Bhagavad Gita

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Die Begünstigten - BG 6:25

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 05 2016, 01:49

Bhagavad Gita 6:25

Yogananda:
Wenn der Yogi mit großer Geduld seine intuitive Unterscheidungskraft gebraucht und seinen Geist mit der Seele verschmelzen lässt, kann er den Geist von allen Gedanken befreien und nach und nach den Zustand der inneren Stille erreichen.

Prabhupada:
Allmählich, Schritt für Schritt, sollte man mit Hilfe der Intelligenz, gestützt von aller Überzeugung, in Trance versinken, und so sollte der Geist allein auf das Selbst gerichtet werden und an nichts anderes denken.

Reclam:
Allmählich tritt die Ruhe ein,
Wenn die "Vernunft" man fest ergreift,
Das "Denken" in das Selbst versenkt,
So dass es hin und her nicht schweift.
---
Ganz egal wie weit oder hoch einer entwickelt sein mag, gerade dann weiß derjenige die einfachen Dinge des Lebens sehr wohl zu schätzen und sich ihrer zu erfreuen. So wird es demjenigen wohl auch leicht fallen sich über ein paar ruhige Stunden oder vielleicht Tage als Mensch mit den gewöhnlichsten Dingen irgendwo verbringen zu können.

Denn auch ein höherer Eingeweihter ist nicht Konstant mit einem Einweihungsgrad unterwegs, was so viel ja bedeuten würde, stets mit der Geistigen Hierarchie, mit Shamballa oder anderen hohen geistigen Sphären in steter Verbindung zu stehen. Was sicherlich für das ein oder andere sehr anstrengend wäre.

Nur zum Vergleich dazu, wenn wir nun sagen, wie es in der Schrift heißt, "es gibt einen Gott, in dem wir leben, weben und sind", so gäbe es dann ja auch nicht nur die lauter erfreulichen Dinge und nur das begünstigte Gute, sondern gelinde gesagt auch alles andere zugleich, also auch das weniger Gute und bloß erfreuliche.

Wenn es nun also keinen einzigen Moment mehr gäbe, wo man von diesem los käme und es ständig mit zu ertragen hätte und dadurch also gefordert wäre, von derlei Art der Herausforderung wäre es nun beständig in Zuständen höherer Einweihungsgrade zu verweilen. Man stelle es sich nur mal vor, man könnte dem nicht ausweichen und müsste daher auf die eine oder andere Weise damit umgehen, und täte man es nicht in ausgleichender Weise, so würde man selbst der Verstrickung darin anheimfallen. Das wäre wohl keine so schöne Vorstellung?

Ein wenig einfacher wäre es dann wohl in einem nicht-inkarnierten Zustande, wo man jedenfalls weniger Einschränkungen ausgesetzt und unterworfen wäre, und ohne dem, was zu gänzlichen Erschöpfung neigte. Und dennoch, man könnte sich dann nicht einmal mehr einfach so mal irgendwo kratzen und gewisse Dinge einfach nur mal ruhen lassen.

So sei man froh über das, was einem möglich ist, ohne sich wohl vorzeitig nachdem zu verzehren, was man womöglich doch noch gar nicht ertragen könnte. Dabei kann alles doch einfach nur schön sein, warum also nicht sich so lange es gegeben ist, an diesem jeweiligen einfach mal erfreuen? An allem worin man sich als begünstigt erfahren und erleben kann!

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Selbstzucht - BG 6:36

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 12 2016, 00:08

Bhagavad Gita 6:36

Yogananda:
Der unbeherrschte Mensch wird schwerlich Erfolg im Yoga haben; demjenigen jedoch, der Selbstbeherrschung besitzt und die richtigen Methoden anwendet, wird es gelingen.

Prabhupada:
Für einen Menschen mit ungezügeltem Geist ist Selbstverwirklichung ein schwieriges Unterfangen. Demjenigen aber, dessen Geist beherrscht ist und der sich mit geeigneten Mitteln bemüht, ist der Erfolg sicher. Das ist Meine Meinung.

Reclam:
Wer sich nicht selbst im Zaume hält,
Den Yoga nur sehr schwer erringt,
Doch wer den rechten Weg beschritt,
Bis zur Vollendung vorwärtsdringt.
---
Erst unters geistige Gesetz sich selber bringen, dann soweit dieses auch vollbringen, dass es überflüssig wird und es in der Weise zur Freiheit führt.

Es ist wie mit kleinen Kindern oft auch bei den Erwachsenen nicht weit her damit, wenn auch nur in manch einer anderen Hinsicht, ein Verlangen nach etwas zu entwickeln, statt es zu zügeln, in der Ansicht, es ist schon so in Ordnung damit. Doch seinem Kinde würde man es selbst wohl verbieten wollen u.ä.

Bei Kindern ist es nicht selten ja so, dass sie mit gewissen Aufgaben in die Inkarnation gehen und dieses zeigt sich oft in vieler Hinsicht recht Früh, womit und worauf sie in welcher Weise reagieren und darauf anspringen. Andererseits sind da natürlich gewisse Gesellschaftliche Herausforderungen, mit welchen sie konfrontiert sind und nicht immer mit allem fertig zu werden vermögen. Erst wenn vieles davon gelöst und abgetragen wurde, kann derjenige sich aus den entsprechenden Strukturen heraustreten.

Natürlich muss man Kindern einiges, wenn auch nicht alles, durchgehen lassen, und nicht wie von Erwachsenen erwarten, dass sie sich selbst einer Selbstzucht unterziehen.

Denn es gehört zum Erwachsenen-Sein dazu, selbst sich zu zügeln oder auch in Zucht zu nehmen. Denn man kann nicht voraussetzen, dass immer irgendwo etwas da ist, was einen stützt, sondern man selbst ist derjenige der sich die Stütze sei, wolle man nun eigenständig sein. Dann ist es auch klar, dass man selbst alles übermäßige Verlangen zu zügeln hat, damit es nicht wie bei einem Fluss über das Ufer treibt und das Land überschwemmt.

Und dabei reicht es nicht einmal aus, etwas nur los zu werden, sondern es bedarf ebenso immer einer Art Gesinnungswandel, um nicht zu den früheren Dingen zurück zu kehren, oft durch den dann erweiterten Raum noch ärger als ehedem. Da ist Selbstzucht eine bessere Basis, als wenn man irgendwelcher äußerer Grenzen und Gesetze bräuchte.


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Teilhabe - BG 7:14

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Dez 20 2016, 03:24

Bhagavad Gita 7:14

Yogananda:
Es ist wahrlich schwierig, sich dem Einfluss Meiner göttlichen kosmischen Hypnose zu entziehen, die mit den dreifachen Eigenschaften durchwoben ist. Nur wer in Mir (dem Kosmischen Hypnotiseur) Zuflucht sucht, wird von dieser Macht der Täuschung befreit.

Prabhupada:
Diese Meine göttliche Energie, die aus den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur besteht, ist sehr schwer zu überwinden. Aber diejenigen, die sich Mir ergeben, können sie sehr leicht hinter sich lassen.

Reclam:
Schwer zu durchdringen ist der Schein
Der gunahaften Zaubermacht;
Nur wer zu mir die Zuflucht nimmt,
Aus diesem Weltblendwerk erwacht.
---
Zwar mag es einem Eingeweihtenbewusstsein anders verstatet sein mit etwas umzugehen oder leicht fallen mit allerlei Trubel fertig zu werden, ohne sich in gänze in diesem zu verlieren oder sich von diesem fortreißen zu lassen. Doch zugleich oft kann man mit allerlei spezifischen Themen belagert sein, dass es einem nicht möglich sein wird, in herkömmlicher Weise damit auch nur umgehen zu können.

Denn man ist im gewissen Sinne nicht in der selben Weise angeschlossen und mit selbigen Emanationen verbunden oder darin eingebunden, wie es nun bei der Mehrheit in dem Falle darum bestellt wäre.

Dabei geht es nicht um einen selber, mehr allgemeinhin um die vorgefundenen Begebenheiten. Man sitzt z.B. in einem Restaurant, doch so, dass man nicht weiß, wie man überhaupt teilhat, an dem, was um einen ist. Sicher kann man alle Gepflogenheiten einhalten, doch immer noch nur schwer dann abwägen, was von einem bei den anderen dann ankommt oder nicht, denn man steckt nicht in gleicher Weise in dem drin, worin andere in natürlicher Weise zugange sein mögen. Obwohl man da ist, ist man doch nicht so da, dass man vollends durchkommt, um vollends da zu sein. Und kann dann hinterher erst mehr wieder zu sich finden, in der Weise, wie man sich selbst gewohnt ist.

Zwar mag die Geistige Welt in einem eher die nächste Anlaufstelle vorfinden und was vom Geiste kommt, kann früher bei einem landen und vernommen werden, doch umgekehrt ist man eher der letzte, der mitbekommt, was teilweise um einen schon jedem längst, vielleicht instinktiv, klar ist. Es kommt zuerst dass an, was einem am nächsten steht.

So mag ein gewisser Trend einem gar nicht sich erschließen, oder man vernimmt es wesentlich später erst, worin und womit was und woraus dieses hervorging, und man sich leicht wundern mag, warum die Mehrheit so und so auf etwas reagiert oder in einer bestimmten Weise damit umgeht. Es aber bei einem überhaupt keinen Anklang findet, oder erst wesentlich später.

So kann man nur so tuen als ob, oder auch nicht und es lassen, doch stecken tut man dann drin nicht. So hat doch alles seine gewissen Vor- und Nachteile. Zum einen wird man nicht mit allem gleich mitgezogen, zum anderen, ohne oder mit anderem Bezug dazu, kann man überall dabei sein, und dennoch sich überall als fremd vorgekommen oder selber als ausgegrenzt erfahren, auch wenn es nur die Subjektivität als Erfahrung so abbildet.

Für manches mag es gut sein, um z.B. in Ruhe mehr an etwas arbeiten zu können, zum anderen können gewisse Umgangsarten nur mit einem entsprechenden Bezug entstehen oder bestehen. Und nur mit diesem Bezug ließe sich in ähnlicher Weise damit umgehen und man könnte so auch nur zusammen eine Teilhabe daran erhalten, oder auch nicht...

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Gut vorbereitet - BG 7:20

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 28 2016, 00:01

Bhagavad Gita 7:20

Yogananda:
Wenn die Menschen ihren eigenen Neigungen folgen und ihre Unterscheidungskraft durch dieses oder jenes Verlangen einbüßen, wenn sie sich dieser oder jener kultischen Vorschrift unterwerfen, suchen sie die niedrigeren Gottheiten auf.

Prabhupada:
Diejenigen, deren Intelligenz von materiellen Wünschen gestohlen wurde, ergeben sich Halbgöttern und folgen, jeder seiner eigenen Natur entsprechend, bestimmten Regeln und Vorschriften der Verehrung.

Reclam:
Von mancherlei Gelüst verlockt,
Nahn andre andern Göttern sich;
Im Bann der eigenen Natur
Verehrend sie geflissentlich.
---
Es dürfte wohl von Sai Baba sein, dass einer zu ihm kam und sehr von Glückseligkeit angetan war, was ihm dann auch gewährt wurde. Nach ein paar Tagen oder so, kam er wieder und wollte es nicht, weil er dieses einfach nicht mehr aushalten konnte.

So ist es nunmal mit dem, womit man erfüllt ist. Was nutze es einen Hebel umzulegen, damit aber nicht in rechter Weise umgehen zu können oder es aushalten zu können?

Nahezu jeder läuft den Dingen hinterher, die er für wichtig oder wichtiger zumindest als anderes hält, und doch, wie viele sind derer, die glücklich in sich selbst alles finden? Einiges wird für viel zu geringschätzig gehalten, was doch mehr ist, anderes wird überbewertet, und doch davon nicht abgelassen.

Vielleicht auch weil man davon nicht lassen kann, weil man von diesem bereits zu stark erfüllt ist oder zu viel davon hat, nicht weil es daran mangelt, sondern weil es einen zu stark beherrschen mag, weil es vorherrschend vertreten ist.

Und doch ist wiederum die Lösung in einem, entweder sich darauf hinreichend vorbereitet zu haben oder nicht. Etwas bloß zu wollen, oder es wirklich aushalten zu können oder damit umgehen zu können.

Man bekommt nicht unbedingt das was man möchte, sondern das, was man braucht oder das, womit man umgehen kann, oder das, worauf man sich vorbereitet hat. Und es kann einem kaum einer eben die Vorbereitung nehmen. Doch wird durch die Vorbereitung bereits vieles möglicherweise hinreichend geklärt sein, dass einem daran nichts mehr liegt, und dann kann man damit auch eher umgehen, als wenn zu viel Eigeninteresse daran geknüpft ist.

Es zählt also nicht das Maß des haben wollens, es zählt mehr das Maß, damit angemessen umgehen zu wollen.. und ob es einem überhaupt anvertraut werden kann...

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Seelenerfahrung - BG 8:16

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 07 2017, 02:55

Bhagavad Gita 8:16

Yogananda:
Yogis, die sich noch nicht von der Welt gelöst haben, kehren (zur Welt) zurück - selbst aus der hohen Sphäre Brahmas (der Vereinigung mit Gott im Samadhi). Doch wenn sie in Mich (den transzendenten Geist) eingehen, gibt es keine Wiedergeburt mehr, o Sohn der Kunti (Arjuna)!

Prabhupada:
Alle Planeten in der materiellen Welt - vom höchsten bis hinab zum niedrigsten - sind Orte des Leids, an denen sich Geburt und Tod wiederholen. Wer aber in Mein Reich gelangt, o Sohn Kuntis, wird niemals wieder geboren.

Reclam:
Die Welten bis zur Brahma-Welt
Entstehen nur, um zu vergehen,
Doch wer zu mir gekommen ist,
Wird nie ein neues Dasein sehen.
---
Man könnte auch sagen, in der vollen Erkenntnis Gottes, hört alles Bedingte auf. Also auch das Vergehen und das Auflösen, was auch einen gewissen Verlust bedeuten mag.

Es könnte angenommen werden, die Seelenerfahrung ist was ganz ganz schönes. Nun, ehrlich gesagt, wenn es sich in höheren oder reinen Sphären befindet, mag dem durchaus so sein, nicht jedoch in Welten, in denen leidtragendes Benehmen vorherrschend ist.

Das was ganz ganz schön und angenehm ist, ist meist Verblendung und im Astralen angesiedelt. Je weiter ins Astrale gerutscht und je mehr mit selbiger Verblendung daran beteiligt und dieser zugeneigt sind, desto schöner mag es vonstatten gehen, aber nur so lange bis das Erwachen einsetzt.

Seelenerfahrung heißt Erwachen. Es gibt keine wirkliche Seelenerfahrung ohne Erwachen. Doch sind Fehldeutungen möglich, wenn das Seelenerleben ins menschliche Bewusstsein übersetzt werden soll.

Dabei gibt es von vielem ja auch nicht nur die niedere Entsprechung, sondern ebenso zur verblendungsträchtigen Astralebene des kollektiven Menschlichen Treibens, kommt ja auch eine Kosmische Entsprechung.

