Zitate zum Nachsinnen

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Aristoteles: Gesundheit der Seele

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 23 2018, 09:58

"Freude ist die Gesundheit der Seele."

- Aristoteles -
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Ist die Seele frei von allen Beschränkungen einer Form, gibt es nichts worüber sie sich sorgt, sie erfreut sich ihrer Grenzenlosigkeit und Freiheit. Somit ist Freude der natürliche Zustand der Seele.

Erst durch die Erfahrung von allerlei Beschränkungen kommt die Sorge um alles hinzu, was damit in Verbindung steht. So auch wenn die Seele sich etwas vornimmt und einen Plan schmiedet, wie und wo sie helfen kann, ein Weltgeschehen zu einem Besseren zu machen. Und in der Weise etwas zur eigenen Sorge werden lässt und auf sich nimmt, was die Seele andernfalls gar nicht bekümmert, noch was sie sonst bräuchte.

Doch in der Gewissheit, dass die Freude wieder der natürliche Zustand sein wird, sobald alle Form abgelegt wurde, macht sie sich dann auf. Zu einem gewissen Grad, ohne sich also in etwas Formbezogenes hineinzubegeben und zu vertiefen, geht der Seele die Verantwortung und auch das gewisse Verständnis über die Zusammenhänge ab, weil sie sich nicht in ihrem Gesichtskreis befinden. Nicht jedoch das innere Bestreben und der Instinkt, helfen und etwas zu etwas Besserem machen zu wollen. Denn auch hierin zeigt sich die Gesundheit einer Seele.

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P.Hilgendorf: Bürokratie

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 25 2018, 10:15

"Bürokratie ist ja schön, leider kann Papier nicht Arbeiten."

- Pascal Hilgendorf -
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Heutzutage gibt es in der Geschäftswelt immer mehr sogenannter studierter Leute. Sie haben gelernt allerlei Statistiken anzufertigen, wie alles noch viel besser optimiert werden kann.

Doch lässt sich die praktische Arbeit nicht von ein paar Statistiken beherrschen!

Würden daher die jeweiligen sich an der Stelle in praktischer Weise einbringen und nützlich machen, könnte viel öfter tatsächlich das erreicht werden, was sie berechnet haben.

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L.N.Tolstoi: Eine gewagte These

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 28 2018, 11:07

"Die Verbindung von Ursache von Folge hat weder Anfang noch Ende."

- Leo N. Tolstoi -
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Die Folge dessen, dass man atmet, ist die, dass man in dieser Welt verweilt.

Die Folge dessen, was man tut, sind u.a. die karmischen Wirkungen, die man daraufhin empfängt. Daher sollte man die Arbeit der übermittelnden Devas nicht stören, in dem man versucht irgendwelche karmischen Folgen zu verhindern. Denn wenn es nicht zugestellt werden kann, kann es nicht abgegolten, d.i. ausgeglichen werden.

Sogar jegliche Wissenschaft basiert für gewöhnlich auf einer Abfolge von Ursache und Wirkung, woraus in Ansehung der Folge eine Regel hergeleitet wird. Ein gewagte These ist, anzunehmen, da das vierte Naturreich [Menschreich] nicht von Nichts berührt werden kann und immer von etwas [dem Äther u.dgl.m.] umgeben ist, ist das was als "Nichts" vernommen wird womöglich doch nur die Art von Nichts, welche von den Devas lediglich abgebildet wird.

In Folge dessen kann man annehmen, dass daher sehr wohl alles eine Rolle spielt. Denn das was den Selbstsüchtigen ungehemmt treibt, ist die Annahme, es hätte etwas bloß mit ihm zu tuen, oder es könnte etwas nur mit ihm zu tun haben. Doch da dieser sich nicht im Nichts bewegt und nicht nichts anfasst, kann es nicht bloß mit ihm zu tuen haben können.

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J.W.v.Goethe: Worauf das Augenmerk gerichtet...

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 30 2018, 09:39

"Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht."

- Johann Wolfgang von Geothe -
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Was der werte Herr von Goethe in dem Fall meint, ist eine Willensformulierung, die jeder für sich vorzunehmen hat, da man andernfalls allerlei folgt und befolgt, was sich im Willen einfindet. Ohne dass man sich dessen gewahrt und ohne dass man Herr dessen ist, was man daraufhin daher dadurch zu tun geneigt ist.

Der Wille ist in etwa das, was man als Grundstimmung in der man sich bewegt und was als Grundton auf den man hört, aufgefasst werden kann. Auch die Affekte werden ja dadurch ausgelöst, dass etwas vom Willen affiziert wird, weil sich ähnliches in diesem vorfindet oder bereits vorhanden ist, was meist aber ja nicht der eigene Wille ist, da man es ja freiwillig und nicht aus dem Affekt heraus dann täte [und so eine gewisse Willenswahl noch vorhanden wäre]. Überhaupt, wenn man nur reagiert oder sogar gar nicht anders kann als in einer bestimmten Weise zu reagieren, ist auch das, was sich im Willen bereits befindet, nicht immer jedenfalls wirklich der eigene Wille.

Daher ist es nicht verkehrt, immer wieder auch mal inne zu halten, so sehr man meint, dass man es selber ist und es eigener Wille sei [und oft ist mans gerade dann nicht, weil man sonst die Freiheit hätte, dies auch anders zu gestalten]. Und so sehr dann das Wollen (d.h. Begehren) einen bei freier Willensentscheidung gar nicht nötigt oder vordergründig vorherrscht, so kann man gerade bei freiem und eigenem Willen immer noch anhalten und prüfen, ob man etwas so ausführt oder nicht, und in welcher Weise man es tut. Und sollte man doch merken, dass es irgendwie nicht das ist, wohin man steuern wollte, auch dann sollte man sich nicht verrückt machen, sondern Schrittweise Änderungen vornehmen und etwas angemesseneres anstreben.

Im Willen landet bereits das, worauf man verstärkt [nicht bloß in registrierender Weise] sein Augenmerk richtet. Auch ist das, worauf man sein Augenmerk richtet, durch die Aufmerksamkeit [und oder dem einen oder anderen Gedanken] das, wo man Energie zuführt und was man verstärkt. Denn es landet in der Weise ja im eigenen Willen und wird daher durch eigenen Willen zunächst bestärkt. Deswegen sollte man ja auch nicht so viel Augenmerk auf das Schlechte richten, sondern besser etwas positives und Gutes bezeugen oder hervorheben, und das andere ggf. nur zur Kenntnis nehmen (ohne es zu verleugnen oder sich selber etwas vorzumachen usw.).

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Zitate November 2018 - Wer andere liebt...

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 02 2018, 15:49

"Wer einen anderen liebt, trachtet ihm nützlich zu sein."

- Zhuangzi -
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Wer andere [überhaupt] liebt, der trachtet auch danach allgemein nützlich zu sein.

