Bhagavad Gita

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Verwirklichung und rechter Lebenswandel - BG 2:40

Beitrag  Devino Melchizedek am Sa Aug 26 2017, 02:42

Bhagavad Gita 2:40

Yogananda:
Auf diesem Weg (der Yoga-Übungen) sind keine Bemühungen um Verwirklichung verloren, selbst wenn man noch nicht ans Ziel gelangt, noch hat dies irgendwelche nachteiligen Wirkungen. Selbst die kleinste Anstrengung auf diesem richtigen geistigen Weg bewahrt vor großer Furcht (dem ungeheuren Leiden, das mit den sich wiederholenden Zyklen von Geburt und Tod verbunden ist).

Prabhupada:
Bei dieser Bemühung gibt es weder Verlust noch Minderung, und schon ein wenig Fortschritt auf diesem Pfad kann einen vor der größten Gefahr bewahren.

Reclam:
Dort gibt es keine Misserfolg,
Es schwindet nie, was je begann.
Ein wenig von der Lehre schon
Befreit von aller Schrecken Bann.
---
Kein Schritt auf dem rechten Weg kann je umsonst sein. Vielleicht wird man sich mal selbst in den Arsch beißen wollen, wenn man irgendwann erkennt, wie nah man oft womit dran war an einer Schwelle und dabei diese zu überwinden.

Doch sieht man es nicht, und so unternimmt man auch nicht das Erforderliche dafür, um vielleicht nur noch den letzten halben Meter zu überwinden. Verständlich auch, dass man es nicht zu erkennen vermag, eben drum, weil man die Schwelle nicht überwindet, so zeigt sich's somit auch nicht von der anderen Seite daher.

Eigentlich, nebst seiner Richtigkeit, ist es darum auch gut so, weil man etwas nicht bloß in Erwartung einer Belohnung macht. Denn letztlich würde man einem Anteil in sich damit vermittelt, dass man's ja nur tut, weil man dafür etwas bekommt. Folglich also auch, man unterlässt einfach alles, wofür keine Belohnung winkt.

Ansonsten, in der Ganzheit eines Weges gesehen, kann kein Schritt in eine richtige Richtung umsonst sein. Alles zählt somit, sei es bloß früher oder später.

Also auch alles was verwirklicht wird, ist alsdann verwirklicht. Auch hierbei kann es dann nie umsonst sein.

Manche Lehre ist darum sehr wichtig, wenn sie einige der elementaren Dinge für die rechte Lebensweise z.B. lehren sollte. Und wenn sie zudem stark machen sollte für den rechtsamen Lebenswandel, so dass man sich viele Schritte in eine verkehrte Richtung dadurch einsparen kann...

Devino Melchizedek

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Maßvoll zur Andacht bewogen - BG 6:17

Beitrag  Devino Melchizedek am Mi Aug 30 2017, 03:13

Bhagavad Gita 6:17

Yogananda:
Wer regelmäßig und maßvoll isst, ruht, arbeitet, schläft und wacht, wird feststellen, dass der Yoga all seinem Leid ein Ende bereitet.

Prabhupada:
Wer in seinen Gewohnheiten des Essens, Schlafens, Entspannens und Arbeitens maßvoll ist, kann alle materiellen Leiden lindern, indem er das yoga-System praktiziert.

Reclam:
Wer maßvoll speist und sich erholt,
Wer maßvoll handelt jederzeit,
Wer maßvoll schläft und maßvoll wacht,
Bei dem tilgt Yoga jedes Leid.
---
Man fragte sich, warum Prabhupada, "Yoga" oft als "yoga", mit einem Kleinbuchstaben beginnend schreibt? Doch wenn man es als etwas Tätiges nimmt und sich in der Weise daran annähert, nicht nur als eine Umschreibung oder einen Oberbegriff allein, dann möchte es vielleicht seinen Sinn ergeben. In Annährung an den Geist und vermutlich dadurch, dass der Geist im Gegensatz zu allen materiellen und körperlichen Funktionen, Gegebenheiten und Konstitutionen, als dermaßen grenzenlos und unkonventionell gehandelt wird, mag dagegen die Versuchung herrühren, ihm auf ähnlicher Weise und Basis begegnen zu wollen.

