Bhagavad Gita

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Bhagavad Gita

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 04 2016, 00:54

Alles auf Anfang - BG 4:11

Bhagavad Gita 4:11

Yogananda:
O Partha (Arjuna)! Ich offenbare Mich den Menschen je nach der Tiefe ihrer Hingabe an Mich. Alle Menschen, ganz gleich, auf welche Weise (sie Mich suchen), sind auf dem Wege zu Mir.

Prabhupada:
Alle belohne Ich in dem Maße, wie sie sich Mir ergeben. Jeder folgt Meinem Pfad in jeder Hinsicht, o Sohn Prthas.

Reclam:
Wie einer sich mir naht, so nah'
Ich wieder ihm, o Ardschuna;
In meinen Spuren wandeln ja
Die Menschen alle, Bharata.
---
Es kommt einem so vor, als wüssten die Menschen nicht so recht, wo lang sie nun gehen sollen, im neuen Jahr. Es ist vieles schon begangen und ausprobiert und doch wird man stets von dem Vergangen eingeholt. Und wenn die meisten nicht sicher sind, dann gehen sie zum Vertrauten oder fast schlimmer schon, zum Angenehmen hin, was meist doch nur Neigungen und somit der Tiernatur mehr entspricht.

Jedenfalls macht es den Eindruck, als gäbe es in mancher Hinsicht ein paar Rückschritte. Doch kann es auch täuschen, denn letztlich, alles was nicht ordentlich gemacht wurde, ist ohnehin wieder nachzuholen. Denn letztlich löst sich die Naht wieder auf, die nicht gut genug hält und so ist es auch immer eine Schanze den Pfusch wieder aufarbeiten zu können.

Davon auch abgesehen, können sich andere Seiten auftuen und so kann es plötzlich eine ganz unerwartete Wendung nehmen. Denn wohin der Mensch auch mag hin zu gehen, er kommt doch vor dem großen Geiste zum stehen, wohin er sich auch wendet, dort, vor dem Einen, die Reise immer endet.

Auch kann man vom Menschen nicht mehr erwarten als ihm möglich ist, denn es ist allemal besser, dort, wo er wirklich steht auch an das ran zu gehen, was mit ihm zu tuen hat, als irgendwo rum zu huschen oder auch zu pfuschen, wo es dem Menschen weder zukommt, weil es mit ihm nichts zu tuen hat, noch den Menschen voran bringt.

Daher lieber mal langsamer machen, aber dafür gründlich und ordentlich, als das es umsonst ist...


Zuletzt von Devino Melchizedek am Sa Jan 07 2017, 02:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Intensität - BG 13:20

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 05 2016, 02:24

Bhagavad Gita 13:20

Yogananda:
Es heißt, Prakriti erschaffe das Ergebnis (den Körper) und das Werkzeug (die Sinne) - und Purusha verursache das Erleben von Freude und Leid.

Prabhupada (BG 13:21):
Die Natur gilt als die Ursache aller materiellen Ursachen und Wirkungen, wohingegen das Lebewesen die Ursache der verschiedenen Leiden und Genüsse in dieser Welt ist.

Reclam:
"Natur" die Ursach' wird genannt
Von Wirkung, Werkzeug, Täterschaft;
Dass Lust und Leid bewusst uns wird,
Bewirkt der Geist' durch seine Kraft.
---
Die eindrucksvollere Wirkung kommt daher,
wenn man am wenigsten sich selber ist der Herr.
Ob sie gesucht wird im Astralen und im Erleben des Banalen,
je intensiver sich ein Sinn erfährt, an dem sich bloß ein Guna nährt.

So lang sich einer stellt nicht Fragen,
man kann ihm kaum dann etwas sagen,
denn es trifft auf keinen Nagel
und klärt auch keine großen Fragen.

Die Erlebnisseite an sich ist nicht verkehrt,
doch es nicht groß die Weisheit mehrt.

So intensiv auch etwas ist,
man besser eins dann nicht vergisst,
will man den größten Eindruck haben,
so braucht man nur den Knirps in sich zu Fragen.

Denn alles macht für ihn viel her,
weil er so klein ist im Verkehr,
in allen Dingen kann er sich erproben
und stört auch keinen weiter oben.

Es geht nicht alles überein,
was man sich wünscht wie es drum sei,
mehr was womit steht in Verbindung,
bei aller und eigener Selbstfindung...

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Geistiges Mitwirken und Beisteuern - BG 11:20

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jan 08 2016, 01:39

Bhagavad Gita 11:20

Yogananda:
O Höchste Seele! Von Dir durchdrungen
Sind alle Welten, vom Erdental
Bis zur Heimstatt der Götter,
Bis zu den fernsten Sphären,
Die alles, was nah und fern liegt, umfangen.
Vor Ehrfurcht bebend, beten Dich an
Die drei Welten,
Die Deine schreckenerregende,
Herrliche Form bewundern.

Prabhupada:
Obwohl Du eins bist, bist Du über den ganzen Himmel, die Planeten und den Raum dazwischen verbreitet. O große Persönlichkeit, während ich diese wundersame und schreckenerregende Form betrachte, sind alle Planetensysteme gestört.

Reclam:
Erd und Himmel, Ost und Westen
Wird von dir allein umhüllet,
Und das All, das Wunder schauend,
Wird von banger Furcht erfüllet.
---
Vieles, wie auch Telepathie sind eine tolle Sache, teilweise sogar etwas Natürliches und vor allem in künftigen Zeiten wird es etwas noch natürlicheres. Es ist ja heute schon so, dass oft nicht bemerkt wird, wie sehr irgendwelche Gedanken geteilt oder von Mehreren gestrickt, empfangen und entwickelt werden. Ebenso auch negative Gedanken, mit denen sich viele gegenseitig immer wieder beeinflussen. Oft kommt es ja vor, das zwei sagen, genau das selbe habe ich auch gedacht, sobald einer es anfängt anzusprechen usw.

Davon aber abgesehen, selbst wenn man nun in telepathischer Verbindung steht. Die Frage ist erstmal die, es ist keine Endlösung, sondern ein Mittel, ähnlich der Sprache. Wofür nutzt man oder will man dieses Mittel erstmal überhaupt nutzen? Was soll denn vermittelt werden? Die Sprache ist doch schon für viele Herausforderung genug, diese angemessen und in rechter Weise zu gebrauchen.

Im Grunde genommen ist mehr die Frage, was zuerst notwendig zu erledigen ist, bevor man vom Notwendigen zum Allgemeinen gehen kann. Denn wie es in dem Gita-Vers heißt, nachdem Arjuna nun Zugriff und Einsicht in das kosmische Wesen bekam, war das Ergebnis, dass er nur die Kreise gestört hatte.

Wenn man nun auf noch so Heilige Dinge Zugriff bekäme, wenn man damit nichts gescheites anzufangen wüsste, würde man nur stören oder es nur belasten und es nur verpfuschen. Deswegen ist es wohl unerlässlich erst einmal alles geordnet und auch gewisse Dinge erlernt zu haben, bevor man irgendwo etwas beisteuern kann. Und kann man nicht hilfreich beisteuern, dann ist es besser, wenn man sich davon fernhält, ehe man etwas verpfuscht, wozu man selbst gar nicht die Mittel hat, es in irgend einer Weise wieder herzurichten. Auch für einen selbst, bevor man sich etwas aufbürdet, ohne die Tragweite überhaupt ermessen zu können.

Anstand und Harmlosigkeit sind wohl elementar, für fast alles Geistige Mitwirken, denn es geht ohnehin nicht darum persönlich irgend etwas einzubringen, als vielmehr dieses zurückzunehmen und rauszuhalten, um das Himmelreich auszudehnen und zu entfalten. Aber wohin es ausdehnen? Nun, bis es alles umfasst oder alles seinen Platz darin oder im Verhältnis dazu findet.

Und so bleibt es dabei, wenn die Kleinen Dinge nicht sitzen, braucht man sich nach den Großen gar nicht erst umschauen...

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Wer alle Werke von sich warf - BG 4:41

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 11 2016, 01:43

Bhagavad Gita 4:41

Yogananda:
O Gewinner des Reichtums (Arjuna), wer sich durch Yoga von der Arbeit gelöst und seine Zweifel durch Weisheit überwunden hat, ruht sicher im Selbst; er ist in keine Handlungen mehr verwickelt.

Prabhupada:
Wer hingebungsvollen Dienst ausführt, indem er den Früchten seiner Tätigkeiten entsagt, und wessen Zweifel durch transzendentales Wissen zerstört worden sind, ist tatsächlich im Selbst verankert. Deshalb wird er von den Reaktionen seiner Tätigkeiten nicht gebunden, o Eroberer von Reichtum.

Reclam:
Wer alle Werke von sich warf,
Wer jeden Zweifel überwand,
Wer so sein wahres Selbst gewann,
Den fesselt nicht der Werke Band.
---
Der Frieden muss sich nicht erreichen, noch finden muss er sich, und so wird er zu dem, was er ist, so lange wie nichts dazwischen kommt.
Wer sich findet, braucht sich nicht suchen und braucht auch nichts dafür zu tuen, so lange er nichts dagegen tut und nichts dazwischen stellt.

Je nach Unterlage, d.h. Grundlage, die man wählt, entscheidet sich auch Tragweite und Reichweite und Auswirkung.
Das Wissen (Kenntnis) in den Verstand gelegt oder im Selbst entfacht, zeigt auf, was draus erwacht und was es zu entzünden vermag.

Ebenso auch was andere Zentren in einem betrifft, was dort wird angeregt, nicht gleich vom Selbst ausgeht, doch kommt es von diesem her, dann wird das Zentrum zum Zwecke des Selbst geweiht und nicht mehr für etwas anderes und von etwas anderem mehr entweiht. Das Zentrum selbst macht dann vielleicht weniger her, aber das, wofür es genutzt wird umso mehr.

Es ist oft anders als man denkt, doch drückt es sich erst einmal aus, dann ist auch alles andere raus, was davon nur hat abgelenkt.. daher bringt man so lange den Müll raus, bis keiner mehr da ist und dann das nächste, was stören sollte usw.

Und wann weiß man, wann's soweit ist und nichts anderes mehr einen abhält?

Nun, immerhin, sich selbst bekommt man nicht weggebracht und wenn man weder darüber denkt, noch es fühlt, noch sonst wie nennenswert angetan ist, weil es nicht außer einem ist, noch man außer diesem und doch ist es in allem, worin man sich erkennt und erwacht und sogar dieses ist dann letztlich nur eine Zwischenstation um dann etwas anderes voran zu bringen und auch darüber hinaus zu gehen...

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Können und Anfassen - BG 3:38

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 13 2016, 01:16

Bhagavad Gita 3:38

Yogananda:
So wie ein Feuer vom Rauch und wie ein Spiegel vom Staub verdunkelt wird und wie ein Embryo vom Mutterleib umschlossen wird, so wird sie (die Weisheit) durch diese (die Begierde) verhüllt.

Prabhupada:
Wie Feuer von Rauch, ein Spiegel von Staub und ein Embryo vom Mutterleib bedeckt ist, so wird das Lebewesen von verschiedenen Graden dieser Lust bedeckt.

Reclam:
So wie Rost des Spiegels Glanz,
Der Rauch des Feuers Glut verdeckt,
Die Eihaut eines Leibesfrucht
So wird von ihr die Welt befleckt.
---
Man muss nicht alles können, man muss aber auch nichts anfassen, was man nicht kann!

Eines der großen Katastrophen, obwohl es kaum Beachtung findet, weil man es für harmlos oder unwesentlich hält, ist, das Verpfuschen an sich. Aber Pfusch, in welchem Rahmen auch immer, ist letztlich immer eine Katastrophe, egal worauf es sich bezieht, weil es nicht wieder hergestellt oder gerettet werden kann. Was verpfuscht wurde, ist verpfuscht und kann nur noch platt gemacht und neu gemacht werden.

Meist wird Pfusch fabriziert, wenn etwas angefasst wird, was nicht gekonnt wird, für gewöhnlich auch ohne jegliche Einsicht, dass es nicht gekonnt wird. Denn wäre Einsicht da, wäre man auch vorsichtig und es bliebe Raum eingeräumt, dass sich noch etwas entwickeln kann oder eine Schanze, dass es zu etwas Brauchbarem hingelenkt wird.

Geistig gesehen ist Pfusch etwas, was sich weder bestimmen, definieren noch zu irgend etwas einsetzen lässt, es ist einfach nur noch verformt, zerfranst und einfach gänzlich unbrauchbar, aber eben nicht nichts, sondern etwas, was Ressourcen gekostet hat, Raum und Zeit einnimmt und evtl. viel Arbeit kostet oder gekostet hatte.

Wenn man also merkt, man kann etwas nicht, dann sollte man die Finger davon lassen oder sich helfen lassen, aber nicht so tuen, als könnte man etwas, was man nicht kann. Die Hilfe kann gut und gerne geistig sein, aber man muss es auch zulassen und sollte sich klar machen, dass ansonsten jeder Schritt sowieso völlig überflüssig wird, wenn erst einmal etwas verpfuscht wurde!

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Von Epoche zu Epoche - BG 5:14

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jan 14 2016, 02:14

Bhagavad Gita 5:14

Yogananda:
Der Herrgott flößt den Menschen nicht das Bewusstsein ein, dass sie die Handelnden sind, noch verursacht Er ihre Handlungen, noch verwickelt Er sie in die Früchte ihrer Taten. Es ist die täuschende Kosmische Natur, die all dies verursacht.

Prabhupada:
Das verkörperte spirituelle Lebewesen, der Herr in der Stadt seines Körpers, verursacht niemals Tätigkeiten. Weder veranlasst es andere zu handeln, noch erzeugt es die Früchte seiner Tätigkeiten. All dies wird von den Erscheinungsweisen der materiellen Natur bewirkt.

Reclam:
Der Weltgeist schuf nicht Täterschaft
Noch Werk noch eines Werkes Lohn;
Es steht die eigene Natur
Stets wirkend in der Taten Fron.
---
Keiner möchte wohl im Unrecht sein oder auch schlechter da stehen als andere. Und doch können nicht alle im Recht sein, weil Unrecht an der Stelle dann gar nicht bekannt wäre. Und oft ist es gerade diese Art und Weise, die zu einer bestimmten Aktivität treibt..

Denn was Vollkommen ist, würde ja nichts suchen, was zu mehr Vollkommenheit führen soll. So ist es eher die Andersheit, die es verursacht, die doch aber keine Andersheit im individuellen Sinne sein kann, denn auch diese müsste sich weder suchen, noch bestärken, wenn sie das ist, was sie ist.

