Goethe-Sprüche

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Goethe - Namaste

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Jan 15 2018, 10:28

Der Bach ist dem Müller befreundet, dem er
nützt, und er stürzt gern über die Räder; was
hilft es ihm, gleichgültig durchs Tal
hinzuschleichen.

* * *

Ein echter Müller ist natürlich auch dem Bach in Freundschaft verbunden. Er nutzt ihn nicht aus, das ist nämlich eine kapitalistische Unsitte. Wobei Unsitte noch sehr sehr mild formuliert ist.

Es ist nur natürlich, dass man sich grundsätzlich in Freundschaft zugeneigt ist. Man kann grundsätzlich zu allem Namaste sagen, dann stellt man eine sinnvolle Verbindung her, anstatt sich irgendwo zu verheddern.
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Goethe - Das Naheliegende tun

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Jan 16 2018, 10:58

- Narre! wenn es brennt, so lösche,
Hat's gebrannt, bau wieder auf!

* * *

Das Naheliegende tun. Es ist einfach. Die Dinge kommen von alleine wenn man sich kümmert. Nicht Ursache und Wirkung verbinden, d.h. einen Schuldigen suchen, sondern einfach tun, was zu tun ist. Die Stille ist der grösste Segen für das niedere Selbst. Manchmal muss man aber in den Abgrund springen bevor man zur Stille kommt, bzw. der Abgrund möchte anerkannt sein.
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Goethe - Affen

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Jan 17 2018, 17:12

Wenn die Affen es dahin bringen könnten,
Langeweile zu haben, so könnten sie 
Menschen werden.

* * *

Langeweile. Das Aushalten was ist, ohne in Aktivität, ohne in Reaktion zu verfallen. Die Stille handeln lassen. Schwierig. Das Feuer verbrennt sich und der Mensch bleibt bestehen,
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Goethe - Den Tag getan

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Jan 18 2018, 10:35

Ein guter Abend kommt heran,
Wenn ich den ganzen Tag getan.

* * *

Den ganzen Tag getan 
Tun und Nicht-Tun
Immer wieder Nicht-Tun
Im Aussen fleissig sein ist eine Sache, darauf wird in der kapitalistischen Gesellschaft viiiiiel zu viel Wert drauf gelegt. Es ist doch viel wichtiger dass man etwas mit Bewusstsein, Gewahrsein machen kann, anstatt gehetzt. Das Entlohnungssystem ist vollkommen falsch aufgebaut. Die Menschen halten sich doch selbst gegenseitig wie Ratten im Labor oder Hühner in der Massenhaltung. Und sie wissen es noch nicht einmal!

Das heisst ja nicht dass man schluffig sein muss, aber Leistung bitte mit Würde und freiem Willen. Menschenwürde und freier Wille sind Heilig.
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Goethe - Willkür

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Jan 19 2018, 09:13

Ich kann mich nur über den Menschen freuen,
der weiss, was ihm und andern nütze ist, und 
seine Willkür zu beschränken arbeitet.

* * *

Nütze ist grundsätzlich, was Liebe ist. Wo man sich von der Liebe leiten lässt, denn Liebe ist immer intelligenter als Intelligenz. Will der Mensch sich entwickeln, so führt an diesem Gesetz kein Weg vorbei.
Seine Willkür beschränken heisst vor allem Selbstbeherrschung, und Selbstbeherrschung ist vor allem Beherrschung durch das Selbst. Der inkarnierte Mensch lässt sich also durch das Selbst beherrschen.
Seine Willkür ist auch nicht SEINE Willkür, sondern irgendeine Willkür. Wie will man wissen wer man ist, wenn man sich keine Zeit nimmt.
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Goethe - Widersprüche

Beitrag  Simhanada Morahs am Sa Jan 20 2018, 14:46

Doch schäme dich nicht der Gebrechen,
Vollende schnell das kleine Buch;
Die Welt ist voller Widerspruch,
Und sollte sich's nicht widersprechen?

* * *

Natürlich widerspricht sich Vieles in der Welt, aber das macht nichts. Wenn man es aber einfach nimmt, wie es ist, ohne etwas daran ändern zu wollen, dann ist es egal wie gross der Widerspruch ist, es wird sich dann recht ordnen. Widersprüche sind nur für kleine Geister, für das Ego, für den Verstand. Wer an Widersprüche glaubt, hat die fundamentale Einheit von Allem nicht begriffen. Die Aufgabe des Menschen ist es ja gerade, den gigantischen Widerspruch, den unsere Welt im Moment darstellt, anzuerkennen, und nicht persönlich zu nehmen. Wer nicht als Meister geboren wurde wird sich unweigerlich zu grossem oder geringem Grade darin wiederfinden.

Die Welt darf sich ja widersprechen, jeder darf seine Erfahrungen machen, das ist ja nur gesund (am Ende) ist ja auch ein Zweck unserer Welt.
Aber auf so groteske, unmenschliche Art wie das auf unserem Planeten geschieht... Der freie Wille des Menschen ist wohl etwas des grossartigsten wie schrecklichsten, das existiert.
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Goethe - Urteilskraft

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Jan 22 2018, 11:07

Zu wandeln und auf seinen Weg zu sehen ist 
der Mensch bestimmt. Denn selten schätzt er,
was er getan hat, recht, und was er tut, fast nie.

