Zitate zum Nachsinnen

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Laotse: In der Herzensweite

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 15 2016, 22:29

"Der Weise hat kein verschlossenes Herz, die Herzen der Menschen sind ihm seine eigenes Herz."

- Laotse -
---
Die Herzen nah, die Körper fern!?

Irgendwann, meist nachdem man sich in allerlei Begehrlichkeiten ausagiert hat, dann ist es soweit, dass es einen selber betreffend einerlei ist, was nun kommt, geht und vergeht. Vielmehr ist es gar nicht so sehr, dass man nach anderen sich umschauen bräuchte, es ist bereits immer innerlich alles da, und wird einem zugestellt, was mit anderen gemeinsam da ist. Die innere Erfahrung der Einheit ist in der Herzensweite gegeben...

Es fängt mit der Erfahrung an, dass andere einem gleich sind. Denn wir sind alle aus einem Gott! Und dann gehts hin über zur Gruppenerfahrungen.

Vielleicht könnte man die Erfahrung von Einheit etwas untergliedern:
Deutsche Einheit erfährt sich als Einheit im Geiste (eines Geistes sein).

Indische Einheit ist die Erfahrung des Lingams (als eines inneren Organs, den man gemeinsam mit anderen bildet).

Angloamerikanische Erfahrung von Einheit ist die des gemeinsamen Nationalgefühls.

Devino Melchizedek

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J.W.von Goethe: Anwendung des Gelernten

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 17 2016, 08:06

"Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun."

- Johann Wolfgang von Goethe -
---
Je mehr vorhandenes Potential, dass gänzlich ungenutzt bleibt, um so mehr neigt das Leben dazu, verschwendet zu sein.

Je mehr man hätte tuen können, und hat es nicht getan, desto mehr Möglichkeiten gingen wohl ungenutzt ins Land.

Je mehr man hätte tuen könne, hat aber nur vom Tuen gesprochen, desto mehr hat man Wissen lediglich der Theorie überlassen.

Je mehr von dem getan ist, was vom wenigen dessen machbar war, desto mehr wurde das Leben gewürdigt, mit dem, was da möglich wurde..

Und möchte man nun des Geistes Freund sein, so möchte eher noch das getan sein, was man gar nicht für möglich gehalten hätte.. einfach so mal, wies es sich ergab und möglich wurde...

Devino Melchizedek

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I.Kant: Urteil und Urteil

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 18 2016, 00:31

"Ein Urteil ist die Vorstellung der Einheit des Bewusstsein verschiedener Vorstellungen, oder die Vorstellungen des Verhältnisses derselben, sofern sie einen Begriff ausmachen."

- Immanuel Kant -
---
Unser geschätzter Herr Philosoph weiß wie man etwas auf sein Mindestmaß zurechtdreht, um sich nicht über mehr ergehen zu müssen, als Kerngehalt darin enthalten ist.

Ein Urteil kann sowohl das Urteil sein, sich von etwas distanziert zu sehen und eine Art der Spaltung seiner selbst zu versuchen. Ein Urteil kann allerdings auch ein Erkenntnis der Einheit sein, wenn es sich aus der Erklärung der Einheitserfahrung vollzieht.

So kann das Urteil für etwas sprechen, im beurteilen, dann auch nur in Verbindung zur Sache selbst. So kann ein Urteil wider etwas sprechen, in der Beurteilung etwas sei anders als man selbst.

Doch darin liegt ein Widerspruch, wie sollte man über das urteilen können, was anders ist und man darin also nicht ist? Wie will man jedoch auch über etwas Urteilen, worin man ist, als durch das Urteil diesem sich zu nahen und zu einem Anteil seiner eigenen Einheitserfahrung zu machen?

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Dalai Lama: Leid und Leid

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 18 2016, 08:28

"Leid adelt den Menschen. Nur wer Leid erträgt, wird Glück erfahren."

- Dalai Lama -
---
Es gibt Leid in derlei Weise, dass es aus höheren Vorgängen einer Umkehrung entspricht und so in gewisser Weise Seelenvertiert ist. Es dient also als Nebenwirkung einer tieferen Seelenvertiefung und Erfahrung und trägt in der Weise dazu bei, bestimmte (Seelen-)Qualitäten zu entwickeln.

Dann gibt es aber auch Leid, dass aus Maya oder einfach rein selbstverschuldet und niederen Beweggründen entsteht und eine andere Ursache daher trägt. In der Weise fängt die Erfahrung in diesem jeweiligen nichtigen oder niederen an, und endet dort auch schon wieder.

Natürlich kann man hoffen, dass von Oben her noch etwas dazu gegeben oder damit verknüpft wird, aber einen Anspruch darauf hat man ja nicht, vor allem wenn man mehr aufs Niedere fixiert ist oder rumpfuscht.

Denn wieso sollte auch etwas Gutes dem unnötigen dazu beigegeben werden um verramscht zu werden u.ä...

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Seneca: Atmen man den Geist der Welt?

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 19 2016, 13:04

"Man muss nicht darauf sehen, woher die Dinge kommen, sondern wohin sie gehen."

- Seneca -
---
Das einfließen und das ausfließen, auf beides kommt es durchaus an. Denn wie die Bhagavad Gita bereits lehrt, den einströmenden Atem in den ausströmenden fließen zu lassen und so einen Ausgleich herzustellen. Wobei es hier gar nicht direkt auf das äußere Atmen ankommt, sondern auf das, was innerlich damit verbunden ist.

So auch das Geistige, es heißt man atmen den Geist der Welt ein, und dem gemäß ist man darüber damit verbunden. Würde man also den Atem einer anderen Welt atmen, wäre demgemäß auch das was durch einen zirkuliert, was ein und auch das was ausgeht, nun einer anderen Art.

Es ist daher weniger entscheidend, wie man sich selbst dazu (zu irgend etwas) positioniert und wie es sich mitunter auch deswegen für einen dann anfühlt, als nun mehr das, was einströmt und was von einem ausgeht.

Das was eingeht mag das Umfeld sein, das was ausgeht ist das, wie man zur Umwelt selbst beiträgt...

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Buddha: Liebende Güte

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 19 2016, 14:17

"Güte ist durch die Erkenntnis von den Schlacken der Leidenschaft geläuterte Liebe."

- Buddha -
---
Der Gangbare Weg, zwischen Freud und Leid, ist der, der Güte. So gibt man vom Raume den man nicht besser zu nutzen weiß, d.i. den Verzicht auf Leidenschaft, dahin, damit ein nutzvollerer Boden daraus entstehen kann, als der, der zu Leid führt.

Güte ist die Erweisung von Gunst, an der Stelle, wo man es nicht durch Gesetz müsste. Denn auch Liebe ist ohne Gesetzt liebe, und wo liebe herrscht, wird Gesetz und ja sogar Regel überflüssig.

Es ist wohl der anfängliche Schritt zur Einsicht, dass man nicht für sich allein lebt, nicht allein ist, und nicht alles bloß für den eigenen Gebrauch allein und nur eigene Zwecke bestimmt ist...

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Buddha: Rücklauf und Rückfluss

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 20 2016, 10:28

"Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus."

- Buddha -
---
Auch beliebt ist darüber zu Tratschen oder zu Gericht zu sitzen, es zu zerreden, bis die Kraft aufgebracht ist, die sich dafür geeignet hätte, dasjenige innerlich zu lösen und zu bearbeiten.

Das andere ist, wie weit es in den eigenen Kreisen ist. Kann man damit nicht umgehen, d.i. es nicht lösen können, dann sollte man es in den Kreisen lassen, soweit möglich, in welchen es sich bewegt. Denn ein allgemeines Problem, heißt noch nicht das eigene, außer man macht es dazu.