Wir sind wohl alle nicht gerade am Anfang unserer ersten Reise, sondern eher am Ende einer langen Epoche und es gibt am Ende auch nur Gewinner, ob nun mehr oder weniger, aber allein schon es hinter sich gebracht und etwas zum Abschluss gebracht zu haben, ist ein Fortschritt. Es ist jedenfalls an der Zeit, dass einiges endlich seinen Abschluss findet und nicht weiter hinaus gezögert wird.

Denn das Alte und alles, was man ausprobiert hat und was doch nicht weiter geführt hatte, muss losgelassen werden, denn es ist ja dies, was bereits zu der Stelle führte, wo wir alle stehen, aber nicht weiter darüber hinaus. Entweder weil es nicht dazu taugte, oder weil es bereits seinen Zweck erfüllt hat.

Nun ist entscheidend, wie man etwas Neues beginnt, weil es den Grundstein zu dem legt, was daraus entstehen kann. Aus Manchem kann etwas entstehen, aus Manchem kann mehr entstehen und Manches, wenn es nicht solide genug ist, wird nicht weit führen und an der Erfahrung wird es meistens kaum liegen, sondern eher am ernsthaften bestreben, an das zu gehen, was man sich bis zum Schluss aufgehoben hat.. warum auch immer...

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Einbeziehen lernen - BG 3:6

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 17 2016, 01:42

Bhagavad Gita 3:6

Yogananda:
Wer die Organe des Handelns gewaltsam bändigt, während er sinnliche Gedanken hegt, wird als Scheinheiliger angesehen und unterliegt der Selbsttäuschung.

Prabhupada:
Wer seine aktiven Sinne zurückhält, aber in Gedanken bei den Sinnesobjekten weilt, betrügt sich gewiss selbst und ist ein Heuchler.

Reclam:
Wer seine Sinne hält im Zaum
Und doch an Sinnendinge denkt,
Den hat ein heuchlerischer Wahn
Vom wahren Wege abgelenkt.
---
Als Mensch ist man eine Ansammlung aus Vielerlei und so bringt eine oberflächliche Unterdrückung weniger, als wenn man das einbeziehen lernt, was da ist, denn immerhin kann man so wohl mehr zur Gesamtheit beitragen.

Wie sollte da eine Unterdrückung desjenigen beitragen, selbst wenn man sich daher besser vorkäme, weil man vermeint anders selber dazu zu sein, als das, was man bei sich eigentlich ja doch mitführt. Es änderte nur nichts von dem, was dann so da wäre.

Man braucht sich ja gar nicht damit identifizieren, es nur einbeziehen, damit es sich ausagieren kann, abgearbeitet oder umgewandelt werden kann.

Klar kann es dann vorkommen, dass es von wem anderes erkannt oder aufgenommen werden kann, aber wenn sie es aufgreifen, ist es oft nicht minder auch eines ihrer eigenen Probleme. Und klar, wenn es im Hintergrund steht und bloß von einem nicht rausgekehrt wird, mag es auch vorkommen, als schiene es, etwas würde gegen gerichtet sein oder es als gewisses Getue erscheinen, was nicht voll aufrecht zu sein scheint.

Aber es müssen wohl alle lernen, dass der Mensch aus vielem zusammen gesetzt ist und doch nicht alles vor jedermann ausgebreitet werden muss und dazu da sei, alles mit allen klären zu müssen.

Denn das Unvermeidliche wird sich wohl auch nicht vermeiden lassen, das Vermeidbare kann man aber unterlassen. Also sich immer wieder aufs neue sammeln und immer wieder das Mögliche möglich werden lassen, bis die Gesamtheit immer besser aufgestellt ist und so dann alles wegfallen kann, was zu nichts oder wenig taugte...

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Inwärtseigen - BG 5:12

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 18 2016, 01:10

Bhagavad Gita 5:12

Yogananda:
Der mit Gott vereinte Yogi, der nicht mehr an den Früchten seines Handelns hängt, erlangt unerschütterlichen Frieden (den aus Selbstdisziplin hervorgegangenen Frieden). Wer nicht mit Gott vereint ist, wird von seinen Wünschen regiert; infolge dieser Bindung lebt er weiterhin in Knechtschaft.

Prabhupada:
Die fortwährend hingegebene Seele erlangt unverfälschten Frieden, weil sie das Ergebnis aller Tätigkeiten Mir opfert. Jemand hingegen, der nicht mit dem Göttlichen verbunden ist und gierig nach den Früchten seiner Tätigkeiten strebt, wird verstrickt.

Reclam:
Wer andachtsvoll nach Lohn nicht strebt,
Der geht zum höchsten Frieden ein,
Wer andachtslos nach Früchten sucht,
Kann sich vom Karma nicht befrein.
---
Es gibt an und für sich dieses, was sich mit dem Höheren Willen vereinen lässt und das, was umsonst ist.

Zwar nutzt es wenig, sich über das zu empören, was umsonst ist, denn es ist ja bereits umsonst. Was brächte es dem noch beizusteuern? Dennoch wird es vor allem dann ärgerlich, wenn es andere in irgend einer Weise nötigt oder beschäftigt, obwohl es umsonst ist, ja gerade deswegen vor allem...

Was bleibt, ist, was wohl jeder zu seinem Teil machte, man kann sich bei allem wesentlichen ja auch nicht durchmogeln, weswegen es ja zum wesenhaften auch zählt. Und wie will man denn etwas geben, wenn es nichts taugt, denn dann kann es ja keiner annehmen, damit es gegeben werden könnte. Taugt es etwas, dann gebe man es und sei frei davon und darum.

Selbst Inwärtseigen ist wohl der, der sich nicht von der Früchte Lohn abhängig macht. Denn die Früchte sind meist in eine Handlung eingefasst, will man darüber hinaus gelangen, dann muss man auch die mit der Handlung verbundenen Früchte für die eigene Freiheit eintauschen.

Ist man in einer Handlung oder worin inkarniert, dann ist's es nicht damit getan, darauf noch verzichten zu können oder auch nicht damit, die Früchte nicht hervorbringen zu wollen, welche dazu passen, denn keiner wird wirklich frei sein, wenn er sich etwas zu schulden kommen lässt.

Also wie es auch in der Gita heißt, kommt keiner dran vorbei, das Rad zu seinem Teil jedenfalls weiter zu drehen. Aber zumindest ist jeder im wesentlichen für seinen Part bloß verantwortlich, und nicht für den der anderen. Das gehört dann doch zu dem nur, es auszuhalten und man kann es oft noch dazu nutzen, an den eigenen Stärken zu arbeiten, bevor man das, was umsonst ist, diesem auch überlässt...

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rechten Gebrauch machen - BG 6:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jan 21 2016, 23:44

Bhagavad Gita 6:27

Yogananda:
Ein Yogi, der seinen Geist vollständig beruhigt, seine Leidenschaften bezähmt und von allen Unreinheiten befreit hat und der eins mit dem Geist geworden ist, hat wahrlich den Zustand höchster Seligkeit erlangt.

Prabhupada:
Der yogi, dessen Geist auf Mich gerichtet ist, erreicht wahrlich die höchste Vollkommenheit transzendentalen Glücks. Er befindet sich jenseits der Erscheinungsweise der Leidenschaft, er erkennt seine qualitative Gleichheit mit dem Höchsten, und so ist er von allen Reaktionen auf vergangene Taten befreit.

Reclam:
Die höchste Lust den überkommt,
Der Ruhe des Gemüts erreicht
Und frei von Trieb und frei von Schuld
Dem makellosen Brahma gleicht.
---
Kann es etwas schöneres geben, als eine derartige Ausgeglichenheit und Ruhe, als Gemütsverfassung, wo man in sich ruht, ganz so, dass einen nach nichts weiter verlangt und es für den Moment gar nichts gibt, was man irgendwie bräuchte?! Vielleicht muss man sich auch erst noch überzeugen, dass manch anderes einem dieses nicht geben und kein Ersatz dazu existiert, der einem mehr selige Ruhe bereiten kann.

An sich ist wohl besser ohnehin darauf zu achten, wie weit man einen Ersatz für etwas hinnimmt. Denn gerade die Dinge des Geistes kennen überhaupt keinen Ersatz. Es ist entweder echt, oder echt anders, auch gibt es ja keinen Grund, auf etwas zu verzichten, soweit wie es im wesentlichen keine Grenzen noch Beeinträchtigungen gibt. Vielleicht ist dies ja auch das markante daran, wenn das, was man teilt, sich nicht verringern kann, sondern bloß sich dadurch vermehrt.

Anders kann es dann bei dem sein, was mehr gegenständlich ist, denn für gewöhnlich stößt derlei doch an irgend welche Beschränkungen und ist dann limitiert, was ja dann eher fast noch mehr weisen Gebrauch erfordert.

Aber auch dann sollte man nicht unbedingt Ersatz akzeptieren. Zum einen, weil der Ersatz womöglich überhaupt nicht mit den selben Dingen in Verbindung steht, oder nicht auf gleiche Weise. Dazu lebt man auch nur einmal zu einer bestimmten Zeit und in der entsprechenden Konstellation.. Warum also einen Ersatz akzeptieren, außer es gibt ein wirklich gutes Argument dafür?!

Ähnlich gar mit dem sparen z.B., ohne zu wissen überhaupt wofür?
Selbst bei der Kleidung, kann man durchaus sogar für das selbe Geld, entweder unscheinbare Kleidung tragen und doch sich damit nicht verstecken, selbst wenn man nicht auffallen mag, was zumindest ein Argument dafür wäre jeweiliges anzuziehen, wenn einem daran mehr läge. Doch für das selbe Geld aber etwas tragen, dass vielleicht auffälliger ist, aber wenn es darum nicht ginge, kann es dennoch das Aussehen begünstigen. Es geht schlichtweg nur um die bewussten oder auch unbewussten Projektionen der Passanten. Denn manch einer der unauffällig sein möchte, ist dennoch nicht notwendiger Weise dadurch weniger und erst recht nicht positiverer Projektion ausgesetzt und dem, was man sich zuzieht; da bis zu einem gewissen Grad es ja in Gesellschaft nicht unterbleibt. So bleibt es aber auch nicht aus, sich doch ernsthafter damit zu befassen, was man nun trägt und ob man auch hier nicht einfach nur am falschen Ende spart. Es spricht nichts dagegen, sogar immer mit schöner Kleidung unterwegs zu sein, gerade wenn man in der Öffentlichkeit und Gesellschaft unterwegs ist, und oft kostet die Kleidung nicht einmal mehr, als eben etwas, was vergleichsweise nur wenig hermacht.

Denn es ist alles nicht nur da, sondern auch durchaus da, um in rechter Weise gebraucht zu werden. Wozu auch sonst?

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Vor dem Gesetz sind alle gleich - BG 9:29

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 24 2016, 01:36

Bhagavad Gita 9:29

Yogananda:
Ich bin allen Wesen gegenüber gleich unvoreingenommen. Keinen betrachte Ich als hassenswert und keinen als liebenswert. Doch jene, die Mir ihr Herz in Liebe schenken, leben in Mir, und Ich lebe in ihnen.

Prabhupada:
Ich beneide niemanden, noch bevorzuge Ich jemanden. Ich bin allen gleichgesinnt. Doch jeder, der Mir in Hingabe dient, ist Mein Freund, ist in Mir, und auch Ich bin sein Freund.

Reclam:
Zu allen Wesen steh' ich gleich,
Bin keines Freund und keines Feind,
Doch wer mich gläubig ehrt, der bleibt
Mit mir wie ich mit ihm vereint.
---
Vielleicht kann man sich den kosmischen Seins-Zustand, welcher nach kosmischer Anordnung sich richtet, wie eine dahinfließende gerade Linie vorstellen und immer wenn man dagegen verstößt und diese verschiebt, ist man in irgend einer Hinsicht unausgewogen dadurch, immer, wenn man damit oder etwas ähnlichem konfrontiert wird.

Also ist man in die Pflicht genommen, auf die andere Seite davon zu gehen und dieses wieder zu begradigen. Früher oder später findet man sich sowieso dort vor, weiß vielleicht nicht, dass man es selbst verursacht hatte und findet sich in einer Situation zu seinen Ungunsten wieder und erfährt so die Auswirkung von der anderen Seite her. Ein großer Teil der Erfahrungen (vor allem die karmischen Dinge) sind eben einer solchen Art.

Man kommt an den kosmischen Gesetzen aber nicht vorbei, ob Freund, ob Feind, ist einerlei, denn vor dem Gesetze sind alle gleich, und so gilt erst diese einzuhalten, bevor man sich aufgrund von Parteilichkeit in irgend etwas versteigen sollte. So muss man hinsichtlich der Gesetze doch vor diesen sogar eine größere Loyalität walten lassen.

Wobei Freund wie sogar Feind helfen können. Der Letztere wird ja auf die Kurve gehen, bis man diese überwunden hat, aber man weiß woran man dran ist. Der Erstere kann helfen, die Kurve leichter hinzubekommen und ggf. auch von der anderen Seite nachhelfen, ohne dass man selber die Linien von allen Seiten abschreiten braucht.

So ist es wohl hilfreich, wenn denen um einen auch ebenso daran liegt, den Bogen in keiner Richtung zu überspannen, im Wissen, dass ohnehin ein Ausgleich folgen muss...

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In Reih und Glied - BG 9:15

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 26 2016, 01:26

Bhagavad Gita 9:15

Yogananda:
Auch andere, die das Yajna des Wissens darbringen, beten Mich, den im Kosmos verkörperten Herrn, auf verschiedene Weise an - zuerst als Viele, und dann als den Einen.

Prabhupada:
Andere, die Opfer ausführen, in dem sie Wissen entwickeln, verehren den Höchsten Herrn als das Eine Ungeteilte, als den in viele Aufgeteilten und als die universale Form.

Reclam:
Durch Wissen opfern andere
Mir, dem "All-Einen", immerdar,
Der in der Formen Vielgestalt
Nach allen Seiten offenbar.
---
Durch Wissen bekehrt, weil dieses vermehrt,
doch erst wenn es zum Leben wird erweckt,
es zeigt dann auf, was ihn ihm steckt.

Es geschieht über Nacht, wenn die Seele erwacht,
ins geist'ge Reich dann eingekehrt,
dem Wissen nah und viel belehrt,
wodurch wird Gott noch mehr verehrt.

Am Morgen zurück, wenn die Zeit vorgerückt,
man kommt wieder an, oft müde und abgekämpft,
wenn das ird'sche Leben von neuem anfängt.

Den Tag man schon noch übersteht,
wenn man den Sinn darin versteht
man sich in Tätigkeit verliert,
bis man mit der Nacht ist wieder liiert.

Von Einem zu Vielem, hin und her,
bis beides gleicht sich noch viel mehr
und den Frieden man darin empfindet,
je mehr man sich selbst darin wieder findet.

