Ein Kurs in Wundern

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Wille zum Sieg heißt Selbstüberwindung - KiW 10:1:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jul 07 2017, 01:56

Ein Kurs in Wundern - T 10:1:3

Würdest du dir denn die Mühe machen, das miteinander zu vereinbaren, was in miteinander in Konflikt stehenden Träumen geschah, oder würdest du nicht beide zusammen abtun, wenn du entdeckst, dass die Wirklichkeit mit keinem von beiden übereinstimmt? Du erinnerst dich nicht ans Wachsein. Wenn du den Heiligen Geist hörst, fühlst du dich vielleicht wohler, weil es dir dann möglich erscheint zu lieben, aber du erinnerst dich noch nicht, dass es einst so war. Und in ebendieser Erinnerung wirst du erkennen, dass es wieder so sein kann. Was möglich ist, wurde noch nicht vollbracht. Doch was einst war, ist auch jetzt so, wenn es ewig ist. Und wenn du dich erinnerst, dann wirst du erkennen, dass das, woran du dich erinnerst, ewig ist und deshalb jetzt ist.
---
Hat man einen unruhigen oder beklemmenden Traum und wird wach davon und daraus, vielleicht auch weil der Traum einem zu bedrohlich wurde und man sich so auf sich selbst besann, dann mag man erleichternd aufatmen, feststellend, dass es nur ein Traum war. Vielleicht war man im Traum drauf und dran irgend eine Lösung für diese jeweilige dort auftretende Bedrohung zu suchen, um diesem in irgend einer Weise zu entfliehen. Aber käme man dann noch auf die Idee, nachdem man weiß, es ist nur ein Traum gewesen, mit den Mitteln des Traumes und so als ob man weiter darin wäre, weiter nach einer Lösung daraus zu suchen? Wohl kaum, denn woraus wollte man sich befreien wollen, was doch gar nicht existiert?!

Und war denn auch wirklich jemand anders im Traum dies, was man zu überwinden suchte, als denn man selbst? In dem meisten Fällen jedenfalls ist alle Bedrohung im Traume nur die, die man sich selbst machte. Denn sonst wäre diese, wenn sie außer einem auch noch läge, nicht gelöst, und folglich der Traum noch nicht wirklich beendet. Erst also dadurch, dass man dieses nur als eigene Konstruktion und als sich selbst erkennt, ist man sogleich auch befreit. Gar nicht unähnlich diesem mag es sein, wenn gegen allerlei Institutionen, die zuvor zu einer Art Feind erklärt wurden, vorgegangen würde. Ohne den vielleicht weit größeren Nutzen, den diese leisten, (an)erkennen zu wollen.

So kann es oft vorkommen, dass etwas bekämpft wird, wofür es überhaupt keine Alternative oder anderweite Lösung gibt, und ohne dies gar nichts besser dran wäre oder da stehen würde. Ja selbst der vermeintliche Fortschritt den man mit der Abschaffung erreichen wollte, wäre eigentlich dasjenige, was einem überhaupt erst ermöglichte nach weiterem Fortschritt zu streben (am eigenen Ast sägen). Denn ist eine tatsächlich bessere und reelle Lösung gefunden, findet sich meist auch angemessener Weg zur Etablierung.

Wie es mit dem Weg der Liebe ist, so ist es mit dem Weg guter Ideen auch. Sie überzeugen aus sich heraus, weil es kein Argument dawider gibt und sich finden ließe. Vor allem ohne dass sich nicht dasjenige, was selbst also dawider so vorginge, sich auf einer elementareren oder weitfassenderen Ebene, selbst daran ginge abzuschaffen, und so also den Weg dort wieder frei zu machen.

Der Wille zum Sieg heißt Selbstüberwindung. Denn wie man sich aus dem Nichtigeren frei macht, als erwachte man aus einem Traume, so wird einem dieses, wie ein vergangener Traum nicht fassen können. Tatsächlich findet das Wachsein bereits zugleich statt, nur dass man sich in diesem Wachsein erst erkennen muss, um es als die eigene reale Möglichkeit annehmen zu können.

Also wird man eines Tages auch erkennen müssen, sobald man ins Allumfassendere eingetreten ist, dass fast alles nur bloße Nichtigkeit bis dahin war. Und dann kann es einen auch nicht wieder einholen oder man darin verfallen. Manches kämpfen und ringen mag zwar der Selbstüberwindung gedient haben, dass meiste jedoch war nur dazu da, um sich in der Nichtigkeit selbst zu befangen, und somit völlig überflüssig.

Devino Melchizedek

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Klar Schiff machen - KiW 10:4:2

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jul 09 2017, 01:46

Ein Kurs in Wundern - T 10:4:2

Die Wirklichkeit kann nur in einem unumwölkten Geist aufdämmern. Sie ist immer da und kann angenommen werden, doch sie anzunehmen hängt von deiner Bereitwilligkeit ab, sie zu haben. Die Wirklichkeit zu erkennen muss die Bereitwilligkeit in sich schließen, die Unwirklichkeit als das zu beurteilen, was sie ist. Das Nichts zu übersehen heißt lediglich, es richtig zu beurteilen und es dank deiner Fähigkeit, es wahrheitsgemäß zu bewerten, los zu lassen. Erkenntnis kann in einem Geist voll Illusionen nicht aufdämmern, weil Wahrheit und Illusion unvereinbar sind. Die Wahrheit ist ganz und kann nicht nur von einem Teil eines Geistes erkannt werden.
---
Die größere Wirklichkeit voll anzunehmen, heißt alles aufzugeben bei/in sich, was nicht der Wirklichkeit an sich entspricht.

Das bedeutet Selbstverleugnung, wie Christus Jesus sie historisch besehen von denen forderte, die ihm nachfolgen wollten. Die Illusionen die viele ein Leben lang begleiten, fallen zu lassen, und der umfassenderen Wahrheit konsequent zu folgen.

Hat man sich gut vorbereitet, wird es leichter fallen, als wenn man nicht gut darauf abgestimmt wäre. Auch wenn die Wahrheit und Wirklichkeit immer da ist und uns umgibt, und ja gerade daher dass sie keinen Augenblick aufhört zu sein, ist es die immerwährende und sicherste Konstante.

Auch wenn für alle überwiegend doch das richtungweisend sein mag, wovon sie auch immer erfüllt sein mögen, ist dann das leitende Element nicht immer die Wahrheit, welche zur größeren Wirklichkeit stets führt. Welche auch das leitende Element von allem ist, was wirklich ist.

Wahrheit heißt sich auf Wirklichkeit zu berufen. Ist man in dieser gefestigt, wird aller Wunsch nach Träumen nach und nach vergehen, denn wir können weder uns noch eine Bedeutung für uns dann in diesen mehr finden.

Wir können ohne Wahrheit und daher ohne Wirklichkeit gar nicht sein, nicht einmal für einen Augenblick. Denn mehr noch sind wir durch diese bedingt, als denn durch Essen und Trinken allein, und diese sind letztlich sogar bloß Kraft des Glaubens von Bedeutung. Denn wären wir alle im Glauben hinreichend in Gottes Wort gefestigt, so wäre die äußere Nahrung womöglich bereits abgeschafft oder nicht in dieser Weise mehr erforderlich, wenn wir alle also anderen Geistes wären...

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Kommunikation durch Ausstrahlung - KiW 10:5:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jul 11 2017, 01:34

Ein Kurs in Wundern - T 10:5:2

Vergiss jedoch nicht, dass Gott verleugnen unweigerlich zu Projektion führt, und du wirst glauben, dass andere und nicht du selbst dir das angetan haben. Du musst die Botschaft empfangen, die du gibst, weil es die Botschaft ist, die du haben willst. Du magst zwar glauben, dass du deine Brüder den Botschaften gemäß beurteilst, die sie dir geben, aber du hast sie nach der Botschaft beurteilt, die du ihnen gibst. Schreibe nicht ihnen deine Verleugnung der Freude zu, sonst kannst du nicht den Funken in ihnen sehen, der dir Freude bringt. Die Verleugnung des Funkens ist es, die Depression mit sich bringt, denn jedesmal, wenn du deine Brüder ohne diesen siehst, verleugnest du Gott.
---
Die eigene Botschaft ist zu allererst die eigene Ausstrahlung. Für einen empfänglichen Geist ist dies meist bereits Aussage genug. Allerdings auch mehr für jeden anderen, als es oft an sich vielleicht bewusst erkannt und angenommen wird.

Die Ausstrahlung ruft oft mehr Reaktionen hervor, oder dass darauf angesprochen wird, als das Gesprochene. Ein anschauliches Beispiel wäre, wenn die selbe Aussage mit strahlendem Lächeln oder toternster Miene vorgetragen würde. In dem einen Fall führte es vielleicht zu illustrem Gelächter (als Witz aufgefasst), im anderen zur Bestürzung.

Wir sind daher immer in (geistiger) Kommunikation begriffen und können diesem eigentlich auch kaum je ausweichen. Ausgenommen vielleicht wenn wir bloß für uns alleine sind. Nur selbst das ist oft fraglich, denn woher will man es wissen, ob man wirklich allein ist (die subjektiveren Ebenen einbezogen).

Daher ist sprachliche Kommunikation mehr nur die veräußerlichte Variante. Oft ist sie ein weit größeres Mittel für uns, als für andere (nebst Inhalt). Denn sie führt uns dazu uns der bestimmten Dinge, die wir ansprechen, zunächst in breiterem Maße zu vergegenwärtigen. Ähnlich dem, etwas aufzuschreiben oder vielleicht auch zu singen. Wobei mit dem Gesang wohl eine gesteigerte Form der Ausstrahlung zutage tritt, der sich in bedeutsamerer Weise auch Ton und Klang anschließen.

Letztlich können viele Schwierigkeiten, die sonst kaum nachvollziehbar scheinen, durch die Ausstrahlung und die darin beinhalteten Signale erklärt werden. Man kann auch daran arbeiten. Durch Lichtarbeit und Läuterung seiner Selbst und was bei anderen dadurch mit ankommt, in einem umfassenderen Sinne. Und durch Einstimmung und gute Vorbereitung, soweit es die Gegebenheiten ermöglichen, in einem direkteren Verhältnis.

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Nur der Funke bleibt - KiW 10:4:8

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jul 13 2017, 01:01

Ein Kurs in Wundern - T 10:4:8

In vielen bleibt nur noch der Funke übrig, denn die Großen Strahlen sind verschleiert. Doch Gott hat den Funken lebendig erhalten, sodass die Strahlen nie vollständig in Vergessenheit geraten können. Wenn du nur den kleinen Funken siehst, wirst du lernen, was das größere Licht ist, denn die Strahlen sind unsichtbar da. Den Funken wahrzunehmen wird heilen, aber das Licht zu erkennen wird erschaffen. Indes muss bei der Rückkehr zuerst das kleine Licht anerkannt werden, denn die Trennung war ein Abstieg von der Größe zur Kleinheit. Der Funke aber ist trotzdem so lauter wie das Große Licht, weil er der Ruf der Schöpfung ist, der übrig bleibt. Setze deinen ganzen Glauben in ihn, so wird Gott Selbst dir Antwort geben.
---
In der Bhagavad Gita heißt es, dass es den Tag und die Nacht Brahmas gibt. In der Nacht wird die Schöpfung wieder zunichte gemacht, welche jedenfalls es nicht geschafft hat, sich über einen gewissen Stand der Selbst-Tätigkeit und Eigenständigkeit seiner Selbst hinaus zu entwickeln.

Doch gibt es diesen einen Funken in einer jeden Seele, der in seinem Strahlen und seiner Reinheit dem Strahlen Gottes gleich kommt, welcher ewig erhalten bleibt, ebendrum weil er in diesem Strahlen Gottes strahlen gleicht kommt. Man kann sich wohl vorstellen, wenn die Funken vereint erstrahlen, dass sie ein Strahlenmeer oder einen Strahl selbst ergeben (z.B. die Sohnschaft als eine einzige gemeinsame Qualität, aus einer bestimmten Schöpfung heraus erstanden und entwickelt).

Alles was wir selbst erschaffen, erzeugen wir um diesen Funken herum. Wir sind damit auf einer bestimmten Frequenz, im Sinne der Energie, die wir selbst repräsentieren. Die Energie entspricht unserer eigenen schöpferischen Tätigkeit. Manches ist beständiger und manches flüchtigerer Natur, abhängig auch von der Intention und Ausdauer mit der wir uns betätigen.

Je näher wir mit der Qualität unserer schöpferischen Tätigkeit an die des Funkes herankommen, umso eher also auch von der Beschaffenheit her das, was diesem ähnlich ist und daher auch umso wahrscheinlicher, dass es etwas ist was bleibt. Alles andere war schlichtweg vergebens, wenngleich auch manches als Zwischenschritt durchaus gebraucht wird.

https://www.melchizedek-forum.de/index.php?id=5071
"Die Natur ist grausam und betreibt eine Auslese. Sie wirkt nach dem Gesetz «der Tüchtigste überlebt». Im Auswahlprozess werden Millionen von Leben geopfert und viele Formen werden zwar geboren, gehen aber zugrunde. Daher ist es ein seltenes Ereignis, wenn Seelenleben erreicht wird. Wenige Menschen nur haben Seelen, und nur ein paar besitzen also Unsterblichkeit und gehen zu ihrer eigenen Stätte der Macht, um nie mehr zurückzukehren. Der Rest ist verloren, geht unter und wird im allgemeinen Naturvorgang verschlungen; das Menschenreich als Ganzes ist ein Totalverlust mit Ausnahme von einigen wenigen heraustretenden und bedeutenden Gestalten in der Vergangenheit und Gegenwart. Sie haben durch die Opferung der vielen die Vollendung erreicht."

Wenn wir tatsächlich die Energie von Jemandem oder etwas wahrnehmen können (nicht nur Stoff und Substanz einer Art auf einer Ebene nach, sondern mehr im kosmisch-naturalogischem Sinne), wie nah oder weit sind wir dann also noch davon entfernt, ein Gewahrsein für diesen bestimmten Funken selbst zu entwickeln? Und abhängig dessen, sind wir wohl diesem selbst nah oder weit.

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Sich furchtlos ins Licht begeben - KiW 11:E:3

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jul 14 2017, 01:12

Ein Kurs in Wundern - T 11:E:3

Du machst, indem du projizierst, doch Gott erschafft, indem Er sich ausdehnt. Der Eckstein der Schöpfung Gottes bist du, denn Sein Denksystem ist Licht. Denk an die Strahlen, die unsichtbar da sind. Je mehr du dich dem Kern Seines Denksystems näherst, desto heller wird das Licht. Je näher du dem Fundament des Denksystems des Ego kommst, desto dunkler und undeutlicher wird der Weg. Doch sogar der kleine Funke in deinem Geist genügt, ihn zu erhellen. Bring dieses Licht furchtlos mit, und richte es tapfer auf das Fundament des Ego-Denksystems. Sei willens, es vollkommen ehrlich zu beurteilen. Lege den dunklen Eckstein des Schreckens frei, auf dem es ruht, und bringe ihn ans Licht. Dort wirst du sehen, dass es auf Bedeutungslosigkeit beruhte und dass alles, wovor du Angst hattest, auf nichts gegründet war.
---
Für das Licht selbst, ist das Licht nicht mehr Licht, denn wenn alles nur hell ist, bildet sich die Kontur heraus und was das Licht selbst beinhaltet oder welcher Qualität es ist u.dgl.m.

Dadurch dass man dann mehr erkennt was Licht ist, und was nicht Licht ist, oder was lichter und weniger licht ist, ist es in der Tat erhellend. Anders gesagt, ist es nicht einfach nur Jubel-Trubel-Heiterkeit sondern Klarheit/Nüchternheit.

