Zitate zum Nachsinnen

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Laotse: Je mehr Gesetze...

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 08 2018, 09:18

"Je mehr Gesetze, umso mehr Diebe und Räuber."

- Laotse -
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Auf der einen Seite, je mehr Gesetze, desto mehr Übertreter. Auf der anderen Seite, je mehr gesetzeswidriges Verhalten, umso mehr Gesetze, um diesem Einhalt zu gebieten, und um dieses ahnden zu können.

Je mehr sich ein Tier als Tier benimmt, ist es nicht weiter von Tragweite, denn es benimmt sich artgerecht. Je mehr der Mensch sich der tierischen Natur zuneigt, umso widriger sein Verhalten, denn er ist nicht zum Tier-Sein bestimmt, und je mehr er dieses auf seiner Ebene also einbringt, und sich vom Tierinstinkt und der Tier-Triebhaftigkeit verleiten lässt, desto schädlicher und teils unwürdiger wird sein Umgang mit Seinesgleichen und auf seiner Ebene ausfallen.

Ist der Mensch der Seelennatur hingegen zugeneigt und lässt sich von dieser intuitiv leiten, werden Gesetze überflüssig, denn er wird im wesentlichen im Einklang damit handeln und in der Weise zu handeln bestrebt sein.

Devino Melchizedek

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E.Kästner: Gerechtigkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Mai 09 2018, 01:58

"Wir müssen unseren Teil der Verantwortung für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt, aus der öffentlichen Hand in die eigenen Hände zurücknehmen."

- Erich Kästner -
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Man kann dem Durchschnittsmenschen die tollste Zukunft erzählen, wie es denkbar sein könnte, und stets wird man ein "aber" hören. Fragte man nun, woran es scheitert, das dem so ist, und warum das Nächstnatürliche, das zum besten aller wäre, nicht einfach umgesetzt wird, erhält man als Antwort, "dass es an den Reichen liegt, die nicht teilen wollten", oder "an den Politikern, die nicht willens wären, etwas davon umzusetzen". Nur ist es schwer klar zu machen, dass diese alle, sich aus dem Willen jener speisen, die ihren eigenen Willen nicht bereit sind in ihre eigenen Hände zu nehmen. Die Hoffnungslosigkeit, das Gefühl der Ohnmacht etwas dagegen setzen zu können, ist der eigene Wille der weggegeben wird, in der Überzeugung nichts dagegen unternehmen zu können. Und der feste Glaube, dass dem tatsächlich so ist.

Natürlich wird es immer vorkommen, dass manche ihr Geschäft bloß auf Kosten anderer betreiben, und gar nicht willens genug sind, von sich aus etwas auf die Beine zu stellen. Diese Armen werden auch die ersten sein, die in einer gerechten Welt keinen Fuß mehr auf diese bekommen werden! Da jedes Vermögen, was zusammengehäuft wird, während man sich unter vielen anderen betätigt und von diesen her solches erhält, nur aufgrund anderer vorhanden ist. Armselig sind die Kreaturen, die denken, es wäre ihr eigenes Vermögen, ohne zu bemerken, dass es aufgrund der anderen bloß vorhanden ist und für sich allein keinen Wert hätte, sofern viele andere von dem Wert dessen, nicht insgeheim doch überzeugt wären.

Was einen Wert für sich hat, ist dasjenige, was auch ohne alle anderen noch von Wert und Bedeutung ist. Und dies kann kein Geldvermögen in einer vergänglichen Welt sein. Auch kein Geschäft, welches man auf Kosten oder vermittelst anderer betreiben könnte. Selbstverständlich kann man damit nicht glücklich werden, denn im innersten weiß man doch immer, wie es sich worum verhält, soweit wie man ein Innerstes als sein Innerstes zählen kann. Ebenso wie man selbst gerecht sein sollte und würdigen Charakters, ehe man laut nach Gerechtigkeit verlangte, andernfalls würde man nur zum Unheil über sich selbst aufrufen. Es straft sich selbst, was Strafe wert ist, was nichts wert ist, verschwindet auch von selbst, wenn nichts da ist, was diesem einen Wert bemessen würde.

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Seneca: Mit großem Geiste...

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 11 2018, 10:01

"Großes muss auch mit großem Geiste beurteilt werden; sonst wird der Fehler, welcher der unsrige ist, als Fehler jener Dinge erscheinen."

- Seneca -
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Man kann für gewöhnlich nicht mehr überblicken, als das, was die Seele einem in der Lage ist zuzustellen. Was in dem Fall oft selbst bereits eine Selektion der Dinge ist, die entweder Körperinhalten entsprechen, oder man ist selbst ein wesentlicher Teil der Seele, dann gehört bis zu einem gewissen Grad die außerkörperliche Empfindung und Einsicht mit dazu.

Jedoch das, worin man selber unvollkommen ist, wird man immer in allem ebenso erkennen, und in dem meisten Fällen, weil es ja so gleichmäßig überall erscheint, wird man es meist selber sein. Von gewissen Fällen vielleicht abgesehen, wo es einem als Aufgabe zuteil worden ist. Und es ist nicht abwegig, es generell als einen Teil anzusehen, der zur Lösungsfindung und Lösung einem vorübergehend zugeordnet ist daran zu arbeiten.

Oft hilft die Einsicht, dass etwas noch nicht das Ganze ist, und dass es noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Warum sollte man also das Maß der Vollkommenheit nehmen, für das, was dieses noch nicht erreicht hat? Jedoch das, was dieses Maß an Vollkommenheit erreicht hat, wird von dem nur vollends erkannt, was in der Lage ist, dieses auch so vollkommen zu sehen...

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Seneca: Ausgangslage

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 13 2018, 10:58

"Wie die Strahlen der Sonne zwar die Erde erreichen, aber noch ihrem Ausgangspunkt angehören, so steht eine große, heilige Seele, die herabgesandt wurde, um uns das Göttliche besser verstehen zu lassen, zwar mit uns im Austausch, bleibt aber ihrem Ursprungsort verhaftet: von dort geht sie aus, hierher blickt sie und nimmt Einfluss, unter uns wirkt sie gleichsam als höheres Wesen."

- Seneca -
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Manches ist dort wo es ist, manches hier, und manches mag dazwischen liegen. Sicher ist wohl, dass man nicht für das eine, was irgendwo ist, wo anders, wo es nicht in der Weise vertreten ist, in Erwartung treten kann. Im Grunde stellt man sich dort dem, wo es ist, so wie man da ist. Und wenn man sich darin bewährt, wie andere auch, dann ist es auch eine Errungenschaft. Ansonsten wäre es vielleicht eine Eroberung, jedoch dann nicht auf Augenhöhe.

Anerkennen kann dem Erkennen nicht fremd sein. Ohne Erkennen wird es dann schon schwieriger, auch wenn es ja noch das Erahnen, die Intuition und andere Möglichkeiten gibt. Jedenfalls gibt Maitreya bereits das Beispiel, er ist unter uns als einer von uns. Ohne irgend etwas raushängen zu lassen, von den Dingen, die er sicherlich bei sich und in sich hat. Es ist auch eine Sache, ob etwas in einem bestimmten Kreis gesagt wird, oder der breiten Allgemeinheit. Auch mit welcher Erwartung oder aus welchem Grunde etwas mitgeteilt wird. Andererseits braucht man etwas ja nicht verleugnen, denn wenn es da ist, ist es da.

