Ein Kurs in Wundern

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Bereitwilligkeit zum Üben - KiW 15:4:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 12 2017, 01:01

Ein Kurs in Wundern - T 15:4:2

Dein Üben muss deshalb auf deiner Bereitwilligkeit gründen, die ganze Kleinheit loszulassen. Der Augenblick, in dem dir die Größe dämmert, ist nur so weit entfernt wie dein Verlangen nach ihm. So lange, wie du nicht nach ihm verlangst und dir stattdessen die Kleinheit lieb und teuer ist, um so viel ist er fern von dir. Um so viel, wie du ihn willst, bringst du ihn näher. Glaube nicht, dass du die Erlösung auf deine eigene Weise finden und haben kannst. Gib jeden Plan, den du für deine Erlösung gemacht hast, im Tausch für Gottes Plan auf. Seiner wird dich zufrieden stellen, und nichts sonst kann dir Frieden bringen. Denn Friede ist von Gott und von niemanden außer Ihm.
---
Es geht hierbei sicherlich nicht ums Verlangen im Sinne eines Begehrens. Das wäre dann ohnehin nur Persönlichkeit. Sondern die Bereitwilligkeit den Sinn für das größere Gesamte zu entwickeln und sich im Sinne des Größeren zu betätigen. Und so wie man sich dafür, statt im Sinne von bloß Eigeninteressen, betätigt, entwickelt sich auch der Sinn für dieses in natürlicher Weise mit.

Und wie sehr man also auch z.B. auf irgend eine Einweihung aus wäre, wird man sie alleine nicht erreichen. Man erreicht überhaupt keine Einweihung allein, auch wenn man doch letztlich alles dafür tuen tut.

Pflicht ist der erste Einweiher, und dieses ganz mit Recht. Eine Einweihung kommt über Nacht, heißt, dann, wenn man gar nicht mit ihr rechnet. Und meist realisiert man auch erst hinterher, was vorgefallen ist. Ausgenommen vielleicht es gibt wesentliche Gründe dafür, dass man weiß, was von statten geht. Meistens jedoch wohl nicht.

Eher also in dem man sich im Sinne des größeren Gesamten einsetzt und darin völlig aufgegangen ist, und sich selbst in der Weise durch Übung damit, die Größe beibringt. Sich also in gewisser Weise in der Erfahrung damit, von der Größe selbst überzeugt hat, erschließt sich diese als die eigene oder in welcher Weise man daran Anteil hat.

Auch wird die wesenhafte Größe dann da sein, wenn man sich entsprechend dafür einsetzt. Anders gesagt, es hat nichts mit Privatvergnügen oder lediglich einigen persönlichen Privilegien zu tuen. Gar nicht!

Es liegt an der Einbeziehung des Größeren vermittelst der eigenen Seele. Wenn diese also bei der jeweiligen Sache ist und damit arbeitet, und für gewöhnlich auch nur so lange, wie die Seele damit arbeitet und dieses einbezieht. Ist also etwas ganz anderes, als das, wonach einem wäre, ganz nach Lust und Laune oder Stimmung. Im gewissen Sinne alles nur Übungspfad, immer, vor allem immer, wenn es vergänglicher Natur ist, welcher Art auch immer.. und an sich kann es auch nur so oder so ähnlich sein darum...

Devino Melchizedek

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Wenn die Gesetze des Göttlichen regieren - KiW 15:6:5

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 15 2017, 02:03

Ein Kurs in Wundern - T 15:6:5

In der Welt des Mangels hat die Liebe keine Bedeutung, und Frieden ist unmöglich. Denn sowohl Gewinn als auch Verlust werden akzeptiert, und so ist niemand gewahr, dass vollkommene Liebe in ihm ist. Im heiligen Augenblick erkennst du die Idee der Liebe in dir wieder und vereinst diese Idee mit dem Geist, der sie gedacht hat und nicht aufgeben konnte. Dadurch, dass sie in sich selbst bewahrt wird, gibt es keinen Verlust. So wird der heilige Augenblick zu einer Lektion, wie du alle deine Brüder in deinem Geist halten kannst und nicht Verlust erfährst, sondern Vollständigkeit. Und daraus folgt, dass du nur geben kannst. Und das ist Liebe, denn allein das ist natürlich nach Gottes Gesetzen. Im heiligen Augenblick obsiegen die Gesetze Gottes, und nur sie haben Bedeutung. Die weltlichen Gesetze hören auf, noch irgendetwas zu bedeuten. Wenn der Sohn Gottes die Gesetze Gottes als das annimmt, was er freudig will, kann er unmöglich gebunden sein noch irgendwie begrenzt.
---
Nach den Gesetzen des Gottes ist jeder mehr, als er tragen könnte. Dadurch begrenzt sich jeder in einer mehr oder weniger natürlichen Weise nur selber mehr, als er sein könnte.

Der Verlust des einen, ist der Gewinn eines anderen. So lehrt die Welt, in der Überzeugung ihrer Begrenztheit. Der Gewinn aller, ist auch der Gewinn des Einzelnen. Gemäß der Lehre der weiter reichenden geistigen und Göttlichen Gesetze.

Wenn der Sohn Gottes sich selbst erkennt, dann erkennt er sich immer als Summe der Sohnschaft, was dann einen Teil seiner Identität bildet. Diese Selbsterkenntnis löst die Beschränktheit der Welt auf und lässt sie wie Schatten verblassen. Wie Schatten, die ihre angsteinflößenden Wirkungen welche durch Assoziationen hervorgebracht werden, verlieren, sobald sie vollständig in Licht gehüllt wurden.

Die Liebe Gottes ist in uns allen, und sie ist es, die uns unsere Freiheit garantiert. Denn was wäre, wenn Gott selbst sich fürchtete durch uns seines Platzes bedroht oder beraubt zu sein, anstelle sich durch uns erweitert zu sehen?

Das kann nicht passieren. Und deswegen können die Gesetze, die die Welt heutzutage diktiert, nicht in dieser Weise die Gesetze des einen Gottes oder des Göttlichen an sich sein. Wir lehren uns unsere Grenzen aufzuzeigen selber, nicht Gott durch oder in uns.

Doch sind wir darüber hinaus auch in der Lage uns die Gesetze Gottes zu eigen zu machen. Es könnte keiner irgendjemandem etwas wegnehmen, wenn keiner daran oder darin einen Glauben setzen würde, und alle lediglich mit Geben beschäftigt wären. Auch könnte dann nirgends irgend ein Mangel entstehen, der uns etwas anderes lehren könnte.

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Heiligung - KiW 15:9:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 16 2017, 01:21

Ein Kurs in Wundern - T 15:9:3

Im heiligen Augenblick, in dem die Großen Strahlen im Bewusstsein den Körper ersetzen, wird dir das Erkennen von Beziehungen ohne Grenzen zuteilt. Aber um dies zu sehen, ist es nötig, jede Verwendung aufzugeben, die das Ego für den Körper hat, und die Tatsache zu akzeptieren, dass das Ego keinen Zweck hat, den du mit ihm teilen möchtest. Denn das Ego möchte jeden für seine eigenen Zwecke auf einen Körper begrenzen, und solange du denkst, es habe einen Zweck, wirst du beschließen, die Mittel zu benutzen durch die es seinen Zweck zu erreichen sucht. Er wird nie erreicht. Es wird dir aber sicher klar geworden sein, dass das Ego, dessen Ziele ganz und gar unerreichbar sind, sie mit aller Macht anstreben wird, und das mit der Stärke, die du ihm gegeben hast.
---
Das Ego mag es so handeln wollen, dass es allem nur den eigenen Zweck zuordnen möchte, um darnach auch den Wert einer jeden Beziehung zu bemessen sucht. Doch manches ist so aufgestellt oder der Beschaffenheit nach, dass es nur der Allgemeinheit oder jeweils für mehrere zugleich gilt, und darin kann eine gewisse Erlösung und Befreiung vom negativen Ego liegen, wenn und weil es das/etwas nicht für sich verwenden kann.

So ist es auch mit den großen Strahlen, denn sie leuchten hin oder etwas weg, sie führen etwas zusammen oder differenzieren es. Doch nichts davon betrifft das negative Ego so, dass es sich dessen eindeutig bewusst würde.

Man sollte keinen reinen Zweckbeziehungen eingehen, und zumindest darauf achten, dass immer genug Raum auch für anderes bliebe. Sei es das Zwischenmenschliche, wenn sehr viel mehr nicht greifen wollte oder sollte. Denn sonst wird man nie glücklich damit werden.

Denn man weiß es doch vor sich selbst, wenn man es sich ehrlich eingesteht, wie es worum steht. Unabhängig ob man anderen etwas vorzumachen vermag, oder sie es ihrerseits selbst so machten. Man weiß es zumindest, was etwas für einen selber bedeutet.

Man heiligt sich mit allem, soweit es möglich bliebe dadurch, oder verdirbt jeweiliges für sich. In der Weise wie man es verwendet und gebraucht und sich so darin glauben machte.

Nichts besteht doch nur für einen selber, von dem, was wirklich ist. Denn es ist erst wirklich wirklich, weil es miteinandergeteilt wird oder es können kann, wenn auch nicht immer müssen muss.

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Den Himmel im Gebäck genügt - KiW 15:9:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 17 2017, 01:09

Ein Kurs im Himmel - ähm - in Wundern - Te 15:9:5

Wenn du den Heiligen Geist dir nur von Gottes Liebe berichten lassen würdest und vom Bedürfnis deiner Schöpfungen, immerdar bei dir zu sein, dann würdest du die Anziehungskraft des Ewigen erfahren. Niemand kann Ihn davon sprechen hören und noch lange hier verweilen wollen. Denn es ist dein Wille, im Himmel zu sein, wo du vollständig bist und ruhig, in so sicheren und liebevollen Beziehungen, dass jede Begrenzung unmöglich ist. Möchtest du deine kleinen Beziehungen nicht dafür eintauschen? Denn der Körper ist klein und begrenzt, und nur die, die du ohne die Grenzen siehst, die das Ego ihnen auferlegt, können dir die Gabe der Freiheit anbieten.
---
Tja, man kann sich bloß selber ehrlich Fragen, welche Rolle man wem in seinem Umfelde zuschreibt und warum, sowie für welche Zwecke man was (unter)hält. Und dies ist es, was man selbst in die Verhältnisse und Beziehungen hineinlegt und hineingibt oder bringt.