So bedeutet Seelenerfahrung das Empfinden dessen was da ist. Es fühlt sich nicht toll an, es ist nicht superstark und sich mächtig vorzukommen, denn wenn die Welt, in die man einging oder in der man sich befindet so nicht ist, dann kann es nur Getrenntheit sein, welche sich so selber vorkommt ggf. auch Einbildung. Denn man erfährt sich selbst nicht direkt in der Weise, sondern immer ist es das, was auf einen einströmt zuerst, und manches hat dann vielleicht nicht wirklich mit einem zu tuen sondern man nur davon eingenommen sein (was auch immer es dann sei).

Im Grunde genommen benötigt man einen Spiegel, der einem das aufzeigt, was von einem ist. Mitunter deswegen wird vieles bei der geistigen Arbeit über eine Dreiheit abgewickelt. Es kann ja auch nur von dorther das einem gespiegelt werden, wo etwas da ist, was einem dieses spiegeln kann.

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Die Lehre der Lehren - BG 13:20

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jan 13 2017, 02:08

Bhagavad Gita 13:20

Yogananda:
Es heißt, Prakriti erschaffe das Ergebnis (den Körper) und das Werkzeug (die Sinne) - und Purusha verursache das Erleben von Freude und Leid.

Prabhupada (13:21):
Die Natur gilt als die Ursache aller materiellen Ursachen und Wirkungen, wohingegen das Lebewesen die Ursache der verschiedenen Leiden und Genüsse in dieser Welt ist.

Reclam:
"Natur" die Ursach' wird genannt
Von Wirkung, Werkzeug, Täterschaft;
Das Lust und Leid bewusst uns wird,
Bewirkt der Geist durch seine Kraft.
---
Und man wird einfach um vieles nicht herumkommen können, wie sehr man sich auch anstrengte. Doch wird man am Ende diesem Rechnung tragen und gerecht werden, weil man es doch wollen wird.

Wie gerne also man auch manchem aus dem Weg gehen wollte, ebenso wie man vielleicht auch gerne etwas haben möchte, doch wird man auch den Auswirkungen dessen, oder was immer dieses zusätzlich mit- und nach sich zieht, dann nicht ausweichen können. Einfach weil etwas nach seiner Weise so ist, wie es ist. Und das einzige, warum es nicht übereinginge, ist dass man es in dieser Weise nicht erkennt oder anerkennt.

Ja, natürlich heißt es, "die Wahrheit wird euch frei machen". So ist es nicht das Ziel einer jeden Geisteslehre, Gefangene zu machen. Das hieße jemanden unter Dogmen u.dgl.m. zu bringen, und ihm dieses als aller-heil-Mittel anzudrehen. Was weder eine Erweiterung seiner Selbst bedeuten würde, noch sonst zu vielem nütze.

Dennoch ist vieles nach einer anderen Weise, als die des bloßen Genusses arrangiert. Nur durch Unkenntnis über den wahren Gehalt dessen, und wenn man die Folgen dessen nicht bedenkt, macht man sich mehr Schwierigkeiten zumeist, weniger, weil etwas dazu da sei um Schaden oder Ungemach zu bereiten.

Weit mehr noch ist vieles ein ganz und gar neutrales Ding, wenn man in dieser Weise oder in rechter Weise damit auch umginge. Gott ist kein strafender Gott, denn welchen Gefallen sollte er an derlei auch empfinden?

Mehr noch hat Er alles so eingerichtet, dass wir aus allem die für uns notwendige Erfahrung, Lektion und Lehre ziehen können. So ist alles auch in der Weise eingerichtet, dass wir nicht ewig mit etwas verdammt werden oder uns darin verlieren.

Denn wir erhalten letztlich die Möglichkeit, alles so erkennen zu können und zu sehen, wie er es sieht und für uns bereitet sowie eingerichtet hatte. Und nur in der Erkenntnis Gottes kann letztendlich die Freiheit liegen. So lange aber auch können wir keine endgültige Glückseligkeit erfahren, und darum ist es auch gut so, wie es an sich ist, denn Gott selbst ist die Lehre aller Lehren, und nichts außerhalb seiner Selbst.

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Die Dinge an sich selbst - BG 9:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 16 2017, 01:52

Bhagavad Gita 9:2

Yogananda:
Diese Erkenntnis ist die Königin der Wissenschaften, das königliche Geheimnis, die einzigartige Läuterung und die Essenz des Dharma (der rechtmäßigen Pflicht des Menschen). Es ist das unmittelbare Erkennen der Wahrheit - die immerwährende Erleuchtung -, die man durch leicht zu übende Methoden (des Yoga) erreichen kann.

Prabhupada:
Dieses Wissen ist der König der Bildung und das geheimste aller Geheimnisse. Es ist das reinste Wissen, und weil es durch Erkenntnis eine direkte Wahrnehmung vom Selbst, vermittelt, ist es die Vollkommenheit der Religion. Es ist immerwährend und wird mit Freude praktiziert.

Reclam:
Geheime Königswissenschaft
Und höchste Läuterung ist sie,
Verständlich, leicht erlangbar auch,
Und auszuüben ohne Müh'.
---
Was kann es also sein? Was die reine Erkenntnis und direkteste Wahrnehmung bedeuten kann? D.h. also ohne alles, was nur mittelbar einem gewisse Möglichkeiten eröffnet, also auch ohne die geringste Verblendung?

Wenn man sagt "die Dinge an sich selbst", dann mag die Tragweite womöglich sich nicht zugleich damit erschließen wollen. Denn wenn man die Menschliche Erfahrungswelt im wesentlichen mit der Physischen, der Emotionalen und der Mentalen bereits weitestgehend einkreisen kann, ist es doch ein verschwindend geringer Anteil an dem, was darübergehend alles existieren mag.

Dabei mag der ein oder andere Mensch bereits rein in seiner Emotionalen Natur sich für den Herren der Welt halten, doch hinsichtlich der Dinge an sich selbst, kann es notwendigerweise dann nur Verblendung bedeuten. Denn was sollte dieses mehr von den Dingen an sich selbst enthalten, als bloße Einbildung, so lange wie es sich rein in der Emotionalität aufhalten würde?!

Die Dinge an sich selbst hieße daher, alle Dinge an sich selbst, nicht nur eine schmale Spurrille. Und wie käme man dazu? Nun, wohl nur in der Weise, dass man eines nach dem anderen kennen lernt, erlernt, und zu bemeistern lernt. Die Königin der Wissenschaften kann daher nur das sein, was einen dazu befähigt, mit den Dingen an sich selbst umzugehen.

Benjamin Creme hatte sich mal über außerweltliche Besucher in etwa so geäußert, dass die Venusier aus menschlicher Weltsicht wie Götter wären, die Marsianer in ihrer Entwicklung teilweise ebenso, teilweise aber auch nur wie weit fortgeschrittene Menschen. Dem bleibt nur zuzufügen, dass der Unterschied im wesentlichen darin liegen dürfte, schlichtweg ein breiteres Spektrum der Dinge an sich selbst bedienen oder beherrschen zu können.

Natürlich schließt es sowohl Fein- wie Grobstofflichkeit ein, als auch viele Naturreiche und Ebenen von der Seele bis hin zur Monade. Und doch fängt alles in dem an, worin man gerade ist.

Denn nichts ist weniger, alles ist mehr, von allem was man wirklich erlernt hat. Und von dem Ausmaß ist es, wenn man "von den Dingen an sich selbst" spricht. Daher ist alle Lehre nur das, selbst die vom Selbst, um einen auf die Dinge wie sie sind vorzubereiten. Und die bestimmte Dinge an sich selbst und deren Umgang, ist das, was einen letztlich von aller vorbereitenden Lehre wieder frei macht. So wie es heißt, die Wahrheit macht euch frei.

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Juridisch - BG 18:23

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 24 2017, 00:34

Bhagavad Gita 18:23

Yogananda:
Es heißt, dass diejenige Handlung sattvisch ist, die von Gott geleitet wird und die man - ohne jegliche Anhänglichkeit und ohne Widerstreben - im Zustand völliger innerer Freiheit ausführt, ohne nach den Früchten der Tat zu verlangen.

Prabhupada:
Jene Handlung, die reguliert ist und ohne Anhaftung, ohne Liebe oder Hass und ohne Wunsch nach fruchttragenden Ergebnissen ausgeführt wird, wird Handlung in der Erscheinungsweise der Tugend genannt.

Reclam:
Wer handelt ohne Gunst und Hass,
Nur wie es ihm die Pflicht gebeut,
Und nicht des Handelns Frucht begehrt,
Dess' Tun ist voll von "Wesenheit".
---
Ist man in der Position vielen oder wenigen ein Beispiel zu sein, und im Grunde genommen schließt es jeden mit ein, in einem mehr oder weniger großen Umfang, so führt man zugleich zum Verderben oder zum Heil bei. Woraus sowohl Ungleichheit als auch größere Freiheit wie auch größerer Frieden entstehen können.

Nichts anderes ist Satan, als die zum Verderben geführte Masse. Nichts anderes ist der Teufel, als die eigene verderbliche Neigung. Sofern wie man es bloß auf den Wesenskern zurück führte.

Man kann nicht zwei Herren dienen, denn entweder wird man den einen lieben und den anderen hassen, oder dem anderen bereitwillig Folge leisten. Und an den Früchten werdet ihr sie erkennen, heißt es an anderer Stelle, denn entweder entsteht Verderben daraus oder Heilung. Und entweder widerstrebt einem dieses oder jenes, denn man kann nicht zugleich zwei entgegengesetzten Richtungen nachfolgen.

Daher ist es erforderlich diejenigen Dinge aus der Astralwelt umzudrehen, denn es sind nur spiegelverdrehte Abbilder, und folgte man diesen, so entfernte man sich zugleich vom Wesenskern, welcher auf der der entgegenstehenden Seite sich befindet.

Sittlich recht heißt das, was zu befolgen eine bessere Welt hinterlässt. Denn wie nun etwas, was auf der Wasseroberfläche landet und immer weitere und größere Ringe nach sich zieht, so geht auch von dem, was in allerlei Anbindung zu etwas umfassenderem ausgeführt wird, in einem gewissen Umfang eine Welle aus.

Dieses kann nun Gutes heißen, oder eine nachteilige Auswirkung sich ausdehnen lassen. Man überlege selbst, ob man mit seinem Beispiel das ausbreitet, wie die Welt von Morgen aussehen sollte. Nicht zugunsten einer Sache, jedoch zum Nachteil des Ganzen. Denn nichts Gutes hätte man damit insgesamt bewirkt, ausgenommen Ungerechtigkeit zugunsten einer Seite oder einer Sache bloß.

Und ob man die Schwierigkeiten mehr beseitigt, als anderen eine Konfrontation und Umgang damit leichter fallen wird, in genau selber Weise damit umzugehen und zu verfahren, oder mehr Unausgewogenheit reinbringt und hinterlässt, somit damit Ungerechtigkeit förderte. Und ob man nun die Verantwortung auf sich nehmen möchte, so in der Weise dazu beigetragen zu haben?

Denn was immer an einem Kern ausprobiert und geschaltet wird, so wird eben selbiges auf alles treffen, was weiter weg von diesem ist, und doch nicht frei und ganz gelöst davon. Denn früher oder später trifft es darauf und dann auf das, was dort an der Stelle damit getrieben wird und dann auf weiteres. Doch wie es die Ausdehnung nun auch betrifft, irgendwann zieht alles sich wieder zusammen, denn was eins ist, bleibt eins. Dann kann man auch nicht mehr auswählen, ob man dass noch möchte, was daraus wurde, denn man wollte ja, dass es werde.

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Das Recht für sich gepachtet? - BG 7:13

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 29 2017, 02:40

Bhagavad Gita 7:13

Yogananda:
Die Welt der Sterblichen erkennt Mich nicht, der Ich unwandelbar und jenseits aller Eigenschaften bin, weil sie durch die dreifache Erscheinungsform der Natur getäuscht wird.

Prabhupada:
Getäuscht von den drei Erscheinungsweisen [Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit], kennt die gesamte Welt Mich nicht, der Ich über den Erscheinungsweisen stehe und unerschöpflich bin.

Reclam:
Von der drei "Gunas" Spiel verwirrt,
Erkennt mich nicht, betört, die Welt
Als den, der unvergänglich groß
Seit Ewigkeit das All erhält.
---
Alles was man anfasst, gehört irgendwohin und ist es einem fern, dann führte man sich selber fort, ist es einem nah, so führte man sich drum zu sich näher hin.

Vergleichen lässt es sich ein wenig damit, dass keiner das Recht auf seiner Seite dauerhaft pachten kann. Entweder ist man hinsichtlich einer Sache im Recht und bewegt sich auf der Seite der Rechtschaffenheit, oder man ist außerhalb, so hätte man aber das Recht nicht bei sich.

Das Recht ruht also auf der Seite einer Sache oder Sachlage u.dgl., nicht jedoch auf der Seite vom Illusionären Ich-Gefühl (Ahamkara), denn wäre man ohnedem (keine Maya-Persönlichkeit mehr), wie könnte das Recht aufhören zu bestehen?

Und ist kein vollständiges Erkennen da, dann kann es sich auch nicht vollständig um die Seele oder mehr noch um das Höhere Selbst handeln. Denn was wäre dann das davon, was nicht erkennen kann? Wie es von Krishna heißt, dass die Höchste Persönlichkeit Gottes alles erkennt, was war, ist und sein wird.

Natürlich mag es noch allerlei anderes geben, z.B. Kollektive Anteilnahme. Dies bleibt nicht aus und ist nichts ungewöhnliches. Denn jeder vertritt doch stets eine gewisse Generation, wie einen Jahrgang, ein Geschlecht, eine Rasse, eine Nation, und noch vieles andere mehr noch.

Doch für alles kann gesagt werden, keiner hat das Recht auf seiner Seite allein, es liegt in keinerlei Parteilichkeit, sondern es liegt bei dem, sich in der Rechtschaffenheit zu bewegen und darauf zu achten, sich dort aufzustellen, wo es Recht ist, weil es Recht ist. Zwar fast schon so, als wäre es eines dieser Dinge, derer man sich zugehörig wähnt oder es vorübergehend auch ist, doch stets hinsichtlich einer Sache.

Um es mehr auf einen einfachen Nenner möglichst zu bringen, kann man wohl sagen, "das Recht ist bei der Sache, die länger währt und bleibt, als eine andere". Und nur Gott selbst kann das Recht für sich beanspruchen, ohne auch nur irgend einer Anmaßung überhaupt verfallen zu können, wenn doch alle Sachen von und in ihm ruhen, und so wie er der Ursprung und die letzte Ursache von allem bleibt, wie er sich auch selbst in seiner Vollständigkeit darin erkennt...

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Die Reise zurück nach Hause - BG 7:25

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Feb 03 2017, 00:27

Bhagavad Gita 7:25

Yogananda:
Dem Anschein nach werde Ich durch Meine eigene Yoga-Maya verdunkelt (die Täuschung, die den dreifachen Eigenschaften der Natur entspringt), so dass die Menschen Mich nicht sehen können. Die verwirrte Welt kennt Mich, den Ungeborenen, den Unsterblichen, nicht.

