Bhagavad Gita 2015

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Freude am Selbst - BG 6:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 11 2015, 00:15

Bhagavad Gita 6:5

Yogananda:
Der Mensch soll das Selbst (Ego) durch das Selbst erheben; das Selbst darf nicht erniedrigt (niedergedrückt) werden. Wahrlich, das Selbst ist sein eigener Freund; und das Selbst ist sein eigener Feind.

Prabhupada:
Man sollte sich mit Hilfe seines Geistes befreien, und nicht erniedrigen. Der Geist ist der Freund der bedingten Seele, aber auch ihr Feind.

Reclam:
Nicht drücke er sich selbst herab,
Er hebe sich durch eig'ne Kraft,
Des Menschen Selbst steht mit ihm selbst
In Bündnis oder Gegnerschaft.
---
Das als Feind aufgefasste, so kommt es einem vor, ist da draußen, alles, was bedrohlich wirkt. Und doch liegt's mehr am innern Kampf und ist man mehr mit sich im reinen, so ist da draußen der Feind oft auch gleich mit verschwunden und alles mehr nur ein Tätigkeitsfeld.

Zum Selbst muss man sich aber auch erst hinarbeiten und einiges an Persönlichkeits-Kramm zurück stellen. So lange man alles in der Kategorie von Persönlichkeiten um sich sieht, kann das Selbst auch schnell nur wie ein Feind erscheinen und als etwas, was von außen kommend einen bedroht.

Hat man ins Selbst reingefunden, dann merkt man wesentlich leichter, dass man selbst die Ursache meist ist oder legt, für das, was auf einen zukommt und kann dann, statt sich selber nieder zu drücken, anfangen in wesentlich größerem Umfang Themen abzuarbeiten, indem man etwas weggibt und das abarbeitet, was wieder zurück kommt und so sich auch erfreuliches schenken kann.

Devino Melchizedek

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Familie - BG 10:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 12 2015, 00:47

Bhagavad Gita 10:6

Yogananda:
Die sieben Großen Rishis, die Ursprünglichen Vier und die (vierzehn) Manus sind ebenfalls Differenzierungen Meines Wesen, die aus Meinen Gedanken geboren und mit (schöpferischen) Kräften wie den Meinen begabt wurden. Von diesen Vorfahren stammen alle Lebewesen auf Erden ab.

Prabhupada:
Die sieben großen Weisen, vor ihnen die vier anderen großen Weisen und die Manus [die Vorväter der Menschheit] wurden von Mir, aus Meinem Geist, geboren, und alle Lebewesen, die die verschiedenen Planeten bevölkern, stammen von ihnen ab.

Reclam:
Die sieben Seher schuf ich einst,
Die Manus und der Weisen vier.
Aus meinem Geist sind sie erzeugt,
Die Stammväter der Wesen hier.
---
Wenn man's weit genug zurück verfolgt, dann sind irgendwo alle eine große Familie und näher sind meist die, die gleicher Gesinnung sind. Da es ja irgend etwas ist, was die Annäherung ausmacht, nebst karmischer Geschichten und was es sonst noch alles gibt.

Mit dem einen mag man glücklich werden, mit dem anderen weniger bis gar nicht. Aber was eher bleibt, ist das, was man selbst aufgebaut hat. Auch ist nicht zu verachten, wer mit einem bis wohin mitgehen kann, dass man auf weniger als der halben Strecke nicht doch allein weiter gehen muss.

Fast genauso schwierig, wie etwas gemeinsames zu entwickeln und aufzubauen, ist, (etwas) los zu werden. Geht man wieder Jemand, richtet man's ja auch gegen sich Selbst und wer weiß was noch alles, und zudem kann es evtl. nur wieder als Futter dienen. Also bleibt nur, schauen was da ist, was sich thematisieren ließe und dieses anzugehen und dann mehr zulassen, dass sich's löst, was darüber mit einem verbunden ist.

Wesentlich ist wohl auch zu prüfen, was sich im eigenen Willensbereich befindet und was man selber dort hinein lässt.

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Widerhall - BG 7:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Mai 14 2015, 22:23

Bhagavad Gita 7:9

Yogananda:
Ich bin der heilsame Duft, der von der Erde aufsteigt; Ich bin die Leuchtkraft des Feuers, das Leben aller Kreatur und die Selbstdisziplin der Einsiedler.

Prabhupada:
Ich bin der ursprüngliche Duft der Erde, und Ich bin die Hitze im Feuer. Ich bin das Leben in allem Lebendigen, und Ich bin die Entsagung der Asketen.

Reclam:
Der Erde Wohlgeruch bin ich,
Der Flamme heller Widerschein,
Im Büßenden die Geisteskraft,
Im Wesen das Lebendig sein.
---
Es bedarf einiges, um etwas so erklingen zu lassen, dass der Widerhall zu gefallen vermag, auch einem selbst. Zwar genügt es meist, nur man selbst zu sein, aber das geht dort von selbst, wo nichts es zu bedecken und behindern vermag, dort aber, wo alles mögliche sich zwischendrängt, wird das Natürliche bereits zur Herausforderung.

Es fängt schon dabei an, ehrlich mit sich selber zu sein, was bereits zum Kampf werden kann. Wenn nicht doch irgendwo alle Dinge dazu da wären, weil sie als Lektion dienen können.

Man kann es sich wohl nicht immer aussuchen, wo man steht, aber oft ist der Ansporn schneller zu lernen auch dadurch begünstigt, weil Irgendwo es sicher schöner ist, als nur auszuhalten, und um so möglichst nicht lange dort stehen bleiben zu müssen.

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Das Höhere erringen - BG 3:21

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 16 2015, 21:55

Bhagavad Gita 3:21

Yogananda:
Alles, was ein höheres Wesen tut, ahmen die weniger entwickelten Menschen nach. Seine Handlungen werden für die Menschen der Welt zum Maßstab.

Prabhupada:
Was auch immer ein bedeutender Mensch tut, dem folgen die gewöhnlichen Menschen, und nach den Maßstäben, die er durch sein Beispiel setzt, richtet sich die ganze Welt.

Reclam:
Es ahmen alle andern nach
Das, was ein Edler einst begann,
Wenn er ein Vorbild aufgestellt,
So folgt ihm der gemeine Mann.
---
Aus einer Richtung leuchtet's her,
dem folgt dann schnell das ganze Herr.
Denn das, was zu entzücken weiß,
verspricht von höherem Geheiß.

Es kündet von dem Lichte nur,
was einst in alle Wesen fuhr.
Der Geist ist Geist, das Fleisch mag heiß,
doch bleibt es nur von dem entzündet sein,
was kommt und geht, doch gar nicht bleibt,
weil nicht es ist mit dem vereint,
wo kann es nicht auf Dauer weilen.

Wir sind nicht weniger, noch mehr,
was ist von Oben uns beschert,
da mehr als dies wir nicht vollbringen,
als das nächst Höhere zu erringen.

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selbst drüber stehn - BG 5:8-9

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 17 2015, 22:27

Bhagavad Gita 5:8-9

Yogananda:
Wer die Wahrheit schaut und eins mit Gott ist, hat ganz spontan das Gefühl: "Ich selbst tue nichts" - obgleich er sieht, hört, berührt, riecht, isst, sich bewegt, schläft, atmet, spricht, zurückweist, festhält, die Augen öffnet oder schließt, denn er weiß, dass es die (von der Natur erregten) Sinne sind, die sich mit den Sinnesgegenständen beschäftigen.

Prabhupada:
Ein Mensch im göttlichen Bewusstsein weiß im Innern stets, dass er in Wirklichkeit nicht handelt, obwohl er sieht, hört, berührt, riecht, isst, sich bewegt, schläft und atmet. Denn während er spricht, sich entleert, etwas annimmt, seine Augen öffnet oder schließt, weiß er immer, dass nur die materiellen Sinne mit ihren Objekten beschäftigt sind und dass er selbst darüber steht.

Reclam:
"Ich handle nicht", der Yogi denkt,
Der fest in der Erkenntnis steht;
So oft er sieht, hört, fühlt und riecht,
So oft er isst, schläft, atmet, geht,

So oft er loslässt oder fasst,
Die Augen öffnet oder schließt.
"Ein Sinn wirkt in der Sinnenwelt":
So denkt, wer Wahrheit sich erkiest.
---
Eigentlich ist es gar zu bewundern, wie manch einer sich voller Tatendrang in das begibt, was man für unwesentlich oder gar nichtig ansieht und es von daher gar nicht mal gleichtun könnte. Aber jeder ist auf seine Weise mit den Dingen verbunden, der eine steckt mehr in diesem, der andere in jenem.

Manchmal bringt es auch keinen weiter, wenn man es zerpflückt, weil es dann seinen Glanz und sei's bloß Anschein, verliert. Nicht jeder muss alles wissen und nicht jeder will auch alles wissen und nicht jeder fährt unbedingt besser damit und oft auch nicht schöner dadurch.

Ein Stupser kann mal gut tuen, zum Denkanstoß gereichen, aber trägt man etwas gänzlich Durchdachtes vor, dann kann die Denkgelegenheit für andere auch schon mal außen vor bleiben. Wesentlicher wird aber meist sein, in Bewegung zu bleiben, statt nur bei etwas Konkretem sich aufzuhalten.

Auch mag man gern klagen, über das, was auf einen mal einströmen mag und nicht behagt, aber andererseits kann man froh sein, weil man's so empfindet, aber nicht selber drin steckt oder in irgend etwas sich unnötig verliert und von daher eher drüber steht.

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gewusst wie - BG 5:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 19 2015, 00:12

Bhagavad Gita 5:11

Yogananda:
Um das Ego zu läutern, vollbringen Yogis ihre Handlungen mit Hilfe (der Werkzeuge des Handelns) des Körpers, des Geistes, der Unterscheidungskraft oder sogar der Sinne und geben dabei alle Anhänglichkeit auf (erlauben es dem Ego nicht, sich in Anhänglichkeiten und Wünsche verstricken zu lassen).

Prabhupada:
Die Yogis, die Anhaftung aufgeben, handeln mit Körper, Geist, Intelligenz und sogar den Sinnen nur zum Zwecke der Läuterung.

Reclam:
Nur mit den Sinnen und dem Leib,
Nur mit "Vernunft" und mit "Verstand"
Betätigen die Yogis sich,
Die alle Selbstsucht längst verbannt.
---
Man kommt um bestimmte Handlungen oder Tätigkeiten ohnehin nicht herum und sei es um sich selber zu versorgen und erhalten, seinen Alltag oder seine Arbeitstätigkeit zu verrichten. Aber was einem kaum wer nehmen kann, ist der Beweggrund und für wen wir es dartun.

