Zitate zum Nachsinnen

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I.Kant: Moralität & Charakter

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 27 2018, 01:11

”Je mehr eigennütziger Beweggrund, desto weniger Moralität.”

- Immanuel Kant -
- - -
Man verschwendet die Zeit anderer, wenn man nur an sich zu denken weiß.

Ist zu viel Wissen ohne Moralität gegeben, ergibt es selten aufrechtes Bestreben.

Jeder gute Charakter ein Gewinn, für sich und andere ist was drin...

Devino Melchizedek

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R.W.Emerson: Langzeitmotivation

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Feb 27 2018, 09:33

“Wenn die Seele eine bestimmte Klarheit der Wahrnehmung erlangt hat, gewinnt sie ein Wissen und eine Lebensmotivation jenseits aller Selbstsucht.“

– Ralph Waldo Emerson –
- - -
Die beste Langzeitmotivation erfährt man, wenn man sich im Umfang seiner Seele erkennt und erfährt.

Man hört auf, sich mit allem in ein Verhältnis zu setzen, mit allem zu vergleichen oder zu konkurieren.

Und die Dinge können ihre wahre Schönheit, Stärke, ihr Sosein und ihre eigene Frucht hervorbringen.

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S.Kierkegaard: Gelegenheiten zur Liebe

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Feb 28 2018, 09:29

"Die Welt, so mangelhaft sie auch ist, sie ist dennoch schön und reich. Denn sie besteht ja aus lauter Gelegenheiten zur Liebe."

- Soren Kierkegaard -
---
Klar kann man sich, sofern man können kann, in eine Welt zurück ziehen, die aus lauter Licht besteht und wo alles nur Liebe bereits zum Ausdruck bringt. Doch welchen Anteil hätte man daran wirklich?

Leicht würde es also darin münden, dass man nur dass verwendet was bereits da ist und dieses lediglich widergibt, was ohnehin einem bereits zukommt. Doch wäre es dann auch wirklich nennenswert mehr, als nur eine Art Mitläufertum?

Sicherlich ist es auch dort, wo viel Schlechtigkeit ist, keine Kunst, ähnlichem nachzugehen. Doch tatsächlich sind die Möglichkeiten in dem, was alles besser gemacht werden kann, weit größer, es in sich selbst auch entfalten und entwickeln zu können, wenn man mutig genug dazu ist.

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Zitate März 2018 - belebenden Geistes

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 01 2018, 09:57

"Das Laster des Geistes heißt Selbstzufriedenheit."

- Zhuangzi -
---
Ja, es gehört zu unseren Erfordernissen, geistig lebendig zu bleiben. Vielleicht ist "belebend" auch der bessere Ausdruck. Denn letztlich können wir den Geist in der einen oder anderen Weise verwenden.

Wird der Geist nicht aufrecht erhalten, wie sollte unser Körper oder andere Anteile da seine Funktion übernehmen können? Alles andere wird sich nach unserem Geiste ausrichten und diesem mehr oder weniger Gefolgschaft leisten.

Daher ist es wesentlich, was wir in unserem Geiste für eine Einstellung und Ausrichtung annehmen. Wird der Geist frisch und lebendig erhalten, wird er für den Rest von uns zu etwas Belebenden. Und ist man gesunden Geistes, dann wird der Rest soweit alle anderen Begebenheiten es zu lassen, auch gesünder sein und werden.

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Seneca: Zugänglichkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 03 2018, 17:27

"Ziehe dich in dich selbst zurück, so viel du kannst; verkehre mit denen, die dich besser machen, und verstatte solchen den Zutritt, die du besser machen kannst."

- Seneca -
---
Ist der Geist weit verstreut, dann ist man wenig bei sich selbst und erkennt oft wenig von dem, was bei einem selbst geschieht. Denn alles ist irgendwo in Bewegung und Aktivität begriffen, auch dann wenn man kein Augenmerk darauf hat.

Daher schadet es nicht, sich auch mal auf sich selbst zu besinnen und sich mal reflektierend zurück zu ziehen. Wie es auch selbst die Natur im Winter macht, um dann zyklisch wieder aufzublühen. Ist man allerdings zu sehr auf sich selbst nur fokussiert und zentriert, ist man womöglich zu wenig zugänglich sodann.

Die meisten Begebenheiten entstehen, wenn man doch einfach irgendwo hinausgeht und sich auch mit der Umgebung befasst, oder gerade sehr durch irgend etwas beschäftigt wird, ohne sich gut sammeln zu können und nicht so sehr in seiner Mitte ruht. Tatsächlich oft sogar wenn man etwas weniger sortiert ist, dass hier und da sich plötzlich wie aus heiterem Himmel allerlei ereignet und ergibt.

Jedenfalls ist man zu wenig zentriert, mag man zwar zugänglich sein für allerlei, weil das eine in der eigenen Aura vielleicht etwas anderes anzieht, doch könnte beides ansonsten mit einem vielleicht nicht viel zu tun haben. So dass es dann nicht alles einem entspricht und ist dann auch nicht immer alles draus resultierende rundum nur zum Guten geeignet. Etwas mehr Ausgewogenheit in allen Belangen ist meistens jedenfalls gut...

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M.Aurel: Etwas verpasst?

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 04 2018, 09:41

"Einsamkeit suchen die Menschen auf ländlichen Fluren, am Meeresufer, in den Bergen. Doch einer wie beschränkten Ansicht entspringt dieser Wunsch! Kannst du dich doch, sooft du nur willst, in dich selbst zurückziehen. Gibt es doch nirgends eine stillere und ungestörtere Zufluchtsstätte als die Menschenseele."

- Mark Aurel -
---
Einer sehr ausschweifenden Inkarnation folgt nicht selten eine, wo man ziemlich zurückgezogen und wesentlich enthaltsamer lebt, oder auch umgekehrt. Es mag wohl das im vorherigen Leben aufgebaute Sehnen nach den gegensätzlichen Dingen sein. Oft auch davon begleitet, dass man womöglich etwas verpasst, durch den Lebenswandel, den man alsdann führt. Und dann geht es meist wieder von vorne los, und alles sucht, und findet doch nicht die vollständige Erfüllung in den beschränkten Dingen, bis man sich selbst mehr in allem zu erkennen beginnt.