Doch was brächte Unausgewogenheit in irgendeiner Richtung und Hinsicht anderes, als letztlich einen nur dazu führen zu wollen, dass Gleichgewicht darin und damit herstellen zu dürfen. Jedenfalls wäre es in keiner Weise ein Indiz dafür, tatsächlich in angemessener Weise damit auch umgehen zu können. Wenn es nicht ohnehin lediglich einen Versuch darstellte, sich bloß dadurch aus der Affäre ziehen zu wollen, als wäre man jenseits von "gut und böse" und müsse gar abgehoben damit umgehen, anstelle eines angemessenen und ausgewogenen Umgang damit zu pflegen.

Leicht machte man es sich dann, auf Kosten des Allgemeinen (welcher Art und Form auch immer) gesondert und überhoben sich geben zu wollen. Und wäre man also ebenso im Allgemeinen, wie jeder andere, dann würde es natürlich auf Kosten des Allgemeinen gehen, täte man also anders als dem also wäre tuen, und erfüllte also seinen Anteil daran dadurch nicht und dieses vielleicht gar mit Vorsatz. Vielleicht, wie wohl nicht selten mal auch wieder unter dem Deckmantel irgend einer Form von Spiritualität und einem Anschein also, nicht mehr seinen Alltag wie jeder andere Mensch auch, es für nötig zu haben diesen so bestreiten zu brauchen.

Doch ist es ganz einfach darum bestellt, wenn man Geist spielen möchte, dann sei man Geist, und bleibe im Geist, statt sich ohne seine notwendigen Belange kümmernd dem Allgemeinwohl zu Lasten zu fallen. Andernfalls darf man gern auch die Sorge dafür tragen, alles so zu hinterlassen alsdann, und in ausgewogener Weise zu erledigen, dass es keinerlei Kummer bereiten sollte, wenn man also zu den Ewigen Jagdgründen (wie es bei Indianern wohl gehießen haben mag) aufbrächte, oder ebendrum wie ein Geist durch den Alltag streifte.

Denn wenn es bloß aus Unwillen herrührte, seiner Verantwortung gerecht zu werden, ist alle überhobene daraus resultierende Verworrenheit, keineswegs ein Akt geistiger Fortgeschrittenheit als bloß Unzulänglichkeit einen adäquaten und ausgewogenen Umgang zu pflegen mit den allgemeinen Dingen um einen herum in rechter Weise umzugehen. Da hilft dann auch kein Yoga oder irgend eine Religion und Spiritualität, die solcherlei sogar schlichtweg voraussetzt, ehe man sich darin vertiefend geistige Fortschritte erringen wird...

Devino Melchizedek

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Aktive Intelligenz - BG 7:14

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Sep 07 2017, 02:26

Bhagavad Gita 7:14

Yogananda:
Es ist wahrlich schwierig, sich dem Einfluss Meiner göttlichen kosmischen Hypnose zu entziehen, die mit den dreifachen Eigenschaften durchwoben ist. Nur wer in Mir (dem Kosmischen Hypnotiseur) Zuflucht sucht, wird von dieser Macht der Täuschung befreit.

Prabhupada:
Diese Meine göttliche Energie, die aus den drei Erscheinungsweisen der materiellen Natur besteht, ist sehr schwer zu überwinden. Aber diejenigen, die sich Mir ergeben, können sie sehr leicht hinter sich lassen.

Reclam:
Schwer zu durchdringen ist der Schein
Der gunahaften Zaubermacht;
Nur wer zu mir die Zuflucht nimmt,
Aus diesem Weltblendwerk erwacht.
---
So reagierte oder agierte man nach irgendetwas, was gar nicht an sich da ist, dann wäre es so, dass man die Verblendung für einen reellen Gegenstand nimmt.

Dies ist wohl an sich nicht selten, ja bildet sogar bis zu einem gewissen Prozentsatz bei einer gewissen Mehrheit eine Summe und Anzahl von allerlei Beweggründen.. vielleicht mal mehr mal weniger abhängig stimulierender Einflüsse...