Zwar mag es einen äußern Grund schon geben, aber den innern Grund, den wir dem beilegen und zuordnen, oder es so tun, als wäre es für eine Geistige oder höhere Souveränität, als eine Äußere, wer will uns dieses wehren?!

Und von daher kann man durch eine leicht andere innere Einstellung, im Tuen dessen, was ohnehin ansteht und zu tuen ist, doch mehr verrichten und nichts und niemand im Außen muss überhaupt von wissen oder etwas mitbekommen.

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Unterschied von Einheit und Gleichheit - BG 5:18

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 22 2015, 00:59

Bhagavad Gita 5:18

Yogananda:
Die erleuchteten Weisen sehen in allen Lebewesen dasselbe:
im gelehrten und demütigen Brahmanen, in der Kuh, im Elefanten, im Hund und im Kastenlosen.

Prabhupada:
Die demütigen Weisen sehen kraft Wahren Wissens einen gelehrten und edlen Brahmana, eine Kuh, einen Elefanten, einen Hund und einen Hundeesser [Kastenlosen] mit gleicher Sicht.

Reclam:
Der Priester, den das Wissen ziert,
Der Elefant, das heil'ge Rind,
Ein Hund und selbst ein Auswürfling,
Dem Weisen sie das Gleiche sind.
---
Zwar ist es gut, wenn man die Einheit erfährt und dadurch die Gleichheit sieht. Aber es ist auch gut, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, damit auch das Erkannte, sich dadurch selbst besser erkennen und seine Qualität erfahren kann.

Woher wüsste z.B. ein Vogel, dass er ein Vogel ist, wenn Niemand bereit wäre in ihm einen Vogel zu sehen. Zwar hätte er sicherlich seine Eigenschaften, aber irgendwo würde ein Erkenntnismittel fehlen, wer oder was letztlich einen Vogel ausmacht. Um unterscheiden zu können, welche Bedeutung etwas im größeren Umfang einnimmt oder welche Rolle es spielt und inne hat, was nur aus sich heraus schwerlich erkennbar sein wird.

Auch spielt Einheit im theoretischen Gebrauche nicht die Rolle, die es in der Erfahrung einnimmt. So das eine vorgestellte Einheit immer noch keine gebildete Einheit darstellt und auch nicht die Wirkung bei sich führt. Ohne Unterscheidungskraft könnte man aber dazu verleitet sein, anzunehmen, es sei alles das Gleiche. In der Erfahrung wird man von daher anders damit umgehen, als wenn man die Wirkung davon nicht erfährt.

Von daher ist alles tatsächlich Erkannte wertvoll und es zu verkennen würde keinen Fortschritt bedeuten, wenn es vor allem nur für eine Vorstellung der Einheit nach einem Ideal und nicht die tatsächliche Erfahrung dessen beinhaltet, welche dann auch andere Erkenntnisart und Erfahrung mit einbringt und wiederrum weitere Qualität mit sich führt die ihren eigenen Gehalt beinhalten.

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Durchsteigen und überwinden - BG 5:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 23 2015, 01:40

Bhagavad Gita 5:17

Yogananda:
Ihre Gedanken sind ganz in Ihm (dem Geist) aufgegangen, ihre Seelen sind eins mit dem Geist geworden, ihre einzige Treue und Hingabe gilt dem Geist, sie haben sich von der verderblichen Täuschung durch das Gegenmittel, der Weisheit, befreit - solche Menschen erreichen den Zustand, aus dem sie nicht mehr zurückkehren.

Prabhupada:
Wenn Intelligenz, Geist, Glaube und Zuflucht allesamt auf den Höchsten gerichtet sind, wird man durch vollständiges Wissen von allen unheilvollen Dingen gereinigt und kann so auf dem Pfad der Befreiung unbeirrt fortschreiten.

Reclam:
Ihn kennend, ihm mit Herz und Sinn
Ergeben, nur von ihm bewegt,
Erlangt er Nimmerwiederkehr,
Und seine Schuld ist weggefegt.
---
Das, was vom Geist erweckt und bewegt wird, kann schonmal auch am Rad drehen, soweit bis es gefestigt ist, weil der Geist das erweckt, was da ist. Ob schlecht, ob gut, es sich bemerkbar macht und regt, bis es geklärt und geordnet wurde.

Vielleicht verstehen sich die Typen auf dem selben Strahl besser, aber stehen sich auch eher auf den Füßen.

Nichts bleibt letztlich in einem ungerührt, wenn man einmal durch alles durchsteigen und gelöst haben will und je nach Thema findet sich wohl immer mal etwas, was gegen den Strich geht. Aber will man's mal hinter sich lassen, wie sollt's wohl da ausbleiben, auch dort durchgehen zu müssen und hinterher ist man umso mehr erleichtert, es hinter sich gelassen zu haben.

Und ist es mal im Geiste geklärt, dann gibt's auch kein zurück, weil es ja geklärt ist und nicht mehr so, wie es mal war...

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Lebensauffassung - BG 15:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 25 2015, 02:17

Bhagavad Gita 15:8

Yogananda:
Wenn sich der Herr als Yiva mit einem Körper bekleidet, so bringt Er auch den Geist und die Sinne mit. Wenn Er diesen Körper verlässt, nimmt Er sie wieder mit und entschwindet - gleichwie der Wind den Duft (der Blumen) fortweht.

Prabhupada:
Das Lebewesen in der materiellen Welt trägt seine verschiedenen Lebensauffassungen von einem Körper zum anderen, so wie die Luft Düfte mit sich trägt. So nimmt es eine Art von Körper an und gibt ihn wieder auf, um einen anderen anzunehmen.

Reclam:
Sobald der Geist den Leib verlässt
Und einen neuen sich beschafft,
Er wie ein Wind, der Düfte trägt,
Der Sinne Sechsheit an sich rafft.
---
Entgehen kann man seiner Auffassung der Dinge wohl nicht, aber ändern schon. Und das, was leichter geändert werden kann, überwiegt und kann sogar das überdauern, was erstmal fester zu sein scheint.

Wobei es ja weniger psychische Überzeugungen sind, als das, was sich im Astralkörper davon dauerhafter gefestigt hat, was überdauert.

Mit alten und weniger guten Gewohnheiten aufzuräumen ist nicht immer leicht, allein schon mit ihnen konfrontiert zu sein, ist meist unangenehm, aber wenn es so ist, dann kann es ja nicht besser sein, sie beibehalten zu wollen. Es gibt wohl immer was zu tuen, wenn man in sich selbst unterwegs ist...


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Was die Umstände so hergeben - BG 5:24

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 26 2015, 00:53

Bhagavad Gita 5:24

Yogananda:
Nur ein Yogi, der von innerer Glückseligkeit erfüllt, fest in seinem Innern verwurzelt und in das innere Licht eingegangen ist, wird eins mit dem Geist (nachdem er das Karma seines physischen, astralen und kausalen Körpers getilgt hat). Er erlangt (selbst während er noch im Körper lebt) vollkommene Befreiung und geht in den Geist ein.

Prabhupada:
Jemand, dessen Glück im Innern liegt, der im Innern tätig ist und im Innern Freude erfährt und dessen Ziel im Innern liegt, ist wahrhaft der vollkommene Mystiker. Er ist im Höchsten befreit, und letztlich erreicht er den Höchsten.

Reclam:
Wer ganz erfüllt von Glück und Licht
Schon hier in diesem Lebenslauf
In Wirklichkeit zum Brahma wird,
Der löst sich in das Brahma auf.
---
Vom Innern her geordnet mit dem Äußeren umgehen, ist wohl die geschicktere Variante, als zu schauen, was da so kommt...

Man kann es sich nicht aussuchen, was da kommt, aber je mehr man von sich aus erledigt, desto weniger kann von der Art kommen, dass man zur Reaktion gezwungen ist, mit wenigen Optionen in der Hand. Zu resignieren, warum auch immer, heißt auch nur wieder, seine Optionen einzuschränken.

Aber von sich aus einfach drauf los legen ist auch nicht jedermanns Sache.. derzeit sieht man lieber zu, dass man sich weniger Gewalt antut, als sich selber gegen den eigenen Strich zu bügeln (gibt ja nur Falten). Was die Umstände auch sind, mit Passivität jedoch gewinnt man heute wohl am wenigsten...

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Und wieder zur Ordnung zurück - BG 11:51

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 26 2015, 23:57

Bhagavad Gita 11:51

Yogananda:
O Du, der Du alle Wünsche erfüllst (Krishna)! Jetzt, da ich Dich erneut in Deiner liebevollen menschlichen Gestalt sehe, beruhigt sich mein Geist, und ich komme wieder zu mir.

Prabhupada:
Als Arjuna Krishna so in Seiner ursprünglichen Gestalt sah, sagte er:
O Janardana, nun, da ich diese menschengleiche Gestalt sehe, die so überaus schön ist, habe ich mich wieder gefaßt und habe zu meinem ursprünglichen Wesen zurück gefunden.

Reclam:
In freundlich menschlicher Gestalt
Erblick' ich dich, o welches Glück!
Die Ruhe kehrt in mein Gemüt
Und die Besinnung mir zurück.
---
Wenn das Subjektive nur nicht so subtil oft daher käme und plötzlich ist man von etwas umschlungen, wenn es zu spät ist, noch da ohne weiteres sich davon frei zu machen oder Ordnung zu wahren. Und schwimmt man erstmal drin, ist oft auch mal kein Land in Sicht.

Ohne geistiges Wissen, ist guter Rat teuer, wie man in solch Situationen dann kennen lernt und man meint, alles, was man macht, ist dann ohnehin falsch, genau wie nichts zu tuen. Aber andererseits wie will man auch wissen, woran man ist und wo man steht, ohne sich in Bewegung zu setzen und seis dann durch Fehler zu lernen.

Es bleibt wohl, so oft notwendig wird, immer wieder die gute Ordnung herzustellen, entweder, hat man sie mal überall so tief begründet, dass es hält oder so viel Übung drin, dass es irgendwann mal sitzt und einem wie von selbst von der Hand geht...

Wenn man solch Erfahrungen noch etwas Gutes abgewinnen will, dann wohl, dass eine Flut auch das mit sich tragen mag, was mehr zu dieser, als zu einem gehört und man dann vielleicht doch geklärter verbleibt und sieht, wo man noch nicht so geordnet ist, wie man es sollte oder wo man noch zu tuen hat.