Lösen was man lösen kann, und Finger weg von dem, was man nicht hinbekommt, sofern man es kann. Damit ein kleines Problemlein nicht zu einem Ausgewachsenen wird, irgendwohin kippt und etwas begräbt.

Denn oft, je nachdem wie und womit man vereinnahmt ist, bekommt man den Rücklauf gar nicht erst mit, der sich bildet. Bis man das ein und andere bearbeitet hat und Raum da ist, dass das andere nachfließt. Und dann weiß man bei manchem erst, woran man damit überhaupt ist. Vorher ist man diesem bezüglich auch nicht Urteilsfähig. Ja selbst dann meist erst, wenn es ganz aufgearbeitet ist und es einen kaum bis gar nicht mehr wirklich bekümmert...

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Buddha: Regel, organisation, Prinzip

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 25 2016, 00:56

"In Zeiten, wo die Menschen schlechter werden und die wahre Lehre untergeht, steigt die Zahl der Gesetzesregeln."

- Buddha -
---
Man braucht nicht nur auf die bösen Menschen schimpfen, sondern kann sich selbst zuerst zu einem besseren Menschen erziehen, um selbst zuerst ein Anrecht überhaupt darin zu finden, um über etwas zu reden, worin man nun nicht besser oder doch darum besser wäre. Vielleicht ergibt sich durch eine solche Selbsterziehung auch bereits alles andere wie von selbst?!

Es lässt sich wohl durchaus sagen, je mehr Gesetze und Regeln da sind und vor allem erforderlich werden, desto schlechter mag es im Gemeinsinne bestellt sein. Es kann zwar auch auf eine vielschichte und umfassende Zivilisation deuten, doch sind die höheren Entwicklungsgrade doch meist davon geprägt, dass es nicht mehr, sondern weniger Regeln oder gar Gesetze bedarf.

Ließe sich also eine Gesellschaft mehr von geistigen oder philosophischen Prinzipien leiten, wäre man ein Stück weit davon entfernt bereits abgerückt, dass überhaupt Regeln erforderlich werden.

Dazwischen bedarf es zwar noch des Organisierens, d.h. das anordnen und ausrichten entweder nach Gesetzen und Regeln oder im günstigeren Fall, hin zu Prinzipien, um Gesetze und Regeln hinfällig und überflüssig zu machen.

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Seneca: Ernte

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 26 2016, 13:41

"Auch nach einer schlechten Ernte muss man säen."

- Seneca -
---
Irgendwann kehrt alles zu einem zurück, was man ausgesät hat, und es heißt dann wohl Empfangen, lernen und damit umgehen.

War die Ernte nicht besonders, mag man vielleicht mal nicht mehr oder ist Niedergeschlagen, doch man sät immer aus, d.h. macht man dann nicht nur vielleicht etwas kürzer treten, sondern gar nichts mehr, dann kann da ebenso solches nur daraus erwartet werden.

D.h. also selbst wenn es mal schwerer sein mag, sollte man doch schauen, dass man noch etwas brauchbares aussät. Denn leichter wird's dann auch nicht mit dem, was daraus würde.

Auch kann man nicht etwas aussäen und etwas anderes daraus erwarten, z.B. Mais aussäen und erwarten dass Getreide daraus werde. Ebenso wie wenn man nicht warten möchte, bis alles seine Umrundung gemacht hat und wiederkehrt, dann wird das, was man sogleich erwartet, ja nicht das sein können, was gesät wurde.

Alles also zu seiner Zeit, und nur "was du willst das werde, bringe in die Erde".. und dann nicht versäumen die Ernte auch einzufahren, welcher Art auch immer nun diese sei...

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Konfuzius: Im Moralischen Sinne ansprechbar

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Nov 29 2016, 10:02

"Der Edle schämt sich, wenn seine Worte seine Taten übertreffen."

- Konfuzius -
---
Ohne von sich aus darauf zu achten im Moralischen Sinne ansprechbar zu sein, ist man für allerlei Umgang und Gemeinsinn eher untauglich und ungeeignet.

Das meint nicht irgendwelche überzogenen idealistischen Wunschvorstellungen, die bestenfalls nur theoretisch besungen, aber weder wirklich praxisnah noch praxistauglich sind. Denn alle Moralische Ambition ohne praktischen Bezug, d.h. in einem technischen Sinne die gegebenen Verhältnisse tatsächlich einbeziehend, heißen oft auch nur Selbstgefälligkeit.

Denn es geht letztlich mit dem Moralischen darum dasjenige zur Reife zu bringen, was eine Grundlage bildet, worauf die Seele erst ihre Arbeit beginnen kann und worin ein Übereinkommen mit etwas anderem, tatsächlich bestehendem (ohne lediglich Subebenen zu gebrauchen) erst möglich wird.

Alles andere gleicht Worten gleich, die durch keinerlei Taten gestützt sind. Doch zählen Taten weit mehr als Worte noch. Das Wort wird selbst nur dann zur Tat, wenn es mit einer Tat ein Übereinkommen bildet. Denn besser noch als Worte sind, oder selbst betende Lippen, wie Sai Baba sagte, sind Hände die gutes tuen.

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Zitate Dezember - wie im Flug...

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 01 2016, 10:04

"Die Grenzen der Seele wirst du nicht finden, auch wenn du alle Wege durchwanderst. So tiefen Grund hat sie."

- Heraklit -
---
Ob Anfang, Mitte oder Ende,
die Seele kennt gar keine Wände.
Sie geht hinein und wieder hinaus,
und ist aus allem ganz fein raus.

So bleibt das Schlechte dort zurück,
woraus das Gerechte wird entrückt,
mittels Synthese geht's empor,
aus dem wo steckte es zuvor.

Wir sind nicht hier um zu verbleiben,
worin der Wandel führt sein treiben,
verlieren wir uns und finden uns so immer wieder,
bis ganz glänzend und rein ist unser Gefieder.

Auf Schwingen und Flügeln der Zeit, so wird geeilt,
bis alles für die Ewigkeit nur ist gereift.

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Dalai Lama: Die Liebe und das Mitgefühl

Beitrag  Devino Melchizedek am So Dez 04 2016, 13:44

"Die Liebe und das Mitgefühl sind die Grundlagen für den Weltfrieden - auf allen Ebenen."

- Dalai Lama -
---
Weltfrieden kann es nur geben, wenn jeder für sich seinen Frieden gefunden und mit sich geschlossen hat. Ganz so, wenn jeder mehr hilft, als schadet, oder mehr alles in Ordnung bringt, als Unordnung zu schaffen, es ja dann nur eine Frage der Zeit sein kann, bis alles sich angeglichen und ausgeglichen hat.

Ebenso wie umfassendere Liebe, kann auch ein umfassendes Verständnis, Einsicht und Erkenntnis dazu führen, dass Frieden und ausgleichende Gerechtigkeit vorherrschend sind. Denn weitreichend genug, ist es die göttliche Weisheit (Theosophie), die alles einbezieht und daher nur eine andere, vielleicht auch schwerer zu erreichende Tatsache ist, worin die Gleichheit allen Seins erkannt und angenommen wird.