Prabhupada:
Den Toren und unintelligenten Menschen offenbare Ich Mich niemals. Für sie bin Ich von Meiner inneren Energie bedeckt und deshalb wissen sie nicht, dass Ich ungeboren und unfehlbar bin.

Reclam:
Verhüllt durch meine Yoga-Kraft,
Bin ich nicht jedem offenbar,
Verblendet kennt die Welt mich nicht
Als anfanglos- unwandelbar.
---
Die wahre Natur der Seele ist Wissenheit, und alles andere die Abwesenheit des höheren Seelenkerns. Allerdings ist es nicht bloß ein steifes Wissen, es ist ein erkennendes Wissen, dessen wie und was im Augenblick da ist. Daher kann man nach dieser Art von Wissen gar nicht hinreichend tief graben. Wie wollte man mit etwas Erdbudelei oder Erdschaufelei mal eben dorthin gelangen?

Tatsächlich kann man gar nicht dort hin gelangen. Man kann darin bloß Erwachen, in dem man bestenfalls alle Bedingungen dafür erfüllt und die dazu bestimmten Dinge vorgepflegt hat. Und alles andere ist daher nicht viel mehr, als allerlei Ablenkung. Ob es nun diese oder eine andere Art der Ablenkung sei, sie geht am Ziel vorbei, wofür auch immer man sie daher hielte. Man kann durch keine Oberflächlichkeit, in welchem Ausmaß auch immer man sie betriebe, die tief innen liegenden Wahrheiten erkennen.

Weniger ist meist mehr, denn nichts braucht man, als Selbsterkenntnis und Selbstannahme. Und welche äußeren Dinge sollen einen zu diesem hinführen, was nun gar nicht äußerlich wäre? Und wäre daher nicht letztlich alles davon dann bloß Ablenkung?

Es wird über einzelne Geisteskrieger von Carlos Castaneda erzählt, die einmal alle Dinge nur ausführten, und aufgrund ihrer Begabtheit, wie als ob sie nie etwas anderes je gemacht hatten, dieses alles auf anhieb konnten. Und einfach aus der Welt gehen konnten, nachdem man ihnen einmal diese tieferen geistigen Dinge aufgezeigt hatte, als ob nichts da wäre, was sie aufhalten konnte.

Alles ist bloß eine Reise nach Hause. Man wird platziert und findet sich irgendwo vor, wo der Herr einen haben wollte und es für recht und richtig befunden hatte. Gemäß allem also, was man im Gepäck hat, und oder wo man auch am meisten helfen kann, und man geht dann den Weg zurück nach Hause. Das ist alles, wessen es bedarf und was man zu tuen hat, und warum man in einer Wandelwelt ist.

Die Schneise die man hinterlässt, ist der Weg, nachdem andere sich auf ihre eigene Weise richten können, bis alle auf dem einen oder anderen Weg nach Hause gefunden haben. Und die Welt so viele Wege nach dem inneren Zuhause weist, wie sich Lebewesen in dieser befinden.

Und dann ist alles vollbracht, und die Welt leer und überflüssig geworden ist, für und von allen Lebewesen, die sich eingefunden hatten. Aus welchem Grunde auch immer sie sich hinbegeben hatten oder darin platziert worden sind. Nichts als tiefe Erkenntnis bleibt, und derer Geschicklichkeiten, die auf dem Weg und aus der Welt an Errungenschaften gewonnen werden konnten, um eine jeweilige Welt dann überflüssig zu machen.

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Versenkungskraft - BG 10:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Feb 16 2017, 23:56

Bhagavad Gita 10:7

Yogananda:
Wer durch Yoga die Wahrheit über Meine vielfältigen Manifestationen und die erschaffende und auflösende Macht Meines Göttlichen Yoga erkannt hat, ist unauflöslich mit Mir vereint. Darüber besteht kein Zweifel.

Prabhupada:
Wer von diesen Meinen Füllen und mystischen Kräften tatsächlich überzeugt ist, beschäftigt sich im unvermischten hingebungsvollen Dienst; darüber besteht kein Zweifel.

Reclam:
Wer diese meine Herrlichkeit
Und Wundermacht wahrhaft erkennt -
Nie wankende Versenkungskraft
Gewisslich dann sein eigen nennt.
---
So ist sicher jeder von etwas überzeugt, ganz gleich was es ist, was meist den Grund aller Handlungen abgibt. Von vielleicht Alternativen wie Unbeherrschtheit mal abgesehen, wobei ja auch hier zuförderst eine Überzeugung einen dahin brachte.

Wenn man jedoch nur auf ein Ergebnis der Erscheinungswelt nach bloß zielte, und sich demgemäß verhielte, dann wäre es so, als wäre alles sichtbare die einzige Ursache aller Dinge. Nach dieser Überzeugung könnte als auch nichts größeres da sein, als das Ansehen anderer. Denn mehr als dies, ist von der Erscheinungswelt kaum zu erwarten oder mehr als dies durch diese, wenn vielleicht auch nur indirekt, nicht übermittelbar.

Dabei ist es nichts besonderes, ja gerade nichts besonderes, was einer gemeinsamen Basis entspricht. Denn es gibt weit mehr Dinge in einem, wie auch in jedem anderen, die gleich sind, als derer, die ungleich wären. Selbst auch viele Sehnsüchte, die weit mehr sich ähneln, als dass sie keinerlei Schnittmenge fänden. Daher bräuchte man nur bei diesem anzufangen, und hätte unschwer ein Übereinkommen bereits erzielt ohne jeglichen Aufwand.

Denn übermäßiger Aufwand endet (oder beginnt bereits) nicht selten bloß im Fanatismus. Auch wenn viele geistige Texte scheinbar zu irgendwelchen Extremen raten oder einzuladen scheinen, so ist damit an sich nie der Anteil angesprochen, für den es ein Extrem wäre, sondern der, für den es eher das natürlichste auf der Welt ist und daher gerade nichts besonderes.

Sollte also alles Gottes sein und von ihm, wohin wollte und sollte man also hinrennen? Außer von diesem davon? Und wohin will man kommen, ausgenommen dessen, was man bereits mit sich führte?

Man kann sich nicht überholen. Und es gibt auch nirgends etwas zu holen, ausgenommen dessen, was man nun selber hervorbefördert nur hat. Und wenn man nicht schaut wo man ist, und ohne Grund wird man dort nicht sein, woraus wollte man denn dann etwas lernen, wenn man aus den eigenen Lektionen, die es unmittelbar dadurch sind, nicht bereit ist eine Lehre zu ziehen? Wie dann aus dem, was jenseits dieser liegt, und wozu man gar nicht den vollen Bezug hat oder ggf. auch dann auch nicht mehr die Kapazitäten um sich tiefergehender damit auseinander setzen zu können?

Es fehlt nicht an ausgefallener oder neuartiger Technik, es mangelt an Sittlichkeit und tiefergehender Auseinandersetzung mit dem, was bereits da ist.

Devino Melchizedek

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Hand- und Fuß - BG 7:15

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 21 2017, 23:50

Bhagavad Gita 7:15

Yogananda:
Die niederste Art von Mensch, die Übeltäter und irregeführten Narren, denen die Maya (Täuschung) ihre Unterscheidungskraft geraubt hat, folgen dem Weg dämonischer Wesen und versäumen es, in Mir Zuflucht zu suchen.

Prabhupada:
Jene gottlosen Menschen, die abgestumpft und dumm sind, die die Niedrigsten der Menschen sind, deren Wissen von Illusion gestohlen ist und die das atheistische Wesen von Dämonen haben, ergeben sich Mir nicht.

Reclam:
Zu mir gelangt niemals der Tor,
Der Niedrige, der Bösewicht;
Dämon'schem Wesen zugewandt,
Raubt Maya der Erkenntnis Licht.
---
Immer ist ja irgend etwas da, und nie nichts nicht. Ist also ein Leib oder eine Seele, so ist auch etwas da, und doch nur bei gewisser Leerheit, ist erst etwas vernehmbar. Andernfalls nur das, was man zur Selbstbeschäftigungstherapie sonst zählen könnte, denn es bliebe nur so viel Raum sonst, dass man sich mit sich selbst ausschließlich, nicht mit etwas wirklich darübergehendem, vorrangig, beschäftigt sein wird.

So ist es gerade die Kunst, nicht sich mit irgendwelchem Inhalt, dem jeweiligen Körper nach, zuzuballern, sondern gerade eben darum, soweit die Leere auszuhalten, wie erforderlich, bis sich die innere Welt, anstelle der bloß äußeren Dinge, einem erschließen kann. Denn nie ist bloß nichts darum da, ausgenommen, macht die Körper soweit leer und von allem frei, dass sie einem nicht alle Aufmerksamkeit auf ihren Inhalt hin bloß beschlagnahmen.

Man kann sich zwar mit allem ein stückweit befassen, aber ja nur, soweit es eben die Kapazitäten erlauben. Und ohnehin bringt es nichts, wenn man bloß den Triebfedern nachrennt, denn es wäre so, dass ein Inhalt (eines Körpers) weiteren Inhalt aufruft, bis hin dass es bloß gewissen Automatismen nur noch gliche, wo die Seele gar nicht mehr hinterherkommt alles aufzuarbeiten, um so dann bei sich selbst mal zu landen.

Es ist daher weit mehr noch erforderlich, darauf zuerst zu achten, dass es das ist, was man meint dass es dieses oder jenes sei. Allein durch die zugrunde gelegte Absicht, welche besser von weniger, als von zu viel, eingenommen und daher bloß verstreut wäre.

Ein Handgriff nach dem nächsten, bis die bestimmten grundsätzlichen Dinge sitzen. Was brächte es sonst, wenn die Hand wie ein Huf gebraucht wird, anstelle die Möglichkeiten einer Hand wirklich auch so zu nutzen?

Zwar heißt es, man solle nach besten Kräften alles nutzen, was einem zur Verfügung steht, jedoch nur das, was man auch halbwegs handhaben kann, und was auch wirklich einem zur Verfügung steht. Und woher weiß man es nun? Einfach daran, dass es Hand- und Fuß hat, und sich so auch verwenden lässt.. das wird man dann schon merken, wie weit dann alles ineinandergreift, oder man lieber zu den einfachen Handgriffen wieder zurückkehrt...


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Hoffnung - BG 3:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 10 2017, 02:05

Bhagavad Gita 3:27

Yogananda:
Alle Handlungen werden universell von den Eigenschaften (Gunas) der uranfänglichen Natur (Prakriti) hervorgerufen. Ein Mensch, dessen Ich von der Selbstsucht irregeführt worden ist, denkt: "Ich bin der Handelnde."

Prabhupada:
Die vom Einfluss des falschen Ego verwirrte spirituelle Seele hält sich selbst für den Ausführenden von Tätigkeiten, die in Wirklichkeit von den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur ausgeführt werden.

Reclam:
In Wahrheit handeln in der Welt
Allein die "Gunas" der "Natur",
Verblendet durch sein Selbstgefühl,
Der Tor glaubt selbst zu handeln nur.
---
Ja, es sind in der Materiellen Natur zunächst nur Körper die handeln, könnte man annehmen, und diese nach dem Verlangen, was sie treibt. Und die Seele ist es nicht, die darin wirklich ihr Wesen treibt, weil es gar nicht die Natur und Ebene der Seele ist. Doch ist es nur eine sehr einseitige Betrachtung dieser Vorgänge.

So mag man sich mal fragen, warum reagiert einer scheinbar so plötzlich so und so darauf, und wo ist nun das Problem mit dem, wenn es doch eigentlich um ganz für normal gehaltene Dinge gehen mag? Vor allem wenn man es rein von außen betrachtet, ohne wirklichen inneren Sinn oder Bezug, mag es schonmal etwas merkwürdig anmuten oder gar belustigend schein...

Nun die Gründe könnten womöglich solcherart sein, das, wenn von der niederen Astralebene ausgehend (was bekanntlich die Ebene des Emotional-/Astralkörpers ist), weit elementarere und weitreichendere sowie umfassendere Ätherische Ebenen zunichte gemacht werden, bloß um länger irgendwelche astralen Verblendungen aufrecht erhalten zu können, dann kann es auf der anderen Seite um Leben und Tod gehen (quasi bloß um ein paar Emotionale oder Gefühlserlebnisse auszukosten).

Und wenn dann ein Ansprechen dessen gar nicht möglich ist, weil auf nichts vom Gesagten eine Reflektion erfolgt, weil alle Sinne aufs Äußere oder fanatisch auf nur eine Ebene geheftet sind, ohne dass ein Sinn nach innen gerichtet wird, der sich damit ernstlich befasst, dann kann schon rein technisch gesehen, keine wirkliche Zusammenarbeit stattfinden. Selbst wenn moralisch oder idealistisch gesehen, es vielleicht gewollt wäre.

Es braucht nicht so sehr gleich das Ätherische sein, denn diese Bereiche sind mehr zum arbeiten zunächst da, nicht so sehr um irgend etwas selbstsüchtig damit zu wollen, da es sich weniger um Erlebensebenen handelt (zumindest nach derweiligem weitläufigeren Entwicklungsstand). Doch wäre es ein großer Fortschritt, wenn die Polarisierung in noch viel größerem Maße von den Astralebenen mehr in die Mentalebenen verlagert wird.

Man muss immer wieder abwägen, ob und was man überhaupt anspricht, allein schon, weil die Möglichkeiten schaden zu stiften (und auch vielleicht weitläufige Tendenzen dahin) oft größer sind, als der zu erwartende Nutzen. Doch an manchem kommt man irgendwann kaum herum, dieses doch notwendig anzusprechen, in der Hoffnung, es möge doch mehr Erkenntnislicht damit Einzug halten und die Sachlage letztlich verbessern.

Denn manches lässt sich nicht mehr so einfach reparieren oder beheben, wie es vielleicht leicht zunichte ginge. Und es mag dann sehr lange dauern oder in der Weise gar nicht wiederhergestellt werden können, wenn man selbst gar nicht die Mittel hat. Vorsicht ist dann immer besser als Nachsicht, und besser ist es das Lebendige zu lieben, als das, was dann nur noch als Asche sich in einer Art Urne befindet, denn für die Asche ist es dann nur noch bedeutungslos...

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Würde höheren Wesens - BG 2:53

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 14 2017, 01:54

Bhagavad Gita 2:53

Yogananda:
Wenn deine Intelligenz, die verwirrt vor der Mannigfaltigkeit offenbarter Wahrheiten steht, fest in der Ekstase seelischer Glückseligkeit verankert sein wird, dann wirst du die endgültige Vereinigung (Yoga) erlangen.

Prabhupada:
Wenn dein Geist nicht mehr von der blumigen Sprache der Veden verwirrt ist und fest in der Trance der Selbstverwirklichung verankert bleibt, dann hast du das göttliche Bewusstsein erreicht.

Reclam:
Wenn so dein Geist, nicht mehr berückt
Von alter Überlief'rung Schrein,
Gesammelt, unbeweglich ruht,
Dann ist die wahre Andacht dein.
---
Das Lernen kann sanft und leicht sein, und doch fest sitzen, oder aber mit aller härte eingetrichtert sein, und doch nur bis zur nächsten Abbiegung reichen. Ein leichtes Rütteln, eine Erhebung über welche man sich hinwegbewegt, ein Ruck oder eine Erschütterung der Elemente, und schon ist es alles verschütt' gegangen.

