Ein Kurs in Wundern

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Die ausgesandten Boten - KiW 19:4:A:14

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 22 2018, 00:35

Ein Kurs in Wundern - T 19:4:A:14

Der Heilige Geist hat dir die Boten der Liebe gegeben, damit du sie anstelle derjenigen aussendest, die du durch Angst abgerichtet hast. Sie sind ebenso begierig, dir wiederzubringen, was ihnen lieb und teuer ist, wie es die andern sind. Und sendest du sie aus, werden sie nur das Schuldlose und das Schöne, das Sanfte und das Gütige sehen. Sie werden ebenso sorgefältig darauf achten, nicht einen kleinen Akt der Nächstenliebe, nicht eine winzige Äußerung der Vergebung, nicht einen schwachen Hauch der Liebe ihrer Aufmerksamkeit entgehen zu lassen. Und sie werden wiederkehren mit all den glücklichen Dingen, die sie gefunden haben, um sie liebevoll mit dir zu teilen. Fürchte sie nicht. Sie schenken dir Erlösung. Ihre Botschaften sind die Botschaften der Sicherheit, denn sie sehen die Welt als gütig.
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Es käme wohl kaum auch nur irgendetwas bei einem an, wenn man nicht irgendetwas danach ausgesandt hätte, wenn nicht irgend eine Intention oder Willensneigung dazu da gewesen wäre. Allerdings bedarf es wohl nicht, dass es einen Akt bewusster Entscheidung bildet.

Denn vieles baut auf irgendwelchen Akten auf, die diesem vorhergehen. So könnte man aufgrund irgendwelcher Ereignisse zur Freude darüber gelangen, aus dieser Freude können weitere Aktvorgänge entstehen, die ohne allem Vorhergegangenem nicht auf dem Nachfolgenden aufsetzen könnten.

Der Beginn, der oft unumkehrbaren Aktabfolgen, liegt meist schon bei den Boten, die wir aussenden, nach etwas auszuschauen. Und sobald sie die jeweiligen Dinge eingeholt haben, folgt die Wahrnehmung und Zuordnung darnach. So finden wir das uns umgebende vor und halten es für dieses oder jenes.

Was spielt also für uns eine größere Rolle? Die Dinge, die außerhalb unserer Sphäre scheinbar liegen und für sich selbst eine Rolle spielen? Oder die Dinge, mit welchen wir in irgendeine psychische Interaktion zu treten vermögen?

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Die Botschaft - KiW L53

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 28 2018, 02:22

Ein Kurs in Wundern - Lektion 53

1. (11) Meine bedeutungslosen Gedanken zeigen mir eine bedeutungslose Welt.

Da die Gedanken, deren ich gewahr bin, nichts bedeuten, kann die Welt, die die Gedanken bildhaft wiedergibt, auch keine Bedeutung haben. Das, von dem diese Welt erzeugt wird, ist wahnsinnig, ebenso wie das, was von ihr erzeugt wird. Die Wirklichkeit ist nicht wahnsinnig, und ich habe sowohl wirkliche als auch wahnsinnige Gedanken. Ich kann deshalb eine wirkliche Welt sehen, wenn ich mich beim Sehen von meinen wirklichen Gedanken leiten lasse.
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Sicherlich ist es kindisch zu meinen, etwas dadurch lösen zu können, in dem man es etwas anderem zuordnet. In dem man z.B. über die schlechte Welt herzieht, und dieser, nicht selten vielleicht bloß die eigenen unliebsamen Eigenschaft zuordnet und ggf. auf die Weise meinte diese lösen oder los werden zu können.

