Zitate zum Nachsinnen

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Aristoteles: Gesundheit der Seele

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 23 2018, 09:58

"Freude ist die Gesundheit der Seele."

- Aristoteles -
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Ist die Seele frei von allen Beschränkungen einer Form, gibt es nichts worüber sie sich sorgt, sie erfreut sich ihrer Grenzenlosigkeit und Freiheit. Somit ist Freude der natürliche Zustand der Seele.

Erst durch die Erfahrung von allerlei Beschränkungen kommt die Sorge um alles hinzu, was damit in Verbindung steht. So auch wenn die Seele sich etwas vornimmt und einen Plan schmiedet, wie und wo sie helfen kann, ein Weltgeschehen zu einem Besseren zu machen. Und in der Weise etwas zur eigenen Sorge werden lässt und auf sich nimmt, was die Seele andernfalls gar nicht bekümmert, noch was sie sonst bräuchte.

Doch in der Gewissheit, dass die Freude wieder der natürliche Zustand sein wird, sobald alle Form abgelegt wurde, macht sie sich dann auf. Zu einem gewissen Grad, ohne sich also in etwas Formbezogenes hineinzubegeben und zu vertiefen, geht der Seele die Verantwortung und auch das gewisse Verständnis über die Zusammenhänge ab, weil sie sich nicht in ihrem Gesichtskreis befinden. Nicht jedoch das innere Bestreben und der Instinkt, helfen und etwas zu etwas Besserem machen zu wollen. Denn auch hierin zeigt sich die Gesundheit einer Seele.

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P.Hilgendorf: Bürokratie

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 25 2018, 10:15

"Bürokratie ist ja schön, leider kann Papier nicht Arbeiten."

- Pascal Hilgendorf -
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Heutzutage gibt es in der Geschäftswelt immer mehr sogenannter studierter Leute. Sie haben gelernt allerlei Statistiken anzufertigen, wie alles noch viel besser optimiert werden kann.

Doch lässt sich die praktische Arbeit nicht von ein paar Statistiken beherrschen!

Würden daher die jeweiligen sich an der Stelle in praktischer Weise einbringen und nützlich machen, könnte viel öfter tatsächlich das erreicht werden, was sie berechnet haben.

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L.N.Tolstoi: Eine gewagte These

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 28 2018, 11:07

"Die Verbindung von Ursache von Folge hat weder Anfang noch Ende."

- Leo N. Tolstoi -
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Die Folge dessen, dass man atmet, ist die, dass man in dieser Welt verweilt.

Die Folge dessen, was man tut, sind u.a. die karmischen Wirkungen, die man daraufhin empfängt. Daher sollte man die Arbeit der übermittelnden Devas nicht stören, in dem man versucht irgendwelche karmischen Folgen zu verhindern. Denn wenn es nicht zugestellt werden kann, kann es nicht abgegolten, d.i. ausgeglichen werden.

Sogar jegliche Wissenschaft basiert für gewöhnlich auf einer Abfolge von Ursache und Wirkung, woraus in Ansehung der Folge eine Regel hergeleitet wird. Ein gewagte These ist, anzunehmen, da das vierte Naturreich [Menschreich] nicht von Nichts berührt werden kann und immer von etwas [dem Äther u.dgl.m.] umgeben ist, ist das was als "Nichts" vernommen wird womöglich doch nur die Art von Nichts, welche von den Devas lediglich abgebildet wird.

In Folge dessen kann man annehmen, dass daher sehr wohl alles eine Rolle spielt. Denn das was den Selbstsüchtigen ungehemmt treibt, ist die Annahme, es hätte etwas bloß mit ihm zu tuen, oder es könnte etwas nur mit ihm zu tun haben. Doch da dieser sich nicht im Nichts bewegt und nicht nichts anfasst, kann es nicht bloß mit ihm zu tuen haben können.

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J.W.v.Goethe: Worauf das Augenmerk gerichtet...

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 30 2018, 09:39

"Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht."

- Johann Wolfgang von Geothe -
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Was der werte Herr von Goethe in dem Fall meint, ist eine Willensformulierung, die jeder für sich vorzunehmen hat, da man andernfalls allerlei folgt und befolgt, was sich im Willen einfindet. Ohne dass man sich dessen gewahrt und ohne dass man Herr dessen ist, was man daraufhin daher dadurch zu tun geneigt ist.

