Zitate zum Nachsinnen

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C.G. Jung: Der Wert der Stille

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 21 2016, 13:15

"Es lohnt sich, geduldig zu beobachten, was in der Seele im Stillen geschieht, und es geschieht das Meiste und Beste, wenn es nicht von außen und oben hineinreglementiert wird. Ich gestehe es gerne: Ich habe eine solche Hochachtung vor dem, was in der menschlichen Seele geschieht, dass ich mich scheuen würde, das stille Walten der Natur durch täppische Zugriffe zu stören und zu entstellen."

- Carl Gustav Jung -
---
Irgendwie erinnert man sich wo gelesen zu haben, dass wir von Gott nicht direkt erschaffen wurden, sondern er uns rief und wir kamen ins Dasein. So das wir ins Dasein gerufen wurden.

Denn alles was beginnt, endet auch, so muss es noch eine andere Art Sein, als die im irdischen Dasein, wo alles ja nur besteht, weil es begonnen hatte. Doch wird man dieses von hier aus nicht fassen können, bestenfalls direkt aus der Stille heraus.

Mit mancherlei muss es so sein, dass es weder durch Eingriff von Oben, noch von Außen, sondern wirklich aus sich heraus entsteht und sich entfaltet, nur so ist es dann das, was es auch aus sich heraus ist und womöglich auf immer bleibt. Ganz so, wie Grobheit keine Zartheit hervorbringen kann, weil es diese nicht kennt, ist es aller Achtung wert, dem sich natürlich Entfaltendem, so zu begegnen, wie es möglichst auf seinem eigenen Wege ist.

Erst wenn sich etwas auf gleicher Höhe befindet, wie alles andere, kann man es in gleicher Weise behandeln, wie alles sich dort befindliche, ansonsten sollte doch alles nach seiner Art behandelt werden, ansonsten lernt man es auch nicht dort und so kennen, wie es ist...

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Laotse: Ein offenes Herz

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 21 2016, 13:23

"Der Weise lebt still inmitten der Welt, sein Herz ist ein offener Raum."

- Laotse -
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Wenn das Herz voll sein soll, womit auch immer, dann ist es wohl kaum offen. Ist es ein offenes Herz, dann wird es nicht voll sein, sondern offen.

So wird man auch von allem weit mehr mitbekommen, wenn man selbst nicht bemüht ist mitzuwirken oder irgendwo unbedingt in allem mitzumischen.

Vermittelst der eigenen Stille erst, kann sich uns die Welt eröffnen, wie sie ist. Wir geben den Dingen Raum, damit sie sich selbst sein können und in dem genügen, was sie sind...

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M. Twain: Besinnung

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Aug 24 2016, 00:12

"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen."

- Mark Twain -
---
Wenn die Mehrheit nur noch gutes bezweckte und darnach handelte, dann kann und wird die Mehrheit selbst zur Besinnung rufen. Ist es nicht der Fall, und man kann es am Zustande der Mehrheit absehen, dann ist die Besinnung, wenn man nicht demgemäß zuträgt.

Manches braucht seine Zeit, ebenso, wie wenn man versuchte die Entwicklung eines Kükens oder grundsätzlich von etwas, was aus einem Ei schlüpft, zu verfolgen. Man kann nicht das Ei aufmachen um nachzusehen, denn dann macht man es nur einmal, und es ist gleich recht gewiss, dass man es ruiniert. Ist das Küken weit genug, kommt es selbst hervor und zeigt es an.

So ist es auch mit dem, was über das Mehrheitliche hinaus geht. Es kann nichts erzwungen werden, was weit genug ist, wird selber darüber hinaus gehen, andernfalls wird es ohnedem, kaum zurecht kommen können. Jeder ist ja immerhin selbst für seine Entwicklung verantwortlich.

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Rumi: Unwissenheit

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Aug 26 2016, 14:31

"Nur wenn dein Wissen von dir selber sich befreit, ist dein Erkennen besser als Unwissenheit."

- Rumi -
---
Nach 'Kant' könnte man sagen, erst das, was mit keinerlei Eigeninteresse vermengt ist, es also als das an sich zählt, worum es auch immer geht, kann damit in der Weise umgegangen werden, dass es der Sache angemessen zu dienen vermag.

Denn ob man nun Kenntnis von etwas auch hätte, aber keinerlei Bezug zu diesem jeweiligen, so wäre es meist nicht mehr als Unwissenheit. Denn was nicht mehr mit etwas zu tuen hat, als Einbildung auch, ist dies in keiner Weise mehr, als nur was zur Anschauung taugte. Nutzt man es selbst dafür nicht, und meint es wäre etwas an sich selbst, dann ist es Unwissenheit + Einbildung.

So gesehen wäre es ja mehr, jedoch drehte es sich damit alles nur um Eigeninteresse, aber mehr auch nicht. Und Einbildung gehört nicht zur Kategorie der Bildung. Und entweder hat man Einbildung oder Erkennen, nach seiner Weise, doch geht es nicht überein.

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Buddha: Lobpreis

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Aug 27 2016, 13:11

"Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen."

- Buddha -
---
Die Kuh die grast und macht mal Muh,
etwas Wasser noch dazu und zufrieden ist sie nu'.

Doch reicht es einem als Mensch wohl nicht dafür,
um zu erwachen, doch fügt man Leid noch hinzu,
oder das tiefste Lachen, lässt sich mehr schon damit machen.

Dem Philosophen reicht es nicht, es als gegeben zu empfangen,
er will stets wissen noch dazu, wohin er selber kann gelangen.

Wozu ist dies, wozu noch jenes? Nicht bloß vom Zufall es entstand,
es doch ein Gott sicher erfand? So oder ähnlich auf der Suche,
die Spur ist heiß, von der man weiß, dass alles nur den Schöpfer preist.

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Goethe: Kunst des älter werdens

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 28 2016, 12:45

"Keine Kunst ist’s, alt zu werden; es ist Kunst, es zu ertragen."

- Johann Wolfgang von Goethe -
---
Alt wird jeder, dem es nicht gelingt dieses zu verhindern, oder wo dieses nicht durch anderes verhindert wird. Es zu ertragen ist wohl noch eine andere Sache.

Es hieß mal, es wird ja nur die Erscheinung alt. Der Mensch in sich, ist eine Ansammlung der Erfahrungen, von jung bis alt. Es steckt also immer auch die Jugend noch irgendwo in ihm, bei der Jugend fehlt nur das Alter.

Es mag wohl helfen, sich nicht übermäßig mit allem Vergänglichen zu identifizieren, ja vielleicht sogar, es einfach nur als Gesamtkunstwerk zu nehmen. Um dann überrascht festzustellen, "oh, dass ist ja meine Hand, die sah mal anders aus, heute aber so und morgen noch einmal womöglich anders", aber wie man innerlich ist, wird durch das Äußere eigentlich weniger bedingt, als umgekehrt, dass Äußere vom Innern.

Es wäre aber auch töricht, z.B. als ein Junger wider das Altern oder die Alten zu wettern, wenn man diesen Abschnitt selbst noch nicht besser vollbracht hat. Wie Zeitabschnitte, die noch fehlen, sollte man wie bei vielem auch erst zu dem groß was sagen, was man kennt, hinter sich gebracht hat oder auch wirklich einen Bezug dazu hat.