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Oh Menschlichkeit - BG 5:21

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 29 2015, 00:10

Bhagavad Gita 5:21

Yogananda:
Der Yogi, der sich nicht zur Sinnenwelt hingezogen fühlt, erlebt die ewig neue Freude des Selbst. Da sich seine Seele mit dem Geist vereint hat, erlangt er unvergängliche Glückseligkeit.

Prabhupada:
Solch ein befreiter Mensch fühlt sich nicht zu materieller Sinnenfreude hingezogen, sondern befindet sich immer in Trance und genießt die Freude im Innern. Auf diese Weise genießt der Selbstverwirklichte unbegrenztes Glück, denn er konzentriert sich auf den Höchsten.

Reclam:
Wen nicht berührt die Außenwelt,
Wer klug sich hält von ihr zurück,
Wer in das Brahma sich versenkt,
Der findet in sich selbst das Glück.
---
Ist Mensch den andern Menschen nur,
ein Esel, Wolf und sonst von Tiernatur,
dann ist der Wunsch geboren hier,
zu sein in sich, statt außer sich...

Von Tier zu Tier, sie kämpfen dann,
und keiner kommt so recht voran.
Doch eben drum, das ist recht dumm,
ist Menschlichkeit, nicht so zu tun!

Doch könnte leben hier sein schön,
wenn würd das Gute man erhöhen.
Statt Schlechtes zu bezeugen mehr,
obwohl die Wahl ist gar nicht schwer,
zu sein bei sich noch etwas mehr,
bevor man greift zum Schießgewehr.

Sehr viel der Zeit vertan ist,
wenn letztlich nichts getan ist.
Drum Seele, Mensch oder auch Tier,
man Frage sich, was mach ich hier?!

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Wohl bekomms - BG 5:25

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 30 2015, 00:59

Bhagavad Gita 5:25

Yogananda:
Die Rishis (Weisen), die alle Sünden ausgemerzt, alle Zweifel beseitigt und sich die Sinne untertan gemacht haben und die zum Allgemeinwohl der Menschheit beitragen, gehen befreit in den Geist ein.

Prabhupada:
Diejenigen, die sich jenseits der Dualitäten befinden, die aus Zweifeln entstehen, deren Geist im Innern tätig ist, die immer für das Wohl aller Lebewesen handeln und die von allen Sünden frei sind, erreichen Befreiung im Höchsten.

Reclam:
Im Brahm verweh'n die Weisen einst,
Befreit von aller Sünde Macht,
Von Zweifeln rein, bezähmten Sinns,
Auf aller Wesen Wohl bedacht.
---
Manchmal möchte man ja geradezu wem etwas unter die Nase reiben und aufzeigen, wie doof etwas sei... aber schlussendlich nutzt es wenig, denn man würde sich ja in Selbiges nur begeben und aufzeigen, wie wichtig es sei, was eigentlich meist nichtig sein dürfte und gar nicht mal der Zuwendung wert, wenn es nicht's wertvolles bei sich führt.

Aber wie geht man damit um, wenn man's für nicht gut befindet?
Nicht einverstanden sein, ist vielleicht der erste Schritt um seine Zustimmung, und seis eine unbewusste, dem zu entziehen. Aber verschwinden lässt es Jenes wohl nicht sogleich...

Es bleibt wohl zu unterscheiden, ob man selbst die Ursache gar dafür ist oder legt, was man mit Erkenntnis in seinem Innern zu lösen hätte. Andernfalls die Frage, womit es im Zusammenhang steht und womit man es selbst verbindet. Bleibt's aufgrund bestimmter Umstände nicht aus, in den sauren Apfel zu beißen, dann kann man immer noch schauen, ob man's mit einer Tätigkeit oder Sache verbinden kann, sei's etwas zu wischen und zu schrubben, um es dann zumindest aus Anderem rauszuhalten.

Wenn man's nur auf's Gemüt wirken lässt, wird man wohl keiner zufriedenstellenden Lösung damit annähern können...

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Mal raus aus den Federn - BG 9:3

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 31 2015, 00:03

Bhagavad Gita 9:3

Yogananda:
Menschen, die nicht an diesen Dharma glauben (die sich nicht mit den Übungen beschäftigen, die zur Erleuchtung führen), erreichen Mich nicht, o Schrecken der Feinde (Arjuna)! Wieder und wieder beschreiten sie den vom Tode verdunkelten Weg des Samsara (des Kreislaufs der Wiedergeburten).

Prabhupada:
Diejenigen, die auf dem Pfad des hingebungsvollen Dienstes ohne Glauben sind, können Mich nicht erreichen, o Bezwinger der Feinde. Folglich kehren sie zum Pfad von Geburt und Tod in der materiellen Welt zurück.

Reclam:
Wer dieser heil'gen Wissenschaft,
O Ardschuna, nicht Glauben schenkt,
Muss weiter wandeln immerdar,
Aufs Neue stets vom Tod bedrängt.
---
Was ist, wenn man im entscheidenden Moment an den Erfordernissen scheitert und nicht weiter weiß?
Mehr als man lernen konnte, kann man meist auch nicht... und mehr verlieren, also dort zu stehen wo man war, kann man meist auch nicht. Ansonsten entscheidend ist wohl auch, mit welchem Stoff, welcher Ebene, man aufgeladen ist, um zu bestehen und eben jene zu verstehen, weil man dort in Einheit bereit ist zu gehen.

Wir sind wohl nicht mehr als wir sind, aber weniger auch nicht und das anzutreten, was einem bestimmt ist, kann wohl nicht zu viel verlangt sein. Auch wird man nicht ohne Grund an einer Schwelle stehen, also lieber alles dran setzen zu bestehen, denn zurück kann man sonst immer noch gehen.

Wie verstörend und ungewöhnlich das Neue oder etwas sein mag, selten hat man etwas zu verlieren, sich drauf einzulassen. Manchmal muss man ein paar Federn lassen, aber auch die wachsen wohl mal nach und doch wie immer lässt es sich leichter drüber reden, als drüber stehen, wenn's dann drauf ankommt.

Ansonsten mal raus aus den Federn und den Bequemlichkeits-Zonen!

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Dafür, dagegen oder entgegen - BG 6:4

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 31 2015, 23:52

Bhagavad Gita 6:4

Yogananda:
Wer jede Anhänglichkeit an die Sinnesgegenstände und an sein Handeln überwunden hat und frei von allem egoistischen Streben ist, hat seine Seele für immer mit dem Geist vereinigt.

Prabhupada:
Man sagt, jemand sei in yoga fortgeschritten, wenn er alle materiellen Wünsche aufgegeben hat und weder für Sinnenbefriedigung handelt noch fruchtbringenden Tätigkeiten nachgeht.

Reclam:
Wer nicht mehr hängt an einem Tun
Noch an der Sinnendinge Lauf,
Wer allen Wünschen hat entsagt -
Der - heißt es - stieg zum Yoga auf.
---
Irgendwann steht man dann da und sieht vieles nur noch als Pflicht an und nicht mehr als den Bereich, wo man seine Aktien drin stecken haben möchte, d.h. als etwas, worin man sich ausleben oder darin aufgehen möchte. An dessen Stelle kann dann Anderes treten, was einem eher liegt und entspricht.

Zudem wird man sich auch schwer tuen mit Denjenigen, die einen in diesen Bereichen als Konkurrenten auffassen und lassen sich nicht die eigenen Absichten und Motive auf einen übertragen, dann wird man nicht unbedingt mehr akzeptiert, sondern muss damit rechnen hier und da mal ein faules Ei untergejubelt zu bekommen, obwohl man ja nicht einmal irgend etwas möchte, außer eben seiner Pflicht nachzukommen.. hmm.

Es könnte alles wohl viel besser sein und es müsste oft nicht einmal zwingend was dafür getan werden, nur etwas weniger dagegen, vielleicht mehr nur ein entgegen kommen...

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Vervollständigung - BG 6:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jun 01 2015, 23:29

Bhagavad Gita 6:8

Yogananda:
Von dem Yogi, der ganz in den seligen Zustand der Wahrheit und Selbst-Verwirklichung versunken ist, sagt man, dass er unauflöslich mit dem Geist vereint sei. Für ihn, der fest verankert ist und die Sinne besiegt hat, gibt es keinen Unterschied zwischen Erde, Steinen und Gold.

Prabhupada:
Ein Mensch gilt als selbstverwirklicht und wird als yogi [Mystiker] bezeichnet, wenn er kraft gelernten und verwirklichten Wissens völlig zufrieden ist. Ein solcher Mensch ist in der Transzendenz verankert und selbstbeherrscht. Er sieht alles - ob Kiesel, Steine oder Gold - als gleich an.

Reclam:
Wer der Erkenntnis sich erfreut,
Erhaben, unbewegt und rein,
Der ist ein wahrer Yogi nur,
Dem gleich gilt Erde, Gold und Stein.
---
Der Mensch ist eines bestimmten Ausmaßes fähig glücklich zu sein und sich zu freuen. Wie sollte es da möglich sein, dieses durch materielle Dinge und Gegenstände zu steigern oder dieses auf jene zu verteilen um es zu erhöhen?

Es spricht an sich nichts gegen Hilfsmittel, nur mehr als das, was in uns ist, wird es durch das, was nicht in uns ist, auch nicht oder besser, außer wir wollen es und ändern es letztlich in uns, wodurch und weswegen auch immer.

Und doch sollte man das, woran man hängt und wo einem was dran liegt, nicht von sich weisen, denn es hat ja dann mit einem irgendwo zu tuen und man kommt wohl nicht dran herum, es zu erlösen, um so zu mehr Vollständigkeit zu gelangen, der Ganzheit entgegen...

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Was einem beliebt - BG 7:20

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 04 2015, 01:05

Bhagavad Gita 7:20

Yogananda:
Wenn die Menschen ihren eigenen Neigungen folgen und ihre Unterscheidungskraft durch dieses oder jenes Verlangen einbüßen, wenn sie sich dieser oder jener kultischen Vorschrift unterwerfen, suchen sie die niedrigeren Gottheiten auf.

Prabhupada:
Diejenigen, deren Intelligenz von materiellen Wünschen gestohlen wurde, ergeben sich Halbgöttern und folgen, jeder seiner eigenen Natur entsprechend, bestimmten Regeln und Vorschriften der Verehrung.