* * *

Deshalb überlässt man das Urteil über das eigene Werk am besten denen da oben, und löst sich von persönlicher Anhaftung. Überhaupt sagt man als erstes ich weiss es nicht. Wie soll es auch anders gehen, wenn man die Wahrheit erforschen will. Wer auf den eigenen Weg schaut, und unpersönlich bleibt, der muss auch gar nicht weit gehen. Man darf natürlich gehen soweit man mag, nur um dann wieder anzukommen. ich oder Selbst.
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Goethe - Kurz und öde

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Jan 23 2018, 10:02

Ist nicht das Leben kurz und öde genug?
Sollen die sich nicht anfassen, deren Weg
miteinander geht?

* * *

Ist das Leben kurz und öde?
Alles ist eine Lebenserfahrung, egal was es ist. Man kann seinen Teil dazu beitragen.
Was heisst sich anfassen?
Es heisst erstmal Vertrauen. Dann Erlauben. Man weiss es nicht, aber man kann sagen, dass vieeeel mehr Achtsamkeit, Rücksicht, Anstand erforderlich sind. Schliesslich sind wir eine MENSCHheit, und nicht eine Monsterheit. Ein Mensch zeichnet sich dadurch aus, Anstand und Harmlosigkeit praktizieren zu wollen.
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Goethe - Wahrheit

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Jan 24 2018, 10:39

Und wer euch heut recht derb die Wahrheit
sagt,
Der sagt sie euch auf tausend Jahre.

* * *

Die Wahrheit sagen
Die Wahrheit wird euch frei machen
Warum?
Weil Wahrheit auch Freiheit ist.
Die Dinge sehen wie sie sind. Sich selbst sehen wie man ist. Die Dinge respektieren wie sie sind.
Welche Wahrheit wird euch frei machen?
Die Wahrheit des inneren Gottes.
Die Wahrheit der All-Einheit.
Die Wahrheit, die alles durchdringt, und schon immer alles durchdrang und immer alles durchdringen wird.
Wahrheit hat für den Frosch mit Losgelöstheit zu tun. Weil Wahrheit in jedem Moment NEU ist.
Der Mensch, in den Gunas lebend, ist sooo unendlich langsam im Vergleich zu der Wahrheit. Und doch kann er ein Freund der Wahrheit werden. Die Wahrheit fällt keine Urteile, sondern sie geht um mit dem was ist, zum höchsten Wohle aller, immer. Deshalb kann auch niemand die Wahrheit gefangen nehmen, weil es nicht geht. Man kann die Wahrheit nicht angreifen, man kann nur für sich, oder für die Menschheit Maya/Illusion erzeugen. Aber das stört die Wahrheit als Wahrheit nicht. Sie kann damit umgehen, sonst wäre sie ja nicht die Wahrheit.
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Goethe - Schnell Wählen

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Jan 25 2018, 12:29

Die Wahl ist schwerer als das Übel selbst,
Die zwischen zweien Übeln schwankend bebt.

* * *

Für den Menschen gibt es kleine Wahlen und grosse Wahlen.
Es gibt Wahlen, die grundsätzlich mehr in Richtung Seelenherrschaft gehen, oder Wahlen, die mehr mit der Materie zu tun haben. Mit vielen Abstufungen.
Wahlen sollte man schnell treffen, denn Wahlen kann man ja auch wieder korrigieren, oder neu wählen. Das Studieren, was soll ich jetzt wählen, nährt so oft im Menschen nur das Ego, es bewegt nichts, sondern es raucht sich nur selbst auf. Das Schnell Wählen benötigt aber auch eine gewisse Furchtlosigkeit, weil man dann vielleicht einen Schock erlebt, d.h. das Unterbewusste erlebt einen Schock, weil plötzlich vielleicht alles ganz anders ist. Ist sicherlich ganz kurzweilig, aber Schock ist halt Schock.
Wenn man etwas schnell wählt, hat man auch gar keine Zeit doll ins Gefühl zu gehen. D.h. das Übel ist dann gar nicht so ein grosses Übel, weil man nicht auch noch die Lupe drauf hält.
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Goethe - Wahn

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Jan 26 2018, 07:53

Wehe dem Menschen, der vorwärts oder
rückwärts zu greifen, durch Umstände oder
durch Wahn veranlasst wird!

* * *

Was ist Wahn?
Nicht in sich selbst zu ruhen, könnte man schon als Wahn bezeichnen.
War es geplant, dass das Wissen um das Selbst in der Welt verloren geht?
Ist das eine Erfahrung, die die Menschheit machen musste?
Oder ist das eine Erfahrung, die die Menschheit sich herbeigeführt hat, durch unglückliche Wahlen.
Muss der Abstieg in die Materie mit soviel Leid und Schmerz, wie es sie auf der Erde gibt, verbunden sein?
Oder hat sich die Menschheit einfach nur selbst Karma geschaffen.
Es kann ja durchaus sein, dass andere Menschheiten auf anderen Planeten den Evolutionsprozess viel vernünftiger absolvieren.
Der Mensch mag ja während Äonen von den Mondkräften beherrscht sein, aber eine Notwendigkeit, dass das in äusseren Krieg (mit Mord und Totschlag) ausarten muss, sieht man eigentlich nicht.
Ist es nicht so, dass Gott auch im tiefsten Kali Yuga auf die Anrufung durch den Menschen hört?
Gott sieht ja ins Herz der Menschen zu jederzeit...
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Goethe - Schätze im Himmel anhäufen

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Jan 29 2018, 12:56

Soll man dich nicht aufs schmählichste
berauben,
Verbirg dein Gold, dein Weggehn, deinen
Glauben.