In geistigen Kreisen brauchen so auch bestimmte Dinge nicht angesprochen werden, es wird für selbstverständlich erachtet, dass diese erfüllt werden, oder an diesem oder jenem gearbeitet wird. Denn hat man bestimmte Errungenschaften, und selbst wenn diese einem vielleicht im Alltäglichen eine zusätzliche Herausforderung sind, weil alles schnell bedeutungsträchtig oder umfangreich und erschwerend einzutreten vermag und so die Sache nicht erleichtert, so hat man dieses ja doch deswegen, weil man damit dem Umgang einst erlernte oder soweit ist um daran arbeiten zu dürfen.

Es kann also keine Grundlage sein, um einen von dem abzubringen, dem nachzukommen, was von jedem anderen einer Gattung urteilsfähiger Wesen erwartet werden kann. Und die Ansprüche am Geiste wachsen in gleicher Weise, wie man im Geiste ist. Entweder stellt man sich allem, so banal wie die Dinge auch sein mögen, oder man geht darin gar nicht ein.

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F.Schiller: Erfüllungsraum von Gesetze

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Mai 16 2018, 09:41

"Die Gesetze der Welt sind Würfelspiel worden."

- Friedrich Schiller -
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Sieht ein Mensch sich selbst als Mittelpunkt von allem, dann mag er leicht dazu neigen die Gesetze umgehen zu suchen oder sie zu eigenen Gunsten wenden zu wollen, und sich damit eine größere Freiheit versprechen.

Sieht der Mensch die Gesetze als Mittelpunkt seines Handelns, dann wird er zum Gesetzesdiener und das Gesetz kann durch ihn herrschen, er wird somit selbst zum Erfüllungsraum von Gesetzen.

Die größere Freiheit liegt im erfüllen von Gesetzen, denn sie führt einen unweigerlich zu ihrem Ursprung oder noch weiteren weitreichenderen Gesetzen, in deren Erfüllungsraum man somit einzutreten vermag.

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Laotse: Wellengang

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 18 2018, 10:00

"Betrachte die Welt als dein Selbst, habe Vertrauen zum Sosein der Dinge, liebe die Welt als dein Selbst; dann kannst du dich um alle Dinge kümmern."

- Laotse -
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Je schneller die Rückmeldung und Rückkopplung einen erreicht, zu dem, was man veranlasst oder sagt, desto mehr ist man meist bei sich selbst. Wenn einen nichts erreicht, dann hat man es meist nur als Teil von irgend etwas anderem auf den Weg gebracht.

Daher ist nicht nur so, dass dem Durchschnittsmenschen das, was er alles macht, gar nicht innerlich wieder begegnet oder von auswärts eine Rückwelle dessen erreicht, sondern dieses auch wenig mit ihm überhaupt zu tuen hat am Ende. So dass ein oft leichtfertiger Umgang mit vielem tatsächlich nicht weiter relevant bleibt und kaum etwas nach sich ziehen wird.

Wenn man etwas allgemeines oder systemseitiges anfasst, und es gut oder schlecht macht, und sofort von irgendwelchen Seiten her eine Rückmeldung und Rückkopplung auf die Sache erhält, erkennt man nicht nur, dass vieles von Bedeutung ist, auch dass man sich schnell einen leichtfertigen Umgang abgewöhnt, da man sich selbst damit schnell Schwierigkeiten machen kann.

Tatsächlich ist es daher besser, so mit allem umzugehen, als wäre man dies alles selbst. Wenn man den Punkt der Aufhängung antrifft, dann kann man sich tatsächlich um alles kümmern, wenn nicht, dann hat man zumindest nichts zum schlechteren gemacht, soweit man hinreichend achtsam damit war.

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Swami Vivekananda: ANgleichung

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Mai 19 2018, 11:51

"Wer nicht an sich selbst glaubt, kann auch niemals an Gott glauben."

- Swami Vivekânanda -
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Gott in uns, glaubt immer an sich selbst.

Je mehr wir uns Ihm nahen, um so mehr glauben wir an Ihn, und zugleich auch an uns selbst. Denn wie sollte sich nahen anders gehen, als dass ähnliche Eigenschaften irgendwo hervortreten?

Daher überhaupt, wer recht glaubt, wird ziemlich selig...

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M.Luther: Gesetz und Beruf

Beitrag  Devino Melchizedek am So Mai 20 2018, 12:10

"Das Gesetz macht in keinem Stand und keinem Beruf gerecht."

- Martin Luther -
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Das Gesetz macht auch nicht den einzelnen direkt gerecht, es dient der Allgemeinheit. Der Einzelne ist dann gerecht, wenn er kein Gesetz mehr dazu bräuchte.

Es ist dadurch nicht immer leicht, weil nicht jedem jedes Gesetz bekannt ist. Davon abgesehen, welches Gesetz steht über oder unter welchem in welcher Lage und Situation? Welches Niveau ist überhaupt vorhanden, um von welchem Gesetz auch nur ausgehen oder dieses voraussetzen oder annehmen zu können?

Denn was bringt ein Gesetz z.B. in der Straßenverkehrsordnung, wenn jemandem ein Vorrang eingeräumt wird, dieser aber die Würde anderer missachtet und andere mit Worten oder Gesten zu beleidigen suchte? Wäre da nicht das Grundgesetz auf Menschenwürde weit höher bereits angesiedelt, als jedes andere Gesetz der Straßenverkehrsordnung (ausgenommen vielleicht das, was mehr oder weniger mittelbar, das Leben zu schützen sucht - wenn überhaupt)?

Ebenso auch, nur weil einer ein Beruf ausübt, in dem er vielleicht viele Gesetze (der Allgemeinheit) besser kennt, als die Allgemeinheit diese, so wird dieser dadurch nicht gerechter zugleich sein. Denn bloße Kenntnis der Gesetze führt noch lange nicht dazu, dass jeweilige besser gehalten würden, vor allem wenn es dazu führte, sich an der Grenze von Gesetzen zu bewegen. Statt der Erfüllung Vorschub zu gewähren, damit Gesetze überflüssig würden.

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I.Kant: Hingabe

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 22 2018, 01:44

"Dem, welcher ein Bein gebrochen hat, kann man dadurch sein Unglück erträglicher machen, wenn man ihm zeigt, dass es leicht hätte das Genick treffen können."

- Immanuel Kant -
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Wenn man es ganz wörtlich zeigen würde, wäre derjenige sicher gänzlich frei, auch mitunter vom Unglück des gebrochenen Beines. Das Unglück erwächst in vielen Fällen allerdings nicht aus Notwendigkeiten, sondern nur aus Selbstbezogenheit. Zum Beispiel wenn alles bloß darauf zurückgeführt wird, wie es die eigene Situation oder Position zu verbessern oder zu verschlechtern vermag.

Im Falle von Notwendigkeiten, z.B. hätte einer einen starken Durst und er bekäme bloßes Wasser, könnte er darüber glücklicher werden, als wenn man ihm einen großen Geldschein in die Hand drücken würde, ohne dass dieser weit und breit eine Verwendung finden könnte. So sehr kann es sich unterscheiden, dass auch etwas ganz einfaches, eine ganz andere Wertschätzung erfährt. Nur warum nicht gleich so? Dass man nicht für sich, sondern an sich, den Wert der Dinge recht zu erkennen sucht und so auch allen Gebrauch oder Umgang damit begründet?!