So geht doch alles in Reih und Glied,
die Zyklen aus den Augen keiner verliert,
aufs neue sie alles stets begründen,
damit man von vorne es kann ergründen.

Devino Melchizedek

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Freiraum und Weltgefüge - BG 18:20

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 27 2016, 23:55

Bhagavad Gita 18:20

Yogananda:
Wisse, o Arjuna, dass die sattvische Erkenntnis dem Menschen dazu verhilft, in allen Wesen den einen unzerstörbaren Geist wahrzunehmen - der ungeteilt im Geteilten besteht.

Prabhupada:
Jenes Wissen, durch das die eine ungeteilte spirituelle Natur in allen Lebewesen gesehen wird, obwohl sie in unzählige Formen aufgeteilt sind, solltest du als Wissen in der Erscheinungsweise der Tugend betrachten.

Reclam:
Wenn man in allem, was da wird,
Das Eine sieht, das dauerhaft
Und ungeteilt in allem lebt -
Das Wissen nennt man "wesenhaft".
---
Es kommt schon mal vor, ob im Falle im von Konfrontation oder auch beiläufig in ruhiger entspannter Atmosphäre, dass man merkt, in welcher Welt sich wer befindet und lebt (man könnte auch sagen, man merkt, wie einer tickt). Also wofür einer die Welt um sich hält und es kann einen auch mal verwundern, so dass man sich fragt, wie derjenige wohl da hingeraten ist? Denn sobald alles ins lebendige Treiben verfällt und in Bewegung ist, wird derlei mehr überlagert und gerät daher in den Hintergrund, weil jeder irgendwo seinen Teil ausführt und bis zu einem gewissen Grad eine Rolle darin einnimmt.

Womöglich kennt man es aber auch von sich selbst von früher, wenn man sich in irgend eine Richtung reingesteigert oder in etwas reingeschraubt hatte und sich mit derlei, und sofern mehr als außenstehend betrachtet, sich vielleicht späterhin selbst befremden würde. Denn sicher gibt es einige Hürden die man erst nur vielleicht widerwillig genommen hat und doch hinterher sehr froh darüber ist, wenn man mal darüber hinaus gegangen ist und wohl auch nicht zurück gehen wollte.

Nun sei es jedem an für sich gegönnt, was er sich für eine Aufhängung wählt und daher in welchem Gefüge die Welt sich für ihn hält. Nicht unwesentlich ist ja auch die kollektive Aufhängung und die Nationale. Das kann dann z.B. ausmachen, wie weit man innerlich mit allem mehr in Verbindung steht, oder mehr in der eigenen Weltansicht hängt.

Das Englische würde begünstigen, dass man von der Einheit nicht viel merkt, wie eine Art isolierte Einheit, denn man ist mehr auf sich scheinbar beschränkt und doch ist alles was man tut, oft von dem geprägt, womit die Mehrheit konfrontiert ist und man ist viel weniger eigenständig, als es scheint, denn alles potenziert sich gegenseitig und dies wird gern als eigene Stärke aufgefasst, nach der man hin dann tätig wird und so auch die Mittel.

Im Deutschen merkt man eher etwas von der Einheit und daher kann man im Äußeren darauf auch mehr verzichten, um sich nicht gegenseitig auf den Beinen zu stehen, wenngleich man miteinander besser umzugehen versteht und durchaus auch gerne mal unter anderen Leuten ist. Vor allem aber erkennt man sich innerlich auch eher gegenseitig und kann das besser mit dem äußeren in Verbindung bringen und auch ausleben, weil eine größere Toleranz und innerer Freiraum/Spielraum zugelassen wird. Die Wahrscheinlichkeit zu dem ist viel geringer, sich wirklich in einer isolierten Welt vorzufinden, die nicht in Übereinstimmung mit dem Umfeld ist. Ja im Deutschen wohl fast gar nicht möglich ist, weil es durch die Einheit betrachtet und daher aufgelöst würde, obwohl man dennoch seinen Freiraum hat.

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Komme was da will... BG 8:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Feb 01 2016, 00:34

Bhagavad Gita 8:17

Yogananda:
Wer das weiß, dass der Tag Brahmas tausend Zyklen (Yugas) währt und die Nacht Brahmas ebenfalls tausend Zyklen, ist ein wahrer Kenner von "Tag" und "Nacht".

Prabhupada:
Nach menschlicher Zeitrechnung ergeben eintausend Zeitalter zusammengenommen die Dauer eines Tages im Leben Brahmas. Und ebensolange währt seine Nacht.

Reclam:
Wer weiß, dass schon Gott Brahmas Tag
Eintausend Weltenalter misst
Und tausend Yugas eine Nacht,
Der kennt der Schöpfungszeiten Frist.
---
"Alles braucht seine Zeit" heißt es, oder auch "Tausend Jahre sind wie ein Tag für Gott und ein Tag wie tausend Jahre", und man kann sich mit vielem seine Zeit lassen, braucht man aber weniger für, dann kann man diese doch auch eher für etwas andere nehmen?!

Oft wird jedoch der Fehler begangen, sich Zeit zu nehmen, bei dem, was nicht behagt oder gefällt, um es möglichst weit hinaus zu zögern. Dabei wäre man wohl jederzeit besser beraten, es zu erledigen, um sich dessen zu entledigen, um sich anschließend mehr Zeit für das zu nehmen, was einem zuträglicher ist.

Es heißt doch auch, "wo ein Wille, da ein Weg", und es ist ja auch der Wille, der sich nicht unbedingt an die Zeit hält, sondern auch schonmal abseits davon agiert oder diese links stehen lässt. Also braucht man diesen lediglich zu überzeugen, für einen tätig zu sein, indem man sich selbst erstmal davon überzeugt, willentlich sich zu betätigen.

Wieso sollte man auch sonst tätig in dem sein, was nicht eignem höh'rem Willen entspricht? Doch ist bei vielen wohl vieles dabei, was gar nicht ihrem Willen entspricht, und kann man es diesem nicht unterstellen und mit diesem vereinen, wozu und warum möchte man es denn auch noch? So kann man sich leicht unter Wert verkaufen, muss es aber nicht und braucht nichts weiter, als nur wollen wollen.. komme was da will...

Hauptsache man bleibt seinem Willen treu,
das hilft, das man sich dran erfreu,
wenn auch nicht sofort,
bis man ist dort,
wo der Wille entspringt,
damit man mit ihm freudig springt.

Immerhin kann man gar nicht mehr wollen, als willentlich überhaupt möglich ist.

Devino Melchizedek

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W wie Wissen - BG 14:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 02 2016, 01:54

Bhagavad Gita 14:6

Yogananda:
O Sündloser (Arjuna)! Von diesen drei Gunas verleiht das makellos Sattva Erleuchtung und Gesundheit. Dennoch bindet es den Menschen durch Anhänglichkeit an sein Glück und sein Wissen.

Prabhupada:
O Sündloser, die Erscheinungsweise der Tugend, die reiner ist als die anderen, ist erleuchtend, und sie befreit einen von allen sündhaften Reaktionen. Diejenigen, die sich in dieser Erscheinungsweise befinden, werden durch das Gefühl bedingt, glücklich zu sein und Wissen zu besitzen.

Reclam:
Die "Wesenheit", die hell und rein
Dem Schoße der "Natur" entsprang,
Die fesselt durch den Hang zur Lust
Und ungestümen Wissendrang.
---
Es gibt eine Neugierde, etwas zu lesen, um daraus möglichst irgend etwas Neues bloß zu erfahren, aber doch verändert es nichts, außer vorübergehend diese Neugierde abzuspeisen.

Wie bei Nahrung, ist es mit dem Wissen nicht unähnlich und dieses muss auch verdaut werden, d.i. verarbeiten. Denn wie bei der Speise, sollte es ja nährend sein, um etwas gesundes aufzubauen und zu erhalten. Vielleicht auch ab und zu etwas für den Geschmack, nur mit Leckereien, tut man sich aber nicht unbedingt etwas gutes an.. ja, lecker war's zwar schon, aber hinter?

Verarbeiten von Wissen wäre daher, wenn man es in sich wirken und arbeiten lässt, es in sich austrägt, bis daraus etwas entstehen kann, womit sich arbeiten und es sich gebrauchen lässt. Alles andere geht meist irgendwo ohnehin wieder verloren und nur verschüttet und ist hinfällig oder stört vielleicht nur, um im Moment zu sein.

Ist man aber erst einmal auf den Geschmack gekommen, ist man schnell damit so beschäftigt, dass man kaum noch dazu kommt, nur alles mögliche zu lesen, als würde man es nur konsumieren und wägt dann schon mehr ab, wofür man sich die Zeit noch nimmt.

Immerhin geht es um das Wissen, was einen im Leben begleitet. Bei manchem wird es so sein (gerade bei Philosophischen Werken), dass man hinterher gar nicht so viel inhaltlich erinnern kann um es direkt wieder zu geben, und doch hat es einen verändert, das ist dann wirkliches Wissen. Mehr eine Art von wirksamer Stoff, denn bloß Content, über den sich viel sagen ließe.

Das Ziel beim Essen, ist ja auch nicht, nur es zu Essen um es dann möglichst bald aufs Klo bringen zu können; jedenfalls sollte es das besser nicht sein. Warum sollte man mit dem Wissen, was man sich aneignet und das man sehr viel länger bei sich trägt, als nur ein paar Stunden, denn nicht mit viel mehr bedacht rangehen?

Es geht um die Selbstbildung und wie es in einem wächst und man es mit passenden Nährstoffen aufbaut, daran Geschmack zu finden, dann braucht man nicht mehr vieles, sondern nur noch weniges und ist damit vollends schon beschäftigt und zufrieden...

Devino Melchizedek

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Freiheitlich - BG 5:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Feb 05 2016, 02:40

Bhagavad Gita 5:3

Yogananda:
O Starkarmiger (Arjuna), derjenige gilt als standhafter Sannyasi (Entsagender) und befreit sich von allen Bindungen, der weder Zuneigungen noch Abneigungen kennt, denn er ist nicht mehr an die Dualität (die Gegensatzpaare der Natur) gebunden.

Prabhupada:
Wer die Früchte seiner Tätigkeiten weder hasst noch begehrt, ist immer in Entsagung verankert. Ein solcher Mensch, befreit von aller Dualität, überwindet leicht die materielle Knechtschaft und ist völlig befreit, o starkarmiger Arjuna.

Reclam:
Wer nicht begehrt und wer nicht hasst,
Übt wahrhaft die Enthaltsamkeit,
Entrückt jedwedem Gegensatz
Er von der Bindung sich befreit.
---
Und natürlich ist es ein Unterschied, etwas zu tuen oder zu lassen, während alles leicht von der Hand geht, oder während man stark konfrontiert ist oder wird. So lässt sich nicht alles nach belieben vergleichen.

Doch sollte man nicht vergessen, bei jedem Staubkorn, dass man überzeugt, mit einem zusammen zu arbeiten, wächst auch das, was mit einem ist und zugleich wird jenes weniger, wogegen man anzukämpfen braucht.

Manchmal ist es aber auch hilfreich, so weit gegen etwas zu sein, dass es sich sondieren lässt um damit besser arbeiten zu können, als dass es nur verklumpt oder verschwimmt. Auch das lässt sich dann nicht mit dem vergleichen, aus Abneigung oder ähnlichem gegen zu steuern oder der Klärung wegen, vor allem für einen selber ist es ausschlaggebend.

Freiheitlich oder aus Befangenheit? Zum einen zeigt es auch nur, woran man noch arbeiten darf, ansonsten auch wie weit man damit umzugehen versteht. Das Richtmaß woran man ist, sofern man nicht sicher ist, zeigt ansonsten der Frieden in einem auf, hinsichtlich dessen.

Die Zuneigung, auch vielleicht nur hinsichtlich einer bestimmten Sachlage, kann ebenso dazu führen, dass es zum Brei wird und verschwimmt und zeigt ebenfalls auf, wie weit man damit umgehen kann oder auch nicht, weil man dort die Schwingung nicht darüber hinaus erhöht bekommt...

Devino Melchizedek

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Wochenenden - BG 9:32

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 06 2016, 02:46

Bhagavad Gita 9:32

Yogananda:
Alle Lebewesen können höchste Erfüllung finden, wenn sie bei Mir Schutz suchen - auch wenn sie von niederer Geburt, wenn sie Frauen, Vaishyas oder Shudras sind.

Prabhupada:
O Sohn Prthas, diejenigen, die bei Mir Zuflucht suchen, können das höchste Ziel erreichen, auch wenn sie von niederer Geburt sind, wie Frauen, vaisyas [Kaufleute] oder sudras [Arbeiter].

Reclam:
Wer seine Zuflucht zu mir nahm,
Sei seine Herkunft noch so schlecht,
Beschreitet doch den höchsten Pfad,
Ob Frau, ob Vaischya oder Knecht.
---
Die Wochenenden nehmen oft ein rasches Ende...
kaum begonnen, schon zerronnen, diese Wonnen,
schnell besonnen, geht es in die neue Woche los,
und so geht's es auf neue bloß.

Dem nächsten Wochenende entgegen,
so geht das Leben, immer wieder eben,
wie einer Karotte nach, oh Mensch erwach,
denn besser ist es gar nicht erst zu unterscheiden,
ob nun Werktag oder Wochenende, ein Tag mit oder ohne Leiden..

Denn wenn das Wochenende ist herum,
und es steht nicht besser dann um einen drum,
so hat es einem ja nicht viel genutzt,
ob man nun auch darüber stutzt, warum es ist so schnell vorbei,
nachdem man hatte endlich frei, doch Konsum und Ablenkung zugeneigt,
man hat so leicht das Wochenende bloß vergeigt.

Es bleibt ja einem jedem eigene Sache,
wovon er nicht kann einfach lassen, entschieden helfen kann,
den Willen so zu formulieren, damit man weniger Zeit tut drum verlieren.
Dass man kein Unterschied sich um das Kümmern macht, und doch noch lacht,
es bloß auf andere Dinge hingelenkt, statt nur die Arme hin verschränkt.
Man nochmal daran denkt, womit man nächste Woche besser dasteht, hingelenkt,
und sofern sich selber nur an der Nase rumgeführt, die Dinge und Sachlage bleibt dann doch unberührt.

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Bewohner von Wandelwelten - BG 7:28

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 09 2016, 02:07

Bhagavad Gita 7:28

Yogananda:
Doch die rechtschaffenen Menschen, deren Sünden getilgt sind und die nicht mehr unter dem Einfluss der gegensätzlichen Täuschungen stehen, beten Mich unentwegt an.