Was anderes sind da vielleicht die Generationen an sich, die in der und der Weise so waren und hier und da so sind. Da es ja ein Unterschied ist und bleibt, in welcher Generation wer aufwächst oder welchen Lebensabschnitt damit verbindet und erlebt. Dazu ließe sich für fast jeden mit etwas Lebenserfahrung wohl einiges zu sagen und berichten, ggf. auch der ein oder andere Vergleich ziehen.

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Hippokrates: Durch Fehler und Irrtümer

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Aug 30 2016, 09:55

"Durch Fehler und Irrtümer vervollkommnet sich der Mensch. Durch das Leid aber lernt er, dass alle Wege, die in Dunkelheit beginnen, zum Lichte führen müssen."

- Hippokrates -
---
Genau genommen wird der Irrtum oder Fehler nicht erst erschaffen, sondern er ist ab dem Moment da, wo etwas nicht vollkommen ist (was ja Gott nicht entspräche und was er daher kaum kennen kann). Er ist nur noch nicht in Erscheinung getreten.

Der sogenannte begangene Fehler ist oft nur das, was diesen zum Vorschein bringt, also eigentlich bloß aufdeckt, und nicht selten also dann das, wodurch etwas zur Vollkommenheit weiter schreitet, weil wenn er erkannt, hört er auf unerkannt zu bleiben. Somit findet eine Annäherung zur Vollkommenheit in dem Moment statt oder ein schreiten in dieser Richtung jedenfalls.

Das Leid ist ebenso nur das, was aufzeigt, wo Ganzheit noch nicht erreicht wurde. Und daher keinen Grund zum Verweilen sondern mehr einen zum Beeilen gibt.

Wenn wir das Selbst hinzu ziehen, also jenes, was alles einbezieht, dann weiß man durch das Selbst aller oder in einer Sache aller beteiligten, als Mensch dann nicht immer, was zu einem selbst gehört oder woher nun was im einzelnen kommt. Es hilft jedenfalls aufzudecken und führt zu mehr Erkenntnis, in allem was eingebracht wurde, kann ein leichteres und schnelleres Lernen von statten gehen.

Meistens ist es ja das, was nun am meisten einen stört oder berührt, das was man ist, oder jedenfalls das, worauf das Selbst in sich selbst einen aufmerksam machen möchte, denn sonst würde es nicht dahinter stehen und man selbst diesem kaum eine Beachtung schenken.

Natürlich sind von daher alle einem ein Spiegel und man weiß meistens jedenfalls auch nicht, was wirklich ein anderer davon ist oder was zu einem selbst gehört, ohne dem, dass man es präzise zuzuordnen vermag, sich also selbst vollkommen erkennt...

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E. Tolle: Eine Frage des Blickwinkels

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Aug 31 2016, 10:00

"Das Unmanifeste befreit dich erst, wenn du bewusst in es eintrittst. Deshalb sagt Jesus nicht: 'Die Wahrheit wird dich befreien', sondern: 'Du wirst die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird dich befreien.'"

- Eckhart Tolle -
---
Vieles ist eine Frage des Blickwinkels und des Standpunkts. Denn wenn wir sagen, wir sind auf der einen Seite, das Selbst von uns auf der anderen, und bezieht alles ein, wir erkennen aber nur so viel, wie im Selbst enthalten ist, und alles andere ist jenseits unseren Fassungsvermögens. Dann sehen wir ja nur die Seite der Schöpfung, wie sie vom Selbst reflektiert wird und wir uns im Selbst wiedererkennen.

Wenn es nun heißt, etwas ist ganz vollkommen und auch unwandelbar und unsterblich u.dgl.m, dann bezieht sich das auf den Blickwinkel Gottes, der unser Selbst vom Jenseits her, also noch einmal diametral von der anderen Seite, wie wir unser Selbst betrachten, anschaut. Er erkennt sich auch selbst und das was er sieht, ist ebenso eine Reflektion der Vollkommenheit seiner Selbst.

Also spielt es technisch gesehen überhaupt keine Rolle, nur von diesen Dingen, wie der Unwandelbarkeit und Ewigkeit zu sprechen, man kann durchaus moralische Betrachtungen daher anstellen, aber technisch würde es erst übereingehen, mit dem, wie es ist, wenn wir ebenso aus dem Jenseits alles betrachten und es ebenso in dieser Vollkommenheit tatsächlich erkennen. Nur so wäre es eine synthetische Aussage.

Daher sollte man einfach realistisch bleiben, mit dem, was man wirklich vorfindet, und dem, wie man möchte das etwas sei oder auch nicht. Vieles ist vielleicht auch nur eine Frage der Zeit, von viel Zeit, von vielleicht ein paar Millionen Jahren.. beim einen weniger, beim anderen vielleicht etwas mehr nur...

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M. Luther: Evangelium

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Aug 31 2016, 22:22

"Man kann die Welt nicht nach dem Evangelium regieren; denn das hieße die wilden Tiere losbinden."

- Martin Luther -
---
Gesetze kann man nur dort weglassen, wo sie innerlich freiwillig erfüllt werden und sich daher erübrigen. Ließe man sie auch dort weg, wo Mord und Totschlag nicht fern sind, dann würde man diese gar begünstigen, so gut das Ansinnen dabei auch wäre.

Auch so lange zu vieles zu wörtlich genommen wird, weil das Verständnis und der Bezug zu diesen Dingen in Wahrheit fehlt, wird ebenso leicht allerlei Art von Fanatismus Einkehr finden können. Denn wenn sich etwas auf eine Ebene bezieht, aber falsch gedeutet auf einer anderen Vollzogen wird, dann ist Schaden nicht weit und dies ist allerlei bloß wörtlichen Verständnis nicht fern.

Und dringt Grobheit in einen Raum, wo etwas Feineres ist, der Grobheit aber Einsicht in jenes fehlt, dann wird dies Feinere sehr leicht zunichte gemacht, obwohl dieses jederzeit ein Rückschritt ist, denn das, was Feiner ist, ist nicht grundlos feiner, sondern für gewöhnlich, weil es sich länger dahingehend verfeinert hat und weiter entwickelt ist.

Daher sollte man sicherlich wilde Tiere nicht dort loslassen, wo sie natürlicherweise Schaden verursachen würden. Überhaupt, so lange einer weder zwischen links noch rechts unterscheiden kann, noch mit sich selbst auch nur im Ansatze eins ist, ist Schaden auch nicht fern und die größte Hilfe die derjenige dann leisten könnte, ist bei sich selbst zu beginnen und so lange zu bleiben, bis man weniger schadet, als man überhaupt fähig ist zu helfen.

Denn wen sollten nette Worte noch trösten, wenn die Taten eine andere Sprache sprechen, selbst wenn es unabsichtlich wäre.. doch bloß den nur, der alles beim Worte nähme und darüber hinaus keine Einsicht hätte?!

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A. Schopenhauer: Handwerk

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Aug 31 2016, 23:21

"Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."

- Arthur Schopenhauer -
---
Man fragt sich schonmal, warum ist es so, dass man Dinge zunichte machen kann, ehe man sie überhaupt zu erzeugen vermag?

Nun, sicher muss der Umgang erst erlernt werden können, was nur geht, wenn Zugang dazu besteht. Sicher muss man auch nicht alles tuen, was man auch nur zu tuen vermag. Das hieße aber auch, man ist i.d.R. nicht gezwungen, das zunichte zu machen, was man nicht zu erzeugen wüsste.