Denn ohne irgend eine Art von Opfer, kann es gar keine bessere Welt geben...

Lieber schmutzige Finger und Hände, anstelle eines unreinen Herzens!

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A. Huxley: Des Rätsels Lösung

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 03 2018, 10:45

"Wenn er sein eigenes Selbst als das Selbst erkannt hat, wird der Mensch selbstlos."

- Aldous Huxley -
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"Hast du das schon von Ihm gehört?" "Weißt du was Sie letztens gesagt hatte?" Ach was gibt es denn nicht alles für Lästereien? Oder auch Hochnäsigkeiten, in Anbetracht irgendeiner gesellschaftlichen oder beruflichen Stellung? Da sind von einem Schlag auf den anderen, viele andere plötzlich Menschen zweiter Klasse geworden u.dgl.v.m. Natürlich gibt es Unterschiede, doch die auf rein äußeren Dinge Bezogenen, sind die Unwesentlichsten. Dies lässt sich z.B. daran bemessen, dass wenn man die Lästereien der einen Seite nimmt, und die Lästereien der anderen Seite, diese sich im Ausmaß der Unsinnigkeit nicht unterscheiden, ja oft völlig der selben Tonart entsprechen. Nur ob das wirklich eine Leistung kennzeichnet, vor allem darin vollständige Übereinstimmung zu erlagen?

Wenn man das Selbst erkannt hat, werden diverse Äußerlichkeiten ebenso auf einen Schlag völlig bedeutungslos sein. Es werden die Verhältnisse von Wille, Kraft, Energie, Macht, welche nicht rein in äußerer Auswirkung begriffen, sondern direkt in ihrer Einwirkung auf Stoff- und Substanz eingesehen werden, weit stärker in den Vordergrund treten. Weil es auch das ist, worin das Selbst sich bewegt und wovon es teils eingenommen oder wodurch es beschäftigt wird. Die Einzelmenschen als solche werden meistens als Symbol mehr für die Dinge gesehen, worin sich das Selbst aktuell betätigt, so dass man die bestimmten gesellschaftlichen oder kollektiven Strömungen durch sie wahrnimmt und gespiegelt oder vermittelt bekommt. Das hat wenig persönlichen Charakter, wenngleich man mal geneigt sein mag, es in dieser Weise zu interpretieren zu suchen.

Es wird dann widernatürlich erscheinen, sich auf persönliche Reibereien einzulassen, noch irgendwelchen Äußerlichkeiten größere Bedeutung beizumessen. Allerdings bleibt man ja vom notwendigen Umgang nicht außen vor und es wird sicherlich Bestrebungen geben, dass hier und da irgendwo ein Affenzirkus einen für die eigenen Spielchen anzuwerben versucht oder in etwas zu verstricken. Doch letztlich, wenn man selbst dem nichts mehr abgewinnen kann, wird es sich im Sande verlaufen. Und man wird für viele andere die solcher Art gestrickt sind, zu einem Rätsel. Warum man nicht mit den selben Ambitionen veranlagt zu sein scheint, und weder Vorteil noch Nachteil für sich selbst in allem Wirrwarr sucht, weil es keinen Unterschied gibt was den Unsinn anbetrifft. Denn Unsinn bleibt Unsinn!

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J.Paul: Zylinderschloss

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 07 2018, 08:38

"Fern von Menschen wachsen Grundsätze, unter ihnen Handlungen".

- Jean Paul -
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Es ist vergleichbar mit einem Zylinderschloss, wenn der Schlüssel, mit seinen Rillen und Vertiefungen ins Schloss geht und die entsprechenden Zylinder erwischt, dann geht auch die Tür auf. So also auch mit einer Verwirklichung z.B., erst wenn man sich in irgend einer Weise mit allem befasst hat, was zu einer Verwirklichung notwendig dazugehört, kann diese erreicht werden.

Wollte man alles verwirklichen, dann ist es erforderlich sich irgendwann mit allem zu befassen [jedenfalls allem, womit man sich noch nicht hinreichend befasst hat]. Anders kann es auch nicht gehen. Dass die Grundsätze mit dem, was getan wird, übereingehen sollten, ist das Geringste.

Sollte man zudem auch mal erwachen wollen, dann geht es auch nur in den Dingen, die mehr als nur einen selber betreffen [dabei könnten es ganz alltägliche Dinge sein, mit denen jedermann irgendwo zu tun hat]. Denn ein Erwachtes Bewusstsein, beinhaltet immer mehr als nur die eigenen (zumeist selbstsüchtigen) Dinge, wozu und woher soll da sonst mehr Bewusstsein rein?! Und es kann erst etwas aufgehen, wenn alles zumindest zum jeweiligen Gehörige, erfüllt wird.

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Osho: Wer wer ist...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 08 2018, 22:23

"Dein ganzes Konzept darüber, wer du bist, ist geliehen - geliehen von denen, die selbst keine Ahnung haben, wer sie sind."

- Osho -
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Wenn einer hinginge und nun anderen sagte, wer er als Seele sei [soweit es ihm bekannt wäre], dann würde er heutzutage für verrückt erklärt und die meisten Menschen würden sich darüber lustig machen. Doch fragte man diejenigen, wer sie sind, kämen wohl nur ihre äußeren Umstände ins Spiel, für welche sie sich halten und womit sie sich identifizieren.

Das ist doch verrückt? Wenn man also nicht weiß, wer man ist, wie wollte man beurteilen, was und wer Jemand anders nicht sein können soll oder in den Augen derjenigen sein soll, welche selbst nicht einmal im Ansatz wissen, wer sie sind!?

Und so liegt die Identität bei vielen in irgendwelchen ähnlichen Äußerlichkeiten, doch darüber hinaus wissen sie allesamt nicht, wer sie sind. Hauptsache sich gegenseitig für blöd verkaufen, und darauf achten, dass keiner aus der Reihe tanzt, statt einfach zuzugeben, dass man nicht weiß, wer man ist.

Würde man sich nicht also einreden, das zu sein, was man alles nicht ist, wäre man wohl bereits ein ganzes Stück weiter...

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Buddha: Ein süßes Wort...

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 10 2018, 09:29

"Ein süßes Wort erfrischt oft mehr als Wasser und Schatten."

- Buddha -
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Paradiesapfel + Zuckerwatte.

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F.Ammon: Sich selbst Willentlich organisieren

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 12 2018, 09:53

"Nicht jeder, der sich verdient macht, bekommt das bezahlt."

- Fred Ammon -
---
Es lohnt sich nicht sich wegen einer Bezahlung verdient zu machen. Denn zunächst bedarf es einer Instanz, welche die erledigte Arbeit zu erkennen und zu honorieren vermag.