Prabhupada:
Menschen, die in vorangegangenen und im gegenwärtigen Leben fromm gehandelt haben und deren Sünden vollständig getilgt sind, sind frei von den Dualitäten der Täuschung, und sie beschäftigen sich mit Entschlossenheit in Meinem Dienst.

Reclam:
Doch wer durch reinen Wandel hier
Der Sünde argem Bann entwich,
Befreit von diesem Doppelwahn,
Der ehret festen Sinnes mich.
---
Wir sind wohl alle Baumeister, angefangen bei den Mosaiksteinen, einzelner Inkarnationen als Bewohner von Wandelwelten, bis hin zur Mitgestaltung des eigenen Körpers.

Denn das, was unser inneres Wesen ausstrahlt, das formt den Körper mit. Denn sowohl ob man viel gelacht hat, oder viel erlitten, vieles lässt sich am eignen Körper wiederfinden und nichts nicht ist ganz neutral und geht an einem nur vorbei, in Zeitscheiben inbegriffen.

Auch die Inkarnationsketten, welche sich nicht nur auf das Irdische allein erstrecken müssen, wenngleich dieses hier ja derzeit mit die größere Bedeutung hat und letztlich für eine andere Wandelwelt ebenso ja exotisch sein mag, wie jene es für das hier sei. Und je fremdartiger, desto weniger Zugang hat man von hier aus dorthin.

Nicht weniges mag sich auch parallel abspielen und man geht ja auch in Entwicklungsrichtungen, wie die der Bodhisattvas, Manus, Logoische oder noch in weitere Spezifische mal hinein.

Manches mag an einem als Mensch ohne größere Kenntnis nur vorüber gehen, denn es kommt ja der Seele zu, ebenso wie man als Mensch, soweit wie man seine Aufgaben erfüllt hat und von der Seele integriert wird, also auf jenes wieder trifft, wenn Jenes von der Seele integriert oder abgeschlossen wird und alle Anteile sich sodann als zusammengehörig wieder finden, erkennen und erfahren können.

Also kann sich überhaupt kein Grund finden lassen, um nicht alles daran zu setzen und daran zu arbeiten und so anzunehmen, dass es zu einem größeren Zusammenschlusse sich fügen ließe und wieso sollte man dann noch an etwas festhängen, was nicht einen Sinn in diesem Gefüge erfüllen kann? Wäre die Zeit nicht zu Schade um sie nicht zu nutzen, damit alles von Bedeutung wird, was eine solche einzunehmen vermag?

Und woher weiß man, ob es zu etwas taugt? Na in dem es dazu in der Lage ist oder dazu versetzt und aufgebaut werden kann, um eine Lücke zu füllen, bis von einer Exotischen Seite bis zum nächsten Exotischen Anteil keine Lücken mehr bestehen und die Wege sich verbinden können, woraus etwas Vollständigeres entsteht.

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Allwissenheit und Allgegenwart - BG 7:26

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Feb 11 2016, 01:12

Bhagavad Gita 7:26

Yogananda:
O Arjuna, Ich bin Mir der Lebewesen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewusst; Mich aber kennt niemand.

Prabhupada:
O Arjuna, als die Höchste Persönlichkeit Gottes weiß Ich alles, was in der Vergangenheit geschah, alles, was in der Gegenwart geschieht, und alles, was sich in der Zukunft ereignen wird. Ich kenne auch alle Lebewesen, doch Mich kennt niemand.

Reclam:
Vergang'ne, gegenwärtige
Und künft'ge Wesen kenne ich,
Sie sind mir alle wohlvertraut,
Doch keins von ihnen kennt je mich.
---
Nun, nehmen wir mal nur den Boden, d.i. einen Grund auf dem etwas bereitet wird, dann gehört gar nicht unbedingt so viel dazu, alles zu wissen, und im gewissen Sinne als Allwissend zu zählen, für jenes, was sich auf oder in diesem Grunde befindet. Es gehört lediglich dazu in einer bestimmten Weise diesen zu umfassen oder selbst diesen Grund zu bilden.

Alles was darauf oder darin wäre, würde auf nicht mehr reagieren oder treffen können, als auf das, was Teil dieses Grundes ist, und so könnte der, der diesen beinhaltet, mit nichts konfrontiert werden, was er nicht umfasst und daher dieses jederzeit übersteigt. So könnte also alles, was sich auf diesem Grunde befindet, nichts fordern, was es nicht kennt und auch nicht fassen kann.

Auf diesem Grunde befände sich also alles, was das, was darin ist, überhaupt kennt und maximal erreichen kann und so würde der, der dieses alles fassen kann, für eben jenes darin als vollständig allwissend zählen. Von diesem Grunde aber abgewandt, zu dem, was Drumherum wäre, wäre es auch nur ein Teil und hätte Anteil, aber zählte nur noch als ein Kenner und Wissender bestimmter Dinge.

Hinsichtlich der Allgegenwart gehörte auch gar nicht so viel und vom Grundsatz her wäre auch nur eine bestimmte Art von Verbundenheit erforderlich. Sofern eine Aufstellung und Ausrichtung der Gestallt wäre, dass die Bewegung, welche sich in dieser Aufstellung ergäbe, jederzeit vernommen werden könnte und unabhängig davon nicht passieren könnte, dann wäre schon eine gewisse Allgegenwart in diesem Rahmen erreicht.

Es wäre zunächst ja ganz unabhängig dessen, wie weit eine Körperliche Präsents gegeben wäre, denn weniger materiell besehen und auf den Willen bezogen oder nur eine gültige Willensformulierung und Ausrichtung, welche sich durch oder auf etwas bestimmtes bezieht, sofern eben gewisse Signale an diesem nicht umhin kämen ohne vernommen zu sein, wäre hinsichtlich diesem, was nicht umhin kommen kann, eine Allgegenwart gegeben.

Klingt doch eigentlich alles nach keiner allzu großen Sache, nicht?
Hängt nur davon ab, worauf bezogen und mit welchem Umfang und Möglichkeiten einhergehend, womit es dann vom Kleinsten angefangen bis hin ins Unendliche ausgedehnt an sich nur von unterschiedlicher Tragweite sein mag, aber doch vom Prinzip her wohl genau so, oder so ähnlich...

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Machen, werden, sein - BG 18:12

Beitrag  Devino Melchizedek am So Feb 14 2016, 02:45

Bhagavad Gita 18:12

Yogananda:
Die dreifältigen Früchte des Handelns - die guten, die schädlichen und die gemischten - ernten die Nicht-Entsagenden nach ihrem Tode; doch die Entsagenden ernten sie nie.

Prabhupada:
Jemandem, der nicht entsagungsvoll ist, fallen nach dem Tod die dreifachen Früchte des Handelns zu - wünschenswerte, unerwünschte und vermischte. Diejenigen aber, die im Lebensstand der Entsagung stehen, brauchen solche Ergebnisse nicht zu erleiden oder zu genießen.

Reclam:
Erwünscht, gemischt und unerwünscht
Ist nach dem Tod der Lohn der Tat,
Vom Lohne frei bleibt aber der,
Der allem Werk entsaget hat.
---
An sich ist's einfach, will man wo wirklich raus, muss man es hinter sich lassen, auch das vermeintlich Gute. Ob es nun die Astralebene ist, die vielleicht aufregender zu sein scheint, als nüchtern nur die ätherische Handhabung, oder ein erfülltes und schönes Leben, man braucht das alles einfach nur vollständig zu geben und ist fein raus, gerade wenn es etwas Annehmbares ist.

Ansonsten nutzt es nicht, sich von dem theoretisch zu distanzieren, worin man praktisch drin hängt. Oft ist es ja das, was stört und wovon man sich namentlich distanziert sehen möchte oder versucht es von oben herab oder anderweitig abzutuen oder abzustempeln, um sich für etwas anderes zu halten.

Wenn es zur Phase der Annahme kommt, merkt man dann, dass es nur leichter wird, wenn man seinen Anteil annimmt, wie sehr oder wenig es einem auch in den Kramm passt. D.h. auch, wenn man einen Affenanteil hätte, dann spielt man im Affenzirkus so lange mit, bis man ihn da rausbekommt und so mit jedem Anteil, worin er sich auch begeben hat und wo man auch immer reingegangen war.

Es wird daher leichter, weil man weniger von sich selbst, gegen sich stehen hat, und sich daher weniger gegen sich selber wirksam richten kann.. und so löst es sich in Wohlgefallen auf.

Ebenso auch das, was nicht zu einem gehört und worüber man keine vollständige Handhabung daher erlangt, ob es nun einem behagt oder nicht behagt, fremdbestimmt oder fremdbeeinflusst zu werden.. es kann auch daher kommen, wenn man mit etwas umgeht, was man nicht hinreichend entwickelt hat, bis es durch den eigenen Anteil ersetzt werden kann, wird man sich wohl von diesem oder jenem beherrschen lassen, ähnlich auch mit solchem, was man sich rausgenommen hat usw., es kann alles Teil der eigenen Entwicklung sein, manches braucht man, manches nicht, bis man wieder findet zum eignen Licht.


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Klarheit in Einheit mit Wahrheit - BG 5:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Feb 15 2016, 01:55

Bhagavad Gita 5:17

Yogananda:
Ihre Gedanken sind ganz in Ihm (dem Geist) aufgegangen, ihre Seelen sind eins mit dem Geist geworden, ihre einzige Treue und Hingabe gilt dem Geist, sie haben sich von der verderblichen Täuschung durch das Gegenmittel der Weisheit befreit - solche Menschen erreichen den Zustand, aus dem sie nicht mehr zurückkehren.

Prabhupada:
Wenn Intelligenz, Geist, Glaube und Zuflucht allesamt auf den Höchsten gerichtet sind, wird man durch vollständiges Wissen von allen unheilvollen Dingen gereinigt und kann so auf dem Pfad der Befreiung unbeirrt fortschreiten.

Reclam:
Ihn kennend, ihm mit Herz und Sinn
Ergeben, nur von ihm bewegt,
Erlangt er Nimmerwiederkehr,
Und seine Schuld ist weggefegt.
---
Die Wiederkehr, ist gar nicht schwer,
man braucht nur an etwas hängen sehr,
schon wird man sich schwer lösen können,
weil man diesem will ja mehr frönen.

Wie es mit dem aufrecht Stehen und Gehen beginnt beim Kind,
und es mit jedem Schritt an Stärke und Sicherheit gewinnt,
so ist es mit vielen Dingen, denn erst nach vielem ringen,
man in sich das entwickelt hat, was anfangs scheint, wie ein Spagat.

Und immer mehr dann mit der Zeit, man nicht mal merkt, wofür man ist bereit,
es gehen Tage hin und Wochen und dies und jenes wird zerbrochen,
wieder von neuem aufgebaut, wird neue Stärke eingehaucht.

Doch ist ja alles, was vertraut, man mehr auf Neues bloß noch schaut,
alles was dann ist mal erreicht, scheinbar vor diesem erst verbleicht,
aber es steht auf dem errichtet, was wurde schon lange gesichtet.

Ungeachtet allem Getöse, nichts was laut drängt, trägt bei zum Erlöse,
denn sehr viel mehr muss aufgewandt, als das was morgen schon verschwand,
auch wird mehr von der Seele verrichtet, von dem was bleibt und wird nicht vernichtet.

Die notwendige Klarheit, in Einheit mit der Wahrheit,
sie trägt einen dann von hier fort, an einen anderen Ort,
wenn man dort länger kann bestehen und die Zusammenhänge auch verstehen,
dann ist die Heimat immer dort, was für einen zählt als Hort.

Es dauert so lange wie es dauert, ganz unabhängig worin man kauert.
Oft mag man zurück blicken, dieser Tage, die einem vorkamen wie ne Plage,
nur weiß man vielleicht noch steckend drin, nicht welche Rolle daran hing,
somit auch nicht, was wird einst drauf noch erbaut, sobald man zurück darauf schaut.


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Nachahmung - BG 3:21

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Feb 17 2016, 02:15

Bhagavad Gita 3:21

Yogananda:
Alles, was ein höheres Wesen tut, ahmen die weniger entwickelten Menschen nach. Seine Handlungen werden für die Menschen der Welt zum Maßstab.

Prabhupada:
Was auch immer ein bedeutender Mensch tut, dem folgen die gewöhnlichen Menschen. Und nach den Maßstäben, die er durch sein Beispiel setzt, richtet sich die ganze Welt.

Reclam:
Es ahmen alle andern nach
Das, was ein Edler einst begann,
Wenn er ein Vorbild aufgestellt,
So folgt ihm der gemeine Mann.
---
Vergleichbar wäre Nachahmung wohl mit der Anziehungskraft großer Körper, oder auch von Planeten, die allerlei in ihre Umlaufbahn ziehen, je näher es kommt und je mehr Masse bereits da ist, d.h. je größer der Planet, desto größer die Anziehungskraft.

So ähnlich verhält es sich mit der Nachahmung, ganz so, wie wenn wo eine Straße ist, und einer es doch vorzöge, sich neben dieser durchs Gestrüpp kämpfen, obwohl er die Straße nutzen könnte, oder auch Trampellpfade, die widrigeren Bedingungen vorwärts zu kommen jederzeit wohl vorgezogen werden. So selbst, wenn nur eine Rille auf einer Fläche sich befindet, ist es doch wahrscheinlicher, dass etwas auf der Fläche sich in dieser verfängt, wenn es hineinpasste, als gänzlich unbeeinträchtigt diese Fläche zu passieren.

Nachahmung ist in dem Zusammenhang nicht verächtlich, sondern sogar der natürlichere Zustand und man braucht sich keine Illusionen machen, dass man mehr oder überhaupt wunderlich was ganz anderes hervorbrächte, was nicht schon wo ist und daher nur dieses genutzt, aber nicht hervorgebracht wird. Denn gerade wenn sich einer dagegen sträubte oder so täte, es wäre dem nicht so, ist es vielleicht nur ein Zeichen, dass man noch gar nicht bereit wäre es zu vernehmen, wie sehr alles einander immerfort nachahmt und sich darin gleicht, als das es gerade andersherum wäre, geschweige denn es aufbringen zu können, daran etwas ohne weiteres ändern zu können.

Was wäre denn überhaupt erforderlich und was wäre daran markant, wenn es aus keinerlei Nachahmung entstünde?
Nun, wenn man andere erst darauf überhaupt bringen müsste, dass es dieses gibt, dann wäre es etwas anderes. Es ist weit mehr als ein Alltagsbewusstsein dafür erforderlich, um auf das zu kommen, was nicht schon ist. Auch erst die Anziehungskraft von dem zu überwinden, was schon ist und worin es eingebunden ist, zu dem, wo noch nichts ist, was sich ja auch nicht gerade dadurch auszeichnen würde, die Aufmerksamkeit anzuziehen, zu dem hin, was ja nicht ist und wo sicherlich auch kein breiter Anklang auch nur Ansatzweise gegeben sein kann.