Und wenn man etwas zu erzeugen vermag, wird man kaum die Neigung dazu vorfinden, etwas zunichte machen zu wollen, wenn man genau weiß, was es bedeutet, dieses zu erzeugen. Was ja meistens weit mehr ist, als etwas zunichte zu machen.

Wenngleich es manchmal auch erforderlich ist, dass etwas nicht ist, damit an dessen Platz etwas anderes sein kann, wesentlich ist, dass es dann feiner ist als ehedem, denn dann erst kann es wohl besser sein als zuvor. Und mehr gemäß, dass ein Handwerk sich zur Kunst erheben kann, Pfusch nicht! Und im Pfusch hätte man ja auch etwas, was zunichte gemacht gehört.

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Zitate im September...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Sep 01 2016, 09:49

"Keine Zukunft vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versäumst."

- Albert Schweitzer -
---
Wie man für gewöhnlich 'Schlaf' nicht nachholen kann, wenn man irgendwo nächtelang durchgemacht hat, sondern lediglich für den Moment sich nur erholen. So ist es auch mit vielem anderen, ist der Zug abgefahren, ist er nunmal fort.

Es kann auch daran liegen, dass vieles zyklisch ist, ist ein Zyklus, dann kann man schauen wie man mit ihm umgeht, ist ein anderer Zyklus, dann kann man nicht sich nach dem vorherigen richten, denn dann hat man ihn bereits verpasst und ist drauf und dran auch den aktuellen zu verkennen.

Andere Dinge andere Regeln. Hat man eine Lektion zu lernen, dann kann man sie nicht verpassen, denn sie bleibt so lange zu lernen, wie man sie nicht gelernt hat. Allerdings sind die Bedingungen vielleicht mal günstiger (meist dann, je früher man daran geht, sobald man es erkannt hat, was da ansteht), vielleicht mal weniger günstig, wenn vieles andere hinzukommt und mit ansteht...

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M. Aurel: Dankbarkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Sep 02 2016, 17:15

"Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt! Suche von den Dingen, die du hast, die besten aus und bedenke dann, wie eifrig du nach ihnen gesucht haben würdest, wenn du sie nicht hättest."

- Mark Aurel -
---
Oft ist bei dem, der am wenigsten hat, die aufrichtigste Dankbarkeit über die einfachsten Dinge noch auszumachen. Anders dagegen bei dem, der alles davon im Überfluss hat. Obwohl beim letzteren, der Verlust meist weit schmerzlicher wäre, wenn dies dann nicht mehr da ist, und sich gar manch Abhängigkeit daran dann zeigt.

Und welch Aufwand würde dann betrieben, um das zu erlangen, was sonst für selbstverständlich genommen wird?

Dabei gibt es auf vieles keinen Anspruch, denn selbst was in einem Land zur Verfügung stehen mag, ist in einem anderen nicht, somit ist dieses also auch nicht für alle Menschen selbstverständlich, und gehört in gleicher Weise zu den Dingen, für die man dankbar sein kann.. und es schadet nicht sich all dieser Dinge gelegentlich, oder auch häufiger zu vergegenwärtigen...

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Seneca: Umgang von oben

Beitrag  Devino Melchizedek am So Sep 04 2016, 12:24

"Gehe so mit den Niederen um, wie du wünschest, dass der Höhere mit dir umgehe."

- Seneca -
---
Ist ja alles eine Willensbekundung, und was im Willen ist, ist nicht nur dort im Willen so und woanders nicht, sondern greift dann an sich. Und so bekommt man irgendwann, auch nur das was man eigentlich wollte. Nicht dem Worte nach allein, sondern alles allem nach, was da ist. Womit alles auf einen Nenner letzthin kommt.

In der Bhagavad Gita heißt es über die Früchte, dass es den gemischten Früchten nach geht, und nicht dem einen nur das Gute, dem anderen nur das Schlechte, weil der eine besonderer ist als der andere u.dgl.m...

Oft gibt es nebst moralischen Aussagen (wie von Seneca) unweit eine technische Entsprechung, von welcher jene abgeleitet wird. Ist dies nicht der Fall, dann ist's entweder aus der Luft gegriffen oder wird vielleicht auch nur als Mittel auf andere angewendet. Der Zweck folgt aber teleologisch, nicht moralisch.

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Re: Zitate zum Nachsinnen

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Sep 07 2016, 01:44

"Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst."

- Seneca -
---
An sich könnte man zu der Überzeugung gelangen, dass die Seele sadistische Züge hätte, denn sie kann sich am Leide erfreuen, dass ihr gar selbst zustößt.

Doch lernt die Seele daraus und entwickelt sich dadurch eher mehr noch, und das was ihr widerfährt, trifft die Seele eher nicht (denn es ist ja nicht der Stoff oder die Substanz der Seele selbst), sondern mehr noch das, was nicht die Seele ist. Und die Seele wird dann mehr und nicht weniger zu sich selbst dadurch, wenn das andere aufhört mehr zu sein und weniger wird, und die Seele dadurch mit sich Selbst in eine größere Harmonie eintritt.

Dagegen stört es den Menschen (und manch Persönlichkeit) wenig, was anderen widerfährt, so lange es einen selber nicht betrifft...

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Konfuzius: Wort und Werk

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Sep 07 2016, 10:10

"Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem."

- Konfuzius -
---
Es wird vielleicht nicht immer gelingen, dass die Bedeutung mit dem gesagten übereinstimmt, denn vielleicht kann man es in dem Moment nicht besser ausdrücken, doch kann man mehr es allgemein formulieren, ohne Nachdruck, wie etwas ist oder zu sein hätte.

Was auch hilfreich sich erweisen kann, ist nicht alles auf sich zu beziehen. Denn unabhängig wie weit man dahinter steht oder sich damit identifiziert, bietet sich oft die Möglichkeit an, auf eine Kategorie auszuweichen, und letztlich geht es für gewöhnlich doch auch um diese.

Und es ist ein Unterschied, wenn man sagt, "also in der Theosophie hält man dieses für das", oder "in manchen esoterischen Kreisen sieht man es als diesundjenes an", oder "ich habe mal aus demunddem Bereich folgendes gelesen", und kann dann ganz normal über das Thema reden. Denn wenn man sagt, "ich seh es so und so", dann wird man teilweise vielleicht gar nicht wirklich auf das Thema selber zu sprechen kommen, und es geht schnell alles in Richtung der Person, oder bloß nur noch um diese.. wesentlicher ist doch das Werk, aber doch zeigt sich dieses auch im Worte, oder wie man worüber spricht, und dem, was einbezogen ist...

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Konfuzius: Wort und Werk

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Sep 07 2016, 10:12

"Der wahrhaft Edle predigt nicht, was er tut, bevor er nicht getan hat, was er predigt."

- Konfuzius -
---
Sicher ist es ein Unterschied, von dem zu sprechen, wessen man bloß nachfolgt, oder über das sprechen, worin man ist und womit man zusammen geht.

Denn mit dem, worin man ist, wird man vom selbigen erkannt und es spricht ebenfalls für einen. Worin man nicht ist, so kann dieses auch nicht für einen sprechen, weil es einen nicht kennt.

Das Wort wird vom Werk erlöst, das Werk aber nicht vom Wort allein. So spricht man jederzeit leicht für oder wider sich selbst, ohne sich der Tragweite bewusst zu sein, wenn Wort und Werk zusammengehen, so spricht beides für sich...

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Re: Zitate zum Nachsinnen

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Sep 08 2016, 10:00

"Vergiss Kränkungen, doch vergiss Freundlichkeiten nie."