Oft mag man auch geneigt sein zu denken, dass andere es aufgrund dessen oder jenem, was man selbst aktuell nicht in der Weise hat, doch viel besser hätten, ohne oft zu ahnen, dass insgeheim die anderen vielleicht umgekehrt es lieber so hätten, wie man es selbst hat. Doch beide würden vermutlich im Gegensätzlichen ebenso wenig damit zufrieden sein, wenn sie auch dieses noch dazu hätten.

Wie man es nimmt und wendet, man kann sich nicht verpassen, wenn man doch dabei ist. Und man kann sich auch sicher sein, dass es nahezu immer ja sehr viele Menschen gibt, die gerne so ein Leben führen würden, wie man es selbst führt (gerade in unseren Breitengraden und in Anbetracht der Migration). Wieso führt man also nicht einfach ein glücklicheres Leben alsdann, mit dem, was man bereits hat?!

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A.Schopenhauer: Sosein statt Anschein

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 06 2018, 01:24

„Die Freunde nennen sich aufrichtig. Die Feinde sind es.“

- Arthur Schopenhauer -
- - -
Aufrichtigkeit ist einfacher, wenn es keinen Grund gibt, etwas zu verbergen.

Das Verbergen meint an der Stelle, weniger ein Taktieren, denn Taktieren zwischen Kriegsparteien ist immer noch aufrichtig, als Teil von Kriegsplänen begriffen z.B., wo beide Parteien ihren Anteil drin haben. Denn sonst könnte man gleich die Armeen zur eigenständigen Exekution aufrufen.

Vielmehr geht es also darum, dass man sich nicht durch ein entgegengebrachtes Ansehen dem Anschein nach gibt, ohne das zu geben, was den Anschein aufhebt, durch Sosein.

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Sokrates: Praktische Tüchtigkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 07 2018, 09:51

"Die Selbsterkenntnis ist die Bedingung praktischer Tüchtigkeit."

- Sokrates -
---
Was auch immer man tut, es wird zu einem Teil von einem und man geht schließlich darin auf. Denn alles was man tut, tut man auch für sich selbst.

Bezieht es sich nur auf die eigenen Dinge im Kleineren, so vergehen diese, denn es ist dann eine überschaubare Sache. Bezieht es noch mehr mit ein und ist allgemeinerer Natur, so geht man schließlich darin auf und wird zu diesem Umfassenderen alsdann.

Somit ist alles, selbst das was scheinbar mit einem wenig zu tuen hat, für einen auch mit selbst getan. Denn es bleibt mindestens die eigene Tat die einen ja damit verbindet. Und was auch immer hinreichend zu einem Teil von einem geworden ist, darin geht man schließlich auch am meisten auf. Nur wie weit es für einen dann damit aufgeht und vor allem in welcher Hinsicht, bleibt also alles eine Frage der praktischen Tüchtigkeit!

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Zhuangzi: Machtgeflüster

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 08 2018, 09:50

"Wo der Wille an einem haftet, sammelt der Geist seine Macht."

- Zhuangzi -
---
Zwar mag ein Herrscher (Regierender eines größeren Amtes) Macht haben, doch wird sie mehrheitlich nur durch veräußerlichte Handlungsweisen ersichtlich, denen vielleicht der eine oder andere sich gegenüber machtlos sieht und sich diesem nicht erwehren kann, wie über ihn in dieser oder anderer Weise entschieden wird. Wogegen es dann in der Regel ein ausführendes Organ gibt, was z.B. einen Souverän vertritt und seine Befehle ausführt. Alles im Verhältnis und in Ansehung als Teilnehmer einer bestimmten Zugehörigkeit (eines Landes z.B.).

Tatsächlich lässt sich die direkte Einwirkung und Auswirkung von Macht m.E. erst im Willensaspekt direkt wahrnehmen, und wird zu einer Art von Kraftfluss. Denn welche Macht sollte auch sein, wenn nichts da ist, was davon beeinflusst werden kann (z.B. wie einer nun König sein soll, wenn er kein Königreich hätte, worin läge das Königtum und König-sein dann?).

Wie auch die Seele ihren Evolutionszyklus erst führen kann, wenn sie sich irgend einer Art Verkörperung aussetzt, so ist es auch mit der Macht. Gerade vom Geiste her, findet Macht ihr Königreich wohl im weitestgehenden Sinne im Willensaspekt.. soweit man es gemäß aktueller Einsicht sagen kann.

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F.Ammon: Die Helden des Alltags

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 10 2018, 01:45

"Die Helden des Alltags tragen keine Orden."

- Fred Ammon -
---
Das ist doch witzig irgendwo, denn mit den Begriffen "Tugend" und "Alltag" bekommt man fast jeden ganz schnell dazu, die Flucht einzuschlagen. Warum denn nur?

Nun, die Massen sind entweder in einem, mit ihrer Unzulänglichkeit konfrontiert, denn Tugend fordert jeden am Maße seiner Zulänglichkeit weiter zu schreiten (ganz gleich wo einer steht). Der Alltag fordert jeden, denn niemand ist seines Alltags enthoben. Der Alltag lässt also keinen außen vor!

Wir sehen darin also jeweils "jeden" angesprochen. Das ist es auch, wo es zwar an Helden fehlt, doch auch an Ruhm, denn es gibt nichts, womit einer sich rühmen könnte, was ihn mit "jedem" anderen doch bloß gleich setzt oder in gleicher Weise forderte.

Alle sehen also Heldenhaftigkeit in irgend einer Besonderheit. Doch gerade in Konfrontation mit der Masse das rechte Maß zu wahren, ist eine größere Leistung, als mittels Unbeherrschtheit der Maßlosigkeit trotzen zu wollen.

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F.Schiller: Das schwere Herz

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 10 2018, 18:21

"Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht. Doch können Worte uns zu Taten führen."

- Friedrich Schiller -
---
So wie man sich in alles hineinbegeben oder auch rein arbeiten kann, so kann man sich auch aus allem wieder hinaus begeben oder herausarbeiten.

Und lediglich das, was von selbst kommt, geht von selbst auch wieder. Hat es eine Ursache, dann ist es ja nicht von selbst bloß da. Alles was einem gegeben ist, ist für irgend etwas gut, soweit man es demgemäß gebraucht.

Schwer kann das Herz werden, in Anbetracht der Summe des Erfassten, denn leicht findet sich solches wie jenes darin und nicht alles dient lediglich der Erheiterung. Auch kann es schwer werden, in dem es bedrückt wird, im Erleben unverarbeiteter Eindrücke und doch meist nur so lange diese vorherrschen. Die Natur des Herzens ist doch mehr Leichtigkeit als Schwermut.