Und nicht nur dieses, denn wie will man etwas anfassen, wenn man nicht auch das nutzte, was schon ist? Ließe man alle Zeitscheiben, die eines vom anderen scheinbar scheiden, mal weg, dann gäbe es noch weniger also, was nicht irgendwie doch schon ist und gänzlich unabhängig und unbeeindruckt von etwas anderem, hervorgebracht wird.

Also bleibt die Nachahmung etwas sehr natürliches, ja das Üblichere. Worauf dann eher geachtet werden kann, ist sich davon nicht beherrschen zu lassen oder sich davon abhängig zu machen, was bedeutete immer wieder inne zu halten, so oft es geht, und mehr von der Sache, als von jemand anderem auszugehen oder was ein anderer tut. Damit hat es zumindest das höhere Potenzial zur eigenen Sache zu werden und man nicht zur Sache von diesem und von etwas...

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Wachstum - BG 14:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Feb 19 2016, 02:14

Bhagavad Gita 14:8

Yogananda:
O Bharata (Arjuna)! Wisse, dass Tamas der Unwissenheit entspringt und alle verkörperten Lebewesen täuscht. Es bindet sie durch falsche Vorstellungen, Trägheit und Schläfrigkeit.

Prabhupada:
O Nachkomme Bharatas, wisse, dass die Erscheinungsweise der Dunkelheit, geboren aus Unwissenheit, die Täuschung aller verkörperten Lebewesen verursacht. Die Folgen dieser Erscheinungsweise - Verrücktheit, Trägheit und Schlaf - binden die bedingte Seele.

Reclam:
Die "Dunkelheit" hinwiederum,
Die Nichtwissen und Wahn erschafft,
Ruft Unbesonnenheit hervor
Und dass man träge schnell erschlafft.
---
Jede noch so wichtige oder unwesentliche Ansicht oder Tätigkeit hat etwas zum Grunde. Je ausgereifter, so auch die Frucht, je weniger.. naja, ist wie eine Zwickmühle, jeder folgt dem, was er für richtig hält und doch ist nicht alles nur recht, aber dennoch bleibt keiner davon ausgenommen, etwas zu folgen und seine notwendigen Dinge doch irgendwie zu besorgen und es bleibt einem jeden nur auf das zurück zu greifen, was ihm möglich bleibt.

So zeigt sich schon am Ohr und auf welchen Gehörgang der Schall trifft, es halt mal hier und dort und erregt nicht immer das, was am zuträglichsten wäre, denn es schalt mal an der ein oder anderen sinnvollen Biegung vorbei und biegt auch dort mal ein, worin es nur wieder etwas hervorholt, was gar nicht gebraucht wird...

Nicht alles kann mit allem etwas anfangen,
nicht alles kann auch mit allem umgehen,
nicht mit allem muss überhaupt etwas gemacht werden
und auch nicht alles muss von allem wissen,
wenn es den Wuchs nicht befördert...

Oft lässt man etwas besser ruhen, statt unbedingt etwas zu tuen, und wenn man erst dazu übergegangen ist, sich zu fragen, ob man etwas besser tut oder lässt, dann kann man auch eher dazu übergehen, es zu tuen, nachdem man sich selbst hinterfragt, beraten und befragt hat.

Denn es ist meist wertvoller, sich mit etwas befasst zu haben, statt zwingend etwas getan zu haben, vor allem ohne sich damit ernsthaft befasst zu haben. Denn als Mensch wächst man innen, wie auch außen und die Übereinkunft aus beidem, lässt am besten das gedeihen, was an sich am zuträglichsten ist.

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Gleichmut gegen Äußeres - BG 13:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Feb 24 2016, 00:24

Bhagavad Gita 13:8

Yogananda:
Gleichgültigkeit gegenüber den Sinnesgegenständen, Freisein von Egoismus, Verständnis für die Schmerzen und Übel (des sterblichen Lebens): Geburt, Krankheit, Alter und Tod;

Reclam:
Und Gleichmut gegen Äußeres,
Vollkommene Selbstlosigkeit,
Die Einsicht in Geburt und Tod,
In Alter, Krankheit, Schuld und Leid,
---
Es finden sich immer wieder gute Parallelen zwischen der Bhagavad Gita und dem Kurs in Wundern, ganz so, als wäre der Kurs in Wundern die Detailarbeit und Hintergrundarbeit dazu, auch wenn doch die Bhagavad Gita und ein paar kernige Aussagen daraus überhaupt einen Grund bilden, auf dem der Kurs aufsetzt.

Nehmen wir zum Vergleich zur Auflistung der Eigenschaften der Weisheit aus der BG mal die Lektion 132 aus dem Übungsbuch vom Kurs, die da heißt: "Ich mache die Welt von allem los, wofür ich sie hielt."

1. .. Überzeugungen sind tatsächlich machtvoll. Die Gedanken, die du denkst, sind mächtig, und Illusionen sind ebenso stark in ihren Wirkungen, wie es die Wahrheit ist. Ein Irrer denkt, die Welt, die er sieht, sei wirklich, und zweifelt sie nicht an. Noch lässt er sich davon abbringen, wenn die Wirkungen seiner Gedanken hinterfragt werden...

2. Und dennoch wird Erlösung leicht erlangt, denn jedem steht es frei, andren Geistes zu werden, und all seine Gedanken ändern sich damit... Du befreist die Vergangenheit von dem, was du zuvor gedacht hast. Du befreist die Zukunft von allen alten Gedanken der Suche nach dem, was du nicht finden willst.

3. .. Du hast die Welt versklavt mit allen deinen Ängsten, mit deinen Zweifeln, deinem Elend, deinem Schmerz und deinen Tränen; und all dein Kummer lastet auf ihr und macht sie weiter zur Gefangenen deiner Überzeugungen. Und überall trifft sie der Tod, weil du die bitteren Gedanken des Todes in deinem Geiste hältst.

4. Die Welt an sich ist nichts. Dein Geist muss ihr Bedeutung geben. Und was du in ihr siehst, sind deine Wünsche, ausagiert, damit du sie anschauen und sie für wirklich halten kannst...

5. Es gibt keine Welt losgelöst von deinen Wünschen, und darin liegt deine letztendliche Befreiung. Du brauchst nur dein Denken über das zu ändern, was du sehen willst, und die ganze Welt muss sich entsprechend auch verändern...
---
Aus einem einfachen Satz oder Gedanken, könnte ein ganzes Buch entstehen, wenn dieser sich dazu eignet, immer weiter ausgedehnt zu werden und meist ist so ein Kern auch die Aufhängung für ein entsprechendes Buch.

In dem Fall, wenn man das eigene Weltbild befreit hat, von dem, wofür man was hielt und sofern es nicht dazu taugte, etwas zu verbessern, dann ist dies auch eine Form von Heilung. Ja sogar eine, die jedem zugänglich ist und auch nicht schwer, wenn man arbeitet an sich selber mehr.. denn bevor man in der Welt um sich etwas verbessern kann, sollte man erst dafür sorge tragen, dass man durch seine Sicht, nicht etwas zu kurieren sucht, was ohne das eigene zutun gar nicht existierte und damit ist keinem geholfen. Und hat man die eigene Sicht und Überzeugung kuriert, gibt es vielleicht gar nicht mehr zu tuen darüber hinaus und alles, was mit dieser Sicht übereinkommen kann, ist dadurch bereits vor ähnlichen vorhergehenden Irrtümern zugleich immun...

Heilung fängt wohl beim Heiler an und endet wohl auch wieder bei diesem!

Devino Melchizedek

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Bereitwillig - BG 17:5,6

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 27 2016, 01:03

Bhagavad Gita 17:5,6

Yogananda:
Wisse, dass diejenigen, die sich auf drastische Weise kasteien - was die heiligen Schriften nicht gutheißen -, dämonischen Wesens sind. Scheinheilige sind sie, Ichsüchtige, die von Lust, Anhänglichkeit und Machthunger besessen sind und sinnlos die Elemente des Körpers quälen, wodurch sie Mich, der in ihnen wohnt, verletzen.

Prabhupada:
Diejenigen, die sich harte, nicht in den Schriften empfohlene Entsagungen und Bußen auferlegen, und dies aufgrund von Stolz und Egoismus, getrieben von Lust und Anhaftung, die töricht sind und die materiellen Elemente des Körpers sowie auch die Überseele im Innern quälen, sind als Dämonen anzusehen.

Reclam:
Wer da, entgegen dem Gesetz,
Selstquälerisch Askese übt,
Von Selbstsucht, Eitelkeit, Begier,
Von Übermut und Trotz getrübt,

Wer der fünf Elemente Schar,
Die seinen Körper bilden quält,
Und mich, der in dem Leibe wohnt -
Ist von dämon'schem Sinn beseelt.
---
Wie der Kurs in Wundern lehrt, "verlassen die Gedanken ihre Quelle nicht", erreicht man daher nicht das geistliche Reich von außen, in dem man sich in besonderer Weise quält, sondern vom rechten inneren Standpunkt aus.

Aufgrund der Quelle, derer etwas entstammt, nutzt es wenig, etwas zu begehren, was nicht zugänglich oder einem gegeben ist, denn man geht dann bereits nicht von der rechten Quelle aus, worin jeweiliges in natürlicher Weise vorkommt und wo es hingehört.

Und wenn es sich auftut, dann sollte man lieber bereit dafür sein, damit fertig zu werden und dafür sich vorbereiten jederzeit. Man kann wohl kaum zu viel bereit sein, zu wenig sieht man ja häufiger und kennt es wohl auch selber, denn wie schnell kommt etwas über einen, womit man nicht gerechnet hat und erstmal nicht weiß, was dann tuen. Denn der Damm bricht auch nicht an der festesten Stelle, sondern stets an der nachgiebigsten.

Zudem sollte man bedenken, dass man nicht nach belieben nur für sich selber alles entscheidet oder mit allem umgehen kann, denn immer hat man die Verantwortung mit sich, dass mehr noch in einem ist, als man vielleicht ahnen mag, und wenn man es missachtet, dann heißt es entweder, man möchte es nicht in sich haben, oder man ist noch nicht so weit, diese Geheimnisse des eigenen Inneren eröffnet zu bekommen. Was ja so viel hieße, wie dass man dafür nicht hinreichend vorbereitet ist.

Nichts geht daher spurlos an einem vorüber, oder müsste es, wenn man dafür bereit ist. Alles ist auch Gelegenheit, und wenn es doch nicht ganz werden will, dann kann man aus allem immer noch ein Thema für/an sich machen und sich daran bloß als einem Thema annähern und so das, womit man arbeiten kann, damit arbeiten und alles andere, lässt man stehen, bis man damit auch noch in einer anderen Weise umzugehen vermag und es sich einem eröffnen sollte.


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Des Beständ'gen Sinnesart - BG 17:18

Beitrag  Devino Melchizedek am So Feb 28 2016, 02:25

Bhagavad Gita 17:18

Yogananda:
Es heißt, dass Bußübungen rajasisch - unbeständig und flüchtig - sind, wenn sie dazu dienen sollen, Aufsehen zu erregen und Anerkennung, Ehrung und Huldigung zu ernten.

Prabhupada:
Buße, die aus Stolz ausgeführt wird, nur um Respekt, Ansehen und Verehrung zu bekommen, wird Buße in der Erscheinungsweise der Leidenschaft genannt. Sie ist weder stetig noch dauerhaft.

Reclam:
Wer Ehre nur erlangen will
Und sich aus Heuchelei kasteit
Dess' unbeständ'ge Buße wird
Erzeugt aus "Leidenschaftlichkeit".
---
Wie Planeten beständig ihre Bahnen ziehen, ihnen gleich, wie sie die Sonne umkreisen, kann man das umkreisen, was man lernen will, bis man es auch aus jedem Winkel kennen gelernt hat.

Das gute ist doch, es zählt alles nicht umsonst, was irgendwozu taugen mag. Nun völlig unabhängig, ob es jetzt gerade eingesetzt werden kann oder in diesem oder jenem Zusammenhange steht, den man vielleicht auch noch gar nicht erahnen kann, wozu etwas gut sei. Hauptsache ist doch, dass man ehrlich bei der Sache und mit sich selbst bei der Sache ist, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass alles dabei entstehende, auch zu etwas gut ist.

Oft wird das, was auf einen wirkt für seins genommen, und das, was an Auswirkungen von einem entsteht, für das von anderen gehalten, einfach weil ersteres einen mehr direkt beschäftigt, dass andere indirekt oder im nachhinein, aber doch langfristiger, weil es ja von einem ist und man davon sich nicht einfach lossprechen kann. Nicht dass man übermäßig darauf achten sollte, was jetzt nun wessen ist, eher sei's erwähnt, dass man sich realistischer einschätzen sollte, um weniger Wirkung mit Ursachen zu verwechseln.

Daher sollte man besser seine Bahn ziehen, unabhängig dessen, was einem alles entgegen kommt, nicht unachtsam dagegen, vielmehr unbeeindruckt auf die kurzen Wellen, die sich bereits ausagieren und mehr auf das bedacht, was aus dem entsteht, wenn die Wellen widerkehren, von den Ursachen die man jederzeit und gerade dabei ist zu setzen.

Denn jedermann macht auch nur das, was ihm nunmal möglich ist und wozu ihn die eignen Überzeugungen drängen mögen. Und wie man sich selber erlaubt, Fehler zu machen, sind auch andere davon nicht ausgenommen...

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Körper-Eigenschaften - BG 13:34

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 01 2016, 00:56

Bhagavad Gita 13:34

Yogananda:
Wer mit den Augen der Weisheit den Unterschied zwischen Kshetra und Kshetrajna schaut und auch die Methode kennt, die zur Befreiung der Wesen von Prakriti führt, geht in das Höchste ein.

Prabhupada (13:35):
Diejenigen, die mit den Augen des Wissens den Unterschied zwischen dem Körper und dem Kenner des Körpers sehen und auch den Vorgang der Befreiung aus der Knechtschaft der materiellen Natur verstehen, erreichen das höchste Ziel.

Reclam:
Wer mit des Wissens Blick das "Feld"
Vom "Herrn des Felds" recht unterschied,
Der wird erlöst, weil die "Natur"
Getrennt vom Geistigen er sieht.
---
Wenn man die verschiedenartigen Körper heranführt, d.h. den Physischen, um in der Physikalischen Welt agieren zu können, den Astralleib, um im Emotionalen Reich fühlen zu können, oder das Mentale, um sich im Reich der Gedanken zu betätigen, vielleicht noch den Kausalkörper als Sammelstelle dazu nimmt, dann wird eines wohl jedem klar werden müssen, die Seele jedenfalls ist keiner dieser Körper und muss daher noch von einer etwas anderen Natur sein.

