Bhagavad Gita 2015

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Im Sinnenkreis der inn're Sinn - BG 10:22

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 27 2015, 00:33

Bhagavad Gita 10:22

Yogananda:
Unter den Veden bin Ich der Sama-Veda; unter den Göttern bin Ich Vasava (Indra); unter den Sinnen bin Ich der Verstand (Manas); in den Lebewesen bin Ich die Intelligenz.

Prabhupada:
Von den Veden bin Ich der Sama Veda; von den Halbgöttern bin Ich Indra, der König des Himmels; von den Sinnen bin Ich der Geist, und in den Lebewesen bin Ich die Lebenskraft [Bewusstsein].

Reclam:
Das Liederbuch im Veda-Text,
Im Götterheer ich Indra bin,
Bewusstheit bei der Wesen Schar,
Im Sinnenkreis der inn're Sinn.
---
Welchen Sinn könnte etwas haben, wenn der Innere es nicht nach seiner Ordnung beriefe? Und wie viel könnten die äußeren Sinne uns sagen, wenn nicht der innere Sinn danach fragte und sie hierzu aussandte?

Vom Menschlichen Standpunkt ausgehend, erfährt man von dem, was die Sinne berührt wohl nur so viel, wie man diesem einen Sinn in sich einräumt. Die äußeren Sinne und der Innere müssen zusammen kommen, andernfalls, wenn es nur irgendwo in einem ankommt, kann man zwar Mittler sein, aber Anteilnehmer nur an dem, wofür auch ein inneres Organ entwickelt wurde und vorhanden ist.

Wobei es nicht darum gehen kann, willkürlich an Fähigkeiten zu arbeiten, denn die Ordnung ist damit auch noch nicht gewährt, wenn es nicht dort andockt, wo es einen tieferen Sinn erfährt. D.h. es sollte von der Seele kommen und sich natürlich nach der höheren Ordnung hin entwickeln und richten. Denn so wie die äußeren Sinne, einer inneren Ordnung unterworfen werden müssen um von Nutzen zu sein und nicht willkürlich Informationen zuzuführen, so auch die inneren Organe, nach dem ausgerichtet sein, was sie zu gebrauchen vermag.

Sofern einem an etwas also wirklich liegt, wird man nicht durch die Summe an Begehren sich annähern können, sondern mehr nach dem, wie es dem Höheren nutzbar gemacht werden kann, d.h. also eher über einen Zweck und kann man keinen hierfür finden, worin sollte der Sinn dann diesbezüglich überhaupt liegen?!

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Geist oder Geist? - BG 3:42

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jul 28 2015, 00:37

Bhagavad Gita 3:42

Yogananda:
Es heißt, dass die Sinne (dem physischen Körper) überlegen sind; dass der Geist den Sinneskräften überlegen ist; dass die Intelligenz dem Geist überlegen ist; doch er (das Selbst) ist der Intelligenz überlegen.

Prabhupada:
Die aktiven Sinne sind der leblosen Materie übergeordnet, der Geist steht über den Sinnen, die Intelligenz steht über dem Geist, und sie [die Seele] steht sogar noch über der Intelligenz.

Reclam:
Groß sind die Sinne; der "Verstand"
Sich größer noch als sie erweist,
Ihn überragt noch die "Vernunft",
Am höchsten aber steht der Geist.
---
Geist oder Geist? Und immer diese Kontexte..

Beim einen heißt Geist bloß Verstand, beim anderen Höchster Geist zugleich, der eine sagt dann Selbst dazu, der andere stimmt damit auch überein, es doch bloß Seele für ihn heißt!

Zwar ist Selbst und Seele vor allem in der Bhagavad Gita m.E. oft nahezu das Selbe, dennoch ist das Selbst für mich mehr ein technischer Begriff, fast wie "Körper" oder ein "Tätigkeitsfeld", d.h. mit den technischen Funktionen und Mitteln mehr verbunden und die Seele mehr dann der lebendige Betreiber und etwas individueller zumindest im Verhältnis gesehen. Wobei die Überseele und das, was auch Krischna repräsentiert, noch etwas weitreichender geht, d.h. vom individuellerem hin zum Absoluten, wo dann auch der Begriff des Höchsten Geistes auch wieder nicht abwegig scheint.

Wenn Geist also nicht bloß Geist oder die schlichten Geistesfunktionen im Menschen darstellt und man mehr den Höheren Geist damit meint, dann stellt es für mich die unpersönliche oder auch Überpersönliche Variante vom Selbst oder der Seele dar oder schlichtweg alle höheren intelligenten Vorgänge auf den Geistigen Ebenen an sich.

Wenn in einem Kontext, die Idee, die mit einem Begriffe verbunden wird und auf diese kommt es ja letztlich an, in einer bestimmten Richtung geprägt wurde und in einem anderen Kontext in eine andere Richtung, dann wird im Vergleich wohl eher entscheidend sein, was ausgereifter ist und eine Idee besser fassen und zum Ausdruck bringen kann, auch von einem höheren Gehalt und Tragweite sein, weil es ein wirksameres Mittel ja auch an die Hand gibt. Allerdings spielt es wohl auch eine Rolle, in welchem Verhältnis die Kontexte zueinander und im allgemeinen stehen und welches Prinzip hinter einer Idee steht und in welchem Verhältnis wiederum diese zueinander, wenn es sich nicht um das selbe Prinzip handelte...

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Auf eignen Beinen gehen - BG 6:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jul 30 2015, 00:44

Bhagavad Gita 6:5

Yogananda:
Der Mensch soll das Selbst (Ego) durch das Selbst erheben; das Selbst darf nicht erniedrigt (niedergedrückt) werden. Wahrlich, das Selbst ist sein eigener Freund; und das Selbst ist sein eigener Feind.

Prabhupada:
Man sollte sich mit Hilfe seines Geistes befreien, und nicht erniedrigen. Der Geist ist der Freund der bedingten Seele, aber auch ihr Feind.

Reclam:
Nicht drücke er sich selbst herab,
Er hebe sich durch eig'ne Kraft,
Des Menschen Selbst steht mit ihm selbst
In Bündnis oder Gegnerschaft.
---
Sich auf das, was feindlich oder gegnerisch einem gegenüber eingestellt scheint, wird aus dem Affekt heraus es wohl leichter sein, ebenso zu reagieren und sich drauf einzulassen, denn einen anderen Kurs zu wählen. Vom Ego aus wird es kaum möglich sein, weil es nicht eigenständig genug ist und immer einen Gegenpart einnimmt, selbst wenn es einverstanden scheint, weil es vielleicht die Vorrangstellung nicht bedroht sieht, aber wäre es nicht gegnerisch, dann hätte es keine Stellung und wäre eins mit dem Höheren Selbst und der Seele um deren Funktionen ohne Widerwillen zu erfüllen, ohne noch andere Ziele verfolgen zu wollen. Eben solche, denen das Selbst nicht folgen kann, weil sie nicht mit den Funktionen und Zwecken vereinbaren wären und woraus eben die Gegnerschaft und eigene Uneinigkeit daher entsteht.

Den eigenen Kampf mit sich, kann man nur selbst ausfechten und nur dann läuft alles nach seiner geordneten Bahn, wenn vom Ego nichts mehr verdreht wird, einfach weil es keinen Grund mehr gibt und nichts mehr gesucht wird, was aus etwas anderem als der eigenen Kraft hervorgeht, denn worin sollte sonst der sichere/dauerhafte Stand sich finden? Und mit wessen Beinen, als den eigenen, will man am bestehen gehen lernen und gehen können, auch wenn die die anfänglichen Schritte wacklig sein mögen...

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Re: Bhagavad Gita 2015

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 02 2015, 01:55

Bhagavad Gita 9:10

Yogananda:
O Sohn der Kunti (Arjuna), es ist allein Meine befruchtende Gegenwart, welche die Mutter Natur dazu veranlasst, beseelte und unbeseelte Wesen zu gebären. Ich bin es, der (durch Prakriti) die Welten in abwechselnden Zyklen (der Schöpfung und Auflösung) kreisen lässt.

Prabhupada:
Die materielle Natur, die eine Meiner Energien ist, ist unter Meiner Führung tätig, o Sohn Kuntis, und bringt alle sich bewegenden und sich nicht bewegenden Wesen hervor. Nach ihrem Gesetz wird diese Manifestation immer wieder geschaffen und aufgelöst.

Reclam:
Nach meinem Wunsch gebiert "Natur",
Was sich bewegt und nicht bewegt.
So bin ich selbst der letzte Grund,
Der dieses Weltgetriebe trägt.
---
Wie schnell auch das Bewusstsein schwingt,
was immer auch die Schöpfung bringt,
einmalig ist es immerdar, so klar,
als Zeugnis doch nur vorstellbar,
für diesen einen Erkenntnisgrund,
womit es bildet im Verbund,
das leuchtende und weite All,
wie es erstrahlt doch überall.

Nicht selten man sich somit fragt,
wieso bloß einen etwas plagt?
Wer hat es nur ins Innere gelegt
und des Kummers Grund damit erregt?
Es hilft sich auch drum zu bewegen,
bis man auch ohne dem kann streben!

So kann man alles zwar im Leben,
nur einfach hinnehmen als gegeben,
oder vorweg kann im Bestreben,
zu lichten allen trüben Nebel,
damit erstrahle dieses Eine,
was einen mit dem Höheren vereine.

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Postkarte #182

Beitrag  John Wayne am Di Aug 04 2015, 08:14

.

Bhagavad Gita 9:9
"Doch werd` ich durch das Schöpfungswerk
Nicht in der Taten Band verstrickt,
Stets unbeteiligt, frei vom Hang,
Bleib allem Karma ich entrückt."

.

_________________
.

Rosenstolz - Gib mir Sonne
https://youtu.be/oIJHhETTLQc

.
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John Wayne

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Vom Kern her - BG 10:32

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Aug 05 2015, 00:51

Bhagavad Gita 10:32

Yogananda:
Von allen Manifestationen, o Arjuna, bin Ich der Anfang, die Mitte und das Ende. Unter allen Wissenszweigen bin Ich die Weisheit des Selbst; für die Debattierenden bin Ich die unterscheidungsfähige Logik (Vada).

Prabhupada:
Von allen Schöpfungen bin Ich der Anfang, das Ende und auch die Mitte, o Arjuna. Von allen Wissenschaften bin Ich die spirituelle Wissenschaft des Selbst, und unter den Logikern bin Ich die schlüssige Wahrheit.

Reclam:
Als Anfang, Mitte, Ziel der Welt,
O Ardschuna, erkenne mich;
Als Weisheit die vom höchsten Selbst,
Im Redestreit der Satz bin ich.
---
Der Kern ist ja nichts, was man suchen muss, sondern das, was bleibt, wenn man alles Überflüssige oder Jenes Drumherum weglässt. Und so in etwa ist es auch mit dem Selbst, man wird kaum einen passenderen Hebel an sich finden, als stets das Wesenhafteste, dass immer greift, weil es immer mit dem Grund dessen, was immer es von dem Drumherum ist, doch zu tuen hat, weil alles ja seinen Kern hat und daher an diesem andockt.

Die besten Zutaten in der Suppe und doch kann ein wenig Salz alles ausmachen. So kann man sich auch annähern, indem man alles erst kennenlernt, was es nicht ist, doch nur ein wenig in der passenden Richtung unterwegs und schon kann man nur besser dran sein und in der Weise ordne ich die Weisheit des Selbst ein.