Denn im letzteren Falle wird diese erst erkannt, dann angenommen, zur Erkenntnis führt der Weg vieler Ausgleiche von Kräften, die mit jeder hinzukommenden Erkenntnis zu bemeistern sind. Im ersteren Falle, der Liebe, wird vieles auch einfach vorausgesetzt und angenommen, jedoch kann auch eine gewisse Verblendung damit einhergehen. Im Falle der Erkenntnis jedoch sind es die Schattenseiten (Schlangen), die es vermehrt zu überwinden gibt, und vielleicht auch die eine oder andere Illusion, derer man dann unterliegt.

Mit der Liebe sucht man den direkten Weg, muss sich aber in Vielerlei überwinden, im Falle der Einsicht und Erkenntnis ist es der Weg, erst alles zu umkreisen, bis man den Weg erkannt hat. Beides hat seine Herausforderungen und letztlich führen beide zum selben Ziele hin...

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Konfuzius: Was habe ich eigentlich davon?

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 07 2016, 09:59

"Der Blick auf die kleinen Vorteile macht große Leistungen unmöglich."

- Konfuzius -
---
Das ist oft genau das Dilemma letztlich, an welchem jedes größere Unterfangen häufiger mal scheitert. Sobald die Frage auftaucht oder sich auch nur unterbewusst stellt, "was habe ich eigentlich davon"?

Es gibt aktuell Untersuchungen oder Studien, wo man kleine Kinder, mit an die knapp 2 Jahren und auch Primaten (Affen), mittels kleiner Tests hinsichtlich uneigennütziger Hilfsbereitschaft untersucht, d.h. in kleinen Hilfeleistungen, ohne dass sie einen Vorteil daraus für sich haben. Es geht dabei z.B. darum, ob sie einem irgend eine Tür aufmachen, wenn einer mit beiden Händen etwas trägt und versucht offensichtlich hindurch zu gelangen. Oder ob sie bereit sind einem etwas hinzureichen, wo man nicht heran kommt. Sofern es für die jeweiligen klar war, worum es geht oder worauf es ankommt, wurde ungeachtet irgend eines eigenen Vorteils natürlicherweise auch geholfen, wie die Studie ergab.

Dass jedoch ist oft die Schwierigkeit eines jeden größeren Unterfangens, wenn man nur zur Unterstützung aufgrund irgend eines eigenen Vorteils bereit bloß wäre. Selbst zumindest die anfängliche geistige Entwicklung basiert oft auf mehr selbstsüchtigen Beweggründen, sich nämlich allem voran selbst weiter zu entwickeln, erst nach und nach kommt dann mehr Selbstlosigkeit zu Tage, meist auch durch das, was man an sich Krise und Scheitern nennt.

Erst bei den Eingeweihten höheren Grades ist dies dadurch gehoben, dass sie sich selbst immer als das größere Ganze erkennen und erfahren, oft gar nicht mehr anders können, so dass ihr Vorteil zugleich der des Gesamten zumeist ist. Bei kleineren Eingeweihten oder Uneingeweihten ist es jedoch dieses Bestreben zunächst zu erreichen, ohne eigenen Vorteil zur Tätigkeit sich erst selbst zu berufen. Was zugleich die Hürde ist, als auch letztlich zum Fortschritt erst wird. Woran letztlich sogar die Entwicklung der gesamten Menschheit und der Fortschritt liegt.

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F.Ammon: Von Mensch zu Mensch

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 08 2016, 10:02

"Wir sollten nicht nach Feinden suchen, sondern nach Mitmenschen."

- Fred Ammon -
---
Man sieht nicht Feinde in anderen, oder das Böse in irgend einer Form, sondern zunächst und soweit wie möglich ist, Mitmenschen. Ganz unabhängig was sich noch an Schichten wo finden. Es ist die zugrunde liegende Absicht und das, was man dem Nächsten im Umgang mit sich anbietet.

Sieht man einen Mitmenschen zunächst im Anderen, dann bietet man ihm so auch an, von Mensch zu Mensch mit einem umzugehen. Ein Beispiel wäre z.B., Angst zu projizieren, dass man von anderen verprügelt würde. Geschieht es dann tatsächlich, und es lag lediglich an der zugrunde liegenden Absicht und wäre ohnedem nicht passiert, unabhängig dessen was von einem selber ausging, dann würde womöglich in der Weise nur der jeweilige Wunsch erfüllt.

Also unabhängig dessen, was noch alles sich überlappen und vorhanden sein mag, man bietet zunächst den Rahmen und Raum der Menschlichkeit an. Wenn dieser Rahmen dann unabhängig dessen, was man einbringt, übertreten wird, dann ist es zunächst die Verantwortung dessen, der diesen Rahmen von sich aus übertritt und was er dann daher einbringt. Auf die Lauterkeit der Absicht achten, das ist die Ursache jedenfalls von vielem und auch ein gewisser Rahmen von Möglichkeiten. Wenn man anderen also etwas durch die eigene Absicht aufnötigt, ohne dass sie es überhaupt wollen, dann ist es zunächst wohl auch die eigene Verantwortung.

Nicht das Böse ist grundsätzlich oder das überwiegende Problem in der Welt, sondern Unwissenheit wie es Meister D.K. sagt...

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Dalai Lama: Ein glückliches Leben

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 10 2016, 12:44

"Der Schlüssel dazu, sich eines glücklichen und erfüllten Lebens erfreuen zu können, ist der Bewusstseinszustand. Das ist das Wesentliche."

- Dalai Lama -
---
Zwar ist es nicht allein nur dieses, jedoch ist es wie das Fenster zur Welt die uns umgibt. Man nimmt nur so viel auf und wahr, wie es in irgend einer Kohäsion zu dem steht, was bereits besteht.

Jemand der um sein überleben bangt, in welcher Hinsicht auch immer, wird kaum einen Sinn haben für die schönen Dinge im Leben, oder sich höherer geistiger Entwicklung zuwenden können zugleich (vielleicht noch auf höherer Seelenebene, soweit die Ressourcen dazu reichen).

Auf der anderen Seite, wie die Stoiker oder auch A.Schopenhauer oder auch die Bhagavad Gita lehrt, sind es doch nur wenige der Dinge die man braucht um glücklich zu sein. Es hängt auch in der Hinsicht vom Bewusstseinszustand ab, wie weit einem die zusätzlichen Güter nur die Ruhe rauben oder tatsächlich ein Zugewinn sind.

Und man kann nur in der Weise etwas würdigen oder anerkennen, wie man dazu auch wirklich in der Lage ist (ohne das es in Fanatismus oder Verblendung gipfelt, ohne wirkliche Substanzialität dahinter, wenn man daraus erwachte).

Würdigung und Anerkennung ist angesagt, soweit es einem verstatet ist, und in der Weise würdigt man dieses alles in sich selbst dann auch, und führt dann eher ein glücklicheres Leben vermittelst eines gesünderen Bewusstseinszustandes.

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Heraklit: Bildung die zweite Sonne

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Dez 14 2016, 08:12

"Für die Gebildeten ist die Bildung die zweite Sonne."

- Heraklit -
---
Es heißt vom höheren Selbst auch, dieses sei strahlender als die Sonne. Nun kann man ebenso annehmen, dass das Erscheinende, also sichtbare, ja nicht das ganze Strahlen ist, sondern für gewöhnlich nur der Glanz dessen, was dieses hervorrief.

So gibt es natürlich einen Übergang, von dem einen zum anderen, denn es kann ja nichts da sein, vom fassbaren, ohne das unfassbare Geistige, also ein Wesen, welches dieses hervorrief, was dann zum fassbaren wurde.

Daher ist die Bildung eine Art von Übergangsglied. Denn vieles, was sich einem gebildeten Geiste erschließen mag, ist dem ungebildeten gänzlich fern und ohne Zugang. In der Weise wird Bildung zu einer Sonne, die etwas zu erhellen vermag.