Es ist also falsch, der Seele irgendwelche Körpereigenschaften zuzusprechen, als auch sie auf die Ausdrucksmittel eines bestimmten Körpers zu begrenzen, derer sie sich lediglich bedient und wovon sie sicherlich nicht abhängig ist und davon, was in einem bestimmten Körper bloß vorherrschen oder überstimuliert sein mag.

Es scheint dann nur so, als würde die Eigenschaft eines Körpers (des Astralen) alle andere überragen, als wäre mit allem ein Gefühl verbunden, aber überragend ist dann nur die Überbetonung, und es ist alles nur davon durchdrungen, weil man stets diesen Körper als Ausgangspunkt wählt.

Ebenso eignet sich nicht ein Körper nach seiner Art, um über andere Körper nach ihrer Art und deren Inhalte oder was sich darüber hinaus erstreckt, etwas beurteilen zu können. Und wenn es bis zu einem gewissen Grade möglich sein sollte, dann vom Feinsten zum Grobstofflichsten (also vom Mentalen zum Astralen und dann zum Physischen hin), wobei auch da die bestimmten Begebenheiten zu beachten wären.

Der hauptsächliche Fehler, der mit größter Regelmäßigkeit und Konsequenz begangen wird hinsichtlich alldem, liegt wohl darin, vom Astralen alles andere beurteilen zu versuchen. Dabei ist es zuerst einmal alles nur so, wie es auf das Astrale wirkt, lediglich begriffen, aber was es jeweils jenseits davon bedeutet, ist noch etwas ganz anderes.

Eher läuft es dann auf Überlagerung hinaus und ähnlich dem Beitrag über:
Mitgefühl vs Anteilnahme - http://www.melchizedek-forum.de/index.php?id=3919

Jedenfalls als Mensch, ist man die Überschneidung aller niederen Körper mitunter, wie eine Art von Schnittstelle und kann so etwas, was auf den Physischen Körper einwirkt, auch mit anderen Körpern in Verbindung setzen, oder auch mehr auf einen bestimmten Körper fixiert sein, oder alle einfach einbeziehen lernen..

Dabei ist der physische Körper für den Menschen wohl durchaus recht mechanisch und man sollte ihn mehr das sein lassen, was er ist, statt ihn geistig mit etwas zu belasten und zu belegen, was er weniger ist, ob nun mit Körpereigenschaften anderer Arten von Körpern oder auch mit idealistischen Wunschvorstellungen, was vielleicht nicht selten mitunter zu Problemen führen kann. Für Körperelementarwesen mag auch der Physische Körper vielleicht dann noch etwas anderes bedeuten und weniger mechanischer Art sich darstellen...

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Nichts mehr, als ein Funke des Höchsten - BG 13:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo März 07 2016, 23:23

Bhagavad Gita 13:17

Yogananda:
Er ist das Licht aller Lichter, jenseits der Dunkelheit; als Höchstes Wissen, als Das, was es zu erkennen gilt, als Ziel allen Lernens, wohnt Er in allen Herzen.

Prabhupada (13:18):
Sie ist die Lichtquelle in allen Leuchtkörpern. Sie befindet Sich jenseits der Dunkelheit der Materie und ist unmanifestiert. Sie ist das Wissen, Sie ist der Gegenstand des Wissens, und Sie ist das Ziel des Wissens. Sie befindet Sich im Herzen eines jeden.

Reclam:
Das "Licht der Lichter" heißt man es,
Das jenseits alles Dunkels thront,
Erkennen und Erkenntnis Ziel;
In jedes Wesens Herz es wohnt.
---
Ob "Er", ob "Sie", ob "Es", genannt, wer hat das Höchste Wesen denn erkannt?
Der letztlich Ursprung aller Dinge, von dem das ganze All entspringe.
Letzte Gewissheit und Grundlage aller Weisheit, und der Beginn von allem, bevor Zeit ward.
Wohin auch immer alles versinkt, es kehret doch wieder eins zu dem zurück, worin es auch immer alles beginnt.

Ob man nun zu den Sternen greift, den Besen, um das kehren eines fest Bodens ergreift,
weniger geht es doch darum, was besorget wird drum, als letztlich worin es gründet nun.
Denn alles kehrt dorthin zurück, wovon es einstens mal entrückt.

So gibt es nichts, was nicht bei dem einfachsten Dingen vom selben Ruhm, wie es steht um die großartigen Dinge Drumherum, in Anbetracht vielmehr dessen, was gerade vom eigenen Wesen her verfolgt mit großen Interessen, daher auch dies am notwendigsten ist und nicht zu vergessen. Da selbst die größten Dinge nicht bestehen, wenn das fehlte, was sie zusammenhält, seit dem entstehen.

So zählt mehr, was worin auch immer gründet, als denn ob es groß oder klein ist und womit es das Aug' bloß bündelt. Da das Wesen, dem es also zugehört, macht mehr dieses groß oder klein, in dem es zu dem führt, wo's nach seiner Art nun hingehört.

Keiner kann mehr wohl sein, als ein Funke von dem Höchsten allein. Was immer einer sich sonst zurechnen mag und kann, sei er nun eine Ente oder auch ein Schwan, oder was auch immer einer kann nicht lassen, es wird stets dagegen doch verblassen, denn mehr als dies kann keiner sein, als ein kleiner Funke vom Höchsten Herrn allein.

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Vergleiche ziehen - BG 7:15

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 09 2016, 01:03

Bhagavad Gita 7:15

Yogananda:
Die niederste Art von Menschen, die Übeltäter und irregeführten Narren, denen die Maya (Täuschung) ihre Unterscheidungskraft geraubt hat, folgen dem Weg dämonischer Wesen und versäumen es, in Mir Zuflucht zu suchen.

Prabhupada:
Jene gottlosen Menschen, die abgestumpft und dumm sind, die die Niedrigsten der Menschheit sind, deren Wissen von Illusion gestohlen ist und die das atheistische Wesen von Dämonen haben, ergeben sich Mir nicht.

Reclam:
Zu mir gelangt niemals der Tor,
Der Niedrige, der Bösewicht;
Dämon'schem Wesen zugewandt,
Raubt Maya der Erkenntnis Licht.
---
Es ist tatsächlich wohl so, dass kaum ein Mensch einfach nur Böses will oder böse ist. Es ist mehr wie eine Unschärfe, das erkennen zu können, was besser wäre und daher die Entscheidung für das allgemein oder ansich Bessere zu treffen. Nicht nur dem folgend, was vielleicht schärfer im Blickfeld sich zeigt und von dem man sich meist etwas verspricht, weswegen ja der Blick auch darauf fixiert wird.

Entscheidend ist ja gar nicht wie man hingelangt ist, ob durch Unwissen, Unbeherrschtheit, Verblendung oder auch durch Erziehung, durch Konditionierungen u.dgl.m., ja selbst wenn man in eine ungewohnte Umgebung kommt, kann es leicht dazu führen, dass eines mit dem anderen verwechselt wird und schon zieht eines das andere nach sich.

Oft kann man gar keinen Vorwurf machen und allgemein besehen ist es auch gut möglich Verständnis aufzubringen, außer wenn man sich selbst benachteiligt dadurch erfährt und sieht. Ja, sicherlich erwachsen Dienstgelegenheiten daraus, aber das zu erkennen ist ja noch weitreichender, als nur den Nachteil hinzunehmen, der irgendwo heraus erwachsen kann und hinreichend Verständnis aufzubringen.

Man kann es dann so mehr annehmen, wenn man überhaupt erkennt, was einem möglich ist und unabhängig all dessen, was vorübergehend weniger günstig ist, oder worin es anderen besser gehen mag oder sie besser gestellt seien, ändert es doch so oder so rum wenig an dem, was vor einem selbst liegt.

Und je mehr man um sich vorfindet, was weiter reicht, um so mehr Gelegenheit ist doch da, daraus etwas lernen zu können, als wenn man selber in aller Hinsicht vorausgehen müsste, ohne überhaupt einen Vergleich zu haben, um zu erkennen woran man ist und wo man steht und wohin man darüber hinaus überhaupt gehen kann.

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Es sind guten Mutes, all die tuen Gutes - BG 18:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 11 2016, 23:54

Bhagavad Gita 18:2

Yogananda:
Die Weisen bezeichnen "Sannyasa" als Verzicht auf alle Handlungen, die einem Wunsch entspringen. Sie erklären, das "Tyaga" der Verzicht auf die Früchte des Handelns sei.

Prabhupada:
Alle Tätigkeiten, die in materiellen Wünschen gründen, aufzugeben ist das, was die großen Gelehrten als den Lebensstand der Entsagung [sannyasa] bezeichnen. Und die Ergebnisse all seiner Tätigkeiten aufzugeben wird von den Weisen Entsagung [tyaga] genannt.

Reclam:
Wer wunschbedingtes Tun aufgibt,
Von dem heißt es, dass er "entsagt".
Es leistet karmischen Verzicht,
Wer nicht nach einem Lohn noch fragt.
---
An den Früchten kann man erkennen, wer wo ist im Rennen.
Was auch immer wird ausgeführt, wem es auch immer gebührt,
woher es entspringt, was es auch vollbringt.

Die Freiheit heißt siegen, weil einem tut nichts mehr dran liegen,
Denn was auch immer vollbracht, wird als Opfer dargebracht,
damit man ist frei, nachdem es vorbei.

Wenn die Ursach' im Wunsch, man drum dann im Bund,
mit dem was einem dran liegt, das Leid nicht versiegt.
So geht's mal verloren, viel Kummer und Sorgen,
doch ruht es im Selbst, es mehr ist als Geld.
Es kann ja nicht rosten, man froh es kann kosten,
mit anderen auch teilen, ihren Kummer vertreiben.

Es wird so zum Feste, was kennt keine Reste,
es geht nicht vorbei, wo kein Anfang dabei,
kein Ende zu finden, und nichts kann's verhindern,
was schon vorgegangen, vor allen Belangen,
die folgen danach, mit lauterem Krach.

Doch ist es nicht viel, schnell spül es mit Pril,
und ist es kein Teller, die Freude noch heller,
es sind guten Mutes, all die tuen viel Gutes.

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Werkzeug für eine Tat - BG 18:27

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 13 2016, 02:25

Bhagavad Gita 18:27

Yogananda:
Ein Handelnder (ein Werkzeug für eine Tat), der an vielen Dingen hängt und nach den Früchten seines Handelns verlangt, der gierig, unrein und skrupellos ist, der leicht begeistert und leicht entmutigt ist - ein solcher wird rajasisch genannt.

Prabhupada:
Der Handelnde, der an seine Arbeit und an die Früchte seiner Arbeit angehaftet ist und diese Früchte genießen will und der gierig, immer neidisch und unsauber ist und von Freude und Sorge bewegt wird, gilt als ein Handelnder in der Erscheinungsweise der Leidenschaft.

Reclam:
Wer nach dem Lohn des Werks verlangt,
Zum Schaden anderer geneigt,
Von Freude und von Schmerz erregt,
Von "Leidenschaft" erfüllt sich zeigt.
---
Nur mit Aussicht auf Erfolg und Lohn sich regen,
ist man dadurch doch nur der Triebfeder erlegen,
was auch immer man sich davon verspricht,
es bringt hervor nur wenig Licht...

Sei's Erregung einer bestimmten Art,
oder das man sich in was vernarrt,
es sind doch nur die Ersatzdinge,
die man von sich legt, wenn man wieder ginge..

Ganz klar ist man doch auch dabei,
wenn man von sich tut alles frei,
denn Aufwand ist dadurch nicht mehr,
bei alldem, wo man ist selbst sein Herr.


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Werk, Täter und die Sinnesart - BG 18:18

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 16 2016, 00:21

Bhagavad Gita 18:18

Yogananda:
Der dreifache Antrieb des Handelns besteht aus dem Erkennenden, der Erkenntnis und dem Erkannten. Der Handelnde, das Werkzeug und das Handeln bilden das dreifache Fundament jeder Tätigkeit.

Prabhupada:
Wissen, der Gegenstand des Wissens und der Wissende sind die drei Faktoren, die eine Handlung hervorrufen. Die Sinne, die Tätigkeit und der Ausführende sind die drei Komponenten einer Handlung.

Reclam:
Der Antriebe zum Tun sind drei:
Erkenner, Wissen, Gegenstand.
Werk, Täter sowie Werkzeug sind
Als Inbegriff des Werks bekannt.
---
Selbst damit ein Stuhl auf Beinen steht, werden mindestens Drei benötigt, von ausgefalleneren Formen abgesehen, die dann meist keinen Stuhl mit Beinen mehr im klassischen Sinne auszeichnen.

So ergibt sich aus dem Erfassenden, der Sinnesart und Dessen, worauf diese gerichtet, die Aufnehmende, und aus dem Tätigen, dem Organ der Tat und der Auswirkung, die Ausführende Tätigkeit.

Weswegen bei den Sinnen des Körpers, ob aufnehmend (wie Augen oder Ohren) oder ausführend (wie Hände und Beine) in der Bhagavad Gita kaum ein Unterschied gemacht wird und jedenfalls alles zusammen aufgeführt, zu den Organen der Tätigkeit oder Handlung zählt.

Denn ob es in die eine Richtung oder andere Richtung gerichtet ist, wesentlich bleibt ja, dass eine Art der Betätigung stattfindet. Dabei könnte man wohl noch unterscheiden, dass im Falle der Tätigkeit, einer für sich schon reicht, bei der Handlung aber meist mehrere einbezogen sind und sich diese erst aus einem Zusammenspiel mit anderen dann als eine solche ergibt.

Jedenfalls sind solcherlei drei Dinge es, die als Grundlage für sämtliche Aktivitäten dienen und worauf die meisten schlichten Betätigung zurück geführt werden können. Würde man auch nur irgend etwas davon überbetonen, käme die Tätigkeit selbst ins stocken und nur noch langsamer voran.

Ähnlich kommt man auch nicht Drumherum, sich als Gesamtwesenheit anzunehmen und zu verstehen, ohne auch nur irgend etwas besonders nur bevorzugen zu wollen, um so eben die Gesamtheit möglichst angemessen voran zu bringen. Dazu gehört sowohl der Mensch, die Seele, wie auch die Geistlichkeit dazu, und alles ist bis zu einem gewissen Grad voneinander abhängig um möglichst effektiv zu sein und alles, was übermäßig eingebracht oder zu wenig befördert wird, so wirkt sich das auch letztlich weniger förderlich auf alles andere, d.i. die Gesamtwesenheit aus...

