Zitate zum Nachsinnen

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Thich Nhat Hanh: Auf immer jetzt...

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Sep 23 2017, 12:46

"Wenn wir nicht ganz wir selbst sind, wahrhaft im gegenwärtigen Augenblick, verpassen wir alles."

- Thich Nhat Hanh -
---
Wenn die Gegenwart verstreicht,
man diese jedoch nicht erreicht,
weil sie schon längst ist fortgeschritten,
während man ist auf Vergangenem geritten.

Dann ist's als wäre man dabei,
sich Traumgestalten zu entfalten,
und ist der Traum einmal vorbei,
war für einen nichts darin enthalten.

So kann man diesem nicht entgehen,
alles ehrlich nur zu geben,
dann ist es nicht einfach vergeben,
so bleibt einem erhalten,
was man konnte selbst entfalten.

Devino Melchizedek

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Vivekananda: Praktische Anwendung

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 26 2017, 09:58

"Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung findet kann, ist wertlose Gedankenakrobatik."

- Swami Vivekananda -
---
Eine Theorie die nicht im wenigsten indirekt den Weg zu einer praktischen Anwendung und Umsetzung findet, zählt sicher zur vergeblichen Liebesmühe. Sie erreicht nicht den Einheitsmoment, der ihr den einzig wahren Sinn verleihen würde durch Gebrauch.

Wobei es durchaus verschiedene Ansätze geben kann, wie etwas einen Nutzen hätte, es reichte z.B. auch schon die Geistesschulung aus. Denn ist nicht letztlich alles eine gewisse Art von Geistesschulung?

Gerade in der Anwendung scheiden sich letztlich die Geister. Denn etwas in Erfahrung bringen zu können ist meist leicht, doch die Erfahrung im werktätigen Gebrauch aufgehen zu lassen, bringt erst eine Frucht hervor.

Devino Melchizedek

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I.Kant: Dunklere Stunden der Seelenerfahrung

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Sep 26 2017, 16:03

"Für die lernende Seele hat das Leben auch in seinen dunkelsten Stunden einen unendlichen Wert."

- Immanuel Kant -
---
Alles einbeziehen, und im Sinne des Einbezogenen hat man nichts wider sich. Jedenfalls sofern es um das Wahrhaftige geht.

Vergleichbar mit der Seelenerfahrung; jede Art Seelenerfahrung ist wertvoller, als wenn es ein noch so dolles Erlebnis wäre, doch die Seele hätte keinen Anteil.

Natürlich werden die Dinge von der Persönlichkeitsseite anders beurteilt, als von einer Elementarseite, oder vom Kausalkörperlichem her. Und so hat alles seine Bedeutung, die mehr isolierter oder integrierter Perspektive und Art entspricht. Und alles reagiert auf die Elemente, in welchen jeweilig eigene Natur ihrer Art nach agiert und auf das eigens Betreffliche...

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Bodhidharma: Wörter sind Illusionen

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Sep 27 2017, 16:03

"Wörter sind Illusionen."

- Bodhidharma -
---
Es hängt mehr wohl ab wessen Wort es ist, und was dadurch einbezogen wird.

Denn ist es das Wort Gottes, ist es eine Gesetzmäßigkeit, denn alle damit zusammengehende Wahrhaftigkeit ist vom Wesen her Widerspruchslos mit enthalten.

Ist's nur das lose gesprochene Wort, dann wird die Erscheingswelt darauf ansprechen, denn es geht nichts darüber oder darunter für jene. Auch eine Persönlichkeit oder ein Ego ließe sich damit leicht beleidigen. Die Seele könnte man mit Worten z.B. nicht verletzen oder angreifen und beleidigen. Da wäre bloß allein entscheidend, was darüber hinaus einbezogen ist, die Schwingungen, nie bloße Worte und ggf. welche Auswirkungen auf die der Seele unterstellte Körperlichkeit was davon hätte, sowie welche Seelenerfahrung dadurch zunichte gemacht werden könnte u.dgl.m...

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M.Aurel: Kommunikation unter Seelen

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Sep 28 2017, 10:08

"Was ist dein Beruf? 'Gut zu sein.'"

- Mark Aurel -
---
Die Seele ist im Grunde genommen immer 'sehr gut', 'gut' ist also die möglichste Annäherung in der Verkörperung.

Vergleichbar hierzu ist die Non-Verbale Kommunikation der Seele, die auf direkten Erfahrungsaustausch als eine Art von Telepathischer Kommunikation gründet, in ihrer reineren Form.

Die nächste Annäherung in der Kommunikation der Seele ist die, im Austausch von Symbolen. Deswegen legte Rudolf Steiner auch so viel Wert darauf bei seinen okkulten Übungen, dass man zunächst in die Kommunikation zu Seele tritt und in den inneren Austausch mit der eigenen Seele, durch visuell-symbolisierte Vorstellungen, welche man ausprägt und ausbildet, um so der Seele Ausdrucksmittel an die Hand zu geben.

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Anmerkung

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Sep 28 2017, 11:06


Die Symbole sind für die Seele bereits der Austausch mit Worten. Kleiner gehts nicht!

Jedoch kann man Begriffe so ausbilden, dass sie Symbolen gleichen. Deswegen ist es so wichtig Begriffe zu reflektieren!

Und aus all dem sollte sich erschließen, warum man die Seele verbal nicht beleidigen können kann. Zumal es die Seele nicht berührt, was wo ein Verstand brühtet...

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F.Ammon: Sonderangebot des Daseins

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Sep 30 2017, 11:58

"Das Leben ist ein Sonderangebot deines Daseins."

- Fred Ammon -
---
Wenn man bedenkt, wie wenig man tun braucht, um ins Dasein zu kommen und irgendeine Art von Dasein zu fristen, und selbst das Atmen übernehmen die Organe für einen, wo man kein aktives zutun braucht, dann kann man sich auch ausrechnen, dass es alles nicht des eigenen Werkes Handschrift tragen wird.

Alles mehr also eine Frage, was durch eigenes Zutuen an wertvollen Dingen daraus wird und zusätzlich entsteht. Aller andern Dinge kann man sich nicht rühmen und auch keinen Ruhm dafür fordern können.