- Konfuzius -
---
Wahre Freundlichkeiten sind auch nie selbstverständlich. Denn es kann sogar ein ganz schöner Akt sein, da überhaupt erst hinzukommen. Warum?

Nun, wesentlich häufiger ist es aus irgend einer kollektiven Verantwortung heraus, z.B. die der Familie, des Persönlichen oder eines bestimmten Ansehens wegen, oder auch um selbst sich dadurch zu irgend einem Vorteil hinzuschleichen, dass der andere sich im Zugzwang sieht, es irgendwie wieder auszugleichen. Es kann alles nur sehr subtil sein und doch ist die Handlung dann nicht wirklich aus freien Stücken entstanden, ohne in Frage zu stellen, dass es vielleicht einer wirklich gut zu meinen meint.

Jedenfalls aus dieser kollektiven Masse gänzlich gelöst und ohne auch nur irgend einen Vorteil daraus zu ziehen oder zu erwarten, so könnte derjenige die Zeit ja doch für sich selber oder irgend etwas anderes hernehmen, wenn da einer dann doch ganz frei und ehrlich aus sich heraus Freundlichkeiten einem anderen gegenüber hervor- und entgegen bringt, dann ist es immer wahre Zuneigung und nicht für selbstverständlich zu nehmen.

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E.Tolle: Warten ist ein Geisteszustand

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 13 2016, 09:57

"Warten ist ein Geisteszustand. Grundsätzlich bedeutet es, dass du die Zukunft willst; du willst nicht die Gegenwart. Du willst nicht das, was du hast, du willst das, was du nicht hast. Mit jeder Art von Warten schaffst du unbewusst einen inneren Konflikt zwischen deinem Hier und Jetzt, wo du nicht sein willst, und der projizierten Zukunft, wo du sein willst. Das reduziert die Qualität deines Lebens gewaltig, weil du die Gegenwart verlierst."

- Eckhart Tolle -
---
Es wäre so, als würde man, in dem man vermeidet die erforderlichen Schritte zu tuen um zu dem zu gelangen wohin man will, meinen, genau das erreichen zu können, in dem man abwartet, dass dieses erst werde, damit man tut, was nicht mehr getan werde bräuchte.

Doch genau dieses Tuen in der Weise, ist die Errungenschaft an sich, nicht das Ergebnis daraus.

Denn nehmen wir zum Beispiel einen "schönen Menschen", nicht in der Weise das wir dieses dezimieren wollten, nein, denn nicht selten zieht innere Schönheit die Äußere nach sich und mag an sich eine Errungenschaft sein. Wir wollen es lediglich ins Verhältnis setzen zum Jetzt, indem Äußere Schönheit nicht selten zur schlechteren Charakterentwicklung führen kann. Dies liegt einfach darin, dass der jeweiligen Person vieles erleichtert wird, nur aufgrund der Schönheit, weil diese zu betören oder zu bestechen vermag, dabei bleiben viele Schritte auf der Strecke, die die Charakterentwicklung fördern, weil dieses übersprungen wird.

So ist das wesentliche immer das, was man jetzt tuen kann oder was einen wirklich fordert. Und selbst ohne ein Ergebnis, denn gemäß der Bhagavad Gita, sollte man die Früchte ohnehin opfern, wenn man von allen Ergebnissen letztlich befreit sein will. Doch das, was man in der Entwicklung erreicht hat, sind Fähigkeiten, ein Gut, oder auch Charakterentwicklung, und für gewöhnlich mehr noch als ein Lohn, bzw. eben dieses ist der wirkliche Lohn, den man meist mitnimmt, ohne dass es als Lohn zählt, denn meist gilt dieses ja bloß als Arbeit...

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Vivekânanda: Heldentaten

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Sep 17 2016, 03:18

"Jeder Dummkopf ist imstande, in irgendeinem Moment zum Helden zu werden. Aber der echte große Mann ist im alltäglichen Leben noch groß."

- Swami Vivekânanda -
---
Wahre Größe ist nicht momentabhängig, sondern wohl dann entscheidend, wenn es für nichts zählt. Also wenn es auch nur z.B. um den alltäglichen Kleinkram geht.

Denn mal ehrlich, wenn man in einer Situation, wo man vollständig in irgend welchen Verhältnissen steht, etwas darauf und daraus basierend macht, heißt es noch lange nicht, dass man es auch ohne diese Verhältnisse machen würde oder ob man aus sich heraus überhaupt dazu in der Lage wäre.

Es gab wohl nicht wenig (Katastrophen-)Fälle, wo ein Mann zu einer Art Held wurde, weil eine Frau in dem Moment an ihn geglaubt und auf ihn vertraut hatte, er ohnedies es womöglich nicht viel von selbst hinbekommen hätte. Ebenso wo eine Frau, in gewissen Augenblicken, wo es um ihr Kind ging, plötzlich ungeahnte oder unglaubliche Kräfte mobilisieren konnte.

Fast noch größer ist es aber, wenn man mit ähnlich großem Einsatz selbst die einfachsten und alltäglichsten Dinge zuwege bringt, wo die Lustlosigkeit fast jeden anderen doch bezwingen würde, und selbst diese einfachen Dinge daher zu den fast unmöglichen werden könnten.. und wo vielleicht die Art Lustlosigkeit nur eine Fassade ist, dass man selbst wenn man darüber hinaus ginge, dazu käme sich eingestehen zu müssen, dass man gar den gewissen Kräften selber nicht gewachsen ist.. wobei manches auch durch das erst dazu wird, wie bisher damit umgegangen oder versäumt wurde...

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A.Schweitzer: Stunden, um sich zu sammeln...

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 20 2016, 23:53

"Der Mensch braucht Stunden, wo er sich sammelt und in sich hineinlebt."

- Albert Schweitzer -
---
Wenn ein Mensch nicht in sich hineinlebt, wohin lebt er dann? Und was ist mit dem, wenn es nicht mehr ist, wohin auch immer hingelebt wurde?

Sicher ist wohl, wenn der Mensch hinreichend in sich hineingelebt hat und seine Schwierigkeiten, welcher Art auch immer sie sein mögen, hinreichend in sich gelöst hat, dann wird es nach außen hin kaum hinreichend Grund sich für allerlei Schwierigkeiten finden lassen.

Wären alle hinreichend in sich, gäbe es im äußeren ohnehin nichts mehr, was noch zu lösen wäre, denn es gäbe keine Fläche mehr für das, was als zum Bösen gezählt werden könnte.

Zudem wäre hinreichend Grund und Boden da, um aus der inneren Einsicht zu agieren, statt woraus auch immer sonst...

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M. Aurel: Vorurteile

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Sep 24 2016, 15:28

"Mache dich von deinen Vorurteilen los, und du bist gerettet."

- Mark Aurel -
---
Natürlich kann es ärgerlich sein, wenn irgendwo z.B. ein Raucher auftaucht und einem seinen Qualm entgegen weht. Ja, aber dann ist man immer noch nicht davon ausgenommen, zu prüfen, wie man denkt oder wie man damit umgeht, was noch viel schlimmer sein kann, als nur ein wenig Zigarettenqualm.

In einem der letzteren Share-International-Hefte stand auch etwas in dieser Richtung, dass nicht selten Maitreya auch in der Weise oder durch solche Situationen einen prüfen oder konfrontieren könnte, hinsichtlich der Vorurteile und des Umganges.

