Zitate zum Nachsinnen

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J-P.Sartre: Traumtänzelnd durchs Leben?

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 30 2017, 09:00

"Vielleicht gibt es schönere Zeiten; aber diese ist die unsere."

- Jean-Paul Sartre -
---
Man kann sich die Zeit nicht aussuchen. Man ist da, wo man ist, und dann wann man es ist, und nur das zählt zunächst.

Das Leben ist kein Wunschkonzert, und erst wenn man alle Erfordernisse, die tatsächlich vorhanden sind, bedient hat, kann man sich eventuell mal umschauen, wohin es als nächstes gehen kann.

Traumtänzerisch durchs Leben? Nun, wenn es die Möglichkeiten hergeben, andernfalls sollte das Leben lieber das Leben sein, und die Träume hebt man sich für die Nacht auf.

Oder sich fürs Höhere aufheben, weil es alles unter der eigenen Würde liegt? Dann allerdings sollte man beachten, dass man nicht unter der Würde des Höheren auch liegt. Denn Widrigkeiten die man ablehnt, weil es keine würdevolle Realität an sich bildet ist ja eine Sache, eine doch andere noch, nicht damit umgehen zu wollen, was einem aufgetragen ist, weil man eben genau dort ist, wo man ist und dieses auch dabei hat!

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Sokrates: Der Lauf der Dinge

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 31 2017, 09:41

"Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen."

- Sokrates -
---
Was man aus der Welt heraus bezieht, ist bereits in der Welt. Daher wäre es nur das, was zur Welt gehört, und man daher in dieser und zu dieser hierdurch.

Wenn es aus dem Geiste oder der Anleitung der Seele ist, so kann die Welt in eine weitere Richtung bewegt werden, die noch nicht in ihr ist.

Alsdann zieht man weiter, und überlässt der Natur ihren Lauf der Dinge...

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Zitate Februar 2017

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Feb 01 2017, 08:17

"Der Held dringt kühn voran, der Schwächling bleibt zurück, der Stolze fällt mit lächerlichem Falle, der Kluge überholt sie alle."

- Friedrich Schiller -
---
Der Kluge ist der, der vorausschauend schreitet.

Mit Gewalt mag es gehen, aber nur so lange wie man diese gegen anderer richten kann, und dann nur auf Kosten anderer. Was nur, wenn keine anderen da sind? Dann kann sich diese nur noch wider sich selbst richten. Wie kann etwas also Stärke heißen, wenn sie sich wider sich selbst bloß richten kann?

Man braucht sich nicht ins Verhältnis zu anderen setzen wo es nicht sein bräuchte.

Und wenn man mit sich selbst halbwegs im reinen ist, dann wird man es ohnehin auch nicht machen wollen, denn wieso sollte man das, was man vielleicht mühevoll in Ordnung gebracht hat, zerstreuen wollen?!

Anstelle also dessen, sich in Verhältnisse zu setzen, wozu es keinerlei Gründe gäbe, sollte man besser darauf achten, vor sich aufrecht zu stehen und nicht zu wanken, ebenso auch daher zu dem Worte, das man von sich gibt und in Übereinstimmung dazu also die Taten.. und irgendwann spielt das Links und Rechts eine unwesentliche Rolle, denn das Oben und das eigene Unten, darin lässt sich hinreichend betätigen.. als dass man anderweitig etwas nötigte...

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A.Lincoln: Macht und Charakter

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Feb 02 2017, 15:09

"Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht."

- Abraham Lincoln -
---
Da alle Macht von Gott ist, ist Charakterentwicklung des Menschen einzig Werk dahingehend.

Wie es also heißt, der Mensch hat zum Schaden über andere immer wieder geherrscht, so ist es eine Fehlidentifizierung sich mit dem was Gottes ist zu identifizieren, anstelle der Charakterentwicklung. Und sollte daher Macht im Spiel sein, zeigt diese die Stellen auf, an welchen es an der Charakterentwicklung noch mangelte und es an rechter Identität fehlt.

Die Macht ist an Gott zu übergeben, und ist nicht für die Identität vorgesehen. Dann kann Gott handeln und einem weiterhelfen.

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M.Luther: Sachdienlichkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 04 2017, 10:53

"Du kannst nicht verhindern, dass ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinwegfliegt. Aber du kannst verhindern, dass er in deinen Haaren nistet."

- Martin Luther -
---
Sachdienlichkeit heißt, wenn etwas tropft, dann wischt man es auf, ehe einer darüber ausrutscht und hinfällt, oder sich Schmutz ansetzt und es pappt und klebt, ganz abhängig der Beschaffenheit von Substanzen.

Anders gesagt, sich gleich der Probleme die auftreten anzunehmen, ehe diese zu ausgewachsenen Hindernissen werden. Und ehe man diese Art von Auswucherung als Teil seiner selbst ansieht, daher es einem vorkommen mag, es würde sich wieder einen richten, wenn es darum ginge die eine oder andere Auswucherung wider auszuräumen. Vor allem auch bevor noch zwischen dieser und jener Substanz gar nicht mehr unterschieden werden kann, und alles nur einem Pfuschbrei glieche...

Man erkenne, was man nicht ändern kann, oder es nicht einem seine Aufgabe auch ist, tue was man tuen kann, was man als änderbar und nützlich erkannt hat, und unterlasse soweit möglich all dies, was man als Unnütz erkannt hat.

Auch das ist Sachdienlichkeit, wenn mehr auch nur die psychologische Vorstufe zu dem, was bereits getan wurde, und weit vor dem, was zu unnötigen Schwierigkeiten führen kann.. denn man muss nicht alles ausprobiert haben, um sich von der tatsächlichen Unnützigkeit selbst zu überzeugen...

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F.Schiller: Die Unschuld

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Feb 06 2017, 09:50

"Die Unschuld hat im Himmel einen Freund."

- Friedrich Schiller -
---
Die Reinheit eines Kindes ist seine Unschuld. Es hat noch keine Berührung zu den irdischen Dingen genommen, die zu Lastern neigten und so gewissen Fesseln glichen, gemäß ihrer Entsprechungen.

Es gibt ja zu vielem eine Entsprechung, diese braucht nicht zu den Seiten hin (nach Links und Rechts) zu gehen, im Sinne der Gegensätze, oder noch mehr im Sinne der Dualität (was mehr noch eine Art in sich Gespaltenheit wäre, ohne dass man wirklich in Berührung zu den tatsächlichen Dingen daher käme).

So gibt es auch eine Entsprechung zu dem, was überhaupt ist, also was dann unten ist, dass es dann auch oben ist (wie unten so oben), von dieser Art Entsprechung ist die Unschuld, denn sie ist, und doch gibt es keinen Gegensatz zu ihr (ausgenommen das, was nicht sie ist, was aber auch keine Schnittmenge zu ihr bildet), ihrer eigenen inhärenten Beschaffenheit nach. Daher bleibt ihr, so lange sie besteht, eine Entsprechung oben in den Himmeln aufbewahrt...

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R.W.Emerson: Selbstgenügsam macht vergnügsam

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 07 2017, 09:15

"Man kann nie glücklich werden, wenn sich das, woran man glaubt, nicht mit dem deckt, was man tut."

- Ralph Waldo Emerson -
---
Wie sollte es dort für einen Glück bedeuten, wenn man nicht dabei wäre?
So wie auch, wenn man an etwas dran sein wollte, wo man selbst gar nicht dran ist?