Hat am Ende also vor allem mit einem selber doch zu tuen. Und jeder darf sich dann einst es ehrlich anschauen und entscheiden, ob er länger daran festhalten und dieses wirklich behalten möchte, oder aufgeben und gegen eine andere Sichtweise eintauschen.

Es bleiben einem die eigenen Schöpfungen, denn sie ähneln einem am meisten, und entsprechen der eigenen Sprache am besten. Sie fühlen sich zu einem am stärksten daher hingezogen, weil man vom selben spricht und kündet, wie diese selbst.

Doch der Himmel wird nicht unbedingt dadurch näherrücken und erreicht, weil man allem anderen entflieht, und sich quasi in Abrahams Schoß begibt und niederlässt.

Der Himmel ist auch hier und jetzt zugleich. Nur noch etwas mehr sogar dies, als man es selbst dann ist, wenn man nicht darin ist. Und hat man diesen wirklich erblickt und erreicht, dann ist er überall auch mit einem.

Man muss nirgends hingehen, und man braucht auch nichts zu erreichen. Es braucht nur das da zu sein, was da ist, und man sich bloß selbst in dem Moment genügen.. und mehr auch nicht...

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Sprache des Geistes - KiW 15:9:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 19 2017, 01:38

Ein Kurs in Wundern - T 15:9:7

Wenn der Körper aufhört, dich anzuziehen, und du ihm keinen Wert mehr beimisst als einem Mittel, um irgendetwas zu bekommen, dann wird es keine Störung in der Kommunikation mehr geben, und deine Gedanken werden so frei sein wie diejenigen Gottes. Indem du den Heiligen Geist dich lehren lässt, wie du den Körper nur zu Zwecken der Kommunikation nutzen kannst und auf seine Verwendung für die Trennung und den Angriff verzichtest, die das Ego in ihm sieht, wirst du lernen, dass du den Körper gar nicht brauchst. Im heiligen Augenblick gibt es keine Körper, und du erfährst nur die Anziehungskraft Gottes. Indem du diese als ungeteilt annimmst, verbindest du dich gänzlich mit Ihm, in einem Augenblick, denn du setzt deiner Vereinigung mit Ihm keine Grenzen. Die Wirklichkeit dieser Beziehung wird zur einzigen Wahrheit, die du je wollen könntest. Die ganze Wahrheit ist hier.
---
Irgendwo wen umrennen, auch wenn man sich damit meinte in eine vorteilhaftere Position zu bringen, heißt doch nur sich zu verstricken. Vorteilhafter wäre es sicherlich, sich weniger oder gar nicht zu verstricken (wie rum auch immer).

Denn es greifen ja bei vielem mehrere Ebenen ineinander. Und selbst also wenn man auf einer Ebenen, meist das nur, worauf man sich fokussiert, einen Vorteil also davon hätte, sodann auf einer anderen Ebene ist alles vielleicht nur vermanscht oder zu Bruch gegangen.

Auch wenn man also keinerlei Gewahrsein davon hätte, womöglich nur, weil man es auch gar nicht wissen möchte, dieses alles wieder herzurichten und zu lösen, kann den kleinen Vorteil zu einem riesen Nachteil verwandeln. Nur dass man von diesem nichts ahnte.

Es ist nicht ratsam einen Körper als eine Waffe zu verwenden, und damit irgendwo rein zu rasseln, wo es nicht hingehörte, zu sein. Und nur Schaden zu stiften, um sich hinterher dort vorzufinden, wo man nie sein wollen wollte, es jedoch darf, weil man dorthin sich verstreut hat. Körper sind Kommunikationsmitteln und keine Waffen, und so auch dementsprechend konstruiert oder konstituiert. Jeder Geist verwendet alles in der Weise, wie es ihm und seiner innersten Wesensart entspricht.

Für den einen ist alle Art von Körperlichkeit bereits eine Art von trennendem Erlebnis. Für einen anderen ist es eine Art von Waffe oder Mittel sich etwas zu verschaffen, was vermutlich als glückbringend angesehen wird. Jedoch von der Natur der Sache schon her, muss es bedingt sein und bleiben. Und somit ist es meist von Leid und Kummer nicht zu lösen, denn es ist nur vergänglicher Natur und ein daraus herauslösen ein notwendiger Prozess.

Ist der Umgang also mehr vergeistigter Art, dann wird es einfach nur mehr zu etwas vom Eigeninteresse her gesehen, zu etwas neutralem, und wird nur noch als ein Kommunikationsmittel aufgefasst. Denn Geister in ihrem Element befindlich, kommunizieren ununterbrochen mit allem. Und dann stellt sich erst sehr viel später die Frage: Ist man gemäß seiner Geisteshaltung genug Geist, um auch ohne körperliche Zustände kommunizieren zu können?

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Loslassen - KiW 15:10:9

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 22 2017, 01:28

Ein Kurs in Wundern - T 15:10:9

Es wird dir nicht gelingen, eine partielle Geisel des Ego zu sein, denn es hält keinen Handel ein und lässt dir nichts übrig. Und du kannst auch nicht ein partieller Gastgeber für es sein. Du musst zwischen totaler Freiheit und totaler Knechtschaft wählen, denn es gibt keine Alternative außer diesen. Du hast viele Kompromisse erprobt in dem Versuch, das Erkennen der einzigen Entscheidung, die du treffen musst, zu vermeiden. Und dennoch ist es das Erkennen der Entscheidung, genauso wie sie ist, was die Entscheidung so leicht macht. Die Erlösung ist einfach, da sie von Gott ist, und deshalb sehr leicht zu verstehen. Versuch nicht, sie von dir weguzprojizieren und außerhalb von dir zu sehen. In dir liegen sowohl die Frage als auch die Antwort, die Forderung nach Opfer als auch der Frieden Gottes.
---
Es ist ganz einfach, das (negative) Ego, lässt freies agieren nicht zu, so lange etwas der Doktrin des Ego nicht entspricht und die Wichtigkeit des Ego nicht anerkennt.

Somit ist es sowohl den Ereignissen der Vergangenheit verpflichtet, womit das Ego die eigene Identität sichern möchte, als auch der Schuld.

Das negative Ego sieht seine Identität durch Schuld mit am besten gesichert. Denn das was schuldig und sündig ist, hat gemäß dem Ego keine Befreiung verdient.

Und dadurch, dass dieses dann nach außen auf andere projiziert wird, hat das Ego alles getan, um sich nicht nur die Identität zu sichern, sondern auch zusätzlich von sich selber abzulenken.

Somit wurde allerdings auch die Möglichkeit der Befreiung hinausprojiziert, und befindet sich außerhalb des eigenen Verantwortungsbereichs. Und ist dadurch außerhalb der eigenen Handlungsmöglichkeiten platziert, um sich so als Opfer äußerer Umstände sehen zu können, und diesem die Schuld für alle Umstände geben zu können.

Niemand außer einem selber, bindet einen an die Situation, in der man sich befindet (dem Grundsatz nach), als auch im übertragenen sowie weitreichendem oder direktem Sinne...

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Der Friedensfürst - KiW 15:11:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 23 2017, 01:28

Ein Kurs in Wundern - T 15:11:7

Im heiligen Augenblick ist die Bedingung für die Liebe erfüllt, denn Geist verbindet sich mit Geist ohne die Störung durch den Körper, und wo Kommunikation ist, da ist Frieden. Der Friedensfürst wurde geboren, um die Bedingung für die Liebe wiederherzustellen, indem er lehrte, dass die Kommunikation ununterbrochen bleibt, selbst wenn der Körper zerstört wird, vorausgesetzt, du siehst den Körper nicht als notwendiges Mittel für die Kommunikation an. Und wenn du diese Lektion verstehst, wird dir Folgendes klar: Den Körper opfern heißt nichts opfern, und die Kommunikation, die immer vom Geist ist, kann nicht geopfert werden. Wo ist das Opfer dann? Die Lektion, die zu lehren ich geboren wurde und die ich nach wie vor all meine Brüder lehren möchte, ist, dass Opfern nirgends und Liebe überall ist. Denn die Kommunikation umfasst alles, und im Frieden, den sie wiederherstellt, kommt die Liebe von selbst.
---
Kommunikation recht aufgefasst, heißt wohl soviel wie eine Art möglichst präzisen Austausches. Ohne nennenswerte Äquivokation, dessen Bespiel das Spiel der stillen Post wäre, wo ein Bruchteil der zu übermittelnden Informationen immer mehr auf der Strecke bleibt, je länger die überbrückende Strecke wird.

Denn ein jeder Körper, selbst wenn zu seinen vorwiegenden Zwecken die Kommunikation zählt, ist im Vergleich zu reinem Geist, für eine gewisse Äquivokation anfällig. Da zwischen zwei verschiedenen Körpern auch eine gewisse zu überbrückende Distanz vorhanden ist, weil es sich um zwei Körper handelt. Im Geiste ist der Austausch in reiner und vollständiger Weise gegeben und Äquivokation entfällt dadurch. Daher gibt es auch keine Unklarheiten, und der Frieden und die Liebe können Einzug halten.

Natürlich kann man sich nicht ausschließlich in einem bestimmten Körper identifiziert und zentriert, und annehmen dieser sei allein ausschlaggebend für Kommunikation, nur weil man selbst daran gehaftet ist. Oder in dem man tatsächlich im Geiste kommuniziert, doch annehmen, die Kommunikation müsse nun in einem bestimmten Körper in bestimmter Weise vernommen werden.