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In Sachen Glaube - BG 17:13

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 16 2016, 22:49

Bhagavad Gita 17:13

Yogananda:
Als tamasisch wird ein Opfer verurteilt, das nicht die Regel der heiligen Schriften beachtet, das kein Nahrungsopfer und keine anerkennende Gabe enthält, das ohne heilige Gebete und Gesänge und ohne Hingabe (an Gott) dargebracht wird.

Prabhupada:
Jedes Opfer, das ohne Beachtung der Anweisungen der Schriften, ohne die Verteilung von pasadam [spirituelle Speisen], ohne das Chanten der verdischen Hymnen, ohne Belohnung der Priester und ohne Glauben ausgeführt wird, gilt als Opfer in der Erscheinungsweise der Unwissenheit.

Reclam:
Ein Opfer, wo der Glaube fehlt,
Gesetzwidrig das Feuer flammt,
Das ohne, Spende, Speise, Spruch,
Der finstren "Dunkelheit" entstammt.
---
Glaube entscheidet mit, bis wohin etwas dringen und aufsteigen kann. Ähnlich wie wenn man Worte sagt, aber eine andere Bedeutung damit zu verbinden sucht, als damit im allgemeinen verbunden wird.

Oder wie wenn etwas im Astralen das bedeuten soll, was es außerhalb dessen tatsächlich auch bedeutet, der Stoff des Astralen jenem aber nicht beizukommen vermag und jenes daher gar nicht erst zulässt und somit lediglich ein Astrales Wunschbild generiert wird. So oder so ähnlich ist es wohl mit den Sachen des Glaubens. Wenn nicht erreicht wird, wozu etwas beabsichtigt wurde, weil es nicht übereinkommt, mit dem, was eigentlich sein könnte.

Hinreichend oft wird auch etwas beabsichtigt, was man sich gar nicht eingestehen mag, weil man nicht beachtet, was alles mitschwingt, oder was der wahre Grund zum Antrieb ist und doch wird alles seinen Tribut zu seiner Zeit fordern, denn alles führt zu dem, woraus es ist und worauf es abzielt, und weniger auf das, was man sich darunter ausgemalt hatte.

Sofern man also das Umfassendere nicht beachtet, was man bei sich führt, weil man sich auf etwas Einzelnes nur fixiert und dieses zum Grunde legt, was ja auch dem, was in der Bhagavad Gita als "Leidenschaft" oder "Dunkelheit" bezeichnet wird und was man daraufhin tut, befreit einen doch nicht von den allem, was damit dann angezogen wird.

Und so kommen wir auch zu gewissen Aussagen aus dem Kurs in Wundern, wenn es heißt, mit hinreichend Verblendung, wird man sich nur als Opfer der Dinge ansehen, die man aber letztlich selbst verursacht hat. Süßlich sind die Früchte der Leidenschaft zu Anfang, doch später wie bitter Gift, beschwerlich doch die Tugendtat und später sie nur Freude hat...


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Das Opfer Regen lässt entstehn - BG 3:14

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 24 2016, 01:02

Bhagavad Gita 3:14

Yogananda:
Aus der Nahrung gehen die Lebewesen hervor; aus dem Regen entsteht die Nahrung. Aus Yajna (dem kosmischen Opferfeuer) entspringt der Regen; das kosmische Feuer (kosmische Licht) wird vom Karma (der göttlich vibrierenden Tätigkeit) hervorgerufen.

Prabhupada:
Alle lebenden Körper erhalten sich durch Getreide, das nur wachsen kann, wenn Regen fällt. Regen entsteht durch die Darbringung von yajna [Opfer], und yajna wird aus vorgeschriebenen Pflichten geboren.

Reclam:
Aus Nahrung stammt der Wesen Schar,
Aus Regen Nahrung wächst empor,
Das Opfer Regen lässt entstehn,
Ein Opfer geht aus Werk hervor.
---
Manche Zusammenhänge sind nicht immer sogleich schlüssig, da man sich nun auch Fragen könnte, wie es wohl durch geistige Opfer zu Regen kommen soll? Wo doch das eine mehr schon zur Metaphysik und das andere zur Naturphysik zählen könnte, oder eines zur Religion und das andere zu mehr biologischen Kreisläufen in der Natur.

Nur wie viele Vorgänge sind denn wirklich bekannt, wenn man mal davon ausginge, dass alles was nun da ist und so es sich in dem größeren Ganzen wiederfindet, auch in irgend einem Verbund zu allem anderen also ist, was im selbigen größeren Zusammenspiel steht.

Somit wäre es doch nicht mehr ganz so abwegig, anzunehmen, dass es auch eine geistige Entsprechung zum Regen gibt, oder dem, was den Regen hervorbringt oder aus diesem heraus mit verursacht.

Denn allein schon, dass man auf den Regen sämtliches organisches Leben mit zurückführt, was ohne diesen wohl nicht wäre, so wird geistig mit Wasser auch Emotion verbunden, wie das Mentale mit Feuer und der Geist mehr mit Luft, als auch Erde mit der physischen Stofflichkeit in Verbindung gebracht wird.

Je mehr die Rückkehr zum Geistigen sich vollzieht, desto mehr Zusammenhänge werden sich wohl noch auftuen, wenn die Glieder sich offenbaren, bis alles als vereint erkannt werden wird. Dann könnte das, was heute noch als abwegig und abstrus anmuten mag, sich gar in einer Wissenschaft zusammenfinden und allgemeine Anerkennung.

Andererseits braucht man nicht übereilt Verbindungen zu knüpfen, nur um irgend einen Sinn allem beigeben und verpassen zu wollen, wo vielleicht auch mal gar keiner bestehen mag und es vielleicht doch nur dem entgegen gar stünde.

Von daher, kommt Zeit, kommt Rat...

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Vom Benehmen zum Einvernehmen - BG 17:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 25 2016, 23:37

Bhagavad Gita 17:3

Yogananda:
Die Hingabe eines jeden Menschen entspricht der ihm angeborenen Natur. Seine Neigung enthüllt sein Wesen; wie immer sein Glaube aussieht, so ist auch er.

Prabhupada:
O Nachkomme Bharatas, gemäß dem Leben, das man unter dem Einfluß der verschiedenen Erscheinungsweisen der Natur führt, entwickelt man eine bestimmte Art von Glauben. Gemäß den Erscheinungsweisen, die das Lebewesen annimmt, kann es einem bestimmten Glauben zugeordnet werden.

Reclam:
Im Glauben folgt ein jeder Mensch
Der angeborenen Natur,
Zu glauben ist der Mensch bestimmt,
Ein fleischgeword'ner Glaube nur.
---
Wie Fasern zieht sich wohl der Glaube, durch eine jede Menschentat,
am Ende wird sich immer zeigen, was er nun davon dann mal hat.

Sich anständig stets zu benehmen, hilft auch dem gegenseit'gem einvernehmen,
doch möchte man hart sein und viel schießen, wird man nur Tränen so vergießen.

Für einen es auch wenig entscheidet, was andere darum alles reitet,
worin man selber voran schreitet, ist für jeden das, was ihn begleitet.

Dabei ruht sogar die Hoffnung des Himmels auf einem jeden,
denn diesen auszudehnen, ist ihm als Aufgabe doch mit gegeben.

Es gar zu Freude diesseits und auch jenseits reicht,
was man in wessen Namen, so hat dargereicht.

Und je mehr man in einer Richtung webt,
nährt und nähert man sich, wonach man hin gestrebt.

Ob nun sehr viele oder wen'ge Worte vorgebracht,
entscheidend ist, nach allem was man hat gemacht,
dass man auch fernerhin, hat ne ruhige und gute Nacht.

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Die anvertrauten Gaben Gottes - BG 17:19

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 29 2016, 00:56

Bhagavad Gita 17:19

Yogananda:
Die tamasischen Bußübungen beruhen auf Unwissenheit und Torheit; man führt sie aus um sich selbst zu quälen oder andere Menschen zu schädigen.

Prabhupada:
Buße, die aus Torheit ausgeführt wird, bei der man sich selbst quält oder andere vernichten oder schädigen will, gilt als Buße in der Erscheinungsweise der Unwissenheit.

Reclam:
Buße, die der Tor betreibt,
Mit der er nur sich selber quält,
Mit der er andern schaden will,
Die wird zur "Dunkelheit" gezählt.
---
Religion muss wohl hin zu dem gehen, was den Menschen besser und nicht schlechter macht und dastehen lässt, wenn sie ausgeübt wird. Auch natürlich hinsichtlich der Mitmenschen, was dahin gehen muss, alle Menschlichen Bedürfnisse als auch Errungenschaften einzubeziehen und zu achten.

Denn wozu auch sollte man diese ausüben, wenn es nur Schmerzen zufügen täte? Denn wie sollte nun ein Schöpfer also wider seine Schöpfung sein und wozu auch diese denn dann erschaffen? Und ist Religion nicht dies, seinem Schöpfer nachzueifern? Immerhin hat er alle mit seinen Gaben ausgestattet, zu dem Gebrauch, wie er selbst es vorgelegt hat, d.i. um seine Schöpfung auszudehnen.

Er tut sich durch nichts selber hervor, außer in und durch seine Schöpfung in der Weise, wie es dieser zu gute und zum besten kommt, denn wie könnte sonst wer gar zu der Überzeugung gelangen, es gäbe womöglich gar keinen Schöpfergott an sich?!

Und würde er sich auffällig geben, dann wäre die Schöpfung sogar in der Pflicht nun ebenso zu verfahren, um seinem Willen dadurch zu folgen, um ihm darin gleich zu sein und daher wird dergleichen auch nicht seinem Willen entsprechen. Aber es wird nichts Schlechtes in ihm wohl gefunden werden, was von ihm daher sei, denn sonst würde dieses wohl kein Ende finden können.

Man sollte es daher nicht übertreiben und sich in dem ereifern, was offensichtlich nicht zum höheren Willen zählen kann, da es in irgend einer Weise sich gegen die Schöpfung z.B. richtet u.ä., oder etwas besonderer machen möchte, als es dem höheren Willen für alle vorgesehen sein kann. Ebenso, wie auch allen zugleich die Gaben Gottes anvertraut sind.

Möchte man also die Verantwortung für etwas Größeres übernehmen, dann wird man wohl so verfahren müssen, dass man diese erst dem höheren Willen weiht und unterstellt, statt eigene Interessen darin einflechten zu wollen. Was bedeutete, man tut es für das Ganze und nichts davon für sich, außer als ein Teil des Ganzen mit.

Dafür wurden die Gaben Gottes allen zuteil, um sie eben auch so einzusetzen, wie und nach welcher Weise sie zu uns allen gelangt sind. Auch kann keiner mehr geben, als allem voran diese höheren Gaben und was aus diesen ist...

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Buße, Sühne, Strafe und Lernen - BG 8:19

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 30 2016, 01:55

Bhagavad Gita 8:19

Yogananda:
O Sohn der Pritha (Arjuna), hilflos verkörpert sich dieselbe Menge Menschen immer wieder. Die Reihe ihrer Wiedergeburten endet beim Anbruch der Nacht und beginnt von Neuem beim Dämmern des Tages.

Prabhupada:
Immer wenn Brahmas Tag anbricht, treten alle Lebewesen ins Dasein, und wenn Brahmas Nacht hereinbricht, werden sie hilflos wieder vernichtet.

Reclam:
Die Schar der Wesen in der Welt
Verschwindet, wenn die Nacht anbricht,
Und naht der Tag, bringt das Gesetz
Sie wieder an das Tageslicht.
---
Ist es ein kosmisches Gesetz, dann kann dagegen auch nicht verstoßen werden. Wobei es bei einem Gesetz wohl ohnehin nicht möglich sein wird, denn entweder hat es Konsequenzen oder wird durch die Befolgung von etwas, was darüber hinaus geht relativiert oder aufgehoben. Wenn man meint, es läge nur daran, dass ohne Kläger auch kein Richter da sei, dann stellt sich immer noch die Frage, ob es auch jeder Anteil in einem so sieht oder sich nicht doch dann abwenden wird u.ä., was vielleicht mehr Strafe noch sein könnte, als das, was von außen daher käme...

Also kann man sagen, wird alles zu seiner Zeit Rechenschaft einfordern, gerade bei einem kosmischen Gesetz. Es ließe sich vielleicht auf drei Dinge einteilen, die Buße, die Sühne und die Strafe.

Im Falle der Buße wäre es so, als würde man vorweg bereits den Ausgleich leisten, ohne dass es auch nur gefordert wäre und daher seine weniger gute Tat, soweit wie möglich, durch eine gute Tat aufheben.

Im Falle der Sühne ist jedenfalls genug eigene Einsicht vorhanden, um einen Ausgleich zu erbringen, auch wenn man bereits etwas auf sich geladen hat, oder Fehler begangen hat. So kann mit einem immer noch gearbeitet werden (aus geistiger Sicht), da man sich durch die Einsicht dafür von sich aus öffnet.

Im Falle der Strafe, ist es für jede Einsicht zu spät und die bittere Erfahrung tritt ein, durch erleiden. Da weder Einsicht noch Einlenken da waren, bis eben das Gesetz auf die eine oder andere Weise greift und den Ausgleich einfordert, bis Gerechtigkeit hergestellt wurde.

Vielleicht ließe es sich mit einem sich dehnenden Seil vergleichen, dass man für eine bestimmte Übung heranzöge. Ist es an einer Seite mit etwas fest gemacht, wohin man gelangen möchte, könnte man nun daran erkennen, ob eine Spannung drauf wäre, d.h. es dehnt sich oder schnallt zurück, und so daran ausmachen, woran man ist, bis man die Übung hinter sich gebracht hat und das Seil nicht mehr benötigt, oder eben jenes selber am Seil dann mit sich nimmt.

Im selben Falle, dehnte man es aber, und ginge nicht darauf ein oder achtsam damit um, schnallt es auch ebenso zurück, und man lernte durch den Aufprall oder unter Anspannung nur und auch wenn man es sich auf der einen Seite vielleicht meint leichter zu machen, insgesamt gesehen, macht man es sich aber immer schwerer, weil es auch ohne diese Spannung ginge etc.

Würde man weiterhin bei dem Fall bleiben, dieses Seil einfach nur überdehnen oder gar reißen, dann hat man nichts gelernt und müsste auf die mögliche Lernerfahrung verzichten und jeder Aufwand wäre vergebens, schon seit vor Beginn und alles was darin stecken würde. Oder man darf ganz von vorne und wieder neu anfangen, wobei es nicht heißt, dass man den Zeitpunkt dann selbst bestimmen könnte oder die Bedingungen, denn man wäre ja allein schon darauf angewiesen, dass einem ein dehnendes Seil erst angeboten würde u.dgl...