Allgemein gesehen, wird man bei einem wahrhaft glücklichen Menschen fast immer einen vorfinden, der nicht viel Zeit damit verwendet über die eigene Situation nachzugrübeln (sofern diese nicht ausdrücklich danach verlangt), sondern der es liebt vollständig in seiner Betätigung aufzugehen.

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J.W.v.Goethe: Der Rest

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Mai 25 2018, 00:08

"Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären."

- Johann Wolfgang von Goethe -

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Manche sind schlauer als sie selbst. Sie meinen, sie könnten sich selbst überholen, ganz ohne Rest. Doch während sie sich also in der Weise zu überholen versuchen, merken sie, da ist kein Rest, sondern nur sie selbst.

Man kann nicht mehr opfern, als sich selbst. Man kann nicht etwas anderes opfern als sich selbst. Wie soll das gehen? Wie soll man etwas opfern, was nicht von einem ist?

So gehört der Dank dem Selbst, und so ist man selbst restlos dankbar, wenn kein Rest mehr ist, der es nicht wäre. Nur so erkennt man sich selbst, in dem und worin man aufgeht. Also kann man auch keinen Rest opfern, ohne in diesem zuerst aufgegangen zu sein.

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A.Schweitzer: Lippenbekennen und Dankbarkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Mai 29 2018, 01:45

"Bewahren von Dankbarkeit besteht darin, dass ich für alles, was ich Gutes empfangen habe, Gutes tue."

- Albert Schweitzer -
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Mit bloßem Lippenbekennen allein, ist der Dankbarkeit selten die Erfüllung verliehen, wie es ihr gebührte, sofern sie auf dem beruhte, was in mehr als Worten allein begründet wurde.

Erst wenn die Erfüllung durch mehr als nur Worte gedeckt ist, ist diese der Sprache auch wert, so dass das Gesprochene in irgend einer Weise auch das Gesagte enthalten kann.

Nur Dankbarkeit empfindet, ist noch keine Dankbarkeit. Nur Danke zu sagen, ist noch keine Erfüllung der Dankbarkeit. Wirklich dankbar zu sein, heißt auch dankbar zu machen.

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Laotse: Durch Beobachtung

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Mai 31 2018, 17:25

"Ich beobachte mich und verstehe dadurch die anderen."

- Laotse -
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Ein ausgesprochen kluger und durch und durch reflektierter Satz!

Man kann auch sagen, man beobachtet sich selbst in den Anderen und durch die Anderen, und erkennt sich in ihnen, versteht zugleich durch sich dann die Anderen.

Im Grunde durch die Beobachtung anderer Menschen lernt man sich erst besser kennen. Auch wenn zuweilen mal Phasen der Zurückgezogenheit und Reflektion ebenso dazu beizutragen vermögen. Vielmehr auch dadurch, dass man alles Erlebte zunächst mehr geordnet bekommt und so sich mehr neuen Erfahrungen öffnen und sich auf diese dann einlassen kann.

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Zitate Juni 2018 - Einfalt

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 03 2018, 13:25

"Der Weise lebt in der Einfalt und ist ein Beispiel für viele. Er will nicht selber scheinen, darum wird er erleuchtet."

- Laotse -
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Wie im Beispiel dessen, dass auch ein Herd und Backofen (wie komplex und modern diese auch seien) heutzutage dennoch nur das Werk verrichtet, weil es vermittelst des Elements Feuer und der entsprechenden Devas und der zugehörigen Kräfte angetrieben wird. So geht vieles auf bestimmte Grundelemente zurück und gehört zu einer entsprechenden Aufhängung welche sich bis zu einer gewissen Einfalt rückverfolgen oder danach zuordnen lässt.

Daher kommt man nicht umhin immer wieder die Grundlegenden Dinge zu pflegen. Wie Komplex etwas auch sein mag, wenn die zugehörigen grundlegenden Dinge nicht aufgebaut oder gepflegt werden, wird das noch so weit Entwickelte und Komplexe irgendwann zusammenbrechen oder sich zersetzen etc.

Deswegen lebt der Weise meist in der bestimmten Einfalt, weil er um die Zusammenhänge weiß, und sich daher stets um eine gesunde Basis kümmert, die bei der Einfalt beginnt und letztlich endet. Denn wie ein anderes Beispiele auch aufzeigt: was bringt alles Geld der Welt, wenn es bereits an der Gesundheit mangelt?

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Laotse: Geheimnis

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jun 04 2018, 10:13

"Was ist ein wahres Geheimnis? Etwas, das für jeden offen da liegt – und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht."

- Laotse -
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Das stimmt wohl, genau genommen, aus geistiger Sicht, gibt es nicht wirklich Geheimnisse. Es ist nur eine Frage der Kreiszugehörigkeit und eine Frage der Einsichtigkeit.

Zwar mag es in ferner Zukunft liegen, aber die Datenschutzgesetze von heute werden nicht mehr greifen und nichts nutzen, weil sie sich auf Dinge beziehen, die entweder unrelevant sind oder durch Einsicht erkannt werden können. Allerdings wird ja dann die erforderliche Weisheit da sein, über diverse Zusammenhänge, und jedem alle Grundbedürfnisse erfüllt sein (kann anders auch nicht aufgehen und zu nichts führen), dass es keinerlei Grund gibt, irgend etwas zu eigenem Vorteil auszunutzen oder überhaupt nur daran zu denken.

In fast allen Fällen, wo Einer Einsicht in gewisse Geheimnisse (vor allem auf rein geistigem Wege) erlangt, wird derjenige damit auch umgehen können. Können heißt zwar noch nicht wollen, doch meistens wird es übereinstimmend sein. Denn ist genug Weisheit da, dann auch der zugehörige Wille, jedenfalls soweit, dass das Geheimnis nicht grundlos offenbar wäre.

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O.Wilde: Selbstbiographie

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 07 2018, 09:53

"Die höchste Form wie die niedrigste Form der Kritik ist eine Art Selbstbiographie."

- Oscar Wilde -
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Kritik hat oft mehr mit einer Art Selbstauskunft zu tuen, als mit dem, was kritisiert wird. Allerdings ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass die geäußerte Kritik oft auch die Sache betrifft. Doch davon ausgehend, dass einen ohnehin nur das berührt, was irgendwo mit einem zu tun hat, würde man andernfalls meist die Sache übergehen und ihr sonst wenig Beachtung schenken.

Die Sicherheit, die ein Mensch hernimmt, um Kritik zu äußern, in der Ansicht, dieses hätte mit ihm ja wohl nichts oder kaum etwas zu tuen, rührt daher, dass er sich als Mensch oder evtl. Person versteht und identifiziert, und nicht zu überblicken vermag, wie weit es mit ihm als Seele und Selbst zu tuen hat. Denn wenn ein Mensch nur eine Inkarnation von vielen ist, die der Seele eigen sind, so kann es sehr wohl mit vielem anderen zu tuen haben, was in der Seele sich rührt, und daher spricht den jeweiligen Menschen dieses oder jenes überhaupt erst in der Weise an.