Reclam:
Von mancherlei Gelüst verlockt,
Nahn andre andern Göttern sich;
Im Bann der eigenen Natur
Verehrend sie geflissentlich.
---
Man startet ja vollständig und ganz, denn wie sollte etwas Unvollständiges aus dem hervorgehen, was ewig vollständig bleibt, und es ist nur natürlich dieses nach allen Mühen wieder zu erkennen und für sich anzunehmen, wenn man durch alles/etwas durchgestiegen ist.

Was derweil (vielleicht am meisten noch für die deutsche Seele) ärgerlich sein kann, wenn sich etwas scheinbar einem aufdrängt und man gezwungen wird zu dienen, statt sich seinen Wünschen allein zuwenden zu können. Da so manche Dinge nicht von selbst verschwinden, ohne dass man sie abarbeitet und sich diesen zuwendet.

Die letztliche Erlösung kann aber wohl nur allen gelten, die sich auf einer Ebene befinden und man kann nicht dran herum kommen, nur für sich allein Erlösung zu suchen, ohne das einzubeziehen, was einen umgibt und wo hinein man sich ausgedehnt hat, ohne es mitzunehmen oder einzubeziehen.

Gut heißen muss man vieles nicht, aber doch zählt mehr das, was die Seele in einem will, als was einem als Mensch bloß beliebt...

Devino Melchizedek

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Am Morgen sich ordnen - BG 9:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 04 2015, 23:57

Bhagavad Gita 9:8

Yogananda:
Indem Ich Prakriti, Meine eigene Ausstrahlung, immer wieder erneuere, erschaffe Ich eine Menge von Lebewesen, die alle den vergänglichen Gesetzen der Natur unterworfen sind.

Prabhupada:
Die gesamte kosmische Ordnung untersteht Mir.
Durch Meinen Willen wird sie immer wieder automatisch geschaffen, und durch Meinen Willen wird sie am Ende vernichtet.

Reclam:
Mit Hilfe meiner "Urnatur"
Lass ich die Wesen neu entstehn,
So dass ganz ohne eignen Wunsch
Aus der "Natur" hervor sie gehn.
---
Mit dem Willen lässt sich allerhand verrichten,
wenn man's sich selber nicht macht zunichten.
Die Dinge gelenkt in rechter Bahn
und schon geht vieles leicht voran.

Trifft etwas nicht den richt'gen Fuß,
dann fällt's hinab, oh welch verdruß.
Oder es bleibt irgendwo einfach stecken,
schon hat man zu tuen um's verrecken.

Seis Millimeter oder Meter lang,
selbst Zeit ist hier nicht von Belang,
wo geht der Wille nur voran,
kommt's auf die gute Absicht an.

Am Morgen gut dieser geschnürt,
schon vieles einen nicht berührt,
weil's ordnet sich dann dort nur lang,
wo schritt der Wille schon entlang.

Welch Überraschung auch noch wartet
und wenn der Tag auch noch so hart wird,
was gut gelegt und auch gelenkt,
tagsüber wen'ger aufregt und ablenkt.

So kann man guten Mutes sein,
dass alles passend findet sich ein.

Devino Melchizedek

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Welt im Wandel - BG 9:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 06 2015, 01:23

Bhagavad Gita 9:7

Yogananda:
Am Ende eines Zyklus (Kalpa), o Sohn der Kunti (Arjuna), kehren alle Lebewesen in den unmanifestierten Zustand Meiner Kosmischen Natur (Prakriti) zurück. Zu Beginn des nächsten Zyklus stoße Ich sie wieder aus.

Prabhupada:
O Sohn Kuntis, am Ende des Zeitalters gehen alle materiellen Manifestationen in Meine Natur ein, und am Anfang des nächsten Zeitalters erschaffe Ich sie durch Meine Kraft erneut.

Reclam:
Es geht in meine "Urnatur"
Am Kalpa-Ende alles ein.
Beginnt ein neuer Weltentag,
Erschaff' ich sie zu neuem Sein.
---
So wie die Veränderungen vom Stapel laufen, fragt man sich schonmal wie die Welt wohl in 10 Jahren aussehen mag und ob man sie noch wieder erkennt. Denn schon rückblickend auf die letzten 10 Jahre fragt man sich, ob man sich nun selber oder die Welt um einen schneller verändert hat. Doch bleibt das eine ohne das andere wohl nicht aus..

Oft ist auch erst eine Verschlimmerung zu beobachten, bevor etwas besser wird. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass erst etwas aufgedeckt und erkannt werden muss, bevor es überwunden wird.

Jedenfalls sollte man wohl aufpassen, wo man sich drunter stellt. Ist es nicht der eigne Schirm, dann kommt auch nicht das an, was einem entspricht und man ärgert sich auch nur mit etwas rum, was nicht einmal zu einem gehört. Nur so einfach bekommt man ne saubere Trennung auch nicht hin, wo's keine Trennung gibt, was dann wohl auf ein Grummeln und GRMPF auch mal hinaus läuft und die Hoffnung, dass mal die Zeit komme, wo das Schönere nicht schneller rum ist, als das weniger Schöne...

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Intuition vor Ausprobieren - BG 4:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jun 08 2015, 00:50

Bhagavad Gita 4:11

Yogananda:
O Partha (Arjuna)! Ich offenbare Mich den Menschen je nach der Tiefe ihrer Hingabe an Mich. Alle Menschen, ganz gleich, auf welche Weise (sie Mich suchen), sind auf dem Wege zu Mir.

Prabhupada:
Alle belohne Ich in dem Maße, wie sie sich Mir ergeben. Jeder folgt Meinem Pfad in jeder Hinsicht, o Sohn Prthas.

Reclam:
Wie einer sich mir naht, so nah'
Ich wieder ihm, o Ardschuna;
In meinen Spuren wandeln ja
Die Menschen alle, Bharata.
---
War nicht doch erst der Geist da, bevor der Mensch ward?
Wo will man also auch schon hin, außer mit dem oder im Geiste zu gehen letztlich...

Mansches kann man allein lösen, anderes weniger, sofern es vor allem notwendig in einem bestimmten Zusammenhang steht. Jeder trägt in seiner Weise dann bei und selten sind die Aufsehen erregenden Auftritte auch die effektiveren. Wenn man also im Kleineren etwas ebenfalls bewerkstelligen kann, dann hat man damit auch weniger Nacharbeit.

Was bleibt also, ist wohl erstmal den eigenen Part anzunehmen und zu erfüllen, vor allem bevor man anfängt nach Links oder Rechts zu schauen und sich womöglich in was reinhängt, was in keiner Hinsicht weiter hilft und man nur seinen Part vernachlässigt.

Warum hat man nur oft den Eindruck, es könnte dem Menschen eigen sein dazu zu neigen, erstmal alles auszuprobieren, was nicht geht, bevor doch das getan wird, was ansteht und hätte gleich zuerst getan werden können? Ob das noch zur Gründlichkeit wohl gezählt werden kann?

Von daher ruhig Mut auch zu weniger konventionellen Methoden (die hat man doch eh meist schon durch) und vor allem auch mal auf die Intuition vertrauen, selbst wenn man sich mal irrt, ist's noch immer besser, als damit anzufangen irgend welche Irrwege abzuschreiten...

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Maß voll und Maßvoll - BG 6:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jun 09 2015, 23:28

Bhagavad Gita 6:17

Yogananda:
Wer regelmäßig und maßvoll isst, ruht, arbeitet, schläft und wacht, wird feststellen, dass der Yoga all seinem Leid ein Ende bereitet.

Prabhupada:
Wer in seinen Gewohnheiten des Essens, Schlafens, Entspannens und Arbeitens maßvoll ist, kann alle materiellen Leiden lindern, indem er das yoga-System praktiziert.

Reclam:
Wer maßvoll speist und sich erholt,
Wer maßvoll handelt jederzeit,
Wer maßvoll schläft und maßvoll wacht,
Bei dem tilgt Yoga jedes Leid.
---
Schwerlich kann man hingehen und sagen, diese Dinge, die einen betreffen und umgeben, sind des Geistes, jene aber nicht! So ist man des Geistes, dann auch alle Dinge um einen mehr vergeistigt, in dem Sinne...

So gehört es ebenso dazu, die Dinge die einen umgeben und womit man zu tuen hat, angemessen zu händeln, nicht von allem, was gar notwendig einem im Alltag begegnet das Maß voll zu haben, sondern es maßvoll anzugehen. Andernfalls kann man schnell mal in den Fanatismus laufen, wenn einseitig etwas überspitzt wird und als übermäßig Spirituell gehalten, alles andere aber nicht, nur etwas Bestimmtes, aber nicht der Alltag an sich etc.

Von daher kann Ausgewogenheit so verkehrt nicht sein, Extreme doch eher seltener gesunden Geistes.. aber es bleibt wohl dabei, dass es mehr auf das, was dahinter steht ankommt und nicht wonach es ausschaut, wenn man es durch eine bestimmte Linse betrachtet.

Wie wahrscheinlich ist es denn, es angemessen zu beurteilen, wenn es vielschichtig ist, wie es der Mehrdimensionalität eigen bleibt, so kann ein Blickwinkel für sich, schwerlich alles umfassend genug betrachten. Und ohne Seelenperspektive und darüber hinaus, ist es wohl eher schon verwegen, als von irgend Nutzen, sich weitläufig Urteilen hinzugeben.

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Zum höchsten Gleichmut sich erhebt - BG 6:32

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 13 2015, 01:35

Bhagavad Gita 6:32

Yogananda:
O Arjuna, von allen Yogis ist Mir derjenige am liebsten, der die Freude und das Leid anderer so fühlt, als sei es sein eigenes.

Prabhupada:
Ein vollkommener Yogi ist, wer durch Vergleich mit seinem eigenen Selbst die wahre Gleichheit aller Wesen sieht - sowohl in ihrem Glück als auch in ihrem Leid, o Arjuna.

Reclam:
"Sie gleichen mir nach Lust und Leid,
Das gleiche Selbst in ihnen webt" -
Wer dies von allen Wesen weiß,
Zum höchsten Gleichmut sich erhebt.
---
Die einen mag man, andere nicht,
doch gleicher Geist in ihnen webt.
Spricht man Ihn ab, so scheint es dann,
dass er sich in einem auch nicht mehr fand.

Dazu tritt auch noch dies hinzu,
sobald man etwas gar nicht mag,
man's wie verflixt nicht loszulassen noch vermag.
Es sind diese ungeliebten Dinge,
die einen bringen hin zum ringen,
bis man es in sich endlich vereint,
und jeden bösen Geist vertreibt.