Frieden ist dann dort, wo es nichts mehr zu sagen gäbe. Undzwar in der Weise, weil es nichts zu sagen gibt, weil es nichts gibt's was noch gesagt werden wollte oder sich in einem ungeklärten Zustande befindet.

Somit ist der Friedensfürst derjenige, der dem Geiste gleich alles kommuniziert, bis alles irgendwo zugehörige ausgetauscht ist, und so gibt es keinen Konflikt der dem Frieden oder der Liebe hinderlich wäre.

Kommunikation wie die dem Geiste nach wäre, erfordert natürlich ein Höchstmaß an Ehrlichkeit. Vor allem mit sich selbst zuerst. Denn erst müsste man ja dazu übergehen mit sich in vollständiger Kommunikation zu stehen, und allem was da ist. Wie wollte man sonst in vollständiger Kommunikation mit allem sein, wenn diese nicht zuerst in einem selbst vollumfänglich vorhanden ist?

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Abrechnung mit fanatischem Idealismus - KiW 16:1:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Okt 25 2017, 01:48

Ein Kurs in Wundern - T 16:1:1

Sich einfühlen bedeutet nicht, sich im Leiden zu verbinden - denn genau das musst du ablehnen zu verstehen. So deutet nämlich das Ego die Einfühlung, und diese Deutung wird immer dazu benutzt, eine besondere Beziehung herzustellen, in der das Leiden geteilt wird. Das Einfühlungsvermögen ist für den Heiligen Geist sehr nützlich, vorausgesetzt, du lässt es Ihn auf Seine Weise nutzen. Seine Weise ist ganz anders. Er versteht Leiden nicht und möchte, dass auch du lehrst, dass es unverständlich ist. Wenn Er durch dich in Beziehung tritt, tritt Er nicht durch dein Ego mit einem anderen Ego in Beziehung. Er nimmt am Schmerz nicht teil, weil Er versteht, dass die Heilung des Schmerzes nicht durch wahnhafte Versuche erreicht wird, in ihn hineinzugehen und ihn dadurch zu lindern, dass der Wahn geteilt wird.
---
Das Ego leidet auch besonders gern, denn es kann sich der Aufmerksamkeit so gewiss sein und sich besonders wichtig vorkommen dadurch. Und sich im Leiden suhlen, und versuchen andere zu nötigen selbiges zu erleiden, um zu zeigen, was man damit auf sich nimmt, obwohl es keinerlei Erfordernisse dazu gibt, ist ebenso bloß ein Werk des negativen Egos.

Wahnsinn und Hauptsache schön intensiv, dann muss es ja etwas besonderes bedeuten, lässt sich von Dummheiten aller Art kaum trennen. Denn wenn man zu blöde ist, etwas auf normale Weise zum Gewahrsein zu bringen, dann ist Intension kein Merkmal besonderer Eigenschaften.

Natürlich wird man einem Ego nie sagen können, dass es ein Ego ist, denn es wird sich immer für sonst was halten, und eine andere Erklärung die dem widerspräche, wird es nie an sich heranlassen, um nicht weniger dem Wahn zu verfallen als es ist, um sich mit der bloßen Realität nicht weiter abfinden zu brauchen.

Gott allein weiß es letztlich, was etwas ist und was etwas nicht ist. Der Läuterung wegen tritt man vor den Herrn, und wer bestehen kann, bleibt, was nicht, war nie.

Wahrhaftigkeit fühlt sich nicht besonders doll an, noch weniger kommt es sich selber besonders toll vor. Ebendarum weil es alle zugehörigen Seiten umfasst und sich so in jeder Hinsicht die Waagschalen hält.

So wiegt Wahrheit schwer und zugleich nichts. Nichts, weil es keinerlei Wichtigkeit auf sich selbst verliert, und schwer, weil es doch alles umfasst und nichts außer Acht lässt. Und dies in natürlicher Weise, weil es nichts mehr kostet, was bereits abgerungen und bezahlt ist. Wahrheit die wahrhaftig ist, ist bereits immer bezahlt.

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Die entscheidende Rolle - KiW L319

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 28 2017, 02:46

Ein Kurs in Wundern - Lektion 319

Ich bin für die Erlösung der Welt gekommen.


1. Hier ist ein Gedanke, von dem alle Arroganz entfernt worden ist und in dem nur die Wahrheit bleibt. Denn Arroganz widersetzt sich der Wahrheit. Doch wenn es keine Arroganz gibt, wird die Wahrheit unverzüglich kommen und den Raum ausfüllen, den das Ego durch Lügen unbesetzt gelassen hat. Nur das Ego kann begrenzt sein, und daher muss es nach Zielen suchen, die beschränkt und eingrenzend sind. Das Ego denkt, die Totalität müsse das, was einer gewinnt, verlieren. Und dennoch ist es Gottes Wille, dass ich lerne, dass das, was einer gewinnt, allen gegeben wird.

2. Vater, dein Wille ist total. Und das Ziel, das ihm entstammt, teilt seine Totalität. Welches andere Ziel als die Erlösung der Welt könntest du mir gegeben haben? Und was außer diesem könnte der Wille sein, den mein Selbst mit dir geteilt hat?
---
Alles, was einer gibt, im größeren Ganzen begriffen, wird allen gegeben und gewinnen alle, als größeres Ganzes verstanden.

Es wäre daher lediglich Arroganz, als Anteilseigner im und vom großen Ganzen, etwas daraus zu entnehmen, ohne etwas zur Erlösung einzuzahlen und beizutragen. Wenn man doch schon etwas vom großen Ganzen anfasst oder besitzt.

Wie das strahlen entfernter Sonnen, dessen Strahlen uns nach unzähligen Jahren erst antrifft und erreicht, während die Zeit selbst, wessen es entstammt und dessen Hauptzeit und Hochzeit bereits in dem Moment vergangen ist, so ist alles was das (negative) Ego antrifft und berührt, bereits etwas Vergangenes.

Das Ego denkt also, in dem es sich begrenzt, übt es die notwendige Bescheidenheit damit aus. Doch in Wahrheit möchte es die Wahrheit begrenzen in dem es sich daraus auszuschließen versucht. Statt eben den entscheidenden Beitrag beizusteuern, nachdem doch bereits Anteil am großen Gesamten besteht und angenommen wurde.

Darin liegt die wahre Arroganz also. Im Nehmen ohne zu geben! Nicht darin, dass man sich anmaßte eine entscheidende Rolle in der Erlösung zu spielen und anzunehmen oder anzutreten.

Denn wie man Anteilseigner vom Raum ist, der allen zuteil wurde, spielt und hat man bereits eine Entscheidungsrolle angenommen, in allem was da ist. Ja sogar ohne dieser wieder ausweichen zu können, außer man ist nicht, und wird nicht (mehr), und ward also auch nie. Weder mehr, noch weniger ist man dann für die Erlösung von allem was da ist, entscheidend (dadurch).

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Anteilnehmer einer Spezies - KiW 16:2:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 30 2017, 00:20

Ein Kurs in Wundern - T 16:2:2

Es besteht eine Tendenz, etwas zu fragmentieren und sich dann nur um die Wahrheit eines kleinen Teils des Ganzen zu kümmern. Das ist nur eine Weise, das Ganze zu vermeiden oder von ihm wegzuschauen zu dem hin, wovon du denkst, du könnest es besser verstehen. Denn das ist nur eine weitere Weise, wie du nach wie vor versuchst, dir das Verstehen vorzubehalten. Eine bessere und weitaus hilfreichere Art, über Wunder zu denken, ist folgende: Du verstehst sie nicht, weder als Teil noch als Ganzes. Doch wurden sie durch die getan. Deshalb kann dein Verständnis nicht nötig sein. Allerdings ist es unmöglich, etwas zu vollbringen, was du nicht verstehst. Und daher muss es Etwas in dir geben, das doch versteht.
---
Zwar mag man sich spezialisieren, oder für etwas als gesondert tauglich befunden werden, worauf aufgesetzt und womit gearbeitet werden kann, doch gibt es auch so manches, was für alle unvermeidlich bleibt.

Soweit etwas zum größeren Gesamteren gehört, was allen gemeinsam ist, und als das verbindende Element z.B. gilt, ist es für einen als Anteilhaber an diesem Gesamteren also auch unumgänglich.

Auch gibt es solches was unvermeidlich zu einer Gattung gehört, und als Teilnehmer jeweiliger Spezies, kann man sich daraus selbst nicht ausnehmen. Denn es gibt kein Sondersein.

Man kann sich nicht dadurch, dass man auf eine höhere Art verweist, von was auch immer, sich etwas auf Kosten anderer Art herausnehmen. Man wirtschaftet so lediglich seinen eigenen Anteil an diesem Gesamteren ab, und belastet oder schadet ggf. dem Gesamten.

Denn letztlich gebraucht man die Dinge jeder Art, nach bloß seiner Art. Doch kann man weitere Dinge einer jeden Art, die einem möglich sind, nach den Begebenheiten und Verhältnissen konstituiert einbringen.

Es ist auch nicht erforderlich zu wissen, was alles wann dabei ist. Denn das sich selbst kennende Element, wird schon das tuen, wozu es da ist, wenn es dafür da ist. Man braucht nur anständig und vernünftig die Verhältnisse wahren, dann ordnet sich alles irgendwo dem eigenen Umgang damit gemäß auf natürlichere Art und Weise...

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Gegenwart und Vergegenwärtigung - KiW 16:3:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 31 2017, 23:27

Ein Kurs in Wundern - T 16:3:3

Zeigt dir die Tatsache, dass du nicht gelernt hast, was du lehrtest, denn nicht, dass du die Sohnschaft nicht als eins wahrnimmst? Und zeigt sie dir nicht auch, dass du dich selber nicht als eins betrachtest? Es ist nämlich unmöglich, ohne die geringste Überzeugung mit Erfolg zu lehren, und ebenso unmöglich, dass die Überzeugung außerhalb von dir liegt. Du hättest niemals Freiheit lehren können, wenn du nicht an sie geglaubt hättest. Auch muss es so sein, dass das, was du gelehrt hast, von dir selber kam. Doch dieses Selbst erkennst du eindeutig nicht, und du nimmst Es auch nicht wahr, obwohl Es funktioniert. Was funktioniert, muss da sein. Nur wenn du verleugnest, was Es bewirkt hat, kannst du überhaupt Seine Gegenwart verleugnen.
---
Nahezu alles wohl, liegt in der Gegenwart, an der Gegenwärtigkeit und der Art von Vergegenwärtigung. Denn was wurde je beschlossen, oder was je bewirkt, oder was hätte je sich überhaupt ereignen können, wenn es nicht in der Gegenwart geschehen wäre und seinen Moment der Gegenwart gehabt hätte?

