Goethe-Sprüche

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Goethe - Still und ernsthaft

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Jun 11 2018, 08:17

Eine stille, ernsthafte Frau ist übel daran mit
einem lustigen Manne. Ein ernsthafter Mann
nicht so mit einer lustigen Frau.

* * *

Es liegt dem Charakter der Frau mehr, lustig zu sein, als dem Mann.
Still und ernsthaft dürfen sich die Waage halten mit lustig.
Lustig ohne still und ernsthaft. Eher Oberflächlichkeit.
Still und ernsthaft ohne lustig. Kann trotzdem Herzensfreude sein.
Frau und Mann sind beide selbstverantwortlich.
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Goethe - Mass einhalten

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Jun 12 2018, 08:46

Willst du dir ein Mass bereiten,
Schaue, was den Edlen misst.

* * *

Ein Mass soll eine Einschränkung sein. Die Einschränkung basiert auf Selbstakzeptanz. Das Edle misst sich an Selbstaufgabe (zu einem höheren Zweck). Das Mass, das man sich bereitet, sollte aus dem Herzen kommen. Natürlich muss der Mensch bei den Vollkommenen schauen, bei der Göttlichkeit, was ein sinnvolles Mass ist. Bei seiner niederen Natur wird er es nicht finden.
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Goethe - Der Esel weiss wo’s langgeht

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Jun 14 2018, 12:41

Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg ...

* * *

Man tastet sich vorwärts.
In der Natur ist das Verfahren ja bekannt.
Aber der Mensch hat den Sinn für Grösse und Ordnung verloren.
Auch in der Wirtschaftswelt darf man zuerst das anerkennen, was ist, und nicht ohne Prüfen und Einbeziehen von Allem konflikterzeugende Regeln erlassen. Das ist doch primitivster menschlicher Anstand. Auch wenn es in einerFirma eine Hierarchie gibt, so hat man sich doch als Chef disqualifiziert, wenn man mit Gewalt Regeln erlässt, anstatt alle (auch wenn es nur grundsätzlich ist) miteinbezieht.
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Goethe - Verwickelung

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Jun 15 2018, 07:51

Gott hat den Menschen einfach gemacht,
aber wie er gewickelt wird und sich verwickelt,
ist schwer zu sagen.

* * *

Gott sieht für den Menschen ein Leben in Einfachheit und Freiheit.
Dafür müsste der Mensch nur hinhören.
Da der Mensch freie Wahl hat, und nur die wenigsten Menschen integriert und auch noch seelenkontrolliert sind, ist menschliches Benehmen vorauszusagen, sehr schwierig. Der Mensch kann von allem möglichen bestimmt werden. Und auch wenn etwas gut aussieht, kann es aus unerfindlichen Gründen anders kommen. Der Plan lässt sich nicht aufhalten. Aber der Mensch kann sich verstricken.
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Goethe - Gleichartig

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Jun 18 2018, 20:24

Es gibt Menschen, die ihr Gleiches lieben und
aufsuchen, und wieder solche, die ihr
Gegenteil lieben und diesem nachgehen.

* * *

Etwas, womit man keine Gemeinsamkeit hat, kann man nicht wahrnehmen.
Letztlich sind wir alle gleichartig. Synthese.

Was auch immer man tut, man erkennt sich selbst im Anderen.
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Goethe - Einschränkung

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Jun 18 2018, 20:35

Wie eingeschränkt ist der Mensch bald an
Verstand, bald an Kraft, bald an Gewalt, bald an
Willen.

* * *

Der Abstieg in die Materie und die Rückkehr zum Geist.
Alles Irdische zu verlieren gehört zur menschlichen Erfahrung. Leben und Tod.
Der, der man wirklich ist, erkennen.

In diese Welt geboren zu sein kann man durchaus als Einschränkung sehen.
Aber was auch immer jemand erfährt, es dient dem Wachstum (des Ganzen).
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Goethe - Reine Menschlichkeit

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Jun 20 2018, 08:50

Alle menschlichen Gebrechen
Sühnet reine Menschlichkeit.

* * *

Reine Menschlichkeit.
Ist Selbstakzeptanz.
Und Liebe, zu Allem was ist.
Reine Menschlichkeit ist Hilfsbereitschaft, weil Mensch sein heisst, einander zu helfen.
Reine Menschlichkeit schlummert in jedem Menschen, und ist das, was die Herzen der Menschen schmelzen lässt.
Man kann im Sinne von reiner Menschlichkeit denken, oder im Sinne von Schuld, aber beides gleichzeitig geht nicht.
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Goethe - Bildung

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Jun 20 2018, 08:51

Kein Mensch kann keine Faser seines Wesens
ändern,
ob er gleich vieles an sich bilden kann.

* * *

Bilden, gestalten, umbilden, neu formen.
Eine Faser seines Wesens (oder von Anderen) ändern zu wollen wäre ein Schwerverbrechen. Man arbeitet mit dem was man hat, harmlos.
Bilden betrifft wohl mehr die Formseite des Menschen, von daher ist der Begriff bilden, gestalten zutreffend.
Man könnte auch den Begriff Bildung nehmen, in dem Sinne dass sich der Mensch verfeinert, indem er sich höherem Wissen unterstellt. Die Folge ist dann auch eine Umbildung seiner Körper.
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Goethe - Um der Sache Willen

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Jun 21 2018, 07:59

Kaum hatt ich mich in die Welt gespielt
Und fing an aufzutauchen,
Als man mich schon so vornehm hielt,
Mich zu missbrauchen.