Was würde man sich gern alles an Unnötigem ersparen, aber warum lässt man's nicht einfach weg? Nur wer weiß, ob es für den ein oder anderen nicht genau dieses ist, was gerade am ehesten mit dem Kern verbunden ist bzw. das Wesentlichste gerade bildet. Daher wird man wohl nur bei sich aller erst anfangen müssen, alles unwesentliche wegzulassen und alles andere muss sich ja dadurch auch irgendwo ergeben.

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Wenn eins das andere erhält - BG 3:10,11

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 09 2015, 01:03

Bhagavad Gita 3:10,11

Yogananda:
Prajapati (Brahma als Schöpfer von Praja, den menschlichen Wesen), der die Menschheit am Anfang zusammen mit Yajna erschaffen hat, sprach: "Hierdurch sollst du dich vermehren; dies wird die Milchkuh deiner Sehnsucht sein. Meditiere mit diesem Yajna über die Devas, und mögen jene Devas sich deiner erinnern; wenn ihr so miteinander verbunden seid, wirst du den höchsten Schatz erwerben.

Prabhupada:
Am Anfang der Schöpfung brachte der Herr aller Geschöpfe Generationen von Menschen und Halbgöttern hervor, zusammen mit Opfern für Vishnu, und segnete sie, indem er sprach: "Möget ihr durch diesen yajna [Opfer] glücklich werden, denn seine Durchführung wird euch alles gewähren, was wünschenswert ist, um glücklich zu leben und Befreiung zu erlangen."
Wenn die Halbgötter durch Opfer zufrieden gestellt sind, werden sie auch euch erfreuen, und wenn auf diese Weise die Menschen mit den Halbgöttern zusammen arbeiten, wird Wohlstand für alle herrschen.

Reclam:
Als einst der Herr die Welt erschuf,
Setzt' er den Opferdienst auch ein:
"Durch diesen pflanzt euch fort, er soll
Des Überflusses Kuh euch sein.

Durch ihn ernährt die Götter all,
Dass sie erhalten diese Welt;
Nur so gelanget ihr zum Heil,
Wenn eins das andere erhält.
---
So Unabhängig man sich wähnen mag, es spricht doch einiges dafür, dass dem weniger so ist, als es oft lieb sein mag. Dies sieht man unter anderem schon daran, wie weit alles auch ohne einen seinen Gang geht und wie weit man käme, wenn's all Jenes und Allerlei an sich, nicht gäbe. Daher ist vieles wohl mehr miteinander verbunden, verwoben und in Wechselwirkung, als oft offensichtlich sein wird.

Vielleicht kann man auch nur so das ein oder andere erlenen, was man sonst freiwillig eher nicht auf sich nehmen würde, denn wer möchte auch von irgend etwas überhaupt aus freien Stücken abhängig sein wollen? Andererseits, ohne einen Zweck oder gar Berufung, wird man seltener sein Glück finden und empfinden, da es kaum nur Selbstzweck oder nur mit einem selber zu tuen haben wird.

So kann mans wenden wie man will, sich mit Vielem auch Zeit lassen, aber an den meisten Dingen letztlich doch nicht vorbei kommen. Daher nutzt es auch nichts, dies zu versuchen, wenn die Gelegenheit es zu vollbringen anklopft. Als Mensch braucht man sich wohl keine Illusionen zu machen bezüglich seiner Eigenständigkeit, denn man könnte oft wohl abhängiger von Allerlei kaum sein. Andererseits kann es wohl überhaupt nur so möglich sein, sich mal auch zeitweilen zurück lehnen zu können und auch mal alle Fünfe gerade sein lassen...

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Entklumpung - BG 18:21

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Aug 12 2015, 00:32

Bhagavad Gita 18:21

Yogananda:
Wisse aber, dass jene Erkenntnis, durch die man in der gesamten Welt der Erscheinungen mannigfache Wesen wahrnimmt, die sich voneinander unterscheiden rajasisch ist.

Prabhupada:
Jenes Wissen, durch das man in jedem Körper eine unterschiedliche Art von Lebewesen sieht, solltest du als Wissen in der Erscheinungsweise der Leidenschaft betrachten.

Reclam:
Doch wer jedwedem Einzelnen
Ein Sonderdasein zuerkennt,
Aus "Leidenschaft" entstanden dann
Man dessen Welterkenntnis nennt.
---
Wenn alles zusammenpappt zu einem Klumpen, dann wird wohl Unterscheidungskraft ganz deutlich gefragt sein, wenn aber einem Unterschied mehr eingeräumt wird, was zu diesem nicht gehört und speziell auf diesem aufbauend, etwas zugeordnet und sich davon etwas versprochen wird oder dieser von daher überhaupt erst darin gesehen wird, der gar nicht dort hin gehört oder an sich da ist, dann könnte es wohl Leidenschaft und ein Hang zum besonderen Dasein sein.

Somit dürfte die Frage weniger danach sein, ob Unterschiede ausgemacht werden, denn wenn zwei Dinge nicht unterschieden werden können, dann kann man sie meist auch nicht bestimmen und vieles andere damit dadurch auch erst gar nicht anfangen. Aber wenn es darum geht, sie zu unterscheiden, nur weil man darin einen Vorteil ausmachen kann/möchte, dann ist die Frage, ob es denn nun damit überhaupt noch zu tuen hat und ein Beweggrund in der Sache liegt oder mehr in dem, was man sich daraus verspricht.

Jedenfalls bezieht es sich in dem Vers, wie in der Reclam-Fassung noch am deutlichsten ausgesagt wird, ja auf Tätigkeit und dem Beweggrund und weniger, dass es nicht sinnvoll wäre einen Unterschied überhaupt ausmachen zu können, der nahezu immer sinnvoll sein wird, weil ja so erst überhaupt bestimmte Qualitäten entstehen oder gewonnen werden können.

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Verborgen ist der Werke Pfad - 4:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Aug 14 2015, 01:26

Bhagavad Gita 4:17

Yogananda:
Das Wesen des Karmas (der Tätigkeit) ist schwer zu erfassen. Wahrlich, um das Wesen der richtigen Tätigkeit vollkommen zu verstehen, muss man auch das Wesen der falschen Tätigkeit und das Wesen der Tatenlosigkeit verstehen.

Prabhupada:
Die Kompliziertheit des Handelns ist sehr schwer zu verstehen. Deshalb sollte man genau wissen, was Handeln ist, was verbotenes Handeln ist und was Nichthandeln ist.

Reclam:
Denn: Weise unterscheiden muss
Man zwischen Tat und falscher Tat
Und zwischen dem, was "Nicht-Tat" ist.
Verborgen ist der Werke Pfad.
---
Erst wenn man Einweihungstechnisch nicht mehr an die niederen drei Erfahrungswelten gebunden ist (Physische, Emotionale, niedere Mentale) und in diesen einem etwas von besonderer Bedeutung ist, kann man sich davon lösen der Tätigkeit verhaftet zu sein.

Es wird dann eher als Einschränkung der inneren Handlungsmöglichkeiten zählen, was bishin als etwas galt, wo man unbedingt etwas von haben oder erreichen wollte.

Schwierig wird's wohl dann, wenn man mit den selben Dingen zugleich gegensätzlich verfahren will und schon hat man den Salat... die einen tuen es der Sache wegen, die anderen für sich selber.. für die einen bedeutet es dies, für die anderen jenes und schon kommt man mit dem Selben nicht auf den selben Nenner.

Dann mag jeder in seiner Weise recht haben, doch nicht jedes Recht, ist auch recht und es allen recht machen geht dann erst recht nicht. Aber man kann wohl von, für sich bedeutsam, zu, an sich bedeutend, hinwerkeln...

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Erscheinungsbild - BG 5:18

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Aug 15 2015, 23:03

Bhagavad Gita 5:18

Yogananda:
Die erleuchteten Weisen sehen in allen Lebewesen dasselbe: im gelehrten und demütigen Brahmanen, in der Kuh, im Elefanten, im Hund und im Kastenlosen.

Prabhupada:
Die demütigen Weisen sehen kraft wahren Wissens einen gelehrten und edlen Brahmana, eine Kuh, einen Elefanten, einen Hund und einen Hundeesser [Kastenlosen] mit gleicher Sicht.

Reclam:
Der Priester, den das Wissen ziert,
Der Elefant, das heil'ge Rind,
Ein Hund und selbst ein Auswürfling,
Dem Weisen sie das Gleiche sind.
---
Wenn nicht mit gleicher Sicht man sieht, dann hat man wohl einen Knick in der Optik, denn wenn das in einem, sich mit der Sicht verändert, dann ist es wahrscheinlicher Kognition, denn Sicht, oder nichts von beidem. Aber Sicht kann nur da sein, wo sie ausgehalten wird und einen nicht sogleich mit verändert...

Dazu mal das Verlangen nach der Erscheinungswelt, was wie ein Fieber ist, es erhitzt etwas das Gemüt, aber außer von Fieberträumen und erleiden, wird nichts davon verbleiben, weil man etwas sieht, was nicht ist oder außer dem Erscheinungsbild nichts weiter bedeutet und an sich oder für einen nichts weiter bei sich führt.

Sollte es an sich so sein, dann hätte man es wohl mit Erscheinungen zu tuen, d.h., wenn ein Erscheinungsbild da ist, aber man keinen Menschen und kein Licht dahinter erkennen kann.

Bei uns ist wieder mal ein Fest in der Stadt und es scheint wie ein Nest für Erscheinungen zu sein, überhaupt scheint es vor allem ein Problem in Deutschland zu sein, wenn alles übertrieben nur aufs Erscheinungsbild sich richtet und danach, das etwas da ist, weil es ja muss, nur als hätte man vergessen, den Menschen oder eine Seele da hinein zu legen, bevor man es aufgepustet hat. Ähnlich wie mit Phänomenen, man dann etwas kann drin sehen, aber es ist nichts da, womit man innerlich irgend eine Synthese eingehen kann oder damit in Resonanz treten, aber fiebrig ist einem, wenn man sich danach streckte.

Als Angestellte machen sich Erscheinungen ganz gut, wenn ihnen keiner sagt, dass sie Müde werden können, dann ists wie mit höheren Eingeweihten auch so, dass sie fast wie Roboter durcharbeiten könnten, beiden fehlt der Widerstand, bei den einen, weil er nicht greift, wo nichts ist, bei den anderen, weil er nicht greift, wo sie drüber stehen. Aber nun ja, es wäre gut, wenn man ganz davon abginge und mehr Menschen, denn Erscheinungen aufstellte...

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Am Ball bleiben & Ballkontakt - BG 9:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Aug 17 2015, 00:49

Bhagavad Gita 9:17

Yogananda:
In dieser Welt bin Ich der Vater, die Mutter, die Ahnen, der Erhalter, der Segnende, der alles umfassende Gegenstand der Erkenntnis, das Kosmische OM und auch das überlieferte Wissen der Veden.

Prabhupada:
Ich bin der Vater des Universums, die Mutter, der Erhalter und der Großvater. Ich bin der Gegenstand des Wissens, der Läuternde und die Silbe OM. Ich bin auch der Rg, der Sama und der Yajur Veda.

Reclam:
Bin Vater, Mutter dieser Welt,
Der Ahn, von dem die Ordnung stammt,
Der Om-Laut und die Sühnungskraft,
Die Veden-Dreiheit insgesamt.
---
Der alles umfassende Gegenstand der Erkenntnis...
Erst sprach dieser Satz wohl den Engländer in mir an, dann machte er aber doch keinen Sinn mehr, denn ein Gegenstand umfasst doch keine Erkenntnis, aber worauf Erkenntnis sich richtet, macht das Gegenstandslose auch zu einem Urgrund, wenn es zugleich alles ist, was der Erkenntnis überhaupt zuträglich ist in einer Hinsicht..

