Zitate zum Nachsinnen

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Heraklit: Schicksalswege

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 09 2017, 10:56

"Es ist nämlich in allem die Einmischung des Schicksals."

- Heraklit -
---
Nie kann man sich einer Sache absolut gewiss sein, denn immer und jederzeit kann das Schicksal noch etwas daran ändern. Das kann sowohl zum bessern wie schlechteren sich wenden, denn die Wege des Schicksals sind nicht ermesslich.

So wie die Götter auch ihre Ebenen haben, so ist das Schicksal dem nicht unfern. Und das ist auch gut so, denn wenn alles absehbar und berechenbar wäre, dann wohl auch alle Taten und Handlungen und überhaupt alles. Wie sollte es damit schöner einhergehen können, als wenn und wie es vorher doch schon feststünde?

Daher sollte man manches gar nicht zu fest verplanen wollen, und durchaus zulassen und erlauben, dass auch etwas vom Geistigen her seinen Platz darin einnehmen kann. Und das ist es, was es dann schöner macht, als oft erwartet.

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Swami Vivekananda: Gott und die Welt

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Dez 12 2017, 01:24

"Wer nicht an sich selbst glaubt, kann auch niemals an Gott glauben."

- Swami Vivekananda -
---
Glaubte man Gott näher im Außen zu sein, als in sich selbst?

So mag es sich oft darstellen für manche, dass man meinte, Gott sei der große Wunsch-Erfüller, und dass man vielleicht noch soweit im Glauben damit übereinkommt, dass es eine große Wesenheit gibt, die sich um alles kümmert.

Doch wie weit ist man bereit dieses für eine reale Tatsache zu halten und in vollster Überzeugung anzunehmen? Und dann die Frage, meinte man Gott sei näher zu einem irgendwo als etwas außer einem, oder doch vielleicht als das Innerste in einem selbst!?

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F.Ammon: Gehen des Gehens wegen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 15 2017, 01:11

"Es ist nicht leicht umzukehren, wenn man zu weit gegangen ist."

- Fred Ammon -
---
Wenn man bedenkt, wie viel Weg man zurück gelegt hatte und diesen wieder zurück gehen darf, dann mag man schon sich Fragen, ob man es irgendwie umgehen kann.

Doch Weg ist Weg, und wenn man gewohnt ist zu gehen, dann spielt es doch fast keine Rolle, wo man lang geht, ob zurück oder vor, denn letztlich geht man in der einen wie anderen Weise gerade aus.

Und wenn man sich mit dem Gehen abgefunden und angefreundet hat, dann ist jedes Ziel bloß ein Ziel.

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Sokrates: Das große und kleine Ein-mal-Eins

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 20 2017, 02:18

„Das gute Gelingen ist zwar nichts Kleines, fängt aber mit Kleinigkeiten an.“

- Sokrates -
—-
Alle großen Dinge entstehen und bestehen für gewöhnlich aus einer Summe von und aus kleinen Dingen.

Wer sich für die kleinen Dinge zu fein ist, für den sind die großen Dinge meist zu groß.

Wer die entsprechende Summe vom Kleinen zu meistern weiß, dem wird das Große in Gänze auch gelingen.

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T.A.Edison: Der Tag und das Gemachte

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 21 2017, 10:09

"Das Einzige, was mich je entmutigt, ist der Gedanke an die vielen Dinge, die ich gerne tun möchte und die wenige Zeit, die ich dafür habe."

- Thomas A. Edison -
---
Auch könnte man viel mehr Zeit haben, und doch damit mehr nicht erreichen. Sicherlich hängt vieles weit mehr davon ab, wie mans nutzt. Denn letztlich ließe sich ebenso das Bewusstsein und die Ausrichtung dahin bringen, dass man selbst schneller wird. Einiges könnte durchaus noch entschleunigt werden, dann ließe sich wohl auch Zeit für anderes mehr finden.

Manchmal könnte der Tag doch länger sein, als es in den 24 Stunden gegeben ist. Damit man noch vieles andere erledigen kann, von den Dingen, die man ansonsten an einem Tag gar nicht erst schaffen können kann. Wenn dann auch die Konstitution auch gegeben wäre, dieses alles umzusetzen vor allem.

Andere Welten, andere Sitten und Möglichkeiten wohl an der Stelle. Wenn es mal 3 Tage nur Tag wäre und ebenso lange die Nacht, dann wäre wohl alles etwas anders aufgestellt, allein schon hinsichtlich der klimatischen Bedingungen. Und doch letztlich ist alles so, wie das was man daraus macht, multipliziert mit aller Anderen und dem ihrerseits Gemachten.

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L.N.Tolstoi: Selbstinitionsgrad

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 23 2017, 01:45

“Darin, inwieweit die Menschen im Leben ihren eigenen Gedanken oder denen anderer folgen, besteht eins der Hauptmerkmale, durch das sie sich voneinander unterscheiden.“

- Leo N. Tolstoi -
---
Nur weil man sich von einer Gedankenform vereinnahmen lässt, muss es dadurch noch lange nicht die eigne sein...

Gerade sind es doch verschiedene Gruppierungen, ja selbst gewisse Gesellschaftsschichten, deren Merkmale es sind, sich gewissen Gedankenformen unterzuordnen.. und nahezu immer sind die Anhänger davon überzeugt individuellen und eigenen Überzeugungen dadurch zu folgen. Obwohl keiner mehr oder weniger selber zu einer Gedankenrichtung etwas beigetragen hätte.