* * *

Das Rechte tun um der Sache Willen.
Ohne Abhängigkeiten, ohne Ziele, ohne Intrigen.
Die Intrigen, selbstsüchtige bewusste oder unbewusste Motive machen das Leben auf Erden zur Hölle, ohne dass es was bringen würde.
Nicht fragen, was kann ich erhalten.
Fragen, was kann ich geben.
Gesundes Geben, dort wo man kann.
Freiheit kann es nur dort geben, wo man fragt, was kann ich geben. Wie will man auch sonst positive Energie verwirklichen.
Andere Menschen für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Da kann man sich nur gruseln.
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Goethe - Mittel zum Zweck

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Jun 22 2018, 07:58

... wie schwer, den Zweck zu wollen und die
Mittel nicht zu verschmähen.

* * *

Der Weg ist das Ziel.
Es gibt zwar ein Ziel, aber ohne die Erfahrung des Weges könnte man es nicht erreichen.
verschmähen, nicht verschmähen; der Mensch handelt nach Befindlichkeiten. Entsprechend seiner Mondnatur.
Zweck und Mittel wollen beide gewürdigt werden. Nicht strategisches Denken.
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Goethe - Wahre Neigung

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Aug 21 2018, 10:28

Wahre Neigung vollendet sogleich zum
Manne den Jüngling.

* * *

zum Manne ist ein Ideal.
Ein Edelmann.
Ein Mann edlen Gemüts.
zu unterschiedlichen Zeiten 'denken' die Menschen unterschiedlich

Wahre Neigung bedeutet erstmal eine gewisse Nüchternheit, was das Leben betrifft, und was Pflicht betrifft. Es bedeutet auch, (s)einen Platz im Ganzen einzunehmen, ohne nach links oder rechts auszuschlenkern.

Ein Jüngling bringt viel Energie, und eine Freude an der Wahrheit kann diese in gute Bahnen leiten.

zum Manne, ein Mann, ist man ja mehr in einem gesellschaftlichen Kontext. In sich selbst ist der Mensch weder Mann noch Frau. Das sind alles nur Rollen, gesellschaftliche Konventionen. 'zum Manne' kann man also auch spielen, man muss es nicht wirklich sein. Man kann seine Rolle erfüllen, aber man muss sie nicht sein. Es ist doch gerade sehr einengend, einen Menschen auf solch eine Rolle reduzieren zu wollen.

Wahre Neigung bedeutet vor allem, dass man niemals mit der Wahrheitssuche aufhört. Es bedeutet, dass man niemals stillsteht, und sich mehr oder minder kümmert.
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Goethe - Ein Leuchtfeuer

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Aug 22 2018, 07:50

Im Zimmer wie im hohen Saal
Hört keiner je sich satt:
Denn man erfährt zum ersten Mal,
Warum man Ohren hat.

* * *

Man hat Ohren um zu hören.
Hören ist ein Empfangen.
Empfangen und innere Loslösung.
Die Engelchöre, die Berührung der Meister und Götter sind für den Menschen sehr heilsam.
Der Mensch kann selber entscheiden, wem er Aufmerksamkeit schenkt, und woran er sich satt sieht.
Es ist immer am Vorteilhaftesten sich an Gott satt zu sehen, so kann man dann auch die Geschenke auf Erden verteilen.

Leidenschaften gibt es zahllose auf Erden, die Aspiration ist seltener. Einer mit Aspiration ist automatisch ein Leuchtfeuer für die restliche Menschheit/Schöpfung.
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Goethe - Original

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Aug 23 2018, 07:57

Was an uns Original ist, wird am besten
erhalten und belobt, wenn wir unsere
Altvorderen nicht aus den Augen verlieren.

* * *

Die Altvorderen
Die Altvorderen sind solche, die mit gutem Beispiel vorangegangen sind.
Die Altvorderen drücken immer ein Ideal, eine Idee aus. Verkörpern sie gar. Symbol.
Die Altvorderen haben immer mit dem Zeitgeist zu tun.
Was also schon verwirklicht wurde in der menschlichen Geschichte, darauf wird aufgebaut. Stück für Stück. So gesehen sind wir recht limitiert, weil wir nur an diesem ganz bestimmten Punkt in Raum und Zeit existieren, unter diesen ganz bestimmten Umständen
Was ist an uns Original?
Damit ist vielleicht eine bestimmte Gedankenform gemeint.
Es kann auch Jungfräulichkeit sein.
Allgemein ist es das, was von Innen nach Aussen kommt. Und dieses möchte in einen Kontext der von Aussen kommt gebracht werden. Von Innen nach Aussen gehen und zurück.
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Goethe - Verantwortung

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Aug 24 2018, 07:52

Es schläft sich, isst sich, trinkt sich und liebt
sich auch wohl an jedem Orte Gottes
wie am andern ...