Doch die Vielfalt ist ja nicht von ungefähr, denn es ist im gewissen Sinne und mal mehr oder weniger weitreichend auch das, was ein jedes Lebewesen hinzutut um damit aufzuzeigen, wie wertvoll es ist, dass es ist. Und letztlich ist es ja die Art den Dank zu zeigen, für alles, was einem zuteil wurde.. im umfassenden Sinne begriffen...

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Zitate Oktober 2017 - die (An-)Ordnung der Dinge

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 01 2017, 13:47

"Wenn das Verstehen um die Dinge recht ist, gibt es kein inneres Schwanken und kein äußeres Beeinflusstwerden."

- Zhuangzi -
---
Wenn man zur Anschauung Bauklötzchen nach Art von Tetris nimmt, dann ordnet sich alles nachdem aus, wo es seinen passenden Platz findet. So kann man auch die Erde nehmen, und das Wasser, was sich der Form nach sogar anpassen lässt. So auch die Luft, die in der Erdatmosphäre sogar überall ist, wo nicht etwas anderes diese verdrängt.

Allerdings betrachten wir für gewöhnlich die Dinge ja so, wie sie ihren Eindruck auf uns hinterlassen. Wenn wir nun die Perspektive der Dinge mal einnehmen, so sind wir für diese auch eine Instanz, nach welcher sie sich anzuordnen versuchen. D.h. wir üben stets einen ordnenden Einfluss auf allerlei Dinge auf uns herum aus. Und dieses in der Weise, wie wir selbst geordnet sind.

Für uns ist dies die Ordnung was die Gegebenheiten um uns betrifft, die Ordnung nach links und rechts. In uns haben wir eine Ordnung die auch nach unten und oben geht und die nicht weniger eine Rolle spielt. Was Innen und Außen ist, geht ebenso Stufenweise und nach Art der Stofflichkeit irgendwo immer wieder ineinander und auseinander.

Nun lässt sich die Frage erheben: die Dinge um uns sind im wesentlichen und mehr eine Links- und Rechts-Anordnung für uns, doch wie sieht es für die Dinge aus, wie wir unseren Einfluss auf diese ausüben? Ist es dann auch Links- und Rechts, oder ist es mehr ein Einfluss von Unten und Oben? Wie gut sind wir geordnet und aufgestellt und sollten es nach Möglichkeit sein, um einen helfenden (und nicht störenden) Einfluss auf die Dinge selbst um uns herum ausüben zu können?

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Heraklit: Alles schön und gut und recht...

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 03 2017, 11:40

"Für Gott ist alles schön und gut und recht; nur die Menschen sind der Meinung, das eine sei recht, das andere unrecht."

- Heraklit -
---
Wenn man selbst Teil eines/des Problems ist, kann man keine Lösung finden oder anbieten.

Deswegen schimpfen manche Menschen über die ganze Welt und ziehen über die ganze Menschheit her, weil sie sich nur selbst darin wieder finden und nicht weiter wissen.

Die Lösung liegt meist darin, nicht die Sache weiter zu beladen, ohne dass man selber eine Lösung anbietet, sondern zunächst selbst nicht zum Schlimmeren beizutragen und alles zur Belastungsprobe zu machen. Dann in sich eine Lösung suchen, und dann die Lösung mit andere teilen.

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W.Churchill: Zu jedem Thema gibts den rechten Ton

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 03 2017, 11:42

"Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen, nicht die Zuhörer."

- Winston Churchill -
---
Statt alles zu einem Drama verkommen zu lassen, kann man auch alles zum Thema machen, ja eigentlich wirklich so ziemlich alles!

Es finden sich leicht allerlei Dumpfbacken schonmal, die alles meinen besser zu wissen oder zu können, denn zu allem haben sie scheinbar eine Meinung, auch zu den Dingen, die sie fast verstanden hätten, wenn in ihnen ihre Meinung nicht so übermäßig überwiegen würde.. bis sie dann selbst an der Reihe und am Zug sind.. und dann sieht man oft was rauskommt, und ob es hinter- oder vorher besser war als wurde...

Rumquaken ist leicht, doch Töne sind es dadurch auch noch lange nicht! Auch der Lärmpegel kann es nicht wett machen, wenn der Ton nicht getroffen wird. Doch kommt kein Ton an rechter Stelle oder zu rechten Zeit heraus, dann könnte er noch so schön sein, wie er werden könnte, wenn er da wäre...

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Konfuzius: Sprache & öffentliche Zustände

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Okt 05 2017, 16:02

”Wer die öffentlichen Zustände ändern will, muss bei der Sprache anfangen.”

- Konfuzius -

In der Sprache findet sich nicht nur ein beträchtlicher Anteil der kulturellen Entwicklung einer Zivilisation wieder, auch ist es ja im gewissen Sinne das Verbindende Element. Über die Sprache erfolgt ein kommunikativer Austausch. Und vieles klärt sich dann auch darüber, vor allem wenn es sich dabei um eine klare, reflektierte und gepflegte Sprache handelt.

Es stimmt wohl, Schimpfworte müssten nicht sein, selbst wenn sie einen tatsächlichen Bestand widerspiegeln. Und es kann irgendwann dazu führen in der zivilisierten Entwicklung, dass es diese auch nicht mehr geben wird. Dann wird man vielleicht nur noch sowas in der Richtung sagen wie: “ Du bist ein Tisch”.. oder im schlimmeren Falle “Du bist das Holz eines Tisches”, und wollte man dem die Krone aufetzen, so fügt man noch hinzu “..egal wie und wo man draufklopfte, klingt alles wie Holz”.. oder sowas in der Richtung.

Jedenfalls, wer die öffentlichen Zustände ändern will, sollte bei seiner eigenen Sprache vor allem anfangen. Und so das ins Kollektiv einbringen, wie er wollte, dass Kommunikation und Sprache sein möge, und wohin es damit gehen soll...

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H.Hesse: Sprache als objektivierender Faktor

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Okt 06 2017, 09:48

"Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht."