Immer nur das größte, tollste und mächtigste begehren und nur dieses darf es für einen sein? Nun, das gehört wohl eher bloß Gott allein!

Drum wer das Kleine nicht ehrt (was auch immer ihm aufgetragen wäre), ist des Großen nicht wert (womit der Umgang nicht leichter ist, wenn man dem Kleinen bereits nicht gerecht wird).

Deshalb zählt dem eigenen Kleinsten, mehr Beachtung und Pflege sowie Aufbau zu schenken, denn das ist man am wahrscheinlichsten auch selbst in vollem Umfang, als irgend etwas, was schon aufgebläht genug wäre oder weiteren Aufbaus in keiner Weise benötigte, oder was man auch gar nicht selbst ist und es zu einem nicht gehörte und bloß deswegen stets einen Eindruck machte und zur Unbeherrschtheit darin und damit leicht verführt.

Und wenn ein Mensch (ein jeder der sich zum Menschsein hier entschieden hat, und sonst wohl kaum hier wäre) das Leben eines Tieres lebte, so bräuchte er sich also nicht auch wundern, wenn er für ein solches gehalten würde.. einfach weil man mit dem umzugehen hat, was da ist, und nicht mit bloßer Fiktion die jenseits dessen ist, was man selbst nun mindestens auch ist.. und so geht es dann am schnellsten mit einem voran, als ohne das man wirklich dabei wäre...

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J.W.v.Goethe: Alles Gescheite ist schon gedacht...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Feb 09 2017, 00:15

"Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken."

- Johann Wolfgang von Goethe -
---
Durch Nachdenken [nicht vermittelst Affenverstand, sondern im Lichte und Gewahrsein der Seele], ist das Lernen am einfachsten. Es bedarf lediglich eines Themas und ernsthafterer innerer auseinandersetzung und beschäftigung damit. Und was immer da ist, wurde in irgend einer Weise und einer Ebene bereits gedacht, sonst wäre es erst gar nicht.

Ist mit viel Feingefühl verbunden, mit Grobschlächtigkeit geht da nichts. Überhaupt kann man bei Grobschlächtigkeit nur kehrt machen und soweit möglich dort wieder rausgehen, um den Schaden so gering als möglich zu halten, denn es kann kein Gewinn daraus werden.

Somit ist das wertvollere die Stille auseinandersetzung, oft sogar alles was es braucht. Nur so entsteht zunächst aus einem selber etwas, ohne dass man sich Dinge anmaßt (mit der Frage verbunden, ob es im Sinne des Erfinders oder Erschaffers und mit seinem Segen überhaupt wäre), noch hackt man irgenwo hinein, worum einen keiner gebeten hat.

Wo sollte letztlich die gewünschte Freiheit herrühren, wenn nicht zunächst am einfachsten im eigenen Denken? Und wie sollte diese für einen bestehen bleiben, wenn man anderen die Freiheit nicht ließe? Und zwar vor einem, in dem man die eigene Nase in den eigenen Napf steckt und nur dann, in den anderer, wenn man darum gebeten wurde!

Doch die einfachste Freiheit ist die des eigenen Nachdenkens, und ohne dass anderen dadurch etwas streitig gemacht oder sinnfrei Schaden entstehen dürfte, und dann kann man das teilen, was des Teilens wert ist (und nicht nur für einen selber)...

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F.Schiller: Anmut

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Feb 10 2017, 09:58

"Anmut ist eine Schönheit, die nicht von der Natur gegeben, sondern von dem Subjekte selbst hervorgebracht wird."

- Friedrich Schiller -
---
Anmut ist ihrer Feinheit stets entzückend anzusehen..

Nun, so heißt es doch von der Liebe, "wie möchte ein Mensch, Gott lieben, den er nicht gesehen hat oder sehen kann, wenn er seinen nächsten nicht lieben kann, der sichtbar vor ihm ist?".

Sollte es dann nicht auch eher heißen, in Anbetracht dessen, dass der Mensch ja nicht ein Einzelnes, sondern eine Summe aus vielem ist, und eine Summe zu lieben, gehörte ja doch dazu vieles oder alles zu lieben, so sollte man daher nicht zuerst dazu übergehen, die Dinge an sich um einen zu lieben, zu schätzen, zu streicheln und anmutiger mit diesen umzugehen?

Man sollte lieber zunächst die Liebe zu den Dingen an sich selbst kultivieren, ehe man diese meint auf andere richten zu müssen, denn wenn sie dann wider die Dinge gerichtet wäre, wie könnte sie sich dann für andere sich als nutzbringend erweisen und zu Gunsten einer gewissen Summe aus Vielerlei sein!?

Und überhaupt, kann man wohl gar nicht häufig genug sagen, immer erst bei sich selber anzufangen, ehe man dazu übergeht irgendwo reinzufuhrwerken, selbst wenn es keine Absicht ist, schaden tut keinem helfen, und so ist dieses allem voran erst abzustellen.

Daher besser zu Dingen an sich, wie der Anmut streben, statt allerlei persönlicher Bestreben, denn Anmut reiht sich von der ihrer Art her wohl zur Eleganz und Schönheit leicht hinzu...

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F.Schiller: Besser als der Ruf

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 11 2017, 13:29

"Das Ärgste weiß die Welt von mir und ich kann sagen, ich bin besser als mein Ruf."

- Friedrich Schiller -
---
Es ist gut, in seinem Herzen einfach sagen zu können, woran man ist, und unabhängig des Rufs in der Welt, zu wissen, dass das eigene Herz den Sittenmaßstäben folgt und gerecht wird.

Auch wenn man als Mensch nun die Summe aus vielem ist, was da zusammenkommen mag bei einem jeden, ist es doch auch so, dass man allem Anteil das zurechnen kann, was diesem ist. Und wird man einem Anteil nicht gerecht, oder ist dieser Anteil einem nicht gerecht, so wird es sich zu seiner Zeit auch wieder lösen. Und der Schmerz mag mehr oder auch weniger groß sein, ganz davon abhängig, wie sehr man darin ist und wie viel des eigenen Anteils nun sich darin finden ließe.

Zwar ist die eigene Herzenseinstellung nun wesentlicher, als der Ruf in der Welt, dennoch ist man vom letzteren ja nicht frei nach belieben und so kommt zu einem dieses, was einer Lösung noch bedarf von daher. So gebt der Welt ihren Anteil und einem jeden, was ihm gebührt, so lange euer Herz wird nicht zur Sinnlosigkeit verführt...

Und es wird sich wohl keiner langweilen, denn zu tuen gibt es in jeder Hinsicht für einen jeden hinreichend..

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F.Schiller: Herr der Freiheit

Beitrag  Devino Melchizedek am So Feb 12 2017, 11:06

"Auch die Freiheit muss ihren Herrn haben."

- Friedrich Schiller -
---
Richtig, wie und woher soll Freiheit kommen, wenn nicht einer da ist, der alles verantwortet, damit Freiheit ihm als Erbe zuteil wird?

So ist die Freiheit! Sie heißt Vollständigkeit in seinen Worten, Taten und dem Handeln selbst. Vollständigkeit dahingehend, dass es den Kreis auch umfassend genug schließt. Selbst ist der Mann und Selbst ist die Frau auch, dann nämlich, wenn man keiner Verantwortlichkeit mehr etwas schuldig bleibt.