* * *

Ein Ort Gottes ist ein Ort, wo das göttliche Licht hindurchstrahlt.
Das ist ein innerer Ort.
Der Ort kann natürlich auch ins Aussen scheinen.

Als Mensch ist die Frage, ob man sich von seinen Limitierungen befreien kann, um das göttliche Licht zu empfangen.
Wenn man sich in weltlicher Aktivität ergibt/erschöpft, mag man vielleicht an einem Orte Gottes vorbeikommen, aber man wird ihn nicht erkennen. Wie es ja so schön heisst, Gott ist immer bei dir. Es liegt auf der menschlichen Seite ob man die Tür aufmacht oder nicht. Der Mensch hat eine Verantwortung, durch sein Mensch-Sein bedingt, die ihm niemand abnehmen kann. Der Mensch hat Zeit bis er diese Verantwortung von sich aus erfüllt, aber wenn Gott einem diese Abnehmen würde, wäre man nicht mehr Mensch... Der Mensch als Persönlichkeit stirbt einfach, daran kann nicht wirklich etwas aufgehängt werden.
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Goethe - Gehorche Gott mehr als dem Menschen

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Aug 27 2018, 22:05

Was soll mir euer Hohn
Über das All und Eine?
Der Professor ist eine Person,
Gott ist keine.

* * *

Gott ist keine Person?
Man weiss es nicht, ob Gott auf seiner eigenen Ebene eine Person ist.
Für uns, für die Schöpfung, ist Gott auf jeden Fall letztlich unfassbar.
Das Hin und Her der Persönlichkeitsebene, das, worin sich die Menschheit momentan aufreibt...

Wenn der Mensch sich mit Gott befasst, ist es hilfreich, sich zuerst zu vergegenwärtigen, was die eigene Position im Universum ist. Der Mensch ist ein Mittler zwischen oben und unten und nicht der grosse Logos. Wenn man sich mit Gott befasst, ist es ratsam, sich zu vergegenwärtigen, dass alles was sich der Mensch an Formen und Gedanken aus kama-manasischer Materie baut, eben genau das sind. Der Mensch kann über den mystischen oder okkulten Weg zu Gott "kommen". Das was der Mensch davor und danach über das Göttliche denkt, ist eine ganz andere Sache. Urteile, Vorstellungen, Verblendungen, gar Fanatismus. Die Reife eines Menschen kann auch daran gemessen werden, ob er sich lieber mit solchen Vorstellungen und Gedanken beschäftigt, die mehr oder weniger auf seiner Persönlichkeit beruhen, oder ob er es schafft, Gott und SEINEN Vorstellungen den Vorrang zu geben. So etwas wie Wertung ist dann ganz und gar unmöglich.
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Goethe - Gewissenhafteste Ausübung

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Aug 28 2018, 11:10

Von drückenden Pflichten kann uns nur die
gewissenhafteste Ausübung befreien ...

* * *

Korrekt.
Man strebt also gegen den "inneren Schweinehund". Ohne sich Gewalt anzutun.
Heutzutage ist es ja "Mode", den Weg des geringsten Widerstandes zu suchen. Wenn eine Pflicht drückt, darf man sich nur umso mehr in Achtsamkeit an dieser Stelle üben. Meist zeigt sich dann etwas ganz anderes.

Nicht nur nach bestem Wissen und Gewissen Handeln,
sondern auch so "langsam", dass man die inneren Entsprechungen dabei erkennen kann.
Wobei langsam sich mehr auf das innere Gewahrsein und nicht auf das äussere Handeln bezieht.

Gewissenhafteste Ausübung ist also sehr nahe an der Leidenschaftslosigkeit gebaut. Nur leidenschaftslos kann man eine Pflicht sauber und ohne Verzerrung ausüben. Deshalb sind die meisten von Menschen erbauten Formen sehr mangelhaft bis ein bisschen mangelhaft. Das beinhaltet auch viele von Jüngern und Eingeweihten erbauten Formen. Da kann die Menschheit doch froh sein um das Gesetz der Auflösung. Sonst wäre sie längst kläglich erstickt.
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Goethe - Philosophieren (in Gesellschaft)

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Aug 30 2018, 19:53

Philosophieren in der Gesellschaft heisst, sich
über unauflösliche Probleme lebhaft
unterhalten.

* * *

Wenn man es nicht mit unauflöslichen Problemen zu tun hat, braucht man Philosophie auch nicht anzufassen. Das wäre dann nämlich "Hirnwixxen".
Hirnwixxen ist nicht Philosophie.

Philosophieren heisst auch, dem, was nicht ausgedrückt werden kann, einen Ausdruck geben.

Philosophieren in Gesellschaft heisst, sich zur Sache sprechend über einen "Gegenstand", was auch immer der sein mag, zu unterhalten. Man gibt dem unauflöslichen Problem also einen Raum, damit es danach vielleicht plötzlich nicht mehr unauflöslich ist, ohne dass jemand etwas davon bemerkt hätte!