Ob nun Gegenstand der Erkenntnis oder weniger, man tut wohl gut daran, am Ball zu bleiben und darauf zu achten immer wieder mal etwas Ballkontakt zu haben, ohne gleich Kunststückchen damit vollbringen zu wollen.

Man hat derweil den Eindruck, dass wo der ein oder andere Mensch drauf kommt oder dran kommt, er alles gleich verreißen will und die größtmögliche Nummer draus machen, koste es was es wolle. Obwohl nur was Aufrecht sich auftut, Längsseits noch längst nicht in Sicht sein muss und nur weil es Aufrecht greifbar ist, heißt es nicht, dass man Längsseits den Weg nicht mehr machen bräuchte.

Es ist auch eine Sache, ob es einem als gesamter Menschheit, Gruppe u.ä. zugänglich ist, oder wirklich etwas ist, was man erreicht hat. So steht und fällt es mit dem ein und anderem, doch wohin man sich ausgestreckt, dahin wird man wohl auch mal gehen müssen.. immerhin will man doch mal wieder vollständig sein?!

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Gehet & Sehet - BG 3:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Aug 20 2015, 00:16

Bhagavad Gita 3:3

Yogananda:
O Sündloser, zu Beginn der Schöpfung gab ich dieser Welt zwei Wege der Erlösung:
dem Weisen Vereinigung mit Gott durch Weisheit;
dem Yogi Vereinigung mit Gott durch richtige Meditation.

Prabhupada:
O sündloser Arjuna, Ich habe bereits erklärt, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt, die versuchen, das Selbst zu erkennen. Einige neigen dazu, es durch empirische philosophische Spekulation zu verstehen, und andere durch hingebungsvollen Dienst.

Reclam:
Zwei Standpunkte sind in der Welt;
Zum Heil führt ein zwiefacher Pfad:
Das Sankhya lehrt Erkenntnis dich,
der Yoga unverdross'ne Tat.
---
Wie kommt man nun seinem Höheren Selbst bei, wenn nicht mit gleicher gesinntheit. Einmal durch Erkenntnis und Einsicht, in dem man sich selbst erkennt oder durch die Tat, die mit dem übereinstimmt, bis man in der selben Fahrrinne ist.

Was oft schwer sein wird unterwegs, ist die Synthese zu halten, wenn man irgend etwas nicht mag oder nicht damit umgehen kann, dass man etwas von sich mit ablehnt, da es ja längst im Selbst ist und mit einem zu tuen hat, wenn man darauf in besonderer Weise aufmerksam wird oder reagiert.

So unangenehm es für einen dann auch ist, aber die wiederkehrende Konfrontation, oder das man es immer wieder vorgesetzt bekommt und sei's nur innerlich, ist dann doch immer noch besser, als einen weg zu finden, dem ausweichen zu können und damit ja die eigene Erlösung von sich zu schieben und aufzuschieben.

Unzufrieden also im Kleinen, ist günstiger, als im Größeren, da ersteres nur einen vergänglichen Part in einem betrifft, das andere einen Längerwährenderen, aber nicht nur das, auch dort liegt dieses, was auf andere ebenfalls eine größere Auswirkung hat und sie einbezieht und mit betrifft.

Aber erklär sich dies erst einmal immer wieder selbst, um seine Bestrebungen auch dorthin zu lenken und hinreichend ehrlich mit sich selbst zu sein, mal davon abgesehen, dieses jemandem zu vermitteln. Da gehört schon ein Stück eines der besagten Wege gegangen zu sein hinzu, um eben dort ansetzen zu können, denn wo sonst, soll man ansetzen, als bei dem, was mit einem bereits zu tuen hat und man zumindest ein wenig empirischen Bezug zu hat, denn reden kann man über vieles, was man dann doch nicht tut..

Ansonsten mag man sich wohl fragen, was denn unbedingt oder überhaupt dazu gehören oder ob etwas überhaupt denn sein müsse? Tja, wenn man sich's schon fragt, dann ist's wohl schon vorbei, wählen zu können, die Frage ist wohl nur noch, was dazu geführt hatte und was da herausführt, um die Lektion abzuschließen...

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Dynamik menschlicher Verhaltenszüge - BG 12:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Aug 21 2015, 00:20

Bhagavad Gita 12:5

Yogananda:
Diejenigen, deren Ziel das Unmanifestierte ist, begegnen größeren Schwierigkeiten; denn steil ist der Weg zum Absoluten für die körperlichen Wesen.

Prabhupada:
Für diejenigen, deren Geist am unmanifestierten, unpersönlichen Aspekt des Höchsten haftet, ist Fortschritt sehr beschwerlich. Auf diesem Pfad fortzuschreiten ist für die verkörperten Seelen immer sehr schwierig.

Reclam:
Doch für Verkörperte der Weg
Zum unvergänglich höchsten Geist,
Weil unvergänglich ist das Ziel,
Sich als der schwerere erweist.
---
Der Anfang ist wohl selten leicht und oft wird man die Erfahrung des Scheiterns machen, am Anfang am häufigsten und mindestens eben so oft, wie man sich irgendwo vergreift und daneben greift, weil man vielleicht einmal mehr nur das sieht, was man möchte.

Es kann faszinieren, die Verhaltensweisen zu beobachten, die sich aus einem zusammenhängenden Umfeld ergeben und wie oft Einzelne darin, so individuell sie ihre Verhaltensweisen und Züge auch halten mögen, doch nur allzu oft dem Folge leisten, was aus dem Zusammenhang und sagen wir einer Art Gruppenkontext entsteht, ohne das kaum einer sich über das hinweg begibt, was im jeweiligen Zusammenhang, den Gegebenheiten und Umständen vorgegeben ist. Und dann ist es besonders das, wenn sie in einer Hinsicht äußerlich alle offensichtlich unabhängig voneinander, ganz so agieren, als hätten sie sich untereinander abgesprochen, nur weil es wie im Raume schwebt oder mit dem Selbst in Verbindung steht u.ä.

Dann fragt man sich auch, wie viel von diesem dann von der Seele jeweils ausgeht oder nur am mehr instinktivem Gattungswesen und daher mehr unbewusst oder zumindest lediglich einem gewissen Naturell folgt. Und doch wird jeder sich so wähnen, dass es seine individuelle Entscheidung sei, wenn er eben nicht anders reagiert, wie dennoch jeder andere auch...

So sieht man aber auch, dass es doch einiges mehr gibt, was, wie sehr es auch individuellen Bestrebungen oder rein äußeren Dingen zugeordnet werden mag, doch viel mehr alles den geistigen Zusammenhängen folgt und dieses auch viel wesentlicher ist, als die tanzend wechselnden äußeren Zusammenhänge, die nur all zu oft vermeintlich als objektives Faktum hingestellt oder hingenommen werden.

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Verborgen ist der Werke Pfad - 4:17

Beitrag  John Wayne am So Aug 23 2015, 07:00

.

Handlungsmöglichkeiten
Handlungsmöglichkeitenist mindestens Selbstverwirklichung.
Berlin ohne Relativa heißt Handlungsmöglichkeiten.
(by Monte Rosa)

http://www.melchizedek-forum.de/index.php?id=7292


_________________
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Rosenstolz - Gib mir Sonne
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.
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Ein fleischgeword'ner Glaube nur - BG 17:3

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 23 2015, 22:57

Bhagavad Gita 17:3

Yogananda:
Die Hingabe eines jeden Menschen entspricht der ihm angeborenen Natur. Seine Neigung enthüllt sein Wesen; wie immer sein Glaube aussieht, so ist auch er.

Prabhupada:
O Nachkomme Bharatas, gemäß dem Leben, das man unter dem Einfluß der verschiedenen Erscheinungsweisen der Natur führt, entwickelt man eine bestimmte Art von Glauben. Gemäß dem den Erscheinungsweisen, die das Lebewesen annimmt, kann es einem bestimmten Glauben zugeordnet werden.

Reclam:
Im Glauben folgt ein jeder Mensch
Der angeborenen Natur,
Zu glauben ist der Mensch bestimmt,
Ein fleischgeword'ner Glaube nur.
---
Kein Mensch wird wohl irgend etwas tun, wenn ihn sein Glaube nicht in irgend einer Weise dazu bewogen hat. Somit hängt auch ein jedes Tun an einem Glauben. Von daher wird man auch an seinem Tuen nur wenig ändern können, wenn man nicht den Glauben ändert, zu dem ein Tun sich zuordnen ließe.

Das hieße dann, mit dem Glauben in sich, schafft man die Aufhängung für etwas oder schafft diese auch wieder ab, bloß dem Tuen nach, wird man sich meist vertuen, dieses allein als Ursache zu sehen, d.h. dadurch allein auch etwas zu ändern. Ähnlich wie mit Worten allein meist noch nichts getan ist.

Was Glaube zulässt, wendet Wille an, dem Willen folgt die Tat sodann und über die Tat schonmal das Gerede, oft dort, wo dieses gipfelt selbst zur Tat. Und wie heißt es doch so schön.. Gerede und Geschwätz aller Art kommt und Wille und Glaube geht.

Devino Melchizedek

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Seelen in den Himmel, Menschen auf die Erde - BG 7:24

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Aug 27 2015, 01:01

Bhagavad Gita 7:24

Yogananda:
Menschen, die keine Weisheit besitzen, meinen, dass Ich, der Unmanifestierte, eine sichtbare Gestalt hätte (wie ein sterbliches Wesen, das einen Köper annimmt). Sie können Meinen unvergleichlichen Bewusstseinszustand, Mein unveränderliches, unbeschreibliches Wesen nicht erfassen.

Prabhupada:
Unintelligente Menschen, die Mich nicht vollkommen kennen, glauben, dass Ich, die Höchste Persönlichkeit Gottes, Krishna, zuvor unpersönlich gewesen sei und nun diese persönliche Form angenommen habe. Aufgrund ihres geringen Wissens kennen sie Meine höhere Natur nicht, die unvergänglich und absolut ist.

Reclam:
Wer mich, den Unerforschlichen,
Für sichtbar hält aus Unverstand,
Hat meine wahre Wesenheit,
Die zeitlos-ewig, nicht erkannt.
---
Es gibt ja auch Menschen die meinen, sie werden mit ihrem physischen Körper und als Menschen in den Himmel kommen und erhoben werden, aufgrund der ein oder anderen frommen Tat, oder weil sie irgend ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag legen, wodurch sie sich von anderen abgrenzen möchten u.ä., und wo durch dieses dann jenes bewirkt werden soll, als würde das Geistige am Materiellen hängen und hiervon abhängen und nicht umgekehrt...

Dabei leben doch Seelen im Himmel und Menschen auf Erden, ganz so wie es sich gehört! Welchen Grund gäbe es, nur für diese Menschen die Physikalischen und allerlei Gesetze außer Kraft zu setzen oder zu brechen, um Derlei durchzusetzen?!

Aber so wie es sich verhält und alles an dem Orte ist, wo es für gewöhnlich hingehört, und die Zeit dort eine Bedeutung hat und ebenso dort keine, so sie keine hat, so kann sie an manchen Dingen etwas ändern, an anderen aber nie.

