Bhagavad Gita 2015

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Bis es sitzt - BG 13:23

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 13 2015, 01:34

Bhagavad Gita 13:23

Yogananda:
Wer Purusha und die dreifache Natur der Prakriti erkannt hat, ganz gleich, was seine Lebensweise sein mag, wird keine Wiedergeburt mehr erleiden.

Prabhupada (BG 13:24):
Wer diese Philosophie von der materiellen Natur, dem Lebewesen und der Wechselwirkung der Erscheinungsweisen der Natur versteht, wird mit Sicherheit Befreiung erlangen. Er wird, ungeachtet seiner jetzigen Stellung, nicht mehr in dieser Welt geboren werden.

Reclam:
Wer so den "Geist" und die "Natur"
Samt ihren "Gunas" hat erkannt,
Wie er auch immer handeln mag,
Entfliehet der Geburten Band.
---
Erkenntnis und Einsicht sind wohl die wirksamsten Mittel den Weg abzukürzen, wenn auch nicht unbedingt die angenehmste Methode, alles zu vereinen, was man bisher für sich nicht bereit war anzunehmen.

Etwas einfacher ist da schon, nicht nur nach dem Angenehmsten oder Leichtesten zu gehen, sprich nach Lust und Laune, und doch selbst das kann schon ne Hürde sein, wenn es darum geht, es konsequent umzusetzen, statt nur über Solcherlei zu reden, was gut sein könne..

Dazu ist es besser, nicht mehr zu beanspruchen, als man einbringt, denn wer mag schon in den Miesen sein, auch wenn es sich wo nicht vermeiden lassen sollte... Doch letztlich gibt es auf das Eingebrachte einen Gut-Zins und wer möchte schon immer wieder etwas Tuen, wo einem dann doch nur alles weggenommen würde, wobei es ja auch nicht anders ist, etwas übermäßig zu beanspruchen.

Jedenfalls geht es auch nicht um viele Dinge, sondern nur um Wenige, aber dann entsprechend so vertieft, dass sie auch tragend sind und nicht nur dem Scheine nach stützend, sondern dann auch, wenn es darauf ankommt. Daher kann es dauern, bis etwas wirklich sitzt und dort überall bei einem erkannt und angenommen ist, dass es auch allgemeingültig wird und man es beherrscht, so, dass es nicht nur dem Verstand, Gefühl oder der Betörung nach geht.

Auf einem soliden Fundament kann dann schnell alles greifen und ganz plötzlich ordnet sich alles und geht an der Stelle wie von selbst und hat man's einmal raus, lässt sich das wieder auf anderes anwenden und so nimmt es erst Fahrt auf, von einem selbst aus, beherrscht und nicht mehr unbeherrscht.

Devino Melchizedek

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weltbewegend oder welterlösend? - BG 15:10

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 17 2015, 00:07

Bhagavad Gita 15:10

Yogananda:
Die Getäuschten schauen Ihn in der Welt der Gunas nicht, in der Er sich aufhält, die Er erlebt und die Er wieder verlässt. Doch jene, die ihr Auge der Weisheit geöffnet haben, können Ihn schauen.

Prabhupada:
Törichte Menschen können nicht verstehen, wie ein Lebewesen seinen Körper verläßt, und sie können nicht verstehen, welche Art von Körper es im Banne der Erscheinungsweisen der Natur genießt. Doch jemand, dessen Augen im Wissen geschult sind, kann all dies sehen.

Reclam:
Wenn er von "Gunas" dicht umhüllt
Im Leib weilt oder von ihm zieht,
Der Toren Sinn ihn nicht erfasst;
Der Weise nur ist's, der ihn sieht
---
Soweit ein Körper ein Instrument einer Ebene und daher einer bestimmten Welt ist, der Physische also der der Physischen, der Astrale im Astralen, sind diese doch für sich selbstredend natürlich real, aber doch nur relativ, weil sie ja nicht allumfassend sind.

Denn das, was sich in einer von diesen Welten/Ebenen vorfindet, ist dann nur mehr, wenn es sich auch in anderen Welten wiederfindet, ansonsten ist es relativ, bis hin zum Unwirklichen.

Mittler von dem, was den Menschen tatsächlich umgibt und womit er wirklich in Verbindung steht und was den Menschen selbst umhüllt und was Teil von ihm ist, ja mehr noch, er selbst Teil von diesem ist, vor allem, wenn man ihn bewusst einsetzt und sich darin verankert, ist der Ätherkörper. Er ist es, mit dem Kräfte gelenkt werden können, ebenso wie der Astralkörper Mittler von Emotionen ist, aber mit Emotionen oder Gefühlen, lassen sich zwar noch mehr Emotionen und Gefühle beeinflussen, aber damit hört's auch im wesentlichen jedenfalls auf.

Sicher lässt sich damit die Masse erreichen, wenn diese sich darin verstrickt hält. Aber wenn es des Lösungs-Mittel wäre, dann wären alle gänzlich frei und unabhängig aller Schwierigkeiten vor denen sie heute sich befinden. Vehikel einer Ebene, einer Welt oder auch nur gar eines Traumes waren noch nie des Lösungs-Mittel!

Und so toll auch irgend eine Erfahrung in einer Welt sei. Was hat es denn wirklich einem gebracht, über diese hinausgehend? War es nun irgendwie weiterführend darüber hinaus? Ist man damit ein Anderer oder besser geworden und nützlicher im Dienste? Man kann sich finden und man kann sich auch verlieren. Finden wohl eher in sich selbst, als anders wo, außer man hat sich bereits anders wo verloren, dann bleibt es nicht aus, wohl mal nachzuschauen, worin und weshalb, bis dieses wieder gelöst ist.

Daher hat es auch meist mehr, wenn man einfach an sich selbst arbeitet, mit allem was da ist und vor allem, mit allem, was immer weitreichender und übergreifender ist, dem voran, was relativer ist.

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Wie Wind, der Düfte trägt - BG 15:8,11

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 18 2015, 23:04

Bhagavad Gita 15:8,11

Yogananda:
Wenn sich der Herr als Jiva mit einem Körper bekleidet, so bringt Er auch den Geist und die Sinne mit. Wenn Er diesen Körper verlässt, nimmt Er sie wieder mit und entschwindet - gleichwie der Wind den Duft (der Blumen) fortweht.

Der Yogi, der nach Erlösung strebt, schaut Ihn in seinem eigenen Selbst; wer jedoch unrein und unbeherrscht ist, kann Ihn nicht wahrnehmen, auch wenn er sich darum bemüht.

Prabhupada:
Das Lebewesen in der materiellen Welt trägt seine verschiedenen Lebensauffassungen von einem Körper zum anderen, so wie der Luft Düfte mit sich trägt. So nimmt es eine Art von Körper an und gibt ihn wieder auf, um einen anderen anzunehmen.

Die strebenden Transzendentalisten, die in Selbstverwirklichung verankert sind, können all dies deutlich erkennen. Doch diejenigen, die im Bewusstsein nicht fortgeschritten sind und die nicht selbstverwirklicht sind, können nicht sehen, was vor sich geht, auch wenn sie sich darum bemühen.

Reclam:
Sobald der Geist den Leib verlässt
Und einen neuen sich beschafft,
Er wie Wind, der Düfte trägt,
Der Sinne Sechsheit an sich rafft.

Der Yogi, andächtig vertieft,
Erkennt ihn in dem eig'nen Ich,
Der Einsichtslose schaut ihn nie,
Weil sein Bemühn nur äußerlich.
---
Nebst der Genetik, wird der Leib ja auch durch dessen Bewohner, d.h. der Seele, gestaltet. Wie viel wohl vom Duft eines Menschen woher stammen und erzeugt bzw. verursacht werden mag? Der körperlich-äußere Duft mag vielleicht mehr von der Genetik herrühren, der Ätherische aber doch mehr durch den Bewohner dessen verursacht werden. Man kann nicht nur das Äußere riechen, sondern auch ätherische Bereiche, vor allem auch abhängig von der eigenen Ausrichtung.

Auch ist ja nur das wirklich ansprechbar, wo etwas hinter steht, sprich das, was beseelt ist, welches auch zur Einsicht geneigt ist. Die Tiefe ist ja auch nicht allseits gleich, denn das mit mehr Tiefgang, hat ja auch mehr zu leisten, als was nurmehr wenig zu bemühen hat oder wenn nur rein äußerlich etwas bewegt würde. Aber dadurch ist ja auch mehr tiefergehende Einsicht erst begründet. Auch wie weitreichend das ist, was getan wird, weil man ja meistens jedenfalls, wenn nicht weitere Mittel hinzu kommen, nur so viel, wie man eben fassen kann, auch einbezogen bekommt.

So lässt sich auch leicht ein Urteil fällen, wenn man selbst die Dinge nicht überblickt, umso sparsamer wird man damit umgehen, je mehr man darin selbst vertieft ist. Denn dann weiß man auch, was es bedeutet, etwas zu stemmen oder auch mal zu erleiden, denn auch dieses öffnet ein tieferes Verständnis und ist nicht per se ein Übel. Manchmal wird es sogar benötigt, damit nicht leichtsinnig die Zunge dem vorauseilt, worüber man anders erst sinnt, wenn man es selbst erfahren hat.

Überhaupt zeigt sich auch dadurch, wovon die Rede in welcher Weise ist, ob es sich um ein Bestreben dahin oder etwas Erlebtes und wann es sich um einen theoretischen oder praktischen Erkenntnisgegenstand handelt. So auch wie man sich bewegt, wenn man in Berührung mit etwas kommt, beides, ob vorauseilen in einer Richtung oder ein träges Verweilen, deuten ja mehr nur darauf, dass man sich schwer mit tut oder nicht recht mit umzugehen weiß. Ansich versucht man dadurch ja doch nur einer tiefgreifenden Lösung auszuweichen, welche vermittelst Erkenntnis und mittels dem Erlebten einem angeboten wird.

Die wahre Natur zeigt sich, wenn sie erst gefordert ist. Um zu lernen, muss man sich dem ernsthaft erst einmal stellen. Die Seele kennt keine Kompromisse, wieso auch? Aber das Verfehlen an sich, geht auch nicht auf ihr Konto, sondern eher darauf, wo nicht die Seele hinter stehen sollte. Aber es kommt wohl auch keiner dran vorbei, der Seele letztlich doch die Führung zu übergeben. Wie lang der Kampf auch dauern mag, es kann ja doch nur einen Sieger geben, der die Führung in einem inne hat.

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Was die Geschicke lenkt - BG 15:16

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 20 2015, 00:14

Bhagavad Gita 15:16

Yogananda:
Es gibt zwei Wesen (Purushas) im Kosmos, das zerstörbare und das unzerstörbare. Die Kreaturen sind das Zerstörbare, und das Kutastha ist das unzerstörbare.

Prabhupada:
Es gibt zwei Arten von Lebewesen, die unfehlbaren und die fehlbaren. Jedes Lebewesen in der materiellen Welt ist fehlbar, und jedes Lebewesen in der spirituellen Welt wird unfehlbar genannt.

Reclam:
Zwei Puruschas sind in der Welt:
Der eine zu den Dingen war,
Der andre wie auf einem Fels
Stets unerschütterlich beharrt.
---
Was ist nun der Grund, warum etwas nicht zerstört wird oder gar werden kann?

Was zerstörbar ist, wird wohl oder übel, nach vollendetem Werke, auch zerstört, aber das, was sich darüber hinaus entwickelt, geht dorthin, worauf es gebaut ist und gesetzt hat.

Unfehlbar ist das immer, was auf dem Willen des Schöpfers gründet und durch diesen geschützt bleibt, ja diesen auch gar nicht verlässt...