Die Gefahr ist nämlich größer noch dadurch, dass man sich für besser hält und den anderen zu deklassieren sucht, doch in Anbetracht dessen, dass man genauso Mensch ist wie der andere, passiert es schonmal, dass man eben dieses angreift, während vorangegangenes nur oberflächlich oder eigentlich völlig belanglos sein kann. Doch wie nichtig ist es insgesamt auf der Ebene dessen, dass ohnehin beide sterben, in der Form, wie sie mal waren. Übrig bleibt dann doch eher noch das, wie man womit umging, oder was man gedacht hat, und vom Qualm ist dann schon lange nichts mehr da...

So ist manches weitreichender, während anderes es nicht ist, und wegen des geringeren sollte man sich seines Geistesfriedens nicht selbst berauben. Es ist ja auch nicht alles dazu da, möglichst für einen selber nur angenehm zu sein, sondern zu Lernzwecken und vieles taugt für vielmehr auch nicht.

Denn wie wir auch von Goethe wissen: "Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis..."

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F.Schiller: Anmut & Schönheit der Natur

Beitrag  Devino Melchizedek am So Sep 25 2016, 20:04

"Anmut ist eine Schönheit, die nicht von der Natur gegeben, sondern von dem Subjekte selbst hervorgebracht wird."

- Friedrich Schiller -
---
Vorhin bei einer kleinen Radtour durch die schönen Felder im Taunus, kurz vor Sonnenuntergang, war neben einem schmalen Rad- und Wanderweg ein Rabe am Wegesrand und ein paar Meter weiter noch einer auf dem Felde. Um diesen nicht aufzuscheuchen, hat man sich am entgegengesetzten Wegesrand orientiert und beim vorbei fahren sich nur auf den Streckenabschnitt vor sich konzentriert, um die Absicht zu signalisieren. Tatsächlich hat der Rabe sich kaum oder gar nicht wegbewegt, auch wenn man mit gewisser Geschwindigkeit noch gerade 2 Meter an ihm mit dem Rad vorbei ist.

Kaum 100 Meter weiter um die Ecke gebogen, auf relativ frisch umgegrabenen Feld waren es plötzlich etwa 100 Raben. Man hat extra angezählt an einer Ecke, so viele könnten es wohl tatsächlich gewesen sein, alle relativ nah beieinander, so viel Anmut auf einmal! Eine schon etwas ungewöhnliche Atmosphäre, auch wenn die wenigen Fußgänger Drumherum scheinbar nicht so viel Kenntnis davon nahmen. Da man das Handy einstecken hatte, überlegte man kurz, ob man vielleicht ein Bild davon machen soll? Doch innerlich kam eher ein "Nein", auch auf wiederholtes in-sich-hinein-fragen kam etwas in der Richtung wie: "sie wollen nicht von dir fotografiert werden".. also hat man es beim wunderlichen Staunen belassen...

Natur ist schön, doch erst richtig, wenn ein gewisser Geist auf ihr liegt. Und dies ist ja durch den Schöpfungsprozess nicht wenig schon der Fall. Doch noch tiefere Schönheit ist, wenn man aus dem Schatten seiner Seele hinaus kommt und selbst gewisse Seelenaspekte zum Ausdruck bringt, statt nur hinter diesen zurück zu stehen, weil man die Schattenanteile nicht zu überwinden vermag oder es gar nicht erst versuchte.

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M. Aurel: Schmerz und Urteil

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Sep 28 2016, 16:11

"Wo kein Urteil ist, da ist kein Schmerz."

- Mark Aurel -
---
Wo kein Urteil, da kein Schmerz.. an für sich lehrt auch der 'Kurs in Wundern' dieses ähnlich, dass erst durch ein Urteil viele Probleme erst entstehen.. vielleicht vorerst, sofern etwas zutrifft, dann fällt es auf das jeweilige und nicht auf einen zurück.. doch sollte man sich klar machen, dass alles Vergängliche einem Wandel und Veränderungen unterworfen ist, was heißen könnte, dass es später irgendwann dann doch wieder als unzutreffend gilt, und je nach der Art und Beschaffenheit, es doch wieder auf einen zurückfällt und abgearbeitet werden darf.

Also sollte man sich unnötige Urteile sparen, wenn man es kann und nicht müsste.

Nimmt man die Spiegelgesetze, was etwas mehr mit Projektion als mit Urteil zusammenhängt, dann ist es auch besser sie früher zu üben, während man noch im Emotionalen/Astralen z.B. hängt, denn wenn man sich irrte, bekommt man irgendwelches Emotional-Zeug als Nebenwirkung bloß zum bearbeiten. Geht es nämlich der Kraft nach später, dann bekommt man irgendwelches Kräfte-Zeug (zugemüllten Kräfte-Kramm) zum abarbeiten, und kann da schnell wegen ein paar kleineren Irrtümmern tagelang dran hängen, ums abzuarbeiten, nebst dem allgemeinen Tagesgeschäft und Alltag.

Früh übt und lernt es sich wohl am besten, und dann wenn man es von sich aus macht, bevor allerlei Zwänge oder haufenweise etwas zum abarbeiten sich auftürmt.. leichter wird es also nicht mehr, je länger mans aufschieben sollte...

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F.Schiller: Wenn alle & alles in trockenen Tüchern ist...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Sep 29 2016, 17:12

"Dem Nächsten muss man helfen: Es kann uns allen Gleiches ja begegnen."

- Friedrich Schiller -
---
In der der Hilfe liegt auch Selbsthilfe, damit man selbst nicht im selbigem so leicht landet, da man ja auch eine Art Abdruck dessen, in seinem Selbste mit behält, was man geleistet...

Ansonsten kann man nur helfen, wo auch nach Hilfe (wenn auch nicht im Äußern) gefragt wurde. Man kann sich auch innerlich fragen, oder in die Situation hinein fragen, ob und was zu tuen sei..

Denn mehr als man auch wirklich kann, kann man nicht und sollte auch nicht, denn ebenso gibt man (wenn es mehr ums Geistge geht) auch ggf. Fehler weiter. Und umsonst heißt es ja nicht: "hilf dir selbst, dann hilft dir Gott". Denn ein jeder kann sich (im umfassenderen Sinne) auch mit am besten helfen, sei es nur drum dass man sich vom Geistgen Reich also helfen lässt. Und retten sollte sich ohnehin jeder selber, womit alle gerettet wären. Denn ein letztes Tänzchen auf der Titanik muss net sein, dann kann man später immer noch ein ausgiebigeres oder auch mehrere ausführen, sobald alles in trockenen Tüchern ist. Denn in einer Wandelwelt sind nur Reisende und alle auf der Durchreise...

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I.Kant: Regel, Zufall und Begebenheit

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 01 2016, 14:20

"Sofern eine Begebenheit nicht unter einer besonderen Regel ihrer Ursache geschieht, so ist's Zufall."

- Immanuel Kant -
---
Wie weit kann es überhaupt Zufälle geben und wie weit gibt es sie? Denn nur weil die Ursache sich vielleicht unserem Gewahrsein entzieht, muss es ja dadurch doch noch nicht Zufall sein?!

Vom Standpunkt dessen, dass alles nach einer Art, z.B. alles was in gewisser Weise zum Äußeren zählte, von etwas bestimmt oder verursacht wird, nach gleicher und von gleicher Art, und dieses sich immer in selbiger Weise widerholen ließe, kann die Rede von einer Regel sein. Für den besagten Zufalle wäre gar nicht Raum also darin da, im gewissen Sinne...