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Konfuzius: Ein neuer Tag

Beitrag  Devino Melchizedek am So März 11 2018, 11:11

"Wahrlich, täglich erneuere dich."

- Konfuzius -
---
Jeder Tag begegnet uns als ein neuer Tag. Die Konstellation und Energie ist stets neu und soweit wie es nicht von uns abhängt, ist dem Tag heute nicht wichtig, was und wie wir gestern waren, sondern wie wir heute sind und diesem Tag begegnen.

Begegnen wir dem Tag und begrüßen diesen auch als einen neuen Tag? Ohne ihm das zugrunde zu legen, was der Tag uns gestern brachte?

Nur wenn man sich aufs neue auf einen jeden Tag einstellt und mit ihm wie mit einem neuen Tag umgeht, ist die Erfahrung und der Reichtum den er bereit ist uns zu bringen, erst möglich.

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Konfuzius: Konfliktscheu

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 13 2018, 00:01

"Schöne Worte und schmeichlerisches Gehabe gehen selten mit wahrer Tugend einher."

- Konfuzius -
---
Konfliktscheu sollte man nicht sein, und durchaus zur Wahrheit stehen. Allerdings sollte man bedenken, dass die Welt des Emotionalen oder selbst des Mentalen nicht Inhaltsecht sind. Soll heißen, es gibt diese durchaus an sich selbst (Wesensecht), die Inhalte darin jedoch sind da um damit zu arbeiten, nicht um sich vollends damit zu identifizieren, womit der Inhalt über die Ebene nicht hinausgeht und daher keine allumfassende Wahrheit darstellt (ausgenommen es bezieht andere Ebenen als Prinzip mit ein usw., und dann darum in dieser Hinsicht nur).

Manche rennen zwar Tapfer in einen Konflikt, selbst wenn sie damit für sich für irgend eine Wahrheit auch einstehen, sind jedoch sehr froh, wenn sie aus dem Konflikt dann doch wieder befreit werden. Dabei hilft es, wenn man zur vollen Einsicht gelangt ist, dass die Inhalte auf einer relativen Ebene (im Verhältnis zu einer Umfassenderen) nicht echt sind. Dann lässt sich dieses leicht vermitteln, in dem man jemanden auf einer anderen Ebene einmal wachrüttelt. Und schon ist der Spuck vorbei und derjenige kann erleichtert aufatmen, dass es doch alles in einem anderen Zusammenhang gesehen, nur bedingt wird durch die Verhältnisse (und so lange man daran glaubte).

Zwar mag es nicht von Dauer sein und jeder wird wieder dort hinein gehen oder auch hineingezogen evtl. hineingeraten, was ihm zu einem überwiegenderen Anteil entspricht. Doch wird irgendwann vielleicht genau dieser bestärkte Glaube davon frei machen können.

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F.Ammon: Gottgefälliger Lebensstandard

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 14 2018, 09:56

"Es geht viel Glauben in den Himmel, wo wir doch auch reichlich auf der Erde brauchten."

- Fred Ammon -
---
An den Himmel glauben fällt den meisten wohl nicht schwer, doch an den Himmel auf Erden, dann schon sehr. Obwohl genau das ja notwendig ist, um die Erde zu einem Gottgefälligen Lebensstandard heranzuführen und auch das was gebraucht wird.

Vielleicht mag sogar eine bessere Vision der Erde gelingen, wenn man nur sehr viel weiter in die Zukunft zu denken wagt. Doch auch dann wird dafür kein Glaube mehr erforderlich sein, ebenso wenig wie in den Himmel, wobei dieser auch ganz unabhängig dessen ist oder nicht ist (nicht beliebiger Vorstellungsart nach jedenfalls).

Viele Arbeiter sind berufen, doch der Aufgabe bedarf es eines Jeden! Denn auf welcher Erde möchte man denn leben? Wenn man also auf einer Erde leben möchte mit einem gottgefälligem Lebensstandard, wie soll es gehen, ohne Anteil daran zu nehmen?

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Swami Vivekânanda: Vertreter

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 15 2018, 01:28

"Die Welt kann nur gut und rein sein, wenn unser Leben gut und rein ist. Sei rein und gelassen, die gereizte Seele kann das Innere nicht widerspiegeln."

- Swami Vivekânanda -
---
Da keiner Sein kann und doch nicht sein, kann es nicht vorkommen, dass man nicht etwas vertritt.

Somit sind wir alle immer Vertreter für etwas. Und die Frage ist nur immer, was wir vertreten.

Entweder sind wir ein Spiegel unserer Seelen oder oft von etwas aus der Welt. Wir können also nicht mehreren Herren zugleich dienen.

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C.G.Jung: Hochachtung

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 16 2018, 15:27

"Es lohnt sich, geduldig zu beobachten, was in der Seele im Stillen geschieht, und es geschieht das Meiste und Beste, wenn es nicht von außen und oben hineinreglementiert wird. Ich gestehe es gerne: Ich habe eine solche Hochachtung vor dem, was in der menschlichen Seele geschieht, dass ich mich scheuen würde, das stille Walten der Natur durch täppische Zugriffe zu stören und zu entstellen."

- Carl Gustav Jung -
---
Das Geheimnis des Lebens mag vielleicht einem Solaren oder Planetaren Logos eingängig sein, doch wer kann es sonst ermessen? Je mehr man es versuchte daher in Worte zu fassen, um so weiter würde man sich wohl von diesem entfernen.

Es mag leicht die Neigung da sein, dem, was man als vertraut für sich angenommen hat, weniger Achtung zukommen zu lassen. Doch wie viel steckt im Geheimnis des Lebens selbst, das mag wohl kaum einer ergründen oder beurteilen können, obwohl es für so natürlich erachtet wird, teil des Lebens zu sein.

Eines der Geheimnisse des Lebens ist es wohl, dass es stets einen Teil eines noch größeren Lebens ist und die Teilhaberschaft daran eines der Wesenszüge dazu bildet. Denn Leben bloß für sich allein, hätte in jeder Hinsicht keinerlei Bedeutung und ist anzunehmen, dass es so nicht einmal möglich ist (denn die Seele wäre notwendig kein Teil einer Inkarnation/Verkörperung/Evolution sodann).

Daher ist einer der Schritte ein solches Geheimnis zu erschließen, zunächst eine Hochachtung davor zu haben und nichts für selbstverständlich zu halten, wessen Grund man nicht vollständig selbst ist!