Das was möglich ist, zu tuen,
alles andere lass man ruhen,
bis es kommt die Zeit,
wo man ist dafür bereit.

Es nutzt ja wenig, hin und her zu stolpern,
und sich, als auch sein Umfeld, unnötig zu foltern.

Dann lieber sein dafür bereit,
wenn es ist wirklich auch soweit,
und wenn's drauf ankommt,
es erkennen und nicht pennen.
Auch wenn man es erst realisiert,
sobald die Erfahrung man studiert.

Denn es kommt ja doch alles anders als man denkt,
ganz nachdem, was von oben die Geschicke lenkt.

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Sich Begegnen - BG 5:22

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 22 2015, 01:19

Bhagavad Gita 5:22

Yogananda:
O Sohn der Kunti (Arjuna)! Da die Sinnenfreuden dem Kontakt mit der Außenwelt entspringen und einen Anfang und ein Ende haben (vergänglich sind), führen sie nur ins Elend. Kein Weiser sucht in ihnen sein Glück.

Prabhupada:
Ein intelligenter Mensch schöpft nicht aus den Quellen des Leids, die aus der Berührung mit den materiellen Sinnen entstehen. O Sohn Kuntis, solche Freuden haben einen Anfang und ein Ende, und daher erfreut sich der Weise nicht an ihnen.

Reclam:
Denn der Genuss der Sinnenwelt,
O Ardschuna, gebiert den Schmerz.
Was anfängt und zu Ende geht,
Erfreut niemals des Weisen Herz.
---
Es können schonmal die banalsten Dinge sein und dennoch bekommt man sie einfach nicht vermittelt, da diese einfach nicht landen können und keinen Boden oder Halt finden. Diesen in sich zu erzeugen, das kann einem keiner abnehmen. Genauso wenig, wozu einer seine eigene Freiheit einsetzt, denn sonst wäre es ja keine Freiheit mehr. Ebenso wäre es ja nicht der eigene Halt und Boden, wenn man ihn nicht eigens bereitet hat.

So gibt es also manchmal fruchtbaren Boden und manchmal nicht, und es bringt wenig etwas dort zu pflanzen, wo es nicht wachsen kann. Ebenso ist es schwierig, irgend etwas auch nur zu erreichen, wenn es sich nicht von sich aus öffnet.

Was sich nicht begegnet, kann sich nicht berühren, und was sich nicht in irgend einer Weise berühren kann, wird sich kaum erkennen können. Was sich nicht erkennt, kann sich auch nicht kennen und es ist ohnehin nicht leicht, bei dem, was alles dazwischen zu funken versucht, (r)echte Begegnungen zu pflegen und sich in Gleichartigkeit auf breiterer Fläche und Basis zu erfahren, zu erkennen und auszutauschen.

Also bleibt einem nur, das Höchstmögliche einzubeziehen und im Zweifelsfalle jederzeit alles Innere, allem Äußeren vorzuziehen, weil es eine wesentlichere Rolle spielt.

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Zur innern Ruhe gekehrt - BG 15:7

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 25 2015, 02:19

Bhagavad Gita 15:7

Yogananda:
Ein ewiger Teil Meines Selbst, das sich als lebende Seele in allen Wesen offenbart, zieht die sechs Sinne an - darunter das Sinnesbewusstsein -, die alle in Prakriti ruhen.

Prabhupada:
Die Lebewesen in der bedingten Welt sind Meine ewigen fragmentarischen Teile. Aufgrund ihres bedingten Lebens kämpfen sie sehr schwer mit den sechs Sinnen, zu denen auch der Geist gehört.

Reclam:
Ein unvergänglich' Teil von mir
Wird zu den Seelen in der Welt,
Er zieht an sich der Sinne Schar,
Die die "Natur" in sich enthält.
---
Nur wer in den kleinen Dingen treu ist,
dem können auch Größere anvertraut werden,
was ja nicht neu ist...

Wie soll es auch denn anders gehen,
wie will man im Größeren bestehen?
Wenn man sich gar nicht ausprobiert,
wie man auch im Kleineren agiert.

In sich gekehrt, ist nicht verkehrt,
man ist ja oft schon eingespannt,
in vielen Dingen eingeplant...

So lässt man sich's lieber nicht nehmen,
die Zeit die einem daher bleibt,
man sie besser nicht nur vertreibt
und großzügig auch irgendwo verteilt,
soweit man sich es kann erlauben,
bei sich zu bleiben und verschnauben.

Die sel'ge Ruh, wo soll sie her?
Wenn man nicht zu ihr kehrt sich mehr,
an ihr erfreut sich auch gar sehr...

Die Sinne mehr zur Ruhe kommen,
der Geist ist weniger zerronnen,
so ist man eher ganz besonnen,
endlich der Unruhe entronnen.

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Überm Berg sein - BG 2:52

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 26 2015, 01:29

Bhagavad Gita 2:52

Yogananda:
Wenn deine Intelligenz über die Dunkelheit der Täuschung hinausgelangt ist, dann wirst du gleichgültig sein gegen Dinge, die du gehört hast, und solche, die du noch hören wirst.

Prabhupada:
Wenn deine Intelligenz aus dem dichten Wald der Täuschung, herausgetreten ist, wirst du gegenüber allem, was gehört worden ist, und allem, was noch zu hören ist, gleichgültig werden.

Reclam:
Hat sich dein Denken einmal erst
Vom Wirrsal allen Wahns entfernt,
Erfasst ein wahrer Ekel dich
Vor allem, was du einst gelernt.
---
Je nach der Phase und wo man sich befindet,
das, was man dann dort lernt, einen damit verbindet.
Und hat man's überwunden und seinen neuen Platz gefunden,
so ist's nicht gleich verschwunden und bleibt meist weiter ans Alte gebunden.

Obwohl man's meist nur noch verachtet,
wenn's noch aus der Zeit, wo man war mehr umnachtet.
Dennoch ist es nicht gänzlich wertlos, da es nicht war verkehrt bloß.
Und man würde heut nicht stehen, ohne durch all dies zu bestehen,
auch soweit kann man es dann mal verstehen.

Doch kommt dann mal die Zeit, wo man für anderes ist bereit.
So stört einen nur dies, was man früher verließ.
Mit manchem lässt man's einfach bewenden, manch anderes kann man sogar wenden,
von anderem kann man sich abwenden und zu guter letzt, kann man etwas beenden.

Der Beginn mit Neuem, kann einen erfreuen,
allem dann voran, wenn man irgendwann,
ist überm Berg, mit allem, was war mal verkehrt
und voll dem Neuen zugewandt, mehr dieses dann verehrt.

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Einer für alle und alle für Einen - BG 16:18

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Okt 28 2015, 23:59

Bhagavad Gita 16:18

Yogananda:
Egoistisch, ungestüm, hochmütig, lüstern und leicht erzürnbar, verachten diese boshaften Menschen Mich, der Ich in ihnen und in allen anderen wohne.

Prabhupada:
Verwirrt durch falsches Ego, Stärke, Stolz, Lust und Zorn, werden die Dämonen neidisch auf die Höchste Persönlichkeit Gottes, die in ihrem eigenen Körper und in den Körpern der anderen gegenwärtig ist, und lästern die wirkliche Religion.

Raclam:
Voll Selbstsucht, Anmaßung, Gewalt
Und stets von Gier und Zorn durchbebt,
Verschmäh'n sie mich, den Gott, der doch
In ihnen und den andern lebt.
---
Wenn nun nichts da wäre, worauf oder wogegen, was auch immer, gerichtet oder geschleudert wäre usw., u.d.gl.m., dann gäbe es nur zwei Möglichkeiten. Mangels eines Widerstandes, wäre es unentwegt in einer Richtung unterwegs und somit verloren oder ewig. Oder es würde bedeuten, es macht eine Drehung und kehrt mittelbar oder unmittelbar zu einem zurück.

Daher trifft alles auf etwas oder irgendwo hin und hinterlässt seine Wirkung. Es liegt an einem Selbst, welcher Art nun diese ist und was man da so erzeugt.

Dennoch ist nicht zu vergessen, dass immer einer etwas erträgt oder trägt, vor allem wenn man selbst nicht derjenige sein sollte, der etwas dafür hinhält oder hergibt.

Und nicht zu vergessen ist, es gibt Einen, der in allen Anderen ebenso wohnt, wie in Einem. Somit betrifft ein echter Gewinn alle und ein echter Verlust ebenso alle und den Einen auch und sei's es nur indirekt vermittelst der Schöpfung selbst.

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Die Gelegenheiten wahrnehmen - BG 16:18

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Okt 30 2015, 00:19

Bhagavad Gita 16:18

Yogananda:
O Endlose Macht, o Unbesiegbare Allwissende Allgegenwart, o Alles in Allem!
Ich neige mich vor Dir nach vorn und nach hinten, ich neige mich vor Dir nach vorn und nach hinten, ich neige mich vor Dir zur Linken und zur Rechten, ich neige mich vor Dir nach oben und nach unten, ich neige mich vor Dir, der Du mich überall umgibst!

Prabhupada:
Von vorn, von hinten, von allen Seiten erweise ich dir meine Ehrerbietung! O ungebundene Kraft, Du bist der Meister grenzenloser Macht! Du bist alldurchdringend, und deshalb bist Du alles!

Reclam:
Ehre dir von hier und dorten,
Ehre dir von allen Seiten,
Dem Allmächt'gen Allgewalt'gen,
Ehre dir zu allen Zeiten!
---
Das Heilige und Höhere ist nicht auf etwas Bestimmtes nur begrenzt, es ist vielmehr weniger oder gar nicht begrenzt, vielmehr kommt diesem nur nicht alle bei, und ist dann darin weniger oder gar nicht gefestigt.

So auch mit der Religion, wo Mancher meinen mag, er müsse persönlich abgeholt und von irgend etwas überzeugt werden, damit dieses ja wirklich sei. Aber warum eigentlich? Wenn er soweit ist, wird er sich schon noch selber auf den Weg machen, um dem zu begegnen, wofür er dann auch bereit ist.

Wo Raum ist, wird sich dieser füllen lassen, wenn es darauf ankommen sollte. Aber dort, wo alles ist, wird dieses Alles ja überhaupt keinen Grund haben, irgendwo hin zu gehen, um sich des alles zu beweisen, wo es doch bereits alles hätte.

Überzeugungen sind es, die dazu beitragen, sich irgendwo zu fixieren, gemäß ihrer Art und dem worauf sie gerichtet sind. Und dem Ewigen braucht man jedenfalls nicht nachrennen, denn es läuft ewig nicht weg, aber das was gerade für einen zu tuen ist, dem kann man nicht ewig davon rennen oder auch jeweiligen Lektionen, gerade wenn sich etwas hierzu passen ergibt..

Die unmittelbaren Gelegenheiten sind es, die wahrgenommen werden wollen...

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Ziel des Lernens - BG 17:5-6

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 02 2015, 00:38

Bhagavad Gita 17:5-6

Yogananda:
Wisse, dass diejenigen, die sich auf drastische Weise kasteien - was die heiligen Schriften nicht gutheißen -, dämonischen Wesens sind. Schweinheilige sind sie, Ichsüchtige, die von Lust, Anhänglichkeit und Machthunger besessen sind und sinnlos die Elemente des Körpers quälen, wodurch sie Mich, der in ihnen wohnt, verletzen.

Prabhupada:
Diejenigen, die sich harte, nicht in den Schriften empfohlene Entsagungen und Bußen auferlegen, und dies aufgrund von Stolz und Egoismus, getrieben von Lust und Anhaftung, die töricht sind und die materiellen Elemente des Körpers sowie auch die Überseele im Innern quälen, sind als Dämonen anzusehen.