Der Wille ist in etwa das, was man als Grundstimmung in der man sich bewegt und was als Grundton auf den man hört, aufgefasst werden kann. Auch die Affekte werden ja dadurch ausgelöst, dass etwas vom Willen affiziert wird, weil sich ähnliches in diesem vorfindet oder bereits vorhanden ist, was meist aber ja nicht der eigene Wille ist, da man es ja freiwillig und nicht aus dem Affekt heraus dann täte [und so eine gewisse Willenswahl noch vorhanden wäre]. Überhaupt, wenn man nur reagiert oder sogar gar nicht anders kann als in einer bestimmten Weise zu reagieren, ist auch das, was sich im Willen bereits befindet, nicht immer jedenfalls wirklich der eigene Wille.

Daher ist es nicht verkehrt, immer wieder auch mal inne zu halten, so sehr man meint, dass man es selber ist und es eigener Wille sei [und oft ist mans gerade dann nicht, weil man sonst die Freiheit hätte, dies auch anders zu gestalten]. Und so sehr dann das Wollen (d.h. Begehren) einen bei freier Willensentscheidung gar nicht nötigt oder vordergründig vorherrscht, so kann man gerade bei freiem und eigenem Willen immer noch anhalten und prüfen, ob man etwas so ausführt oder nicht, und in welcher Weise man es tut. Und sollte man doch merken, dass es irgendwie nicht das ist, wohin man steuern wollte, auch dann sollte man sich nicht verrückt machen, sondern Schrittweise Änderungen vornehmen und etwas angemesseneres anstreben.

Im Willen landet bereits das, worauf man verstärkt [nicht bloß in registrierender Weise] sein Augenmerk richtet. Auch ist das, worauf man sein Augenmerk richtet, durch die Aufmerksamkeit [und oder dem einen oder anderen Gedanken] das, wo man Energie zuführt und was man verstärkt. Denn es landet in der Weise ja im eigenen Willen und wird daher durch eigenen Willen zunächst bestärkt. Deswegen sollte man ja auch nicht so viel Augenmerk auf das Schlechte richten, sondern besser etwas positives und Gutes bezeugen oder hervorheben, und das andere ggf. nur zur Kenntnis nehmen (ohne es zu verleugnen oder sich selber etwas vorzumachen usw.).

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Zitate November 2018 - Wer andere liebt...

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 02 2018, 15:49

"Wer einen anderen liebt, trachtet ihm nützlich zu sein."

- Zhuangzi -
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Wer andere [überhaupt] liebt, der trachtet auch danach allgemein nützlich zu sein.

Denn ohne irgend eine Art von Opfer, kann es gar keine bessere Welt geben...

Lieber schmutzige Finger und Hände, anstelle eines unreinen Herzens!

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A. Huxley: Des Rätsels Lösung

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 03 2018, 10:45

"Wenn er sein eigenes Selbst als das Selbst erkannt hat, wird der Mensch selbstlos."

- Aldous Huxley -
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"Hast du das schon von Ihm gehört?" "Weißt du was Sie letztens gesagt hatte?" Ach was gibt es denn nicht alles für Lästereien? Oder auch Hochnäsigkeiten, in Anbetracht irgendeiner gesellschaftlichen oder beruflichen Stellung? Da sind von einem Schlag auf den anderen, viele andere plötzlich Menschen zweiter Klasse geworden u.dgl.v.m. Natürlich gibt es Unterschiede, doch die auf rein äußeren Dinge Bezogenen, sind die Unwesentlichsten. Dies lässt sich z.B. daran bemessen, dass wenn man die Lästereien der einen Seite nimmt, und die Lästereien der anderen Seite, diese sich im Ausmaß der Unsinnigkeit nicht unterscheiden, ja oft völlig der selben Tonart entsprechen. Nur ob das wirklich eine Leistung kennzeichnet, vor allem darin vollständige Übereinstimmung zu erlagen?

