du des Rufes nach Gott in ihm gewahr wirst und somit dessen Sein anerkennst.
---
Man sollte schon aufpassen, wen man wovon überzeugt, denn ist etwas weggegeben und mitgenommen, dann wächst es zu etwas heran, ohne dass man vorerst von diesem ein Gewahrsein hat. Kehrt es nun wieder, und basiert es auf der Idee die von einem ausging, dann wird es das früher oder später, auch wenn man zunächst davon keinen Wind bekommt, dann wird es den Eingang nehmen, der als Ausgang diente, woraus es entstand. Und dann hat man den Salat schnell gemischt, kann dann auch schnell mal wieder von vorn anfangen vieles neu zu ordnen oder aufzubauen.

Das heißt dann wieder, Schicht um Schicht, Ebene für Ebene. Dann wäre es oft besser gar, einfach nur über Plätzchen backen zu reden und der jeweiligen Ebene das jeweilige zu belassen, ohne von einer anderen aus darauf aufmerksam zu machen. Denn funktionieren tut es oft gar besser, als wenn allerlei Nasen unnötigerweise drinsteckten.

Überhaupt ist es eine gute Möglichkeit oft, über alles sichtbare und Äußere zu reden, wenn innerlich mal viel Unruhe sein sollte oder Wirrnis. Einmal der Erdung und Verankerung wegen, zum anderen auch um dies (was auch immer) auf der Ebene bloß zu belassen und lösen zu brauchen, auf welcher es sich zutrüge.

Denn verknüpft man Ebenen, wo es nicht notwendigerweise sein braucht, wird es weder weniger noch leichter damit.

Sei es der Art der Qualität nach, dass z.B. wo etwas nur Physisch gehoben werden bräuchte, es nicht weniger Arbeit ist, wenn man es zusätzlich mit allerlei Emotionalität verknüpfte, vor allem wenn es solcher Art ist, wie es die Sache zu einer größeren oder schwereren machte, als es im wesentlichen bloß ist.

Oder auch der Quantität nach, wo eine Masse von etwas überzeugt wäre, diese von etwas anderem nicht leichter zu überzeugen sein wird (meist durch viel Aufklärung hinsichtlich etwas bestimmtem), als nun einen Einzelnen zu einem Gesinnungswandel zu bewegen.

Denn im Grunde könnte die ganze Menschheit auf einen Schlag von allerlei geheilt sein, wenn nur die Überzeugung, welche der Heilung im Wege stünde, auf einmal fort wäre. So aber ist es eher ein sehr langer Prozess, ehe man eine größere Mehrheit dazu bringt, einzusehen, dass es eine andere und bessere Lösung oder Alternative gibt, als darin, worin es keine Lösung gibt und doch die Überzeugung dazu, irgend etwas müsse sein, als Lösung allein es bräuchte.

Und doch kann nur eine Nicht-Lösung sein, wo es eine Lösung gibt, denn ist es vom Göttlichen her, dann kann es nicht ohne Lösung sein, wie denn auch? Es wäre sonst ja auf ewig. So kann Gott aber nicht sein, dass er etwas zuließe, was seinem Wesen nach nicht nach ihm käme und doch fortbestünde...


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Miteinanderteilen - KiW 5:4:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Okt 28 2016, 02:14

Ein Kurs in Wundern - T 5:4:3

Jeder liebevolle Gedanke, der von irgendeinem Teil der Sohnschaft gehegt wird, gehört jedem Teil. Er wird mit anderen geteilt, weil er liebevoll ist. Miteinanderteilen ist Gottes Art zu erschaffen und auch die deine. Das Ego kann dich fern vom Himmelreich in der Verbannung halten, aber im Himmelreich selbst hat es keine Macht. Ideen des reinen Geistes verlassen den Geist nicht, der sie denkt, noch können sie miteinander in Konflikt stehen. Ideen des Ego jedoch können miteinander in Konflikt stehen, weil sie auf verschiedenen Ebenen auftreten und auch gegensätzliche Gedanken auf derselben Ebene einschließen. Es ist unmöglich einander zuwiderlaufende Gedanken mit anderen zu teilen. Du kannst nur die Gedanken mit anderen teilen, die von Gott sind und die Er für dich bewahrt. Und aus solchen ist das Himmelreich. Die anderen bleiben bei dir, bis der Heilige Geist sie im Licht des Himmelreichs neu gedeutet und auch sie des Miteinanderteilens wert gemacht hat. Wenn sie genug geläutert worden sind, lässt Er zu, dass du sie weggibst. Die Entscheidung, sie mit anderen zu teilen, ist ihre Läuterung.
---
Was nutzte auch das Miteinanderteilen, wenn es derlei wäre, dass es dies umfasst, was man gar nicht bei sich haben möchte oder was ein anderer nicht will? Nicht des Widerwillens wegen, sondern schlichtweg, weil es unnütz ist oder sich auf Ebenen bewegt, wo man überhaupt nichts mit zu schaffen haben möchte, weil man es auch nicht braucht? Ebenso derlei, wenn es verpfuscht ist, oder einfach nicht rein genug, als das damit etwas anzufangen wäre?

Dann ist es gut, dass es eben doch nur auf einer Ebene sich abspielte und in andere Bereiche nicht passieren kann. So wie es des Geistes nur würdig ist, wo es von diesem erkannt, aufgenommen und angenommen wird. Alles der Art der Nichtigkeit oder was sich selbst schon Widerspruch genug ist, braucht nicht geteilt zu werden und wird es letztlich nur dort, wo gleiche Gesinnung aufeinander trifft und damit etwas anzufangen weiß, aber meist nicht zum guten.

Eins ist wohl klar, wenn es nicht eine Ebene gäbe, auf der auch nur etwas gemeinsames sich einfände, dann könnte überhaupt nichts geteilt werden. Ebenso ist es aber auch mit dem, was eines Geistes ist, nur das braucht keine Ebene mehr um geteilt zu werden, weil es bereits eines Geistes ist und mehr als eine Ebene umfasst bzw. diese weitestgehend aufhebt.

Definitiv sollte man in anderen nicht nur ein Mittel für eigene Zwecke sehen, sondern mindestens ihnen es überlassen, eigenen Zwecken folgen zu können.

Und es ist wohl nicht selten in der allgemeinen Gesellschaft oft derart, dass in anderen eben das gern gesehen wird, wie und wozu sie einem gereichen können, in jeweiliger Beziehung. Nicht aber, dass die Beziehung an sich gepflegt wird, ebenso alle Dinge darin an und für sich selbst, um so das zu ehren, was überhaupt das miteinanderteilen erst möglich macht. So dass überhaupt eine Beziehung auch erst entstehen kann. Denn nur nach eigenen Vorzügen auszuschauen und darnach alles auszurichten, ist keine Beziehung. Es sind dann meist bloß Ego-Beziehungen und mehr auch nicht.

So ist es auch gut darum, dass sich alles irgendwo nach der eigenen Natur und Ebene schon auf Vorwege ordnet. Und nur dass, was von Gott anerkannt ist oder einer bestimmten Gesellschaftlichen Anerkennung oder Ordnung oder sonst wie bestimmter Übereinstimmung entspricht, auch nur miteinandergeteilt werden kann. Denn ebenso könnte eines Geistes heißen, dass alles zusammenklebt. Nur was wäre dass denn für eine Art von Qualität noch, mit der etwas anzufangen wäre?

Es darf gern erst etwas gepflegt sein, bevor man daran geht, irgend etwas im Übermaße miteinanderteilen zu wollen (damit es auch allseits miteinandergeteilt sein will)...


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Anerkennung - KiW 5:6:5,6

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 02 2016, 01:38

Ein Kurs in Wundern - T 5:6:5,6

Es gibt viele Beispiele dafür, wie die Deutungen des Ego irreführend sind, doch werden einige wenige ausreichen, um aufzuzeigen, wie der Heilige Geist sie in Seinem Eigenen Licht neu deuten kann.

"Wie du säst, so sollst du ernten" deutet Er so, dass du das, was du als der Pflege wert erachtest, in dir kultivierst. Wenn du etwas als würdig beurteilst, wird es dadurch für dich würdig.
---
Ist man in irgend etwas erwacht, dann heißt es pflegen, pflegen, pflegen, und es kultivieren. Denn meist ist es etwas vom großen Ganzen, wo kein anderer in dieser Weise wach ist, um diesen Teil zu erhellen und zu erheben.

Mit der Erhebung dessen, erhebt man sich selbst mit dazu. Denn man ist das Glied, welches eine (die) Hierarchie einbringt, für dasjenige, wofür man erwacht ist. Man bildet dieses für das Höhere ab, so dass es dadurch in jenes einsehen kann. Wird eben hierin auch, wenn hinreichend Feinempfinden aufgebaut ist, in eben jenes mit erhoben sein.

Es ist die geringere Entsprechung zu der Arbeit eines Logos. Der Logos ist die wache Seite zur gesamten Evolution. So wie er von dieser erkannt wird, was in ihm (dem Logos) erwacht, so erkennt der Logos sich selbst in dem, was ihn erkennt, und erkennt dieses dadurch an, so dass es zum höheren Leben erwacht.

Natürlich neigt die Sicht aus einer eingeschränkteren Perspektive zu Fehldeutungen. Es liegt in der Natur der Sache, denn was nicht vollständig erfasst werden kann, wird doch zu leicht, sei es auf drängen der Vernunft hin, dazu neigen sich den Rest dazu zu dichten.

Mit entscheidend ist immer der Aspekt oder die Ebene auf der man ist. Auf gewissen Ebenen darf man nicht mehr sogenannte Persönliche Ansichten vertreten. Denn dadurch kann man nichts von dem erkennen, was über diese Ansichten hinausreicht. Es ist schlichtweg eine Begrenzung, um sich von dem zu schützen, was man meint, es würde einen nicht betreffen.

Am Ende betrifft einen alles, daher spielt es nicht einmal eine Rolle, worin man erwacht, es gilt die prinzipielle Einstellung. Denn wie man mit etwas Geringerem umgeht, so wird man mit dem Größeren, welches einen dann sicher weit mehr zu fordern verlangt, kaum besser umgehen können. So viel man es sich in Sachen Trockenübungen auch vorstellen mag.

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Geduld - KiW 5:6:11

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 06 2016, 02:35

Ein Kurs in Wundern - T 5:6:11

Als ich sagte: "Ich bin gekommen in die Welt als ein Licht", da habe ich damit gemeint, dass ich gekommen bin, um das Licht mit dir zu teilen. Erinnere dich, dass ich vom dunklen Spiegel des Ego sprach, und erinnere dich auch, dass ich sagte: "Schau nicht dorthin." Es ist nach wie vor wahr, dass es bei dir liegt, wohin du schauen willst, um dich selbst zu finden. Deine Geduld mit deinem Bruder ist deine Geduld mit dir selbst. Ist ein Kind Gottes nicht der Geduld wert? Ich habe dir unendliche Geduld bezeigt, weil mein Wille der unseres Vaters ist, bei Dem ich unendliche Geduld erlernt habe. Seine Stimme war in mir, wie Sie auch in dir ist, und sie spricht für Geduld mit der Sohnschaft im Namen Ihres Schöpfers.
---
Geduld hört nicht auf und ist bei Gott unerschöpflich, denn er hat immer alle Zeit der Welt. Ist unser Wille mit dem seinen vereint, dann zeigen sich gewisse Ähnlichkeiten.

Natürlich ist es nicht immer so einfach etwas in die Tat umzusetzen, denn es gibt immer wieder gewisse Faktoren, die entgegen zu wirken suchten, und genau genommen, eben diesen Faktoren läuft die Zeit davon, nicht jedoch uns, und denen, die sich verstärkt vom Göttlichen Willen leiten ließen.

Ein Unterschied wird gerne auch bei dem gemacht, dass Seelen aus früheren Inkarnationen hoch und heilig gehalten werden, jedoch der Nächste um uns, zu gerne, nicht für heilig genug befunden wird. So ist allerdings auch fraglich, ob man, wenn man diesen Seelen in der Zeit und unter den Umständen, unter welchen sie angetreten waren, begegnete, ob man sie überhaupt ebenso als das erkennen würde. Oder doch nur mit der Menge grölend wider sie wäre, wie der Rest, weil einer sich nicht den Dogmen unterwürfe, von denen man beherrscht wäre u.ä.?!

Und so fasste man dieses auf und suchte nach des Ursache Kern, so wäre es doch schlichtweg oft dieses, dass einer als Konkurrent fürs eigne Ego angesehen wird. Und in eben dem Schattenspiel, worin man sich selbst zu betrachten suchte, wird der andere mitsamt des eignen Ego als für unwürdig erachtet, um ihn auf der Stufe zu sehen, wie man nun als für heilig angesehene Seelen früherer Inkarnationen, mit vielleicht historischem Charakter darüber hinaus, betrachtete.

Es stimmt schon, dass gewisse niedere Aspekte bei diesen Seelen nun keine Rolle mehr spielen, auch ist ihnen dadurch möglich, unentwegt im Hingebungsvollem Dienste zu stehen, denn es gibt nichts was diesem, ihrem wirken, zuwider liefe. Angefangen nun bei der Müdigkeit, oder auch sonstiger Einflüsse, die keinen Raum oder Feld mehr finden um noch ansetzen oder greifen zu können.

Doch ist jede Seele in Inkarnation nicht weniger, von eben jenen Dingen, die anderen zugerechnet werden, sondern es sind bloß mehr und zusätzliche Faktoren da, mit welchen man dann zu tuen hat. Allerdings können diese auch als eine Gelegenheit aufgefasst und verstanden und eben in der Weise genutzt werden. So gibt es dadurch auch Möglichkeiten, die jene Seelen nicht haben, welche in diesem nicht steckten, und man in eben der Weise treue Dienste leisten kann, wenn man es nun hinreichend gescheit nutzte.

Allerdings heißt Geduld nicht, dass alles hinzunehmen wäre. Denn es gibt einen deutlichen Unterschied, wo einer von sich aus bereit und willig lernte, und wo einer auch nachdem ihm alles hinreichend erklärt wurde, auch dieses nicht für Anlass genug sieht, um eine Lehre daraus zu ziehen und ähnlich dem überidealisieren, die moralischen Aspekte nicht hinreichend Pflegen erführen. Und zu oft sind es nur die schattenhaften Wiederspiegelungen des Egos oder der Persönlichkeit, die zum Laster dienen, denn in der Geduld der Seele ließe sich solcherlei ohnehin nicht einnisten.. und doch ist genau dieses jedem frei gestellt, und welchem Herr man nun womit zu dienen suchte...


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Seid still und erkennet... - KiW 4:E:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 09 2016, 01:07

Ein Kurs in Wundern - T 4:E:2

Du kannst aus dem reinen Geist oder aus dem Ego sprechen, ganz nach deiner Wahl. Wenn du aus dem reinen Geist sprichst, so hast du dich für "Seid still und erkennet, dass ich Gott bin!" entschieden. Diese Worte sind inspiriert, weil sie Erkenntnis widerspiegeln. Wenn du vom Ego aus sprichst, dementierst du die Erkenntnis, anstatt sie zu bejahen, und entziehst dir selbst die Inspiration. Begib dich nicht auf nutzlose Reisen, denn sie sind fürwahr vergeblich! Das Ego mag danach verlangen, doch der reine Geist kann sich nicht auf sie begeben, weil er auf immer und auf ewig nicht von seinem Fundament scheiden will.
---
Gott hat alles dazu erschaffen und auserkoren, um sich selbst darin zu erkennen. So ist es auch mit allem, was wir von uns geben so, dass wir uns in die eine oder andere Richtung hin begeben, um zu erkennen, was wir sind oder nicht sind.

Der Weg dahingehend, zu erkennen was wir nicht sind, ist der meist unnötige und lange Weg. Der Weg dahingehend uns selbst zu erkennen, ist der direkte Weg.

Im Schweigen liegt jedoch die Erkenntnis, wer wir sind und woher unsere wahre Natur her ist, welche aus dem Schweigen geboren und mit dem Ruf hervorgetreten ist.