- Hermann Hesse -
---
Durch Aussprechen wird es objektiviert und dadurch auch anders bzw. teilweise auf anderen Ebenen aktiviert. Zwar lässt sich's subjektiv nicht mehr so sehr beeinflussen, doch eröffnet es auch die Möglichkeit es direkter anzugehen und bearbeiten zu können. Zudem auch nahezu alles, was angesprochen wird, ist subjektiv in irgend einer Weise ja bereits gegeben, sonst könnte man es gar nicht erst ansprechen - ausgenommen von den Erscheinungen bloß ausgehend - dann.

Ein Jünger achtet ohnehin darauf von äußeren Dingen nicht allzusehr beeindruckt zu werden. Erst recht achtet ein echter Jünger darauf aus sich heraus motiviert zu sein, ohne sich damit von äußeren Einflüssen abhängig darin zu machen. So dass Worte kaum etwas daran verändern würden.

Das ist auch wichtig, denn man stelle sich mal einen Meister der Weisheit vor (jemanden mit 5ter Einweihung), der alles von äußeren Dingen abhängig machte, und sobald etwas gegen seine Erwartungen verliefe, er es sogleich nur noch sein ließe. Damit würden sehr viele geistigen Dinge sofort einbrechen und letztlich alles zusammenbrechen oder in die Dekadenz abgleiten. Die Motivation ist an der Stelle eher nur noch die geistige Einsicht, und alles andere sind nur die Herausforderungen an der Sache selbst und viel mehr auch nicht.

Also gewöhnt man es sich gleich von Anfang an am besten an, sich selbst zu hinterfragen, zu prüfen, und dann zu beginnen, unabhängig zunächst der äußeren Begebenheiten, wenn man auch nicht alles um sich außer acht lassen kann, jedoch sollte es keinen Kern des inneren Beweggrundes bilden! Und wenn man erst wartet, bis etwas gesagt wird, ehe man daran sich begibt, obwohl man vorher schon weiß, dass es zu den Erfordernissen gehört, dann schließen sich bereits viele subjektive Handlungsräume.

Jedoch wird man vieles nicht vermeiden können, dass es sich objektiviert und auch mal zur Sprache kommt, soweit es zu den erforderlichen Dingen gehört, eben drum weil es zu den Erforderlichen Dingen gehört. Manches mag auch leichter gehen, bevor es in der Weise "ad concretum" wird, allerdings auch nur, wenn man es tatsächlich macht, was einem zu tuen - zunächst unabhängig woraus und woher auch immer - tatsächlich aufgetragen und zugetragen ist.

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Heraklit: Gold oder doch Nahrung?

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 08 2017, 18:35

"Esel ziehen Häcksel dem Gold vor. Es steht in deinem Belieben, daraus deine eigenen Schlüsse zu ziehen."

- Heraklit -
---
Was bringt einem Esel ein Klumpen Gold, wenn er neben diesem elendig verreckt, da er ihn nicht fressen kann?

Wie sehr man sich also gewisse Umstände auch wünscht, anfangen wird man in dem müssen, was da ist. Denn wenn nie etwas war, nie etwas ist, wird es von dem her auch nie etwas werden.

Gold erhält dann seinen Wert, nebst vielem anderen, wenn für genug Nahrung und Obdach gesorgt ist. Dann kann sich in angemessener Weise erst die Inhärenz anderer Dinge zeigen und entfalten, weil sie eine angemessene Verwendung und also auch Würdigung erfahren werden.

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Thich Nhat Hanh: Die Buddha-Natur

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 14 2017, 00:23

"Die Buddha-Natur ist - vor allem anderen - Achtsamkeit. Die Übung der Achtsamkeit ist die Übung, den Buddha im gegenwärtigen Moment zum Leben zu erwecken. Sie ist der wahre Buddha."

- Thich Nhat Hanh -
---
Achtsamkeit ist eine jede Art von Gewahrsein "für" die Dinge oder das Umfeld. Denn ohne Gewahrsein für etwas, kann man in keiner Weise etwas für das jenige tun, für welches man keinerlei Gewahrsein aufzubringen vermag. Wie auch? Ein Bespiel dazu wäre, jemand der sich in einem 2-Tonnengefährt (Auto) befindet, welches vielleicht auch besonders teuer und als hochwertig gehandelt wird, und sich dadurch für größer erachtet, als ein Fußgänger.

Nun nehme man die Summe Mensch, die in dem einen ist und die Summe Mensch, die in dem anderen ist. Wer hat mehr Achtsamkeit wohl für seine Umwelt oder sein Umfeld? Und wie sollte also der menschliche Anteil in dem größer sein, der im Wagen mit Tonnenweise Stahlummantelung sich für größer eben dadurch hält, weil er dieses Stahl um sich herum wohl hat? Als nun der Anteil Mensch, der sich seinem Umfeld direkt aussetzt? Selbstverständlich ist der, der als Fußgänger unterwegs ist mehr, als ein Autorfahrer, und dadurch mehr zu beachten, in diesem Sinne!

Davon abgesehen, dass nun in einen jeden Menschen nicht mehr Mensch hineinpasst, als hineingeht, ist es dann nicht doch der Mensch mehr, der ein größeres Gewahrsein für sein Umfeld hat? Als nun der, der sich durch ein Stahlgefährt sein Gewahrsein für die Umfeld damit einschränkt, und doch auch noch sich in dem Gefühl wähnt, einen größeren Mehrwert für sein Umfeld damit zu besitzen, weil er also vermeint sich's leisten zu können, sich in ein besonderes oder ganz teures Stahlgefährt zu setzen (was am meisten Eindruck wohl nur auf diesen Stallgefährten vom Stahlgefährt zudem macht)?!

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J-P.Sartre: Aus gutem Grund, ist alles

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 14 2017, 12:55

"Der Mensch ist nichts anderes, als was er selbst aus sich macht."

- Jean-Paul Sartre -
---
Es gibt für alles Dasein einen Grund. Es gibt einen Grund auch, warum man genau dort ist, wo man ist.

Es reicht nicht aus, einfach nur damit unzufrieden zu sein und weiter nichts. Wenn man dort nicht sein möchte, wo man ist, dann gilt es den Grund aufzuheben, warum man genau dort sich befindet.