Also kommt man um vollständige Offenheit und Ehrlichkeit dann nicht mehr herum, wenn Licht ist. Wenn man also wirklich das größere Licht anstrebt, gehört durchaus eine gewisse Furchtlosigkeit dazu, denn sonst wird es bloß eine furchtbare Erfahrung werden.

Und natürlich gehört ein gewisser Sterbeprozess dazu, wenn man sich des negativen Egos entledigen möchte. Es kostet also Überwindung sich im jeweiligen anzuschauen, wie es ist, statt der gängigen Neigung nachzugeben, etwas verteidigen zu versuchen oder zu verschleiern usw.

Indem man sich im Negativen aufgibt (also erstirbt), erwacht man zugleich frei in allem Wesenhaften. Denn wie der Kurs und auch die Bhagavad Gita lehrt, hört das Wesenhafte nie auf zu sein, und es übernimmt dann auch die Rolle, da es beständiger ist als das negative Ego.

Wenn sich etwas aber im Licht löst und lösen lässt, warum sollte man dann das, was vergeht oder durch einen solchen Prozess (der Lichtannäherung) vergangen ist, noch länger fürchten?

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Mit rechtem Sinn für Verhältnisse - KiW 11:1:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jul 15 2017, 03:11

Ein Kurs in Wundern - T 11:1:1

Du hast gelernt, dass du Heilung brauchst. Möchtest du der Sohnschaft irgendetwas anderes bringen, wenn du dein Bedürfnis nach Heilung für dich selbst begreifst? Denn darin liegt der Anfang der Rückkehr zur Erkenntnis; das Fundament, auf dem Gott helfen wird, das Denksystem neu aufzubauen, das du mit ihm teilst. Nicht einen Stein wirst du darauf legen, der nicht von Ihm gesegnet wird, denn du wirst die heilige Wohnstätte Seines Sohnes wiederherstellen, wo Sein Sohn nach Seinem Willen sein soll und wo er ist. In welchem Teil des Geistes von Gottes Sohn du auch immer diese Wirklichkeit wiederherstellst, du stellst sie für dich wieder her. Du weilst mit deinem Bruder im Geist Gottes, denn Gott Selbst wollte nicht allein sein.
---
Es gibt nunmal gewisse Dinge die jeder gut heißt und gerne für sich, und im Falle des gesunden Geistes auch für Jedermann sonst, beanspruchen und wünschen mag und möchte. Denn unabhängig dessen, wie groß und stark sich wer auch wähnte oder dies auch sei, gesund und heil sein, ist wohl für keinen unerheblich.

Daher gibt es noch vieles andere, was etwas zählt und nicht unwesentlich ist, denn an allem beiläufig Schönem kann man sich erst recht erfreuen, wenn man sich mit vollem und freiem Geist sich auch zuwenden kann. Immer ist es von entscheidender Bedeutung, frei von Leid zu sein, ehe man dem Schönen wirklich etwas abgewinnen vermag.

Und so wie man manches möchte und manches unerwünscht ist, und darunter sich solches vorfindet, was für Jedermann sich ähnlich verhält und von ähnlicher Gültigkeit ist, ließe es sich durchaus gut in dem Wahrheitsspruch aussagen: tue allen nur in der Weise, wie due selbst behandelt werden möchtest. Unabhängig der außergewöhnlichen Umständen und Erforderlichkeiten, die sich meistens jedenfalls zwischen verschiedenen Ebenen und Ansprüchen mal ergeben mögen.

Allerdings ist es mit der Seele selbst auch nicht viel anders. Es mag schon sein, dass die Seele gewisse Dinge nicht erleiden kann, weil die Konstitution es bereits nicht verstatet. Doch muss es auch noch lange nicht so sein, dass die Seele sich alles bieten lassen bräuchte, so auch nicht alles gut heißen oder schön zu nennen hätte.

Also auch wenn die Seele im gewissen Sinne einen Gegensatz zur eigenen Persönlichkeit bildet, wieso sollte sie dann viel auf andere Persönlichkeiten geben und halten? Allerdings hat die eigne Seele meist auch keine großen Ambitionen wider oder mit anderen Persönlichkeiten groß was anfangen zu wollen. Oder viele Anstrengungen in derlei zu verwenden, was ohnehin die Aufgabe der jeweiligen Seele selbst ist, die sich einer (eigenen) Persönlichkeit bedient und angenommen hat, und dieses daher dieser selbst obliegt.

Eine andere Sache ist es, wenn es um Fremdherrschaft z.B. geht, wo also weder die Seele noch Persönlichkeit wirklich am Zuge ist (auch wenn sie es meinten zu sein; vor allem die Persönlichkeiten). Da kann es dann sogar erforderlich werden, je nach Einsicht und Möglichkeit durchaus dawider zu sein, wenn Seele (wie Persönlichkeit) um ihr eigenes Recht auf Zuständigkeit geprellt werden und die Verhältnisse nicht rechtmäßig diesen gegeben sind.

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Allein sein und alleinsein - KiW 11:1:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 17 2017, 03:25

Ein Kurs in Wundern - T 11:1:2

Allein sein heißt von der Unendlichkeit getrennt sein, aber wie kann das sein, wenn die Unendlichkeit kein Ende hat? Niemand kann jenseits des Grenzenlosen sein, weil das, was keine Grenzen hat, überall sein muss. In Gott, Dessen Universum Er Selbst ist, gibt es keine Anfänge und keine Enden. Kannst du dich selbst vom Universum ausschließen oder von Gott, Der das Universum ist? Ich und mein Vater sind mit dir eins, denn du bist ein Teil von Uns. Glaubst du wirklich, dass ein Teil von Gott fehlen oder für Ihn verloren sein kann?
---
Von dem ausgehend, dass Trennung (Unterteilung) im grundsätzlichen Sinne zunächst nach Ebenen, dann nach Zeit und Raum, und schließlich nach Körperlichkeit und Zuständen sich vollzieht, kann man bei jedem allein sein wohl davon ausgehen, dass es wesentlich nur eine Frage der Zeit ist.

Denn wie man Teil von Gott ist, so ist es grundlegend auch nicht möglich allein zu sein. Denn die Schöpfung an sich ist dazu bestimmt, weil Gott selbst nicht allein sein wollte, für Ihn da zu sein.

So heißt es auch schon in der Bibel, dass Adam (im Gattungssinne) nicht allein sein sollte und so kam die Eva ins Spiel. Man braucht doch eine gewisse geistige Entwicklung, von vielleicht gewissen Phasen abgesehen, um damit weniger Schwierigkeiten zu haben (auch wenn es selbst dann nicht jedem liegen mag etc.).

Hat man gewisse geistige Kontakte hergestellt und aufgebaut mit der jeweiligen Anbindung u.dgl., dann verliert es immer mehr an Bedeutung, dazu äußerlich etwas da haben zu müssen, weil es innerlich abgewickelt wird. Oder anders gesagt, dass was rein innerlich galt, ist dann mehr oder weniger etwas äußeres bereits, und braucht dann ab einem gewissen Grad nicht weiter veräußerlicht zu werden, weil man selbst nicht mehr darin in der Weise ist.

Also ist die Lösung des Alleinseins doch letztlich die, dass man gar nicht alleine ist und sich so auch nicht mehr erfährt (was auch ein Indikator wäre). Nur dass man es auch so vernimmt, wenngleich weniger im Sinne des Intellekts.

Dabei lässt sich der äußere Kontakt wohl leichter gestalten, als man es mit den rein geistig/inneren Vorgängen machen kann (abhängig worin man mehr erprobt und geübt ist). Dennoch kann man von fast allen äußeren und äußersten Dingen annehmen und so ausgehend, dass sie doch vor allem zum üben und lernen zunächst da sind, denn ihre Natur ist doch mehr flüchtigerer und vergänglicher Natur (auch wenn es manchmal anders herum erscheinen mag).

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Bin ich das etwa? - KiW 11:4:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jul 20 2017, 00:28

Ein Kurs in Wundern - T 11:4:4

Nur du kannst dir etwas entziehen
. Widersetze dich dieser Einsicht nicht, denn mit ihr beginnt wahrhaft das Licht heraufzudämmern. Denk auch daran, dass die Verleugnung dieser simplen Tatsache viele Formen annimmt, und du musst lernen, diese zu erkennen und dich ihrer ausnahmslos standhaft zu widersetzen. Das ist ein entscheidender Schritt im Wiedererwachen. Die anfänglichen Stadien dieser Umkehr sind oft ziemlich schmerzhaft, denn sobald man die Schuldzuweisung vom Äußeren abzieht, besteht eine starke Tendenz, innen an ihr festzuhalten. Es ist am Anfang schwierig zu begreifen, dass das genau dasselbe ist, denn es gibt keinen Unterschied zwischen innen und außen.
---
Oft ist es einfacher mit vielem, wenn auch nicht mit allem, sobald man sich mehr als Seele erkennt und versteht. Dann ist es auch weit einfacher den Satz des-sich-selbst-etwas-entziehen's nachzuvollziehen. Sicherlich mag es in manchen Dingen dann auch leichter gesagt als umgesetzt sein.

Allerdings ist der Preis, sich auf ein negatives Ego oder einen Persönlichkeitsaspekt zu versteifen, es gar nicht wert. Es dient der Selbstbeschränkung allem voran! In Stadien geringer Entwicklung mag es sogar noch sinnvoll sein, damit man nicht lediglich in all dem stört, womit man nicht recht umzugehen weiß.

Doch wenn man es akzeptieren kann und es bis zu einem gewissen Grad zur lebendigen Erfahrung bringt, dass die eigne Seele mehr Menschen und Persönlichkeiten als nur einen selber beinhaltet und umfassen kann, ist man einen großen Schritt weiter damit.

Dann kann es vorkommen, dass man auszurufen geneigt ist "bin ich das etwa?" oder "das bin ja ich" u.dgl.m. Zwar geht es nicht darum, dass die eine Persönlichkeit sich für die andere mithält, sondern sich als Seele zu erkennen, die über und in beidem oder vielem ist.

Denn Trennung oder Ausschluss sind dann durch äußere Einflüsse und Dinge gar nicht mehr möglich. Da wo die Seele ist, da ist sie dann. Und als das was sich die Seele erlebt, das ist sie dann. Oder wo sie ist und sich vorfindet, dort ist sie dann auch.

Heißt natürlich nicht, man hätte überall seinen Rüffel reinzuhängen, sondern mehr im Sinne von Einsicht, Erkenntnis, Empfindung und Erlebnis. Selbstredend ohne persönlich (oder gerade aufgrund dessen) etwas noch zu wollen oder zu beanspruchen (von dem was ohnehin der Seele ihr's ist).

Und so kann man sein und nicht sein, ganz unabhängig äußerer Umstände und Gegebenheiten.. oder eben auch nicht, wenn es für einen doch noch zu stark davon abhinge...

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Eine Sache des Glaubens - KiW 11:6:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jul 21 2017, 01:36

Ein Kurs in Wundern - T 11:6:1

Es ist unmöglich, nicht zu glauben, was du siehst, aber es ist ebenso unmöglich, zu sehen, was du nicht glaubst. Wahrnehmungen werden auf der Basis von Erfahrungen aufgebaut, und Erfahrung führt zu Überzeugungen. Erst wenn die Überzeugungen gefestigt sind, stabilisieren sich die Wahrnehmungen. So siehst du denn tatsächlich, was du glaubst. Das meinte ich, als ich sagte: "Selig seid ihr, die ihr nicht gesehen habt und dennoch glaubt", denn wer an die Auferstehung glaubt, der wird sie sehen. Die Auferstehung ist der vollständige Triumph Christi über das Ego, nicht durch Angriff, sondern durch Transzendenz. Denn Christus erhebt sich über das Ego und alle seine Werke und fährt auf zum Vater und Seinem Reich.
---
Wie weit hängt vieles wohl vom Glauben ab? Wenn nun vieles in einer Art Frequenz sich abspielte und man darin ist, aufgrund seines Glaubens und so auch durch einer gewissen Schwingungsgleichheit mit dieser Frequenz, so dass man auch nur letztlich das vorfindet, was ebenso in dieser Frequenz liegt, wie ist es dann mit der Technik an sich?

Denn wenn man annähme es gäbe weit mehr belebter Planeten in unserem Sonnensystem z.B., und man sieht nichts davon, und hat dazu ja auch die Technik die nichts davon misst, wie könne also da womöglich doch noch etwas sein? Wenn es ja von der Technik erwiesenermaßen nicht erkannt würde (wenn man von gewissen Vertuschungen und Verschwörungstheorien mal absieht)?

Nun, bis zu einem gewissen Grad, wird die Technik zwar zeigen, was sie zeigen kann, dennoch ist die Technik ja nicht getrennt von uns unserer Frequenz in diesem Sinne. Denn es ist ja in diesem Frequenzbereich selbst entwickelt worden. Wenn sie also ein gewisses Spektrum bloß anzeigt, entlehnt durch das was ja durch uns wahrgenommen wird und nur ein wenig darüber hinausreichend, und eine andere Art von Leben befände sich aber in einem anderen Spektrum, dann kann es sehr wohl sein, dass wir immer noch nur das sehen, was wir glauben.

Wie überzeugend etwas für uns also auch sei, ist man dennoch gut beraten, nicht hinzurennen (gerade wenn es nicht durch weit mehr erwiesen ist, als durch bloße Annahmen) und sagen, dass ist das und jenes ist dies usw. Denn letztlich ist es immer noch nur der eigene Glaube, und ob dieser wirklich zu mehr taugt, d.h. eine Schnittmenge zu etwas an sich selbst beinhaltet, ist zunächst noch fraglich.

Ansonsten hat man sich nur selbst festgelegt, mehr auch nicht, wenn es sonst nichts weiter damit auf sich hat, dann endet es nur dort wo es seine Quelle hat (der Irrtum im Irrtum z.B.). Wenn man sich die Option offen halten kann, bei etwas im Irrtum zu sein, dann hat man zumindest einen Spielraum dazu, auch nachdem man sich geirrt hat. Oder möchte man zusammen mit dem Irrtum begraben werden (im Falle dessen, dass es einer ist)?

Also ist es durchaus meist nur eine Sache des Glaubens. Wie man auch sagen kann, es gibt keinen der nicht glaubt, wie auch immer sein Glaube aussehen mag. Dieser zeigt sich letztlich in dem Frequenzband, in dem sich einer befindet, in dem was er wahrnimmt und wie sein Lebensumfeld (seine Welt) für ihn aussieht. Man könnte statt Frequenzband auch allgemeinhin Energie sagen. Alles eine Frage der Energie oder der Art von Energie. Oder gänzlich allgemein bei der Quelle des Geistes, kann man umfassendererweise auch sagen, im wesentlichen alles eine Frage des Glaubens.

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Am rechten Ort zur rechten Zeit - KiW 12:2:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jul 27 2017, 01:14

Ein Kurs in Wundern T 12:2:1

Wunder sind lediglich die Übersetzung der Verleugnung in die Wahrheit. Wenn sich selbst lieben sich selbst heilen heißt, dann lieben sich diejenigen, die krank sind, nicht. Deshalb bitten sie um die Liebe, die sie heilen würde, die sie sich selber aber verweigern. Wenn sie die Wahrheit über sich erkennen würden, dann könnten sie nicht krank sein. So wird es zur Aufgabe des Wunderwirkenden, "die Verleugnung der Wahrheit zu leugnen." Die Kranken müssen sich selbst heilen, denn die Wahrheit ist in ihnen. Doch da sie sie verschleiert haben, muss das Licht in einem andern Geist in den ihren leuchten, weil dieses Licht das ihre ist.
---
Die einfachste Lösung ist doch die, alles als bloß Teil einer größeren Illusion zu erkennen. Die zwar zunächst als die größere Wahrheit angesehen wird und doch immer noch bedingt wird, und daher aufgrund der Bedingtheit selbst als Illusion i.d.R. irgendwann abzulegen wird sein, wenn man diese nicht länger benötigt.