Doch was ist mit dem, wenn es von etwas ausging, was einer anderen Art ist, sich daher nicht bloß auf die Weise und auf der Ebene der Auswirkung ermessen ließe oder wenn es sich vom Verursachten nicht eindeutig auf eine Ursache schließen ließe? So kann man grundsätzlich dies durchaus wohl Zufall nennen.

Ginge man aber nun darüber hinaus und weiter, z.B. vom Göttlichen und allumfassenden Stande her aus, wenn alles, was zu etwas führt ersichtlich und erkennbar ist, dann gäbe es wohl keinerlei Zufälle mehr. Denn es kann auch nichts geschehen oder bewegt werden, wo keinerlei Bewegung oder Ursache zu einer bestimmten Bewegung hin vorliegt!

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Zitate im Oktober - Freude ist...

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 03 2016, 17:59

"Freude ist die Gesundheit der Seele."

- Aristoteles -
---
Wenn man nur die Kunst ausübte, alles, was der Freude Abbruch schaffte zu überwinden, dann bliebe nur noch Freude.

Freude ist der natürliche Zustand der Seele, denn in ihrer eigenen Natur gibt es nichts, was sie zu bekümmern vermag.

Wir sind nicht auf Erden um traurig zu sein, sondern die Freude zu bringen. Es ist also nur das, was nicht der Seelennatur ist, was uns der Freude zu berauben vermag, doch ist dieses immer vergänglich.

Einfach weglächeln ist angesagt, in Anblick der ewig währenden Freude, kann also alles Gegensätzliche nicht wirklich von bestand sein...

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Gurdjieff: Für alles gibt es seine Zeit

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Okt 14 2016, 01:28

"Eine Sünde ist etwas, dass unnötig ist."

- G.I. Gurdjieff -
---
Es gibt wohl mehrere Ansätze hierzu, denn einer wäre, dass ohnehin nur das verbleibt, was von Dauer ist. Der andere der, dass man in der Zeit, etwas anderes tuen könnte, als etwas, dass als unnötig zählte.

In der Bibel heißt es, es gibt für alles seine rechte Zeit. Eine Zeit zum Freuen, eine Zeit zum Arbeiten und auch eine Zeit zum Erholen. All dies wäre ja nicht unnötig, denn es gehört dazu, auch wenn es nicht von Dauer ist. Nur kann man nicht dem Dauerhaften begegnen, ohne dass man nicht auch die Zwischenschritte dazu tut oder in dem man nunmehr gar nichts täte.

Zyklisch schreiten auch die Dinge voran, so dass es gar nicht erst sinnvoll ist, zu einem Zyklus, etwas zu tuen was weniger passt. Ja selbst die Wochentage, sind ja einem Strahlentyp näher als andere, so ja auch verschiedene Jahreszeiten, wo gewisse Qualitäten eher tragend sind und entsprechende Tätigkeiten leichter und besser erledigt werden können.

Es braucht nicht viel, um einem Zyklus zu folgen, denn es ist ja das, was ganz natürlich im Hintergrund gegeben ist, und auch das, was viele Prozesse am Laufen hält oder auch für verschiedene Erneuerungen sorgt. Wenn man also alles unnötige weglässt, arbeitet man ohnehin mehr mit dem, was da ist...

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Seneca: Das Leben zu leben

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 15 2016, 12:49

"Nichts versteht ein gestresster Mensch weniger als zu leben, nichts ist schwerer zu erlernen."

- Seneca -
---
Da Seneca ja mit dem Kaiserhofe zu tuen hatte, war er durchaus hinreichend vermögend, legte aber wohl nie wirklich wert darauf und schätzte sehr die einfachen Dinge des Lebens und die Natur. Vielleicht gerade deswegen war ihm die Qualität der Dinge, die auch käuflich erworben werden können, sicherlich bewusster zugänglich als vielen seiner Zeitgenossen.

Ein schöner Spaziergang in der Natur bei Sonnenschein ist nicht käuflich, sondern bloß wahr zu nehmen. Und hinterher wird es einem für gewöhnlich immer besser gehen. So ist es mit vielem anderen auch, ja mit den meisten Dingen sogar, die letztlich jedem zugänglich sind und kein Geld einfordern.

Doch ganz so einfach ist es wohl auch nicht, denn Stress ist eine Sache, eine andere mag es genauso sein, mit verschiedenen ungepflegten Dingen zugepappt und zugewabert zu sein, so dass man keinen wirklichen Sinne mehr frei hat der wirklich nach draußen noch dringen mag. Denn alles was ansteht, fordert Zuwendung und ein Stück der Aufmerksamkeit, bis gar nichts mehr davon übrig bleibt, um die Natur noch überhaupt um sich an sich wahrzunehmen so wie sie ist.

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M.Gandhi: Menschenwürde

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 23 2016, 19:24

"Die Nichtzusammenarbeit mit dem Schlechten gehört ebenso zu unseren Pflichten wie die Zusammenarbeit mit dem Guten."

- Mahatma Gandhi -
---
Sonntags mal in die Kirche oder eine gute Tat und damit ist alles gemacht? Nun, man gleicht jawohl mehr dem, was man in der Summe tut!

Andere Menschen und Wesen als Empfindungsfähig anzusehen, ist eine Möglichkeit, um überhaupt erst mit ihnen wirklich Umgang zu erhalten. Denn alles ist nicht bloß für einen, sondern alle sind für sich selbst und für den Einen da.

Das Schlechte (jedenfalls für die Mehrheit) wird am meisten ja das Vertraute sein, und es findet sich immer etwas, womit man nicht einverstanden sein braucht und sollte. Die Menschliche Würde ist und sollte unantastbar sein. Nur muss es sich mehr selbst eingestanden sein, als dass man anfängt von hier und dort etwas diesbezüglich zu erwarten...

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M.Luther: Sich selbst hinter allem wissen

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 24 2016, 09:09

"Die Welt will betrogen sein, drum sei sie betrogen."

- Martin Luther -
---
Zu deutsch allerdings auch: "wer sich verarschen lassen möchte, der wird verarscht"!
Und wenn das dem eigenen Willen entsprechen sollte, dann kann es keinen anderen geben, als einen selber, der dafür bloß verantwortlich wäre. Das bedeutet es mit unter, sich selbst in allem und hinter allem zu sehen!

Mitunter ist auch das Verlangen eine wesentliche Ursache dafür. Denn mit dem Verlangen tritt man seinen Willen an seine Umwelt ab. Man bekommt nicht das was man möchte, sondern das, was sein Umfeld zu viel von hat, und dieses eher schon im günstigeren Falle.

Mit Verlangen möchte man nicht dem Ganzen etwas geben, sondern diesem etwas entziehen oder etwas haben. Wie der "Kurs in Wundern" lehrt, man muss geben um zu bekommen. Auch das bedeutet es, sich selbst hinter allem zu sehen.

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Aristoteles: Sicherheit und Freiheit

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 25 2016, 01:58

"Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave."

- Aristoteles -
---
Bei Tieren in Gefangenschaft ist irgendwann die Flamme der Wildheit und der Instinkte erloschen. Sie würden gar nicht mehr die Freiheit suchen, selbst wenn sie ihnen offen stünde, weil sie nicht mehr verstünden, wie sie damit umgehen sollen. Obwohl ihre wahre Natur damit erst richtig aufleben würde.