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C.G.Jung: Die gemeinschaftlichen Dinge

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 17 2018, 14:21

"Man muss jeden Menschen wirklich als Menschen nehmen und darum seiner Eigenart entsprechend behandeln."

- Carl Gustav Jung -
---
Der Mensch ist nicht das Individuum, sondern es ist das gemeinsame Leben und was darin für alle als gleich gilt.

Jedoch ist es wesentlich jedem seinen Selbstzweck zuzugestehen. Andere sind nicht für das Eigeninteresse da und man sollte darauf achten, dieses im grundsätzlichen Umgang und der eigenen Einstellung einzuhalten.

Im umgekehrten Falle sind die gemeinschaftlichen Dinge im Zweifellfall höher anzusiedeln, als der bloße Zweck des Individuums im Verbund mit seinesgleichen Eigeninteresse. Denn letztlich das, was allen zukommt, hat einen größeren Mehrwert, als was nur wenigen oder einzelnen zukommt.

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Sokrates: Praktische Vernunft

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo März 19 2018, 00:31

"Ich bin weder Athener noch Grieche, sondern ein Bürger der Welt."

- Sokrates -
---
Ist es nicht irgendwie belustigend, denn all die Dinge, die stolz zu machen meinen, immer auch eine Beschränktheit seiner selbst darstellen? Denn immer bezieht sich der Stolz dann auf eine Dinglichkeit und nicht auf das Wesen der Dinge an sich selbst, welches zugleich eine natürliche Demut in Verhältnissen vermittelt und mit lehrt.

Und selbst das, was eine Erweiterung unserer Ansichten darstellen mag, ist immer noch im Ausmaß der vollen Vernunft eine weitere Einschränkung, auch wenn es zunächst erweiternd sein mag. Denn auch die Selbstannahme mag nur das umfassen, was wir anzunehmen gelernt haben.

Alles was zu lernen wir uns vornehmen, ist der Glaube an die Überwindung einer Einschränkung. Und doch ist es ja so, dass wir ohne diese Überwindung einer bestimmten Kriese in Verhältnissen, nicht unbedingt mehr hatten und waren, als darnach.

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C.G.Jung: Eine gute Kinderstube

Beitrag  Devino Melchizedek am Di März 20 2018, 23:30

"Kindisch ist nicht nur, wer zu lange Kind bleibt, sondern auch wer sich von der Kindheit trennt und meint, dass das, was er nicht sieht, nicht mehr existiere."

- Carl Gustav Jung -
---

Eine gute Kinderstube wird vieles im Leben mitbestimmen, ob man nun wollte oder nicht. Denn das was einer als Kind erlebt, verschwindet im Erwachsenenalter nicht einfach wieder, es bleibt als ein Teil in einem und bestimmt so bewusst oder unbewusst unser Leben in sämtlichen Entscheidungen mit.

So kommt alles weitere im Leben als ein weiterer Anteil lediglich hinzu, die Kindheit bleibt aber dennoch in einem noch erhalten. Also ist nicht nur bis zu einem gewissen Grad das Kind in einem jedem ansprechbar, auch jede z.B. gute Erfahrung oder Erlebnisse aller Art, die einer als Kind hatte, werden mit dazu beitragen, was er später in welcher Hinsicht unternimmt.

Wir sind also nicht allein unterwegs. Es sind nicht nur geistige Helfer mit uns unterwegs, es sind wir auch selbst, sowohl was wir früher (in unserer Kindheit) waren, als auch was wir in noch früheren Zeiten waren und es bis heute geblieben sind. So zählt jedes positive und gute Erlebnis für ein Kind dabei, was es später selbst entscheidet ggf. zum Wohle der gesamten Menschheit. Dennoch bleibt es ja nicht aus, dass man mehr dazu lernt und so nicht nur das ist, was war, sondern alles, was zu einem Teil von einem werden konnte oder es noch wird.

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Heraklit: Das Gesetz

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 21 2018, 23:17

"Obwohl das Weltgesetz allen Lebewesen gemeinsam ist, verhalten sich die meisten so, als ob sie eine eigene Welteinsicht besäßen."

- Heraklit -
---
Das Gesetz lässt nur diejenigen wirklich entkommen, die jeweiliges in sich zur vollen Entfaltung bringen konnten. Denn indem dem Gesetz die eigene Grenze voll aufgezeigt wird, verbleibt es ohne Einflussnahme.

So kann dasjenige also was ein Gesetz vollständig verkörpern kann, diesem auch strotzen. Das was dieses nicht verkörpert, bemüht sich vergebens diesem zu widerstehen, und muss es dennoch versuchen, um darin nicht völlig unterzugehen. Um ebenso den wahren Willen zu entfalten, dieses letztlich erlernen zu können.

Dem Gesetz zu widerstehen ist also eine Art aufrechter Willensbekundung, dieses erlenen zu wollen. Denn was sich immer und vollständig nur vom Gesetz beherrschen lässt, wird dieses nicht zu erlernen wagen. Und doch, wenn das Entkommen gelingt, ohne ein Gesetz zu erlernen und das Entkommende im Gesetz wieder aufzulösen, ist auch verloren, da es dieses Gesetz zu reproduzieren und weiter zu geben dann nicht mehr vermag.

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F.Ammon: Religion

Beitrag  Devino Melchizedek am Do März 22 2018, 23:08

"Nicht allein der Glauben macht die Religion."

- Fred Ammon -
---
Ja, dazu gehören noch viele Leichen, der Eingeweihten, die verheizt werden, um das Durchschnittsniveau der Anhänger dahin zu bringen, dass es die Lehre des Eingeweihten, der eine Lehre hervorbrachte, endlich tatsächlich erfassen und ins eigene Leben übersetzten kann.

Welch ein teures Unterfangen Religion heutzutage noch ist...

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Zhuangzi: Liebeserweis

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 24 2018, 10:37

"Wer einen anderen liebt, trachtet ihm nützlich zu sein."

- Zhuangzi -
---
Wohlwollen aller Art, im Sinne des Anderen (Nächsten), ist die Basis für jeden Liebeserweis.

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Konfuzius: Ein Vornehmer

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi März 28 2018, 13:12

"Ein Vornehmer schämt sich, wenn seine Worte besser sind als seine Taten."