Reclam:
Wer da, entgegen dem Gesetz,
Selbstquälerisch Askese übt,
Von Selbstsucht, Eitelkeit, Begier,
Von Übermut und Trotz getrübt,

Wer der fünf Elemente Schar,
Die seinen Körper bilden, quält,
Und mich, der in dem Leibe wohnt -
Ist von dämon'schem Sinn beseelt.
---
Der Sinn allein dem zugewandt,
womit das eigene ich verwandt,
Die Frucht vor'm Auge, als ein Ziel,
man möchte gleich jawohl ganz viel,
Und ohne ein Ergebnis bloß,
da möchte man erst gar nicht los..

So ist drum alles für die Katz,
auch wenn es macht noch so viel Spaß,
Denn runterbringen alles Gute,
andernfalls zieht man bloß ne Schnute,
Genauso wird es dann ja nur,
verschüttet auf der breiten Flur..

Von dem bloß unterspült,
was Reinheit dann verhüllt.
Es gibt nichts zu erreichen,
denn Endlos stehen die Weichen.
Das Lernen ist das Ziel allein,
wenn man nicht ist dessen zu fein.

Man kann sich zwar nach allem strecken,
und alles für tuen, um's verrecken.
Doch kann man nichts davon erhalten,
wenn man's nicht tut aus sich entfalten,
Und man daher nicht das vertrat,
was man eigens gelernt drum hat.

Statt sinnlos bloß mit umzugehen,
was durch irgendetwas tut hervorgehen,
Genutzt, ganz ohne zu verstehen,
so bleibt es nur so lang bestehen,
Wie manch etwas noch im entstehen,
bis es aus sich heraus kann stehen.

Dann wird auch dieses weiter gehen,
und alles andere dann vergehen,
Um sich drum neuem zuzuwenden,
weil das Lernen will nie enden...

Das Ziel des Lernens, ist, Jenes erlernen zu können,
wofür es heute noch nicht zureicht, um dann weiter lernen zu können.

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Differenzierung: Einheit oder Feinheit - BG 11:13

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 03 2015, 00:50

Bhagavad Gita 11:13

Yogananda:
Dort schaute Arjuna das ganze Universum und all seine mannigfaltigen Manifestationen, die in der unendlichen Gestalt des Gottes der Götter ruhen.

Prabhupada:
Da sah Arjuna in der universalen Form des Herrn die grenzenlosen Erweiterungen des Universums, die sich alle an einem Ort befanden, obwohl sie in viele, viele Tausende aufgeteilt waren.

Reclam:
Es sah das Weltenall vereint
Und doch getrennt in Keschava,
Am Leib des hohen Götterherrn,
Mit tiefem Staunen Ardschuna.
---
Es gibt verschieden Arten von Differenzierung. Eine davon ist der Raum, der zwischen dem, was im Raum ist und dem was außerhalb ist unterteilt. Es gibt die Zeit, die Ereignisse von einander lösen kann. Dazu auch die Unterscheidungskraft, die zwischen den Dingen an sich differenzieren kann und so ein Vermögen bereitstellt, sie nach ihrem eigenen Wesen her unabhängig behandeln zu können.

Manchmal kann es hilfreich sein, einen Nenner zu wählen, denn durch Bündelung entsteht eine größere Intensität oder auch an der Stelle dieser, ein übergreifender Hebel, um so alles effizienter bewegen zu können.

Differenzierung ist oft doch noch wesentlicher, weil so erst Vielfalt und unabhängige Entfaltungsmöglichkeiten erst gegeben sind, etwas auch einzeln behandeln zu können und diesem daher erst Handlungsfreiräume eröffnet.

Wenn man zwei Farbtöne übereinander legt, ergibt es einen Weiteren und so kann es sowohl einfach sich vermischen und zu einem Farbgemisch nur werden, oder auch, wenn es differenzierenden Charakter hat, einen anderen klaren Farbton ergeben, einer neuen Sichtweise oder erweiternden Perspektive gleichkommend.

Jedenfalls etwas bloß zusammenpacken und zusammenziehen, ist meist weniger anspruchsvoll, als etwas sauber differenzieren und lösen zu können, was oft erforderlich ist, um damit irgendwie vernünftig überhaupt umgehen und arbeiten zu können.

Es kann vieles vom Raum abhängen, wie selbst die Gravitation oder auch Magnetismus in der Regel regionalen Charakter, sprich, Raumcharakter haben. Und es kann ziemlich nervtötend sich gestalten, wenn es zusammenklumpt, während man bestrebt ist, damit irgend vernünftig umzugehen. So etwas kann raumbedingt sein, wenn man in ungewohnter Umgebung, mit bestärkter Wirkung in der Hinsicht, sich bewegte. Es kann aber auch oft Nachlässigkeit sein, wenn es sich bequemer gestaltet, etwas gar nicht zu unterscheiden, obwohl man es könnte.

Feinheit oder Einheit?
Vielleicht ist es mehr die Frage, womit man's zu tuen hat und worauf es ankommt.
Differenzieren zu können ist meist wesentlich anspruchsvoller und ein notwendiger Schritt, der nur zu gern durch vermeintliche Einheit, die vielleicht nur Bequemlichkeit ist, um sich damit nicht auseinander setzen zu müssen, zum undifferenzierten verklumpen führt und der Handlungsmöglichkeiten beraubt.

Denn, was Eins ist, braucht nicht vereint zu werden.
Feinheit aber verliert den Charakter, wenn es verklumpt ist.
Und zu Lernen, hat meist viel damit zu tuen unterscheiden zu können.

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Nach seines Wesens innerm Drang - BG 3:33

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 06 2015, 01:53

Bhagavad Gita 3:33

Yogananda:
Selbst der Weise handelt gemäß seiner eigenen Natur. Alle Lebewesen verhalten sich entsprechend ihrer Natur; was kann daher eine (oberflächliche) Unterdrückung ausrichten?

Prabhupada:
Selbst ein Mensch, der in Wissen gründet, handelt seiner Natur gemäß, denn jeder folgt der Natur, die er entsprechend den drei Erscheinungsweisen angenommen hat. Was kann Verdrängung ausrichten?

Reclam:
Der Weise selber handelt ja
Nach seines Wesen innerm Drang,
Es folgt der eigenen Natur
Der Mensch: was hilft da äußrer Zwang?
---
Im wesentlichen nimmt man etwas an, als seins, und handelt dann demgemäß. Ob es seines ist, oder nicht, zeigt sich darin, was davon bei einem ankommt oder nicht. Je eher man die Rückwirkung erfährt, umso näher ist man sich für gewöhnlich Selbst und im Idealfall jagt die Wirkung unmittelbar die Ursache, womit man auch am besten natürlich weiß, woran man gerade womit ist.

Sofern es nur verzögert ankommt, aber doch der Ursache zuordnen lässt, ist man dennoch gut aufgestellt. Wenn es aber nur verzerrt, teilweise oder anders ankommt, dann ist man entweder nicht ganz man selbst dabei, oder setzt bei dem an, was nicht einem seins ist u.ä., vor allem, wenn es gar nicht zurück kommt.

Es sollte einen zwar vom eignen streben nicht abhalten, aber es ist dann durchaus Vorsicht geboten, denn alle Ursache hat Wirkung und nur weil man sie nicht erkennt, heißt es gerade dann umso mehr Vorsicht walten zu lassen, denn es heißt ja nicht zugleich, dass es nicht doch mittelbar einen irgendwann erreicht.

Auch ist es abhängig, woran man überhaupt arbeitet und nicht alles für jeden in gleicher Weise umsetzbar, man muss es dann doch noch für sich prüfen und gemäß seiner Situation anwenden, oder einfach stehen lassen, bevor man dem wilden Aktionismus das Ruder überlässt, oder etwas mit etwas anderem verknüpft, womit es gar nicht zu tuen hat.

Nach seines innerem Drang zu handeln ist wohl dem äußeren Zwange allemal vorzuziehen, bloß ist das Außen allein ja schon nicht für jeden das Gleiche, denn nicht jeder steht an selber Stelle, noch schaut ein jeder die Dinge in gleicher Weise...

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Einfach ist möglich - BG 3:4

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 08 2015, 23:26

Bhagavad Gita 3:4

Yogananda:
Tatenlosigkeit erreicht man nicht einfach dadurch, dass man alle Tätigkeit vermeidet. Keiner, der die Arbeit scheut, erreicht Vollkommenheit.

Prabhupada:
Man kann nicht einfach dadurch, dass man sich von Arbeit zurückzieht, Freiheit von Reaktionen erlangen, ebenso wie man durch Entsagung allein keine Vollkommenheit erreichen kann.

Reclam:
Denn nicht durch trägen Müßiggang
Gelangt der Mensch zur inn'ren Ruh,
Und nicht durch Werkentsagung strebt
Er innerer Vollendung zu.
---
Manchmal kann man etwas tuen, möchte es aber nicht, und manchmal möchte man, kann es aber nicht, was sogar schon nahezu charakteristisch anmuten mag.

Vielleicht liegt's ja daran, dass wenn man's kann, man zumindest unterbewusst auch weiß, was man alles tuen muss (geistig) um dieses dann tatsächlich zu verrichten und in Anbetracht dessen, und weil es schon in Anschauung dessen, bereits auf einen zurollt, so mag man dann gar nicht so sehr mehr, wenngleich man ja bereits in der Richtung sich auf den Weg gemacht hat und es auch ausführen sollte.

Anders ist es, wenn man es nicht kann, man verschätzt sich dann hinsichtlich dessen nur zu leicht und hat dann vielleicht nur die Oberfläche vor Augen und nicht das, was es alles auf sich hat damit und steckt dann auch schnell fest oder belastet etwas usw.

Dabei zählt ja gerade auch das, was nicht an der Oberfläche ist, weil diese sich unter Umständen ganz von selbst anpasst an sich ändernde Begebenheiten und ansonsten auch mal nur täuschen kann. Denn es zählt für gewöhnlich das, was nicht in Erscheinung tritt und sich ja auch von daher nur schwer vermitteln lässt.

Das sind dann auch die Dinge, wo man denkt, ist doch logisch oder eigentlich leicht oder es wurde einem doch schon so oft erklärt/gesagt und doch sitzt es nicht. Was man dann auch merkt, wenn einer von sich frei heraus sich dazu äußert oder damit versucht umzugehen etc.

Nichts ist eigentlich so schlicht, wie die Wahrheit selbst, nach welcher so oft gerungen und häufiger dann diese doch verfehlt wird, denn angetroffen. So kann man dann vielleicht zum Entschlusse kommen, sie sei ja doch zu komplex und doch am Meinen dieser Art, scheitert es oft und es könnte so einfach alles sein, wenn man's gleich anpackt und angeht, gleich noch bevor es kompliziert werden konnte...

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Vom Gewesenen zum Werdenden - BG 3:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 10 2015, 00:46

Bhagavad Gita 3:27

Yogananda:
Alle Handlungen werden universell von den Eigenschaften (Gunas) der uranfänglichen Natur (Prakriti) hervorgerufen. Ein Mensch, dessen Ich von der Selbstsucht irregeführt worden ist, denkt: "Ich bin der Handelnde".

Prabhupada:
Die vom Einfluss des falschen Ego verwirrte Seele hält sich selbst für den Ausführenden von Tätigkeiten, die in Wirklichkeit von den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur ausgeführt werden.

Reclam:
In Wahrheit handeln in der Welt
Allein die "Gunas" der "Natur",
Verblendet durch sein Selbstgefühl,
Der Tor glaubt selbst zu handeln nur.
---
Vom Ich/Ahamkara angeführt, damit kann nur mal nichts werden, denn Lust und Laune sind's meist nur und es ist mehr nur das, was war und nicht was wirklich ist oder sein wird. Dagegen, wenn man von dem, was war, vom ich weg zum Selbst hin geht, ist man im eigentlichen Sinne ja bei dem, was Morgen ist, weil man an dem arbeitet, was zur Vollendung geführt wird und im Streben zu diesem begriffen ist.

