Zitate zum Nachsinnen

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Zitate zum Nachsinnen

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Mai 12 2016, 01:23

http://zitatezumnachdenken.com/thich-nhat-hanh/2847

"Wenn wir nicht ganz wir selbst sind, wahrhaft im gegenwärtigen Augenblick, verpassen wir alles."
Thich Nhat Hanh

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Kant: entscheiden und erkennen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 13 2016, 02:01

"Die Notwendigkeit zu entscheiden reicht weiter als die Möglichkeit zu erkennen."
Immanuel Kant
---
Nicht jede Entscheidung ist aber notwendig, auch nicht jede Meinung oder jedes Urteil, vor allem wenn sie weit hinter der Möglichkeit zu erkennen zurück blieben, dann könnte es damit sogar so weitreichend sein, dass es zur Notwendigkeit zählte, sich dessen zu enthalten.


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Konfuzius: Worte

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 14 2016, 19:58

"Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem."
Konfuzius
---
Worte als Ausdrucksmittel, können nur das heben, was sie tragen können. Tragen können sie nur so viel, wie man ihnen beigeben kann.

Nicht auf die Größe der Worte kommt es also an, sondern auf das, was gehoben werden soll.

Nur in einer festen Schale oder passendem Gefäß ließe sich etwas sicher heben. So ähnlich ist es wohl mit den stimmigen Worten.


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Emerson: wer um die ganze Welt reist

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 15 2016, 02:05

"Auch wer um die ganze Welt reist, um das Schöne zu suchen, findet es nur, wenn er es in sich trägt."
Ralph Waldo Emerson
---
Man kann wohl nicht finden, was man nicht hat.
Zuerst in sich, denn die Reise geht immer von Innen nach Außen, weil die Reise immer im Innern begonnen hat. Man kann nur das von außen nach innen finden, von wo aus im innern die Reise als Beseeltheit losging.
Aber mehr im außen kann man auch nicht finden, als was man innerlich mitgebracht hat und mit sich führt.. denn das erkennen findet durch Beseeltheit in der Gleichheit (all dem, was sich als gleich erkennen kann) statt...

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Kant: Liebe

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 16 2016, 03:40

"Ohne Achtung gibt es keine wahre Liebe".
Immanuel Kant
---
Etwas, mit höherem Anspruch, kann dem geringeren Anspruch, was der Art nach hinein oder dazu zählt, nicht mangeln, da es auch dem höheren Anspruch daher nicht beikommen wird. Liebe ist notwendig mit Achtung verbunden, da nur was man achtet, man auch lieben kann.

Ähnlich heißt es auch in den Schriften sinngemäß, wie möchte einer Gott lieben, den er nicht sehen kann, wenn er den Nächsten, den er um sich hat, nicht zu lieben vermag. Im Sinne von, was nicht in irgend einer Weise erfasst wird, dem kann man auch nichts angedeihen lassen.

Das hieße auch, erst die einfachen Dinge erfüllen, bevor man meint den Höheren gerecht zu werden, die mindestens das Andere einbeziehen, tuen sie es nicht, kann man auch ausschließen, dass dem Höheren Anspruch genüge geleistet wird.


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Rumi: der Liebenden Rat

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 16 2016, 04:03

"Dies ist der Liebenden Rat; lass ihn das Herz dir berühren: Liebe schweigend, denn still sagt ihr Geheimstes die Welt."
Rumi
---
Berühren kann vieles und in vielen Bereichen, nur weil man etwas zu beurteilen vermeint, heißt es nicht, dass das, was man zu beurteilen vermeint, von einem bereits in höherem Maße erfüllt wird.

Ein Beispiel wäre, wenn man etwas liest, und sich eine Meinung dazu bildet oder es beurteilt, heißt es nicht, dass man überhaupt in der Lage wäre, es besser zu Schreiben, als was man da liest. Vor allem wenn man das mal wegließe, was man von sonst woher weiß, ohne es selbst hervorgebracht zu haben.

Über etwas sprechen ist eine Sache, von etwas sprechen noch eine andere, und etwas tuen, ohne nur davon zu reden, noch eine weitere. Und ehrlich bei dem sein, was wirklich ist, deutet erst darauf hin, dass man auch die Dinge kennt und weiß wovon man spricht...

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Kant: wahrhaftig sprechen

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 16 2016, 11:45

"Es kann sein, dass nicht alles wahr ist, was ein Mensch dafür hält, denn er kann irren, aber in allem, was er sagt, muss er wahrhaftig sein."
Immanuel Kant
---
Man muss gar nicht viel sprechen, es reicht, wenn es die Wahrheit ist, denn andernfalls hat man mehr auch nicht gesagt.