Deswegen fasst man das nur an, was man auch verantworten kann und zum siegreichen, d.h., in seiner Ausgeglichenheit, friedvollen Erbe führen kann.

Natürlich kann man auch mehr anfassen, oder gleich versuchen Gott Brahma zu spielen. Es sollte nur klar sein, dass bei gewissen Dingen, die man anfasst, man sie nicht wieder beliebig loslassen kann. Dann heißt es alles bis zum Ende verwirklichen. Und Gott Brahma wird unter ein paar Millionen Jahren nichts werden (vielleicht auch ein paar Milliarden Jahre, so genau wollen wir da gar nicht sein, denn dann kommt es auf ein paar Jahre mehr oder weniger auch nimmer an).

Das ist das Ausmaß dessen, wenn man sagt, man sollte darauf achten, was man anfasst (mehr auch nicht)! Es hat nur mit der eigenen Freiheit zu tuen. Man kann nicht Freiheit fordern, Freiheit ist das Erbe der eigenen Handlungen und der Art und Weise des Umgangs mit allem was einen umgibt.

Aber was ist schon Zeit, hinsichtlich der Ewigkeit, die es auch noch gibt...

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F.Schiller: Wert des Menschen

Beitrag  Devino Melchizedek am So Feb 12 2017, 11:32

"Der Mensch hat keinen anderen Wert als seine Wirkungen."

- Friedrich Schiller -
---
Und um beim Thema dessen zu bleiben, was man nun anfasst, kann nur wiederholt betont werden, dass es auch nicht das zählt vor allem für einen selber, was bereits da ist und von anderen hervorgebracht worden ist, sondern die Wirkungen des einzelnen, was er damit tut, diesem hinzufügt, für sich beansprucht, oder für andere oder für die Dinge an sich selbst, daraus machte.

Wenn alles so billig und einfach wäre, nur darüber zu reden und in Geschwafel zu ergehen, und damit hätte sich schon alles, so hätten sich alle bereits selbst um die Ecke gebracht, so oder so rum! Entweder wären alle schon weit Jenseits dessen, was hier ist, oder gar nicht mehr da, weil das in vollem Ausmaß gegriffen hätte, was an Unzulänglichkeit oder selbstzerstörerisch Wirkungen aufgerufen würde.

Achtsamkeit, Anständigkeit, Harmlosigkeit, Selbstverantwortung.

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F.Schiller: Träume von Freiheit

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 14 2017, 08:15

"Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt."

- Friedrich Schiller -
---
Nie ist das Unerreichbare schöner, als wenn es unerreicht drum bleibt.

Alles was in Träumen wird hinzuaddiert, geht viel weiter, als alles was damit in Verbindung wirklich existiert. Noch was und wie es oft existieren kann und darum so besteht, noch was bloß als Vorzug allein für sich entsteht.

Darum ist es leicht von Dingen, die von einem unerreicht, zu reden, was man damit alles täte, doch ist man einmal damit in Berührung, und wird auch alles an Natur in einem angeregt, dann leicht man die ganze Welt nicht mehr versteht, weil es doch nicht so ist, wie von einem bloß seitwärts erspäht.

Denn ehedem, was man davon auch bloß erblickte, man über das Ausmaß dessen, was es alles mitbringt nicht verfügte. Doch kommt man immer mehr hinein und ists von Träumen frei und rein, dann ist vom Traume nichts geblieben, nachdem man sich hat die Augen feste gerieben.. und siehe da, dann erst ist die Freiheit wirklich nah...

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F.Schiller: Einfachheit und Reife

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 14 2017, 14:56

"Einfachheit ist das Resultat der Reife."

- Friedrich Schiller -
---
Das Ego ist kompliziert, die Dinge an sich sind einfach.

Denn es liegt ihnen nichts an gesonderter Aufmerksamkeit oder daran komplizierter zu sein, als das, was zu ihnen erforferlicherweise dazu gehörte. In jenem und wodurch sie daher wurden, was sie sind.

So verliert vieles an Bedeutungsträchtigkeit, wenn es nicht mehr erforderlich und gebraucht wird. Und darin ist zu erkennen woran und worin etwas ist. Sei es gut oder schlecht, mehr oder weniger recht.. alle Sache spricht für sich selbst in jeder Hinsicht...

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Buddha: Weile und Meile

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Feb 23 2017, 22:57

"Ein Mensch, der wenig lernt, trottet wie ein Ochse durchs Leben; an Fleisch nimmt er zu, an Geist nicht."

- Buddha -
---
Von Buddha heißt es auch sinngemäß: "das Verlangen in der Erscheinungswelt existieren zu wollen ist von Leid und Kummer nicht zu trennen"!

Denn sicherlich ist das, was wir nicht sind, von uns zu trennen, weil wir es nicht sind. Darin liegt Leid und Kummer begraben, wenn wir in dem sein wollten, was wir nicht sind.

Es gibt keinen Grund also auf etwas anderes zu setzen, als was in uns liegt und nicht bloß außerhalb unserer selbst. Denn der Genuss dessen, bedeutet auch der Verlust des Geistes, der diesem Genuss erlegen ist. Diese Erfahrung nennt man daher Leid und Kummer.

Oft liegt dieses in der Jugend, die annimmt, dass alle Türen offen stehen. Ja, mag sein, aber alle Türen schließen sich auch, und das was auf jeder Seite dann verbleibt, ist das, worin es einging. Jedoch nicht alles, worin es einging ist von Dauer. Leid dauert so lange, wie das Vergängliche vergeht und das, was es überdauert, darin verweilt. Weile um Weile und Meile um Meile.

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F.Schiller: Adel verpflichtet

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 25 2017, 14:53

"Adel ist auch in der sittlichen Welt. Gemeine Naturen zahlen mit dem, was sie tun, edle mit dem, was sie sind."

- Friedrich Schiller -
---
Was nicht im Geiste ist oder eine geistige Entsprechung mit besitzt, ist meist nur von vergänglicher Erscheinung. So auch für gewöhnlich das Tuen der Nichtigen.

Was zeichnet einen edlen Charakter aus? Es ist wohl auch das, dass er für das einstehen kann, was er tut, weil es auch eine Entsprechung in ihm hat, er daher auch im gewissen Sinne die Knochen dafür hinhält. In dieser Weise verpflichtet Adel mit auch zum edlen Charakter!

Alles hat einen Namen, auch wenn er einem nicht geläufig sein sollte, oder nicht dem entspricht, was man sich darunter ausmalt, dennoch hat es alles einen Namen. Zumeist ist dieser Name/Oberbegriff dazu (der Kategorie nach gesehen) bedeutsamer, wenn er von mehr Geistern, als bloß dem eigenen geteilt wird. Wenngleich auch die Summe des einbezogenen, ebenso eine Rolle spielt und vielleicht größere Gewichtung noch mit sich tragen kann.

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M.Luther: Kindern ist Gott nicht fern

Beitrag  Devino Melchizedek am So Feb 26 2017, 11:53

"Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt."

- Martin Luther -
---
Kinder sind Gott recht nahe, denn sie bringen meist ein stückweit mehr noch die Seelenerinnerungen mit ein. Auch wird man oft noch einige ihrer Lebensaufgaben, für die sie sich rüsten oder herkamen, an ihnen erkennen können, wenn man ihnen den Raum dafür einräumt.