Ja, nicht wenig macht es also aus, selbst auf etwas gekommen zu sein. Ja selbst wenn andere zu ähnlichen Überzeugungen gekommen sind, doch der Kern des Gedankenguts kann dadurch mehr oder weniger in einem selber liegen. Bloß die Annahme ist noch kein Kennzeichen dessen, woran man womit gewickelt ist. Der Selbstinitionsgrad bestimmt darüber, ob es aus einem heraus- und hervorgeht, oder ob es vom äußeren her einen nur vereinnahmt, was immer man sich damit im Zusammenhang auch dann auszumalen vermeint.

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Swami Vivekananda: Reinheitsgebot des Willens

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 25 2017, 10:44

"Unabhängigkeit im Denken ist das erste Kennzeichen der Freiheit. Ohne sie bleibst du ein Sklave der Umstände."

- Swami Vivekananda -
---
Worin zeigt sich das überhaupt, ab wann und wo einer selbstständig denkt und eigene Gedankengänge entwickelt?

Bei der Mehrheit ist es doch so, es ist eine Gedankenform da, die sie gut finden, es kann ruhig eine sehr gute Gedankenform aus irgendwelchen Weisheitslehren auch sein, diese wird dann angenommen und es wird ggf. noch darauf geachtet, dass es sich gut anfühlt.

Dann gibt es Manche, die mögen sich intellektuell damit auseinandersetzen und einige Erklärungen für sich finden, die sie zufrieden stellen. Damit wird oft schon die Ansicht vertreten, es sei also nun der eigene Gedanke. Wobei es schon einen gewissen Fortschritt darstellt, wenn man sich reflektierend damit zunächst befasst hat.

Der Unterschied tut sich aber erst im Willensaspekt kund. Denn in beiden Fällen mag der Unterschied dann überhaupt nicht erwähnenswert sein, weil man immer noch am Willen dessen hängt, von dem der Gedanke stammt (Kurs in Wundern = Gedanken verlassen ihre Quelle nicht). Wenn nicht in direkter Weise (vielleicht weil Derjenige bereits weitergegangen ist), dann auf eine Art Kollektiv-Willen bezogen.

Erst wenn man es soweit reflektiert hat, dass man es in den eigenen Willen übersetzt, dann ist es der reine eigene Wille. So kann man im Ansatz eine Vorstellung davon gewinnen, wie rein der Wille überhaupt bei der Mehrheit sein können kann. Vielleicht ist das in 1000 Jahren allen alles bereits selbstverständlich, aktuell ist alles weitestgehend fremdbestimmt, und allein schon gar nicht in der Lage den eigenen Willen weise gebrauchen zu können, weil dieser Aspekt gar nicht hinreichend entwickelt sein dürfte. Als einem Reinheitsgebot des Willens folgt eine gewisse Wirksamkeit des Willensgebrauchs!

Nebst dem, es willentlich zu erfassen, kann man mental auch, sofern man sich nicht zu sehr von Gedankenformen beherrschen lässt, auch schon gewisse Zusammenhänge feststellen. Die noch genauere Variante wäre wohl Einblick in die Substanz und den atomaren Aufbau zu erhalten, und anhand der Menge gewisser Atome, festzustellen woran und worin wer ist. Wer bis zum bewussteren Umgang mit dem Willensaspekt gelangt ist, hat allerdings bereits viel erreicht!

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Aristoteles: Überzeugungen

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 27 2017, 01:50

"Eine Überzeugung, die alle Menschen teilen, besitzt Realität."

- Aristoteles -
---
Allein schon dadurch, dass etwas zu einem realen Bestandteil des eigenen Bewusstseins und zu einem Teil dessen womit man innerlich befasst ist, wird, wird dieses in dem Maß wie es andere auch zu einem Teil der eigenen inneren Erfahrungswelt in ähnlicher Weise machen, dadurch zu einer Realität.

Natürlich ist es wesentlich, wie weit etwas eine breitere Übereinkunft hat. Doch noch wesentlicher ist dann, wie man damit umgeht, wenn man darin ist. Es geht also nicht darum vordergründig nur an irgend etwas ranzukommen, was von irgend einer allgemeinen und breiteren Bedeutung ist. Es geht mehr darum, angemessen damit umzugehen.

Letztlich also geht es darum, sich würdig dafür zu machen. Alles soweit zu entwickeln bei sich, dass man in einem Übereinkommen und Einverständnis anderer darin sich bewegt. Also letztlich, soweit man mehr damit nützt, als dass es irgendwem oder vor allem der Allgemeinheit zu irgend einem Nachteil dadurch gereicht und wird.

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Zhuangzi: Besinnung

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 28 2017, 11:41

“Was die Alten als die Erreichung des Ziels bezeichneten, waren nicht Staatskarossen und Kronen, sondern sie bezeichneten damit einfach die Freude, der nichts hinzugefügt werden kann.“

- Zhuangzi -
---
Genau genommen sind die meisten die überwiegende Zeit, mit dem Erleben ihrer psychischen Erfahrungs- und Erlebniswelten befasst - kann es darin sehr viel mehr Erhebendes geben, als Freude und Glückseligkeit?

Bis zu einem gewissen Grad, d.h. abhängig von Polarisierung und Ausrichtung, kann zwar jeweils beim einen oder anderen etwas anderes zu einer erhabenen Stimmung führen, doch psychisch gesehen, läufts vom inneren Erleben her, auf einen und denselben Nenner hinaus.

Das was menschenmöglich ist, ist der innere Erlebnismoment, nicht etwas, das außerhalb liegt ists, dessen irgendwer daher bedürfte. In dem Sinne sind wohl alle irgendwo gleich, also können auch die grundlegenden Bedürfnisse, rahmenbedingt, so verschieden gar nicht sein, als dass sie nicht vereinbar wären.