Da Zeit relativ ist, kann jenes auch immer wieder mal durchscheinen und dies ist daher ja ein Empfangen von etwas aus der Zeitlosigkeit, weil man es in dem Falle ja noch nicht vollumfassend bereits ist, in dem was gerade vergeht, sondern es ist im werden und was sein wird oder künftig ist.

Wenn man vom Gewesenen zum Werdenden geht und einen Knoten löst, der auch mit anderen verbunden war/ist, dann kommt es bei den jeweiligen irgendwo auch an. Dann hängt es davon ab, wie wach Diejenigen sind, um dem folgen zu können oder doch durch Trägheit und davon ausgehen, dass alles doch noch so ist, wie es war. Kommt das Thema vielleicht zur Sprache, weil man merkt, es tut sich damit etwas, aber doch wird zu leicht nur eben das eigene noch Ungelöste dann hervorgeholt, zwar erkannt, aber nicht hinreichend der eigene Part gelöst, um ggf. dem anderen das dann nur vorzuhalten, weil registriert wird, was oder wer der Auslöser ist, aber nicht, dass vom Auslösenden der Part womöglich darin bereits erfüllt wurde usw.

Es macht aber nichts, denn letztlich fällt jedem der eigene Part zu und wenn derjenige das lösen will, wird er es auch tuen, wenn nicht, dann bleibt er an diesem haften, aber man kann dann weiter gehen und hat dann seine Ruhe, denn was man gelöst hat, haftet ja nicht in gleicherweise an einem selbst und kann daher auch nicht dauerhaft einem angehängt werden und dann geht man weiter...

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Im Innern tief befestigt hat - BG 6:18

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 13 2015, 00:57

Bhagavad Gita 6:18

Yogananda:
Wenn das Chitta (Gefühl) völlig unterworfen und ruhig im Selbst verankert ist, sagt man, dass der Yogi nicht mehr an Wünschen hängt und eins mit Gott geworden ist.

Prabhupada:
Wenn der yogi durch das Praktizieren von yoga die Tätigkeiten seins Geistes zügelt und sich auf die Ebene der Transzendenz erhebt - frei von materiellen Wünschen -, sagt man von ihm, er sei im yoga fest verankert.

Reclam:
Wer einen wohlbezähmten Sinn
Im Innern tief befestigt hat,
Von keinerlei Begier befleckt,
Der hat der Andacht sich genaht.
---
Was auch immer man tut, was auch immer man anfasst, es ist meist doch nur zu schnell mit etwas oder jemanden verbunden, es kann ja sogar nur dann anders sein, wenn man etwas heranzieht, was tief im eignen Innern ist, wenn man auch wirklich sein Inneres findet...

Es ist gerade nicht toll, nicht spektakulär oder etwas, was man haben möchte, denn wieso sollte es einen noch beeindrucken, wenn es doch ein fester Teil von einem selbst ist und was man in natürlicher Weise bereits ist?! Daher ist es mehr das, wenn man alles loslässt und was dann noch bleibt und eher noch zu schlicht, als denn eindrucksvoll zu sein..

Alles was man haben will, ist man nicht und man wird vermutlich eben dieses so lange nicht bei sich führen, so lange man es unbedingt noch möchte, denn erst, wenn es aufhört über die Maßen für einen wichtig zu sein, wird man wohl auf dem Weg einer Integration diesbezüglich sich befinden.

Ohne von sich auszugehen, kann man auch nichts integrieren, wohin denn auch, wenn man es bloß irgendwo hinein zu integrieren suchte, davon abgesehen, dass man wo anders oder anderen damit nur all zu schnell mal auf der Leitung steht.

Und so banal es auch sei, es reicht nicht, es intellektuell aufzunehmen, es muss tief im eigenen Innern befestigt sein und nicht irgendwo anders, damit es wirklich wirksame Kraft hat. So oft man auch etwas hört, es ist immer noch etwas anderes, wenn es in einem auch tatsächlich dann zündet und auch oft dann anders ist, als man es ehedem immer erwartet hatte!

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Einfachheit und Natürlichkeit - BG 18:10

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 17 2015, 01:43

Bhagavad Gita 18:10

Yogananda:
Der Entsagende, der von Sattva erfüllt ist, der Ruhe und Verständnis besitzt und keine Zweifel hegt, schreckt nicht vor unliebsamen Aufgaben zurück, noch fühlt er angesichts einer angenehmen Tätigkeit überschwängliche Freude.

Prabhupada:
Der intelligente Entsagende in der Erscheinungsweise der Tugend, der weder unglückbringende Tätigkeiten haßt noch an glückbringenden Tätigkeiten haftet, kennt in seinen Handlungen keinen Zweifel.

Reclam:
Der Weise "wesenhafte" Mensch
Auch unerwünschtes Werk nicht scheut
Und frei von Zweifel, frei von Hang,
Am Angenehmen sich nicht freut.
---
Ob in Gewissheit kein Zweifel mitgeführt wird oder im fanatischen Sinne, hängt wohl davon ab, ob man ein echtes Empfinden für etwas hat oder nur aufgrund einer Gesinnung, die die Empfindung überdeckt, agiert.

Wodurch das Empfinden überdeckt wird ist unwesentlich, weil dieses überdeckt ist, kann gegen das, was gleichartig ist, vorgegangen werden, ohne das eben dieses den Schmerz in sich und in einem mit erfährt.

Daher ist es wohl ratsam immer etwas inne zu halten, bei dem, wozu man keinen echten Bezug hat oder es nicht erkennt und mitempfindet, um sich davon nicht zu entfernen, was in einem diesem gleich ist und einen ebenso um dieses erweitert.

Ohnehin sollte alles mehr zur Natürlichkeit zurück kehren, nicht in seiner rohen Form, sondern in dem das Überladene und überbordende, was nicht auf natürliche Weise an diese Stätte gehört, was nicht einfach und Einfachheit ist und nicht angemessen der Bestimmung folgen lässt, zurück und runtergeschraubt wird. Da es keinem mehr nützt, als es letztlich schadet, wie besonders und ungewöhnlich es auch sei, wenn es doch nicht an der Stätte beheimatet ist, dann ist es mehr störend als Nütze.

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Grundsatztreue - BG 5:15

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 18 2015, 02:26

Bhagavad Gita 5:15

Yogananda:
Der Alldurchdringende rechnet niemandem seine Tugenden oder Sünden an. Die Weisheit wird durch die karmische Täuschung verdunkelt, welche die Menschheit irreführt.

Prabhupada:
Ebenso nimmt der Höchste Herr niemandes sündhafte oder fromme Tätigkeiten auf sich. Die verkörperten Wesen jedoch sind verwirrt, da Unwissenheit ihr wahres Wissen bedeckt.

Reclam:
Der All-durchdringende nimmt Schuld
Und auch Verdienst von keinem an,
Der Wahn umhüllt des Wissens Licht
Und zieht die Welt in seinen Bann.
---
Natürlich ist jeder selber für sich verantwortlich und wird dieser Verantwortung sich nie gänzlich entledigen können und den Folgen daraus ebenso wenig. Denn wer soll einem das auch abnehmen, was einem gegeben ist und was einen Teil des eigenen Wesens ausmacht?!

Erst recht wird man dieses ja keinem geben können, der alles hat und nichts benötigt, noch kann ein freier Wille etwas zählen, wenn einem nicht zugetraut würde, sich befreien und selber entwickeln zu können oder weniger zu sein, als alle die nach gleicher Art und Weise bestehen und daher ständig in Abhängigkeit zu bleiben, was vor allem dann ja wäre, wenn etwas aus dem Ewigen in das Vergängliche eingreifen würde und dieses ja dann auch darauf hinaus liefe, ewig in einem solchen Verhältnis zu bleiben...

Daher, was mag wohl überspitztes und überdrehtes Getue schon ausrichten oder wen wirklich beeindrucken, wenn darauf nichts aufgesetzt und aufgebaut werden kann, weil es heute dort und morgen woanders ist und keine Beständigkeit mit sich führte, und oh Wunder, was man mit einer einzigen Geste zu bewirken gedächte, wenn alles nur Gleiches unter Gleichem doch letztlich ist..

Jedenfalls, was wohl immer etwas zählt, ist Grundsatztreue, wenn es nicht nur auf dem aufsetzt, was mal eben da ist oder mal zufällt und sich leicht vollziehen lässt, eher das, was länger benötigt um zu reifen und entwickelt zu werden, denn es ist dann auch da, wenn es drauf ankommt, dann nämlich, wenn sich die Spreu vom Weizen trennt (alles nur grundsätzlich gesprochen).

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Stöckchen Holen - BG 4:14

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 20 2015, 02:04

Bhagavad Gita 4:14

Yogananda:
Was immer Ich tue, bindet Mich nicht, noch sehne Ich Mich nach den Früchten Meiner Taten. Wer eins mit Mir ist, wer Mein Wesen kennt, ist ebenfalls frei von den karmischen Fesseln seiner Taten.

Prabhupada:
Es gibt keine Arbeit, die Mich beeinflusst; auch strebe Ich nicht nach den Früchten des Handelns. Wer diese Wahrheit über Mich kennt, wird ebenfalls nicht in die fruchttragenden Reaktionen des Handeln verstrickt.

Reclam:
Denn mich beflecken Werke nicht,
Nie hab' ich ihren Lohn gesucht;
Wer dies mein Wesen hat erkannt,
Den bindet nicht der Taten Frucht.
---
Im Grunde ist es ja recht simpel, denn es ist vergleichbar mit dem Stöckchen holen für ein Leckerli, wenn nur in Aussicht und Aufgrund einer Belohnung etwas vollbracht wird. Doch ist es wohl die derweil üblichste Vorgehensweise, bei der Trägen Masse.

Und so verschreibt man sich auch dem, was allgemein aus dem Vollbrachten hervorgeht. Warum sollte man aber etwas von den geringen Dingen überhaupt haben wollen? Man kann mit ihnen auch ganz ohne diesen Wunsch umgehen und alles verrichten und ist dann gänzlich frei sich anderen Dingen zuwenden zu können usw.

Es ist so, als würde man wertlose Dinge kaufen, nur weil sie einem günstig (d.h. im Rahmen des direkt erreichbaren) angeboten werden und vielleicht auch noch davon angetan sein, den Preis dafür gedrückt zu haben (andere übervorteilt zu haben in irgend einer Weise).

Nur bei all diesen Bemühungen vergisst man sich auch mal zu fragen, ob man es überhaupt benötigt oder eigentlich haben wollte? Oder doch nur, weil die Masse etwas darauf gibt und daher man meint damit auch besser dran zu sein...

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Völlig unbeeindruckt und gelassen - BG 18:26

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 25 2015, 01:28

Bhagavad Gita 18:26

Yogananda:
Der Handelnde, der frei von Egoismus und Anhänglichkeit ist, den Erfolg oder Misserfolg nicht berühren, der voller Mut und Tatkraft ist, wird sattvisch genannt.

Prabhupada:
Jemand, der seine Pflicht frei von der Gemeinschaft mit den Erscheinungsweisen der materiellen Natur, ohne falsches Ego und mit großer Entschlossenheit und mit Enthusiasmus ausführt und in Erfolg und Misserfolg unerschütterlich bleibt, gilt als ein Handelnder in der Erscheinungsweise der Tugend.