Daher sollte man durchaus eine Weile allerlei kollektive Dröhnung von ihnen soweit möglich auch fern halten, und nur langsam daran heranführen, dass sie lernen dann mit allerlei Lebensnotwendigem (was derweil zum Menschsein dazu gehört) umzugehen.

Sicher ist da vielleicht die eine oder andere Ungezähmtheit auszuräumen, welche womöglich allerdings auch nur vom Kollektiv reinkam, oder eben tatsächlich aus dem Seelengrunde her aufkeimt. Doch dann wohl eher mit angemessenen Mitteln, ohne dass ebendarum nur die eignen Seelenabgründe an ihnen abgearbeitet würden, oder ihre Seele beeinträchtigt wird.

Denn das, was ein Kind auch noch für später an Seeleneigenschaften beibehalten kann, ist das, was aller Gesellschaft zugute kommen wird und die Möglichkeiten der späteren Gesellschaft mitunter definiert.

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J.Krishnamurti: neurotische Aktivitäten

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Feb 27 2017, 10:07

"Also sind wir Menschen im Innern verletzt, und aus diesen Verletzungen entstehen neurotische Aktivitäten - aller Glaube ist neurotisch, Ideale sind neurotisch."

- Jiddu Krishnamurti -
---
Zwar mag ein Ideal, welches einem Grundsatz oder Maximen entstammt noch etwas anderes sein, andernfalls kann es jedoch durchaus so sein, dass es mehr bloß neurotisch ist. Denn ebenso wie Hass meistens nur eine innere Verletzung und Verhärtung überdeckt, um sich diesem innerlich nicht zuzuwenden, ist es ja mit vielem bewandt, was in bloß äußerlicher Aktivität sich konzentrieren möchte. Dabei ist ohnehin jemand, der nicht auch über alles reflektieren möchte, faktisch nicht ansprechbar. Es reicht allenfalls nur, bis die die nächste Triebfeder greift, oder Maya die Sinne raubt, und schon ist alles wieder vergessen.

Wenn man also alle Menschen, als auf einer bestimmten Ebene angesiedelt nun annehmen kann, wäre dann jemand, der sich für Religiös, Spirituell oder sonst etwas wähnt, wirklich weiter, als ein Kaufmann, der seine mentale Stärke in mathematischen Schlussfolgerungen ausübt? Wohl kaum, auch wenn bestimmte Mittel vielleicht mehr zu diesem führen und andere zu anderem, wird es am Ende darauf hinauslaufen, dass alle sich als gleich unter Menschen verstehen und zu einer Gattung gehörig. Der Eingeweihte ist ja auch die Seele und nicht der Mensch oder die Persönlichkeit in dem Sinne, ausgenommen, es beträfe nun die Menschheit als Gattungswesen.

Also fallen auch diverse Spirituelle Dinge oft der Seele zu oder werden bestenfalls von dieser mitgetragen, um nicht bloß als Hirngespinste zu zählen, aber es bringt die Menschheit daher nicht unbedingt weiter und setzt auch nicht dadurch bereits einen Menschen über einen anderen. Denn es wird ohnehin darauf hinauslaufen müssen, dass es eines Tages nur eine Religion oder Religion an sich gibt, aber nicht mehr irgend ein Glaubensbekenntnis, was wider ein anderes steht oder sich von anderen als abgesondert ansehen möchte. Ebenso wird es darauf hinauslaufen müssen, dass die gesamte Menschheit dann Spiritualität an den Tag legt, ohne dass irgendwer sich davon als gesondert oder besser ansieht. Nur eben mit dem Unterschied, welche Geist'ge Arbeit einem aufgetragen wurde und welche Mittel durch die Seele bereitstehen (d.h. alles was innerlich anders erfahren werden mag, nach den eigenen Kreisen gerichtet, nach außen hin jedoch, im Rahmen der jeweils zutreffenden Kreise, ist zunächst nur die Einheit erwähnenswert, und alles was sich nach jeweiligen Kreisen zugehörig erfährt, erfährt es nach dem rein inneren Sinne).

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F.Schiller: Durch Anmut herrsche das Weib

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 28 2017, 10:01

"Aber durch Anmut allein herrschet und herrsche das Weib."

- Friedrich Schiller -
---
Es heißt, wer herrscht, der wird beherrscht. Daher sollte Herrschaft dort und in dem Ausmaß sein, wie es von einem Amt verliehen wird, denn letztlich wird ein Amtsträger auch mit vom Volke oder etwas Höherem bestimmt und angeleitet sodann.

Somit sollte Herrschaft höheren Prinzipien folgen, um nicht zum Schaden zu gereichen, und um etwas nicht schlechter zu machen, als es zuvor war, sondern dann besser zu machen, als es ehedem war und was dann hinterlassen würde.

Es heißt, eine Frau spielt aus Liebe mit ihren Reizen, beim Manne ist es eher so, das er dadurch (be-)herrschen wollte. Denn die Frau bringt durch ihre Anmut und weiblichen Reiz etwas ein und hinzu, was für das Bestehende keine Nachteilige Wirkung ausmachte. Es ist das, was über die Formschönheit der Natur hinausgeht, und durch einen Zauber das Leben bereichert und zu erheben gedenkt.

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Zitate März 2017 - Herr seiner Selbst

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 01 2017, 09:42

"Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Außen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen."

- Eckhart Tolle -
---
Geht man von der indischen Seelenlehre des SELBSTES aus, so ist der einfache Grundsatz da, "alles, wofür ich auch nur irgend eine Art von Gewahrsein habe, bin ich selbst, denn durch mein Selbst ist es mir vermittelt worden, und ohnedem, hätte ich also auch keinerlei Gewahrsein dessen".

Wie wahr dieser Satz ist, dürfte wohl erst bei jemandem der die 4 Einweihung (nach Meister D.K.) hat, aufgehen, im vollen Umfang der Bedeutung. Denn dann wird die eigene Monade entwickelt, indem alles eingesammelt wird, bis diese vollständig ist. Hierbei wird also die Lehre des Selbst eine tatsächliche Erfahrung und Realität.

Demut ist dann ebenfalls keine Option, denn man erfährt sich vom Menschlichen Standpunkt gesehen immer wieder auch als "Knecht seiner Seele", denn man hat ja nicht unbedingt die breite Wahl, wann und was und wie integriert wird, sondern es kommt eben aus allem zusammen, womit man es zu tuen bekommt, und was von der Seele, als "jetzt zur Integration" außerkoren wird. Herr ist man dann eher mal mit der 5ten Einweihung erst, allerdings wird einem dann nichts mehr daran liegen, denn man wird so durch Tätigkeit eingenommen sein, denn mehr als genug gibt es zu tuen, und ohnehin soweit über alle Persönlichkeitsstrukturen hinausgegangen sein, dass es ebenfalls nichts bedeuten wird.

Denn es gibt wohl viele derer, die weit vordem bereits Herr sein möchten, ehe sie sich als Knecht des Herrn erkannt haben, und in der Tat können sie dann vielleicht Herr sein, aber nicht Herr ihrer Selbst. Und soviel auch ein Gefühl des Herr-seins auftreten mag, so viel wird man auch von etwas anderem bloß beherrscht, und dies sogar notwendigerweise, und eher selten wird es zum Vorteil von irgend einem gereichen, einschließlich dann seiner selbst.