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Luther: Reden

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Mai 16 2016, 12:21

"Viel mit wenig Worten fein kurz anzeigen können, das ist Kunst und große Tugend. Torheit aber ist's, mit viel Reden nichts reden."
Martin Luther
---
Beim zitieren wird es wohl nicht reichen, nur andere Sprechen zu lassen, vielleicht gar so, als hätte man es selbst gesprochen. Doch wenn man selber seinen Standpunkt dazu mit wenigen Worten aufzeigt, dann kann auch dorthin, wo man steht, etwas ankommen. So lernt man dann auch selber daraus. Verantwortlich bleibt man ja bei allem, was man weiter gibt, nur heißt es nicht gleich, dass man die Verantwortung auch auf sich nimmt, wenn doch, dann zuerst darin, dass man klare Stellung bezieht, wenngleich auch nicht notwendig mit vielen Worten.

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Konfuzius: Aus Fehlern lernen

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 17 2016, 20:26

"Einen Fehler machen und sich nicht bessern: Das erst heißt fehlen."
Konfuzius
---
Dabei kann es nicht wenig auch abhängig sein, wo und worin dieser Fehler liegt. Denn nimmt man jemanden als eine Ansammlung und Summe aus allerlei, dann kommt nicht notwendig die Erkenntnis eines Anteils zugleich bei all dem an, woher der Fehler entstehen mag und es kann einige Ausdauer erfordern, bis es abgestellt ist.

Wenngleich nicht wenig erstmal am guten Willen liegen wird. Doch ist es was anderes, wenn das jeweilige fehlen vielleicht seit Jahrhunderten konditioniert wurde, oder doch nur etwas ist, was bloß einer Entscheidung oder Umentscheidung u.d.gl. bedarf, oder einen nur oder doch viele betrifft und einbezieht...

Auch sollte man durchaus die Kirche im Dorf lassen, d.h., alles auf der jeweiligen Ebene. Eine Umgangsart, als Umgangsart, eine Tätigkeit, als eine Tätigkeit an sich auch behandeln, nicht bloß nach Moralischem Verhältnis allein, welches nicht notwendig mit jeweiligem im Zusammenhang steht.


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Coelho: Leben und Aufmerksamkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Mai 18 2016, 11:03

"Denn alle Menschen haben immer genaue Vorstellungen davon, wie wir unser Leben am besten zu leben haben. Doch nie wissen sie selber, wie sie ihr eigenes Leben am besten anpacken sollen. (Der Alchimist)"
Paulo Coelho
---
Im Grunde braucht die Aufmerkankeit nicht bei anderen sein, es ist oft besser sie vom Grundsatz her oder im Verhältnis einzubeziehen, denn was nützte es an sie zu denken, wenn doch kein nützlicher Gedanke dabei wäre?!

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Kant: Sparsamkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 20 2016, 01:57

"Sparsamkeit in allen Dingen ist die vernünftige Handlung eines rechtdenkenden Menschen."
Immanuel Kant
---
Sparsamkeit in Guten Dingen, der Weise nach, sie recht zu vertiefen und wertzuschätzen, d.i. sich darin nicht übereilen und diese nicht zu verschwenden, wo's nicht angebracht wäre..
Sparsamkeit in weniger guten Dingen, um sie nicht weiter zu vertiefen und alsbald möglich hinter sich zu lassen...


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Konfuzius: Mut das Rechte zu tuen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 20 2016, 10:54

"Das Rechte erkennen und nicht tun ist Mangel an Mut".
Konfuzius
---
Bei dem, was man nicht tut, kann der Mund leicht vorauseilen.
Mut wäre es, wenn die Tat dem davon, was recht ist, auch noch nachfolgt.

Wenn der Mund zu beschäftigt ist, wird die Zeit vielleicht nicht reichen, all dem gerecht zu werden, was man als rechtschaffend erkannt hat.

Die Prioritäten könnten daher mehr in der Richtung liegen, tuen, was man kann, Reden wenn man muss, sich enthalten, wo das Zweitere das Erstere zu ersetzen suchte.


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Luther: Erkenntnis

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 22 2016, 15:07

"Wer die Erkenntnis der Sache nicht hat, dem wird die Erkenntnis der Worte nichts helfen."
Martin Luther
---
Das stimmt wohl, wie will man das vermitteln, was einer nicht kennen kann?
Und doch besteht die Möglichkeit etwas kennen zu lernen, was man ehedem nicht kannte. Nichts geht zwar von selbst und doch ist es nur ein Teil davon, von sich aus an etwas heran zu gehen, der andere Teil liegt darin, was von der Sache selber (oder auch von oben) einem zuteil wird.

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Hanh: Wodurch.. oder wer war das?

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 22 2016, 15:15

"Der Buddha sagte: Wenn ein weiser Mensch leidet, so fragt er sich 'Was habe ich bisher getan, um mich von meinem Leiden zu befreien? Was kann ich noch tun, um es zu überwinden?' Wenn aber ein törichter Mensch leidet, so fragt er: 'Wer hat mir das angetan?'"
Thich Nhat Hanh
---
Manchmal hilft beides nicht viel, was hilft, ist für Morgen vorzusorgen, am besten allerdings so, dass man es für die Sache statt für sich selbst tut.

Denn wer weiß, wer man Morgen selbst ist und ob es dort noch ankommt, wo man nicht mehr ist.

Wenn man an der Sache aber dran bleibt, um die es ehedem ging und diese daher verbessert wurde, dann hat man auch selbst etwas davon.