Auf der anderen Seite mag es also stimmig sein, dass der Mensch selber zunächst mit den angesprochenen Dingen nichts zu tuen hat, allerdings übernimmt er dann auch keinerlei Verantwortung für sein Selbst im größeren Zusammenhang (und ist dieses sodann auch nicht nach der Weise, um daran einen Anspruch erheben oder sich darauf verlässlich stützen zu können). Wobei ja ohnehin, wenn die Antahkarana noch nicht erbaut ist, das Selbst des Menschen das Kollektiv ggf. sogar die Welt ist (so erkennt er diese und wird von dieser in selber Weise als ihr zugehörig erkannt und angenommen).

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H.Hesse: Spiel des Lebens

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jun 10 2018, 13:26

"Gerade das ist es ja, das Leben, wenn es schön und glücklich ist ein Spiel! Natürlich kann man auch alles mögliche andere aus ihm machen, eine Pflicht oder einen Krieg oder ein Gefängnis, aber es wird dadurch nicht hübscher."

- Hermann Hesse -
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Viele Leben kann man wohl leben, ohne wirklich gelebt zu haben. Soll nicht heißen, dass man sich wild in Aktivitäten stürzt, sondern dass man sich als Seele in allem wiederfindet und dahin arbeitet.

Zu oft wird wohl darüber lamentiert, dass diese oder jene Umstände einen nicht so machen ließen, wie es einem entspräche. Doch wären diese Umstände andere, würde man dann auch wirklich das tuen, was man meinte tuen zu wollen sofern man könnte?

Das Leben ist bei fast allen soweit offen, dass man es so führt, wie man es für recht und richtig hält. Für die innere Haltung und Entfaltung bedarf es vieler äußerer Dinge nicht, und diese ergeben sich ohnehin meist aus dem, wie man selbst damit umgeht und zu diesem hin ein- und aufgestellt ist.

Und vielleicht kann man nicht sofort ein Leben so führen, wie man meinte es solle, doch wenn man an den Zwischenschritten dahin nicht arbeitet, so kann nicht werden, wo nichts war. Was spricht also dagegen, sich wie ein Regisseur sich zu überlegen, wohin der Film des Lebens steuern soll und gegebenenfalls das Drehbuch umzuschreiben, bis es einem entspricht und passt.

Entscheidend ist doch, dass man hinterher glücklich damit wird, das mit den Anteilen erreicht zu haben, was möglich war. Denn es wird nicht wieder so sein, dass die selben Anteile in der selben Weise wieder zur Inkarnation kommen. Daher ist es durchaus ein Experiment stets und ein Spiel, und doch ist vieles nur einmalig so...

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B.Brecht: Wissenschaft

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jun 12 2018, 09:53

"Wissenschaft: Es ist nicht ihr Ziel, der unendlichen Weisheit eine Tür zu öffnen, sondern eine Grenze zu setzen dem unendlichen Irrtum."

- Bertolt Brecht -
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Wissenschaft ist sicher keine Fantasie oder Fabelwelt. Auch ist Wissenschaft keine Religion, die sich durch Glaubensbekenntnis allein begründet. Die Grenzen des Menschenmöglichen, kann Philosophie ausgiebig ergründen.

Bei der Wissenschaft geht es um den Erweis in Handfestigkeit. Und dies ist auch gut so, dass es das so als eine Art Disziplin für sich gibt. Jedoch heißt es auch nicht, dass ein Wissenschaftler nicht auch religiös sein kann, oder ein Philosoph zugleich.

Und selbst wenn sich ein Wissenschaftler gänzlich der Wissenschaft verschriebe, so ist sein Beitrag für die Menschheit nicht unbedingt geringer dadurch. Und was hält einen ab, wenn man das Unendliche erkannt hat, dieses, was durch jenes keine Grenze erfährt, also das Unendlichen nicht auch im Endlichen zu erblicken? Und wenn es sich davon nicht einfangen ließe, dann doch gerade im Gegensatz ein Verständnis von dem anderen zu entwickeln...

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Casper: Verlauf der Dinge

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 14 2018, 09:40

"Man sagt am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, kann es auch nicht das Ende sein."

- Casper -
---
Man sagt vieles, und dann geht es weiter, und alles wird doch wieder anders.

Vielleicht ist das Wetter mit ein Beispiel dafür. Denn ist es sehr heiß im Sommer, wünschen sich alle den Winter herbei, kommt der Winter, so wünschen sich alle wieder den warmen Sommer. Je mehr und stärker es in einer Richtung ausartet, umso größer der Wunsch ggf. gepaart mit etwas Willen, um das Gegenteil herbeizusehnen und herbeiführen zu wollen.

Geht man also davon aus, dass die Menschen im planetaren Umfeld genauso zugegen sind, wie eben auch der Wetterkreislauf, ist es also nicht abwegig anzunehmen, dass beides nicht ohne Einfluss aufeinander bleibt. Und so ist es wohl auch mit vielem anderen, es wird etwas herbeigesehnt, und hat man es hinreichend aufgeladen und losgelassen, dass es sich vergegeneigenständigen kann, kommt es irgendwann herbei, auch wenn man womöglich bereits vergessen haben mag, dass man sich danach sehnte.

So wird auch das Ende vieler Dinge herbeigesehnt, irgendwann ist es da, und doch geht es anderwärts wieder weiter. Wenn es seine Quelle im Guten hat, dann wird es wohl gut werden müssen. Jedenfalls anzunehmen ist es...

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Konfuzius: Man liebt einfach

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 16 2018, 20:16

"Die Liebe ist das Gewürz des Lebens, sie kann es versüßen, sie kann es aber auch versalzen."

- Konfuzius -
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Das Gute ist doch, Liebe ist nebenbei, ganz unabhängig von allem was da ist, möglich. Man liebt einfach.

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R.W.Emerson: Selbstaufopferung

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jun 20 2018, 23:37

"Selbstaufopferung ist das wirkliche Wunder, aus dem alle anderen Wunder entspringen."

- Ralph Waldo Emerson -
---
Alles eine Investition Gottes, ohne gäb's auch nichts! Das liegt zunächst weit jenseits dessen, etwas zu tuen, was nicht in irgend einer Weise einem etwas einbringt.

Auch ein Opfer zu erbringen ist eine Sache, denn sehr schwer ist es nicht, etwas zu opfern, was einem überhaupt nicht gehört - denn genau genommen gehört Gott ohnehin alles - der sich ja für alles hingab, damit etwas ist, wie es aus ihm wurde.

Bei der Selbstaufopferung impliziert bereits der Begriff, dass es heißt, etwas von dem zu opfern, was einem etwas bedeutet, ja ein Teil von einem ist. Damit wird man dem Naturell nach bereits nicht leichtfertig umzugehen wissen. Nur sorgen brauchen wir uns ja dennoch nicht, dass wir ein größeres Opfer darbringen könnten, als der Eine opfernde, was vom irdischen Stand her, Sanat Kumara wär'.

Und im Grunde opfert sich doch nur der Eine durch einen sodann, jedenfalls in einer vollendeteren Weise noch.. und auf der anderen Seite zahlt man damit auch dann tatsächlich etwas ein...

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O.Wilde: Beschluss

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jun 23 2018, 00:45

"Alle guten Vorsätze haben etwas Verhängnisvolles, sie werden beständig zu früh gefasst."

- Oscar Wilde -
---
Ist der Beschluss zur Reife gelangt, wird er nicht gesprochen, sondern ausgeführt.