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M.Aurel: Die Seele am rechten Platz

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 31 2017, 23:35

"Schändlich ist es, wenn deine Seele müde ist, bevor dein Leib müde ist."

- Mark Aurel -
---
Die Seele kann für gewöhnlich weder unmotiviert sein noch müde. Die Seele kann überladen oder überfordert sein - was heutzutage vielleicht sogar eher der normal-Zustand sein dürfte.

Ist die Seele nicht am rechten Platz, dann kann es passieren, dass das, was anstelle dessen tritt, müde ist, obwohl der Leib eher noch könnte.

Wenn man so dem Leibe schon nachstehen sollte, dann wird man ja vom Gattungswesen oder noch allerlei anderem bestimmt, und kann keine tiefere Erkenntnis der Dinge gewinnen. Also mühe man sich darum, dass die Seele am rechten Platz ist und man den rechten Pfaden folgt.

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Zitate Januar 2018 - Zeit vergeht einfach

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 02 2018, 23:01

"Zeit ist der Beobachter, der den Abstand zwischen sich und den Bäumen, zwischen sich und dem was ist, herstellt."

- Jiddu Krishnamurti -
---
Zeit ist wunderbar, sie vergeht einfach...

Wenn dass doch mit der Dummheit auch so wäre, dann gäbe es keine Dummen und keine Dummheiten mehr!

Doch wer könnte den Unterschied dann noch feststellen, denn es gäbe dann weder Dummheit noch Klugheit?!

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Buddha: Gemeinschaftsdrang

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jan 05 2018, 00:57

"Das Geheimnis des außerordentlichen Menschen ist in den meisten Fällen nichts als Konsequenz."

- Buddha -
---
Die Schwelle der Überwindung, ist der Ort, zu dem die Mehrheit nicht gelangt.

Nur die Mehrheit ist von der Mehrheit selbst abhängig.

Die Mehrheit ist für den Tüchtigen bloß Laster, für den Untüchtigen der Fortschritt, und für ihresgleichen ein Gemeinschaftsdrang.

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F.Ammon: In unserer Welt

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 10 2018, 00:15

"In unserer Welt ist noch viel Platz für Gutes."

- Fred Ammon -
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Das Gute am Schlechten ist, es hat wesentlich mehr Platz potenziell zum Guten, als das Guteste überhaupt haben könnte - allerdings dessen auch in keiner Weise bedürfen dürfte...

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Dalai Lama: Der Geduldsfaden

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 13 2018, 01:23

"Unsere gemeinsame Mutter Natur zeigt ihren Kindern immer deutlicher, dass ihr der Geduldsfaden gerissen ist."

- Dalai Lama-
---
Am leichtesten lässt sich wohl über die Dinge daherreden, die man selbst nicht zuwege bringt, noch oft diese erbringen kann. Denn welche Mühe kostet einen dieses auch?

So lange manches am eigenen Leibe wohl nicht erfahren wird, oft selbst wohl dann auch, gibt es es immer wieder auch Asoziale, die auf Kosten des Gesamten bloß ihr eigenes Vergnügen zu erlangen suchen. Doch wie sollte daraus etwas werden, wenn der Stand des Kindes daher nie überschritten wird?

Alles hat seine gewisse Hürde, nicht weil es irgendwie besser sein wollte, sondern weil es eigener Erfüllung nicht mehr bedarf, jedoch auch nicht zum Dünkel anderer geneigt ist.

Der Geduldsfaden ist dann zu Ende, wenn kein Faden mehr da ist. Und entweder hat sich ein Sinn dafür entwickeln können bis dahin, oder nicht. Ändern tut sich nichts daran, dass irgendwann kein Faden mehr da wäre, dort, wohin kein Faden getan wird und auch kein eigener Faden ausgesponnen würde...

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I.Kant: Im Augenblick der Wahrheitsfindung

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 14 2018, 12:42

"Die Lüge ist ein Verbrechen des Menschen an seiner eigenen Person."

- Immanuel Kant -
---
Wenn klar ist, dass etwas nicht stimmt, und es wird doch so hingestellt, dann ist es nicht nur wider die Wahrheit gewendet, sondern gegen die Person (was auch immer in dem Moment zu dieser zählt).

Im günstigeren Falle handelt es sich um eine Meinungsäußerung. Dies ist auch dann der Fall, wenn man etwas aussagt, was man annimmt, von dem aber der Erkenntniserweis einem in dem Augenblick gar nicht gegeben ist. Selbst also wenn es stimmt, es ebenso aber auch anders sein könnte, denn dies ist der Fall, wenn man etwas nicht unmittelbar einsehen kann.

Behauptungen aufzustellen ist also noch keine Wahrheitsfindung. Denn hierzu bedarf es einen Moment der Erkenntnis. Das ist der Augenblick, wo das Licht heller ist, als der Gegenstand der Betrachtung und das Auge hinreichend zur Aufnahme geläutert.

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J.Krishnamurti: Werdegang

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 16 2018, 00:38

"Alle Ideologien, ob religiöse oder politische, sind idiotisch, denn es ist das begriffliche Denken, das begriffliche Wort, das die Menschen auf so unglückliche Weise gespalten hat."

- Jiddu Krishnamurti -
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Die Steine sind aus stein, die Worte bei den Worten, der Geist unter Geistern.

Ehe das Eine entsteht und das Andere vergeht, war ein Drittes, was bleibt.

Und nichts davon wird zu etwas anderem, als es ist zu werden.

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C.G.Jung: Wenden und Drehen

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jan 18 2018, 01:36

"Wenn ein verkehrter Mann die rechten Mittel gebraucht, so wirkt das rechte Mittel verkehrt."