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Heraklit: Der Weg den man geht

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 03 2017, 10:01

"Der Weg aufwärts und der Weg abwärts ist ein und derselbe."

- Heraklit -
---
Es heißt: "viele Wege führen nach Rom", doch es gibt nur einen Weg, das ist immer der Weg den man geht.

Weg ist meist ja nur eine symbolische Darlegung, mehr noch hätte mit dem Weg z.B. die Einteilung der Gunas der Bhagavad Gita nach zu tuen. Es wäre dann der Weg der zu mehr Dunkelheit (verhaftet sein und abstieg), zu mehr Leidenschaft (Aktivität und Erleiden dessen sowie verharren und verstricktheit darin) und der Weg der Tugendhaftigkeit (geistiger Entwicklung und des Aufstiegs im Geiste).

Das heißt, es hat ebenso viel mit etwas tuen, wie auch etwas nicht-tuen, zu tuen, und hat allein daher zunächst vorrangig symbolischen Charakter. Denn meist ist gar nicht die Frage, ob man etwas tut oder nicht tut, sondern wie man es anstellt, weil man ohnehin an manchem überhaupt nicht herumkommt, und quasi gezwungen sein wird sich für dieses oder jenes zu entscheiden, nicht jedoch ob man damit überhaupt etwas zu tuen bekäme.

So ist es nur ein Weg, der, den man geht, und dieser wird zumindest langfristig abwärts oder aufwärts führen und weitschweifiger sein oder weniger, gangbarer oder weniger, immer wieder mit davon abhängig, wie man womit umgeht. Hauptsache man lässt sich nicht vom eigenen Weg überholen, was dann hieße bloß noch unter Zugzwang etwas zu machen, weil man versäumte seinen Zug zu machen, als es an der Zeit für diesen war u.dgl.m., denn auch das ist eine Entscheidung, die man dann getroffen hat. Und nach vorne raus sind immer mehr Optionen, als nach hinten raus, denn dann trifft man weniger der Türen die sich öffnen, als mehr derer, die sich dann nur noch schließen.

Allerdings heißt es dann, freiwillig nachvornetreten...

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A.Schopenhauer: Genie und Wahnsinn

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 05 2017, 11:34

"Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen."

- Arthur Schopenhauer -
---
Dabei geht es im eigentlichen nicht um ein Sonderdasein oder sich zum Sonderling zu machen, denn es gibt auch nur eine gemeinsame Welt! Wenn man sich selber daraus nähme, was wäre dann der eigne Anteil schon wert für irgendwen sonst oder auch überhaupt nur an sich selbst?

Mehr noch geht es darum, sich einfach von der Masse abzusetzen, indem man sich von dieser nicht beherrschen ließe und immer bestrebt bliebe, ein wenig besser zu sein, worin auch immer man sei. Denn ansonsten wird man sich unweigerlich gegenseitig beeinflussen und dann meist nicht zum besseren, so dass es letztlich zum verklumpen führt und darin mit der Masse bloß mehr träge mit zu schwimmen.

Wenn nun aber alle bestrebt wären etwas besser zu sein? Auch gut, denn dann würde vieles mehr auseinander gehen und sich auch mehr zum Guten hin, als nun zur Trägheit hin, anspornen. Quantität und Materie ist ja mehr als genug vorhanden, daher kann es nur darum gehen, mehr Qualität hervorzubringen, zur Beförderung einer besseren Gesellschaft...

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I.Kant: Pflicht und Erkenntnis

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo März 06 2017, 10:09

"Die Notwendigkeit zu entscheiden reicht weiter als die Möglichkeit zu erkennen."

- Immanuel Kant -
---
Pflicht ist der erste Einweiher, so heißt es. Warum eigentlich?

Nun, die Dummheit stellt einen vor mehr Entscheidungen, als es eigentlich gibt. Denn hat man etwas vollständig erkannt, so ist man in der Pflicht darnach zu handeln, denn sonst kommt zur Dummheit schnell auch noch Vorsatz und dann schlimmeres nach seiner Art jeweils hinzu.

Das Erkennen schränkt die Möglichkeiten allesamt auf die Pflicht ein. Daran erkennt man das Ausmaß des Überflüssigen, wie überflüssig vieles wird, war und ist. Ist man seiner Pflicht nicht bewusst, so hat man vermutlich auch noch nicht hinreichend erkannt.

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E.Kästner: Erdulden und Ertragen seiner selbst in Einsicht

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 07 2017, 10:09

"Das Leben, das die meisten führen, zeigt Ihnen, bis sie's klar erkennen:
Man kann sich auch an offenen Türen den Kopf einrennen."


- Erich Kästner -
---
Man hat nicht das Recht, um die Dinge zu streiten, zu deren Entstehung man keinen Anteil beigetragen hat.

Man hat das Recht, sich selbst zu bezwingen und mit sich selbst zu ringen und zu streiten, bis man alles überwunden hat, worin man sich selbst hineinbegeben hat. Man begab sich natürlich nur hinein, um dort wieder hinauszukommen und darüber hinaus zu gehen. Und dann hat man das Recht, um das zu streiten, wenn es not täte, was man nun selbst hervorgebracht hätte.

Man kann von anderen nicht zwingend erwartet, dass sie einen ertragen, während man selbst dazu nicht bereit ist, sich selber zu ertragen, worin und woran man nun auch immer sei. Denn schafft man es, sich selbst zu ertragen und vollständig anzunehmen, dann führt man auch ein Mittel mit sich und gibt es dadurch auch anderen an die Hand, ebenfalls einen ertragen zu können (wie umfassend dieses nun auch sei, und ob andere überhaupt von sich aus dazu in der Lage wären oder nicht, denn es ist mit einem, was man also mit sich führt, in diesem wie in jenem).

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A.Schopenhauer: Ja, ja & Nein, nein

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 08 2017, 09:45

"Jedes überflüssige Wort wirkt seinem Zweck gerade entgegen."

- Arthur Schopenhauer -
---
Man erinnere Christus Jesus, darin er sagte, "eure Rede sei ja, Ja und nein, Nein". Vor allem wenn die Möglichkeit besteht, dass es dem Geiste nach in Kraft gehen könnte (quasi für die bestimmte Ewigkeit auch noch wäre).

Um jemanden direkt ansprechen zu können, bedarf es:
a.) dass es auf die Seite der Würde fällt/aufgeht - und oder
b.) dass es auf Selbstreflektion trifft, und auf Seiten der Vernunft aufgehen kann - andernfalls ist es umsonst!

Um über eine Sache (welcher Art auch immer) zu sprechen, bedarf es:
a.) dass es der Sache selbst auch nur im Ansatze gerecht wird - und oder
b.) dass es irgendeinem höheren Zweck dient, einem Prinzip oder Maxime u.ä.!

Ansonsten ist es am wahrscheinlichsten dass es umsonst ist, weil es nur die niederen Zwecke bedient und mehr nicht, und schlimmer noch, wenn ein Geschäft ohne Rücksicht auf Verluste bloß betrieben wird, dann ist es zum Schaden von dem her (und ggf. müssen dann gewisse Maßnahmen ergriffen werden, sei's zum Selbstschutz, in dieser wie jener Richtung, oder zum Schutze der Dinge selbst..).