Keiner ist begrenzt, vom Geiste her zu künden, ausgenommen, er begrenzt sich selbst, denn dem Geiste sind keine Grenzen gesetzt.

Anstand und Harmlosigkeit sind die ersten Schritte, um unter dem Willen Gottes Dienst verrichten zu können. Da sein Wille sich nicht wider seine eigene Schöpfung richten wird, die er anerkennt, weil es seine Schöpfung ist.

Schweigen ist Besinnung, Reden ist nach der Besinnung, wenn es in Selbsterkenntnis gründet, vor der Besinnung eher dann, wenn wir das erkennen wollen, was wir nicht sind...

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Nächstenliebe - KiW L335

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 13 2016, 00:55

Ein Kurs in Wundern - Lektion 335

Ich wähle, meines Bruders Sündenlosigkeit zu sehen.


1. Vergebung ist eine Wahl. Ich sehe meinen Bruder nie so, wie er ist, denn das ist weit jenseits der Wahrnehmung. Was ich in ihm sehe, ist lediglich das, was ich zu sehen wünsche, weil es für das steht, wovon ich möchte, dass es die Wahrheit sei. Auf das alleine reagiere ich, sosehr ich auch von äußeren Ereignissen bewegt zu werden scheine. Ich wähle, das zu sehen, worauf ich schauen möchte, und das sehe ich und nur das. Meines Bruders Sündenlosigkeit zeigt mir, dass ich auf meine eigene schauen möchte. Und ich werde sie sehen, da ich die Wahl getroffen habe, meinen Bruder in ihrem heiligen Licht zu erblicken.

2. Was könnte mir die Erinnerung an dich zurückerstatten, außer meines Bruders Sündenlosigkeit zu sehen? Seine Heiligkeit erinnert mich daran, dass er als eins mit mir erschaffen wurde und wie ich selbst. In ihm finde ich mein Selbst, und in deinem Sohn finde ich ebenfalls die Erinnerung an dich.
---
Man kommt einfach nicht dran herum, möchte man nichts Schlechtes in sich tragen, dann darf dieses auch nicht akzeptiert werden, in der Weise, dass man dieses nicht in seiner Ansicht anderen gegenüber trägt oder bestätigt, denn ebenso ist es dann in uns.

Und immer noch ist es dann ungewiss, wie weit es denn tatsächlich mit irgendwem, und ohnehin nur vorübergehend, zu tuen hätte. Mindestens aber ist es dann in uns akzeptiert und in der Weise bestätigt.

Und man kann noch so und so viel meinen, natürlich anderweitig, bei dem was einem lieb ist, gutes zu tuen und zu sehen, hat man anderwärts etwas für Schlecht (natürlich in sich, wo sonst auch?, denn die Dinge sind darüber hinaus weiterhin so wie sie sind) akzeptiert, so hat man es für sich gesät und wird es in irgend einer Weise auch wieder ernten müssen.

Ob das Übel dann nun ausgewachsen ist, oder man doch noch beizeiten daran gegangen ist, das Unkraut zu jäten. Je früher umso leichter ist es dann noch darum bestellt, es zu beseitigen oder aufzuheben.

Und in keiner Wahrnehmung wird man irgendwen vollends einfangen oder umfassen können. Wie auch? Denn alles ist weit mehr, als man dafür von sich etwas abstellen oder drauf richten könnte, was diesem auch nur im Ansatz gerecht würde.

Daher gibt alles doch immer noch mehr Aufschluss nur über eine selbst, denn das meiste daran ist und bleibt man selbst. So unbefriedigend es also, vor allem zu Anfang, auch sein mag, es nutzt nichts, es gibt bei manchen Dingen einfach keinen kürzeren und schnelleren Weg, als nun umfassende Selbstakzeptanz.

Ebenso ist es erst erforderlich aufzuhören anderen zu Schaden, ehe man meint Schlechtes umgehen zu können, in dem man dort, wo es einem leicht fällt, irgend etwas Gutes täte. Die Erste und die Letzte Lektion mindestens haben immer mit einem selber zu tuen, und die meisten anderen ebenso...


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Die Suche nach verschiedenen Pfaden - KiW 31:4:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 15 2016, 00:33

Ein Kurs in Wundern - T 31:4:6

Zu lernen, dass die Welt nur eine Wahl anbieten kann, ganz gleich, was ihre Form sein mag, ist der Beginn des Akzeptierens, dass es stattdessen eine wirkliche Alternative gibt. Gegen diesen Schritt zu kämpfen heißt, deinen Sinn und Zweck hier zu vereiteln. Du bist nicht gekommen, um einen Weg finden zu lernen, den die Welt nicht enthält. Die Suche nach verschiedenen Pfaden in der Welt ist nur die Suche nach verschiedenen Formen der Wahrheit. Und diese verhindert, dass die Wahrheit erreicht wird.
---
Ja so gesehen ist jeder Weg ein Umweg. Und doch käme man nicht von der Stelle, wenn man keinen Schritt ginge. Ein kleines Paradoxon.

So wie wenn man gewisse Möglichkeiten prüft und sich sagt, ne, damit fange ich nicht an, es ist nicht die Ebene, wo man sein möchte oder womit man zu tuen haben möchte. Aber wie sollte es eine andere geben, wenn man nicht irgend etwas dazu beitragen sollte, dass es etwas anderes für einen geben kann?

Also dann doch Schritt um Schritt, und raus aus jeder Miesere. Dann ist es mehr eine Frage dessen, wie man es anfasst. Es braucht nichts vertreten werden, wenn es nicht dass ist, worin man verweilen wollte, doch irgendetwas sollte man schon machen. Da von selbst nichts besser wird, und es nichts gibt, was auf einen wartet, wenn man nicht beitragen möchte bei dem bereits Schlichteren und sich als nützlich erweisen?!

Doch ist es so, dass man einen Traum um so mehr festigt, je mehr man an ihn glaubt. Und alles agieren darin, dient dazu diesen zu bekräftigen und als das seine anzunehmen. Bis es das ein- und alles ist, und man gar nicht erst etwas anderes als für möglich hielte, was nicht darin Anteil hätte.

Wenn man öfter inne hält und abhängig davon wie tief, würde ab jedem Moment der Tiefe eine weitere Ebene hinzukommen, wo man sagen kann, auch darin möchte ich nicht eingehen und verweilen, wenn es doch nur eine Ebene von vielen ist.

Um seine Kontinuität aufrecht zu erhalten, bliebe also ein größeres Thema, was immer über mehrere Bereiche geht. Wenn man sich daran abarbeitet, dann wird einem nicht etwas Bestimmtes, als das ein- und alles zählen können.. und schon hat man eine größere Freiheit erreicht als es ehedem war...


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Die Geschichte - KiW 4:2:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 17 2016, 00:11

Ein Kurs in Wundern - T 4:2:1

Es ist nur vernünftig zu fragen, wie der Geist je das Ego machen konnte. Tatsächlich ist das die beste Frage, die du überhaupt stellen kannst. Allerdings hat es keinen Sinn, eine Antwort mit Bezug auf die Vergangenheit zu geben, weil die Vergangenheit keine Rolle spielt und es keine Geschichte geben würde, wenn dieselben Fehler in der Gegenwart nicht wiederholt würden. Abstraktes Denken bezieht sich auf Erkenntnis, weil Erkenntnis völlig unpersönlich ist und Beispiele unerheblich für ihr Verständnis sind. Die Wahrnehmung jedoch ist stets spezifisch und daher ganz konkret.
---
Das stimmt irgendwo, würden alle über die gewissen Punkte hinauskommen, und daher alle aufbrechen und weiter ziehen, dann gäbe es keine Geschichte mehr. Mehr nur die Reibereih an ähnlichen oder den selben Punkte, lässt die Geschichte wiederbeleben und erleben.

Vielleicht gäbe es noch in geistigen Archiven etwas nachzuschauen über die Geschichte, so lange wie es noch irgendwo weiter verwahrt und verwaltet wird. Doch von irgendwelchen Forschern der Vergangenheit abgesehen, gäbe es dann wohl keine (lebendige) Geschichte mehr. Es gäbe noch einzelne Erinnerungen irgendwo verteilt, und Erfahrungen, allerdings so lange keiner zurückblickte, wäre es kaum von größerer Bedeutung noch.

Auch könnte sofern alles gründlich aufgearbeitet wäre, manches so gehoben sein und alle Substanz daraus zurückgezogen, dass auf der Ebene nichts mehr noch wäre, so als wäre es nie geschehen. Wie ein wieder aufgelöstes Sandmandala, welches zuvor eine kunstvolle Landschaft noch zeichnete und zeigte.

Was aus gewissen höheren Sphären und Blickwinkeln ja auch ohnehin mit so mancherlei ist und sich verhält. Es ist so sehr relativ, dass es dadurch gänzlich unbedeutsam wird.

Ansonsten, Ego heißt nicht zugleich bloß negatives Ego. Es kann ebenso das bloß funktionale Ego bedeuten. Oder das egoische Prinzip der Seele (was mit Beharrlichkeit zusammenhinge).

Ebenso ist die Persönlichkeit nicht notwendig der negative Widerpart zur Seele (also mehr das, was sich als Identität eingeschlichen hat, aber nicht von der Seele herrührt). So kann es auch den Umfang des Erfahrbaren meinen, der sich vermittelst einer gesetzten Identität als Zusammenhängend und als Einheit versteht.

Alles ist da um zu lernen, und fast alles, in seiner Relativität zum größeren ganzeren gesehen, ist nicht ganz ernst gemeint, in Anbetracht all dessen, was es sonst noch gäbe.. dann ist es sogar befreiend, wenn man doch sagen kann, es ist doch nicht alles so ganz absolut zu nehmen, als dass man auf unbestimmte Zeit dadurch daher davon nicht mehr frei käme...

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Summe des Gegebenen - KiW 4:2:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 22 2016, 00:22

Ein Kurs in Wundern - T 4:2:5

Das Denksystem des Ego zu untergraben muss als schmerzhaft wahrgenommen werden, obwohl das alles andere als wahr ist. Ein kleines Kind schreit vor Wut, wenn du ihm ein Messer oder eine Schere wegnimmst, obwohl es sich wohl schaden könnte, wenn du es nicht tätest. In diesem Sinne bist du immer noch ein kleines Kind. Du hast keinen Sinn für wirkliche Selbsterhaltung und wirst dich wahrscheinlich entscheiden, dass du gerade das brauchst, was dich am meisten verletzt. Dennoch hast du - ob du es jetzt begreifst oder nicht - deine Zustimmung gegeben, bei der Bemühung mitzuwirken, sowohl harmlos als auch hilfreich zu werden, Eigenschaften, die notwendig zusammengehören. Sogar deine Einstellung demgegenüber ist notgedrungen konflikthaft, weil alle Einstellungen auf dem Ego beruhen. Das wird nicht andauern. Übe dich eine Weile in Geduld und denk daran, dass der Ausgang ebenso gewiss wie Gott ist.
---
Ja selbst wenn man im Geiste große Fortschritte machen sollte, ist alles andere dadurch nicht automatisch zugleich viel weiter. Vieler Schritte bedarf es also und einiger Mühen, bis das, was man in Summe mit sich führt, auch wirklich voran gebracht ist.

Vergleichbar mit einem Vorstoß in irgend ein Neuland, ist oft der erste Schritt, so eindrucksvoll er auch sei, doch letztlich nur ein kleiner, im Gegensatz zu allen, die dort gemacht werden müssten, um sich sicher und stabil dort auch halten und bewegen zu können.

Und so lange wird es auch Konflikte geben. Denn je mehr man ins Licht kommt, umso mehr und weitreichender können auch Konfrontationen entstehen. Bis es und damit es losgelassen und gelöst ist.

Und je mehr man irgendwo eingegangen ist und sich länger dort bewegt, desto mehr wird man es als einen eigenen Teil von sich ansehen und ebenso auch verantwortlicher mit allem ganz natürlich umgehen.

Oft möchte man dann die größten Schritte grad machen, wo man nicht einmal der kleineren sich sicher ist. Weil es doch so faszinierend alles ist. Doch ist es oft so auch, dass mit der Summe des Gegebenen (vorhandenen und vorliegenden), man umso weniger eigene Stabilität darin hat bzw. sich auch schnell mit allerlei verwechselt und allerlei vertauscht bekommt.

Selbst wenn es klar sein sollte, dass es zuvor nicht da war, und man ebenso auch sich gedulden sollte, bis man ein gewisses Verständnis zunächst davon entwickelt hat. Denn nur weil etwas für einen neu ist, heißt es noch nicht, dass es für alle Beteiligten ebenso neu ist.

Und dort wo schon etwas ist, sollte erst das vernommen werden, was da ist, dann kann man sich vieler unnötiger Schritte womöglich sparen. Denn an dem was ist, kann oft Beschaffenheit und die Natur und gewöhnliche Umgebung erkannt und erlernt werden, um sich unnötige Schritte einsparen zu können...

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Für die Erwachten - KiW 4:2:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 23 2016, 00:38

Ein Kurs in Wundern - T 4:2:2

Ein jeder macht ein Ego oder ein Selbst für sich, das seiner Instabilität wegen sehr großen Schwankungen unterliegt. Er macht auch ein Ego für alle anderen, die er wahrnimmt, das ebenfalls schwankt. Ihre Interaktion ist ein Prozess, der beide verändert, weil sie nicht durch den UNVERÄNDERLICHEN oder mit IHM gemachten wurden. Es ist wichtig, sich darüber klar zu werden, dass diese Veränderung ebenso leicht geschehen kann und auch geschieht, wenn die Interaktion im Geist stattfindet, wie wenn sie physische Nähe beinhaltet. Über ein anderes Ego denken verändert die entsprechende Wahrnehmung genauso wirksam wie eine physische Interaktion. Es könnte kein besseres Beispiel dafür geben, dass das Ego nur eine Idee und keine Tatsache ist.
---
Man sieht die anderen um sich meist so an, wie man sich selbst betrachtet. Und natürlich stattet man sie demgemäß mit den eigenen Eigenschaften und Eigenheiten aus, damit sie das eigene Weltbild ergänzen und vervollständigen.

Nur dass die anderen gar nicht des eigenen Weltbildnisses wegen da sind, bzw. jeder des eigenen wegen, und das jeder auch für sich selbst besteht. Jeder sieht sich selbst in den anderen und behandelt es in ähnlicher Weise daher.

Selbst die Gesamtsituation die man erlebt, und würde man sich darüber austauschen, wäre zwar zum einen von Gemeinsamkeiten geprägt, zum anderen aber wäre es eine ganz andere Interpretation der Situation. Und am nächsten Tag wäre es womöglich erneut eine andere Sichtweise, um wieder alle Lücken zu vervollständigen, die in der Erinnerung abhanden gegangen sein sollten.

So sollten wir an sich für jede Situation, in welcher vor allem relativ viele zusammenfinden und beteiligt sind, um so ein Konglomerat an Erfahrungen zu ermöglichen, dankbar sein, dass jeder eine Rolle darin übernommen und aufrichtig gespielt hat.

Auch wenn es nicht immer angenehme Erfahrungen sein mögen, bedingt oft dadurch, dass sie einem die eigenen Begrenzungen und irgend ein Unvermögen präsentieren, und sich so bereit erklären die eigenen Schwierigkeiten mit zu erfahren und bei einer Integration zu helfen, wenn es auch der eigenen Interpretation nach mit weiterer eigener Bedeutungsträchtigkeit durchtränkt sein mag. Wobei man es meistens so in dem Augenblick nicht sehen oder erkennen wird, um allem hinreichend dankbar sein zu können.

Bei einem Erwachten sind oft gewisse Körperregionen mit einer Seelenempfindung überlagert, welche wie ein Film darüber gelegt ist und erfahren wird. Ähnlich ist es dem, dass durch andere eine Art Film für jeden gelegt wird, um sich selbst in einer noch umfassenderen Weise erkennen und erfahren zu können.

So kann man auch die Bedeutung gewisser Nationaler Zusammenhänge vermittelt bekommen. Oder worin man ggf. erwacht ist, diese Zusammenhänge und Erfahrungen gespiegelt bekommen.