- Carl Gustav Jung -
---
Hinreichend die Dinge zurecht gedreht und gewendet, bis sie einem passen?
Nun, alle Dinge sprechen hinreichend für sich selbst. An ihren Werken werdet ihr sie erkennen sprach einst Christus Jesus, in diesem Sinne, darüber.

Krishna sagte, man sollte denen, die nicht in rechter Weise mit dem, was man lehrt, umgehen, diese so auch nicht über diese Dinge Lehren. Ähnlich sprach Christus Jesus abermals, man sollte nicht Perlen vor die Säue werfen.

Nun sei es für so schlau gehalten wie es wollte, es zeigt sich wovon es zeugt, auch wenn es auf sich warten lässt. Es ist Kleingläubigkeit zu meinen, man kann oder müsste irgendwen auch nur von irgend etwas überzeugen oder bekehren. Die, die reif für etwas sind, werden suchen und finden es auch von sich aus, die, die nicht bereit für etwas sind, denen mag man es noch so oft zu erklären suchen, sie werden es nur für ihren eigenen selbstsüchtigen Gebrauch drehen und wenden, und es wird mehr als solcherlei daraus auch nicht werden.

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Heraklit: Das Licht vor einem

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jan 18 2018, 11:49

"Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst. So tiefen Grund hat sie."

- Heraklit -
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Das was sich mit jedem Schritt, den man geht, mit ausdehnt, lässt sich nicht einfangen.

Es ist wie beim Schatten, der durch eine Reflexion des Lichts entsteht und nicht wegzudenken ist. So lange wie etwas Gegenständliches das Licht nicht vollständig durchlässt und diesem den Weg versperrt und in der Weise einen Schatten entstehen lässt.

Nur dass es nicht ein Schatten hinter einem ist, sondern das Licht vor einem, dass bereits dort ist, ehe man angekommen ist, und in erhellender Weise erkennen hilft.

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I.Kant: Anders sein und anders denken

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jan 19 2018, 01:43

"Alle Menschen haben Vorurteile, nur von verschiedener Art."

- Immanuel Kant -
---
Die Erfahrung des Lebens zieht an keinem wohl spurlos vorüber. Die einen ziehen also solches daraus, die anderen anderes. Und alles steht sich am meisten nur selbst im Wege rum.

Man kann sich nicht auf andere übertragen, und doch ist es meist das Erste, wessen man begegnet und eines der letzten Dinge, die man im Sinn behält und weiter mit sich führt.

Denn nichts was einem gleicht, wird anders vernommen, und nichts was anders ist, wird als das eigene erkannt. Obwohl das, was als anders vernommen wird, das eigene Vernehmen ist. Denn kein Anderes würde sich als anders vernehmen, im Erleben seiner Eigenheit. Also kann es nicht die Eigenheit von etwas anderem sein, als nur die eigene alsdann.

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Zhuangzi: Zebra

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jan 19 2018, 23:24

"Wer sein Inneres wahrt, dass es nicht überfließt nach außen, der hat den Geist, der die Bildung des inneren Einklangs zustande bringt."

- Zhuangzi -
---
Stimmt.

Ansonsten wärs ein Zebra.

Einmal geht man drüber über die Streifen, ein anderes mal ists ein Tier und es gibt ein Hufentritt womöglich dazu.

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Zhuangzi: Fisch

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 20 2018, 11:55

"Gibst du einem Mann einen Fisch, nährt er sich einmal. Lehrst du ihn das Fischen, nährt er sich sein ganzes Leben."

- Zhuangzi -
---
Lehrt man sich das Lernen selbst, dann gibt es viele Nahrungsergänzungsmittel noch hinzu.

Denn Geister essen keinen Fisch, sondern die Nahrung ist Erkenntnis durch Einsicht.

Und es ist ein anderer Weg, selbst aus allem zu lernen, oder nur bei dem zu verbleiben, was einem das Leben notwendig vermitteln konnte...

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Zhuangzi: Entität

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 24 2018, 02:10

"Geistige Größe kann alle körperlichen Gebrechen unsichtbar machen."

- Zhuangzi -
---
Wie wollte man etwas tun, von dem man gar nicht dächte und es somit zu keinem Akt der Betätigung erst kommen können könnte? Wie könnte ein Körper etwas wollen, ohne einen Geist, der wollen wollte?

Das Geistige bildet somit eine wesentlichere Entität, und ermöglicht überhaupt erst ein Erleben, von dem, was ohne einen Geist unerlebbar bliebe.

Es sind viele Dinge, die unausgesprochen eine Gültigkeit besitzen. Ja selbst in der Weise befolgt werden, ohne dass darüber nachgedacht würde oder in manchen belangen dieses gar nicht zum Akt des Denkens erst würde...

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F.Ammon: Norm

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jan 25 2018, 00:38

”Manche Leute versuchen den Erdkreis gerade zu biegen.”

- Fred Ammon -
---
Rund ist gerade, in Ausdehnung begriffen.

Gerade ist endlos, Idealistisch gesehen.

Manche Leute sind mehr Norm, manche nicht...

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M.Aurel: Wenns denn Rechtens ist

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jan 26 2018, 23:10

“Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befiehlt es!“

- Mark Aurel -
- - -
Helfen wo man kann ist der Seele Pflicht, doch ist nicht alles immer so offensichtlich, und oft auch hinreichend mit vielerlei verflochten. Denn wenn man sein Geschäft auf Kosten oder zu Lasten Dritter und weiterer betreibt, zählt es dann noch als Hilfe? Und wie weit ist es Hilfe, wenn auf der anderen Seite auch ein Schaden verursacht wird, auch obwohl es anderweitig also hülfe? Sicher, so lange es nur auf die eigene Kappe genommen wird, was ließe sich dagegen einwenden. Doch wie weit wollte man über Dritte bestimmen und verfügen?