Oft sind es ja die Routinen des alltäglichen Umganges, wo man denkt, man muss ja jetzt dieses oder jenes tuen ohne überhaupt nur den Versuch zu unternehmen, einfach anzuhalten und stopp zu sagen, oder damit auch mal nicht einverstanden zu sein, auch wenn man keine Lösung sähe, diesem ohne weiteres zu entweichen, was man auch nicht muss, nur dem Zwange, dem man sich selbst hinsichtlich jenem unterzieht. Statt für sich zu entschließen und zu sagen, dass man in eben der Weise es gar nicht machen möchte.

Ein Beispiel wäre z.B., wenn man zu spät zur Arbeit unterwegs wäre (was freilich gern die Seltenheit sein darf), aber dann kann man schon dabei feststellen, welche Zwänge plötzlich auftauchen könnten. Statt dann zu hasten, nimmt man sich einfach zusätzlich noch 5 Minuten (wenn man schon ohnehin zu spät ist), statt zu hasten.

Und alles was da aufwallt, als Gelegenheit nehmen, einfach sich anzuschauen und nicht als die Realität anzunehmen, von der man meint, es könne nicht anders sein. Ja selbst wenn es dem Äußeren nach auch gerade nicht sinnvoll wäre, etwas anderes zu tuen. Nur wie und mit welcher innerer Haltung, dass ist ja immer noch einem selber überlassen. Und dies ist nicht nur bei vielem, sondern bei fast bei allem so, denn den Druck macht man sich grundsätzlich erstmal nur selbst, und eben dieses ist die Aufhängung, auf der eben jenes ansetzt, was man gar nicht als seine eigene Realität hinnehmen möchte...

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M.Aurel: Gekommen um zu Leben

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 27 2016, 02:03

"Wie du am Ende deines Lebens wünschest gelebt zu haben, so kannst du jetzt schon leben."

- Mark Aurel -
---
Es gibt aber allerdings wohl nicht wenige, die vom Leben erst kuriert werden müssen, daher, dass sie als Seelen durch die Begrenzungen des Lebens erst sich selbst soweit erkennen dürfen, wie weit ihre Selbstüberschätzung ihnen gereicht.

Andererseits, sind so ziemlich die meisten Einschränkungen, für die man andere verantwortlich machen kann, doch nur die, durch welche man sich selbst begrenzt, das zu tuen, was hätte alles getan werden können.

Denn was auch immer andere tuen, ist ihre eigene Sache, ja, so lange wie es eben nur mit ihnen selbst zu tuen hat. So weit wie es mit anderen oder allen zu tuen hat, das ist eben das, worin man allen verantwortlich bleibt, in vielem dann aber auch weit über den leiblichen Tod hinaus.

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M.Aurel: Moral von der Geschicht

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 29 2016, 12:12

"Man muss erst so manches gelernt haben, ehe man über die Handlungsweisen eines Anderen richtig urteilen kann."

- Mark Aurel -
---
Und die Moral von der Geschicht'?
Ein Ende gibt es, oder nicht!

Es wurde schön alles über die Moral gemacht im 6ten Strahl und den Fischen. Die technischen Fertigkeiten wurden dabei nicht selten gründlich auf der Strecke gelassen oder verpfuscht. Wenn hinreichend aber von der Moral der Sache überzeugt waren, war es ein leichtes darüber hinweg zu sehen, weil dann brauchte sich ja auch keiner um die Feinheiten zu kümmern.. denn wo kein Kläger.. da nichts zu beklagen...

Jedesfalls bringt eine Moral gar nichts, wenn überhaupt nichts da ist, worüber sich etwas bereden ließe, weil einfach technisch nichts gegeben ist, womit überhaupt auch nur sich etwas machen ließe.

Sicher kann man dann über alles Reden, nur ist mehr dann auch nicht da, also kann man es dann ebenso auch sein lassen. Denn mehr als das einem eine Nase gefällt oder nicht gefällt, kann dann dabei nicht rauskommen. Und wie so oft, bekommt man nicht mehr als das eigene Spiegelbild zu sehen. Und erst dahinter fängt die Arbeit mit dem eigenen Selbst als solches an oder auch nicht.

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M.Aurel: Unerwartetes Geschenk

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 30 2016, 12:47

"Lebe so, als müsstest du sofort Abschied vom Leben nehmen, als sei die Zeit, die dir geblieben ist, ein unerwartetes Geschenk."

- Mark Aurel -
---
So grüßt die Menschenwürde auch zugleich, denn gänzlich unabhängig allem was da war oder womit auch immer man sich identifizieren wollte, wenn nun (sei es nur in der Vorstellung) man sich davon überzeugte, dass es wirklich die letzten Momente sind, die einem bleiben, wird man dafür in sich, was nicht einer gewissen Würde entspräche eher keine Zeit mehr einräumen.

Auch wenn das Wesentlichste nicht für jeden das selbe sein mag, ist es doch etwas, was einem in irgend einer Weise Freude bereitet. Oder vielleicht in dem Moment auch irgend etwas, wo man sich es zu klären nicht überwinden mochte u.ä., doch letztlich etwas, was zu mehr Freude und größerem Frieden führen dürfte..

Wenn es nur ein schöner Spaziergang in einer bestimmten Gegend ist, dann hat man vielleicht auch hinreichend Frieden in sich gefunden, und kann diesen mit diesem schönen Spaziergang ausdehnen und zur würdevollen Entfaltung darreichen (in sich, wie um sich)...

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Zitate im November - Fluß des Lebens

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 05 2016, 11:57

"Bei einem Fluss ist es nicht möglich zweimal hineinzusteigen in denselben - auch nicht ein sterbliches Wesen zweimal zu berühren und zu fassen im gleichen Zustand - es zerfließt und wieder strömt es zusammen und kommt her und geht fort."

- Heraklit -
---
Nicht nur dass ein Fluss stets anderes Wasser führt, als gerade noch zuvor. Der Mensch auch anderes tut, als ehedem mal war, mit altem oder neuem Mut.

Nicht nur dass der Mensch anders tut, er ist auch von anderen Kollektiven Anteilen durchdrungen, als ehedem, mit welchen er zuvor hatte gerungen.

Nicht nur dass man wird von allerlei durchdrungen, die Zeitalter und Konstellationen (auch kosmisch) sind im neuen Zyklus, als zuvor noch war ihr Rhythmus.

So geht es alles vorwärts stets, nur die Erinnerung kann halten, oft ist es nur das, was jeder kann für sich behalten.

Oft fehlt es einfach nur an geist'ger Festigkeit, Beharrlichkeit, so wechselt vieles in einem Menschen, ohne dass er sich dessen kann erinnern, weil er fortgetragen wurde, ehe er konnte sich besinnen.

Nicht nur der Fluss ist ein Genuss, dass Anhalten ist auch ein muss, damit man sich überhaupt kann erkennen, in dem worin der eigne Geist tut brennen...

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A.Einstein: wegwerfen oder weggeben

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 07 2016, 10:16

"Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig:
Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen."


- Albert Einstein -
---
Und am Ende wirft man alles weg, wenn man weiter geht auf dem Weg?
Nein, am Ende gibt man es weg, so lange es etwas taugt, damit die Nachfolgenden damit weiter arbeiten können.

Dazu muss ein jedes Werk erprobt und sich als der Sache wert erweisen.