Devino Melchizedek

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Die großen und kleinen Missgeschicke - KiW 4:3:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 01 2016, 02:09

Ein Kurs in Wundern - T 4:3:3

Sicher ist unterdessen klar geworden, weshalb das Ego den reinen Geist als seinen "Feind" betrachtet. Das Ego ist aus der Trennung hervorgegangen, und die Fortdauer seiner Existenz hängt von deinem fortgesetzten Glauben an die Trennung ab. Das Ego muss dir irgendeine Belohnung für die Aufrechterhaltung dieses Glaubens bieten. Alles, was es bieten kann, ist ein Gefühl vorübergehender Existenz, die mit seinem eigenen Anfang anfängt und mit seinem eigenen Ende endet. Es sagt dir, dass dieses Leben deine Existenz ist, weil es seine ist. Gegenüber diesem Gefühl vorübergehender Existenz bietet dir der reine Geist die Erkenntnis der Dauerhaftigkeit und des unerschütterlichen Seins. Niemand, der je diese Offenbarung erfahren hat, kann jemals wieder ganz an das Ego glauben. Wie könnte sein dürftiges Angebot an dich über Gottes herrliche Gabe siegen?
---
Wenn man in einem Raum sich aufhält, ist dieser zunächst die ganze Welt. Jedenfalls sofern man sich auf diesen fokussierte. Ähnlich ist es auch mit dem Ego darum bestellt, es sagt einem an der Stelle, dass es die gesamte Welt schon sei. Nun hat man die Wahl, glaubte man daran, so ist dem so, glaubte man nicht daran, dann wäre es ohne Bedeutung.

So ist das Ego nicht das Problem an sich, es ist funktional und hilft einem dabei eine gewisse Selbstwahrnehmung aufrecht zu erhalten. Sofern es sich nicht um das negative Ego handelt, d.h. eigentlich nur die Absonderung dessen, was die Seele aufgelöst haben möchte und es so für sich sichtbar auslagert und vor sich austrägt. Ist das Ego rein funktional dazu bestimmt, für die Seele die Dinge zu bestellen, die nicht der Seelennatur selbst unterliegen oder entsprechen, dann ist es einfach positiv und Zweckgebunden.

Auch ist die grundsätzliche Schwierigkeit gar nicht dann groß da, wenn es alles einfach nur im eigenen Verhältnis gesehen und behandelt wird. Sondern wenn man sich eben durch den Glauben an etwas Nichtigeres, anfinge die Dinge von Substanz her umzustoßen. Noch weitreichender eben darum, wenn man so motiviert es einem gelänge an Kosmische Dinge zu gelangen. Darin bestehen allerlei grobe Missgeschicke, ja selbst letztlich das Karma an sich, welches nur das wieder zu einem hin biegt, was man von sich her weg verbogen hat, bis die Biegung wieder in gesetzmäßiger Form verläuft.

Nehme man nur etwas für sich, was nur eine Art Substanz entspräche, dann kann man aufgrund dessen woraus diese ist, was sie beinhaltet oder nicht, recht gut überschauen, welche Wirkungen und Folgen überhaupt daraus nur entstehen können. Achtete man darauf, sich nur in dieser Art Substanz zu bewegen, könnte man es als eine Art Spiel darin ansehen.

Ähnlicher Art sind viele Offenbarungen, denn im wesentlichen bilden sie den Übergang von dem einen, was ein Spiel ist, zu dem was kein Spiel ist, oder es jedenfalls erst sehr viel später aus Sicht eines weit größeren Zusammenhangs erst wird. Aber noch kann man sich damit das Leben selbst ungemein schwer tuen, wenn man allerlei Regeln, die sagen wir mal, den entsprechenden Verkehr an der Stelle regeln sollen, missachten würde.

Späterhin, selbst wenn der Verkehr scheinbar missachtet würde, jedoch auf den weiteren Umfang und die dortigen Verkehrsregeln ausgerichtet wäre, so wären diese selbst das Maß der Dinge und man könnte dann an der Stelle wieder hinaustreten, und es einer gewissen Selbstregulierung überlassen. So kann man irgendwann alles nicht mehr ganz ernst nehmen, ob man es will oder nicht.. jedenfalls irgendwann...


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Zusammenstoß, Überlappung, Konsens - KiW 4:1:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 08 2016, 02:21

Ein Kurs in Wundern - T 4:1:6

Egos können in jeder Situation zusammenstoßen, der reine Geist jedoch kann es gar nicht. Wenn du einen Lehrer lediglich als "ein größeres Ego" wahrnimmst, wird du dich fürchten, weil ein Ego vergrößern heißen würde, die Beängstigung, die mit der Trennung zusammenhängt, zu vermehren. Ich will mit dir lehren und mit dir leben, wenn du mit mir denken willst, mein Ziel wird jedoch immer sein, dich schließlich von der Notwendigkeit eines Lehrers zu entbinden. Das ist das Gegenteil des Zieles, das ein egobezogener Lehrer hat. Dieser ist mit der Wirkung seines Ego auf ein anderes Ego beschäftigt und deutet deshalb ihre Interaktion als Mittel, das Ego aufrechtzuerhalten. Ich wäre unfähig, mich dem Lehren zu widmen, wenn ich das glaubte, und du wirst kein hingebungsvoller Lehrer sein, solange du das glaubst. Ich werde ständig als ein Lehrer wahrgenommen, den man entweder überhöhen oder zurückweisen muss, aber ich nehme keine dieser beiden Wahrnehmungen für mich an.
---
Ein Zusammenstoß ist, wenn etwas gleichartiges oder von gleicher Art Stoff aufeinanderprallte. Eine Überlappung ist, wenn etwas Schnittpunkte hat, die in Wechselwirkung zueinander stehen. Beides kommt im Umgange miteinander und anderen schon einmal zustande.

Zu einer Überlappung kann es kommen, wenn man sich auf einer Ebene begegnet und Wechselwirkungen entstehen, was auch rein unterbewusst oder auch überbewusst sein kann, so dass einem die Ursache zunächst gar nicht augenfällig oder zugänglich sein muss.

Je mehr Überlappung da ist, d.h. z.B. ein gewisser Umfang der Ebenen gegeben ist, die sich überschneiden, desto mehr Wechselwirkungen können entstehen. Dass ist das auch was einen zu verschiedenen Stimmungen, zur Affiziertheit oder auch allerlei Erschöpfung und sonstigen Nebenwirkungen führen kann.

Genau dann zeigt sich auch oft, was gepflegt wurde und ist, bei einem, wie auch mit dem, womit man es dann zu tuen bekommt. Denn ist etwas ungepflegter Art und doch ausgedehnt auf verschiedene Ebenen, dann wird es meist auf der anderen Seite anstrengend und zu gewisser Erschöpfung führen im Umgang damit. Umgekehrt ist das, was gepflegt wurde, für die andere Seite eher angenehm, allerdings lässt man sich darin auch leichter absorbieren, was dann wieder sich als Affiziertheit widerspiegelt. Grundsätzlich pflegt nicht jeder in gleicherweise die selben Dinge.

Beim Zusammenprall ist es mehr derart, dass mit zu viel Schwung oder von einer gewissen Art einfach zu viel da ist, wenn es nicht sich absorbiert oder affiziert, dann müsste es entweder ausgeglichen bleiben, oder aber abprallen. Denn wenn etwas Raum einnimmt, nach welcher Art auch immer, dann kann nicht unbegrenzt vieles nach selber Art den selben Raum beanspruchen. Auch da wo schon etwas ist, ist es nicht möglich so zu tuen als wäre da nichts und den selben Raum in Anspruch zu nehmen, ohne dass es ohne Auswirkungen für das wäre, was bereits da ist.

So entstehen auch viele Spannungen im Sozialen Umgange und Gefüge. Man kann nicht in irgend einer Art Beziehung sein, ohne dass es eine bestimmte Ebene oder einen bestimmten Raum betrifft, der gemeinsam ist. So allerdings kann man auch nicht ohne Verantwortung sein, sich mit diesem dann zu befassen und umzugehen. Dabei lässt ein grundsätzliches Verständnis oft eine gewisse konstruktive Ordnung entstehen. Und doch gibt es hinreichend dessen, wo man einen Konsens bildet, der eigentlich nur künstlicher Natur ist. So lange es nur einer Art Verkehrsregeln dient, ist dagegen nichts einzuwenden, allerdings sollte es nicht über die Substanz hinweg gehen, welche da ist. Denn was mehr noch zählt ist immer das was von Essenz und Substanz ist, erst nach dem damit ein angemessener Umgang herrscht, kann man unbeschadet sich einem weniger wesentlichen Konsens dann zuwenden...


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Und am Ende will es keiner gewesen sein - KiW 13:E:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 10 2016, 03:07

Ein Kurs in Wundern - T 13:E:1

Wenn du dich nicht schuldig fühltest, könntest du nicht angreifen, denn Verurteilung ist die Wurzel des Angriffs. Sie ist das Urteil eines Geistes über einen anderen, dass er der Liebe unwürdig ist und Strafe verdient. Aber hierin liegt die Spaltung. Denn der urteilende Geist nimmt sich als getrennt vom beurteilten wahr und glaubt, dass er durch die Bestrafung eines anderen der eigenen Strafe entrinnt. Das alles ist nur der wahnhafte Versuch des Geistes, sich selber zu verleugnen und der Strafe der Verleugnung zu entgehen. Es ist kein Versuch, die Verleugnung aufzuheben, sondern an ihr festzuhalten. Denn es ist die Schuld, die den Vater vor dir verschleierte, und es ist die Schuld, die dich in den Wahnsinn trieb.
---
Und am Ende will es keiner gewesen sein. Wenn man doch frei sein kann, warum sollte man auch an etwas festhalten? Warum sollte dann eine Schuldfrage noch stellen?

Durchaus ist es so, dass man sich selbst kaum verurteilen möchte, wenn man über einen anderen oder etwas urteilt. So wird man es vor allem dann zu tuen gewillt sein, wenn man sich selbst daraus als außen vor ansieht.

Nun, wenn es aber nicht vom Göttlichen ausgeht und dieses nicht dabei ist, dann zieht man von sich aus nur dagegen an. Also kann nur Verleugnung im Spiel sein, um es betreiben zu können. Entweder weil man das Göttliche verleugnete, oder und ähnlich diesem, weil man sich selbst als Urheber verleugnete.

Und wenn also das Göttliche selbst die Hand führte, dann wird man daran nicht gebunden, oder umgekehrt als dann nur frei bleiben, wenn man dem Folge leistete. Führt man aber selbst die Hand, so wird man so lange die Folgen davon tragen, bis man damit aufhörte und in ausgeglichener Weise daran geht.

Denn nur so lange wie man etwas aufrecht erhält, was nicht sein bräuchte, ist es sogleich aufgehoben, wenn kein Kläger mehr da ist, um zu klagen. Und wenn man also frei sein könnte, warum sollte man von sich aus sich dagegen entscheiden wollen? Das wäre ja verrückt, und doch ist es wohl die häufigere Variante, die sich ereignet.

Warum sollte also etwas sein, wenn es nicht sein braucht, man gänzlich frei sein kann, wenn man es möchte, in der Weise dass man nichts davon gewesen sein möchte. Um dann besser auf Reisen zu sein.. denn Gottes Sohn ist unschuldig.

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Annahmen - KiW 4:3:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 14 2016, 00:31

Ein Kurs in Wundern - T4:3:9

In deinem eigenen Geist - auch wenn das Ego das verleugnet - liegt deine Befreiungserklärung. Gott hat dir alles gegeben. Diese eine Tatsache bedeutet, dass das Ego nicht existiert, und das macht ihm sehr große Angst. In der Sprache des Ego sind "haben" und "sein" verschieden, für den Heiligen Geist hingegen sind sie identisch. Der Heilige Geist weiß, dass du sowohl alles hast als auch alles bist. Jede Unterscheidung in dieser Hinsicht ist nur dann bedeutungsvoll, wenn die Idee des "Habenwollens", die einen Mangel voraussetzt, bereits angenommen worden ist. Deswegen treffen wir keine Unterscheidung zwischen "das Reich Gottes haben" und "das Reich Gottes sein".
---
Grundsätzlich sollte man nicht nur aus Bequemlichkeit es unterlassen irgend welche Unterscheidungen zu treffen, sondern in der Einsicht, dass es Gleichheit bedeutet. D.h., wenn wir instinktiv zwar unterscheiden, es uns aber nicht eingestehen wollten, und nur irgend etwas annehmen, was uns den Stand erleichtert etwas nicht hinterfragen oder prüfen zu brauchen, dann ist es keine Erkenntnis von der Gleichheit der Dinge.

Denn prüfen ließe sich auch diese Annahme mit einem Kern-Gedanken des Kurses, "es gibt keine Rangordnung von Wundern". Das bedeutet die Erkenntnis der Gleichheit in Wirklichkeit. Denn es gibt nichts was leichter oder schwerer ist für das Göttliche, von dem, was uns umgibt und womit wir auch nur in irgend eine Berührung kommen können. Da andernfalls an der Stelle die Allmacht fraglich sein müsste, wenn man annähme, es gäbe einen Unterschied in der Rangordnung von Wundern.

So ist es auch mit dem Haben und dem Sein, ist es als eines erkannt, dann gibt es nichts was man unbedingt haben müsste, denn es wäre nur unter der Annahme möglich, dass man es nicht hat. Hat man doch alles, was alles Gottes ist und man ist in Gott, so ist in der einen Erkenntnis es nicht möglich etwas haben zu wollen, da man immer erst die Position des Ermangelns dessen annehmen müsste, um dann darnach zu streben. Ja eigentlich und letztlich hieße es bloß, nach der Erkenntnis zu streben, dass man doch alles in Gott hat (von dem Zeitpunkt und für die Weile, wo man dieses in Frage stellte, abgesehen).

Unsere Annahmen bestimmen so nicht wenig unsere Welt und unser Weltbild. Sowohl in einem begrenzenden Sinne, wie auch in einem erweiternden Sinne. Denn ohne das wir von etwas auch nur in irgend einer Weise eine Ahnung haben, wird es sich uns mit höchster Wahrscheinlichkeit gänzlich entziehen. Ebenso aber auch durch die Annahme, dass etwas geringeres bereits alles sei und es außerhalb der Möglichkeiten stünde nach etwas bestimmten darübergehenden zu streben. Und doch hieße es wieder vorweg eine Annahme des geringeren, als Ausgangspunkt.

Annahmen können ebenso gar auch ein Schutz sein, wenn man etwas bestimmtes nämlich annimmt, und dieses mit hinreichendem Glauben und vorausgesetzt es ist nicht bloße die Variante der Verleugnung, dann wäre etwas anderes, was zugleich dem entgegengesetzt wäre, nicht möglich. Ganz ebenso wie zwei verschiedene Dinge an dem selben Platz, im Raum, zur gleichen Zeit nicht sein könnten.

Allerdings gibt es nicht nur die Annahmen, die wir jetzt treffen, sondern bereits die, die wir längst getroffen und gewählt haben, die in dieser oder jener Hinsicht daher unseren Tribut fordern. Die Gleichung der Gleichheit geht dann nur durch Ausgleich irgend einer bzw. der einen bestimmten Art auf. Und dann zeigt sich der Wert der bestimmten Annahme darin.

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Gespiegelte Tatsachen - KiW 4:4:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 15 2016, 01:15

Ein Kurs in Wundern - T 4:4:9

Du bist ein Spiegel der Wahrheit, in dem Gott selbst in vollkommenem Licht leuchtet. Zum dunklen Spiegel des Ego brauchst du nur zu sagen: "Ich will dort nicht hineinschauen, weil ich weiß, dass diese Bilder nicht wahr sind." Lass dann den Heiligen in Frieden über dir leuchten, in der Erkenntnis, dass das und nur das sein muss. Sein Geist hat bei deiner Erschaffung auf dich geleuchtet und deinen Geist ins Leben gerufen. Sein Geist leuchtet noch immer auf dich und muss durch dich hindurch leuchte. Dein Ego kann Ihn nicht daran hindern, auf dich zu leuchten, aber es kann dich daran hindern, Ihn durch dich hindurch leuchten zu lassen.
---
Das (negative) Ego arbeitet ebenfalls gerne mit Annahmen. Nicht nur dass es sorge trägt, angenommen zu sein des eigenen Fortbestehens wegen, es stellt auch Annahmen auf, nach denen es agiert, ohne dass es hinterfragt sein möchte, ob nun mehr als eine bloße Annahme die Grundlage der Handlung bildet.