Daher ist es nicht immer Mehr, nur weil etwas getan oder nicht getan würde. Recht kann man über die eigenen Mittel verfügen, denn das Unrecht täte man sich alsdann nur selber. Soweit mehr im Spiel ist, dann betrifft es auch das Verhältnis und vieles andere mehr noch.

Dabei ist es nicht nur die Frage des Möglichen, sondern dessen, was das Recht anderer ist und bleibt. Dies ist wesentlicher, als nur das Tuen oder Nichttuen allein vor und für sich...

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Seneca: Ich habe gelebt

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 27 2018, 17:17

"Jeder, der sagen kann: "Ich habe gelebt", steht täglich mit Gewinn auf."

- Seneca -
---
Es wird gerade in unserer Zeit wohl kaum jemanden geben, der sagen kann, dass Leben stelle keinerlei Herausforderung für ihn dar. Denn die Umstände sind doch in irgend einer Weise meist passend zu einem und passen sich auch irgendwo entsprechend an.

So mag es durchaus ein Unterschied sein, ob einer mehr bestimmte Dinge anfassen und damit umzugehen lernt, oder diese weiträumig nur vom Kollektiv bereitgestellt mehr oder weniger zu nutzen weiß. Daher sind die Herausforderungen, teils mit den selben Dingen, oft sehr verschieden.

Und es ist eine Sache, sich alles nur im Leben selber zu verbieten, oder alles in vollen Zügen genießen zu wollen. Selbst beim sich-alles-verbieten mag es nicht weniger sein, dass damit nur Wünsche generiert werden, und man so keineswegs besser fährt.

Jedenfalls das, was einem am Herzen liegt, und auch allgemein einiges was das Leben so mit sich bringt, kann und sollte man durchaus erlebt haben. Andernfalls wird man kaum sagen können: "Ich habe gelebt". Andererseits braucht man auch nicht jeden Quatsch mitgemacht haben, welcher früher oder später gar nur zur Beschämung gereicht.

Wenn man ein wenig Seneca liest, kann man durchaus ein gesunden Eindruck erhalten, von dem, was es bedeutet zu leben.

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Laotse: Bestandsbeschaffenheit

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 29 2018, 11:39

"Wer dem Himmel gehorcht, besteht; wer dem Himmel widersteht, vergeht."

- Laotse -
---
Dabei geht es gar nicht darum, dass etwas nur gen Himmel gerichtet sein muss, denn dem Himmel ist hinreichend klar, dass etwas dort, wo es sich befindet, mit dem auch umgehen sollte, worin es sich befindet. Mehr noch bildet also den Unterschied, wie weit etwas nur für sich selber ist, und wie weit es von grundlegender oder allgemeiner Bedeutung ist.

Denn wenn etwas mehr betrifft, als nur sich selber, dann sind es meist auch solche Dinge, die den Himmel mitunter beschäftigen. Und auch solcherlei dient dem Himmel als Säule und tragfähiges Fundament, mit dem gearbeitet werden kann. In dieser Weise auch, gehorcht es also dem Himmel. Daher heißt es auch, wer nur für sich selber lebt, lebt vergebens. Nicht dass man sich nun verrückt macht und in Belange anderer einzumischen suchte, sondern in dem man grundsätzlich mit seinem Umfeld und den einen umgebenden Dingen in einem ausgewogenen und gesittetem Verhältnis steht.

Damit kann auch der Himmel sich mehr um die eigenen Belange kümmern, statt sich um alles worüber er sich erstreckt, sorgen zu brauchen. Und dennoch, wenn etwas weder die Aufmerksamkeit des Himmels erregt, sprich von diesem weder erkannt noch anerkannt wird, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit darum vergebens, und vergeht, weil es dem Himmel widersteht.

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A.Einstein: Gleichung und Konstante

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 31 2018, 01:23

"Gleichungen sind wichtiger für mich, weil die Politik für die Gegenwart ist, aber eine Gleichung etwas für die Ewigkeit."

- Albert Einstein -
---
Auch das Vergängliche ist ewig, ewig vergänglich. Und so kann man auch entsprechend damit arbeiten, denn es hat damit auch seine Konstante.

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Zitate Februar 2018 - unserer aller Verantwortungsteil

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 03 2018, 01:38

"Wir müssen unseren Teil der Verantwortung für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt, aus der öffentlichen Hand in die eigenen Hände zurücknehmen."

- Erich Kästner -
---
Zwar mag es sein, dass der Fortschritt einer Gesellschaft oder auch einer gesamten Zivilisation sich daran bemessen ließe, wie weit und welche Säulen gemeinhin aufgebaut sind, an denen ein jeder sich orientieren oder sich auf diese stützen kann. Doch ist es nicht dazu da, um sich darauf auszuruhen!

Daher kann es nur dazu da sein, um einem jeden Teilnehmer dieser jeweiligen Gesellschaft oder Zivilisation auf die Beine zu helfen, um eigenständig zu werden, um mündig seinen Kinderschuhen zu entwachsen, nicht um dahin zu führen, sich gar nicht daraus erheben zu wollen. Aus vermeintlicher Bequemlichkeit, oder weil es ja etwas gibt, was mit unterstützen hilft.

Von dem her kommt wohl immer der Zeitpunkt, wo es nicht mehr reichen kann, sich stets bedienen zu lassen. Dafür ist alles überhaupt nicht gedacht oder errichtet, um sich immer und dauerhaft darin oder darunter betten zu können. Sicherlich ist es gut, wenn es eine sogenannte Öffentliche Hand gibt, die vieles mitträgt, unterstützt oder fördert, doch ist es nicht bereits der Selbstzweck dessen, dass es keiner Selbstverantwortung mehr bedürfte.