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Dalai Lama: Vom Lernen & Glauben

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 10 2017, 11:27

"Wir leben nicht, um zu glauben, sondern um zu lernen."

- Dalai Lama -
---
Wir Leben weil wir glauben, oder anders gesagt, von unserem Glauben hängt es ab wo und wie wir leben. Und ansonsten kommt man am Glauben nicht herum, jeder glaubt, was immer es nun sei.

Lernen ist immer ein innerer Prozess, denn nur das was in einem ist, lässt sich direkt auch durch einen zu einer Einsicht bekehren. Und nur das, was man in sich gelernt hat (was nach seiner höheren Entsprechung Verwirklichung genannt werden kann), kann man nach Außen bringen, ohne dass es ohnehin schon da war, und man dann einen tatsächlichen Anteil daran hat. Auf alles was man nicht in sich lernt, hat man keinen Anspruch und kann dankbar sein, wenn es einem in irgend einer Weise gegeben wird.

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F.Schiller: Anmut und Würde

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 14 2017, 09:59

"Anmut und Würde stehen in einem zu hohen Werte, um die Eitelkeit und Torheit nicht zur Nachahmung zu reizen."

- Friedrich Schiller -
---
Anmut ist die bestimmte natürliche Eleganz der Seele, und würde die Achtung dazu, nicht daneben zu treten und von dieser abzuweichen.

Das gute daran ist, dass es eigentlich keine niedere Entsprechung dazu gibt. Zwar mag es eitlen Schein geben, doch wird er in sich der Sache nicht beikommen. Oder es mag die Einbildung geben, die sich etwas davon zuspräche, doch wird sich kein Gegenstück außerhalb finden, was diesen Zuspruch bekräftigte.

Ohnehin werden die wirklich eleganten und hoheitlichen Mittel wenig direkte Anerkennung finden, denn sie sind in ihren Füllen selten gänzlich fassbar und auf nichts vom Niederen erpicht. Eben darum sind sie elegant und hoheitlich an sich und für sich, weil sie sich dem nichtigeren gar nicht verschreiben ließen.

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J.W.v.Goethe: Gibt es dumme Fragen?

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 15 2017, 12:57

"Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen."

- Johann Wolfgang von Goethe -
---
Gibt es dumme Fragen?

Sicher ist wohl, es wird sich keine Frage stellen lassen, nachdem, wovon man keinen blassen Schimmer hat oder gar nicht wüsste, dass derlei überhaupt existierte.

Fragen können von daher so gestellt sein, dass sie dazu beitragen den Horizont zu erweitern, oder auch etwas einzukreisen. Fragen nach dem Offensichtlichen, neigen dazu jedenfalls, zu den nicht sonderlich klugen zu zählen.. ebenfalls wenn Fragen weder einer Erweiterung taugen, noch einer Präzisierung, noch sonstwie beiträgen...

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Konfuzius: Menschlichkeit und Fortschritt der Zivilisation

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 18 2017, 14:30

Feingedrechselte Worte und ein wohlgefälliges Gebaren sind selten Zeichen wahrer Menschlichkeit."

- Konfuzius -
---
Ohnehin besteht weitläufig ein eher wenig zutreffendes Bild dessen, was als Menschsein und Menschlichkeit zählt. Es ist nicht bloß Körper und Leib, noch weniger ist es die Selbstidentität, die auf dem Erlernten bloß liegt oder der Persönlichkeit die einem von anderen zugeordnet (vielleicht auch angedichtet) wird oder für welche man sich an der Stelle selber hält.

Meist wird daher irgend eine Form von Inhalt oder am weitläufigsten etwas Kollektives genommen, irgend etwas daraus, womit man sich toll oder vielleicht stark, oder besser als die anderen hält. Und sich darum gerne auch damit identifiziert, auch wenn man am Ende vielleicht nichts davon wirklich selber auch ist.

Menschsein ist nichts davon, es ist ein Gewahrsein dessen, Teil einer Gattung zu sein, und doch auch für sich selber, was einem quasi ermöglicht hier und jetzt zu sein. Es ist mehr Inhaltslos als nun irgendwie groß benennbar zu sein, eine gewisse Leerheit, wie man sich beleibt erfährt, und doch ohne das irgend ein Inhalt da ist. Empfindlich und Empfindsam, ohne dass man sich zugleich so oder so fühlte oder mit irgend etwas aufgeladen wäre, oder mit irgendwelchen Kenntnissen strotzen würde. Denn fast immer, wenn man sich stark fühlt, ist es fast noch häufiger Fremdherrschaft, von der man sich bestimmen lässt, denn wenn man wirklich stark ist, bekommt man es meist gar nicht mit (weil es inhärent ist). Eher etwas tapsig und unsicher, leicht vielleicht mal verwirrt, ohne zu wissen stets woran man ist, so in etwa von der Richtung her ist die Menschlichkeit.

Es wird anders, wenn das Gattungswesen erstmal ernstlich aufgebaut ist. Wenn weniger Fremdbestimmtheit da wäre und von allem möglichen weniger Beeindruckung stattfände, im Rausche etwas erleben zu müssen oder in äußeren Aktivitäten sich zu verlieren. Und in dem die Identität suchend, was irgend eine Stärke verspricht, oder vielleicht eine Stellung über anderen verhieße oder dass man besser wäre u.ä., denn gerade das hieße, was nicht das Menschsein einem ließe.

Denn in vielem, selbst bei der Arbeit ist man oft gar nicht mehr Mensch, sondern dann Deva oder irgendwelche Wirtschaftskräfte, gerade dann, wenn man sich nicht als Mensch empfindet, wie toll es auch einem vorkäme. Man sollte beim Menschen anfangen, denn genau das ist es, was aufgebaut gehörte und einen wahren Fortschritt bedeuten würde. Allerdings dann bei dem anfangen, wo man sich schwach, hilflos und verletzlich vorkommt, anstelle dem, worin man sich toll und stark erfährt, dann fast immer ist es letztlich eine falsch gesetzte Identität, jedenfalls insoweit, dass man seinen Menschlichen Anteil (der man auch ist) darin bloß verliert, statt ihn mitzunehmen. So auch dieses dem Gattungswesen nicht zuträglich ist, sondern dieses ggf. weiter schwächen könnte, statt es aufzubauen, um eine starke, bewusste Menschheit und einen Fortschritt der Zivilisation zu erreichen.

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Seneca: Notdurft erledigt sich nicht von selbst

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 19 2017, 13:51

"Es gibt nur eine Kette, die uns gefesselt hält, nämlich die Liebe zum Leben. Wir dürfen sie nicht von uns weisen, aber wir müssen ihren Druck mindern, damit uns mit dem Druck der Umstände nichts zurückhalte und hindere bereit zu sein, unverzüglich das zu tun, was einmal doch geschehen muss."

- Seneca -
---
Notdurft erledigt sich nicht von selber. Wenn man also Druck hat, dann geht man aufs Klo.

Es empfiehlt sich durchaus den Klodeckel zuvor hoch zu klappen. Das Höschen auszuziehen, das hinsetzen nicht vergessen, möglichst so das der Poppes innerhalb der Klobrille positioniert ist, und dann? Dann lässt mans kommen, fließen oder laufen.. es darf hiernach auch etwas dampfen.