Woraufhin ja wieder weitere Tätigkeiten angeregt werden, doch schließlich begründet bloß auf dem, was bereits aus irgendeiner Art von Verblendung entstanden war. Wie weit dieses dann von größerer Realität auch sein mag (weil bereits eine Aktion zusätzlich eingebracht wurde), weil dem also mehr als bloß reine Verblendung vorherging, spielt doch kaum eine Rolle. Es hätte eher wohl einer Berichtigung bedurft, oder gegebenenfalls des Enthaltens (weswegen es auch von Intelligenz zeugen kann, auf etwas nicht zu reagieren).

Manches folgt dem Weg des geringsten Widerstands. Doch ist dies meist nur, was auf Kraft und Energie zutrifft, in ihrer passiveren Form (nicht auf Bewegung, sondern innere Intelligenz bezogen). Denn wenn aktive Intelligenz im Spiel ist, so tut sich diese in irgend einer Weise auch selbst kund.

Um das Thema der UFOs als eines Beispiels aufzugreifen (was zunächst nur ein unbekanntes oder nicht identifizierbares Flugobjekt meint), ist es ein wesentliches Merkmal auch, dass bei einem Objekt das sowohl die Geschwindigkeit als auch Richtung aktiv ändern kann, man annehmen kann, dass intelligentes Leben oder eine aktive Intelligenz dahinter stehen muss.

Gut, nun gibt es den 3.ten Strahl, der auch aktive Intelligenz genannt wird. Wobei alle Strahlen wohl auf ihre Weise intelligent sind, was die Art der Stimulierung anbetrifft, von dem, worauf sie treffen, auf der jeweiligen Ebene. Der 3.Strahl sorgt für die Qualität in inhärierender Weise. Und was daraus entsteht, führt zu mehr Möglichkeiten, wie etwas angefasst und verwendet werden kann, was dann selbst ein Merkmal ist, welches der Kategorie Intelligenz angehört.

Devino Melchizedek

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Herr des Opfers im Leib aller Körperträger - BG 8:4

Beitrag  Devino Melchizedek am Fr Sep 15 2017, 01:54

Bhagavad Gita 8:4

Yogananda:
O Höchster der Verkörperten (Arjuna)! Adhibhuta ist die Grundlage des körperlichen Daseins; Adhidaiva ist die Grundlage des astralen Daseins; Und Ich, der Geist innerhalb des Körpers und des Kosmos, bin Adhiyajna (der Ursprung, der Große Opfernde, der Schöpfer von allem und der Allwissende).

Prabhupada:
O bestes der verkörperten Lebewesen, die materielle Natur, die sich ständig wandelt, wird adhibhuta [die materielle Manifestation] genannt. Die universale Form des Herrn, die alle Halbgötter, wie die Sonne und des Mondes, umfasst, wird adhidaiva genannt. Und Ich, der Höchste Herr, der Ich im Herzen aller verkörperten Lebewesen als Überseele gegenwärtig bin, werde adhiyajna [der Herr des Opfers] genannt.

Reclam:
"Geworden" ist, was stets vergeht,
Das "Göttliche" der höchste Geist,
Und "Opfer" man mich in dem Leib
Von allen Körperträgern heißt
---
Es heißt sinngemäß auch, ohne ein Opfer, gäbe es keine bessere Welt und kein besseres Dasein. Das stimmt wohl, denn nur ein Nehmen ohne Geben, würde auf lange Sicht wohl ein Ende jeder allgemeinen Sache bedeuten.

Bedarf dies überhaupt noch weitgefasster Erklärungen? Das größte Opfer bringt der Höchste Herr immer, denn er hält letztlich für alles hin. So wie ein Planetarer Logos für alles hinhält, was durch ihn ins Dasein kommt. So wie auch Christus Jesus zu seinen Jüngern sprach, dass der, der der Größte unter ihnen sein wolle, der größte Diener sein solle.

Das ergibt in einem sehr wörtlichen Sinne auch den nachvollziehbarsten und größten Sinn. Der, der am meisten hingibt oder hinhält, oder wie auch immer das Erbrachte gestaltet sein mag, diesem gebührt der wesentlichste Anteil daher auch.

Es ergibt sich allein von der Sachlage her. Nicht ohne Grund heißt es daher von Sanat Kumara, er sei der eine, der das große Opfer erbringt auf lange Zeiten hin gesehen.