So mag es also auch ein Unterschied sein, in welche Gesellschaftlichen oder Zivilisatorischen Zusammenhänge man hineinkommt, und wo mehr oder weniger daher gegeben und möglich ist. Doch will man seiner Selbst habhaft sein, dann zählt es alles nicht viel, ausgenommen dessen, wofür man Selbst bereit ist in voller Würde und Eigenständigkeit einzustehen.

Und dann zählt es nicht und kann auch nicht zählen, dass die letzte Verantwortung auf irgend einer Instanz ruht oder diese auf eine öffentliche Hand abwälzen zu wollen, denn es zählt in letzter Instanz das, was der eigenen Hand entstammt und dieser zuzuordnen ist, und dies in vielerlei Hinsicht...

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Konfuzius: Zungenfertigkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 03 2018, 02:22

"Wozu braucht man Zungenfertigkeit? Wer schnell mit dem Wort ist, macht sich oft unbeliebt. Wer nichts von Moral und Sittlichkeit weiß, wozu braucht der redegewandt zu sein?"

- Konfuzius -
---
Beliebt mag es zwar sein, gar auch aus zweiter oder dritter Reihe lauthals über die Welt herzuziehen, doch welchen besseren Anteil hat man dann dazu getan? Wenn kein Gedanke und keine Idee vorhanden ist, wie etwas verbessert, veredelt und aufgewertet werden kann, wozu macht man dann noch den Mund auf?

Immerhin wenn es einem nicht passt, kann man sich selbst dessen enthalten oder dort heraus entfernen, statt noch diesem zuzusetzen, ohne irgend einen nutzvollen Anteil oder eine Verbesserung der Situation oder Dinge herbei zu führen oder herbeiführen zu wollen noch zu können.

In den meisten Fällen wird man jedenfalls nicht gezwungen sein, darin zu sein, und kann doch seine eigenen Dinge aufbauen und nutzen, wenn man es besser weiß und besser kann. Man braucht sich also nicht zum breiten Kreise derer gesellen, die alle gesellschaftlichen Vorzüge genießen oder breitspurig Nutznießer von diesen sind, um dann nur darüber herzuziehen, wie schlecht diese selbigen Dinge doch wären, ohne welche man vielleicht gänzlich aufgeschmissen oder gar nicht überlebensfähig wäre.

Und sollte es sich erweisen und tatsächlich manch Zungenfertigkeit daraus hervorgehen, so kann man diese doch auch nutzbringend für etwas gebrauchen, als dawider alles und allerei...

Devino Melchizedek

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Hippokrates: Enthaltsamkeit und Ruhe

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 03 2018, 02:48

"Durch Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt."

- Hippokrates -
---
Mit der ehrlichen Frage und Beantwortung, warum man überhaupt zu einer Inkarnation gelangt ist oder in irgend eine Daseinsform getreten ist, ließen sich für einen die meisten oder gar alle Probleme bereits in einem lösen.

Wollte man sich nicht zur Ruhe begeben für sich diese Frage zu klären und zu lösen, warum sollte man damit irgendwen sonst behelligen oder belästigen wollen?

Denn ist die Frage für sich geklärt, wozu man da sei, was wollte einen dann davon abhalten, diesem auf den Grund zu gehen? Und warum sollte sich alles andere nicht einer Lösung anschließen, zu derer man sich berufen hat und seiner Berufung Anteil erbringt und diesem folgt?!

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Zhuangzi: Kennen lernen

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Feb 05 2018, 23:24

"Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht im fließenden Wasser, sondern im stillen Wasser."

- Zhuangzi -
---
Nimm dir Zeit, um dich selbst kennen zu lernen.

Denn wie willst du etwas anderes kennen lernen, ohne bei dir angefangen zu haben und dich selbst kennen gelernt zu haben?

Alle Dinge können einem nur das offenbaren, worin man die Bereitschaft erlangt hat, sich selbst zu erkennen.

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J.Krishnamurti: Glaubenssysteme

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Feb 08 2018, 00:40

"Bei den meisten Menschen ist der Geist gespalten, fragmentarisch, und alles Fragmentarische ist korrupt."

- Jiddu Krishnamurti -
---
Unterhält man sich mit einem schlichten Anhänger eines religiösen Glaubenssystems, so kann es durchaus belustigende Formen annehmen. Denn der entsprechende Anhänger meint oft den einzig richtigen Weg zu gehen, und andere schnell darin aburteilen zu wollen, dass dieses oder jenes nun nicht mit seiner Religion vereinbar wäre und dadurch nun etwas schlechteres oder an sich Schlechtes sein müsse. Dabei kann es sich um recht schlichte Dinge handeln, z.B. etwas aus der praktischeren Willenswissenschaft oder mehr Ansichten aus der Theosophie.

Also meint oft ein solcher Anhänger mit religiösem Bestreben, dass er den wahreren geistlichen Weg kennt und in umfassenderer Weise beschreitet. Nur lässt sich aber mit einfachen Fragen woraus etwas begründet ist, z.B. einer Gedankenform, einigen Emotionen und einer entsprechenden Gemütsverfassung doch erschließen, dass jeder andere, diese Dinge ebenso hat, und nur die Ansichten etwas anders sein mögen.