Daher bleibt derweil nur, alles zu erledigen, als würde man es für Gott und nicht die Welt machen. Alles in einem größeren Zusammenhang sehen und das tuen, was zu tun ist.

Ohne viel oder etwas zu erwarten. Sich auch nicht ausbeuten lassen, und mindestens willentlich ist es ja möglich, dass man das in seinem Willen nicht akzeptiert [sich nicht einverstanden erklärt], was im größeren Sinne nicht in Ordnung ist.

Das rein Äußere ist in der Regel kein Prinzip, daher bleibt und zählt letztlich der Wille. Also sich selbst mehr Willentlich organisieren und bewegen. Im Zweifelsfalle sich äußerlich beugen, wenn man es nicht besser weiß, den eigenen Willen allerdings selbst organisieren und in dem Sinne rein [er]halten.

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F.Ammon: Aus liebe zu den Dingen

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 13 2018, 14:22

“Wer Gold finden will, muss im Dreck wühlen."

- Fred Ammon -
---
Die Alternative dazu, alles in einem größeren Zusammenhang zu sehen und zu behandeln, auch bei den Dingen, die sich schwerlich in einen größeren Zusammenhang stellen lassen, ist, sich aus Liebe zu den Dingen zu betätigen.

Oder auch generell sich aus Liebe zu allem zu betätigen, soweit es einem gegeben und möglich ist. So lässt sich auch eher Gold finden, in dem, was andernfalls für wenig sinngebend angesehen würde.

In der Bhagavad Gita wird gesagt, dass einem Weisen, Steine und Gold gleich sind, und er keinen Unterschied darin macht. Das heißt allerdings nicht, dass man Gold [als verdichtetes Sonnenlicht] daher als nichtig ansehen müsse, umgekehrt, kann man auch im Stein das eine Leben bis zu einem gewissen Grad sehen und ihn als Teil eines größeren Ganzen betrachten.

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C.Bukowski: Rumhängen und warten...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 15 2018, 14:29

"Wozu war der Mensch auf der Welt?
Zum Sterben.
Und was hieß das?
Rumhängen und warten."


- Charles Bukowski -
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Sollte sich wer langweilen, dann kann es nur daran liegen, dass derjenige noch nicht gelernt hat, mit sich selbst etwas anzufangen.

Immerhin reicht es zunächst schon, sich einfach nur innerlich zu beobachten, und zu schauen, was für Abläufe sich in einem selbst kundtun.

Für gewöhnlich kann ein Introvertierter gar nicht genug Zeit finden, um alles zu ordnen und sich mit allerlei auseinander zu setzen und daraus auch zu lernen. Sofern er natürlich nicht einfach bloß rumhängt und wartet...

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B.Brecht: Nachgeforscht

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 16 2018, 08:09

"Wehe denen, die nicht geforscht haben und doch reden."

- Bertold Brecht -
---
Nachforschung heißt nicht nur sich mit irgend etwas bestimmten zu befassen, es heißt auch, dass man zu diesen Dingen in Füllung geht und einen Bezug herstellt. So das das Angesprochene, auf das zutrifft, was damit im Eigentlichen auch gemeint ist.

Je weniger einer zu sagen hat, desto prätentiöser oft das Geplärr, um doch zumindest den Anschein zu erwecken, etwas Bedeutendes gesagt zu haben. Dabei sagt ein jeder stets immer etwas aus, je weniger zur Sache, um so mehr über sich selbst! Derjenige zeigt immer in irgendeiner Weise seinen Standpunkt auf, selbst wenn das Gesagte scheinbar mit demjenigen überhaupt nichts zu tun haben mag.

Ein jeder tut den Spiegel seiner Seele kund. Vom Abgrund bis zur erhabenen Höhe. Denn nichts was nicht in ihm ist, wird durch denjenigen gesagt werden. Je weniger es also auf etwas anderes zutrifft, um so mehr auf denjenigen selbst alsdann. Und sieht man andere über das reden, wohingehend sie nicht wirklich einen Bezug herzustellen vermögen, um so mehr erzählen und beurteilen sie sich selbst. Oft hört man dann allerlei Dinge, die man gar nicht wissen wollte, weil sie überhaupt nichts mehr mit der Sache zu tun haben.

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P.Picasso: Das Gemälde

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 18 2018, 12:58

"Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, und es gibt auch den, der mit Überlegung und Geschick aus einem gelben Fleck eine Sonne macht."

- Pablo Picasso -
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Wir sind beständig das am malen und bringen das nach außen, was in uns ist. Die einen mehr impulsiv, die anderen mehr besonnen. Und letztlich ist es nicht die Sonne allein, die wir malen, sondern ein ganzes Gemälde, mit allem, was uns durchpulst.

Die Gemälde sind mehr oder weniger bunt. Sie sind unterschiedlicher Größe. Sie beinhalten und bringen die jeweils verschiedene Natur hervor, die uns selbst mehr oder weniger bestimmt und beeindruckt. Ob wir nun mehr oder weniger mit dem Pinsel geschickt sind, wir malen doch unentwegt, so lange wir in einer Welt leben. Wir sind immer bemüht unsere innere Welt nach außen zu bringen. Und sind mehr oder weniger begeistert oder enttäuscht, in Ansehung dessen, wie es uns gelingt.

Nur da viele gemeinsam an einem Gesamtkunstwerk arbeiten, ergibt sich eher etwas, was der heutigen sogenannten modernen Klecksfarbenen Kunst entspricht. Es fehlt oft die Vision vom größeren Ganzen und den Zusammenhängen. Erst daraus entsteht ein zusammenhängendes und harmonisches Kunstwerk, was nicht nur nach willkürlichen Farbklecksen ausschaut. Die Farbe und das Werkzeug sowie die Leinwand haben wir alle. Am Talent lässt sich arbeiten. Unsere innere Vision entspricht der Sonne. Und wir malen die Sonne, so wie wir sie sehen. Und die Sonne? Die Sonne malt uns, so wie sie uns sieht...

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T.N.Hanh: Die Blume

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 19 2018, 10:01

"Wenn wir in das tiefste Innere einer Blume blicken, sehen wir in ihr Wolken, Sonnenschein, Minerale, Zeit, Erde und alles andere im Kosmos. Ohne Wolken könnte es keinen Regen geben und so auch keine Blume."

- Thich Nhat Hanh -
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Selten wird man in der Blume sehen, was diese alles hinter sich vereint haben muss, um nur so als Blume dastehen zu können. Denn ohne dass ihr ein ganzes Mineralreich vorweggegangen ist und unzählige andere Entwicklung, könnte es diese Blume so nicht geben. D.h. allerdings auch, dass die Blume all diese Dinge in sich bereits vereint.

So nimmt man einen jeden Menschen, auch hier sind bereits Mineral-, Pflanzen- und Tierreich vereint in ihm anzutreffen. Ohne dass all dieses seiner Entwicklung vorausginge, gäbe es keinen Menschen.