- Konfuzius -
---
Jemand der auf dem Dorfe oder im Kleinstädtischen Umfeld aufwächst, und abhängig des Umfelds, ist zumeist sehr ehrlich, und vertut überhaupt keine Zeit damit, etwas vorzugeben, was nicht da ist. Vielleicht mag es im Großstädtischen Umfeld ja so sein, dass man gar nicht die Möglichkeit hat, auf die Vielzahl der Menschen einzugehen, die einem ständig begegnen, und um nicht unnötig irgendwelche Projektionen auf sich zu ziehen, legt man sich eine Art zu, wie man sich nach außen hin gibt.

Jedenfalls bringt ein guter Charakter aus einem Kleinstädtischen Umfeld oft eine sehr gute und natürliche Ausstrahlung mit sich. Oft mag es daher bei Großstädtlern zwar eine Art von Schutzschild sein, sich irgendwie in einer bestimmten Weise nach außen zu geben, damit nicht so viel angeeckt oder einem wo reingehackt wird, doch letztlich leidet die natürliche Ausstrahlung darunter. Natürlich wird auch im Kleindörfischen Umfeld vielleicht nicht wenig dafür getan, einen Anschein zu wahren, und es geht nicht um spezifische Fälle, sondern mehr um die natürliche oder unnatürliche Haltung im allgemeinen dem Umfeld gegenüber.

Und sollte die Frage auftauchen, was bringt es denn einem, sich besonders zu bemühen, ein Vornehmer oder Edler Mensch zu sein und wozu sich in derlei Weise auch noch mühen? Nun, zunächst ist die Ausstrahlung anders! Die Ausstrahlung kann dem Umfeld mehr ein Vorbild sein, als man es mit gelehrigen Worten könnte. Denn es gibt zuerst ein Beispiel ab, sogar hinein in verschieden Ätherische Ebenen und Reiche, und dies ganz ohne Worte, und macht viele Erklärungen und Worte dadurch bereits überflüssig, die dem gelebten Beispiele nicht beikommen könnten.

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Mengzi: Das Erhabene

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr März 30 2018, 02:15

"Männer von Charakter, Tapferkeit, Klugheit und Weisheit haben meist lange in Not und Bedrängnis gelebt."

- Mengzi -
---
Ein jeder wächst an seinen Herausforderungen. Und es ist ein langer Weg, bis man sich seine Herausforderungen selbst zu setzen und daran zu wachsen vermag. Da weder eine Abhängigkeit zum Guten noch zum Schlechten besteht.

Im selbstgefälligem Treiben entsteht wenig Nützliches, weder für sich noch für irgendwen sonst und kaum je kann etwas Erhabenes daraus entstehen. Wem solcher Luxus zuteil wird, sich darin nach belieben ergehen zu können, dem hat das Schicksal wohl kein gutes Los zuteil werden lassen. Selbst wenn Vieles sich genau danach zu drängen und zu verzerren vermag.

Lange müssen wohl Not und Bedrängnis an einem guten Charakter feilen, bis etwas Erhabenes daraus entsteht. Also wem und was haben wir wohl mehr zu verdanken letztlich, an dem Guten, was wir in uns hervorzubringen vermögen?

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J.W.v.Goethe: Wenn man höflich ist...

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa März 31 2018, 13:45

"Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist."

- Johann Wolfgang von Goethe -
---
Im Deutschen steht man durchaus weit im Geiste, in vieler Hinsicht wohl mehr, als anderwärts. Das hieße allerdings auch so viel, dass man eher vorsichtiger und empfindsamer ist, als allzu grobklotzig oder gar grobschlächtig unterwegs zu sein. Denn es ist vieles wirksamer, als es den Anschein hat.

Ohnehin haben die mehr geistigeren Dinge eine gewisse Weile, bis sie sich irgendwo niederschlagen. Außer man nimmt sie direkt dort mehr wahr, wo sie sind, wenn man dort auch ist. Zu leicht kann es passieren, dass man sich zu eng auf der Pelle hängt oder irgendwo reinhackt. Daher, und würde man diese Dinge direkter ansprechen, wäre es mit der Höflichkeit hier und da schneller dahin. Und doch wäre dieses dann weit ehrlicher, als rein äußeres Geplänkel um den Brei.

Dennoch sollte man, soweit es einen nichts kostet und es sich durchaus leisten kann, zuvorkommend und höfflich bleiben. Da es die Gesamtsituation eher entlastet und besser stellt. Im deutschen reichen meist bereits Andeutungen aus, aber auch diese kann man sich gelegentlich sparen, sofern damit niemandem geholfen wäre.

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Zitate April 2018 - Ökonomie

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 01 2018, 11:29

"Alles, was zuviel ist, wird der Natur zuwider."

- Hippokrates -
---
Die Natur untersteht dem Gesetz der Ökonomie und die Entfaltung erfolgt an der Stelle des geringsten Widerstands. Alles was drüber geht, und für die Natur an der Stelle entartet, weil es nicht mehr von den inneren Zusammenhängen und verschiedenen zugehörigen Gesetzen beherrscht und vom selben Leben durchpulst wird, wird abgesondert. Vom Stand der Natur her findet dann meist eine Zerstörung und Auflösung der Form statt, welche nicht mehr länger aufrecht erhalten und belebt wird.

Die Ökonomie der Seele ist eine andere. Denn die Seele folgt nicht dem geringsten Widerstand, sondern versucht sich selbst in allem zu finden und zu erkennen. Das hieße die eigene Initiation und selbstständiges erreichen zählt da lediglich. Da Zeit keine wesentliche Rolle spielt, kann es sich die Seele erlauben, sich etwas zunächst auf lange Sicht unerreichbares vorzunehmen, und so lange danach zu streben, bis sie alles umrundet hat und sich selbst darin verwirklicht und erkannt hat.

Die Ökonomie des Geistes könnte da eher das Gegenteil von der der Natur sein. Denn da es für den reinen Geist keine Widerstände gibt, wird das Unmögliche zur Regel erhoben. Damit wird das abgesondert, was darin keinen Einlass findet, weil es an allem möglichem scheitert, und der Geist somit letztlich als reiner Geist zu sich selbst immer wieder finden kann.

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D.Alighieri: Funke und Flamme

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 04 2018, 09:34

"Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken."

- Dante Alighieri -
---
Erst war ein Glaube und ein Wesen das daran glaubte, und dann die Dinge die wurden gemäß diesem einen Glauben.