* * *

Wie heisst es in der Bibel?
Schätze im Himmel anhäufen, nicht auf der Erde. Der Schatz auf Erden, ist die Göttlichkeit in Inkarnation, das Licht das aus dem Innern strahlt und dich Form durchdringt.
Wer sich nicht mit seinem "irdischen" Reichtum identifiziert, der kann auch nicht bestohlen werden. Wer damit prahlt usw., der will ja gerade bestohlen werden. Irdischer Reichtum bezieht sich auf alle drei Welten menschlicher Erfahrung, und nicht nur auf äussere Güter. Der Mensch ist natürlich zuerst die Seele, und wer das vergessen hat, ist im Prinzip tot.
Eine Gesellschaft, in der das nicht exoterisches Wissen ist, ist offensichtlich zutiefst krank, oder vom Weg abgekommen. Es wurde doch schon seit Urzeiten gelehrt... die Religion hat diese Funktion auch nur sehr mangelhaft übernommen.
Immerhin dürfen wir uns darauf freuen, dass die geistige Hierarchie dieses Wissen 'externalisieren' wird (bzw. schon hat). Sobald die Menschheit genug durchgeknetet ist und bereit ist, hinzuhören. Man darf ja durchaus hoffen, dass das "wilde Aufbäumen" des gegenwärtigen Separatismus in der Welt ein Zeichen dafür ist, dass die alten Strukturen bald brechen werden.
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Goethe - Sterblichkeit

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Jan 30 2018, 10:42

Kein tüchtiger Mensch lässt seiner Brust den 
Glauben
an Unsterblichkeit rauben.

* * *

Was ist Sterblichkeit / Unsterblichkeit?

Sterben heisst ja nur das Aufgeben einer Form. Heisst ja nicht das aufhören des Existierens. An Sterblichkeit zu Glauben ist mit Angst verbunden. Warum? Man könnte in der Schule doch auch lehren, dass wir innerlich unsterbliche Seelen/Götter sind. Ich wette wir hätten dann massiv weniger Neurosen. Ich bin überzeugt, dass wenn die ‚zeitlose Weisheit‘ in der Schule gelehrt wird, die Weltumstände sich erheblich verbessern würden, und zwar ganz ohne magischen Evolutionssprung der Menschheit! Der Mensch fügt sich ja in der Regel ins gegebene System ein, die schwierige Aufgabe ist jetzt also das System zu wenden, und die schädlichen Gedankenformen auszumerzen. Wäre schon spannend zu erkennen, wie z.B. ein Maitreya die Menschheit erfährt.
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Goethe - Die Suche

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Feb 01 2018, 12:43

Ängstlich ist es, immer zu suchen, aber viel
ängstlicher, gefunden zu haben und verlassen
zu müssen.

* * *

Wer sich nicht als innerer Buddha erkennt, für den geht die Suche automatisch los. Der Drang, sich selbst zu erkennen ist jedem Wesen angeboren. Egal wohin einen das führt, ins Chaos, ins Licht, usw. Suchen ist also etwas zutiefst natürliches, aber auch etwas nicht natürliches, weil es aus einem Bewusstsein des "Mangels" entsteht.
Etwas zu finden, und etwas zu "haben" ist mitnichten dasselbe. Es ist aber wahr, dass jede Erkenntnis auf der vorherigen aufbaut, und sich so der Gesichtskreis stetig erweitert. Insofern muss man auch einst geniale Einsichten immer wieder für neue opfern. Das ist auch etwas, das unbedingt (!!) in der Schule gelehrt werden muss. Zumindest muss man das Wissen anbieten. Das meiste Leid entsteht doch erst dadurch, dass der Mensch irgendetwas "festhalten" will. Dadurch schränkt er seine Wahrheit sehr ein. Natürlich ist das ein Lernprozess, den jeder einzeln durchmachen muss im Konkreten, aber schaden würde es ja nicht, wenn der Grundsatz darüber im kollektiven Bewusstsein klar wäre.
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Goethe - Das Tägliche

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Feb 02 2018, 09:11

Ich verwünsche das Tägliche, weil es immer
absurd ist.

* * *

Das Tägliche ist doch gut dazu geeignet um Leidenschaftslosigkeit zu verwirklichen.
Was ist das Tägliche?
Der Kleinkram?
Das Absurde ist, dass durch Leidenschaftslosigkeit die grösste Glückseligkeit kommt. Das ist dem formidentifizierten Menschen erstmal unverständlich. Es ist in gewisser Weise paradox.
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Goethe - Energisch handeln

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Feb 05 2018, 10:27

Des echten Mannes wahre Feier ist die Tat!

* * *

Eine Tat bewegt immer etwas. Durch Tun im Gewahrsein kann man sehr viel bewegen. Das kann sehr anstrengend sein. Eine Tat soll sowohl energisch, wie auch erlaubend sein. Eine Gratwanderung? Der Gedanke des Erlaubens impliziert ein grosses Opfer, weil der, der erlaubt, ist immer zuerst einmal der Dumme (alles kommt zu ihm). Wenn die Menschheit Leerheit verwirklicht hätte, wäre dies allerdings kein Problem.
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Goethe - Sorglichkeit

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Feb 06 2018, 09:42

Am Morgen sind wir am klügsten, aber
auch am sorglichsten; denn auch die Sorge
ist eine Klugheit, wiewohl nur eine passive.
Die Dummheit weiss von keiner Sorge.