Es hängt nicht wenig davon ab, wie tief etwas in einem begründet liegt. Ist es nur dort, wo alles andere ebenfalls leicht hingelangt, und hingelangen so auch muss, weil man im Verkehr damit sich nun bewegt, so kann es leicht von diesem ins wanken gebracht werden und von diesem dann mit fortgerissen werden.

Und ob nun Härte etwas nutzt? Am Ende kommt es der Gewalt bloß gleich, die man wider sich selber richtet, und man erleidet es beim reinhämmern, vielleicht auch andere mit dazu, und später erneut, sobald man erstmal dorthin gelangt ist, es verarbeiten und wieder auflösen zu können.

Für manches sollte man sich einfach nur zu schade sein und die Würde nicht außer acht darum lassen. Denn selbst wird man mit dem leben müssen, was man sich womit antut. Und meinte man es richtete sich nur wider irgend eine Art Schlechtigkeit, sodann die Frage doch noch bleibt, was man dort treibt und verloren überhaupt drum hat?

Gänzlich von dem abgesehen, dass man nicht mehr als sich Selbst finden kann, allerdings auch gar nicht weit darnach suchen bräuchte. Und ohnehin nur dort, wo man auch hinter steht, oder überhaupt stehen kann, oder wo man stehen sollte.

Denn es bleibt ja noch die Frage, wie weit es mit der Würde des eignen höchsten Wesens sich vereinigen ließe? Lässt sich's damit nicht vereinigen, wozu sollte man es dann auch tuen, denn es führt nicht hin zum eig'nen höchsten Wesen, sondern dann fort von diesem. Wie Motten, die von künstlichem Licht bloß angezogen würden, so wäre dann die Beschaffenheit eigner Werke sein...

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Notwendigkeit und Allgemeinheit - BG 12:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 23 2017, 23:49

Bhagavad Gita 12:17

Yogananda:
Wer bei frohen und traurigen Ereignissen (Aspekten in der Welt der Erscheinungen) weder übermäßige Freude noch Abscheu empfindet, wer frei von Kummer und Begierden ist und den relativen Zustand des Bewusstseins von Gut und Böse überwunden und sich Mir ganz ergeben hat - der ist Mir lieb.

Prabhupada:
Wer weder frohlockt noch bekümmert ist, weder klagt noch etwas begehrt und sowohl glückverheißenden wie auch unglückverheißenden Dingen entsagt - ein solcher Gottgeweihter ist Mir sehr lieb.

Reclam:
Wer weder zu- noch abgeneigt,
Wer nichts beklagt und nichts begehrt,
Wen weder Glück noch Unglück rührt,
Auch der ist meiner Gnade wert.
---
Man kann wohl nicht Sein und Nicht-Sein zugleich. Ebenso ist es mit dem was grundsätzlich besteht oder bestehen muss, weil es die Grundlage der Existenz einer bestimmten Ebene bildet. Manches davon ist der Bereich, den man bewusst pflegt oder sich darin bewegt und agiert, manches ist im Unterbewusstsein aktiv und läuft instinktiv oder auf Automatik. Dann gibt es auch solches, was Notwendig von einem zu tätigen ist, und solches, was Allgemeiner Natur entspricht.

Die mehrheitlichen Schwierigkeiten entstehen, wenn das was Notwendig von einem zu tätigen ist, nicht ausgeführt wird. Denn damit wird meist dasjenige, was von den meisten anderen auch als notwendig zu tätigen ist in Anspruch genommen oder leicht belastet.

Ist es das Allgemeine, dann deswegen, weil es Keinermanns Notwendigkeit ist, daher Allgemein genannt werden kann. Und so auch keiner darauf einen besonderen Anspruch haben wird, weil es Keinermanns Notwendigkeit ausmacht. Allerdings nur vom Grundsatz gesprochen, im moralischen Sinne, vom technischen Standpunkt kann es durchaus nach der Art der Zusammensetzung und Verhältnisse noch etwas anders liegen.

Das Allgemeine ist auch das, was über die bloße Notwendigkeit hinausgeht, und somit erst allerlei gehobene Qualität einführt. Es ist daher grundsätzlich ein Privileg, mit diesem (worin und was es auch sein mag) arbeiten zu können, was das Allgemeine bildet. Jedoch ist für einen dann immer noch alle Notwendigkeit an erster Stelle zu setzen, weil Notwendig bleibt, was Notwendig ist. Und vor allem, wenn das Notwendige nicht besorgt wird, kann kaum ein Anspruch auf das Allgemeine bestehen (wenn es sich allein aus technischen Verhältnissen nicht ohnehin so fällt und sich verhält, dass man zum Notwendigen dann versetzt wird).

Wie das Notwendige seine Bedingungen und Erfordernisse hat, so hat das Allgemeine seine Anfordernisse und Regeln. Die Regeln sind für Jedermann von Gültigkeit, da diese den Umgang und Verkehr in dem bestimmten Allgemeinen regeln. Und damit es das Allgemeine für Jedermann ist, welcher sich darin betätigt.

Auch ließe sich dies nicht immer zu Gesetzen formulieren, da es damit das Allgemeine zu einer Art Notwendigkeit machen würde und werden ließe. Vielmehr ist es im Allgemeinen erforderlich, selber dieses in seiner Art zu erkennen, und im Erkennen des bestimmten Allgemeinen würden auch die dem zugrunde liegenden Regeln erkannt. Vielmehr unter Anerkennung dieser Regeln, bewegt man sich erst recht in diesem Allgemeinen.

Andernfalls landet man früher oder später notwendig im Notwendigen, allerdings hieße das Mindestnotwendige oder Erforderliche, auch den Verzicht auf die Qualitäten, die dem Allgemeinen zugrunde liegen und aus dem Notwendigen allein gar nicht erwachsen können. Gäbe es denn allerlei Künste ohne das Allgemeine? Gäbe es aber jemanden, der sich ohne das Notwendige erfüllt zu wissen, den Künsten auch nach ihrer Art der freiheitlichen Zuwendung, entsprechend überhaupt widmen könnte?

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Schöpfung nach Art des Wesens - BG 13:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 05 2017, 00:55

Bhagavad Gita 13:2

Yogananda:
O Nachkomme Bharatas (Arjuna), du sollst auch wissen, dass Ich Kshetrajna (der Wahrnehmende) in allen Kshetras bin (in den Körpern, die sich durch das kosmische Gesetz der Schöpfung und durch die Natur entwickelt haben). Das Erkennen von Kshetra und Kshetrajna betrachte Ich als wahre Weisheit.

Prabhupada (13:3):
O Nachkomme Bharatas, du solltest verstehen, dass Ich ebenfalls der Kenner in allen Körpern bin, und den Körper und seinen Besitzer zu kennen wird als Wissen bezeichnet. Das ist Meine Ansicht.

Reclam:
Ein "Feldkenner" bin auch ich selbst,
Ich kenne alle Felder hier,
Wer "Feldkenner" und "Feld" erkannt,
Der gilt als höchster Weiser mir.
---
Bekanntes Beispiel nach Erkenntnissen von Kant, soweit alles, was existiert, ohne sich selbst aus sich selbst hervorbringen zu können, existiert nur, weil zuförderst ein Wesen da war, was dieses hervorgebracht hat. So in etwa verhält es sich mit dem Feldkenner.

Wissen, was sich auf Stoff oder ein Substrat allein bezieht, ist nun eine Sache, das jedoch, was sich auf den Besitzer eines Feldes (einen Hervorbringer der Saat auf dem Felde) bezieht, ist noch eine ganz andere Nummer.

Nehme man einen Gummiball (Flummi), man könnte seine Beschaffenheit, d.i. die des Gummigemisches, z.B. anlehnend an Wissenschaftliche Anschauungen in etwa so umschreiben: Die auf die Physis des Gummiballs einwirkende kinetische Energie, im Falle dessen, dass er auf einen anderen mehr harten physischen Körper trifft, führt aufgrund der Beschaffenheit des Gummigemisches dazu, dass der Flummi mit nur sehr geringem Verlust der kinetischen Energie, aufgrund der raschen Auswuchtung, sich abprallend und auffallend sprunghaft zu bewegen vermag.

So viel man darüber auch erklären mag, kaum wird es anschaulich genug sein, diese Erfahrung auch tatsächlich zu machen, und einen Flummiball mal durch die Gegend fliegen und springen zu sehen. Wobei hingegen gänzlich ohne Beachtung des Stoffes, es vielleicht schwerlich nachvollziehbar oder sonderbar erscheinen mag, wieso ein Ball in der Weise abzuprallen vermag und ein derart sprunghaftes Wesen nun aufführt.

So ist es in etwa mit dem, was das Wissen des Stoffes allein anbetrifft, dazu den Körper selbst entsprechend seiner Art nach zu kennen. Noch weitreichender also verhält es sich, den Bewohner einer eines Feldes zu kennen.

Nichts an Beschreibung käme der Erfahrung damit zugleich. Kennt man das Wesen, kennt man auch die Schöpfung nach Art des Wesens. Kein Wissen kommt diesem näher, denn alles andere Wissen im Verhältnis zu diesem, wäre somit nur negativ.

Devino Melchizedek

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Würdevolles Abtreten - BG 13:16

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Apr 13 2017, 00:33

Bhagavad Gita 13:16

Yogananda:
Er, der Unteilbare Eine, erscheint als zahllose Lebewesen; Er erhält und zerstört diese Formen und erschafft sie dann aufs Neue.

Prabhupada (13:17):
Obwohl die Überseele unter allen Wesen aufgeteilt zu sein scheint, ist Sie niemals geteilt. Sie ist in Ihrer Existenz eins. Obwohl Sie der Erhalter eines jeden Lebewesens ist, muss man verstehen, dass Sie alles verschlingt und hervorbringt.

Reclam:
Zerteilt durchdringt die Wesen es
Und bleibt in Wahrheit ungeteilt,
Erhält ihr Sein durch seine Kraft,
Schafft und zerstört sie unverweilt.
---
Kann das Gute lediglich aufbauen und erschaffen? Nein, es kann auch auflösen zu zerstören! Von dem abgesehen, dass es sich auch nicht alles gefallen lassen braucht, liegt es sogar in der Natur der Sache selbst begründet.

Entsteht etwas auf einer Ebene und bringt eine weitere Ebene damit ein, kann es zu der ursprünglichen Ebene gemäß der Natur oder Beschaffenheit der Subebene nicht zurück, dann kann es nur durch Auflösung oder Zerstörung befreit werden.

So viel wie man von der Unterebene ausgehend also auch schimpfen wollte über die Auflösung und diesen Vorgang als böse dartuen, es gilt doch einem unvermeidlichen Vorgang und zugleich würde manches ja auch gar nicht existieren, ohne vom selben, was erschuf, hervorgebracht worden zu sein, welches allerdings wieder einsammelt und womöglich in mancher Hinsicht zerstört, um sich wieder zu vervollständigen (wenn es sich vor allem auf Körper bezieht).

Also kann man auch der Seele nicht verübeln, wenn sie sich aufgrund vielleicht einer Unwürdigkeit, in einem verbrauchten Körper sich weiter zu befinden, diesen aufgibt und sich wieder zurückzöge. Auch das ist kein unwesentlicher Aspekt, der bei einem Übergang eine Rolle spielen mag. Wenn auch vom niederen materiellen Standpunkt aus betrachtet, dies manchem Verlust gleichen mag.

Dabei kann manches Gepfusche (wenn die Dinge nicht so wie sie sind behandelt werden) oder manches Gemantsche (wenn man die Ebenen oder Körperlichkeiten nicht unterscheidet) noch schlimmer sein. Denn es kann bedeuten das manches weiträumig eingestampft werden muss aufgrund dessen, weil es nicht mehr weiterer Verwendung wert bleibt.

All dies geschieht nicht selten unter einer falschen Auffassung von Liebe, die zur Einheit führen soll. Einheit besteht allerdings auf einer eigenen Ebene der Einheit selbst und der jeweiligen Eigenheit begründet. Es ist etwas anderes, wenn man eben dieses auf Körperlicher Ebene lediglich versuchte. Denn zwei Körper, die ihrer Natur nur in dieser Weise gerecht werden, können nicht zu einem gemantscht werden, und weiter ihrer Natur gerecht bleiben, wenn sie für sich beseelt sind und von verschiedenen Seelen so hervorgebracht wurden wie es der jeweiligen Seele entspricht.

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Der Instinkt der Seele - BG 13:24

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Apr 17 2017, 02:12

Bhagavad Gita 13:24

Yogananda:
Um das SELBST im Selbst (im geläuterten Ego) durch das Selbst (den erleuchteten menschlichen Geist) zu schauen, folgen einige dem Weg der Meditation, andere dem Weg der Erkenntnis und wieder andere dem Weg selbstlosen Handelns.

Prabhupada (13:25):
Einige erkennen die Überseele in ihrem Innern durch Meditation, andere durch die Entwicklung von Wissen und wieder andere durch Tätigkeiten ohne fruchtbringende Wünsche.

Reclam:
Wohl mancher hat durch Sinnen sich
Des Geistes Anblick schon genaht,
Durch Grübeln schaun ihn andere
Und wieder andere durch die Tat.
---
Die Seele ist grundsätzlich damit beschäftigt, dass Licht werde und Licht in alle Angelegenheiten gebracht wird, und sitzt im übertragenen Sinne alles im Lichte der Erkenntnis aus.

Selbst alles Böse kann diesem auf Dauer sich nicht widersetzen, ohne weniger zu werden. Entweder es flieht daher (meist in Anbetracht seiner selbst), oder es wird mit umgewandelt. Denn durch das Erkenntnislicht, welches die Seele wirft, erkennt alles, was weniger Licht abgibt, all den Schmerz und den Leid, welcher meist entsteht, weil zu wenig im Sinne der eigenen Seele gehandelt wird/wurde.

Der natürliche Instinkt der Seele ist im gewissen Sinne das Licht, worin diese sich natürlich bewegt und erfährt, auszudehnen. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Seele sich all jenes sucht und anzieht vom nächsten Umfeld, wo am meisten Licht benötigt wird. Und dies hat wiederum zur Folge, dass der Instinkt der Seele dienen heißt.

Daher nimmt die Seele meist allerlei (nennen wir es) Ungerechtigkeit (als Kategorie an sich) auf sich (vom subjektiven Verhältnis her) für welche sie meist am wenigsten etwas kann, um dieses ans und ins Licht zu führen. Wenn es selbstverschuldet ist, dann ist es kein Dienst, sondern man zieht sich selbst bloß aus dem Karma heraus, was man verursacht hatte.

Etwas durcherfahren und empfinden im Geiste höherer Erkenntnis reicht, denn es gibt ja weitere intelligente Begleiter, die zu allem weiteren beisteuern, wenn man es zulässt und durchlässt. Da sind z.B. die kosmischen Strahlen mit ihren Qualitäten, die in natürlicher Weise Wunder wirken.