Und entweder man verkennt sich in diesem und jenem, oder man erkennt sich darin, zum ändern ist vieles gar nicht gedacht. Aber arbeiten kann man wohl schon dran, an sich oder an anderem, wenn das Erstere technisch nicht mehr möglich sein sollte, dann dürfte wohl das Andere gehen. Es geht fast immer etwas, wenn man es nur will..

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Auf zur Bewährung - BG 6:18

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Aug 28 2015, 00:27

Bhagavad Gita 6:18

Yogananda:
Wenn das Chitta (Gefühl) völlig unterworfen und ruhig im Selbst verankert ist, sagt man, dass der Yogi nicht mehr an Wünschen hängt und eins mit Gott geworden ist.

Prabhupada:
Wenn der yogi durch das Praktizieren von yoga die Tätigkeiten seines Geistes zügelt und sich auf die Ebene der Transzendenz erhebt - frei von materiellen Wünschen -, sagt man von ihm, er sei im yoga fest verankert.

Reclam:
Wer einen wohlbezähmten Sinn
Im Innern tief befestigt hat,
Von keinerlei Begier befleckt,
Der hat der Andacht sich genaht.
---
Je weniger man auf die äußern Umstände zählen kann, umso wertvoller ist ein bezähmter Sinn, der im innern befestigt ist und von den Umständen unberührt oder unbeeindruckt bleibt. Aber feststellen, was man da so hat, kann man oft erst unter gewissen Umständen. Daher kann man doch wieder froh sein, wenn es sich frühzeitig auflöst oder man erkennt, wo nachzubessern ist, bevor an der Stelle etwas einbricht, weil man darauf setzte und baute, von dem es dann schade wäre und um dessen Aufwand...

Irgendwie muss das Förderliche gefördert werden und derweil scheint eine Konfrontation mit den Kräften mehr anzuziehen, mit denen die Menschheit sich schon immer eher schwer tat, aber, wie soll's auch ohne Beförderung der Stärke geordnet weiter gehen, der dann die Kräfte unterliegen und sich dran anordnen können...

Positiv bleiben und Vertrauen tragen bereits wesentlich zu einer guten Wendung bei, und man kann's so sehen, ohne Prüfung keine Bewährung! Es gehört also irgendwo einfach dazu, wenn man wirklich sehen will, woran man ist und was wirklich da ist...

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Feuerholz - BG 15:5

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 30 2015, 00:12

Bhagavad Gita 15:5

Yogananda:
Wer frei von Ehrsucht, Täuschung und verderblichen Neigungen ist, wer alle Begierden überwunden und sich von den Gegensätzen Lust und Leid gelöst hat, wer fest gegründet im Selbst ruht, der geht nicht mehr in die Irre und erreicht den Zustand der Unwandelbarkeit.

Prabhupada:
Diejenigen, die frei sind von Geltungssucht, Illusion und falscher Gemeinschaft, die das Ewige verstehen, die nichts mehr mit materieller Lust zu tun haben wollen, die befreit sind von der Dualität von Glück und Leid und die, frei von Verwirrung, wissen, wie man sich der Höchsten Person ergibt, gelangen in dieses ewige Königreich.

Reclam:
Frei von Dünkel, Hang, Betörung,
Ledig der Begierden Kette,
In den Weltgeist sich versenkend,
Weise gehen zur höchsten Stätte.
---
Es ist wohl unwesentlich, was in Nichtigkeit wird getan oder ob man sich fromm gebärdet und tut den höheren Willen aber nicht, dann bleibt beides gleichermaßen nichtig und mehr auch nicht. D.h. also, man sammelt lediglich Feuerholz, aber mehr als Feuerwerk kommt dann auch nicht bei raus.

Auf der anderen Seite, auch wenn es nichts hermacht, aber es wird der höhere Wille getan, dann ist es auch immer wesentlich, was dann getan wird, wonach immer es aussehen mag.

So kann sich Ego über Ego zwar empören, wer nun was, wie und warum, aber nichts davon ändert etwas und daher kommt es nicht auf Feuerholz an, sondern was nach dem Feuerwerk ist und unabhängig diesem.


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Tag und Nacht - BG 2:69

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Aug 31 2015, 00:28

Bhagavad Gita 2:69

Yogananda:
Was allen Lebewesen als Nacht (Zeit des Schlafs) erscheint, ist für den Menschen, der Selbstbeherrschung besitzt, (helles) Wachsein. Und was dem Durchschnittsmenschen als Wachsein erscheint, das ist für die göttliche Wahrnehmung des Weisen Nacht (eine Zeit des Schlafs).

Prabhupada:
Was Nacht ist für alle Wesen, ist die Zeit des Erwachens für den Selbstbeherrschten, und die Zeit des Erwachens für alle Wesen ist Nacht für den nach innen gekehrten Weisen.

Reclam:
Wo Nacht für alle Wesen ist,
Ist Wachheit dem, der sich bezwingt,
Wo jene wachen, da ist Nacht
Für den, der nach der Weisheit ringt.
---
Der Vers wird sich wohl kaum auf Zeiten beziehen, auch nicht allgemein gefasst Zyklen stehen hier im Vordergrund, mehr sollte wohl auf das Bezug genommen sein, worin sich das Erwachen ausdehnt. In der Seele und als solche, gelten andere Regeln und es ist auch eine andere Art von Aktivität, als jene, worin die Persönlichkeit eines Menschen sich entfalten mag und wenn es sich gegensätzlich verhält, dann kann man nicht in beidem zugleich aktiv sein und eines wird in den Hintergrund treten.

So wie man auch keinen zwei Herren in sich dienen kann und wenn sie nicht verschiedener Ansicht sind, dann sind sie eins. Aber dennoch ist Herr wohl immer der erste Befehlsgeber und ein Heer, das, was sich darunter vereint hat...

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Nur bis es Farbe annimmt - BG 10:29,30

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 01 2015, 00:24

Bhagavad Gita 10:29,30

Yogananda:
Ich bin Ananta ("der Ewige") unter den Naga-Schlangen; Ich bin Varuna (der Gott des Ozeans) unter den Wasserwesen; Ich bin Aryama unter den Pitris (den Ahnen); Ich bin Yama (der Todesgott) unter all den Aufsehern.

Unter den Daityas (Dämonen und Riesen) bin Ich Prahlada; unter den Messenden bin Ich die Zeit; unter den Tieren bin Ich der König der Tiere (der Löwe); und unter den Vögeln bin Ich Garuda ("Herr der Himmel; das Reittier Vishnus).

Prabhupada:
Von den vielköpfigen Nagas bin Ich Ananta, und unter den Wasserlebewesen bin Ich der Halbgott Varuna. Von den verstorbenen Vorfahren bin Ich Aryama, und von den Rechtsprechern bin Ich Yama, der Herr des Todes.

Von den Daitya-Dämonen bin Ich der hingegebene Prahlada, unter den Bezwingern bin Ich die Zeit, unter den wilden Tieren bin Ich der Löwe, und unter den Vögeln bin Ich Garuda.

Reclam:
Ananta auch als Schlangengott,
Als Wassergottheit Varuna,
Als Ahne bin ich Aryaman,
Als Richterfürst Vaivasvata.

Ich bin die Zeit der Messenden,
Prahlada auch als Danava,
Als Leu bin ich der Tiere Fürst
Und von den Vögeln Garuda.
---
Na da hat sich einer aber ausgedehnt und bietet so ziemlich allen und allem von Rang und Namen eine Stätte in seiner Wesenheit.

Etwas Freude am Pflegen, womit man wohl eh gut beraten ist, und einmal begonnen, wird es wohl kein Ende mehr damit nehmen, wenn man's richtig angeht. Im Kleinen, wie im Großen, das nimmt sich wohl nicht so viel vom Grunde her. Und was soll's auch nicht geben, was man nicht doch noch gepflegt bekommt?!

Und echte Freude kommt wohl auf, wenn das Gepflegte irgendwo durscheint, es einem widerspiegelt und durchglitzern lässt, wo man den Grund hat für gelegt und etwas davon gepflegt.. schöner kann man sich wohl kaum wiederfinden...

Und rein äußerlich, muss sich so viel gar nicht ändern, nur ein wenig mehr Inne halten hier, etwas mehr Zuwendung dort, nur bis es Farbe annimmt.. so viel mehr als sonst ist's gar nicht mal und schon hat man den Kern oder Grund gelegt. Hier und da noch etwas Platz schaffen und sich lösen, von dem was keine Farbe annehmen will und schon ist man auf gutem Wege, an sich wohl alles kein Hexenwerk, vom Grunde her, als Gesamtwerk macht es wohl immer etwas mehr her.

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Der Kreis schließt sich - BG 8:26

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Sep 04 2015, 00:44

Bhagavad Gita 8:26

Yogananda:
Diese beiden Wege des Scheidens von dieser Welt haben ewige Geltung. Der Weg des Lichts führt zur Erlösung, der Weg der Dunkelheit zur Wiedergeburt.

Prabhupada:
Nach Ansicht der Veden gibt es zwei Wege, auf denen man diese Welt verlassen kann - einen im Licht und einen in der Dunkelheit. Wer im Licht verscheidet, kommt nicht wieder zurück. Wer jedoch in der Dunkelheit verscheidet, kehrt zurück.

Reclam:
Der dunkle und der helle Pfad,
Sie waren schon von Anbeginn;
Auf einem kehret man zurück,
Der andre führt zum Brahma hin.
---
Wenn man auf dem Evolutionären Pfade sich auch vom Göttlichen wegzubewegen scheint, wird es wohl immer dann nicht gelingen können, wenn man sich nicht vom Licht abbringen lässt, da man dann ja dieses nur ausdehnen und nicht verlassen wird.

Ob man nun, nachdem man genug gebeutelt ist, zum Involutionären Pfade zurück kehrt, oder in dem man gleich eingesehen hat, was etwas bringt und was nicht und so auf gewisse Erfahrungen auch mal verzichtet. Manche Erfahrung kann wertvoll sein, manche weniger, hängt wohl auch davon ab, in welchem Nutzen-Verhältnis und für welche Aufgaben es dann herhalten kann und darf.

In dem Einen hat ja alles seinen Platz, aber in einem selbst ja auch, jedenfalls muss das, was da ist, auch mal geordnet werden und dann bekommt es einen solchen so oder so zugewiesen. Da Ordnung nach allen Seiten hin erst rechte Ordnung bedeuten kann, wird diese sich wohl erst im Verhältnis zum Einen sich einstellen können. Und so sich durch Zweckverbindungen begründen und sich nach dem Platze richten, welchen es in dem Einen dann gewiesen bekommt, so das, sobald sich der Kreis schließt, sicher nichts umsonst gewesen ist. So wird es wohl sein, wenn die Linien gezogen sind, die zusammen für das stehen, was dem Einen dient und die den Kreis rund werden lassen. Wo die Linien noch nicht durchgezogen sind, also mehr nur gestrichelt, da wird man dann noch einmal lang müssen, wenn es einem weniger entspricht, dann ist's wohl besser dort nicht für gestrichelte Linien und viele Punkte zu sorgen, allgemein hin gesagt... so werden aus Punkten mal Striche, aus Strichen Linien und wenn die Sache rund ist, dann schließt sich ein Kreis.

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Die Zeit - BG 3:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Sep 07 2015, 00:26

Bhagavad Gita 3:5

Yogananda:
Wahrlich, keiner kann auch nur einen Augenblick untätig sein; alle werden wohl oder übel gezwungen zu handeln, denn die Eigenschaften (Gunas), die der Natur (Prakriti) entspringen, treiben sie dazu an.