Selbstverständlich hat Philosophie mit intellektuellem Wissen überhaupt nichts zu tun.
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Goethe - Poesie

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Aug 31 2018, 09:09

Poesie deutet auf die Geheimnisse der Natur und
sucht sie durchs Bild zu lösen ...

* * *

Die Geheimnisse der Natur.
Im Herzen hört man sie flüstern.
Dem Stillen werden sie anvertraut.
Poesie ist, oder kann sein, eine Huldigung, eine Ehrerweisung, ein Gebet, eine Verehrung.

Poesie hat viel mit sich Zeit nehmen zu tun. Etwas, das in dieser Kultur mangelt.

Auch aufs Bild gemalte Poesie muss der Betrachter erst empfangen. Das kann ihm niemand abnehmen.
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Goethe - Der Poet

Beitrag  Simhanada Morahs am Sa Sep 01 2018, 10:39

Das Publikum lernt niemals begreifen, dass der
wahre Poet eigentlich doch nur, als verkappter
Bussprediger, das Verderbliche der Tat, das
Gefährliche der Gesinnung an den Folgen
nachzuweisen trachtet.

* * *

Poesie macht also die Welt zu einem besseren Ort.
Die Menschen möchten ja entweder erzogen werden,
oder sie möchten lernen, sich selbst zu erziehen.
Wenn man sich nicht erziehen lassen will, muss man bemüht sein, sich selbst zu erziehen. Der Mensch hat quasi diese beiden Wahlen, sich erziehen zu lassen oder sich selbst zu erziehen. Sich selbst erziehen geht wiederum nicht im Sinne von einer getrennten Person, die sich selbst erzieht, sondern es heisst einfach nur, dass man den Spannungspunkt hält, und so die "Kontrolle" bei einem selbst ist. Erzogen wird man selbstredend von allem möglichen jederzeit. Daran scheint die westliche Perspektive zu scheitern.

Der wahre Poet bringt etwas Wahres in die Welt.
Oder er wirtschaftet durch sein Poet sein etwas auf.
Das Publikum damals ist auch nicht mehr dasselbe Publikum wie das Publikum heute.
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Goethe - Der Pöbel

Beitrag  Simhanada Morahs am So Sep 02 2018, 11:05

Man kann dem Publikum keine grössere Achtung
bezeigen, als indem man es nicht wie Pöbel
behandelt.

* * *

Das Publikum wie Pöbel zu behandeln, heisst selbst Pöbel sein.

Einer, der den Pöbel regiert, ist selbst nicht Pöbel, aber er wird dem Pöbel auch nicht vorwerfen, Pöbel zu sein. Er ist dann in seiner Regierungsfunktion tätig, und hat für solchen Krimskrams gar keine Zeit, geschweige denn Interesse daran.

Für den Umgang mit dem Pöbel gilt ja, sich nicht darauf einlassen, "Heilung" dazu innerlich machen. Das gilt auch für jegliche "Scheisse", die einem im Leben begegnen mag. Sich einfach nicht drauf einlassen, das innere Gesetz um Hilfe anrufen, und sich dann allenfalls stundenlang totlachen.

Es ist so, dass Pöbel gar nicht Publikum sein kann. Wenn der Pöbel doch mal Publikum ist, dann ist er in dem Moment nicht Pöbel. Auch solche Typen sind dann belehrbar, vielleicht nicht im Intellekt, aber es macht dann anderswo Klick.
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Goethe - Der Rat verständiger Freunde

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Sep 03 2018, 07:56

Höret den Rat verständiger Freunde,
das hilft euch am besten.

* * *

Was ist ein Freund?
Was ist ein verständiger Freund?

Ein echter verständiger Freund sieht tief in die Problematiken von Jemandem hinein, und gibt dann einen nüchternen, hilfreichen Rat, getragen von der Energie der freundschaftlichen Liebe.
Was ist ein echter Freund?
Im Sinne von Egoismus (was Persönlichkeitsbegehren letztlich sind), ist echte Freundschaft nicht möglich.
Innerlich sind Alle Teil des Einen Lebens. Wer das in Frage stellt ist garantiert einen Kopf kürzer. Er hat sich dann seines eigenen Lebens beraubt. Es steht geschrieben, die Menschheit lernt durch Schmerzen.

Auf einen Rat hören muss man letztlich immer selbst. Das kann ja niemand für dich tun. Jeder trifft selbst täglich sehr viele Entscheidungen, die dann die Gesamtrichtung bestimmen.
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Goethe - Reichtum, Fallstricke, Mangel und Fülle

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Sep 04 2018, 07:57

So sind am härtsten wir gequält:
Im Reichtum fühlend, was uns fehlt.

* * *

Im Reichtum.
Gegen äusseren, materiellen Reichtum ist grundsätzlich nichts einzuwenden, abgesehen davon, dass es leichter ist, sich geistig zu entwickeln, wenn man nicht von zu vielen materiellen Verführungsmöglichkeiten umgeben ist. König Salomon konnte ja in vollem äusserem Reichtum leben, ohne davon spirituell beeinträchtigt zu werden.

Fühlen, was uns fehlt, ist gut. Man empfängt den Mangel im Gefühl, und erlaubt, dass sich alles in Liebe auflöst. Einen anderen Weg gibt es nicht.