Wenn man das Selbst erkannt hat, werden diverse Äußerlichkeiten ebenso auf einen Schlag völlig bedeutungslos sein. Es werden die Verhältnisse von Wille, Kraft, Energie, Macht, welche nicht rein in äußerer Auswirkung begriffen, sondern direkt in ihrer Einwirkung auf Stoff- und Substanz eingesehen werden, weit stärker in den Vordergrund treten. Weil es auch das ist, worin das Selbst sich bewegt und wovon es teils eingenommen oder wodurch es beschäftigt wird. Die Einzelmenschen als solche werden meistens als Symbol mehr für die Dinge gesehen, worin sich das Selbst aktuell betätigt, so dass man die bestimmten gesellschaftlichen oder kollektiven Strömungen durch sie wahrnimmt und gespiegelt oder vermittelt bekommt. Das hat wenig persönlichen Charakter, wenngleich man mal geneigt sein mag, es in dieser Weise zu interpretieren zu suchen.

Es wird dann widernatürlich erscheinen, sich auf persönliche Reibereien einzulassen, noch irgendwelchen Äußerlichkeiten größere Bedeutung beizumessen. Allerdings bleibt man ja vom notwendigen Umgang nicht außen vor und es wird sicherlich Bestrebungen geben, dass hier und da irgendwo ein Affenzirkus einen für die eigenen Spielchen anzuwerben versucht oder in etwas zu verstricken. Doch letztlich, wenn man selbst dem nichts mehr abgewinnen kann, wird es sich im Sande verlaufen. Und man wird für viele andere die solcher Art gestrickt sind, zu einem Rätsel. Warum man nicht mit den selben Ambitionen veranlagt zu sein scheint, und weder Vorteil noch Nachteil für sich selbst in allem Wirrwarr sucht, weil es keinen Unterschied gibt was den Unsinn anbetrifft. Denn Unsinn bleibt Unsinn!

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J.Paul: Zylinderschloss

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 07 2018, 08:38

"Fern von Menschen wachsen Grundsätze, unter ihnen Handlungen".

- Jean Paul -
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Es ist vergleichbar mit einem Zylinderschloss, wenn der Schlüssel, mit seinen Rillen und Vertiefungen ins Schloss geht und die entsprechenden Zylinder erwischt, dann geht auch die Tür auf. So also auch mit einer Verwirklichung z.B., erst wenn man sich in irgend einer Weise mit allem befasst hat, was zu einer Verwirklichung notwendig dazugehört, kann diese erreicht werden.

Wollte man alles verwirklichen, dann ist es erforderlich sich irgendwann mit allem zu befassen [jedenfalls allem, womit man sich noch nicht hinreichend befasst hat]. Anders kann es auch nicht gehen. Dass die Grundsätze mit dem, was getan wird, übereingehen sollten, ist das Geringste.

Sollte man zudem auch mal erwachen wollen, dann geht es auch nur in den Dingen, die mehr als nur einen selber betreffen [dabei könnten es ganz alltägliche Dinge sein, mit denen jedermann irgendwo zu tun hat]. Denn ein Erwachtes Bewusstsein, beinhaltet immer mehr als nur die eigenen (zumeist selbstsüchtigen) Dinge, wozu und woher soll da sonst mehr Bewusstsein rein?! Und es kann erst etwas aufgehen, wenn alles zumindest zum jeweiligen Gehörige, erfüllt wird.

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Osho: Wer wer ist...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 08 2018, 22:23

"Dein ganzes Konzept darüber, wer du bist, ist geliehen - geliehen von denen, die selbst keine Ahnung haben, wer sie sind."

- Osho -
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Wenn einer hinginge und nun anderen sagte, wer er als Seele sei [soweit es ihm bekannt wäre], dann würde er heutzutage für verrückt erklärt und die meisten Menschen würden sich darüber lustig machen. Doch fragte man diejenigen, wer sie sind, kämen wohl nur ihre äußeren Umstände ins Spiel, für welche sie sich halten und womit sie sich identifizieren.

Das ist doch verrückt? Wenn man also nicht weiß, wer man ist, wie wollte man beurteilen, was und wer Jemand anders nicht sein können soll oder in den Augen derjenigen sein soll, welche selbst nicht einmal im Ansatz wissen, wer sie sind!?