Denn ist etwas angenommen, was vom Ego herrührte, so ist auch das Ego dadurch gefestigt und angenommen. So ist es nicht weit hergeholt also, dass es allen um sich versucht Ego-Motive unterzuordnen, denn in dieser Annahme, festigt es sich ebenfalls selbst.

Vieles lässt sich bereits ad absurdum führen, durch schlichtes hinterfragen nach dem Sinne und Zweck. Denn für gewöhnlich steht nichts mehr weiter dahinter, was in einem weitreichenderen Zusammenhang stünde. Und eines sollte klar sein, sind irgend welche Annahmen ohne jegliche Erkenntnis oder wirklichen Bezug zu etwas vorhanden, dann sind es für gewöhnlich Konstruktionen des Egos. Durch die Annahme dessen, tritt man die Erkenntnis ab, denn nicht-erkennen und Erkenntnis können nicht zugleich auftreten. Doch die wahre Natur des Geistes heißt nunmal Erkenntnis selbst.

Beginnt man irgendwelche haltlosen Annahmen zu vertreten und sogar zu verteidigen, welche vom Ego herrühren, so ist es ein Triumpfzug des Ego. Denn ist der Geist hinreichend beschäftigt, mit dem, was es nicht gibt, kommt er auch nicht darauf, zu hinterfragen aus welcher Quelle nun etwas herrührt.

Unter anderem sind solche Annahmen des Ego beliebt, etwas, was für das Ego bedrohlich ist, hätte es bereits dadurch angegriffen, weil es bedrohlich wirkt. Das Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" könnte nicht besser die Motivation des Ego wiedergeben.

Doch das mindeste Hinterfragen sollte an der Stelle lauten, "wurde etwas von wirklicher Substanz berührt?" und "welche Art Substanz war es?", denn ist es der Fall, so kann man angeben, worum es an der Stelle sich handelt, doch Substanz selbst fühlt sich nicht persönlich angegriffen, und eben daher kann man es durchaus beurteilen und benennen. Das jedoch was vom Ego herrührt, hat keine Substanz und fühlte sich dennoch ständig persönlich angegriffen, ohne dass etwas von Substanz her oder darüber hinaus damit zu tuen hätte. Denn ein Luftschloss ist des Ego Bollwerk, doch der vom Ego erregte Geist, ist kein Luftschloss.

So ist man nun Spiegel für den Geist oder für das Ego. Mit dem einen lässt sich arbeiten, an dem anderen lässt sich nur arbeiten...

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Innere Einkehr - Zuflucht zur eignen Seele - KiW 4:7:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 17 2016, 02:28

Ein Kurs in Wundern - T 4:7:1

Wenngleich der Inhalt irgendeiner bestimmten Ego-Illusion keine Rolle spielt, so ist es unzweifelhaft hilfreicher, sie in einem konkreten Zusammenhang zu berichtigen. Ego-Illusionen sind ganz konkret, obschon der Geist von Natur aus abstrakt ist. Ein Teil des Geistes wird allerdings konkret, wenn er sich spaltet. Der konkrete Teil glaubt an das Ego, weil das Ego vom Konkreten abhängig ist. Das Ego ist der Teil des Geistes, der glaubt, deine Existenz sei durch Trennung definiert.
---
Der Inhalt ist nicht Ich und nicht man selbst. So könnte man sich noch so vielem Inhalte nach zuwenden, geht man nicht tiefer hinein in diesen, ist es leichthin mehr Konsum, denn dass man sich dadurch auch nur im geringsten weiterentwickelt oder dadurch bewegen würde. Auch wenn es oft und gerne angenommen sein mag und gar einem so vorkäme.

Erst wenn der Reiz (des Neuen) und das Eigeninteresse abklingen, fängt man meist an sich wirklich mit dem Inhalt auch nur im geringeren zu befassen. Dann kommt man erst daran, dass man diesen auch in sich zu erkennen vermag, und es wird oft erst allerlei Widerstand oder Widerwillen sein, sich damit weiter zu befassen. Was zugleich das ist, wo man wirklich damit in Berührung kommt und dieses einen in der Weise zu fordern beginnt oder einem etwas abverlangt, nämlich den Preis der inneren Erkenntnis zu begleichen (auszugleichen).

Denn so wie man im Grunde durch das Ego, was als Funktion nichts verkehrtes ist an und für sich, von allem in gewisser Weise isolierend, so, dass man es nicht mit den Dingen an sich selbst zu tuen hat. Und es ja auch eine Schutzfunktion ergibt, sofern man nicht angemessen mit den Dingen umzugehen vermag, so ist es gut so, dass man nicht überfordert ist zum einen oder auch alles verpfuscht oder zumindest schlechter hinterher stehen lässt, als ehedem, wie man es angetroffen hatte usw.

Dann kann auch etwas aufbauendes folgen, in der Weise wie man innerlich damit in Bezug kommt, was dann nicht bloß von außen her oder anderwärts hergenommen wurde, sondern aus einem selbst geboren und gehoben wird, mit vielleicht den einen oder anderen Geburtswehen.

Als die Menschen zu gewissen Zeiten auch mal mehrere Jahrhunderte auf Erden verweilen konnten, sah die Auffassung, wie und womit man sich im Leben alles befassen konnte wohl noch anders aus. Man konnte sich vielen Dingen ganz anders zuwenden, als es in der heutigen Raserei oft der Fall sein mag im Vergleich dazu.

Doch zumindest sollte man sich die Zeit nehmen, nicht nur Inhalte in konsumierender Weise aufzunehmen, sondern ein paar eigene Gedanken in der Seele aufsteigen lassen. D.h. in der eigenen Seele innere Einkehr suchen und darin etwas zum jeweiligen, womit man auch immer sich befassen sollte, innerlich wachsen und sich bilden lassen. Denn worin sollte aller Inhalt eingehen und landen, wenn er nicht auch den Weg zur eigenen Seele erst durch innere Einkehr findet?

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Die Hilfreichen - KiW 4:7:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 19 2016, 02:40

Ein Kurs in Wundern - T 4:7:8

Gott wird jedesmal gepriesen, wenn irgendein Geist lernt, ganz und gar hilfreich zu sein. Das ist unmöglich, ohne ganz und gar harmlos zu sein, weil die beiden Überzeugungen nebeneinander bestehen müssen. Die wahrhaft Hilfreichen sind unverletzbar, weil sie ihre Egos nicht schützen und sie somit nichts verletzen kann. Ihre Hilfsbereitschaft ist ihr Lobpreis Gottes, und Er wird ihren Lobpreis erwidern, weil sie so sind wie Er uns sie gemeinsam frohlocken können. Gott geht hinaus zu ihnen und durchdringt sie, und große Freude herrscht im ganzen Himmelreich. Jeder Geist, der anderen Geistes wird, mehrt diese Freude durch seine individuelle Bereitwilligkeit, an ihr teilzuhaben. Die wahrhaft Hilfreichen sind die Wunderwirkenden Gottes, die ich anleite, bis wir alle in der Freude des Himmelreichs vereinigt sind. Ich werde dich überallhin führen, wo du wahrhaft hilfreich sein kannst, und zu jedem hin, der meiner Führung durch dich folgen kann.
---
Nicht durch viel Getöse werden die Hilfreichen auffallen, denn sie wollen nicht ihre eigene Nase durchsetzen. Denn wie sollte man dort helfen, wo man immer noch etwas von sich einsetzen oder unterbringen wollte? Und ebenso kann man nur helfen, wo man zunächst sich selbst nicht im Wege ist und nichts störte, was nicht hülfe.

So heißt es auch, dass viel der Hilfe möglich wird, wenn die göttlichen Strahlen durch einen durchscheinen können, ohne dass man deren Licht trübt. Je klarer, desto hilfreicher dann. Denn in der Weise könnten sie ihre Wirkung erst recht entfalten. Und dies wäre oft schon weit mehr, als allerlei Äußerlichkeiten.

Ebenso auch auf die Seele bezogen. Je klarer diese durchdringen kann, desto mehr Hilfe daher. Allerdings ist das nie in auffälliger Weise dann. Denn es wird das sein, was durch einen aufgearbeitet werden kann mehr im inneren Sinne und man weniger diesem im Wege ist (als Persönlichkeit oder Ego).

Also erfordert es einen gewissen Grad von Durchlichtung und dass man zunächst sich seiner Dinge soweit stellt, wie notwendig, damit sie nicht mehr im Wege sind oder einem ständig etwas von demher woanders hineinspringt.

Man hilft in dem, wie man sich innerlich aller Dinge annimmt die da sind mehr, als auch nur durch irgend einen äußeren Akt, welcher mehr nur dazu dienen kann, etwas zu verankern oder aufzuzeigen, meist weniger jedoch, um damit wirklich ernsthaft etwas zu lösen. Denn alles gesunden Geistes, würde auch allerlei gesunde Manifestationen lediglich erzeugen.

Denn wie schon erwähnt, wäre nichts mehr da, was ins Äußere gebracht würde, was nicht von Nutzen gemeinhin wäre, so hätten sich allerlei Probleme in Luft aufgelöst. Und dann könnte auch das Himmelreich auf Erden Einzug halten...

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Leidliche Themen und Barmherzigkeit - KiW 3:1:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 21 2016, 02:04

Ein Kurs in Wundern - T 3:1:4
Opfer ist ein Begriff, der Gott völlig unbekannt ist. Er entspringt allein der Angst, und Menschen, die Angst haben, können bösartig sein. Jede Art des Opferns ist ein Verstoß gegen mein Geheiß, du sollest barmherzig sein, wie auch dein Vater im Himmel barmherzig ist. Vielen Christen ist es schwer gefallen, zu begreifen, dass das für sie selber gilt. Gute Lehrer versetzen ihre Schüler niemals in Angst und Schrecken. In Angst und Schrecken versetzen heißt angreifen, und das führt zur Zurückweisung dessen, was der Lehrer bietet. Das Ergebnis ist Lernversagen.
---
Der welcher nun angreift, wird ständig in Angst vor einem Racheakt leben, und wird daher versucht sein, sich zu schützen oder in irgend einer Weise in Sicherheit zu bringen. Infolge dessen wird aber zugleich auch die Grundlage für Angriff gelegt, in der Weise, dass man einen Gegensatz erzeugt, durch welchen eine Kausalität in der Richtung aufgerufen werden könnte.

Kaum einer möchte von sich aus, sich verletzlich und offen zeigen, denn dadurch wird befürchtet angreifbar zu sein. Jedoch erzeugt dies die Kausalität, dass ein anderer eben selbige Seiten in sich erkennt und ja gar nicht bestrebt ist, selber verletzt zu werden oder eben dieses anzugreifen. Daher werden solche, die offenen Herzens sind, nicht angegriffen, denn einem jeden ist dieses grundsätzlich heilig und berührt daher.

Sicher kann durch Überlappung eine gewisse Verschobenheit (um nicht zu sagen Fremdherrschaft) entstehen, dass man einfach nicht ganz man selbst dann ist, ganz wie es mit gewissen Gruppenzwängen ist, nur mehr subjektiv, ohne direkt äußerlich erkennbar und benennbar zu sein. Dieses ist quasi bei jeder Annäherung meist der Fall, und hierin liegen auch die Gegensätze begraben.

So kann man zu Dingen animiert sein, die man ohnedem nie machen würde. Die Verantwortung liegt dann auch ein Stückweit bei dem, was Gesamtheitlich so entsteht. In manchen Fällen ist es dann notwendig, wenn es nicht zusammengeht (also mehr schaden allgemein als Nutzen allgemein gegeben ist), sich wieder zu lösen. Vieles hängt auch von der Bereitschaft ab, sich ernsthaft leidlichen Themen zu stellen.

Andernfalls können die Gegensätze evtl. größer werden, statt gelöst zu werden, und in der Weise eben auch doch einen gewissen Schaden verursachen, wenn sich etwas aufstaut oder aufschauckelt. Nicht nur das sich ein Ego oder Gemüt erregt, sondern mehr noch, dass nur aufgrund von Einbildung oder Illusion, irgend eine Substanz oder Essenz gelinde gesagt in Mitleidenschaft gezogen wird.

Barmherzigkeit ist da praktisch nützlich. Es ist nicht immer die Aufgabe anderer, kompromissbereit zu sein, mehr noch ist es die Aufgabe aller, eine gewisse Barmherzigkeit zu kultivieren. So entwickelt sich wahres Mitempfinden und Erkennen der Ursache und Zusammenhänge, und nur dann lässt es sich auch wirklich alles in rechter Weise lösen.

Es gibt keinen Grund vor irgend welchen Themen grundsätzlich zurück zu schrecken. Denn mehr als Selbsterkenntnis kann darin nicht versteckt sein, die man scheute, und hinterher geht es einem immer besser, mit jedem gelösten Thema. Denn unangenehm ist es nur dann und deswegen, wenn viel Selbsterkenntnis darin verborgen liegt, andernfalls würde es einen kaum tangieren.

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Vertrauen aufs Göttliche - KiW 3:2:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 23 2016, 02:06

Ein Kurs in Wundern - T 3:2:3

Wenn es dir an Vertrauen fehlt in das, was jemand tun wird, bezeugst du deinen Glauben, dass er nicht rechtgesinnt ist. Das ist kaum ein Bezugsrahmen, der auf Wundern beruht. Außerdem hat es die verheerende Wirkung, die Macht des Wunders zu verleugnen. Das Wunder nimmt alles so wahr, wie es ist. Wenn nichts als die Wahrheit existiert, kann rechtgesinntes Sehen nichts als Vollkommenheit sehen. Ich habe gesagt, dass nur das, was Gott erschafft, oder das, was du mit demselben Willen erschaffst, überhaupt wirklich existiert. Das ist also alles, was die Unschuldigen sehen können. Sie leiden nicht unter einer verzerrten Wahrnehmung.
---
Von daher ist vieles bloß eine Art Knick in der Optik. Denn wie Immanuel Kant schon sagte, die Wahrnehmung basiert auf dem, dass die Sinne durch einen Gegenstand affiziert werden. Hinzu treten kann dann noch ein wildes heruminterpretieren oder etwas hineininterpretieren.

Und doch ist alle Wahrnehmung dessen, was nicht Göttlicher Natur oder göttlichen Geistes ist, der Versuch der Wahrnehmung dessen, was nicht ist. Aus welchem Unvermögen heraus auch immer, letztlich wohl, weil man es so wahrnehmen möchte, aus welchem Grunde im einzelnen auch immer.

Denn auch das Selbst hat bereits keine Form oder Gestalt, welche in der Weise noch wahrnehmbar wäre. Man kann eher mittelbar erfahren, worin es ist und womit es aktuell verbunden sein mag. Sieht man eine konkrete Gestalt und nimmt eine wahr, so wird es wohl nicht das Selbst selbst sein.

Daher braucht man sich nicht so sehr darauf etwas zu sehen oder auf irgend eine Wahrnehmung zu versteifen, weil es meist ja doch nur flüchtig und zumeist auch unbedeutend ist. Dann doch mehr mit Inhalten und Themen die hervorkommen und hervortreten sich befassen, umgehen und arbeiten. Bis man sich selbst damit und dadurch hinreichend geklärt und geläutert hat.

Oft ist es wohl auch so, dass man unbedingt etwas möchte, und hat man es, merkt man auch, dass es doch gar nicht das ist, was man wollte. Entweder weil da weit mehr damit verbunden ist, als man dachte, oder weil man eine falsche Vorstellung davon schlichtweg hatte.

Zu guter Letzt geht's doch ums Göttliche, warum sollte man also etwas wollen, was an sich sonst gar nicht ist?