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stojewski: Schuld

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Mai 26 2016, 17:49

"Jeder ist an allem schuld. Aber wenn jeder das wüsste, hätten wir das Paradies auf Erden."
Fjodor Dostojewski
---
Nun, ich war das, ich war jenes, aber das da, das war ich nicht.

Nur das es, als einem Teil von allem, überhaupt keine Rolle spielt.

Als einem Teil von etwas Bestimmten, reicht das Bestimmte auch schon und das Unbestimmte ist daher mal außen vor, was dann auch mal gut so ist für das Bestimmte, da es sonst wohl bestimmt nicht wäre...

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Aristoteles: hohe Türme bauen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 27 2016, 16:19

"Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen."
Aristoteles
---
Hoch hinaus und groß dabei,
ja sogar der letzte Schrei..
doch sollte der Grund auf etwas auch stehen,
damit es bleibt auch so bestehen...

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Busch: dumme Gedanken

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 28 2016, 01:12

"Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie."
Wilhelm Busch
---
Manchmal eignet es sich doch dumme Gedanken auszusprechen, damit ein jeder, der sie kennt, sich doch aber noch nicht getraut hat, sich darin selber hinreichend zu überzeugen dass sie dumm sind, zu dieser Einsicht letztlich auch noch gelangen kann.

Sicher, man kann einer dummen Birne nicht erklären, dass sie dumm ist, also spricht man mit dem Lichtschalter nach seiner Art.

Denn mehr Ehrlich, ist ehrlicher, als weniger.
Zu viel ist aber oft zu wenig hilfreich.
Außer bei sich selbst, da ist alle Ehrlichkeit passend.


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Aristoteles: Größe

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 28 2016, 10:56

"Größe ist nicht, Anerkennungen zu erhalten, sondern sie zu verdienen."
Aristoteles
---
Ja, macht mal...

Größe ist relativ zum Vergleich.

Je nach Vergleich kann alles groß sein und je nach Vergleich kann selbiges doch wieder klein sein.

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Die Natur macht nichts vergeblich

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 29 2016, 15:42

"Die Natur macht nichts vergeblich".
Aristoteles
---
Nicht ohne Grund ist es wohl so, dass man selbst in der Technik sehr vieles der Natur abgeschaut hat und es weiterhin auch noch tut. Bisher vielleicht nur von dem, was offensichtlich ist, irgendwann vielleicht auch noch von dem, was heute darin noch nicht erkannt wird.

Die Natur scheint gar nichts darauf zu geben, irgend etwas überflüssiges zu erschaffen. Und selbst das, was heute vielleicht rudimentär ist, hatte meist einen Hintergrund und war vielleicht früher bloß nicht ganz umsonst da und nur heute deswegen rudimentär vertreten.

Einzug die Schönheit der Natur, kann diese nur am Auge des Betrachters etwa liegen? Wozu all die Farben? Oder ist es doch so, dass sich eine Gottheit oder Wesenheit dahinter verbergen sollte, um auch nur auf eine weitere oder noch andere Natur aufmerksam zu machen?

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Jesus: Was zum Munde herausgeht

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 31 2016, 08:09

"Merket ihr noch nicht, dass alles, was zum Munde eingeht, das geht in den Bauch und wird durch den natürlichen Gang ausgeworfen?"
"Was aber zum Munde herausgeht, das kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen."
Christus Jesus (Matthäus 15:17,18)
---
Meistens kann angenommen werden, dass das, was auch getan wird, bereits in einem ist und oft ein ausagieren, oft auch ein auspendeln einer bestimmten Kraft ist. Oft kann diese sogar so stark aufgebaut sein, dass der Mensch eigentlich gar keine Chance mehr hat sich von sich aus diesem zu erwehren.

Im Falle einer wirkenden Kraft, wird aber der Mensch meist sich auf Seiten dieser befinden, selbst wenn er vielleicht sich dagegen stellt, aber sofern er sich dadurch bewegen lässt, dann ist er jeweils mit dieser, auch wenn er es eigentlich vielleicht doch nicht möchte.

Was man aber ausspricht, kommt immer aus einem, woher denn sonst!?
Und es kehrt auch zu einem wieder, ob gleich, zeitversetzt, mit diesem oder jenem aufgeladen. Dazu spricht man ja auch immer irgend eine Region an, sei es der Sakralbereich, Solarplexus (worin sich derzeit das Mehrheitliche wohl bewegen wird), nicht im wörtlichen, sondern dem tatsächlichen, oder dem Stoffe nach, den man von sich gibt.

Dazu ist das Aussprechen nicht unbedingt das, was etwas ausagiert, ja in den meisten Fällen zumindest nicht, sondern das, was etwas stimuliert, es mit anderen teilt (weil zu sich sprechen ist ja eher die Seltenheit) und es daher ausdehnt. Und deswegen verunreinigt auch mehr die Sprache, als das, was man tut (z.B. etwas essen und zu sich nehmen, oder auch eine Tat an sich, die durch eine Kraft bestimmt ist, und daher vielleicht gar mehr zur Kraft als zu einem Menschen gehört).