Und so liegt die Identität bei vielen in irgendwelchen ähnlichen Äußerlichkeiten, doch darüber hinaus wissen sie allesamt nicht, wer sie sind. Hauptsache sich gegenseitig für blöd verkaufen, und darauf achten, dass keiner aus der Reihe tanzt, statt einfach zuzugeben, dass man nicht weiß, wer man ist.

Würde man sich nicht also einreden, das zu sein, was man alles nicht ist, wäre man wohl bereits ein ganzes Stück weiter...

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Buddha: Ein süßes Wort...

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 10 2018, 09:29

"Ein süßes Wort erfrischt oft mehr als Wasser und Schatten."

- Buddha -
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Paradiesapfel + Zuckerwatte.

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F.Ammon: Sich selbst Willentlich organisieren

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 12 2018, 09:53

"Nicht jeder, der sich verdient macht, bekommt das bezahlt."

- Fred Ammon -
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Es lohnt sich nicht sich wegen einer Bezahlung verdient zu machen. Denn zunächst bedarf es einer Instanz, welche die erledigte Arbeit zu erkennen und zu honorieren vermag.

Daher bleibt derweil nur, alles zu erledigen, als würde man es für Gott und nicht die Welt machen. Alles in einem größeren Zusammenhang sehen und das tuen, was zu tun ist.

Ohne viel oder etwas zu erwarten. Sich auch nicht ausbeuten lassen, und mindestens willentlich ist es ja möglich, dass man das in seinem Willen nicht akzeptiert [sich nicht einverstanden erklärt], was im größeren Sinne nicht in Ordnung ist.

Das rein Äußere ist in der Regel kein Prinzip, daher bleibt und zählt letztlich der Wille. Also sich selbst mehr Willentlich organisieren und bewegen. Im Zweifelsfalle sich äußerlich beugen, wenn man es nicht besser weiß, den eigenen Willen allerdings selbst organisieren und in dem Sinne rein [er]halten.

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F.Ammon: Aus liebe zu den Dingen

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 13 2018, 14:22

“Wer Gold finden will, muss im Dreck wühlen."

- Fred Ammon -
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Die Alternative dazu, alles in einem größeren Zusammenhang zu sehen und zu behandeln, auch bei den Dingen, die sich schwerlich in einen größeren Zusammenhang stellen lassen, ist, sich aus Liebe zu den Dingen zu betätigen.

Oder auch generell sich aus Liebe zu allem zu betätigen, soweit es einem gegeben und möglich ist. So lässt sich auch eher Gold finden, in dem, was andernfalls für wenig sinngebend angesehen würde.

In der Bhagavad Gita wird gesagt, dass einem Weisen, Steine und Gold gleich sind, und er keinen Unterschied darin macht. Das heißt allerdings nicht, dass man Gold [als verdichtetes Sonnenlicht] daher als nichtig ansehen müsse, umgekehrt, kann man auch im Stein das eine Leben bis zu einem gewissen Grad sehen und ihn als Teil eines größeren Ganzen betrachten.

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C.Bukowski: Rumhängen und warten...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 15 2018, 14:29

"Wozu war der Mensch auf der Welt?
Zum Sterben.
Und was hieß das?
Rumhängen und warten."


- Charles Bukowski -
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Sollte sich wer langweilen, dann kann es nur daran liegen, dass derjenige noch nicht gelernt hat, mit sich selbst etwas anzufangen.

Immerhin reicht es zunächst schon, sich einfach nur innerlich zu beobachten, und zu schauen, was für Abläufe sich in einem selbst kundtun.

Für gewöhnlich kann ein Introvertierter gar nicht genug Zeit finden, um alles zu ordnen und sich mit allerlei auseinander zu setzen und daraus auch zu lernen. Sofern er natürlich nicht einfach bloß rumhängt und wartet...

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B.Brecht: Nachgeforscht

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 16 2018, 08:09

"Wehe denen, die nicht geforscht haben und doch reden."

- Bertold Brecht -
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Nachforschung heißt nicht nur sich mit irgend etwas bestimmten zu befassen, es heißt auch, dass man zu diesen Dingen in Füllung geht und einen Bezug herstellt. So das das Angesprochene, auf das zutrifft, was damit im Eigentlichen auch gemeint ist.