Das was der Mensch als Reichtum sieht, basiert auf seinen Vorstellungen und Werten. Da mag durchaus Sinnvolles drunter sein (und ist es auch), wenn jedoch der Mensch vergisst, dass man wahren Reichtum, in dem einem nichts fehlt, ein Geschenk des Himmels ist, das man nicht besitzen oder verwerten kann, dann wird er immer Mangel erfahren. Den Reichtum im Innen finden und nach Aussen tragen, statt umgekehrt.

Der Mensch erfährt sich nur als gequält, damit er einen Beweggrund hat.
Damit er sich kümmert, sich bewegt, sucht, fragt, findet.

Der Mensch tut gut daran, seinen Besitz loszulassen, denn vergänglich ist er sowieso, und sich daran festzuhalten wird das Seelenheil kaum fördern.
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Goethe - Unendliche Geduld

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Sep 05 2018, 09:39

Wer Schauspieler bilden will,
muss unendliche Geduld haben.

* * *

In dem Falle ist der Schauspieler ein Tor.
Bis ein Schauspieler, einer der eine Rolle spielt, seine Rolle, seine Torheit erkennt, kann es dauern.
Das hat viele Faktoren, und das Universum 'wartet' tatsächlich mit scheinbar unendlicher Geduld, bis die Menschen, bis die Menschheit seine eigene Torheit erkennt. Bis die Menschheit erkennt, was für ein absurdes Spiel sie auf der Erde "aufführt". Die Erdenmenschheit mag durch Schmerz und Leid vorangetrieben werden, aber innerhalb der vom Logos etc. gesetzten Grenzen könnte sich die Menschheit ja (mehr) oder weniger bescheuert benehmen.

Unendliche Geduld ist die Qualität, die Energie des Christus. Wenn die Menschheit nur wüsste...wie unendlich gesegnet sie ist.

Im einzelnen Menschen wirkt sich das als Gleichmut aus. Frieden.

Es ist ein guter Rat, daran zu arbeiten, mit grundsätzlicher unendlicher Geduld auch an das äussere konkrete Leben heranzugehen. Mit allem was das äussere Leben beinhaltet. Das ist der Weg zum Frieden. Die Verwirklichung mag tausende Jahre dauern. Unendliche Geduld ist selbstredend gescheitert, wenn man einen Anspruch, eine Erwartung an die Erscheinungswelt stellt.
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Goethe - Schicksale...

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Sep 06 2018, 08:01

Alle Menschen, die nebeneinander leben,
erfahren ähnliche Schicksale, und was dem
Einzelnen begegnet, kann als Symbol für
Tausende gelten.

* * *

Die Erfahrung des Einzelnen, kann doch sehr stark verschieden sein, verglichen zum Nächsten.
Aber die menschliche Erfahrung bewegt sich doch in denselben Prinzipien. Gier ist Gier und Hass ist Hass usw.

Natürlich erfahren die Menschen ähnliche Schicksale, es heisst ja nicht umsonst EINE Menschheit. Es tun zwar "alle" so, als wären sie voneinander getrennt...

Der Einzelne kann ein Symbol für einen kollektiven Kontext sein.
Was das heisst, für den Einzelnen.
Was das heisst, für das Kollektiv.

"Was dem Einzelnen begegnet, kann als Symbol für Tausende gelten".
Das ist doch genau eine Aussage unter Einbeziehung der Tatsache, dass alle Menschen eins sind, und von der inneren Ebene aus die Wahrnehmung teilen. Eine Seele käme ja nie auf die Idee zu sagen "Nein, das ist meins, das ist meine Wahrnehmung, das teile ich mit niemandem".
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Goethe - Tapferkeit und List

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Sep 07 2018, 08:08

Zum Leben braucht's nicht just, dass man so
tapfer ist.
Man kommt auch durch die Welt mit
Schleichen und mit List.

* * *

Maitreya kommt wie ein Dieb in der Nacht.

Schleichen und (List) heisst dass man gut acht gibt. Vorsichtig ist.
An Sich ist das doch eine willkommene Qualität.

Durch die Welt kommen. Sich irgendwie durchs Leben schlagen. Jeder kommt irgendwie von Geburt bis zum Tod. Es ist die Wahl von jedem Einzelnen, was er daraus macht. So hat es Gott gemacht. Der Mensch könnte sich daran ein Vorbild nehmen. Gott gibt dem Mensch einen freien Willen, damit dieser sein tiefstes Herz erreichen kann, und von dort freiwillig mitmacht. Überlegen, was hätte Gott für eine Gesellschaft 'gewünscht'.

Tapferkeit hat etwas Königliches. Der standhafte Ritter in strahlender Rüstung.
Schleichen und List kann natürlich auch sein, dass man sich aus jeder Verantwortung stehlen möchte.

Ein listiger Mensch ist sehr im Detail. List ist zwar eine Intelligenzart. List kann aber nicht wirklich zur Tugend werden.

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Goethe - Schönheit und der willkommene Gast

Beitrag  Simhanada Morahs am Sa Sep 08 2018, 11:31

Schönheit ist überall ein gar willkommener Gast.