Prabhupada:
Jeder ist gezwungen, hilflos nach den Drängen zu handeln, die von den Erscheinungsweisen der materiellen Natur hervorgerufen werden; deshalb kann niemand auch nur für einen Augenblick aufhören, etwas zu tun.

Reclam:
Nicht einen Augenblick verbringt
Der Mensch in bloßem Müßiggang:
Auch unwillkürlich handelt er
Nach des Naturgesetzes Zwang.
---
Ob es gar einfach oder schwer,
zu handeln nach der Absicht mehr,
als bloß in den Zeitabfolgen,
diesen nur blindlings folgen?

Denn immer wird sich etwas finden,
worin Zeit lässt sich leicht binden.
Passiv zu bleiben geht ja leicht,
doch nichts ist damit dann erreicht.

Auf die Aufhängung kommt es an,
woran man etwas hängt nur dran.
Der Aufwand ist doch gar nicht mehr,
als Zeit zu rennen hinterher..

So kann man folgen auch dem Sinn,
denn in der Absicht ist mehr drin,
als aufgeteilt in Zeitscheiben
und sich daran nur aufreiben.

Hat die Tätigkeit den Punkt erreicht,
an welchem sie dem Höheren gleicht,
dann fügt sich alles auch zusammen,
und folgt seinem höheren Namen.

Was dann noch spurtet hinterher,
ist nur die Zeit selber gar sehr,
denn sie kann doch auch nicht mehr...

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Vom tuen und lassen - BG 3:13

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Sep 11 2015, 01:22

Bhagavad Gita 3:13

Yogananda:
Heilige - welche die Überreste eines pflichtgemäßen Feueropfers (Yajna) essen - werden frei von allen Sünden; doch Sünder - die nur für sich selbst Nahrung beschaffen - schwelgen in der Sünde.

Prabhupada:
Die Geweihten des Herrn werden von allen Arten von Sünden befreit, da sie Nahrung essen, die zuerst als Opfer dargebracht wurde. Andere, die Nahrung für ihren eigenen Sinnengenuß zubereiten, essen wahrlich nur Sünde.

Reclam:
Wer von des Opfers Überrest
Sich nährt, wird frei von Sündenqual,
Doch ihr verfällt, wer nur für sich
Bereitet hat das Festesmahl.
---
Für irgendetwas, ist fast alles gemacht und kaum etwas vorweg für nichts. Obs den Erwartungen gerecht werden mag, sei dahin gestellt. Aber was ist nun von größerer Bedeutung, etwas zu tun oder zu lassen, oder wofür man etwas überhaupt tut?

Etwas tuen oder lassen bewegt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich von Entscheidungen, d.i. nicht von Wahlen und d.h. dann auch, es ist wahrscheinlich begrenzt, als wenn es freie Wahlen bereit hielte. Ein wenig anders mag es noch mit einem Entschluss sein, der ja auf Dauer besehen wohl mindestens viele Entscheidungen umfasst.

Wofür etwas getan wird bedeutet auch, was alles einbezogen wird, unbesehen dessen, wie sich das Einbezogene daran beteiligen sollte. Das geht dann eher hinein in den Bereich von Wahlen und wird wohl eher von Tragweite sein, somit auch von primärer Bedeutung und Entscheidungen eher sekundärer Bedeutung tendenziell jedenfalls.

Auch wird es meist so sein, dass wenn man sich entschieden hat, dieses bereits an etwas geknüpft ist und einem bestimmten Rahmen untergeordnet. D.h. bevor man sich entschieden hat oder unmittelbar vor einer Entscheidung steht, könnte es auch noch eine Wahl geben, sei diese auch lediglich darauf bezogen, wie man es angeht und wem oder was man es unterstellt.

Daher ist die wesentlichere Überlegung nicht einfach nur, ob man etwas tut oder lässt, sondern warum und wofür man etwas tut oder es eher lässt und ohne diesen Punkt zu klären, könnte jede Entscheidung schnell unwesentlich werden...

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Umstellung auf das Neue - BG 12:16

Beitrag  Devino Melchizedek am So Sep 13 2015, 01:01

Bhagavad Gita 12:16

Yogananda:
Wer frei von weltlichen Wünschen ist, wer rein ist an Körper und Geist, wer stets zur Tätigkeit bereit ist, wer sich von den Geschehnissen der Welt nicht erregen und bekümmern lässt, wer jedem eigennützigen Wunsch entsagt hat - der ist Mein Jünger und Mir lieb.

Prabhupada:
Mein geweihter, der nicht vom gewohnten Verlauf der Tätigkeiten abhängig ist, der rein, sachkundig, ohne Sorgen und frei von allem Leid ist und nicht nach Ergebnissen trachtet, ist Mir sehr lieb.

Reclam:
Auch wer gleichgültig, rein und klug,
Wer ohne Furcht und Hoffen ist,
Selbstsücht'gen Handelns sich begibt,
Der ist mein Freund zu jeder Frist.
---
Am Deutschen find ich gut, dass man ziemlich präsent und achtsam ist und so mehr direkt auf die Situation reagieren bzw. mehr in dieser agieren kann. Auch ist es mehr feinstofflicher Natur und man ist irgendwo leichter unterwegs, aber dafür geht's einem eher auf die Knochen (geistig), so als würden manche, die nicht auf der selben Welle sind, nicht recht sehen, wo sie da reinrennen und übersehen das eben dort bereits einer ist.

Die Engländer hingegen, so als würden sie die feine und reine Seite nicht packen können und erreichen, bekommen dann eher die Kehrseite davon, aber letztlich liegt's ja dann an ihnen selbst. An sich kommt eins zum anderen und wenn alle Seiten ihren Part erfüllen, dann fügt sich alles zu Gunsten aller zusammen.

Nachdem man doch einige, nennen wir es Systemwechsel, hinter sich hat, find ich das Deutsche doch noch am besten, auch wenn man damit erst umzugehen erlenen muss, da es doch etwas filigraner ist in der Art und Weise.

Ein Wechsel ist, wie wenn die ganze Welt plötzlich sich gedreht hat und von einem Tag zum Nächsten, alles anders auf einen reagiert und in einem und auch außerhalb die Dinge plötzlich eine andere Bedeutung annehmen, weil die eigene Seele einen anderen Standort eingenommen hat und in einem anderen Zusammenhang sich befindet und wie und was in welcher Art und Weise dann bei einem ankommt, wie auch man selber beim anderen. Mit dem gewohnten Verlauf kommt man nicht weit, da man dann überall auffallen und anecken wird und eine Umstellung auf das Neue doch einem sowohl einiges abverlangen kann als auch seine Zeit brauchen.


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Von der Handhabung zur Handhabe - BG 18:58

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Sep 14 2015, 01:01

Bhagavad Gita 18:58

Yogananda:
Wenn du Mich im Herzen trägst, wirst du durch Meine Gnade alle Hindernisse überwinden; doch wenn du selbstsüchtig bist und Meinen Rat nicht befolgst, bist du dem Untergang geweiht.

Prabhupada:
Wenn du dir über Mich bewußt wirst, wirst du durch Meine Gnade alle Hindernisse des bedingten Lebens überwinden. Wenn du jedoch nicht in diesem Bewußtsein, sondern aus falschem Ego heraus handelst und nicht auf Mich hörst, wirst du verloren sein.

Reclam:
Und glaube, dass, wer mir vertraut,
In jeglicher Gefahr besteht,
Doch wer, von Selbstsucht übermannt,
Mir nicht gehorchet, untergeht.
---
Es gibt das ein und andre, was einem nur zukommt, wenn es auch zugleich allen anderen zukommt und man es zulässt und durchlässt, ohne es zu begrenzen und auf sich beziehen zu suchen. Auch ist die Natur dieser Dinge derart, dass sie erst auftreten kann, in Verbindung zu allem anderen und man den Lauf dessen auch nicht ändern kann, weil es außer seinem Naturell nicht ist und ebenso sich das dort nicht einbringen lässt, was dort nicht bestehen kann und bedeutungslos dann nur ist.

Üben, üben, üben, bis man ist dann drüben...
Erst wird man allem gerecht werden müssen, was zur Befähigung beitrug,
dann das abzahlen und begleichen, bis man ist befreit von dem, was macht bloß bereit,
um dann alles noch einmal zu vollziehen, aber mehr dann einfach nur von sich heraus
und was dann noch bleibt, dazu ist man auch bereit, es zu einem gehört und man durch rechte Handhabung erst eine Handhabe erhält.

Wer sich damit bloß zufrieden gibt, etwas zu können, weil es bereit gestellt wird, hat wohl nicht die Sorge, etwas wirklich zu erhalten. Andernfalls wird man wohl auch lernen müssen, damit umzugehen, es nicht zu können oder auch viel schlechter zu können, als die, die das Bereitgestellte bloß bedienen. Es kommt nicht darauf an, wonach es aussieht, sondern was wirklich ist und ehrlich zu dem zu sein, woran man ist, um überhaupt daran gehen zu können.

Die echte Handhabe über etwas zeigt sich nicht darin, dass man anderen damit gefällt, sondern wenn man es stellt. Es fällt einem dann mehr nur der Part immer wieder zu, der nicht rund läuft und man mehr nur die Konflikte auf seiner Seite hat. Es ist nichts, womit man sich unbedingt hervortut, denn wer will's auch anderes beurteilen, derer, die nur darunter fallen, statt's etwas zu stellen.. und was bleibt ist üben, verwirklichen, üben, verwirklichen und so immer weiter...

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Sich als Seele erkennen können - BG 13:15

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Sep 18 2015, 02:14

Bhagavad Gita 13:15

Yogananda:
Er ist innerhalb und außerhalb all dessen, was besteht und sei es belebt oder unbelebt; nahe ist Er und dennoch fern; in Seiner Feinheit nicht wahrnehmbar.

Prabhupada (BG 13:16):
Die Höchste Wahrheit existiert innerhalb und außerhalb aller Lebewesen, der sich bewegenden und der sich nicht bewegenden. Aufgrund Ihrer feinen Beschaffenheit ist es nicht möglich, Sie mit den materiellen Sinnen zu sehen oder zu erkennen. Obwohl weit, weit entfernt, ist Sie auch sehr nah.

Reclam:
Ist in und außerhalb der Welt,
Fest und beweglich, Ardschuna,
So fein, dass niemand es gewahrt,
Es ist zugleich entfernt und nah.
---
In den Sutras heißt es, es zählt zu den Eigenschaften der Seele, sich leicht und schwer machen zu können und auch sich auszudehnen und zusammen zu ziehen.

Das dient dann mehr der Navigation. Beim schwerer machen und leichter, kann man absinken und emporsteigen und beim ausdehnen und zusammenziehen, etwas in den Fokus nehmen, in dem man umfasst und sich ausrichtet. Daran kann man erkennen, ob man mehr sich in seiner Seele erfährt, es ist nicht irgend eine Gewalt, die von der Seele ausgeht, dies könnte dann mehr vom Göttlichen daher kommen. Nebst dem, dass die Sinneswahrnehmungen mehr in den Hintergrund treten und die Empfindung der Dinge, wie sie sind, in den Vordergrund.

Da der Seele (Überseele) alles bereits gegeben ist, ist sie grundsätzlich nicht für sich tätig, sondern fürs Ganze oder irgend etwas im speziellen.