Warum es überhaupt erforderlich wird und woran es im gewöhnlichen Erlebnisprozess scheitert und mangelt, ist meist nur falsch gesetzte Identität und die Dinge zu persönlich zu nehmen und zu bewerten, statt überpersönlich sich ausagieren zu lassen.

Nur wie löst und heilt man dieses, was dessen bedarf und bereits zu viel und zu aufgeblasen wurde durch übermäßige Überbetonung? Ganz ohne es anzusprechen, weil es meist dadurch nicht weniger wird, im Sinne eine weiteren Zuerkennung und somit einer eingeräumten Stellung für jenes, was bereits zu viel ist? Durch noch mehr dienen, wenn auch nur aufgrund der Gewissheit, das Rechte zu tuen (und nicht immer, weil man es so toll findet)!

Und woher nimmt man die Gewissheit, das Rechte zu tuen? Durch Erkenntnis, die von mehr Licht herrührt welches hereinscheint. Denn die Seele erfährt die Ungerechtigkeit der Persönlichkeit, die Persönlichkeit erleidet das Ungemach der Seele mit im Gegenzug, und auf Dauer gesehen, wenn beides sich zu vereinen suchte.

Dabei spielt der Weg auch keine Rolle, ob durch Tätigkeit ohne fruchtbringende Wünsche (weil diese kaum von der Seele ausgehen und meist nur von dieser wegführen), Meditation, oder dem Entwickeln von Wissen. Letztlich, in rechter Weise ausgeführt, bedingt alles davon (alle diese Wege) das mehr Licht werde und somit Erkenntnis und Einsicht vermittelst der Seele hinzukommen.

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Auf lange Sicht - BG 13:31

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Apr 22 2017, 02:16

Bhagavad Gita 13:31

Yogananda:
O Sohn der Kunti (Arjuna), da das Höchste Selbst, das Unwandelbare, anfanglos und frei von allen Eigenschaften ist, handelt Es nicht und wird von keinen Handlungen berührt, obgleich Es im Körper weilt.

Prabhupada (13:32):
Diejenigen mit der Sicht der Ewigkeit sehen, dass die unvergängliche Seele transzendental und ewig ist und sich jenseits der Erscheinungsweisen der Natur befindet. Trotz ihres Kontaktes mit dem materiellen Körper, o Arjuna, tut die Seele nichts und ist auch nicht verstrickt.

Reclam:
Der ewige, der höchste Geist,
Ohn' Anfang, ohne "Eigenschaft",
Wird nicht befleckt und handelt nicht
Auch in des ird'schen Leibes Haft.
---
Nicht kann es darum gehen, nicht zu handeln, weil es bequemer ist. Man sollte sich zunächst immer wieder aufs neue klar zu machen bemühen, zu erkennen, wo man jeweils steht und worin und woran man ist, was sich gelegentlich oder auch häufiger ändern kann. Denn nimmt man etwas einfach als gegeben hin und setzt es im voraus an, ist es selbiges wie mit bloßen Meinungen, die jedoch meist gerade nicht das sind, was da vorzufinden ist, denn es wäre dann ja nicht bloße Meinung, sondern hätte einen direkten Bezug zum jeweiligen.

So hat man auch das Höchste erkannt, handelt man dennoch, jedenfalls was die/alle Körperlichen Umstände anbetrifft, denn dieses ist nicht ausgenommen nach seiner Natur stets tätig zu sein, auch wenn dann etwas ist und erkannt sein mag, was untätig bleibt. Dieses ist dann zusätzlich da, und alles andere nicht bloß verschwunden oder man aller anderen Verantwortung dadurch enthoben. Auf natürlichere Weise erkennt man, dass die höheren Seelischen Bedingungen anders gestaltet und geartet sind, und eben deswegen unberührt aus allem hervorgehen und verbleiben, selbst wenn man mit allem anderen weiterhin tätig ist.

Auch sollte man sich nach seinem Stand zunächst versichern, ob man in der Stellung auch ist, über gewisse Dinge zu urteilen oder sie ins Feld führen zu dürfen, ohne dass es nur mit einem selber in der Weise lediglich darum bestellt wäre. Denn selbst wenn man über etwas urteilt, vielleicht in der eitlen Vorstellung sogar, man würde allein dadurch bereits über diesen Dingen stehen, heißt es noch lange nicht daher schon, dass man diese überhaupt erfüllt oder erreicht hat.

Ehrlichkeit mit sich und an sich ist wahrlich nicht immer leicht, wie es oft gemeint sein möchte. Wäre dem so, dann bräuchte auch keinem auch nur irgend etwas gesagt oder erklärt zu werden, ohne dass dieses bereits erkannt wäre und keiner Sprache mehr bedürfte. Geschweige denn, dass etwas ausführlich und eingängig bekannt wäre, wenn es dennoch kein verständiges Ohr anträfe, noch eine tatkräftige Hand, bloß weil es nicht dem belieben entspräche, und dem, was gehört werden wollte, auch dann wäre es ein Zeugnis in dieser oder jener Weise.

Nun ist es aber so, dass jeder für sich selber einstehen wird. Unabhängig allem, was woher zugetragen wurde, und ob man sich für oder gegen dieses oder anderweitig entschiede. Man entschied sich ja also doch immer für etwas, und eben dieses führt einen zu diesem oder jenem, und so ist man dann diesen oder jenes Sinnes, und all so und genau damit wird man auf lange Sicht einstehen (dann spielte es auch keine Rolle, was woher zugetragen wurde, ob man für oder wider diesem war, es zählt nur, was aus einem selbst begründet hervorging).

Und bliebe man nur im Undefinierbaren, so hat man keine Verwirklichung am Ende von dem, was definierbar ist und hätte auch keinen wirklichen Anteil, könnte auch dann darum darüber nicht wirklich Urteilen. Es zeugte dann, wenn man nicht an das ginge, was von einem erwartet wird (nach eigenem inneren Sinne und höheren Wesens her), dass man womöglich nicht den Mut hatte, sich seiner eigenen Befähigung und Möglichkeiten und seiner Kräfte zu bedienen (was ja doch der Sittlichkeit und sogar eigener Pflicht entspräche). Es zeugte also nicht gleich von hohem Entwicklungsstand, wenn man sich zu fein für wäre und nicht daran ginge die eigenen Hände und Füße und alle Organe auch wirklich ausgiebig zu gebrauchen.

Und das, was unberührt und unveränderlich bleibt an Seelischem Anteil, ist eben dieses was Zeugnis für oder wider einen selbst ablegen wird. Denn immer war dieses von größerer Beharrlichkeit (um nicht sogleich von Ewigkeit zu sprechen) zugegen und wusste von allem, auch warum man so und nicht anders an etwas herangegangen ist, und so richtet sich letztlich jeder selbst, gemäß allem, was einem innewohnt und nach dem, was man also ausführt in irgend einer Weise.

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Gunas als Orientierungs-& Navigationsmittel - BG 14:17

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 30 2017, 02:14

Bhagavad Gita 14:17

Yogananda:
Weisheit wird durch Sattva erzeugt, Gier durch Rajas; Unbesonnenheit, Täuschung und Unwissenheit durch Tamas.

Prabhupada:
Aus der Erscheinungsweise der Tugend entwickelt sich wirkliches Wissen; aus der Erscheinungsweise der Leidenschaft entwickelt sich Gier, und aus der Erscheinungsweise der Unwissenheit entwickeln sich Dummheit, Verrücktheit und Illusion.

Reclam:
Aus "Leidenschaft" entsteht Begier
Und Weisheit aus der "Wesenheit",
Aus "Dunkelheit" der Unverstand
Beschränkter Unbesonnenheit.
---
Erscheinungsweisen sind der sichtbare Part der Gunas (kosmischen Energieströmungen). Das eine davon tritt in Erscheinung und ist zu vernehmen und zu erkennen, die Wurzeln dazu sind kosmischer Natur. Vom kosmischen Stand sind die Gunas wohl nur eine Ebene die alles zumindest evolutionäre Leben durchdringen, mit ihren unterschiedlichen Ausdrucksweisen von Energie. Die Wirkung der Erscheinungsweise führt dann zum Aufstieg, Abstieg oder im nach außen gerichteten Verharren.

Unausweichlich ist dies aufgrund der Ursache und Aufhängung im Kosmischen und dadurch, dass diese Energien wohl alles Leben auf dem Evolutionären Pfad durchdringen und bedingen. So lässt sich jegliches Tuen und Handeln auf dem Weg hiernach einordnen und wird davon beeinträchtigt und beeinflusst.

Allerdings dient es auch wie eine Art Navigationsmittel und nicht bloß zur Analyse und so bis zu einem gewissen Grad zur Beurteilung. Wie bei der Seele die Mittel und Eigenschaften des Navigierens darin liegen, sich leicht oder schwer (nach Feinheitsgrad) und sich groß oder klein (nach Masseumfang) machen zu können, so sind es die Gunas und Erscheinungsweisen für das Evolutionär ausgerichtete Lebewesen in ähnlicher Weise.

Vielleicht lässt sich nicht alles, was längerwirkend aufgebaut wurde von dem einen zum anderen Guna einfach mal umhängen, aber es ist die Wahl der Möglichkeit offen, sich zu entscheiden, nach einer Weise zu agieren und so einem bestimmten Pfad zu folgen. Ob nun Trägheit, Leidenschaft oder anstelle dieser die Tugendhaftigkeit das Leitmittel sein soll.

Nebst der eigenen Wahl und dem, was und worunter man einen gewissen Anteil subsumiert hat, mag auch ein Zeitalter, das auch mehr von dieser oder jener Erscheinungsweise dominiert wird, mitunter zu leichteren oder erschwerten Bedingungen beisteuern.

Von dem her sollte man weder manches unterschätzen, noch sich selber überschätzen, denn vieles folgt gnadenlos gewissen Gesetzen und einer bestimmten Natur. Und selbst wenn man sich vielleicht zeitweilen wogegen stemmen kann, es verspricht wenig dauerhaften Erfolg, gerade wenn etwas auch noch kosmisch bedingt wird.

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Zur Freude entschieden - BG 14:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Mai 03 2017, 00:42

Bhagavad Gita 14:27

Yogananda:
Denn Ich bin das Fundament des Unendlichen, des Unsterblichen, des Unzerstörbaren - und des ewigen Dharma und der ungetrübten Glückseligkeit.

Prabhupada:
Und Ich bin die Grundlage des unpersönlichen Brahman, das unsterblich, unvergänglich und ewig ist und das die grundlegende Natur höchsten Glücks ist.

Reclam:
Ich bin das ewige Fundament
Des Brahm und der Unsterblichkeit,
Der Hort der ganzen Weltordnung
Und unbegrenzter Seligkeit.
---
Kann man denn einfach glücklich sein und sich freuen, ganz ohne bestimmten Grund und Anlass? JA kann man! Warum denn auch nicht? Man ist doch ebenso auch in dem, was man für seine neutrale Stimmungs- oder Gemütslage hält, und doch ist diese ja ebenso jenes, was man dafür außerwählt hat. Und viel mehr darüber hinaus auch nicht, denn es ist meist ebenso ohne Grund und Anlass.

Für gewöhnlich, wenn etwas uns aus dieser sogenannten für neutral gehaltenen Gemütsverfassung herauszubringen droht, wird dargegen angegangen, jedoch nicht dann, um sich dazu zu bringen in der (klingenden) Freude zu sein. Einfach so? Einfach so!

Natürlich mag sich leicht mal etwas finden, z.B. der Dienstag mit dem Rosa-Liebes-Strahl, der vieler eher schleppend zu gestalten droht, weil vieles leicht sich dazu hingezogen fühlt und mehr zum kuscheln bewogen, was auch in mancher Hinsicht zum zusammenpappen führen kann.
12 Strahlen nach Atlantis und die Wochentage = https://www.melchizedek-forum.de/index.php?id=3708

An anderen Tagen wird sich etwas anderes finden lassen, was vielleicht wo drücken mag, und doch ist sich zu freuen, über vieles, was gut gelegen und gegeben ist, ebenso einfach bloß als Entscheidung möglich.

Auch ist es empfehlenswert, so darnach zu tuen, als hätte man etwas bereits erreicht, von dem, woran man noch arbeitet es zu erreichen. Natürlich mehr was die innere Einstellung dazu anbetrifft, weniger das Gebaren diesbezogen. Damit ist man mehr dabei diese, dazu erforderlichen Qualitäten zu entwickeln, als wenn man es nur als ein Ideal vor sich bloß herschiebt, und sich doch stets darin wähnt, dieses nicht zu erreichen und erreicht zu haben.

Im Grunde sind Ideale meist negativ im Verhältnis, weil sie oft entweder von der Natur her gar nicht erst erreicht werden können und eine Sache bloß des reinen Geistes sind. Oder man sieht sich stets bloß außerhalb dieser begriffen, und dabei dieses bloß vor sich her schiebend, ohne sich daran je zu erfreuen. Dann kann man sich einfach auch ebenso gut der bloßen Freude verpflichtet sehen, weil man sich ebenso dafür unabhängig aller erreichten Umstände entscheiden kann.

Oder jedenfalls sich darin zu sehen, woran man zum erreichen dessen arbeitet, um die Ansätze der bereits erreichten diesbezogenen Qualitäten zu aktivieren, und sich der noch zu erreichenden Qualitäten im vollsten Sinne ihres Ausdrucks als reale Möglichkeiten in sich zu erahnen. Womit sich auch am besten erkennen ließe, woran als nächstes noch was zu tuen gilt dahingehend.

Devino Melchizedek

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Einheit heißt Loslösung - BG 15:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 09 2017, 02:38

Bhagavad Gita 15:7

Yogananda:
Ein ewiger Teil Meines Selbst, das sich als lebende Seele in allen Wesen offenbart, zieht die sechs Sinne an - darunter das Sinnesbewusstsein -, die alle in Prakriti ruhen.

Prabhupada:
Die Lebewesen in der bedingten Welt sind Meine ewigen fragmentarischen Teile. Aufgrund ihres bedingten Lebens kämpfen sie sehr schwer mit den sechs Sinnen, zu denen auch der Geist gehört.

Reclam:
Es unvergänglich' Teil von mir
Wird zu den Seelen in der Welt,
Er zieht an sich der Sinne Schar,
Die die "Natur" in sich enthält.
---
Aufgrund des bedingten Lebens, wird im eigentlichen ums Überleben gerungen und gewunden, vieles bloß angstbedingt, denn ehe das Bedingte Leben bereit ist sich selbst zu erkennen, fürchtet es sich zu sehr davor und zieht doch den Tod sogar noch vor, weil es sich zu sehr vor sich selber fürchtet und vor der Erkenntnis, doch nicht mehr bedingt zu sein.

Der Geist zieht die Sinne an sich, die ihm entsprechen, und ist zugleich der Sinn auch selbst, der sich anzieht und als außer sich erfährt. Von seiner Stätte aus, ist der Geist der, der die Sinne anzieht, nicht von seiner Stätte aus, ist er es selbst, der angezogen wird. Wobei Manas als Sinngebender/Sinnverleihender Geist, etwas anderes ist, als der reine Geist. Der Geist muss sich von seiner reinen Stätte aus erkennen, dann in allem wiederfinden, und zu seiner Stätte losgelöst zurückkehren, um Einheit zu verwirklichen.