Reclam:
Der Täter, den nicht Prahlsucht treibt,
Der frei von Hang, doch voller Kraft
In Glück und Unglück gleich sich bleibt,
Ein solcher, der ist "wesenhaft".
---
Wenn man sich seiner sich ist und etwas handhaben kann, dann braucht man sich auch nichts zu beweisen, denn es ist ja nichts da, wozu man sich rühmen bräuchte und kann befreit unnötiger Ansichten beim Wesentlichen bleiben.

Im Zweifelsfall kann man die Unterscheidung treffen zwischen Anderen und Dingen an sich, das wäre, in der Art von Themen, und hat so schon einiges recht zügig an Verstrickungen ausgeräumt und diesen den Boden entzogen und das sogar mit nur einem Entschluss und einer bestimmten inneren Orientierung.

Ähnlich wie man viel effektiver mit allerlei Arbeiten kann, wenn man es schafft sich selber außen vor zu sehen und sich zwar einzubringen, aber nicht für sich oder auf sich bezogen, sondern auf eben die Dinge bezogen tätig zu bleiben, womit man ihnen auch am besten gerecht werden kann und nicht weniger, sondern ebenso am meisten davon hat und daraus machen kann.

Alle die sich über ihre Mittel erheben, sollen es doch ruhig tuen, denn sie räumen sich doch nur selber aus dem Weg und werden durch genau das, was ihren aktuellen Stand übersteigen mag, schon noch hinreichend Beschäftigung finden.

Also kann man einfach bei dem bleiben, was ansteht und jedes Getöse, zeigt nicht selten nur an, womit einer nicht umgehen kann. Macht schützt sich selbst, daraus kann man in die Potenz fallen, mit etwas Potenzgeprotze geht's in das Verhaftetsein, mit dem, womit man nicht recht umging usw.

Der Weg ist ja in vieler Hinsicht offen und so bleibt man einfach unbeeindruckt und gelassen bei einem gescheiten Kurs und mehr braucht einen gar nicht zu sorgen, wenn nichts davon wesentlich abhängt und man kann auf die höheren Gesetze vertrauen, Hauptsache man bleibt bei einer Ordnung, die man für sich und vor sich einhält.

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Reinheit ist nicht schwer - BG 18:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 26 2015, 00:49

Bhagavad Gita 18:27

Yogananda:
Ein Handelnder (ein Werkzeug für eine Tat), der an vielen Dingen hängt und nach den Früchten seines Handelns verlangt, der gierig, unrein und skrupellos ist, der leicht begeistert und leicht entmutigt ist - ein solcher wird rajasisch genannt.

Prabhupada:
Der Handelnde, der an seiner Arbeit und an den Früchten seiner Arbeit angehaftet ist und diese Früchte genießen will und der gierig, immer neidisch und unsauber ist und von Freude und Sorge bewegt wird, gilt als ein Handelnder in der Erscheinungsweise der Leidenschaft.

Reclam:
Wer nach dem Lohn des Werks verlangt,
Zum Schaden anderer geneigt,
Von Freude und von Schmerz erregt,
von "Leidenschaft" erfüllt sich zeigt.
---
Reinheit ist nicht schwer, nein vielmehr sogar leicht, so lange man nicht zu beschäftigt ist ein klein wenig darauf zu achten, denn es ist meist ein Anzeichen, dass man zumindest genug Zeit findet, der Gier freies Geleit zu gewähren und sich etwas reinzuziehen, was mit einem nichts zu tuen hat.

Denn das, was wirklich zu einem gehört, das hat auch mit dem eigenen Höheren zu tuen und ist daher auch rein, was aber nicht einem seins ist, das verändert einen nicht nur zu dem, was man nicht ist, sondern ist daher gesehen ja auch Unreinheit für einen.

Wenn man mit Gleicherlei darin rummantscht, ist es sicher annehmbar, wenn man aber damit nicht überein geht, dann ist selbst die größte Nähe zum Höheren, immer noch nicht nah genug, wenn das Gemantsche im Vordergrund steht.

Es könnte sooo schön sein, nicht nur im wegschauen, von dem, was da ist, zu dem, was sich der einzelne ausmalt, sondern in dem, was für alle schön ist, weil es wirklich für alle da ist. Banale Alltagsdinge, die jeden betreffen, sind die, die für alle wirklich da sind, Grundsätze sind für alle da uvm. und darin ist allen geholfen.. sei's es nur, dass man darin und überhaupt in allem, was andere mit betrifft, beizutragen versteht oder jedenfalls nicht alles in der Richtung belastet, mit dem, was viel weniger oder keinem zugute kommt oder kommen kann...

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Mit oder ohne Anlass - BG 18:41

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 03 2015, 00:03

Bhagavad Gita 18:41

Yogananda:
O Schrecken der Feinde (Arjuna)! Die Pflichten eines Brahmanen, eines Kshatriyas, eines Vaishyas und auch eines Shudras hängen von den Gunas (Eigenschaften) ab, die dem jeweiligen eigenen Naturell entsprechen.

Prabhupada:
Brahmanas, ksatriyas, vaisyas und sudras unterscheiden sich durch die Eigenschaften, die dem Einfluss der materiellen Erscheinungsweisen gemäß ihrer Natur eigen sind, o Bezwinger der Feinde.

Reclam:
An vielfach abgestufte Pflicht
Der Priester, Krieger, Bauern Stand
Sowie der Schudras großes Heer
Seit je der "Gunas" Mischung band.
---
So ziemlich einer jeden Handlungsart und Betätigung liegt ein Anlass zu Grunde, denn es wird ohne auch nur irgend einen Grund, nicht einfach irgend etwas getan. Sei es Lust oder sei es Unlust, vielleicht auch Pflichtbewusstsein oder auch eine Sucht, Neigung, ja selbst dem Zufall liegt ja der Zufall zu Grunde, d.h. eine Überschneidung ungeplanter Ereignisse, denn ohne diese, wäre nichts da, was dadurch geschähe und zur Handlung anregte.

Mehr noch macht vielleicht den Unterschied, wie weit Lebewesen dabei sind. Denn durch diese erst ist ein ganz anderes Spektrum vorhanden, es könnten Laufwege vorhanden sein, aber erst wenn diesen ein Anlass vorgesetzt ist, werden sie für gewöhnlich begangen und andernfalls bliebe vieles auch nur eine potenzielle Möglichkeit.

Ein weiterer Unterschied wäre dann wohl auch, ob der Anlass in einem Lebewesen begründet ist oder außer ihm liegt. Denn demgemäß wird das Erzeugnis daraus auch zum jeweiligen kehren und darauf gerichtet sein, vielleicht soweit gehen, dass hörte die Stimulation vom jeweiligen Anlass auf, wäre auch alle Aktivität und Bewegung dahin.

Wertvoll wird das dann vor allem, wenn der Anlass nicht nur im Lebewesen liegt, sondern überhaupt von diesem hervorgebracht wird, denn es wäre ja daher von nichts anderem als sich selbst hinsichtlich dessen abhängig und könnte nach belieben sich selbst bewegen und wäre kein Hindernis gegeben, vielleicht sogar ohne je wieder hinsichtlich dessen aufhören zu brauchen. Das könnte dann wohl wahre Eigenständigkeit in dieser Richtung dann bedeuten.

Wie es an anderer Stelle in der Bhagavad Gita heißt, dass Krischna sich selber, aus sich selbst erschaffen hat. So wäre der Höhepunkt daher wohl dieser, alles ohne irgend etwas überhaupt in Anspruch zu nehmen, aus sich allein heraus erschaffen zu können, was wohl die größte Unabhängigkeit und Selbstständigkeit überhaupt bedeutete, aber zugleich nicht bedeuten, es nicht zuvor irgendwo und irgendwie erlernt zu haben...

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Der rechte Platz - BG 18:42

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 04 2015, 00:49

Bhagavad Gita 18:42

Yogananda:
Die Pflichten eines Brahmanen bestehen in Gedankenbeherrschung, Zügelung der Sinne, Selbstzucht, Reinheit, Vergebung, Aufrichtigkeit, Weisheit, Selbst-Verwirklichung und dem Glauben an eine jenseitige Welt; sie entsprechen seinem eigenen Wesen.

Prabhupada:
Friedfertigkeit, Selbstbeherrschung, Entsagung, Reinheit, Duldsamkeit, Ehrlichkeit, Wissen, Weisheit und Religiosität sind die natürlichen Eigenschaften, die die Handlungsweise der brahmanas bestimmen.

Reclam:
Denn Buße, Reinheit, Redlichkeit,
Geduld, Enthaltsamkeit und Ruh,
Erkenntnis, Wissen, Frömmigkeit
Kommt der Natur des Priesters zu.
---
Na irgendwo mag wohl jeder als zum bessern gezählt werden, zu dem, was er als solches ansieht. Bloß nutzt es nichts, wenn man das nicht annimmt, was da ist, dann wird man damit wohl nicht weiter kommen, mit dem, was wirklich da ist. Ist man aber weiter gegangen, was spielt es dann noch für eine Rolle, was mal war, von dem, was von einem für geringer erachtet wurde?!

Irgendwann ist man der meisten Dinge, für die man sich leicht begeistern lässt, nicht selten ähnlich leicht wieder überdrüssig. Es liegt vielleicht in der Sache der Natur, was Launenhaft und Laune schafft, das leicht vergeht und nicht besteht, denn allzu tief es nicht kann dringen, wie das was kommt vom eignen Innen.

Aufrichtigkeit mit sich selbst, ist nicht immer leicht bestellt, doch braucht man sich nichts vorzumachen, das, was nicht mit seinem eigenen Höchsten übereingeht, kommt dorthin auch nicht hinein, weil es daraus auch nicht ist, womit man es auch mag verbinden, es wird irgendwann doch nur verschwinden.

Also lieber gleich aufrecht mit sich sein und mehr geht doch gar nicht, so kommt schon alles an seinen rechten Platz und vielleicht geht es gerade nur um etwas ganz Schlichtes, weil man es einfach noch nie recht angegangen oder verwirklicht hat und was vielleicht eine tragendere Rolle hat, als man denken mag und worauf man lieber aus wäre...

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Postkarte #251

Beitrag  John Wayne am Fr Dez 04 2015, 07:56

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Bhagavad Gita 8:25, 26

Bei Rauch,
Nacht und bei dunklem Mond
Und wenn die Sonne südwärts fährt,
Der Yogi zieht zum Mondenlicht
Und dann zur Erde wiederkehrt.
Der dunkle und der helle Pfad,
Sie waren schon von Anbeginn;
Auf einem kehret man zurück,
Der andre führt zum Brahma hin.


Der Yogi
Der Yogi zerstört mindestens Krischnagesicht.
Antiheld ohne Der Yogi heißt Bildungskräfte.
(by Monte Rosa)



_________________
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Lisa Gerrard - Vespers
https://youtu.be/JgvKMnrig74

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Ohne Knick und Falte - BG 18:43

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 05 2015, 01:53

Bhagavad Gita 18:43

Yogananda:
Tapferkeit, starke Ausstrahlung, unerschütterliche Standhaftigkeit, Geschicklichkeit, Unerschrockenheit im Kampf, Großzügigkeit und Autorität sind die natürlichen Pflichten eines Kshatriyas.

Prabhupada:
Heldenmut, Macht, Entschlossenheit, Geschicklichkeit, Mut in der Schlacht, Großzügigkeit und Führungskunst sind die natürlichen Eigenschaften, die die Handlungsweise der ksatriyas bestimmen.

Reclam:
Ausdauer, Kraft, Gewandtheit, Mut,
Im Kampfe Unerschrockenheit,
Freigebigkeit und Herrschersinn
Beweisen Kriegers Tüchtigkeit.
---
Sowohl im Sinne nach Castaneda, als auch im wesentlichen dem Biblischen nach, ist ein Krieger und sein Kampf kein Handgemenge, sondern allem voran eine Geisteshaltung. Bedeutet daher, wie man geschickt dem begegnet, was einen vor eine Herausforderung stellt. Einfach und abstrakt gesagt, ist es das, was einen versucht zu biegen und dem, was aufrecht ist, entgegen steht.