Ansonsten kann man als Mensch die Seele nicht beurteilen oder direkt wahrnehmen, da die Mittel dazu nicht zureichen. Aber der Mensch kann von mehr als nur der eigenen Seele eingesetzt und gerbraucht werden, was eher auch zur Normalität zählen dürfte. Vermittelst der eigenen Seele tuen sich dann andere Mittel und Möglichkeiten auf und dann wird das Menschliche mehr zum Mittel, wobei ein Zweck nicht ausgeschlossen bleiben muss.

Von Aspekt zu Aspekt sich abturnen, bis man auf natürliche Weise hineinwächst, dann wird sich vieles ganz ohne Schwierigkeiten auftuen...

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Laufrichtung des Flußes - BG 18:20

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Sep 19 2015, 03:53

Bhagavad Gita 18:20

Yogananda:
Wisse, o Arjuna, dass die sattvische Erkenntnis dem Menschen dazu verhilft, in allen Wesen den einen unzerstörbaren Geist wahrzunehmen - der ungeteilt im Geteilten besteht.

Prabhupada:
Jenes Wissen, durch das die eine ungeteilte spirituelle Natur in allen Lebewesen gesehen wird, obwohl sie in unzählige Formen aufgeteilt sind, solltest du als Wissen in der Erscheinungsweise der Tugend betrachten.

Reclam:
Wenn man in allem, was da wird,
Das Eine sieht, das dauerhaft
Und ungeteilt in allem lebt -
Das Wissen nennt man "wesenhaft".
---
Mal gelingt es mehr, mal weniger, in den Anderen um sich, auf das Licht in ihnen zu sehen und dann gibt's auch weniger Reibung in einem selbst. Da die meisten wohl eher bereit sind, das Positive, was man in Ihnen sieht auch für sich anzunehmen und das Lichtvolle gegen alles Kleinliche einzutauschen, was vielleicht bis dahin noch von Bedeutung war.

Es ist ohnehin verrückt, wie oft an etwas festgehalten wird, mit der Überzeugung, man würde etwas verlieren, wenn man nicht auf sein Recht nur pocht und darauf achtet, möglichst selber für seinen Teil immer gut wegzukommen usw. Nur genau so kommt man in den Fluss, des Mangels oder sonstiger Bedrohung, weil man sich diesem selber öffnet und daran beteiligt.

Der Schutz liegt gerade darin, in welche Richtung man blickt und es in seine Welt hineinholt. Da alles Wahrhaftige nicht weniger wird, wenn man es teilt oder weggibt, sondern vermehrt sich gerade dadurch und man kommt selber in eben diese Laufrichtung vom Fluss, der zur Beförderung beiträgt, anstelle dessen, der das Förderliche fortträgt.

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Seelennähe - BG 18:21

Beitrag  Devino Melchizedek am So Sep 20 2015, 01:08

Bhagavad Gita 13:21

Yogananda:
Purusha erlebt die von der Natur erschaffenen Gunas, und zwar unter dem Einfluss von Prakriti. Anhänglichkeit an die drei Eigenschaften der Prakriti veranlasst die Seele, sich in einem für sie förderlichen oder hinderlichen Mutterschoß zu verkörpern.

Prabhupada (BG 13:22):
So folgt das Lebewesen in der materiellen Natur den Wegen des Lebens und genießt die drei Erscheinungsweisen der Natur. Das ist auf seine Verbindung mit der materiellen Natur zurückzuführen. So trifft es mit Gut und Schlecht in den verschiedenen Lebensformen zusammen.

Reclam:
Verflochten in die "Urnatur"
Genießt die "Gunas" so der Geist,
Verkörperung, ob gut, ob schlecht,
Hiervon als Folge sich erweist.
---
Warum sollten bestimmte Kenntnisse für die Seele höher angesiedelt sein, als andere?
Kenntnisse sollten praktischen Charakter haben, denn alles, was irgendwo über die Seele geschrieben steht, ist der Seele nicht näher, als sie sich selbst nur ist.

Der praktische Nutzen wäre wohl der, welcher der Seele eine Handhabe ermöglicht, mit etwas Bestimmtem umzugehen oder sich einbringen zu können, d.h. den Menschen für die eigene Aufgaben vernünftig einsetzen zu können.

Wesentlich ist dann, nebst einem geregelten Alltag, dass es gewisse Zusammenhänge gibt, um sich also mit einer Thematik richtiggehend überhaupt befassen zu können, sollten zuvor alle tragenden Grundlagen bedient sein.

Ebenso, wenn man etwas für Andere machen möchte, sollte man sich vergewissert haben, dass es mehr mit Ihnen zu tuen, als nur mit einem selber. Überhaupt sollte man mit Eigeninteresse nur sehr sparsam sein, denn zieht man sich was rein, was einem seins nicht ist, vertritt man dieses schnell und steht für etwas ein, was einen sich selber nur entfremdet. Durch die Triebkraft der man Antrieb gibt, man dieser selber nur erliegt.

So macht es einen noch lange nicht spiritueller, als einen anderen, nur weil man sich etwas mehr mit diesem oder jenem befasst hat, wenn es der eigenen Seele nichts an die Hand gibt, dann war es wohl nur für etwas anderes oder gar nichts gut. Ein tüchtiger Mensch ist für jede Seele von Nutzen und das Eigeninteresse zeigt keineswegs auf das, woran der eigenen Seele etwas liegt. Dann doch eher das allgemein Nützliche regeln und das angehen, was mehr als einem selber zukommt und schon hat man der Seele auch viel eher etwas an die Hand gegeben und ist dieser auch selber als Mensch eher zur Hand und so auch näher.

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Aspekt und Betätigung - BG 13:24

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Sep 23 2015, 01:51

Bhagavad Gita 13:24

Yogananda:
Um das SELBST im Selbst (im geläuterten Ego) durch das selbst (den erleuchteten menschlichen Geist) zu schauen, folgen einige dem Weg der Meditation, andere dem Weg der Erkenntnis und wieder andere dem Weg selbstlosen Handelns.

Prabhupada (BG 13:25):
Einige erkennen die Überseele in ihrem Innern durch Meditation, andere durch Entwicklung von Wissen und wieder andere durch die Tätigkeiten ohne fruchtbringende Wünsche.

Reclam:
Wohl mancher hat durch Sinnen sich
Des Geistes Anblick schon genaht,
Durch Grübeln schauen ihn andere
Und wieder andre durch die Tat.
---
Ob man die drei genannten Richtungen mit dem Intelligenz, Liebes- und Willens-Aspekt verbinden kann?
Vielleicht esoterisch gesehen die Aspekte und exoterisch mehr die Betätigungsrichtung.. Jedenfalls wird man wohl parallel einen der Aspekte damit auch in sich ausarbeiten, während man sich in irgend einer Richtung betätigt.

Und warum sollte es auch nicht das Naheliegendste sein, nicht im sinne dessen, nur beim vertrauten zu verweilen, aber es nutzt auch nichts sich zu verbiegen, mit dem, was einem überhaupt nicht liegt oder wozu man keinen brauchbaren Anlagen hat. Immerhin hat man vielleicht ein halbes Leben hinweg etwas gearbeitet oder sogar über mehrere Leben hinweg etwas ausgearbeitet, es dann einfach für einen Trend o.ä. dann stehen zu lassen, wäre wohl nicht das klügste.

Also durchaus das nehmen, was auch wirklich da ist, denn nicht etwas ganz besonderes und bestimmtes allein ist es, sondern alles in allem.

Allein schon aufgrund der spezifischen Strahlenkonstellationen liegt nicht jedem genau das gleich ebenso oder überhaupt das man für alles die gleichen Ausgangbedingungen von daher schon hätte. Dazu das, was einem gegeben ist und es ist wohl immer etwas da, woraus sich etwas oder mehr machen lässt, ja selbst wenn es scheinbar nicht so ist, dann bleibt immer noch die breitere Wahlmöglichkeit, weil ja auch noch nicht so viel feststeht und festgelegt ist...

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vor mir die Sintflut - BG 13:28

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Sep 25 2015, 01:19

Bhagavad Gita 13:28

Yogananda:
Wer die Allgegenwart Gottes erkennt, wird das SELBST nicht durch das Selbst verletzten. Ein solcher Mensch erreicht das Höchste Ziel.

Prabhupada (BG 13:29):
Jemand, der sieht, dass die Überseele überall, in allen Lebewesen, in gleichem Maße gegenwärtig ist, erniedrigt sich nicht durch seinen Geist. So nähert er sich dem transzendentalen Ziel.

Reclam:
Denn wer weiß, dass der höchste Herr
In allen seinen Wohnung hat,
Der schädigt sich nicht durch sich selbst -
Er steigt empor zum höchsten Pfad.
---
Das höhere Selbst kann keinem überzogenen Ehrgeiz verfallen, weil es nichts zu erreichen sucht und es nicht braucht. Auch wird es nicht nach dem Motto irgendwo durchlaufen "nach mir die Sintflut", sondern danach "vor mir die Sintflut" und sich dort reinbegeben, wo etwas getan werden kann und nicht wo man es besser lässt.

Auch das sich verletzen und Gewalt antuen, was wohl nicht wenig im Trend liegt, kann in beide Richtungen geschehen. Einmal erfährt man als Mensch, das Selbst als von außen kommend, wie es auf einen einwirkt, wenn man dann, in welcher Art und Weise auch immer, dagegen vorgeht, dann verletzt man sich selbst und sein Selbst und vielleicht auch andere, aber immer mindestens sich selbst.

Da das Selbst bei der Selbstentwicklung, und wir reden hier nicht vom höheren oder höchsten Selbst, sondern das in der Erfahrung, was meist sich auf einen bestimmten Kreis bezieht und i.d.R. bei der Entwicklung dieses Kreises (was auch immer es umfasst und sich damit verbunden hat) zugleich mitwirkt und vielleicht nur diesen oder zugleich sich Selbst hierbei entwickelt und aufbaut, von vielen technischen Schwierigkeiten oder auch moralischen usw. nicht ausgenommen bleibt und somit auch Fehler vorkommen können oder werden, da hierin ja auch der Hauptpart der Entwicklung überhaupt liegt. Auch von daher kann man sich selbst und dann auch noch viel leichter anderen Gewalt antuen.

Letztlich, alles, was man tut oder wo gegen richtet, bezieht sich mittelbar oder unmittelbar auf einen selbst. Kann es wo ankommen, dann mittelbar, kommt es gleich zurück, dann unmittelbar.


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Sehen und Besinnung - BG 13:34

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Sep 26 2015, 02:31

Bhagavad Gita 13:34

Yogananda:
Wer mit den Augen der Weisheit den Unterschied zwischen Kshetra und Kshetrajna schaut und auch die Methode kennt, die zur Befreiung der Wesen von Prakriti führt, geht in das Höchste ein.

Prabhupada (13:35):
Diejenigen, die mit den Augen des Wissens den Unterschied zwischen dem Körper und dem Kenner des Körpers sehen und auch den Vorgang der Befreiung aus der Knechtschaft der materiellen Natur verstehen, erreichen das höchste Ziel.

Reclam:
Wer mit des Wissens Blick das "Feld"
Vom "Herrn des Felds" recht unterschied,
Der wird erlöst, weil die "Natur"
Getrennt vom Geistigen er sieht.
---
Wenn der Blick auf das weist, wie es wirklich drum steht, dann kann nichts die Bedeutung mehr haben, die es abgesondert erhält und auch die Bedeutung, die etwas hat, nicht mehr verzehrt auf etwas gelegt werden, worin sich diese an sich nicht vorfindet.