* * *

Es braucht einen negativen Pol und einen positiven Pol. So einfach ist das. Wenn man dies nicht als technische Notwendigkeit anerkennt, ist man entmündigt. Gut und schlecht hat nichts mit positiv und negativ zu tun...
Sorglich sein ist gut, aber sich von der Sorge beherrschen lassen ist nicht so gut.
Klug sein ist auch gut, aber sich von der Klugheit beherrschen lassen ist auch nicht gut.
Am Morgen findet man sich oft in der Shakti wieder. Je nachdem was noch auf dem Programm steht.
Ruhige Lebensführung heisst, die Klugheit des Morgens auch tagsüber beizubehalten.
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Goethe - Guter Wille als Teil der Menschheit

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Feb 07 2018, 10:17

Das Hauptfundament des Sittlichen ist der gute
Wille, der seiner Natur nach nur aufs Rechte
gerichtet sein kann ...

* * *

Was ist der gute Wille, der aufs Rechte gerichtet ist?
Wille heisst, dass alles, was man in dem Moment ist, miteinbezogen ist. Das heisst, wenn man auf das Rechte, das Wahre 'ausgerichtet' ist, wenn man das Wahre und Gute WILL, dann spielen andere Faktoren wie Sentimentalitäten usw. keine Rolle mehr. Wie wir wissen, MUSS die Menschheit im AUSSEN als Nächstes Guten Willen bezeugen, und zwar nicht nur einmal, sondern kontinuierlich. Viele Male, bis es normal ist. Dieser Gute Wille, der von jedem Menschen und der Menschheit als Ganzes GEFORDERT ist, ist durchaus ein je nachdem kleineres oder grösseres OPFER. Wille ist immer mit Opfer verbunden. Ohne Opferbereitschaft gibt es garantiert keinen Willen. Man könnte hier auch sagen, was den Menschen ausmacht, ist der Wille. Was den Willen betrifft, gibt es auch kein halb-gut/halb-schlecht. In gewisser Weise ist der Wille in sich selbst absolut. Auch wenn er Teil eines Ganzen ist.

Was ist der gute Wille, in einer astral polarisierten Welt? Wenn der kollektive Strom also noch nicht von sich selbst aus guter Wille ist, liegt es an jedem Einzelnen, guten Willen zu verwirklichen. Bis die kritische Masse erreicht ist. Dann gibt es so etwas wie ein Aufatmen. Eine unmögliche Aufgabe? Oder eine mögliche Aufgabe. Was auch immer das Ergebnis ist, mehr als im Jetzt prinzipielle Positivität zu machen geht nicht. Angst ist keine prinzipielle Positivität, zeigt aber einen Mangel oder eine Gefahr an.
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Goethe - Abstrakte Begriffe

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Feb 08 2018, 07:55

Dass von diesem wilden Sehnen,
Dieser reichen Saat von Tränen
Götterlust zu hoffen sei,
Mache deine Seele frei.

* * *

Wildes Sehnen, wohin kann es führen?
Was ist Wildheit?
Wildheit kann notwendig sein, um erstarrte Strukturen zu zerbrechen. Lieber wild als eingesperrt.
Aber Wildheit legt sich doch zur Ruhe, in der ewigen Stille.

Sehnen ist ganz normal, es sehnt sich immer etwas nach etwas. Das ist das menschliche Leben. Welche Antwort der Mensch auf sein Sehnen findet, oder welche Nicht-Antwort, das ist des Menschen Aufgabe in jedem Moment.

Wenn die Menschheit doch nur auf ihre Tränen hören würden. Warum erhören die Menschen nicht ihre eigenen Tränen? Mit welcher Plage ist die Menschheit bloss geschlagen, die Tränen ihrer eigenen Kinder nicht zu hören.

Was ist Götterlust? Freiheit ist doch Götterlust. Das ist etwas, das der Gier, dem Hass unbegreiflich ist. Der Mensch ist die Brücke zwischen Geist und Materie.

Es gibt im Innern eine Kraft, die alles auflöst.

.
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Goethe - Sich an dem erfreuen, was für Alle gut ist

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Feb 09 2018, 07:44

Am liebsten ist mir denn aber doch, was ich in
der Seele mitnehme und was, immer wachsend,
sich immer vermehren kann.

* * *

Am liebsten - Erleichterung; Am liebsten muss nicht "mein, mein" heissen. Man kann auch "am liebsten" haben, oder sich daran erfreuen, was für Alle gut ist. Man sollte sich an dem erfreuen, was für Alle gut ist. Warum? ...

in der Seele mitnehmen - die Perspektive von Innen; sich nicht blenden, sich nicht beherrschen lassen; in der Seele mitnehmen kennt kein gut/schlecht

immer wachsend - was ich 'in die Seele nehme', kann wachsen. was ich in die Seele nehme, kann auch zerstört werden, je nachdem, was es will. In die Seele nehmen kennt kein ich. In der Welt, könnte man sagen, ist das das dritte Auge.

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Goethe - Durch eine Schwäche verbunden

Beitrag  Simhanada Morahs am So Feb 11 2018, 10:49

Die grössten Menschen hängen immer mit
ihrem Jahrhundert durch eine Schwäche
zusammen.