Auch das Vergangene und das noch Künftige, hat eine Gegenwart, und ist sonst nicht, wenn dem so nicht wäre. Lediglich als in Ansehung vergehender Ereignisketten, ist es mal auch nicht gegenwärtig.

Also liegt's doch im wesentlichen auch an der entsprechenden Vergegenwärtigung, das etwas ist. Alles ist also da und gegeben, wenn es gegenwärtig gemacht wurde, wird und werden kann.

Eine Sache ist sich also Ereignisse zu vergegenwärtigen, eine andere ist es zudem noch, was man als seiner Selbst in die Gegenwart einbringen kann.

Auch die Sohnschaft selbst ist eine Art von Gegenwart von dem her, mittels derer man alles zu sich heranholt und sich zu diesem, was vom Himmlischen Vater dem Sohn bereitet ward und ist.

Und alles was der Sohnschaft nicht entspricht, ist mehr oder weniger nur ein Mangel der entsprechenden Vergegenwärtigung.

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Wie du dich selbst erkennst - KiW 16:3:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 02 2017, 01:17

Ein Kurs in Wundern - T 16:3:4

Dies ist ein Kurs darüber, wie du dich selbst erkennst. Du hast gelehrt, was du bist, aber hast dich von dem, was du bist, nicht lehren lassen. Du hast große Sorgfalt darauf verwandt, das Offensichtliche zu meiden und die wirkliche Ursache-Wirkung-Beziehung nicht zu sehen, die völlig augenfällig ist. Doch in dir ist alles, was du gelehrt hast. Was kann es also sein, das dieses nicht gelernt hat? Es muss der Teil sein, der wirklich außerhalb von dir ist, nicht durch deine eigene Projektion, sondern in Wahrheit. Und eben dieser Teil, den du hereingenommen hast, der bist nicht du. Was du in deinen Geist annimmst, verändert ihn nicht wirklich. Illusionen sind nur der Glaube an etwas, was nicht da ist. Und der scheinbare Widerspruch zwischen Wahrheit und Illusion lässt sich nur dadurch lösen, dass du dich von der Illusion trennst und nicht von der Wahrheit.
---
Wahre Stärke liegt also nicht darin, halbbewusst etwas zu plappern, sondern ganzbewusst sich darin zu erkennen und vollständig daraus zu lernen, was man von sich gibt und wie man sich darin selbst erkennt und selbiges aufnimmt/auffasst.

Natürlich lehrt man nur das, was in einem ist, denn wie wollte man etwas lehren, was man nicht kennt? Wie wollte man jedoch lehren, wenn man nichts lernt dabei? Wenn doch ein Lehrer stets doppelt lernt? Einmal für sich, und einmal für die anderen mit (in sich)?!

Hielte man sich also für zu schlau, um aus etwas zu lernen, dann wäre man es womöglich nicht selbst. Denn Lernen hört nie auf, es zeichnet vielmehr den gesunden Geist aus, der sich selbst bereit ist in allem, als alles, und sich so darin zu erkennen, weil er ist, was ist, und nicht ist, was nie war.

Selbstgewahrsein zeichnet sich vor allem nicht damit und darin aus, dass es irgendetwas nur lehrt (von sich gibt), sondern dass es stets selber etwas lernt und aufnahmebereit ist. Denn aus einem kann auch allerlei quillen, was man nicht ist, doch nicht mehr kann man fassen und in sich aufnehmen und vereinen, als man auch selbst ist.

Und hält man es so, dass man es nicht nötig hätte mehr zu lernen, dann ist man entweder vollständig vollständig, oder vollständig nicht mehr man selbst. Und jeder der ehrlich mit sich ist, weiß dies auch, und siehe da, er lernt, durch Einsicht sodann in und durch sich selbst.

Selbst Gott lernt aus allem, was er erschaffen hat und was da ist. Hielte man sich etwa für schlauer als Er? Selbsterkenntnis heißt selber lernen (vor allem)!

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Sei doch selber selbst - KiW 16:4:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 04 2017, 02:42

Ein Kurs in Wundern - T 16:4:6

Deine Aufgabe ist es nicht, nach Liebe zu suchen, sondern einfach, alle Schranken in dir selbst zu suchen und zu finden, die du gegen sie erbaut hast. Es ist nicht nötig, nach dem zu suchen, was wahr ist, aber es ist nötig, nach dem zu suchen, was falsch ist. Jede Illusion ist eine Illusion der Angst, welche Form sie auch immer annimmt. Und der Versuch, aus einer Illusion in eine andere zu entrinnen, muss scheitern. Wenn du die Liebe außerhalb von dir suchst, kannst du sicher sein, dass du in deinem Inneren Hass wahrnimmst und vor ihm Angst hast. Frieden jedoch wird niemals aus der Illusion der Liebe kommen, sondern nur aus ihrer Wirklichkeit.
---
Was man von dem suchte, im Äußeren, was man in sich hat, selbiges verleugnet man eben dadurch in sich. Ja müsste es ja dann auch, um danach wo anders auf die Suche zu gehen.

Oft genug wohl wird das gesucht, was gar nicht je nicht sein können könnte. Was wahr ist, ist es dann auch, wenn es nicht vernommen wird.

Doch wenn man auf die Suche danach geht, im irgendwo, statt dieses einfach vernehmen zu wollen, dann wird man es allein durch das herumgehen nicht finden. Ganz im Sinne von, um irgendwo anzukommen, müsste man zunächst anhalten.

Es nützt auch wenig etwas überdecken zu wollen, oder einen Ersatz zu suchen für etwas, wo man meinte, es wäre einem abhanden gekommen. Dauerhafte Einigkeit heißt dann wohl nur, nackt und verletzlich, jedenfalls vor sich selbst, zu sein und daran führt wohl kein Weg vorbei.

Denn sich was vorzumachen, was es dann auch immer sei, kann nur bedeuten, man ist sich nicht selbst. Und was auch immer man dann hinzunimmt, man ist dadurch nicht mehr selber selbst, wie viel es auch immer sein mag.

Am einfachsten ist es zu sich zu finden, in dem man einfach auf alles verzichtet, was man nicht selbst ist. Man braucht also gar nicht suchen. Denn entweder ist etwas, oder es ist nicht, oder etwas anderes bloß, was immer es dann auch ist...

Devino Melchizedek

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Alles ist in Mehrung und Ausdehnung begriffen - KiW 16:5:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 06 2017, 00:02

Ein Kurs in Wundern - T 16:5:7

Am eigenartigsten ist das Selbstkonzept, das das Ego in der besonderen Beziehung fördert. Dieses "Selbst" sucht die Beziehung, um sich vollständig zu machen. Doch wenn es die besondere Beziehung findet, in der es glaubt, es könne das erreichen, gibt es sich selber weg und versucht, sich gegen das Selbst eines anderen "einzutauschen". Das ist keine Vereinigung, denn da ist weder Mehrung noch Ausdehnung. Jeder Partner versucht, das Selbst, das er nicht will, für eines zu opfern, das er vorzuziehen glaubt. Und dann fühlt er sich schuldig für die "Sünde", zu nehmen und nichts von Wert zurückzugeben. Welchen Wert kann er einem Selbst beimessen, das er weggeben möchte, um ein "besseres" zu bekommen?
---
So manches das unter dem Himmel geschieht oder getrieben wird, kann schon sehr sonderbar sein. Es mag sich vielleicht mehr erschließen, wenn man selber erst einmal darin ist, doch ist es nicht alles auch wert, um ausprobiert zu werden, um dann selber der Erlösung zu bedürfen.

Es gibt da in der Bibel die Geschichte mit Jakob und seinem Bruder Esau.. wo Esau für ein fertiges Mahl die Segnungen des Erstgeborenen daher gibt, nachdem er ein wenig vom Hunger getrieben ward. So ähnlich verhält es sich mit vielen geistigen Dingen, wenn die selbstsüchtigen oder an sich nichtigen Belange überhand gewinnen.

Die Verlockungen des Greifbaren und Fassbaren können schonmal den Sinn benebeln, wenn man sich diesem zu lange und ausgiebig zuwendet und hingibt. Denn Masse einer Art, zieht oft und leicht noch mehr Masse der selben Art zu sich. Bis es in vieler Hinsicht überwiegt und überwältigend wird.

So dass man dieses oder jenes auch nicht außen vor lassen kann, selbst wenn man dann noch wollte, ohne davon bestimmt und hierhin oder dorthin getrieben zu werden. Und natürlich wird man es nicht selber merken, wenn nichts da ist, was ein Gegengewicht oder entsprechenden Willen dazu aufrechthalten kann.

Eines sollte man sich klar machen, es ist der Wille Gottes, der alles erhält. Denn durch seinen Willen ist überhaupt etwas da, ist Ausdehnung da, ohne welchen alles bloß auf einen kleinen Punkt sich zusammenziehen würde. Und dann wäre nichts mehr da.

Allerdings ist das Göttliche Beispiel ja nicht umsonst da. Es liegt an jedem Anteilnehmer und Anteilseigner seinen Teil in ähnlicher Weise beizutragen um diesem gerecht zu werden. Was auch sonst? Denn da ist irgendwann niemand mehr da, der mehr als man selbst fürs eigene Selbst gerade zu stehen hätte. Und wo irgendwann nichts ist, was dafür einsteht, da ist irgendwann nichts mehr und es schrumpft zu eben jenem Punkt zusammen, der dann auch dahinschwindet. Denn nichts ist umsonst da und umsonst einem gegeben...