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Der fragende Geist - KiW 3:3:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 26 2016, 02:49

Ein Kurs in Wundern - T 3:3:3

Der fragende Geist nimmt sich selbst innerhalb der Zeit wahr und sucht daher nach künftigen Antworten. Der verschlossene Geist glaubt, die Zukunft und die Gegenwart seien gleich. Das schafft einen scheinbar stabilen Zustand, ist aber gewöhnlich der Versuch, einer darunter verborgenen Angst entgegenzuwirken, die Zukunft werde schlimmer sein als die Gegenwart. Diese Angst hemmt die Neigung, überhaupt in Frage zu stellen.
---
"Das wurde aber schon immer so gemacht". "Etwas wurde einmal gesagt, es sei so, also wird es wohl so sein (und bleiben)" usw. Oder auch Wörtlichnahme dessen, was nur symbolisch oder mittelbar, nicht jedoch unmittelbar zutrifft.

All dieses lässt sich vermeiden, wenn aufs neue geprüft und gefragt wird, oder hinterfragt wird, ehe blindlings etwas unternommen würde.

Denn manche Schwierigkeiten würden nicht entstehen, wenn man mit dem, was jetzt da ist umgeht, statt mit dem, was nur mal war, oder ebensogut, was nur der Einbildung entspringt.

Es mag schon sein, dass man mit etwas nicht konfrontiert sein würde, wenn man damit nicht in irgend einer Weise umgehen könnte. Man würde es sich vom Selbst her gar nicht erst zustellen. Dennoch heißt es noch nicht, dass alles so sein müsse, wie es ist oder alles unbedingt auch seine Richtigkeit hat.

Zwar kann man nicht nur sich selbst einen möglichen Irrtum zugestehen, sondern ebensogut können Irrtümer auch anderen unterlaufen. Dennoch, wenn mehr hinterfragt und geprüft würde, unzwar nach innen, zu sich selbst zuerst, bevor man nach außen damit rennt; undzwar was, warum oder wie man etwas tut oder tuen könnte oder auch sollte, so bräuchten viele unnötige Schwierigkeiten gar nicht erst aufkommen.

Und was man selbst erhalten möchte und sich zugesteht, dass sollte man grundsätzlich erhalten wollen und allen zugestehen, denn der allermeisten Dinge Grund ist nicht der Überflüssigkeit wegen, sondern der Notwendigkeit, was mit Substrat verbunden ist. Der Taten jedoch gibt es vieler, die eher überflüssig sind, als notwendig zu sein.

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Mit gutem Willen - KiW 3:4:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Dez 27 2016, 00:56

Ein Kurs in Wundern - T 3:4:5

Wahrnehmung beinhaltet immer einen gewissen Missbrauch des Geistes, weil sie den Geist in Bereiche der Ungewissheit bringt. Der Geist ist sehr aktiv. Wenn er sich entscheidet, getrennt zu sein, entscheidet er sich, wahrzunehmen. Bis dahin will er nur erkennen. Danach kann er nur doppeldeutig entscheiden, und der einzige Ausweg aus der Doppeldeutigkeit heraus ist die klare Wahrnehmung. Der Geist kehr erst dann zu seiner eigentlichen Funktion zurück, wenn er erkennen will. Das stellt ihn in den Dienst des reinen Geistes, wo die Wahrnehmung verändert wird. Der Geist entscheidet sich, sich selber aufzuspalten, wenn er sich entscheidet, seine eigenen Ebenen zu machen. Doch kann er sich vom reinen Geist nicht völlig trennen, weil es der reine Geist ist, aus dem er seine ganze Macht bezieht, zu machen oder zu erschaffen. Sogar in der Fehlschöpfung bestätigt der Geist seine Quelle, sonst würde er einfach aufhören zu sein. Das ist unmöglich, weil der Geist zum reinen Geist gehört, den Gott erschaffen hat und der deshalb ewig währt.
---
Tja, so lässt sich vieles einfach mal umgedreht doch klarer sehen, als wenn man es vermeintlich (mehrheitlich nach) meint in rechter Weise zu betrachten. Denn dann wird klar, dass wenn es nicht in Gotteserkenntnis gründet, es bereits eine gespaltene Sichtweise auf aller Dinge ist.
Es ist nicht daher gut oder schlecht, es ist nach seiner Weise nur so, oder andernfalls anders.

Wenn Geist aktiv ist (und das ist nicht der äußere Tand des Lebens oder Leidenschaft), dann kennt er keine Ruhe haben oder Müde sein. Auch das soll kein Aufruf sein etwas anderes, als den Geist daher zu überreizen oder zu verausgaben, sondern doch darauf zu achten, was sich worauf bezieht. Dennoch ist Trägheit eher ein Zeichen dafür, von weniger Geist angeregt und belebt zu sein, als von zu viel.

Es kann auch andere Ursachen noch haben, z.B. dass man selber etwas nicht entwickeln möchte, sondern stets nur auf das zurückgreifen, was bereits da ist. Also Faulheit, jedoch nicht in offensichtlichster Weise, es kann derart sein, dass man meint, etwas würde einem nicht liegen, deswegen benutze man es nicht in der Weise, wie es hätte genutzt sein können.

Wenn man etwas nutzt, welche Fertigkeit auch immer es sei, dann nutzt man es auch unter Anwendung des eigenen Willens. D.h. man zahlt einen gewissen Bereich seines Willens dafür ein. Lässt man sich nur Träge hineinfallen, obwohl man der Fertigkeit durchaus vermöge ist, dann zahlt man nicht nur einen Teil seines Willens ein, sondern man lässt sich dann zusätzlich davon beherrschen.

Ganz unabhängig dessen, wie weit es zu lasten von etwas Drittem auch ginge. Man ist am Ende, auch wenn es anfängliche Mühe machen mag, doch besser dran und aufgestellt allemal, wenn man darauf achtet, selber alles, was einem leicht möglich ist, auch aufzubringen. Das ist guter Wille, die Einbeziehung und Anwendung all der Möglichkeiten und Fertigkeiten, derer man fähig ist, vor allem wenn es einem nicht schwer ist (und andernfalls es zur Faulheit zählte). Es geht nicht um äußere Aktivität, sondern um so schlichte Dinge, wie das eigene Denkvermögen auch zu nutzen, statt alles nur vorgekaut zu übernehmen. Oder wenn man etwas innerlich sich erarbeiten kann, versuchen mit irgend welcher Härte es zu erwirken. Oder wenn etwas einem möglich ist, man es aber so lange schleifen lässt, bis man unter Zeitdruck oder Zwängen es ja doch tuen muss usw.

Und man kommt um gewisse Dinge oder Fertigkeiten ohnehin nicht Drumherum, ist nur mit etwas gutem Willen gleich besser dran, und mehr Arbeit macht es auch nicht, nach vorneraus, als dann nach hintenraus...

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Vom Überzeugtsein zum Überzeugen - KiW 3:5:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 30 2016, 00:04

Ein Kurs in Wundern - T 3:5:2

Seit der Trennung sind die Worte "erschaffen" und "machen" verwechselt worden. Wenn du etwas machst, tust du das aus einem bestimmten Gefühl des Mangels oder einem Bedürfnis heraus. Alles, was für einen bestimmten Zweck gemacht wird, lässt sich nicht wahrhaft verallgemeinern. Wenn du etwas machst, um einem von dir wahrgenommenen Mangel abzuhelfen, so drückst du damit stillschweigend aus, dass du an Trennung glaubst. Das Ego hat zu diesem Zweck viele raffinierte Denksysteme erfunden. Keines davon ist schöpferisch. Einfallsreichtum ist verlorene Mühe, sogar in seiner raffiniertesten Form. Der höchste konkrete Charakter der Erfindung ist der abstrakten Schöpfungskraft von Gottes Schöpfungen nicht würdig.
---
Vieles würde bereitwillig sogar aufgegeben und von diesem abgelassen werden, wenn festgestellt würde, dass es eine bessere Lösung noch gäbe, als die, welche dem aktuellen Glaubensstand entspräche. Und doch würde es oft noch zuförderst Nachhilfe benötigen, in dem erst der Überzeugung des eigenen Vorteils Abhilfe geschaffen sein möchte. Und schon ist der Glaube eines Mangels damit gefestigt und eingekauft worden.

Natürlich kann es dann kaum anders sein, als streng darauf achten zu müssen nirgends irgend einen Nachteil in Kauf zu nehmen. Was bedeuten würde, dass im Zweifelsfalle der Nachteil bei allem anderen liegen dürfte, womit man es zu tuen bekäme.

Während man in der Weise also darauf achtete, dass ein Gewinn dabei ist, gewinnt das Gesamtverhältnis hierbei nicht, und man trägt nicht zu Besserung dessen bei.

Dabei könnte es gerade dort Wunder wirken, mal aus all diesen Verhältnissen für einen Moment heraustreten zu können, vorausgesetzt man könnte noch und würde davon vorübergehend lassen, ganz ohne eine Rolle darin einzunehmen, und sich so auf die wesentlicheren Dinge mal besinnen.

Manchmal hilft auch etwas gelassenere Grundstimmung, oder auch sich selber mal weniger wichtig zu nehmen. Und schon wird man nicht mehr für irgend einen Mangel länger einstehen wollen, wenn es diesen dadurch, dass man davon abließe, gar nicht mehr gäbe. Eine leichtere Methode mag es wohl gar nicht geben, einem Mangel abzuhelfen, als bloß von der Überzeugung oder einem bereits gefestigten Glauben daran, abzulassen.

So wäre die eigene Überzeugung nun dieses oder jenes, so aber auch dies oder jenes das, wovon man bemüht wäre andere stillschweigend durch sein eigenes Bestreben stets zu überzeugen. Allein schon nur durch die Grundstimmung und Haltung die von einem, darin einhergehend, ausgehen wird...

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Autorschaft - KiW 3:6:10

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 02 2017, 01:04

Ein Kurs in Wundern - T 3:6:10

Friede ist ein natürliches Erbe des reinen Geistes. Jedem steht es frei, sein Erbe auszuschlagen, doch steht es ihm nicht frei festzulegen, was sein Erbe ist. Das Problem, das ein jeder lösen muss, ist die grundlegende Frage der Autorschaft. Alle Angst rührt letztendlich von der Verleugnung der Autorschaft her, und manchmal auf sehr verschlungenen Wegen. Die Kränkung trifft niemals Gott, sondern nur die, die Ihn verleugnen. Seine Autorschaft verleugnen heißt, dir selbst den Grund für deinen Frieden zu versagen, sodass du dich nur in Segmenten siehst. Diese seltsame Wahrnehmung ist das Autoritätsproblem.
---
Und so heißt es auch in der Schrift, ".. und sie werden sagen, Herr, haben wir nicht in deinem Namen dieses und jenes getan und diese und jene Wunder gewirkt? Und der Herr wird ihnen sagen: weichet von mir ihr Übeltäter, denn ich kenne euch nicht!".

Es dürfte klar sein, dass Gott keine Partei für eine Seite seiner Schöpfung ergreifen wird, wenn er der Herr von allem ist, so als ergriffe er Partei wider sich selbst. Er kann nicht zwiegespalten sein. Also kann es auch nicht seinem Willen entsprechen, wenn irgend ein Teil seiner Schöpfung wider einen anderen gerichtet ist.

Ebenso reicht es nicht aus nur zu sagen, was man auch wirklich meint, ebenso gehört dazu, nur so viel zu sagen, wie man wirklich einhalten und leisten kann. Denn sonst legt man ja doch nur wider sich selbst Zeugnis ab.

So kann es nur ein oberstes Wesen über allem geben, von dem alles ausging, was nun ist. Daher kann nur in diesem Einen alles sicher aufbewahrt werden und der letztendliche Frieden gefunden werden. Doch kann dieses nur dann der Fall sein, wenn es auch dem Willen von diesem allerersten Wesen entspricht.

Und dann mag es all die geben, die als nächste und wider darauf folgen. Dann auch all dieses, was von diesen hervorgebracht wurde, und in der Weise gebührt jedem das, was ihm gebührt. Daher kann man nicht ohne allem die gebührende Ehre zu erweisen, mit allem nach eigenem Gutdünken umgehen oder etwas verwenden, wenn es nicht ebenso dem Willen des jeweiligen entsprächen sollte.

Denn in eben dieser Weise nämlich entzieht man sich dieses auf höheren oder geistigen Ebenen dann selbst. Denn man nimmt es möglicherweise dann dort heraus, wohin man es hätte legen können, damit es auf ewig für einen bewahrt werden kann.

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Die Entscheidung, zu urteilen - KiW 3:6:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 03 2017, 00:49

Ein Kurs in Wundern - T 3:6:2

Die Entscheidung, zu urteilen, statt zu erkennen, ist die Ursache für den Verlust des Friedens. Urteilen ist der Prozess, auf dem die Wahrnehmung, nicht aber die Erkenntnis, beruht. Ich habe dies bereits erörtert, als von der Selektivität der Wahrnehmung die Rede war, und habe darauf hingewiesen, dass Bewertung ihre offensichtliche Voraussetzung ist. Urteilen beinhaltet immer Zurückweisung. Es betont niemals nur die positiven Aspekte dessen, was beurteilt wird, egal ob bei dir oder anderen. Was wahrgenommen und zurückgewiesen oder beurteilt und als ungenügend befunden wurde, das bleibt in deinem Geist, weil es wahrgenommen worden ist. Eine der Illusionen, an denen du leidest, ist der Glaube, dass das, was du abgeurteilt hast, keine Wirkung hat. Das kann nicht wahr sein, außer du glaubst auch, dass das, worüber du geurteilt hast, nicht existiert. Das glaubst du offensichtlich nicht, sonst hättest du es nicht abgeurteilt. Letztlich spielt es keine Rolle, ob dein Urteil richtig oder falsch ist. So oder so setzt du deinen Glauben in das Unwirkliche. Das ist bei jeder Art von Urteil unvermeidlich, weil es die Überzeugung voraussetzt, es stehe dir frei, aus der Wirklichkeit auszuwählen.
---
Das Urteil, welches nicht vom reinen Geiste her ist, und Erkenntnis heißt, geht zunächst von einem selber aus und kehrt, auf welchem Wege oder Umwege auch immer, und wie lange es auch dauern mag, zu einem zurück.

Daher gestaltet, formt oder verformt man damit zuerst den eigenen Geist und setzt seinen eigenen Glauben dazu ein. Dabei müsste man schon transzendental damit verfahren und umgehen können, ehe man ohne direkt zunächst selbst der Wirkung zu unterliegen, etwas zu beurteilen vermag. Andernfalls legt und nagelt man sich selbst fest und hat alles, worüber man sein Urteil fällt, wieder abzuarbeiten.

Denn man kann nicht urteilen, ohne sich selbst darin mit zu beurteilen, immer mehr noch, als das, was man zu beurteilen sucht. Es wird nicht ohne Auswirkungen auf den eigenen Geist bleiben, als wäre das zu Beurteilende bloß gänzlich getrennt von einem selber. So wäre dem so, dann hätte es ja nichts mehr mit der Sache zu tuen, denn man selbst hätte keinen Bezug daher dazu, somit hätte es sogar ausschließlich nur mit einem selber zu tuen sodenn.

Trifft ein Urteil zu, dann mag es vorerst bei dem verweilen, worin es zutrifft, und bis es bei einem wieder ankommt, mag es länger dauern, doch alles was aus der Wahrnehmung heraus resultiert, wird auf Vergänglichem begründet. Es kann also auch dann nicht von einem losgelöst dort verbleiben, als wäre es völlig ohne Bedeutung für einen.

Der Geist, der mehr unvergänglicher Natur ist, kann im Vergänglichen jedoch niemals Frieden finden.

So sollte man das Urteil dem reinen Geiste und dem Heiligen Geist überlassen, statt sich selbst unnötig etwas anzumuten, was gar nicht alles einbeziehen kann, sofern es nicht aus dem Geist Gottes heraus ist, und alles dazugehörige in natürlicherer Weise einbezieht, weil es keinen Gegensatz mehr kennt.