Das Ziel für einen Krieger wäre von daher, allem voran, ein moralisches Leben anzustreben und zu führen. Denn gerade dies ist es, was allen Wesen und Wesenszügen die Stärke zum aufrechten hin verleiht, also zum wesenhaften Vermögen und es zu entfalten, anstelle faulem Ruhen und falschem Tuen.

Das Senkrechte und Waagerechte lässt sich auf vieles anwenden, als eine Art Aggregatszustand. Es fängt z.B. beim Willen an, ist dieser aufrecht, so führt er zur vollen Stärke und zeigt erst sein wahres Vermögen. Ist er durch Verlangen eingeknickt, so ist er wie zur Seite geneigt. Das lässt sich sogar wahrnehmen und es bedarf dann einiger Arbeit diesen wieder aufzurichten, bis er sich wieder entsprechend seiner Wesenhaftigkeit anwenden lässt und so jede Falte und jeder Knick, wieder gerade ist.

Unerschrockenheit im Kampfe wäre dann darauf bezogen, keiner Herausforderung auszuweichen und Alternativen anzunehmen bzw. hinzunehmen, anstelle eines besseren Resultats, ohne sich seiner Möglichkeit nach daran begeben zu haben und seine eigenen Grenzen auszuloten, nach moralischen Sinne...

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Aufgaben - BG 18:44

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 06 2015, 02:37

Bhagavad Gita 18:44

Yogananda:
Ackerbau, Viehzucht und Handel sind die natürlichen Pflichten des Vaishyas. Dienst an anderen ist die natürliche Pflicht der Shudras.

Prabhupada:
Ackerbau, Kuhschutz und Handel sind die natürliche Arbeit für vaisyas, und die Aufgabe der sudras besteht darin, zu arbeiten und anderen Dienste zu leisten.

Reclam:
Und Handel, Viezucht, Ackerbau
Umfasst des dritten Stands Beruf,
Der Schudra aber dient als Knecht,
Weil die Natur ihn so erschuf.
---
Jede Aufgabe will erfüllt sein, denn ohnedem, fehlte auch alles damit Einhergehende. Es wird sicherlich nicht alles in Stein gemeißelt sein, aber die Naturanlagen zumindest ihren Teil beitragen, welche Arbeit nun mehr einem liegt und auch einen mehr erfüllen wird.

Was oft und gerne übersehen wird, mit einer Arbeit, die als höherwertig gelten mag, ist die Verantwortung und Verpflichtung ebenso höher, gar bis hin zu einer Bürde und nicht lediglich Vorzüge, welche damit einhergehen und dadurch zufallen können. Und oft ist es eben so, dass man sich im ermessen, was wohinter wirklich an Aufgaben steht, meist nicht darum reißen wird und doch gerade dann ist es meist ein Zeichen, diesem auch gewachsen zu sein.

Wenn man daher etwas mit weniger Aufriss abwickeln kann, umso besser. Gibt hinterher weniger Nacharbeit zu erledigen. Denn fast alles mit äußerem Wirken verbundene bedarf nebst diesem einen Anteil im Außen, zwei Innere, undzwar die Vor- und Nacharbeit, bis es mal als an- und für sich abgeschlossen gilt. Es geht ja nicht um Geltungsansprüche, wenn sie erforderlich scheinen sollten, dann wird dies nicht selten daran liegen, dass man das falsche Gleis bereits erwischt hat, denn andernfalls zählt es auch ohne Anspruch, genau so, wie es ist, weil es bei sich führt, was dazu gehört.

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Synchronizität - BG 10:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 07 2015, 01:07

Bhagavad Gita 10:11

Yogananda:
Aus reiner Barmherzigkeit zünde Ich, der in ihrem Innern wohnt, die helle Lampe der Weisheit in ihnen an, welche die Dunkelheit der Unwissenheit verbannt.

Prabhupada:
Um ihnen besondere Barmherzigkeit zu erweisen, zerstöre Ich, der Ich ihren Herzen weile, mit der leuchtenden Fackel des Wissens die aus Unwissenheit geborene Finsternis.

Reclam:
Von mir, der in den Herzen wohnt,
Wird der Verblendung Dunkelheit
Vermöge meiner Gnadenmacht
Durch der Erkenntnis Licht zerstreut.
---
Erst durch die Synchronizität der Seele wird Weisheit zur Weisheit, andernfalls fällt das wohl mehr unter Kenntnis oder Wissen. Denn ohne das Licht der Seele, auch wenn alles noch an seinem (gewohnten) Platz ist und man sich bis zu einem gewissen Grad auch darauf stützen kann, wie sich was verhält, doch ohne es zu erfassen und zu sehen, weiß man es letztlich nicht sicher.

Manchmal mag man etwas erfassen, aber vermag es doch nicht zuzuordnen, es mag vielleicht gar ärgerlich wirken, warum man von Höherwerts nach Niederwärts nicht aufgeklärt wird, um es vielleicht sogar besser unterstützen und beitragen zu können. Doch könnte man vielleicht gar nicht besser beitragen und würde nur im Wege sein, weil die Mittel gar nicht da sind um beitragen zu können oder daran zu kommen.

Womöglich wird man auch informiert, möchte aber bloß nichts von hören und wissen, weil es einem nicht passt oder man einfach zu abgelenkt ist. Doch wenn man im Plane tätig ist, dann wird man wohl auch über alles Notwendige in Kenntnis sein, weil man im Plane ist und ja zu dessen Entfaltung agiert.

Andererseits ist vielleicht nicht alles als Seele möglich, was man als Mensch machen kann und umgekehrt genauso, auch wenn die Synchronizität zwischen beidem das letztliche Ziel bleiben mag, so kann's wohl Dinge geben, die nur synchron möglich sind, andere eben nur, wenn sie es nicht sind...

Lustig und schön ist es dazu auch nicht immer nur, wenn etwas durch einen abgewickelt wird, denn man erlebt ja zu Anfang vor allem nicht nur die schönen und heilen Zustände davon. Ebenso kann es sein, dass man in den Zwischenphasen sich bloß als Gestalt vorkommt oder lediglich nach der Erscheinungswelt kurzweilen agiert. Da fragt man sich durchaus mal, wie weit es bei anderen ankommt oder andere verstören würde, es an oder in einem zu erkennen. Aber letztlich steckt ja jeder in seinen eigenen Verhältnissen und erlebt das, was daraus zukommt.

So wünscht man sich gar manchmal einfach nur ein ruhiges und geordnetes, mit seinem Umfeld synchrones Verhältnis zu haben, ohne auf diverse Schwierigkeiten zu stoßen. Dabei wünscht sich wohl jeder das, was er nicht hat und wenn er es hat, dann doch wieder was anderes, von dem er sich eben nur das Gute allein verspricht, am liebsten ganz ohne alle Kehrseiten, die doch meist und nicht selten sogar notwendig damit in Verbindung stehen und man ebenso die Verpflichtung zu dem eingeht, was auch immer damit einher gehen mag und ohne es einzubeziehen, somit auch gar nicht hinsichtlich dessen genug Urteilsvermögen auf die Waage bringt...

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Postkarte #273

Beitrag  John Wayne am Di Dez 08 2015, 17:58

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Bhagavad Gita 12:13, 14

Wer keines Feind und jedes Freund,
Wer aller Wesen Dienst sich weiht,
Wer ohne Eigenliebe ist,
Wer gleich sich bleibt in Freud` und Leid,
Genügsam und zufrieden stets,
Wer sich im Geist mit mir vereint,
Entschlossenen und festen Sinns
Mir anhängt, wisse, ist mein Freund.



Wer gleich sich bleibt
Mensch ohne Wer gleich sich bleibt heißt Integrierte Persönlichkeit.
Wer gleich sich bleibt ist mindestens Selbstverwirklichung.
(by Monte Rosa)



_________________
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Ernüchterung - BG 5:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 09 2015, 01:21

Bhagavad Gita 5:11

Yogananda:
Um das Ego zu läutern, vollbringen Yogis ihre Handlungen mit Hilfe (der Werkzeuge des Handelns) des Körpers, des Geistes, der Unterscheidungskraft oder sogar der Sinne und geben dabei alle Anhänglichkeit auf (erlauben es dem Ego nicht, sich in Anhänglichkeiten und Wünsche verstricken zu lassen).

Prabhupada:
Die yogis, die Anhaftung aufgeben, handeln mit Körper, Geist, Intelligenz und sogar den Sinnen nur zum Zwecke der Läuterung.

Reclam:
Nur mit den Sinnen und dem Leib,
Nur mit "Vernunft" und mit "Verstand"
Betätigen die Yogis sich,
Die alle Selbstsucht längst verbannt.
---
Auch wie der Kurs in Wundern mitunter lehrt, wer in den Mitteln und Werkzeugen mehr sieht und etwas daraus ziehen möchte, macht sich lediglich diesen selber untertan und von diesen abhängig, wenn man mehr Bedeutung hinein legt, als darin von sich aus ist.

Deswegen sich lieber ernüchtern lassen wo sich dieses ergibt und bereit sein sich der Ernüchterung mehr zuzuneigen als dem Wohlbefinden allein, dadurch wird es nicht notwendig weniger, es wird sich vielleicht nur mehr in anderem wiederfinden. Träumen kann man dann anhängen, wenn es die Zeiten erlauben, dass diese sich nicht zu Albträumen wandeln und das Aufwachen daraus wenig Schrecken bereitet.

Ernüchterung kann ebenso auch das sein, wessen man gleich nachstrebt, wie man irgend einem Wunsche nach geht, nur dass Erstere keine Kehrseite hat, denn sobald der Schatten aufgedeckt wird, so ist auch nichts mehr, was danach einen noch zu erschrecken vermag.

So gewinnt man auch das für sich, was zuvor einem vielleicht Unbehagen bereitete, denn was Teil von einem geworden ist, kann weniger gegen einen stehen und dann ist es fast schon so, wie es mit einer Hand ist, die sich allein wird kaum verletzen können.. andernfalls müsste man dafür entweder übermäßig geschickt sein oder ungeschickt...

Devino Melchizedek

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Entfaltung - BG 8:20

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 13 2015, 23:55

Bhagavad Gita 8:20

Yogananda:
Wer jedoch über das Unmanifestierte (die Zustände der Erscheinungen) hinausgelangt, erreicht das Wahre Unmanifestierte, das Unwandelbare, Absolute, das von den Zyklen kosmischer Auflösung nicht berührt wird.

Prabhupada:
Jedoch gibt es noch eine andere, unmanifestierte Natur, die ewig ist und zur manifestierten und unmanifestierten Materie in transzendentaler Stellung steht. Sie ist über alles erhaben und vergeht niemals. Wenn alles in der Welt vernichtet wird, bleibt dieser Teil, wie er ist.

Reclam:
Jenseits des "Unentfalteten"
Ist eine ew'ge Wesenheit,
Die, mag die Welt auch untergehen,
Bestehen bleibt in Ewigkeit.
---
Das, was über viele Jahre aufgebaut und entfaltet wird, hat immer einen Wert, wenn es irgend nur wesenhafter Natur ist. Auch wird es vom Unentfalteten in der Weise nicht erkannt, weil das, was nicht vorhanden ist, nicht ermessen wird, wo keine Grundlage zum ermessen gegeben ist.

Was ist nun wesentlicher? Beweisführung der Nichtigkeit, oder weiter bei dem bleiben, was aufgebaut wird? Oder zum wesenhaften subsumiert werden kann?