Wissen wir also wirklich zu schätzen, was uns alles bereits gegeben ist, und was in uns bereits vereint ist, um zu sein, wer wir sind? Wie wandelt die Blume all dies, was ihr gegeben ist um, in das, was sie uns dann zeigt? Und wie zeigen wir all jenes, was in uns liegt?

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S.Kierkegaard: Ehrlich währt am längsten

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 20 2018, 10:03

"Es gehört Mut dazu, sich so zeigen zu wollen, wie man in Wahrheit ist."

- Soren Kierkegaard -
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Wer irgendwelche Hintergedanken hegt, wird kaum etwas vollends überzeugend (von einer überzeugenden charmanten Art vielleicht abgesehen) vorbringen können. Denn entsprechende Hintergedanken werden bereits die vordergründigen Gedanken zerstreuen und sie an ihrer vollen Entfaltung hindern.

In Anbetracht dessen, dass man Teil von allem ist und alles in selber Weise einen Teil von einem selbst bildet, auch wenn man manches nach den Kreisen hin aufteilt (laufen lässt), kommt man nur wirklich voran, wenn man ehrlich ist. Denn dann geht man so mit den Dingen um, wie man wirklich zu ihnen steht, statt ihnen irgend etwas vorzuhalten, was gar nicht wirklich in der Weise so da ist.

Wie eine Blume ihre volle Pracht zeigt, und dass vereint zum Ausdruck bringt, was in ihr alles an Entwicklung steckt, so sollten wir alle es ihr gleich tun. Man sollte nicht die Haltung haben, sich als getrennt von der Welt zu geben (als etwas Besseres), denn es ist alles nicht getrennt von einem. Allerdings geht man mit allem so weit, wie es mit einem mitgeht, und geht dann so weiter und mit jenem, was weiter geht usw. Es löst sich alles eh nach seinen Kreisen wieder und weiter auf, und man braucht nichts zu überzeugen, von etwas anderem wo es keinen Bezug zu hat, denn alles muss dem eigenen Innersten Folge leisten.


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M.Aurel: Ziel seines Strebens

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 21 2018, 10:04

"Jeder ist nur soviel wert wie das Ziel seines Strebens."

- Mark Aurel -
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Im moralischen Sinne aufgefasst: Je edler das Ziel des Strebens, desto edler die Frucht die daraus hervorgeht.

Im Sinne des Selbst: Wenn das Selbst einmal eingebracht ist [wie eine Art Einsatz], dann erweitert es das, was bis dahin nicht da war, dass Werk schreitet selbstständig weiter vorwärts.

Im moralischen und im Sinne des Selbst besehen: Sofern nichts weiter erstrebt wird, bleibt es bei dem, was schon da ist. Nur das erneut Erstrebte, hat einen Mehrwert fortan. Wenn ein Selbst hinzukommt, ist auch zu beachten, was bereits da ist, nicht dass es hinterher schlechter alles dasteht, als zuvor.

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S.Kierkegaard: Langeweile gibt es nicht...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 22 2018, 09:57

"Aller Laster Anfang ist die Langeweile."

- Soren Kierkegaard -
---
Langeweile ist lediglich ein Zeichen dafür, dass man entweder nicht gelernt hat, mit sich selbst klar zu kommen, mit der Zeit angemessen umzugehen, oder beides. Die Möglichkeiten die man im äußeren Sinne hat, sind in einem inneren Sinne noch umfassender. Und man hat sich selbst ja auch überall mit dabei (was zugleich wohl für manchen Fluch wie für einen anderen Segen sein mag), wo auch immer man hinkommt oder hinzugehen vermag.

Man stelle sich eine Seele in einem unverkörpertem (Zu-)Stand mal vor. Sie müsste sich dann ohne allerlei äußerer Umstände und ohne die Möglichkeit vom Einsatz irgendwelcher Körperlichkeiten sich ja schlichtweg zu Tode langweilen [wenn se im allgemeinen Sinne des heutigen Verständnisses nicht per se schon als Tod gälte].

Wie also für jedermann unschwer einzusehen sein dürfte, ist so etwas wie Langeweile nicht möglich, und in diesem Sinne auch eher etwas künstlich dazu erdichtetes, welches dann auch noch für wahr gehalten wurd'.

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M.Luther: Sich nicht überheben...

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 24 2018, 18:45

"Aber es ist schwierig, dass einer, der durch Gaben des Geistes ausgezeichnet ist, sich nicht überheben soll."

- Martin Luther -
---
Man sollte häufiger das Gegenteil von dem tun, wonach einem gerade ist. Denn das, wonach einem ist, ist oft bereits im Übermaß vorhanden. Also ist man eher dafür dann verantwortlich, einen Ausgleich zu erbringen, statt sich von allem verleiten oder beherrschen zu lassen.

Auch kann man eigentlich auf die wesentlichen Dinge nicht vorbereitet werden. Einfach deswegen, weil man die wesentlichen Dinge erst lernt, in dem man das Wesentliche tut.

Und immer gilt, sich für etwas würdig zu machen, bevor es da ist. Das beginnt bereits damit, wer nun frei sein will, sollte erst einmal lernen mit der Freiheit umzugehen. Denn leicht ließe sich dann, mal davon zu schweben, und doch mit leeren Händen [da zu stehen]...

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M.L.King: Ein Traum wird wahr

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 27 2018, 10:05

"Ich habe einen Traum, dass meine vier Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird."

- Martin Luther King -
---
Es besteht bei manchen die irrige Überzeugung, dass ab einer gewissen Entwicklungsstufe bestimmte Dinge einfach von selbst verschwinden. Zum Beispiel, dass es dann irgendwann keine Persönlichkeit mehr gibt. Nun, es verschwinden gewisse Neigungen, allerdings auch bedingt dadurch, dass man sie vorher abgearbeitet hat. Eine Einweihung ist ohnehin nur die Anerkennung des bis dahin Geleisteten und nicht eine plötzlich auftretende Leistung.

Es heißt, die drei niederen Erfahrungswelten (das Physische, Emotionale und Mentale) seien kein Prinzip. Doch hinsichtlich des Charakters heißt es, dass selbst Götter einen Charakter und eine Persönlichkeit haben [von Krishna heißt es gar, es sei die höchste Persönlichkeit Gottes]. Manche Dinge können wir nur selbst ändern, niemand anderes. Dazu gehört der Charakter und die Persönlichkeit.

Selbst wenn man also bis zur Seelentriade oder noch weiter vorgedrungen ist, ist man letztlich immer noch der, zu dem man sich selbst gemacht hat und im wesentlichen auch der, der man vorher war. So verschwindet nicht manches durch das Erreichte, sondern das was man zuvor in sich verschwinden lässt, was störend sei oder mit dem zu Erreichenden nicht übereingeht, und das in sich fördert, was man dem zu Erreichenden entspricht, macht es erst möglich gewisse Dinge zu erreichen.