Der Kern hierbei laut Kurs in Wundern ist, dass einen die eigenen Gedanken am meisten hierbei aufregen, die keine Wirklichkeit besitzen. Denn im Grunde, was störte uns dieses, was nicht vom Göttlichen ins Zeitlose übersetzt wird? Es ist nicht wirklich, und nur da, so lange jemand darauf etwas setzt und darin etwas von Wert sieht. Und es wird nicht weniger dadurch, dass man dem in irgend einer Weise noch hinzutut. Wenn man dem Unechten und Unexistentem erklären möchte, dass es nicht da ist, wem erklärte man es dann, außer evtl. sich selber? Oder man erweckt etwas, was gar nicht war, dann jedoch ist etwas da, womit man doch wieder anders umzugehen hätte.

Also liegt es an uns selbst, was wir worin sehen und womit verbinden. Und ob die Wirklichkeit, die wir diesem zuordnen, nun gegeben ist, oder wir sie nur darin sehen wollen. Und ob wir uns dann darüber ärgern, weil es nicht so ist. Denn über die Wirklichkeit kann man sich nicht wirklich ärgern. Weil entweder kann man sie verändern, soweit sie mit einem in Verbindung steht, dann aber in sich selbst auch nur oder zumindest zuerst, denn anders wo kann man es dann nicht ändern. Oder man kann jeweiliges nicht ändern, weil es möglicherweise nur etwas ist, was einen überhaupt nicht betrifft oder anzugehen braucht.

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Eine Frage der Neutralität? - KiW L54

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 30 2018, 01:46

Ein Kurs in Wundern - Lektion 54

1. (16) Ich habe keine neutralen Gedanken.


Neutrale Gedanken sind unmöglich, weil alle Gedanken Macht haben. Sie machen entweder eine falsche Welt oder führen mich zur wirklichen. Gedanken aber können nicht ohne Wirkung sein. Wie die Welt, die ich sehe, aus meinen gedanklichen Irrtümern entsteht, so wird die wirkliche Welt vor meinen Augen erstehen, wenn ich meine Irrtümer berichtigen lasse. Meine Gedanken können nicht weder wahr noch falsch sein. Sie müssen das eine oder das andere sein. Was ich sehe, zeigt mir, was sie sind.
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Eigentlich ist es beinahe witzig, denn wenn man den oft religiös überzeichneten Fanatismus hernimmt und genauer untersucht, so ist es nicht selten, dass allerlei Schwarz-Weiß-Malerei, welche für gewöhnlich damit einhergeht, bloß daher rührt, dass die Wirkung der Gedanken verkannt wird.

Dabei scheint es zwar darum zu gehen, für wahr und falsch einzustehen, doch in Wirklichkeit ist es das Erfahren der Wirkung dessen, dass es keine neutralen Gedanken gibt. Es kommt das dabei zur Entfaltung, was gedacht worden ist oder wird. Denn das vermeintlich Richtige wie Falsche sind letztlich beides nur eigene Gedanken.

Was daher als falsch angesehen und gefürchtet wird, ist nicht das Falsche an sich, sondern die Wirksamwerdung des eigenen Gedankens. Der dadurch zu Entfaltung gelangt, weil er gedacht wird. Alles andere kann einen psychisch nicht Sorgen machen, weil es nicht in der Psyche beheimatet ist.

Soweit ist es also eine Frage dessen, ob es Leib und Leben betrifft oder bedroht, oder mit sich selber im Widerstreite sich befindet, aber von sich aus nichts weiter berührt, so lange nichts weiter zur Aktion gebracht würde. Man kann sich also neutral in seinem Verhalten verhalten, aber nicht, ob manche Gedanken Wirksamkeit erlangen sollen oder nicht.

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Bedeutung aus Beziehungen - KiW 5:3:9

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Feb 02 2018, 01:56

Ein Kurs in Wundern - T 5:3:9

Die Wahrnehmung bezieht Bedeutung aus Beziehungen. Die, die du annimmst, sind die Fundamente für deine Überzeugungen. Trennung ist lediglich ein anderer Begriff für einen gespaltenen Geist. Das Ego ist das Symbol der Trennung, genauso wie der Heilige Geist das Symbol des Friedens ist. Was du in andern wahrnimmst, bestärkst du in dir selbst. Du magst zulassen, dass dein Geist fehlwahrnimmt, doch der Heilige Geist lässt deinen Geist seine eigenen Fehlwahrnehmungen neu deuten.
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Genau genommen, wenn etwas gänzlich sich selbst überlassen bliebe, ohne irgend einen äußeren Einfluss, dann würde es sich entweder selbst zerstören, oder vollständig genesen. Ganz so, wozu es der eigene Geist berufen hat. Alles andere baut auf andere, und ist dadurch nicht mündig oder in der Selbstverantwortung.