Manche Dinge lassen sich daher nicht beweisen, dort worin sie nicht eingehen oder hingehören. Und selbst wenn dem so wäre, wären diese Dinge hinterher nicht die gleichen, wie vordem. Und worin soll es sich beweisen, wenn nicht in sich und vor sich selbst, dort, wo es sich erkennen kann. Alles gleicher Art, wird sich darin wiederfinden und eben solches anerkennen, weil es den selben Wert verkörpert und beimisst.

Also weiter bei den Grundsätzen... und ansonsten tue jeder das, wovon er nicht lassen kann, gemäß seiner Natur.

Devino Melchizedek

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Aller Werke tief'rer Sinn - BG 4:33

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 17 2015, 00:54

Bhagavad Gita 4:33

Yogananda:
O Schrecken der Feinde (Arjuna)! Die geistige Feuerzeremonie der Weisheit ist jedem äußeren Ritual überlegen. Jede Tätigkeit in ihrer Gesamtheit (die Tat, die Ursache, die karmische Wirkung) wird von der Weisheit verzehrt.

Prabhupada:
O Bezwinger des Feindes, Opfer in Wissen darzubringen ist besser, als bloß materielle Besitztümer zu opfern. O Sohn Prthas, letztlich gipfeln alle Opfer von Arbeit in transzendentalem Wissen.

Reclam:
Ein dinglich Opfer ist zwar gut,
Doch geist'ges Opfer schwerer wiegt,
Denn - aller Werke tief'rer Sinn
Allein in der Erkenntnis liegt.
---
In gewisser Hinsicht ist es wie mit Zaubertricks und ähnliche Vorführungen, weiß man was kommt oder wie es funktioniert, dann kann es einen nicht mehr in gleicher Weise faszinieren. So ist es sowohl mit dem, sich einfach von etwas begeistern zu lassen, als auch mit manch Verblendung ähnlich bestellt, weiß man was es ist und bedeutet, dann kann es auch nicht mehr eine andere Bedeutung einnehmen.

So ist das Wesentliche gar nicht unbedingt etwas bestimmtes zu tuen, als vielmehr es im rechten Verhältnis zu erkennen und zu verstehen, und schon kann sich vieles daran ausrichten und anordnen und vieles was Mühe und Arbeit machte, gleitet dahin und braucht einen nicht mehr bekümmern, wenngleich es bis dahin ein hartes Stück Arbeit sein mag.

Die hauptsächliche Einsicht kann aber nur auf sich selber bezogen sein, auch wenn das Ergebnis sich dann in dem stark zeigt, was einen allgemein und auch im Alltag umgibt.

Und es bedarf keiner Dinge im äußern, nur der eigenen Einkehr und Still in sich selbst und mehr auch erstmal nicht, um zu nahezu jeder Einsicht gelangen zu können, die auch nur irgend einen Bezug zu einem hat. So kann man gewöhnlich auch erst mehr helfen, als mehr nur zu schaden, wenn man mit sich selbst erstmal klar kommt...

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Aus dem Weltblendwerk erwacht - BG 7:14

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 20 2015, 02:01

Bhagavad Gita 7:14

Yogananda:
Es ist wahrlich schwierig, sich dem Einfluss Meiner göttlichen kosmischen Hypnose zu entziehen, die mit den dreifachen Eigenschaften durchwoben ist. Nur wer in Mir (dem Kosmischen Hypnotiseur) Zuflucht sucht, wird von dieser Macht der Täuschung befreit.

Prabhupada:
Diese Meine göttliche Energie, die aus den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur besteht, ist sehr schwer zu überwinden. Aber diejenigen, die sich Mir ergeben, können sie sehr leicht hinter sich lassen.

Reclam:
Schwer zu durchdringen ist der Schein
Der gunahaften Zaubermacht;
Nur wer zu mir die Zuflucht nimmt,
Aus diesem Weltblendwerk erwacht.
---
Wie es nicht leicht sein mag, sich gegen seine Neigungen zu entscheiden, und das am besten so, dass kein Widerwillen sich aufbaut, so ist es auch mit dem wach-sein dem nicht unähnlich.

Einfach nur etwas heranzuziehen oder nehmen was schon wo vorhanden ist, ist auch leichter, als grundlegend etwas aufzubauen, wo der Fortschritt sich einem selber nur kaum auffällig zeigt, aber bei Bedarf und im Falle, wo es gefordert wird, dann doch greift.

Übung muss nicht viel her machen, sondern viel daraus machen, worauf sie gerichtet ist. Das was funktioniert und ausgeprägt ist, bedarf keiner großen Zuwendung, denn der Effekt wäre die Sache betreffend jedenfalls nur gering und was zählte schon etwas bloß dem Scheine nach letztlich?

Man sollte schon mit dem arbeiten, was von Oben oder der Seele her zugeteilt ist, weil es das ist, worauf es ankommt, es ist auch das, was am meisten bewirkt, auch wenn es für einen selber nicht viel hermacht. Und eben dort fängt es überhaupt erst an von Wert zu sein. Dort wo es aber von Bedeutung ist, schaut es vielleicht anders aus, als dort, wo es nur nachwirkt und auch gar nicht von Bedeutung sein soll..

Besser man stützt sich daher gleich, wie die Bhagavad Gita lehrt, nicht auf die Frucht seiner Arbeit, sondern auf leitende Prinzipien und tut, was einem möglich bleibt, ohne überhaupt etwas für sich darauf ziehen zu wollen...

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Die Zuversicht - BG 2:41

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 21 2015, 00:25

Bhagavad Gita 2:41

Yogananda:
In diesem Yoga, o Spross des Kuru (Arjuna), ist die innere Entschlossenheit auf ein einziges Ziel gerichtet. Dagegen sind die Gedankengänge eines wankelmütigen Geistes endlos und weit verzweigt.

Prabhupada:
Diejenigen, die diesen Pfad beschreiten, sind entschlossen in ihrem Vorhaben, und ihr Ziel ist ein. O geliebtes Kind der Kurus, die Intelligenz der Unentschlossenen jedoch ist vielverzweigt.

Reclam:
Ihr Grundgedanke unentwegt
Entschiedenheit dir offenbart,
Denn endlos ist und viel verzweigt
Der Unbeständ'gen Sinnesart.
---
Die Zuversicht kann man sich nicht erkaufen, denn sie könnte sonst wohl kaum als feste gelten und einem zugehörig. Doch wird diese benötigt, um sich einem Ziele oder einer Sache zu verschreiben, ohne abzuweichen, vielleicht sogar derart, dass man diesem nie bekäme.

Immerhin, die größte Zuversicht kann einem wohl keiner jemals nehmen, die da wäre, einem Schöpfer nacheifern zu dürfen, der einem nichts vorenthält, sofern es einem nur gelingt es zu halten und damit umgehen zu können. Was der anderen Dinge mag da einen noch bekümmern oder dann davon abhalten wollen?

Jedenfalls gibt's der wesenhaften Dinge immer noch mehr, als derer, die es nicht wären, da es Erstere sind die mehr nach der Art kommen weitreichender zu sein und für die Unendlichkeit zu reifen.

Zuversicht ist allen möglich, denn es liegt nurmehr daran, worauf man sie knüpft und dann bleibt es immer noch möglich sie erneut zu knüpfen, bis eben dorthin, wo sie sich nicht mehr verlieren kann. Letztlich bleibt einem eh nichts über, als Transparenz bis zur Transzendenz zu praktizieren, zumindest vor sich selber, und alles andere kann dann sanft entfallen.

Es liegt auch an einem, wie weit man überall und mit allem so verfährt, dass es von Würde ist und dadurch auch von der eignen Seele integriert werden kann und nicht entfallen braucht...

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Das Beste draus machen.. - BG 13:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 24 2015, 01:51

Bhagavad Gita 13:27

Yogananda:
Wer den Höchsten Herrn unterschiedslos in allen Wesen wahrnimmt und den Unvergänglichen im Vergänglichen schaut, der sieht die Wahrheit.

Prabhupada (BG 13:28):
Wer sieht, dass die Überseele die individuelle Seele in allen Körpern begleitet, und versteht, dass weder die Seele noch die Überseele im zerstörbaren Körper jemals zerstört werden, sieht wirklich.

Reclam:
Wer klar sieht, dass der gleiche Geist
In allen Wesen nicht vergeht,
Wenn jene auch zugrunde gehn,
Nur der die Wahrheit recht versteht.
---
Das, was man sieht, ist man selbst, wurde schon oft gesagt.. u.a. weil man es sieht und dieses das umfasst, worauf man ausgerichtet ist und selbiges in einem irgendwo stimuliert wird. Sieht man das von Dauer, dann ist es in einem und in den anderen zugleich, wenn man in den anderen aber etwas anderes sieht, dann wird es meist weniger bedeuten, wofür man sich hält, denn das, was man in den anderen sieht. Es sagt dann einem worauf man ausgerichtet ist und wer man derzeit auch bis zu einem gewissen Grad sorum ist, vor allem, wenn es eben jenes betrifft, was aus sich heraus mit den anderen in gleicher Weise zu tuen hat und nicht gelöst davon genommen werden kann, weil es dann nicht mehr dem entspräche, was diesem ursächlich zu Grunde liegt.

Anders gesagt, wenn man sich für die Seele hält, aber nicht überall Seelen um sich sieht, dann ist man wohl nicht zugleich die Seele, ebenso auf das Selbst bezogen, wenn man nicht das Selbst der anderen sieht oder mehr noch in dem Fall das Selbst in allem und sich in diesem Selbst, dann ist es vielleicht doch das, was man sieht mehr das worin man sich bewegt, wenngleich es nicht verkehrt wäre, sich grundsätzlich dennoch als Seele zu verstehen, um eben die Verlagerung dorthin zumindest zu begünstigen.

Ein wenig anders ist es noch, anhand der Dinge und Verhältnisse etwas herzuleiten, eben was man in den Dingen sieht und erkennt, von dem, womit man zu tuen hat, weil es nicht alles von gleicher Natur ist und in gleicher Weise das widerspiegelt, was es nicht aufnehmen kann u.s.w.

So gibt es eben solches, was allen gleich ist und eben solches, was mehr individuell ist, aber doch kann man in allem seinen wert sehen und es liegt auch fast schon mehr bei einem, als bei etwas anderem.

Und wenn man keinen Wert erstmal ausmachen kann, könnte man immer noch so tuen als ob, und dann eben mit diesem arbeiten und hat doch seinen wert wieder. Klar kann man auch naiv etwas ignorieren, wie es wirklich ist, darum geht's aber in diesem Sinne nicht, sondern alles ganz so betrachten und annehmen wie es (für einen erstmal) ist und dann vernunftgemäß zu prüfen, was den größeren Nutzen hat, um daraus etwas zu machen, weil es den größeren Nutzen hätte.

Ebenso gehört vielleicht auch mal dazu, sich zurückzunehmen, damit etwas ins Leere laufen und sich ausagieren kann, wenn eben dieses das Vernünftigste allgemein hin wäre...

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Ganz beiläufig.. - BG 2:24

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 24 2015, 23:44

Bhagavad Gita 2:24

Yogananda:
Die Seele ist unteilbar; sie kann nicht verbrannt, durchnässt und ausgetrocknet werden. Die Seele ist unwandelbar, alldurchdringend, ewig ruhig und fest gegründet - sie bleibt sich ewig gleich.

Prabhupada:
Die individuelle Seele ist unzerbrechlich und unauflöslich und kann weder verbrannt noch ausgetrocknet werden. Sie ist immerwährend, überall gegenwärtig, unwandelbar, unbeweglich und ewig dieselbe.