* * *

Eine Schwäche... Ein grosser Mensch ist darauf bedacht, das Ganze, wovon er ein Teil ist, aufzuwirtschaften. Grosse Menschen dürfen als erste die Probleme der Menschheit lösen, innerlich, damit dann eine Blaupause für Alle erstellt ist. Ein grosser Mensch ist ja nicht dadurch gross, dass er sich von der arg strauchelnden Menschheit "abtrennt", sondern dadurch, dass er für das Ganze etwas auf sich nimmt. Die erstere Person mag eventuell gross erscheinen, wird aber niemals auf diesem Pfad das Seelenreich betreten können.
Was ist eine Schwäche?
Unbewusstheit. Kollektive und persönliche Schwächen sind auf jeden Fall unterschiedliche Paar Schuhe. Eine Schwäche kann aber eine grosse Chance zum Wachstum bedeuten. Man muss ja von dem ausgehen, was Jetzt Ist. Man kann auch a priori arbeiten, aber a posteriori alles abzuarbeiten ist auch sehr wichtig.
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Goethe - Jede Einheit zählt

Beitrag  Simhanada Morahs am So Feb 11 2018, 11:14

Die Schwierigkeiten wachsen, je näher
man dem Ziele kommt.

* * *

Kleine Kinder, kleine Sorgen
Grosse Kinder, grosse Sorgen

Das Ziel. Wenn ein Mensch sich 'egoistisch' betätigt, hat er kein Ziel. Dieser Mensch wird zugrunde gehen, weil es nicht anders geht. Die Pflicht des Menschen ist es, sich zu erheben, in dem Masse, wie es ihm gegeben ist. Das kann fast nichts, oder ganz viel sein. Das spielt keine Rolle, denn jede Einheit zählt. Jede Einheit zählt, ist etwas, was unbedingt anerkannt werden muss. Jede Einheit zählt, ist das, was Rechte Beziehung heisst. Wenn man nicht jeder Einheit grundsätzlich seine Göttlichkeit zuspricht, seine Selbstbestimmtheit, dann ist Leben gar nicht möglich. Anstatt Krieg/Kampf zu führen, 'einfach' dem anderen Göttlichkeit zusprechen.
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Goethe - Lebensbejahung! Urvertrauen!

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Feb 12 2018, 07:50

Dem Taumel weih ich mich, dem
schmerzlichsten Genuss,
Verliebtem Hass, erquickendem Verdruss.

* * *

Wer zur Freiheit gelangen möchte, darf zuerst die Welt in ihrer ganzen Tiefe erlebt haben. Es ist des Menschen Aufgabe, die Welt in ihrer ganzen Tiefe zu erfahren. Das tut der Mensch nämlich sowieso, auf die harte oder sanfte Tour.
Der Taumel, wie vom Blitz getroffen. Ja sagen zum Leben. Lebensbejahung. Wie soll Freiheit gehen, ohne Lebensbejahung?
Schmerzlicher Genuss, muss Genuss schmerzlich sein? Genuss als Konsum mag danach schmerzlich gewesen sein. Das ist, wenn man sich hat hinreissen lassen, von den Mondkräften.
Verliebter Hass...die Beziehungsnorm? Begehren und Hassen liegen nicht so weit voneinander entfernt. Der Weisheitspfad.
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Goethe - Vergnügen

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Feb 13 2018, 09:37

Die Welt ist gross, jeder darf sich auf seine 
Weise vergnügen.

* * *

Was ist Vergnügen?
Was bereitet dem Menschen Vergnügen?
Bewusstes Handeln oder unbewusstes Handeln.
Was ein Mensch als Vergnügen empfindet ist zu einem grossen Grad beliebig, relativ. Diese Art Vergnügen ist gewissermassen endlos, es gibt unzählige Variationen.
Der Umgang mit Vergnügen ist eine Frage der Reinheit des Charakters, der Bewusstheit und Beherrschtheit.
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Goethe - Nüchternheit

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Feb 14 2018, 11:09

Solang man nüchtern ist,
Gefällt das Schlechte;
Wie man getrunken hat,
Weiss man das Rechte ...

* * *

Nüchtern sein heisst nicht, sich in festgefahrenen Formen gefangen halten zu lassen.
Nüchtern sein heisst nicht, mit dem Verstand zu denken.
Nüchtern sein heisst viel mehr, innerlich unabhängig zu sein.
Nüchtern sein heisst auch nicht, sich in schrecklichen Gewohnheiten zu befinden.
Nüchtern sein heisst auch nicht, oberflächlich zu sein.
Nüchtern sein heisst, klare innere Wahrnehmung zu haben, die Dinge so zu sehen, wie sie sind.

Das Rechte weiss man, wenn man es sich erlaubt.
Das Rechte zu wissen erlangt man nicht durch Kampf.
Durch Kampf wirbelt man nur viel Staub auf.
Das RECHT ist immer da, aber man muss es hören. Das Recht flüstert immerdar, aber man braucht Stille, um es zu hören.