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Deine Rechtgesinntheit - KiW 2:2:2

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 08 2017, 02:12

Ein Kurs in Wundern - T 2:2:2

Wahre Leugnung ist eine mächtige Schutzeinrichtung. Du kannst und solltest jeden Glauben leugnen, dass der Irrtum dich verletzen kann. Diese Art Leugnung ist kein Verbergen, sondern eine Berichtigung. Deine Rechtgesinntheit hängt davon ab. Die Leugnung des Irrtums ist eine starke Verteidigung der Wahrheit, die Leugnung der Wahrheit hingegen führt zu Fehlschöpfungen, den Projektionen des Ego. Im Dienst der Rechtgesinntheit wird der Geist durch die Leugnung des Irrtums befreit und die Willensfreiheit wiedereingesetzt. Wenn der Wille wirklich frei ist, kann er nicht fehlerschaffen, weil er nur die Wahrheit sieht.
---
Rechtgesinntheit ist die Wissenschaft der Freiheit, auch wenn diese vom Standpunkt des Ego so nicht gesehen wird, denn es fordert die Aufopferungen des falschen Ego und der Persönlichkeit, die nicht dient.

Vieles geht nicht mit biegen und brechen, denn ebenso wie man langwierig sich irgendwo hineingestrickt oder manövriert hat, so ist mit aller Geschicklichkeit der entsprechende Anteil wieder zu befreien.

Das was als Rechtgesinntheit zählt, ist recht, nicht in den eigenen Augen, sondern gemäß der höheren Prinzipien. Allerdings sollte man es sowohl erkennen wollen, als auch umsetzen wollen. Dann ist man auch frei, nachdem man allem gerecht geworden ist, und nicht sichs nach eigener Meinung bloß düngt. Alles also auch gänzlich ohne Geltungssucht, dass etwas so sei, wie man es möchte, was bloß ein Vorreiter von Fehlschöpfung zählt.

Ebenso kann man sich alles unnötige Aufbauschen, mit Kraft oder Macht gespickt, oder mit Härte und Potenzgehabe, zu meinen, der Pflicht entgehen zu können. Einiges mag so auf Kosten anderer oder der Allgemeinheit eine Zeitlang vielleicht aufzuschieben sein, doch wird man um die eigene Pflicht nicht herumkommen können, alles technisch sauber auf die Reihe letztlich zu bekommen!

Wie auch? Es kann kein Haus gebaut werden, ohne den Einsatz von Werkzeugen und Baumaterialien und den Händen eines Handwerkers. Nur Erde hin- und herschaufeln reicht da nicht! Auf die Größe des Baggers kommt es da nicht an, auch nicht auf die Menge des Bauschutts, sondern darauf, dass ein bewohnbares Haus am Ende bereit steht. Anders lässt sich der Zweck eines Hausbaus nicht bewerkstelligen. Als das man es mit allen dazugehörigen Erfordernissen auf die Reihe bringt.

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Der Wille ist frei - KiW 2:3:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 09 2017, 02:36

Ein Kurs in Wundern - T 2:3:3

Es ist nur eine Frage der Zeit, dass die Sühne von allen angenommen wird. Das mag scheinbar im Widerspruch zum freien Willen stehen, weil die letzte Entscheidung unausweichlich ist, aber dem ist nicht so. Du bist des Aufschubs und ungeheurer Verzögerungen fähig, doch kannst du nicht völlig von deinem Schöpfer scheiden, Der deiner Fähigkeit, fehlzuerschaffen, die Grenzen setzte. Ein gefangener Wille verursacht eine Situation, die im Extremfall überhaupt nicht mehr aushaltbar ist. Die Leidensfähigkeit mag groß sein, sie ist aber nicht grenzenlos. Schließlich beginnt ein jeder zu begreifen - wie undeutlich auch immer -, dass es einen besseren Weg geben muss. Sowie diese Einsicht mehr Boden gewinnt, wird sie zu einem Wendepunkt. Dies erweckt schließlich die geistige Schau wieder und schwächt gleichzeitig die Investition in die körperliche Sicht. Abwechselnd in die beiden Ebenen der Wahrnehmung zu investieren wird gewöhnlich als Konflikt erfahren, der sich stark zuspitzen kann. Der Ausgang aber ist so gewiss wie Gott.
---
Sicht und Körper kann auch auf verschiedene Gewahrseinsbereiche bezogen sein, auf alles, was durch eine Art von Körper aufgenommen oder ausgedrückt wird. Und hierin liegt auch aller Schmerz begraben, und ablassen davon als Lösung ebenfalls.

Man kann und wird darin auf lange Sicht nicht glücklich werden, wenn man darein irgend einen Endzweck setzte. Und dies geschieht immer, wenn wir meinen dieses oder jenes wäre das Ziel oder würde uns Wohlbefinden besorgen, so lange wie es doch im Körperlichen oder auch in den Sinnesgegenständen gipfelt.

Der Wille ist grundsätzlich aus sich selbst heraus frei. Das was ihn davon abhält ist z.B. Verlangen. Es ist der Augenblick, wo man unbedingt etwas erreichen oder haben will. Doch ist es am Ende meist nur Unbeherrschtheit die den Takt vorgibt.

Der Wille selbst will nichts, und so wird er zum Willen zur Tat, auch ohne dass man etwas davon hat. Oder oft gerade dann erst. D.h. der Wille ist unvoreingenommen, nur damit lässt er zu, vollständig eingesetzt zu werden.

Im Grunde ist es Segen weil Fluch, denn was Geist ist, muss wieder zu Geist werden. Also gründet alles quälen darin, dass der Geist sich nicht als Geist erkennen möchte, und so lange wie eben dieses versucht wird.

Auf der andere Seite kann es nichts anderes als Sühne und Rückkehr geben.

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Die Funktion des Wunderwirkenden - KiW 2:5:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 11 2017, 01:01

Ein Kurs in Wundern - T 2:5:1

Bevor die Wunderwirkenden bereit sind, ihre Funktion in dieser Welt zu übernehmen, ist es unerlässlich, dass sie die Angst vor der Befreiung voll und ganz verstehen. Sonst ist es möglich, dass sie, ohne es zu merken, die Überzeugung nähren, Befreiung sei Gefangenschaft, eine bereits sehr weit verbreitete Überzeugung. Diese Fehlwahrnehmung entsteht wiederum aus der Überzeugung, Schaden lasse sich auf den Körper begrenzen. Dem liegt die unterschwellige Angst zugrunde, dass der Geist sich selbst verletzen könne. Keiner dieser Irrtümer ist von Bedeutung, weil die Fehlschöpfungen des Geistes nicht wirklich existieren. Diese Einsicht ist eine viel bessere Schutzeinrichtung als jede Form der Verwechslung der Ebenen, weil sie die Berichtigung auf der Ebene des Irrtums einführen. Es ist grundlegend wichtig, sich daran zu erinnern, dass nur der Geist erschaffen kann und dass Berichtigung auf die Ebene des Denkens gehört. Um eine frühere Aussage weiter auszuführen: Der reine Geist ist bereits vollkommen und bedarf daher keiner Berichtigung. Der Körper existiert nicht, außer als Lerneinrichtung für den gespaltenen Geist. Diese Lerneinrichtung ist keinen eigenen Irrtümern unterworfen, weil sie nicht erschaffen kann. Es ist also offensichtlich, dass die einzige wahrhaft bedeutungsvolle Anwendung der schöpferischen Fähigkeit die ist, den Geist dazu zu bringen, seine Fehlschöpfungen aufzugeben.
---
Die Korrektur und Aufhebung einer Fehlschöpfung ist auf der Ebene der Ursache zu bewerkstelligen (auch das Prinzip vom Karma, man muss dort Heil werden, wo man hat etwas liegen lassen und im unvollkommenen Zustand zurück gelassen). Da alles aus dem Geist ward, ist dieses im Geiste, doch nicht im reinen Geiste, denn der reine Geist ist und bleibt bei Gott.

Dennoch kann man sagen, dass es unumgehbar ist, zur Ursache zu kehren, also kann man gleich dort ansetzen. Dazu auch, ist weniger Drumherum dabei, als notwendig dazu gehört, ist es also um so leichter. Ist mehr, vielleicht auch grobe Materie dabei, umso hartnäckiger und schwergängiger wird es. Doch dies alles muss nicht sein.

Also wenn der Denkstoff feiner als der Emotionale ist, und der Emotionale feiner als der Physische, so ist es doch auch dahingehend schon einfacher, das Denken an sich zu korrigieren wo es erforderlich ist. Und so wie alles aus dem Geiste ward, so ist das Denken auch die Ursache gemeinhin, für das, was an Folgen oder auch Leiden daraus entsteht.

An sich ja doch alles sehr einfach, wenn es nur darum ginge, dass Denken auf die rechte Spur zu lenken. Es heißt nicht zugleich, dass damit alles umgehend geheilt ist, doch möglich wird es dann, und vieles was vielleicht nicht mehr geheilt wird, weil es bereits weitreichendere Auswirkungen erreicht hat und sich manifest gemacht hat, doch kann es sein, dass es dann soweit die Bedeutung für einen verliert, dass es nicht viel mehr als nur symbolische Gegenständlichkeit bei sich weiter führte.

Ebenso würde es nur rein äußerlich aufgehoben, aber innerlich erneut erzeugt, so ist das nur eine Aufhebung der Symptome und wird immer wiederkehren. Also womöglich hat man sich durch Aufhebung der Symptome bloß der Lernmöglichkeit beraubt, wenn alles andere so geblieben ist oder vielleicht zu weiterer Fehlschöpfung sich dadurch bloß angeregt fühlte.

Denn davon ausgehend, dass etwas sich in einer Art von Stoff oder Ebene bereits festgesetzt hat, auch wenn das Denken die Ursache war, dann bedarf es ja nicht bloß der Korrektur des Denkens, sondern derer, diesen Stoff ebenso verändern zu können, um ihn zu seinem Ursprung zurückzuführen. Doch ist manches nunmal vergänglich, oder an Gegebenheiten oder weiteres noch geknüpft.

Daher, ist das denken korrigiert, ist alles andere noch nicht zugleich berichtigt. Dennoch hat es entweder die Möglichkeit, ähnlich dem, wie es durch das unstete Denken wurde, wiederkehren zu können, oder alsdenn, nicht mehr den Weg des falschen Denkens und auf diese Weise eine Rückkopplung auf einen zu haben, sondern dann für einen mehrnur einen symbolischen oder den Charakter eins Gleichnisses weiter zu führen. Womit ebenfalls eine Befreiung erreicht wäre fürs zukünftige, was man mit sich weiter führte.

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Wundergesinntheit - KiW 2:5:3

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 15 2017, 02:32

Ein Kurs in Wundern - T 2:5:3

Ich habe schon gesagt, dass Wunder ein Ausdruck von Wundergesinntheit sind, und Wundergesinntheit heißt Rechtgesinntheit. Weder überhöhen die Rechtgesinnten den Geist des Wunderwirkenden oder des Wunderempfängers, noch setzen sie ihn herab. Indessen braucht das Wunder als Berichtigung nicht zu warten, bis der Empfänger rechtgesinnt ist. Tatsächlich bezweckt es gerade, ihn seiner Rechtgesinntheit zurückzuerstatten. Indessen ist es wesentlich, dass der Wunderwirkende rechtgesinnt ist, für wie kurze Zeit auch immer, sonst wird er nicht fähig sein, die Rechtgesinntheit in jemand anderem wiederherzustellen.
---
Man gibt bis zu einem gewissen Grad auch das weiter, wie man selber ist, gerade dann dort, wo man wem Hilfe leistet, d.h. wo ein Labilität in welcher Hinsicht und welchem Grade nach auch immer vorliegt.

So dient man leicht als Beispiel sowohl für das Gute, als auch für dasjenige, was nicht ganz so gut ist. Deswegen kann man nur helfen, wenn man nicht schadet.

Rechtgesinntheit ist daher ein Erfordernis, zumindest so lange und soweit, wie es in dem Moment, in dem Hilfe geleistet wird, möglich ist. Damit dieses, soweit wie Möglich weiter getragen wird.

Klar ist, man kann nicht nicht sein. Jedoch sollte nur das Vordergründig sein, worum es bei der Umwandlung, von einer ungünstigen zu einer besseren Gesinnung geht und dazu beitragen kann.

Von daher geht es nicht um die Position des einen zum anderen, denn was sollte dem (durch etwas) Niedergedrückten nun an Wohlgefallen für die Position eines Begünstigten, der nicht solchen Umständen ausgesetzt ist, über bleiben? Als dass ihm sein Zustand nurmal mehr vorgeführt wird?

Es geht um die Geistesgesinnung, durch welche ein gesunder Geist gefördert wird. Was mit keiner Position, sondern nur der inneren Ausrichtung und Einstellung bedingt wird. Und worin etwas anderes, was diese gesunde Geisteshaltung nicht mit aufrechterhält, auch keinen Halt darin und keine Einzug darein halten kann.

Mit einer solchen Geisteshaltung vermittelt man ebensolche weiter, weit mehr, als es mit Worten vermittelt werden könnte. Denn würde man diese nicht mit einbringen, würden eigene Worte nur leicht einen Lügen strafen. Daher geht es mehr um eine gesunde Geisteshaltung, dann folgen die passenden Worte fast von selbst...

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Nicht zu Verwechslung der Ebenen beitragen - KiW 2:6:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 17 2017, 00:02

Ein Kurs in Wundern - T 2:6:2

Ich fördere die Verwechslung der Ebenen nicht, du aber musst dich zu ihrer Berichtigung entscheiden. Du würdest ein wahnsinniges Verhalten deinerseits nicht dadurch entschuldigen, dass du sagst, du könntest nichts dafür. Weshalb solltest du wahnsinniges Denken entschuldigen? Hier liegt eine Verwechslung vor, die du dir besser genau ansehen solltest. Möglicherweise glaubst du, dass du verantwortlich bist für das, was du tust, aber nicht für das, was du denkst. Die Wahrheit ist, dass du verantwortlich bist für das, was du denkst, weil du nur auf dieser Ebene eine Wahl treffen kannst. Was du tust, kommt von dem, was du denkst. Du kannst dich nicht dadurch von der Wahrheit trennen, dass du dem Verhalten Autonomie "verleihst". Das wird automatisch von mir kontrolliert, sobald du das, was du denkst, meiner Führung unterstellst. Jedesmal, wenn du Angst hast, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass du deinem Geist erlaubt hast, fehlzuerschaffen, und mir nicht erlaubt hast, dass ich ihn lenke.
---
Seelenführung ist bei jeder Geistigen Unternehmung entscheidend. Denn versäumt mans dem Geiste zu weihen, heißt es schnell bloß Ego oder Pfusch.

Manchmal müssen die Dinge einfach auch beim Namen genannt sein. Je mehr negatives Ego, für wie spirituell es sich auch halten mag, bzw. gerade dann erst recht, desto mehr Angst schlummert darin, um vor jeder kritischen Beleuchtung oder Äußerung aufzuschrecken. Dann wacht die Achtsamkeit auf, die vorher vernachlässigt wurde.

Pfusch ist deswegen Pfusch, weil nichts anderes daraus werden kann. Pfusch ist es, wenn man sein Inneres zugunsten etwas Äußerem hergibt oder verkauft. Auch wenn man sich nicht genug Zeit genommen hat, damit etwas Inneres damit in Verbindung treten konnte, so lange wie es dafür nach seiner Weise bräuchte.

Wenn das Innere nicht hinreichend vorbereitet wurde, gehört nichts von dem, was daraus wird, einem selber (ganz vorausgesetzt, dass es ohnehin nicht bloß Pfusch ist). Bis hin, dass man sich selber nicht mal selbst gehört, weil man sich nicht unter die eigenen Gesetzmäßigkeiten zuerst hingeführt hatte.

Dann kann man noch so viel drehen und wenden wie man wollte, ist es nicht dort, wo es hingehört, oder nicht das, wofür es sein soll, dann kann es nicht zu etwas werden, was es nicht ist und nie war.