Reclam:
Unspaltbar stets, unbrennbar stets,
Unnetzbar und undörrbar stetts,
Allgegenwärtig zeigt sie sich
Und ewig, unverrückbar stets.
---
Es lässt sich wohl leicht der Seele allerlei zuordnen oder sich und den Dingen etwas zusprechen, ohne zu bedenken, was es überhaupt bedeutet oder welche Tragweite damit einhergeht.

Die Seele sieht gemäß ihrer selbst zunächst einmal lauter Seelen um sich, auch ist das, was unter der Seelennatur liegt, daher verhältnismäßig überschaubar und weder gäbe es Grund sich übermäßig dort hineinzuhängen, noch wird sich die Seele hinsichtlich dieser Dinge übermäßig vertuen oder etwas sagen, was nicht von großer Konsequenz wäre, denn in allem wo die Seele verfehlt, wird sie für gewöhnlich Abbruch erleiden und würde daher schon nicht belanglos Reden.

Der Mensch an sich, auch wenn er vielleicht keiner allzu hohen Entwicklungen angehörte, verringert die Seele ja nicht und macht nicht weniger, sondern gehört dieser an und trägt zur Erweiterung seinen Teil dazu. Wenngleich dieser ein zusätzlicher Faktor auch hinsichtlich der Möglichkeit ist zu verfehlen, so hat dieses aber bei weitem nicht die Tragweite, wie es der Seele betreffend sich verhält.

Doch ist es ja so, dass für die Seele derlei eine größere Transparenz hat, ähnlich wie für den Menschen die Möglichkeiten der Tierwelt überschaubar sind und durchaus weitestgehend nachvollziehbar und erklärbar, umgekehrt ist es aber nicht der Fall oder kaum, was an der Natur der Sache liegt.

Ansonsten nimmt man besser alles nicht wichtiger und ernster als es ist, denn dieses wird dadurch nicht gewichtiger und nicht mehr, als es im wesentlichen ist, aber ehe man sich um etwas reißt und es Bereichen zuordnet, wo es nicht hingehörte, kann man sich auch erstmal die Tragweite vor Augen führen und was was bedeuten kann oder auch nicht und weiß dann, wie und woher etwas entstammen kann oder nicht und wie dieses damit umgehen würde oder nicht.

Leicht kann man auch am eigenen Anspruch scheitern, ebenso aber auch nicht weniger Anspruchsvolles ohne Anspruch ganz beiläufig bewerkstelligen.

Devino Melchizedek

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Die Sache mit dem Glauben.. - BG 17:3

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 27 2015, 02:12

Bhagavad Gita 17:3

Yogananda:
Die Hingabe eines jeden Menschen entspricht der ihm angeborenen Natur. Seine Neigung enthüllt sein Wesen; wie immer sein Glaube aussieht, so ist auch er.

Prabhupada:
O Nachkomme Bharatas, gemäß dem Leben, das man unter dem Einfluß der verschiedenen Erscheinungsweisen der Natur führt, entwickelt man eine bestimmte Art von Glauben. Gemäß den Erscheinungsweisen, die das Lebewesen annimmt, kann es einem bestimmten Glauben zugeordnet werden.

Reclam:
Im Glauben folgt ein jeder Mensch
Der angeborenen Natur,
Zu glauben ist der Mensch bestimmt,
Ein fleischgeword'ner Glaube nur.
---
Aus der Nummer mit dem Glauben kommt der Mensch einfach nicht raus. Es bleibt ihm da einfach nichts anderes über, als zu glauben, denn was auch immer sein Glaube beinhalten mag, auf irgend etwas muss er das, was in ihm das Bewusstsein regt ja lenken.

Alles wo eine klare Ausrichtung fehlt, wird mit irgend etwas ausgefüllt, damit es einen Zusammenhang ergibt, denn sonst wären immer quälende Fragen offen, die eine Antwort forderten.

Es ist nur die Frage dessen, was ein Mensch aushält, bevor er eine Antwort für sich annimmt, denn je länger er die Antwort offen halten kann, um so unbequemer vielleicht, aber doch kann in der Zeit auch das in ihm reifen, was später kann begreifen, was in ihm ist gewachsen.

So kann er sich selbst und alles um sich lernen zu erfassen und verstehen während der Glaube lernt aufrechter zu stehen und dort zu bestehen, wo er sonst sich bloß verstreute, während er sich am unwesentlichen erfreute.

Manches braucht einfach nur seine Zeit, bis es ist soweit,
um in sich zu halten, was es kann entfalten...

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Selbstbeherrschung und Monadologie - BG 10:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 28 2015, 00:41

Bhagavad Gita 10:3

Yogananda:
Doch ein Mensch, der Mich sowohl als den Ungeborenen und Anfanglosen wie auch als den Obersten Herrn der Schöpfung erkennt - dieser hat die Täuschung besiegt und den sündenlosen Zustand erreicht, auch wenn er noch das Gewand eines sterblichen Körpers trägt.

Prabhupada:
Nur derjenige unter den Menschen, der frei von Täuschung ist und Mich als den Ungeborenen, den Anfanglosen und den Höchsten Herrn aller Welten kennt, ist von allen Sünden befreit.

Reclam:
Wer mich als uranfänglichen
Und höchsten Herrn der Welt erkennt,
Von dem ist aller Täuschung Wahn
Und aller Sünden Schuld gebannt.
---
Wie wir von Goethe wissen, "Handwerk kann sich zur Kunst erheben, Pfusch nie"!

Aus der Sicht der Monade gibt es keine Schwierigkeiten mit Einheit, weil alles ohnehin mit allem dann in Wechselwirkung steht, es ist irgendwo durch die Natur der Monade bedingt. Aber mit Pfusch kann es ernsthafte Schwierigkeiten geben, denn dieses betrifft dann ebenso alle und zieht alle mit hinein.

Einheit ist dort angebracht, wo erst Stärke daraus gewonnen wird, wenn das zusammenwirkt, was zusammen passt. Oder auch wo etwas dem einen hilft sich selbst im anderen zu erkennen und eben auch das, was schädlich wirkt, einzustellen, weil man ebenso alles Schmerzliche erkennt, was daraus entsteht oder auch wo Dualität und Gegensätze herrschen sollten usw. Alles davon ist in der Monadologie aber kaum möglich oder hat nur einen begrenzten Rahmen hierfür und ist nicht wesentlich.

Die Monade steht in gewisser Hinsicht über der Seele, jedenfalls der Erfahrungsseele, nicht der Überseele, und ist eine Richtung, in die sich die Seele bewegt bzw. hinarbeitet und was dann die kleineren Träger(Körper) ablöst und worein die Seele dann eingeht, u.a. dann sobald Einheit keine große Bedeutung mehr spielt. Dort ist aber dann alles von Bedeutung, weil es immer andere mit einbezieht. Man kann sich dann nicht eine Stärke zuschreiben, die man nicht allen zuschriebe, ebenso Pfusch oder auch die Positiven Dinge, aber nicht alles ist das, was benötigt wird oder allen nützt und hilft. Denn selbst auch fast alle guten Dinge im Übermaß haben eine schädliche Wirkung und sei es nur, dass sie davon abhalten sich etwas Wesentlicherem zuwenden zu können.

Im Grunde ist Selbstbeherrschung dann sehr wesentlich, gerade wo die Mehrheit/Menschheit sehr schnell in eine Richtung rennt, als ob es kein Morgen gäbe, wo wieder zurück marschiert werden darf und zusätzlich alles wieder aufgearbeitet was verbockt wurde und jede Abkürzung nicht existiert, ausgenommen in dem, was gelernt und erkannt wurde.

Grundsätzlich kann man leichter lernen, als nur durch Fehler, aber dafür ist Selbstbeherrschung elementarer Bestandteil und doch kann man gerade in der Monadologie eben nur wieder sich selbst alles zuschreiben. Zum einen weiß man fast nie so genau, ob man letztlich nicht selbst den Grundstein einbrachte, der als Auslöser diente, zum anderen aber, kann man es erkennen und lösen, dann ist man genötigt, ja gar in der Pflicht, es auf sich zu nehmen und abzuarbeiten, denn ablehnen geht nicht, ohne seinen Teil, der es erkannte auch irgendwo abzutrennen und dann selber zum Pfusch beitragen, denn was würde mit diesem Teil sonst werden?

Und dabei könnte doch vieles leichter sein, wenn.. doch kann man aus allem nur lernen, lernen, lernen, wenn das nicht wiederum fast schon zu schön wäre...

Devino Melchizedek

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Erklärungen - BG 7:25

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 30 2015, 00:25

Bhagavad Gita 7:25

Yogananda:
Dem Anschein nach werde Ich durch Meine eigene Yoga-Maya verdunkelt (die Täuschung, die den dreifachen Eigenschaften der Natur entspringt), so dass die Menschen Mich nicht sehen können. Die verwirrte Welt kennt Mich, den Ungeborenen, den Unsterblichen, nicht.

Prabhupada:
Den Toren und unintelligenten Menschen offenbare Ich Mich niemals. Für sie bin Ich von Meiner inneren Energie bedeckt, und deshalb wissen sie nicht, daß Ich ungeboren und unfehlbar bin.

Reclam:
Verhüllt durch meine Yoga-Kraft,
Bin ich nicht jedem offenbar,
Verblendet kennt die Welt mich nicht
Als anfanglos-unwandelbar.
---
Ganz so leicht lässt sich das eh nicht sagen und immer festlegen, wer nun was ist und welchen Anteil woran hat, denn es ist nicht alles nur einseitig, sondern mehrseitig und mehrschichtig und nur auf eine Sache hin bezogen, hat das mit vielen anderen Dingen noch lange nichts zu tuen.

An und für sich arbeitet man daher erstmal mit dem, was einer (wohin auch immer und wobei auch immer) einbringt. Was einer darüber hinaus ist oder macht, was sonst keinen betrifft, ist nicht wesentlich für die, die es ja nicht betrifft und hat auch nicht zu bekümmern, denn jeder darf erstmal das das machen und sein, was er sein mag oder sein kann.

Ansonsten mag es Ebenen geben, wo einer präsent ist und solche, wo er's nicht ist, was manchmal auch gut so ist, weil dann dort weniger verbockt werden kann, manchmal kann es aber auch ungünstig sein, weil dann nicht auf das eingegangen werden kann, was dort stattfindet, vor allem wenn sich dort viel abspielt.

Denn es hat meist wenig nutzen über das zu reden oder etwas zu erklären, wo sich keiner befindet, denn wem möchte man's dann auch erklären? Daher ist es nicht unwesentlich wo sich eine gewisse Mehrheit aufhält, allerdings auch abhängig davon, worum es denn geht. Und so gibt es manches, was man leider kaum je mal ansprechen kann und manches, was man wohl viel zu oft sagen darf oder muss...

Allerdings kann man auch hingehen, und sich selbst etwas erklären, wenn man sich in etwas wiederfindet und darüber hinaus kann es sehr hilfreich sein, etwas so zu erklären, als würde der, dem etwas erklärt wird, selbst drin stecken, auch wenn es nicht sogleich so ist, denn dann nimmt man ihn so mit und bezieht ihn ein, dass sehr leicht ein Zugang hergestellt werden kann. Denn auch Hilfsmittel, die hinzu genommen werden, sind irgendwann mehr im Wege, als dass sie beitragen können und ggf. nur vom Wesentlichen ablenkend.

Davon abgesehen, ist es vielleicht besser, wenn einer nur als Seele einbezogen wird, denn dann ist ähnlich der Hilfsmittel, das, was sich störend in den Vordergrund drängen mag ebenfalls außen vor, denn meist es ist es ja ohnehin nur jenes, was nicht mitgenommen wird und ohnehin irgendwann entfallen wird.

Wichtig ist, dass es überhaupt irgendwo ankommen und landen kann, damit es etwas voran bringen kann...

Devino Melchizedek

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Re: Bhagavad Gita 2015

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