Wo anders aber besser nicht, denn leicht verliert man sein Gesicht.. wenn man sich in der Öffentlichkeit entblößt, man anderen vor den Kopf mit stößt.. wo Sittenrecht ist ausgeprägt, sich derlei nicht mehr gut verträgt. Das sauberwischen hinten nicht vergessen, und ist der Mensch auch gar nicht dumm, die Klospülung zu tätigen darum. Und wäscht man seine Hände echt, so wird man technisch gesehen allen Vorgängen damit gerecht.

So ist es nunmal mit den technischen Erfordernissen. Lässt man sie außer acht, dann ist der Weg jenseits der Sitten leicht beschritten.. wenn man zwischen links von rechts kann gar nicht scheiden, noch unten oder oben unterscheiden, dann ist man gar nicht zu beneiden...

Die Liebe zum Leben eine Sache ist, doch irgendwann gehen alle, in sich oder außer sich.. und nur noch eine Frage ist zu erheben, was wir dann hinterlassen haben oder bereit sind mit uns zu nehmen aus dem Leben...

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Seneca: Wo etwas steht und wohin es geht...

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 19 2017, 15:16

"Man muss nicht darauf sehen, woher die Dinge kommen, sondern wohin sie gehen."

- Seneca -
---
Man sollte nur sein letztes Hemd geben, wenn man danach nicht nackt dasteht, und damit zur Erregung öffentlichen Ärgernisses wird.

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Seneca: Die neueste Weisheit vom Bodensatz

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 19 2017, 15:21

"Halte nie einen für glücklich, der von äußeren Dingen abhängt."

- Seneca -
---
Und die neueste Erkenntnis, frisch vom Bodensatz abgelesen:
Die Menschliche Verkörperung kann auch dazu gut sein, seine Notdurft auf dem Klo erledigen zu können..
dies kann zur allgemeinen Entlastung besser beitragen, als mancher Sinn dieses zu tragen vermag...

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Seneca: Den Willigen führt das Schicksal

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 25 2017, 10:35

"Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es."

- Seneca -
---
Ein Schicksal mag eine Verkettung höher Umstände sein, doch ist es unvermeidlich, dann mehr noch, ist es eine Art Notwendigkeit unter höhere Verhältnisse gebracht zu werden.

Letztlich ist alle Evolution die, in höheren Entwicklungsspiralen, d.h. meist auch in weitreichendere Entwicklungskreise, zu kommen. So ist manche Entwicklung gar kein Zufall, sondern fast schon Gesetz oder mindestens eine kosmische Regel und ein kosmischer fortschreitender Zyklus, auch wenn es in diesem Prozess begriffen, wenig überschaut werden mag und daher eben nach Schicksal oder gar Schicksalsschlägen aussehen mag.

Folgte man intuitiv schon diesem Zyklus, der in dieser oder jener Hinsicht vorgesehen ist, dann wird man sanft vom Schicksal geführt. Geht man nicht damit, dann wird man schnell auch mal gezerrt, bei dem, was unvermeidlich zu durchschreiten bliebe.

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Dalai Lama: Streben nach Glück

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 26 2017, 19:42

"Der eigentliche Sinn unseres Lebens besteht im Streben nach Glück. An welche Religion ein Mensch auch glaubt, er sucht nach etwas besserem im Leben. Ich glaube das Glück durch Schulung des Geistes erlangt werden kann."

- Dalai Lama -
---
Jedenfalls liegt wohl das nachhaltigste Glück in der Schulung des Geistes. Was es auch sei, wenn wir Materie als Geist bloß sehen, was daraus gewonnen werden mag, es liegt das nachhaltigste Glück in der Schulung und Entwicklung des eigenen Geistes.

Durch Förderung des Geistes findet im wesentlichen die Abkehr vom niederen Form- oder Materie-Aspekt des Geistes hin zu den bis dahin außerhalb des Gewahrseins liegenden Aspekten des Geistes statt. Das Glück aus diesen wird wohl jederzeit das des Niederen und Materiellen übersteigen.

Ja, in Anbetracht alles dessen, was einem zugeordnet oder auch unterstellt sein mag, in irgend einer Art und Weise, ist man sogar in der Pflicht, das Glück anzustreben, nicht für den eigenen Vorteil, sondern zur Beförderung all dessen, was einem anvertraut ist.

Gewiss wird es langfristig kein Glück bedeuten, es in irgend einer Weise auf Kosten von etwas anderem zu erreichen, denn es ist dann das Gegenteil der Nachhaltigkeit darin gegeben. So mag es eine Zeitlang gut gehen, dann mag der Fortschritt zunächst schwinden, und irgendwann holt einen dasjenige ein, auf wessen Kosten dir Rechnung bis dato gegangen sein mag. Denn wenn alles mit allem in Verbindung steht, so ist das obere und untere in eben selbiger Verbindung und einem Gegensatze (vertikal) wie das was links und rechts (horizontal) sich im Gegensatz stehend befindet. Und wie es mit einem Rad ist, das sich dreht, ist alles eine Frage der Zeit, bis die Windung diesen oder jenen Stand erreicht.

Besser daher die Schulung des Geistes, die letztlich darin liegt, selbst zum Rad des eigenen Schicksals zu werden, als sich am Rad dem Schicksal nach bloß hierhin oder dorthin zu fügen, ja dann fügen zu müssen, der Natur der Sache nach...

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Konfuzius: Edelmut

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 28 2017, 14:51

"Der Edle schämt sich, wenn seine Worte seine Taten übertreffen."

- Konfuzius -
---
Wurde das Gesagte von einem nicht erreicht, dann ist es vor einem und nicht hinter einem. Ist's also nicht in einem begründet und liegt nur außerhalb, dann wird das in einem nur mit heißer Luft aufgewogen, oder mit etwas anderem, was diesem nicht entspricht, noch entsprechen kann. Somit gibt man jederzeit nur ein negatives Beispiel von der Sache selbst ab.

In Anbetracht dessen wird vorhandener Edelmut stets zur Beschämung in einem aufrufen, bis die Lücke von Schein und sein geschlossen wurde.. bis die entsprechenden Dinge also sich als ein lebendiges Beispiel in einem vorfinden lassen und womit das Wort zu einem lebendigen wird ...

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E.Tolle: Für hier und Jetzt

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 30 2017, 14:48

"Nichts, was du je tun oder erreichen könntest, wird dich näher an die Erlösung bringen, als du es genau jetzt bist. Ein Verstand, für den alles Lohnende immer in der Zukunft stattfindet, kann das sicher schwer begreifen. Außerdem kann nichts, was du je getan hast, und nichts, was dir je angetan wurde, dich davon abhalten, ja zu sagen zu dem, was ist, und deine Aufmerksamkeit tief in das Jetzt zu geben. Das kannst du nicht in der Zukunft tun. Das tust du jetzt oder überhaupt nicht."

- Eckhart Tolle -
---
Für das was da ist, ist die beste Zeit für Erlösung immer jetzt. Denn es heißt sinngemäß, jeder Versuchung und Bedrängnis wohnt auch die Lösung/Erlösung immer inne, und dass man über seine Möglichkeiten hinaus auch nicht versucht würde.. wohl weil es jenseits des möglich Erfassbaren auch sonst läge, wenn man nicht irgendwo bereit dazu ist...