Und doch ist es alle Bildung auch nur ein Abglanz von dem Wissen, welches auf der geist'gen Ebene von allem existiert. Denn dort, woraus etwas gebildet wird, muss mehr Einsicht stets sein, als das, was dann als Abbild fassbar wird.

Und so nimmt jeder zu seiner Sonne Zuflucht, welcher Art auch immer und was auch immer nun diese ist. Nicht wenig davon bildet zunächst die Annahme, welcher Art auch diese nun immer sei, dann die Bildung und dann das letztendliche Wissen.

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Konfuzius: Neun Dinge sind es, für den Edlen...

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 16 2016, 01:35

"Neun Dinge sind es, auf die der Edle sorgsam achtet:
Beim Sehen achtet er auf Klarheit,
beim Hören auf Deutlichkeit,
in seiner Miene auf Freundlichkeit,
im Benehmen achtet er auf Höflichkeit,
im Reden auf Ehrlichkeit,
im Handeln auf Gewissenhaftigkeit.
Wenn ihm Zweifel kommen, fragt er andere.
Ist er im Zorn, bedenkt er die Folgen.
Angesichts eines persönlichen Vorteils fragt er sich,
ob er auch ein Anrecht darauf hat."


- Konfuzius -
---
Ja, ehe man nur irgendwelchen Vorlieben folgt, und alles darnach anordnet, kann man ebenso gut auch darnach trachten, alles nach seiner vorzüglichsten Art und Weise zu gebrauchen. Wie es auch in der Aristotelischen Topik Erwähnung findet, oder auch bei den Stoikern.

Doch ist das Idealisieren auch nur eine mögliche Art nach der man vorgehen kann. Und zu Beginn in vielem auch eine erstrebenswerte Weise. Dennoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass man der Natur der Dinge entsprechend damit umgeht, ohne etwas für ein Ideal zu brechen, was der Beschaffenheit der Dinge überhaupt nicht entspricht oder sich dafür eignet.

Denn später trachtet man darnach alles einem höheren Zweck zu unterstellen und einem größeren Zusammenhang unterzuordnen, so dass das Ideal selbst dann darin untergeht und nicht mehr die Hauptausrichtung sein wird. Was auch der Richtung synthetischer Gruppendynamik im neuen Zeitalter entspricht, stets mehr dem größeren Zusammenhang nach zu gehen.

Und irgendwann geht fast alles davon ohnehin mehr in die Instinkte und sinkt ins Unterbewusstsein. Und je besser es vorgepflegt wurde, desto weniger Aufmerksamkeit wird es dann in unerwünschter Weise noch erregen. Doch nicht verkehrt ist es, stets zum Edlen hin zu streben...

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Konfuzius: Über Nacht eine bessere Welt

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Dez 19 2016, 15:40

"Der Edle ist ruhig und gelassen, der Gemeine ist immer in Sorgen und Aufregung."

- Konfuzius -
---
Es ist wohl wie die Bhagavad Gita lehrt, die Unterteilung sinnvoll, nach Tugendhaftigkeit, Unbeherrschtheit und Leidenschaft, sowie nach Trägheit und Finsternis. Nicht nur sollte irgendwelche Tugend bewundert werden, sondern man sähe lieber zu, dass man seine eigenen Hände und Füße gebraucht, um selber die eine oder andere Tugend zu entwickeln.

Allein schon zwischen Wochenende und Werktagen ist kollektiv ein deutlicher Unterschied auszumachen. Selbst wenn man den einen Tag wie den anderen Frei hätte und zu gestalten sucht, so wird es deutlich schleppender am Wochenende meist vor sich gehen, als selbiges an einem Werktag zu verrichten.

Wäre dieses einmal jedem wahrnehmbar, würde vieles wohl überdacht werden. Denn an und für sich teilt man eine Gesamtmenschheitliche Erfahrung. D.h. alles, auch Übermäßigkeiten aller Art, Sentimentalität, oder im Gegenzug eine werktätige Stimmung usw. sind EIN gesamtheitlicher Meilenstein auf dem Weg.

Wenn viele nur Feiern wollten, so wäre es für alle andern die nicht selbigen Sinnes wären, alles weit schwieriger und schleppender zu bewerkstelligen. Würde Einsicht in dieses bestehen, und jeder auch nur die Verantwortung für seinen Anteil vollends übernehmen, dann hätten wir eine bessere Welt. Dies könnte auf einen Schlag gehen, wenn ein gewisses Bewusstsein oder eine gewisse Erkenntnis bei allen gezündet wäre. Dann wäre es für alle vieles leichter, wäre mehr Grund zur Freude da und viele Schwierigkeiten könnten quasi über Nacht ausgemerzt werden.

Denn auf der einen Seite ist die Welt (vom Standpunkt des Gattungswesens) nicht böse, schlecht und ungerecht, es ist genau das, was von der Mehrheit gewollt, mittelbar oder unmittelbar forciert und angestrebt oder erwirkt wird. Und es spielt schon dahingehend keine Rolle, wer kurzfristig den kürzeren zieht, langfristig ziehen nämlich alle den kürzeren (auf die Gesamtentwicklung, das gesamtheitliche Bewusstsein und die gesamtheitlichen Möglichkeiten hin bezogen)!

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Heraklit: Alles ist für sich was eigenes

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Dez 20 2016, 12:57

"Die schönste Harmonie entsteht durch Zusammenbringen der Gegensätze."

- Heraklit -
---
Nur im ausgeglichenen Gegensatze und Gemüte lässt sichs gänzlich davon lösen oder sich die Fülle des Gesamten finden, die mehr ist, als jedes Fragment, wie schön es auch sei, zu dem man Neigung empfände.

Es ist oft das meinen, wie etwas zu sein hätte, ohne es in Gänze zu erfassen, worin man sich im Wege steht, es auch tatsächlich erkennen zu können. Und nicht so sehr, es nicht zu können, wenn man wollte und sich ernsthaft darum mühte. Nur ist es dann auch nicht so wie man es wollte, sondern dann so, wie es für sich selbst ist.

Da nahezu nichts so ist, wie wir es meinen, sonst wäre es kein meinen mehr, ist es nur zum eigenen Vorzuge, allem einzuräumen, dass es doch etwas anders sein könne und etwas eigenes auch für sich enthalten, was sich einem nie gänzlich erschließen mag. Denn man ist ja nicht ein einzel Ding, und kann sich daher nicht in Gänze als ein solches erfahren (was ja auch nicht sein braucht).

So ist alles für sich etwas eigenes, und für das Gemeinsame, meist nochmal etwas anderes, sobald es von Gegensätzen befreit wurde.

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C.G.Jung: Ein Beispiel

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Dez 22 2016, 13:55

"Exempla docent - das Beispiel ist der beste Lehrmeister!"

- Carl Gustav Jung -
---
Ohne ein vorgelebtes Beispiel (im Sinne des Vorbildes und zur umfassenden Anschauung), ist vieles bloß der theoretische gebrauch.

Ein Beispiel zeigt einen Ausdruck des Möglichen.

Das Beispiel ist die beste Lehrvorlage, denn sie enthält alles was zum Zusammenhang selbst gehört, als es lediglich durch andere Anschauungen auch nur möglich wäre.

So sei man lieber ein Beispiel selbst allem voran, und vieles andere entfällt von selbst sodann.