Getrunken
Warum trinkt man?
Ein Trinker ist auch ein Abenteurer, der die festgelegten Strukturen hinter sich lässt.
Sinnvoller ist es, Licht zu trinken, als Alkohol zu trinken. Wobei Alkohol ja auch Licht ist.
Wenn man Alkohol trinkt, sollte es positiv sein. Alkohol trinken MUSS positiv sein, ansonsten führt es zu den Schatten.
Bei den Schatten sein, ist was es ist.
Schatten sind einfach noch nicht verwirklichtes Licht.
Schatten sind einfach solche, die vergessen haben.
Wichtig ist immer die Frage, ob eine Energie die Tendenz zur Einheit oder zur Getrenntheit hat.
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Goethe - Mitarbeit

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Feb 15 2018, 07:58

Ein Ding mag noch so wenig taugen,
Es kömmt ein Augenblick und man kann alles
brauchen.

* * *

Taugen
Taugen ist eine technische Bezeichnung, nicht eine moralische. Wer die Frage der Tauglichkeit mit Moral verbindet, stellt sich selbst und anderen ein Bein. Die Frage der Moral beantwortet Gott, nicht der Mensch. Wer also andere beurteilen will, muss zuerst Gott verwirklicht haben. Das sind dann eher grössere Brötchen, die man da backen will.

Die geistige Welt arbeitet ja als Einheit. Insofern bezieht sie alles mit ein. Egal wie klein und relativ unbedeutend es ist, jede kleinste Einheit, die guten Willens ist, wird in Gottes Plan "eingebaut". Auch alles, was noch nicht guten Willens ist, wird miteinbezogen, aber dieses muss dann noch eine Runde drehen (oder viele), bis es harmlos geworden ist, und mitarbeiten möchte.

Kleine Tyrannen sind zwar wertvoll, aber sie gehören doch zur letzteren Kategorie. In einer Welt, die auf Gott ausgerichtet ist, bräuchte es kleine Tyrannen nur noch sehr bedingt.
Was ist grundsätzliche Zusammenarbeit?
1. Guter Wille. Dadrunter fällt dann alles nach und nach. Geduld ist ja eine Tugend. Gerechtigkeit aber auch. Ohne Gerechtigkeit gibt es auch keine Zusammenarbeit. Hammer ist.
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Goethe - Die Hauptlehre

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Feb 16 2018, 07:56

Meine Hauptlehre aber ist vorläufig diese:
Der Vater sorge für sein Haus, der Handwerker
für seine Kunden, der Geistliche für gegenseitige
Liebe, und die Polizei störe die Freude nicht.

* * *

Hauptlehre
Eine Hauptlehre ist etwas Grosses, eine grosse Gottheit, die für alle 'sichtbar' ist. Etwas, das allen instinktiv eingängig ist.
Grosse Gedanken, Ideen in der Menschheit, im Kollektiv.
Kohäsion.
Da sieht man wieder die Spaltung/Zersplittertheit auf der mentalen Ebene. Bis die Menschheit ihr Wesen als Formlosigkeit erkennt, wird sie unter dieser Spaltung leiden.

Die Polizei ist doch Freude, auf ihre eigene Art. Wenn man Polizei nicht als Freude sieht, sollte man nicht dort arbeiten.

Sorgen, für etwas sorgen. Eine Geisteshaltung. Ein Erlauben. Für sich selbst sorgen. Für andere sorgen. Sorgen ist zuerst das Potential. Dann kann Sorgen Handlung sein. Das ganze Universum ist doch auf Dienstleistung aufgebaut...aus der universellen Einheit entspringend. Nicht als Qual, Zwang, usw. Bitte Verstehen.
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Goethe - Selbst und Nicht-Selbst

Beitrag  Simhanada Morahs am Sa Feb 17 2018, 11:11

Das mittlere Talent ist freilich immer in der
Zeit befangen und muss sich aus denjenigen
Elementen nähren, die in ihr liegen.

* * *

in etwas befangen sein
Was heisst das?
Das Nicht-Selbst
Das heisst, unbewusst mit dem Nicht-Selbst identifiziert zu sein

Zum Arbeiten mit dem Intellekt kann man sagen, das ist grösstenteils irrelevant. Ist eine Aufbauschung von Ich-Gefühl. "Ich bin der Grösste". Das kann man ja sagen, in seinen vier Wänden, wenn es sein muss (denn wat mutt, dat mutt). Die anderen darf man aber trotzdem damit in Ruhe lassen.
.

Was muss, das muss, gehört zur Selbstakzeptanz. Erst wenn man aufgehört hat, etwas zu verurteilen, egal ob sich selbst oder andere, ist man überhaupt in der Lage, etwas loslassen zu können. Wenn man gerne etwas verurteilt, wenn es einem Spass macht, wenn man sogar noch Energie hineinlegt, dann ist man in der Gefahr, vollständig abgeschossen zu werden. Es empfiehlt sich also, kleine Brötchen zu backen, und zuerst die Spiegelgesetze zu üben.

Wenn man die Spiegelgesetze nämlich nicht übt/anwendet, verliert man SO ODER SO. Wenn der andere, in einer Konfrontation, sich dann nämlich zurücknimmt, sich unpersönlich verhält, dann hat man sich schon wieder eine (kleine) Schuld aufgeladen. Und wenn man in einer Konfrontation die Spiegelgesetze nicht anwendet, und der andere kontrolliert sich nicht, dann kriegt man eins auf die Fresse, oder ähnliches. Man verliert also so oder so. Das ist wie Schattenboxen. Das ist eine konkrete Aussage, die aber auch einen Grundsatz ausdrückt.
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Studieren

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Feb 19 2018, 20:04

Ja, ich sehe wohl ein, dass man ein ganzes
Leben studieren kann und am Ende doch noch
ausrufen möchte: Jetzt seh ich, jetzt geniess ich
erst.