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Konfuzius: Wenn ein Amt ehrbar ist

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 28 2018, 09:55

"Indem der Edle ein Amt übernimmt, tut er, was er soll. Dass er allein die Welt nicht in Ordnung bringen kann, weiß er schon."

- Konfuzius -
---
Wenn ein Amt ehrbar ist, wird sich einer finden der diesem entspricht.

Die Welt heute findet, was sie für ihre Ziele und Zwecke sucht.

Der Charakter der Welt findet stets die Repräsentanten.

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Konfuzius: Das Nadelöhr

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 30 2018, 10:02

"Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum."

- Konfuzius -
---
Jeder liebt in irgend einer Weise das, was er zu seinem eigen dazu zählt. Denn sonst würde man sich davon wieder lösen, oder es wäre für einen einfach unbedeutend, ob etwas da ist oder nicht. Auch ist es zwar für den reinen Geist so, dass er keinen Raum benötigt, alles andere jedoch braucht schon seinen Raum und seinen Platz.

Allerdings kann nicht alles überall hin. Unabhängig dessen, wie weit ein Raum bereits von etwas anderem erfüllt ist, gehört etwas einer bestimmten Ebene, nicht zu etwas anderem, einer völlig anderen Ebene. Ebenso ist es auch mit einem bestimmten Charakter. Mit manchem Charakter kann man einfach nicht kommen, sondern darf das ablegen, was irgendwo anders nicht hingehört, oder wo es lediglich schadenstiftend wäre.

Also ist das Nadelöhr sogar erforderlich, und dass einer erst durch dieses geht, und notwendig das hinter sich lässt, was auf der anderen Seite gar nicht erst gebraucht wird. Man kann nicht zwei Herren dienen. So auch schon z.B., entweder liebt man seinen Besitz, oder man liebt seine Seele. Beides bildet keine direkte Schnittmenge. Und entscheidet man sich für das eine, dann entscheidet man sich zugleich gegen das andere. Und dies liegt bereits in der Natur der Sache selbst.

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Zitate Dezember 2018 - Achtung

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 01 2018, 14:14

"Achtung ist der Freundschaft unfehlbares Band."

- Friedrich Schiller -
---
Kann man einen beliebig großen Freundeskreis haben? Und was gehört denn überhaupt dazu, so dass ab einem bestimmten Zeitpunkt aus einer Bekanntschaft oder einer beliebigen Beziehung eine Freundschaft wird?

Es lässt sich wohl sagen, dass es wie bei der Liebe so ist, dass man nur das lieben kann, wovon man irgend eine Art von Gewahrsein hat. Denn wie wollte man etwas lieben, zu dem man keinen Bezug hätte? Also auch bei einer Freundschaft, ist eine Art Gewahrsein erforderlich, um zu wissen, wer der andere überhaupt ist, wo er steht und wo er sich bis zu einem gewissen Grad bewegt. Eben dazu gehört auch Achtung und Achtsamkeit für den anderen.

Dadurch dass ein jeder nur einen gewissen Rahmen an Kapazität und an Möglichkeiten als Mensch hat, kann man auch nicht einen beliebig großen Freundeskreis haben, denn es wären letztlich sonst nur Bekanntschaften. Wenn man für andere nichts pflegt, dann kann man sich auch nicht ihr Freund nennen. Vielleicht pflegen sie etwas für einen, so dass sie Freunde für einen sind, aber umgekehrt heißt es dass dann noch nicht. Das Mindeste ist also, dass man sich mit seinen Freunden befasst und Zeit oder irgend eine Art von Mühe [und pflege der Beziehung] für sie aufbringt, damit eine Beziehung mehr als bloße Bekanntschaft enthält.

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A.Feuerbach: Das Licht

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 03 2018, 23:30

"Die Inkarnation ist nichts andres als die tatsächliche, sinnliche Erscheinung von der menschlichen Natur Gottes."

- Anselm Feuerbach -
---
Wir sind alle hier, um Gott zu vertreten auf Erden. Ob dunkle Flecken, dunkle Ecken, dem einen gelingt es besser, dem anderen weniger.

Doch wie man es wendet und dreht, am Ende gewinnt das Licht. Denn ehe Licht da war, war nicht Finsternis, sondern das Nichts.

Das Licht kam, es wurde hell. Die Finsternis zeigte sich wo das Licht noch nicht voll erstrahlt ist. Doch ohne das Licht, war auch keine Finsternis, sondern es war nichts.

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A.Lincoln: Das Leben in den Jahren

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 05 2018, 23:40

"Am Ende sind es nicht die Jahre im Leben, die zählen, es ist das Leben in den Jahren."

- Abraham Lincoln -
---
Eigentlich kann man keinem wirklich sagen, was wer wie zu tun hätte. Denn selbst wenn einer dann hingeht und dieses so tut, wer ist es in ihm, der es wirklich vollbringt? Je mehr nachdrücklich etwas von außen käme, um so weniger wäre von demjenigen innerlich wirklich etwas eingebracht.

Es hat schon jeder sich selbst zu raten was er zu tun hat, und demgemäß auch die Tat zu vollbringen sowie auch die Folgen dafür dann auf sich zu nehmen. Vielleicht kann man noch einen Rat erteilen, wo einer gesucht und nach einem Rat gefragt wird, denn dann hat derjenige sich bereits in irgend einer Weise damit befasst, und vielleicht weiß er schon die Antwort. Ja die Antwort ist sogar durch die innerliche Frage sehr wahrscheinlich zugleich vorhanden. Nur kann diese womöglich von demjenigen nicht recht für sich übersetzen werden können [von dort wo er die Antwort hat, dorthin wo er sich die Frage dazu gestellt].

Zudem ist es ja so, dass es nichts nutzt, etwas fanatisch auf irgend ein Ergebnis zu bringen. Es nutzt nicht nach Intensität oder nach Extremen sich zu strecken oder prätentiös etwas bewirken zu wollen, sich mit irgend etwas Gewalt anzutun, nur um irgendwie zu meinen das man so möglichst viel damit erreichen oder bezwecken würde. Mehr nur ist es dann von wirklichem Wert, wenn man in rechter Weise präsent ist, mit dem was die wirklich eigene Essenz und Präsenz ausmacht und bildet. Dabei braucht es nicht anders zu sein, als es ist.

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M.Luther: Bauchpinseln und Schmeicheleien

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 08 2018, 11:57

"Für Heuchelei gibt's Geld genug, Wahrheit geht betteln."

- Martin Luther -
---
Bauchpinseln und Schmeicheleien, lässt die Reichen Geld verteilen.
Doch die Wahrheit über sich, läuft davon der reiche Wicht.