Es gibt für gewöhnlich auch immer für alles eine Lösung. Wie auch die Erlösung nur im Jetzt liegt, so liegt es auch jetzt und grundsätzlich an einem selbst, dass Mögliche vom Möglichen zu tun. Andernfalls kann man auch nicht einen Anspruch auf etwas besseres erheben! Womit und woraus und warum dann denn auch?

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A.Schweitzer: Gesinnung

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Okt 16 2017, 10:04

"Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht."

- Albert Schweitzer -
---
Das gute ist, wenn man über die böse Welt schimpft, dass viel nicht zurück kommt. Denn wer ist schon die Welt? Ist ja selbst als Sammelbegriff für den einen das, für einen anderen jenes.

In der Bhagavad Gita 14:17 heißt es nach Yogananda: Weisheit wird durch Sattva erzeugt, Gier durch Rajas; Unbesonnenheit, Täuschung und Unwissenheit durch Tamas.

An anderer Stelle heißt es, Sattva führt dazu, dass ein Lebewesen zu helleren Gefilden aufsteigt. Mit Rajas hält es sich leidenschaftlich an dem, wo es im wesentlichen ist, um dort zu bleiben. Und mit Tamas sinkt es hinab in dunklere Gefilde.

Die Gesinnung ist jedenfalls wesentlicher, als Maßnahmen oder Mittel, denn vieles lässt sich eben drum so oder so rum verwenden. An der Gesinnung liegt es also mehr noch, in was für einer Welt wir leben. Also kommt es auch auf die Anzahl der Gesinnungen an, in was für einer Welt wir leben, denn der Welt selbst kann man nichts vermitteln, wenn wir es doch sind, woraus die Welt sich entfaltet und gestaltet.

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I.Kant: Dem innersten Wesen verpflichtet

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Okt 18 2017, 09:38

"Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu werden, sondern um unsere Pflicht zu tun."

- Immanuel Kant -
---
Das streben nach Glück, ist wohl bis zu einem gewissen Grade einem jeden Lebewesen inne. Denn jedes Lebewesen, was den Himmel kennt, ist bestrebt diesen Zustand wieder zu erreichen oder widerherzustellen.

Doch widerspricht es der Pflicht auch nicht, denn wir sind ja unserem innersten Wesen auch verpflichtet. So heißt es ja auch sinngemäß, Gott wohnt im innersten eines jeden Lebewesens. Und wir könnten ihn, zumindest im übertragenen Sinne, verletzten, wenn wir unserem Innersten immer wider zuwider handeln würden.

Ist die Pflicht vollständig erfüllt, dann trägt es zum Glück irgendwo mit bei, wenn auch vielleicht nur indirekt.

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Heraklit: was zustande kommt...

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Okt 20 2017, 01:15

"Alles, was zustande kommt, geht auf Mühe und Notwendigkeit zurück."

- Heraklit -
---
Die niedere Natur und Tiernatur ringt täglich hart ums Überleben, und der Geist der Notwendigkeit ist stets am Werk. Denn ein Tier macht wenig von dem, was nicht Notwendigkeit wäre. Die Notwendigkeit zu überleben ist vordergründig.

Mit viel Mühe entfaltet sich der Geist hin, mit der anfänglichen Tendenz, zur Allgemeinheit. Plötzlich kommt das hinzu, was einfach nur die Schönheit preist und lobt und diese in sich und an sich erkennen kann.

Der höher entwickelte Geist tut nahezu alles für die Allgemeinheit und die Notwendigkeit ist nicht mehr seins. So auch alle Mühen, sie dienen nicht mehr dem Überleben, jedenfalls nicht mehr seinem eigenen überleben, denn er ist längst tief im Geiste aufgegangen und wird seines Seins durch nichts weiter bedroht, und es geht nur noch ums Allgemeine. Und die Mühen die anfänglich von der Natur eingefordert wurden, werden nun freiwillig erbracht und gehören selbst zum Teil der eigenen Natur. Und von daher kommt Freiheit und Befreiung daraus.

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I.Kant: Das Miteinandergeteilte

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Okt 21 2017, 11:05

"Dem, welcher ein Bein gebrochen hat, kann man dadurch sein Unglück erträglicher machen, wenn man ihm zeigt, dass es leicht hätte das Genick treffen können."

- Immanuel Kant -
---
Es wird die Situation dadurch nicht wirklich verbessern, aber die Summe des Glaubens etwas günstiger ausrichten vielleicht schon. Doch nicht immer wieder die Lösung die sein, vom Schlimmen auf schlimmere Möglichkeiten zu verweisen.

Ebenso gut mag es helfen, darauf zu deuten, sich nicht für den Mittelpunkt aller Dinge zu halten, die sich um einen lediglich kreisen. Außer man ist Krishna, allerdings wird man es dann irgendwo auch wissen und ahnen. Vielmehr noch wird man es so erleben und erfahren, dass alles zu und von einem strömt. Denn ein Unterschied ist es, wofür man sich oder etwas hält, und dem, was und wie es tatsächlich ist. Das wie man es erlebt, wird es einem schon zeigen, soweit man darauf acht gibt.

Jedenfalls sollte man nicht vorsätzlich anderen Schwierigkeiten bereiten, wenn man selbige nicht selbst haben möchte. Oder auf Kosten anderer seine Zwecke verfolgen. Denn wenn etwas sich auf einem Blatt befindet, dann hat das Blatt auch zwei Seiten. Und will man ein Blatt heben, so geht dieses nur, in dem man beide Seiten hebt.

Reicht es also aus, um sich bloß um sich selbst zu kümmern?

Ja, kann man sagen, wenn man nicht die Konstitution hat, um anderen helfen zu können und dadurch nur alles erschweren würde. Obwohl man dann dadurch aber auch hilft, nicht zur Last auch nur irgendwo zu werden, wenn man dabei wäre sich um sich selbst zu kümmern.

Ja auch dann, wenn man sich soweit entwickelt hat, dass alles einen gewissen Bezug zu einem hat und wie das Atmen, von und zu einem strömend mit einem in Verbindung sich befände.