Da etwas, wie es ist, auch noch ist, wenn es nicht darin gesehen wird, kann es nur bedeuten, dass es reicht, das wegzulassen, etwas anzunehmen, was nicht ist. Die Sache ist also leichter, als wir sie für gewöhnlich machen. Denn man muss (im Sehen) nicht etwas erschaffen, damit es ist, sondern nur das nicht mehr erschaffen, was nicht ist.

Die Schwierigkeit, liegt also im zu viel und nicht zu wenig, dem Sehen jedenfalls nach und was das Gesehene betrifft. Das Tuen folgt meist auch nur dem sehen.

Ein Rebell wird sich meist als Knecht begreifen, aber wollten alle rebellieren, welche Ordnung wäre dann in einer Anarchie, gegen die man noch vorgehen könnte? Könnte man nun gegen die Anarchie rebellieren oder würde man dann nicht notwendigerweise eine Ordnung wieder einzuberufen suchen? Und dann hätte auch Anarchie etwas Gutes hervorbringen können und wenn's nur Rückbesinnung sei, aber dann hätte Dieses doch eine weitreichendere Bedeutung als sie es früher hatte.. wenn man nur den Preis nicht zu hoch treibt, mit seinem Treiben, dann kann in maßen Vieles etwas nutzen, jedenfalls so lange es noch da ist, denn ist nichts mehr da, wogegen man rebellieren kann, was dann, wenn man sich zu dolle darauf nur versteift und verstehen sollte...

Erschaffen ist also mehr als tuen und dagegen sein, weniger als beides, aber an passender Stelle auch nicht unbedingt.

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Die etwas andere Waage - BG 14:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Sep 28 2015, 01:00

Bhagavad Gita 14:5

Yogananda:
O Starkarmiger (Arjuna)! Die der Prakriti innewohnenden Gunas - Sattva, Rajas und Tamas - halten den Unvergänglichen Bewohner im Körper gefangen.

Prabhupada:
Die materielle Natur besteht aus drei Erscheinungsweisen - Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit. Wenn das ewige Lebewesen mit der Natur in Berührung kommt, o starkarmiger Arjuna, wird es durch diese Erscheinungsweisen bedingt.

Reclam:
"Natur" gebiert die "Finsternis",
Die "Leidenschaft", die "Wesenheit";
Die fesseln an den Erdenleib
Der Seele wahre Geistigkeit.
---
Zunächst weniger optimistisch könnte man sagen, ist ja wie schockgefroren, zack und drin steckt man dann in der materiellen, d.h. auch grobstofflichen Natur.

Etwas optimistischer gesehen, ist's doch nur ein Erfahrungsbereich, und man kann sehen, womit man sich schwer tut und womit weniger und sich in der ein oder anderen Hinsicht ausleben, kennenlernen und erfahren.

Noch optimistischer gesehen, kann wohl gesagt sein, na zum glück gibt es etwas, wo es nicht gleich in der Ewigkeit mündet. All dieses, was nicht Vollkommenheit erreicht hat, würde es die Ewigkeit kosten, wie wollte man dann je damit glücklich werden können?!

An sich kann es auch einfach dazu zählen, zu schauen, welche Qualitäten in welcher Weise ausgearbeitet sind und woran man noch etwas feilen und arbeiten kann.

Daher könnten die Gunas wohl mit einer Art Materie-Waage oder Indikator verglichen werden, um das Gewicht zu wiegen und zu schauen, bis wohin etwas plumpst und wo es stehen bleibt. Bestimmt in mancher Hinsicht eine schöne Sache...

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Selbstverpflichtung - BG 14:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 01 2015, 01:11

Bhagavad Gita 14:11

Yogananda:
Man weiß, dass Sattva vorherrscht, wenn das Licht der Weisheit durch alle Sinnestore des Körpers scheint.

Prabhupada:
Die Merkmale der Erscheinungsweise der Tugend können erfahren werden, wenn alle Tore des Körpers durch Wissen erleuchtet sind.

Reclam:
Wenn durch die Pforten dieses Leibs
der helle Schein des Wissens bricht,
Die Führung hat die "Wesenheit",
Das glänzende Erkenntnislicht.
---
Vielleicht hat man nicht direkt Einfluß auf All das, was einem getan wird oder womit man es zu tuen bekommt. Worauf man jedenfalls Einfluß hat, ist, was man selber tut. Vielleicht auch nicht in der Weise, dass man immer nur das richtige tut oder auch genau weiß, was man da tut, aber zumindest kann man das, wo man nicht sicher ist oder auch sicher, das es Unrecht sei, sich diesem verweigern.

Ebenso auch kann jeder, der vom Pfad in irgend einer Weise abgekommen sein sollte, immer noch etwas Gutes tuen und eben in der Weise sich einen Weg pflastern, aus jenem wieder zu etwas anderem und besseren zu gelangen.

Selbst wenn man zu der Ansicht gelangt sein sollte, dass alles zu spät oder verloren sei u.ä., so ist man sicherlich keinem Übel verpflichtet, sondern seinem Selbst allem voran. Schon in der Weise, kann so manches keinen halt mehr in einem finden, dafür manch anderes umso mehr..

Und alles wo man wieder heraussteigt, nimmt man auch alles mit, was mit hinaus will oder schlägt jedenfalls eine Art Schneise ins Licht, so, dass auch dieses dann von Nutzen sein kann...

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Vor sich selbst davon laufen? - BG 14:12

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Okt 02 2015, 01:48

Bhagavad Gita 14:12

Yogananda:
Ein Überwiegen von Rajas verursacht Gier, Tätigkeit, Arbeitseifer, Ruhelosigkeit und Wünsche.

Prabhupada:
O Oberhaupt der Bharatas, wenn die Erscheinungsweise der Leidenschaft zunimmt, entwickeln sich die Anzeichen großer Anhaftung, fruchtbringender Tätigkeiten, intensiver Bemühung sowie unbeherrschbarer Wünsche und Verlangen.

Reclam:
Entfaltet die Geschäftigkeit
Und Unruhe die höchste Kraft,
Dann hat, o Stier der Bharatas!
Stets obsiegt die "Leidenschaft".
---
Wenn man die Tugendhaftigkeit nimmt, dann wäre es vergleichbar damit, dass man bei sich selbst ist und eher in seiner Mitte ruht. Bei der Leidenschaft wäre es so, dass man stets vor sich selbst auf der Flucht ist und vermeidet, sich selbst zu begegnen. Und bei der Trägheit ist es so, dass man seinem Selbst hinterherdackelt, es aber nicht erreicht, weil es einem scheinbar zu viel abverlangt (und doch wäre es nur dieses und ähnliches, was abverlangt würde, was man weder bräuchte noch ist).

Man sollte schon seine gesunden Grenzen akzeptieren, denn ob man resigniert und in die Trägheit fällt, oder versucht so schnell zu rennen, dass einem diese nicht bewusst werden, mit beidem vermeidet man nur, dort anzusetzen, wo es für einen Not tut und wo man am meisten mit erreicht.

Es geht nicht um viele Dinge, es geht nur um die wesentlichen und notwendigen Dinge und dann vielleicht noch die, die einem Freude bereiten. Was soll man denn auch sonst mit allem anderen anfangen? Wieso sich auch irgend welche Nummern anziehen, ohne die man viel glücklicher dran ist und die man vielleicht lange nicht mehr wegbekommt.

Etwas abarbeiten ist etwas anderes, als sich Arbeit aufzuladen. Und wenn man soweit kommt und sich die Möglichkeit eröffnet an derlei Dingen wie der Selbstverwirklichung zu arbeiten, was ein sehr großes Privileg ist und man anfängt diese riesige Vorratskammer mit Schätzen zu füllen, dann sollte man mit sehr viel bedacht daran gehen, was man dann anfasst und einlagert.

So wird es ohnehin nicht ausbleiben, dass man mit vielem konfrontiert wird, was einem nicht unbedingt behagt, sobald man einzelne Themen abarbeitet und man wird hinreichend zu tuen bekommen unterwegs, als das man sich danach verreißen muss.

Auch ist gemäß Share-International die Selbstverwirklichung ein Baby von Maitreya, was wohl noch sehr lange ein Kernpunkt bleiben wird in der Menschlichen Entwicklung. Aber es wird wohl schon erfordern, dass man zumindest gewisse Hausaufgaben erst erledigt, bevor man sich daran begeben können wird.

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Von Trägheit zur Ruhe - BG 14:13

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 03 2015, 00:23

Bhagavad Gita 14:13

Yogananda:
Wenn Tamas das vorherrschende Guna ist, erzeugt es Dunkelheit, Faulheit, Pflichtversäumnis und Täuschung.

Prabhupada:
Wenn die Erscheinungsweise der Unwissenheit zunimmt, o Nachkomme Kurus, manifestiert sich Dunkelheit, Trägheit, Verrücktheit und Illusion.

Reclam:
Erreichen Nichtwissen und Wahn
Und Trägheit ihren höchsten Stand,
Dann weißt du, edler Kuruspross:
Die "Dunkelheit" nahm überhand.
---
Kaum nimmt die Trägheit überhand,
wird diese so doch nicht erkannt,
denn sonst würd jeder sich besinnen
und gar nicht könne sein von Sinnen.
Doch nur wer's Dunkel überwindet,
nur der sich selber wiederfindet.

Es ist nicht leicht und auch nicht schwer,
man braucht nur loszulassen mehr,
was sich in einem zwar befindet,
jedoch nur immer wieder bindet.
An das was leichter einem scheint,
jedoch mit Trägheit nur vereint,
da man ja bräucht nicht mehr zu tuen,
als nur in dieser weiter ruhen.

Jedoch wie oft es doch so ist,
wenn man es bloß danach bemisst,
ist man sich seiner nicht gewiss,
hilft wenig das, wonach mir ist,
als mehr das Gegenteil hierzu,
was störte bloß die sel'ge Ruh.

Wieso sollt man nicht auch erreichen,
um allen jenen eins zu gleichen,
die den Beweis dafür erbringen,
was man doch alles kann erringen.
So lang Gewalt bleibt außen vor,
man steigt recht sicher dann empor.

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Den Bogen raushaben - BG 3:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 05 2015, 00:38

Bhagavad Gita 3:27

Yogananda:
Alle Handlungen werden universell von den Eigenschaften (Gunas) der uranfänglichen Natur (Prakriti) hervorgerufen. Ein Mensch, dessen Ich von der Selbstsucht irregeführt worden ist, denkt: "Ich bin der Handelnde".

Prabhupada:
Die vom Einfluß des falschen Ego verwirrte spirituelle Seele hält sich selbst für den Ausführenden von Tätigkeiten, die in Wirklichkeit von den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur ausgeführt werden.

Reclam:
In Wahrheit handeln in der Welt
Allein die "Gunas" der "Natur",
Verblendung durch sein Selbstgefühl,
Der Tor glaubt selbst zu handeln nur.
---
Alles hängt zusammen, in Glück und Leid und wenn es erkannt wird, wird die Erleichterung wohl groß sein, aber wohl die Gewichtung vielleicht notwendigerweise zur Zeit noch mehr beim Leid liegen müssen...

Die Sache ist rund, wenn man nur den Bogen raus hat.
Wenn etwas zu sich findet, dann ist die Sache rund. Und wenn alle den Bogen raushaben?

Manchmal ist die Menschheit klug und der Einzelne dumm, manchmal der Einzelne klug und die Menschheit ist es aber nicht. Beides lernt voneinander. In der einen Hinsicht ist jedes schneller dabei.