Das was man spricht, ist man daher schon zunächst selbst, allein schon weil es aus dem eigenen Munde her kommt und weil es vermehrt wird, da es geteilt wird und nicht nur ausgelebt und ausagiert wird. Es mag dann auf etwas anderes zutreffen oder auch nicht, der eigene Anteil dazu, ist dann immer noch der eigene...

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Zitate die Juni hervorrief ...

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jun 01 2016, 08:08

"Wenn die einen genießen wollen, ohne zu arbeiten, so werden andere arbeiten müssen, ohne zu genießen."
Immanuel Kant
---
Um sich wirklich nur auf das zu stützen, was man selbst mittels Arbeit hervorriefe, müsste man wohl selbst sein Essen erlegen. Es würde für die nativeren Völker wohl wenig Veränderung bedeuten, bei den heute als zivilisiert zählenden Völkern, wäre vom gewissen Schwund vielleicht abgesehen, zu erwarten, dass wohl die Ernährung doch deutlich überdacht werden müsste. Mit der Jagt wäre man wohl nicht gut dabei (allein schon, weil es die Natur so in den meisten Breitengraden nicht hergäbe) und bis entsprechend die Natur Frucht aus dem hervorbrächte, was der einzelne angebaut hätte, so lange könnte wohl kaum einer darauf warten.

Mindestens wäre man aber doch mit dem konfrontiert, was etwas letztlich bedeutet und womit etwas zu tuen hat. Es gäbe nichts, was wohl von selbstverständlich angenommen wäre, denn es wäre nichts da, was nicht von einem selbst hervorkäme.

So weit muss es gar nicht kommen, um sich dessen bewusst zu machen, wenn man es sich mal bewusst machte und sich bis zum Grunde mit den Dingen befasste.


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Konfuzius: In sich, um sich und an sich

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jun 03 2016, 08:10

"Der Weise sucht, was in ihm selber ist, der Tor, was außerhalb."
Konfuzius

---
In dem, was einen umgibt, erkennt man sich auch selbst, aber in seinem Inneren findet man sich. Und man erkennt die anderen in sich, findet sie aber um sich.

Vor allem sobald in sich und um sich, sich in einer Übereinstimmung befinden.

Ist man außer sich, ist man nicht mit sich, ist man mit sich, ist man auch mit allem anderen. Denn was man in sich gefunden hat, kann man auch erst wirklich um sich finden.

So oder so ähnlich mag es sich wohl verhalten...

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Ammon: Mensch und Dasein

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 04 2016, 02:56

"Der Mensch ist nicht zur Macht gemacht, sondern zum Dasein da."
Fred Ammon
---
Ein Mensch braucht nichts anderes und auch nicht mehr zu sein oder zu tuen, als das, was zum Menschen als Mensch gehört.

Allerdings wird es auch nicht das Dasein sein, denn es wird bloß vom Dasein erwartet, dass es das Dasein wäre.

Doch wenn etwas, was für etwas anderes da ist, versucht etwas zu tuen, wofür etwas anderes da ist, damit könnte etwas anderes davon abgebracht werden, das zu tuen, wozu es besser geeignet wäre, als das, was etwas anderes tuen möchte, aber dafür gar nicht da ist...

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Vivekananda: Arbeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jun 06 2016, 00:22

"Auf Arbeit haben wir ein Recht, doch nicht auf ihre Früchte."
Swami Vivekananda
---
Wie ein Baum, der Früchte trägt, doch liegt es nicht nur an ihm, ebenso auch an der Sonne und dem Wasser. Gleich dem, kann man auf die Früchte für sich allein kaum Anspruch erheben, doch sich ihrer erfreuen, wenn sie einem zufallen.

Ohne Arbeit ist in dieser Welt nichts zu tuen, entweder macht man Arbeit oder man arbeitet...

Und keiner kann es uns nehmen, zu arbeiten, denn jeder kann zumindest an sich selbst arbeiten.

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Kästner: Gewissen

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jun 07 2016, 20:22

"Das Gewissen ist eine Uhr, die immer richtig geht. Nur wir gehen manchmal falsch."
Erich Kästner
---
Es kommt wohl mehr darauf an, dass es mit dem eigenen Inneren auch übereinstimmt, wie verrückt es auch sei, denn verrückt ist es vor allem, wenn es nicht damit überein geht.

Man kann sich selbst nicht überholen, aber man kann neben der Spur sein. Ist man wirklich neben der Spur und doch mit sich überein, dann ist man dennoch richtig.

Denn wo auch immer man ist, aber nicht mit sich überein, so ist man nirgends richtig, da es mit einem nicht überein geht. Das Gewissen ist eher ein Zeichen, dass man mit sich übereingeht oder eben darauf, wo es abzuzweigen droht...