Allerdings nur zu sagen, etwas als einen Teil einer größeren Illusion erkennen, ist wohl leicht, wenn das Erkennen keine Herausforderung bloß wäre. So dass es eher nur tröstlich noch sein mag, anzunehmen, dass die meisten Dinge, mit denen man sich heutzutage rumquälen mag, von einem sehr umfassenden Standpunkt gar nicht einmal existent sind. Und somit lediglich als ein paar Phänomene des Raum-Zeit-Kontinuum Bedeutung besitzen.

Ist man jedoch selbst betroffen von einigen Widrigkeiten, helfen einem ein paar Worte selten weiter, selbst wenn sie im günstigsten Falle Wunder bewirken könnten. Ein Geist der die Dinge also in rechtem Licht zu sehen vermag, kann einfach dadurch helfen, dass er bloß die Dinge leugnet, die vom Stand des nicht bedingten Geistes gar nicht existieren.

In der Weise kann jeder jedem sogar eine Hilfe sein. Ein wenig rechter Sinn am rechen Ort und zur passenden Zeit, mehr bräuchte es oft nicht...

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Identitätsbedeutungen - KiW 12:2:5

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jul 29 2017, 01:45

Ein Kurs in Wundern - T 12:2:5

Wir wollen keine Alpträume bewahren, denn sie sind keine angemessenen Gaben für Christus, und somit sind sie keine angemessenen Gaben für dich. Nimm die Decken weg und betrachte das, wovor du Angst hast. Nur die Erwartung wird dich in Angst versetzen, denn die Wirklichkeit des Nichts kann nicht beängstigend sein. Lass uns das nicht aufschieben, denn dein Traum des Hasses wird nicht ohne Hilfe von dir weichen, und die Hilfe ist hier. Lerne, ruhig zu sein mitten im Aufruhr, denn die Ruhe ist das Ende der Zwietracht, und das hier ist die Reise in den Frieden. Schau jedes Bild, das auftaucht, um dich aufzuhalten, direkt an, denn das Ziel ist unvermeidlich, weil es ewig ist. Das Ziel der Liebe ist nichts als dein Recht, und es gehört trotz deiner Träume dir.
---
Wir können uns nicht vor uns selbst verstecken. So viel kann mit großer Sicherheit gesagt werden. Also bleibt es unvermeidlich, dass wir uns selbst begegnen.

Unter förderlichen Bedingungen mag vieles zwar leichter von der Hand gehen, heißt aber nicht unbedingt, dass es dadurch leichter ist sich selbst anzutreffen und kennen zu lernen. Denn alles was an förderlichen Bedingungen existieren mag, muss ja von irgendwoher erst sein. Wenn es also nicht von einem ist, ist es auch nicht unbedingt besser darum bestellt, sich darin und dadurch selber darin zu erkennen.

All die Schichten, die sich einfinden oder zusammenpappen, von dem, was man nicht pflegt z.B., machen es zunächst nicht leichter. Von allem was zu viel von einer Art ist, führt zur Unausgewogenheit und man verliert damit schonmal die Mitte. Das Gleichtgewicht und Ausgeglichenheit zu erhalten mag dann, beeinträchtigt durch das, was man ja auch nicht unbedingt selbst ist, zur gewissen Frustration oder Verärgerung schonmal beitragen.

Auch da fragt man sich, wie weit soll das, was ja nicht von einem verursacht oder hervorgebracht wurde, schon hilfreich sein? Es ist ja nicht wirklich jene Unausgewogenheit dann das, was einen auszeichnet. Und lässt man sich davon bedingt dazu hinreißen irgendwie tätig zu werden, so mags scheinen, führt es einen ja nur weiter von einem selbst weg, wenn die Quelle nicht in einem also liegt.

Jedoch, wenn man gefordert wird, und sei es durch das Nicht-Selbst, selbst wenn man irgendwo mal die Fassung verliert, ist es doch gerade dieses, was dafür sorgt, dass immer mehr eigener Aspekte eingefordert, angefordert werden. So kommt es dann auch dazu, dass man die Eigenschaften an den Tag legt, von denen man nicht annimmt, dass sie in einem schlummern. Und in der Weise lernt man sich erst richtig umfassend kennen.

So wie man sich zu einer gewissen Nationalität z.B. zugehörig sieht, ist damit auch viel Bedeutung verbunden, wie man die Dinge sieht oder Gegenstände in Vergleich zueinander anordnet. So dass von der Identät her, die Begriffsbedeutung oder eine gewisse Färbung entsteht. Also auch unter umfassender Forderung seiner Eigenschaften und Aspekte, tritt eine entsprechende Identität hervor und so auch das, was allem eine gewisse Bedeutung verleiht. In dieser Weise lernt man sich wohl erst tatsächlich kennen.

Devino Melchizedek

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Wohltäter & Anstandseiferer - KiW 12:7:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jul 31 2017, 00:19

Ein Kurs in Wundern - T 12:7:2

Jeder in der Welt muss seine Rolle in ihrer Erlösung spielen, um zu begreifen, dass die Welt erlöst ist. Du kannst das Unsichtbare nicht sehen. Doch wenn du seine Wirkungen siehst, erkennst du, dass es da sein muss. Indem du wahrnimmst, was es tut, begreifst du sein Sein. Und aus dem, was es tut, lernst du, was es ist. Du kannst deine Stärken nicht sehen, aber du gewinnst Vertrauen in ihre Existenz, wenn sie dich befähigen, zu handeln. Und die Ergebnisse deiner Handlungen kannst du sehen.
---
Für uns ist zunächst doch das existent, was in unserem Denken einen realen Gegenstand von Betrachtungen abbildet. Andernfalls würden wir uns kaum mit dem lange auseinandersetzen, was offensichtlich nirgends und in keiner Form von bestand ist.

Auch wenn wir uns in etwas täuschen, so lange es nicht erkannt wird, werden wir es als nicht weniger existent ansehen, als jeden anderen Gegenstand, welcher sich als existierend bereits erwiesen hat.

Also ist unser Handeln auch unabhängig der Dinge an sich. Vielmehr richtet es sich nach dem, was wir als Gegenstand von Betrachtungen als vor uns und für uns existent ansehen.

Dabei ist unser Geist natürlich in vielem durhaus mehr noch, als ein Gegenstand von Betrachtungen und Bestrebungen, ja selbst von erwiesenen Gegenständen an sich selbst.

Unser Denken ist ein Vermögen schöpferischer Tätigkeit. Mit diesem kann es ein Gegenstand, wie gegenständlich er auch sei, letztlich doch nicht aufnehmen.

Somit ist vieles, obwohl es anders angesehen werden und benannt werden mag, doch nicht viel mehr, als ein erforschen von Begriffen und ein bilden von Sätzen. Und so lässt es sich auch darauf zurückführen, in seiner Gegenständlichkeit für uns und auf uns. Allerdings, wie es auch mit dem Denken sei, so auch mit Anstandseifer oder Wohltätigkeiten, erst wenn man darin aufgeht und betätigt, erkennt man sich so auch darin. Und so auch unser Erlösungswerk, denn an den Früchten erkennt man den Tätigen und dieser sich selbst ebenso darin...

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Minimalismus - KiW 12:3:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Aug 04 2017, 00:32

Ein Kurs in Wundern - T 12:3:1

Ich habe dich dereinst gebeten, alles, was du hast, zu verkaufen, es den Armen zu geben, und mir nachzufolgen. Damit habe ich Folgendes gemeint: Wenn du keine Investition in irgendetwas in der Welt hast, kannst du die Armen lehren, wo ihr Schatz ist. Die Armen sind lediglich die, die falsch investiert haben, und sie sind in der Tat arm! Weil sie bedürftig sind, ist es dir gegeben, ihnen zu helfen, da du unter ihnen weilst. Bedenke, wie vollkommen du deine Lektion lernen würdest, wenn du Unwillens wärest, ihre Armut zu teilen. Denn Armut ist Mangel, und es gibt nur einen Mangel, da es nur ein Bedürfnis gibt.
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Ein Unterschied ist es ja schon, wenn einer also viel hätte und dieses aufgeben und verschenken sollte. Oder wo einer nur wenig hat, und es ihm leicht fällt, sich davon zu lösen. Das gleiche also von anderen an Verzicht zu fordern, was man ohnehin nicht hat und es nicht nur dann leicht fiele, sondern sich gar von selbst ergeben würde, ist also nicht ganz das Gleiche!

Ob es nun Arm und Reich sei, oder den Moralapostel zu spielen, wo es vielleicht dem letzteren bedingt durchs Umfeld auch bloß in den Schoß gelegt wäre. Im Falle des Armen (dem Vermögen nach), wäre es ja so, dass der in ihm schlummernde Wunsch nach einem Vermögen ja keineswegs geringer sein müsste, als es im Falle eines Vermögenden der Fall wäre. Und allein dieses ist ja was dem Geiste nach, und weniger den materiellen Gegebenheiten, entspräche.

Allerdings gibt es wohl bei ziemlich jedem etwas, was ihm leicht fällt und was ihm schwer fällt. Und auf dieses käme es letztlich mehr an. Denn meist ist es ja genau das, wo für einen das Meiste hinter steht und sich verbirgt, und sich daraus also auch die größere Lehre ziehen ließe.

Oft braucht es allerdings erst erschütternder Momente im Leben, bis eine Besinnung erfolgt. Eine Besinnung auf das, was im Leben doch mehr das Entscheidende bleibt. Und dann merkt man wohl auch, wie sich so viele scheinbar verschiedene Wünsche und Bedürfnisse sich leicht auf ein paar wesentlichere Dinge zusammenführen lassen.

Auch stellt man dann fest, dass alle sich darin so sehr nicht unterscheiden. Um z.B. sich an irgendwelchen Abenteuern zu erfreuen, bedürfte es erst einer Gesundheit, die dieses ermöglicht. Mit vielem ist es erst so, dass die Aufhebung eines Mangels meist glücklicher macht, als sich die Freude an zusätzlichen Dingen sich entwickeln lässt, die nicht zu den notwendigen Dingen gehören.

Durch Minimalismus allein und das Abstellen aller leidvollen Dinge, wird man nicht notwendig glücklich. Vielleicht darf man auch noch lernen, glücklich sein zu können. Doch wird es sicherlich weit leichter möglich sein, wenn alles Notwendige erfüllt und alles Leidvolle soweit möglich abgestellt und abgeschafft würde, einfach weil man dessen nicht mehr bedürfte, um von sich aus sich auf die wesentlichen Dingen besinnen zu können.

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Eine neue Realität - KiW 12:3:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Aug 05 2017, 01:52

Ein Kurs in Wundern - T 12:3:7

Wenn nur die liebevollen Gedanken des Gottessohnes die Wirklichkeit der Welt sind, dann muss die wirkliche Welt in seinem Geist sein. Seine wahnsinnigen Gedanken müssen ebenfalls in seinem Geist sein, aber einen inneren Konflikt dieses Ausmaßes kann er nicht ertragen. Ein gespaltener Geist ist gefährdet, und die Einsicht, dass er völlig entgegengesetzte Gedanken umfasst, ist unerträglich. Deshalb projiziert der Geist die Spaltung, nicht die Wirklichkeit. Alles, was du als Außenwelt wahrnimmst, ist nichts anderes als dein Versuch, deine Identifikation mit dem Ego aufrechtzuerhalten, denn jeder glaubt, Identifikation sei Erlösung. Bedenke aber, was geschehen ist, denn Gedanken haben durchaus Folgen für den, der sie denkt. Du bist mit der Welt, wie du sie wahrnimmst, uneins geworden, weil du denkst, sie sei dir feindlich gesinnt. Das ist eine notwendige Folge dessen, was du getan hast. Du hast nach außen projiziert, was dem, was im Inneren ist, feindlich gegenübersteht, und deshalb musst du es zwangsläufig so wahrnehmen. Aus diesem Grund musst du begreifen, dass dein Hass in deinem Geist und nicht außerhalb von ihm ist, bevor du ihn loswerden kannst, und deshalb musst du ihn loswerden, bevor du die Welt so wahrnehmen kannst, wie sie wirklich ist.
---
Das wäre zu einfach, aufgrund bloß eigener Erfahrungen sich hinzustellen und anzufangen zu sagen, die Welt ist so, so, und so. Dann könnte man eher schon sagen, die Welt ist eine Summe falscher Vorstellungen - wie sie sei - und der Folge des Umganges gemäß dieser Vorstellungen.

Mit anderen Worten, gehen wir nur so mit allem, was wir uns als Welt ausmalen, um, doch ohne Zusammenhang zu dem, was also wirklich da ist. Und wenn man die Summe aller Vorstellungen zusammennimmt, hat man zwar Welten, aber nicht die eine Welt wie sie ist.

Also hätte man von dem her gesehen dann nur eine Welt, wenn diese von verbundenen und nicht von gespaltenen Geistern lediglich assoziiert würde. Aus der Summe von verbundenen Geistern die sich einig sind hinsichtlich ihrer Wahrnehmung und was die Welt bedeutet, kann eine geeinte Welt erst hervorgehen.

Wahrscheinlich wäre dann auch, dass es nur wenig Spielraum für Fehldeutungen und Fehlinterpretationen geben kann. Auch hieße es dann wohl einigen Verzicht auf allerlei Eigenheiten zugunsten der einen geeinten Welt und Wirklichkeit zu leisten. Und schließlich auch ein hohes Maß an Selbstdisziplinierung und einen geordneten und geklärten Geist aufrecht erhalten zu können.

Wenn man den aktuellen Entwicklungsstand also nimmt, so gut man diesen tatsächlich zu erkennen und zu fassen vermag, und die vorherrschenden Verhältnisse dazu, dann kann man grob wohl abschätzen und Vermutungen anstellen, wie lange es in etwa brauchen wird, bis man tatsächlich zu diesen Verhältnissen einer geeinten Welt kommt.

So mag man sich vor noch wenigen Jahren in manch pseudo-esoterischen Schriften bereits in Spekulationen ergangen haben, wie die Welt nach 2012 und in den darauf folgenden Jahren sich zu gestalten, entwickeln und auszusehen habe. Doch wenn man sich vergegenwärtigt, was eigentlich etwas realistisch gesehen bedeutet (auch für den Einzelnen), ist es naheliegender, zu sagen, dass sich manches eher wohl zunächst nur auf Seelenebenen vollziehen dürfte (wenn überhaupt).

Bis es zu einer äußeren Manifestation tatsächlich kommt (falls es eine solche in der Weise überhaupt geben wird und es sich nicht bloß in frommen materialistischen Wunschvorstellungen verläuft), kann man eher mit Jahrhunderten oder Jahrtausenden rechnen. Und dieses sogar zugunsten des einzelnen Individuums gesehen, da vieles ohne permanenten und andauernden Konfliktschock gar nicht erst realistisch zu bewerkstelligen wäre!

Nicht dass es nicht vieles auch vorher schon geben könnte, was die Verhältnisse deutlich verbessern dürfte. Auch nicht, dass es nicht gewisse Fortschritte in bestimmten Gebieten oder Kreisen geben kann, die vieles vom aktuellen Stand übersteigen. Doch von der Natur der Sache her, und was das eine oder andere tatsächlich bedeutet, von so manch hochgepriesenen Dingen her, ist ein realistischer Entwicklungszyklus durchaus realistischer, als manch pseudo-esoterisches Wunschdenken es wohl auch nur erwägen mögen mag...