Und Nein kann man dann sagen, wenn man immer beim Gemeinsamen oder Allgemeinen ankommt, denn dann sind ebenfalls die Dinge, die man vielleicht bloß für die eigenen halten mag, doch die des Allgemeinen oder Miteinandergeteilten. Dann genügt es nicht sich bloß um sich selbst zu kümmern, denn man befindet sich ja nicht bloß im Gebrauch der eigenen Dinge und Verhältnisse. So ist es dann auch erforderlich seinen Teil zum Gemeinsamen beizutragen, um es nicht schlechter sondern besser zu hinterlassen. Denn abhängig dessen, worum es sich beim Gemeinsamen handelt, macht man es nicht nur für einzelne andere, sondern vielleicht für alle schnell schlechter damit. Bis hin zu dem, dass es dann besser gewesen wäre, man hätte es doch nie angefasst.

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A.Schweitzer: Ehrfurcht vor dem Leben

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 24 2017, 10:10

"Unser Nächster ist nicht nur der Mensch. Unsere Nächsten sind alle Wesen. Deshalb glaube ich, dass der Begriff der Ehrfurcht vor dem Leben unseren Gedanken der Humanität mehr Tiefe, mehr Größe und mehr Wirksamkeit verleiht. Die Probleme sind nur durch Gesinnung zu lösen!"

- Albert Schweitzer -
---
Es spielt zunächst keine Rolle, ob etwas meins ist oder deins, ob etwas dinglich, einsam oder gemeinsam ist; entscheidend ist doch, wie man mit allem umgeht, nicht nur mit etwas bestimmt besonderem. Denn gerade durch dies alles offenbaren wir jederzeit unsere Gesinnung, in dem, wie wir damit umgehen.

Bis zu einem gewissen Grad, mag Gesinnungsgleichheit anziehend wirken. Denn worin etwas ist, dort will auch jenes sein, was diesem der Gesinnung nach in etwa gleicht. Und dies ist auch gut so, denn dann ist es weniger dort, wo etwas anderer Gesinnung ist. Und so schafft sich alles irgendwo hin, wo es vielleicht mehr oder vielleicht weniger hingehört.

Wir alle gehen also den Weg, mehr oder weniger, der uns bestimmt ist. Je besser wir also uns unseren Weg vor Augen führen und eine klare Ausrichtung aufrecht erhalten, desto eher wird unser Weg auch der unsere sein. Und was mit auf dem Weg zu uns gehört, ist die entsprechende Ehrfurcht vor dem Leben und wie wir mit allerlei Leben umgegangen sind, welches uns auf unserem Weg begegnet ist, und worin sich also unsere Wesensgesinnung widerspiegelt und zeigt.

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F.Ammon: Beiwissen

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Okt 27 2017, 01:20

"Wer seine Weichen nicht richtig stellt, landet auf dem Abstellgleis."

- Fred Ammon -
---
Das braucht net viel zu sein, und man braucht gar nicht viel davon konkret mitzubekommen.. doch wird durch einen, ohne viel Beiwissen, schnell viel bewirkt. Vielleicht mag es sich nicht doll anfühlen und eine gewisse Zereißprobe darstellen, doch wird viel bewirkt, einfach weil man dort ist, wo man ist und auch hingehört.

Denn es kann schonmal ein halbes Leben nach irdischem Maß vergehen, bis man dort aufgestellt ist, wo einen die Seele hinbringen möchte, um das zu vollbringen, was lange notwendig war. Und nicht wenige Derer gibt es, die dann im entscheidenden Moment einknicken oder meinen, ihre persönliche Ansicht gelte etwas, und steigen dann auf etwas um, was ihnen persönlich angenehmer erscheint. Oder wo sie meinen, es beschere ihnen persönlich mehr Ansehen u.dgl.m.

So mag es kommen, dass man weit eher auf dem Abstellgleis landet, gerade wenn man meint, die entscheidende Rolle zu spielen. Nahezu jeder ist ersetzbar, das mag stimmen. Nahezu auf jeden kommt es letztlich an, auch das mag stimmen. Doch nicht in dem man sich besonders gibt, sondern in dem man in entscheidenden Momenten für das größere Gesamtere einsteht und ausharrt, dort, wo man platziert ist.

Fasst immer ist man nicht ohne Grund dort, wo man ist. Allerdings um seinen Dienst zu leisten, nicht um sich bedienen zu lassen, weil man ja so unabdingbar wäre. Das ist man auch, wo man seinen Dienst leistet. Das ist man nicht, wo man meint, es wäre von einem persönlich abhängig.

Also kommt es nicht darauf an, gesondert informiert zu sein. Es geht nicht um das gesonderte Beiwissen um gewisse Dinge. Es geht viel mehr darum, auszuharren, um im entscheidenden Moment, jenes sich durch einen ausagieren zu lassen, warum man überhaupt ist, sowie was und wo man ist. Auch ganz ohne persönlich etwas davon zu haben oder eben etwas vom besonderen Beiwissen zu besitzen.

Es geht vor allem darum, ehrlich mit sich und allem umzugehen, was einen umgibt. Denn was sollte viel mehr als genau diese Ehrlichkeit von einem verlangt sein und werden können?

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F.Ammon: Strahlendes Lächeln

Beitrag  Devino Melchizedek am So Okt 29 2017, 12:54

"Die beste Schönheitscreme für das Gesicht ist ein Lächeln."

- Fred Ammon -
---
Doch warum wird so viel getan, damit so wenig Grund zum lächeln sich finden mag?

Das Strahlen, welches sich durch ein Lächeln zeigt, gleicht dem leuchten der Seele schonmal, die sich dahinter zeigt. Und sicherlich kann keine Schönheitscreme das Strahlen hervorbringen.

Auch ist es sicherlich für die Körperzellen besser, wenn sie Anteil an diesem inneren Strahlen erhalten, als wenn sie ordentlich zugecremt selbst von den äußeren Strahlen des Sonnenlichts fern gehalten würden.

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Dalai Lama: Aktives Handeln

Beitrag  Devino Melchizedek am Di Okt 31 2017, 10:36

"Veränderung wird nur hervorgerufen durch aktives Handeln, nicht durch Meditation oder Beten allein."