Hat sich einem die Weltansicht auf dem Gebiet der Willenswissenschaft oder vielleicht auch auf anderweitig tiefgehende Weise praktisch erschlossen, dann kommt es zu den anderen Dingen hinzu und erweitert diese und dies vielleicht in beträchtlicher Weise. Wieso meint also ein schlichter Anhänger irgend einer Religionswissenschaft, dass andere wäre schlecht, obwohl es ja doch nichts weniger macht, sondern alles nur erweitert?

Schon sonderbar wenn man also meinte, mit weniger Einsicht und Mittel, eine geistlichere Ausrichtung zu haben. Denn nur weil man sich der einen oder anderen Möglichkeit selbst enthebt und sie sich verbietet, vergleichbar dem, den Kopf in den Sand zu stecken, so ist man doch nicht besser gewappnet gegen das Schlechte.

Genau umgekehrt, man ist viel korrupter, dadurch, dass man weniger einsehen kann, was woraus entsteht, gespeist oder verursacht wird, was sich vielleicht erst durch den Willensgebrauch offenbart. Vieles in natürlich gesunder Weise gebraucht und entwickelt, ist weit besser, als jegliche fanatische Ausrichtung, die einen Menschen, von einem anderen separiert, obwohl die Summe weit mehr Überschneidung hat, als einzelne fanatische oder unausgewogene Ansichten. Und doch wird an den letzteren festgehalten, weil man sich so besser als andere hinzustellen pflegte, obwohl da nichts ist, was einen besser machte, und vielleicht nur deswegen überzogene Ansichten herhalten müssen.

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Swami Vivekananda: Kraft

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 13 2018, 01:03

"Sei, was du bist! Deine wahre Natur ist Kraft."

- Swami Vivekananda -
---
Kraft als Eigenschaft aufgefasst, kann qualifizierte Energie bedeuten.

Tätigkeit als Kraft aufgefasst, heißt demnach Gunas.

Muskel als Kraft aufgefasst, hieße sodann Wirksamkeit.

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J.W.v.Goethe: Fremdschämen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Feb 16 2018, 02:08

"Es hört doch jeder nur, was er versteht."

- Johann Wolfgang von Goethe -
---
Nur weil Musikinstrumente bedient werden, ist es noch lange keine Musik.
Nur weil Farben auf einer Leinwand angebracht werden, ist's noch kein Kunstwerk.
Nur weil Worte gebraucht werden, so ergibt's noch lange keinen vollziehbaren Zusammenhang.

Je auffälliger das Geplärr, ergibt es doch noch gar nicht mehr,
als wenn man sich der Kraft der Sinne, nun einfach mal besinne.
Und öffnete erst dann den Mund, und täte solche Dinge kund,
die nicht nur von einem selber künden, sondern auch im Geiste münden.

So täte man auch nicht verkehrt daran, sich vorzubereiten allem voran,
statt abzugeben einen Hecht, der ist vergleichbar mit Herr Specht.
Denn Kraft der Worte, hier und da, es spricht doch vieles ganz schön klar,
aus jeder Pore trieft heraus, was schmiedete einst mal der Fleiß,
oder wo Letzterer blieb abhanden, so kommt heraus, was nicht vorhanden.

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Aristoteles: Seelische Zuwendung

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 17 2018, 01:22

"Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies zugleich auch das Aussehen des Körpers und umgekehrt: Ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies zugleich auch den Zustand der Seele."

- Aristoteles -
---
In Anbetracht dessen, wie viel Zeit man mit sich selbst verbringt, mag die körperliche Verfassung ein gewisses Augenmerk abverlangen. Selbst wenn das zitierte auch vordergründig mit der Gemütsverfassung zu tun haben mag, ist der Zusammenhang nicht unentscheidend.

Alles womit man es zu tun bekommt, und je größer das Augenmerk (um nicht direkt von zeitlicher Zuwendung zu sprechen), bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Seele. Und alles wessen sich die Seele zuwendet und widmet, bleibt nicht ohne dass die Seele eine Wirkung darauf zu entfalten vermag.

Für wie groß sich mancher Held also auch halten mag, es gibt bei allen das, was ihnen etwas bedeutet und ihnen nahegeht. Und auch wenn bei einer geistigen Ausrichtung, alles, womit man es zu tuen hat, nicht unbedeutend ist, und alles irgendwo mit einem zu tun hat, ist es doch das, was einen direkter berührt das, was einem mehr entspricht. Und meist das, was man bereitwilliger zu opfern bereit ist, ist es oft so, dass bei einem lediglich weniger damit in Verbindung steht.

Ebenso oft auch das Gequatsche von Einheit: Einheit heißt, dass es unausweichlich in einem Bezug steht, und daher unveränderbar ist. Daher ist es ein grundlegendes Unverständnis von Einheit, wenn man glaubte es als Vorwand für irgendwelche persönliches Querelen herleiten zu können, oder in welcher Weise anderen etwas auf ihre Kosten abverlangt werden könne, um des eigenen Vorteils willen oder dem Unwillen selbst den eigenen Unsinn zugunsten der Allgemeinheit zu opfern (nebst vielleicht oberflächlichem esoterischem Gefasel) u.dgl.m...

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Aristoteles: Einheit als Moment und Abfolge

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 17 2018, 11:03

"Sobald das Prinzip der Bewegung hinzukommt, schließt sich eine Sache ohne Unterbrechung an die nächste an."

- Aristoteles -
---
Selbst eine Abfolge ist eine Einheit, nach Verhältnissen die zur Abfolge zählen. Wieso sollte Einheit unveränderlich sein? Wenn etwas nicht mehr eine Einheit ist und ehedem war, dann ist es doch veränderbar?