Wenn man es sich leicht machen wollte, so bräuchte man nur die Dinge oder Lehren anführen, in welchen man bereits gefestigt ist, und sich dadurch nur selber gar zu schmeicheln suchen oder zu bestätigen, ohne dafür mehr tuen zu müssen. Es wird nur an dem was bereits da ist bei einem, nichts wesentlich verändern oder weiter bringen.

Erlösung wohnt der Erkenntnis stets inne, die durch das jeweilige was da ist, möglich wird. Weder in der Vergangenheit noch Zukunft, sondern Gegenwärtig ist Befreiung am besten möglich, für das was jetzt da ist. Und wenn man die Zeit hat, inne zu halten, dann wird sie nicht günstiger zu anderer Zeit sein noch werden.

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Konfuzius: Prüfen ist eine Selbstpflicht...

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 31 2017, 11:33

"Wo alle verurteilen, muss man prüfen und wo alle loben, auch."

- Konfuzius -
---
Wird man ohne die geringsten Gründe oder Nachvollziehbarkeit gebauchpinselt, stellt sich mindestens wie bei vielleicht aller berechtigten Kritik die Notwendigkeit zum Prüfen. Ohnehin ist man wohl nie davon ausgenommen, zu prüfen, wollte man nicht, vielleicht auch ohne wirkliche Absicht, mal im Vorhof zu irgendeiner Hölle sich vorfinden.

Es geht dabei gar nicht darum, ob irgendwo mutwillig schlechte Absichten zu erwarten wären, allerdings, beim aktuellen allgemeinen Entwicklungsstand, kann man auch nicht überall selbstlose Motive voraussetzen.

Daher liegt es womöglich einfach nur in der Natur der Sache selbst, dass ein jeder für den Standpunkt wo er sich befindet eintreten wird. Ob es nun sinnvoll war dort einzugehen oder sich zu positionieren oder nicht. Daher prüfe man sich selbst, wie auch dies, womit man es jederzeit auch zu tuen bekommt, denn es steht also auch geschrieben: "prüfet die Geister", wobei da ein verwandtschaftliches Verhältnis, oder welches es auch sei, dann eher eine untergeordnete Rolle bloß spielen.. denn auch diese können nur für das einstehen, worin sie auch immer sind...

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Zitate April 2017 - Tätigkeitsfeld des Philosophen

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 02 2017, 16:19

"Der Philosoph hat wie der Hausbesitzer immer Reparaturen."

- Wilhelm Busch -
---
Die Philosophen haben ihr Tätigkeitsfeld im Reich der Denkfaulen (Trägheit auf Mentalebene) aufgeschlagen. Immerzu was sich Träge im Stoff der notwendigen Denktätigkeit fallen lässt, ist das, was den Philosophen zur Reparatur fordert. Die weitläufige Dummheit, ist es, was einen Philosophen nie ohne Arbeit oder Tätigkeit stehen lässt.

Es ist also das nach unten gerichtete Denken, um z.B. eines niederen Vorteils willen zu agieren, statt Freiheit zuerst im Denken zu erlangen zu suchen, bis diese ihren Niederschlag auf den darunter liegenden Ebenen finden kann.

Ohne Vordenker ist das Morgen, wie heute, nur in anderer Farbe gehüllt. Nicht Fuseln im Kopf (Mindfuck) und nicht Bauernschläue machen das Denken aus (wenn man Denkapparat als Wiederkäuer statt Empfänger nimmt).

Nachdenken ist das Hüten von Ideen und das Nachsinnen ist den Niederschlag einer Idee zu erlauben. Wirkliches Denken erfolgt auf Seelenebene, in einer Art rezeptieren oder dem Hervorrufen von geistigen Ideen.

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I.Kant: In Ansehung der Erinnerung

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Apr 04 2017, 09:59

"Der bejahrte Murrkopf, welcher fest glaubt, dass in seiner Jugend die Welt viel ordentlicher und die Menschen besser gewesen wären, ist ein Phantast in Ansehung der Erinnerung."

- Immanuel Kant -
---
Ach damals, und heute, und morgen.. auf einmal sind die Menschen plötzlich um uns schlecht geworden? Was einen gewissen Vorlauf, eine gewisse Zeit der Auswirkungen und einen gewissen Nachlauf hat, kann nicht plötzlich so oder mal so werden.

Wie bei einer hügeligen Landschaft, oder Kraterlandschaft, oder sonstiger Unebenheiten, ist es so, dass ein gewisser Winkel des Lichteinfalls immer nur eine bestimmte Perspektive zulässt. Zwar können es in der Tat andere Generationen von Menschen sein, oder sich Subjektiv manche Änderungen ergeben und manches in den Hintergrund und manch anderes in den Vordergrund rücken, dennoch ist es so, dass vieles nicht mal eben da ist, was nicht auch eine Zeit hatte, um da und so zu werden und zu sein, wie es sich dann am Ende herausstellt. Auch braucht manches ebenso seine Zeit, bis es anders geworden ist, und nicht von jetzt auf gleich, wie mit eine Paukenschlag sich bloß alles verändert.

Vielmehr war es lediglich unser Blickwinkel, der es uns ermöglichte dieses so zu sehen und auch heute jenes so zu erkennen, doch heißt es nicht daher, dass vieles nicht doch längst da gewesen ist, nur unserem Blick bisher entgangen ist. Dabei ist eine Gelegenheit so, wie eine andere Gelegenheit, entweder wir erkennen diese und machen etwas aus ihr, oder diese macht vielleicht etwas aus uns, was wir womöglich gar nicht wollten...

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T.A.Edison: Wozu wir imstande sind

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 05 2017, 10:07

"Wenn wir alles täten, wozu wir imstande sind, würden wir uns wahrscheinlich in Erstaunen versetzen."

- Thomas A. Edison -
---
Wahrscheinlich kann wohl jeder weit mehr, und ist zu weit mehr imstande, als das, was er hervorbringt. Wie viel mehr, ist allerdings wirklich mehr? Eines ist wohl sicher, blindlings fanatisch loszurennen, kann nichts Gutes bedeuten.

Wenn man nun seine Seele als oberhalb von sich und sich unterhalb als Menschen sieht und annimmt, man allerdings losrennt und etwas tut, was in keiner Übereinstimmung mit der Seele über sich wäre, und darin auch keinerlei Aufhängung findet, wäre dies dann wirklich mehr?

Oder ebenso, wenn man hingeht und allerlei Werktätigkeiten betreibt, aber sich nie Zeit lässt, etwas zu verarbeiten, ist es dann wirklich mehr? Denn es entspricht der Natur der Dinge, dass man etwas auch verarbeiten muss, ansonsten kommt man ja nie irgendwo an, vor allem auch nicht bei sich selbst.

Also ist wildes Treiben, nur weil man damit meinte stets das meiste rausholen zu können, gar nicht so, dass es wirklich das meiste wäre, was möglich ist. Mehr noch wäre es wirklich das einzubeziehen, wozu man im Stande ist, dann durchaus intelligent auf vielerlei Leidenschaft oder unnötiger Ablenkung zu verzichten, in der Weise wie es dem eigenen inneren Wesen auch entspricht, und dann hervorbringen, wozu wir imstande sind, in aller Ausgewogenheit, das könnte uns mit der Zeit zum Erstaunen führen, wozu man wirklich alles imstande ist und was alles einem innewohnt!

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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