Man kann sagen, nicht nur dass alles Wirkliche existiert (und das Unwirkliche nicht existiert), auch ist alles Wesenhafte nie umsonst. Denn alles was ein Plus und einen Mehrwert erzeugt in irgend einer Weise, ist mehr geworden, als es ohne dem gewissen ist, geworden ist oder hätte sein können.

Und sowie durch ein größeres Einbringen (Opfer) etwas zunächst gegeben wird, so ist durch alles was daraus dazu gewonnen wird, auch das, was das Wachstum auf einer Inhärenten Seite von allem Daseienden bildet, und sei es nur in einer Art Lern- und Verwirklichungsprozess, ohne dass sich dieses selbst in einer veräußerten Form je zeigen wird.

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In Berufung seiner selbst - BG 8:22

Beitrag  Devino Melchizedek am Do Sep 21 2017, 00:09

Bhagavad Gita 8:22

Yogananda:
Durch unentwegte Hingabe, o Sohn der Pritha (Arjuna), erreicht man dieses Höchste Unmanifestierte. Er allein, der Allgegenwärtige, ist die Heimat aller Lebewesen.

Prabhupada:
Der Herr, die Höchste Persönlichkeit Gottes, der größer ist als alle, kann durch ungetrübte Hingabe erreicht werden. Obwohl Er Sich in Seinem Reich aufhält, ist Er alldurchdringend, und alles ruht in Ihm.

Reclam:
Der ewige, der höchste Geist,
Der nur durch Liebe wird erkannt -
Er ist's der alle Wesen birgt,
Der dieses All hat ausgespannt.
---
Selbst wenn man bei Krishna annehmen kann, dass Er seine Entwicklung bereits in Vormenschlicher Zeit und in anderen Welten genommen hat; wie weit ließe sich sagen, dass es daher besser sei?

So mag es auch grundsätzlich sein, dass manche Welten nur noch als ein Zeugnis in den Zeugen, d.h. in der ein- oder anderen Wesenheit sich nur noch befinden und finden lassen, und darüber hinaus jedoch längst vergangen sind. Und von der Kultur und dem Entwicklungsstand jener Welten her, sei manches immer noch unerreicht und auf einem höheren Stande, als dasjenige heute und hier, doch manches als auf einem ähnlichen oder geringeren Stand sich befindend.

Wie weit ist also eine so außergewöhnliche Wesenheit wie Krishna uns tatsächlich in jeder Hinsicht ein Vorbild und Beispiel?

Tatsächlich stellt sich die Frage nicht ernstlich. Denn nicht nur, dass sich eine Wesenheit ja auch selbst weiter entwickelt über seine Ursprünge hinaus, auch ist es so, wenn sich diese ausgepannt und eine Grundlage für andere Welten in der einen oder anderen Weise bildet, und also eine gewisse erste Ursache legt, über diese gar nicht hinaus gegangen werden kann, ohne dass es diese jene mit ausdehnt.

Man kann Gott nicht austricksen, weil es nicht geht. Man kann sich jedoch selber bis zu einem gewissen Grad übers Ohr hauen, indem man sich selber allerlei glauben macht. Doch ist es auch nur soweit möglich, wie es möglich sein kann. Ganz nach dem, dass man sich selber ohne etwas als Fixierung zusätzlich zu haben nicht heben kann. Und selbst wenn, gäbe es dann nichts woran man es ausmachen oder ermessen könnte.

Daher bleibt uns das Göttliche und Höchste immer bis zu einem gewissen Grad ein ewiges Mysterium. Und ein Rätsel dahingehend, wie es eine allererste Ursache geben und wie sich etwas heben kann, ohne dass es etwas anderes gibt woran es sich fixieren kann. Vielleicht ist es aus Sicht der Introspektion im symbolischen Sinne veranschaulichungsmöglich, in dem es sich mit seinem Werk selbst zur Ausdehnung und der Erkenntnis seiner selbst darin beruft. Und eben in der Weise auf ewig, weil es keine Fixierung und keine Punkt der Aufhebung des begonnen gibt. Wie wenn eine Kraft beginnt, aber nichts ihre Wirkung mindert, sich in einem ewigen Kreislauf einfindet.

Devino Melchizedek

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