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Vivekananda: Wissen und Freiheit

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 09 2016, 14:25

"Freiheit ist nichts anderes als Beseitigung der Unwissenheit, und die schwindet nur, wenn wir das Innere kennen."
Swami Vivekânanda
---
Tut sich etwas vollends auf und man erkennt, wie sich die Zummemhänge vertiefen und der Sinn dessen sich weitet, dann war man dem Wissen auf der Spur und findet es darin vor. Wenn es aber gänzlich anders kommt, als erwartet, so kann es bis dahin sich auch nicht wirklich um Wissen diesbezüglich gehandelt haben.

Wahrheit (Wissen) macht frei, heisst es, also muss es eine Form der Unwissenheit sein, die man ehedem anstelle der Freiheit akzeptiert hat andernfalls...

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Schweitzer: Erkennen und Erleben

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jun 10 2016, 00:46

"Alles wahre Erkennen geht in Erleben über."
Albert Schweitzer
---
Man sollte weniger über die Dinge reden, die man auch tuen oder ändern könnte, aber auch weniger über die, die man nicht zu tuen vermag, denn durch Reden allein ist noch nichts getan, von dem, was man hätte anstelle dessen tuen können.

Mit dem Erkennen ist das so eine Sache, nimmt man z.B. Karma, kann man wohl sagen, es ist das nur darin, was man hätte auch einfach erkennen können, anstelle dessen. Vielleicht auch das, was man hätte erkennen müssen, dann hätte man es nicht tuen brauchen und aus dem Karma wäre nichts geworden.

Natürlich ist auch Reden ein tuen und Erkennen auch ein Erleben, denn erlebt man nicht, dann erkennt man wahrscheinlich auch nicht recht, denn das Erkannte, ist das, was einen auch verändert und das was verändert, ist etwas, was man erlebt.

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Kant: Von der Notwendigkeit zu entscheiden

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 11 2016, 01:40

"Die Notwendigkeit zu entscheiden reicht weiter als die Möglichkeit zu erkennen."
Immanuel Kant
---
Mehr als das, was irgendwie mit einem verbunden ist, und was dann auch überhaupt nur im Rahmen der Entscheidungen liegt, ist einem gar nicht gegeben, selbst wenn man es erkennen mag, aber doch nicht dem beikommt, dann bleibt es ohnehin erstmal ohne Auswirkung oder außen vor.

Alles Notwendige kann aber ohne Auswirkung für einen kaum sein, denn es ist ja nicht von ungefähr zum Notwendigen geworden.

Andersherum, ist vieles, wo man an Entscheidungen nicht herum kommt, doch mit weit mehr Verbunden, als man auch nur zu erkennen vermag, vor allem, wenn es auch noch etwas anderes Allgemeines beinhaltet, worin man so tief nicht drin steckt (dass es überhaupt Notwendigkeit werden kann).

Ebenso ist es ein Unterschied, ob man nur etwas, für etwas bestimmtes oder aus einem bestimmten Grund nur macht, oder es grundsätzlich und allgemeinhin oder aus grundsätzlicher Überzeugung (aus sich) heraus macht oder dem treu bliebe. Denn bei Ersterem machte man sich von etwas Bestimmten abhängig, beim Letzteren bliebe dem Bestimmten nichts anderes, als sich ebenfalls dem Allgemeinen oder dem Grundsatz treu zu sein, dem man sich verpflichtet, wenn es mit einem geht/ist und alles gemäß dem, worin es ist, kann einem dann auch nur alles nach seiner Art begegnen...

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Schopenhauer: Anblick von Tieren

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 11 2016, 10:50

"Dass uns der Anblick der Tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so vereinfacht vor uns zu sehn."
Arthur Schopenhauer
---
Ginge man in die andere Richtung, des Seelen-Selbstes, wäre es ebenso etwas, was sich voller erstaunen beobachten ließe. Es erfordert vielleicht ein wenig, sich erst hinzuarbeiten, aber es lohnt.

Vor allem hat man häufig auch damit zu tuen, ohne überhaupt eine Ahnung, dass es sich so verhält. Oft genug ist es nämlich der Tiefstand, vor allem wenn etwas hinzutritt oder hinzukommt. Und es ist einfach nur das, wie es einem dann ergehen mag, ob etwas in einer Hinsicht leicht von der Hand geht, oder nur sehr schleppend.

Auch ist an sich Selbst zu arbeiten, in der Hinsicht, nie selbstsüchtig, weil das Selbst immer auch mit den anderen zu tuen hat und sie einbezieht oder auch die allgemeinen Dinge an sich. Aber es ist auch nichts, wo man sich auf Chakra Nr. 7 ausrichtet o.ä., sondern einfach das, was einen umgibt und mit den anderen verbindet. Und wenn etwas davon entwickelt ist, dafür sorgt, dass auch allen anderen jeweiliges dann leichter fällt, wenn nicht und man sich nicht darum kümmert, dann fällt es anderen auch schwerer, damit umzugehen. Deswegen, wenn erstmal alle notwendigen und allgemeinen Dinge alltäglicher Art, in der Spur sind, dann geht man über den Tiefstand hinaus und kann sich mehr um die Allgemeineren Dinge auch mal kümmern...