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Glaube: Investition ins Himmelreich - KiW 12:4:7

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 06 2017, 02:48

Ein Kurs in Wundern - T 12:4:7

Die Sühne ist nicht der Preis für deine Ganzheit, aber sie ist der Preis für dein Gewahrsein deiner Ganzheit. Denn das, was du "verkaufen" wolltest, musste für dich bewahrt werden, da du es nicht "zurückkaufen" könntest. Doch musst du in es investieren, und zwar nicht mit Geld, sondern mit Geist. Denn Geist ist Wille, und der Wille ist der "Preis" des Himmelreichs. Dein Erbe wartet nur auf deine Einsicht, dass du erlöst worden bist. Der Heilige Geist führt dich zum ewigen Leben, aber du musst deine Investition in den Tod aufgeben, sonst siehst du das Leben nicht, obwohl es dich überall umgibt.
---
Wie sehr doch alles vom Glauben abhängt.
Ohne Glaube ist alles Werk ohne Geist.
Und wie soll etwas geistvolles daraus dann werden?

Und ist der Glaube zerstreut und richtet sich nach vielen und sich meist widersprechenden Dingen, so wir der Geist ebenso bloß zerstreut. Dennoch ist es im gewissen Sinne ein Erfordernis sich zuerst in vielem und dann im einen zu erkennen.

Der Glaube wird zuerst in alles investiert, was einem begegnet und man zu erkennen vermag und so in irgend einer Weise für echt hält. Das ist der übliche Glaube des Durchschnittsmenschen.

Ist der Glaube hinreichend entfaltet, so gilt die weitere Entwicklung dahin, dass der Glaube nur noch auf das Himmelreich gerichtet ist und nur dieses letztlich beinhaltet.

Man kann sich von vielem also nicht absprechen, ohne sich darin erst erkannt zu haben und die Investition seines Glaubens gepaart mit der daraus erwachsenen Erkenntnis dann auf das wesenhafte lediglich zu richten.

Vom Glauben her stellt sich wohl nur die Frage: ist dieses oder jenes eine lohnenswerte Investition?

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Wie es kommt und geht - KiW 13:E:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Aug 10 2017, 00:54

Ein Kurs in Wundern - T 13:E:2

Die Schuld in den Geist des Gottessohnes anzunehmen war der Anfang der Trennung, genauso wie die Sühne anzunehmen ihr Ende ist. Die Welt, die du siehst, ist das Wahnsystem derjenigen, die die Schuld verrückt gemacht hat. Sieh dir diese Welt sorgfältig an, dann wird dir klar, dass es so ist. Denn diese Welt ist das Symbol der Strafe, und alle Gesetze, die sie zu regieren scheinen, sind die Gesetze des Todes. Kinder werden unter Schmerzen und durch Schmerzen in sie hineingeboren. Von Leiden begleitet wachsen sie auf und lernen, was Kummer, Trennung und Tod sind. Ihr Geist scheint in ihrem Gehirn gefangen zu sein, und seine Kräfte scheinen abzunehmen, wenn ihr Körper verletzt wird. Sie scheinen zu lieben, doch sie verlassen und werden selbst verlassen. Sie scheinen zu verlieren, was sie lieben; das ist vielleicht die wahnsinnigste aller Überzeugungen. Und ihr Körper welkt dahin und röchelt, wird in die Erde gelegt und ist nicht mehr. Und keinen gibt es unter ihnen, der nicht gedacht hat, dass Gott grausam ist.
---
Was viele wohl auf Erden überhaupt wollen? Sie werden es wohl meist selbst nicht recht wissen. Wüssten sie es, könnten sie diese Frage auch umgehend beantworten.

Nahe dieser Frage wäre auch die, woher man gekommen sei? Wüsste man wenigstens dieses, dann ließe sich meist auch auf die Frage warum man hier sei eine Antwort leichter finden.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es vielen schwer fällt sich zu dem hin zu orientieren, wohin es überhaupt gehen soll. Daher wird irgend etwas gesucht, oft etwas, was allgemeinhin oder von einer bestimmten Mehrzahl, als etwas von Wert und als erstrebenswert angesehen wird.

Nur wenn nahezu keiner eigentlich recht weiß, welches Ziel es denn sein soll, dann kann auch dieses, wovon man nicht weiß, auch nicht gefunden und erreicht werden.

Und wenn man nun mal da ist, und weder weiß warum, noch wohin es gehen soll, dann nehmen die Dinge irgendwie einfach ihren Lauf. So wird dann für das, was auf dem Weg passiert, die Verantwortung gern bei einer höheren Instanz gesucht.

Allerdings, wenn man nicht weiß, wohin es gehen soll, dann ist alles was auf dem Weg ist, auch nur ein Ergebnis dessen. Denn man weiß dann doch auch nicht, ob es nicht doch das ist, was man eigentlich gesucht hatte.. wenn man auch nicht sagen kann, dass es nicht doch das ist, was man wollte, und man nichts wollte, ohne eindeutig nichts zu meinen...

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Das Wir gewinnt - KiW 13:E:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Aug 11 2017, 00:16

Ein Kurs in Wundern - T 13:E:4

Diese Welt ist ein Bild der Kreuzigung von Gottes Sohn. Und solange dir nicht klar ist, dass Gottes Sohn nicht gekreuzigt werden kann, ist das die Welt, die du sehen wirst. Doch wird dir dies erst dann klar werden, wenn du die ewig gültige Tatsache akzeptiert hast, dass Gottes Sohn nicht schuldig ist. Er verdient nur Liebe, weil er nur Liebe gegeben hat. Er kann nicht verurteilt werden, weil er niemals verurteilt hat. Die Sühne ist die letzte Lektion, die er zu lernen hat, denn sie lehrt ihn, dass er der Erlösung nicht bedarf, weil er nie gesündigt hat.
---
Bloße Kenntnis heißt noch nicht, dass irgend eine Lektion tatsächlich schon erlernt worden ist. So mag es viele der eher schlichten Dinge geben, über welche sich so allerlei hinweg gegangen wägt, und doch wird nur zu gern übersehen und übersprungen, was noch zu erlernen bleibt.

Es ist ebenso, wie wenn ein Sinn etwas zu erfassen wähnt, und doch letztlich ist es nur ein Abbild seiner selbst, wie sich der Sinn in einer Weise erfährt. Mit der Sache selbst, von der Sinnesart eines Abbildes abgesehen, hat der Sinn dadurch doch noch nichts weiter erreicht.

Die Welt ist drauf und dran im Versuch bestrebt den Sohn Gottes, d.h. die Seele, kreuzigen zu wollen. Und dabei alles auf Kosten der Seele bewirken, errichten und erreichen zu wollen. So verhält es sich in der Weise als Widerpart zur Seele und der Seelenerfahrung.

Und doch bekommt die Welt die Seele nie vollends zu fassen, da es sich um eine andere Natur und Seinsebene handelt. So wiegt und bäumt sich das Leid der Welt wider die Seelenerfahrung auf und das Geringere wird vom umfassenderen und beständigeren letztlich verschlungen.

Bis zu einem gewissen Grad, wenn auch nicht in jeder Hinsicht, löst sich's also immer mehr in Wohlgefallen auf, sobald eine gewisse Schwelle überschritten ist. Es spielt also doch nur seine entsprechende wohlgefällige Rolle im Zusammenhang der gewissen Elemente, doch erst sobald der Bogen überspannt ist, so dass es kein zurück mehr gibt.

Wie so oft, sobald alles scheinbar selbstbezogene und selbstsüchtige Interesse des Nichtselbstes erloschen ist, beginnt das eigentliche Erwachen und damit auch die Erlösung erst. Und es dauert so lange wie es braucht, dass die eine Natur in die andere übergegangen ist, dass das eine vom anderen verschlungen, oder dass das eine in dem anderen erstorben ist. Das Wir gewinnt! Erst als Viele, dann als Eines...

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Ewigkeit oder Blase der Eitelkeit - KiW 13:2:2

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 13 2017, 02:08

Ein Kurs in Wundern - T 13:2:2

Bedenke aber, welch sonderbare Lösung dieses Arrangement des Ego ist. Du projizierst Schuld, um sie loszuwerden, tatsächlich aber verbirgst du sie nur. Du empfindest die Schuld, aber du hast keine Ahnung, weshalb. Im Gegenteilt, du bringst sie mit einer wunderlichen Ansammlung von "Ego-Idealen" in Verbindung, denen du - den Behauptungen des Ego zufolge - nicht gerecht geworden bist. Und dabei ahnst du nicht, dass du dem Sohn Gottes nicht gerecht wirst, wenn du ihn als schuldig ansiehst. Da du glaubst, dass du nicht mehr du selber bist, merkst du nicht, dass du dir selber nicht gerecht wirst.
---
Das Ego ist meist nicht mehr als nur eine Blase der Eitelkeiten. Im bloßen Reagieren ohne Selbsttätigkeit kann eine Selbsterfahrung sich nicht einfinden.

Dagegen im Verhältnis gesehen ist Ewigkeit ein ewiges Agieren. Ewigkeit hat wohl keinen Anfang und nur dadurch kann es Ewigkeit sein. Was also darin ist, ist und bleibt wie und was es ist auf immer.

Das Geheimnis liegt nicht darin, in die Ewigkeit hinein zu gelangen. Denn nichts, was nicht darin schon ist, kann hinein gelangen. Andernfalls hätte es einen Anfang und schließt sich dadurch bereits aus, in der Ewigkeit zu sein. Daher ist es dann einer anderen Natur, als die Ewigkeit, und es wird vergehen, weil es Vergänglich ist. Und nachdem alles Vergängliche vergangen ist, bleibt immer noch das, was ewig Ewig ist.

Das, was etwas nicht ist, zeigt am meisten dadurch, dass es versucht etwas anderes zu sein, auf, dass es etwas nicht ist.

Das, was etwas ist, zeigt sich dadurch darin zu sein, weil es keinerlei Bemühen in das investiert, zu werden was es bereits ist.

Doch wird alles nach seiner Art handeln und agieren, weil es nicht anders kann, denn dementsprechend, was es ist. Und so agiert oder reagiert es, und zeigt auch damit auf was und worin es ist und was oder worin es nicht ist.

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Mut zur Glut - KiW 13:3:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Aug 17 2017, 23:42

Ein Kurs in Wundern - T 13:3:11

Im Frieden brauchte er nichts und bat um nichts. Im Krieg forderte er alles und fand nichts. Denn wie könnte die Sanftmut der Liebe auf seine Forderungen anders reagieren, als in Frieden zu scheiden und zum Vater zurückzukehren? Wenn der Sohn nicht im Frieden bleiben wollte, konnte er überhaupt nicht bleiben. Denn ein verdunkelter Geist kann nicht im Lichte leben; er muss sich einen Ort der Dunkelheit suchen, an dem er glauben kann, er sei, wo er nicht ist. Gott hat nicht zugelassen, dass dies geschehe. Du aber hast verlangt, dass es geschehe, und deshalb hast du auch geglaubt, dass es so sei.
---
Alles gedeiht dort am besten, wo es gemäß seiner Natur die besten Nährstoffe oder Lebensbedingungen vorfindet. Im Grunde scheidet sich das Schlechte von selbst vom Gutartigen, weil es so weniger in seinen Trieben und seiner Art von Natur gehemmt wird, meidet es von selbst das Gute.

Und dies ist auch gut so. Vor allem für alles was zu der Sonnenseite hin geneigt ist. Denn alles andere scheidet sich früher oder später von selbst.

Ein Beispiel wäre da die Langeweile. Es gibt da etwas, was sich also langweilt, weil es die Ruhe nicht verträgt. Das liegt daran, dass die Ruhe nicht verwirklicht wurde und im jeweiligen wenig oder überhaupt nicht enthalten ist. Wird dieses nicht nachgeholt, dann wird jeweiliges mit aller Vehemenz die Ruhe meiden wollen. Also hat auch die Ruhe, ruhe vor dem, was da störet, in dem es nicht zur Ruhe kommen möchte.

Eigentlich auch klar, entweder kann etwas die bestimmte Frequenz in sich harmonisieren und halten, oder wird damit immer wieder in Widerstände und Konflikte geraten.

Daher ist es auch natürlich, dass alles Finstere die Dunkelheit suchen wird. Daher hat alles was zum Licht hin gedeiht, vielleicht eine Begegnung mit diesem oder jenem, was da zur Finsternis hin gedeiht, aber eigentlich nur, weil es aneinander vorbei möchte. Von dem her braucht man nur klar Stellung beziehen, und vieles klärt sich überwiegend von selbst.

Nur Lau sollte man nicht sein, wie es heißt. Entweder heiß oder kalt. Das Heiße lässt sich gleich veredeln, das Kalte lässt sich abtöten. Es mag zwar nicht gut ausgehen mit dem Kalten, aber dann ist man es auch wenigstens gleich los. Während mit dem Lauen zunächst weder das eine noch andere anzufangen wäre...

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Einheit als eine Frage von Liebe - KiW 13:5:1

Beitrag  Devino Melchizedek am So Aug 20 2017, 01:33

Ein Kurs in Wundern - T 13:5:1

Ich habe gesagt, dass du nur zwei Gefühle hast: Liebe und Angst.
Das eine ist unveränderbar, wird aber fortwährend mit andern ausgetauscht, da es den Ewigen von den Ewigen geschenkt wird. In diesem Austausch wird es ausgedehnt, denn es vermehrt sich, indem es gegeben wird.
Das andere Gefühl hat viele Formen, denn der Inhalt individueller Illusionen ist höchst unterschiedlich. Doch sie haben alle eines gemeinsam: Sie sind alle wahnsinnig. Sie sind aus Anblicken gemacht, die nicht gesehen, und aus Geräuschen, die nicht gehört werden. Sie lassen eine private Welt erstehen, die sich nicht mit anderen teilen lässt. Denn sie haben nur für ihren Macher Bedeutung, und daher haben sie überhaupt keine Bedeutung. In dieser Welt bewegt ihr Macher sich allein, denn nur er nimmt sie wahr.
---
Wie viel Nähe ist überhaupt gut und wie viel braucht der Mensch davon?

Weder ist es gut von allem zu wissen, ebenso wenig auch alles (mit) zu teilen, noch will man überhaupt alles mitbekommen. Oder etwa nicht? Von dem abgesehen, was ohnehin nur für irgend einen ist, bringt es keinem anderen etwas, dann hat es letztlich auch keine Bedeutung für irgendwen sonst. Ob es also mehr oder weniger existiert, ist unwesentlich für jedermann sonst.

Wenn man sich vorstelle, es gäbe alles nur noch in der Weise, dass man es mit anderen teilte bzw. teilen müsste, oder gemeinsam hätte, und ohnedem gäbe es überhaupt nichts mehr. Damit könnte wohl fast jeder noch mehr in den Wahnsinn getrieben werden, wenn es um die weniger oder nicht-teilenswerten Dinge ginge. Man möchte also gewiss nicht alles in irgendeiner Art von Einheitsbrei haben.

Davon abgesehen will alles Erlebte verarbeitet werden. Auch das, was man über jemanden weiß oder zu wissen meint, trägt ja nicht unwesentlich zum Umgang bei. Denn es gibt ja allerlei Vorstellungen (vielleicht auch aus dem gemeinsam Erlebten) die man mit anderen verknüpft. Jedenfalls auch dieses so lange, bis man es aufgearbeitet hat und ggf. durch andere Vorstellungen ersetzt. Es ist daher schon gut so, dass sich gar nicht alles (mit)teilen lässt, von dem, was man gar nicht braucht, als auch von der Art der Beschaffenheit.

Also ist die Einheit eine Frage der Liebe. Nicht in der Weise des gefühlvollen verwurschtelns von allem, sondern dadurch, dass es in der Liebe ist und von Liebe an sich zeugt. Denn alles andere will man letztlich doch nicht haben oder behalten. Wenn also alles abgelegt ist, und die Seele in ihrer eigenen Natur steht, dann bleibt Liebe und Einheit ist von selbst da.