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P.Coelho: Der Alchimist

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 23 2016, 13:59

"Denn alle Menschen haben immer genaue Vorstellungen davon, wie wir unser Leben am besten zu leben haben. Doch nie wissen sie selber, wie sie ihr eigenes Leben am besten anpacken sollen." (Der Alchimist)

- Paulo Coelho -
---
Wie etwas ausschaut und was davon und daran das bessere wäre ist ja eine Sache, eine andere, was davon auch umsetzbar ist. Dieses können wir wohl nur für uns selber hinreichend beantworten.

Zwar kann man vom allgemein Menschlichen Standpunkt ausgehen und davon ableiten, was allgemein möglich wäre, doch immer noch nicht so genau voraussetzen, was einem bestimmten Menschen wirklich zumutbar oder für ihn umsetzbar ist, unter den Gegebenheiten unter welchen er sich vorfindet.

Nicht Themen die allgemein schwierig sind (außer man vermag wirklich dazu beizutragen dass etwas besser wird und hinterher besser da steht als vordem) oder jemand anderem besonders unangenehm sind, sondern die, die einem selber unangenehm sind, damit kommt man bei sich eher weiter und dem, was für einen selber zum besseren führt und wird.

Grundsätzlich kann und sollte jeder machen was er für richtig hält, allerdings gilt es nicht in jeder Hinsicht, dann nicht, wenn man z.B. einen Kontext betritt, der andere, viele, oder ziemlich alle betrifft. Wenn man dann noch den Wunsch hat, tuen und lassen zu wollen was einem beliebt, dann halte man sich aus umfassenderen Kontexten raus, damit es hinterher nicht schlimmer darum steht, als vordem...

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I.Kant: Lachen

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 24 2016, 14:29

"Lachen: ein Affekt aus der plötzlichen Verwandlung einer gespannten Erwartung in nichts."

- Immanuel Kant -
---
So trocken ausgedrückt, dass es fast schon selbst wiederum witzig ist.

Wir lachen oft eigentlich über nichts, es reicht nur eine einfache leicht absurde Vorstellung von etwas, und nichts, was uns daran hinderte zu lachen.

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Sokrates: Weitersagen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Dez 30 2016, 08:09

"Wenn du etwas weitersagen willst, so seihe es zuvor durch drei Siebe:
Das Erste lässt nur das Wahre hindurch,
das Zweite lässt nur das Gute hindurch,
und das Dritte lässt nur das Notwendigste hindurch.
Was durch alle drei Siebe hindurchging, das magst du weitersagen."


- Sokrates -
---
Ohnehin ist meine Annahme die, auch unter dem Aspekt, dass Unwissenheit und nicht das Böse das Problem in der Welt ist, so würde alles Unnötige weggelassen, dass nicht der Verbesserung dienen kann, so wäre die Welt bereits ein besserer Ort für alle.

Das was zutreffend und übereinstimmend ist (mit dem Umfassenderen), das was vorzüglich allgemeinhin ist, und das, was sinnvoll erforderlich oder brauchbar ist, wird im wesentlichen dazu beitragen können, dass die Welt hiernach zumindest kein schlechterer Ort wird, als ohnedem.

Die Schwierigkeiten ist nur, wie kommt man ohne das aus, was diesem nicht entspricht, wie lässt man davon, und wie wird man das zunächst los, was bereits aufgetreten und vorhanden ist, sich nach diesen Kriterien aber nicht verwenden oder verwerten lässt?

Zuerst einmal, in dem man es nicht weitersagt, weiterträgt und weiterausdehnt. Auch wenn es hieße, in dem Falle zurückzustehen und den Kürzeren davon tragen, sofern etwas auftreten sollte, was nicht Wert ist, vermehrt zu werden. Schön ist anders, mag man dann wohl sagen, nurmal ist aber auch nicht alles schön, obwohl es mehrheitlich sein könnte. Nur kommt von nichts nichts, und von etwas etwas, und von etwas Gutem, da kommt das Gute her.. und jeder das und wie er kann...

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J.Krishnamurti: Alleinsein

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 31 2016, 11:23

"Alleinsein kann es erst geben, wenn die Einsamkeit aufgehört hat."

- Jiddu Krishnamurti -
---
Wie wahr wie wahr, denn wenn es an einem nagen sollte, dass sobald man einen Moment mal allein ist, auch zugleich sich schon Einsam fühlte, dann ist man innerlich noch angehaftet und in dem Sinne auch nicht allein oder nicht so ganz bei sich selbst.

Und so widersprüchlich es auch klingen mag, aber ohne AllEinSein zu können, kann man eigentlich nicht mit anderen sein, ohne diverse Abhängigkeiten o.ä., so dass man mehr aufeinander hängt, als miteinander zu sein.

Ist man mit sich im reinen und auch mehr bei sich selbst, dann kann es einen nicht wirklich stören auch zeitweilen allein zu sein. Dann ist man auch mit anderen leicht im reinen. Wobei es vielleicht dann etwas anders ist, dass jeder quasi auch seinen Anteil beitragen muss, um dann wieder zusammenzukommen, aber ganz ohne karmische Bande die ihr Schicksal dann mitgestalten und stricken.

Klar mag es heutzutage noch so sein, dass die Bedingungen für einen angenehmen und freien Umgang, ohne irgendwelche Verstrickungen und daraus resultierenden Bindungen und teils unnötiger Verbindlichkeiten noch eher aufwendig zu pflegen sind; daher auch kollektivseitig mal was reingepresst wird, was dieses mit noch erschwert, dennoch ist nur dieses dann mehr ein Umgang direkt von Mensch zu Mensch und von Seele zu Seele und daher das würdigste seiner Art dann.

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Heraklit: Das Menschsein dem Menschen

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 31 2016, 11:29

Den Menschen ist allen zuteil geworden, sich selbst zu erkennen und gesund zu leben.

- Heraklit -
---
Als Gattungswesen ist einem jeden Menschen etwas zuteil geworden, was ihn mehr mit allen anderen verbindet, in seiner Gleichheit, als es denn trennt.

Auch ist das Grundgerüst und die Möglichkeiten im wesentlichen und mehrheitlich, von besonderen Gegebenheiten abgesehen, ähnlicher Natur.

Nur wie und wozu es wer in welcher Weise gebraucht, zeigt sich dann aus den Früchten, die daraus hervorgehen.

Es spricht also nichts dagegen, dass nahezu jedem es möglich ist, sich selbst zu erkennen und gesund leben zu können, wenn man es so möchte. Es spricht jedenfalls mehr dafür, als dagegen, so lange wie man bei dem dafür, verweilt.

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M.Aurel: Folge den Bewegungen eigener Seele

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Dez 31 2016, 11:35

"Diejenigen, die nicht mit Aufmerksamkeit den Bewegungen ihrer eigenen Seele folgen, geraten notwendig ins Unglück."

- Mark Aurel -
---
Alles was nicht bei einem selbst beginnt, endet auch nicht bei einem selbst.

Folglich kann man nicht anderwärts größeres Glück erreichen, wo es einen nicht erreichen kann.

Glücklich nur, wenn es anderwärts dann zur Gunst gereicht.

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Zitate Januar 2017

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 01 2017, 11:48

"Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne."

- Friedrich Schiller -
---
Tja, so mag es wohl oft sein, dass da wo etwas nur aufgeführt wird, es doch weit ehrlicher ist (vor allem auch mit sich selbst, weil man ja weiß, warum und wofür), als dort, wo man es im Leben zwar annimmt, aber doch vergisst, dass gerade dies, das größere Schauspiel ist.