Devino Melchizedek

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Die Summe und Sammlung beachten - BG 2:42-44

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Apr 01 2016, 01:59

Bhagavad Gita 2:42-44

Yogananda:
O Partha (Arjuna), solche Menschen, die hartnäckig an Macht und Sinnenlust hängen und deren unterscheidungsfähige Intelligenz von der blumigen Redeweise und Bewunderung der geistig Unwissenden irregeführt wird, können keine feste Entschlossenheit (keine Beständigkeit des Geistes) im meditativen Zustand des Samadhi erreichen. Sie meinen, es gäbe nichts Erfreulicheres als die Lobeshymnen der Veden; ihr wahres Wesen wird von ihren weltlichen Neigungen verdunkelt. Und da sie sich den Himmel (die erfreulichen Erscheinungen der Astralwelt) als höchstes Ziel gesetzt haben und die zahlreichen Opferriten vollziehen, um Genuss und Macht zu erlangen, müssen sie sich als Folge dieser (von Wünschen motivierten) Handlungen ständig wiederverkörpern.

Prabhupada:
Menschen mit geringem Wissen hängen sehr an den blumigen Worten der Veden, die verschiedenste fruchtbringe Tätigkeiten empfehlen, um auf die himmlischen Planeten erhoben zu werden oder eine gute Geburt, Macht usw. zu erlangen. Da sie Sinnenbefriedigung und ein Leben in Reichtum begehren, sagen sie, es gäbe nichts, was darüber hinausgehe. Im Geist derer, die zu sehr an Sinnengenuß und materiellem Reichtum haften und die durch solche Dinge verwirrt sind, kommt es nicht zu dem festen Entschluß, dem Höchsten Herrn in Hingabe zu dienen.

Reclam:
Wer unbedacht, von Gier erfüllt,
Auf Lohn der guten Werke baut
Und töricht sich dem Blumenwort
Der heil'gen Veden anvertraut,

Das Neugeburt und Himmelswelt
Als Lohn der guten Taten preist
Und nach der großen Opfer Zahl
Glückseligkeit und Macht verheißt:

Wer voll von Wahn Genuss erstrebt
Und himmlische Glückseligkeit,
Gelangt niemals, o Pritha's Sohn,
Zur Ruhe und Beständigkeit.
---
Es ist nicht nur falsch, sondern auch wenig klug, in anderen nur etwas ganz bestimmtes zu sehen und alles andere für ungültig zu erklären, was man ja täte, sofern man sich nur auf etwas konkretes fixierte und unbeachtet ließe, was noch alles dabei ist und wider dieses stünde. Denn es ist meist eine Summe und Sammlung aus vielem, was hinter jedem steht.

Sei es die Tiernatur, der Mensch, die Seele oder Geist an sich. Die Strahlenkombination und selbst die Nation, in welcher die Seele sich verankert hat. Es kann sogar ne Gottheit sein, die diesen Menschen grad gebraucht, oder genauso gut dann auch, die Persönlichkeit, wie man weiß u.dgl.m...

So kommt es leicht dazu, dass etwas Überbetonung findet, und hinterher ist es doch nur eine Kombination aus etwas anderem, als man meinte, auch braucht das, was schon überbetont wird, nicht weiter angefacht zu werden. Jedenfalls kann man, muss man aber mit vielem nicht notwendig etwas anfangen, erst recht nicht, wenn es eben darum hinterher nicht besser da steht, als vorher.

Auch ist es leicht, zu den Zeiten des aktuellen Umschwungs sich etwas rauszunehmen, oder nur das Effektivste zu nutzen und zu nehmen, und die Reste anderen zu überlassen. Aber was hat man dann nun selbst dazu beigefügt?

Früher oder später rächt sich alles, was nicht sein brauchte, meist wohl dann, wenn man weiter gehen möchte und daher merkt, was nun da ist, was dann doch erst noch bedient werden möchte.. denn dann kann man sich nichts mehr rausnehmen, sondern muss doch wieder alles mindestens ausgeglichen haben oder wird auch mal zurück und oft wieder draufzahlen dürfen...

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Die gemachte Erfahrung - BG 2:57

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Apr 04 2016, 01:07

Bhagavad Gita 2:57

Yogananda:
Wer überall frei von Anhänglichkeit ist, wer sich weder durch gute Erfahrungen freudig erregen noch durch böse beunruhigen lässt, ist fest in der Weisheit verankert.

Prabhupada:
Wer in der materiellen Welt von nichts, was ihm widerfährt - sei es gut oder schlecht -, berührt wird und es weder lobt noch schmäht, ist fest im vollkommenen Wissen verankert.

Reclam:
Wer nicht frohlockt, nicht mürrisch wird,
Ob Glück, ob Unglück ihn befällt,
In allem frei von Leidenschaft,
Der heißt, o Freund, ein Geistesheld.
---
Ob nun Yogananda, Prabhupada oder die BG-Version vom Reclam-Verlag, bei allen sticht ein Verständnis von gewissen Passagen besonders hervor. Man könnte sagen, es ist die Sichtweise, aber es ist auch das, was einer ausgearbeitet hat und an Wissen zu etwas Bestimmtem vertieft hat, was darin sich wieder spiegelt. Wodurch jede Ausgabe dadurch ihren wert erhält. Und wenn man nur eine bestimmte Ausgabe davon liest, fallen einem ganz andere Verse in ansprechender Weise auf, als bei einer anderen Version, wo diese dann eher weniger bedeutungsvoll erscheinen und einem so kaum noch auffallen.

In diesem Falle ist der Vers bei Yogananda aufgefallen, da er es sehr klar und bündig beschreibt. Bei Prabhupada ist das mit dem "berühren" lassen wieder etwas unglücklich ausgedrückt, denn dann wäre es so, als sei die Lösung sich gänzlich davon abzusondern. Aber über ferne Dinge wird man nicht viel sagen können oder doch nur anders, als wenn man damit auch tatsächlich zu tuen hat.

Jedenfalls ist es nicht damit getan, etwas zwischen sich und etwas anderes zu stellen, um vielleicht einer eher unangenehmen Erfahrung auszuweichen. So als hätte dieses, was man zwischenstellt die Aufgabe, für einen etwas aufzufangen, obwohl es an sich anderen Zwecken dient. Als Beispiel wäre z.B. ein Nationalgefühl, dass vor die Körperverfassung gestellt wird u.ä., um sich auf Letzteres weniger einzulassen oder zwecks verleugnen. So als wäre man dadurch stärker, aber doch ist man sich dann nur ferner und in der weise eben schwächer.

Anders ist es, wenn man sich an allerlei Angenehmes anzuhängen versuchte, um so vielleicht abzuheben. Klar kann man so ein wenig herum kreisen und es ganz toll finden. Jedoch nimmt man sich so nur zu leicht die Handlungsfähigkeit, denn diese geht nunmal nicht nach dem was angenehm ist.

Und sicher ist wohl, egal welche Erfahrungen man gemacht hat mit etwas, ob es schlechte oder gute waren, wenn man nur aus diesem heraus versucht ständig alles zu entscheiden oder zu beurteilen, dann wird man ebenso wenig bei dem sein, was gerade ist und ansteht. Noch wird man sich vor den Konsequenzen in der Situation entstehen, in Begründung des Vergangen, dadurch erwehren können.

Die gemachte Erfahrung hat ihren wert u.a. darin, wie man besser mit etwas umgeht, weil man z.B. bestimmte Abfolgen nicht gänzlich erlernen braucht oder auch bestimmte Zusammenhänge so schnell zuordnen kann u.dgl.m., aber sie kann einem die Gegenwart nicht abnehmen. Und diese Gegenwart ist etwas, was einem die Gelegenheit für neue Erfahrungen bietet und sich von alten Erfahrungen wohl kaum beeindrucken ließe.

Und was bleibt einem dann? Nichts weiter, als jeder Erfahrung die da kommt möglichst unvoreingenommen zu begegnen, weil es nicht die Vergangenheit ist und auch noch nicht die Zukunft, aber eine mögliche Ursache für Künftiges...

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Durch die Zeitalter hinweg - BG 3:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Apr 05 2016, 00:06

Bhagavad Gita 3:27
Yogananda:
Alle Handlungen werden universell von den Eigenschaften (Gunas) der uranfänglichen Natur (Prakriti) hervorgerufen. Ein Mensch, dessen Ich von der Selbstsucht irrgeführt worden ist, denkt: "Ich bin der Handelnde."

Prabhupada:
Die vom Einfluß des falschen Ego verwirrte spirituelle Seele hält sich selbst für den Ausführenden von Tätigkeiten, die in Wirklichkeit von den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur ausgeführt werden.

Reclam:
In Wahrheit handeln in der Welt
Allein die "Gunas" der "Natur",
Verblendet durch sein Selbstgefühl,
Der Tor glaubt selbst zu handeln nur.
---
Es scheint so normal heute noch, dass man sich nicht von der Seele leiten lässt, ja sich nicht einmal fragt, ob dieses von der eigenen Seele herrührt oder mit dieser überein geht. Manche Überraschung wäre wohl drin, wenn einer sich für z.B. übermäßig aufrecht hielte oder fromm oder was auch immer, dann die Seele darüber doch nur fluchend vorfände. Andererseits und im wesentlichen, wäre es aber wohl so, dass einer, der von der Seele geleitet wäre, eher belächelt und als sonderbar abgetan würde.. aber immerhin nicht mehr vorzugsweise hingerichtet...

Nicht nur hierin liegt ein Fortschritt, denn auch die Wahrnehmung des Lichts ist wohl höher und anders. Es wird wohl mehr als erstrebenswert, denn zum fürchten angesehen, was letztlich wohl nur die Furcht vor Selbsterkenntnis war.

Auch wird alles mehr und mehr global betrachtet und aufgefasst, und so dann weniger abgegrenzt zwischen "die unseren" und "die fremden" oder in "ich" und "andere außer ich", und so sind wohl auch viele Dinge nicht mehr vergleichbar, wie es vor einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten noch darum stand. So gibt es wohl weniger Kriege und Brutalität und diese verlagern sich in andere Bereiche und es besteht hier auch doch mehr Hoffnung auf Frieden.

Insgesamt ist ein gewisser Fortschritt unverkennbar und doch gab es gewisse Epochen, z.B. die Atlantische, wo man, wenn nicht in jeder Hinsicht, dagegen noch recht rückschrittlich ist. Es mag wohl zu der Zeit größere Klassenunterschiede gegeben haben als heute, so das mehr Ungleichheit in der Entwicklung vorgeherrscht hatte. Aber gerade dessen, wessen man sich heute vielleicht rühmt, hinsichtlich der Technik z.B., dürfte man noch weit hinter dem damaligen Stand zurückliegen, zumindest von der präviligierteren Klassen entfernt, und hinsichtlich dem, was man als normal hinnimmt, ist man vermutlich weiter.. wie es halt so oft ist, mit dem was man meint und dem wie es doch verhältnismäßig ist...

Einer der Gründe wird wohl Selbstsucht und Ich-Bezogenheit in der heutigen Zeit noch sein, wo der Wettbewerb bevorzugt als Hemmnis zählt für das Ganze, in der Erwartung sich irgendwelchen Eigenvorteil bloß zu verschaffen, womit das Gesamte aber eben schlechter da stehen bleibt.. und so weit weg kommt der Einzelne auch nicht, wenn das Umfeld dann den Fortschritt nicht mitträgt.

Und wie kommt es überhaupt zum Rückschritt, wenn doch das ein oder andere so weit entwickelt war? Es ist wohl die Frage, wozu und wie etwas eingesetzt wird. Denn wenn der Schaden größer als der Nutzen wird, durch die Art des Gebrauchs, dann wird schon das noch weiter entwickelte Reich dafür Sorge tragen, dass dort nichts hineingelangt, was diesem nicht zuträglich ist. Was wohl auch nur natürlich wäre. Davon abgesehen sind wohl auch nicht unbedingt die damaligen Prädestinierten hier geblieben, sondern die, die eben vom Stand her zurücklagen, um die spätere Gelegenheit wahrzunehmen, die nun doch da sein könnte und es nicht viel Grund gibt, weiter auf etwas zu warten...

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Ambitionen - BG 3:25

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 06 2016, 09:29

Bhagavad Gita 3:25
Yogananda:
O Nachkomme des Bharata (Arjuna), so wie die Unwissenden aus Anhänglichkeit handeln und auf eine Belohnung hoffen, so sollten die Weisen mit gleichmütiger Losgelöstheit handeln und vielen Menschen gern als Vorbild dienen.

Prabhupada:
So wie die Unwissenden ihre Pflichten mit Anhaftung an die Ergebnisse ausführen, o Bharata, so führen auch die Gelehrten ihre Pflichten aus, aber ohne Anhaftung, und nur, um die Menschen auf den rechten Pfad zu führen.

Reclam:
Nur Toren handeln wahnbetört,
Dass ihnen werde Lohn zuteil,
Die Weisen handeln frei von Hang
Allein nur für der Menschheit Heil.
---
Der Unterschied bei den Ambitionen ist wohl der, dass das, was auf ein Ergebnis aus ist, meist die persönliche Ambition ist und sich ganz leicht stören lässt, denn es unterlässt die Tat sobald das Ergebnis nicht absehbar ist.


Bei den Ambitionen der Seele sieht es schon etwas anders aus, denn sie ist ebenfalls weitestgehend vielleicht gar auf sich Selbst gerichtet und bezieht doch gerade somit alles relevante ein, wie die Persönlichkeit alles ausgrenzt, denn beide haben eine andere Art von Naturell. So dass man sagen könnte, es wird leicht und anmutig dann auch die Menschheit einbezogen oder das Wesenhafte um welches es nun geht. Da kein Ergebnis für sich vorgesehen ist, kann die Ambition auch nicht unterbrochen werden, außer die Umstände sind tatsächlich so, dass der Zweck nicht erreicht werden kann.


Anders gesagt, wenn die Seele nicht für sich allein handelt, wobei aber immer wohl aus sich heraus, denn alles andere entspräche nicht dem freien Willen, und das, worin es nun ginge um zu helfen oder voran zu bringen, erfüllt ist oder nicht mehr erfüllt werden kann, weil vielleicht etwas anderes wesentlicher ist, dann wird das ganze entsprechend unterlassen oder umgeändert und angepasst.


Der Vorteil der Seele hinsichtlich der Persönlichkeit ist wohl immer noch letztlich der, dass die Seele schlichtweg keinen Schlaf benötigt, die Persönlichkeit hinsichtlich dem aber von der Seele abhängig bleibt und sofern sie auch widerspenstig sein mag, doch sie muss sich mindestens im Schlafe sich mit der Seele doch verbinden, worin sich eben auch zeigt, was wovon abhängig bleibt.

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