Mit Vorsätzen ist es so eine Sache, sie zeichnen sich meist darin aus, dass darüber gesprochen wird, aber nicht ernstlich daran gearbeitet, diese auszuführen.

Dann gibt es da noch solches, worüber gesprochen wird, ehe es verarbeitet wurde. Bei Kindern mag es noch anmutig sein, bei Erwachsenen peinlich. Denn sie werfen ihrem ganzen Umfeld schnell das vor, was sie selbst im Stande sind zu tuen. Da reicht's dann nichmals mehr für einen Vorsatz, etwas anderes zu tuen, als wozu die Unbedachtheit antrieb schafft.

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F.Dostojewski: Liebeserweis

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jun 25 2018, 09:40

"Jemanden lieben heißt, ihn so sehen, wie Gott ihn gemeint hat."

- Fjodor Dostojewski -
---
Gesagt, getan? Oder nicht?
Der Liebe Wahrheit steht für sich,
sie liebt auch das, was man nicht sieht,
doch für das Göttliche es viel mehr noch gibt.

Diejenigen die stärker im Liebesaspekt unterwegs sind, sind scheinbar oft die verpeilteren, welche eher zur Verblendung neigen. Es nutzt ja auch nichts, sich etwas einzubilden und auf andere zu projizieren, d.h., es sollte schon immer auch etwas sein, was tatsächlich mit dem anderen zu tuen hat (sonst liebte man ja nur die eigene Einbildung).

Zunächst können es ja Kleinigkeiten sein, die man gut findet, und dann zu lieben beginnt, denn oft ist es ja so, dass sich Liebende eben darum in Kleinigkeiten so versteigen, die sie über alles lieben, dass alles andere für sie unwesentlich wird (selbst wenn es gelegentlich nicht unwesentlich ist).

Und je tiefer man sich so in der mehr leidenschaftlichen Liebe zu jemand anderem hingibt, desto größer wird die Trauer sein, wenn derjenige dann nicht mehr da ist. Also heißt es, zeitig zu schauen, dass man diese Liebe immer weiter auf höhere Stufen bringt, bis hin, dass man die Gott-gewollten Eigenschaften zu erkennen vermag und die Liebe auf jenes Jeweiliges ausdehnt.

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B.Katie: Jedes Mal

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jun 26 2018, 09:55

"Wenn Sie der Realität widersprechen verlieren Sie - aber jedes Mal."

- Byron Katie -
---
Je mehr man sich mit allerlei zubumpern lässt, desto mehr verliert man sich letztlich in irgendwelchen Träumen, da man dann wenig Bezug nur noch zu dem findet, was da ist. Was auch von daher rühren mag, wenn viel mehr sich zuzieht, als man verarbeiten kann oder möchte.

Letztlich ist für die Mehrheit wohl Realität, was sie am stärksten zu berühren vermag. Doch hat dies oft mehr mit der eigenen Polarisierung zu tun, als dass es wirklich mit dem zu tun hat, was mehr Zusammenhang bildet, als es nur mit einem selber etwas zu tuen hätte. Auch wenn man nicht immer wissen kann, was alles in einem und durch einen gerade abgewickelt wird, so dass das was außerhalb ist, nicht immer mein sein muss.

Doch immer noch ist es ja durchaus so, dass fast alles was die Menschliche Erfahrung bildet, sich lediglich auf Kosmischen Unterebenen abspielt, die für die eine umfassendere Realität kaum von Bedeutung sind. Denn genau dieser Realität wird von widersprochen und diese mehr als Fiktion abgetan, und an der Stelle verliert man sich dann nur im Unwesentlichen. Immerhin bildet das alltägliche Leben eine breite Schnittmenge und Übereinstimmung mit der gesamten Menschheit (denn an den gewissen Alltäglichkeiten kommt kein Mensch herum), was dann auch schon ein gewisses Maß an Realität darstellt.

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O.Wilde: Künstler

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jun 28 2018, 09:58

"Ein großer Künstler sieht die Dinge niemals so, wie sie sind. Wenn er sie so sähe, wäre er kein Künstler mehr."

- Oscar Wilde -
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Sofern man unter dem "die Dinge so sehen wie sie sind" bloß versteht, sie so zu betrachten, wie sie waren, und wie sie im Vergehen begriffen sind, so ist es auch kein großer Zugewinn.

Ein Künstler bringt einem durch seine Kunst die gewisse Weltsicht näher, die er schaut, wie die Welt sein könnte. Sie mag zwar nicht manifest sein, und doch, soweit wie er sie anderen vermittelst der Kunst vermitteln kann, hat sie ja einen gewissen Realitätsaspekt und bleibt in dem Moment nicht bloß ein Werk seiner (des Künstlers) Einbildung.

Also ist die Kunst auf eine Weise durchaus real, und womöglich durchaus auf anderen Ebenen oder in gewissen Teilbereichen tatsächlich vorhanden. So dass der Künstler verhelfen kann, jedenfalls zeitweilig, in diese Welt eintauchen zu können. In der Weise also bereichert der Künstler die Gesellschaft, ähnlich dem, wie ein Philosoph es mit seinen Ideen vermag.

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Zitate Juli 2018 - Sittliche Ordnung

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 02 2018, 09:52

"Keine sittliche Ordnung kann durch Gewalt erzwungen werden."

- Stefan Zweig -
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Stimmt, geht nämlich nicht auf. Zwar kann vermittelst von Regeln und Gesetzen, etwas unterbunden werden, nicht weit von dem entfernt, wie wenn Triebe unterbunden würden, doch ist da immer noch kein Sittlichkeit, sondern es hieße dann lediglich Gehorsam.

Immer also wenn Sittlichkeit fehlt, kann diese nicht von außen zugesetzt werden, es wäre immer nur ein Verpflichten unter Gehorsam gegenüber Regeln und Gesetzen, deren Idee Sittlichkeit ist oder der Sittlichkeit entspringen mag.

Das Niedere wird durch Aufopferung erlöst, das Höhere macht sich durch Sittlichkeit kund, weil es darunter nicht geht, sondern dies bereits den geringsten gemeinsamen Nenner bildet. Sittlichkeit ist verpönt, weil es fälschlich für Gehorsam gehalten wird, wenn es jedoch die innere Grundlage in natürlicherweise bildet, dann ist es durch eigenen Willen bedingt und etwas natürliches, was einem nichts abverlangt, denn kein Widerstand braucht dann noch überwunden zu werden.

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J.Krishnamurti: In Liebe zugewandt

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jul 03 2018, 10:03

"Wo Liebe ist, da ist keine Pflicht und keine Verantwortung."

- Jiddu Krishnamurti -
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Wenn man's so nimmt, kann Liebe eine große Erleichterung sein, das zu erfüllen, was einem vielleicht eher schwer fällt. Auch am Beispiel von Eltern und Kindern die in ihrer Obhut sind, ist es oft so, dass die Eltern alles mögliche für die Kinder tuen, ohne auch nur darüber nachzudenken, was es ihnen in irgend einer Hinsicht abverlangt. Wesentlich hierbei ist wohl, dass der eigene Vorteil gänzlich entfällt, und so auch dass abwägen mit einem solchen Hintergedanken.