- Dalai Lama -
---
Es heißt auch von Sai Baba wohl sinngemäß: Hände die helfen, sind mehr, als nur Lippen die beten.

Eines ist wohl klar, an der Seele liegt es nicht, denn sie kennt weder Schlaf, noch gänzliche Passivität oder Untätigkeit. Auch ist es sicherlich so, dass wir doch einen Tag haben, und jeder Tag wird mit etwas gefüllt. Und man könnte wohl sagen, es ist immer alles eine Frage dessen, welchem Herrn man dient.

Kann schon sein, dass es mal an der gesamtheitlichen Konstitution und vielerlei, was so zusammenkommt, liegen mag, was etwas einem abfordert, wodurch etwas eingefordert wird u.dgl.m. Und dennoch liegt es an vieler unserer meist kleineren Entscheidungen, die uns dahin führen, wo auch immer wir uns dann befinden. Letztlich hängt das meiste auch immer damit zusammen, was wir selbst an aktivem Handeln an den Tag legen!

Wenn wir ehrlich in uns horchen, dann wissen wir meist schon, was womit und worin zu tuen ist. Nur was hält uns dann ab, das Rechte zu tun? Und wovon wir wissen, dass es kaum sinnvolleres gäbe, als eben dieses jetzt und später jenes zu erledigen?

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Zitate November 2017 - Ethisch Verantwortungsvoll

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Nov 02 2017, 10:08

"Es kann niemand ethisch verantwortungsvoll leben, der nur an sich denkt und alles seinem persönlichen Vorteil unterstellt. Du musst für den anderen leben, wenn du für dich selbst leben willst."

- Seneca -
---
Es kommt nach der Phase des sich selbst Erkennens und Verbindens mit seiner eigenen Seele, eine Zeit wo man immer mehr zugriff auch auf Seelenebenen bekommt, d.h. dem Bereich wo die Seele sich natürlicher bewegt. Doch ist es anfangs so, dass man stark von der Persönlichkeit beherrscht und alles daher von der Persönlichkeit durchtränkt ist, so ist es dann so, dass man auch auf diesen Ebenen versucht alles zum eigenen Vorteil zu verwenden und zu gebrauchen.

Doch dadurch, dass Seelenebenen immer einen auch mit allen und allem anderen verbinden, ist dies schnell zum Nachteil für andere und allerlei anderes dann, und dieses meist unmittelbar.

Erst wenn die Seele die Herrschaft übernimmt, und man mehr von der Seele durchtränkt wird, ist auch die Neigung der Seele vordergründig, und man geht soweit in den Seelentätigkeiten auf, dass man alles andere vergisst. Ja es ist dann sogar so, dass die Seele sich selbst allerlei adressiert, was man als Persönlichkeit meist nur als Arbeit ansieht, was von den anderen ist, und man hat gar nicht mehr die Wahl, ob man dieses alles für die anderen mit abarbeitet oder nicht. Jedenfalls soweit man sich in der natürlichen Weise mehr als Seele identifiziert.

Und letztlich ist es ja doch so, dass die Seele zählt, als das, was bleibt. Und so lebt man auch für sich, gerade in dem man für alle anderen lebt und in dem Sinne des Allgemeinen und nicht länger des Persönlichen (Vorteils) agiert, und sich so auch ausrichtet und aufstellt.

Devino Melchizedek

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Konfuzius: Gewohnheiten und Hinterlassenschaften

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 03 2017, 02:13

"Von Natur aus sind die Menschen fast gleich, erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander."

- Konfuzius -
---
Es heißt in früheren Zeiten, z.B. in denen von Atlantis, gab es wesentlich größere Unterschiede zwischen verschiedenen Menschen. So mag es wohl daran auch liegen, dass es zwischenzeitig, nicht nur verschiedene Unterrassen auf Erden gab, sondern wohl vorübergehend auch verschiedene Wurzelrassen.

Doch braucht es dessen nicht, sich darin zu versteigen, es reicht eine allgemeine Betrachtung der menschlichen Natur aus, was wir heute haben, wie auch vor ein paar Jahrhunderten oder wenigen Jahrtausenden, wo es nicht so gravierende Unterschiede in der menschlichen Natur gegeben haben mag.

Die Gewohnheiten sind es durchaus auch, die den Unterschied nun bilden. D.h. also in dem, welchem Herrn man Dienst erweist, wozu selbst also im übergreifenden Sinne nun die Eigenschaften zählen, wie Sattva, Rajas und Tamas.

Und so wenig man auch auf die Dinge, die zu den Gewohnheiten zählen, sein Augenmerk richten mag, es ist wohl mit ein beträchtlicher Anteil der Zeit, der dafür aufgebracht und verwendet wird. Und so wie man von Freunden, mit welchen man seine Zeit verwendet, geprägt wird, so auch eben von allem, womit man einen wesentlichen Teil seiner Zeit verbringt.

Denn irgendwo und irgendwann, ist der Punkt damit erreicht, wo man sagen kann, dass die Gewohnheiten sich bis zu einer Art Rhythmus verselbstständigen, und so selbst zu einer Art von zweiter Natur für einen werden.

So wie man sich seine Freunde geschickt wählen sollte, so sollte man also nicht weniger wählerisch darin sein, welche Gewohnheiten man sich zu seinen Begleitern wählt. Nicht wenig hinterlässt alles seine Spuren, wie die Schritte auf leichtem Grund, wie Schnee, sind stets auch unsere Hinterlassenschaften von mehr oder weniger prägenden Art...

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J.Lennon: Freundschaft oder Interessengemeinschaft

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Nov 03 2017, 09:37

"Immer die Wahrheit sagen bringt einem wahrscheinlich nicht viele Freunde, aber dafür die Richtigen."

- John Lennon -
---
Man kann nur soweit ehrlich mit anderen umgehen, wie man selber und diejenigen auch ehrlich mit sich selbst umgehen. Die Wahrheit in einzelnen Dingen ist eine Sache also, eine andere noch ist das, was zwischen einem und einem anderen im Raume schwebt.