Wenn man davon zwar voll berührt,
doch bleibt immer noch ungerührt,
so hat man es dann wohl erkannt,
der eine Geist uns stets verband.
Das was man schob hierher und drüben,
der reine Geist lies sich nie betrüben.

Zu deinem Glück und auch zu meinem,
es bleib doch das erhalten in dem Einen.
Was wir von Grund auf immer waren,
bevor wir holten uns viele Narben.

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Worum dreht sich was - BG 6:35

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 14 2015, 00:53

Bhagavad Gita 6:35

Yogananda:
O Mahabaho ("starkarmiger" Arjuna), zweifellos ist der Geist wankelmütig und widerspenstig; doch durch Yoga-Übungen und Gleichmut, o Sohn der Kunti (Arjuna), lässt sich der Geist dennoch bezwingen.

Prabhupada:
O starkarmiger Sohn Kuntis, es ist zweifellos sehr schwierig, den ruhelosen Geist zu zügeln, aber durch geeignete Übung und durch Loslösung ist es möglich.

Reclam:
Wohl ist, o Held, zu zügeln schwer
Des "Herzens" Vielbeweglichkeit,
Doch bannet es, o Kunti's Sohn,
Die Übung und Besonnenheit.
---
Nicht nur der 7te Strahl macht es, dass jeder was anderes in einer Erklärung oder auch in etwas Erlebtem sieht. Es ist auch ein Unterschied, in welchem Aspekt sich einer bewegt, was einem den Zugang zu etwas Bestimmtem ermöglicht oder wie Sinneswahrnehmung es sichtbar oder hörbar macht und so auch einen anderen Eindruck und Zugang bietet. So kann auch etwas von einem Aspekt aus real und möglich sein, von einem anderen aus nur surreal und absurd erscheinen.

Jeder gestaltet sich bis zu einem gewissen Grad mindestens selber auch seine Möglichkeiten mit. Es wird wohl zu oft die Zeit damit vertan, wie man sich selber sieht oder dastehen möchte oder wie man wirkt, aber weder hat man es oft in der Hand, noch führt es zu einer nennenswerten Handhabe, im Gegenzug zu dem, wenn man zu einem Aspekt hin arbeitet und sich diesen erschließt.

Und wenn Faktor Geist ins Spiel kommt, zeigt sich auch schnell, was mehr Hand und Fuß hat und wie schnell man womit ins schwimmen kommt, vor allem, wenn sich alles nur um Ich und Andere sich dreht und man so schnell die Welt nicht mehr verstehen mag, wenn sich das Gefüge mal bewegt, in dem man sein Umfeld wähnt.

Heute weiß man, die Erde dreht sich um die Sonne.
Morgen weiß man, wir drehen uns um unser Selbst, statt um uns selbst...

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Besonnenheit - BG 6:45

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jun 16 2015, 00:19

Bhagavad Gita 6:45

Yogananda:
Wenn der Yogi seinem Weg gewissenhaft folgt und sich durch seine Bemühungen in vielen Leben vervollkommnet, wird er von aller Sünde (jeglichen karmischen Makeln) gereinigt und geht schließlich in die Höchste Seligkeit ein.

Prabhupada:
Und wenn sich der Yogi ernsthaft bemüht, weiteren Fortschritt zu machen, und von allen Verunreinigungen reingewaschen wird, dann erlangt er nach vielen, vielen Geburten der Vorbereitung die Vollkommenheit und erreicht das höchste Ziel.

Reclam:
Und wer nach Kräften sich bemüht,
In Andacht, von der Schuld befreit,
Geläutert durch die Wiederkehr,
Gelangt zur ew'gen Seligkeit.
---
Umhin kommt man wohl nicht, im Kleineren das anzunehmen und abzuturnen, was man sich selbst im Größeren vorgenommen hat. Wie lange es auch dauern mag, da es ja nicht auf die Dauer ausgerichtet ist, sondern auf das Vollbringen und den Abschluss der Lektion selbst.

Besonnenheit ist angesagt, mit Schnellschuss was erreichen geht eher nur nach hinten los und kann damit enden, dass man sich nur mehr aufhalst, als etwas abzuarbeiten und zu erledigen.

Wenn es den entsprechenden Kern nicht erreicht, was nutzt es dann?
Es muss schon von dort ausgehen und dorthin gehen, wo es drum geht und drauf ankommt. Ansonsten war es irgend etwas und wird so mal irgendwo hin wieder zurück kehren, was letztlich doch nichts mit einem zu tuen hatte und man sich womöglich dadurch irgendwann nicht einmal mehr daran erinnern wird können.

Die Lösung ist die Erlösung selbst, entweder löst man es oder fast es wohl besser gar nicht an, wenn's nicht sein brauchte jedenfalls.

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Nach'm Idealismus geht's noch weiter.. - BG 7:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 18 2015, 23:50

Bhagavad Gita 7:3

Yogananda:
Unter Tausenden von Menschen gibt es vielleicht einen, der sich um geistigen Fortschritt bemüht; und unter den gesegneten wahren Suchern, die sich beharrlich bemühen, Mich zu erreichen, erkennt Mich vielleicht einer so, wie Ich bin.

Prabhupada:
Unter vielen Tausenden von Menschen bemüht sich vielleicht einer um Vollkommenheit, und von denen, die die Vollkommenheit erreicht haben, kennt kaum einer Mich in Wahrheit.

Reclam:
Von Tausenden von Menschen kaum
Ein einziger das Höchste fand,
Ja, selbst von den Vollkommenen
Hat selten einer mich erkannt.
---
Idealismus anzustreben hört sich sicher anders an, als es zu leben.
In einem Fall würde es wohl als etwas Tolles, Heiliges oder als Richtmaß gepriesen, im anderen Fall, mehr als etwas Natürliches angesehen und es würde wohl darüber geredet, wie es für einen ist und wie es sich zu etwas anderem verhält und ähnliches.

Sicher ist es besser zum Ideal zu streben, als gar nicht, oder es gar als unerreichbar nur hinzustellen, oder von der Gestalt, dass man darüber spricht oder so tut als ob, aber im Innern es von sich weisen oder sogar im einvernehmen, dass alle es so handhaben und gar wissen, dass sich doch keiner dran hält, aber alle den Anschein nur wahren. Eine weitere Variante wäre, es dem äußeren Sinne oder der Erscheinung nach, aber doch nicht im weiteren Sinne, einem Inneren oder Umfassenderen Sinne nach.

Die Seele ist aber das Ideal selbst und es geht ihr von selber von der Hand Ideale einzuhalten, soweit, wie sie sie selbst sein kann und einfach nur gelassen wird. Einmal in dem man sich ihr hingibt und sie sich ausdrücken lässt, und einmal aber auch, dass sie vom Umfeld zugelassen wird, ohne dass man sie als utopisch abtut und mit Bildnissen dessen, was die Seele nicht ist, versieht.

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In guten Händen - BG 7:5

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 21 2015, 00:12

Bhagavad Gita 7:5

Yogananda:
Das also ist Meine niedrigere Natur (Apara-Prakriti). Wisse aber, o Starkarmiger (Arjuna), dass Meine andere und höhere Natur (Para-Prakriti) der Jiva ist, jenes Ichbewusstsein und Lebensprinzip, das den Kosmos erhält.

Prabhupada:
Neben diesen niederen Energien, o starkarmiger Arjuna, gibt es eine andere Energie, Meine höhere Energie, welche die Lebewesen umfaßt, die die Reichtümer der materiellen, niederen Natur ausbeutet.

Reclam:
Dies ist die niedere Natur,
Die mir zu eigen in der Welt,
Die höh're ist die Lebenskraft,
Die dieses ganze All erhält.
---
Wo ist eines jeden Zuhause und wo ist das Zelt aufgeschlagen, der Wohlfühlbereich uvm... Einfach in der Schwebe wird sich kaum wer aufhalten. Es gibt einen bestimmten Bereich, wo es sich ein jeder versucht heimisch zu machen. In neuen Gefilden gleich anfangen sich einzurichten? Oder lieber erst schauen, was schon da ist und wie weit es zu einem sich anordnet und passt. Ganz nichts wird es wohl nicht geben, so lang man nicht alles, selbst die Grundlage erschaffen zu haben sich entsinnt.

Nicht überall ist's ratsam sich gleich ein Haus zu bauen, ein Zelt tut's auch schonmal, jedenfalls in Lernbereichen, wo man ohnehin weiter muss, sobald die Lernerfahrung gemacht und gefestigt ist. Denn irgendwo tut ja doch jeder Abriss einem weh, soweit wie's mit einem in Verbindung steht. So auch, wenn man die niederen Bereiche aufgibt und zu reinem Arbeitsbereich umgestaltet und wohl um so mehr, je mehr man es sich dort eingerichtet hatte.

Wenn man nur immer wüsste, was was ist, dann könnte man wohl eher stets gelassen bleiben. Nur wär's dann wohl auch so, dass man dann die Lektion gar nicht mehr lernen bräuchte, wenn der entsprechende Schlüssel dazu einem bereits eigen ist. Alternativ hilft Urvertrauen weiter, denn wenn schon etwas da ist, was den Grund legte, dann befindet sich alles darin auch in Händen, die es zu halten und erhalten vermögen...

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Auch wenn's schwer fällt.. - BG 9:8,9

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jun 24 2015, 01:03

Bhagavad Gita 9:8,9

Yogananda:
Indem Ich Prakriti, Meine eigene Ausstrahlung, immer wieder erneuere, erschaffe Ich eine Menge von Lebewesen, die alle den vergänglichen Gesetzen der Natur unterworfen sind.

Doch diese Tätigkeit behindert Mich nicht, o Gewinner von Schätzen (Arjuna), denn Ich stehe darüber, abseits und ungebunden.

Prabhupada:
Die gesamte kosmische Ordnung untersteht Mir. Durch Meinen Willen wird sie immer wieder automatisch geschaffen, und durch Meinen Willen wird sie am Ende vernichtet.

O Dhananjaya, all diese Tätigkeiten können Mich nicht binden. Ich bin immer unberührt von all diesen materiellen Vorgängen als wäre Ich unbeteiligt.

Reclam:
Mit Hilfe meiner "Urnatur"
Lass ich die Wesen neu entstehen,
So dass ganz ohne eignen Wunsch
Aus der "Natur" hervor sie gehen

Doch werd' ich durch das Schöpfungswerk
Nicht in der Taten Band verstrickt,
Stets unbeteiligt, frei vom Hang,
Bleib allem Karma ich entrückt.
---
Naja, also von Manchem mag man schon gern unberührt bleiben, da man auch nicht direkt beteiligt sein mag, doch vom Kontext her reicht's oft schon aus, wobei man aber auch die Vorzüge dann nicht außer acht lassen sollte, die durch diesen gegeben sind. Wenn die Kette weit genug verfolgt würde, hängen wie so oft irgendwo doch wieder alle mit drin, sei's nur indirekt.