So wie ein Kind, welches den Bewohner eines noch unausgewachsenen Körpers abgibt, und daher gar nicht fähig ist, sich vollends selbst versorgen zu können, so ist es auch mit allem, was auf die Wahrnehmung anderer setzt, um daraus Impulse zu erhalten, sich seiner selber zu gewahren. Wenn auch lediglich nur noch als eines Abbildes, ohne volles Selbstgewahrsein.

Frieden entsteht aus Gemeinschaft, jedoch nicht weil man dieser bedarf, sondern weil diese eines bedarf, um vervollständigt zu sein. Nicht weil man seine Wahrnehmung daraus deduziert, sondern weil man den Part erfüllt, der nicht wäre, obwohl er gebraucht würde, damit ein voller Zusammenhang entsteht.

Und das wäre? Die Erfüllung meiner Pflicht, weil ich bin, der ich bin. Und damit ich bin, wer ich bin. Damit man nicht sagen braucht (vielleicht noch in hebräisch und mit Geltungsanspruch): Ich bin der ich bin! (ohne es zu wissen).. sondern die Taten für sich sprechen zu lassen, und dadurch zu wissen, bei sich selbst, wer man ist und wozu man ist. Daraus wir dann nicht mehr eine Phrase, sondern das Wissen über "Ich bin DER und DARAUS weiß ich DIES."

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Trugbild und Kraftzusammenhang - KiW 19:4:D7

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Feb 05 2018, 00:29

Ein Kurs in Wundern - T 19:4:D7

Es scheint dir, dass die Welt dich ganz und gar im Stich lassen wird, wenn du nur deinen Blick erhebst. Doch alles, was geschehen wird, ist, dass du die Welt für immer verlassen wirst. Das ist die Wiedereinsetzung deines Willens. Sieh ihn mit offenen Augen an, und du wirst nimmermehr glauben, dass du in der Gewalt von Dingen jenseits von dir bist, von Kräften, die du nicht kontrollieren kannst, und von Gedanken, die dir gegen deinen Willen kommen. Es ist dein Wille, dieses anzusehen. Kein verrücktes Verlangen, kein trivialer Impuls, das wieder zu vergessen, kein Stich der Angst noch der kalte Schweiß des scheinbaren Todes können deinem Willen standhalten. Denn was dich von jenseits des Schleiers her anzieht, das ist auch tief in dir, der du ungetrennt davon bist und vollständig eins.
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Schaut man einen Gegenstand an, z.B. einen mit Bekleidungsgegenständen behangenen Stuhl, so könnte es im dunkeln ein Trugbild erzeugen, ganz so, als würde man jemanden auf dem Stuhl sitzen sehen. Schaut man also selbiges mit Beleuchtung an, so sieht man dass es Bekleidung ist, welche bestenfalls so gestaltet ausschaut, als wäre es jemand auf dem Stuhl.

Dabei ist nichts davon weniger oder mehr für die Psyche zunächst, als nur etwas Vorzustellen. Und so spielt es wohl nicht einmal eine wesentliche Rolle, ob das Vorstellen sich auf einen tatsächlichen Sinnesgegenstand bezieht, auf etwas was sich anfassen ließe, oder lediglich auf das Vorstellen aus der Erinnerung heraus. Natürlich kann man anfangen einen Unterschied darin zu suchen, ob etwas derart materiell konstituiert ist, dass es sich anfassen ließe. Ob es ein Sinnesgegenstand ist oder nur eingebildet und nicht außer einem selbst irgend einen Bestand bildet. Denn alles hat eine gewisse Beschaffenheit, ja selbst der Wille hat eine Beschaffenheit. Und eben darin liegt auch der Unterschied!