Bis etwas sitzt, kann es dauern, beim Einzelnen direkt vielleicht etwas schneller, bei der Masse aber schneller bei allen. Und es kommt allen zugute. Darüber hinaus, wird es umso umständlicher, je weiter man voraus gehen möchte, aber wenn die Masse dort ist, wird es leichter dort hin zu kommen, aber auf eine andere Weise wieder umständlicher oder anstrengender, aber auch eher möglich noch weiter zu gehen.

Daher ist die Lösung für alle gleich, selbst wenn der Ausgangspunkt es nicht sein sollte, aber daher ist dann jeder wertvoll. Auch wenn die Ungleichheit unbehaglich sein mag, aber gerade dort steckt das größere Lernpotenzial dann auch. Man lernt nicht für die Lehrer, sondern fürs Leben und man lernt auch nicht nur für sich selber, sondern letztlich für alle mit.

Und nur alle können alle sein und jeder dort am wertvollsten, wo sonst keiner seine Position einnimmt oder einnehmen kann. Es hilft auch wenig, irgendwen über die Maßen straffen zu wollen, ohne dabei alle mit zu strafen, weil alles aufgehalten wird und es ist wohl auch nicht die Zeit abzusondern, weil ebenfalls alles aufgehalten wird. Der Schmerz wird sich beim zusammenfinden schon hinreichend kundtuen, daher ist es wohl wichtiger bei sich zu sein und mit sich im reinen...

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Wesenstreue oder Alternative - BG 3:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 05 2015, 22:54

Bhagavad Gita 3:40

Yogananda:
Es heißt, dass Sinne, Geist und Intellekt eine starke Festung der Begierde bilden; mit diesen täuscht die Begierde die verkörperte Seele, indem sie deren Weisheit trübt.

Prabhupada:
Die Sinne, der Geist und die Intelligenz sind die Wohnstätten der Lust. Durch sie bedeckt die Lust das wirkliche Wissen des Lebewesens und verwirrt es.

Reclam:
"Verstand", "Vernunft", der Sinne Schar,
Die sind die Orte, wo sie weilt,
Von dort aus ihre Blendungskraft
Des Menschen Seele schnell ereilt.
---
Man muss sich ja nichts vormachen, alles worauf man seine Sinne gerichtet hält bzw. woran sie haften bleiben, damit eröffnet man ebenso einen Raum für jenes oder sonstwas in sich selber, und nicht unbedingt in der Weise, wie man es sich vorstellt. Denn was soll etwas anderes, mit jemandes Verlangen schon anfangen können? Naja, es geht ja schon, einfach alles was man selber nicht mehr braucht, rein da in den Schlund. Oder etwa nicht? Hieße doch auch nur die Mittel und Möglichkeiten die sich bieten effizient zu nutzen.

Nach gewissen Maßstäben ist vieles zu etwas gut, nur nicht immer gerade so, wie wonach es ausschaut, oder wie es etikettiert sein mag. Nicht immer ist das, wovon die Rede sein soll, auch das, was ist.

Manch einer ist mit der Erscheinung allein zufrieden, manch einer mit Sinneserfahrung oder mit anderen Mitteln an sich. Oft ist es aber auch besser so, dass nicht alles einfach zugänglich ist, so kann's auch weniger in den Dreck gezogen werden, wo's nicht hingehört und es bleibt einfach nur bei dem, dass nur drüber gequatscht wird.

Man muss sich halt auch entscheiden, denn nicht alles geht überein und manches hat eine Alternative, manches aber nicht. Aber doch ist es jedem die eigne Sache, ob die Alternative oder doch das Wesenhafte den Vorzug erhält. Wobei dann meist die Wesenstreue abverlangt wird und man muss vorher schon lernen, wie man damit nicht umgehen sollte, bevor man's überhaupt in die Hand nimmt und es dann auch nicht dorthin führt, was sein könnte...

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Grob und Fein, was darfs sein? - BG 2:13

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 10 2015, 01:18

Bhagavad Gita 2:13

Yogananda:
Genauso wie das verkörperte Selbst in seinem Körper durch Krankheit, Jugend und Alter schreitet, so geht es auch in einen anderen Körper ein; die Weisen beunruhigen sich deswegen nicht.

Prabhupada:
So wie die verkörperte Seele in diesem Körper fortgesetzt von Knabenzeit zu Jugend und zu Alter wandert, so geht die Seele beim Tod in ähnlicher Weise in einen anderen Körper ein. Ein besonnener Mensch wird durch einen solchen Wechsel nicht verwirrt.

Reclam:
Denn wie die Seele jetzt im Leib
Zum Knaben, Jüngling, Greise wird,
So lebt sie auch im neuen Leib:
Das glaubt der Weise unbeirrt.
---
Es ist nicht alles nur zufällig da und noch weniger selbstverständlich und auch alles, was seinen Weg und an Entwicklung gegangen und durchgemacht hat, verdient es hinsichtlich dessen gewürdigt zu sein. Denn wie will man sich auch selber in der Weise Würde verleihen, wenn man sie nicht eben diesen Dingen erst zugesteht?!

Die Seele darf zunehmen und alles andere darf runtergepegelt werden, von den natürlichen Entwicklungsprozessen an sich abgesehen welche dazu gehören. Man sollte das Grobe auch nicht unbedingt auf alles Feinere aufmerksam machen, denn es würde diesem eher von Schaden sein, als zu nützen, wenn es sich nicht an die Gesetze des Feineren hält.

Allein daher braucht vieles seine Zeit der gesunden Entwicklung. Denn Grobheit ist keine Kunst, überhaupt, seine eigenen Schwächen zu erkennen und einzusehen ist ein größerer Schritt in der Entwicklung, als irgend etwas so zu tuen, gar unter der Annahme es sei nur zufällig da, und so, wie es ist, und man könne nach eigenem belieben mit allem umgehen, ohne sich um irgend welche Konsequenzen kümmern zu brauchen.

Und irgendwann holt jeden die Realität ein und man wird vielleicht erkennen, wie es hätte besser gehen können. Ärgerlich für einen wird es wohl immer dann, wenn es einem nicht mehr als Möglichkeit zur Verfügung stehen sollte und entweder erkennt man es vorher und weiß es/etwas zu schätzen, oder man verschätzt sich grob und wird selber so oder so rum geschätzt.

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Zu sich selber stehen - BG 11:55

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 11 2015, 01:55

Bhagavad Gita 11:55

Yogananda:
Wer für Mich allein tätig ist, wer Mich zu seinem Ziel macht, wer sich Mir voller Liebe anheimgibt, wer an nichts (an Meinen täuschenden kosmischen Traumwelten) hängt, wer niemandem Böses wünscht (wer Mich in allen sieht) - der wird eins mit Mir, o Arjuna!

Prabhupada:
Mein lieber Arjuna, wer sich in Meinem reinen hingebungsvollen Dienst beschäftigt, frei von den Verunreinigungen durch fruchtbringende Tätigkeiten und gedankliche Spekulation, wer für Mich arbeitet, wer Mich zum höchsten Ziel seines Lebens macht und wer jedem Lebewesen ein Freund ist, gelangt mit Sicherheit zu Mir.

Reclam:
Wer mich ehrt, meinen Willen tut,
Wer ohne Hass und Neigung ist,
Der geht beseligt zu mir ein,
O Ardschuna, nach kurzer Frist.
---
Zu sich stehen heißt auch, mit dem zu arbeiten, was zu einem gehört, egal wonach es aussieht und was auch immer es hermachen mag. Es mag dann gar leichter sein, einfach etwas Allgemeines zu nehmen, oder in das hineinflüchten, was einem liegt und dem zu fliehen, was man nicht so mag etc. Nur wer ist man, wenn man nicht zu sich selbst steht und hiervon auch ausgeht?

Es spielt keine Rolle wonach es aussieht, außer wenn es nur um's Aussehen ginge. Entscheidend ist allem voran, was alles einbezogen wird. Dazu vielleicht eher noch, was eingesammelt wird.

Hat man wenig in einer Hinsicht und in Bezug zu etwas, dann zählt es auch mehr. Kann man etwas Größeres damit bewegen, dann zählt auch das eher noch. Und wenn man von etwas beherrscht wird, weil man es nicht händeln kann, dann reicht es meist, alles damit in Verbindung stehendes einzusammeln und es fällt einem zu und wird dann auch von einem beherrscht. Geht aber nur, wenn man zu sich selber steht, nur in der Weise erlangt man auch wahre Eigenständigkeit.

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Aushalten - BG 15:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 12 2015, 00:47

Bhagavad Gita 15:5

Yogananda:
Wer frei von Ehrsucht, Täuschung und verderblichen Neigungen ist, wer alle Begierden überwunden und sich von den Gegensätzen Lust und Leid gelöst hat, wer fest gegründet im Selbst ruht, der geht nicht mehr in die Irre und erreicht den Zustand der Unwandelbarkeit.

Prabhupada:
Diejenigen, die frei sind von Geltungssucht, Illusion und falschen Gemeinschaft, die das Ewige verstehen, die nichts mehr mit materieller Lust zu tun haben wollen, die befreit sind von der Dualität von Glück und Leid und die, frei von Verwirrung, wissen, wie man sich der Höchsten Person ergibt, gelangen in dieses ewige Königreich.

Reclam:
Frei von Dünkel, Hang, Betörung,
Ledig der Begierden Kette,
In den Weltgeist sich versenkend,
Weise gehen zur höchsten Stätte.
---
Es wäre wohl alles möglich, wenn man es aushalten könnte, ohne das gleich Asche zu Asche und Staub zu Staub bzw. sich die Elemente dem Naturzustand wieder zuwenden würden.

Ansonsten gibt es wohl das ein und andere, an dem man vorbei kommt oder was man alles vermeiden kann, manches aber nicht. An den drei Hauptaspekten, wie Wille, Liebe und Intelligenz wird man wohl nicht vorbei kommen und früher oder später alles entwickeln und verwirklichen dürfen bzw. müssen. Vielleicht stellt sich mehr die Frage, womit es cleverer ist anzufangen, wenn man es sich denn überhaupt aussuchen kann.

Was auch nicht ausbleiben wird, ist alles wieder loslassen zu müssen, was nicht zu einem gehört und man in sich alles aufgesogen haben mag. Das jedenfalls ist auszuhalten, wenn auch manches leichter und manches nur mit viel Schmerz wohl gelöst werden kann. Aber aushalten wird man es wohl, wie könnte man denn nicht, wenn es ja nicht mal zu einem gehört. Ansonsten auch alles, wo man verfehlt, braucht eigentlich ja nur ausgehalten zu werden, wenn es wieder gerichtet wird...

Liegt es dann mehr an den Körperelementarteilchen, die sich an einen Zustand gewöhnt haben und ihn nicht verlieren wollen oder was ist es? Jedenfalls kann mit dem Willen alles an den rechten Platz gerichtet werden, wenn man den Willen entsprechend formuliert und aufgerichtet bekommt. Den Weisheit/Intelligenzaspekt wird man benötigen um überhaupt irgend etwas erkennen und zuordnen zu können und den Liebesaspekt, um die Einheit erhalten und erschaffen zu können.

Alle drei Aspekte sind sicherlich nicht weniger wesentlich und erforderlich um überhaupt für sich wirken zu können. Daher kommt man auch nicht an Mäßigung und einer ausgeglichenen Haltung herum, denn was soll sonst herhalten zum Grunde, wenn nicht zuallererst schlichte innere Gelassenheit?!

Devino Melchizedek

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Re: Bhagavad Gita 2015

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