Je weniger einer zu sagen hat, desto prätentiöser oft das Geplärr, um doch zumindest den Anschein zu erwecken, etwas Bedeutendes gesagt zu haben. Dabei sagt ein jeder stets immer etwas aus, je weniger zur Sache, um so mehr über sich selbst! Derjenige zeigt immer in irgendeiner Weise seinen Standpunkt auf, selbst wenn das Gesagte scheinbar mit demjenigen überhaupt nichts zu tun haben mag.

Ein jeder tut den Spiegel seiner Seele kund. Vom Abgrund bis zur erhabenen Höhe. Denn nichts was nicht in ihm ist, wird durch denjenigen gesagt werden. Je weniger es also auf etwas anderes zutrifft, um so mehr auf denjenigen selbst alsdann. Und sieht man andere über das reden, wohingehend sie nicht wirklich einen Bezug herzustellen vermögen, um so mehr erzählen und beurteilen sie sich selbst. Oft hört man dann allerlei Dinge, die man gar nicht wissen wollte, weil sie überhaupt nichts mehr mit der Sache zu tun haben.

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P.Picasso: Das Gemälde

Beitrag  Devino Melchizedek Gestern um 12:58

"Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, und es gibt auch den, der mit Überlegung und Geschick aus einem gelben Fleck eine Sonne macht."

- Pablo Picasso -
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Wir sind beständig das am malen und bringen das nach außen, was in uns ist. Die einen mehr impulsiv, die anderen mehr besonnen. Und letztlich ist es nicht die Sonne allein, die wir malen, sondern ein ganzes Gemälde, mit allem, was uns durchpulst.

Die Gemälde sind mehr oder weniger bunt. Sie sind unterschiedlicher Größe. Sie beinhalten und bringen die jeweils verschiedene Natur hervor, die uns selbst mehr oder weniger bestimmt und beeindruckt. Ob wir nun mehr oder weniger mit dem Pinsel geschickt sind, wir malen doch unentwegt, so lange wir in einer Welt leben. Wir sind immer bemüht unsere innere Welt nach außen zu bringen. Und sind mehr oder weniger begeistert oder enttäuscht, in Ansehung dessen, wie es uns gelingt.

Nur da viele gemeinsam an einem Gesamtkunstwerk arbeiten, ergibt sich eher etwas, was der heutigen sogenannten modernen Klecksfarbenen Kunst entspricht. Es fehlt oft die Vision vom größeren Ganzen und den Zusammenhängen. Erst daraus entsteht ein zusammenhängendes und harmonisches Kunstwerk, was nicht nur nach willkürlichen Farbklecksen ausschaut. Die Farbe und das Werkzeug sowie die Leinwand haben wir alle. Am Talent lässt sich arbeiten. Unsere innere Vision entspricht der Sonne. Und wir malen die Sonne, so wie wir sie sehen. Und die Sonne? Die Sonne malt uns, so wie sie uns sieht...

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T.N.Hanh: Die Blume

Beitrag  Devino Melchizedek Heute um 10:01

"Wenn wir in das tiefste Innere einer Blume blicken, sehen wir in ihr Wolken, Sonnenschein, Minerale, Zeit, Erde und alles andere im Kosmos. Ohne Wolken könnte es keinen Regen geben und so auch keine Blume."

- Thich Nhat Hanh -
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Selten wird man in der Blume sehen, was diese alles hinter sich vereint haben muss, um nur so als Blume dastehen zu können. Denn ohne dass ihr ein ganzes Mineralreich vorweggegangen ist und unzählige andere Entwicklung, könnte es diese Blume so nicht geben. D.h. allerdings auch, dass die Blume all diese Dinge in sich bereits vereint.

So nimmt man einen jeden Menschen, auch hier sind bereits Mineral-, Pflanzen- und Tierreich vereint in ihm anzutreffen. Ohne dass all dieses seiner Entwicklung vorausginge, gäbe es keinen Menschen.

Wissen wir also wirklich zu schätzen, was uns alles bereits gegeben ist, und was in uns bereits vereint ist, um zu sein, wer wir sind? Wie wandelt die Blume all dies, was ihr gegeben ist um, in das, was sie uns dann zeigt? Und wie zeigen wir all jenes, was in uns liegt?

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