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Übergang vom Individuum zur Allgemeinheit - KiW 16:6:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 08 2017, 00:34

Ein Kurs in Wundern - T 16:6:5

Du siehst die Welt, die du wertschätzt. Auf dieser Seite der Brücke siehst du die Welt getrennter Körper, die sich in separaten Verbindungen zusammenzuschließen und durch Verlieren eins zu werden suchen. Wenn zwei Individuen eins zu werden suchen, versuchen sie, ihre Größe zu schmälern. Jeder verleugnet seine Macht, denn die separate Verbindung schließt das Universum aus. Weit mehr wird außerhalb davon gelassen als hereingenommen, denn Gott wird außerhalb gelassen und nichts hereingenommen. Wenn eine einzige dieser Verbindungen in vollkommenem Glauben geschlossen würde, würde das Universum in sie eintreten. Doch die besondere Beziehung, die das Ego sucht, schließt nicht einmal ein einziges ganzes Individuum ein. Das Ego will nur einen Teil von ihm und sieht nur diesen Teil, sonst nichts.
---
Vieles bleibt daher eine Frage dessen, wie man es angeht. Manches davon auch, ob überhaupt, und an anderem kommt man nicht vorbei bzw. niemand kann an gewissen Dingen herum kommen.

Für eben solche Lektionen gibt es keinen Weg der zu lang wäre, denn dieser ist immer genau so lange, wie man dazu braucht um die Lektion zu erlernen.

Ein nicht geringer Grad an Schwierigkeiten entsteht und besteht an dem Übergang, wo es vom individuellen in etwas gemeinsames übergeht und in allerlei von Allgemeinem mündet.

Im Gegensatz dazu alles bloß zum eigenen Gebrauch zu verwenden, kann genau diese Art des Umganges bereits bedeutet, dass man es gegen andere verwendet. Denn dann ist das Allgemeine nicht nur für einen, sondern für alle da.

Bei vielem kann ein grundsätzlich guter und entwickelter Charakter viel kaschieren und über vieles hinweghelfen. Allerlei Selbstsucht ist in solche Verhältnissen dann nicht bloß eigener Gestaltungsspielraum, der einem zustünde, sondern ggf. Machtmissbrauch u.ä. Wie es sich am Beispiel eines Politikers zeigt, der meint seine individuellen Ansichten wären gleich zu setzen, mit allerlei Staatswesen und Notwendigkeiten des Volkes.

Manches kann man auch nicht vermitteln oder wirklich erklären, noch es in irgend einer Weise geben, wenn es nicht bereits irgendwo gegeben ist, wenn es nicht aus dem eigenen inneren her kultiviert wird. Denn wem nutzt ein guter Charakter eines anderen, wenn nichts daran gesetzt wird, den eigenen Charakter zu entwickeln!? Da kann das Beispiel noch so gut sein, wenn es keinen guten Willen gäbe sich dieses zum Beispiel zu nehmen, dann ist zumindest das Beispiel ebenso gut oder schlecht, wie irgend etwas völlig beliebiges...

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Gegebenheiten - KiW 16:6:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 08 2017, 23:22

Ein Kurs in Wundern - T 16:6:8

Befürchte nicht, dass du unvermittelt emporgehoben und in die Wirklichkeit geschleudert wirst. Die Zeit ist gütig, und wenn du sie zugunsten der Wirklichkeit nutzt, wird sie bei deinem Übergang sanft mit dir Schritt halten. Die Dringlichkeit liegt nur darin, deinen Geist aus seiner starren Position hier herauszulösen. Das wird dich nicht obdachlos und ohne Bezugsrahmen lassen. Die Desorientierungsphase, die dem eigentlichen Übergang vorangeht, ist weit kürzer als die Zeit, die es gedauert hat, deinen Geist so fest auf Illusionen zu fixieren. Die Verzögerung wird dich jetzt mehr verletzen als zuerst, einfach weil du begreifst, dass es eine Verzögerung ist und das Entrinnen aus dem Leid tatsächlich möglich ist. Finde Hoffnung und Trost statt Verzweiflung hierin: Du könntest selbst die Illusion von Liebe nicht lange in irgendeiner besonderen Beziehung hier finden. Denn du bist nicht mehr gänzlich wahnsinnig, und du würdest bald die Schuld des Selbstverrats als das begreifen, was sie ist.
---
Zeit hat man, allerdings sind die Gegebenheiten nicht beliebig, und zur gegebenen Zeit sollte die Lage so genommen werden, wie sie ist. Bedeutet, für alles gibt es seine Zeit, zusätzlich jedoch bedingt durch die Gegebenheiten.

Denn selbst wenn man sich also beliebig Zeit lassen mag, womit auch immer, so kann man nicht zusätzlich erwarten, dass man die Zeit anderer in gleicher Weise nach seinem belieben beanspruchen kann. Denn dem wäre so, wenn man erwartete, auch die Gegebenheiten hätten sich bloß nach einem selber zu richten.

So kann es also kommen, dass andere entsprechend weiter gehen und man dann mit ggf. neuen Gegebenheiten wird vorlieb nehmen dürfen oder auch müssen.

Der Ernst der Lage ist natürlich wichtiger als die persönlichen Belange oder individuellen Interessen. Denn für die letzteren bedarf es nicht mehr als eben dieser bloß, für bestimmte Gegebenheiten jedoch meist eines Zusammenspiels sowie unter Umständen verschiedener Ereignisketten die aufeinander abgestimmt wurden.

Oft wird der Fehler daher an der Stelle begangen, zu meinen, alles läge an den gewissen Individuen selbst nur. Und es wird versäumt zu beachten, dass meistens eine noch größere Rolle die Gegebenheiten spielen, wie sie im Sinne eines größeren Gesamteren zusammenlaufen.

Zeit mag also bis zu einem gewissen Grad auch illusorisch sein, doch die Gegebenheiten sind es meist nicht oder äußerst selten wohl. Und an eben der Stelle, weil diese mit dem Selbst im weitreichenden Sinne zu tuen haben, verletzt man sein Selbst oder begeht in dem Sinne Selbstverrat, wenn die Gegebenheiten außer Acht gelassen würden.

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Konstituierenden Bedingungen - KiW 16:7:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 10 2017, 01:03

Ein Kurs in Wundern - T 16:7:2

Die besondere Beziehung rächt sich an der Vergangenheit. Indem sie versucht, Leiden in der Vergangenheit zu beseitigen, übersieht sie in ihrer Beschäftigung mit der Vergangenheit und ihrer totalen Verpflichtung ihr gegenüber die Gegenwart. Keine besondere Beziehung wird in der Gegenwart erlebt. Schatten der Vergangenheit umhüllen sie und machen sie zu dem, was sie ist. Sie hat keine Bedeutung in der Gegenwart, und wenn sie jetzt nichts bedeutet, kann sie überhaupt keine wirkliche Bedeutung haben. Wie kannst du die Vergangenheit verändern, außer in der Phantasie? Und wer kann dir das geben, wovon du glaubst, die Vergangenheit habe es dir entzogen? Die Vergangenheit ist nichts. Suche nicht, ihr die Schuld für den Entzug zuzuweisen, denn die Vergangenheit ist vorbei. Du kannst nicht wirklich nicht loslassen, was schon vorbei ist. Daher muss es so sein, dass du die Illusion aufrechterhältst, dass es nicht vorbei ist, weil du denkst, es diene irgendeinem Zweck, den du erfüllt haben möchtest. So muss es denn auch sein, dass dieser Zweck sich in der Gegenwart nicht erfüllen ließe, sondern nur in der Vergangenheit.
---
Die Vergangenheit ist vorbei. Eigentlich sehr befreiend dieser Satz, denn was vorbei ist, braucht nicht mehr die Wirklichkeit zu bestimmen, wenn man es nicht selbst in die Gegenwart einbringt und dieser zuführt.

Ja, an gewissen Auswirkungen der Vergangenheit mag man vielleicht nicht herum kommen, wenn man der Vergangenheit bereits die Zukunft eingeräumt hat.

Auch kann es vorkommen, dass man einen Teil des Künftigen, in der Vergangenheit schon aufgebraucht und die Ressourcen bereits angewendet und genutzt hat. So hat man bereits bezahlt und bekommt die Quittung dann lediglich zugestellt.

Klar kann man sich sagen, man arbeitet alles irgendwann in Ruhe ab, wenn etwas nicht ganz so leicht von der Hand gehen will oder gelingen möchte. Allerdings ist es mit fast allem so, dass es in der Gegenwart und unter den zugehörigen Gegebenheiten doch mit die wirksamsten und umfassendsten Möglichkeiten dabei hat. Welche sich auch nicht mehr mitnehmen lassen, wenn die Gegebenheiten sich verändert haben.

Man kann wohl an Vergangenheit wie Zukunft nur wenig direkt ändern, man weiß auch nicht, was wo mal hinzukommen oder entfallen kann, und dadurch die Mittel mit diesem. Oder wie weit sich etwas anders konstituiert und unter welchen Bedingungen man sich dann vorfindet.

Also bleibt einem sowieso nur zu tuen, was zu tuen ist. Und am besten dann, wenn es ansteht. Denn die Vergangenheit lässt sich nicht einholen, außer man geht rückwärtsgewandt vorwärts, und lässt damit zugleich die aktuell gegebenen und effektivsten Mittel gleich mit auf der Strecke, und die Künftigen Mittel gleich mit dazu gegebenenfalls...