Auf der Suche ist die Wahrheit, denn sie schafft ja nur mehr Klarheit.
Und gutem Charakter sie gefällt, je mehr er davon noch erhält.

Wollte man viel Wahrheit sagen, sollt' man sie erst in sich tragen.
Losem Mundwerk sie entweicht, noch bevor sie was erreicht.

Erst wenn etwas ist gereift, es auch in der Tat dann greift.
Heldenhaft ist nicht der Mut, sondern was man daraus tut.

Devino Melchizedek

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L.Feuerbach: Empfindungsvermögen

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Dez 11 2018, 10:11

"Was wäre der Mensch ohne Empfindung?
Sie ist die musikalische Macht im Menschen."


- Ludwig Feuerbach -
---
Empfindung ist elementar in jeglicher Art und Form von Beziehung. Denn ohne das man ein Gewahrsein vom anderen hat, hat man keinen Beziehung zu demjenigen oder zum jeweiligen. Zwar mag es dann allerlei Mittelsdinge geben, doch hat man dann ja mehr eine Beziehung zu diesen.

Deswegen ist auch die Pflege so wichtig dabei, denn alles was ungepflegt ist, nimmt nicht nur das eigene Empfindungsvermögen in Anspruch, sondern auch dasjenige all derer, welche damit konfrontiert werden. So dass dann umso schwerer die Empfindung dessen möglich wird, was darüber hinaus da ist.

Somit ist tatsächliche Empfindung ein Vermögen, dass sowohl im eigenen Sinne als auch im Sinne aller anderer sorgsam gehegt und gepflegt werden möchte.

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J.W.v.Goethe: Von Augenblick zu Augenblick

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 12 2018, 10:11

"Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert."

- Johann Wolfgang von Goethe -
---
Weder war das Göttliche weniger oder mehr am Werk, noch wird es weniger oder mehr am Werk sein. Von unserem Stand der Dinge her besehen.

Also ist alles Göttliche auch hier und jetzt und heute beständig am Werk ohne unterlass. Es ist unsere Zeit jetzt und es war weder besser, noch wird es eine bessere Zeit geben, für diejenigen die wir im Augenblick sind.

Alles andere ergibt sich nur aus dem, wie weit wir das Göttliche beim Werke zu erkennen vermögen und so einen Anteil daran haben. Daraus ergibt sich das Übel unserer Zeit, in Ermangelung der Einsicht. Daraus ergibt sich alles Positive unserer Zeit, in dem das Göttliche Werk eingesehen und durch uns selbst eine Erweiterung erfährt.

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D.DoCuir: Der Gedanke des Todes

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 13 2018, 10:08

"Der Tod motiviert mich zu leben."

- Dominic DoCuir -
---
Der Tod ist ein unheimlich belebender Gedanke. Und verhilft dass man sich der wesentlicheren Dinge des Lebens bewusst wird.

In Ansehung des Todes, wird uns das bewusst, was im Leben für uns etwas wirklich zählt. Und wie banal der Alltagstrott ist, dem man sich oft hinzugeben geneigt ist, oder woran man sich unnötig aufzureiben vermag.

Mit dem Tod in der Vorstellung geht das Leben er richtig los...

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E.Hemingway: Handlungskreislauf

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 16 2018, 11:52

"Verwechsle niemals Bewegung mit Handeln."

- Ernest Hemingway -
---
Eine Bewegung ist dasjenige, wenn etwas von einem reglosen Zustand zunehmend in einen Zustand wechselt, welcher einen zu einem anderen Standort hinführt, als den wo oder worin sich einer zuvor befand.

Die Tätigkeit ist dasjenige, was einer selbst zu vollbringen fähig ist, und dieses dann auch nicht unterlässt. Eine Tätigkeit beinhaltet also mehrere Bewegungen irgend einer Art, welche zusammenwirken oder auch entgegenwirken und dadurch etwas Drittes einer anderen Art hervorbringen.

Eine Handlung ist dasjenige, was aus einer Summe mehrerer Akteure entsteht, die es nicht unterlassen können zur Handlung beizutragen. Allerdings reicht die Zugehörigkeit zum Handlungskreislauf aus, danach findet immer irgend eine Art von Zutragen statt, welches eine Handlung insgesamt so und nicht anders werden lässt.

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M.Gandhi: Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 17 2018, 10:04

"Das Ziel weicht ständig vor uns zurück. Genugtuung liegt im Einsatz, nicht im Erreichen. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg."

- Mahatma Gandhi -
---
Die halbherzigen Dinge führen nur zu halbherzigen Resultaten. Denn aus der Summe des Willens und des Einbezogenen kann nur das Einbezogene sich ergeben. Wenn man also nur halb bei der Sache ist, dann ist es nur eine halbe Sache.

Ähnlich dem wie es in der Bhagavad Gita heißt, dass man Krishna nur mit vollem Einsatz und Hingabe erreichen kann, andernfalls landet man nur bei den Halbgöttern.

Sicher, man bringt zwar in bestimmten Kreisen nur das ein was in die Kreise auch gehört, und lässt das was in anderen Kreisen ist, sich in anderen Kreisen auch vollziehen.

Davon abgesehen, ist man entweder ganz bei der Sache, oder gar nicht, weil es oft sonst der jeweiligen Sache gar nicht beikommt oder entspricht. Mit Herz und Seele oder mit Geist und Leib, soweit wie es einbezogen ist [und was nicht einbezogen wird, ist auch nicht enthalten].

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A.Watts: Kann Katzen etwas peinlich sein?

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 19 2018, 00:17

"Eine Katze sitzt, bis ihr das Sitzen langweilig wird. Dann steht sie auf und geht weg."

- Alan Watts -
---
Bei einer Katze scheint es so, als wäre sie immer mit ihrem Katzengeist verbunden, und würde immer auf ihr Innerstes mehr achten, als auf das Äußere. Und doch wieder von dem her, dass der Geist, den Körper mit formt, ist es so, dass ihre Eleganz und die geschärften Sinne sowie nach außen gerichtete Aufmerksamkeit doch nur den inneren Charakter widerspiegeln.

Ist eine Katze mal doch irgendwo danebengetreten oder ungeschickt, überspielt sie es so, als wäre es gar nicht gewesen oder entspräche gar nicht ihrem Charakter und hätte daher wenig mit ihr zu tun. Und es kommt so raus, als wäre ihr das irgendwie peinlich daher, womöglich weil sie ihrem Innersten für einen winzigen Augenblick nicht entsprach.

Wie peinlich wäre es daher für viele, wenn sie feststellten, wie wenig sie ihrem Innersten mit dem entsprechen, was sie nach außen hin tun?

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A.Lincoln: Staatskunst

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 19 2018, 09:59

"Staatskunst ist die kluge Anwendung persönlicher Niedertracht für das Allgemeinwohl."