Das Thema Einheit ist leider oft etwas ausgelutscht, denn es wird zu häufig ohne tiefergehenden Sinn gebraucht und bezieht sich meistens nur auf die Gleichheit von Interessen, und im Versuch von einer Seite zur anderen etwas überzeugen zu wollen, wie es im Sinne einer Mehrheitsfindung nach Masse bloß zählt. Nicht wenig jedoch geht gerade da der eigentliche Sinn der Einheit auch wieder verloren, weil sich der Zweck bereits darin erschöpft.

Daher ist Einheit mehr noch Losgelöstheit, denn nichts was wirklich sich in Einheit erkennt, strebt noch länger einer Einheit zu!

Psychologisch gesehen heißt Einheit, wenn etwas keine weitere Bedeutung hat, die ein Interesse bindet, als wie es der Sachse selbst bloß entspricht und aus dieser hervorgeht. Nachdem eine Beziehung hergestellt wird, besteht also kein Interesse etwas groß zu begrüßen, noch irgend ein Wunsch es zu verändern, weil selbiges in Frieden in einem ruhen kann.

Nebst Geistiger und die Einheit des reinen Geistes, und Psychologischer Einheit, ggf. noch die der bloßen Interessengleichheit, gibt es noch die Atomare Einheit. Das ist allerdings wohl mehr ein Prozess von langen zyklischen Entwicklungen. Denn dass heißt erst wirkliche Einheit, die keinen Widerspruch oder Gegensatz mehr kennt. Zudem gibt es wohl auf jeder Kosmischen Ebene ein Atom, was den langen Zyklus auf sich nimmt und mit der Einheit im Gepäck wird der Zyklus abgeschlossen.

Es ist die Klärung des Atoms und Verwirklichung, in dem sämtliche Seins-Ebenen durchlaufen werden. Indem erst etwas angesammelt wird, was ungleich dem ist, was bereits enthalten ist, also auch zunächst in der entwickelten Bereitschaft dieses erkennen zu wollen. Dann in einem langen Integrationsprozess, in dem selbiges in sich entwickelt wird, von dem, was zunächst außer sich gefunden wurde. Und schließlich in der Loslösung davon, nachdem alles erkannt und durcherfahren wurde, wird die Einheit erreicht.

Wird dann auf atomarer Basis noch etwas Gleichartiges angetroffen, was bereits verwirklicht in der Atomaren Struktur enthalten ist, dann wird es in Einheit angetroffen und zugleich besteht jederzeit eine Loslösung, weil es nichts mehr darin zu entdecken gibt was nicht in der eigenen Atomaren Struktur bereits enthalten wäre und doch findet dann das vollständige Erkennen seiner Selbst im anderen erst statt, was die vollständige Einheit auch ausmacht.

Allerdings wenn man bedenkt, wie viele kosmische Ebenen (7x7), wovon uns ja nur die äußersten materiellen Unterebenen, der 7ten kosmischen Ebene als Erfahrungsbasis, bis hin zu den Logoi, bloß zugänglich sind, und selbst Wesenheiten wie der Planetenlogos weitestgehend bloß durch diese 7te kosmische Ebene und deren Unterebenen ihren Entwicklungsprozess machen (jedenfalls auf die Erde bezogen), und der Sonnenlogos mehr nur wesentlich darüber hinauszugehen vermag, und über welchen langen Zyklus hinweg sich darin ihre Entwicklung vollzieht, dann hat man eine vage Vorstellung, welche Entwicklung 'der Einheit' die Atomaren Elemente auf sich nehmen.

Vielleicht liegt auch darin die umfassendere Bedeutung dessen, was es heißt, dass die Ersten die Letzten sein werden. Und was es dann wohl bedeuten mag, eine weitentwickelte Atomare Strukturen mit sich zu führen und so erst die tiefgehende Bedeutung der Einheit leibhaft erfahren zu können.. und wieso Einheit wohl letztendlich Loslösung bedeuten dürfte...

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Ehre den Gesetzen - BG 16:23

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 26 2017, 00:46

Bhagavad Gita 16:23

Yogananda:
Wer die Gebote der heiligen Schriften nicht beachtet und seinen eigenen, törichten Wünschen folgt, findet kein Glück und keine Vollkommenheit; er kann das Ziel - die Unendlichkeit - nicht erreichen.

Prabhupada:
Wer die Anweisungen der Schriften missachtet und nach seinen eigenen Launen handelt, erreicht weder Vollkommenheit noch Glück, noch das höchste Ziel.

Reclam:
Doch wer nicht dem Gesetze folgt
Und sich ergibt der Sinnlichkeit,
Der wird von Sünden nimmer rein
Und erntet nicht die Seligkeit.
---
Alles basiert bis zu einem gewissen, ja vielleicht sogar absoluten Grad, auf Gesetzen. Selbst auch noch solchen die bisher gar nicht bekannt sind. Genau genommen ist es wohl so, dass man seine Glieder unter bestimmte Gesetze erst gebracht wird haben müssen, wollte man einen wirklichen Fortschritt in vielem erreichen.

Während also etwas Geringeres unter ein Gesetz gebracht wird, kann etwas Höheres in einem zu einem umfassenderen oder anders gearteten Gesetz weiterschreiten. Oder überhaupt erst in den Wirkungsradius eines anderen Gesetzes treten und Fühlung zu diesem aufnehmen.

Nachdem die Ordnung eines weiteren Gesetzes vernommen wurde, kann man sich immer mehr darauf einstimmen, gewisse Dinge lassen sich dann durch dieses bestimmen, um schließlich irgendwann durch Beherrschung in der einen oder anderen Weise dasjenige Gesetz zu überwinden (zumindest vom inneren Wesen her).

Nebst diversen mehr geistigen Gesetzen, sei es in Richtung Karma, Synthese, Ökonomie, gibt es auch diverse mehr die materiellen oder auf irgend einer Art und Weise stofflicheren Gesetze, u.a. Magnetismus oder Gravitation sowie viele andere noch. Und gäbe es keine Wesen, Körper oder Materie zugegen, die sich von diesen Gesetzen bestimmen ließen, so wäre vielleicht Gravitation aufgehoben, weil nichts da ist worauf es wirken könnte, doch wäre das Gravitationsgesetz dadurch nicht weniger gültig.

Vielleicht mag es sich mit vielen geistigen Gesetzen anders verhalten, die ja nicht auf äußere stoffliche Wirkung bedacht sind, doch gibt es meist immer noch irgend eine Art von Beschaffenheit, worin sich ihre Auswirkungen zeigt. Denn auf den mehr inneren kosmischen Ebenen, werden wohl andere Gesetze sogar herrschen müssen, ganz nach Art des Lebens und der jeweiligen Welt abgestimmt.

Was bringt es, Gesetze zu umgehen oder gar brechen zu wollen (sofern dieses überhaupt möglich sein sollte)? Nichts weiter, als das man versäumt die jeweilige damit verbundene Lektion zu erlernen, welche damit einhergeht. Es fehlt einem dann die bestimmte Immanenz um woanders überhaupt bestehen zu können oder auch mit Welten in Fühlung zu kommen, welche unter anderen (sagen wir der Differenzierung wegen) "feineren" Gesetzen stehen und durch diese bestimmt werden.

Gesetze sind nicht nur eine Notwendigkeit um einen gewissen Verkehr intelligent gestalten oder steuern zu können, oder um eine Ordnung auf einer Ebene zustande zu bringen und zu erhalten. Es mag noch vieles mehr geben, jenseits des von hieraus vorstellbaren, wo es ohne ein Gesetz nur Chaos gäbe, oder auf Dauer gar nichts mehr bestehen könnte. Überhaupt ist der Kern, der hinter vielem steckt, was es zu Lernen gibt und gilt, ein entsprechendes Gesetz. Und ohne irgend ein Gesetz, gäbe es meist überhaupt nichts, was in irgendeinem Zusammenhang stünde.

Den elementaren Bestandteil alles Lernens, bilden im eigentlichen Sinne daher irgendwelche Gesetze, die sich durch alles hinweg erstrecken, was von irgendwelcher Art von intelligeblem Leben berührt wird, gemäß dem, was daraus ableitend als Lernideen sich gewinnen und vermitteln lässt.

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Das Recht an sich Selbst erwerben - BG 15:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 01 2017, 00:43

Bhagavad Gita 15:11

Yogananda:
Der Yogi, der nach Erlösung strebt, schaut Ihn in seinem eigenen Selbst; wer jedoch unrein und unbeherrscht ist, kann Ihn nicht wahrnehmen, auch wenn er sich darum bemüht.

Prabhupada:
Die strebenden Transzendentalisten, die in Selbstverwirklichung verankert sind, können all dies deutlich erkennen. Doch diejenigen, die im Bewusstsein nicht fortgeschritten sind und die nicht selbstverwirklicht sind, können nicht sehen, was vor sich geht, auch wenn sie sich darum bemühen.

Reclam:
Der Yogi, andächtig vertieft,
Erkennt ihn in dem eig'nen Ich,
Der Einsichtslose schaut ihn nie,
Weil sein Bemühn nur äußerlich.
---
Christus Jesus sprach einst: "gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist", doch kann man es weitreichender auch sagen: "gebt dem Kollektiv, was des Kollektivs ist"!

Jeder erkennt zunächst das, was als Anlage auch in ihm selbst existent ist. Nur so können wir uns dem Göttlichen annähern. Und überhaupt in dieser Weise kann sich Seinesgleichen unter sich selbst finden, indem es sich selbst wiederkennen kann.

D.h. im Grunde auch, dass Eingeweihte eines bestimmten Grades so sich gegenseitig erkennen können, ggf. auch die des geringeren Einweihungsgrades, von anderen aber weitestgehend unbehelligt tätig sein können. Und dies ist auch gut so!

Alles worin einer nicht ist, und doch darin eine Tätigkeit erforderlich wird, wird also auch vom Kollektiv bereit gestellt, im Rahmen der Erfordernisse, wie diese ja auch vom Kollektiv aufgestellt werden. Allerdings ist die Art der Einsicht dann nicht die die man für sich gewinnt, sondern die des Kollektivs, wie es diese durch einen gewinnt.

Natürlich ist jeder ein wesentlicher Faktor als Glied im Gesamten. Allerdings nicht in dem was er bloß für sich tut, sondern dem, wie er fürs Gesamte beiträgt. Und man braucht nicht gesondert etwas dafür tuen, denn man ist ohnehin Teilhaber.

Vielmehr in dem wie man dem Gesamten zurückzahlt, erwirbt man sich erst das Recht, auch für sich selbst etwas machen zu können. Ansonsten ist das direkte Bestreben für sich etwas in vielleicht bloß selbstsüchtiger Weise etwas zu machen, ohnehin dort angesiedelt und dessen, was einem nicht zufällt und meist dem Kollektiv nur zuteil wird, weil man gar nicht erst bei sich ankommt oder anfangen kann, unabhängig wie man meinte, woran man wäre...

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Im Preis das Leben heißt... - BG 18:12

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 08 2017, 23:51

Bhagavad Gita 18:12

Yogananda:
Die dreifältigen Früchte des Handelns - die guten, die schädlichen und die gemischten - ernten die Nicht-Entsagenden nach ihrem Tode; doch die Entsagenden ernten sie nie.

Prabhupada:
Jemandem, der nicht entsagungsvoll ist, fallen nach dem Tod die dreifachen Früchte des Handelns zu - wünschenswerte, unerwünschte und vermischte. Diejenigen aber, die im Lebensstand der Entsagung stehen, brauchen solche Ergebnisse nicht zu erleiden oder zu genießen.

Reclam:
Erwünscht, gemischt und unerwünscht
Ist nach dem Tod der Lohn der Tat,
Vom Lohne frei bleibt aber der,
Der allem Werk entsaget hat.
---
Was erwartet man eigentlich für ein Leben nach dem äußerlich-physikalen Abtritt hier?

Das, was man für sich als lohnenswert auf Erden erstreben mag, ist dann meist nicht viel Wert. Ja schlimmer noch ist, wenn es einem bleibt dieses alles aufzuarbeiten, und wenn gemäß den Früchten immer wieder und weiter etwas davon ankommt und nachkommt. Obwohl man dann lieber weiterziehen oder sich in ganz anderer Hinsicht und Richtung betätigen wollte.

Im fortgeschrittenerem Falle ist es eher so, dass der Tod zwar ein paar Beschränkungen aufhebt, man darüber hinaus aber nahezu an den selben Dingen und mit ähnlichen Anbindungen und Aufhängungen und in Gebieten weiter arbeitet, wie zuvor schon. Dann hat man wohl weitestgehend bereits in der Inkarnation die einem gemäße und passende Ausrichtung gefunden. Auch wenn man es in dem Umfang aufgrund der Beschränktheiten vielleicht nicht gar so vernehmen konnte. Natürlich kann es auch anderswo Inkarnationen geben, wo man dann hingeht oder hingezogen wird, und weitermacht, wo man dort seinerzeit aufgehört hatte usw.

Jedenfalls, so lohnenswert und vielversprechend vielleicht viele Dinge im Leben einem erschienen, so hinderlich können diese sich dann erweisen, wenn sie nur allein auf Irdische Dinge zutreffen oder einem als Seele eher befremdlich und gar nicht zutreffend für einen sind. Dies ließe sich wohl am meisten dadurch bemerken, wenn der Tod einem die gesamte Bedeutsamkeit dafür mit entreißt, und einem als Seele der Bezug dazu dadurch entschwindet. Und dann steht man da und wird's womöglich nicht los, ohne weitere Entwöhnungs- und Einsichts-Inkarnationen wieder dran zu hängen, obwohl einem ja doch eigentlich nichts daran läge.

Gute Vorbereitung ist das halbe Leben, und gute Nachbereitung das restliche halbe Leben. Wenn man so will ist ein wenig der hier bescheidenen und vergänglichen Freuden oft nur dadurch erkauft, dass man es nach erfolgter Inkarnation dann zum abarbeiten wieder dran hängt. Natürlich sollte man auch zwischendrin es nicht versäumen doch noch ein Leben zu führen. Und trotzt der eigentlichen Dröhnung, scheinen manche wohl nicht genug zu bekommen, um mit Reizverliebtheit und sonst wie Mitteln und Methoden immer mehr aufzubauschen.

Vermutlich wird in (hoffentlich) nicht all zu ferner Zukunft vieles auf sehr schlichte Verhältnisse und allgemein vereinfachte Lebensumstände einiges heruntergefahren werden. Wohl sobald genug Einsicht erwachen konnte, wie Teuer und in welcher Weise zusammenhängend manch Dinge tatsächlich ausfallen im Preis das Leben heißt.. und so auch die verkanten Dinge dann an Wertschätzung und Verhältnismäßigkeit dann gewinnen...

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Segensreiche Beigaben - BG 18:27

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 15 2017, 01:40

Bhagavad Gita 18:27

Yogananda:
Ein Handelnder (ein Werkzeug für eine Tat), der an vielen Dingen hängt und nach den Früchten seines Handelns verlangt, der gierig, unrein und skrupellos ist, der leicht begeistert und leicht entmutigt ist - ein solcher wird rajasisch genannt.