Würden alle sich nur die schönen Sachen rauspicken, wär's damit aber genau so schnell wieder vorbei. Andererseits, wozu muss man etwas anpacken, was nicht sein muss und zu nichts oder wenig Nützte. Nur was doch muss, geht meist schneller und leichter, wenn man's gleich anpackt, ohne erst noch Widerstände aufzubauen oder gar zu hegen und wachsen zu lassen.

Die breite Masse wird sich schon nicht irren?
Warum fährt man aber nur so oft besser damit, wenn man's nicht wie üblich, sondern sich eher dem, was einem schwer fällt oder unangenehm ist zuwenden und daran arbeitet und welche Mehrheit macht dies schon.. irgendwann fällt's dann auch nicht mehr schwer und man geht da natürlicher heran, zwar fällt man vielleicht aus der Mehrheit damit raus, aber wenn man sich weniger irrt, dann kann's so verkehrt schonmal auch nicht sein...

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Als Mensch Erwachen - BG 7:15

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 25 2015, 00:36

Bhagavad Gita 7:15

Yogananda:
Die niederste Art von Menschen, die Übeltäter und irregeführten Narren, denen die Maya (Täuschung) ihre Unterscheidungskraft geraubt hat, folgen dem Weg dämonischer Wesen und versäumen es, in Mir Zuflucht zu suchen.

Prabhupada:
Jene gottlosen Menschen, die abgestumpft und dumm sind, die die Niedrigsten der Menschen sind, deren Wissen von Illusion gestohlen ist und die das atheistische Wesen von Dämonen haben, ergeben sich Mir nicht.

Reclam:
Zu mir gelangt niemals der Tor,
Der Niedrige, der Bösewicht;
Dämon'schem Wesen zugewandt,
Raubt Maya der Erkenntnis Licht.
---
Wie ist es nun mit dem Erwachen als Mensch?
D.h. sich seiner eigenen Seele ergeben, woher soll sonst das Wachsein denn kommen?
Das Bewusstsein selbst kommt ja bereits von der Seele, aber es ist noch nicht das Wachsein, eher sogar wenn das Bewusstsein darüber schwebt und etwas in gänze erfasst, aber nicht darin versinkt, weil man dann doch nur noch einen Teilausschnitt vor sich hätte und nicht mehr das gesamtheitlich überblickte.

Indem also die unteren Regionen (oder auch die unteren drei Welten genannt), der Seelenherrschaft unterstellt werden und zur Ruhe kommen was die persönliche Aktivität darin anbetrifft und man darin weitestgehend nicht mehr mitmischt, denn sonst würde man sich nicht nur schnell mal verzetteln, sondern auch schnell mal nicht unterscheiden können, was aktiv von einem ist oder allgemein in der Region vor sich geht.

Anstelle dessen ist man in den Regionen darüber dann mehr aktiv, bis auch diese soweit durchleuchtet und durchlichtet sind und man sie einer höheren Herrschaft unterstellen kann und in die Monade schlüpft um dann als Seele vollends zu erwachen usw. Einmal ins nächst höhere Reich sich durcharbeiten und sich verankern und dann fängt es mit dem erwachen vom unteren Reich her an, d.h. mit dem Tier (sei man ne Eule, ne Katze oder sonst was da so wach wird bei einem), bis man sich von den Instinkten weiter ins Menschenreich durcharbeitet, mit dem oben verbunden bleibend und man kann es zügiger oder auch langsamer angehen.

Es ist dann so, dass bestimmte Körperregionen nebst den äußeren und physischen oder der bekannten Funktionen noch andere Zuordnungen und eine weitere Bewusstseinsschicht erhalten, die sich darüber spannt und man so dann immer mehr zu tuen bekommt, bis man halbwegs damit umgehen kann und es mehr instinktiv auf Automatik läuft (sofern nichts umfällt oder umgestoßen wird u.d.gl.) und man sich wieder dem nächsten zuwenden kann.

Sicher wird es jeder auf seine eigene weise erfahren und interpretieren, da es ja auch hinreichend Faktoren gibt (angefangen bei den Strahlentypen, eigenen Verwirklichungen, anstehenden Themen und aktiven Aspekten), aber doch gibt's bestimmte Abschnitte die irgendwo gleich oder gar universell sind und so auch alte Weisheiten im wesentlichen immer ihre Gültigkeit beibehalten, abhängig nur davon, worauf sie sich im eigentlichen beziehen. Und könnte man alle mit nur einem bestimmten Satz erwecken oder zu einer Region erheben, so wären wohl alle längst nicht mehr hier oder müssten sich nicht mit dem rumquälen, womit sie's eben zu tuen haben.

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In Richtung Frieden - BG 14:18

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jun 26 2015, 01:45

Bhagavad Gita 14:18

Yogananda:
Wer in Sattva verankert ist, steigt empor; wer in Rajas verharrt, bleibt in der Mitte; und wer dem niedrigsten Guna, Tamas, verhaftet ist, sinkt in die Tiefe.

Prabhupada:
Diejenigen, die sich in der Erscheinungsweise der Tugend befinden, steigen allmählich zu den höheren Planeten auf; diejenigen in der Erscheinungsweise der Leidenschaft leben auf den irdischen Planeten, und diejenigen in der abscheulichen Erscheinungsweise der Unwissenheit fallen zu den höllischen Welten hinab.

Reclam:
Im Mittel hält die "Leidenschaft",
Die "Wesenheit" trägt stets empor,
Doch wen des "Dunkels" Bann bestrickt,
Nach unten sinkt der arme Tor.
---
Der Mensch der trifft stets seine Wahl,
ob er empfängt Freude oder die Qual.
Hat er im Kleinen schon genossen,
ist meist auch Größ're Freude verflossen.
Und sollte Gutem wer verschlossen,
hat er den Sinkflug meist beschlossen.

Warum tut sich dies einer an,
wenn er könnt gehen weit voran?
Das Mysterium ist recht versiegelt,
selten bekommt es wer entriegelt.
Sich nur zu kümmern reicht nicht aus,
alles zu geben bleibt nicht aus!

Doch hat man alles auch gegeben,
bleibt man gewiss nicht steh'n im Regen.
Wenn Himmelswerke können entstehen,
bleibt auch die Hoffnung dann bestehen.
Von daher bleiben wir am Ball,
bis Frieden zeigt sich überall.

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Weisheit besitzen - BG 7:24

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jun 29 2015, 01:22

Bhagavad Gita 7:24

Yogananda:
Menschen, die keine Weisheit besitzen, meinen, das Ich, der Unmanifestierte, eine Gestalt hätte (wie ein sterbliches Wesen, das einen Körper annimmt). Sie können Meinen unvergleichlichen Bewusstseinszustand, Mein unveränderliches, unbeschreibliches Wesen nicht erfassen.

Prabhupada:
Unintelligente Menschen, die Mich nicht vollkommen kennen, glauben, dass Ich, die Höchste Persönlichkeit Gottes, Krishna, zuvor unpersönlich gewesen sei und nun diese persönliche Form angenommen habe. Aufgrund ihres geringen Wissens kennen sie Meine höhere Natur nicht, die unvergänglich und absolut ist.

Reclam:
Wer mich, den Unerforschlichen,
Für sichtbar hält aus Unverstand,
Hat meine wahre Wesenheit,
Die zeitlos-ewig, nicht erkannt.
---
Das Umfassendere ist weder durch das Unbedeutendere beeinflusst noch bedingt, denn beides gilt zur gleichen Zeit, auch wenn das Klein're noch nicht bereit, zu sehen was beschert die Ewigkeit.

Vermutlich ließe sich leichter ein Mensch finden, der zum Göttlichen sagen würde, es hätte seinen Aberglauben zu respektieren oder seine Gefühle oder was auch immer sonst, bevor er von sich aus darauf käme, aufzuschauen, dass der, welchem er es sagt, vielleicht der ist, der ihm überhaupt das eingeräumt hat, in was auch immer zu schwelgen.

Es wird wohl eine Zeit mal kommen, wo Menschen die Weisheit besitzen werden, dort auf Zehenspitzen herum zu schleichen, wo sie heute noch rücksichtslos gegen vorgehen oder es verachten, nur um seinem eigenen Vergnügen Rechnung zu tragen. Ganz so, als wären sie es nur, um die sich alles drehte, obwohl es drehen könnte auch, sogar ungestört, wenn sie längst wären alle fort...

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Ach selige Ruhe - BG 6:10

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jun 30 2015, 00:11

Bhagavad Gita 6:10

Yogananda:
Der Yogi, der keine Wünsche mehr hegt, die er zu erfüllen hofft, und sich nicht mehr nach Besitz sehnt, dessen Herz (Wellen der Gefühle) von der Seele regiert wird (durch Yoga-Konzentration), sollte sich an einen ruhigen Platz zurückziehen und sich unaufhörlich bemühen, eins mit seiner Seele zu werden.

Prabhupada:
Ein Transzendentalist sollte seinen Körper, seinen Geist und sein Selbst immer in Beziehung zum Höchsten beschäftigen; er sollte allein an einem einsamen Ort leben und seinen Geist stets sorgfältig beherrschen. Er sollte von Wünschen und Gefühlen der Besitzgier frei sein.

Reclam:
An einem weltentleg'nen Ort
Der Yogi still die Andacht übt,
Das Denken ständig angespannt,
Von Hoffnung nicht nach Gier getrübt.
---
Unbehelligt, in der Ruhe, ist nicht immer leicht gegeben. Selbst wenn es um einen ruhig sein sollte, muss es das nicht in einem so sein. Und selbst wenn man für sich in Frieden ist und alles geordnet hat, heißt es immer noch nicht, dass man innerlich von außerhalb in Ruhe bleiben darf.

Andererseits ist es nicht in gleicher Weise förderlich, denn ist es ein natürlicher Vorgang von Innen kommend und ein inniges Wollen, oder ein von Außen beeinflusster Wunsch, vielleicht sogar nur eine Modeerscheinung oder Trend, der einen dazu bewog?

Kommt es auf natürlichere Weise, wird man es meist weniger konkret organisieren, es findet sich einfach, je konkreter man sich drauf fixiert, desto eher ist es nicht so sehr einem seins, weil das Innere nicht am äußeren Detail hängt oder sich danach richten wird.