Manches könnte man dabei ernsthafter nehmen, manches sollte man sogar aufgrund der Würde der Dinge selbst, manches aber auch weniger. Wenn man sich darin verliert, dann wird man davon regiert, oder einem auch etwas diktiert, doch nur weil man herum darin irrt. Denn weiß man was man will, und hat eine Willensformulierung aufgestellt, dann wird dies kennzeichnend sein für eine größere Selbstbestimmtheit.

Denn verlassen tuen wir alle die Bühne, wie es Benjamin Creme (Share International) nun inzwischen getan hat. Er hat sein Werk vollendet, soweit wie es ihm möglich war. Manche sind da noch mitten drin, und manche gänzlich am Beginn, und manche haben noch gar nicht damit angefangen. Aber drum heißt es auch, "alles zu seiner Zeit"...

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H.Erhardt: Auf den Arm nehmen

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 02 2017, 11:16

Wer sich selbst auf den Arm nimmt, erspart anderen die Arbeit.

- Heinz Erhardt -
---
Wer sich selbst zu ernst und wichtig nimmt, steht sich meist selber unnötig im Weg.

Hinreichend Witz und Humor bekommt dabei jedes (meist emotionale) Schwergewicht gestemmt. Und dennoch kann man sich und anderen die Arbeit auch erleichtern.

Denn leichter geht alles leichter...

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C.G.Jung: Buschseele und Potenzial

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Jan 03 2017, 16:22

"Wir haben keine Buschseele mehr, die uns mit einem wilden Tier identifiziert. Unsere direkte Kommunikation mit der Natur ist zusammen mit der damit verbundenen beträchtlichen emotionalen Energie im Unbewussten versunken."

- Carl Gustav Jung -
---
Und dennoch ist der Mensch nicht notwendig besser dabei in vieler Hinsicht. Nur weil man mehr Möglichkeiten zur Verfügung hat, heißt es nicht, dass man aufgrund dessen ein besserer Mensch ist oder wird.

Umgekehrt, je mehr Möglichkeiten, desto zügelloser kann man einem Verlangen verfallen oder sonst irgend einem Wahn verfallen. Es braucht umso mehr Anstrengung und gesitteten Willen, um dann auch mit allem, was hinzu kommt, fertig zu werden oder angemessen umgehen zu können.

Daher ist der Mensch zunächst gar nicht besser als ein Tier und eher schwieriger noch zu zähmen, zu bändigen und sich selbst darin, sich einem gesitteten Willen zu unterstellen. Bis dahin hat jeder Mensch wohl das Potenzial schlimmer als ein Tier zu sein, allerdings auch das, einer Seele sich zu gleichen.

Dennoch ist es nicht immer leicht, wenn man mit dem ein oder anderen Extrem konfrontiert wird, bestrebt zu sein, dass Positive und das Potenzial mehr in allem zu sehen, um sich so nicht selbst irgend einem Extrem anzugleichen.

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A.Schweitzer: Hohe Grundsätze

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Jan 06 2017, 09:50

"Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer acht lässt."

- Albert Schweitzer -
---
In einem der ShareInternational-Hefte aus 2016 war ein Auszug von Benji enthalten, worin er beklagte, dass es viele gäbe, die meinen einen großen Beitrag zu leisten, in dem sie auch grundsätzlich mitmachen und dabei sind, wenn irgend eine Veranstaltung gemacht wird, und so als wären sie an allem beteiligt, doch in Wahrheit sind sie nur dabei. Von ihnen selber kommt nichts, was nennenswert beitrüge, wenn auch meist zumindest kein Nachteil oder Schaden entsteht.

Es ist oft auch mit Verblendung verbunden, und gerade dem Punkt, dass man nicht unterscheidet, was von einem wirklich ausgeht, denn dieses ist nicht direkt wahrnehmbar, man nimmt vor allem das zunächst nur war, was bei einem eingeht.

Hier besteht aber immer der Unterschied zu dem, ob man bei sich selbst nun ist oder nicht. Denn man erfährt das, wo man hineingegangen ist, heißt aber nicht, dass man es wirklich selbst ist, oder es einen Seelenbezug überhaupt hat. Denn es gibt wohl nicht wenig Menschen die sich selbst als Seele überhaupt noch nicht kennen oder keinen wirklich Bezug hergestellt haben und auch keine wirkliche Seelenerfahrung kennen lernen durften. Dies bedeutet schlichtweg, dass sie lediglich in Kollektiven Kreisen verkehren und verstrickt oder allgemeiner gesagt, darin eingebettet sind.

Ebenso ist es mit sehr hohen Grundsätzen. Davon kann man reichlich mit sich führen, doch bringt es nichts, wenn man sie lediglich in der Einbildung erfüllte, ohne praktischen Bezug. Ohnehin sind viele Ideale überhaupt nicht praktisch umsetzbar, sondern lediglich geeignet, ein Potenzial des ansatzweise möglichen aufzuzeigen.

Lieber ist ein kurzer gegangener Weg, als lediglich ein geträumter Weg oder Wunschgebilde...

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J.Paul: Sprachkürze gibt Denkweite

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 07 2017, 13:52

"Sprachkürze gibt Denkweite."

- Jean Paul -
---
Etwas was Raum braucht, ist nicht notwendig ein Zugewinn, denn ebenso kann man viel Reden um nichts.

Doch sich Zeit nehmen um sich oder etwas gründlich vorzubereiten, ist meist nicht vergebens, sondern bereits ein wesentlicher Teil zum Erfolg dessen.

Nicht alles muss man tuen was man könnte, nicht alles sollte man lassen was man kann. Die Mitte ist gesamtheitlich meist besser als jedes Extrem.

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Sokrates: Mit im Gepäck...

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Jan 09 2017, 09:43

Was wunderst du dich, dass deine Reisen dir nichts nützen, da du dich selbst mit herumschleppst?

- Sokrates -
---
Das Innere außer acht lassen geht im Prinzip nicht, denn früher oder später holt einen alles ein, wohin auch immer man geeilt war.

Es nutzt auch nichts, nur auf ein äußeren Ergebnis hin zu wirken, ohne auf alles andere zu achten, was man mit sich führte.

Zu welchem Ziel will man nun auch gelangen, ohne das man sich selbst dabei mit genommen hat?

Andererseits und worauf das Zitat mit abzielen dürfte, sollte man sich nicht überall reindrängen (im Sinne von, sich in den Vordergrund zu drängen), auf dass man nicht über sich selbst stets stolpere.

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Heraklit: Seines Schicksals Schmied

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Jan 11 2017, 09:50

"Der Charakter des Menschen ist sein Schicksal."

- Heraklit -
---
Ein jeder kann nur sich selbst ereilen. Und ein jeder kann nur sich selbst antreffen.

Gerade so wie er sich bereitet hat und wozu er in der Lage und bereit ist, dieses einbezogen.

Man kann und wird sich auf lange Sicht nicht ausweichen können, man kann nur die Weichen stellen, um sich früher oder später erst selbst anzutreffen.

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Dalai Lama: Ein jeder Tag

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Jan 12 2017, 10:03

"Verpflichten wir uns der Anerkennung des so überaus kostbaren Charakters jedes einzelnen Tages."

- Dalai Lama -
---
Ein jeder Tag bietet uns im Grunde genommen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, welche uns einfach nur geschenkt werden. Ob Morgends, Abends oder Mittags, jeder Tag stellt uns allerlei Möglichkeiten bereit. Man könnte also jeden Tag wie erleuchtet durch diesen gehen, oder nur sich von allerlei mitschleifen lassen oder selbst nur Anteil haben, aber keinen Teil beitragen.