Somit ist es doch so, dass man am Ende nur das Liebevolle und die liebenswerten Dinge, und überhaupt nur die Liebe, oder dasjenige, was in Liebe erschaffen wird, miteinanderteilen möchte. Daher ist es erforderlich alles abzulegen, was nicht in der Liebe ist, bevor es wirkliche Einheit gibt oder geben kann.

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Alles eine Frage des Lichts - KiW 13:5:11

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Aug 21 2017, 01:02

Ein Kurs in Wundern - T 13:5:11

Der Heilige Geist ist das Licht, in dem Christus offenbar wird. Und alle, die Ihn schauen möchten, können Ihn sehen, denn sie haben um Licht gebeten. Auch werden sie Ihn nicht alleine sehen, denn Er ist ebenso wenig allein, wie sie es sind. Weil sie den Sohn sahen, sind sie in Ihm zum Vater auferstanden. Und all dies werden sie verstehen, weil sie nach innen geschaut und jenseits der Dunkelheit den Christus in sich gesehen und Ihn wiedererkannt haben. In der Vernunft Seiner Schau haben sie mit Liebe auf sich selbst geblickt und sich selbst so gesehen, wie der Heilige Geist sie sieht. Und mit dieser Schau der Wahrheit in ihnen ist alle Schönheit der Welt gekommen, um auf sie zu leuchten.
---
Licht das einem als leuchtend erscheint, tut dies am wahrscheinlichsten dadurch, weil es in irgend einer Weise blendet. Denn für das Licht, oder das was im Licht selbst ist, mag zwar die Eigenschaft des Lichts die sein, dass man erkennt wohin das Licht dringt, das Licht selbst jedoch ist dann kein leuchten. Denn es wird zur natürlichen Umgebung, es verhält sich dann vergleichbar zu dem, wie allerlei Materie sich zu Materie verhält.

Benutzt man bei Tageslicht in der Sonne eine Taschenlampe, so ist das Licht zwar das gleiche, wie es bei Nacht in der Dunkelheit wäre, jedoch wird es ganz unterschiedlich wahrgenommen.

Also ist es eine Frage des Lichtes, in dem wir uns bewegen, was wir damit und darin erkennen können. Nicht in der Weise, dass das Licht großen Eindruck macht und uns blendet oder auf uns einleuchtet, sondern in dem wir selbst so leuchtend sind, dass alles helle und erhellende Licht zur normalen Umgebung für uns wird.

Nur die Quizfrage, ob alles was weniger Licht ist, dann einen noch größeren Schatten wirft? Gar nicht mehr vernehmbar und wahrzunehmen ist? Oder auch Licht wird, vom Licht durchdrungen, und so in der Weise durchscheinend wird?

Vielleicht mag es auch eine Art der Reaktion jeweiligen Stoffes sein? Wie als ob es eine Verbindung einginge, sowie es auf das Licht demgemäß reagiert und darauf anspricht oder nicht.

Zumindest kann man sich selber dann auch nicht ausnehmen. Man wäre abhängig seiner Art von Stoff und Beschaffenheit, mit dafür verantwortlich und davon abhängig, wie die chemische Reaktion des lichtervollen Aufeinandertreffens von statten ginge und verliefe.

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Der Weg mit Herz - KiW 13:6:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Aug 22 2017, 01:35

Ein Kurs in Wundern - T 13:6:1

Wahrheitsgemäß wahrnehmen heißt, der ganzen Wirklichkeit gewahr zu sein durch das Gewahrsein deiner eigenen Wirklichkeit. Aber hierfür dürfen keine Illusionen deinen Blick verstellen, denn die Wirklichkeit lässt keinen Raum für irgendeinen Irrtum. Das heißt, dass du einen Bruder nur so wahrnimmst, wie du ihn jetzt siehst. Seine Vergangenheit hat in der Gegenwart keine Wirklichkeit, und deshalb kannst du sie nicht sehen. Deine vergangenen Reaktionen ihm gegenüber sind ebenfalls nicht da, und reagierst du auf sie, dann siehst du nur ein Bild von ihm, das du gemacht hast und das dir an seiner Stelle lieb und teuer ist. Frage dich bei deinem Infragestellen von Illusionen, ob es wirklich vernünftig ist, das, was vergangen ist, als gegenwärtig wahrzunehmen. Wenn du dich an die Vergangenheit erinnerst, während du auf deinen Bruder schaust, wirst du unfähig sein, die Wirklichkeit, die jetzt ist, wahrzunehmen.
---
An und für sich ist eines jeden Vergangenheit seine eigene Sache, denn ein jeder darf selbst darin seinen Abschluss suchen und finden. Und die Mehrheit ist wohl hinreichend selbst Opfer ihrer jeweiligen eigenen Vergangenheit.

Auch in die Gegenwart gelangt vieles hinein, z.B. in und vermittelst desjenigen und derjenigen Energie und Konstitution in hinreichendem Ausmaß. Somit ist die Vergangenheit, wenn auch eigentlich unabhängig aller individuellen Details, hinreichend auch in der Gegenwart noch vertreten und zugegen.

Denn vieles hört ja nicht einfach auf zu sein. Und vieles besteht nicht einfach, ohne das, was dem vorausging oder woraus es wurde. Doch das, was unabhängig von allem Entstehenden und Vergehenden existiert, für das hat alles der Veränderung einheimgestellte ohnehin weder Bestand noch eine nennenswerte Bedeutung.

Manche sind sich selber schon Strafe genug. Und was bräuchte es da noch diesem zuzusetzen? Die Wirklichkeit sollte da einem wichtiger sein, als die Wichtigkeit ohne Wirklichkeit - ausgenommen derer, die angenommen und dazu erklärt wurde.

Die wichtigste Ressource ist wohl der Geist selbst. Dazu auch einhergehend allerlei Geistige Gesetze. Dann die eigene Seele, und so auch die Gesetze, die die Seele betreffen. Und dann ehrlich mit sich selbst zu sein - unter Einbeziehung all dessen - so viel wie einem möglich ist.

Und schon ist man auf dem Weg mit Herz, Seele und Geist. Manches ist es nicht wert und manches ist es wert, um den Geist darauf zu richten, die Seele einzubringen, und mit seinem ganzen Herzen bei der Sache zu sein.

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Wie erinnert man sich an den Himmel? - KiW 13:7:17

Beitrag  Devino Melchizedek am So Sep 03 2017, 01:10

Ein Kurs in Wundern - T 13:7:17

Den Lobgesang der Erlösung können wir nicht alleine singen. Meine Aufgabe ist nicht vollendet, solange ich nicht jede Stimme erhoben habe mit der meinen. Und doch ist sie nicht meine, denn so wie sie meine Gabe an dich ist, so war sie die Gabe des Vaters an mich und wurde mir durch Seinen Geist gegeben. Ihr Klang wird den Kummer aus dem Geist von Gottes Allerheiligstem Sohn verbannen, wo er nicht weilen kann. Heilung ist in der Zeit vonnöten, denn die Freude kann ihre ewige Herrschaft nicht erreichten, wo der Kummer wohnt. Du wohnt nicht hier, sondern in der Ewigkeit. Du reist nur in Träumen, während du in Sicherheit zu Hause weilst. Danke jedem Teil von dir, den du gelehrt hast, sich deiner zu erinnern. So sagt der Gottessohn seinem Vater für seine Reinheit Dank.
---
Was würde man wohl noch schnell mitnehmen wollen, wenn man nur kurze Augenblicke Zeit dafür hätte (z.B. weil das Haus abbrennt). Oder wenn es einem lediglich kurz erlaubt wäre eine Handvoll der Dinge mitzunehmen, die einem wertvoll sind, ehe man nicht mehr zurück kehren könnte?

Meist würde man sich wohl auf irgendwelche wichtigen Papiere und Dokumente, besondere Wertsachen, oder spezielle Andenken, besinnen. Doch was, wenn man aus dieser Welt scheiden würde, entweder durchs Ableben oder sei es eine Reise in eine andere Welt, wo man überhaupt nichts von diesem dann brauchen könnte oder es sich gar nicht dorthin mitnehmen ließe?

Also bliebe einem nur noch das, was man mit in sich trägt und daher und dadurch mitnehmen kann. Doch was, wenn man selbst davon das abzulegen hätte, was an eine Art oder Form körperbezogener Konstitution hinge und dadurch gegeben wäre? Also selbst wenn man einen ausgezeichneten Verstand oder gut ausgeprägte Sinne hätte, für wie schlau man sich also hielte, spielte auch dann keine Rolle mehr.

Also bliebe nur das, was eindeutig und tiefergehend verinnerlicht ist, und wie weit die Erinnerung ans Erlernte reicht. Vielleicht nicht die Einzelheiten, die dann auch unwesentlich wären, sondern der Kern der Erfahrungssubstanz wäre, was dann bliebe. Damit hätte man wohl einen der wesentlicheren Schätze umkreist, welcher sich mitnehmen ließe.

Wie erinnert man sich an den Himmel? Denn wie die Erinnerung, die man an diese Welt in sich trägt, so ähnlich verhält es sich dann doch auch umgekehrt. Wie es um alle Erfahrung dieser Welt steht, so doch auch um das, und sei es nur als Erfahrungssubstanz, was mit dem Himmel in Verbindung stünde?

Wenn die einzige Distanz, der Zauber eines Traumes ist, dann ist es keine eigentliche Entfernung. Was aber entscheidender ist, ist wohl die Essenz, worin es liegt. Auch vielleicht, wie weit es davon abhängig ist, was darin alles einbezogen ist, oder was vorausgesetzt einbezogen sein muss auf der eigenen Seite, um die Summe dessen zu bilden, was die Substanz der Erinnerung vollständig macht. Denn das wäre der Schlüssel zur Erinnerung an den Himmel!

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Auf Erden den Himmel erinnern können - KiW 13:8:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Sep 04 2017, 00:45

Ein Kurs in Wundern - T 13:8:1

Alle Heilung ist eine Befreiung von der Vergangenheit. Deshalb ist der Heilige Geist der einzige Heiler. Er lehrt, dass die Vergangenheit nicht existiert, eine Tatsache, die zum Bereich der Erkenntnis gehört und die deshalb niemand in der Welt erkennen kann. Es wäre in der Tat unmöglich, mit dieser Erkenntnis in der Welt zu sein. Denn der Geist, der dieses unzweideutig erkennt, erkennt auch, dass er in der Ewigkeit wohnt, und wendet überhaupt keine Wahrnehmung an. Er denkt deshalb nicht darüber nach, wo er ist, weil die Vorstellung "wo" ihm nichts bedeutet. Er erkennt, dass er überall ist, genauso wie er alles hat, und das für immer.
---
Es stimmt wohl, dass Heilung auch die Befreiung der bestimmten Vergangenheit bedeutet, weil einer jeden Art Krankheit etwas vorhergegangen ist, und diese selbst nicht ursächlich sein kann. Entweder war man vollständig gesund (mehr auf die Körperliche Konstitution besehen), oder vollständig eine Seele, und auch daher vollständig (gesund).

Also kann man auch sagen, dass alle Ungesundheit durch irgend eine Vergangenheit ausgelöst wurde, welche womöglich mehr oder weniger lang zurückliegt. Doch aber weiter zurückgehend, spätestens außerhalb der Zeit, war vollständige Gesundheit gegeben.

Und dann, bevor irgend eine Art von Ungesundheit entstand, ging diesem irgend etwas vorweg, was dann dazu führte. Das heißt auch, dass mindestens kurz vorher auch die Zeit ins Spiel gekommen sein muss. So oder so, wenn Zeit keinen entscheidenden Faktor mehr spielt, muss auch die Gesundheit wiederhergestellt sein (sei es nur, weil es auch keine Rolle mehr spielen und an- und einnehmen können kann).

Allerdings, sollte man in äußerst beglückende Geistige Welten nun gelangen, wird es wohl nicht nur daran gelegen sein, weil man diese und jene Welt nicht unzweideutig vereinen könnte, dass man mit dieser Erkenntnis selbst in dieser Welt nicht bleiben wird. Es wird wohl mehr noch so sein, dass man auch keineswegs wird zurückkehren wollen!

Denn wieso sollte man unbegrenzte Glückseligkeit wieder gegen eine leidvolle Welt eintauschen wollen? Es muss wohl ohnehin so sein, dass es einen Trick gab, warum man sich hineinbegibt, z.B. bloße Unkenntnis darüber was es letztlich bedeutet. Oder weil man durch irgendwelche Umstände oder Gewalt dazu gebracht würde u.dgl.m.

Alternativ bedarf es wohl einer sehr weiten Entwicklung, um die immerwährende Glückseligkeit selbst zu überwinden und so einzutauschen um vorübergehend in eine Welt wie diese (auf ihrem entsprechenden Entwicklungsstand befindliche) einzutauchen. Und somit gibt es wohl nicht viele, die aus eigenem Erleben, und in voller und klaren Erinnerung ein Zeugnis über eine unwandelbare Welt voller Glückseligkeiten ablegen werden (ala Krishna und Konsorten).

Devino Melchizedek

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Bis Erd' und Himmel sich begegnen - KiW 13:8:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 05 2017, 01:14

Ein Kurs in Wundern - T 13:8:2

Der sehr wirkliche Unterschied zwischen Wahrnehmung und Erkenntnis wird ganz offensichtlich, wenn du Folgendes bedenkst: Es gibt keine teilweise Erkenntnis. Jeder Aspekt ist ganz, und deshalb ist kein Aspekt separat. Du bist ein Aspekt der Erkenntnis, weil du im Geist Gottes bist, Der dich erkennt. Alle Erkenntnis muss dein sein, denn in dir ist alle Erkenntnis. Die Wahrnehmung ist selbst in ihrer erhabensten Form nie vollständig. Sogar die Wahrnehmung des Heiligen Geistes, die so vollkommen ist, wie Wahrnehmung es nur sein kann, ist im Himmel bedeutungslos. Die Wahrnehmung kann unter Seiner Führung überall hingelangen, denn die Schau Christi sieht alles im Licht. Doch keine Wahrnehmung, wie heilig sie auch sei, wird ewig währen.
---
Im Grunde ist es leicht erklärt: Alle Wahrnehmung ist partiell, weil sie nach Körpern hin ausgerichtet ist. Nicht dass man Körperlichkeit dadurch, nach welcher Art auch immer nun, schlecht heißen soll. Umgekehrt, um dahin gehend nicht zu viel daran zu hängen und zu setzen, und sofern es um keine dafür wesentliche Rolle geht, sollte man Körperlichkeit einfach nur der Verhältnismäßigkeit nach und rahmengemäß gebrauchen, darüber hinaus jedoch als ganz und gar etwas neutrales annehmen.

Erkenntnis sieht eine Sache in seinem gesamtheiligen Bezug, das heißt als in das Verhältnis gerückt, wie es die Sache zu einer Gesamtheit bildet. Die Wahrnehmung jedoch, wie es die Sache nach jeweiliger Körperlichkeit zu differenzieren vermag.

Der nächstgelegene Himmel, der auch greifbar wäre, ist das Ätherische. Und es bedarf als nächstes sogar erst noch der jeweiligen körperlichen Entwicklung, um es als etwas Erfassbares und im alltagsgebrauch Erfahrbares zu machen.

Damit wäre die Verlagerung vom Groben zum feineren und doch nicht weniger fassbaren, formbaren oder stofflichen dann erreicht. Jedoch wäre es Technologisch ein Meilenstein und eine neue Ebene der Erfahrung und Tätigkeit, welche nahezu alles auf den Kopf stellen und revolutionieren sowie umwandeln würde.