* * *

Schönheit bereichert das Herz.
Schönheit ist inhärent gut.
Schönheit verwirklichen.
Schönheit, ein Ausdruck des Göttlichen.
Schönheit ist sehr sehr wichtig im Leben, den Schönheit ist Freude.
Man kann die eigenen Gedanken, Ideen, und alles was man in sich hat, an der Schönheit messen. Ist das schön? Sich fragen, ist das Schönheit.
Schönheit in Reinheit.

Ein Gast kann aus verschiedensten Gründen willkommen sein.
Es kann auch sein, dass man den Gast, ob bewusst oder unbewusst, nur ausbeuten möchte.
Darum respektiert man sich gegenseitig. Man ist achtsam.
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Goethe - Karmische Schulden

Beitrag  Simhanada Morahs am So Sep 09 2018, 21:02

Was bringt in Schulden? Harren und Dulden!

* * *

Eine karmische Schuld.
Der Ausgleich.
Man kann dem Karma nicht aus dem Weg gehen. Es sind Grenzen, die einem gesetzt werden, ob man will oder nicht.

'Der Mensch' möchte ja immer dies und das haben.
Solange er diesem Energie gibt, wird er in diesem Kreislauf gefangen sein.
Wer immer dies oder das haben möchte (so nobel die Beweggründe auch sein mögen), kann den Kopf gar nicht frei haben.
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Goethe - Frieden

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Sep 10 2018, 07:50

Es ist die Eigenschaft der menschlichen Seele,
dass sie sich dann am schnellsten erhebt,
wenn sie am stärksten niedergedrückt wird.

* * *

'Schicksalschläge', was auch immer es sein mag, bringen oft näher zu Gott.
Wenn man bereit ist, den Weg zu gehen.
Es kann auch sein, dass derjenige den Halt verliert, und sich nicht so gut erheben kann.

Gott ist ja immer bei einem, auch in den schlimmsten Momenten. In gewissen Leben schlägt das Pendel mehr aus als in anderen. Den Ausgleich gibt es immer, weil es so ist.

Gott hilft jedem, der um Hilfe bittet. Wichtig ist also, dass eine niedergedrückte Seele um Hilfe bittet, sie annimmt, und 'aushält', was es auszuhalten gibt. Wenn man dann nicht 'ausschert' können sich so die Dinge auch auflösen. Dem Ego macht das natürlich keine Freude, soviel ist klar.
Die Lösung, die sich das Ego wünscht, gibt es nicht. Wenn das Ego sich eine Lösung 'herbeizaubert', ist das nur ein weiterer vergänglicher Zustand. Kein Frieden.
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Goethe - Sehnsucht und Verlangen

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Sep 11 2018, 07:59

Sehnsucht aber und Verlangen
Hebt vom Boden in die Höh.

* * *

Sehnsucht und Verlangen sind immer der Anfang.
Was getrennt ist, sehnt sich nach Einheit.
Ob Kaffee und Kuchen, Freundschaft, Liebe, Gott.
Als Mensch wird man ewiglich angetrieben, Einssein zu suchen und zu finden.

Ja, die Sehnsucht kann Menschen zu Bestleistungen anspornen.

Die Aufgabe als Mensch ist es dann, die Sehnsucht und das Verlangen immer mehr zu verfeinern, zu veredeln.
Wenn sich der Sturm legt, zeigt sich ja vielleicht auch noch etwas anderes, ruhigeres.

Verlangen ist ein zweischneidiges Schwert. Verlangen ist mehr auf Besitzen aus.
Sehnsucht ist mehr eine Angelegenheit des Herzens.
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Goethe - Gönnertum

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Sep 12 2018, 08:01

Und das grobe Selbstempfinden
Haben Leute hart gescholten,
Die am wenigsten verwinden,
Wenn die andern was gegolten.

* * *

Mögen Alle Lebewesen, in Allen Welten, glücklich sein (buddhistisches Sprichwort).
Wer den Anderen etwas zugesteht, gesteht es auch sich selbst zu. Das ist viel effektiver, als es sich für sich selbst zu wünschen.

Eifersucht. Und Vorwürfe. Nichts, was die Welt nicht schon gesehen hätte.
Der Mensch hat die Aufgabe, sich zu veredeln. Man findet sich dort vor, wo man sich vorfindet, und veredelt sich dann. Erlauben, Empfinden, Erlauben, Empfinden.

Wer die Welt nicht als seinen Spiegel betrachtet (im Glauben), der spaltet sich selbst.

Man wirft den anderen nicht etwas vor.
Punkt.
Man kann Themen besprechen, das hat aber eine ganz andere Qualität.
Es müssen sich auf der Welt ja nicht alle gegenseitig an die Gurgel. Sich und den Anderen den Raum geben, den sie brauchen.
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Goethe - Sinnliche Wahrnehmung

Beitrag  Simhanada Morahs am Do Sep 13 2018, 08:01

Der Mensch ist genugsam ausgestattet zu allen
wahren irdischen Bedürfnissen, wenn er
seinen Sinnen traut und sie dergestalt ausbildet,
dass sie des Vertrauens wert bleiben.