Dabei stellt sich nicht die Frage, was andere um einen herum tuen oder getan haben, damit das werde, was ist, wenngleich man bis zu einem gewissen Grade ja weder getrennt noch ausgenommen bleibt. Dennoch stellt sich die Frage, was ist denn wirklich mein eigener Beitrag zu dem Ganzen?

Denn das, was bereits da ist, ist ja nicht eigenes Werk, sondern das, was bereits von anderen hervorgebracht wurde. Selbst ist man gefragt, zu seiner Zeit dann seinen eigenen Anteil einzubringen und beizutragen. Nicht in dem man sich selber nur bedient, sondern in dem man zum Gesamten etwas hinzutut, statt etwas für sich bloß daraus zu ziehen.

Obwohl man ja bereits hinreichend beschenkt wurde, durch alles, was da ist, denn nahezu nichts von dem was man anfasst, besteht von selbst, ohne dass irgend eine Art von Wesen oder Wesenheit dazu beigetragen hatte. Also sind wir in der Pflicht, auch selbst etwas beizutragen und allem, was immer man auch nur anfasst, die gebührende Ehre zu erweisen, wie es diesem an Ehre gebührt. Statt es für selbstverständlich anzusehen, dass es für einen da ist, als ob es nur dafür da wäre, um eigenem Belieben bloß hinreichend zu schmeicheln u.dgl.m...

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I.Kant: Grundsatz und Maxime

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 14 2017, 04:56

"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."

- Immanuel Kant -
---
Anfangen tut wohl alles mit dem viel schlichteren Grundsatz, der im wesentlichen nicht schwer ist, wenn man ihn den einhalten wollte: "Höre auf anderen zu schaden, bevor du auch nur meinst irgend einem helfen zu können."

Der nächste Schritt wäre: "Was ist mit meinen Handlungen, wenn jeder diesem nachfolgte, wäre die Welt dadurch ein besserer Ort? Oder könnte sie auf dieser Basis überhaupt noch existieren?"

Dann käme man zum nächsten Schritt: "Handle nach deinen dir gegebenen Möglichkeiten, ohne etwas zu wollen, was du nicht halten kannst, und ohne zu vernachlässigen, was dir ohne weiteres möglich wäre!"

Alles in Summe ergäbe dann in etwa die Maxime von Kant. Natürlich fängt alles irgendwo damit an, dass das, was gesagt wird, auch das ist, was gemeint wird. Das mindeste ist irgend eine Art von Unterscheidungskraft. Ohnedem lebte man notgedrungen in der Steinzeit.

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W.Churchill: Realität lässt Grüßen

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 21 2017, 11:10

"Man kann sich immer darauf verlassen, dass die Amerikaner das Richtige tun, nachdem sie alles andere ausprobiert haben."

- Winston Churchill -
---
Wenn einer ein Amt antritt, dann bekommt er die Anschlüsse gestellt, um die Verantwortung für das übernehmen zu können, was ihm sein Amt zuweist. Ist derjenige hinreichend befähigt, wird er diese erkennen und eine Art Verantwortungsbewusstsein diesem gegenüber leitet ihn fortan.

Ist der Kandidat ungeeignet, dann wird er kein Gewahrsein der Dinge an sich entwickeln und fortan Verblendet oder bloß durch Einbildung geleitet, zum schaden aller herrschen.

An sich geht auch schon aus der Bibel hervor, dass das Anglo-Amerikanische Reich das letzte Großreich sein würde, bevor das neue System der Dinge hervortreten wird. Also ist vieles vielleicht genau richtig so, wenngleich es zunächst nach ungünstigen Bedingungen ausschaut.

Es ist vergleichbar mit einem Reiter, der weder anhalten noch von seinem hohen Ross steigen möchte. Da auch ein Pferd nicht unbegrenzt laufen kann, wird es irgendwann anhalten müssen. Es kann dann passieren, dass es auch etwas abrupt endet, wenn der Reiter die Situation nicht recht einschätzt, so wird er zuerst mit anderen Körperregionen anstelle seiner Beine den Kontakt mehr oder weniger sanft mit der Erde finden.

So ist es auch mit Amerika, wenn es sich für das Größte hält, dabei aber weit in der Entwicklung anderer Nationen zurücksteht in sämtlichen anderen Bereichen, und auf kosten vieler oder aller anderen, bloß das eigene National-Gefühl befördern möchte, wird diesem irgendwann der Bezug der Dinge um die Ohren wehen. Da die Welt eine einige ist, kann man nicht auf Kosten aller und der Umweltbedingungen die vorherrschen, sich bloß darauf fixieren, ein besseres Gefühl aus allem zu erhalten, auch wenn alles andere Schaden daran nähme. So wird auch da die Realität irgendwann zurück grüßen, nach der Weise, wie die Dinge tatsächlich gestrickt liegen, und je weiter man sich davon entfernt hat, um so deutlich wird der Aufprall.

Denn größer toller und mächtiger geht es nur, wenn dieses allgemein etwas anderes findet, wovon es in dieser Weise anerkannt wird, andernfalls kann auch dieses nur Einbildung bedeuten. Wie sonst sollte die Beschaffenheit sein? Wenn es doch nichts anderes gibt, was dieses erkennt oder anerkennt, in seiner Beschaffenheit? Alle Wirksamkeit beginnt daher bei den Dingen an sich selbst, und nicht damit, dass man sich davon entfernte. Alles gipfelt nicht in Unbeherrschtheit sondern im vollen Verantwortungsbewusstsein hinsichtlich der Dinge an sich selbst und selbstredend dann in achtsamen Umgang damit.

Ob im Großen, oder im Kleinen, entweder ist es in dem Einen, oder man ist bloß mit den Dingen an sich selbst womöglich nur nicht im reinen...

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I.Kant: Verantwortungsbewusstsein

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 21 2017, 11:39

"Kein Mensch ist so wichtig, wie er sich nimmt."

- Immanuel Kant -
---
Ohne das, was einen tieferen Sinn oder tieferen Wert oder einen Umgang mit mehr als sich selbst darstellt, ausgenommen der vollständig verwirklichten Dinge, die in einem auch Dinge an sich selbst sind, nimmt man sich zu wichtig, wenn nichts da ist, was diese Annahme in seiner Gänze bestätigt.

Zuerst ist da also das Anerkennen dessen, was bereits da ist. Somit auch ein Erkennen, dass nicht die Welt sich um einen dreht, sondern sie dreht sich um die Sonne.

Wenn man nun die Sonne selbst ist, dann hat man auch das Verantwortungsbewusstsein der Gesamtsonne und ein Gewahrsein anderer Sonnen, die einem gleich sind, so erkennt man sich im Umfang seiner eigenen Art.

Ist das alles nicht, man hielte es aber dafür, dann kann es nur unter die Rubrik der Einbildung, Selbstgefälligkeit und anderer Dinge fallen. Wie sollte dieses denn auch anders sein?

Glücklicherweise dreht sich ja nicht alles um einen selbst, also nimmt man sich dann nicht so wichtig, dann kann nichts schlimmes mehr dabei sein, wenn es sich gegen das in einem richtete, was nicht ist. So ist es aber echt, wird man die volle Verantwortung dafür antreten und alles daran setzen nicht bloß Pfusch aufkommen zu lassen. Und dann entsteht notwendigerweise ein volles Verantwortungsbewusstsein, dann auch ein volles Gewahrsein und volle Achtsamkeit und Wertschätzung allen Dingen gegenüber (nicht nur solchen, die man für seine eigenen Vorteile und Vorzüge verwenden kann). Wie sollte es nun anders sein?