Vermutlich wäre es im Vergleich zu früheren Hochkulturen, immer noch fast eine Art von Rückschritt zunächst. Doch immer noch auf einer anderen Spiralwindung, die einen Rückfall immer mehr unwahrscheinlich machen würde, da im Hintergrund eine andere Bereitschaft und ein neuer Reifegrad erreicht ist, welchen es ehedem noch nicht gegeben hatte.

Von der Erde zum Wasser, vom Wasser zum Feuer, vom Feuer zur Luft, und von der Luft zum Licht. Und die Körperlichkeit all ebenfalls so, bis man diese auch ganz ablegen kann, und ob mit oder ohne, beide Seiten sich als einerlei begegnen und erfahren könnten, dass es dann Körperlichkeit in seiner Weise unbedeutend und immer mehr zu einer gänzlich neutralen Sache werden ließe...

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Die einfache Plus-/Minus-Rechnung - KiW 14:E:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 12 2017, 00:45

Ein Kurs in Wundern - T 14:E:1

Ja, du bist in der Tat gesegnet. In dieser Welt jedoch erkennst du das nicht. Aber du hast die Mittel, es zu lernen und ganz klar zu sehen. Der Heilige Geist bedient sich der Logik ebenso leicht und gut wie das Ego, nur sind Seine Schlussfolgerungen nicht wahnsinnig. Sie gehen in eine genau entgegengesetzte Richtung und zeigen so eindeutig auf den Himmel, wie das Ego auf Dunkelheit und Tod zeigt. Wir sind einem Großteil der Logik des Ego gefolgt und haben seine logischen Schlussfolgerungen gesehen. Und nachdem wir sie gesehen haben, ist uns klar geworden, dass sie außer in Illusionen nicht gesehen werden können, denn nur dort scheint ihre angebliche Klarheit gesehen zu werden. Wir wollen uns jetzt abwenden von ihnen und der einfachen Logik folgen, mit der der Heilige Geist die einfachen Schlussfolgerungen lehrt, die für die Wahrheit sprechen und nur für die Wahrheit.
---
Es ist doch ganz einfach: Warum ist man gesegnet? Nun, weil Existenz immer ein Plus, d.h. auch einen Segen beinhaltet.

Also alles was es gibt, was zu etwas gut ist, ist ein Plus, weil es dieses gibt. Denn ebenso könnte es auch nicht vorhanden sein. Nur dann, wenn es besser wäre, wenn etwas nicht da wäre, wäre es kein Plus mehr.

Allerdings sollte man es nach seiner Nützlichkeit unterscheiden. Man kann etwas auch quälend finden, oder schwierig zu meistern, und doch führt es erst dazu, dass ein bestimmtes Bewusstsein geweckt wird oder eine gewisse Qualität entwickelt wird, die es ansonsten nicht gäbe.

Daher geht es dann darum, es nicht bloß vom Stande eines Individuums zu betrachten, und was es für dieses allein bedeutet, sondern ob es insgesamt ein Plus bedeutet und bildet.

Das Meiste ist ein Plus. Allein schon weil es ein mehr ist, weil es da ist, und nicht umsonst ist. Und ohne alles, gäbe es nichts!

Ein Minus ist alles, was nicht wirklich existiert, obwohl es existieren könnte! Oder alles was lediglich eine Illusion darstellt, oder weil es als ungenutztes oder verschwendetes Potenzial fungiert oder verpfuscht wird u.dgl.v.m...

Devino Melchizedek

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Die Kluft zwischen Gesehenem und Gehörtem - KiW 14:1:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Sep 14 2017, 02:28

Ein Kurs in Wundern - T 14:1:1

Wenn du gesegnet bist und es nicht erkennst, so musst du lernen, dass es so ist. Erkenntnis wird nicht gelehrt, aber ihre Bedingungen müssen erworben werden, denn diese sind es, die weggeworfen wurden. Du kannst segnen lernen und kannst nicht geben, was du nicht hast. Wenn du also Segen gibst, muss er zuerst zu dir gekommen sein. Und du musst ihn auch als deinen angenommen haben, denn wie sonst könntest du ihn verschenken? Deshalb bieten Wunder dir das Zeugnis an, dass du gesegnet bist. Wenn das, was du anbietest, vollständige Vergebung ist, dann musst du die Schuld losgelassen haben, indem du die Sühne für dich angenommen und gelernt hast, dass du schuldlos bist. Wie könntest du lernen, was für dich getan worden ist, ohne dass du es erkanntest, wenn du nicht tust, was du zu tun hättest, wäre es für dich getan worden?
---
Beim Geben, ohne Empfangen zu haben, mag es ja noch für jedermann einleuchtend erscheinen, wie der Zusammenhang sei. Doch wie steht es um den Segen? Wenn man glaubte, es wäre möglich einen Segen zu schenken, ohne diesen empfangen zu haben? So glaubte man auch zugleich, der Segen wäre nichts an sich sodann.

JA, es wäre wohl gar nicht verkehrt, zunächst anzunehmen, dass wohl alles was besteht von Gott sei, und eine sich selbst verschenkende Schöpfung in der Weise darstellt. Doch hätte es auch keine wirkliche Kraft, wenn man glaubte tatsächlich etwas Geben zu können, ohne es wirklich in Empfang genommen zu haben.

Vergleichbar wäre es mit bloßer Überzeugung, und mit einer völligen Gewissheit, weil man selber etwas gesehen und erlebt hat. Man kann also etwas, was man vollständig kennen gelernt hat, anders vertreten, als wenn man bloß davon gehört hätte.

So ist es auch mit dem, was man tut, indem man etwas erlernt hat, oder etwas sagt, ohne es selbst zu tuen. Man lehrt doch immer mehr das und was man wie gelernt hat, und nicht so sehr dann das, was oder wie etwas sein sollte, weil man es eigentlich lieber gehabt hätte u.ä.

Ein jedes Beispiel einer größeren Tat eines beeindruckenden Menschen, ist auch zugleich ein Beispiel für das, was derjenige empfangen und angenommen hat. Sonst wäre es diesem gar nicht möglich gewesen, etwas außergewöhnliches zu geben und zu vertreten, mit allem, was sich ihm an Möglichkeiten geboten hatte.

Oft stellt also die eigentliche Leistung desjenigen das Empfangen können dar, das Geben ergibt sich möglicherweise von selbst. Einfach durch den tiefen Wunsch dieses anderen ebenso zu ermöglichen. Ja durch dieses aufzeigen der Möglichkeiten, tritt dann letztlich auch nur ein vollständiges akzeptieren des Möglichen und eine Art von Manifestationsschritt all dessen ein, was bereits vorhergegangen ist und im tiefen Glauben zu keimen weit früher begonnen hatte und so Schritt für Schritt folgen, um dieses dann zur vollständigen Gegenwart zu berufen.

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Wahrheitsbezogen, statt vorteilsbedacht - KiW 14:2:2

Beitrag  Devino Melchizedek am So Sep 17 2017, 02:37

Ein Kurs in Wundern - T 14:2:2

Der Heilige Geist, Der wohl sieht, wo du bist, jedoch erkennt, dass du anderswo bist, beginnt Seine Lektion in Einfachheit mit der grundlegenden Lehre, dass "die Wahrheit wahr ist". Das ist die schwierigste Lektion, die du je lernen wirst, und letztlich auch die einzige. Einfachheit ist für einen verdrehten Geist sehr schwierig. Bedenke alle die Verzerrungen, die du aus nichts gemacht hast, all die seltsamen Formen, Gefühle, Handlungen und Reaktionen, die du daraus gewoben hast. Nichts ist dir so fremd wie die einfache Wahrheit, und nichts möchtest du weniger gern hören. Der Kontrast zwischen dem, was wahr ist, und dem, was nicht wahr ist, ist vollkommen augenfällig, du aber siehst ihn nicht. Das Einfache und das Offensichtliche sind nicht augenfällig für diejenigen, die Paläste und königliche Gewänder aus nichts machen und glauben, sie seien ihretwegen Könige mit goldenen Kronen.
---
Was von all dem, was außerhalb des Himmels getan wird, ist wahr und was nicht? Zwar ist ja auch das, was ein Mensch macht, von irgendeiner Art tragfähigem Gehalt (und sei es letztlich nur für diesen selber), doch nicht für alles gibt es einen realen Hintergrund, und so mag es auch ein Agieren begründet auf Illusionen darstellen.

Wahrheit ist wohl selbst in seiner kompliziertesten Ausführung immer noch einfach. Denn sie beinhaltet nichts, von dem, was gar nicht da ist. Soll heißen, es mag sich zwar um sehr weitreichende Wahrheiten handeln die einen entsprechenden Umfang beinhalten mögen, und doch bleibt was wahr ist grundsätzlich nachvollziehbar.

Wahrheit ist einfach, weil sie keine komplexen Mechanismen benötigt um sich zu erklären oder verteidigen zu müssen, weil es bloß in gesonderter Weise und nur für das bestimmte Individuum nachvollziehbar nur wäre und nicht allgemein hin.

Wie nackt wäre wohl die Welt, wenn alle Unwahrheit auf einmal aufgehoben und weg wäre? Und wie befreiend wäre es dann wohl? Oder würde man dann noch etwas von dem zurück haben wollen, von dem man ganz klar wüsste, dass es nicht echt ist?

Warum tut man sich so schwer damit alles unnötige, überflüssige oder gar schädliche (auch solcherlei, von dem man es weiß) zu unterlassen und aufzugeben? Ist es nur, weil man sich daraus und davon einen Vorteil für sich verspricht? Und beruht es alles auf vorteilsbezogenen Handlungsweisen?

Wahrheit ist nicht parteiisch oder auf Vorteil bedacht. Gerade darum erst, dass sie in jeder Hinsicht unbestechlich ist, und sich also auch nicht verrücken lässt, ist Wahrheit einfach Wahrheit.

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Unterscheidung von Erlernbarem & Inhärentem - KiW 14:4:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 19 2017, 00:55

Ein Kurs in Wundern - T 14:4:2

Du, der du zur Ersten Ursache gehörst, erschaffen bist von Ihm nach Seinem Ebenbild und Teil von Ihm, du bist mehr als nur schuldlos. Der Zustand der Schuldlosigkeit ist nur die Bedingung, in der das, was nicht da ist, aus dem ungeordneten Geist entfernt worden ist, der dachte, es sei da. Diesen Zustand, und nur diesen, musst du erlangen, mit Gott an deiner Seite. Denn bis dahin denkst du immer noch, du seist von Ihm getrennt. Vielleicht kannst du Seine Gegenwart in deiner Nähe fühlen, doch kannst du nicht erkennen, dass du eins mit Ihm bist. Das kann auch nicht gelehrt werden. Das Lernen gilt nur für den Zustand, in welchem dies von selbst geschieht.
---
Bleibt also die Frage zu klären, ob etwas erst entwickelt werden müsse, um da zu sein, oder ob mehr nur all das auszuräumen wäre, was etwas nicht ist, oder was an sich nicht da ist?!

Beides mag wohl stimmen oder zutreffen. Vielleicht auch abhängig wo und womit man anfängt. Oder woran man gerade ist. Möglicherweise ist beides die jeweils entgegengesetzte Seite von Einem.

Manches kann auch nur erkannt und erfahren werden, niemals jedoch vermittelt oder erlernt werden können. So als ob etwas dazu kommt, jedoch jenes, was bereits da ist, dennoch niemals antrifft und verändern kann.

Als Gegensatz wäre das Beispiel, man nimmt etwas von dem, was irgendworin bereits enthalten ist, und bietet es selbigem an, woraus dieses als kohärenter Masse bereits entstammt. Dann kann also diese Masse nicht anders, als es anzunehmen. Geschähe es nicht, dann teilt oder trennt sich die Masse von Teilen ihrer selbst. Jedenfalls wird die Annahme wohl recht leicht fallen, und doch entsteht keinerlei Zugewinn.

Im umgekehrten Falle, ist etwas inhärent, würde etwas welches keinen Anteil an der Inhärenz hat, dennoch hinzugetan, würde es nur den Inhärenten Zusammenhang dadurch behindern. Doch die Inhärenz könnte nur Raum einbüßen, aber hätte dadurch immer noch keinerlei Zugewinn.

In einer ähnlichen Weise können gewisse Dinge nicht beigebracht oder erlernt werden. Es würde alles bestenfalls in einer symbolischen Beigabe gipfeln. Doch genau genommen würde es mindestens in selbiger Weise wie es auf eine Sache deutet auch immer wieder von dem tatsächlich Vorhandenem bloß ablenken. Und je mehr man Beigäbe, umso mehr brächte es aber auch von dem ab, wovon es ja letztlich nur ein Sinnbild ist und sein soll...

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Wie das Atmen - KiW 14:4:6

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Sep 23 2017, 02:52

Ein Kurs in Wundern - T 14:4:6

Wenn du gelernt hast, wie man mit Gott entscheidet, werden alle Entscheidungen so leicht und richtig wie das Atmen. Es bedarf keiner Mühe, und du wirst so sanft geleitet, als würdest du im Sommer einen ruhigen Weg entlang getragen. Nur dein eigenes Wollen scheint das Entscheiden so schwer zu machen. Der Heilige Geist wird nicht zögern, dir jede deiner Fragen zu dem, was du tun sollst zu beantworten. Er weiß es. Und Er wird es dir sagen und es dann für dich tun. Du, der du müde bist, wirst sehen dass das erholsamer als Schlaf ist. Du kannst deine Schuld in den Schlaf mitnehmen, aber nicht in dies hinein.
---
Warum ist es denn nicht gleich so einfach, dass Gott einem alle Entscheidungen quasi richtig zu entscheiden einfach abnimmt? Und man gar nicht erst - in dem Sinne - falsch entscheiden können könnte? Nur wozu bräuchte Gott einen dann noch? Wenn dann keiner da wäre, um sei es nun, sich auf die eine oder andere Weise selbst zu entscheiden?

Oft mag es wohl gar nicht einmal so entscheidend sein, wie man sich entscheidet, denn die Wege führen nur soweit damit, wie sie überhaupt auch nur führen könnten.

Hauptsache ist, dass man sich für etwas entscheidet. Denn Gott hat sich bereits für uns entschieden, indem er alles erschaffen hat. Nun liegt es an uns, uns zu entscheiden, einen Anteil daran zu übernehmen, was bereits uns zuteil worden ist - in eben der Weise Gottes.

Ob wir uns im (vergänglichen) Verhältnis für etwas richtig oder falsch entscheiden, und man dann erkennt, ob an der Stelle ein Licht aufgeht oder nicht, sei oft nicht so entscheidend, wie man vielleicht meint. Denn wie es auch in der Bhagavad Gita heißt, viele der Geburten haben wir schon hinter uns, und es waren solche und solche darunter.

Doch wenn wir unseren Teil nicht beituen, dann ist es so, dass wir keinen Anteil an der Schöpfung haben möchten. Und mag man sich in einem Verhältnis besehen vielleicht nicht ganz angemessen entschieden haben, so ließe sich daraus immer noch eine Lektion ziehen. Doch aus dem, was nicht ist, ließe sich bloß ziehen, dass aus nichts nie mehr werden wird.

Es spielt oft eine weniger entscheidende Rolle, an welcher Position einer Lektion oder Lehre man sich also befindet, so lange es fruchtet, fruchtet es, und man lernt also diese, auf die eine oder andere Weise, aber man lernet...