Ein Zusammenhang oder eine Summe ist noch keine vollkommene Einheit in diesem Sinne! Wenn etwas also Einheit in einem Bezug steht, z.B. dass die Söhne Gottes alle auch Kinder Gottes sind, das ist nicht veränderbar und wäre vollkommene Einheit im Verhältnis. Sofern es als Gleichheit in einem Bezug steht und sich etwas gleich ist und dieses als Element der Einheit zählt, dann ist es hinsichtlich dessen eine unveränderliche Einheit. Denn es zählt die Gleichheit als Einheit, es kann da nichts dazwischen treten, wenn die Gleichheit bleibt.

Denn wie wir lernen und wissen, ist alles was sich verändert, nicht vollständige Wirklichkeit, denn als Wirklichkeit zählt sodann vor allem die Veränderung selbst, dass Element das bleibt, ist für das, was sich verändert, immer die größere Wirklichkeit. Also ist das, was sich in punkto Einheit verändern lässt, auch keine wirkliche Einheit. Obwohl es das auf den Moment bezogen gesehen, hinsichtlich dieses einen Moments, ja auch dann noch als Einheitsmoment so bestehen bleibt (so lange der Moment aus der Zeitabfolge als abgesondert gesehen wird, sofern die Einheit sich folglich nicht auf den Zeitverlauf selbst bezieht).

Es geht vielmehr darum klar zu stellen, dass das, was nicht diese eine spezifische Einheit ist, auch nicht als Vorwand genommen werden kann, dass alles mögliche andere in Abhängigkeit zu dieser einen Einheit zugeordnet oder unterstellt wird, was mit der Einheit selbst (hinsichtlich ihres Grundes) eben gar nichts zu tuen hat, und Einheit als Vorwand daher nicht für allerlei anderes herzuhalten hat.

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F.Schiller: Oh Schöpfungswerk

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Feb 19 2018, 23:56

"Das Leben ist nur ein Moment, der Tod ist auch nur einer."

- Friedrich Schiller -
---
Wer den Moment zu schätzen weiß, wird nicht so schnell ein alter Greis. Sei's drum, so mag die Erscheinung altern nun, die Liebe ist's, die hält gesund und jung.

Und geht alles der Erscheinung nach auch leicht, wenn dieser nur folgte was den Geist erreicht. Wäre es doch auch eine feine Sache, wenn ohne Kraftakt leicht vollbracht, hiernach ging dieses doch auch noch in Kraft.

Der Natur nach sind die Dinge gut, denn sie hervorzubringen forderte bereits Tribut. Doch ist es nicht allein was sie erschuf, es gab stets einen Schöpfer von Beruf.

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Rumi: Erkennen besser als Unwissenheit

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Feb 22 2018, 00:02

"Nur wenn dein Wissen von dir selber sich befreit, ist dein Erkennen besser als Unwissenheit."

- Rumi -
---
Oft ist es so, ist eine Sache für das eine (etwas) verwendet worden, ist es für manch anderes unwirksam oder kann dafür nicht mehr herhalten.

Was heißt denn nun etwas "persönlich" nehmen? Es heißt, etwas in der Persönlichkeit zu registrieren und von dieser in dieser oder jener Weise aktiviert worden zu sein. Was spielt es denn für eine Rolle, ob die Persönlichkeit in dieser oder jener Weise darauf reagiert? Ist es von der Persönlichkeit angefasst und angenommen oder registriert worden, dann spielt es keine Rolle mehr, was diese damit macht, oder sich so gibt, als würde es nichts ausmachen, es ist doch bereits "persönlich" genommen worden. Alles andere ist ein-sich-geben.

Nur das Wissen, was von der Persönlichkeit in keiner Weise für eigene Zwecke instrumentalisiert wird, z.B. dass etwas sich zurecht gedreht wird, oder für die Art und Weise zurecht gedreht wird, wie sie die eigene Persönlichkeit besser dastehen lässt, oder gerade wenn dass nicht der Fall ist, ist das Wissen von größerem Wert.

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Laotse: Vertrauen zum Sosein

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Feb 23 2018, 23:36

"Betrachte die Welt als dein Selbst, habe Vertrauen zum Sosein der Dinge, liebe die Welt als dein Selbst; dann kannst du dich um alle Dinge kümmern."

- Laotse -
---
Mal ehrlich, wohl ein jeder wird es gut finden, ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können, in einer Welt, die ihm entspricht. Und letztlich tut es auch ein jeder, bis zu einem gewissen Grad.

Manchmal wird allerdings erst durch unglückliche Verhältnisse einer dazu gebracht, über sein Maß an Bequemlichkeit hinaus zu gehen und über sich in der Weise hinaus zu wachsen, wie er ohnedem nicht würde.

Andererseits, nur weil man mit der Welt nicht zurecht kommt, d.h. aber auch mit sich nicht im reinen ist, ist es noch keine Lösung, sich selber irgendeinem Sondersein zu verschreiben. Letztlich nur um sich besser machen zu wollen, als man in dem ist, worin man ist. Obwohl man gar nicht so oder in der Weise darin sein bräuchte womöglich.

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W.Churchill: Werkzeugkasten

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Feb 24 2018, 10:58

"Der Preis der Größe heißt Verantwortung."

- Winston Churchill -
---
Zwar kann man nicht nach belieben mit dem verfahren, was man dazu erhält, in dem man für dieses und jenes die Verantwortung auf sich nimmt, doch ist es eine viel breitere Handhabe die dadurch entsteht.

Und mit der Handhabe hat man viel mehr Möglichkeit um etwas in dieser oder jener Weise zu lösen oder damit zu verfahren. So entsteht eine Tiefe und Vertiefung in diversen Bereichen dazu.

So als hätte man immer und überall einen Werkzeugkasten dabei und kann sich aussuchen, was womit am elegantesten gelöst werden kann.

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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