Liebe, so heißt es, ist eine der leichter zu entwickelnden Eigenschaften, die zu entwickeln nach aktueller kosmischer Konstellation möglich ist. Wobei auch Intelligenz nach dem, was alles bereits entwickelt ist, wesentlich leichter möglich ist als einen entsprechenden Willen aufzubauen (was ja auch erst in einem künftigeren Zeitalter die volle Entfaltung finden soll).

Und es ist gar nicht erforderlich alles vollkommen zu lieben (denn manches ist ohnehin nicht wirklich, weil es lediglich irgendwelchen Wahrnehmungsbeschlüssen unterliegt u.dgl.m.). Zunächst hilft es, irgend etwas, was man vielleicht ohnehin bewundernswert findet, sei es auch nur Hände, Ohren, Augen usw., was einem zu lieben leicht fällt, sich diesem in Liebe zuzuwenden. Soweit man sich liebevoll diesen Dingen zuwendet, entfällt oft vieles andere, was man als konträr dazu betrachten gelernt hat.

Somit hat man schon eine Basis geschaffen, mit der man weiter gehen kann. Ob nun die so etwas entfaltete Liebe auf Gegenstände, ob Mitmenschen oder auf die Tätigkeit so angewandt wird, wenn etwas davon da ist, was man in Liebe geneigt ist zu tuen, dann entfällt vieles von dem, was einem sonst als Widerstand im Weg wäre. Heißt nicht dass man weitreichende Entscheidungen dann nicht mehr prüft, sondern dass man das, was gar nicht ist, nicht für wichtig hält, so dass dieses am Rande dann entfällt.

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R.Dalgas: Ich Bin...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jul 05 2018, 09:44

"Ich bin - also krümme ich den Raum."

- Raik Dalgas -
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Ein Tisch steht im Raum, also ist der Raum gekrümmt von diesem, somit wäre der Mensch nicht mehr als ein Tisch im Raum. Also ein Raumteiler, mit anderen Worten, ein Raumnutzer. Und alles was zu dem vergänglich ist, und es ist ja genau genommen in dem Moment des Aussprechens bereits vergangen, sollte richtigerweise eher "ich/dies war" heißen.

Die Sache des "Ich Bin" ist wohl doch etwas anders gelagert. Der Unterschied liegt mehr darin, sich seiner Selbst bewusst zu sein, denn alles andere ist sonst lediglich Naturgegeben. Dazu gepaart mit der Möglichkeit eine Ursache setzen zu können, denn alles andere ist ja nur, von einer anderen Ursache abhängig, und somit ist ein Selbstgewahrsein meist nicht notwendig.

Das setzen der Ursache ist entscheidend, denn ist die Ursache eine Realität (also abhängig dessen worin sie ist), und dazu auch noch die erste Ursache für etwas, was bis dahin nicht war, dann ist dieses der Ewigkeit nicht fern, oder als Ursache für das Fortbestehen von Anderem, was da ist, kann es notwendigerweise zur Ewigkeit zählen. Unter der Summe günstiger Umstände, gepaart mit einem Selbstgewahrsein, ist daraus ein "Ich Bin".

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F.Ammon: Politik

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jul 08 2018, 19:29

"Politik kann die Richtung verändern; aber nicht die Menschen."

- Fred Ammon -
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Die Politiker entstammen ja auch nur Menschen, und sind (sofern nicht durch etwas verdorben - sei es Macht oder Gier, Geltungsanspruch oder Profilierung aller Art u.dgl.v.m.) auch nur Menschen.

Es hilft da wenig darüber zu schimpfen, was die Politiker da so treiben, da doch letztlich alles darauf zurückgeführt werden kann, wovon sie affiziert sind. Als Summe also dessen, wovon sie affiziert sind, so handeln sie demgemäß.

Sind andere Menschengruppen da, von denen sie in entsprechender Weise affiziert werden, so werden sie andere Dinge anstreben und zu erreichen oder zu bezwecken suchen. Im Grunde haben Politiker nicht die Stärke, sich selber wider die Mehrheit von welcher sie affiziert werden, zu widersetzen.

Auch ist das Amt nicht in dem Ausmaß und Tragweite gestaltet, wie es noch bei einem Kaiser oder König ursprünglich mal war. So dass die Anschlüsse und Kreise so geschaltet sind, dass man, sofern man willens ist und der Aufgabe gewachsen, die Tragweite und Weitsicht bereits zugestellt bekommt auf Grundlage des Amtes.

So ist es mehr nur, dass sie nur Teilweise das überblicken können, was ihnen von Amtswegen zukommt und zugestellt wird. Vorausgesetzt, sie sind willens sich damit auseinander zu setzen...

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E.Kästner: Tavernen und Kultur

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 09 2018, 23:04

"Toren besuchen im fremden Land die Museen, Weise gehen in die Tavernen."

- Erich Kästner -
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Von anderen Menschen kann man mehr lernen, als von Stein und Staub. Es ist eher schwierig, nachdem, womit welche Energie bereits überlagert oder überpolarisiert worden ist, noch etwas von dem zu erfassen und zu erkennen, was mal war. Letztlich ist es ja im Menschenschlag alles enthalten, denn man weiß nicht, wen man alles vor sich hat.

Doch ähnlich wie es einiger Vorbereitung bedarf, um die Orte die man aufsucht, als solche zu erkennen, welche sie mal waren. Und ähnlich dazu die Dingen, wie sie mal waren oder sind, so ist es auch eine andere Art Vorbereitung, um in den Menschen das zu erkennen, was alles in ihnen oder hinter ihnen steht.

Wie so oft, wird dem nachgerannt und das verehrt, was mal war, nachdem es nicht mehr ist. Ohne zu erkennen, was man vor sich hat, und dass es zwar alles einem Wandel unterliegt, doch nicht weniger sondern meist mehr wird oder ist. Und alles was ist, wurde ja aus dem, was schon war und in der Weise nicht mehr benötigt wird. Kultur ist nicht was war, sondern was gepflegt wurde und was immer noch daher ist.

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Buddha: Güte

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jul 12 2018, 23:45

"Güte ist durch die Erkenntnis von den Schlacken der Leidenschaft geläuterte Liebe."

- Buddha -
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Güte mag als Liebe zählen, die nichts erwartet (d.h. also in dem Sinne selbstlose Liebe).

Liebe, die auf Gegenliebe zählen kann, und sei es also auch leidenschaftlicher Natur, ist ja doch irgendwo berechenbar. Denn sie zählt auf dies, was ihr als eine Art Gegenwert entgegen kommt. So mag es durch das Leidenschaftliche also von einer gewissen Färbung sein. Je selbstloser also, desto weniger eine Färbung, sondern mehr ein eine schimmernde und durchscheinende Liebe, die daraus sodann in ihrer Entwicklung entstanden ist.

Und nur das, was ohne Gegenwert (vor allem in der Erwartung) gegeben wird, wird wirklich gegeben. So auch die Güte, sie erwarte nichts, sie ist also einer Natur durch sich selbst in ihrer Weise, und nicht basierend darauf, entfacht und gehalten zu werden...

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Laotse: Eine günstige Lektion

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 16 2018, 23:43

"Der Weise hat kein verschlossenes Herz, die Herzen der Menschen sind ihm seine eigenes Herz."

- Laotse -
---
Viele meinen, um besonders herzlich zu sein, müssten sie auf dieses so reagieren, auf jenes anders, oder sich gar so und so dazu geben. Dabei bemerken sie oft nicht, dass sie sich selbst bei allem nur im Mittelpunkt sehen.