* * *

Studieren
Studieren mit dem Intellekt?
Oder Studieren mit der Erfahrung.
Studieren heisst viel mehr, einen inneren Raum zur Verfügung stellen, als tatsächlich zu grübeln.
Der hohe Eingeweihte kann sich innerlich frei in diesen Räumen bewegen.
Er weiss in seinem Instinkt, dass ein Raum ein Raum ist, und er lässt sich nicht davon vereinnahmen.
Studieren ist also zutiefst mit Spannungspunkt halten und innerer Stille verbunden.
Wenn man einen Raum hat, sind vor allem die Rahmenbedingungen wichtig.
Ruhige Lebensführung heisst auch, zu achten, wie komme ich in einen Raum rein, und wie raus, usw.
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Goethe - Ein Scherz

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Feb 20 2018, 07:45

Auf ebnem Boden straucheln ist ein Scherz.

* * *

Wer die Dinge scherzhaft nehmen kann, ist klar im Vorteil.
Wer über sein Leben lachen kann, ist klar im Vorteil.
Oft geht es ja nur darum, zu lernen, etwas nicht persönlich zu nehmen, also darüber lachen zu können.
Es geht also grundsätzlich um Losgelöstheit.

Der objektive ebne Boden, und der subjektive ebne Boden.
Wer sich in dieser Zeit inkarniert, kann wohl kaum ebnen Boden erwarten.
Wer sich in dieser Zeit inkarniert, möchte wohl unbedingt klingende Freude verwirklichen.
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Goethe - Bequemlichkeit

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Feb 26 2018, 21:29

Denn das Gemeine ist's eigentlich, was den
Herren Natur heisst! Aus sich schöpfen mag
wohl heissen, mit dem eben fertig zu werden,
was uns bequem wird.

* * *

Was ist Bequemlichkeit?
Die Bequemlichkeit möchte sich lieber auf die faule Haut legen.
Die Bequemlichkeit lässt sich beherrschen, anstatt wach im Moment zu sein.
Wer die Bequemlichkeit wählt, lernt dabei nichts wirklich Neues.
Aus sich schöpfen heisst in dem Fall, das Kunstwerk fertig zu bringen, der eigenen Bequemlichkeit unpersönlich gegenüberzustehen. Und zwar durch ein ERLAUBEN. Das Denken, das Denkvermögen wird zwar dafür benötigt, aber als Instrument der Seele, und nicht als Instrument der Persönlichkeit. Als Instrument der Persönlichkeit wäre das dann Einbildung.
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Goethe - Ein enger Kreis

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Feb 27 2018, 07:47

Das Schöne ist ein enger Kreis, in dem man sich
nur bescheiden regen darf. So ist dir nicht zu
helfen.

* * *

Ein enger Kreis, heisst Selbstbeherrschung. Heisst, die Leidenschaften im Zaum zu halten. Das Schöne ist etwas, das von oben kommt. Wenn man erwachsen ist, arbeitet man damit bewusst in Freude zusammen. Vollwertig geht das nur leidenschaftlos. Gott hilft dir ja immer, aber Wollen muss der Mensch schon selber. 1. Einsicht 2. Wollen 3. Kontinuität 4. Freiheit
Eine Leidenschaft im Zaum halten ist eine kurzfristige Lösung, ist ein konkretes gegenwärtiges Ringen. Langfristig lösen sie sich alle auf.
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Goethe - Getroffen werden

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Feb 28 2018, 10:19

Ich muss mir deinen Scherz gefallen lassen,
Er trifft mich zwar, doch trifft er mich nicht tief.

* * *

Was ist ein Scherz?
Was heisst, getroffen werden?
Grundsätzlich ist das ganz simpel, man entlastet die Person, man belastet sie nicht. Es ist falsch zu glauben durch Belastung der anderen Person bei ihr etwas erreichen zu können. Erziehung ist Bildung nicht Konditionierung.
Auch der erste Strahl belastet die andere Person nicht, auch wenn er sehr direkt ist.
Scherz und getroffen werden gehört zum menschlichen Alltag dazu. Die Persönlichkeit wird getroffen und stirbt. Wenn man das persönlich nimmt, hat man natürlich ein Problem. Das heisst aber nicht, dass Anstand und Harmlosigkeit nicht einzuhalten wären.
...
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Goethe - Ein wahres Schätzel; Alles für Alle

Beitrag  Simhanada Morahs am Do März 01 2018, 09:18

Vom hohen hohen Sternenrund
Bis nunter in tiefen Erdenrund,
Muss nichts so schön, so Liebes sein,
Als nur mein Schätzel allein!

* * *

Ja. Ist das nicht schön?
In seinem Schätzel kann man durchaus Gott/die Göttin sehen.
Das kann man aber auch in allem anderen.
Eine Wohltat ist ein wahres Schätzel allemal!
Wäre es nicht toll, wenn jedem Menschen einfach alles gegeben werden könnte, nach dem er natürlicherweise verlangt?
Das sollte die erste Priorität in der Menschheit sein. Gebt den Menschen (und allen anderen Leben) was sie brauchen! Das tut ja noch nicht einmal jemandem weh!! Es ist alles verrückt.
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Goethe - Eine wesentliche Instanz

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr März 02 2018, 13:55

Das Publikum, besonders das deutsche, ist eine 
närrische Karikatur des Demos. Es bildet sich 
wirklich ein, eine Art von Instanz, von Senat
auszumachen und im Leben und Lesen dieses
oder jenes wegvotieren zu können. Dagegen ist 
kein Mittel als ein stilles Ausharren.