Oft ist vielleicht sogar der Glaube genug da, das etwas werde. Es wird nur nicht, weil ein noch größerer Glaube da war (und noch ist), damit wurde, was bereits da ist.

Ein kleines Körnchen unüberwindbaren Glaubens reicht aus, wenn es alles in rechter Weise anzutreffen vermag, um alles daraus entstehen zu lassen (auch wenn seine Zeit andauern sollte) und wenn nichts da ist, was diesem entgegen stünde.

Nur wissen wir es dann vielleicht nicht mehr, dass wir es überhaupt selbst waren, wenn es mal etwas länger dauert, dass daraus entsprechend das wird, was initiiert ward.

Devino Melchizedek

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M.Luther: Vor dem Unmöglichen war das Mögliche

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Apr 06 2018, 00:12

"Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber von Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen."

- Martin Luther -
---
Geht es nicht darum, bis zu einem gewissen Grad seine Natur zu erschöpfen? Weniger im quälerischen oder gar sarkastischem Sinne, als mehr, das Gegebene und Vorhandene weise zu gebrauchen und zu nutzen. Denn es ist in dem Maße dem Tier nicht gegeben, wie dem Menschen.

Daher ist es sicherlich verkehrt, anzunehmen, es ginge um Genuss u.dgl., denn welchen Anteil vom Gegebenen bräuchte ein Mensch dafür schon?

Der Durchschnittsmensch lebt für gewöhnlich weit hinter seinen gegebenen Möglichkeiten. Welchen Anspruch wollte er dann noch auf Mehr erheben? Wenn das Meiste worin er zurück bleibt, das eigene menschenmögliche Unvermögen bleibt? Doch vor allem Unmöglichen ist da doch zunächst das Mögliche...

Devino Melchizedek

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Osho: Grundton

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 08 2018, 11:09

"Ich lebe mein Leben basierend auf zwei Prinzipien.
Eins: ich lebe, als ob heute mein letzter Tag auf Erden wäre.
Zwei: ich lebe heute, als ob ich für immer leben würde."


- Osho -
---
Jedes Lebewesen hat wohl seinen Grundton, von dem es weitestgehend bestimmt wird und was als Aktionsradius und Ausgangspunkt gilt. Das andere ist meist nur die freie Willensformulierung.

Es ist schlichtweg falsch, bloß auf äußere Stimuli zu warten, und dann basierend auf diesen in Aktion zu treten. Denn der eigene Grundton wird einen immer einholen, und man wird wieder zurück fallen, und hat dann dasjenige bis zu einem gewissen Grad verwirkt, was man als Antrieb für sich nutzen wollte. Daher ist es durchaus wesentlich vom eigenen Grundton her die Willensformulierung vorzunehmen, zu dem hin, worin man sein möchte.

Zwar mag es dann seine gewisse Zeit brauchen.. ist jedoch die eigene Natur voll auf Kurs gebracht und eingestimmt, dann gibt es kein zurück mehr, von dem, was man dann erreicht.. denn wohin soll es zurück gehen, wo man nicht mehr wäre, und wohin soll man anderes hin, als wo man dann ist (ausgenommen dessen, wohin man weiter schreitet)?!

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L.da Vinci: Konsum bis zur Verträglichkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Apr 10 2018, 02:36

“Wo viel Gefühl ist, ist auch viel Leid.“

- Leonardo da Vinci -
- - -
Ohne auf differenzierte Arten von Gefühlen einzugehen, ob es im Sinne der Leidenschaft oder aufgrund höheren Waltens ist, handelt es sich mehrheitlich um astrale Arten des Konsums.

Und bekanntlich ist das mit dem, was man konsumiert, so, dass es wieder irgendwie raus muss. Setzt es sich in irgend einem Körper also zusätzlich an und fest, dann wird das Herauslösen schnell zu einem schmerzlichen Akt.

Bekanntlich sollte ein jeder, gemäß seiner Art, nur so viel jeweiliger Art konsumieren, wie er gut verdauen kann. Alles andere führt zu mehr Leid, als man davon für einen Moment glücklich würde.

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K.Tucholsky: Vor dem Tod sind alle gleich

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Apr 17 2018, 23:43

"Die Katholiken sitzen vor ihrer Hütte. Ein Heide geht vorbei und pfeift sich eins. Die Katholiken tuscheln: 'Der wird sich schön wundern, wenn er stirbt!' Sie klopfen sich auf den Bauch ihrer Frömmigkeit, denn sie haben einen Fahrschein, der Heide aber hat keinen, und er weiß es nicht einmal. Wie hochmütig kann Demut sein!"

- Kurt Tucholsky -
---
Vor dem Tod sind alle gleich, ihm ist ebenso gleichgültig, wer von welchen Irrtümern mehr oder weniger überzeugt ist. Von den meisten ist man wohl dann mit einem Schlag befreit, andere folgen später. Und noch weiter folgen noch später, wenn sich die Erfahrung lang genug wiederholt hat.

Gefährliches Halbwissen? Halbwahrheiten? Echtes Wissen ergibt für gewöhnlich eine Handhabe!

Ist schon faszinierend, wie Überzeugungen (vermeintliches Wissen) manche Menschen zusammenführen und manche auseinanderbringen können, obwohl diese alle darüber hinaus weder Zweck noch Handhabe mit sich bringen. In so einem Fall wird der Tod sie wohl alle wieder unter sich versammeln und davon überzeugen, dass ziemliches alles davon nicht von Bedeutung war und ist.

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J.Krishnamurti: Verrichtungen des Geistes

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 18 2018, 12:27

"Das 'Wie', die Methoden, die Systeme, sie alle sind Erfindungen des Denkens, daher sind sie begrenzt, daher taugen sie nichts. Wenn Sie das aber verstehen und die Wahrheit erkennen, dass kein System jemals den Geist befreien kann, dann ist die Freiheit augenblicklich da."

- Jiddu Krishnamurti -

---
Das ist doch aberwitzig, wo alles nach Befreiung gesucht wird. Manch einer rennt zu Seminaren, zu Meditationsveranstaltungen, sucht Heilige auf oder rennt in alles Mögliche in der Welt oder "ins allgemeine System" und vieles mehr in der Richtung, doch was wenn der Geist gar nicht befreit werden braucht?

Und besser noch, vielleicht ist man ohnehin auf einem Evolutionären Pfad und der Geist sucht nach Ausdrucksmöglichkeiten. Und dann ist da ein Mensch, der macht das Gegenteil, und sucht in allem möglichem danach seinen Geist zu befreien. Dabei ist der Geist doch letztlich immer frei, frei zu sein, was er möchte.