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Vergleiche und Gegensätze - KiW 16:7:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 14 2017, 01:53

Ein Kurs in Wundern - T 16:7:6

Gegen die wahnsinnige Vorstellung, die das Ego von der Erlösung hat, legt der Heilige Geist sanft den heiligen Augenblick hin. Wir sagten schon, dass der Heilige Geist durch Vergleiche lehren muss und Gegensätze anwendet, um auf die Wahrheit hinzuweisen. Der heilige Augenblick ist das Gegenteil des starren Glaubens des Ego an Erlösung durch Rache für die Vergangenheit. Im heiligen Augenblick wird verstanden, dass die Vergangenheit vorüber ist, und mit ihrem Vergehen ist der Drang nach Rache ausgerissen und verschwunden. Die Stille und der Frieden des Jetzt umhüllen dich in vollkommener Sanftheit. Alles ist vergangen, außer der Wahrheit.
---
Das negative Ego strebt auch Erlösung an, doch es kann diese nicht finden können. Denn es ist selbst nicht existent, dort, wo es Erlösung gibt.

Vieles würde wohl schnell aufgegeben und umgestaltet werden, wenn der Preis dafür, welcher erbracht werden muss um jeweiliges aufrecht zu erhalten, erkannt würde.

Wer wollte denn nicht eine schönere und strahlendere Zukunft vor und für sich wollen, und vieles von dem, was zwischen dieser besseren Zukunft stünde, gern dafür beiseite legen?

Doch in vielem ist es nur die Vergangenheit, und zwar die, an der festgehalten wird, dasjenige, was im Wege zu einer besseren Gegenwart und Zukunft steht.

Nebst vielleicht dem noch, dass es Auswirkungen für die eigenen Taten und Handlungen gibt und geben wird müssen. Denn sonst gäbe es auch kein Lernen aus allem, was man nach bloß eigenem Gutdünken tun und lassen könnte.

Zwar stimmt es, dass Gott allein handelt in den Handlungen, d.h. im Handlungsverbund, oben wie unten und was sich daraus nach links und rechts ergibt, doch ist dies natürlich keine Berechtigung, um sich dann lediglich auf selbstsüchtige Betätigung allein zu beschränken und sich in Pflichtvergessenheit zu üben.. auch ist Gott nicht für unseren eigenen Alltag zuständig, denn er hat seinen eigenen...

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Anspruch an sich selbst - KiW 17:1:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 16 2017, 01:40

Ein Kurs in Wundern - T 17:1:2

Nur dein Wunsch, die Wirklichkeit zu verändern, ist also Furcht erregend, weil du durch deinen Wunsch das, was du wünschst, erreicht zu haben glaubst. In gewisser Weise erkennt dieser seltsame Standpunkt deine Macht an. Dadurch jedoch, dass er sie verzerrt und dem "Bösen" weiht, macht er sie auch unwirklich. Du kannst nicht zwei Herren dienen, die miteinander in Konflikt stehende Dinge von dir fordern. Was du in der Phantasie benutzt, verweigerst du der Wahrheit. Was du aber der Wahrheit gibst, damit sie es für dich nutze, ist vor der Phantasie sicher.
---
Der Wunsch die Wirklichkeit (i.d.R. zu eigenen Gunsten in irgend einer Weise) verändern zu wollen, muss sich bereits in Konflikt mit der bestimmten Realität befinden. Und dann ist es eine Frage dessen, wofür man sich zu entscheiden neigte.

Dabei ist bereits jede Entscheidung für das (negative) Ego, eine Entscheidung gegen die eine Wirklichkeit. Denn das Ego erkennt immer nur die eigenen Belange und viel mehr auch nicht. So wird leicht etwas gesagt oder getan, was jedoch nicht mit dem in Übereinstimmung sich befindet, was von einer größeren Wirklichkeit zeugt.

Man kennt es wohl zu genüge, dass das, was erscheint, nicht zugleich das sein muss, was da wirklich dahinter steht. Sowie das Enttäuschung oft ein Resultat einer verhergegangenen Täuschung ist.

Nun kommt noch hinzu, dass das, was man möchte dass es sei, oft nicht einmal besser für einen ist, als das, was wirklich ist. Und dann die Sache mit den Ebenen, denn es ist auf einer Ebene eine Sache, auf einer anderen eine andere, auch hinsichtlich allem einbezogenem.

Natürlich ist etwas weit anspruchsvoller mit der Summe des Einbezogenen. Je mehr Bedingungen für eine gewisse Realität bestehen, wie z.B. die als Mensch aus Fleisch und Blut zu agieren, anstelle bloß der Erscheinung nach, desto größer auch die Tragweite der eigenen Wirklichkeit.

Der Anspruch an sich selbst sollte daher möglichst weitreichend sein, jedoch auch nicht mehr, als man selbst stemmen kann. Denn wie wollte man etwas tragen können, was man gar nicht zu halten vermag? Doch wozu hat man Hände, wenn man diese nicht gebrauchte andererseits?

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Ein Kurs in Wundern - T 17:1:1

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 19 2017, 01:19

Ein Kurs in Wundern - T 17:1:1

Der Verrat von Gottes Sohn liegt nur in Illusionen, und alle seine "Sünden" bildet er sich selbst nur ein. Seine Wirklichkeit ist ewig sündenlos. Ihm muss nicht vergeben, er muss geweckt werden. In seinen Träumen hat er sich selbst, seine Brüder und seinen Gott verraten. Doch was in Träumen getan wird, ist nicht wirklich getan worden. Man kann den Träumenden unmöglich davon überzeugen, dass er sich so verhält, denn Träume sind wegen ihrer Illusion von Wirklichkeit das, was sie sind. Nur im Erwachen liegt die volle Befreiung von ihnen, denn nur dann tritt vollkommen klar zutage, dass sie gar keine Wirkung auf die Wirklichkeit hatten und sie nicht verändert haben. Phantasien verändern die Wirklichkeit. Das ist ihr Zweck. In Wirklichkeit können sie das nicht, wohl aber können sie es in dem Geist, der die Wirklichkeit anders haben möchte.
---
Es braucht sicherlich kein Sinnesgegenstand sein, um real zu sein. Denn wenn es uns beschäftigt, hat dasjenige auch irgend eine Existenz für uns.

Natürlich könnte es nur psychisch sein. Ja, je nachdem in welchem Bezug man wozu steht, ist vielleicht alles bis zu einem gewissen Grad mehr nur psychischer Natur, von dem was uns erreicht. Von der Erscheinung und jeweiliger Körperfunktionen abgesehen.

Allerdings, das was nicht existiert, wird uns gar nicht erst beschäftigen können. Einfach schon deswegen nicht, weil wir davon überhaupt keinerlei Kenntnis hätten, weder eine Vorstellung noch irgend eine Ahnung davon besitzen könnten.

Also ist auch ein Traum von einer Bedeutung für uns, sonst wäre er nicht. Auch lässt sich der Traum deswegen durch Erwachen erst lösen, weil man dann seine Identität daraus heraus gelöst bekommt. Andernfalls mit sich in widerstreit oder Dissoziation sich befände und sich so nicht herauslösen könnte. Da seine Existenz und Wirkung im Geiste weiter erhalten bliebe, wenn man nicht erwachte aus einem Traum und also alles lediglich zu einem Teil des Traums würde oder man diesen von etwas anderem nicht unterscheiden könnte.

Somit bleibt darüber hinaus vieles entweder eine Frage der Ebene und ihrer Art von Einschließlichkeit (Seinsverträglichkeit), oder wie weit etwas mit anderen geteilt oder mit anderen gemeinsam ist (reproduktiv der Art nach).

Man kann dem eigenen Geist die Wirkung auf sich selber nicht entziehen. Man könnte sagen, weil Gott die Ursache gesetzt hat und wir sie nicht gehoben bekommen. Man könnte auch sagen, weil wir uns selbst nicht weniger machen können, als wir auf einer Ebene sind, und damit andere Ebenen einbeziehend, obwohl wir auf diesen gar nicht vollumfänglich vertreten sind, und sonst auch die Einsicht gegeben wäre, warum es ist wie es ist. Und wenn es einen Grund hat, dann ist es wirklich, und was sollte man an der Wirklichkeit ändern wollen, wenn sie mehr ist als man braucht, oder als möglich wäre dies zu einem Teil eines Traumes machen zu können!?

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"glücklich zu machen"... - KiW 17:4:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 21 2017, 01:32

Ein Kurs in Wundern - T 17:4:1

Gott hat Seine Beziehung zu dir begründet, um dich glücklich zu machen, und nichts, was du tust und was nicht Seinen Sinn und Zweck teilt, kann wirklich sein. Der Zweck, den Gott allem zugeschrieben hat, ist dessen einzige Funktion. Aus dem Grund, aus dem Er Seine Beziehung mit dir schuf, wurde die Funktion von Beziehungen für immer die: "glücklich zu machen". Und sonst nichts. Um diese Funktion zu erfüllen, stehst du mit deinen Schöpfungen so in Beziehung wie Gott mit den Seinen. Denn nichts, was Gott erschaffen hat, ist getrennt vom Glück, und es gibt nichts, was Gott erschaffen hat, das nicht das Glück ausdehnen möchte, wie es sein Schöpfer tat. Was immer diese Funktion nicht erfüllt, das kann nicht wirklich sein.
---
Andere glücklich zu machen ist eine Kunst, für die es keines besonderen Talents bedarf, sondern des Willens zum Guten.

Denn nicht jeder hat das Talent andere oder viele zum lachen animieren und bringen zu können. Doch um glücklich zu machen bedarf es dessen nicht.

Glücklich macht auch alles, was erquickt, den Geist erweckt und belebt u.dgl. vieles mehr noch. Ja alles, was gibt und das Gute vermehrt, macht in den überwiegenden Fällen glücklich.

Drum heißt es wohl nicht ohne Grund, dass geben auch seliger ist den nehmen. Weil es positive und gute Energie erzeugt und fördert, wenn etwas gutes erweckt wird.

Irgendwann wird wohl weitläufig erkannt, dass Geld nicht die wesentliche Währung sein kann. Denn das Glück höherer Welten lässt sich für Geld nicht herab, doch es lässt sich leicht auf eine jede gute Tat ein.

Das Seelenheil und was mehr Handlungsspielraum aller Art von Seeleneinfluss ermöglicht, ist letztlich das, was Glück vermehrt und was würdige Währung bedeutet.