Im Grunde ist dann alles damit gemeint oder es bezieht alles ein, womit man überhaupt zu tuen hat, vor allem aber auch, womit alle anderen zu tuen haben, weniger das, was mit allen anderen überhaupt nichts zu tuen hat. Also in erster Linie, alles was auch mit dem Nächsten zu tuen hat und auch für den Nächsten da ist, ohne dass man es vielleicht auch mitbekommt, außer, man ist mehr im Seelenbewusstsein verankert und diesem nahe, in all seinem Bestreben. Dann kann man es nämlich auch Beobachten und das Wesen der Dinge dahinter entsprechend erkennen, ganz ähnlich, wie wenn man das Verhalten der Tiere untereinander beobachten würde.

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Re: Zitate zum Nachsinnen

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 12 2016, 20:15

"Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht."
Hermann Hesse
---
Es ist wohl nicht jedem gegeben, den Clown zu geben, allerdings ist es auch nicht erforderlich, um zur Heiterkeit beizutragen.

Sicherlich gibt es mehr den Emotional Geladenen, oder einen, mehr von Frohnatur. Alles mag seinen Vor- oder auch Nachteil haben. Der eine wird vielleicht zum Tiefgang, der andere eher zur Oberflächlichkeit womöglich neigen, und es wird beiden nicht so leicht fallen, zu dem ein oder anderen hinzukommen.

Was leicht geht, ist die Situation anzuwenden und etwas einfach nur überzogen hinzustellen und zu überzeichnen, bis es den Grad der Komik erreicht. Meist ist es ja das, was in der Vorstellung ein schräges Bild malt und so dann auch zum lachen anregt, wenn es die Vorstellung erreicht und ebenso einen Zusammenhang zum vielleicht absurden, schrägen, aberwitzigen herstellen konnte.

Wie so oft, die Bereitschaft reicht, allein schon, um so Gelegenheiten zu fördern, wahrzunehmen und dann kann es ganz von selbst gar gehen.. wenn man zu Ernst ist, reicht es möglicherweise sogar schon aus, bloß sich selbst auf die Schippe zu nehmen.. wer weniger Ernst ist, muss sich vielleicht mehr noch ins Zeug legen, denn wenn er bereits mit einem halben Bein auf der Schippe ist, ist es doch wieder zu gewöhnlich, um absurd zu werden, aber jenem liegt es dann wohl auch eher, so dass der Aufwand dahingehend für beide sich womöglich gar nicht mal was nimmt...

Nur selber vor sich hinfreuen, muss andere noch lange nicht hinreichend überzeugen um mitzumachen. Es wird wohl das sein dürfen, was andere auch berührt.

Allerdings ist es wieder etwas anderes, wenn man vom Selbst ausgeht, dann ist für alle um einen auch ansteckend, allerdings nicht für den, der es einsteuert, denn der darf dann mehr das abarbeiten, was sich dem entgegen anstaut und doch überwogen wurde, jedenfalls so lange, bis alles restlos glücklich ist. Dann könnte dies allerdings vielleicht auch noch in einer Verwirklichung ausarten.. dann ist witzig auch viel leichter fortan und viel weniger, was dagegen wiegt, obwohl es mehr von selbst dann geht und man es gar nicht mehr groß wahr zu nehmen braucht...

Devino Melchizedek

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Emerson: Vorbilder

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jun 13 2016, 08:30

"Vor allem möchte ich euch ermahnen, euren Weg alleine zu gehen, die guten Vorbilder zu meiden, auch diejenigen, die der Vorstellung der Menschen heilig sind, und es zu wagen, Gott ohne Vermittler und ohne Schleier zu lieben."
Ralph Waldo Emerson
---
Alles, was von einem einst gefordert wird, wird nicht vom Vorbild gefordert.

Ebenso auch mit den Idealen, man kann sich natürlich nach Idealen richten, aber es gibt tatsächlich Dinge, die überhaupt von ihrer Beschaffenheit her, mit einem Ideal keinerlei Schnittstelle bilden können.

So hat man dann die Wahl, zwischen dem Ideal, oder den Dingen an sich selbst. Die Dinge an sich selbst, sind es um die es geht, nicht das Ideal dann, denn es wäre im Verhältnis zu den Dingen an sich selbst nur heiße Luft.

Und es könnte sogar überzogen oder überzeichnet komisch anmuten, wenn es denn auf der Linie der Komik wäre. Nur wird es oft genug nicht sein, denn wenn es nicht auf der Linie eines Ideals ist, muss es daher also auch noch nicht auf der Linie der Witzigkeit sich befinden.

Nun hat also jeder seine eigene Haut, und dies ist ja auch gut so, wäre schon schlimm, vielleicht auch komisch, wenn es nicht so wäre...

Devino Melchizedek

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Aristoteles: Was es alles gibt

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jun 15 2016, 19:52

"Was es alles gibt, was ich nicht brauche!"
Aristoteles
---
Und was es auch nicht alles gibt, von dem, was man nicht bräuchte. Es führt zu einem berächtlichen Maß an Luxusproblemen, die ohne dem, nicht einmal bestünden.