Es stimmt wohl, es geht mehr darum den Geist einzubringen, es geht um Verrichtungen des Geistes selbst, und wenn etwas fertig ist, na dann löst es sich ohnehin in der ein oder anderen Weise von selbst auf...

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I.Kant: Halbwahrheiten

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Apr 20 2018, 15:03

"Die Sinne betrügen nicht, weil sie gar nicht beurteilen."

- Immanuel Kant -
---
Und umgekehrt gesagt, nimmt ein Intellekt nicht wahr, weil er keinen Teil eines Wahrnehmungsorgans bildet. Vielmehr ist der Intellekt eine Schnittmenge der Intelligenz einer Ebene (ggf. Mentalebene) oder eines bestimmten Gattungswesen. Etwas, was man mit anderen gemeinsam hat, und im Übermaß betrieben auch andere im Gebrauch dessen beeinträchtigen könnte.

Ebenso ist ein "empfindsames Volk" gerade keine Masse die sich treiben lässt, sondern etwas das ein Eigenbewusstsein beinhaltet und selbstbewusst agieren kann. Empfindung ermöglicht Reflektion, Reflektion ermöglicht eigenständiges Handeln!

Reflektion ermöglicht intelligentes Schreiben, anstelle nur unverdauten Widerkäuens von Halbwissen. Ist also eine überaus nützliche Angelegenheit, sowohl für sich, wie auch für andere.

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Laotse: Die Faszination des Unendlichen

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Apr 23 2018, 23:39

"Erkenntnis der Ewigkeit bringt Duldsamkeit."

- Laotse -
---
So weit wie alles sich in scheinbar endlosen Zyklen entwickelt, wohin auch immer man sich tiefergehend hinwendet, wo wollte man da etwas verpassen?

Und doch, wenn man die Faszination, die bloß unser Sonnensystem hier abgibt zu ergründen sucht, und je mehr man davon entdeckt, was verpasst man dann, bei der unergründlichen Vielzahl der Sonnensysteme, wo man es nicht mitbekommt, was dort für ein Geheimnis gehütet und gebrütet wird?

Angelehnt an die Theosophie, ist es nur ein Funken von dem, was uns zugänglich ist. Und es mag vielleicht viele Ähnlichkeiten auch anderweitig geben, und doch, schade ist es drum, dass einem wohl auf immer so endlos vieles entgeht. Was sind es da für Sorgen, die uns das kleine und kurze Leben hier schon hingegen bereiten mag?

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L.Feuerbach: Philosophie

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Apr 25 2018, 11:47

“Die Philosophie ist die Erkenntnis dessen, was ist. Die Dinge und Wesen so zu denken, so zu erkennen, wie sie sind – dies ist das höchste Gesetz, die höchste Aufgabe der Philosophie.“

- Ludwig Feuerbach -
- - -
Und deswegen hat Philosophie von der Anordnung her mehr mit dem Lebensaspekt als mit dem Denkaspekt zu tun.

Es steigert phänomenologisch die Lebensqualität, ohne in direkter Weise darauf aus zu sein, eher als eine Art Nebenprodukt.

Während man allerlei durchdenkt, nachsinnt, reflektiert, bis man zum Wesen der Dinge vorgedrungen ist, und es sich in seiner vielschichtigkeit, seiner Tiefe, vom Umfang, und so etwas von seiner Wesenhaftigkeit offenbart. Oder dass man etwas ontologisch und teleologisch ergänzt und erweitert, bis eine weitere Handhabe gegeben ist. Aus all dem wird das Leben der Qualität nach erweitert und gesteigert.

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L.Feuerbach: Kontraspektive

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Apr 26 2018, 00:49

"Was der Mensch nicht aus sich selbst erkennt, das erkennt er gar nicht."

- Ludwig Feuerbach -
---
Alles Wissen, ohne inneres Erkennen, ist theoretisch. Es erfordert die eigene Einsicht - diese jedoch ist noch dadurch erschwert, dass manche auch das Theoretische nicht als theoretisch ein- und anzusehen vermögen, oder nur im Falle dessen, wenn sie es anderen zuordnen können, nicht jedoch bei und für sich selber als ebenso gültig.

Manchmal lässt sich dies allerdings daran ausmachen, dass jemand an irgendwelchen wahrheitsbezogenen Aussagen nicht herum kommen kann, ohne sich damit in ein Verhältnis zu setzen und sich diesem bezogen positionieren zu müssen. Das heißt dann schlichtweg, jemand wird von diesem Wissen beherrscht. Man kann es dadurch toppen, in dem man lediglich auf einer Kontraspektive ansetzt, und sein Wissen auf konträre Ansätze stellt und aufzubauen beginnt, immer wieder nur zu dem, was anderwärts aufgestellt wurde/wird. Damit würde man im gewissen Sinne nicht nur ohne Einsicht beginnen, sondern sich mit dem nur theoretisch Vernommenen in Kontradiktion aufstellen. Nur von welchem Wert wäre das dann, auch für und vom eigenen Stande her?

Ist ein Erkennen und tatsächliche Einsicht gegeben, dann ist es eine innere Aufhängung und nicht mehr eine Äußere, und man wird davon zwar beeinflusst, aber nicht mehr in der Weise beherrscht. Von daher ist alles, was man sich anliest oder von anderen hört, ohne die Übersetzung in eigene Einsicht (es kann auch intuitiv, oder im niederen Falle auch instinktiv sein) kaum von Wert (außer als das was es ist, als einer Art bloßer Theorie). Deswegen wird empfohlen, 10 Minuten zu lesen, und 1 Stunde darüber zu meditieren, oder zu reflektieren.

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Seneca: Schicksalswege

Beitrag  Devino Melchizedek am So Apr 29 2018, 23:46

“Denn wer vieles betreibt, räumt oft dem Schicksal Gewalt über sich ein.“

– Seneca –
- - -
Das Schicksal gehört mitunter zum Wesen und Wirkungsfeld der Götter. Und je breiter gestrickt man unterwegs ist, umso wahrscheinlicher auch, dass das Schicksal einen Anteil mit im Rennen hat.

Es begründet sich auch allein schon dadurch, dass die Götter auch ihr Geschäft betreiben. Sie haben auch ihre Vorlieben und Neigungen. Nur liegt vieles in Nationalen Belangen, oder im Wesen der Dinge, der Natur oder gewisser Summen einer Allgemeintheit betreffend, und nur im Nebenergebnis, ergibt dieses auch jenes, was den Einzelnen betrifft.