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Das Enthaltene - KiW 17:4:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 23 2017, 01:33

Ein Kurs in Wundern - T 17:4:5

Das Ego ist der Bedrohung gegenüber stets auf der Hut, und der Teil deines Geistes, in dem das Ego angenommen wurde, ist sehr darauf bedacht, seine Vernunft so zu erhalten, wie er sie sieht. Er begreift nicht, dass er total wahnsinnig ist. Du musst verstehen, was das genau bedeutet, wenn deine geistige Gesundheit wiederhergestellt werden soll. Die Wahnsinnigen schützen ihre Denksysteme, aber sie tun es auf wahnsinnige Weise. Und alle ihre Abwehrmechanismen sind so wahnsinnig wie das, was sie schützen sollen. Die Trennung enthält nichts, keinen Teil, keine "Vernunft" und keine Eigenschaft, die nicht wahnsinnig wäre. Und ihr "Schutz" ist Teil von ihr und ebenso wahnsinnig wie das Ganze. Daher muss die besondere Beziehung als ihre Hauptabwehr auch wahnsinnig sein.
---
Was ist, das ist - im Gegenzug zu: was muss, das muss...

Nichts was irgendwo drin enthalten ist, bräuchte sich noch darum mühen enthalten zu sein, worin auch immer.

Sich darum bemühen, irgendwo nicht enthalten zu sein, von dem was ist, heißt also, sich um nichts zu bemühen.

Nichts von dem, was wahr ist, kann sich also darum bemühen unwahr zu werden. D.h. entweder ist es in der Wahrheit enthalten, mit aller Konsequenz, oder nicht.

Also kann Wahrheit niemals weniger werden. Was für eine Feststellung: "Wahrheit kann nicht weniger werden."

Dies ist die logische Konsequenz als auch zu dem, dass das, was unwahr ist, nicht wahr werden kann. Wie beruhigend also, dass es keinen Grund gibt etwas zu verteidigen, was wahr oder unwahr ist, oder sein soll. Kein Grund also irgendwen für eine Wahrheit oder Unwahrheit umbringen zu brauchen.. wie beruhigend...

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Hingabe und Überwindung - KiW 17:5:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 24 2017, 00:56

Ein Kurs in Wundern 17:5:4

Die Versuchung des Ego wird mit diesem Wandel der Ziele extrem intensiv. Denn die Beziehung ist noch nicht hinreichend verändert worden, um ihrem bisherigen Ziel die Anziehungskraft vollständig zu nehmen, und ihre Struktur ist "bedroht" durch die Einsicht, dass sie für die Erfüllung ihres neuen Zwecks ungeeignet ist. Der Konflikt zwischen Ziel und Struktur der Beziehung ist so augenfällig, dass sie nicht nebeneinander existieren können. Jetzt aber wird das Ziel nicht mehr geändert werden. Fest verankert in der unheiligen Beziehung, kann kein anderer Kurs mehr eingeschlagen werden, außer die Beziehung zu verändern, damit sie zum Ziel passt. Bis diese glückliche Lösung gesehen und als einziger Ausweg aus dem Konflikt akzeptiert wird, mag die Beziehung äußerst angespannt erscheinen.
---
Immer oder jedenfalls meistens, wenn man sich einer Hürde annähert, spitzt sich alles irgendwo zu, denn sonst wäre es kaum eine Hürde.

Vielleicht ließe es sich mit einem steileren Berghang vergleichen. So wie es auf der einen Seite bergauf geht, so geht's auf selbiger auch wieder bergab. Und so wie die Erhebung auf einen Seite ist, so ist sie auch auf der anderen in selbiger Höhe gegeben, wenn auch der Anstieg vielleicht in anderen Etappen verläuft.

Und so ähnlich ist es mit dem, was man zu überwinden anstrebt. Auf den entscheidenden Metern, ist der Zug und die Wirkkraft ähnlich zurück wie vorwärts, nur schon ehe man noch den Kamm und die Hürde genommen hat. Ja hin zum Vertrauten wohl mehr noch, als hin zum Unbekannten.

Hat man sich über viele Jahre viele schlechte Gewohnheiten und Neigungen angeeignet und zugelegt, dann braucht man zunächst viel Zuwendung zu besserem hin, bis man auch dort hinreichend aufgebaut hat, um den Zug zu den schlechteren Gewohnheiten hin überwinden zu können.

Vieles wird man durch besseren Ersatz eher oder überhaupt erst überwinden können, statt nur wider das zu Überwindende anzukämpfen ohne eine bessere Alternative zu besitzen die man gefördert hat.

So kommt man auch am besten über allerlei hinweg, wenn man sich ganz einer besseren Alternative verpflichtet und hingibt und darin aufgeht, als darin unterzugehen und zurück getrieben zu werden zu allerlei schlechteren

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Entscheidungsmomente- und Gelegenheiten - KiW 17:5:5

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 26 2017, 01:54

Ein Kurs in Wundern - T 17:5:5

Es wäre nicht freundlicher, das Ziel langsamer zu ändern, denn dann würde der Kontrast verschleiert, und dem Ego würde Zeit gegeben, jeden langsamen Schritt nach seinem Gutdünken umzudeuten. Nur ein radikaler Wechsel des Zweckes der Beziehung kann einen vollständigen Geisteswandel darüber herbeiführen, wozu die ganze Beziehung da ist. Während diese Veränderung sich entwickelt und schließlich vollendet wird, gestaltet die Beziehung sich zunehmend wohltuend und froh. Aber am Anfang wird die Situation als sehr prekär erlebt. Eine Beziehung, die von zwei Menschen um ihrer unheiligen Zwecke willen eingegangen worden ist, hat plötzlich Heiligkeit zum Ziel. Wenn diese beiden ihre Beziehung vom Gesichtspunkt dieses neuen Zieles aus betrachten, ist es unvermeidlich, dass sie entsetzt sind. Ihre Wahrnehmung der Beziehung mag sogar ziemlich desorganisiert werden. Und doch dient die bisherige Organisation ihrer Wahrnehmung dem Zweck nicht mehr, den zu erfüllen sie übereingekommen sind.
---
Bei wohl jeder größeren oder manch kleineren Einweihung entscheidet man sich, wenn auch nur vom höheren Geistigen her, was man mitnimmt und was nicht. Und so kommt man zu gewissen Entscheidungsmomenten, wo man einen Wechsel vollzieht und etwas weiter mitnimmt um es weiter zu entwickeln oder etwas zurücklässt.

Je schneller der Wechsel vollzogen wird, umso weniger werden schlechte Neigungen und Gewohnheiten noch eine Rolle spielen und Raum finden, um auf neuem Grund wieder zu keimen.

Es bringt auch nichts, bei dem was unvermeidbar feststünde zögerlich zu sein. Ein radikaler Wandel und eine Wende mit festem Entschluss vermeidet am besten unnötige Rückfälle alsdann.

Das was bleibt, weiß man und es ist einem vertraut, was nicht bleibt, weiß man nicht mehr, außer in der Weise wie es früher anders war und doch wird man nicht sagen können, woran es dann liegt. Man wird kein bewusstes Gewahrsein von dem haben, was keinen Teil mehr von einem bildet.

Und auch wenn ein gewisser Wechsel einen gewissen Neubeginn bedeutet, und dadurch zunächst manches leichter gehen mag, doch weniger sorgen bräuchte man sich um das, was einen Lastgang bedeutet oder wenn vielerlei anstrengend scheint, denn dann hat man einiges mitnehmen können, meist weil es sich als brauchbar erwies um es weiter bei sich zu führen und ausarbeiten zu können.

Und es zählt mehr, etwas mitnehmen zu können, weil es dazu taugt, von dem was entwickelt wurde, als dass es nichts taugt als nur zur Auflösung.

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Der heilige Augenblick - KiW 17:5:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 28 2017, 00:27

Ein Kurs in Wundern - T 17:5:1

Die heilige Beziehung ist der Ausdruck des heiligen Augenblicks, wenn man in dieser Welt lebt. Wie alles, was die Erlösung angeht, ist der heilige Augenblick eine praktische Einrichtung, für die ihre Resultate zeugen. Der heilige Augenblick misslingt niemals. Die Erfahrung des heiligen Augenblicks wird immer empfunden. Doch ohne Ausdruck wird er nicht erinnert. Die heilige Beziehung ist ein ständiges Erinnertwerden an die Erfahrung, in der die Beziehung zu dem wurde, was sie ist. Und so, wie die unheilige Beziehung ein anhaltender Gesang des Hasses zum Lobe ihres Machers ist, so ist die heilige Beziehung ein glücklicher Lobgesang auf den Erlöser der Beziehung.
---
Wohl jeder hat Momente der Frömmigkeit oder einer gewissen Ehrfurcht oder des Staunens erlebt. Im Grunde wurde man durch irgend eine Beziehung im Verhältnis zu einem größeren Gesamteren sodann beeindruckt.

Ebenso gibt es etwas in dem Verhältnis, was dann stellvertretend einen Eindruck widerspiegelt, zum noch größeren Ganzen von dem wir dann einen Abglanz erblicken konnten.

Wenn also dieses größere Gesamtere sich nicht dazu bereit erklärt hätte, das größere Ganze widerzuspiegeln, so hätten wir keine Reflexion dessen erfahren können und das größere Gesamtere hätte auch keine Rolle für uns dadurch gespielt.

Natürlich, wie es für vielerlei geistige Gesetze gibt die eine Ordnung oder auch Anordnung gewisser Dinge sicherstellen, so ist auch der Ausdruck eine mögliche Bedingung für mancherlei anderlei.

Denn wozu sollte etwas gegeben werden, um damit in einer absehbaren Absonderung zu landen? Vor allem wenn es anderweitig benötigt und gebraucht würde, und dafür gegeben wird?