Es bräuchte wohl sehr viel weniger dessen, was dem Durchschnittseuropäer gegeben ist, um glücklich sein zu können und nur das würde einem reichen, dem es am notwendigen mangelt, um glücklich zu sein.

Warum sind es dann all die nicht, die es doch hätten (man könnte sagen, "die das Zeug dazu hätten")?
Nun, da treten die Luxusprobleme hinzu, derer man sich vielleicht teils durch bewussten Verzicht entledigen könnte. Teils kann es mit den Dingen an sich selbst zusammenhängen, und wie man damit umzugehen versteht oder im begriff ist, es zu lernen.

Eine andere Sache ist aber auch vergleichsweise die, wie es mit dem Unterbewusstsein sich verhält. Es kennt zwar eine Intention, aber es kennt keine Verneinung. Es zählt das, was aufgerufen ist, und z.B. aus dem "nicht das" wird nur ein "das" vernommen, weil es eine Bedeutung impliziert. Deswegen kann ein Unterbewusstsein nicht lügen, wenngleich sich vielleicht täuschen, aber es nimmt alles von Bedeutung für ernst und es gibt nichts was wichtiger oder unwichtiger wäre, alles was eine Bedeutung hat, hat diese dann vollständig, dann ist Notwendigkeit nicht bedeutsamer.. als weniger Notwendigkeit...

So ist es oft diese Intention, die wenn sie hinreichend ausgeprägt ist in einer Hinsicht, alles andere als unwesentlich stehen lässt und vordergründig und über die massen wichtig wird, dass selbst alles von Notwendigkeit nicht mehr vernommen oder weiter beachtet wird.

So ähnlich entstehen sie, diese Luxusprobleme aber auch heutzutage.. nur wenn sie nicht wären, dann wäre ja doch irgendwas, vermutlich nur etwas anderes...

Devino Melchizedek

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Hesse: Denken heißt anhalten

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jun 15 2016, 19:53

"Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt."
Hermann Hesse
---
Denken heißt anhalten! Es ist nicht das was einem im Kopf herumspukt, sondern das, was entsteht oder ggf. von der Seele empfangen wird, wenn der Spuk im Kopf vorbei ist.

Was man sich vorweg an "Denken" einsparen möchte, weil man sich damit nicht auseinandersetzen mag, bis zur eigenen Vertiefung dessen bei sich, darf man hinterher doppelt durchdenken. Nämlich einmal das, was eingespart wurde und dann das, was nur aufgrund dessen zusätzlich hinzugekommen ist.

Denken ist es auch nur, wenn man selbst denkt, weniger, wenn man bloß Gedanken aufnimmt (d.i. konsumiert), um sich davon letztlich bestimmen zu lassen, weil man diesem selbst nichts hinzufügt, worin es einem Halt gäbe (vor allem, überließe man es bloß anderen, darüber nachzusinnen, was einen ohne eigenen Halt, dann ggf. mitbestimmt oder sogar beherrscht)...

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Mooji: Die Welt und du

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jun 17 2016, 01:27

"Du siehst die Welt nicht so wie sie ist, du siehst die Welt so wie du bist."
Mooji
---
Die Welt ist auch Selbstwahrnehmung. Vielleicht auch darüber hinaus, vielleicht auch eine Summe aus dem, was alle gemeinsam darin sehen und daraus machen, aber auch Selbstwahrnehmung.

Das vor allem, was einen mit der Welt verbindet, ist wesentlich wohl die Selbstwahrnehmung. Es ist dann das, was die Welt bei einem ankommen lässt, d.h. diese zu einem bringt, und das was außerhalb bleibt, mag etwas anderes sein oder ist vielleicht auch nicht da, doch ist dann eines klar, man hat es dort wohl nur erblickt, damit man in sich selbst davor weniger erschrickt...

Horizontal, vertikal und kreuz und quer,
die Welt ist hier und dort und auch am Meer.
Doch braucht man sich nicht reinzusteigern,
nur was einem zukommt, will auch bleiben.

Was außen vor und irgendwo, bleibt dort,
und will wohl auch nicht dort fort.
Will man sich auch danach verreißen,
man wird's am Ende nicht gut heißen.

Nur die Harten kommen in den Garten?
Die Smarten wohl überall hin!
Denn Härte wäre wie ein Kräftemessen mit einer Wand,
und während man mit dieser ringt und beschäftigt ist,
wird die Tür gleich nebendran übersehen...

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Pfitzer: Rummelplatz

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jun 17 2016, 09:19

"Die Erde ist ein Rummelplatz zum Austoben für die, die sich nicht weiterentwickeln wollen. Und eine Herausforderung für die, die hier sind um zu lernen."
Thomas Pfitzer
---
Und je mehr sind nach einer einer Art,
umso mehr wirds für die anderen hart...

Reif für Zirkus oder Zoo?
Das macht doch die Leute froh..
Sollen wir tragen rote Nasen,
oder springen wie die Hasen,
und mehr noch von derlei betragen?

Doch wo dies ist nicht gefragt,
zählts gewiss zu keiner Ruhmes Tat.