Nur deswegen, weil jeder allerlei aus seinem Zentrum der Identitätsbekundung heraus zu betrachten hegt, wird so vieles auf sich selber bezogen. Obwohl es das in der Weise nicht ist. Schon daran, dass die Mehrheit, in dem, was untereinander gesprochen wird, meist mehr von sich preiszugeben hegt, als man davon auch nur wissen wollte, erklärt auch, warum alles an schicksalhaften Belangen, sich selbst als Maß und Zentrum der Ereignisse ansieht.

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Zitate Mai 2018 - Erfüllungsraum für Gesetze

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Mai 03 2018, 10:01

"Denn wenn ein Staat stürzt, so stürzen auch seine Gesetze."

- Martin Luther -
---
Die Naturgesetze mögen zwar fortbestehen, doch die Staatsgesetze sind ohne Staat außer Kraft gesetzt. So schlecht ein Staat auch geführt sein mag, doch hat jeder Staat Gesetze in Kraft, die zur Förderung der Menschlichkeit eingesetzt sind. Also sollte auch vermieden werden, dass diese Gesetze gänzlich außer Kraft gesetzt sind und ein Staat voreilig gestürzt wird.

In einem Gesetzesfreien Raum, sind die Menschen auf sich gestellt, denn es gibt keine Instanz, die auf die Einhaltung der Gesetze achtet und diese dann vollzieht und Übertretungen ahndet. So dass lediglich die Menschlichkeit an sich dann gefragt wäre. Denn bis zu einem gewissen Grad ist die Seele selbst der Staatsbürger eines Landes, und der zugehörige Mensch, weiß dann intuitiv durchaus bereits, was Recht und was Unrecht wäre, als Zugehöriger eines gewissen Staates. Ja schon durch die Muttermilch und das gesamte Umfeld, wird der Mensch dazu geführt, die Regeln und Gesetze des jeweiligen Staates zu erkennen, ggf. Anzuerkennen.

Somit ist der Staat eine Art von Erfüllungsraum für Gesetze, unabhängig dessen, wohingehend selbst Regierungsbeamte diese übergehen, weil vorerst keine weitere Instanz da ist, die diese überführt. Lediglich im Nachgang und durch nachfolgende Regierungsvertreter kann und wird häufig auch dieses dann geahndet. So sehr man also einen bestimmten Staat auch verachten wollte, so heißt es doch in der Bibel, dass die Regierungen von Gotteswegen eingesetzt sind, ein Schwert zu führen, d.h. Gesetze einzuführen und einen Strafvollzug durchsetzen zu können.

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F.Ammon: Rechtes Zeitmaß

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 04 2018, 10:09

"Wenn unsere Zeit gekommen ist, gehen wir."

- Fred Ammon -
---
Es gibt für alles (s)eine rechte Zeit. Denn für irgend etwas, ist jede Zeit ideal, weil die entsprechenden Verhältnisse so angeordnet sind, dass sie ihre ideale Erfüllung finden können. Das selbe gilt auch für jegliches Kommen und Gehen.

Wenn man seine Zeit jedoch vertan hat, für dieses statt für jenes, dann vertut man noch zusätzlich die Zeit anderer, wenn man anfängt rumzupöbeln, um das wieder herstellen zu wollen, was bereits seine Zeit dahin gehend gehabt hatte.

Ebenso hat es mit dem rechten Zeitmaß zu tun, darauf zu achten, dass alles, was man zu anderen sagt, nicht bloß allein mit einem selber zu tuen hat. Denn es sollte möglichst was von bzw. für andere mit enthalten, oder auch von allgemeinem Nutzen sein. Denn andernfalls stiehlt man wiederum anderen ihre Zeit, in dem man sie lediglich für eigene Belange zu gebrauchen sucht, im unverschämtesten Falle gar bis hin zur Nötigung. Bestenfalls ist es dann noch ein Beispiel für andere, wie man es nicht machen sollte.

Also könnte man deduzieren: das Gesetz der Zeit, heißt, nutze die Zeit in rechter Weise für die Verhältnisse, die ideal dafür angeordnet und konstruiert vorliegen, so lange sie gegeben sind.

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O.Wilde: Erfahrungen sind Maßarbeit

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 06 2018, 12:45

"Erfahrungen sind Maßarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht."

- Oscar Wilde -
---
Wenn man bedenkt, dass unzähliges Leben dem vorherging (teils primitiver Art), bis die Erfahrungen und Erlebnisse mit heutigem Umfang für die Gattung urteilsfähiger Wesen (wie der Menschheit) erst möglich sind, kann man wohl nicht dankbar genug dafür sein.

Klar ist jede Erfahrung passgenau, denn sie ergibt sich immer aus einer konstitutiven Summe heraus, und wäre so nicht, wenn die konstitutive Summe eine andere wäre. Was den Unterschied macht, ob etwas einmal erlebt sofort zur dauerhaften Erfahrung wird, oder ob man auch nach 20 Jahren, mit der selben Sache befasst, nichts daraus gelernt hat, ist die willentliche Übersetzung.

Wie beim primitiveren Leben, mag so viel noch drum herum gegeben sein, es wird von diesem nicht erkannt. So auch die Übersetzung in den Willen. Es mag noch so viel Erfahrung gemacht werden, wenn sie nicht in den Willen übersetzt wird, mag sie noch so herausragend sein, es bleibt nicht viel davon über.

Lediglich zu hoffen ist stets, dann aus der Summe heraus, dass etwas vom Geringeren vorhanden ist, welches daraus die Erfahrung für sich in etwas konstruktives umzusetzen vermag. Vielleicht hat dieses Geringere nicht die Möglichkeit eigener Willensbeschlüsse, doch als Teil eines größeren oder eines Gattungs-Willens, kann es durchaus die Erfahrung für sich verbuchen.

Selbstverständlich ist der Wille für etwas anderes da, als andauernd irgend ein willentliches Gedrücke zu veranstalten (denn auch hinter dem Willen steht eine Art von Körperlichkeit). Und selbstverständlich bedeutet mit einer Masse zu arbeiten, nicht diese anzupöbeln oder die eigenen Probleme der Masse vorzuwerfen. Konstruktiver Umgang mit beidem sieht dann doch anders aus...

Devino Melchizedek

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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