Gewiss also gehört es dazu, dass auch ein Ausdruck dessen gefordert sein kann, insoweit etwas gegeben wird. So ist es auch der heilige Augenblick ein größeres Ereignis, als die Beschäftigung mit eigenen Interessen allein, denn wie sollte es sonst irgend eine Beziehung sein, wenn es keinerlei Beziehung beinhaltete, vor allem hinsichtlich einer Heiligen Beziehung?!

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Die praktische Anwendung - KiW 17:6:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 30 2017, 02:34

Ein Kurs in Wundern - T 17:6:1

Die praktische Anwendung der Zielsetzung des Heiligen Geistes ist ausgesprochen einfach, aber sie ist unzweideutig. Tatsächlich muss sie, um einfach zu sein, unzweideutig sein. Das Einfache ist einfach das, was leicht verständlich ist, und deshalb ist es offensichtlich, dass es klar sein muss. Die Zielsetzung des Heiligen Geistes ist allgemein. Jetzt wird Er mit dir arbeiten, um sie konkret zu machen, denn Anwendung ist konkret. Es gibt gewisse ganz konkrete Richtlinien, die Er für jede Situation bereitstellt, doch erinnere dich daran, dass dir ihre universelle Anwendbarkeit noch nicht klar ist. Daher ist es an diesem Punkt wesentlich, sie in jeder Situation für sich anzuwenden, bis du mit größerer Sicherheit über jede Situation hinausschauen kannst, mit einem sehr viel weiteren Verständnis, als du es jetzt besitzt.
---
Es stimmt, Anwendung ist konkret, entweder findet sie irgendwo oder auf etwas bezogen statt, oder nicht.

Allgemein gesehen ist es mit allem doch so, ist etwas da, so findet auch eine gewisse Art oder Form von Anwendung statt, oder es ist nichts.

Die Weise Anwendung aller einem gebotenen Möglichkeiten, ist an sich alles, was man tun können kann.

Und ist es unzweideutig, dann findet es vollständig seine Anwendung, ist es mehrdeutig, dann ist der Zweck dessen womöglich nur noch nicht recht geeint.

Die andere Sache ist wohl der Umfang der Anwendung. Ist es lediglich eine Ebene, dann können sogar andere Ebenen vielleicht aus einer Notwendigkeit heraus einbezogen sein, doch weiß man es dann nicht, weil es nicht im Erkenntnisbereich eigener Möglichkeiten liegt.

Was jedoch klar ist, ohne praktische Anwendung, findet gar nichts statt, auch wenn es stattfindet, so hat es doch für einen keine Bedeutung, wenn man daran keinen Anteil hat. Damit ist Tuen mehr, als nichts zu tuen, in einem grundsätzlichen Sinne begriffen...

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Positive Ausrichtung erhalten - KiW 17:6:3

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 03 2017, 01:53

Ein Kurs in Wundern - T 17:6:3

Ohne ein klar umrissenes, positives Ziel, das am Anfang festgesetzt wird, scheint die Situation einfach zu geschehen und ergibt so lange keinen Sinn, bis sie bereits geschehen ist. Und dann schaust du darauf zurück und versuchst dir einen Reim darauf zu machen, was sie bedeutet haben mag. Und du wirst dich irren. Nicht nur liegt dein Urteil in der Vergangenheit, sondern du hast auch keine Ahnung, was geschehen sollte. Es wurde kein Ziel festgesetzt, auf das die Mittel auszurichten waren. Und jetzt ist das einzige Urteil, das auch zu fällen bleibt, jenes, ob es dem Ego gefällt oder nicht; ist es annehmbar, oder ruft es nach Rache? Da es kein vorher festgelegtes Kriterium für das Ergebnis gibt, wird das Verständnis zweifelhaft und eine Bewertung unmöglich.
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Dabei geht es weniger um eine individuell persönliches Ziel, als vielmehr um eine Grundausrichtung anstelle blinden Ehrgeizes an persönlichen Interessen.

Manche leben bloß vor sich her und sind verwundert darüber, warum ihnen dieses oder jenes widerfährt. Ohne zu prüfen, ob es nur vielleicht sogar weniger an einer bestimmten Ausrichtung, als vielmehr an der fehlenden Ausrichtung im Leben liegt.

Bei mancherlei ist es sogar gut, dass kaum Bewusstsein im Spiel ist, weil es nur Kummer und Schmerz mit sich bringen würde. Denn die Erfahrung von Leid entsteht im Geist, sofern dieser mit Materie behaftet und auch darin identifiziert ist.

Daher wäre es dann besser wenn nur Materie da ist, und der Geist mehr in der Sphäre des Lichts und reinen Geistes verbleibt.

Ist eine positive Ausrichtung fürs Leben vorhanden, dann wird ein schönes Muster daraus werden und es ergibt sich eines Tages, dass alle eingefädelten Fäden einem ansehnlichen Muster gleichen und ein zusammenhängendes Vollständiges ergeben.

Ist das nicht der Fall, dann ist es vielleicht am Ende ein stück Stoff, aber anschauen wird man es nicht wollen und keinen Zusammenhang erkennen. Außer dass es ein stück Stoff ist, und zwar Verwendung finden mag, aber nicht die, die man angenommen hätte, wenn man überhaupt einer Ausrichtung vorneweg damit gefolgt wäre.

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Präsenz als Auffassung rechten Gewahrseins - KiW 17:6:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Dez 05 2017, 23:29

Ein Kurs in Wundern - T 17:6:7

Wird das Ego mit irgendeinem Aspekt der Situation konfrontiert, der schwierig zu sein scheint, so wird es versuchen, diesen Aspekt anderswohin zu nehmen und ihn dort zu lösen. Und das wird ihm scheinbar gelingen, bloß steht dieser Versuch in Konflikt mit der Einheit und muss das Ziel der Wahrheit verschleiern. Und Frieden wird nicht erfahren werden außer in der Phantasie. Die Wahrheit ist nicht gekommen, weil der Glaube verleugnet wurde, indem er dem vorenthalten wurde, wohin er rechtmäßig gehörte. Somit geht dir das Verständnis für die Situation verloren, welches das Ziel der Wahrheit dir bringen würde. Denn Phantasielösungen bringen nur die Illusion von Erfahrung, und die Illusion des Friedens ist nicht der Zustand, in den die Wahrheit einkehren kann.
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Man kann sich nicht vor der Verantwortung drücken die einem zuteil wird. Geht man aus dieser heraus, wird man mit hoher Wahrscheinlichkeit nur leer springen, um dann zu merken dass man lediglich auf einem Abstellgleis gelandet ist.

Entweder hat etwas mit einem zu tuen oder nicht. Es ist nichts was man sich aussuchen könnte. Dann bringt es nichts, so zu tuen, als hätte es nichts mit einem zu tuen.

Allerdings, und wie weit einem dieses zu Gewahrsein kommen kann, hängt damit zusammen, womit man sich zu identifizieren pflegte.

Schließlich kann sich sowohl gänzlich mit etwas fremden identifizieren, als auch vermeintlich versuchen es sich leichter zu machen, indem man sich lediglich mit irgendeinem Teilaspekt zu identifizieren versucht. Doch am Ende zählt nicht die Ego-Persönlichkeit oder irgend eine Perspektive, sondern das, was da ist.

Entscheidender ist es also, wo die Musik wirklich spielt, und weniger wo man sich lieber aufhalten möchte. Und es liegt an einem selber, wie weit man eine entscheidende Rolle übernimmt und dieser gewachsen ist.

Wesentlicher ist es daher präsent zu sein, statt sich seinen Lieblingsphantasien hinzugeben. Dabei heißt Präsenz nicht sich auf seine äußeren Sinne zu fokussieren, sondern die Auffassung rechten Gewahrseins aufrecht zu erhalten.

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Der Friedensbringer - KiW 17:8:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 08 2017, 01:43

Ein Kurs in Wundern - T 17:8:6

Als du die Wahrheit als Ziel für deine Beziehung akzeptiertest, bist du so sicher zu einem Friedensbringer geworden, wie dein Vater dir den Frieden gab. Denn das Ziel des Friedens kann nicht losgelöst von seinen Bedingungen angenommen werden, und du glaubtest daran, denn niemand akzeptiert, was er nicht für wirklich hält. Dein Ziel hat sich nie verändert und wird sich nie verändern, denn du hast angenommen, was sich niemals ändern kann. Und nichts, was es braucht, um ewig unveränderlich zu sein, kannst du ihm jetzt vorenthalten. Deine Befreiung ist gewiss. Gib so, wie du empfangen hast. Und zeige auf, dass du dich weit über jede Situation erhoben hast, die dich zurück- und von Ihm getrennt halten könnte, auf Dessen Ruf du geantwortet hast.
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Der Weg des Friedens, ist der Weg zur- und in Wahrheit. Auch wenn es oft so nicht scheinen mag, doch am Ende gewinnt die Wahrheit die Oberhand. Ist man in keiner Opposition zu dieser, dann hat man Frieden mit- und in der Wahrheit.

Natürlich kann sich dann noch allerlei Widerstand erheben und regen, welcher sich nicht in Frieden mit der Wahrheit befindet. Und natürlich gehört es auch zur Pflicht im Rahmen eigner Möglichkeiten, aktiv wider das zu stehen, was der Wahrheit zuwider läuft.

Sinnlos sollte man allerdings nicht sein Leben aufs Spiel setzen, vor allen wenn es keinerlei Erfordernis dafür gibt. Denn auch das Leben ist eine Wahrheit, und nicht vergebens gegeben.

Die Wahrheit umfassend annehmen, heißt sich für die Ewigkeit zu entscheiden. Mehr Frieden geht irgendwo auch nicht.

Derjenige der eine größere Wahrheit kundtut, ist letztlich eine Art Friedensbringer. Statt sich korrumpieren zu lassen, ja selbst wenn es vorübergehend Frieden oder Vorteile verspricht, sollte man doch bei der Wahrheit an sich bleiben, denn nur dann ist Befreiung gewiss.

Denn Situationen vergehen und können sich rasch verändern, die Wahrheit bleibt...

Devino Melchizedek

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