Das noch größere Trugbild z.B. kann nicht nur in einer Art von optischer Täuschung bestehen, sondern oft in einem viel größeren Umfang in der Annahme, dass es aufgrund einer Art von Beschaffenheit notwendigerweise überall oder zumindest anderswo auch eine bestimmte Beschaffenheit dadurch hat. Doch nimmt man bloße Erscheinung und behandelt diese als Gegenstand eines Willens, kann man schnell einer Täuschung unterliegen, und dabei die Erfahrung machen, dass es willentlich nicht existent ist, oder eben drum etwas ganz anderes bedeutet. Damit kommt man dahin festzustellen, dass der Kraftzusammenhang z.B. wesentlicher sein kann, und ein Trugbild noch relativ dazu stehen kann, wenn man die Zusammenhänge nicht angemessen beachtet.

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Spender von Gaben - KiW 19:4:D20

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Feb 09 2018, 00:16

Ein Kurs in Wundern - T 19:4:D:20

Bedenke sorgsam, wie du auf den Spender dieser Gabe schauen willst, denn so, wie du auf ihn schaust, so wird die Gabe selber dir erscheinen. So, wie er als Geber entweder von Schuld oder von Erlösung gesehen wird, so wird auch sein Angebot angesehen und empfangen werden. Die Gekreuzigten geben Schmerz, weil sie Schmerz haben. Die Erlösten aber geben Freude, weil sie vom Schmerz geheilt sind. Jeder gibt so, wie er empfängt, aber er muss wählen, was das, was er empfängt, sein wird. Und er wird seine Wahl an dem erkennen, was er gibt und was ihm gegeben wird. Auch ist es nichts und niemandem in Himmel oder Hölle gegeben, sich in seine Entscheidung einzumischen.
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Ja, es ist zu einem beträchtlichen Ausmaß schon dieses, man empfängt, was man gibt. Einen weiteren Teil allerdings bildet auch der Entwicklungsstand der Seele und die übernommenen Aufgaben.

Denn an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen, heißt auch, dass je fortgeschrittener der Entwicklungsgrad, desto delikater und fordernder die Aufgaben, die von jeweiliger Seele auf sich genommen und übernommen werden. Wobei es nicht nur auf die Seele an sich bezogen bleibt. Also kann man mitunter an dem, womit man alles konfrontiert ist, mitunter auch erkennen woran man ist.

Und wenn man nicht Erster ist und war, dann ist man Spender von Gaben, die einem oder durch einen gegeben sind. Überhaupt, es spielt zunächst keine Rolle, wer man ist, sondern dass man den Part erfüllt, der einem zuteil wurde, weil er einem zuteil wird und zuteil ist.

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Übereinstimmung - KiW L56

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Feb 12 2018, 02:03

Ein Kurs in Wundern - Lektion 56

2. Vor allem will ich sehen.

Wenn ich begreife, dass das, was ich sehe, das widerspiegelt, was ich zu sein vermeine, dann wird mir klar, dass die Schau mein größtes Bedürfnis ist. Die Welt, die ich sehe, bezeugt die Furcht erregende Natur des Selbstbildes, das ich mir gemacht habe. Wenn ich mich daran erinnern möchte, wer ich bin, so ist es unerlässlich, dass ich dieses Selbstbild loslasse. Wird es durch die Wahrheit ersetzt, so wird mir die Schau mit Sicherheit gegeben. Dank dieser Schau werde ich die Welt und mich selbst mit Barmherzigkeit und Liebe betrachten.
---
Sofern man nicht das Gleiche sieht oder allgemeinhin nachvollzieht in dem man darüber reflektiert z.B., kann man auch nicht damit übereinstimmen. Überhaupt kann man darüber nicht urteilen, auch nicht im Sinne eines Dafürhaltens, denn es beträfe lediglich die eigene Vorstellung davon. Man sagte also ja, meinte aber etwas ganz anderes, somit hätte man das Ja auch einer gänzlich einer anderen Sache zugesprochen.