* * *

Die Masse, der Pöbel, jede Gruppierung, jede Einzelperson ist durchaus eine ernstzunehmende Instanz, denn sie trägt einen Teil zum Ganzen bei. Nur wo der Boden bereitet ist, kann dann auch etwas runterkommen. Ist man auf der Seite des Gesetzes, ist man auch auf der Seite der Geduld. Das Gesetz wirkt ja durch jeden Einzelnen, man kann nur mit dem Gesetz im Anderen zusammenarbeiten, und dieses bringt sich zur rechten Zeit zum Ausdruck.

Was der Mensch sich einbildet ist zwar nichtig, es kann aber dennoch üble Zustände herbeizuführen. Deshalb ist zweifache Schulung wichtig.
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Goethe - Älter werden

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo März 05 2018, 09:28

Je älter man wird, desto mehr verschwindet
das Einzelne, die Seele gewöhnt sich an
Resultate und verliert darüber das Detail 
aus den Augen.

* * *

Das Konkrete. Das Abstrakte.
Sein wie Kinder, die Fähigkeit zu Glauben, im Jetzt.
Die Fähigkeit, das Einzelne wahrzunehmen, innerhalb des Ganzen.
Vom Detail zum Aspekt?
Oder vom Aspekt zum Detail.

Resultate. Materialismus?
Der Mensch hat die Pflicht, das Kind in sich zu bewahren. Wie soll Leben sonst gehen. Die Gesellschaft hat die Pflicht, das zu unterstützen und anzuerkennen.
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Goethe - Wasser

Beitrag  Simhanada Morahs am Do März 08 2018, 20:33

Der Rettende fasst an und klügelt nicht.

* * *

Zuschauen und dumme Sprüche machen, das ist Dualität, Verleugnung. Sieht nicht schön aus.
Der Rettende hat selbstredend den Opferwillen verwirklicht.

.

Vom Reinen lässt das Schicksal sich versöhnen,
Und alles löst sich auf im Guten und im
Schönen.

* * *

Punkt. Man kann auf die äusseren Differenzen schauen, oder man kann die Kontrolle an das Selbst, das in Allem lebt, abgeben. Dann ist es 'nur' noch eine Frage der Disziplin.

.

Dein stolzer Mund, der Sanftmut hingegeben,
Verkündet deines Wesens tiefste Ruh.

* * *

deines Wesens
.
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Goethe - Selbstprüfung

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr März 09 2018, 09:00

Jeder prüfe sich, und er wird finden, dass dies
viel schwerer sei, als man denken möchte.

* * *

Sich selbst zu prüfen ist schon schwierig. 
Erlauben hat eigentlich mit Leichtigkeit zu tun, aber um erlauben zu können muss man loslassen. Das Loslassen begreift die Persönlichkeit ja nicht so gut.
‚als man denken möchte‘ ... man möchte noch vieles denken, jedoch ist dieses allesamt belanglos. Es ist schlicht Illusion, eine Phantombild, nicht die Wirklichkeit. Der Edle verschreibt sich der Wirklichkeit.
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Goethe - Bruderschaft statt Konkurrenz

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo März 12 2018, 12:35

Wenn man statt des Problems ein anderes
hinsetzt, so denkt die gleichgültige Menge
schon, es wäre ihr geholfen.

* * *

Das ist das Problem. Dass nicht auf Logik geachtet wird. Logik bezieht alles mit ein, und wenn das nicht gegeben ist, kann kein Schuh draus werden. Das ist auch bei denkenden, cleveren Leuten zu beobachten. Das Problem ist a) Selbstgefälligkeit, man gibt sich mit einem Ergebnis zufrieden, weil es einem gefällt, und prüft nicht, ob es auch im Ganzen aufgeht. Das ist dann nicht Manas, sondern Kama-Manas. Das andere Problem ist, dass man tatsächlich gleichgültig ist, also gar nicht erst dahin kommt, eine Lösung zu fordern vor sich selbst. Unwissenheit, Gleichgültigkeit, Selbstgefälligkeit.
Wer die 'Menge' ausnutzt, weil er weiss, dass sie nicht so denkbegabt ist (Tamas) (obwohl es gute Menschen sind), der lädt sich sehr schlechtes Karma auf. Bruderschaft statt Konkurrenz.
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Goethe - Ordnung und Klarheit

Beitrag  Simhanada Morahs am Do März 15 2018, 11:05

Ordnung und Klarheit vermehrt die Lust
zu sparen und zu erwerben.

* * *

Sparen und Erwerben fällt in die Kategorie „Sinnvolle Lebensgestaltung“. Fluss. Tageswerk. Vertrauensvoller Umgang mit dem Innen/Aussen.

Erwerben in Ordnung und Klarheit dient ja dem Ganzen, bewegt etwas, weil es nicht an ein „ich“ gebunden ist. Erwerben aus Wunsch klebt ein bisschen, viel oder wenig, ist aber mit Sicherheit nicht frei. 

Der Oberbegriff muss natürlich Ordnung und Klarheit heissen, dann geht auch die allfällige Lust darin auf.

Ordnung basiert nicht auf Verstand, sondern auf Rhythmus. Muss man nicht verwechseln!
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