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Vivekananda: Anstand und Harmlosigkeit

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 22 2017, 10:38

"Was dir Frieden, Freude, Befriedigung und Heiterkeit verleiht und dein Herz ausweitet, das ist Tugend. Was dir Unruhe, Verdruss und Niedergeschlagenheit verursacht und dein Herz einengt, das ist die Sünde."

- Swami Vivekananda -
---
Und wie so oft, ist nicht alles so wie es scheint. Ob Fliegen sich auch mal irren? Ja, manches mal würde man lieber von anderen Dingen künden und reden, aber es führt einen doch alles immer wieder dahin, was als Thema im Raume schwebt. Man beginnt ja dort, wo es ein Thema gibt, nicht dort, wozu kein Bezug gerade gegeben sein sollte. Und sicher ist es immer leicht, breits in einer Entstehungsphase mal kleinere Korrekturen vorzunehmen, als dann an ausgewachsene Problemfällen zu arbeiten.

Es war, ist und bleibt falsch, Gefühle auf Herzregionen zu projizieren, und dieses als Liebe zu betiteln oder gar als Herzensliebe.

Ebenso gut, könnte man es auf Regionen die den Geschlechtsorganen zugeordnet werden richten, dort kann es dann tatsächlich eher ansetzen, und den ein oder anderen rein fleischschlichen Akt zu etwas anderem erweitern.

Vielleicht wäre es gar besser solcherlei auf den Mond zu projizieren, es entspräche eher auch der Kraftart des Mondes, und vielleicht kann dieser damit etwas anfangen.

Ansonsten ist es wie so oft, schnell hier und dort ein Genuss, danach folgt der ein und andere Verdruss. Eine ausgewachsene Tugend, wenn es zunächst auch zunächst Muße erfordert, doch folgt dem auch Freude gepaart mit innerem Frieden. Es mag vielleicht länger dauern, so dass die Verbindung dazu oft nicht mehr erkannt wird, und deswegen scheint manches zunächst mehr Vorteile zu versprechen als anderes.

Zu solchen Tugenden, die anderen wirklich entgegen kommen und einen in Synthese bringen, welche dann zur Liebe reifen kann (statt selbstbezogener Gefühlsregungen), gehört nun einmal Anstand und Harmlosigkeit. Es sind und bleiben die schlichten und nicht schwer zu erreichbaren Grundpfeiler, die dann mehr als manch anderes anderen entgegen kommen, als manches, wovon man meinte, es wäre von Nutzen.

Und so sehr man anderweitig gerne eine Abkürzung nehmen möchte, die einem vermeintlich leichter fiele, doch kommt man an manchem nicht herum, was eigentlich ebenso nicht schwer ist, wenn man sich daran hielte. Manches lässt sich nicht durch Zuweisung einer Umdeutung erledigen, sondern in dem es eben in der Weise praktiziert wird, wie es der Bedeutung nach entspricht.

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Konfuzius: In einer kultivierten Welt

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Jan 28 2017, 10:55

"Ein edler Mensch beurteilt niemanden nur nach seinen Worten. In einer kultivierten Welt blühen Taten, in einer unkultivierten Welt Worte."

- Konfuzius -
---
Die Grundlegende Schwierigkeit des Umganges mag darin liegen, nicht zu unterscheiden, was und wann man sich in einem größeren Zusammenhang befindet und wann man bloß für sich allein etwas tut.

Es heißt von Meister D.K., dass die Menschen anfangs alle wie Schwarzmagier sind. Dies mag eben daher rühren, dass es nichtmals mutwillig (wenn auch vereinzelt vielleicht) sein braucht, sondern man in allgemeinen Kontexten so umgeht, als wären es bloß die eigenen.

Das übliche mehrheitliche Bestreben wird das sein, es sich alles möglichst angenehm gestalten zu wollen. Hier heißt es dann allerdings, das was für einen selber angenehm ist, muss es noch lange für andere nicht sein.

Wenn man also die Dinge anfasst, die zu anderen mehr gehören, als zu einem, es aber gänzlich ignorierte, dann wäre man vielleicht schon unbeabsichtigt drauf und dran andere oder jedenfalls die Dinge der anderen zu manipulieren (für gewöhnlich dann eben zum eigenen Angenehmen hin, was nicht selten gegen andere sich dann richtet, vielleicht gar eben ihre eigenen Dinge, die man gegen sich wendete).

Anstelle also dessen, sich auf irgendwelche Regionen zu fokussieren und irgendwo was verändern und drehen zu wollen, wie es einem gerade in den Sinn kommt, dass es sein solle (ohne eine tiefere Erkenntnis, worum es wie wo nun überhaupt geht, und was diese Dinge für sich selbst bedeuten), sollte man lieber darauf achten, selbst stets sittlich Recht zu wandeln. Und im Zweifelsfalle lieber mal mehr bei sich selbst bleiben und das Pflegen, was dann etwas im Umgange mit anderen taugt, anstelle diesen nur zu erschweren.

In einer kultivierten Welt, ist mittels Kultur, eine Zusammengehörigkeit dessen, was man mit anderen gemeinsam hat. In einer unkultivierten Welt, muss drum jeder für sich einstehen. Wie auch Hobbes in seinem Levitathan schreibt, "der Staat ist dazu da, damit nicht jeder sein Recht mit seinem eigenen Schwert erkämpfen muss und man sich nicht in der Art dahin wendet, wie unter wilden Tieren leben zu müssen".

Dabei sind selbst Tiere mehr ein Spiegelbild der Gesellschaftlichen Ordnung und Ausrichtung, nur jeweils nach ihrer eigenen Art und Weise.

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A.Lincoln: Sprache nach Maß und Würze

Beitrag  Devino Melchizedek am So Jan 29 2017, 12:21

"Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel (daran) beseitigen."

- Abraham Lincoln -
---
Die Sprache kann viel darüber aussagen, wo man sich befindet, wo man gern wäre oder wo man nicht ist. Hinter einem ehrlichen Selbstausdruck lässt sich nicht viel verstecken.

Allerdings ist ja nicht alle Sprache ein Selbstausdruck, und man kann sich ne Zeitlang hinter dem ein oder anderen verstecken, bis man alles gesagt hat, was da war, und dann ist man dort angekommen, wo man ist.

Nur bringt es meist wenig, das zu sagen, was ohnehin nicht ankommt oder wo man davon ausgehen kann, dass es anders zugeordnet wird, als wohin etwas gehörte, was Standortabhängig sein mag. So steht der eine mehr, der andere weniger, auf der Leitung, wodurch diese länger oder auch mal kürzer ist. Auch heißt nicht sprechen, dass man das los wird, es kann ebenso heißen, dass man von dem, was man anspricht, noch mehr bekommt, wenn man sich wie ein Marktschreier an einen öffentlichen Ort damit begibt.

Daher ist es mal sinnvoll mehr zu sagen, manchmal nicht, denn weder bringt alles einen noch andere weiter, noch bringt es oft nichts zu sagen. Das rechte Maß, ist das, was alles weiter bringt!

Denn was da ist, ist da, und jeder darf entscheiden, welchen Weg er geht. Ob es eine kluge Wahl war, zeigt sich oft erst viel später, abhängig davon, wie lange jeweiliges braucht um umrundet zu werden. Dann allerdings darf man auch zusehen, wie man damit fertig wird, oder man hätte dort nicht langgehen sollen, vor allem wenn man es nicht braucht.

Freiheit führt zu mehr Freiheit oder auch nicht, liegt dann aber meist nicht an der Freiheit, sondern daran wie man sie für sich anwendet.

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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