Prabhupada:
Der Handelnde, der an seine Arbeit und an die Früchte seiner Arbeit angehaftet ist und diese Früchte genießen will und der gierig, immer neidisch und unsauber ist und von Freude und Sorge bewegt wird, gilt als ein Handelnder in der Erscheinungsweise der Leidenschaft.

Reclam:
Wer nach dem Lohn des Werks verlangt,
Zum Schaden anderer geneigt,
Von Freude und von Schmerz erregt,
Von "Leidenschaft" erfüllt sich zeigt.
---
Die Natur der vorherrschenden Natur zeigt sich, wenn keine Regeln gelten und mit keinen Konsequenzen zu rechnen ist.

Es reicht also nicht aus, nett sein zu wollen oder einen netten Anschein und Eindruck erwecken zu lassen. Es hat nichts mit dem zu tuen, was tatsächlich da wäre. Oft bleibt genau dadurch die Tat weit hinter der eingebildeten Wunschidentität zurück, weil man lieber von dem ausgeht, was man lieber wäre, als dem, was man ist.

Freilich geht es damit um den Tiefstand, nicht um die höheren Errungenschaften der Seele, denen dadurch nicht abgesprochen würde. Aber was brächte es auch, sich irgendwelcher Seelenerrungenschaften rühmen zu wollen, welche durch viele frühere Inkarnationen errungen wurden, zu deren Erwerb man in dem was man heute ist, nichts beigetragen hätte? Vielmehr ist damit der Selbstanspruch nur höher und auch die Wahrscheinlichkeit ansteigend, dass man diesem nachstehen und nicht mehr gerecht werden könnte.

Dann wäre auch alles, was man am eigenen Tiefstand aufgebessert bekommt eine größere Leistung. Und selbst damit wäre man noch gar nicht dabei, etwas wirklich selbstlos für andere zu leisten. Wobei das, was aus dem Tiefstand oder auch sonstwie erschwerten Bedingungen geleistet wird, höher anzusehen ist, als wenn man etwas macht, was leicht von der Hand geht oder ohnehin allgemein von jedermann erwartet werden kann.

Man kann sich wohl auf manch Gute ebenso verlassen, wie auf manch Schlechte. Beides ist einzubeziehen, keinem davon sollte man blindlings anhängen, gerade im Sinne der Früchte nicht, da man dann den Lohn aus allen Früchten erhalten wird, und sich nicht nur die Rosinen rauspieken kann.

Die Leistung und Erwerb weiterer Befähigung ist als der eigentliche Lohn zu sehen. Mit anderen Worten also das wahrnehmen günstiger Gelegenheiten, um etwas nützliches Tuen zu dürfen, zu können, und natürlich auch zu tuen. Denn im Grunde genommen hat man oft diese Möglichkeit für Segensreiche Taten und einen bestimmten Stand als eine Art Beigabe aus früheren und vorhergehenden Taten als eine Art dauerhafteren Lohn erworben.

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Seelenfreuden - BG 4:31

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 22 2017, 01:45

Bhagavad Gita 4:31

Yogananda:
Indem sie (die Yogis) den verbleibenden Nektar einer dieser geistigen Feuerzeremonien zu sich nehmen, gehen sie in den Unendlichen Geist (Brahman) ein. Doch diese Erkenntnis des Geistes wird keinem durchschnittlichen weltlichen Menschen zuteil, der sich nicht an die wahren geistigen Riten hält. O Zierde der Kurus (Arjuna), wie könnte es ohne ein echtes Opfer irgendeine bessere Welt (irgend ein besseres Dasein oder einen höheren Bewusstseins-Zustand) geben?

Prabhupada:
O Bester der Kuru-Dynastie, ohne Opfer kann man auf diesem Planeten oder in diesem Leben niemals glücklich sein - vom nächsten ganz zu schweigen.

Reclam:
Wer heil'gen Opferrest genießt,
Der geht zum ew'gen Brahma ein,
Dem, der nicht opfert, wird kein Platz
Im Diesseits und im Jenseits sein.
---
Man braucht nicht einmal weit fortgeschritten zu sein, auf dem Weg der Erkenntnisarbeit und Selbstfindung, um zu der Schlussfolge gelangen zu können, dass wenn alle nur nehmen würden, ohne sich nutzbringend selbst einzusetzen und etwas von Wert zu geben, so müsste die Welt ein düsterer und trauriger Ort bloß sein. Denn man könnte dann ja von nirgends her, etwas erfreuliches und hilfreiches erwarten können.

Also könnte man, wenn nicht tatsächlich so doch ein jeder sinnbildlich, sich an der Position der Seele sehend einmal fragen, ob man sich selbst so annehmen und akzeptieren kann und mag, in dem, was man selbst einbringt und worin gebend zuträgt.

Denn Opfer in dem Zusammenhang mag bedeuten, etwas hinzutuen, und es daher zu opfern, damit das Gesamte oder nächstumfassendere, ein besserer Ort werde. Sollte man sich vom Seelenstandpunkt aus beschämend dabei erwischen, dass man gar nichts einbringt oder bereit ist zu opfern, und damit etwas besser hinterlässt, als man es vorgefunden hat, dann kann man als Seele an sich selbst kaum ein Wohlgefallen entwickeln, noch wirklich glücklich über die eigene Lage letztlich sein.

Welches Glück sollte einen erwarten? Und was sollte man für sich als Seele daraus entnehmen können? Wenn doch das Glück der Seele selbst darin liegt zu geben und alles besser zu hinterlassen als man es vorfindet? Ebenso kann man sich auch fragen, was man anderen tut, damit sie glücklicher werden? Denn es ist genau das selbe, was man tut, um selber glücklich zu werden.

Nachdem man sein Leben diesseits abgeschlossen hat, wird nicht der erlebte Genuss, welchen man im Leben hatte, das Glück mehren, vor allem wenn es auf Kosten anderer auch noch gewesen sei. Es wird das Opfer sein, woran man sich wird erfreuen können. Denn Kummer und Sorgen die man vielleicht zugunsten eigenen Genusses anderen bereitet haben mag, wird dann zum Kummer und Sorgen der eigenen Seele führen, unabhängig allen Genusses welchen man dann im Irdischen davon gehabt haben mag. Die Seele wird damit dann nichts mehr anzufangen wissen.

Genau genommen, hatte die Seele dann keine Gelegenheit gehabt, wirklich sich einbringen zu können. Denn Opfer bringend und sich selbst dahingebend, ist das, was die Seele im wesentlichen auszeichnet. Die Seele sucht im Irdischen weder Genuss für sich noch Vorteile zu erwirken. Und darin zeigt sich das Maß des Seelenanteils im großen und breiten.. und das was die Seele an Freuden anderwärts bereitet hat, direkt oder indirekt, wird zu den eigenen Seelenfreuden führen... was auch sonst?

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Wo unvergänglich' Licht... - BG 18:56

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 24 2017, 03:12

Bhagavad Gita 18:56

Yogananda:
Auch wenn ein Gottsucher stets pflichtgetreu handelt und in Mir seine Zuflucht sucht, so ist es überdies Mein Wohlwollen, durch das er den ewigen, unwandelbaren Zustand erlangt.

Prabhupada:
Obwohl Mein reiner Geweihter allen möglichen Tätigkeiten nachgeht, erreicht er unter Meinem Schutz und durch Meine Gnade das ewige, unvergängliche Reich.

Reclam:
Wer, wenn er auch noch Werke tut,
Auf mich setzt seine Zuversicht,
Erreicht durch meiner Gnade Macht
Den Ort, wo unvergänglich' Licht.
---
Wenn man von Richtung gröbster Materie her kommt, ist es natürlich sehr schwierig überhaupt in Fühlung mit irgend welchen Kosmischen Ebenen zu gelangen. Die von dem her gesehen, als unvergänglich Licht angesehen werden können. Für manches tiefere Gewahrsein kosmischer Ebenen bräuchte man ohnehin die 7te Einweihung und aufwärts.

Ja, da ist dann wohl jede Gött'lich Gnade recht. Denn über manch Geist'ge Ordnung stolpert man nicht eben zufällig. Ein Maß dafür wäre u.a., dass man dasjenige, was zuvor kaum wahrnehmbar fein galt, dann anfängt auch als immer mehr gröberes Substrat zu sehen.

Und das was zuvor schon als etwas festeres erkannt wurde, wird noch fester zunächst, bis es irgendwann so fest wird, dass es wider durchlässig wird, weil es dem Feineren auf wessen Seite man sich selbst vorfindet keinen Widerstand mehr darstellt.

Jedoch ist es mehr nur als Zustandsbeschreibung und Verhältnismäßigkeit zu verstehen, und nichts worauf man sich vorrangig oder übermäßig konzentrieren bräuchte. Es diene nur dem erkennen, woran man ggf. unter gewissen Umständen ist. Gerade in dem und von dem her, was ohnehin von mehr materiellem Ansatz her kaum wahrnehmbar ist.

Im Zweifelsfalle gilt mehr das Augenmerk auf das zu richten, was man nicht mag oder zu sehr mag um daran zu haften. Man verstärkt dieses zudem leicht zusätzlich, sobald es in einem kollektiven Kreise angesprochen würde. Denn es fließt ja noch mehr davon dann ein. Allerdings ist es dennoch der schneller Weg meist, wenn man es wirklich effektiv aufarbeiten und auflösen wollte.

Nur ist es in dem Zusammenhang nur auch dann von Nutzen, wenn man nebst dem Ansprechen auch tatsächlich daran geht, damit zu arbeiten, statt darin dann baden zu gehen. Wenn man sich selbst in die Pflicht zuvor nimmt, und dann etwas angeht, erhält es ohnehin eine andere (An-)Ordnung. Und man bedenke, dass es letztlich immer um das unvergänglich Licht geht, was einiger aufrichtiger Anstrengungen wert ist, und vieles es nicht wert ist, zu lange damit rumzueiern...

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Kontinuität und bedingtes Leben - BG 18:58

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jun 26 2017, 02:11

Bhagavad Gita 18:58

Yogananda:
Wenn du Mich im Herzen trägst, wirst du durch Meine Gnade alle Hindernisse überwinden; doch wenn du selbstsüchtig bist und Meinen Rat nicht befolgst, bist du dem Untergang geweiht.

Prabhupada:
Wenn du dir über Mich bewusst wirst, wirst du durch Meine Gnade alle Hindernisse des bedingten Lebens überwinden. Wenn du jedoch nicht in diesem Bewusstsein, sondern aus falschem Ego heraus handelst und nicht auf Mich hörst, wirst du verloren sein.

Reclam:
Und glaube, dass, wer mir vertraut,
In jeglicher Gefahr besteht,
Doch wer, von Selbstsucht übermannt,
Mir nicht gehorchet, untergeht.
---
Im Grunde ist eine Schwierigkeit sich der Folgen von Tätigkeiten bewusst zu werden die, dass die Folgen erst zeitversetzt eintreten, oder Häppchenweise bei einem erst eintreffen. Und auch keine Bewusstseinskontinuität besteht, die Herr der Lage bleibt und vermittelst ihrer eigentümlichen Beharrlichkeit die Schlussfolgerungen einbezieht.

Dieser Zeitversatz ist bei gewissen Einweihungsvorgängen vorübergehend aufgehoben, oder sobald ein bestimmter Einweihungsgrad erreicht wurde. Auch bei gewissen Prüfungssituationen kann dies auftreten. Dann nämlich, wenn man bestimmten Situation oder Erfahrungen einfach nicht auszuweichen vermag (dieses mehr auf das subjektive Erfahrungsleben bezogen).

Ansonsten liegt es am Bedingten Leben selbst. Dass nur so viel zugelassen wird, wie es dieses zu ertragen und auszuhalten ist. Und von dem her auch dieses Häppchenweise. Ganz so wie man sich seine Nahrung portioniert oder in mundgerechte Stücke einteilt.

Das bedingte Leben ermöglicht einem auch, dass man sich zunächst zurücklehnen und ein Stückweit das Leben genießen kann, ohne viel dafür getan zu haben, als dass es allein durch einen bedingt so wäre. Und auch ohne dafür viel tuen zu brauchen. Ausgenommen den allgemeinen Bedingungen des bedingten Lebens sich zu fügen. Nicht weil man diesem und bewusster Weise so begegnet, sondern umgekehrt, weil eine gewisse Bewusstseinskontinuität abgeht.

Natürlich kann man sich mit etwas auch mal schwer tuen, und mit anderem auch wieder leichter oder besser zurecht kommen. Da das Kollektiv durchaus in regem Treiben befasst und in Bewegungsvorgängen sich befindet, und verschiedene Themen dadurch zum tragen kommen und eine Bedeutung einnehmen, liegt es in der Natur der Sache, dass man sich sehr viel nicht zurücklehnen kann.

Denn so lange man Anteil auch an all dem hat, kommt man nicht umhin sich damit in irgend einer Weise zu befassen. Von dem her kann man sich auch nur bedingt Pausen gönnen, wenn man nicht das Schlusslicht bilden möchte, oder jeweiliges eingeht oder verpfuscht zu werden droht, weil man nicht auf das eingeht, was gerade ansteht.

Wenngleich es auch eine Frage bleibt, woran man ist, und ob man mehr als nur ein Dasein und das bedingte Leben für sich als akzeptabel hinnehmen möchte.

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Bestimmung & integraler Bestandteil - BG 13:23

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 03 2017, 02:14

Bhagavad Gita 13:23

Yogananda:
Wer Purusha und die dreifache Natur der Prakriti erkannt hat, ganz gleich, was seine Lebensweise sein mag, wird keine Wiedergeburt mehr erleiden.

Prabhupada (13:24):
Wer diese Philosophie von der materiellen Natur, dem Lebewesen und der Wechselwirkung der Erscheinungsweisen der Natur versteht, wird mit Sicherheit Befreiung erlangen. Er wird, ungeachtet seiner jetzigen Stellung, nicht mehr in dieser Welt geboren werden.

Reclam:
Wer so den "Geist" und die "Natur"
Samt ihren "Gunas" hat erkannt,
Wie er auch immer handeln mag,
Entfliehet der Geburten Band.
---
Ja es ist wohl weniger entscheidend, in welchen Lebensumständen man sich befindet, was den geistigen Fortschritt anbelangt, als woran die Seele ist. Denn sicherlich bedingt das Lebewesen den Fortschritt der Seele weit weniger, als die Seele das Lebewesen bedingt. Von dem her stimmt es schon, dass die eine oder andere Erkenntnis mehr zur Befreiung auch führt, als die Lebensweise, jedoch auch hier kommt es nicht von ungefähr.

Es wird wohl, sobald die bestimmten geistigen Tatsachen eine breitere Anerkenntnis gefunden haben, so mancher sich verwundert fragen, warum jemand weiter sein soll in diesem oder jenem, obwohl er überhaupt kein gesittetes oder geordnetes Leben führt oder zu führen vermag? Und warum jemandem Befreiung winkt, obwohl er offensichtlich weit weniger leistet, als andere dafür aufwenden und aufzubringen scheinen.