Wahre Freunde haben nichts zwischen sich stehen, außer der Freundschaft und dem, was sie füreinander gepflegt haben. Allein deswegen kann man wirklich viele Freunde nicht haben, denn wie sollten es Freunde sein, wenn nichts gemeinsam Gepflegtes oder zusammen verbrachte und geteilte Zeit dabei wäre?

Vielleicht sollte man an der Stelle zusätzlich zwischen Freundschaft und bloßen Interessengemeinschaften unterscheiden. Denn wenn im einen Fall ein gemeinsames Interesse das verbindendende Element ist, ist es im anderen Fall tatsächlich die Freundschaft selbst.

Freundschaften bedürfen also ernsthafter Pflege und aufrichtigen Umgangs miteinander. Bei Interessengemeinschaften reicht zunächst die gemeinsame Leidenschaft für etwas bestimmtes aus. Doch hält letzteres meist auch nur so lange, wie diese Gemeinsamkeit besteht, ersteres hält schonmal ein Leben lang und oft auch darüber hinaus.

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Dalai Lama: Ehrbares Leben

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 04 2017, 13:18

"Lebe ein gutes, ehrbares Leben! Wenn du älter bist und zurückdenkst, wirst du es noch einmal genießen können."

- Dalai Lama -
---
Ein gutes und ehrbares Leben zu leben, führt nicht nur zu einem (geistig) aufrechten Gang. Auch kann man später sich daran immer noch wieder und weiter erfreuen.

Viele schönen Augenblicke sind sehr schnell verflogen, ehe man sich's versieht oder sie vollständig erfasst und als solche erkannt hat. Doch die Erinnerung daran, die lässt sich immer wieder wachrufen und so immer wieder die Freude an den schönen Momenten im Leben erneut wiederbeleben.

Das Leben ist ein Geschenk, es ist ein Plus, wenn man es genau nimmt. Klar könnte man auf bittere Erfahrungen verweisen, und diese so zunächst nicht deuten können. Aber es ist ja auch nicht direkt das Leben, sondern ggf. die Umstände und diejenigen, die sich selbst schwer tuen im Leben, welche hierzu beitragen. An sich ist das Leben ein Plus, ein Erfahrungs- und Erlebnisplus. Man steigt, selbst auch bei weniger schönen Erfahrungen, mit mehr zurück, als man ins Leben für gewöhnlich gegangen ist!

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L.da Vinci: Das wollen, was man auch kann

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 06 2017, 08:08

"Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann.
Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht."


- Leonardo da Vinci -
---
Wobei, jedem das Recht an seine Grenzen zu stoßen, um zu erfahren wo sie liegen.

Und doch, ein wenig von dem, was man kann, ist mehr, als nichts von dem, was man nicht kann.

Also zählt auch dieses dazu, ehrlich mit sich zu sein in Ansehung seiner selbst...

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Buddha: Ein wissender Mensch

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Nov 11 2017, 10:50

"Ein wissender Mensch kann nicht glauben, dass Glück und Leid ohne Ursachen entstehen können."

- Buddha -
---
Im Grunde wäre auch alles sinnfrei, wenn es weder Ursache noch eine Wirkung gäbe oder ein solches Gesetz. Jedenfalls bezogen auf Welten bedingten Entstehens - damit überhaupt etwas Gutes daraus werde. Es ist notwendig schlichtweg, dass Ursachen ihre Wirkungen haben. Denn die Befreiung von der Ursache, ist das Empfangen der Wirkung (als Ausgleich bis es aufgewogen ist), oder ein Aufheben der Ursache (in anderer z.B. einsichtiger Weise).

Warum? Damit alles Übel überwunden werden kann, denn sonst wäre es unvergänglich. Es mag durchaus Ebenen also geben, wo es kein Ursache-Wirkung-Verhältnis gibt, weil beides einfach nur eins ist. Doch ist es zwingend erforderlich, dass es dann dort auch kein Übel mehr gibt (denn Gott ist nicht grausam). Allerdings wozu auch sollte etwas übles dort noch sein? Wenn es keinen Mangel auch nur an irgendetwas gibt, gibt es auch keinerlei Grund für irgend ein Übel.

Der Ausgleich für alle Ursache, ist daher die Wirkung. Wüsste es ein jeder Mensch, gäbe es daher auch kein Übel, denn im Glauben diesem doch mit einem Vorteil entkommen zu können, liegt das Übel unter anderem begraben. Und einen Vorteil ergattern zu wollen, ohne Ursache, ist oft die Überzeugung an Mangel zu leiden. Auch das Nicht-Teilen-Wollen nach globalen Maßstäben liegt darin, dass manche meinen sonst Mangel erleiden zu müssen, und andere erleiden eben diesen dadurch. Und so Fallen Ursache und Wirkung auch dort zusammen, und letztlich ist es die Unwissenheit, die dazu verführt, und welche es abzulegen gilt.

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O.Wilde: Humor tröstet

Beitrag  Devino Melchizedek am Mo Nov 13 2017, 10:04

"Einbildungskraft entschädigt den Menschen für das, was er nicht ist; Humor tröstet ihn für das, was er ist."

- Oscar Wilde -
---
Wir unterscheiden ja Einbildung, im Sinne der Eitelkeiten, und Einbildung im Sinne von Vorstellungskraft. Die Vorstellungskraft, abhängig der Ebene und Konzentration, ist ja ein Werkzeug, dass nicht ganz ohne ist.

Im Grunde selbst ein wesentlicher Teil der Kommunikation hat mit der Vorstellung zu tuen, die dann vermittelt wird. Ist es nichts sichtbares (also auch nicht dem inneren Sinn nach), sondern z.B. mehr dialektischer Natur, dann kann man dies besser Anschauung nennen. Weil man ja doch immer etwas veranschaulicht, auch wenn es kein visuelles Element oder etwas sinnliches überhaupt enthält.

Tja, und für alles, was dann zurück bleibt, und nicht weit kommt oder viel hermacht, für den Humor ist es meist gut genug.. ja es bedarf dazu ja gar nichts, außer dass diesem nichts konträr im Wege stehen sollte...

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Sokrates: Gesellschaftsvertretung

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Nov 15 2017, 01:26

"Zur Unterscheidung von Gutem und Schlechtem bedarf der Verständige keines anderen Menschen."