- Abraham Lincoln -
---
Sobald man für die Allgemeinheit in irgend einer Weise tätig wird, selbst wenn es mit einer gewissen Niedertracht oder auch noch Neigungen und Eigeninteressen einhergeht, doch wird man dieses zumindest zeitweilen unterzuordnen haben. Denn gewisse Dinge werden hier und da dann abverlangt, und so dass man die Zeit nicht ausschließlich für die rein persönliche Niederträchtigkeit gebraucht.

Immer mehr wird man dann dazu gebracht, im Sinne der Allgemeinheit zu denken und so auch immer mehr eine gewisse Verantwortung dafür übernehmen. Letztlich also auch notwendig zur gewissen Einsichtnahme der größeren Zusammenhänge kommen. So dass viele Eigeninteressen in diesem untergehen oder sich auflösen.

So geht man dazu über, Fürsprecher der Allgemeinheit zu sein und entwickelt mehr altruistische Wesenszüge, die in der Gunst eigener seelischer Entfaltung stehen und den Charakterzügen der Seele mehr entsprechen und gerecht werden. Womit immer mehr auch das Innerste mit dem Äußeren in eine Übereinstimmung kommen können.

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A.Lincoln: Vertrauen der Mitbürger

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 20 2018, 15:32

"Wenn man einmal das Vertrauen seiner Mitbürger verliert, kann man ihre Achtung und ihr Ansehen niemals wiedergewinnen."

- Abraham Lincoln -
---
Vertrauen kann man sich nicht erkaufen, man kann es nur verdienen. Indem man sich darum verdient macht, sofern auf einen zu bestimmten Zeiten oder gewissen Umständen gezählt werden kann. Oder wie man mit den gemeinsamen Dingen umgeht u.dgl.m.

Fehlt das Vertrauen, dann auch eine gemeinsame Basis, auf welcher sich aufbauen ließe. Und die Dinge, die Vertrauen voraussetzen, entfallen oder gehen in anderer Richtung daneben.

Vertrauen ist daher wie eine Währung, eine geistige Währung. Eine die mit Geld nicht bezahlbar ist, und die besser ist, als ein Kredit, weil sie nicht abbezahlt werden braucht, allerdings erst verdient werden möchte.

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A.Lincoln: Der Topf des Gemeinsamen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 21 2018, 15:26

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."

- Abraham Lincoln -
---
Es gibt viele gemeinsame Töpfe in verschiedener Hinsicht, d.h. immer wo man mit anderen verschiedene Schnittmengen bildet. Es gibt dieses was ein jeder einbringt, und es gibt jenes was ein jeder daraus mitunter bezieht. So kann man sich auch darum mühen, stets alles zu seinen eigenen Gunsten zu drehen und versucht sein vor anderen unter Einbeziehung der gemeinsamen Dinge stets glänzend dazustehen. Doch zu guter Letzt ist es so, dass alles dann mal gewendet wird, und nicht das was man daraus bezogen hat verbleibt bei einem, sondern es gehört einem nur das was man eingebracht hat.

Wenn das in der Weise Eingezahlte und was man dazu gibt also lediglich heißer Luft entspricht, dann verbleibt lediglich diese heiße Luft bei einem. Und daher kann man zwar sich seine Vorzüge auf Kosten anderer eine Zeitlang und unter z.B. geschickt eingefädelter Nutzung der Erscheinungswelt sowie ggf. anderer Dinge zugedeihen lassen, doch das Fazit wird sein, dass man sich in erster Linie und womöglich auch auf voller Linie nur selbst verarscht hat!

So kann es auch oft vorkommen, so lange ein gemeinsamer Topf da ist, dass man sich vorübergehend verarscht vorkommen mag, denn diejenigen die sich selbst bereits hinters Licht geführt haben, werden fortwährend um den eigenen Vorzug bemüht sein. Kein Grund sich solcher Gesinnungsart jedoch anzuschließen, denn wenn der Topf mal nicht mehr da ist, ist das eigene ehrliche Bemühen und der eigene Einsatz, immer noch da, und sogar noch um das größere Gemeinsame dadurch erweitert worden. In der Art wie man diesen Topf vor allem zur Ausdehnung eigener Bemühungen verwendet hatte.

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S.Kierkegaard: Etwas für Könner

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 24 2018, 23:54

"Es gehört Mut dazu, sich so zeigen zu wollen, wie man in Wahrheit ist."

- Søren Kierkegaard -
---
Bieder Autoritär und von oben herab? Gleich bei allem eingeschnappt? Oder anderen etwas vorgaukeln, was man selbst nicht einhält? Es gibt schon viele klägliche Formen, wie man es möglichst vermeidet, dass die Dinge bei einem so landen können, wie sie an sich sind. Womöglich weil sie unangenehm, unbequem oder sonst wie unbehaglich wären. Doch das bräuchte es nicht zu sein, wenn man beizeiten sich der Dinge und Angelegenheiten annimmt. Noch ehe so viel von seinesgleichen angesogen hat, dass man damit allein gar nicht mehr fertig werden können kann.

Wer seine alltäglichen Kleinigkeiten nicht im Griff hat, braucht sich um Spiritualität nicht weiter mühen. Das kann dann nur mit einem Griff ins Klo enden. Denn entweder ist es dann, nicht das, was es zu sein verspricht, oder man ruiniert sich nur die reineren geistigen Dinge. Oder man eröffnet sich dann etwas, wofür man nicht bereit ist und alles wird um so schwieriger, vor allem all das, was man bereits vorher nicht auf die Reihe bekommen hat.

Es erfordert Mut, ehrlich mit sich selbst zu sein. Doch ist es die einzige Option die man wirklich hat. Alles andere ist ein beständiges versagen. Ganz egal wie man sich gibt, entweder erkennt man sich selbst, oder eben nicht. Dickfellig herumturnen und nichts auf sich kommen lassen, weil es natürlich alles nur mit anderen zu tun hat, ist etwas für Feiglinge und Versager. Ehrlich und auf Augenhöhe mit seinen Mitmenschen umzugehen, ist etwas für Könner!

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M.L.King: Alle für Gott

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 26 2018, 15:16

"Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert."

- Martin Luther King -
---
Das Lebewesen auf seiner Ebene ist stellvertretend für Gott da. Denn alles Leben ist von Gott und ohne dass er das Leben gäbe, gäbe es also auch kein Lebewesen dort selbst.

In Folge dessen, ist das Lebewesen für Gott da, und nicht Gott für das bedingte Lebewesen. Das ist jedoch oft was vertauscht wird, denn meist wird um das gebetet, was Gott für einen tun möge, von dem was sich einer erwünscht. Selten jedoch fragt einer Gott, ob er was für Gott tun könne.