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Erfordernisse der Aufklärungsarbeit - KiW 14:7:2

Beitrag  Devino Melchizedek am So Sep 24 2017, 02:31

Ein Kurs in Wundern - T 14:7:2

Die Suche nach der Wahrheit ist nur das ehrliche Ausfindigmachen all dessen, was die Wahrheit beeinträchtigt. Die Wahrheit ist. Sie kann weder verloren gehen noch gesucht oder gefunden werden. Sie ist dort, wo immer du auch bist, da sie in dir ist. Doch kann sie erkannt oder unerkannt, wirklich oder falsch für dich sein. Verbirgst du sie, wird sie für dich unwirklich, weil du sie verborgen und mit Angst umgeben hast. Unter jedem Eckstein der Angst, auf dem du dein wahnsinniges Glaubenssystem errichtet hast, liegt die Wahrheit verborgen. Das kannst du jedoch nicht erkennen, denn dadurch, dass du die Wahrheit in der Angst verborgen hast, siehst du keinen Grund zu glauben, dass du, je länger du die Angst anschaust, sie umso weniger siehst und dass dann desto klarer wird, was sie verbirgt.
---
Ehrlichkeit mit sich und anderen, schon wäre vieles von dem was verkehrt ist, nicht mehr möglich. Denn es erhält dadurch erst die Möglichkeit aufzutreten, wenn auch Unehrlichkeit (zunächst sich selbst gegenüber) auftritt.

So gibt es zwar Verhaltensnormen, die den allgemeinen Umgang regeln und auch erleichtern. Denn sie bieten eine Basis auf der sich aufsetzen und arbeiten lässt, ohne ständig von vorne anzufangen.

Allerdings, wenn es nur in Floskeln gipfeln sollte, entsteht auch wieder die Möglichkeit ins Gesonderte und Sondersein zu gehen. Woraus mehr vorteilsbezogene Bestrebungen entstehen können, die schnell wider die Allgemeinheit oder Menschlichkeit aufgerichtet werden können.

Dabei geht es ja gar nicht darum, dass alles so offen ist, dass alle überall und bei jedermann ihre Nase in die jeweils jedem seine eigene Angelegenheiten zu stecken hätten. Nur weil man alles so offen hält wie möglich, um der Wahrheit Vorschub zu leisten. Sondern mehr geht es nur darum, wie am Beispiel des Kapitalismus, nicht den Vorteil weniger auf Kosten der Allgemeinheit zu befördern.

Nun ist es wohl alles soweit gegangen, dass nur noch eine breite Aufklärungsarbeit weiterhilft und erforderlich ist. Statt das eine gewisse Mehrheit unbekümmert vor sich hinlebt, und darauf setzen kann, dass alles schon zu allgemeinen Gunsten von selbst verläuft.

Eine aufgeklärte Allgemeinheit und Gesellschaft lässt sich dann nicht mehr so leicht hinters Licht führen. Doch bedeutet es auch, dass jeder sich bis zu einem gewissen Grad mit allem etwas befassen darf. Jedenfalls bis alles hinreichend aufgedeckt und so angeordnet wurde, dass es natürlich zunächst zu Gunsten der Allgemeinheit und nicht unberechtigterweise zu Gunsten irgendwelcher vorteilsbezogener Minderheiten von statten geht...

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Einheitsmoment - KiW 14:7:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Sep 25 2017, 01:37

Ein Kurs in Wundern - T 14:7:1

Was willst du? Licht oder Dunkelheit, Erkenntnis oder Unwissenheit sind dein, aber nicht beides. Gegensätze müssen zusammengebracht, nicht getrennt gehalten werden. Denn ihre Trennung ist nur in deinem Geist, und sie werden durch Vereinigung versöhnt, genau wie du. In der Vereinigung muss alles, was nicht wirklich ist, verschwinden, denn Wahrheit ist Vereinigung. Wie Dunkelheit im Licht verschwindet, so verblasst die Unwissenheit, wenn die Erkenntnis dämmert. Die Wahrnehmung ist das Medium, durch das Unwissenheit der Erkenntnis überbracht wird. Doch muss die Wahrnehmung ohne Täuschung sein, denn sonst wird sie zum Boten der Unwissenheit anstatt zum Helfer bei der Suche nach der Wahrheit.
---
Nur dasjenige, was wirklich ist, soll auch zusammengebracht werden. Situationsbezogene Präzision könnte auch Einheitsmoment genannt werden. Dann also, wenn alles zusammengebracht wird, was in der Situation oder in einem Moment, zusammengehört.

Das kann sehr viel bedeuten in einem weitreichenden Sinne. Denn im Grunde, so viel wie man alles vereint hat, z.B. als zur einer Monade gehörig, kann auch dieses eine Art von Einheitsmoment sein.

Denn in dem Moment, wo noch nicht alles zusammengebracht ist, und es nicht eine Angelegenheit des Raumes wäre, und könnte es als eine Frage von Zeit angesehen werden, so könnte es situationsbezogen als eine Fragmentierung nach zeitlichen Abläufen vorgestellt werden. Doch im Einheitsmoment wäre dieses dann zusammengebracht.

"Einheitsmoment", welch ein schöner Begriff. Und überhaupt, was nicht alles in Begriffen steckt. Klar könnte man sich über Symbole wohl nicht weniger effektiv austauschen, doch dürfte es dann mehr in zeichenform, vielleicht einer Art visuell-telephatischer Kommunikationsform erfolgen. Weniger jedoch in sprachlicher Lautform.

Begriffe mögen zwar darauf bedacht und dafür ausgelegt sein einen Inhalt zu konkretisieren und zu veranschaulichen, doch für einen mehr Subjektiven Inhalt oder eine Idee, existiert selten ein einziger Begriff der sich als hinreichend ausreichend erweist.

Begriffe sind wertvoll und sollten vor Gebrauch gut reflektiert sein. Denn nur so lässt sich damit auch etwas vermitteln, was ja auch eine Art von Präzision darstellt, und was einer jeden gegenständlichen Betrachtung stets zugute kommen wird. Doch sind sie ebenso zur Reflexion geeignet, denn in ihnen lässt sich die ganze Historie des Menschlichen Sprachentwicklungsverlaufes wiederfinden.

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Bedeutungsintension - KiW 14:7:7

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 26 2017, 02:20

Ein Kurs in Wundern - T 14:7:7

Dich im Sehen mit Ihm zu verbinden ist der Weg, auf dem du lernst, die Deutung der Wahrnehmung, die zur Erkenntnis führt, mit Ihm zu teilen. Du kannst allein nicht sehen. Die Wahrnehmung mit Ihm zu teilen, Den dir Gott gegeben hat, lehrt dich, wie du begreifen kannst, was du siehst. Es ist die Einsicht, dass nichts, was du siehst, für sich allein etwas bedeutet. Mit Ihm zu sehen wird dir zeigen, dass alle Bedeutung, einschließlich der deinen, nicht aus einer Doppelschau kommt, sondern aus dem sanften Verschmelzen aller Dinge in eine Bedeutung, ein Gefühl und einen Sinn und Zweck. Gott hat einen Sinn und Zweck, den Er mit dir teilt. Die eine ungeteilte Schau, die dir der Heilige Geist anbietet, wird dieses Einssein mit einer derart intensiven Klarheit und Helligkeit in deinen Geist bringen, dass du um alles in der Welt nicht wünschen könntest, das nicht anzunehmen, von dem Gott möchte, dass du es hast. Sieh deinen Willen, und nimm ihn als den Seinen an, mit Seiner ganzen Liebe als der deinen. Alle Ehre sei dir durch Ihn und sei durch Ihn auch Gott.
---
Es heißt wohl nicht umsonst, dass der Heilige Geist ein Vermittler ist. Er verbindet das was wahr ist, mit dem, der zur Wahrnehmung dessen sich bereit gemacht hat.

Wie bei der Sprache, haben Begriffe nur so viel Gehalt, wie sie den der sie zu gebrauchen sucht, mit dem Gehaltsinhalt verbinden können, auf welchen sie Bezug nehmen. Womit Begriffe erst auch die ihnen gemäße Vermittlerrolle übernehmen können.

Natürlich hat es auch immer ein Mehrwert, wenn man für etwas ist, als wenn man nur wider alles ist und selbst auch nicht in konstruktiver Weise etwas beitäte. Denn auch nur so hat es überhaupt erst mit mehr zu tuen, als mit bloßer Selbstbeschäftigung (selbst im kleinen-geschriebenen Sinne), und ginge über allerlei Dualität u.dgl.m. hinaus.

Und also auch grundsätzlich, was immer man an Bedeutung für irgendetwas aufbringt, wenn es sonst nichts und niemanden antrifft und gibt, womit die Bedeutung geteilt würde, dann bedeutet es an sich also auch nichts. Wie wichtig doch eine genaue Übereinstimmung der Bedeutung also ist!

Es mag zwar durchaus das eine oder andere geben, was nicht vor seiner entsprechenden Zeit, mitgeteilt werden kann, darf oder sollte; z.B. weil es mehr eröffnen würde, als Umgangsfähigkeit vorhanden ist für einen angemessenen Gebrauch, doch nicht weniger gibt es an der Stelle eine Übereinstimmung, sondern zu viel für den Moment. Ja diese ist dann allein dadurch gewiss, da andernfalls keinerlei Brisanz in dem Ausmaß bestünde und zur Bedenklichkeit führte.

So kann man sich für vieles nur bereit machen oder würdig machen, dieses jedoch nicht einfach beanspruchen oder anfassen, und sollte es auch nicht, vor seiner demgemäßen Zeit.. wenn es dem Einheitsmoment nicht entspräche...

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Unterschiedliche Wirklichkeiten - KiW 14:9:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Sep 29 2017, 02:33

Ein Kurs in Wundern - T 14:9:2

Das Ego Gott zu überbringen heißt nur, den Irrtum der Wahrheit zu überbringen, wo er berichtigt wird, weil er das Gegenteil dessen ist, auf das er trifft. Er wird aufgehoben, weil der Widerspruch nicht mehr bestehen kann. Wie lange kann der Widerspruch bestehen, wenn sich seine Unmöglichkeit deutlich offenbart? Was im Licht verschwindet, das wird nicht angegriffen. Es vergeht einfach, weil es nicht wahr ist. Unterschiedliche Wirklichkeiten sind bedeutungslos, denn die Wirklichkeit muss eins sein. Sie kann sich nicht je nach Zeit, Stimmung oder Zufall ändern. Ihre Unveränderlichkeit ist das, was sie wirklich macht. Das kann nicht aufgehoben werden. Das Aufheben ist für die Unwirklichkeit. Und diese Wirklichkeit wird dir genügen.
---
Ein wenig Wirklichkeit, ist mehr, als die größte Phantasterei. Ein wenig der praktischen Umsetzung, mehr, als die dollsten Theorien. In der praktischen Umsetzung wird die für die Praxis taugliche Theorie gehoben, und von der zur Praxis untauglichen Theorie frei gemacht.

Denn oft und schnell hat man jemanden, der meint etwas besser zu können. Jedoch meist nur, bis ihm die Praxis aufzeigt, was er alles außer acht ließ, um darin darauf zu kommen, etwas besser können zu können.

Beim Durschnittsmenschen ist es ohnehin so, dass durch den Kausalkörper alles bereits vorgeordnet und in mundgerechten Stücken serviert wird, ohne sein wirkliches zutuen.

Die Welt sieht anders jedoch aus, wenn das nicht mehr der Fall ist. Dann ist die Anforderung eine ganz andere. Auch sind die selben Tätigkeiten nicht von gleicher Tragweise und Tragweite. Dann hat man es zwar mit den selben Wirklichkeiten zu tuen, doch sind sie in der Praxis etwas anders gestaltet.

Und es ist zum Schutze arrangiert, was man auch als Begrenztheit ansehen könnte. Um nicht von all dem erschlagen und gänzlich überfordert zu sein, was man noch nicht vollständig zu handhaben erlernt hat. Jedoch hat man es erlernt, eröffnen sich dann die weiterführenden Möglichkeiten für denjenigen, der sich zu diesen Errungenschaften geführt hat.

Also lässt sich vieles überhaupt nicht vergleichen, was den Anspruch in der Verschiedenheit der Erfahrung der Wirklichkeit anbetrifft. Wahre Größe liegt nicht in lauter Rechten, sondern in den Pflichten, die man zu erfüllen gelernt hat. Und so lange man das nutzt, was gegeben wird, geht auch alles anteilsmäßig dorthin, woraus es wurde. Zum einen, weil es dorthin gehört, zum anderen damit man nicht mehr ertragen braucht, als man bei sich führt, um damit fertig zu werden (und somit ist es in einer gewissen gerechten Weise zum Schutze der Eigenheit und Art ein- und hergerichtet).

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Widerspiegelungen - KiW 14:10:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 03 2017, 00:33

Ein Kurs in Wundern - T 14:10:1

Wenn keine Wahrnehmung zwischen Gott und Seinen Schöpfungen oder zwischen Seinen Kindern und den ihren steht, muss die Erkenntnis der Schöpfung ewig weitergehen. Die Spiegelungen, die du in der Zeit in den Spiegel deines Geistes annimmst, bringen die Ewigkeit nur näher oder weiter in die Ferne. Aber die Ewigkeit selbst liegt jenseits aller Zeit. Reiche aus der Zeit hinaus und berühre sie mit Hilfe ihrer Spiegelungen in dir. Dann wirst du dich weg von der Zeit der Heiligkeit zuwenden, so sicher, wie die Widerspiegelung der Heiligkeit jeden aufruft, alle Schuld wegzulegen. Spiegele den Frieden des Himmels hier wider, und bringe diese Welt zum Himmel. Denn die Widerspiegelung der Wahrheit zieht einen jeden hin zur Wahrheit, und indem er in sie eingeht, lässt er alle Widerspiegelungen hinter sich.
---
Es wird z.B. wohl schwierig sein etwas in sich wahrzunehmen, von dem man nicht glaubte, dass es da ist. Oder etwas anzunehmen, von dem man nicht glaubte, dass es das gibt. Und vor allem deswegen, gibt es das (zumindest für einen selbst) auch nicht.

Es ist eine Frage der Widerspiegelung also auch, der äußeren Dinge in einem, was alle Wahrnehmung bildet und anbetrifft. Die Genauigkeit der Widerspiegelung entspricht einer Art Wahrnehmungskonsens, auf andere Geister des Lebens bezogen.

Konsens deswegen, weil es meist auch nur der Wahrnehmung anderer über sich selbst entspricht, nicht jedoch unbedingt dessen was wirklich an sich da ist. Sondern dessen, wie ein anderer sich selber wahrzunehmen überzeugt hat.

Das Entscheidende ist also auf Wahrnehmung und Widerspiegelung überflüssig zu machen. Nicht in dem man diesem zu entfliehen sucht, sondern in dem man diese in eine solche Übereinstimmung mit höheren Wahrheiten bringt, dass sich alle Interpretation erübrigt und partielle Wahrnehmung bedeutungslos wird.

Dies könnte der Grund allen Lernen sein. Jedenfalls dessen, was das partielle Lernen höherer Wahrheiten zu erlangen sucht. Und doch ist es fast ein Paradoxon, dass man eigentlich durch Wahrnehmung, die umfassendere Erkenntnis nur blockiert, wenn es dieser gar nicht entspricht, oder diese behindert, weil sie durch Wahrnehmung partiell wird.

Zunächst gilt es also das Höhere in reiner Weise zur Widerspiegelung in einem selbst gelangen zu lassen. Und dann allem zu entsagen und alles aufzugeben, was dieses nicht in vollständiger Weise widerspiegelt und durch die Widerspiegelung von nichtigeren Wahrnehmungen zu einer partielleren Natur führt.