- Sokrates -
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Oft wird bereits aus dem, was man meint es gehe anderen ab oder fehlen diesen, oder sie bräuchten etwas mehr von etwas, bereits eine gewisse Manipulation anderer, in dem man andere zu verändern versucht, ohne bei sich selbst damit zu beginnen.

Wenn man an Mangel glaubt, glaubt man auch oft, andere hätten etwas damit zu tuen, und es fehlte einem nur, weil andere es hätten.

Doch sind keine anderen da und man ist über geraume Zeit mit sich allein, und man findet sich mit diesem ab, dann gibt es nichts mehr was man bräuchte, weil es nichts mehr gibt im Vergleich zu anderen, was einem ermangelte, außer der Gesellschaft mit anderen.

Um die eigene Bildung jedoch zu fördern, bedarf man keiner Lehrer, das Leben lehrt bereits hinreichend für den, der daraus seine Lehre zu ziehen bereit ist, und was man für sich nicht lernt, lernt man für andere erst recht nicht.

Und was man aus allem lernt, kann kein Unterricht besser vermitteln, als der Wille zu lernen selbst...

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S.Kierkegaard: Gebrauch gegebener Freiheit

Beitrag  Devino Melchizedek am So Nov 19 2017, 12:44

"Die Menschen sind doch ungereimt. Die Freiheiten, die sie haben, gebrauchen sie nicht, sondern fordern immer die, die sie nicht haben."

- Soren Kierkegaard -
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Für gewöhnlich steht einem bereits hinreichend zur Verfügung, um mehr aus dem zu machen, als das, was bereits da ist.

Auch dieses kommt nicht von ungefähr, denn wie wir wissen, ist alles was da ist, von irgend einer Art von Wesen erschaffen worden, sonst wäre es gar nicht.

Geschicklicher ist es doch also etwas zu fördern, statt zu fordern. Damit man zunächst dem gerecht wird, was da ist.

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J.W.v.Goethe: Des Menschen Seele

Beitrag  Devino Melchizedek Gestern um 09:58

"Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es und wieder nieder zur Erde muss es - ewig wechselnd."

- Johann Wolfgang von Goethe -
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Ewig im Sinne von, was einmal ist, ist immer.

Auch ist es doch entscheidend, wie und was aus einem Seelenanteil wird. Ist er niederwärts gekehrt, dann wird die Seele diesen Anteil ja auch dort einsetzen, wo es diesem am besten entspricht.

Nicht entscheidend ist es, was man nur wollte und was hätte sein können, sondern was man daraus gemacht hat, denn das ist es, wo man sich in seinem Seelenanteil positioniert hat und wo man von der Seele auch bevorzugt dann eingesetzt und platziert wird. Denn in der Seele hat man ja einen bestimmten Platz in der Summe aller Seelenanteile, welcher ggf. ewig bleibt. Daher kann es sehr entscheidend auch für die gewisse Ewigkeit sein und nicht unbedeutsam, selbst die banalen Tätigkeiten, im Gesamtverhältnis aller Ereignisbereiche und dessen, was man nicht sieht und was nie in Erscheinung tritt.

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M.Luther: Woran du dein Herz hängst

Beitrag  Devino Melchizedek Heute um 03:06

"Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott."

- Martin Luther -
---
Der Ein- und Andere geht vielleicht Sonntags mal in die Kirche ums schnell hinter sich zu bringen, dass er kurz mal ein wenig seiner Zeit Gott opfere.

Doch was ist mit all der anderen Zeit, die er mit voller Hingabe und Inbrunst für die Dinge vertut, die ihm seine Neigungen diktieren? Ist da nicht weit mehr tiefe Zuwendung da? Und was ist nun sein Gott?

Oh wären wir nur alle ehrlich mit uns selbst, dann bräuchten wir keinen Gott außerhalb zu suchen, denn er wäre in uns mehr noch, als anderwärts. Denn was wäre, wenn er auch nur so viel Zeit für uns aufbrächte? Und was wäre nur mit uns in der anderen Zeit, wo er vollständig mit anderen Dingen nur beschäftigt wäre?

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Dalai Lama: Echtes Wohlbefinden

Beitrag  Devino Melchizedek Heute um 12:14

"In der heutigen materialistischen Welt besteht die Gefahr, dass Menschen zu Sklaven des Geldes werden, als seien sie einfache Rädchen in einer riesigen Gelddruckmaschine. Dies hat nichts mit Menschenwürde, Freiheit oder echtem Wohlbefinden gemein. Der Besitz sollte der Menschheit dienen, nicht anders herum."

- Dalai Lama -
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Man kann sich doch Fragen, was steckt in irgend einem beliebigen Gegenstand als Beschaffenheit? Und was steckt im Menschen an Beschaffenheit?

Meist ist der Gegenstand von etwas Material abgesehen leer, und dann kommen die kollektiven Bedeutungen und die Verwendbarkeit und Zweckbestimmung des Gegenstandes.

Was steckt im Menschen? Meist ist da Leben hinter und eine Seele. Das Leben ist sehr viel mehr als allerlei Gegenständlichkeit, und doch wird es oft als weniger gehalten, weil der Wert darin verkannt wird.

Wenn man also die Seele an sich hernimmt, dann benötigt diese gar nichts und ist Glückseligkeit an sich durch eine gewisse Art von Leben und Existenz bedingt. Also kann es gar nicht sein, dass diese mehr abhängig ist von den Dingen, als alle Dinge von irgend einer Art von Leben oder einer Seele.

Warum wird dies nur so leicht verdreht? Nachdem sich manches verselbständigt und die entsprechenden Verhältnisse dazu nicht eingehalten oder gepflegt werden. Von dem ausgehend also, dass die Seele mit sich selbst schon glückselig sein kann, kann es nicht sein, dass etwas fehlt (von den Notwendigkeiten des Gattungswesens abgesehen), um damit glücklicher sein zu können, als ohne dem. Es ist also meistens ein zu viel, was noch mehr Verlangen erweckt, als ein zu wenig von etwas...

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Re: Zitate zum Nachsinnen

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