Die meisten Schwierigkeiten also entstehen dadurch, dass angenommen wird, dass einem erst alles bereitet werden soll. Würde man sich tatsächlich als stellvertretend für Gott ansehen, dann würde man sich selbst bereitwillig um alles kümmern, noch ehe danach gefragt würde.

Gott allein handelt?
Ja, das tut er wohl, allerdings durch uns alle.
Das Letztere wird häufiger gern weggelassen, denn Gott handelt nicht für uns, sondern mit uns.

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F.Ammon: Bereit zur rechten Zeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 28 2018, 10:52

"Manche Leute warten noch immer auf das, was vorüber ist."

- Fred Ammon -
---
Manche Dinge bewegen sich aufeinander zu, und es gibt einen gewissen Zeitpunkt, wo sie sich am nächsten sind. Das bildet die rechte Zeit zum agieren [für den der bereits ist].

Dann bewegen sich die Dinge wieder voneinander weg, und der Weg zu den bestimmten Dingen, ist ein Weg zurück. Manchmal mag es erforderlich sein zurück zu gehen, wenn es um notwendige Dinge geht [und man kommt auch gar nicht umhin].

Doch immer wenn man zurück geht, ist es auch so, dass man dessen leicht nicht gewahr wird oder es ebenfalls verpasst, was gerade anderweitig am Horizont am nahesten steht. Und ehe man es sich versieht, ist vieles bereits vorüber. Und dem was nicht wiederkehren kann, weil es sich als Konstellation aus vielem ergibt, sollte man gar nicht nachgehen. Denn es kann ja nicht wiederkehren.

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J.Krishnamurti: Achtsamkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 30 2018, 23:38

"Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung".

- Jiddu Krishnamurti -
---
Es gibt einmal die Achtsamkeit an sich. Dann gibt es das, was jeder auf seine Weise darunter versteht. Hinzu kommt, was für einen als höchstes Ideal gilt. Weiter geht es mit dem, was für einen jeden die reelle Möglichkeit dazu bildet. Zu guter Letzt das, was einer bereit ist daraus zu machen. Und schließlich dann das, was tatsächlich dabei herum und herauskommt.

Und wie man sieht, ist weder das selbe Verständnis der Sache bei allen gegeben, noch für jeden die gleiche Möglichkeit etwas davon auf die Reihe zu bekommen. Zwar mag es sinnvoll sein, den Einzelnen nicht nur nach dem, was da ist, zu beurteilen, sondern auch die potenziellen Möglichkeiten hinzuzuziehen. Andererseits jedoch genauso, die reellen Umstände und Gegebenheiten des Einzelnen einzubeziehen.

Achtsamkeit beginnt dort, wo man von den eigenen Bedingungen abzusehen und die Bedingungen anderer anzuerkennen lernt. Manchen fällt bereits eine realistische Selbsteinschätzung schwer, geschweige denn, tatsächlich Achtsamkeit zu kultivieren, die mehr als nur um die eigenen Vorstellungen, Wünsche und Meinungen kreist und etwas mit andern zu tun hat. Auch das sind die reellen Bedingungen, die ein jeder nach seinem Entwicklungsstand an den Tag legt.

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A.Schweitzer: Dank dem Erweckendem

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 31 2018, 16:06

"Jeder hat in tiefstem Dank derer zu gedenken, die Flammen in ihm entzündet haben."

- Albert Schweitzer -
---
Schnell mag man dazu übergehen, sich dessen zu erfreuen, was man an tollen Dingen gehört haben mag, und oft doch nur dieser Dinge, die einem dem eigenen Munde nach gesprochen wurden. So dass man darin Bestärkung fand, wovon man ohnehin überzeugt war. Jedoch hat es wenig dann mit dem zu tun, was einen wirklich wach zu machen vermochte.

Am Bespiel derer, die Astral/Emotional polarisiert sind, lässt sich dieses etwas verdeutlichen. Die Mehrheit ist nun einmal nicht Mental polarisiert, und dieses ist erst in einer natürlichen Weise der Fall, wenn einer die dritte Einweihung erreicht hat. Daher kann einer mit astraler Polarisierung zwischen sich und anderen in einer sogar natürlichen Weise gar nicht unterscheiden. Nicht nur, weil er gar nicht erkennt, was vom eigenen Selbst ausgeht und was von anderswo daherkommen mag, sondern er kann sich selbst aus allem gar nicht sauber raushalten, allein schon, weil ihm alles dosiert nach Ebenen und Körpern ihrer Art nach als Teil des gesamten lediglich zukommt. Ständig wird derjenige also alles als durch sich und sich inbegriffen im großen Strudel der Emanationen erfahren. Genau dadurch wird dann (auch in einer gewissen natürlichen Weise) gegen Teile des Umfelds oder irgend welche Mehrheiten hergezogen, im Bemühen sich unabhängig dessen mal erfahren zu können (bei einer solchen Polarisierung kann man oft vom Gegenteil des Gesagten ausgehen, und wird damit der umfassenderen Wahrheit näher sein).

Jemand der weiter fortgeschritten ist, kann dann zwar fast alles nach Stofflichkeitsart und Ebene zuordnen, und sogar erkennen, was mit ihm direkt oder weniger zu tun hat, jedoch kann er sich nicht in der Weise davon trennen, weil alles zusammenhängt. Weniger jedoch, weil er nicht zu unterscheiden und über die Zusammenhänge der Dinge bescheid wüsste, sondern gerade aufgrund der Unterscheidung gibt es keinen Grund mehr für ihn, etwas anders für sich haben zu wollen, als es an sich selbst ist. Es ist etwas ganz anderes daher, etwas zusammen zu mengen, weil man nicht anders damit umgehen kann (was ansonsten womöglich gar nicht zusammengemengt gehört), oder etwas unterscheiden zu können, und sich selbst damit gar nicht notwendig in ein identifizierendes Verhältnis zu setzen.

Daher um zum Ursprungsgedanken zurück zu kehren, ist es so, dass nicht das, wohingehend wir beipflichten uns erweckt [denn meist ist es ja schon irgendwo latent oder sogar übermäßig in uns vorhanden]. Sondern das, was uns fordert, was wir vielleicht unangenehm und unbequem ansehen, ggf. uns gar nicht damit befassen möchten, es uns vielleicht auch anstrengt, ist dasjenige, was uns letztlich mehr erweckt. Denn es führt uns in neue Regionen oder eröffnet uns Einsichten, die tatsächlich zuvor noch nicht da waren. Oft sogar ist es das, womit wir überhaupt nicht konform gehen und einverstanden sind, und was vielleicht auch an sich gar keine so gute Sache ist, dennoch erweckt es in uns dann durch das offensichtlich Schlechte (welches uns entgegentritt) oder irgendwelche Form von Bedrängnis, das Gute, was diesem entgegenerwacht.

Devino Melchizedek

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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