Devino Melchizedek

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Oh Wunder, aus Halb mach Ganz - KiW 14:10:2

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Okt 04 2017, 01:13

Ein Kurs in Wundern - T 14:10:2

Im Himmel wird die Wirklichkeit mit anderen geteilt und nicht gespiegelt. Indem Gottes Sohn ihre Widerspiegelung hier mit anderen teilt, wird ihre Wahrheit zur einzigen Wahrnehmung, die er akzeptiert. So dämmert die Erinnerung an seinen Vater in ihm auf, und er kann sich nicht länger mit etwas anderem als seiner eigenen Wirklichkeit zufrieden geben. Du auf Erden hast keine Ahnung von der Grenzenlosigkeit, denn die Welt, in der du scheinbar lebst, ist eine Welt der Grenzen. In dieser Welt ist es nicht wahr, dass irgendetwas ohne Rangordnung der Schwierigkeiten geschehen kann. Das Wunder hat daher eine einzigartige Funktion und wird von einem einzigartigen Lehrer motiviert, Der die Gesetze einer anderen Welt in diese bringt. Das Wunder ist das Einzige, was du tun kannst, das Rangordnungen transzendiert, da es nicht auf Unterschieden, sondern auf Gleichheit beruht.
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Bis zu einem gewissen Grad also alles eine Frage dessen, was man in seinem Geiste widerspiegelt. Um von allerlei Begrenztheit ins Reich des Unendlichen, und auch Unausweichlichen letzten Endes, zu gelangen, bedarf es eines Wunders. Denn offensichtlich gibt es keinen Stufenweisen Übergang, sondern es ist eine andere Art der Realitätszusammenstellung überhaupt.

Damit ist der Ausdruck "Wunder" wohl sehr passend gewählt und nicht von ungefähr. Und es ist also doch eine Frage auch des Willens und der Ausrichtung und des Zusammenspiels von allem.

Denn man kann noch so viel die Spiegelgesetze einhalten, es wird nicht von selbst dadurch alles sogleich nur noch schön. Vielleicht sogar noch unschöner dadurch, wenn man das erblickt, was an sich da ist.

Und das Wunder zufällig so zu erreichen, oder fast besser gesagt, zu errichten, ist wohl ohne Unterstützung vom Geistigen her, also von dem was das Wunder bereits kennt, auch nicht leichter.

Nicht von der Sache selber her, wie sie ist, denn Wunder bleibt ja Wunder. Und was sollte schon an Wundern so schwieriges geben, wenn sie doch Wunder sind?! Mehr liegt die Schwierigkeit in dem, sich soweit dafür zu bereiten, um dann das aufzufangen und auszuhalten, was immer dazu erforderlich ist, um es klar im Geiste widerzuspiegeln, bis es kein Spiegeln mehr ist.

Denn die Schwierigkeiten mögen individueller Natur sein. Dies sogar in einem sehr wörtlichen Sinne genommen, denn die Individualisierung ist meist das Problem, denn diese erstrahlt nicht sogleich in ihrer vollkommensten Weise. Sondern dies ist meist der Beginn einer Reise, welcher auch den Kern des Lehrbereichs und die Art der Lektionen dann bildet und beinhaltet.

Devino Melchizedek

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Kundgaben & ihre realitätsverändernde Wirkung - KiW 14:11:1

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 05 2017, 01:18

Ein Kurs in Wundern 14:11:1

Indessen ist der wesentliche Punkt, den du zu lernen hast, dass du nicht weißt. Wissen ist Macht, und alle Macht ist von Gott. Du, der du versucht hast, Macht für dich zu behalten, hast sie "verloren". Du hast die Macht noch, aber du hast so viel zwischen sie und dein Gewahrsein ihrer geschoben, dass du sie nicht nutzen kannst. Alles, was du dir selber beigebracht hast, hat deine Macht zunehmend vor dir verschleiert. Du weißt nicht, was sie ist noch wo sie ist. Du hast einen Anschein von Macht hervorgebracht und eine Schaustellung von Stärke, die so erbärmlich sind, dass sie dich im Stich lassen müssen. Denn Macht ist keine Scheinstärke, und die Wahrheit ist jenseits allen Anscheins. Doch alles, was zwischen dir und der Macht Gottes in dir steht, ist nur, dass du das Falsche gelernt und versucht hast, das Wahre aufzuheben.
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Wen Wahrheit stört, der hat sie wohl noch nicht gehört!

Natürlich fragt man sich schonmal, was man kundtuen soll, und was nicht. Natürlich ist man offen und angreifbar, mit allem und je mehr man von sich kundtut, und dies ist ja auch mit allem so, was man tut. Auch ist je mehr Wissen bekannt gegeben wird, gerade okkultes und technisches Wissen über die Anwendbarkeit gewisser Dinge, immer wieder eine Möglichkeit des Missbrauchs damit verbunden, und wie es in selbstsüchtiger Weise angewendet werden könnte dadurch leicht eröffnet.

Ein einfaches Beispiel wäre, etwas ist längst im Raum (und das ist mit fast allem so, ehe es bekannt und erkannt wird), und für jeden Beteiligten der offen dafür ist, ist es auch offenbar, und so bleibt es ohne weitere Reaktionen zunächst im Raum stehen. Doch sobald es kundgetan wird, zeichnen sich oft allerlei Kleingeister damit aus, dass sie gar nicht anders können als darauf unbedingt zu reagieren (obwohl vielen Beteiligten dieses ja nicht einmal neu ist, und allein daher schon wenig Grund für eine Reaktion daraufhin besteht, auch wenn etwas durch Kundgebung sich verändern sollte und anders, meist von oben/unten nach links/rechts dann umpositioniert ist).

Viele mögen meinen, die Meister der Weisheit schwebten bloß über den Dingen und spielen die großen feinen Herren. Nun, in der Summe ihrer Gesamtheit und Wesenheit mag es durchaus zutreffend sein. In dem Werk ihrer Hände sind sie jedoch meist die größten aufopfernden Diener und denken am wenigsten daran sich in irgendeiner Weise bedienen zu lassen.

Sie gehen eher noch überall hin und rein, wo sie gebraucht werden und wo ein Mann fehlt um etwas abzudecken. Und sie denken überhaupt nicht daran, etwas für sich zu behalten oder zu tun, noch Achtung, Anerkennung oder Lohn dafür zu erhalten. Gerade dadurch sind sie auch frei von allem, und haben stets ihren Beitrag mehr als geleistet und vollbracht.

Es ist wohl wahr, man braucht sich weder alles bieten lassen, noch sich allerlei gefallen zu lassen. Doch trifft es für jedermann sonst auch zu, und wenn es jedem so Zuteil ist, kann man auch von keinem erwarten, dass sie sich als Anti-Rebellen positionieren bräuchten! Und ehe man den Rebellen überall raushängen lassen sollte, bliebe dann zuerst zu prüfen, ob man überhaupt seinen eigenen Hausaufgaben gemacht hat.

Eine Sache ist es also, wenn man systemseitige Absurditäten damit aushebelt oder aufzuheben sucht, was anderes aber, ob man selber nur irgendwo hin- und reingegangen ist, wo man weder darum gebeten wurde noch danach irgendwer verlangt oder gerufen hat, um dort nicht viel mehr als den Widersacher abzugeben, und so mehr störend als in irgend einer Weise helfend unterwegs dadurch und damit wäre...

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Wirkungen des Verstehens - KiW 14:11:13

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 07 2017, 01:45

Ein Kurs in Wundern - T 14:11:13

Nur diejenigen, die begreifen, dass sie nicht wissen können, wenn die Wirkungen des Verstehens nicht bei ihnen sind, können überhaupt wirklich lernen. Dafür müssen sie Frieden wollen und nichts anderes. Jedesmal, wenn du zu wissen glaubst, scheidet der Frieden von dir, weil du den Lehrer des Friedens verlassen hast. Jedesmal, wenn dir vollauf klar wird, dass du nicht weißt, kehrt der Frieden wieder, denn du hast Ihn dazu eingeladen, indem du das Ego zu Seinen Gunsten aufgegeben hast. Ruf nicht das Ego um irgendetwas an; nur das brauchst du zu tun. Der Heilige Geist wird von Sich aus jeden Geist erfüllen, der auf diese Weise für Ihn Raum schafft.
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So heißt mancherlei auch drum "gefährliches Halbwissen", oder anders gesagt: wenn man etwas zu wissen glaubt. Und genau genommen ist es auch nicht weniges wohl, was man annimmt, was es sei, und wie es sei, ohne überhaupt weiter zu prüfen und sich zu hinterfragen darin.

Und dann fragt man sich vielleicht, woran man z.B., wie in einem luftlehren Raum, denn prüfen wollte, woher der Wind bloß weht? Oder woran man dann messen wollte, woran man ist, wenn man keinerlei eindeutige Konstante festmachen kann, an der man etwas ausmachen wollte?

Vielleicht wären es dann die Wirkungen des Verstehens in so einem Falle?! Denn wenn man etwas gänzlich nachvollziehen kann, dann stellt sich für einen nicht mehr die Frage, wie es wozu kommen konnte, oder wie etwas wurde was da ist; einfach weil man es ja in Gänze nachvollziehen kann.

Und sobald sich einem etwas in seiner Ganzheitlichkeit erschließt, dann hat man auch seinen gewissen Frieden sogleich damit auch gefunden.

Oder im anderen Falle bzw. anders gesagt, hat man die Gegensätze in einer Hinsicht alle eingesammelt und (in sich) miteinander vereint, dann hat man keinen Gegensatz mehr dawider stehen.

Oder noch anders ausgeführt, man sollte keinen Kreis, der noch nicht rund geworden ist, zu schließen suchen. Bis das alles sich darin eingefunden hat, was sich einfinden sollte, um diesen rund werden zu lassen. Damit das darin, und das außerhalb, was dem die jeweilige Rundung verleiht, sich zur Rundheit der Sache vervollständigt hat...

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Ruhig und Still - KiW 15:1:1

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 08 2017, 02:38

Ein Kurs in Wundern - T 15:1:1

Kannst du dir vorstellen, was es heißt, keine Sorgen, keinen Kummer und keine Ängste zu haben, sondern die ganze Zeit über einfach vollkommen ruhig und still zu sein? Doch genau dafür ist die Zeit da, um das zu lernen und sonst nichts. Der Lehrer Gottes kann sich nicht mit Seinem Lehren zufrieden geben, ehe es nicht all dein Lernen bildet. Er hat Seine Lehrfunktion so lange nicht erfüllt, ehe du nicht ein so beständiger Schüler geworden bist, dass du nur von Ihm lernst. Wenn das geschehen ist, wirst du keinen Lehrer mehr benötigen und keine Zeit, in der du lernst.
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Ruhig und Still heißt in dem Falle mehr vollständige Ausgeglichenheit, und in der Weise alles zur Ruhe zu bringen, bis es sich selbst gefunden hat. Weniger bloß etwas unterdrücken zu wollen oder ähnliches.

Manches lernt sich's erst, wenn man es erfahren hat. Denn man kann z.B. einem Kind noch so oft erklären, dass eine betriebene Herdplatte heiß ist, sobald es sich selbst mal verbrannt hat, weiß es sehr schnell, was damit tatsächlich gemeint ist.

Ohne die Zeit, ließe sich vieles nie vermitteln. Denn manches wird und darf sich nicht außerhalb der Zeit ereignen, da ja nichts Schlechtes ewig währen sollte.

Der Weg im Sinne der Ruhe und Stille, ist auch der, um Jemandem zu sagen, dass man mit jeweiligem nichts mehr zu tuen haben wollte. Würde man jemandem barsch des Weges weisen, dann gibt man i.d.R. etwas mit auf den Weg mit. Alles was mitgegeben wird, wird zurückkehren müssen. Alles natürlich im Sinne von Prinzipien gesprochen, und weniger auf eine beliebige alltägliche Situation oder hinsichtlich der allgemein-menschlichen Umgangsformen bezogen.

Viele Wege führen nach Rom, doch also auch mindestens genauso viele dann wieder hinaus. Und alles Vergängliche muss vergehen und verbleibt dann nur noch oft als Gleichnis. Bis auch Rom vergangen ist, dann taugt es auch nicht mehr als Gleichnis, weil dann schon wieder keiner weiß, was damit überhaupt gemeint wäre.

Aber die Erfahrung und das Erlernte, das bleibt irgendwo schon, und wenn es am rechten Fleck mal gelandet ist, dann nützt es auch zur rechten Zeit und am rechten Ort etwas. Zeiten, Orte und Begebenheiten sind dazu da um zu lernen. Wenn man lernt selbst zu lernen, dann erübrigt sich vieles weitere dadurch auch...

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Um der Sache Willen - KiW 15:2:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 09 2017, 01:11

Ein Kurs in Wundern - T 15:2:4

Du merkst nicht, wie sehr du deine Brüder dadurch missbraucht hast, dass du sie als Quelle zur Unterstützung des Ego angesehen hast. Folglich legen sie in deiner Wahrnehmung Zeugnis für das Ego ab und scheinen Gründe dafür zu liefern, es nicht loszulassen. Doch sind sie weitaus stärkere und überzeugendere Zeugen für den Heiligen Geist. Und sie unterstützen Seine Stärke. Deshalb ist es deine Entscheidung, ob sie das Ego oder den Heiligen Geist in dir unterstützen. Du wirst durch ihre Reaktion merken, für wen du dich entschieden hast. Ein Gottessohn, der durch den Heiligen Geist in einem Bruder befreit wurde, wird immer als solcher wahrgenommen. Er kann nicht verleugnet werden. Wenn du unsicher bleibst, liegt es nur daran, dass du keine vollständige Befreiung gegeben hast. Und deshalb hast du dem Heiligen Geist nicht einen einzigen Augenblick vollständig gegeben. Denn wenn du es getan hast, wirst du sicher sein, dass du es getan hast. Du wirst sicher sein, weil der Zeuge für Ihn so deutlich von Ihm sprechen wird, dass du hören und verstehen wirst. Du wirst so lange zweifeln, bis du einen einzigen Zeugen hörst, den du durch den Heiligen Geist gänzlich befreit hast. Und dann wirst du nicht mehr zweifeln.
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Ja, im Grunde genommen, mit jeder Rollenzuteilung ist es doch auch so, dass man irgendwen für irgendetwas bis zu einem gewissen Grad beansprucht, oft sogar auch ganz unbewusst. Vielleicht ist der ein oder andere damit sogar einverstanden, weil dies als ein Teil der eigenen Identität angesehen und angenommen wird.

Doch wüsste ein jeder von den Alternativen, oder auch nur davon, was er sonst noch wo alles ist, so sähe die Welt wohl anders aus. Allerdings, wenn man auch nicht einverstanden wäre, und weiß doch nicht wer und was man ist, dann kann man auch nicht das vertreten, wovon man nichts weiß.

Genau genommen halten sich alle gern gegenseitig selber in Ketten, und vergewissern sich dadurch der Unmöglichkeit des Entrinnens, weil sie diese nicht außer acht lassen möchten. Denn wer sollte auf die Ketten sonst achten, wenn sie nicht selber darauf aufpassen und diese außer acht lassen würden?!

Natürlich könnte vieles so viel einfacher sein. Es bräuchte nur weniger darauf geachtet werden, sich ständig mit anderen messen und vergleichen zu wollen. Vorteilsbezogene Aktionen sind letztlich solche, die einen immer wieder in Abhängigkeiten zum Umfeld bringen, wenn man versuchte besser daraus hervorzugehen.

Vor allem, wenn man nur noch dann bereit wäre zu agieren, sobald das Umfeld sich in irgend einer Richtung bewegte. Daher ist es sicher jederzeit besser, wenn man um der Sache Willen her sich betätigt. Wir brauchen natürlich nicht fanatische Beispiele aufführen, wo auch dieses allerlei zweckbefremdliche Auswirkungen annehmen kann.

Allen ginge es besser, wenn es allen besser ginge. Wenn alle Zeugen des Besseren wären, wäre es besser für alle. Es braucht des guten Beispiels nicht zu ermangeln, wenn wir uns selbst erlauben eines zu sein...

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