Doch liegt es mit daran, was und welche andere Leben zum Seelenleben ihren integralen Bestandteil hinzutragen. Nichts was geistigen Fortschritt bedingt ist je auch umsonst, wie schon die Gita selbst es lehrt. Allerdings, wenn man wahrlich fortgeschritten ist, werden sich diese bestimmten Fortschritte in natürlicher Weise auch irgendwie im Leben zeigen. Nur das dieses nicht den konservativeren Vorstellungen und Ansichten entsprechen braucht.

Nicht alles ist so wie es daher scheinen mag, und doch lässt sich manches an der Umgangsweise erkennen. Auch wenn das Moralische ein Fundament in einem für geistige Entwicklungen bilden mag, damit es auch ansetzen kann, so ist es mehr noch überdies dann doch die spezifische Befähigung, an der ein Fortschritt auszumachen ist. Man könnte auch banal sagen, es ist die Summe und Art des Lichts vor allem anderen.

Also ist es wie Evolution, mehr von ausgiebiger Entwicklung letztlich abhängig, woran man ist. Nimmt und sieht man die ausgereifte Seele, als eine Art abgerundete Kugel, mit allen ihren integrierten Bestandteilen, so hat natürlich alles, was integriert worden ist, seinen Anteil am Gesamten und in seiner Weise dazu beigetragen. Dieser Beitrag ist dann vom Gesamtbild her die Bestimmung des jeweiligen Anteils.

Selbst also wenn man so in der Weise eine Schnittstelle und Anteil am Gesamten hat und Teil davon ist, so mag es dennoch nicht gänzlich unwesentlich sein, welche Rolle man darin übernommen hat. Denn anhand der Schnittmenge und in welchem Verhältnis man nun dazu steht und was man beigesteuert hat, so mag auch das Mitbestimmungsrecht und Stimmanteil im Gesamtverhältnis letztlich ausfallen. Manches also mag mehr die Klangfarbe ausmachen, manches die Tonart und manches das Spektrum.

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Begegnet sich alles mehrfach im Leben? - BG 2:12

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 10 2017, 03:09

Bhagavad Gita 2:12

Yogananda:
Es stimmt nicht, dass Ich oder du oder diese Prinzen von königlichem Geblüt sich nie zuvor inkarniert hätten! Und in alle Ewigkeit wird keiner von uns je aufhören zu existieren!

Prabhupada:
Niemals gab es eine Zeit, als Ich oder du oder all diese Könige nicht existierten, und ebenso wird niemals in der Zukunft einer von uns aufhören zu sein.

Reclam:
Nie war die Zeit, da ich nicht war
Und du und dieser Fürsten Schar,
Nie kommt der Tag, da wir nicht sind,
Im Lauf der Zeit hierbei führwahr.
---
Wie lange bleibt ein Historisches Ereignis wohl bestehen? Ist es bis Brahmas Nacht einbricht? Was im Verhältnis besehen und auf Ereignisse im Planetarischen Umfeld bezogen, sicherlich eine Ewigkeit darstellt.

Oder bleibt es in der Seele für immer enthalten und erhalten, ohne die Möglichkeit, dass es jemals nicht mehr ist? Und was wäre, wenn eine Seele für sich beschließt, etwas davon zu lösen und nicht länger erhalten zu wollen und keinen Teil einer stattgefundenen Erfahrung mehr zu bilden?

Reicht es wohl, wenn einer der Beteiligten eines Ereignisses beschließt dieses für sich zu lösen? Oder die Erfahrung und alles damit in Verbindung stehende einfach irgendeinem weiter zu vererben oder zu verschenken (dem Kollektiv z.B.)? Ist man dann sogleich unabhängig in seinem Aktionsradius hinsichtlich dessen?

Es heißt: man trifft sich immer zweimal im Leben. Die Erfahrung mag wohl manchesmal einen anderen Erweis dessen erbracht haben. Doch ist es sicherlich ja so, dass man sich allem mindestens ein weiteres mal sich zuzuwenden haben wird, ehe etwas denn ganz von selbst nur verschwinden würde. Erst also wenn man keine Schwierigkeit hat, sich alles anzuschauen, womit man es im Leben zu tuen hatte, wird man sich davon in irgend einer Weise lösen können.

Daher ist es wohl ratsam, bei allem und mit allem und allen, bis zu einem gewissen Grad davon auszugehen, dieses erneut zu erleben und sich damit befassen zu dürfen, ggf. nur in rückwertiger Abfolge. Und so und so rum jedenfalls lieber gleich allerlei so gestalten, dass man diesem auch von Angesicht zu Angesicht erneut begegnen kann. Was sicher leichter gehen wird, wenn eine gewisse Würde aufrecht erhalten würde.

Im Angesicht der eigenen Seele mag dann ein negatives Ego oder überbordernde Persönlichkeit nur von untergeordneter Rolle und Bedeutung sein. Daher dürfte vieles dann leichter zu lösen und auszuräumen sein, sofern sich die Möglichkeit dazu findet und bietet. Doch wozu sollte man sich nicht vorher bereits allerlei von den Dingen so stellen, dass man es möglichst gar nicht erst in irgendeiner Richtung ausufern und anhäufen lässt.

Denn nahezu alle Schwierigkeiten des Umgangs ergeben sich heutzutage wohl daher, weil zu viel negatives Ego oder eine maßlos aufgedunsene Persönlichkeit auf einer oder jeweils mehreren Seite zu viele Zügel im Spiel hat. Wenn man die Verhaltensweise der Seele kennt, wird die Einsicht dazu nicht schwer sein, denn keine Seele könnte z.B. dauerhaft persönlich gekränkt sein, oder sich um materiele Dinge streiten, oder lange beleidigt sein oder im negativen Ego sich angegriffen fühlen, obwohl technisch oder stofflich gesehen, überhaupt nichts vorgefallen ist u.dgl.m...

Devino Melchizedek

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Demokratie und Monarchie - BG 2:49

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jul 19 2017, 01:18

Bhagavad Gita 2:49

Yogananda:
Gewöhnliche (von den Wünschen motivierte) Handlungen sind den von Weisheit geleiteten Handlungen weit unterlegen; deshalb, o Dhananjaya (Arjuna), suche Zuflucht in der ewig leitenden Weisheit. Armselig sind diejenigen, die nur um der Ergebnisse willen handeln.

Prabhupada:
O Dhananjaya, halte alle abscheulichen Tätigkeiten durch hingebungsvollen Dienst fern von dir, und ergib dich in diesem Bewusstsein dem Herrn. Diejenigen, die die Früchte ihrer Arbeit genießen wollen, sind Geizhälse.

Reclam:
Erhaben über alles Tun
Für immer die Erkenntnis bleibt.
In der Erkenntnis suche Schutz;
Verächtlich ist, wen Lohnsucht treibt.
---
Eine Demokratie setzt zwar durchaus darauf, dass jeder möglichst tun und lassen kann, was er denn will, solange wie es sich mit dem Gemeinsinn übereinkommen ließe, und soweit es auch Mehrheitlich und im Übereinkommen beschlossen wird (ggf. durch Volksvertreter). Doch setzt es letztlich auch voraus, dass in diesem Mehrheitlichen durchaus eine gewisse Urteilsfähigkeit und Aufklärung gegeben ist.

Die Entscheidungen bewegen sich von dem her irgendwo dort, wo auch die Mehrheit sich dem Niveau nach bewegt. Das hieße auch, man könnte gänzlich andere Entscheidungen fällen (zu anderen Themengebieten z.B.), wenn eine gewisse Mehrzahl da ist, die zum jeweiligen Gebiet überhaupt einen Bezug hat.

Im Grunde setzt Demokratie voraus, dass man mehr im Sinne des Gemeinsinns tätig ist, als bloß im Sinne eigenen Vorteils, die gewisse Aufklärung vorausgesetzt. Denn wie sonst wollte man mit über etwas entscheiden, wenn man gar nicht wüsste worum es geht?

Bei einer Monarchie muss es nicht undemokratischer daher zugehen, denn im Grunde ist ein würdiger Monarch selbst als eine Summe der Stimmen zu sehen. Man spart sich so lediglich den äußeren Abstimmungsapparat und die Suche eines Übereinkommens (eine gewisse Befähigung und Bildung des Mediums vorausgesetzt - d.h. in dem Fall des Monarchs).

Im umgekehrten Falle bleibt dann auch die Frage, ob in einer Demokratie, die Abstimmungsberechtigten ebenso einen Sinn (ähnlich dem eines Königs einer Monarchie) dafür entwickelt haben, tatsächlich aufgrund des Landeswohls und nicht bloß im Sinne der Eigeninteressen oder gerade noch umfassend genug im Sinne von Lobbyinteressen zu agieren.

Wie weit also wäre es ein wesentlicher Unterschied für einen Bürger eines Landes, ob sein Wohlergehen der einen oder anderen Regierungsform unterliegt? Und ob nun von dieser oder jener Form der Regierung seine Interessen tatsächlich vertreten oder vernachlässigt werden?

Ein jeder lebt ja letztlich doch vor Gott. Vor Gott werden alle Interessen zur Summe von allem was da ist. Die Monarchie kann es bei bestem Willen nicht alles so berücksichtigen oder umsetzen. Die Demokratie kann eine solche Einstimmigkeit und Einigkeit erst gar nicht finden. Jedoch tritt Gott wohl kaum selbst in Erscheinung, sondern alle sind seine Vertreter auf Erden oder sonst wo...

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Aktualisierung von Anschauungen - BG 2:57

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 24 2017, 02:14

Bhagavad Gita 2:57

Yogananda:
Wer überall frei von Anhänglichkeit ist, wer sich weder durch gute Erfahrungen freudig erregen noch durch böse beunruhigen lässt, ist fest in der Weisheit verankert.

Prabhupada:
Wer in der materiellen Welt von nichts, was ihm widerfährt - sei es gut oder schlecht -, berührt wird und es weder lobt noch schmäht, ist fest im vollkommenen Wissen verankert.

Reclam:
Wer nicht frohlockt, nicht mürrisch wird,
Ob Glück, ob Unglück ihn befällt,
In allem frei von Leidenschaft,
Der heißt, o Freund, ein Geistesheld.
---
An Kindern ist die Unvoreingenommenheit oft faszinierend. Ja auch bei Hund und Katze mag es nicht viel anders sein, meist kümmert sie wenig was gestern war, wenn sie heute sich einer Sache hingeben, was sie in ihrer Aufmerksamkeit fordert.

Eine gemachte Erfahrung, ob gut oder schlecht, entspricht einem Erlebnis, einer Begebenheit u.dgl., und hat meist wieder wenig mit dem zu tuen, was man dann heute vor sich hat. Das Erlernte mag zwar grundsätzlich nützlich sein, die Begebenheit der man begegnet und wie man dieser begegnet, ist noch etwas anderes dann.

Wozu sollte man sich durch die Vergangenheit das Erleben der Gegenwart nehmen oder einschränken lassen? Die Gegenwart kann da meist wenig auch dafür und hatte mit dem, was irgendwann und irgendwo mal war, meist wenig oder nichts zu tuen. Daher verdient diese durchaus unsere uneingeschränkte oder unvoreingenommene Hinwendung.

Letztlich bedeutet es, das Denken zu aktualisieren, oder die damit verknüpften Anschauungen, welche herangezogen werden. Denn nichts anderes wäre es, wenn einer völlig verträumt in der Gegend herumläuft, ohne Notiz von dem zu nehmen, was um denjenigen sich abspielen mag. Meist geht dies nicht lange gut und kann in der einen oder anderen Hinsicht ein Unglück oder Unfall fördern. Sehr viel anders ist es auch nicht, wenn man nicht bei dem ist, was da ist, egal in welcher Weise oder woraus bedingt.

Was wäre wenn die Welt morgen plötzlich eine andere wäre, und überhaupt keiner kriegt es auch nur mit? Da könnte sich die Welt noch so und so wandeln, sie würde leer ausgehen, wenn keiner mit dieser ginge.

Was wäre wenn man anfinge eine andere Welt einfach zu gestalten? Oder wenn man so tut, als hätte sich die Welt verändert? Was wollte einen daran hindern? Letztlich bleibt einem nur, alles aufs neue zu prüfen und die Situation oder Begebenheiten immer wieder erneut zu beurteilen, nachdem, was da ist und nicht was mal war...

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Jenseits von Tugend & bedingter Reaktion - BG 2:50

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jul 25 2017, 02:56

Bhagavad Gita 2:50

Yogananda:
Wer eins mit der kosmischen Weisheit geworden ist, erhebt sich - sogar noch in diesem Leben - über die Wirkungen der Tugend und auch des Lasters. Widme dich deshalb dem Yoga, der göttlichen Vereinigung. Yoga ist die Kunst richtigen Handelns.

Prabhupada:
Jemand, der im hingebungsvollen Dienst tätig ist, befreit sich schon im gegenwärtigen Leben sowohl von guten als auch von schlechten Reaktionen. Deshalb strebe nach yoga, der Kunst des Handelns.

Reclam:
Denn jenseits von Verdienst und Schuld
Steht der, der die Erkenntnis hat,
Drum weihe ernst dem Yoga dich,
Er macht geschickt zu aller Tat.
---
Mit der Erfüllung und dem Vollbringen endet vieles. Sei es das bestimmte vorhergesagte Wort, als auch Verrichtungen im Erlangen gewisser Befähigungen oder dauerhafterer Natur, von Einweihungen.

Ist etwas erreicht, so ist man für gewöhnlich fortan nicht mehr daran gebunden oder in Abhängigkeit zu diesem oder jenem. Man erfüllt alles was zur Reaktion oder Bedingtheit daraus oder dazu führt. Daher bedeutet es mehr noch als Tugend (wo man sich bewusst und direkt noch damit auseinander setzt) allein an sich und allgemein.

Es mag wohl im Leben eines Jeden etwas geben, was jeweils für das Allergrößte gehalten wird. Ob es für erreichbar oder als unerreichbar und eine Art ungekröntes Ideal bloß gilt. Denn auch etwas, was in seiner Art spezifisch ist, mag in seiner Eigenheit auch jenes beinhalten, was von nicht gleicher Art, nie erreicht und daher als Vorbild überhaupt ungeeignet zählt.

Und woran lässt sich die bestimmte Befreitheit kenntlich machen? Meist daran, dass sowohl Laster wie auch die gute und positive Gegensätzlichkeit, beide für einen unbedeutend werden. Auch ohne dass man sich vorsätzlich versuchte auf die Seite des einen oder anderen schlagen zu wollen. Sei es dem Vermögen oder Unvermögen, im idealisierenden Wollen oder der Möglichkeiten nach.

Fällt es in die Instinkte und im gewissen Sinne unter die Bewusstseinsschwelle, dann erst ist es meist soweit vollbracht. Denn wer wollte sich gänzlich unbeeindruckt, bewusst aller Dinge gegenwärtig sein? So lässt es sich erträglich finden, ohne auszuweichen, und doch auch ohne davon in irgend einer Weise beeinträchtigt oder eingenommen zu sein.

Oft ist es gar nicht das Erlebnis, was einen beschäftigt, sondern die eigene Reaktion darauf. Und so wird auch das eigentliche Vermögen oder Unvermögen, damit umzugehen, dadurch kenntlich gemacht...

Devino Melchizedek

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