* * *

Was ist ein wahres irdisches Bedürfnis?
Selbstlose Liebe

Den Sinnen Vertrauen
Die Sinne, die der Mensch hat, möchten voll ausgebildet werden, möchten dass sie voll aktiviert werden.
Man kann aber seinen Sinnen nur "vertrauen", wenn man sich nicht von ihnen beherrschen lässt.
Es ist für die Sine sehr leicht, sich in etwas zu verlieren.
Man lässt sich also nicht von der sinnlichen Wahrnehmung beherrschen.
Sinnliche Wahrnehmung ist Natur.
Irdische Bedürfnisse müssen gewürdigt werden, die Art wie man sie 'befriedigt' kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Ein irdischen Bedürfnis muss 'gewürdigt' werden, weil man ansonsten auch gar nicht fähig wäre, es loszulassen. Integration statt Ausgrenzung.
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Goethe - Reim und Fleiss

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Sep 14 2018, 09:36

Alles verdienet Reim und Fleiss,
Wenn man es recht zu sondern weiss.

* * *

Sondern
Die Fähigkeit zu Unterscheiden, ohne Auszugrenzen.
Die Mentalebene ist in unserer Menschheit eine Ebene der Spaltung, Teilung.
Gedanken pflegen, die für alle(s) vorteilhaft sind, die integrativ sind. Dem Gedanken folgt Energie.

Fleiss
Eine (in unserer Gesellschaft) oft ziemlich missverstandene Qualität.
Fleiss geht Hand in Hand mit innerer Gelassenheit.

Fleiss heisst nicht Unterdrückung. Blindes, wahnsinniges organisieren 'arbeiten'. Fleiss heisst nicht Stress.

Fleiss heisst, dass man sich stetig kümmert, und nichts unter den Tisch fallen lässt. Diese Art Fleiss bringt eine gewisse psychologische Sicherheit mit sich. Das heisst nicht, dass man nicht überfordert werden kann (man wird mit ziemlicher Sicherheit immer wieder überfordert werden), aber es heisst, dass man diese Krisen ohne grösseren 'Ausfall' übersteht.
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Goethe - Die Sonne scheint auf Jedermanns Haupt, wer hat es bemerkt?

Beitrag  Simhanada Morahs am Sa Sep 15 2018, 18:49

Wo wir uns der Sonne freuen,
Sind wir jede Sorge los.

* * *

Sich der Sonne freuen.
Im Herzen.
Die Sonne im Herzen erfahren.
Die Sonne im Herzen empfangen.
Das Licht, die Liebe der Sonne im Herzen empfangen.
Die Menschen sind ein Transformationspunkt dieser reinen Schwingung der Liebe und unendlichen Freude, wie sie ein menschlicher Verstand unmöglich fassen kann.

Warum sind wir dann jede Sorge los?
Weil wer seine Aufmerksamkeit der Seele, der Sonne schenkt keine Zeit mehr hat für die "Probleme", der er ansonsten als Persönlichkeit hegt und pflegt.
Sie können auch regelrecht hinweggebrannt werden.

Das beweist auch wieder einmal die WICHTIGKEIT der Einfachheit. Ein einzelner Sonnenstrahl kann alle Sorgen hinwegfegen. Einfacher könnte es nicht sein, doch braucht man einen Geist der Einfachheit um ihn zu empfangen.
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Goethe - Konfliktgeschmeidigkeit

Beitrag  Simhanada Morahs am So Sep 16 2018, 09:45

Diejenigen, welche widersprechen und streiten,
sollten mitunter bedenken, dass nicht jede
Sprache jedem verständlich sei.

* * *

Widersprechen und Streiten.
Aus welchem Grund?
In 9 von 10 Fällen ist es ein gekränktes Ego, oder eine andere beliebige Ego-Reaktion.
Gibt es im Himmel Streit?
In einer höher entwickelten Zivilisation sind die Grundsätze der Harmlosigkeit und Zusammenarbeit so banal wie bei uns das 1x1.

Weil jeder eine andere Sprache spricht, bringt es auch nicht viel zu streiten. Man kommt dann nur in Gefilde von Unterwerfung, weder dem Unterworfenen noch dem Unterwerfenden bringt das wirklich etwas. Will man das?

Es braucht also eine ganz neue Art, Herangehensweise mit Konflikten umzugehen.
An dieser Stelle ist des Ausspruch von Maitreya, dass die alten Wege nicht mehr funktionieren, nur allzu wahr.
Auf äusserst tragische Art und Weise.
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Goethe - eine gute Gesellschaft

Beitrag  Simhanada Morahs am Mo Sep 17 2018, 08:00

... allein wer zu vielen sprechen will, muss sich
zu mässigen wissen, wie man es in jeder
guten Gesellschaft tut.

* * *

zu vielen sprechen wollen
Warum solle man zu vielen sprechen wollen, wollen? Selbstverherrlichung? Wenn man ein Amt, einen Auftrag hat, kann man das machen. Ansonsten...