Es sind viele aufgerufen,
manche davon auch berufen,
an ihrem Werk man sie erkennt,
während alles andere hats verpennt.

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Aristoteles: Genauigkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jun 17 2016, 14:36

"Es zeichnet einen gebildeten Geist aus, sich mit jenem Grad an Genauigkeit zufrieden zugeben, den die Natur der Dinge zulässt, und nicht dort Exaktheit zu suchen, wo nur Annäherung möglich ist."
Aristoteles
---
Ideale sind oft auch nur ein Ersatz für das, was man nicht erreicht, nicht grundsätzlich schlimm, doch hat man jenes dann erreicht, ist das Ideal oft immer noch nicht erreicht. Immer dann, wenn es mit der Sache an sich dann doch überhaupt nichts zu tuen hat.

Wenn dann solchenfalls alles mit dem Ideal in einen Vergleich gesetzt wird, wird, wie nah man diesem auch käme, immer noch nichts daraus, weil es immer noch nichts mit der Sache als solcher etwas zu tuen hätte. Und doch sollte man so genau es geht, auch damit sein, denn auch dann wird man jeweiligen Sache andernfalls nicht beikommen können.

Eigentlich ja alles klar und einfach, wenn es sich alles nur ebenso einfach umsetzen ließe, wie man es sich oftmals dünkt, vor allem aber oft auch dann, wenn es wie so oftmals, auch nichts mit der Sache an sich zu tuen hat...

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Vivekananda: Verwirklichung

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 19 2016, 09:34

"Es ist ein großer Unterschied, ob ich 'Nahrung, Nahrung' sage oder sie esse; ob ich 'Wasser, Wasser' sage oder es trinke. Wir können nicht erhoffen, Verwirklichung zu erlangen, indem wir einfach das Wort 'Gott, Gott' wiederholen; wir müssen nach Verwirklichung streben und sie üben."
Swami Vivekananda
---
Das ist mit den "Dingen an sich selbst" gemeint, nur in etwas anderen Worten ausgedrückt.

Wenn man nicht bei dem anfängt, was etwas ausmacht oder bedeutet, dann fängt man gar nicht an.

D.h. erstmal alles herunterfahren, was etwas nicht ist, bevor man an das geht, was etwas ist.

Große Worte, sind noch keine großen Taten, große Taten sind keine großen Worte.

Man tut, was man kann, und nicht was man möchte, aber nicht kann, weil man es möchte, statt etwas dafür zu tuen!


Zuletzt von Devino Melchizedek am So Jun 19 2016, 10:43 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Kant: Verhältnis und Dinge an sich selbst

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 19 2016, 09:40

"Ein Urteil ist die Vorstellung der Einheit des Bewusstseins verschiedener Vorstellungen, oder die Vorstellungen des Verhältnisses derselben, sofern sie einen Begriff ausmachen."
Immanuel Kant
---
Für einen Selbst sind die "Dinge an sich selbst" das Verhältnis zu diesen.

Es beginnt damit, alle Seiten einer Sache zusammen zu führen. Denn es kann nicht die Sache sein, wenn man nicht die These und Antithese erst zusammengebracht hat.

Das hieße, sich auch dem vollständig zu stellen, was gegen etwas spricht, ebenso auch dem, was nur dafür spricht, bis die Sache selbst, im übertragenen Sinne, für sich spricht.

Devino Melchizedek

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Schweitzer: Wie und warum es ist, weil es ist.

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 19 2016, 09:46

"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht."
Albert Schweitzer
---
Im gewissen Sinne ja doch, wenn man es mit "den Dingen an sich" zu tuen hat, dann wird man auch zu diesen, denn diese werden ja auch zu einem Teil von einem und doch bleiben sie gerade dadurch sie selbst, weil man sie nicht mehr anders gebraucht, als wie sie an sich selbst sind.

Also kommt man kaum darum herum zu erforschen:
Wie und warum es ist, weil es ist, wie es ist und nicht wie man etwas möchte, dass es wäre, weil man selber nicht wissen wollte, wie es ist, wie es wurde.

Devino Melchizedek

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Dalai Lama: Das Menschsein der Anderen

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 19 2016, 15:01

"Kriege entstehen aus dem Scheitern, das Menschsein der Anderen zu verstehen."
Dalai Lama
---
Wenn man jemanden schlüge (oder sonst wie schadete), ist es erstmal (nur) schlagen.

Wenn man zugleich sagte, man würde ihn lieben, dann kommt hinzu, dass man ihn zu belügen versuchte.

Wenn man es macht und sagt und dazu aber noch nur die eigenen Gefühle liebte, dann belöge man sich selbst auch noch dazu.

Dabei genügt ein Übel bereits, um nicht mehr glücklich zu sein.

Packt man ein weiteres hinzu, will man wohl nur darin sicher gehen.

Nimmt man gleich alles zusammen, dann bekommt man auch noch Garantie drauf.

Und dann? Dann will man womöglich für die Hoffnung darin ein letztes Fünklein Glück noch zu finden, dort gar nicht mehr raus, um die letzte Hoffnung nicht zu gefährden...

Devino Melchizedek

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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