Im Falle dessen, dass man also irgend etwas zustimmte, stellt sich die Frage, ob man es überhaupt nachvollzogen hat, worum es geht, andernfalls stimmte man wiederum nur seiner Vorstellung zu. Und sollte man also übereinstimmen wollen, dann ist es in vielerlei Hinsicht meist nicht mit einem zunicken getan. Wenn man also zunächst genau erfasst hat, worum es geht, hat man damit oft eine weit größere Übereinstimmung getroffen, selbst im Falle keines Dafürhaltens und des Ablehnens einer Sache. Als wenn man zwar dafür ist, aber nichts davon nachvollzogen hat, wofür man eigentlich sei. Somit wäre es vielleicht nur mehr ein Art von Solidaritätsbekunden, als denn ein tatsächliches übereinkommen.

Darüber hinaus mag es noch ein Unterschied sein, ob das Übereinstimmen vielleicht nur vom Unterbewusstsein und instinktiv erfolgt, obwohl der bewusstere Anteil weit mehr nicht übereinstimmt und dagegen ist (oder anders herum). Oder ob es von der Seele her ist, denn von der Seele her ist für gewöhnlich alles was wir in unserem Gewahrseinskreis vernehmen. Denn es wird für gewöhnlich nichts erkannt, was nicht zuerst von der Seele erfasst wird, womit die Seele ja bereits eine Art von Übereinstimmung eingeht.

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Sichtweisen - KiW L57

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Feb 15 2018, 01:24

Ein Kurs in Wundern - Lektion 57

3. Es gibt eine andere Art, die Welt zu betrachten.


Da der Sinn und Zweck der Welt nicht der ist, den ich ihr zuschrieb, muss es eine andere Art und Weise geben, sie zu sehen. Ich sehe alles verkehrt herum, und meine Gedanken sind das Gegenteil der Wahrheit. Ich sehe die Welt als ein Gefängnis für den Sohn Gottes an. Demzufolge muss die Welt in Wirklichkeit ein Ort sein, an dem er befreit werden kann. Ich möchte die Welt so sehen, wie sie ist, und zwar als Ort, wo der Sohn Gottes seine Freiheit findet.
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Wenn der Himmel die Freiheit repräsentiert, so ist die Welt die Erfahrungsmöglichkeit der Befreiung.

Überhaupt ist alles, was weniger als gut oder besser ist, eine Möglichkeit zu erleben, wie es gut und besser wird. Anders herum würde es die Erfahrung des Schlechterwerdens beinhalten.

Und vieles an Möglichkeiten erschließt sich aus der Sichtweise, oder eben darum auch nicht.

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Weben und Streben - KiW L58

Beitrag  Devino Melchizedek am So Feb 18 2018, 02:11

Ein Kurs in Wundern - Lektion 58

1. Meine Heiligkeit umhüllt alles, was ich sehe.


Aus meiner Heiligkeit kommt die Wahrnehmung der wirklichen Welt. Da ich vergeben habe, sehe ich mich nicht mehr als schuldig an. Ich kann die Unschuld akzeptieren, die die Wahrheit über mich ist. Mit verständigen Augen gesehen, ist die Heiligkeit der Welt das Einzige, was ich sehe, denn ich kann nur die Gedanken bildhaft vor mir sehen, die ich über mich selber habe.
---
Vor allem in der Wahrnehmung ist alles, was da ist, von einem selbst konstruiert, denn anders könnte es gar nicht eigene Wahrnehmung genannt werden. Wahrnehmung könnte alsdann auch etwas vor sich Wahr-machen heißen. Und je gepflegter etwas oder alles ist, desto klarer wird es zu vernehmen sein.