Sich zu mässigen wissen.
Das heisst nicht nur sich zu mässigen, sondern zu wissen, wie und wann man sich zu mässigen hat. das ist ein grosser Unterschied. Wille und Liebe.

jeder guten Gesellschaft
Was ist eine gute Gesellschaft? Ohne Disziplin und Tugendhaftigkeit keine gute Gesellschaft.

Sich zu mässigen, ist eigentlich das normalste in der Welt. Jeder anständige Bürger macht das. Das 'die wilde Sau rauslassen' wie das heute so oft geschieht, ist eigentlich eine Abnormität. Unwissenheit ist das Problem.
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Goethe - Richtungen und Weisungen

Beitrag  Simhanada Morahs am Di Sep 18 2018, 07:59

Aber man muss wissen, wo man steht und
wohin die anderen wollen.

* * *

Das Leben ist dynamisch.
Es bewegt sich ständig, nichts ist 'sicher'.
Man muss schon wissen, wo man hin will, und wo man nicht hin will.
Man muss sich schon einen Grundsatz oder einen Willen geben, und den pflegen.
Wenn die Anderen nicht in die gleiche Richtung gehen, dann geht man halt nicht mit. Punkt.
Man muss sich an die eigenen Grundsätze halten wollen, weil die Welt wird es nicht für dich tun.
Über die Moralität der bewusst oder unbewusst gewählten Grundsätze muss an dieser Stelle nicht gesprochen werden. Das muss jeder mit seinem Herzen ausmachen.
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Goethe - Der Pfad zu Gott ist schmal...

Beitrag  Simhanada Morahs am Mi Sep 19 2018, 08:00

Da soll nun Stern zu Sterne deutend winken,
Ob dieses oder jenes wohlgetan;
Dem Irrtum leuchten zur verworrnen Bahn
Gestirne falsch, die noch so herrlich blinken.

* * *

Kategorie: Spiegelkabinett. Projektionen. Wunschvorstellungen.
Gott ist unmittelbar und direkt. Und er schätzt es auch, wenn die Menschen die Dinge nicht unnötig verkomplizieren, verdrehen, wenden, irgendetwas daraus machen, usw.
Mit dem Affenverstand kann man das Universum nicht begreifen, das ist nur möglich mit dem Bewusstsein.

Wie dem auch sei, vielleicht will man als Mensch (Göttlichkeit als Mensch) ja gerade die Erfahrung des Verdreht Seins einmal gemacht haben. Vielleicht kommt man ja gerade dafür mal auf die Erde.

Wenn die Sterne noch so herrlich blinken... bis man als Kollektiv diese Verblendung/Illusion überwunden hat, wird es wohl noch lange dauern.
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Goethe - ...

Beitrag  Simhanada Morahs am Fr Sep 21 2018, 07:22

Zu strenge Fordrung ist verborgender Stolz.

* * *

Fordern?
Geben!

Zu strenge Forderung an sich selbst... Hass? Brutalität? Was sagt das innere Kind dazu? Die Menschheit ist super darin, sich selbst zu versklaven. Was natürlich aus diesem entspringt ist genau das Gegenteil, genau das Gegenteil von dem was man "eigentlich wollte". Was beweist uns das? Der Mensch ist ein komplexes Wesen, und möchte in all seinen Anteilen wahr- und angenommen werden. Selbst-Integration. Auch die 'niederen' Anteile. Man muss diese ja integrieren, man kann sie nicht unterdrücken, abspalten oder sonst etwas. Die wahre 'Religion' der Liebe.

Die verschiedenen Aspekte müssen zusammenkommen... nicht sich trennen. Da wird man ja wahnsinnig hier, auf diesem Planeten.
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Goethe - Gegen den Strom..

Beitrag  Simhanada Morahs am Sa Sep 22 2018, 08:50

Ich weiss es aus eigener Erfahrung, was das für
eine schwere Sache ist, gegen den Strom
zu schwimmen.

* * *

Gegen den Strom schwimmen?
Oder gegen den Strom kämpfen?
Innerlich Protestant sein.

Aus eigener Erfahrung.
.
Kein Wunder wird in den Schriften eine eher zurückgezogene Lebensweise empfohlen.
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Goethe - Problemlösung

Beitrag  Simhanada Morahs am So Sep 23 2018, 11:03

Wenn etwas ins Stocken gerät, so weiss man
immer nicht, ob die Schuld an uns oder
an der Sache liegt.

* * *

So klar kann man die Sache und selbst vielleicht gar nicht trennen.
Wenn es keine Übereinstimmung mit der Sache und selbst gäbe, könnte man die Sache ja gar nicht wahrnehmen.
Man löst ganz einfach das Problem.
.
Fingerzeigen hat noch nie etwas gebracht (ausser LEID).

Tamas Rajas Sattva
Ins Stocken geraten...
Sind doch alles nur Geisteszustände.

Was kann man tun, wenn man mit einer Situation konfrontiert ist, wo 'die Sache ins Stocken geraten ist'?
Man kann ins Ego gehen, einen Schuldigen suchen, viel Lärm machen, wild hin- und herschiessen...
Oder man kann sich vergegenwärtigen, ich weiss es nicht (weil im Verstand ist es garantiert nicht), und dann erlauben, was auch immer dann folgt.
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