Und dann zeigt sich wessen Geistes Kind nun etwas ist, ob es den Wahnsinn nur zu vertuschen suchte, oder es bereitwillig im Geiste höherer Erkenntnis einer Korrektur unterziehen lässt. Und ist etwas schlechter bereitet, als der Durschnitt und die Mehrheit der Menschen hinbekommt, dann kann es kaum eines hohen Geistes Kind nun sein.

Alle Korrektur muss dort erfolgen, wo es entstanden ist. Nichts was nun nicht der eigenen Seele ist, kann daher nur in der eigenen Seele einer Korrektur unterzogen werden, ohne dort vorgenommen zu werden, worin es ist. Manchmal sollte man sich aus etwas zurück ziehen, und hat schon reicht es, dass keinerlei Schwierigkeiten damit länger bestehen.

Andererseits, alles was einer Korrektur bedarf, kann nicht im höheren Geiste sein, ohne korrigiert zu werden. Vieles kann nicht korrigiert werden, ohne dass es Unbehagen bereiten wird, jedoch auch abhängig, von der Bereitwilligkeit. Dennoch hilft es am meistens, die Ebenen bloß zu beteiligen, die beteiligt sein brauchen. Alles negative Ego braucht nicht überall dabei zu sein, auch entfällt es ohnehin, wenn kein Bedarf mehr darin gesehen wird.


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Berichtigendes Lernen - KiW 2:5:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 18 2017, 00:39

Ein Kurs in Wundern - T 2:5:7

Berichtigendes Lernen beginnt immer mit dem Erwachen des reinen Geistes und der Abkehr vom Glauben an die körperliche Sicht. Das bringt oft Angst mit sich, weil du dich vor dem fürchtest, was deine geistige Sicht dir zeigen wird. Ich sagte schon, dass der Heilige Geist den Irrtum nicht sehen und nur über ihn hinaus zur Abwehr der Sühne blicken kann. Es besteht kein Zweifel, dass dies Unbehagen erzeugen mag, doch ist das Unbehagen nicht das Endergebnis der Wahrnehmung. Wenn es dem Heiligen Geist erlaubt wird, auf die Entweihung des Altars zu blicken, blickt Er auch unverzüglich hin zur Sühne. Nichts, was Er wahrnimmt, kann Angst auslösen. Alles, was ich aus geistigem Gewahrsein ergibt, wird einfach in die Bahnen der Berichtigung gelenkt. Das Unbehagen wird nur wachgerufen, um das Bedürfnis nach Berichtigung bewusst zu machen.
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Die Sühne ist wie die Rückkehr des Wassers in den Fluss, aus einem überschwemmten Land, wo das Wasser über den natürlichen Flusslauf hinausgetreten war.

Dies ist zumeist bei allem der Fall, was die Göttliche Ordnung verlassen und diese übertreten hat. Dabei muss die Göttliche Vorstellung nicht der unsrigen sondern bloß der Göttlichen entsprechen. Daher sollte unsere jedoch der Göttlichen entsprechen, und nur Gott allein handelt, wenn es dieser Einen Ordnung entspricht.

Was ist schon dagegen etwas Unbehagen, wenn es rein auf der Emotionalen Ebene sich vollzieht, hingegen zu dem, was an zerstörerischem Treiben, welches sich wider irgend eine Art von bewusst belebter und Substanzieller Ebene sich richten würde? Was mag eine gekränkte Persönlichkeit hingegen zu dem sein, wenn Essenz des Lebens darunter litte oder zunichte gemacht würde?

Allerdings mag sich vieles, über Ebenen hinweg sich erstrecken, wie es der Entwicklung und Ausdehnung des entsprechenden Individuums entspräche. So dass eine saubere Trennung der Ebenen selten oder kaum gegeben ist, und daher gewisse Fasern über dieses oder jenes leicht hinausgehen und sich über mehr erstrecken, und dieses oder jenes daher mit einbezogen wird, wenn auch nur vielleicht unbewusst oder jedenfalls ohne Einsicht oder Absicht.

Daher kann es kaum überbetont werden, wie wesentlich Anstand und Harmlosigkeit gerade in allen Gruppenkontexten ist, allerdings auch in jedem weitreichenden Kontext durchaus obligatorisch ist. Denn durch Dummheit entsteht heutzutage wohl weit mehr Schaden, als denn durch absichtliche Böswilligkeit.

Würden daher gewisse geistige Wesenheiten und Entitäten sich aus dem Wirkungsfeld der Erde zurückziehen, so wäre diese Welt ein wohl sehr unbehaglicher, wenn nicht gänzlich unwirtlicher Ort. Denn wie schon oft erwähnt, nichts besteht von selbst und bloß aus Zufall, ohne dass es durch irgend eine Art von Wesen oder Entität allgemeinhin, erzeugt worden ist.

Ohne alldem, würde nämlich eines jeden Anteil ihm schneller zuteil werden, als es auch nur einem jeden beliebt sein könnte. Und es gäbe dann sehr viel Unbehagen wohl, vielleicht für viele nichts anderes mehr, als das, was nur diesem gleichen würde.

So aber bleibt die Gnade Gottes, so wie auch die Sonne über den Gerechten und Ungerechten aufgeht. So dass alles Ungleichgewicht doch ins Gleichgewicht kommt, auch wenn es von sich aus und aus bloß eigener Kraft noch lange dazu nicht in der Lage wäre.

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Realistische selbst-Einschätzung - KiW 2:7:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 21 2017, 00:37

Ein Kurs in Wundern - T 2:7:2

Ich kann nicht zulassen, dass du deine Gedanken nicht hütest, sonst wirst du mir nicht helfen können. Wunderwirken beinhaltet, dass du die Macht der Gedanken voll begreifst, um Fehlschöpfungen zu vermeiden. Sonst ist ein Wunder nötig, um den Geist selbst in Ordnung zu bringen, ein kreisförmiger Prozess, der dem Insichzusammenfallen der Zeit nicht förderlich wäre, wozu das Wunder vorgesehen war. Der Wunderwirkende muss aufrichtige Achtung vor wahrer Ursache und Wirkung haben als notwendige Bedingung dafür, dass das Wunder geschehen kann.
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Ja, das stimmt, man sollte gut von anderen denken.

Das erfordert zum einen "Denken", was nicht Affenverstand heißt, sondern schlicht gesagt die Übertragung der Seelischen Einsicht in Begriffe, die einen Bezug zu den Dingen an sich haben.

Und es erfordert auch einen Bezug zu seinem Nächsten. Nicht in dem man anderen die eigenen Zwecke vorstellet, oder in dem man Andere in die eigenen scheinheiligen Vorstellungen steckt und darin suhlt, worin ein Anderer überhaupt nicht ist. Eher dann doch also, nach dem Potenzial gehen, was man tatsächlich bei einem anderen erkennen und feststellen kann. Andernfalls hat es weder mit einem Gegenüber zu tuen, noch kann es ihn auch nur einen Funken weiter bringen, wenn lediglich zur eigenen Wunschvorstellung subsumiert wird.

Und ja, Hochmut (um nicht von spirituellen Hochnäsigkeiten im allgemeinen zu sprechen) kommt für gewöhnlich vor dem Fall. Und nach dem Fall? Da kann es passieren dass Abfall aller Art hinzukommen könnte, wenn man nicht aufpasst oder keinen Unterschied zwischen dem was ist, und dem was nicht ist, machen möchte.

Jedenfalls gibt es einen klaren Unterschied zu dem, von etwas beherrscht oder fremdbestimmt zu sein, weil dieses auf einen in besonderer Weise eine Wirkung ausübt, also auch von diesem überfordert zu sein oder schlichtweg damit nicht umgehen zu können, und dem, dass es einen bloß fordert.

Mit gesunder Selbsteinschätzung, zeigt sich, dass das, was man kann, nicht darin gipfelt dass ständig die Pferde mit einem durchgehen, sondern darin, dass man wahre Achtung vor allem hat, was man anfasst, und selbstverantwortlich damit umgeht. Das macht keinen gesonderten Eindruck auf einen, sondern es fordert einen, weil man erkennt, was alles zu tuen ist, und man ist dann mit den Dingen beschäftigt, statt nur sich selbst zu belobigen.

Wer mit sich selbst überfordert ist, dem kann keine größere Aufgabe übertragen werden. Wie sollte dieses auch aussehen? Wenn einer doch schon sich selber nicht ertragen kann, wie sollte man verantwortlich dem noch etwas hinzutuen wollen und können?

Und ohne realistische Einschätzung seiner selbst und dem, was man tut und womit man zu tuen hat, kann es wohl kaum einen realistischen Umgang geben, oder? Notwendigerweise hat es dann mit der Sache an sich nichts zu tuen, und man wird mit Einbildungen vorlieb nehmen müssen. Alternativ nur mit der Verantwortung, dann aber auch mit achtsamen Umgang, denn wenn man sich verantwortlich für etwas sieht, dann wird man sich dafür einsetzen, nicht bloß im Licht der eigenen Zwecke (ob selbstsüchtig oder nicht, sei zunächst dahin gestellt).

So geht nur alles nach seiner Weise mit dem überein, womit es übereingeht, weil es diesem entspricht, und nicht etwa dem, was gar nicht da ist oder nicht in dieser Weise...

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Guter Rat braucht nicht teuer sein - KiW

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 23 2017, 01:11

Ein Kurs in Wundern - T 2:7:3

Sowohl Wunder als auch Angst kommen von Gedanken. Wenn es dir nicht freistünde, das eine zu wählen, so stünde es dir auch nicht frei, das andere zu wählen. Indem du das Wunder wählst, hast du die Angst zurückgewiesen, wenn auch nur vorübergehend. Du hast vor allen und allem Angst gehabt. Du fürchtest Gott und mich und dich selber. Du hast Uns fehlwahrgenommen oder fehlerschaffen und glaubst an das, was du gemacht hast. Das hättest du nicht getan, wenn du nicht Angst vor deinen eigenen Gedanken hättest. Die Ängstlichen müssen fehlerschaffen, weil sie die Schöpfung fehlwahrnehmen. Wenn du fehlerschaffst, leidest du Schmerz. Das Gesetz von Ursache und Wirkung wird nun zu einem richtigen Beschleuniger, wenn auch nur vorübergehend. Eigentlich ist "Ursache" ein Begriff, der rechtmäßig nur zu Gott gehört, und Seine "Wirkung" ist Sein Sohn. Das bringt eine Reihe von Ursache-Wirkung-Beziehungen mit sich, die von denen, die du in die Fehlschöpfung einbringst, total verschieden sind. Der Grundkonflikt in dieser Welt ist also jener zwischen Schöpfung und Fehlschöpfung. Alle Angst ist in der letzteren enthalten und alle Liebe in der ersteren. Der Konflikt ist demnach ein Konflikt zwischen Liebe und Angst.
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Alles also, was von mir nicht so wahrgenommen wird, wie es in einem weitreichenden Zusammenhang oder vor sich selbst steht, ist angstbedingt und basiert nicht auf Liebe. Ob man es sich also eingestehen mag oder nicht.

Im Grunde aberkennt man diesem bis zu einem gewissen Grad das zu sein, was es für sich ist. Doch letztlich möchte man ebendrum aus Angst, es nicht für sich erkennen oder dass es etwas anderes sei, als man es sich ausmalte. Vielleicht weil man dann keine Handhabe darüber hätte, die man dann allerdings auch ohnehin nicht hat. Denn etwas für sich, ist es etwas anderes noch, als das, was zu einem unmittelbar gehört.

So hielte man es in weitreichenderen Kontexten so, dann würde man den Handlungsspielraum einschränken, in diesem, worin ein gemeinsamer Kontext bestünde. Meist jedoch, früher oder später, wird man sich nur selber den geglaubten Einschränkungen unterstellen. Ob man sie nun bewusst oder unterbewusst für sich in der Weise annimmt.

Liebe kann es auch nur sein, wenn etwas hinterher besser da steht als zuvor, und dies vor allem nicht bloß für einen selber. Jedenfalls und natürlich soweit, wie es überhaupt dem eigenen Ermessen, Einflussbereich und Möglichkeiten unterstünde.

Ja, man kann manches an Gott oder Höhere Bereiche übergeben. Am besten aber nicht hinterher, sondern bevor es in die Hose geht, und man es nicht kann oder hätte es nicht anfassen sollen. Schlimmer noch, wenn man es hätte auch gar nicht anfassen brauchen.

Fasst immer gibt es Anzeichen, den einen oder anderen guten Rat, vielleicht eine Intuition, und wenn man frühzeitig darauf achtet, umso günstiger sind meist die Bedingungen und umso günstiger kommt es einem.

Und dennoch ist vieles auch einem selber überlassen, in der Weise, sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Denn gäbe es keine Entscheidungsmöglichkeit dagegen, so könnte man sich auch gar nicht wirklich dafür entscheiden. Also gäbe es auch keinen wirklichen freien Willen. Doch was nicht sein braucht, das kann man lassen, was sein braucht, wird man selten lassen können...

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Das geprüfte Werk - KiW 2:8:1 (

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 25 2017, 01:27

Ein Kurs in Wunden - T 2:8:1

Eine der Möglichkeiten, wie du die Verwechslung von Magie und Wunder berichtigen kannst, ist, dich daran zu erinnern, dass du dich nicht selbst erschaffen hast. Du neigst dazu, dies zu vergessen, wenn du egozentrisch wirst, und das versetzt dich in eine Lage, in der ein Glaube an Magie so gut wie unvermeidlich ist. Dein Wille, zu erschaffen, wurde dir von deinem Schöpfer gegeben, Der denselben Willen in Seiner Schöpfung zum Ausdruck brachte. Da die schöpferische Tätigkeit im Geist ruht, ist alles, was du erschafft, zwangsläufig eine Angelegenheit des Willens. Daraus folgt auch, dass alles, was du alleine machst, in deinen eigenen Augen wirklich ist, wenn auch nicht im Geist Gottes. Diese grundlegende Unterscheidung führt unmittelbar zur wirklichen Bedeutung des Jüngsten Gerichts.
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Nicht alles will geteilt sein, denn zum einen ist es manchmal auf die Sache hin bezogen, für diese besser, wenn sie vollständig und heile also auch ungeteilt bliebe, zum anderen will nicht jeder das, was unvollkommen ist. Oder auch das nicht, was man selbst nicht möchte. Das fängt z.B. bei allerlei Unreinheit und Ungepflegtheit an, denn wer sollte sich darum reißen wollen?

Nun mag es ja so sein, dass man von vielem gar kein Gewahrsein hat oder diesem eine andere Bedeutung beimisst, ob nun es besser sei darum bestellet oder nicht. Auch kann die Befähigung nun derlei sein, dass man gar nicht mit etwas fertig wird, ob es nun gut sei, dass man darin eingeht oder vielleicht es sogar aufgrund seiner bevorstehenden Entwicklung gar darum herum nicht kommen kann.

Jedenfalls sollte man sich klar machen, dass es ein Unterschied ist, zwischen dem, was bloß für einen selber ist oder worin man sich allein ist, und dem, was man mit anderen gemeinsam hat.

Natürlich gibt es die Faustregel, dass von dem was man selber nicht möchte, man zunächst nicht annehmen kann, dass andere dieses nun gern haben. Ähnlich auch dem, was man nicht möchte dass es einem widerfährt, sollte man auch anderen nicht zufügen oder zumuten.

Und klar kann man vielleicht auch etwas mit Gewalt und mit biegen und brechen zustande bringen, doch ist es die uneleganteste Lösung gelinde gesagt. Oft zum Schaden in irgend einer Hinsicht, und zeigt zudem ebenso auch auf, dass man damit nicht wirklich umgehen kann.

Und es scheiden sich die Geister weniger an dem, was man nur vor sich und für sich tut oder hat, denn jedes ungeprüfte Werk kann alles oder auch nichts sein, sondern wenn es in etwas allgemeines oder auch andere betreffendes eingeht oder etwas andere einbeziehendes und allgemeiner Natur ist, denn dann wird das Werk zwangsläufig geprüft. Oder schließlich, wenn es von Göttlicher Seite her angenommen werden soll oder von daher eine Akzeptanz finden, dann wird das Werk geprüft, und man möchte schließlich auch nur dass das bleibt, was die Prüfung erfolgreich absolvieren kann, denn nur so ist es mehr, als nur was es für einen selber bedeutete...