Immer schön erst auspendeln lassen, das Innere wird schon nicht wegschwingen, wenn's wirklich einem seins ist.

Devino Melchizedek

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Körper vor Inhalt - BG 9:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jul 02 2015, 01:13

Bhagavad Gita 9:9

Yogananda:
Doch diese Tätigkeiten behindern Mich nicht, o Gewinner von Schätzen (Arjuna), denn Ich stehe darüber, abseits und ungebunden.

Prabhupada:
O Dhananjaya, all diese Tätigkeiten könne Mich nicht binden. Ich bin immer unberührt von all diesen materiellen Vorgängen, als wäre Ich unbeteiligt.

Reclam:
Doch werd' ich durch das Schöpfungswerk
Nicht in der Taten Band verstrickt,
Stets unbeteiligt, frei vom Hang,
Bleib allem Karma ich entrückt.
---
Es wird wohl nicht gehen, alles überein zu bekommen, was nicht zusammen geht. Warum ist einer nur so frei und ungebunden und macht sein Ding und ist nicht so in Tätigkeiten verstrickt wie wir es scheinbar anders nicht können, mag hier und da wer meinen? Nun, vielleicht weil er auf alles verzichtet hat, was ihn davon abhält, eben dieses so machen zu können. Alles haben wollen, aber nichts für tuen? Und wer zahlt dann die Zeche? Oder wie lange kann es überhaupt irgendwo gut gehen, mehr zu nehmen als beizutragen. Die Bhagavad Gita sagt es an einer Stelle auch sehr deutlich, und zwar, wie soll es eine bessere Welt geben, ohne Opfer oder das etwas auch eingepflegt wird?!

Möchte man die Freiheit des Verzichts und der Entsagung materieller Bindung wirklich erleben, dann wird man auf alles, was dem im Wege steht, auch wirklich verzichten müssen! In Leidenschaft und Genuss versunken wird dieses einfach nicht überein gehen und durch Missgunst anderen gegenüber wird es einem gewiss nicht besser ergehen. Denn meist ist einer nicht ohne Grund dort, wo er ist und er ist auch seinen Weg entsprechend dorthin gegangen, um dort sein zu können, den ein anderer vielleicht keineswegs bereit wäre zu gehen oder es überhaupt aushalten könnte bzw. dessen fähig wäre, also kann zum letzteren entsprechende Frucht ja nicht gehören...

Empörend ist wohl auch, wenn Inhalt vor Körper geht!
Was derzeit wohl kein geringes Thema sein dürfte?
Bloß der Inhalt ist schnell verflogen,
sich selber mal schnell belogen,
ob Knochen sich biegen und brechen,
sich bloß kein Stückchen Genuss absprechen..

Das gute Feeling ist schnell vergessen, der Körper aber so einfach nicht wieder hergestellt.

Devino Melchizedek

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Die Welt, die mich umgibt - BG 7:13

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 06 2015, 00:22

Bhagavad Gita 7:13

Yogananda:
Die Welt der Sterblichen erkennt Mich nicht, der Ich unwandelbar und jenseits aller Eigenschaften bin, weil sie durch die dreifache Erscheinungsform der Natur getäuscht wird.

Prabhupada:
Getäuscht von den drei Erscheinungsweisen [Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit], kennt die gesamte Welt Mich nicht, der Ich über den Erscheinungsweisen stehe und unerschöpflich bin.

Reclam:
Von der drei "Gunas" Spiel verwirrt,
Erkennt mich nicht, betört, die Welt
Als den, der unvergänglich groß
Seit Ewigkeit das All erhält.
---
Sind bestimmte Einweihungen oder Aspekte aktiv, dann kommt man sich auch schon mal zeitweilen unerschöpflich vor und weiß, wofür es gut war, bis dorthin zu gehen und zu kämpfen. Man vergisst dabei auch mal, dass es einfach nicht für jeden so ist, auch wenn man vielleicht wen mit seiner Überzeugung und Einstellung zeitweilen mitzunehmen vermag und sich dann doch wundert, wieso einer mal so ist und dann sich wieder anders gebärdet und in irgend welche Muster zurück fällt. Andererseits, wenn jeweiliges nicht aktiv ist und man sich schon mal bei banaleren Dingen schwer tut und irgendwie nichts voran gehen will, dann weiß man es auch wieder auf eine weitere Art und Weise um so mehr zu schätzen...

Es zählt letztlich dann doch für jeden mehr, was in ihm ist und womit er konfrontiert wird oder woran er selber zu ringen hat.

Man kennt es ja zu gut selber, es muss auch wieder raus, was man in sich aufnahm und je mehr man merkt, welche Auswirkungen es auf das haben kann, was einem widerfährt und was auf einen dadurch zukommen kann, um so vorsichtiger wird man, mit dem, was man so anpackt oder aufnimmt.

Das, was der Welt ist, darauf hat auch die Welt in einem Zugriff oder kann es in einem direkt erkennen. Ähnlich verhält es sich, wenn man einen Kontext oder einen Raum in sich aufnimmt/sich damit verbindet. Dann ist man derweil immer öfter verwundert, was die Leute in einem plötzlich erkennen können und so alles sehen, oder worauf sie reagieren.

So hat man auch eher Respekt vor dem, was man generell macht, weil man sich wörtlich seiner Verantwortung bewusst wird. Aber die Bandbreite der Möglichkeiten erweitert sich ja auch, so dass es dann leichter wird, auf irgend welche belanglose Beschäftigung eher verzichten zu können, ohne sich übermäßig abzumühen deswegen, sondern einfach aus der Einsicht heraus.

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Auch Rauch umhüllt des Feuers Licht - BG 18:48

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jul 07 2015, 00:37

Bhagavad Gita 18:48

Yogananda:
O Spross der Kunti (Arjuna), man soll seine natürlichen Pflichten nicht aufgeben, auch wenn man sie noch nicht vollkommen erfüllen kann, denn jedes Unternehmen wird durch Fehler beeinträchtigt - wie die Flamme durch den Rauch.

Prabhupada:
Jede Bemühung ist von einem Fehler überschattet, ebenso wie Feuer von Rauch verhüllt ist. Deshalb sollte man die Tätigkeit, die der eigenen Natur entspricht, nicht aufgeben, o Sohn Kuntis, auch wenn diese Tätigkeit voller Fehler ist.

Reclam:
Du darfst der Pflicht dich nicht entziehn,
Entbehrt sie auch der Mängel nicht,
Denn Übel sind in jedem Tun,
Auch Rauch umhüllt des Feuers Licht.
---
Vieles kann man vor sich rücken, sich mal bücken
oder auch vor sich stellen, sich verstellen,
ist so schnell die Zeit vertan und doch kaum etwas getan.

Es wird sicher mehr entstehen, wenn man dieses kann verstehen,
dass erst dann was vor sich geht, wenn es aus einem entsteht.
Man ist dabei, es geht an einem nicht vorbei,
man kniet sich rein, es wird ganz fein,
und alles was man so tut, durchtränkt mit Herzensblut,
so kann es erglühen und man erkennt alle Mühen.

Hat man die Schwelle überschritten,
bekommt man die Welle schon geritten,
die bisher wie eine Wand, nun doch schnell hinter einem verschwand.
Wie sie mal vor einem aufgetürmt, nun bloß die Füße noch berührt,
und steht man nur knietief im Wasser und wird kaum je nasser,
bleibt man auch eher gelassen, von alldem verlassen,
woran man sich früher immer stieß, bis man es gänzlich hinter sich ließ.

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Neigung / Neigungswinkel - BG 8:28

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jul 11 2015, 00:13

Bhagavad Gita 8:28

Yogananda:
Wer die Wahrheit über diese beiden Wege erkannt hat, erwirbt dadurch größeres Verdienst als durch irgend ein Studium der heiligen Schriften oder Opfergaben oder Bußübungen oder Geschenke. Ein solcher Yogi kehrt zu seinem wahren Ursprung zurück.

Prabhupada:
Jemand der sich dem Pfad des hingebungsvollen Dienstes zuwendet, ist nicht Ergebnisse beraubt, die man erhält, wenn man die Veden studiert, Opfer darbringt, sich strenge Entsagung auferlegt, Spenden gibt oder philosophischen und fruchtbringenden Tätigkeiten nachgeht. Einfach dadurch, dass er hingebungsvollen Dienst ausführt, erreicht er dies alles, und am Ende gelangt er in das höchste, ewige Reich.

Reclam:
Was durch Veden, Opfer, Buße
Und Geschenke ihm zuteil wird,
Mehr als dies erlangt der Weise,
Dem zum Ziel das höchste Heil wird.
---
Auch wenn der Vers bei Yogananda noch sich mehr auf die vorherigen Verse bezieht, als Prabhupada, was dann mehr dem entspräche, was das Verscheiden anbetrifft: http://www.melchizedek-forum.de/index.php?id=4866

Davon abgesehen aber und allgemein, es mag wohl oft die Überwindung sein, zudem hin, ohne das direkt man selber etwas von hat, sich dennoch einzusetzen oder etwas zu geben. Obwohl dort, wo man etwas weggibt, vielleicht gerade der Platz entsteht für etwas Neues, den man dafür auch braucht. Und wo man sich einsetzt, entsteht vielleicht der angemessene Raum, dass mehr noch durch einen erfolgen kann und man Anteil an etwas hat, was sonst gar nicht gegeben wäre.

Und was ist mit dem, was man sich wünscht und möchte?
Naja, das ist ja nicht ausgenommen davon, sondern vielleicht nur der Lauf eröffnet, dass sich dieses auch einfinden kann. Und ohne der Ergebnisse wegen, bleibt sogar die Kehrseite eher außen vor, die sonst am Ergebnisse hinge und man ist zusätzlich geschützt und kann dennoch das Ergebnis auch bekommen oder auch ein Passenderes.

So viel spricht doch dafür etwas zu tuen, nur die Neigung nicht unbedingt und der Neigungswinkel mag auch nicht gleich sein, aber sich dennoch ändern. Klar, aufwärts ist anspruchsvoller als auf ebenem Wege oder gar Abwärts, aber nur so kommt man zur schöneren Aussicht.

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Mehrwert in der Tat - BG 3:25

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jul 12 2015, 23:58

Bhagavad Gita 3:25

Yogananda:
O Nachkomme des Bharata (Arjuna), so wie die Unwissenden aus Anhänglichkeit handeln und auf eine Belohnung hoffen, so sollten die Weisen mit gleichmütiger Losgelöstheit handeln und vielen Menschen gern als Vorbild dienen.