Wenn man es am Beispiel der Mentalebenen nimmt (oder übergeordnet Manas an sich) und man zermantscht diese, weil man es für etwas unnötiges hielte, so sind diese Bereiche dadurch nicht verschwunden, sondern unbrauchbar für einen (und je nachdem was es ist, ggf. für das eigene Umfeld gleich mit daher) und die Anwendung dessen wird nur schwierig von statten gehen oder sich als gänzlich ungänglich erweisen.

In dem Zusammenhang, wie es mit der Wahrnehmung also auch ist, wäre dies auch das eigene Werk und gehörte alsdann als ein Teil von und zu einem. Und so mit allem, denn es gibt von dem was Funktional gegeben ist, nichts unnötiges, sonst wäre es nicht funktional. Wovon man mehr oder weniger Gebrauch macht, sei dahin gestellt.

Je weiter also lediglich das Mundwerk vorauseilt, umso schwieriger wird es mit den Taten einzuholen sein. Außer man möchte zu einer Art Maulheld werden, denn nichts ist gänzlich unbedeutend, vor allem wenn man einen geistigen Weg beschreiten möchte. Dann ist es keine Frage, sondern eine Notwendigkeit, alles auf sich zu nehmen, was erforderlich ist und was da so herumliegen mag, vielleicht schon seit geraumen Zeiten, so dass man es gar nicht mehr erinnert. Ansonsten wird ein geistiger Weg auch ungänglich für einen, denn wenn es leicht wäre, was bräuchte man darüber Worte verlieren ohne Taten?

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Die selbstauferlegte Tat - KiW 20:3:4

Beitrag  Devino Melchizedek am So Feb 18 2018, 23:57

Ein Kurs in Wundern - T 20:3:4

Eine einfache Frage bleibt dennoch und braucht eine Antwort. Magst du, was du gemacht hast - eine Welt des Mordes und des Angriffs, in der du dich zaghaft durch ständige Gefahren schlängelst, einsam und verängstigt, allenfalls hoffend, dass der Tod doch noch ein wenig wartet, bevor er dich ereilt und du verschwindest? Das hast du erfunden. Es ist ein Bild dessen, was du zu sein denkst und wie du dich selber siehst. Ein Mörder ist verängstigt, und wer tötet, fürchtet den Tod. Das alles sind nur die Furcht erregenden Gedanken derer, die sich an eine Welt anpassen wollen, die durch ihre Anpassungen Furcht erregend gemacht worden ist. Sie schauen kummervoll hinaus von dem aus, was in ihnen traurig ist, und sehen die Traurigkeit dort.
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Welcher Art auch immer der Schadenstifter, voller Sorge um Vergeltung geht er aller Wege. Welcher Art das Machwerk dahingehend ist, dieser Art wird auch die Sorge sein, die ihn überallhin begleitet. Und irgendwann wird alles nur mit sehr viel Ablenkung und möglichst ohne Besinnung lediglich zu ertragen sein, und ein Fliehen ja auch gar nicht möglich vor den Taten, die man überall hin mit sich trägt.

Daher ist man gewiss ein glücklicher Mensch, wenn man zunächst lernt Gutes zu tuen, ehe man auch nur etwas von dem Schadenstiftenden auch nur erfährt. Damit hätte man immer schonmal etwas Gutes mit dabei. Sollte einer die Not oder Schwierigkeiten anderer für seine Zwecke ausnutzen, dem kann dann nicht geholfen werden. Denn welchen Weg er auch immer nehmen mag, wird er wohl zurückkehren und dort von vorne anfangen dürfen, wo ihn die Vernunft verließ. Und alles andere ist ohnehin dann vergebens.

So wie mit der selbst auferlegten guten Tat, die man sich vornimmt und ausführt, selbst wenn für einen nichts dabei herumspringt (oder gerade deswegen). Wie sollte die Seele noch irgendwohin weitergehen, wenn etwas sich in keinem Einvernehmen mit ihr befände? Und wohin sollte sie dann auch noch gehen wollen? Und was ist dann das, was dann noch weiter ginge?

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