So hilft es mehr, alles zu erfahren, gemäß dem, wie es von diesem und jenem gesehen und erfahren wird, von dem ausgehend woher und warum es ist, wie es ist, ohne dass man dabei selbst irgend eine besondere Position dazu einnimmt.

Schließlich ist die Erfahrung, die sich wer aussucht oder auferlegt hat, selbst wenn sie bitter sei, nicht die eigene Verantwortung. Doch wenn einem die Einsicht gegeben ist daraus zu lernen, ohne selbst diese Erfahrung machen zu brauchen, eine günstige Lektion, wenn es nicht mehr als bloß uneigennütziges Empfindungsvermögen abverlangt.

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M.Gandhi: Friedensverhandlungen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jul 20 2018, 08:28

"Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."

- Mahatma Gandhi -
---
Frieden kann man nicht verhandeln, Frieden ist dazu um gelebt zu werden. Man könnte zwar eine Waffenruhe vereinbaren, doch wenn danach nicht der Frieden in der Einstellung aufkommt, dass er gelebt würde, dann wird daraus kein Frieden entstehen können.

Wie wenn man Wellen nimmt, die nicht zur Ruhe kommen, weil stets ein Wind dahinter ist, wäre also auch die Art von Frieden. Es wäre in der Kraft oder Energiesignatur bei allem, was getan würde, immer noch enthalten sein, dass sie nicht auf Frieden basiert.

Von dem her ist Frieden auch nichts, was man von außen her reinreglementiert oder verordnet bekommt, sondern etwas, was selbstverständlich gelebt werden sollte. Damit weiteres daraus in gleicher Weise entsteht, d.h. Frieden ist. Wie so oft hängt und scheitert vieles an der grundsätzlichen Unwissenheit über den Zusammenhang der Dinge...

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E.Kästner: Fug und Unfug

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 23 2018, 15:46

"An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern."

- Erich Kästner -
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Etwas besteht, weil es eine Ursache gibt, es besteht weiterhin, weil es durch etwas aufrecht erhalten wird. So ist es allerdings auch mit allem Unfug, der da ist. Hierbei mag man zwar bei der ursächlichen Entstehung nicht beigetragen haben, doch so lange wie man daran mit glaubt, und seine Existenz daher bejaht, ist man ja mit verantwortlich dafür.

Die Existenz-Bejahung entsteht dadurch, dass wir davon wissen, und es in unsere Kreise daher aufgenommen haben. Sicherlich wäre es ebenso Quatsch, hinzugehen und alles im Äußeren zu verändern suchen, denn selbst damit hätte man oft nur eine Wirkung verhindert oder gehemmt, die Ursache selbst wäre damit meist noch längst nicht behoben, nur womöglich aufgeschoben (auch im Sinne des Erkenntnisgewinns), bis es sich wieder vielleicht in stärkerem Maß enthemmt.

Daher ist es eher eine Frage dessen, wie man innerlich damit umgeht, nachdem man davon weiß. Besser ist also auch oft nicht unnötig neugierig zu sein, wenn man damit lauter Dinge in seiner Existenz bezeugt, die es nicht wert sind, und wo man es sich sparen kann, innerlich damit sich auseinandersetzen zu brauchen.

Doch wenn es in die eigenen Kreise gelangt, dann ist es erforderlich die Bejahung, die man dem gibt, auch wieder aufzulösen, im mindesten, dass man mit allerlei Unfug nicht einverstanden ist. So dass es nicht in bloß bezeugender Weise also in den eigenen Kreisen kursiert.

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F.Ammon: Religion heute

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jul 27 2018, 00:08

"Manche Leute versuchen den Erdkreis gerade zu biegen."

- Fred Ammon -
---
Die wahre Religion des Durchschnittsmenschen liegt im Konformismus und in Konventionen. Denn ist Gott wirklich für viele mehr als bloß eine gerade mal intellektuelle Idee? Wohl kaum, denn sonst wären die Bemühungen und Ausrichtungen im Leben ganz anders situiert! Bestenfalls geht es damit, sich seines Gewissens zu beruhigen in dem man diesen mit Konformismus betört.

Dabei braucht man das, was bereits vorhanden ist, nicht noch stetig bekräftigen und alles andere entkräften suchen, weil es sonst einen fordert anderen Denkweisen sich zuwenden und damit auseinander setzen zu müssen. Damit nämlich versucht man den Erdkreis unter anderem auch gerade zu biegen, obwohl die Runde Linie für den Erdkreis bereits gerade ist.

Zwar ist es nachvollziehbar, dass sofern keine Öffnung und Verbindung zu kosmischem Denken hergestellt ist, man auf das System (Sonnensystem) angewiesen ist, dem man angehört, da man im wesentlichen nur den daraus resultierenden Einflüssen unterliegt; doch ist dieses ja bereits ein Kreis. Es ist nicht erforderlich daher sich in noch weiteren kleinen Kreisen einzukapseln, um alles andere für unnormal zu erklären, nur damit man sich damit nicht beschäftigen braucht, und das kleine System sonst als unzureichend zu kippen droht.

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T.N.Hanh: Friede beginnt damit...

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jul 28 2018, 00:30

"Friede beginnt damit, dass jeder von uns sich jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert."

- Thich Nhat Hanh -
---
Im Grunde tut man sich selbst den größten Gefallen nicht, wenn man sich nicht daran hielte, seine eigenen Dinge in Ordnung zu bringen und zu halten. Denn immer ist es so, dass man negativ damit anderen auffällt oder andere in negativer Weise damit dadurch beschäftigt.

Letztlich heißt es nichts anderes, als dass man Hass erzeugt oder zumindest dazu beiträgt, dass dieser eher entsteht, und dieses mit einem dann in Verbindung steht. Es nutzt nichts, irgendeine Verbundenheit zu fordern, während man nicht einmal seine eigenen Dinge aufrecht erhalten kann oder möchte, und so die Verbundenheit stets auf die Probe stellt, aber keineswegs in der Weise fördern würde.

Denn wenn man nicht erkennt, dass alles immer mit allem bereits verbunden ist, und man so nicht nach seinem eigenen Belieben nur für sich lebt, ohne dass es immer auch mit für andere Auswirkungen mit sich bringt; so lebt man wie die Bhagavad Gita lehrt, dass ein Selbstsüchtiger stets vergeblich lebt!

Und man kann keinen Frieden bringen, so lange man nicht selbst mit sich in Frieden ist, was nur heißen kann, dass alles wo man eingesetzt wird, zumindest in einer relativen Ordnung aufrecht erhalten wird. Denn wozu ist man dann überhaupt noch!?

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Konfuzius: Mit maßvollen Worten

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jul 31 2018, 23:58

"Wer in seinen Worten nicht maßvoll ist, von dem ist kaum zu erwarten, dass er handelt, wie er spricht."

- Konfuzius -
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Zwar kann man große Worte bringen, doch was bringen diese, wenn sie nichts bringen?

Denn entweder nutzt man sie mit bedacht, weil man die Wirkung erkennt, oder sie sind tatsächlich bedeutungslos, weil nichts dahinter ist. Oder nicht das jedenfalls, was sie bedeuten sollen. Von mehr Bedeutungslosigkeit kommt jedenfalls nicht mehr Bedeutung, sondern umso weniger dadurch.