Allerdings ist wohl in der Tat alles, wie großartig und umfassend es ist, irgendwann das, was man hinter sich lässt, wenn die Reise weiter geht. Selbst das, was auf einer Ebene mal helfen konnte, wird irgendwann man gänzlich im Unterbewusstsein verschwinden oder abgestreift werden.

Nur so lange es nicht so ist, und damit es irgendwann überhaupt so weit ist, muss ein jedes Werk erst so vollbracht sein, dass man es irgendwann ablegen können kann...

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Seneca: Vom tuen und lassen

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 08 2016, 10:04

"Es kann niemand ethisch verantwortungsvoll leben, der nur an sich denkt und alles seinem persönlichen Vorteil unterstellt. Du musst für den anderen leben, wenn du für dich selbst leben willst."

- Seneca -
---
So ist es gar nicht darum das, was nach äußeren Maßstäben etwas zählt, sondern das, wovon man gar nicht weiß, dass es zählt, was am Ende für den anderen ist. Nicht was man meint, was man tut, sondern was man tut, ohne zu meinen, ist das rechte Tuen und rechte Besinnung. Um bei den Dingen wie sie sind und nicht wie man meint sie wären anzusetzen.

Alles äußere Treiben, so sehr es auf den Anderen bedacht sein mag, ist nichts gegen das, was die Seele einbringen kann, wenn man nur mehr das tut, was von der Seele herrührt. Denn Dienen ist der Instinkt der Seele, ebenso aber auch alle einzubeziehen, vom Nächsten, von dem, von dem die Seele umgeben ist, welches nun vollumfänglicher ist, als alles ohne Bezugnahme der Seele.

Also ist defacto bei sich selbst zu sein, das, was am meisten hilft. Innerlich mit sich verbunden und im reinen d.i. ausgeglichen sein, den Rest bringt die Seele hinreichend mit ein. Mehr als alles, immerhin sicher mehr als was man nach äußeren Kriterien (d.i. aufs Sichtbare bloß bezogen) in der Lage wäre einzubeziehen.

Denn womit wollte man auch helfen, wenn man selbst nicht alles in Ordnung gebracht hat und hält, und also sich zuerst seiner selbst besinnt, bis man auch eine Hand frei hat, als nur irgendwo rumzustreunern u.dgl.m...

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Seneca: Unser Herz daran erinnern...

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 09 2016, 22:31

"Immer müssen wir unser Herz daran erinnern, dass jede Dinge, die wir lieben, wieder entweichen werden, ja, schon bereits entweichen."

- Seneca -
---
Das Leben zieht weiter, und nichts darin, was uns so lieb ist, wird immer so bleiben, denn ebenso zieht auch dieses weiter. Mal mehr oder weniger ist es bei uns, auf kurz oder lang.

Allerdings ist es mit den schlechten Dingen ja wenigstens nicht anders. Und das ist dann auch gut so. Den Lauf der meisten Dinge kann man ohnehin nicht aufhalten, allerdings in guter Erinnerung erhalten, was des Erinnerns sich als würdig erwiesen hat.

Und beizeiten verwirklichen was möglich ist, denn dafür sind die Dinge da, die uns am Herzen liegen, um sie zu streicheln, zu veredeln und zu verwirklichen. Wozu auch sonst? Das ist was uns wirklich bleibt davon.

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Seneca: Es gibt derer viele Sichtweisen

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 12 2016, 13:19

"Das größte aller Übel ist, aus der Zahl der Lebenden zu scheiden, ehe man stirbt."

- Seneca -
---
So gibt es derer viele Sichtweisen, ein paar Beispiele für die obere Aussage von Seneca wären:

# Eher eine schlichte Sicht darauf: Dass jemand noch in sehr jungen Jahren das Zeitliche segnet und ihm viele Lebensphasen daher verwehrt bleiben, vor allem auch eine gewisse Blütezeit und Erfahrungen der Unabhängigkeit oder Eigenständigkeit und Mündigkeit.

## Weitfassend gesehen: Ehe der Wille zur Abstraktion durch die Seele sich gänzlich vollzogen hat, oder ehe alles ausgeführt und ausgelebt wurde, was vom Plane der Seele herrührt, ist der Tot aufgrund umfassenderer Vorgänge aufgetreten oder vorgezogen worden. Es sind Umstände eingetreten, vom globalen her, die den persönlichen Nutzen übersteigen.

### Allgemein gesehen auch: Wenn jemand in irgend einer Weise (gehen wir mal schlichtweg von Selbstverschuldung als Beispiel aus) keinen rechten Anteil an der Gesellschaft mehr hat, weil er in die Wildnis gezogen ist, oder psychologisch gesehen nicht mehr sich auf einer Ebene des kommunikativen Austausches aufrecht halten kann (z.B. weil die Aufmerksamkeit flöten geht) oder jemand ist körperlich so eingeschränkt, dass er an vielen Aktivitäten keinen Anteil hat. So könnte man auch sich zu einer ähnlichen Aussage verleiten, dass man zwar nicht gestorben, doch aus der Zahl der Lebenden in der Weise geschieden ist.

Vom höheren Geist her ist nichts kompliziert, so vielschichtig es auch sei, es ist letztlich einfach, da es Einheit ist. Dann ist da die Dreiheit, welche erst die Vielheit und Mannigfaltigkeit möglich macht.

Als nächstes die Siebenheit, denn nicht nur das die sieben Strahlen eine Qualität einbringen, und zu einer eigenen Sichtweise führen, so überlagern sich auch verschiedene Ebenen (die sich meist auch in sieben Schichten aufteilen lassen) und auch die sieben Strahlen sind in Wechselwirkung miteinander und teils widereinander und gehen teilweise ineinander.

Und dann erst ist daraus die Vielheit möglich, wie wir sie kennen. So sind auch verschiedene Sichtweisen der Dinge grundsätzlich eine Vielseitigkeit, sofern die Gegensätzlichkeit aufgehoben werden, und sich alles zu einer Einheit erweitern kann...


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Konfuzius: In zwei bis drei Sätzen

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 15 2016, 08:06

"Es ist sehr gefährlich einen Abgrund in zwei Sätzen zu überspringen."

- Konfuzius -
---
Man kann nur auf zwei verschiedenen Gründen stehen, wenn sie nah beieinander sind, andernfalls wird der eine oder andere einen größeren Sog ausüben. Sei es die Schwerkraft oder sonst eine Kraft.

Und dann gibt es solcherlei, was man nicht versuchen kann, oder darum nur einmal. Und anderes, was man einfach macht, ohne darüber zu reden. Und manches worüber nur geredet wird, es aber doch nie vollzogen wird. Dann wieder solches, wo nur darüber geredet wird, damit es nicht vollzogen wird, oder damit gegebenenfalls es andere machen sollen.

Des Grundes-Boden-Beschaffenheit sollte man sich durchaus selbst vergegenwärtigen, wohin man tritt. Denn wie so oft ist nicht alles nur so, wie es scheint. Und so mancher Fehltritt kann sich als teuer erweisen, oder auch nicht. Jedenfalls kann einem nicht alles abgenommen werden, ja mit der Zeit sollte es sogar immer weniger werden. Wie im Werden des Erwachsens, wo man in gesunder Weise lernt immer mehr selbstständig zu erledigen und dieses sich in natürlicher Weise immer weiter weitet, ohne dass man an der Angemessenheit des Vorganges des Erwachsenwerdens auch nur in Zweifel zöge...

Devino Melchizedek

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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