Prabhupada:
So wie die Unwissenden ihre Pflichten, mit Anhaftung an die Ergebnisse ausführen, o Bharata, so führen auch die Gelehrten ihre Pflichten aus, aber ohne Anhaftung, und nur, um die Menschen auf den rechten Pfad zu führen.

Reclam:
Nur Toren handeln wahnbetört,
Das ihnen werde Lohn zuteil,
Die Weisen handeln frei vom Hang
Allein nur für der Menschheit Heil.
---
Der Wert dessen, was getan wird, wird wohl dann eher höher sein, wenn es getan wird um getan zu werden und nicht weil Grund X, Y oder Z einen dazu bewogen haben. Gerade hier sind es ja die, die auf Belohnung aus sind auch selbst diejenigen die diese schmälern. Denn wird etwas aufgrund von X, Y oder Z ausgeführt, dann wird der Wert mindestens wohl aufgeteilt unter X, Y und Z und demjenigen der nurmehr als Werkzeug beitrug. Da auch ein Ergebnis mehr zur Ursache gehört und nicht zu anderen Wirkungen die es nur begünstigten, denn ohne Ursache könnte gar nichts davon sein, ohne eine bestimmte Wirkung, könnte es genauso durch andere Wirkungen hervorkommen.

Von daher ist es wohl entscheidend, möglichst früh in der ein oder anderen Hinsicht tätig zu sein, noch bevor X oder Y, geschweige Z hinzukommen, nur dann ist man auch eher frei in seinem Tuen. Oft wird zwar die Entscheidung, ob es aufgrund X oder Y sei, schon als Freiheit angesehen, aber innerhalb bestimmter Grenzen ist gewiss nicht mehr Freiheit vorhanden, als außerhalb dieser.

D.h. also, wenn es nicht aus eigener Verantwortung ausgeht, muss wohl die Ursache zumindest teilweise bereits vergeben worden sein. Und was davon kann wohl zu einem Mehrwert am meisten beitragen, wenn man letztlich doch tut was zu tuen ist, gerade für den der Tut?

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Wem der Entsagung Werk gelingt - BG 9:28

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jul 14 2015, 21:00

Bhagavad Gita 9:28

Yogananda:
Dann kann keine Handlung dich durch gutes oder schlechtes Karma binden. Wenn dein Selbst durch Yoga und Entsagung ganz in Mir verankert ist, wirst du Freiheit erlangen und zu Mir kommen.

Prabhupada:
Auf diese Weise wirst du von der Fessel der Arbeit und ihren glückverheißenden und unglückverheißenden Ergebnissen befreit werden. In dem du deinen Geist gemäß dem Prinzip der Entsagung auf Mich richtest, wirst du befreit werden und zu Mir kommen.

Reclam:
So wirst du frei vom Bann der Tat,
Ob Freuden oder Leid sie bringt,
Zu mir geht einst erlösten ein,
Wem der Entsagung Werk gelingt.
---
Letztlich kann man sagen, hieße es, aus der Seele heraus zu handeln macht frei und alles andere nicht. Es ist an sich gar nicht so schwer auf das zu verzichten, was man täte, bloß in Erwartung, dass es einem irgend etwas gibt oder wonach einem nur beliebt. Wobei Entsagung in dem Fall eher heißt, sich nicht etwas zu verbieten, als viel mehr es gerade nicht in der Erwartung zu tuen, dass es einem was einbringt oder der Befriedigung wegen, was alles nicht der Seele Wesen ist, wessen man dann folgte.

Letztlich ist auch die Lösung eher die, es sich nicht zwanghaft zu verbieten und gegen Widerstände zu kämpfen, sondern vor allem an der Einsicht diesbezüglich zu arbeiten. Und hat es hinsichtlich dessen genug "klick" gemacht, wird man es in der herkömmlichen Weise irgend wann eh nicht mehr weiter machen. Dann sind anstelle der Widerstände eher Neigungen dann noch ein Thema. Und die lösen sich mehr von selber, wenn man sich von den Sinnesgegenständen fern hält, wonach sie sich richten (auch gedanklich und grundsätzlich vom Fokus her).

Es ist dann erstmal die Frage zu klären, bin ich soweit, den Weg der Entsagung auf mich zu nehmen und konsequent daran zu arbeiten? Denn ohne ernsthafte Entscheidung, wird es kaum eine rechte Willensformulierung geben und ohne diese, bleibt es meist ohnehin zu oberflächlich, um ernsthaft etwas bezwecken zu können.

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Qualität und Wissen - BG 9:15

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jul 17 2015, 22:28

Bhagavad Gita 9:15

Yogananda:
Auch andere, die das Yajna des Wissens darbringen, beten Mich, den im Kosmos verkörperten Herrn, auf verschiedene Weise an - zuerst als Viele, und dann als den Einen.

Prabhupada:
Andere, die Opfer ausführen, indem sie Wissen entwickeln, verehren den Höchsten Herrn als das Eine Ungeteilte, als den in viele Aufgeteilten und als die universale Form.

Reclam:
Durch Wissen opfern andere
Mir, dem "All-Einen", immerdar,
Der in der Formen Vielgestalt
Nach allen Seiten offenbar.
---
Wissen gründet wohl im wesentlichen im Erkennen, d.h. vor allem im Erkennen des Höheren, sei's in der Vielfallt oder im größeren Ganzen. Erkennen dieser Art dürfte dann beidseitig sein und da ein Individuum eine ausgeprägte Qualität mitunter darstellt, die einem Logos dadurch ebenso hilft, wie dieser dem Individuum, sich zu erkennen. Dem einen im Größeren, dem anderen in einer Facette einer bestimmten Qualität.

Es ist doch kaum eine schönere Art vorstellbar, dem Höheren zu dienen, als Wissen zu entwickeln und somit im vollständigen Erkennen. Gesellschaftsförderlich ist es aber wohl kaum und somit kein Weg für jedermann, da auch nicht jeder so aufgestellt ist um damit umgehen zu können oder um ein Eremitenleben zu führen.

Auch ist das entwickeln des Wissens eher nicht eine Sammlung von Informationen, womit wir mehr wohl zur Kenntnis kämen, sondern eher an den/bis zum Punkt des Nichtwissens zu gehen und dort anzusetzen und so lange sich in einer Richtung zu betätigen, bis man etwas auftut und immer wieder eine weitere Facette auftuen...

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Von den Unterschieden - BG 13:2/3

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jul 21 2015, 23:51

Bhagavad Gita

Yogananda (BG 13:2)
O Nachkomme Bharatas (Arjuna), du sollst auch wissen, dass Ich Kshetrajna (der Wahrnehmende) in allen Kshetras bin (in den Körpern, die sich durch das kosmische Gesetz der Schöpfung und durch die Natur entwickelt haben). Das Erkennen von Kshetra und Kshetrajna betrachte Ich als wahre Weisheit.

Prabhupada (BG 13:3)
O Nachkomme Bharatas, du solltest verstehen, dass Ich ebenfalls der Kenner in allen Körpern bin, und den Körper und seinen Besitzer zu kennen wird als Wissen bezeichnet. Das ist Meine Ansicht.

Reclam (BG 13:2)
Ein "Feldkenner" bin auch ich selbst,
Ich kenne alle Felder hier,
Wer "Feldkenner" und "Feld" erkannt,
Der gilt als höchster Weiser mir.
---
Die Unterscheidung und die Unterschiede zwischen diesem und etwas anderem, lässt ja dieses erst zu diesem werden. Nicht so sehr, wie etwas irgendwer betrachtet, was ja die Bedeutung für ihn selber erstmal hergibt, sondern wie es geistig vom Quellverlauf her gesehen wird, ließ dieses zu diesem auch werden.

Und Richtung Quelle hin, wird man sich durch eine ähnliche Sicht auch eher annähern können. Von daher ist die von uns beigemessene Bedeutung allen Dingen gegenüber durchaus wesentlich, da es ja die Stelle kennzeichnet, an welcher wir uns diesem annähern, somit auch welche Handhabe und Einsicht darin zu finden ist und in der Verbindung bereitgestellt wird.

So ist auch die Hebelwirkung abhängig des Hebels und die Werkzeuge sind es, neben der Fachkenntnis, die zum Erfolg einer Werktätigkeit oder einer Unternehmung entscheidend beitragen können.

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Die erneute Entscheidung - BG 9:30,31

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jul 23 2015, 22:27

Bhagavad Gita 9:30,31

Yogananda:
Selbst ein schlimmer Übeltäter, der sich von allem anderen abwendet und Mich allein anbetet, kann unter die Guten gezählt werden, weil er die richtige Entscheidung getroffen hat.

Er wird schnell zu einem tugendhaften Menschen werden und endlosen Frieden erfahren. Versichere es allen, o Arjuna, dass Meine Anhänger nie zugrunde gehen!

Prabhupada:
Selbst wenn jemand die abscheulichsten Handlungen begeht, muss er, wenn er sich im hingebungsvollen Dienst betätigt, als Heiliger angesehen werden, da er mit Entschlossenheit das richtige Ziel anstrebt.

Sehr bald wird er rechtschaffen und erlangt beständigen Frieden. O Sohn Kuntis, verkünde kühn, dass Mein Geweihter niemals vergeht.

Reclam:
Auch wenn ein durchaus schlechter Mensch
An mir in gläub'ger Inbrunst hängt,
Ist doch als fromm er anzusehen,
Weil er in rechtem Glauben denkt.

Bald wird er reinen Herzens dann
Und geht zum ew'gen Frieden ein,
Denn niemals wird, das glaube mir,
Wer mir vertraut, verloren sein.
---
Der einmal eingeschlag'ne Lauf,
zieht vieles nach sich im Verlauf,
was ihm vom Wesen her ist gleich,
wird stetig immer mehr zugleich.
Nur schwer entkommen ist dem sehr,
was sucht zu mehren sich noch mehr.

Auf Überwindung der Wille immer aufs Neue,
so lange auszurichten man nicht scheue,
bis man sich geradewegs an dem erfreue,
worin sich nichts mehr findet, was man bereue.
Es mag nicht alles sich von selber ergeben,
doch Entschlossenheit hilft auf allen Wegen.

Auch ist es leichter im Bestreben,
was immer hatte sich zuvor ergeben,
den Schritt zu setzen festen Mutes,
erneut zu tuen etwas Gutes.
Als hätte man sich neu entschieden
und einem dies nur sei beschieden.

Devino Melchizedek

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Re: Bhagavad Gita 2015

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