Und immer wenn bedeutungsloses hervorgebracht wird, oder das, was nicht zutrifft, dann wird Dissoziation erzeugt. Entweder auf das Gesprochene bezogen, oder auch darauf, dass man selbst das Gesprochene nicht erfüllt oder einhält. Dann ist das Gesprochene in dem Sinne das Gegenteil des Förderlichen, entweder für das Gesprochene, oder den der's ausspricht.

Womit man wieder bei dem wäre, dass es keineswegs also wirkungslos ist, es sei denn es erzeugt in irgend einer Weise Dissoziationen. Somit ist's zwar zur Bedeutungslosigkeit gebracht, allerdings nicht, weil es unwirksam ist, sondern weil es gerade wirkungsvoll allerdings dissoziativ war und das Bedeutungslose letztlich bedeutungslos wird. Dabei geht es nicht um den Inhalt des Gesprochenen, sondern um die Stellung die man dazu einnimmt und wie sich das Gesprochene zu einem selbst verhält bzw. in welches Verhältnis man sich dazu selbst bringt oder gebracht hat. Und zwar bevor man es aussprach, und somit auch danach, nachdem man es ausgesprochen hat.

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Zitate August 2018 - Zugehörigkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Aug 02 2018, 15:44

"Zuletzt ist man immer nur auf sich und das eigene Bewusstsein angewiesen, und was andere versäumen, müssen wir für uns selbst tun."

- Theodor Fontane -
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Zuletzt hat jeder für alles die eigene Verantwortung zu übernehmen, ansonsten ist und bleibt man in und an allem, wo dieses abgeht, unmündig. Irgendwann wird notwendigerweise die Erkenntnis einen dazu führen müssen, denn auch wenn zeitweilig vielleicht die Verantwortung verlagert wird (wie es bei Eltern und Kindern der Fall sein mag), ist es letztlich so, dass man keinen wird für die eigenen Sachen verantwortlich machen können.

Von dem her ist es unwesentlich für einen, was andere wo versäumen, denn es bleibt doch letztlich bei ihnen selbst - auch wenn es in gemeinschaftlichen Kontexten so sein mag, dass vorübergehend dies von anderen mit zu bewältigen ist. Und letztlich hat es auch mit der Qualität und der Art des Bewusstseins zu tun. Denn es ist darin nur das enthalten, wofür man letztlich eine Verantwortung übernommen hat.

Bis zu einem hohen Grad ist es natürlich auch nachvollziehbar, dass der Einzelne zunächst vom eigenen Bewusstsein und dem, was darin enthalten ist, auszugehen geneigt ist. Schließlich kommt man nicht herum, mit dem etwas anzufangen, was da ist. Und doch kann man nur für etwas weiteres Verantwortung übernehmen, wenn man bereit ist, es in seine Kreise einfließen zu lassen.

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F.Ammon: Blickwinkel und das Gemachte

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Aug 03 2018, 09:53

"Einsicht ergibt den besten Blickwinkel."

- Fred Ammon -
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Viele verschiedene Blickwinkel bilden verschiedene Ansichten. Ansichten entsprechen oft mehr dem so Blickenden, die Schnittmenge mit dem Angesehenen ist jedoch mal mehr und mal weniger vorhanden.

Einsicht bringt den Einsichtigen in die beste Ausgangslage zum Betrachteten. Alles weitere hängt dann davon ab, was der Einsehende daraus macht. Denn Ansichten sind noch keine Einsichten.

Die Einsicht ist der halbe Weg, die zweite Hälfte bildet sich aus dem, was daraus entsteht und gemacht wird. Das Gemachte ist erst die Vertiefung oder Umsetzung der Einsicht, ganz so als hat man damit diese erst bezeugt und das rühmliche Werk einer jeden Einsicht somit vollzogen.

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Osho: Reine Willkür oder gut abgestimmt

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Aug 08 2018, 13:04

"Du fühlst dich gut, du fühlst dich schlecht - diese Gefühle steigen aus deinem Unterbewusstsein, deiner Vergangenheit empor. Niemand außer dir selbst ist dafür verantwortlich. Niemand kann dich wütend machen und niemand kann dich glücklich machen."

- Osho -
---
Es heißt: "oh, dieses und jenes haben ich aus dem Bauch heraus entschieden"... und hierbei meint man meistens nichts anderes, als das man sich von seinen Gefühlen hat leiten lassen. Nicht das es grundsätzlich völlig falsch sei, sei angemerkt, sondern dass es dadurch noch lange nichts mit der Situation, den Dingen an sich, oder etwas anderem als einem selber zu tuen haben müsse dadurch.

Denn meist ist es ja nichts anderes, als das zuordnen des Aktuellen, nachdem was man bereits in der Richtung irgendwo erlebt hat und daher nur das, wie man sich selber dahingehend fühlt. Sprich, es ist dadurch immer noch nichts anderes, als wie die Sonne um die Erde kreist, weniger also, dass die Erde um die Sonne kreist.

Z.B. wird alles einem nicht vertraute oder unbekannte, sonst wohin zugeordnet, und sich vielleicht eher komisch anfühlen, obwohl es dadurch weder gut noch schlecht sein braucht, oder umgekehrt, vielleicht gut oder schlecht auch ist, aber man weiß es einfach nicht, und es fühlt sich dann eben komisch an. D.h. man ist genau genommen nicht urteilsfähig, wird doch geneigt sein [und sei es aus dem Affekt] auch sonst willkürlich damit umzugehen.

Es wäre sodann angemessener zu sagen, dies und jenes ist nicht so und so, sondern es macht diesen und jenen Eindruck auf mich [vielleicht auch nur, weil ich selber so und so bin], viel mehr auch nicht. Man entwickelt erst ein gewisses Prüforgan, sagen wir also einen Teil der Seele, der für und durch einen, für das Empfinden von allerlei abgestimmt wird. Dazu gibt es ja diverse Seelenlehren, welche zu befolgen man gut beraten ist, in Form von "Kurs in Wundern", der "Bhagavad Gita", oder auch etwas aus der Anthroposophie...

Devino Melchizedek

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C.Bukowski: Ehrgeiz

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Aug 10 2018, 09:36

"Mein Ehrgeiz wird von meiner Faulheit behindert."

- Charles Bukowski -
---
Es führt ja auch kein Weg daran vorbei, sich ehrlich einzugestehen, wo man womit steht, als sich etwas anderes einzureden, womit es keine Übereinstimmung gibt. Da nur so das aufgehoben wird, was man sonst liegen lässt.

Der Satz ist klug gesprochen. Das die bessere Eigenschaft gewählt wird, die eine Beeinträchtigung erfährt, nicht die Schlechte, die man bloß zu beseitigen anstrebt, ohne zu wissen wozu überhaupt, oder wohin es danach gehen soll.

Oft, wenn also etwas Schlechteres beseitigt wurde, ist es erforderlich, dass es mit etwas Guterem aufgefüllt wird, damit das Schlechtere nicht wieder greifen und zu ärgerem führt, als ehedem schon war. Nimmt man gleich vorweg eine gute Eigenschaft nach der man sich richtet, und beseitigt das, was dem hinderlich entgegen steht, dann hat man sich gleich schon besser positioniert dadurch.

Devino Melchizedek

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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