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Sittlich Recht - KiW 2:8:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jan 26 2017, 00:47

Ein Kurs in Wundern - T 2:8:3

Das Jüngste Gericht wird gewöhnlich als ein Verfahren angesehen, das von Gott vollzogen wird. Tatsächlich wird es von meinen Brüdern mit meiner Hilfe vollzogen werden. Es ist eine letzte Heilung statt eines Zumessens von Strafe, wie sehr du auch Strafe für verdient halten magst. Strafe ist ein der Rechtgesinntheit völlig entgegengesetztes Konzept, und das Jüngste Gericht zielt darauf ab, deine Rechtgesinntheit wiederherzustellen. Das Jüngste Gericht könnte man einen Prozess der richtigen Bewertung nennen. Es bedeutet einfach, das jeder schließlich ein Verständnis dessen erlangen wird, was würdig ist und was nicht. Danach lässt sich die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, rational denken. Solange diese Unterscheidung jedoch nicht getroffen ist, kann das Schwanken zwischen freiem und gefangenem Willen nur andauern.
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Nun, ginge man davon aus, Gott selbst würde das Jüngste Gericht in dem grausamen Ausmaß erbringen, wie es manche Religion als düsteres Bild zeichnet und sich nur selber in der Weise peinigt. Sollte man sich von diesem Abbild lösen wollen, so wird man an gewissen Erfahrungen dieser gezeichneten Apokalypse nicht herum kommen, denn man hat sie ja bei sich irgendwo als Gedankenform aufgebaut. Nur welchen Gefallen sollte ein Gott nun darin finden, grausam gegen die eigene Schöpfung zu verfahren? Wozu sollte er derlei Erlebnisse und Erinnerungen von Qual (ewig) für sich sammeln wollen, als würde Übel irgend einer Art zur eigenen Ergötzung beitragen können, sofern es gar nicht der eigenen Natur entspräche?

Denn Manche sind sich selbst doch schon hinlänglich Strafe genug! Und würden sie sich selbst in vollem Ausmaß erleben und ertragen, so wären sie schneller geheilt, auf lange Sicht kommt man im großen und ganzen eben daran auch nicht herum. Doch wenn man sucht, wo man nicht ist, und das verleugnet, wo man sich befindet und was man erschafft, lässt sich dieser Prozess natürlich entsprechend in die länge ziehen, diesem doch aber nicht ausweichen.

So sehr man sich nun auch für transzendental hielte, sollte klar sein, dass es nur eine Ebene sein kann, die letztlich keinen Anteil an einer anderen Ebene nimmt, was persönliche Ambitionen anbetrifft jedenfalls, und sich in der Weise dann transzendental zu einer anderen Ebene verhält. Vielleicht mag es zu einer besseren Beurteilung beitragen können, doch auf ein und der selben Ebene wird es kaum gänzlich Transzendentalität geben, und wenn im Ansatze, so nur daher, dass es nicht wahrnehmbar sich verhielte.

Doch gibt es ja nicht nur eine Ebene, auf die man allein bezogen bliebe, sondern man erstreckt sich auch selbst über verschiedene Ebenen hinweg. Auch sind die Beschaffenheit und Stofflichkeit gar nicht in ihrer Art zur Transzendenz überhaupt geeignet. Es mag vielleicht so scheinen oder bis zu einem gewissen Grade so sein, dass der Stoff einer Ebene auf eine andere hin wie transzendent sich verhält, sofern er etwas durchdringen mag, meist schon aber nicht mehr auf der eigenen Ebene.

In der Weise wie man selbst nun sich über diverse Ebenen erstreckt, wovon manche oder auch viele notwendigerweise dazu und zu einem gehören, kann man sich selbst keine vollständige Transzendenz also zusprechen, außer man spräche sich gehörig Existenz ab.

Das heikle ist aber, wenn man eben diverse Ebenen nicht unterscheidet, oder nicht prüft wo und worin man sich bewegt. Das fatale wäre z.B., sich nicht als festen Stoff zu sehen, bis etwas anderes hineingelangt, ohne etwas auch nur zu bemerken, dann aber man nun Festigkeit annähme. So wäre Schaden auf beiden Seiten. Auch sollte man aufpassen nicht in andere hineinzurauschen, denn wie sehr man sich auch in persönlichen Ambitionen erginge, sind diverse Ebenen inbegriffen, die man alle außer acht lässt, auch dann kann sonst was alles angerichtet werden, was in seiner Tragweite vielleicht weit über die eigenen Gewahrseinsmöglichkeiten hinausgelangt.

Also ist es immer gut, wenn man darauf achtet Sittlich Recht zu verfahren, damit es zur eigenen inneren Grundhaltung wird, ehe man sich allerlei Verblendung, Verleugnung und anderweitigem bereitwillig hingibt, und meint, es wäre einem eigenes Recht mit allem nach eigenem belieben zu verfahren.

Achtete man nur auf allerlei Äußerlichkeiten, um diesen gerecht zu werden, wäre aber innerlich grobschlächtig unterwegs, in seiner Grundhaltung, dann kann es nur so sein, dass höhere Ebenen einem den Stinkefinger hinhalten werden oder sogar müssen und mit einem nichts zu tuen haben wollten. Es wäre also schwierig dort Fuß zu fassen, wo alle sich dann nur noch schnell davon machten, sollte man eintritt darin suchen. Also bliebe einem am Ende bloß die Welt von Neandertalern und solcherlei, was in gleicher Weise mit allem verfährt und was den eigenen Umgangsarten entspräche.

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Die eigenen Schöpfungen betrachten - KiW 2:8:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jan 26 2017, 01:36

Ein Kurs in Wundern - T 2:8:4

Der erste Schritt zur Freiheit beinhaltet ein Aussortieren des Falschen vom Wahren. Das ist ein Trennungsprozess im konstruktiven Sinn und spiegelt die wahre Bedeutung der Apokalypse wider. Ein jeder wird letztlich seine eigenen Schöpfungen betrachten und sich entscheiden, nur das zu bewahren, was gut ist, genau wie Gott Selbst ansah, was Er erschaffen hatte, und erkannte, dass es gut war. An diesem Punkt kann der Geist beginnen, seine eigenen Schöpfungen um ihrer Würdigung willen mit der Liebe zu betrachten. Gleichzeitig wird der Geist unvermeidlich seine Fehlschöpfungen nicht als Sein Eigen anerkennen, die, ohne glauben, nicht länger existieren werden.
---
Oft ist es ein Mangel an Willen, wie es in künftigen Zeiten sehr einleuchtend sein wird. Ähnlich dem, was heute den Kenntnisstand der Ernährung und die Bestandteile von Vitaminen in der Nahrung betrifft.

Es heißt auch, der Mensch lebt nicht von Wasser und Brot allein, sondern auch vom Worte Gottes. Doch zum Willen und einem Erkenntnisreichen Umgange damit, ist es für fast alle noch ein weiter Weg.

Ähnlich der Problematik mit der Festigkeit und zuvor oder auch dazugehörig, die Ebenen zu unterscheiden (unterscheiden zu können oder auch zu wollen), ist es eine andere und ähnliche Sache, vom Willensaspekt sich irgendwo hinein zu begeben.

Ein Beispiel dahingehend wäre, wenn man sich zwar bis in gewisse Ebenen hineingestreckt hat, diese dann aber versäumte zu pflegen, so wird man leicht in das absorbiert werden, wo jeweiliges eine Pflege erfährt. Man würde dort quasi hineinfallen und gleiten, jedoch sicher nicht zur Freude aller.

Denn wie die richtige Ernährung zum äußeren Überleben nun gehören mag, so sind auf anderen Ebenen gewisse Dinge in ähnlicher Weise zugehörig und erforderlich, andernfalls ist man darauf angewiesen, dass es dort mitgepflegt wird, wo es eine Pflege erfährt. Und hat man nun keinen Bock darauf, dann sollte man sich lieber dieser Ebenen ganz enthalten.

Wie schon Meister D.K. äußerte, möchten viele lieber auf ein bestimmtes Chakra den ganzen Tag meditieren, sagen wir, sich mit ständiger Ausrichtung auf Chakra Nr. 9, anstelle auch nur ein wenig liebende Güte zu praktizieren. Oder auch die gewöhnliche Pflege ihrer selbst oder des Alltags und des unmittelbaren Umfeldes oder auch Haushalts nachzukommen. Als würde eben all dieses unter der eigenen spirituellen Würde liegen, sich mit derlei überhaupt abgeben zu müssen.

Allerdings wenn man nur rumpfuscht und rumsumpft, ist es nicht so, dass man in seiner Ausrichtung auf Chakra Nr. 9, in seiner Transzendenz unfassbar wäre, sondern es landet alles, was der Pflege bedarf, bei seinen liebsten Nächsten. Und keiner braucht allerlei Ungepflegtheiten bei sich stecken haben oder vorfinden, ob es nun Chakra Nr. 9 oder sonstige feinstoffliche Bereiche sind.

Es ist und bleibt dabei, vor dem Allgemeinen, kommt zunächst alles Notwendige, bis es bedient ist. Andernfalls geht es zunächst auf Kosten anderer, späterhin und auf der anderen Seite, hat man dann lauter Rechnungen und wird lange zu nichts anderem mehr kommen, als diese zu begleichen.. und das witzige ist dann, alles worum man sich massiv bemühte, ist dann der natürliche Zustand, in einem noch weitreichenderen Umfange sogar... nur wozu und worum hatte man sich dann so sehr darum bemüht, anstelle dessen, was einem als natürliche Aufgabe oblag?!

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Gottes ist die Schöpfung - KiW 1:3:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 28 2017, 01:50

Ein Kurs in Wundern - T 1:3:2

"Himmel und Erde werden vergehen" bedeutet, dass sie nicht als getrennte Zustände weiter bestehen werden. Mein Wort, das die Auferstehung und das Leben ist, wird nicht vergehen, weil das Leben ewig ist. Du bist Gottes Werk, und Sein Werk ist ganz und gar liebenswert und ganz und gar liebevoll. So muss ein Mensch in seinem Herzen über sich selbst denken, weil das ist, was er ist.
---
Vieles kann mit einer leichten Umdeutung plötzlich eine ganz andere Wendung im neuen Licht der Betrachtung finden. Wie lange etwas auf eine Art und Weise auch betrachtet worden ist, plötzlich ist da eine Tür, die vielleicht auch schon immer war, nur nicht vernommen worden ist, weil man sie nie angeschaut hatte.

Wenn alle Gegensätze aufgehoben sind, dann besteht zwischen Links und Rechts kein Artenunterschied mehr. Im äußeren mögen diese immer bestehen bleiben, doch von der Wesensessenz und dem Inneren her nicht. Denn folgte man lange genug dem Ursprung, dann gäbe es keine Abzweigung mehr.

Also auch mit dem Unten und Oben, ist die Lücke aller Erkenntnis geschlossen zwischen beidem, dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen dem, was als Inkarniert oder außerhalb einer Inkarnationsreihe stehen mag. Denn es gibt einen Bezug zur Seele, von dem etwas hervorgerufen wurde, ist man darin, dann gibt es kein außerhalb dessen. Und es verliert alles die Bedeutung, die man diesem dem äußeren Wesen nach gibt, denn dass Innere wie Äußere Wesen sind dann zugleich und eins.

Ja, man sollte stets liebevoll über sich denken, in seinem eigenen Herzen, denn die eigenen Gedanken hören nicht auf die eigene Realität mit zu gestalten.

Ja, es könnte sein, wie man es sich denkt, doch nur, wenn man Gedanken dächte, die nicht wider die Gottes wären, sondern in Übereinstimmung mit den Seinigen.

Ja so könnte man alle Ebenen nach ihrer Weise einbeziehen, so wäre dieses Denken zugleich wie Gesetz. Allerdings, was wäre nur mit allen dummen Gedanken dann? So lange wie man bereit ist diese hervorzubringen?

Gott sei Dank, zählt das also, was Gott will mehr und stets länger, als eben das, was von der darin eingebetteten Schöpfung hervorgebracht wird. Es war zuerst da und wird daher länger sein, als das was darin ist, oder mindestens ebenso lange. Und das ist auch gut so. So bleibt die Schöpfung in Gott erhalten. Wäre ja schlimm, wenn's in der Hinsicht anders wäre...

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Eine gemeinsame Welt - KiW 1:2:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 30 2017, 01:06

Ein Kurs in Wundern - T 1:2:1

Die Offenbarung bewirkt eine vollständige, aber zeitweilige Aufhebung von Zweifeln und von Angst. Sie spiegelt die ursprüngliche Form der Kommunikation zwischen Gott und Seinen Schöpfungen wider, die das äußerst persönliche Gefühl des Erschaffens einbegreift, welches manchmal in körperlichen Beziehungen gesucht wird. Körperliche Nähe kann das nicht erreichen. Wunder hingegen sind im echten Sinne zwischenmenschlich und führen zu wahrer Nähe mit anderen. Die Offenbarung vereint dich unmittelbar mit Gott. Wunder vereinen dich unmittelbar mit deinem Bruder. Weder das eine noch das andere geht vom Bewusstsein aus, beide aber werden dort erfahren. Bewusstsein ist der Zustand, der Handlungen bewirkt, obschon es sie nicht inspiriert. Es steht dir frei, zu glauben, was du willst; und was du tust, bezeugt, woran du glaubst.
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Es stimmt, nichts Unwirkliches braucht gar nicht widerlegt zu werden, es reicht, wenn keiner mehr daran glaubt. Allerdings benötigt das Wirkliche durchaus unseren Glaubens. Nicht weil es ohne den nicht sein könnte, denn es zeichnet sich ja in seiner Wirklichkeit eben dadurch aus, dass es ohne bezeugt werden zu brauchen, ist und besteht. Vielmehr geht es darum, dasjenige für uns selbst wirklich zu machen.

Angst macht es aus, etwas nicht so akzeptieren zu können, wie es ist. In dem Zusammenhang geht es um die rein psychologische Betrachtung, etwas zu erkennen, weil es so ist, oder etwas nicht für sich erkennen zu wollen, weil man Angst hat, die eigene Vorstellung allein davon loszulassen.

Wenn man eine Alternativrealität für sich psychologisch erzeugt, begegnet man den Dingen nicht so wie sie sind. Realität heißt in dem Falle, dass alles einen tatsächlichen Bezug hat, zu mehr als nur unserer Vorstellung dieser Dinge.

Doch wollte man in einer gemeinsamen Welt sein, dann ist klar auch, dass nicht jeder diese nach seinem belieben gestalten kann. Nicht sich selbst als Grund kann man annehmen, sondern immer zuerst das Gemeinsame. Und ist man diesem gerecht geworden, kann man sich auf seine eigene Seite erst besinnen.

Es käme also dem Nahe, dass alles Wirklichkeit hat und man diesem nicht entweichen könnte. Jedenfalls fürs Gesamtverhältnis. Man kann sich also keine Welt erträumen, und dieses hätte dann Realität zu sein, sondern kann dann nur immer von dem ausgehen, was da ist.

Daher ist es mehr die Frage, ist man wirklich dazu bereit, in einer schönen gemeinsamen Welt zu Leben? Und sich daher stets immer hintenan zu stellen, weil es anders nicht aufgehen kann.

So mag es viel esoterische Schönfärberei einer neuen Welt geben. Allerdings ist die Frage, wie weit eben diese, dazu beitragen würden, eine gemeinsame Welt aufzubauen, und stets die eigenen Vorstellungen diesem gemeinsamen Einen zu opfern, oder vielleicht zu den Plagegeistern zu werden, die es aufgrund von Wunschvorstellungen eigentlich mehr verhindern, als diese gemeinsame schönere Welt zu ermöglichen (die schon gar nicht allen Wunschvorstellungen überhaupt entsprächen können kann)?!

Devino Melchizedek

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